× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Geradenbild

Raumansicht Anfang Tag
Raumansicht Anfang Tag
Raumansicht Ende Tag
Raumansicht Ende Tag
Standpunkt Diplom Arbeit Kunstkritik verhüllt verhüllt Büste Büste Geradenbild Geradenbild Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Wie gestern in einem Gespräch … Wie ich gestern in einem Gespräch mitbekam, sind in den Arbeiten …
  • [Schlucken.]
  • … viele Themen …
  • [Klick.]
  • Oder werden in den Arbeiten viele Themen behandelt, die ich gar nicht mit … ähm …bedacht habe.
  • Das sind Sachen, die … sehr abstrakt sind. Also wo ich gedanklich gar nicht mitkommen kann.
  • Ich bin da weniger Theoretiker.
  • [Schlucken.]
  • Und ich muss da sagen: Ähm … Was mich da getrieben hat, das war die [Sperren: Neugier].
  • [Schlucken.]
  • Die … ähm … Büste. Da mag viel mitschwingen. Sowas, na ja, wie die Büste über die Jahrhunderte … ähm … behandelt wurde. Was sie für die Gesellschaft bedeutet hat. Ähm … Welche Formen es davon gibt. Was das über das Selbst aussagt. Ähm … Über Inszenierung Inszenierung !
  • Was weiß ich.
  • Aber das sind alles so Sachen, die haben mich da überhaupt nicht … ähm … dazu bewegt, … ähm … diese Büste zu modellieren. Sondern das war tatsächlich die …
  • Neugier!
  • Zu … ähm … Verstehen zu wollen, wie der Kopf funktioniert. Oder wie [Sperren: ein] Kopf funktioniert.
  • Das selbe eben beim Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt .
  • Was ist … Was ist der Körper?
  • Wie … Einfach mal selbst vermessen! Einfach mal selbst … ähm … modellieren, um zu sehen …
  • [Schlucken.]
  • Oder eben um zu verstehen, wie er … wie er funktioniert.
  • Natürlich nur oberflächlich.
  • Also … Ich taste mich da sozusagen langsam heran.
  • Aber: Die [Sperren: Neugier] war's.
  • Bei den Geradenbildern und bei den verhüllten Arbeiten habe ich tatsächlich mal einen anderen Ansatz gehabt. Also egal, um welche Arbeit es sich handelt: Es spielt immer eine Rolle … ähm …
  • Ursprung Ursprung ist halt ein blödes Wort.
  • Ähm … Zu einem [Sperren: Anfang] zu kommen. Oder zu gehen. Weil ich irgendwelche Fragen habe, die, wenn ich mittendrinne anfange, nicht beantwortet bekomme.
  • Bei den Geradenbilder war es, dass ich das Gefühl hatte, … ähm … ich möchte nicht auf anderer Arbeit aufbauen. Ähm … Weil ich dann nicht verstehen kann, was meine eigene Arbeit ausdrücken kann.
  • [Schlucken.]
  • Und deshalb wollte ich eben zum … zu einem ganz einfachen Element. Mit dem ich sozusagen anfange.
  • Spielerisch.
  • Ähm … Voranzukommen.
  • Also selbst etwas zu entwickeln. Von anfang an. Wo ich so sagen … Selbst nachvollziehen kann, wie es entstanden ist.
  • So wie ich dazu gekommen bin.
  • Und das war eben die Gerade. Davor der Punkt.
  • Der Punkt, wie ich dann eben … äh … auch selbst in Texten geschrieben habe, für mich …
  • Der ist tot! Und erst die Linie, oder die Gerade, die ist die erste Bewegung.
  • Später habe ich dann von Kandinsky Wassily Kandinsky so etwas Ähnliches auch gelesen. Und … Ja. Das war sozusagen: Einfach gucken, … ähm … Beim Kleinsten sozusagen anfangen und schauen, … ähm … was sich daraus entwickelt.
  • Bei den verhüllten Arbeiten ist es wieder etwas … etwas anderes der Grund gewesen.
  • Da gibt es bestimmt auch viele Gedankengänge, … ähm … die ich alle nicht berücksichtige! Habe mich da … Oder das hat mich ja selbst beschäftigt, mit den religiösen Ansätzen der Verhüllung.
  • [Schlucken.]
  • Ähm … Dort war es eben die … ähm … der Zweifel Zweifel . So ein großes Wort. Sondern so ein …
  • Na das Hinterfragen der eigenen Arbeit. Aber eben auch die der anderen. Die ich gesehen habe.
  • Ob das … Na ja. Das war halt so meine Reaktion. Zum einen eben der Wunsch, etwas zeigen zu wollen.
  • Der Mensch hat den Wunsch gesehen zu werden. Von anderen beachtet zu werden.
  • Und gleichzeitig sich aber wieder zurückzunehmen. Ähm …
  • Warum auch immer!
  • Das kann ich jetzt ja auch viel drüber nachdenken. Ähm … Aber ich behaupte, selbst dort war es die [Sperren: Neugier] zu sehen, … ähm … was passiert, wenn ich eine Arbeit eben in eine Box reintue und ausstelle. So.
  • Ich habe viel darüber geschrieben. Aber eigentlich: Neugier ist das zentrale Motiv.
  • Und, neben der Neugier, so ein … so ein … so eine Anfangsidee.
  • Es ist ja auch wieder zu so einem Anfang. Zu zeigen, nichts zu sehen. Oder eben nichts zu sehen erst einmal. Und daraus entwickelt sich vielleicht etwas.
  • Wenn auch nur im Kopf!
  • Also bei all den Arbeiten … ähm … gibt es eine Frage nach einem [Sperren: Anfang].
  • Ob jetzt im … ähm … in der Technik. Wie bei der Plastik eben. Modellieren. Technik.
  • Dann die Büste nehmen. Ähm …
  • Wie beim grafischen Element der Linie. Woraus besteht ein Bild? Oder was wäre da der kleinste … oder die kleinste Einheit? Abgesehen vom Punkt.
  • Oder eben so ein gedanklicher Anfang. Nichts sehen. Und aus dem Nichtsehen entstehen dann erst etwas.
  • Und … ähm … Jetzt eben von dem Komplex abgesehen: Einfach [Sperren: pure Neugier].
  • Auch bei den Fotocollagen. Schauen, was passiert denn jetzt, wenn ich ein Foto zerreise und neu zusammensetze?
  • Einfach gucken, was passiert!
  • Neugier halt!
  • Und das ist vielleicht wichtig, dass ich das dann … na ja … bei dem Gespräch eben … ähm … Egal, was jetzt an Gedankengängen kommen. Die sind interessant. Das gefällt mir, was alles entstehen kann. An Zusammenhängen.
  • Da hat ja jeder … Da hat ja jeder einen anderen Zugang zu. Das ist das Schöne daran. Auch wenn ich jetzt eben nur ein einfaches Motiv wie ein Selbstbild nehme. Und Techniken, die … die ziemlich leicht zu verstehen sind. Nachzuvollziehen sind. Eigentlich. Oder Stil, der sehr einfach nachzuvollziehen ist.
  • Da gibt es halt viele unterschiedliche Ansätze, wie man da ran gehen kann.
  • Meiner ist halt anscheinend das Interesse und irgendwie immer die Suche nach irgendwie einem Anfang.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Diplom Arbeit Aufbau im Klassenraum Zustand 1 Raumansicht Anfang Tag diplomklasse2-1-m.jpg Raumansicht Ende Tag diplomklasse3-4-k.jpg Zustand 2
Standpunkt Diplom Arbeit Geradenbild Geradenbild verhüllt verhüllt Kinderzeichnung Kinderzeichnung Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Am Arbeitstisch.]
  • Die Ausgangsfrage … Oder der … Grund, warum ich … ähm …
  • [Klick.]
  • … etwas mache.
  • [Schlucken.]
  • Ist immer sehr … einfach.
  • Bei den Geradenbildern … war es zum Beispiel ganz einfach die Suche nach … ähm … dem kleinsten Teilchen … ähm … in der Bildenden Kunst. Dem aber, bevor jetzt der Einwurf kommt, der Punkt sei es, … Dem aber eine Bewegung schon inne wohnt.
  • Und das war die Gerade.
  • So. Hab' ich dann ja auch viel drüber reflektiert. Das ist eigentlich der … Ob das jetzt … äh … äh … künstlerisch ist. Also ob es jetzt in der Kunst … ähm …
  • [Schlucken.]
  • … ein guter Grund ist, weiß ich nicht. Für mich war's es halt. Und so ist es eben auch bei den …
  • … digitalen Collagen. Also diese Selbstbildnisse. Die so leicht verzerrt aussehen.
  • Zerstückelt!
  • Das sind … ähm … ganz einfach die Vorlagen für solche Geradenbilder.
  • Also die Bildvorlagen.
  • [Uhr tickt.]
  • Nur da ich eben das Gesicht so entstellt habe … Das ist über einen längeren Prozess. Ähm … Wurden die Geraden am Ende von … von der Maschine … ähm … dahingesetzt, wo sie jetzt eben sind. Und … ähm … Das heißt, … ähm … die Fotografie, das Abbild der Wirklichkeit, wenn man es so will, muss sich sozusagen teilweise … äh … unglaublich … ähm … kaputt machen.
  • Damit dann ein Geradenporträt entsteht! Ähm … Wo die Form …
  • [Schlucken.]
  • … ähm …
  • [Klick.]
  • … erkennbar … wird.
  • Also aus … Also hätte ich jetzt nur ein Foto genommen, es der Maschine zum Umsetzen vorgelegt, dann wäre ein … ähm … ein Mischmasch, ein … ein … eigentlich fast schwarzes … langweiliges … ähm … ähm … Bild entstanden. Und durch diese extremen Veränderungen, sind sozusagen Geradenbilder entstanden. Die für sich … ähm … stehen.
  • Können.
  • [Klick.]
  • Auch bei den … Bei den verhüllten Arbeiten ein ganz einfacher Grund. Ähm … Ich weiß, dass ich vor'm Studium damit schon angefangen hatte. Ich weiß aber auch, dass ich im Grundstudium … äh … äh … Verhülltes, zum Rundgang, schon ausgestellt hatte.
  • Und da war das einfach wirklich dieses … mhm … Ich kam irgendwie nicht damit klar, dass so viele … äh … Kunststudenten Kommilitone existieren.
  • Und damit war ja bloß Leipzig gemeint. Und ich weiß oder ich wusste, …
  • [Tiefes Einatmen.]
  • … in Deutschland gibt's noch mehr!
  • In Deutschland gibt's noch mehr Künstler!
  • In Europa gibt's noch viel mehr!
  • Auf der Welt gibt's noch viel viel mehr!
  • Und … Das auch nur im Augenblick. So gab's in der Vergangenheit noch mehr!
  • Und in der Zukunft noch viel viel mehr!
  • [Tiefes Einatmen.]
  • [Uhr tickt.]
  • Und das hat mich … ähm … unglaublich zurückgeworfen.
  • Weil ich davor immer so, weiß ich nicht, so … so … dachte: Ich habe einen Weg, der … ähm …
  • [Klick.]
  • … der sein [Sperren: muss]. Der … ähm …, einfach gesagt, [Sperren: Bedeutung] hat. Und durch diese unglaubliche Masse an Künstlern, die etwas schaffen, und alle haben irgendwie eine eigene Begründung für irgendwas. Wurde ich halt zurückgeworfen.
  • [Schlucken.]
  • Bekam plötzlich mit: Das, was du machst, ist auch bloß eine kleine … Winzigkeit.
  • So.
  • Wie bei den Geradenbildern. Wo ich ja eigentlich etwas rudimentäres suche. Und gleichzeitig dann aber wieder mitbekomme: Erstens, vor einhundert Jahren haben die das doch auch schon gemacht. Und auch, wie Kandinsky Wassily Kandinsky eben, viel darüber philosophiert. Was ich noch nicht einmal tue.
  • Äh … In diesem Ausmaß.
  • [Uhr tickt.]
  • Das es halt einfach etwas ist, was … was ich … Also was wieder … wieder der Künstler wiederholt.
  • Selbst wenn … ähm … neue Techniken dazu kommen. Ähm … Selbst wenn … Also wie 3D-Drucker. Ähm … ähm … Digitale Arbeiten. Oder eben … ähm … ähm … besonders kleine Sachen, die auf der atomaren Ebene stattfinden. Oder so.
  • Das sind … Das sind neue Techniken, neue … ähm … Die neue Arbeiten [Sperren: erlauben].
  • Aber eigentlich … äh … sind sie nur auf dem ersten Blick neu. Und zwar die The… die Themen sind, denke ich mir, die alten geblieben.
  • Wie der Mensch der alte geblieben ist.
  • Nur die [Sperren: Umsetzung], die … die ist vielfältiger geworden.
  • Und dann werden ja ältere Techniken … ähm … teilweise sozusagen belächelt. Ähm … Oder … äh … die Malerei wird für tot erklärt. Und so weiter. Das ist ja auch schon ewig her. Als der Satz kam.
  • [Schlucken.]
  • Also ich bin in irgendeinem großen … ähm … äh … Auf dem Rummelplatz.
  • Eigentlich.
  • So. Und damit musste ich klar kommen.
  • Muss ich immer noch klar kommen!
  • Und da war dieses … äh … verhüllen von … von meinen Arbeiten, die ich für besonders hielt, halt meine Reaktion.
  • So eine Trotzreaktion! Irgendwie.
  • Entweder ich zeig's euch gar nicht. Trotzdem sollt ihr [Sperren: sehen], dass ich [Sperren: das] gemacht habe. Das [Sperren: Große] gemacht habe.
  • Inzwischen sehe ich zum Beispiel in diesen … äh … in diesem Verhüllen etwas ganz neues.
  • Für mich ist das jetzt so ein: Da kann etwas wachsen. Da kann etwas gedeihen.
  • Ähm … Für [Sperren: sich]. Ähm … Auch von mir sozusagen entfremdet.
  • Und … äh … Kann prinzipiell sozusagen … daraus wieder etwas … Neues entstehen. Was ich selbst nicht … ähm … nicht kontrolliert habe.
  • Das ist jetzt natürlich bloß ein Gedankenspiel.
  • [Schlucken.]
  • Aber das gefiel mir. Ganz gut.
  • Also auch wieder recht einfach. Eigentlich.
  • Sehr … einfach. Sehr … Sehr menschlich.
  • Ein sehr menschlicher Grund eigentlich. Dieses verhüllen.
  • Wie bei den Geradenbildern. Wie bei den digitalen Collagen. Und das selbe eben auch bei dem kindlichen Zeichnen. Oder dem [Sperren: Versuch], … ähm … wie ein Kind zu zeichnen.
  • Kinder zu kopieren.
  • Deren Zeichnungen.
  • [Uhr tickt.]
  • Das ist halt immer so ein … Zurück zum Anfang! Damit etwas Neues entsteht! Und gleichzeitig … ähm … zwischendurch immer wieder verhüllen. Weil ich mitbekomme, … ähm … das ist gar nicht möglich. Oder ist gar kein …
  • Es sollte vielleicht gar kein [Sperren: Ziel] sein. Etwas [Sperren: Neues] zu schaffen.
  • Wie gesagt, das sind … Eigentlich … sind ja die Themen immer die selben geblieben.
  • [Sperren: Menschlich.]
  • [Zieht Rotze hoch.]
  • [Schlucken.]
  • Nur die Technik hat sich geändert.
  • [Sperren: Rasant.]
  • Aber Selbstbildnisse, oder … ähm … gesellschaftliche Themen, Alltag, Politik, … Da hat sich ja nischt groß geändert.
  • Das sind halt Meinungsäußerungen.
  • Sozusagen.
  • Das gibt's schon [Sperren: immer].
  • [Klick.]
  • [Uhr tickt.]
  • Das ist jetzt vielleicht eine Erkenntnis. Dass es gar kein … ähm … höheres [Sperren: Ziel] gibt.
  • [Pustet Luft aus.]
  • So wie ich immer die Moderne, oder die Künstler dort, deren Manifeste Manifest , doch … [Sperren: bewundert] habe.
  • Dieses [Sperren: Streben] nach etwas!
  • Das [Sperren: Berufen] sein!
  • Das [Sperren: Töten] und [Sperren: Neuschaffen]!
  • Und …
  • [Pustet Luft aus.]
  • … dass das …
  • [Uhr tickt.]
  • … ein [Sperren: Irrglaube] ist.
  • Vielleicht.
  • Das habe ich im Studium jetzt mitbekommen.
  • Bringt mich natürlich jetzt keinen Schritt weiter. Was auch immer weiter heißt. Wäre ja wieder mit einem Ziel verbunden.
  • Es macht's vielleicht … gelassener?
  • Die Gefahr … äh … da besteht bei mir, dass … äh … da nichts entsteht. Denn dieses Streben nach irgendetwas hat bei mir immer eine … äh … zu einem …
  • … [Sperren: Drang] …
  • … ähm … geführt.
  • Etwas zu schaffen.
  • Und zwar dann, würde ich jetzt sagen, schon exzessiv.
  • Teilweise.
  • Selbst wenn das auf einem Irrglauben beruhte!
  • [Schlucken.]
  • Es war trotzdem … ähm … Es ist viel dabei herausgekommen. Und ich habe viel dabei gelernt.
  • Und ich habe jetzt viel zum Ansehen!
  • [Uhr tickt.]
  • Auch in Jahrzehnten. Vielleicht noch.
  • Und … Und wenn dieser Drang nicht existiert, dann entsteht bei mir eben auch sehr sehr wenig.
  • Das ist die [Sperren: einzige] Gefahr, die auf so einer Erkenntnis beruht, dass es ein Irrglaube ist. Also zu denken, …
  • … es gäbe etwas Neues!
  • Es gäbe ein Ziel in der Kunst.
  • Es gäbe … Es gäbe Fortschritt!
  • [Pause.]
  • Das ist alles Oberfläche.
  • Und eigentlich geht's ja dann darum, dahinter zu gucken.
  • Und was dahinter ist, das ist das Alte.
  • [Aufnahme Ende.]
(mit Notizen der letzten Tage) Werkstatt Plastisches Gestalten weiter mit Kommilitone Kommilitone an Plastik und Büste Büste gearbeitet Augen und Oberkörper am Modell besser zu bearbeiten als mit Spiegel Spiegelbild nächste Woche Beine ausarbeiten Kopf im Unterschied zum restlichen Körper streng zentriert Diplom Arbeit schwarze Klammern für Papierarbeiten gekauft Modell im Klassenraum für Montag aufgebaut Montag großes Foto wieder ausrollen weitere Skizzenblätter gesammelt umsetzen später im AV-Labor digitalisieren Standpunkt Geradenbild Geradenbild Kinderzeichnung Kinderzeichnung verhüllt verhüllt Anfänge der Kunst Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Im Bett.]
  • Nach Februar werde ich mir … ein Jahr Zeit geben, das Studium zu … verarbeiten.
  • Das klingt jetzt irgendwie ein bisschen komisch.
  • Aber es ist halt doch anders, als … ähm … ein Studium …
  • [Katze Ramses schreit.]
  • … wo es eher darum geht, etwas zu … ler…
  • [Katze schreit.]
  • …nen. Denn hier war ja eher, dass ich überhaupt … äh … mitbekomme, was ich [Sperren: will].
  • So. Und diese …
  • [Katze schreit.]
  • … ganzen … ähm …
  • [Schlucken.]
  • Gedanken, auch Zweifel Zweifel , zu der eigenen Person, zu den Arbeiten, auch zu den Arbeiten der anderen und zum Künstlertum überhaupt, … äh … oder offene Fragen, Bestätigung und so weiter …
  • [Schlucken.]
  • … das muss ich erst einmal sacken lassen.
  • Denke ich mir.
  • Da ist es ganz gut, erst einmal wieder Abstand zum … System zu bekommen.
  • Und auch die … ähm … Ja! … Die ganzen Notizen, die ich gemacht habe, eigentlich noch einmal durchzugehen und das … ähm …
  • Genau.
  • [Schlucken.]
  • Aktuell … ähm …
  • [Kopfkratzgeräusche.]
  • … habe ich so vor, im Februar, dass ich … ähm … neben den Notizen eben noch … ähm … gerne ohne großer … ähm … Gedankenkonstrukte …
  • [Schlucken.]
  • … an den Geradenbilder weiter arbeiten möchte.
  • Dann aber kleiner. Also, dass ich mir einen Plotter Plotter für … 30 mal 20 Zentimeter maximal … ähm … anschaffe. Und … ähm …
  • Das habe ich jetzt mal gesehen bei … bei … Dürer Albrecht Dürer ! Dass viele Arbeiten sehr sehr klein sind. Kupferstich. Stiche. Und sehr sehr detailreich. Und es auf einem sehr kleinen Format … ähm … viel zu entdecken gibt.
  • Und gäbe.
  • Und es gar nicht immer so groß sein muss. Wo ja heute eigentlich vieles, also was ich gesehen habe, auch in der Hochschule, [Sperren: groß] gemacht wird. Ob's jetzt Sinn macht oder nicht. Es ist so ein … Na ja … Es ist so ein Standardging. Irgendwie.
  • Erst einmal groß machen!
  • So. Und dabei müssen viele Arbeiten vielleicht gar nicht groß sein.
  • [Schlucken.]
  • Ich mache jetzt ja auch diese eine verhüllte Arbeit … ähm … viel zu groß. Mit 100 mal 80 Zentimetern.
  • Ist jetzt zwar nicht riesig. Aber … ähm … es könnte bei einem Porträt eigentlich … 30 mal 20 sein.
  • Zum Beispiel.
  • Also viel kleiner!
  • Ich würde dann aber eben nach dem Studium … äh … wieder … ähm … sozusagen zurückfahren. Und … äh … Dann gleichzeitig aber … ähm … sicherlich … äh … neue Felder entdecken. Und zwar: Detailreichtum!
  • Dass ich also auch mit Stiften arbeite, wo ich … ähm … auf 0,3 Millimeter oder 0,5 Millimeter komme. Oder so. Ähm … Wo ich den Radiographen noch einmal ausprobiere.
  • Jetzt.
  • Und dadurch halt, was ich bisher halt bloß in groß machen konnte auch, wegen der Strichstärke, dass ich das jetzt in klein … ähm … probieren kann.
  • [Schlucken.]
  • Und kleine Arbeiten mache.
  • [Klick.]
  • Diese kindlichen Tagebuchzeichnungen fand ich … sehr … Na ja … Während ich gezeichnet habe, halt … Das war sehr gut! Vielleicht mache ich sowas halt noch mit anderen … Nicht so dieses platte Kindliche. Mit großen runden Gesichtern. Oder so. Sondern … Weiß ich nicht … Ähm … Einfach mit den Buntstiften arbeiten!
  • So.
  • Auch wieder auf kleinem Papier.
  • [Klick.]
  • Ich denke, die verhüllten Arbeiten, dieses Motiv, das ist ausgereizt. Solange ich … äh … nicht [Sperren: spüre], etwas verhüllen zu müssen. Das war bisher, ich denke, in zwei so Schüben. Wo ich extreme Zweifel hatte. Halt an den eigenen Arbeiten.
  • Oder überheblich war! Also gedacht habe, … äh … es wären [Sperren: Meisterwerke], die ich tue. Und …
  • [Schreit.]
  • [Sperren: Ramses!]
  • [Aufnahme Abbruch.]
  • [Aufnahme wieder aufgenommen.]
  • Also in meiner Vorstellung ist das ja noch irgendwie meine Zukunft. Die verhüllten Arbeiten. So. Zeigen, gesehen werden, aber nicht … ähm …
  • Ne. Gesehen werden, aber nicht zeigen!
  • Muss ich aber eben nicht, … ähm … solange ich nicht ausstelle, solange ich jetzt meine … ähm … mein Vorgehen nicht ändere und diesen Drang auch nicht habe, … Ähm … Wird da glaube ich nichts neues entstehen.
  • Da werde ich jetzt eher diese kleinen Zeichnungen machen. Äh … Mit der Maschine arbeiten.
  • Auch mit dem Computer arbeiten! Das macht ja auch … ähm … Ja … Da … Das liegt mir auch!
  • Dabei entstehen ganz von selbst diese … ähm … ja … entstellten Porträts. Ob ich jetzt will oder nicht! Das ist … Diese Sammlung geht auch weiter.
  • Dann werde ich vielleicht noch einmal nach Werkzeugausstattung suchen. Neben der … äh … Neben dem Plotter. Was ich da noch brauche. Und bei den Bilderrahmen werde ich mich dann sehr zurückhalten. Da habe ich ja jetzt ziemlich viele angeschafft. Auch für die Prüfung.
  • [Schlucken.]
  • Da bin ich gedeckt.
  • [Schlucken.]
  • Und ich glaube, ich werde auch vieles wegschmeißen.
  • An Entwürfen, die jetzt aber nicht … ähm … Na ja, die jetzt nicht so diesen … Die jetzt nicht für sich selbst stehen können. Sondern wirklich einfach … [Sperren: unfertig] sind. Zum Beispiel. Davon habe ich ja auch viele. So. Die bringen mir, denke ich, auch in 20 Jahren nichts. So wenn ich sie mir angucke.
  • Ich habe ja genug Entwürfe, die halt auch für sich stehen. Also die alleine schon wirken. Die kann ich ja behalten. Aber ich werde auch einiges … eben …
  • [Katze meckert.]
  • … wegschmeißen.
  • [Schlucken.]
  • Ein bisschen Angst habe ich schon davor, nach dem Studium … Nicht in ein Loch zu fallen! … Sondern … ähm … [Sperren: aufzuhören]. Also … Diese …
  • Diese Gespräche. Nachts. Zum Beispiel. Diese Auseinandersetzung. Na mit meinen Themenfeldnern, die ich eben habe. Die hat's ja nur gegeben, [Sperren: weil] ich an der Hochschule war. [Sperren: Weil] ich die Werkstätten nutzen konnte. [Sperren: Weil] … äh … ich … äh …
  • [Katze meckert.]
  • … kommuniziert habe. Mit Kommilitonen. Gespräche mit Professoren hatte. Und das sind alles Sachen, die nach dem Studium, wie davor eben, wieder wegfallen. Ich weiß halt noch, wo ich in meiner Kammer war. Im Kämmerchen. In Berlin. Ähm … ähm … Mir mein Künstlersein sozusagen …
  • [Schlucken.]
  • … ähm … Na das war ein System, was halt für sich selbst existierte. Und wo ich halt immer … äh … mich selbst nach oben brachte. Nicht fallen [Sperren: konnte]. Weil ich … äh … nicht nach draußen ging. Und … äh … Immer Bestätigung durch mich selbst bekam. So. Gibt's dann auch wenig Kritik. Von außen. Was ja … Wo ich die letzten fünf Jahre gemerkt habe, dass es sehr wichtig eigentlich ist. Ähm … So diesen fremden Blick noch einmal darauf zu haben. Jetzt nicht … äh …, um zu sehen, wie kann ich etwas machen, … äh … damit es bei anderen ankommt. Sondern, wie … wie kommt denn das an, was ich … was ich … was ich … selbst darin sehe. Was ich da mache. Oder wie kommuniziere ich das. Ähm … Was ich tue.
  • Oder wie verweigere ich mich dem! Also auch das ist ja eine Art von Kommunikation.
  • [Schlucken.]
  • Und das fällt jetzt, denke ich, danach wieder weg. Ich habe in der Zwischenzeit jetzt nicht … äh …, was so oft … äh … gefordert wird, oder … äh … angestrebt wird …
  • Netzwerk!
  • Ähm … Oder eben Ausstellungen. Irgendwo machen. In kleinen Galerien. Oder … Was weiß ich.
  • Das ist eben nicht mein Ding! Das war's davor nicht. Das ist es nicht während des Studiums gewesen. Und das wird danach jetzt eben auch nicht passieren.
  • So.
  • [Katze meckert.]
  • Was ich gut fand, waren eben die Rundgänge. Da … ähm … konnte ich sozusagen ohne den Verwaltungskram zu machen, ohne groß zu werben, ohne mich zu [Sperren: bewerben] … Das ist das nervige eben daran, finde ich. Ähm … Konnte ich etwas ausstellen. Das hatten automatisch viele gesehen.
  • Ohne, dass … äh … dass es jetzt im Mittelpunkt gestanden hätte.
  • Das fällt ja …
  • [Katze meckert.]
  • … eben auch weg. So.
  • Also es wird … Ich werde Neues machen! Das ist gar keine Frage! Das sehe ich schon!
  • [Nachbarn stehen vor Wohnungstür. Reden laut.]
  • [Schlüssel wird im Schloss gedreht.]
  • Ich weiß jetzt nicht, ob ich, gefühlt, fortschreiten werde.
  • [Tür kracht zu.]
  • Ob ich eher stehen bleibe.
  • Oder ob ich es schaffe, auch in meinem eigenen System, abgekoppelten System, mir einen Arbeitsalltag … ähm …, wo ich sozusagen täglich ein paar Stunden nehme, bewusst nehme … ähm … arbeite.
  • Ohne … Genau. Und dann halt sehe, was … was passiert. Ohne jetzt halt … ähm … das dann auszustellen. Aber halt weiter etwas mache. So. Weiter überlege. Das sind …
  • Gerade auch dieses Überlegen! Dieses … ähm … Dieses Denken! Dieses Transkribieren! Das … Das [Sperren: ist] mein Ding. So. Und Damit das nicht wegfällt, muss ich mir jetzt wieder selbst Zeit vorgeben. Die von der Hochschule, mehr oder weniger, schon vorgegeben waren. Oder wenn man in so ein System eintritt, dann … dann fließt man sozusagen mit.
  • Teilweise.
  • So. Wenn man keinen Einspruch einlegt, dann passiert automatisch etwas. Man wird angesprochen. Oder man … man … Ich nutze die Möglichkeiten.
  • Das muss ich mir dann jetzt selber aufbauen. So.
  • [Aufnahme Ende.]
Standpunkt Gespräch mit mir Diplom Arbeit Geradenbild Geradenbild
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Früh, es ist noch dunkel. Überlegungen zur Maschine.]
  • Über das Arbeiten mit der Maschine. Mit dem Plotter Plotter .
  • [Schlucken.]
  • Darüber habe ich … ähm … lange Monologe vor mir selbst gehalten.
  • Denn dieser Prozess, dass ich … äh … dabei … eher … nur den Gedanken habe und die Vorarbeit mache und die …
  • [Schlucken.]
  • … eigentliche … oder die Zeit, in der dann das Bild entsteht, also Materie wird, …
  • [Schlucken.]
  • … ähm … nur daneben stehe.
  • [Klick.]
  • Da wird sozusagen der Gedanke …
  • [Schlucken.]
  • … nur noch, in Anführungszeichen, umgesetzt. Und es wird kein … Es wird keine menschliche …
  • [Schlucken.]
  • Kein Fehler mehr zugelassen. Und ein Fehler kann aber … etwas sehr …
  • [Klick.]
  • … gutes sein. Weil dadurch eben auch Sachen entstehen, die man …
  • [Schlucken.]
  • … nicht vorhersehen konnte.
  • Diese Fotocollagen oder die Spiegelzeichnungen sind sogar, glaube ich, entstanden, weil ich … äh … zwischendurch … äh … wieder spüren wollte, wie es eigentlich ist, einen Stift in der Hand zu halten. Und … ähm … Im Augenblick …
  • [Schlucken.]
  • … der Bildentstehung Teil zu sein. Davon.
  • Es hat halt zwei Seiten. Solche großen Arbeiten hätte ich … ähm … nur mit der Hand gar nicht machen können. Beziehungsweise das Handwerk Handwerk … müsste ich auch erst erlernen. Dafür.
  • [Schlucken.]
  • Und es sind Sachen entstanden, die ich eben nicht … äh … ähm … Also wo der Gedanke größer war als die Umsetzungskraft.
  • [Schnell zu Ende gesprochen, da Symbol für Batteriestatus auf Rekorder blinkt.]
  • [Aufnahme Ende.]
Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen!
Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen!
Spiegelbild, auf Folie
Spiegelbild, auf Folie
Ganzkörper, Collage
Ganzkörper, Collage
Kindliches Selbstporträt
Kindliches Selbstporträt
Technologien des Plastischen Vortrag von Jan Großmann Jan Großmann Werkstatt mit gesäubert, Stühle aufgestellt Friedrich-Büsten haben zugesehen Diplom Arbeit gelieferte Rahmen ausgepackt, Arbeiten gerahmt Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen! klassediplom10-m.jpg Ansichten Spiegelbild Spiegelbild , auf Folie klassediplom11-k.jpg mit Glas vor und hinter Folie Ganzkörper, Collage Collage klassediplom12-k.jpg Kindliches Selbstporträt Selstbildnis klassediplom13-k.jpg Ganzkörper in Holz geritzt kurzes Gespräch mit Kommilitone Kommilitone über Thema und Gegenstand Standpunkt Gespräch mit mir Diplom Arbeit
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Nachts. Überlegungen zum Bett.]
  • Das Bett.
  • [Schweres Einatmen.]
  • Im Bett ist der Ursprung Ursprung . Aller meiner Arbeiten. Hier habe ich nicht … gezeichnet. Hier habe ich … keine Büsten modelliert. Hier war der [Sperren: Anfang]. Hier war der Gedanke.
  • Der Ursprung sozusagen.
  • Und der Gedanke ist um ein Uhr früh, zwei, drei Uhr nachts, vor allem eines: Radikal radikal .
  • Er ist nicht … weich geklopft. Wie … bei Kommunikation. Wie … bei Sonnenschein. Sondern er ist: Klar.
  • In der Nacht, wenn es dunkel ist um einen herum, ist der Gedanke …
  • [Klick.]
  • … eindeutig. Einstimmig.
  • [Klick.]
  • Einfach ausgesprochen.
  • [Klick.]
  • Grundsätzlich.
  • [Klick.]
  • Der Gedanke wirkt bei Tagesanbruch …
  • [Klick.]
  • [Klick.]
  • … zu [Sperren: stark].
  • [Klick.]
  • Zu gewagt.
  • [Klick.]
  • Weshalb ich froh bin, dass ich nachts den Gedanken festhalte. Tagsüber transkribiere und ihn damit in …
  • [Klick.]
  • [Klick.]
  • … meinen …
  • [Klick.]
  • … Arbeitsraum bringe.
  • [Klick.]
  • Die Bilder hier … sind, betrachte ich sie selbst, nicht etwa radikal! Grundsätzlich! Verstörend!
  • Es sind … Selbstbildnisse. Es ist der Körper. Es ist etwas ganz … mhm … alltägliches.
  • [Schlucken.]
  • Aber die … der Grund, warum ich sie überhaupt gemacht habe, auch wenn er nicht auf den ersten Blick wahrnehmbar ist, oder auffällt, ist eben der Gedanke.
  • Der in der Nacht kam.
  • Die Striche, die Geradenbilder, sind nicht zufällig Geraden. Dieser einfache Kopf ist nicht zufällig so einfach. So primitiv. Die Büste Büste ist nicht einfach bloß eine Büste, sondern …
  • [Straßenbahn Eisenbahnstraße fährt vorbei.]
  • [Klick.]
  • Oder die Holzkästen, die etwas verbergen, …
  • [Klick.]
  • … sind nicht nur Verpackungsmaterial. Sondern hinter all diesen Dingen steht etwas, was ich gar nicht einmal unbedingt … erläutern muss. Aber es ist halt wichtig zu wissen, dass der Gedanke der Ursprung war, für diese … Arbeiten. Die ohne dem nicht entstanden wären.
  • [Klick.]
  • Deshalb: Das Bett.
  • [Aufnahme Ende.]
Standpunkt Gespräch mit mir verhüllt verhüllt Diplom Arbeit
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Abends. Im Bett. Es liegt Schnee auf den Dächern gegenüber.]
  • Ich kann gerade keine Arbeit verhüllen.
  • Ich würde gerne eine … einen Kasten bauen. Aber ich … äh … spüre halt nicht, dass …
  • [Lange Pause.]
  • Dieser Kasten, diese Arbeit, die ich dann verhüllen … Wirklich … Also dass ich das jetzt wirklich machen [Sperren: will].
  • Das wäre jetzt so etwas, wie … eine Art Auftrag.
  • Aber es … ähm … Ich habe halt nicht den [Sperren: Drang], es wirklich zu tun!
  • Auch wenn ich ihn gerne [Sperren: hätte].
  • [Schlucken.]
  • [Klick.]
  • Das zeigt mir aber auch, dass … Egal, ob das jetzt eben das Verhüllen ist, oder … mit Buntstiften zu malen, zu zeichnen, oder … Geradenbilder zu machen, …
  • [Schlucken.]
  • Dass ich das selbst nicht als … ähm … bloßes Bild betrachte. Also als … ähm … ein ästhetisches Erzeugnis. Sondern … ähm … wirklich dahinter stehen muss. Dahinter … Gedanken …
  • Ohne so einem Gedanken. So einem Drang, etwas … ähm … darzustellen, in Aktion zu treten, …
  • [Schlucken.]
  • … würden die Arbeiten rein oberflächlich bleiben.
  • Und dieses Gefühl, dass das passieren wird, habe ich gerade.
  • Und ich möchte aber keine Arbeit verhüllen, nur weil ich zum Beispiel jetzt für eine Ausstellung eine Arbeit verhüllt zeigen möchte.
  • [Klick.]
  • Sondern die Arbeit musste verhüllt werden [Sperren: wollte].
  • [Aufnahme Ende.]
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Ich will nicht Kopist meiner eigenen Arbeit sein!
  • [Aufnahme Ende.]
HGB Rundgang HGB Rundgang 2018 nach Diplom-Prüfung eine Woche davor eventuell noch Rundgang-Beitrag überlegen Klassenausstellung mit einer Arbeit und im Flur Fläche reservieren wenn Fläche reservieren: 1 viele A4-Blätter mit Ausdrucken von Selbstgesprächen, Selbstbildnissen Geradenbilder / Collagen / Digital / Zeichnungen auf gesamter Fläche verteilen, auch übereinander bei Selbstgespräche je nach Länge A4-Blätter untereinander reihen 2 oder ein Selbstgespräch groß auf Papierrolle drucken / selbst schreiben, aufhängen drumherum dann Arbeiten auf A4-Blättern / Fotoabzügen anordnen Halterung für Papierrolle aus Metall in Metallwerkstatt herstellen lassen Stange aus Holz, auch am unteren Ende als Gewicht mit Bezug auf Diplom-Prüfung und Beitrag zur Klassenausstellung drei Tage (Montag bis Mittwoch) Zeit zum Aufbau 3 wenn Diplom-Ausstellung dann keine zusätzliche Flurarbeit
Standpunkt Kunstbegriff Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Wegen leichter Halsschmerzen tagsüber im Bett. Nicht mit nach Berlin gefahren. Gedanken zum gestrigen Gespräch mit Werkstattleiter über Avantgarde Avantgarde und Bedeutung von Kunst allgemein und heute.]
  • Je mehr Kunst ich sehe, in Museen, Galerien, Ausstellungen allgemein, desto … ratloser … bin ich.
  • [Klick.]
  • Mhm.
  • In den letzten Jahren habe ich ja mir sehr viel angesehen. Und … was schon deutlich wird ist, dass neuere Kunst, …
  • [Schlucke.]
  • … also sagen wir seit 100 Jahren, aber vor allem jetzt in den letzten Jahrzehnten, … ähm … sie in alle Richtungen ausschert.
  • [Pause.]
  • Alles vertreten wird.
  • Alle Meinungen.
  • Alle Stile. Alle Techniken.
  • Was auch gut ist! Ich meine, ich lebe da jetzt drinne. So. Das gefällt mir.
  • Eigentlich.
  • [Laut eingeatmet.]
  • [Pause.]
  • Die Frage ist halt: Gibt es überhaupt etwas, was … mhm … also …
  • [Schlucke.]
  • … also wo man heute sagen würde, das ist heute die … das wäre heute die Moderne?
  • Also wo etwas Neues … ähm … Wo etwas … ähm … Wie heißt das?
  • Propagiert!
  • … wird.
  • Also gesagt wird: Äh …
  • Das ist Kunst! Äh …
  • Das ändert sie!
  • Das ist tot!
  • Ähm … So muss es sein!
  • Das ist die Zukunft!
  • [Pause.]
  • Wie im Gespräch auch … äh … gestern … glaube ich … Da habe ich schon gemerkt, dass … Es [Sperren: gibt] vielleicht … also die Idee der Avantgarde … Das ist vielleicht komplett …
  • [Luft pfeift durch den Mund.]
  • … [Sperren: falsch].
  • Also ich meine, sie sind … so habe ich das jetzt gemerkt … ja auch immer irgendwie … [Sperren: gescheitert].
  • Und es kam etwas Neues. Und das Neue war plötzlich das Richtigere. Äh … Systeme … ähm … wurden beendet. Und damit hörte auch eine … ähm … Kunst auf. Und was anderes … übernahm das.
  • Also ist … ähm … der [Sperren: Drang] nach … nach etwas [Sperren: Neuem], nach [Sperren: dem] Richtigen, nach dem [Sperren: Zukünftigen], …
  • [Schlucke.]
  • Der ist vielleicht … ähm … Der ist eigentlich bloß [Sperren: vorgeschoben]!
  • Dadurch … ähm … Also der Mensch, also [Sperren: ich] neige dann ja dazu, … ähm … äh … selbst so einen Drang zu verspüren. Irgendwie so ein kribbeln. So. Das ist vielleicht das Menschliche! Ähm …
  • [Klick.]
  • Vielleicht evolutionär bedingt!
  • Dass man nach … äh … nach etwas [Sperren: Neuem], etwas [Sperren: Höherem], strebt.
  • Und dass dieser … Es ist kein Fehler! Aber vielleicht, ich sag's jetzt einfach mal so … Das dieser Fehler auch in der Kunst gemacht wird.
  • [Pause.]
  • Dabei sind doch … Ich [Sperren: bin] jetzt eben schon wieder bei … ähm … Ja. Bei Höhlenmalerei Höhlenmalerei . Äh … Oder bei anderen Anfängen der Kunst.
  • Da sind ja diese Dinge nicht …
  • [Schlucke.]
  • Ich denke: Nicht … Dass sie nicht den Drang hatten, etwas Neues zu machen.
  • Genauso wie Kinder! Oder … ähm … psychisch Kranke!
  • Sondern da geht es halt ja wirklich um … um den [Sperren: Menschen]!
  • Um das, was er erlebt! Ähm … Das auszudrücken!
  • Ob bewusst oder unbewusst. Das ist zweitrangig.
  • Und das ist ja eigentlich das, was am Ende … ähm … das ist, wo ich selbst länger vor verweile.
  • So wenn ich da Geschichten sehe!
  • Und dass eigentlich ein Pissoir Marcel Duchamp in der Kunst … ähm … Ja! Es [Sperren: ist] … äh … ähm … Es [Sperren: gribbelt] mir! Ähm … Auch beim Schwarzen Quadrat! Wenn ich darüber nachdenke.
  • Gleichzeitig lässt es einen halt irgendwie … [Pfff.] … so im Raum … ähm … alleine stehen.
  • Weil es [Sperren: abgekoppelt] ist. Es ist irgendwas theoretisches. Was … Irgendein Gehäuse, was … ähm … irgendwelche Künstler oder irgendwelche … äh … Theoretiker … ähm … sich erdacht haben. Und wo halt … Wo halt etwas [Sperren: passiert]. Was halt aber eben nicht mehr … ähm … zum …
  • [Sperren: Menschen] …
  • … vordringt.
  • [Pause.]
  • Denke ich.
  • [Pause.]
  • Deshalb komme ich auch irgendwie wieder zu dem Schluss: Ähm … Einfach das machen. was … ähm … was [Sperren: kommt]. Also was ich … ähm … Was aus mir heraus sozusagen … ähm … entsteht.
  • Ich jetzt den … äh … Drang irgendwie verspüre, weiter … ähm … diese Geradenbilder zu machen. Ohne jetzt eben diese Idee der Moderne irgendwie … ähm … äh … dadrinne sehen zu [Sperren: müssen].
  • Die ich ja auch selbst hatte!
  • An den Anfang gehen! Von dort aus etwas … äh … schaffen, was … ähm …
  • Na ja.
  • Was … Was Bedeutung hat.
  • Was das dann auch immer ist.
  • Also wenn ich den Drang spüre, das zu machen, dann spricht eigentlich nichts dagegen, einfach es zu …
  • [Sperren: Tun].
  • Also einen kleinen Plotter Plotter zu kaufen und im kleinen Format … ähm … große Arbeiten schaffen. Und das sind dann große Arbeiten, weil sie … ähm … entstehen … ähm … in … ja … stundenlanger Arbeit. Ähm … Wo der Drang aber eben nicht … äh … der ist, andere zu …
  • … zu [Sperren: überzeugen]!
  • Oder zu [Sperren: übertrumpfen]!
  • Oder überhaupt [Sperren: gesehen] zu werden!
  • Sondern halt einfach der ist: Es tun.
  • [Pause.]
  • So ich merke es halt bei mir. Ich glaube nach dem Studium möchte ich das gerne tun. So. Egal wie … wie verrissen es werden würde, wenn ich das … ähm … einen Professor zeigen würde. So. Der alles hinterfragen würde. Warum ist das … und das? Was willst du damit sagen?
  • Es sollte für mich glaube ich [Sperren: irrelevant] sein.
  • Das ist … ähm …
  • Das interessiert nicht.
  • [Pause.]
  • So, wie wenig es die Höhlenmenschen interessiert hat, … äh … wie … wie … wie ihre Zeichnungen … ähm … in … ein paar tausend Jahren angenommen werden. Oder wie wenig es Kinder interessiert, … ähm … wenn sie zeichnen. Äh … Was die Erwachsenen eigentlich darin sehen.
  • Klar. Darin gibt es immer irgendwo eine Rückkopplung.
  • Ähm … Aber ich glaube, im Kind drinne ist selbst das … der Drang es einfach zu [Sperren: machen].
  • So.
  • Ob nun mit Stift. Mit Kreide! Mit … äh … Mit Sand! Das ist ja eigentlich total egal! Das … Es entsteht halt [Sperren: etwas].
  • Etwas [Sperren: schaffen].
  • Punkt.
  • [Pause.]
  • Ohne es begründen zu tun.
  • Und dieses … äh … Selbstbildnis … Also wenn ich jetzt Geradenbilder weiter machen würde … Das Selbstbildnis wäre ja weiterhin … ähm … denke ich mir … einfach … ähm … Teil meiner Arbeit. Aber nicht weil … Eben nicht weil es Thema ist, sondern weil es … Ich bearbeite es halt gerne damit. So. Es macht mir … Doch. Es macht …
  • Ich weiß nicht warum! Aber anscheinend mache ich es gerne. Also sollte ich es doch [Sperren: tun]! Ohne da jetzt eine riesen große … ein theoretisches Konstrukt drum herum bauen zu müssen.
  • Was aber schon mehr oder weniger [Sperren: verlangt] wird. Wenn man Künstler sein will. [Sperren: Der] auch … äh … ausgestellt wird. [Sperren: Der] auch bei Wettbewerben mitmacht. Äh … [Sperren: Der] auch Beachtung findet. Wo Kataloge geschrieben werde. Immer! Sich selbst … Also selbst [Sperren: Worte] finden müssen für eine [Sperren: bildnerische] Arbeit … ist rudimentär. Heute.
  • Ich denke aber auch, ich kann den anderen Weg gehen. Und sich dem eben … eben verweigern.
  • Weil man es selbst einfach nicht … äh … ähm … äh … es nicht theoretisieren möchte. Also nicht um aufzufallen, wieder. Sondern einfach man [Sperren: wirklich] nichts … äh … nichts sagen … zu sagen hat. Weil man es eben nicht selbst … ähm … Oder das Geheimnis. Dieses … äh … äh … Diese … Diesen Schleier nicht selbst … äh … lüften möchte.
  • So.
  • [Klick.]
  • [Pause.]
  • Trotz allem. Wenn ich wieder zu solchen Gedanken komme, finde ich halt … na ja … die Zeit der Moderne … ähm … unglaublich … ähm … [Sperren: reizend]. Also wirklich … ähm …
  • [Schlucke.]
  • Da bekomme ich große Augen!
  • Auch wenn ich jetzt im Nachhinein mitbekomme: Vielleicht ist es doch für mich oder für in der heutigen Zeit, wo bereits alles ausgereizt wurde oder … oder vieles … das meiste … da ist es gar nicht mehr von Bedeutung … äh … sowas zu tun. Damals … äh … wollte man sich von etwas befreien.
  • Und dann kann jetzt vielleicht etwas kommen, was … ähm … einen Schritt weitergeht.
  • Was das [Sperren: hinter] sich lässt! Und … ähm … ähm … wieder den … dieses … eine … nicht-theoretisierte Arbeit schaffen.
  • [Klick.]
  • Was dann … äh … die Betrachter und die Bücher in ein paar Jahrzehnten darüber schreiben, das ist … äh … das ist irrelevant. Das … Irgendwas kommt da sicherlich! Als: Das war wieder eine Strömung! Oder …
  • Wo ich jetzt nicht einmal davon ausgehen würde! Es ist natürlich irgendwas anti. Also dagegen sein. So. Äh … Da belebt sich ja Kunst von. Da lebt die Kunst von. Aber ich denke jetzt, so dieser Gedanke, geht eher in eine ganz andere Richtung.
  • Wo es eigentlich keine Rolle spielt.
  • [Aufnahme Ende.]
Diplom Arbeit Einzelgespräch Mark (aus Erinnerung) Überlege … Überlege … Modell in Hochschule gebracht aufgebaut, mit Ausdrucken von anderen Aufbauen Einleitung vorgelesen, scheint okay zu sein Überlege … Gedanken zum Ursprung Ursprung vorgelesen Überlege … Überlege … außer große Fotografie liegen alle Formate fest 1 Fotografie eventuell auf 2 m ziehen, ohne Rahmen, mit Klammern für Testhängungen Druck auf günstigem Papier in AV-Labor drucken 2 weitere Arbeiten versuchen in Modell unterzubringen auch in Archivboxen nach Skizzen etc. suchen, abfotografieren und in 1 : 30 ausdrucken 3 kann alle Arbeiten in seinem Büro lagern 4 da Rundgang eine Woche später, kann ich mich in Ruhe auf Ausstellung vorbereiten davor E-Mail an Kommilitonen schicken, damit Raum leer danach Wände weiß streichen 5 Modell noch einmal mit stehenden Wänden bauen 6 wenn Installation mit Büsten und Ton-/Gipsresten einfach mit Folie als Grundfläche ausprobieren 7 große Arbeiten mit Auto Anfang Januar in Hochschule transportieren Überlege … Überlege … Überlege … nicht mit Texten erschlagen, sondern auch auf Fragen eingehen aber ehrlich, mit meiner normalen Sprache / meinen Gedankengängen antworten digitale Fotocollage = Vorlage für Geradenbilder Überlege …
Klasse Bildende Kunst Werkstatt Plastisches Gestalten Büste Büste freigeschlagen Standpunkt Diplom Arbeit Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Nachts. Im Bett.]
  • Fünf Jahre lang war ich eigentlich auf einer … Dauersuche.
  • Und … Die meißten dieser Arbeiten hier … in dem Raum … sind halt Abschnitte davon. Es sind Abschnitte, wo ich, in dem Moment Moment , wo ich so weit war, das Gefühl hatte, dass ich das jetzt … ja … bis zum Lebensende machen will.
  • [Schlucken.]
  • Das sind nicht bloß so … ähm … Nebenprodukte, oder … ähm … kurze Launen!
  • [Pause.]
  • Sondern das sind Abschnitte, wo ich merke, dass ich …
  • [Schlucken.]
  • … dass sie richtig Fuß haben.
  • Und doch ging es ja immer weiter!
  • Also … ähm … Irgendwann kam anscheinend doch wieder so ein … ein Gefühl von: Das … Das ist es noch nicht! Und dann ging es zum Nächsten. Wo ich dann dachte: Das ist es jetzt für immer!
  • [Klick.]
  • [Schlucken.]
  • Wenn ich diesen Begriff Suche mit einbinde, dann … kann ich vielleicht doch einen guten …
  • [Klick.]
  • … Übergang zu solchen … ähm … Notizen machen.
  • Wie zu diesen Geradenbildern!
  • Ähm … Was ich da halt nicht geschafft … Oder was ich da eigentlich machen [Sperren: wollte]. Das ich einen [Sperren: Anfang] wollte. Und so weiter.
  • Und so fort.
  • Das Zitat finde ich … Diesen Gedanken finde ich halt …
  • [Schlucken.]
  • … sehr sehr … ähm … gut. Weil der diese ganze … ähm … diesen Abschnitt … äh … sehr gut präsentiert … Präsentieren kann. Und auch dann diesen Übergang zu diesen verhüllten Arbeiten!
  • Zeigt das ja eben auch schon auf. Vielleicht macht es deshalb auch Sinn, dass … ähm … auch wirklich mit dem Suchen zu sagen.
  • Ähm … Und da sind eben … Und da kommt ja dann eben auch wieder raus, … ähm … ohne, dass ich das groß dann erklären müsste, dass diese …
  • [Schlucken.]
  • … sogenannten Selbstbildnisse, also dieses Motiv, … das Ich, … wirklich … ja … eher als Gegenstand dann zu begreifen ist.
  • Und nicht als das Ich an sich.
  • Das finde ich jetzt sehr gut.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Diplom Arbeit Arbeitem im Modell umsetzen ausdrucken für kommendes Einzelgespräch nach Gespräch mit Alexander: Ablauf planen 1 Text vom 1.11. 2 auf einzelne Arbeiten eingehen keine offenen Fragen stellen (Ich könnte jetzt …?), sondern durch Präsentation führen A Geradenporträt Geradenbild Notiz vom 12.1.2016 mit "In den Geradenbildern sehe ich den […]" "Schon hier wird ein Ansatz erkennbar: Suche nach Ursprung Ursprung ." Ursprungsgedanke, siehe Text vom 3.11. mit Kinderzeichnungen Kinderzeichnung / Höhlenmalerei Höhlenmalerei / Art Brut Art brut Kandinsky Wassily Kandinsky zitieren mit "Der Punkt ist das erste Resultat des ersten […]" Geradenbilder = ernsthaft in die Zeit der Moderne zurückgereist, ohne es anfänglich zu merken Drang, Antwort zu finden Übergang zu verhülltem Porträt B verhülltes Porträt verhüllte Arbeiten = ernsthafte Reaktion auf Erkenntnisse, die auf Sucherei folgte nicht nur gedanklicher Ausdruck, sondern ernsthaft gefühlt Übergang zu vereinfachtem Gesicht C vereinfachtes Gesicht kindliche Zeichnungen = ernsthaft neuen Ansatz gesucht und ernsthaft erkannt, wie ich durch bloßes Nachmachen meinen Weg nicht finden werden kann Motiv Selbstporträt Selstbildnis wird selbsterklärend: Ich = Ausgangspunkt der ganzen Sucherei D deshalb: digitales Selbstporträt mit herausstechendem Auge für mich Ausdruck, wieder ungewollt, der ganzen jahrelangen Sucherei Büste Büste Elke: "Von der Seite bist Du es auf jeden Fall. Von vorne bis zur Nase auch. An den Augen stimmt aber irgendwas nicht. Es sieht gut aus, aber die Augen sind nicht Deine. Deine… schmaler..?? Ich weiß nicht."
Diplom Arbeit (Notizen ausdrucken und Mark bei nächstem Einzelgespräch zeigen, ebenfalls Gespräch vom 3.11. und 1.11.) es gibt kein Überthema, aber bestimmte Themenfelder schwingen in Arbeiten mit Themenfelder durch Erlebtes / Alltag (unbewusst) eingeflossen A Beispiel christliche Prägung: Kirchenchor, Konfirmation, evangelisches Internat, Gottesdienste, Orgelmusik Arbeiten: Liegender Akt Akt (Jesus Jesus im Grab), Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt (Adam), Porträt im Flügeltürrahmen (Kreuzverhüllung, Scham Scham , Adam), Beine (Jesus) Tradition Künstler, Notiz vom 25.3.2016 , von Dürer Albrecht Dürer über Rembrandt Rembrandt van Rijn bis van Gogh Vincent van Gogh , Marc Quinn Marc Quinn mit "Self": Darstellung eigener Person als heroische Gestalt, als Jesus oder antike Antike christliche Märtyrer B Exkursionen / Studienreisen mit der Klasse (Hamburger Bahnhof, Adam und Eva Adam und Eva ) 1 Beine / Jesus Notizen vom 25.3.2016 "Das Leiden Friedrich Fröhlichs war groß von der Bitterkeit der Schmerzen und Schmach der Verspottung, aber überreich fruchtbar an Heil und Nutzen" (frei nach Jacobus de Voragine, "Von der Passion des Herrn", Legenda Aurea) Motiv in Anlehnung an Kreuzigung Jesu übereinandergeschlagene Füße, dünne, knochige Beine dicke Geraden als Stacheln, hart, weh tuend, durchschlagend Geraden mit Verweis auf Dornenkrone dritte Verspottung im Haus des Pilatus Soldaten setzen Jesus Dornenkranz auf und grüßen ihn: "Heil dir, König der Juden!" 2 von Geradenbilder zu verhüllten Arbeiten Notiz vom 12.1.2016 ganz unreligiöser Ansatz, bezieht sich auf Kunstgeschichte: "In den Geradenbildern […] sehe ich […] den verzweifelten Versuch etwas zu finden, was so rudimentär ist, dass es nicht mehr hinterfragt werden kann. Also etwas, was als Fundament bereitsteht, um darauf aufbauend Kunst zu machen, die nicht beliebig auswechselbar ist. Kunst, die unausweichlich gemacht werden muss. Leider erkenne ich immer mehr, dass das ein Gedanke der Moderne ist. Und die extremen Äußerungen ('Ich habe die Malerei getötet.' etc.) und Vorstellungen, was Kunst zu sein hat, haben sich nicht durchsetzen können. Die Kunst blühte auf. In alle Richtungen. Keiner schien recht gehabt zu haben! Und warum dies noch einmal wiederholen? Ich kann aus dem Scheitern Erfolg lernen. Und lernen heißt auch: darauf reagieren. Verhüllt verhüllt !" 3 Ganzkörperporträt / Adam A Notiz vom 10.8.2017 "Der Mythos Mythos von Adam und Eva", Albino Menozzi Albino Menozzi , Lindenau-Museum mit Art-brut Art brut -Arbeiten B Notiz vom 17.1.2017 Feigenblatt, Arbeit von Albrecht Dürer C Adam sucht Eva, RTL-Show Notiz vom 2.11.2016 D Adam und Eva, 1825/62, Kopien nach dem Genter Altar, um 1432, Hamburger Bahnhof E Geraden offenbaren zwar alles (Atom), verschleiern aber gleichzeitig (Scham) 3 Tonarbeit (wenn nicht Gips) selbst im Modellieren kann ich christliches Motiv erkennen Notiz vom 27.11.2015 Adam wurde aus Lehm / Ackerboden erschaffen danach Lebensatem Lebensatem eingehaucht Kandinsky Wassily Kandinsky im Buch "Punkt und Linie zu Fläche", 27.8.2015 "Der Punkt ist das erste Resultat des ersten Zusammenstoßes des Werkzeuges mit der materiellen Fläche, mit der Grundfläche." "Durch diesen ersten Zusammenstoß wird die Grundfläche befruchtet." 4 Liegender Akt A Notiz vom 2.11.2016 Der Leichnam Christi im Grabe, um 1521/22, Hans Holbein der Jüngere Hans Holbein der Jüngere B Triptychon Triptychon Notiz vom 9.12.2015 Triptychon seit Mittelalter in abendländischer Kunst als Altar- und Andachtsbild von zentraler Bedeutung 3-teiliges Bild mit betontem Mittelteil Mittelteil: "dem Dargestellten eine gewisse Form der Würde verleiht" verbunden mit Bedeutung, Spiritualität, Würde klassische Funktion (betonte Mitte, schmalere Seitenteile, ursprünglich religiös) tritt in Hintergrund 5 Selbstporträt Selstbildnis allgemein A Notiz vom 29.4.2014 Cindy Sherman Cindy Sherman : Spannungsverhältnis zwischen zugeschriebener Rolle, dem "Blick der Anderen" und dem Selbst Selbstporträts / Frauenrollen mit Perücken, Schminke und Kleidung oder Hanna Wilke: Selbstporträts in unterschiedlichen Klischeeposen wie Cowgirl, Model, mit Lockenwicklern benutzen aber eher das Selbstbildnis, steht selbst nicht im Fokus [?] B Selbstporträt in Verbindung mit dem Tod Sterben Notiz vom 19.8.2014 "Selbstbildnis mit fiedelndem Tod", 1872, Arnold Böcklin Arnold Böcklin , Nationalgalerie Berlin
Diplom Arbeit Einzelgespräch Mark 1 bedrucktes Papier wellt sich stark, ist durch tagelanges flaches Lagern nicht weggegangen 2 schaut dadurch an Wand scheiße aus 3 Frage, schon am Anfang: WARUM […]? WARUM W-A-R-U-M W.A.R.U.M. 4 5 ich WILL kein Thema damit ausdrücken, jedes Thema wäre falsch 6 es sind Arbeiten, die mit der Zeit, ohne eigener Aufgabenstellung, entstanden sind / sein könnten meinetwegen pure Spielerei LASST MICH MIT DEM W-A-R-U-M IN RUHE! 7 auch wenn Geradenbilder anfänglich einen GRUND hatten, möchte ich ihn nicht mehr sehen 8 visuelle Ergebnisse / Eindruck als einziges entscheidend 9 Selbstbildnis KEIN Thema, auch wenn eigenes Gesicht immer wieder auftaucht statt THEMA als Hauptwort GEGENSTAND möchte gerade Diplom einfach nur schnell abhaken können nach Gespräch fahrig an Büste Büste weitergearbeitet, abgebrochen Vorgehen: 1 erste Sätze für Einleitung formulieren, mit Wort "Gegenstand" oder so arbeiten ihm per E-Mail zuschicken NIE rechtfertigen, dann lieber abblocken auf Begriff Ausprobieren / Studienzeit / Wirkung testen / Drang eingehen 2 eher nur eine Arbeit je Werkgruppe ausstellen, dadurch unnötige Fragen vermeiden dadurch kommt Eindruck, dass nicht Technik, nicht die Linie, nicht Fotografie, nicht Büste, nicht kindliche Zeichnung Kinderzeichnung … wichtig sind, sondern das Machen an sich 3 als Ausprobieren verstehen, Gesicht dabei nur Gegenstand (irgendwas muss ich ja nehmen, also warum nicht so etwas Naheliegendes?) 4 wenn Fotografie mit Klammern: Klammern kleiner und eventuell schwarz (sollte sich abheben) 5 im Modell Arbeiten plazieren, bei Ausdrucken auch unterschiedliche Größen mit einer Arbeit anfangen, danach langsam aufbauen 6 wenn neue Ausdrucke, dann so drucken, dass sich Papier von oben nach unten wellt wenn Welle, dann Papier sollte sich unten nach vorne wellen (Hinweise von ihm, finde ich gut) nächste Woche neues Gespräch vereinbaren dann: Text vorlesen, Modell zeigen mit kleinen ausgedruckten Arbeiten verschiedene Positionen und Größen ausprobieren, abfotografieren, ausdrucken und beilegen Stimmung = miserabel Standpunkt Diplom Arbeit Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Rede. Erste Version. Entstanden im Bett. Bereits dunkel. Bildschirmlicht erhellt den Raum. Zuvor niedergeschriebenen Text laut gelesen.]
  • Der erste Gedanke, der Ihnen kam, als Sie den Raum betraten, wird wohl jener gewesen sein: Ah, Friedrich beschäftigt sich mit dem Selbstbildnis!
  • Da möchte ich einwenden: Ja, Sie sehen mich - aber keine Selbstbildnisse! Mein Gesicht ist nicht [Sperren: Thema], sondern [Sperren: Gegenstand] meiner Arbeit.
  • Thema bedeutet, ich hätte mir eine Frage gestellt, hätte danach angefangen zu arbeiten und am Ende wäre ich der selbst gestellten Fragerei mit dem Ergebnis auf die Spur gekommen. Dem ist nicht so.
  • Ich betrachte mein Gesicht als Gegenstand. Es ist ein Gegenstand, an dem ich mich: Abarbeite.
  • Um etwas Darstellen zu können, braucht es ein Motiv. Für manch einen Künstler waren und sind es Blumen, Frauen und Stühle, die gemalt werden und wurden, um sich darüber einer Technik, einem Stil, einer wagen Vorstellung zu nähern. Für mich ist es: Mein Gesicht.
  • Ja! Hinter dieser Arbeit mit den vielen Strichen, welche aus der Nähe betrachtet nichts als Striche sind, aber von weiter weg zu einem Motiv verschwimmen, verbirgt sich eine "konzeptuelle" Idee. Aber die: Ist eigentlich nicht wichtig!
  • Ja! Bei dieser kindlich vereinfachten Ansicht eines Gesichtes verbirgt sich ein "radikaler" Gedanke. Auch der: Nicht wichtig!
  • Ja! Dieses Porträt hier ist entstanden, weil ich ein Ziel hatte, für das ich so ein entstelltes Bild meiner Selbst brauchte. Aber auch hier: Nicht wichtig!
  • Den ganze [Sperren: Ballast] an Gedanken, was ich [Sperren: wie] und [Sperren: warum] ausdrücken möchte, möchte ich jetzt loswerden.
  • Die seit Grundstudium auf mich einschlagende Fragerei, wo alles mit [Sperren: Warum, Warum, Warum], anfängt, hat in mir einen Absturz bewirkt. Ich wusste kurz vor dem Diplom gar nicht mehr, [Sperren: was] ich mache, [Sperren: was] ich gemacht habe, was ich [Sperren: wollte], was ich [Sperren: will].
  • Jetzt: Weiß ich es.
  • Ich will nicht mehr, als das: Ausprobieren!
  • Ich möchte spielen dürfen!
  • Ich möchte sehen dürfen, was passiert, wenn ich einen Strich zeichne; Noch einen und noch einen.
  • Ich möchte Farbpigmente in Kleister tränken, mit dem Zeigefinger in das kalte Gemisch tunken und auf Papier ein einfaches Gesicht malen!
  • Ich möchte mich zurückziehen dürfen! Ich möchte diesem ständigen [Sperren: Warum] eine Sperrholzplatte entgegenhalten dürfen!
  • Und wenn ich das [Sperren: Warum] damit erschlagen habe, möchte ich schauen, was noch entsteht, wenn ich meinen Kopf ausschalte und sehe, was meine Hände zu formen vermögen.
  • In den letzten Monaten habe ich bei mir einen Schaffensdrang gespürt, der entstand, als ich anfing, meine Arbeit nicht zu hinterfragen, sondern: [Sperren: Anzusehen]. Die Oberfläche mit den Augen abzutasten und sie - im Falle dieser Büste dort - mit Händen zu formen.
  • Diese andere Sicht auf die eigene Arbeit und auf die der anderen, hat sich hier vollzogen: Im Keller der Hochschule. Da, wo ich viele Monate lang mit meinen Händen Tonklumpen an Tonklumpen pappte. Wo ich Gips mit Wasser mischte. Wo ich mit dem Klüppel Gips von Gips trennte.
  • Wo ich mich im Spiegel Spiegelbild selbst sah. Mich sah, wie ich mit einem simplen aber umso schwerer zu beherrschenden Mittel einen Kopf formte - Mit: Dem [Sperren: Sehen].
  • Ich bin [Sperren: froh], dass ich mit Fragen durchlöchert wurde, die mich immer weiter in eine Enge trieben. Nur so konnte ich meinen schon damals ausgeprägten Hang zu unnötigen Gedankenkonstrukten erkennen, mich davon losreißen und mich zuletzt dem Sehen zuwenden.
  • Was ich nach über fünf Jahren Studium sagen kann: Ich habe in dieser Zeit so viel über Kunst im Allgemeinen und meine Arbeit im Speziellen erfahren, wie davor nicht - und vielleicht auch danach nie mehr.
  • Ich hoffe, diese Arbeiten hier sind kleine Zeugen dafür.
  • Ja, auch die Fragerei gehörte dazu! Nur lassen Sie mich bitte an meinem letzten Tag als Student Kommilitone ein Wort nicht mehr hören müssen: [Sperren: Warum].
  • [Aufnahme Ende.]
Stimmung = euphorisch
Werkstatt Plastisches Gestalten weitergearbeitet
Standpunkt Diplom Arbeit Kunstkritik Kunstmarkt Kunstmarkt Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Im Dunkeln. Aufnahme schlecht, zu laut.]
  • Ich merke wie … ich selbst immer wieder in den …
  • [Pause.]
  • … Gedanken … dem Gedanken verfalle, …
  • [Pause.]
  • … als Kunststudent Kommilitone müsse man irgendwie … ähm … einen eigenen Stil, eine eigene Idee …
  • [Schweres Atmen. Schlucken.]
  • … ähm … entwickeln.
  • [Pause.]
  • Und das dann natürlich auch nach außen tragen. Und … als Wiedererkennung.
  • Und … ich merke halt, dass …
  • [Lautes Ausatmen.]
  • das ein fataler Weg ist, überhaupt so ran zu gehen.
  • Ich merke, dass das immer irgendwie so als Thema auf. Mal sehr vordergründig. In einem Kurs. Als Marke sich begreifen.
  • Aber auch unterschwellig! So wenn … es halt darum ging, …
  • [Lautes Einatmen. Schlucken.]
  • [Pause.]
  • Oder wie ich das bei … ähm … Na ja. Wie das bei den Malereistudenten zum Beispiel rüberkommt. Also … von außen. Was ich höre. Das … Das es am Ende halt darum geht, … äh … erkannt zu werden.
  • [Pause.]
  • Und dass man das lernt. Einen eigenen Stil zu entwickeln. In dieser Studienzeit.
  • [Schlucken.]
  • Ob das nun stimmt oder nicht, das … muss mir jetzt eigentlich egal sein. Sondern …
  • [Schlucken.]
  • Ich möchte halt nicht in so eine Schiene geraten, wo ich das Gefühl bekomme, … ähm … ein [Sperren: Produkt] herzustellen.
  • [Pause.]
  • Um, zum Beispiel, am Ende Geld zu verdienen.
  • [Schlucken.]
  • Das war dann auch der Grund, warum ich … äh … letztes Jahr mit den Geradenbildern … pausiert habe.
  • Natürlich ist das … äh … ein gutes Gefühl, … ähm … zu sehen, wie … wie die eigene Arbeit ankommt. Von fremden Menschen, die ich nicht kenne. Die das dann auch kaufen! Für, wie ich finde, nicht wenig.
  • [Schlucken.]
  • Und gleichzeitig … äh … beschleicht mich dann halt immer das Gefühl, irgendwie, dass es … ähm … äh …
  • Ne. Dass ich da in etwas hineinrutsche. Was ich eigentlich gar nicht möchte.
  • [Schlucken.]
  • Und ich denke auch, dass es … also … ich … Optima… Also … Ich …
  • Es könnte ja sein, dass sich etwas eigenes entwickelt. Aber ich sollte das nicht als Ziel irgendwie sehen. Sondern es sollte etwas sein, was [Sperren: vielleicht] passiert. In zehn … zwanzig … dreißig … Jahren. Oder was vielleicht bloß ein Zwischenweg ist. Danach kommt wieder was anderes! Aber das ich mich nicht so darauf fixiere.
  • Ich denke mal zwar, dass das eine Voraussetzung … äh … wäre, … äh … um … äh … mit Kunst gut Geld zu verdienen.
  • [Schlucken.]
  • Aber vielleicht gibt es ja noch … äh … den anderen Weg, … dass es passiert.
  • [Pause.]
  • Ohne dass man darüber nachdenkt.
  • [Pause.]
  • Deshalb bin ich jetzt sehr froh, dass ich … äh … seit eineinhalb Jahren halt … äh … langsam in diese Richtung gehe von: Ich. Fange. Von. Vorne. An.
  • Jetzt nicht wie bei den Geradenbildern! Äh … die Idee … ähm … eines kleinsten … eines kleinsten Elements. Das ist schon wieder so sehr … na ja …
  • [Schlucke.]
  • Das ist wieder ein Konzept halt. Und … äh … in der Hoffnung, dass daraus etwas Neues entsteht.
  • Und jetzt fange ich an …
  • Oder nicht wie bei den kindlichen Zeichnungen! Wo es ja auch darum ging, … äh … andere nachzuäffen. Äh … In der Hoffnung, dass daraus etwas kommt, was ich … äh … ähm … wo ich mich wiedererkenne.
  • So.
  • Und jetzt … äh … beginne ich wieder, ohne es … ähm … gemerkt zu haben, von vorne an.
  • [Schlucken.]
  • Aber [Sperren: nicht] mit Ideen! Und Konzept! Und … äh … äh … mit Technik! Ähm … Sondern …
  • [Pause.]
  • … jetzt …
  • [Pause.]
  • … beginne ich anzufangen, … ähm … etwas erst einmal einfach nur zu … zu [Sperren: Sehen].
  • Was ich ja schon … Wo ich mir ja schon einiges an Gedanken gemacht habe. Zum Sehen.
  • Eben das Verstehen.
  • Nicht bloß das Gucken!
  • [Schlucke.]
  • Und egal, was jetzt dabei herauskommt … Und ob das jetzt … ähm … wirklich … eine Büste Büste ist, … äh … die auch … äh … [Sperren: Gezeigt] werden kann. Also wo ich selbst das Gefühl habe, dass sie gezeigt werden sollte.
  • Oder nicht.
  • Das ist eigentlich total irrelevant! Das ist …
  • [Pause.]
  • Ich merke gerade: Ich [Sperren: lerne].
  • Und das ist für mich jetzt gerade … wieder eine neue Erfahrung. Die ich davor, die letzten … was sind das dann … dreieinhalb Jahre … äh … gar nicht hatte.
  • Also ich habe viel an Theorie … ähm … erfahren. Ich habe … ähm … viel gesehen. Von anderen auch. Habe auch viel gemacht.
  • [Schlucke.]
  • Aber … äh …
  • [Pause.]
  • So …
  • [Pause.]
  • Dass, was ich jetzt mache … dieses … ähm … überhaupt erst einmal Formen zu … Formen zu … zu [Sperren: begreifen].
  • Ich weiß jetzt gar nicht einmal, wie ich das ausdrücken soll. Ich mache es jetzt ja nicht einmal … ähm … bewusst. Wie eben wieder … äh … Bücher durchlesen. Und ich … äh … ich zeichne ja nicht einmal. Also ich … mache jetzt keine … ähm … Ich zeichne jetzt keine … keine Menschen. Oder …
  • [Schlucke.]
  • Das ist jetzt halt so… sozusagen beiläufig. An der Büste. Über Spiegelbild Spiegelbild . Über … na ja … Eigentlich über Spiegelbild. Ähm … Was ja nicht verzerrt.
  • Äh … Dabei die eigene Form begreife. Und mir es jetzt erst einmal bloß darum geht, sie … äh … umzusetzen.
  • So mit etwas, was seit … ich weiß nicht … tausenden von Jahren oder so gemacht wird. Mit Ton. Das … Nicht zu brennen. Das ist jetzt auch total egal. Obs gebrannt wird oder obs dann gegossen wird. Oder wie auch immer!
  • Ersteinmal einfach bloß dieses … bloß diese [Sperren: Form]. [Sperren: Machen].
  • [Pause.]
  • Undzwar ohne bereits daran auch zu denken … ähm …
  • [Schlucken.]
  • Was könnte sie ausdrücken?
  • Das ist totaler Quatsch!
  • Ähm … Wie kommt sie rüber?
  • Das ist totaler Quatsch!
  • Was für ein Material ist das?
  • Das ist totaler Quatsch! Das lenkt alles nur ab!
  • Das ist alles etwas, da bin ich noch gar nicht.
  • [Pause.]
  • Und darüber bin ich gerade [Sperren: froh]. Dass ich an so einem … äh … an … Dass ich es jetzt am Ende des Studiums sozusagen … ähm … selbst … erfahren … [Sperren: darf], …
  • [Pause.]
  • … einen ganz anderen Weg einzuschlagen.
  • Ob das jetzt wirklich … äh … Ob mir das jetzt in zehn Jahren noch … ähm … in zwanzig, dreißig … etwas … ähm … äh … also etwas … Also ich daraus sozusagen … ähm … [Sperren: wachsen] konnte. Das weiß ich jetzt ja noch nicht.
  • Aber jetzt, im Augenblick, … ähm … habe ich eben das Gefühl, dass es … äh … der richtigere Weg ist. Als dieses ganze verkonzeptualisierte … ähm … politische, gesellschaftskritische Bla.
  • Und … ähm … [Sperren: ständig] darüber nachdenken: Was bedeutet das? Äh … Wie kommt das rüber? Und …
  • [Pause.]
  • Natürlich habe ich damit jetzt auch wieder eine Frage mehr. Und zwar: Wie … äh … bestreite ich das Diplom? Wenn ich gar nicht mehr … ähm … Also wie [Sperren: erkläre] ich es, wenn ich …
  • Als Beispiel. Wenn die Büste jetzt wirklich was wird, also ich habe das Gefühl, sie ist gut.
  • [Pause.]
  • Wie …
  • [Pause.]
  • Wie erkläre ich es? Ohne dass es in die Richtung abtriftet … ähm … Nach der Frage: Äh … W… W… W… [Sperren: Was willst du?]
  • Was soll wie … Was soll rüberkommen?
  • Und was ist dein Thema?
  • Diese Fragen möchte ich eigentlich … ähm … vermeiden. Dass sie gestellt werden.
  • [Pause.]
  • Denn um die kümmere ich mich ja jetzt gar nicht! Die blende ich … äh … gerade vollkommen aus!
  • Und das ist wichtig!
  • Nur ich weiß jetzt halt gar nicht, … äh … wie ich dann … ähm … da … da drauf reagiere! Denn es geht ja darum: Es werden Fragen gestellt. Ich … [Sperren: zeige] etwas. Und … ich [Sperren: sage] etwas dazu.
  • [Schlucken.]
  • Und wenn ich aber … ähm … mich eigentlich verweigere und auf dem normalen Weg … ähm … also auf den normalen Fragen, die gelernt sind und … äh … wo auch gelernt … äh … gelehrt wird, wie man als Student darauf antworten soll …
  • [Schlucken.]
  • Äh … Wie ich es halt sonst machen würde. Sollte.
  • Oder was dann überhaupt kommen … kommen soll. Schweigen? Oder was?
  • Also dass eigentlich gar keine Fragen mehr kommen können! Weil ich … äh … gar nicht beantworten möchte. Weil ich nicht weiß, was ich antworten soll.
  • [Pause.]
  • Ich weiß halt nicht, ob es für ein Diplom zu wenig ist, zu sagen: Ich … äh … Ich habe studiert, ich habe gelernt. Und … äh … diesen [Sperren: Prozess], den … den zeige ich jetzt. Ohne zu einem Ergebnis gekommen zu sein. Eigentlich.
  • Zu einer [Sperren: Aussage]. Gekommen zu sein.
  • [Schlucken.]
  • Wenn das reicht, wäre das gut.
  • [Pause.]
  • Das muss ich noch einmal … Ich muss mir da noch einmal … ähm … diese Gedanken halt … äh … geordnet aufschreiben. Und … ja … mit Mark besprechen. Damit ich nicht in … ähm …
  • [Pause.]
  • Damit dieses … äh … diese Abschluss… äh …präsentation dann auch wirklich etwas ist, womit [Sperren: ich] selbst auch etwas … ähm … anfangen kann. Und das nicht bloß … ähm … Dass ich es nicht nur mache, weil es so gemacht werden sollte.
  • Dann würde es aber auch etwas werden.
  • Denke ich mir.
  • [Aufnahme Ende.]
Klasse Bildende Kunst (aus Erinnerung) Kommilitonen stellen aktuelle Arbeiten vor zu spät zu spät gekommen Ich versuche mich zu erinnern … meine verhüllte Arbeit wird erwähnt bei Arbeit von Kommilitonin, grinse Leinwand mit genauso großem Holzrahmen dahinter, schaut gut aus will glaube ich auch aus mit Gedanken vollgestopften Arbeiten fliehen Ich versuche mich zu erinnern … nächste Arbeit … Ich versuche mich zu erinnern … vergessen Ich versuche mich zu erinnern … nein Ich versuche mich zu erinnern … Video? Kann mich nicht erinnern … fünf Minuten Pause, danach in Werkstatt gegangen davor Bachmann gewarnt, will dann nicht im Raum sein Plastiktüte von Tonkopf und Torso entfernt vier bis fünf Spiegelbildzeichnungen auf Tisch gelegt gehe sofort auf Herme Herme ein, ich möchte konzeptfrei arbeiten Tonkopf ist für mich Tonkopf ich bin Student und lerne seit Monaten das Sehen deshalb keine einzige Frage wie "Warum diese Höhe? Warum dieses Material? Was möchtest du ausdrücken?" auf meine Zweifel Zweifel zum Diplom eingegangen, dass dort genau solche Fragen alles zerstören könnten beruhigt Kommilitonin fragt, warum ich nicht weiter studieren möchte mit Vorstellung sehr zufrieden treffe Bachmann nach Besprechung Kommilitonen stellen weitere Arbeiten vor Ich versuche mich zu erinnern … irgendwas mit Schreibmaschine Ich versuche mich zu erinnern … irgendwas mit Video Ich versuche mich zu erinnern … irgendwas mit Gedichten (klangen gut) muss vorzeitig gehen noch Konsultation am Mittwoch mit Mark ausgemacht scheint auch sehr zufrieden mit meinem Arbeiten zu sein sieht ebenfalls Grundlagen erlernen, ich denke, wie reale Objekte nachzeichnen oder modellieren, als sehr wichtig als Vorarbeit für eigene Arbeiten an (dachte ich nicht) aus Versehen wieder gesiezt Ich versuche mich zu erinnern … Kommilitonin gefällt auch mein Vorgehen, Sehen zu lernen, ohne großer Gedankenkonstrukte zwar ansonsten kein Wort geredet, aber guter Tag Werkstatt Plastisches Gestalten Vergleich von Bachmann per E-Mail
Büste, seitlich
Büste, seitlich
Büste, Profil
Büste, Profil
Standpunkt Diplom Arbeit Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Nachts, 2 Uhr. Aufgewacht.]
  • Jetzt würde ich glaube ich doch … eher … zum Beispiel den Festsaal nehmen.
  • Denn Klassenraum ist um einiges nervenaufreibender. Mit den … ähm … Den erst einmal zu leeren! Und da danach dann gleich der Rundgang ist, … äh … wird es sehr sehr straff sein. Äh … mit …
  • [Schlucke.]
  • Ja. Vor allem mit dem Leeren. Von den anderen Sachen, die dann da immer drinne stehen. Und die halt auch schon für den Rundgang … ähm … gesammelt werden. Und … äh … die Möbel! Und so weiter.
  • Und das Streichen!
  • [Schlucke.]
  • Das macht glaube ich dann eher … ähm … Juni … Juli Sinn. Aber ich habe jetzt im Februar halt den Termin. Und beim Festsaal, ich denke mal, da w… würde ich eine Wand reservieren.
  • Oder einen Abschnitt.
  • Da würde ich dann also nicht … ähm …
  • [Schlucke.]
  • [Stimme leise.]
  • … so viel zeigen.
  • [Pause.]
  • Können.
  • [Pause.]
  • Wäre konzentrierter. Und mein erster Einfall ist dann halt, … äh … von jedem … äh … von jeder … ähm … Technik sozusagen ein … [Sperren: eine] Arbeit …
  • Also ein Geradenbild Geradenbild . Das wäre jetzt als Beispiel die …
  • [Schlucke.]
  • … mit der Flügeltürrahmen.
  • Ähm … Eine … ähm … Ein verzerrtes Porträt. Also die … äh … Vorlage für das Geradenbild.
  • Ein großes. Sechzig mal achzig. Oder so.
  • [Schlucke.]
  • Was ich jetzt im AV-Labor gemacht habe.
  • [Pause.]
  • Dann … ähm … noch einer dieser Fotocollagen. Die kleiner ist.
  • Und Folienspiegelbild!
  • Äh … Kann ich zum Beispiel auch noch einmal groß … äh … drucken. Dann.
  • Da gibts bestimmt noch eine andere … Richtung.
  • [Gähne.]
  • Also das von einem … Also … Das wären vier, fünf … Arbeiten. Die das dann halt konzentrieren. Und wo dann auch sicherlich … äh … nicht der Fokus eben … äh … so …
  • [Schlucke.]
  • … auf den Geradenbildern liegt. Dass dann da die Fragen zu gestellt werden würden. Sondern halt klar ist: Hier gehts um das … äh … Bild. Und um die Umsetzung. Und nicht um ein ganz bestimmtes … äh … ähm … um eine ganz bestimmte Technik.
  • [Pause.]
  • Was wieder mehr Fragen aufstellen würde.
  • Achso! Und dann noch die Büste Büste natürlich.
  • Da wäre dann ein Flurplatz eben nicht geeignet.
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Weil die im Weg stehen würde.
  • Also schon so ein Raum wäre jetzt … Festsaal.
  • Und ist noch in der Hochschule. Also kein externer Raum.
  • [Pause.]
  • Finde ich jetzt irgendwie so gar noch [Sperren: besser].
  • [Pause.]
  • Also dass ich dann bei bei Einzelgespräch auch noch einmal eben die Arbeiten extra heraussuche, wo ich sagen würde: Wenn es eine kleinere Fläche ist, dann würde ich das konzentrieren. Auf die. So.
  • Und zu der Büste: Ich habe jetzt halt … äh … Also ich arbeite dran.
  • [Klick.]
  • [Schlucke.]
  • Nur kann es natürlich sein, dass ich … äh … dann im Februar das Gefühl habe: Ich schaffe es noch nicht.
  • Weil es ist eine … eine Abschlussarbeit. Ähm.
  • Ich schaffe es eben nicht so zu machen, wie sie eigentlich hätte für einen Studenten sein sollen. Zum Abschluss.
  • Also dass es da noch Ecken und Kanten gibt, mit denen ich wirklich unzufrieden bin. Einfach.
  • Es ist ja kein Wunder! Ich mache das jetzt noch nicht lange. Und … Aber … Sollte es so sein, könnte es sein, dass sie in letzter Minute doch noch rausfällt.
  • Was ich jetzt nicht hoffe!
  • Aber kann ja sein.
  • [Schlucke.]
  • Dass es einfach nicht … ähm … Dass sie einfach nicht so gut ist, dass ich sage: Sie … [Sperren: darf] … gezeigt werden.
  • Dann wäre halt … tja … der leere Ständer vielleicht …
  • Mit einem Zettel oder ohne Zettel.
  • Weiß ich nicht.
  • Ständer in der Höhe, wo normalerweise die Büste …
  • [Lauter.]
  • Also wird dann halt wieder so [Sperren: Medienkunst Medienkunst ]… äh …mäßig.
  • Aber gut. Darauf würde ich mich dann halt einlassen.
  • [Pause.]
  • Aber Ziel ist eigentlich … mit der Büste.
  • Und das heißt: Eben keine Flurarbeit.
  • [Aufnahme Ende.]
Büste Werkstatt Plastisches Gestalten weitergearbeitet Vorderansicht Büste, seitlich bueste-aktuell16-k.jpg Büste, Profil bueste-aktuell17-k.jpg
Büste frontal
Büste frontal
Torso, erster Entwurf
Torso, erster Entwurf
Standpunkt (auch am kommenden Dienstag Klasse vorstellen) 1 Ich weiß, was ich nicht will, als was ich will. 2 Was bisher zum intensiven Arbeiten führte: Modellieren. Ob Büsten in Ton oder Geradenbilder am Computer. Ton und Computerarbeit haben den selben Hintergrund: langsam zum Ergebnis kommen, ohne bereits am Anfang Aufbau kennen zu müssen. deshalb nicht: Arbeiten mit Holz oder Stein. Weg ist weg. 3 Zum Selbstbildnis: Sehe es als Ausgangspunkt, nicht als Thema. Möchte mich nicht mit dem Thema Selbstbildnis in der Kunst auseinandersetzen und die Hintergründe verstehen. Theorie lähmt! Einfach tun und schauen. Erinnert mich an Argument der Kubisten (mal gelesen): Motive wie Geige oder Blumen nur, damit Betrachter Zugang zur Arbeit findet. 4 Selbstbildnis auch, da ich als Motiv immer zur Verfügung stehe. 5 Aber auch, weil ich den Körper spannend finde. Mehr den männlichen als den weiblichen. Meinen am meisten. 6 Zur Oberflächenbearbeitung: Entweder die Oberfläche entsteht während der Arbeit oder wird am Ende draufgesetzt. Ersteres ist mein Ziel. Das andere ist nur Effekthascherei. Im Grunde tot. Diplom Arbeit Plan: AV-Labor, heute hingehen und Termin ausmachen (Test-Ausdrucke digitale Collagen). Fragen, ob ich im Dezember eventuell wieder Plotter Plotter nutzen darf, für Ganzkörperporträts auf A2 oder A3. Werkstatt Plastisches Gestalten Büste Büste weiter gearbeitet (Bilder von letztem Arbeitstag) Büste frontal bueste-aktuell13-k.jpg Torso, erster Entwurf koerper1-k.jpg Totenschädel Totenmaske von Elke aufgebaut als Ausgangspunkt für neue Büste sehen nach Knochen die Muskeln modellieren, am Ende mein Porträt
Standpunkt Diplom Arbeit Büste Büste Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Es ist dunkel. Im Bett.]
  • [Sperren: Einmal] will ich vor Studienende …
  • [Pause.]
  • … einen … eine Büste von mir [Sperren: bis] zum Ende … geschafft haben.
  • [Pause.]
  • Die soll [Sperren: wirklich] nach mir aussehen.
  • Und nicht bloß im Profil!
  • [Pause.]
  • Auch von vorne!
  • [Klick.]
  • Ich [Sperren: sehe einfach nicht ein], dass ich es nicht schaffen [Sperren: sollte].
  • [Klick.]
  • Jetzt an der verpfuschten Büste habe ich ja schon eine Menge …
  • [Pause.]
  • Ja.
  • [Pause.]
  • Dazu… äh …gelernt.
  • [Ziehe Rotze hoch.]
  • [Schlucke.]
  • Und ich sollte jetzt bei der nächsten trotzdem viel langsamer … ähm … vorgehen. Und dafür aber … ähm … nicht so schnell ins Detail.
  • Heißt: Die Büste halt Schichtweise … ähm … auftragen. Zuerst denke ich mir mal im Profil anfangen.
  • [Pause.]
  • Ähm.
  • Als Hilfsmittel kann ich mir … Das ist jetzt zwar ein bisschen primitiv, aber … Äh. Vorhin ist mir das eingefallen! Einfach … äh … Fotos von mir auf [Sperren: transparentem] Papier ausdrucken.
  • Und das dann immer zum Abgleich … ähm … kann ich das ja davor halten.
  • [Schlucken.]
  • Einfach … ähm … um da noch einmal eine schnelle Kontrolle irgendwie zu haben.
  • Ich weiß auch nicht, ob das was bringt! Oder ob das bloß verzerrt?
  • Aber … Pfff … kann ich mir irgendwie jetzt ganz gut vorstellen!
  • Dass das … ähm … hilfreich ist.
  • Ich habe ja Glatzenfotos von mir.
  • [Pause.]
  • Und das ich … äh … aber nicht wie bisher, alles immer wiederhole!
  • [Sperren: Ständig!]
  • Äh … so oft habe ich den Mund gemacht!
  • Und … und die Augen probiert!
  • Ähm. Ist ja auch irgendwas bei herausgekommen.
  • Aber, dadurch, dass ich mich so schnell im Detail … äh … äh … verliere, [Sperren: sehe] ich eben den … die gesamte Figur nicht mehr!
  • Und erst später … äh … Ein Tag später oder so, … ähm … nach stundenlanger Arbeit, kriege ich plötzlich mit, dass der … dass das … Pfff … dass der Mund viel zu weit vorne ist!
  • Und dann muss ich den plötzlich abbauen und … in dem Moment Moment verfällt irgendwie die ganze Arbeit, die ich davor gemacht hatte!
  • [Pause.]
  • Das heißt: Wirklich … äh … langsam … ähm … aufbauen und … äh … immer von allen Seiten irgendwie betrachten.
  • Ob das … äh … [Sperren: klappen kann oder nicht].
  • Und nicht sofort im Detail arbeiten.
  • [Pause.]
  • Das [Sperren: bringt] einfach nichts.
  • Das ist zwar ganz … äh … Ich verliere mich halt sehr schnell darin. Ähm … weil es … Irgendwie finde ich das halt am … am [Sperren: spannensten].
  • An so einem Detail zu arbeiten.
  • Ähm. Und ich [Sperren: sehe] dann, ich [Sperren: fixiere] das dann irgendwie nur noch. Und ich [Sperren: sehe], wenn ich die gesamte Büste sehen sollte, nach mehreren Stunden Arbeit, [Sperren: nur] noch dieses eine [Sperren: Detail].
  • Und davon … ähm … Irgendwie habe ich dann den Eindruck, die ganze Figur funktioniert dann.
  • Und erst am nächste Tag, wenn ich mir das dann wieder angucke, und … äh … ich nicht mehr eben im Detail drinne stecke, sehe ich, wie … wie … wie [Sperren: unlogisch] viele Stellen … äh … bei dem Kopf noch sind.
  • Ähm. Das … Das … Da muss ich überhaupt nicht jemand anderen fragen!
  • Den Werkstattleiter oder so. Was daran nicht stimmt.
  • Ich [Sperren: sehe] es!
  • [Pause.]
  • Nur halt eben zu spät zu spät .
  • [Ich schlucke.]
  • Und einige Sachen … [Sperren: sehe] ich, aber kann sie noch nicht einmal [Sperren: erklären].
  • Das ist das nächste! Das war im Profil … ähm … Unterm Auge gibt es so eine … so eine Erhebung. Und ich [Sperren: dachte] immer, dass ist sowas … was … was … Ich weiß nicht … Was richtig [Sperren: raussticht]. Beim Modellieren. Und deshalb habe ich das immer besonders hervor… äh …geholt.
  • Und durch [Sperren: Zufall Zufall ] habe ich dann mitbekommen … ähm …, dass es irgendwie so ein Schattenwurf ist. Der … Das ist eine [Sperren: ganz kleine] Erhebung irgendwie. Aber das eine ganz große [Sperren: Wirkung] hat.
  • Von der Seite. Von dieser Ansicht.
  • [Pause.]
  • Und das Gleiche ist mit der Stirn!
  • Die ist [Sperren: extrem] Flach eigentlich!
  • Bei mir.
  • Sie [Sperren: wirkt] halt … Sie wirkt irgendwie so … affig.
  • Aber sie [Sperren: ist] gar nicht so extrem hervor… ähm …gehoben.
  • Ja?
  • Genauso wie mit der Nase.
  • [Pause.]
  • Da habe ich jetzt ja mitbekommen, dass über … Also dass im oberen … ähm … Also beim Nasenrücken ganz oben. Gibts irgendwie noch einmal so einen Knochen. Der zu allen Seiten … zu beiden Seiten … ähm … so leicht hervorsticht.
  • Und danach [Sperren: wölbt] sich die Nase so nach [Sperren: innen].
  • Und … Das ist so ein Detail. Aber ist extrem … Also das macht irgendwie die Nase dann aus.
  • Dass sie nicht so plump … äh … äh … [Sperren: dick] … äh … starr aussieht. Sondern eben so lebendig. Wie sie ist.
  • [Pause.]
  • So schräg wie sie ist!
  • Die ist ja sehr … ähm … schräg bei mir.
  • Das ist … Das wäre ein Merkmal.
  • [Pause.]
  • Und trotzdem sollte ich solche Details erst einmal … ähm … am Anfang außen vor lassen.
  • Und wirklich so diese … Also diesen Kopf so als …
  • [Ich schlucke.]
  • Ähm. Als … ähm … Als … Pfff … Als [Sperren: Konstrukt] irgendwie verstehen.
  • Was aus vielen, aus mehreren, … äh … gröberen … ähm … [Sperren: Formen] besteht.
  • Und von da an dann, also, nachdem ich immer wieder kontrolliere: Stimmen die Proportionen denn noch, [Sperren: dann] kann ich ins Detail gehen.
  • [Sperren: Langsam].
  • So dass dann [Sperren: ganz am Ende], denke ich, kommen dann erst der Mund, … äh … kommen die Augen.
  • Die kommen ganz ans Ende, denke ich mir.
  • Die Ohren!
  • Und aber sowas wie Stirn und Nase und so … Das sollte ich schon davor halt irgendwie … ausarbeiten.
  • [Pause.]
  • Aber das werde ich halt noch einmal versuchen … äh … im Einzelgespräch mit Bachmann zu … ja, zu schauen, wie ich … wie ich da vorgehen sollte.
  • Dass es dann auch wirklich klappt.
  • Ich bin mir sicher, dass es klappt.
  • So.
  • Äh.
  • [Pause.]
  • Nur das [Sperren: Vorgehen] war halt anscheinend bei mir … ähm … Ist bei mir wieder falsch gewesen.
  • Oder ich … ich [Sperren: weiß] ja schon, während ich arbeite, dass es eigentlich nicht richtig ist, wie ich es mache. Und ich lasse mich dann halt aber dahin verleiten. Weil es einfach … ähm … Es ist dann halt entspannt. Stundenlang … ähm … nur am Mund zu arbeiten.
  • Werkeln.
  • Und mich im Detail zu verlieren.
  • Und … Da muss ich mich dann zu… zusammenreißen. Eigentlich.
  • Und sagen: Ne. Das ist jetzt der falsche Schritt! So komme ich nicht voran!
  • [Ich schlucke.]
  • Und am Ende wird eine Büste von meinem Kopf … äh … stehen.
  • [Pause.]
  • Das ist jetzt das [Sperren: Einzige], was ich noch während des Studiums machen möchte.
  • Bis zum Ende.
  • [Pause.]
  • So diese andere Sache jetzt … Mit der … Also diese komische verboxte … äh … deformierte Gestalt. Die ich mal war. Aus Ton. Die passt ja super eigentlich zu den anderen Arbeiten.
  • Die ich dann auch zeigen möchte.
  • Ähm. Diese digitalen Collagen. Wo ich ja auch meinen … äh … Kopf … äh … [Sperren: zerrissen] habe. Damit sie … Und zwar mit meinem anderen Ziel. Damit die Geradenbilder so aussehen, wie sie aussehen.
  • Ähm. Oder die Masken, die ich jetzt anfertige. Oder … Oder diese Fotocollage.
  • Die jetzt noch im Flur hängt.
  • Sowas sind ja alles irgendwie so Selbstbildnisse, wo ich aber so verzerrt bin. Irgendwie.
  • [Pause.]
  • Eigentlich passt das. Nur das ist halt … [Sperren: Eigentlich] ist mein Ziel, einmal halt etwas zu machen, wo ich es nicht bloß so mache, weil ich es nicht anders kann.
  • So.
  • Und das ist halt … ein sehr gutes, oder eine sehr harte Arbeit. Eigentlich. So eine eigene Büste herzustellen.
  • Einen eigenen Kopf.
  • [Pause.]
  • Wird höchstwahrscheinlich mit das Schwerste sein.
  • Kann ich mir sehr gut vorstellen.
  • Aber es [Sperren: muss doch jetzt] funktionieren.
  • So [Sperren: einmal].
  • [Pause.]
  • So damit ich halt weiß, dass ich … Ich muss nicht bloß … äh … im Abstrakten [Sperren: verharren]. Irgendwie. Oder … Ja.
  • Und das dann nachträglich halt …
  • Oder weil ich mir in dem Moment halt nicht so viel Stress machen will, oder so.
  • [Sperren: Ne]. Ich will das [Sperren: einmal] jetzt so machen, dass ich sagen kann: Ja. Das bin ich.
  • So.
  • Punkt.
  • [Pause.]
  • Und danach kann ich wieder dann … ähm … das abstrahieren. Mehr wie ich denke, dass ich aussehe.
  • Aber einmal so, wie ich wirklich so vom Optischen … Wie ich [Sperren: denke], dass ich … Das ist ja jetzt auch bloß ein Spiegelbild Spiegelbild und nur Fotos.
  • Und so. Das ist ja spiegelverkehrt.
  • [Pause. Erschöpft.]
  • Ah.
  • [Pause.]
  • Ne. Das muss jetzt klappen.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Standpunkt Selbst Diplom Arbeit Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Kleine Schnipsel … ähm … zum …
  • [Pause.]
  • … zu meiner Ansprache.
  • Ähm.
  • [Pause.]
  • Bei dem Zeigen meiner Arbeiten während des Diploms.
  • [Pause.]
  • Ich [Sperren: weiß], dass es …
  • [Pause.]
  • Dass viele Künstler … äh … ohne groß zu überlegen … ähm … Selbstbildnisse … gemacht haben.
  • Und machen.
  • Ähm.
  • Das scheint sozusagen … ähm … in einem [Sperren: drinne] zu stecken.
  • Es zu wollen!
  • [Pause.]
  • Und ich weiß auch, dass es … äh … Künstler gibt, die … die … ähm … das Selbstbildnis, das Selbstporträt Selstbildnis , als … äh … ähm … [Sperren: Technik], oder als [Sperren: Ausdruck], … äh …
  • [Sperren: Ne]. Als [Sperren: Möglichkeit] … äh … nehmen … Als [Sperren: Grund] nehmen, … äh … ein Thema zu bearbeiten.
  • [Pause.]
  • Oder ein Thema darüber darzustellen.
  • [Pause.]
  • Wie zum Beispiel … Cindy Sherman Cindy Sherman .
  • [Pause.]
  • Für mich jetzt bloß: Muss noch einmal kurz nachgucken, was sie jetzt da genau gemacht hat.
  • Ich habe es so oberflächlich noch im Kopf!
  • Ähm … Wäre jetzt …, dass sie … ähm … Dass es ihr halt nicht darum geht, eigentlich, … äh … sich [Sperren: selbst] halt in … Also sich [Sperren: selbst] zu zeigen.
  • Also Selbstbildnisse zu machen.
  • Sondern halt in verschiedene Rollen zu … äh … schlüpfen.
  • Sie [Sperren: benutzt] ihren Körper.
  • Sozusagen.
  • [Pause.]
  • So habe ich das bisher mitbekommen.
  • [Pause.]
  • Und das es aber eben auch andere Künstler gibt, die … ähm … die … [Sperren: bewusst] sozusagen den eigenen Körper … ähm …
  • [Straßenbahn Eisenbahnstraße fährt vorbei.]
  • Ähm … künstlerisch entdecken!
  • Ja.
  • Zum Ausdruck bringen!
  • Pause.
  • Ähm. Ich weiß nicht, … äh … wo ich in diesem Bereich liege.
  • Ich [Sperren: möchte] es auch gar nicht wissen!
  • Ähm. Denn ich denke, das würde mich … ähm … nur [Sperren: einzwängen].
  • Das heißt: Ich bin froh, dass ich … äh … die letzten Jahre, vermehrt … ähm … seid dem Hauptstudium … Also seit [Sperren: drei] Jahren! … Ähm … Meinen Körper beziehungsweise das Selbstbild, also das Porträt, den Kopf! vor allem, für mich entdeckt habe.
  • Ähm. Dort viele viele Stunden … äh …
  • [Straßenbahn fährt vorbei.]
  • Ohne es zu [Sperren: hinterfragen].
  • Ähm. Das ist halt eben das Wichtige bei mir gewesen!
  • Ohne es zu hinterfragen.
  • Ähm. Einfach zu machen!
  • Zu bearbeiten.
  • Ähm. Das hat bei mir Blockaden gelöst.
  • Ähm.
  • Weil ich bei vielen … äh … Themen, die auch Künstler sich raus greifen, wie zum Beispiel politische, gesellschaftskritische und so.
  • … Bin ich immer sehr … ähm … Bin ich voller [Sperren: Zweifel Zweifel ].
  • Sozusagen.
  • Weil ich … äh … Weil ich den [Sperren: Sinn] dahinter irgendwie nicht sehe.
  • [Pause.]
  • Warum das mit Kunst ausgedrückt werden [Sperren: muss]!
  • So.
  • Und der eigene Körper, … das ist sowas, … ähm … Irgendwie habe ich da was gefunden, wo ich tatsächlich [Sperren: Lust] habe.
  • Ähm … Es zu bearbeiten!
  • [Pause.]
  • Und das sind … äh … jetzt hier halt Ergebnisse.
  • Wieder bloß für mich: Ich fände es jetzt gut, wenn ich halt noch ein paar … ähm … dieser … ähm … [Sperren: Masken] hätte.
  • Äh … für Erste-Hilfe-Kurse oder so.
  • Muss ich halt mal gucken. Ähm … heute noch einmal bieten!
  • Ab zwanzig zwanzig.
  • Ähm. Stelle ich mir halt vor, dass ich wieder mit … äh … Fotos, also von meinem Kopf, ausdrucke.
  • Mehrere!
  • Dann da eine Collage Collage draus mache!
  • So wie das auf Leinwand.
  • Dann halt bloß als Maske Maske .
  • Und die sind ja gut verformbar.
  • Das heißt: Ähm … Die werden sowieso … ähm … deformiert sein.
  • Und … äh … Pfff … Das ich da halt noch [Sperren: viel mehr] mit arbeiten kann, wenn da jetzt Risse drinne sind.
  • Bei einigen sollen die ja drinne sein.
  • Äh. Das ich die halt tackere!
  • Das ich … äh … Haare an den Kopf mache.
  • Mir einen Bart da mache.
  • Und meine Barthaare dafür nehme!
  • Äh.
  • Pfff.
  • Von der Katze Ramses Haare!
  • Ähm.
  • Was gibt's noch?
  • Ähm …
  • Das ich einfach mit Farbe herumkleckere!
  • Ich weiß es nicht. Irgendwie … mit einer Fliege … ähm … die hier noch tot liegt.
  • Ähm … Mit … Mit [Sperren: Linien]! Mit Geraden! Ähm … Keine Ahnung!
  • [Sperren: Einfach] mal ausprobieren, was dabei herauskommt!
  • [Pause.]
  • Ich stelle mir jetzt halt vor, dass das zehn Masken werden. Oder fünf. Die … äh … ich dann auch wieder an die Wand befestigen kann.
  • [Pause.]
  • Insgesamt … ähm … stelle ich mir jetzt da vor, dass es … äh … eher rüberkommt als … ähm …
  • [Straßenbahn fährt vorbei.]
  • … nicht Werkstatt, sondern als … ähm … [Sperren: Zwischenergebnis].
  • Also es gibt einige große Arbeiten. Denke ich mir. Die ich zeigen werde.
  • Aber das ich halt auch viele kleine Entwürfe zeigen möchte!
  • So das es dann … Was es dann spannend machen würde.
  • [Pause.]
  • Wenn ich jetzt die Wand hier … äh … über den Fließen ansehe … Mit den Ganzkörperporträts. Geraden. Mit den Selbstbildnissen.
  • Ähm … Was ja bloß die Vorlagen waren für die Geradenbilder.
  • Die aber sehr entstellt sind.
  • Die gefallen mir extrem!
  • [Pause.]
  • Auch dieser liegende Akt Akt !
  • Äh … Mit dem roten Hintergrund.
  • Äh … Der … ähm … [Sperren: nötig] war. Für dieses Bild.
  • Habe ich also nicht erst im Nachhinein gemacht.
  • Weil es gut aussieht.
  • Sondern es war halt [Sperren: wirklich] … Es [Sperren: ist] jetzt … äh … eine Bildvorlage.
  • Ähm … Und dann halt noch so'ne Skulptur.
  • Objekte, wie jetzt, was in der Werkstatt unten entsteht.
  • Die Büste Büste !
  • [Pause.]
  • Kann ich mir zumindestens vorstellen.
  • Wenn die gut wird, auch noch einmal in Gips umzusetzen.
  • Einmal geht es dann ja nur. Weil da werde ich jetzt höchstwahrscheinlich kein Silikon Silikon machen. Keine Silikonform. Das ist nicht bloß aufwendig, sondern ich [Sperren: denke] nicht, dass ich … äh … ähm … mehrere Stücke davon machen werde.
  • Das merke ich ja jetzt an dieser Herme Herme .
  • Oder an dieser Vorlage, die ich jetzt in Silikon habe.
  • [Pause.]
  • Ich … glaube nicht, dass ich sie noch mehr als eins … zweimal … verwenden werde. Aber dann halt auch bloß zum Ausprobieren.
  • [Sperren: Trotzdem] finde ich es halt gut, dass ich es gemacht habe!
  • Dieser … Dieser ganze Prozess halt dahin. Das ist … ähm … Das ist Studium. So.
  • Das ist super. [Sperren: Musste] jetzt so sein.
  • [Pause.]
  • Jetzt bin ich wieder …
  • [Räuspere mich.]
  • … abgewichen.
  • Ähm.
  • Abgekommen. Von meinem eigentlichen Gedanken. Wie ich die Einführung dort mache.
  • Aber so ungefähr. Denke ich mir.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Mir] geht's darum, dass es dann nicht zu sehr theoretisch dann wird. Auch. Also nicht so sehr auf die Technik … äh … geguckt wird.
  • [Sperren: Warum] hast du jetzt hier Geraden verwendet?
  • Und so.
  • Das hat dann wieder mit dem Selbstbildnis … also mit DEM speziell jetzt … vielleicht gar nicht so wirklich was zu tun!
  • Das würde bloß ablenken!
  • Und das es auch nicht zu sehr in … Ja … Bei der Künstlerin … äh … Cindy Sherman, oder wie die heißt, … ähm … die hat das aus dem und dem bla bla bla Grund gemacht. Warum hast [Sperren: du] das so gemacht?
  • Bla bla bla bla bla.
  • So. Das wäre halt so dieses Hochschulding. Höchstwahrscheinlich.
  • Ähm.
  • [Pause.]
  • Wo ich aber eben merke: Das interessiert mich gar nicht!
  • So. Das ist gar nicht mein [Sperren: Anlass] jetzt gewesen!
  • Ähm. Also irgendwas zu bearbeiten.
  • Ich bin ja eben [Sperren: froh], dass ich da was gefunden habe, wo ich nichts bearbeiten [Sperren: will].
  • Ähm … Wo es nicht so ver… verkonzeptualisiert ist!
  • So was ich halt bei vielen Arbeiten da sehe und was ich … was ich … ähm … Wo ich echt den [Sperren: Sinn] nicht … äh … dahinter sehe.
  • [Pause.]
  • Das gefällt mir eben an denen. Die entstehen einfach.
  • Ich habe natürlich irgendwie für mich … äh … meine Gedanken dazu gemacht.
  • Straßenbahn fährt vorbei.
  • Ich mache mir [Sperren: genug] Gedanken.
  • Äh … Aber es ist nicht so, dass sie im [Sperren: Vordergrund] stehen. Oder geäußert werden müssten.
  • Da zählt dann wirklich das, was der Betrachter [Sperren: sieht].
  • Am Ende.
  • Und das sind halt … Köpfe. Das sind halt Porträts. Selbstbildnisse.
  • [Aufnahme Ende.]
Arbeiten gesammelt und im Verhältnis 1 : 20 ausgedruckt
Arbeiten gesammelt und im Verhältnis 1 : 20 ausgedruckt
Werkstatt Plastisches Gestalten Gipsreste um Silikonrand entfernt Gipsrand mit Binden geglättet, damit beide Formen gut aufeinanderliegen weiterhin mit Tüchern nass gehalten schmale Streifen Binde geschnitten für Klebebereich nach Mittagspause mit Mitarbeiter Formen verbinden umsetzen (Vorbereitung für Einzelgespräch kommenden Dienstag) vorbereiten: A Modell von Arbeiten, wie Geradenbild Geradenbild , verhüllte Arbeit, Kinderzeichnung Kinderzeichnung B Soundinstallation vorbereiten 1 3 bis 5 Sprachnotizen 1 Stunde übereinanderlegen 2 Sprachnotizen langsam überlagern, plötzlicher Abbruch, leise Notiz, dann wieder lauter Klassenraum fast leer, wirkt riesig muss schauen, wie ich Raum mit wenigen Arbeiten gut fülle Ständer von Büste Büste geht, da hellgrau, auch schnell unter (zwischendurch Büro Studienangelegenheiten; wieder rausgeschickt, da keine Sprechstunde; Antrag für Diplom kommende Tage abgeben) neben Hauptarbeiten viele kleine Skizzen, Fotos etc. an Wand kleben? bis Dienstag sammeln und ausdrucken Werkstatt Plastisches Gestalten (nach Mittagspause) Gipsmilch auf Rand von Gipsformen gestrichen Teile aneinandergepresst, mit zwei Gurten befestigt in Rillen Gips gestrichen, wieder mit Binden verstärkt Kopfbereich geschwenkt 15 - 20 min härten lassen (folgende Notizen aus Erinnerung vom 29.6.) Formen getrennt, zu zweit Löcher im Randbereich mit Gipsmilch gefüllt unterschiedliche Höhen bei Randbereichen geebnet nächsten Mittwoch bringt mir Mitarbeiter weitere Gießmethode bei Friedrich Fröhlich, zufrieden Diplom Arbeit Arbeiten gesammelt und im Verhältnis 1 : 20 ausgedruckt modelle2-m.jpg Verhältnis 1 : 10 70 x 210 cm = 7 x 21 cm (Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt ) 60 x 110 = 6 x 11 cm (Geradenbeine) 135 x 87 cm = 13,5 x 8,7 cm (Geradenporträt)
Diplom Arbeit Einzelgespräch Mark (aus Erinnerung heraus geschrieben) im Klassenraum, ca. 2 Stunden gezeigt: Büste Büste , Holzkonstruktion mit Plakat, Plakat an Wand gelehnt, Modell inklusive Geradenporträt Geradenbild , Textsammlung Standpunkte sollte Plakate weglassen, nur Büste auf überlangem Bildhauerständer, Sound-Arbeit eventuell mit ein paar entstandenen Arbeiten (Geradenporträt, verhüllte Arbeit, kindliche Zeichnung Kinderzeichnung ) Standpunkt-Texte konkurieren mit Sound-Arbeit habe selber gefühlt keine Beziehung zu der Holzkonstruktion, nur gemacht für Diplom-Arbeit Sound-Arbeit aus mehreren Lautsprechern, raumfüllend, aber nicht einzeln, sondern eine Audiodatei mit überlagerten Sprachnotizen einzelne Sprachnotizen sollen nicht verstanden werden, immer nur kleine Abschnitte; Klangwolke umsetzen 1 h Klangwolke mit vorhandenen Sprachaufnahmen zwischendurch Ruhe, oder einzelne Sätze, mal lauter, dann leiser mit oder ohne Klavierbegleitung (oder mit Alle-meine-Endchen oder Weihnachtslied?) keine Arbeit für Diplom machen, sondern Arbeiten zeigen, die so oder so entstanden wären (Holzkonstruktion also weg) kurzen Text für Diplom vorbereiten ("Ich zeige einige während Studium entstandene Arbeiten mit Sprachnotizen, die …") brauche Arbeiten nach Studium auch nicht zu begründen; einfach sagen, dass ich das nicht tuen möchte sollte Fokus auf künstlerische Umsetzung / Arbeiten legen, nicht auf Gedanken dazu Herme Herme nicht ganz bis zur Deckenhöhe, aber trotzdem stark überhöht (Decke schaut nicht gut aus) umsetzen Ständer also im Juli / August in Metallwerkstatt herstellen Mark plant ein, dass ich Klassenraum im Februar nutzen möchte Friedrich Fröhlich, zufrieden
Ton von Form abgenommen und Form gereinigt
Ton von Form abgenommen und Form gereinigt
Schlösser in Ton eingearbeitet
Schlösser in Ton eingearbeitet
Schornsteine erweitert, mit Papier gefüllt
Schornsteine erweitert, mit Papier gefüllt
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten damit Form teilen muss Riss sichtbar sein durch Hobeln versucht, später durch Hinzugabe von Wasser durch Einguss-Bereich und Entlüftungskanal bei Alberti Keile Hartholz abgeholt zwischen Formen gesteckt, obere Form neben untere gelegt (ohne mich, da Sehnenentzündung rechter Arm) Ton abgewaschen, aus Rillen entfernt Ton von Form abgenommen und Form gereinigt silikon-bueste4-k.jpg M … (nicht lesbar) gereinigt herausgenommenen Ton behalten, um später Masse Silikon herauszufinden mit Messer Kanten geglättet Schlösser eingearbeitet Schlösser in Ton eingearbeitet silikon-bueste6-k.jpg überstehende Folie auf unterer Form abgeschnitten (leicht Büste Büste beschädigt) später Löcher in Gips mit Ton füllen Mittagspause von unbekanntem Mann auf Fahrrad nach Kleingeld gefragt dadurch Gedankenstrang verloren umsetzen eine Gipsbüste horizontal zerstückeln und mit Drehung versehen (wie meine alten 360-Grad-Fotos) Ränder mit Tonschlick Schmierseife bestrichen Kanäle durch Studentin Kommilitone mit Papier gestopft danach mit Ton Schornsteine erweitert Schornsteine erweitert, mit Papier gefüllt silikon-bueste9-k.jpg Riss zwischen beiden Formen wieder mit Gips geschlossen Silikon durch Mitarbeiter angerührt mit Handschuhen und Rührer in Form gegossen, danach lange geschüttelt Verhältnis 5 : 100 (Komponente B : A) mathematische Berechnung nicht verstanden Friedrich Fröhlich, zufrieden Diplom Arbeit Ständer für Büste (Bachmann fragen) Durchmesser Innenrohr: maximal 3,5 cm umsetzen im Baumarkt nach Rohr mit 3,5 cm Durchmesser schauen E-Mail vom 19.4. mit Anhang Bild, Geradenporträt Geradenbild gerahmt
Diplom Theorie Zwischenstand Aufteilung: 1 Einleitung mit Christian (Das kann ich auch!) mit Alexander (Abgrenzung Betrachter vom Kunstraum) mit Oma (oft nicht verständlich) 2 Was ist Kunst? vor allem mit Oma unbeantwortet am Ende 3 Kriterium greifbar mit Oma (Realismus) mit Alexander (Porno) 4 Kriterium schön vor allem mit Christian (Design-Objekt) zwischendurch mit Alexander (Koch) zwischendurch mit Oma (van Goghs Kornfeld) 5 Kriterium hässlich mit Oma ("Der Schrei") kurz mit Christian (Installation Akkuhammer) 6 Kriterium interessant mit Christian (Installation Ventilatoren) 7 Kriterium Spielerei mit Christian (Installation Ventilatoren) 8 Kriterium besonders mit Christian (es muss sich abheben) mit Oma (Technik bei van Gogh Vincent van Gogh , Geradenbilder) ganz kurz mit Alexander 9 Kriterium Stil als Ausdruck mit Oma ("Der Schrei") A Expressionismus Expressionismus mit Oma ("Der Schrei") Noch offen: Kriterium harmonisch, Kriterium bleibend, Kriterium Komposition, Kinderzeichnungen Kinderzeichnung , Readymade Ready-made (Duchamps Pissoir Marcel Duchamp , Feuerlöscher Feuerlöscher ), Münk. Münich. Munk
Standpunkt Diplom Arbeit Herme Herme Geradenbild Geradenbild Kinderzeichnung Kinderzeichnung verhüllt verhüllt Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Fünf Uhr aufgewacht. Konnte nicht mehr einschlafen.]
  • Zur Überlegung wie ich den Klassenraum zu meiner Diplom-Arbeit … ähm … füllen würde.
  • Wie gehabt stelle ich mir die Herme vor.
  • Bis zur Decke!
  • Blickt herab auf die Betrachter.
  • Ähm … Ein Geradenbild. Das Porträt!
  • Allerdings geöffnet. Der Rahmen.
  • Eine Kinderzeichnung!
  • Vielleicht noch die ein oder andere Arbeit. Zwischendurch.
  • Aber: Hauptsächlich [Sperren: Text].
  • Und zwar … auf … Pappe.
  • So einer die ziemlich dick ist.
  • Also die … ähm … noch so Abstands … ähm … Leisten … dazwischen hat. Das sie halt nach vorne tritt.
  • Die würde ich … ähm … unterschiedlich zuschneiden. Und darauf … ähm … handschriftlich meine Standpunkte raufschreiben. Das wären sozusagen eine Art von Sprechblasen.
  • Über den gesamten Raum verteilt!
  • [Sperren: Dazwischen] … A4-Ausdrucke.
  • [Straßenbahn Eisenbahnstraße fährt vorbei.]
  • Ebenfalls von meinen Notizen.
  • Zu den Geradenbildern. Zu … den kindlichen Zeichnungen. Zu den verhüllten Arbeiten.
  • Zu der Herme!
  • Also sozusagen ein riesengroßer … ähm … ähm … Denk-, Wissen-, Meinung-, Zweifel Zweifel -… [Sperren: RAUM].
  • Dann noch … ähm … die Gespräche mit anderen. Über Kunst! Wo ich ja sozusagen auf der Suche bin.
  • [Straßenbahn fährt vorbei.]
  • Und zwar [Sperren: alle] Gespräche auf … ähm … Also … Auf … Ja. So rollenartig! Also das heißt: Entweder ganz viele A4-Blätter ausdrucken und nacheinander ankleben.
  • Das sie dann … äh … ganz lange Bahnen ergeben!
  • Oder halt wirklich gleich auf … ähm … auf einen langen … Papier … ausdrucken lassen. Im AV-Labor.
  • Das wären … ähm … drei Bahnen.
  • Unterschiedlich lang natürlich!
  • Und dann noch … äh … einmal stündlich am Anfang würde ich gerne das … das … äh … die Aufnahme abspielen lassen. Über zwei Lautsprecher. Links und rechts von der … äh … großen … äh … Pappwand. Also links und rechts von der Herme sozusagen.
  • Ähm.
  • Und zwar die Aufnahme, wo … ich … äh … sch … meine Gedanken …
  • [Krähe krächzt.]
  • … aufgezeichnet habe. Hier. Und die ich dann überlapp … überlagert habe. Also wo sozusagen ein Stimmengewirr ist.
  • Zwischendurch kommt auch mal … ähm … kommen auch mal ein paar Klavier … äh … Klänge! Bei heraus.
  • Sozusagen.
  • Ähm.
  • Da [Sperren: wallt] sich was zusammen!
  • Ähm.
  • Genau.
  • Dass das einmal die Stunde … Ich denke mal, das sind fünf Minuten gewesen. Da so abgespielt wird.
  • Ja. So stelle ich mir das halt vor!
  • [Pause.]
  • Das setzt natürlich voraus, dass die Holzherme auch wirklich … fertig wird.
  • Also dass sie wirklich … äh … so ist, wie ich es mir vorstelle.
  • Da bin ich jetzt aber jetzt aber sehr gut drauf. Seit gestern. Wo ich mir das noch einmal angeguckt hatte.
  • Das war nämlich gar nicht mal so verkehrt! Das mal mit Alkohol Alkohol zu versuchen!
  • Die Nase ist zwar … ähm … zu klein geworden. Da muss ich … ähm … halt ein Stück Holz … ähm … neu dran befestigen. Dass dann also noch einmal bearbeiten.
  • Die Nasenspitze ist zu kurz!
  • Aber die Wangen finde ich jetzt zum Beispiel besser!
  • Die sehen fleischiger aus.
  • Ähm.
  • Übergang von Nase zur Stirn … der stimmt noch nicht!
  • Also der entspricht nicht meinem Pro… Profil.
  • Die Stirn könnte halt zu … äh … schnell nach hinten gehen.
  • Aber da kann ich halt die gesamte Figur noch nach hinten … äh … schieben.
  • Da der Hals nämlich auch noch viel zu dick ist!
  • Also das heißt, da ist noch genug … ähm … Material da.
  • Hinterkopf könnte dann vielleicht ein bisschen kleiner sein.
  • Aber das ist … ähm … Das ist jetzt noch … Das finde ich jetzt noch nicht wichtig. Vielleicht kann ich da auch noch einmal ein Holzstück dranmachen.
  • Ähm.
  • Ja.
  • Augenpartien und so stimmen jetzt auch noch nicht.
  • Das werde ich heute halt wieder anfangen … ähm … im Profil auszuarbeiten!
  • Aber ruhig ein bisschen gröber!
  • Nicht … äh … Nicht gleich wieder so fein werden. Das habe ich jetzt ja gelernt.
  • Bei der letzten Sitzung!
  • Und auch immer wieder von unten die Herme anschauen!
  • Weil das ist ja im Endeffekt der Blick, der … äh … der der Betrachter dann … äh … den der Betrachter dann einnimmt.
  • [Pause.]
  • Das gute halt bei einer solchen Präsentationsform im Klassenraum, ist, dass … äh … ich mich nicht auf eine Arbeit … ähm … konzentriere. Und die dann auseinandergenommen wird.
  • Oder die ich selbst auseinandernehmen muss!
  • Also wo dann eben solche … ähm … Fragen, die mich gerade wirklich nerven … Ähm … Was ist deine Intention Intention ? Ähm. Was willst du uns damit sagen?
  • Warum diese Größe?
  • Warum diese Farbe?
  • Warum dieses Material?
  • Bla bla bla!
  • Ich denke, das fällt … das geht halt eher in den Hintergrund. Weil es dann halt wirklich bei dieser Präsentationsform, also mit den ganzen … äh … Gedanken … äh … ausgedruckt …
  • Mit den … mit den Lautsprechern halt audio… Wie heißt das? Audiovisuell. Geäußert.
  • Die Gespräche über Kunst auch einmal einfach … ähm … ausgerollt.
  • Ähm.
  • Da ist die Konzentration jetzt einfach nicht bei der Herme. Sondern auf das Gesamte.
  • Ja!
  • Was ich halt in den letzten fünf Jahren gemacht habe. Und das heißt, ich habe studiert.
  • Das heißt, ich habe gelernt!
  • Und es geht jetzt nicht um diese Herme. Sondern es geht um … äh …, dass die Herme halt Teil meines Studiums war. Dass ich mir dazu Gedanken gemacht hatte. Das ist dann ja auch da. Festgehalten.
  • Ähm.
  • Aber ich muss das eben nicht alles so … so …
  • Glatt!
  • … äh … durchdefinieren. Oder deklinieren. Oder wie das heißt.
  • Sondern es [Sperren: darf] … es [Sperren: muss] … es [Sperren: darf] Stolpersteine … äh …
  • [Straßenbahn fährt vorbei.]
  • … haben.
  • [Pause.]
  • Denn das ist es ja eben. Ich habe … Ich weiß noch nicht, was ich mache. Ich … äh … probiere halt ständig aus.
  • Und ich denke, das kommt dann in dieser Form sehr sehr gut rüber. Und ich [Sperren: denke], da fühle ich mich auch extrem wohl.
  • Das ist jetzt wie bei der … äh … Diplom-Arbeit! Wo ich eben nicht von fremden Leuten mir Bücher durch … äh … lese. Und … äh … daraus zitiere. Und mir zwanghaft sozusagen … ähm … da einen Text zu …
  • [Straßenbahn fährt vorbei.]
  • … zusammen … äh … suche.
  • Ähm. Auch wenn es vielleicht ein Thema wäre, was mich interessiert hätte. Sondern das ist jetzt aktuell bei der Diplom-Arbeit wirklich so … Die ist so, wie [Sperren: ich] gerade denke.
  • Handel!
  • Und wie auch andere, die ich kenne, denken und handeln.
  • Also einfach deren Meinung dann noch einmal zusammengetragen.
  • Meine Sicht darauf!
  • Meine [Sperren: platte] Sicht. Auch manchmal.
  • Ähm.
  • Und dann … Zwischendurch halt eben auch mal … ähm … auf irgendwelche Kunsthistoriker oder andere Künstler halt … äh … verwiesen. Die da auch natürlich ihre Meinung zu hatten.
  • [Pause.]
  • Aber hauptsächlich eben es auch hier darum geht, zu zeigen, … So einen Denkprozess.
  • Bei der Diplom-Arbeit wäre das halt … äh … Arbeitsprozesse.
  • Und hier bei der Diplom-Theoriearbeit eben Denkprozesse!
  • Was ist Kunst?
  • Was ist meine Kunst!
  • Warum ist das Kunst?
  • Warum ist es keine.
  • Ähm.
  • Genau.
  • [Pause.]
  • Also wenn das so klappt wie bei der Diplom-Arbeit jetzt … bei der Praktischen … dann ist alles bestens.
  • [Aufnahme Ende.]
Werkstatt Plastisches Gestalten weiter an Herme gearbeitet wieder ein ganzes Stück nach innen gearbeitet, dadurch wird Hinterkopf kleiner ansonsten hätte ich Stirnbereich mit Holzstück auffüllen müssen später noch Nasenflügel durch Holzstück ergänzen Friedrich Fröhlich, erschöpft und zufrieden (auch wenn Gesicht noch immer nicht ganz getroffen) Diplom Theorie Gesprächsthemen bei Oma (vorgestern angefangen) Zweifel an eigenen Arbeiten Ausstellungsbesucher Teilnehmer Kunstsystem Unverständnis bei Besuchern Stuhl als Kunstobjekt Beim Betrachter muss sich etwas regen Definition Kunst Mit Definition schwer tun, da es einzwängt Malerei als Vorläufer von Fotografie Krise der Malerei Landschaft van Gogh Vincent van Gogh Unterschied realistische und subjektive (krank?) Malerei abartig als Beschreibung Ein Strich kann naturalistisch oder abstrakt sein Natur kopieren versus empfinden Schön und nicht schön Der Schrei Schön, da echt harmonische / disharmonische Bilder Hässliche Bilder Generationenfrage Auflehnung gegen den Realismus Idealvorstellung im realistischen Porträt Disharmonie = wirklichkeitsfremd Kunstauffassung Realismus Das Bild schreit Münk Munk Munk Expressionismus Expressionismus Alltag in der Kunst "Die Ährenleserinnen" und Harmonie Komposition in naturalistischer Malerei Marke van Gogh Eigener Charakter in Kunstwerk Jean-Baptiste Camille Corot Jean-Baptiste Camille Corot Naturalistisches Bild entspricht nicht Realität kranker van Gogh und Munch Edvard Munch Symbolismus Symbolismus Zu ihrer Zeit nicht anerkannt Französischer Salon Neue Wege in der Kunst Toleranz Piet Mondrian Piet Mondrian Bild versus Farbkomposition Mondrian und Bettwäsche kein Empfinden beim Betrachten Spielerei Bauhaus Bauhaus Gute Kunst heißt nicht unbedingt schön Pissoir Marcel Duchamp von Duchamp Unbekannter Künstler versus berühmter Künstler Kunst im weitesten Sinne Abfalleimer im Klassenraum Ich muss etwas empfinden können Omas Kunsterfahrung Loakoon-Gruppe Dresdner Knabe Skulpturen: Wirklichkeit oder Harmonie Größenverhältnisse bei Laokoon Laokoongruppe -Gruppe Ägyptische Kunst Grabkammer der Nefertari Schön, auch wenn anders als europäische Kunst Nofretete Nofretete , nicht so schön wie dargestellt Ägyptische Kunst und van Gogh Elke betritt das Zimmer Ägyptische Kunst versus Picasso Pablo Picasso Japanische Zeichnungen und Afrikanische Kunst Komische Bilder von Picasso Entartete Kunst Anti-Moderne Lustig und kreativ, aber nicht schön Picasso ist für mich hässlich Kunstrichtung Mondrian Kein Bild / Bild Ägyptische Kunst Wissen macht Kunst zu Kunst Symbolismus Wissensdurst Picasso und ägyptische Kunst El Greco El Greco El Greco und Moderne Kunst Bildanalyse Entkleidung Christi, El Greco Realistisch / Unrealistisch / Betont Symphatische Bilder Rembrandt Rembrandt van Rijn Ich empfinde mehr bei Rembrandt als bei Picasso Realistisch / Unrealistisch Rembrandt versus Picasso / Mondrian Technik wird Künstler zugeschrieben Dargestelltes wichtiger als Stil Künstler uninteressant Kunststudenten Kommilitone sollen eigenen Stil entwickeln Mein Geradenporträt Gestaunt van Gogh versus Ich Getreide = Linien Picasso / van Gogh versus Ich Lebendiges Bild durch Blick, Mund, Wangen Bewegung Kinderzeichnungen Zeichnung "Bei Oma zu Besuch" Zugang zu kindlichen Zeichnungen Sonne in kindlicher Zeichnung und bei Mondrian Bild vom Hobbykünstler Hobbykünstler interessant Harmonische und schöne Kunst Caspar David Friedrich Caspar David Friedrich Ausgesprochen schön Gefühlige Ausdruckskunst Konservativ verhüllte Arbeiten Was ist für DICH Kunst? Alles kann Kunst sein Emmas zerknautschter Zettel Omas Grenzen Alltagsgespräche
Diplom Theorie weiter Schwerpunkte Gespräche ausgearbeitet aktuell bei Alexander: Frage nach Definition von Kunst Bedeutung Betrachter für Kunstsystem Teilnehmer Kunstbetrieb Kunstbetrieb Meinung vom Ausstellungsbesucher, unverständliche Kunst Hobbykünstler Hobbykünstler voreingenommen, Kunst schon definiert? Kunst und Gesellschaft Bildungsauftrag Museum Öffentliche und private Museum Fürs Ausstellen bezahlen Gerhard Richter Gerhard Richter Künstler gestaltet Ausstellung mit Galerien Künstler bezahlen Ausstellen für die Biografie Geldverdienen mit Kunst Kunst als Geschäftsmodell Kunstmarkt Künstler und Alltagssorgen Beruf Künstler Verkaufskünstler Kritik an meine Interviewführung Sicht aus der Rechtswissenschaft Kunst im Grundgesetz Gesetzgeber kann Kunst nicht definieren Kunstfreiheit Ansichten Gesprächspartner hinterfragen Geschäftsmodell Kunst Handwerk Handwerk und Kunst Begabung und angelerntes Können komische Definition von Künstler Berufsbild Künstler, Eigenschaften Rechtswissenschaftler Ausgangspunkt Begabung oder Handwerk Schreiner, Koch, Künstler Koch wirklich Künstler? Intention Intention eines Kochs Koch und Kreativität Hässlich = Kunst Kunst im weiterem und engeren Sinne Metapher Trichter Kunst als Marke Geldverdienen als Ausgangspunkt Anfang und Ende von Kunst Beuys Joseph Beuys Fettecke Erfolg Erfolg nach Tod Sterben des Künstlers Kunstbegriff abhängig vom gesellschaftlichen Wandel Wann ein Markt vorhanden ist Tisch mit Aggregat (siehe Umzugskarton Freiburg) Kunst im öffentlichen Raum Aufschrei Bevölkerung, Banalität Steuergelder Markt als Spiegel Spiegelbild für Akzeptanz Kunst Kunst ist, wenn jemand sagt, es ist Kunst Kunst im weitesten Sinne Sicht des Künstlers und Betrachters auf ein Objekt Künstler muss überzeugt sein, Kunst zu machen Formen auch von Kindern umsetzbar, ohne Begabung und Handwerk Unterschied zu Kindern: Idee Kritik am Interview Schmähgedicht und Kunstfreiheit Satire / Gratwanderung Schmähgedicht = Kunst, da Gedichtsform? Nicht jeder, der denkt, Kunst zu machen, ist Künstler Unterschied öffentliches und privates Äußern Kunst durch Wiederholung Greifbare Kunst Duchamp Marcel Duchamp Pissoir Überraschungsmomente bei moderner Kunst Porno oder Kunst? Reaktion Besucher Porno = Kunst, da im Museum Pissoir im Kunstraum und in Bahnhofstoilette Wo beginnt und endet Kunst? Kunst braucht Markt, wird ausgestellt, bekommt Wert Markt = Interesse geweckt Gibt es Kunst ohne Markt? Gute Kunst Alltag im Kunstraum Kunst kaufen, da begrenzt, begehrt, teuer Kunst kaufen bei Stiftungen Art Basel Unterschiedliche Interessen von Künstler und Käufer Hohe Verkaufspreise kommen nicht bei Künstler an Ausstellungsvergütung Tee trinken Kunst, da ausgestellt, da öffentliches Interesse Kunst muss berühren Kunst akzeptieren, da ahnungslos Kleiner Kreis bestimmt was ausgestellt wird Und keiner geht hin! Neue Musik Neue Musik Neues (nicht verständlich) = Entwicklung Kunst von Gesellschaft akzeptiert: Stillstand Stillstand Neue Kunst in 100 Jahren anerkannt Gesetzgeber subventioniert neue Kunst Kunst als Kulturgut Gesetzgeber = Vertreter Volk Steuermittel für Kunst und Fußball Anforderungen von Unternehmen an Kunst Schamgefühl Muss Kunst dich berühren? Voraussetzungen, sich auf Kunst einlassen können Verweilen verändert Wahrnehmung Erst Infokärtchen lesen, dann Kunst sehen Alexander als Aufsichtsperson Kriterium Größe und Maltechnik Erster Eindruck, das Wie und Was White Painting Robert Rauschenberg Weiße Leinwand als Dekoration White Painting kaufen = Luxusproblem und Mut Genialität Genie Kunst, da Erster Kopie Hätte ich auch gekonnt! Natur im Kunstraum Kunst, da im Kunstraum Objekt in seiner Normalität = Kunst reale Schäbigkeit gemalt = genial Extrem weiter Kunstbegriff Alexanders Tipps für mich Geldwert Meine Zukunft als Künstler Künstler und Hartz 4 Günther Uecker Günther Uecker Auf den Zug aufspringen Erwartungshaltung bei Kunst (wie Mona Lisa Mona Lisa Hype) Materielle Ebene wichtig Über das Handwerk Zugang finden Tate London Jeff Koons Jeff Koons Erste Frage: Material Alltägliche in Kunst transformiert M. C. Escher M. C. Escher Jeff Koons und der Kunstmarkt Emotionalität kein Grund Große Skulpturen und große Gemälde Kunst = subjektiv Assoziationen aufgrund Größe Jeff Koons = Geschäftsmodell? Der Künstler arbeitet selber nicht mehr Idee ist entscheidend Neues wird abgelehnt, aber wichtig für Fortschreiten van Gogh Vincent van Gogh Alexanders Bilder von Richter und Rauschenberg Großes Bild von Richter Gerdie! Gerdie! Gerdie! Norbert Bisky Norbert Bisky Meisterschüler von Baselitz Georg Baselitz Richter-Fenster am Kölner Dom Materialität Materialität im Vordergrund Rakeltechnik Schaffen für Geschäftsidee Alleinstellungsmerkmal Geradenbilder als Marke Meine Angst vor Bekanntheit Geld verdienen, um sich zu verwirklichen Ideal: Kunst soll Künstler überleben Vergänglichkeit Vergänglichkeit in der Kunst aufhalten Angst / Zweifel Zweifel als Antrieb Hobbykünstler und deren Potential Einschränkung in Größe wegen fehlendem Atelier Künstler kopieren Muße faul Geld verdienen, um überhaupt Kunst schaffen zu können Alexanders Erfolgsmodell Nische suchen Geschäftsmann, kein Künstler Geldkunst Wirklich erst Geschäftsidee und dann Kunst? Alexanders Rat an Kunststudenten Kommilitone Optimal, wenn das, was ich mache, erfolgreich ist Ausdrücken, nicht Geld verdienen wollen Hochschule kann Erfolg garantieren Alexanders Theorie Kunst mißbrauchen Ich rege mich auf Meine Arbeiten Arbeit Herme Herme Alexander über Notizseite Arbeit Geradenbilder Geradenbild Geradenbild Beine und Jesus Jesus Meine neue Sicht auf eigenes Bild Unterschied Schaffender und Künstler Nische Geradenbilder Größe Geradenbild Verhüllen als Reaktion auf Geschäftsgedanken Geld verändert Kunstwerk Selbstverherrlichung und Zweifel bei Herme Kinderzeichnungen Kinderzeichnung Mein Antrieb: Zweifel Alexanders Angst Gesamtwerk Fröhlich Lebendig, da Geschäftsmodell verweigert Ich werde arm sterben Gefühl statt Geschäftsidee Größe und Herme verhüllte Arbeiten Ich bestrafe euch! Kinderzeichnungen Kinderzeichnung = Kunst? Einfachheit, Unbekümmertheit, Leben Im hohen Alter wieder kindlich Zeichnen zerstückelte Collagen = Zweifel Klassenausstellung HGB Rundgang HGB Rundgang mit Geradenporträt Schmach von Leipzig Zug fährt bald nach Leipzig ab
Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Weißt du, was ich glaube? Wonach es aussieht?
  • [Zieht Rotze hoch.] Na da sind aber Arbeiten drinne, die ich gemacht habe.
  • Ja. Das mag ja sein.
  • Gute Arbeiten!
  • Aber hier … Sechsundsiebzig mal fünfzig.
  • Das … Das ist ein Doppelporträt.
  • Weißt du, was ich glaube?
  • Von mir.
  • [Pause.]
  • Erst der Erfolg Erfolg . Dann … Dann … Von wegen … äh … ähm … Ich [Sperren: hasse] euch dafür, dass ihr …
  • Aber die Geraden …
  • … mir hier jetzt Erfolg zuschreibt.
  • [Laut:] Das hab' ich nicht gesagt!
  • Und … Pass auf … Pass auf …
  • Ich bestrafe euch!
  • Ich [Sperren: bestrafe] euch.
  • [Sperren: Nein!]
  • Ich bestrafe euch mit Verhüllung verhüllt .
  • [Sperren: Nein!] Das stimmt nicht!
  • Und weißt du? Wenn du jetzt die selbe Größe verhüllt hättest … Und zwar die Beingröße. Fünfzig mal einhundert. Dann hätte es … Wäre es vielleicht ehrlicher gewesen. [Sperren: Aber] … Du spielst mit uns. Und dann kommt auf einmal … Dreißig mal dreißig, verhüllt. [Sperren: Weil] … Weil du [Sperren: drohst] nur mit der Verhüllung. Und was kommt danach? Die [Sperren: vier] Meter! Ja? Das war sozusagen nur die … das … das … der … Zwischenschritt. Zwischen achtzig Zentimeter und vier Meter. Ja? Und … äh … Du … Du [Sperren: drohst] uns einfach nur mit der Verhüllung. Und deswegen …
  • Die wird wiederkommen! Ich bin mir ganz ganz sicher.
  • Und deswegen ist das einfach nicht ernst zu nehmen. Diese Verhüllung.
  • [Sperren: Oh] … Aber [Sperren: sowas] von ist die ernst zu nehmen.
  • Ja.
  • [Sperren: Meine] Vorstellung, als ich das gemacht habe, die war: Bis zum Lebensende ich werde das machen.
  • Ich weiß. Du hattest mir das auch mal erzählt und wolltest …
  • Und bei den Geradenbildern auch! Und bei den Kinderzeichnungen Kinderzeichnung auch! Das sind immer … Während ich es mache …
  • Okay. Gehen wir zum nächsten über! Oder hast du noch eine Frage dazu?
  • [Lacht.] Nein, du kannst zum nächsten …
  • [Pause.]
  • Kinderzeichnungen
  • Das sind die Kinder… kindlichen Zeichnungen. Die ich halt in den letzten Monaten gemacht habe. Du musst jetzt nicht alle durchgehen. Einfach … Das reicht ja. Da war ich bei Oma essen. Ähm … Da waren Fliegen. Da war ein Baum, den ich geschnitten habe.
  • Pass auf. Ähm.
  • Und … Aber … Warte mal … Aber … Nur damit du das … Das musst du jetzt immer im Zusammenhang mit den Geradenbildern, mit dem Erfolg, mit den verhüllten Arbeiten … Das komplett zurücknehmen … Und den Kinderzeichnungen, wo ich wieder versuche von vorne … naiv … anzufangen …
  • Ja. Ja.
  • Das ist so geil! Warte! Diese [Sperren: Abfolge]! Diese … Dieses … Aaah! Das gefällt mir! Tut mir leid! [Lacht.] Okay. Erzähle. Du machst das Interview.
  • Was möchtest du denn wissen?
  • Was ist dein Eindruck davon. Oder was … Was ist … äh … Was siehst du da. Ist das schon für dich Kunst? Oder ist das bloß Ge… Gekrakel. Ist das … Ist das kindisch? Ist das … Ist das ernst zu nehmen?
  • [Pause.]
  • Ähm.
  • Ist das … Ist das bescheuert? Ist das … Ist das total klar, dass das kommen musste? Ähm … äh … Erkennst du den Weg?
  • Ähm.
  • [Pause.]
  • Wenn es ausgestellt werden würde, dann würde ich ja nur diese Kinderzeichnungen sehen. Und nicht diese Entwicklung. Dort.
  • Ja.
  • Es … äh … Weil selten wird ein Ge… Gesamtwerk gezeigt. Das macht man eher posthum.
  • Ja.
  • Aber zu Lebzeiten ist das ja eher ungewöhnlich.
  • Dann müsste man auch noch Text dazu schreiben.
  • Äh.
  • Was das mit dem zu tun hat. Das sieht man ja normalerweise nicht.
  • Ähm. Wenn du …
  • Das erkennst du jetzt, weil ich es dir sage.
  • Kinderzeichnung = Kunst?
  • Wenn du jetzt jemand Fremden fragen würdest: Ist das Kunst. Würde ich halt immer sagen: Ja mensch, … Kinderzeichnung, … äh … Naivität, … ähm … Einfachheit … äh … äh …
  • Ja! Wieder zurück zum Leben! So und … Nicht so auftrumpfen hier.
  • Einfachheit, Unbekümmertheit, Leben
  • All die Stichworte würden einem einfallen. Und vor allen Dingen … äh … würden viele auch, vielleicht auch ich, denken: Äh … Nee. Ich nicht. Und das will ich auch begründen. Würden denken: Kann ich auch! Kann meine dreijährige Tochter sogar besser. Ja? Äh … Aber … äh … Eben genau diese Einfachheit, diese Unbekümmertheit, dieses … diese abstrakten Dinge im Leben. Die Kompliziertheit des Lebens können nur Kinder so vereinfacht darstellen. Und ich merke es an der Rechtswissenschaft. Das ist oft schwierig, diese komplexen großen Zusammenhänge … äh … mit kleinen Worten … äh … äh … einfach darzustellen. Deswegen haben wir auch populistische Menschen. Wie sie jetzt gerade in den USA …
  • Mhm.
  • Oder auch in Italien und so … Gerade … Oder auch in Frankreich … an die Macht kommen. Äh … Haben es momentan so einfach. Weil Menschen sich überfordert fühlen. Von …
  • Mhm.
  • … von der Schnelligkeit des Lebens. Und … Durch das … Durch die Medien … Durch das Internet wird das alles komplizierter. Ähm … Und … ähm … Ich bin kein … kein Zeichner. Ich kann weder gut zeichnen. Noch schlecht zeichnen.
  • Ich kann auch nicht gut zeichnen. [Lacht.]
  • Deshalb habe ich das …
  • Ich kann [Sperren: gar nicht] zeichnen. So. Und … ähm … Ich beneide jeden … äh … Ja. Ich hatte das mal gemacht … ähm … Mit … Mit dem vier … Mit meinem vierjährigen Neffen. Ähm … Tiere zeichnen. Ja? Und … äh … Die … Die …
  • Psychologie … Ja.
  • … gehen so unbefangen ran. Die können besser … Er kann besser ein Ti… einen Esel zeichnen. Oder ein Huhn. Als ich! Weil ich viel zu kompliziert … Eine Kuh. Ja? Weil ich viel zu kompliziert denke. Und anderen Menschen geht das genauso.
  • Mhm.
  • Da … Da kommt dieser Perfektionismus durch. Ähm … Und wenn man sagt: Zeichne doch mal bitte kindisch. Wirklich kindisch. Und nimm auch Farben die Kinder verwenden.
  • Mhm.
  • Ja? Äh …
  • Und das Blattformat. Und so weiter.
  • Genau. Dann sieht es unecht aus. Weil ich komme nicht mehr in diese Schiene rein.
  • Das …
  • Und deswegen finde ich halt … Ist das auch eine Art von Kunst … ähm … Zum einen. Äh … Sieht man es ja auch bei Kinderbuchautoren. Eben genau so zu zeichnen, wie es Kinder auch …
  • Das ist …
  • … verstehen können.
  • … schwer.
  • Und es ist schwer.
  • Also am Anfang ist es sehr sehr schwer. Wieder Sachen loszulassen.
  • Ja.
  • Ich habe sogar ein Video von mir, … äh … was ich aufgenommen habe. Wo ich gezeichnet habe. Und … äh … Wo ich halt aufnehme, … äh …
  • Ja.
  • … wie ich kindisch tue. So: [Mit hoher Stimme:] [Sperren: Naaa] … Dann mache ich [Sperren: Diiies]. Und so … Weißt du?
  • Ja.
  • Damit ich da wieder reinkomme.
  • Und weißt du? Mich würde … Mich würden diese Zeichnungen, die ich hier sehe, würden mich extrem beeindrucken, wenn ich in eine Ausstellung gehe …
  • [Sperren: Riesengroß] sehe!
  • Nein nein!
  • Ach so.
  • Nein nein. Und ich weiß … Nein. Gar nicht. Gar nicht mal.
  • [Lacht.] In meiner Vorstellung war die ganz groß.
  • Im hohen Alter wieder kindlich Zeichnen
  • Und ich weiß, der Künstler ist sechzig siebzig Jahre alt.
  • [Sperren: Ach! Oh!] Ich will siebzig Jahre alt werden und [Sperren: dann] die kindlichen Zeichnungen … [Sperren: Danke!]
  • Und dann …
  • [Lacht.]
  • Und dann …
  • Das ist eine Geschäftsidee!
  • Dann wäre ich wirklich beeindruckt.
  • [Sperren: Oh geil!]
  • Hier hat jemand, der … der gelebt hat …
  • [Sperren: Ja!]
  • Der sich entwickelt hat … Der sich …
  • Wieder zum Ursprung Ursprung zurück.
  • Der … Der auch so beeinflusst worden ist. Im Leben. Ja?
  • Ja.
  • Unsere Handschrift verändert sich zum Beispiel im Laufe …
  • Ja.
  • … des Lebens. Ja?
  • Ähm.
  • Oder wieder zur Einfachheit.
  • Zum Beispiel … Weil ja heute viele mit dem Computer schreiben, haben … können sie gar nicht mehr schreiben.
  • Ja. Ich kann nicht mehr richtig schreiben.
  • Ja. Und man hat auch keine gute Schrift mehr … Und sowas. Ähm … äh … Umso mehr würde es mich beeindrucken, wenn ich weiß, dass der Künstler eben alt ist. Ne?
  • Ich werde glaube ich gar nicht so alt.
  • Dieses Alter erreicht hat.
  • Ich werde … Mit achtzig … Ich [Sperren: verspreche] es dir … Ich werde mit achtzig noch … äh … noch einmal anfangen zumindestens ein paar kindliche Zeichnungen zu machen.
  • [Pause.]
  • Also diese Vorstellung … Weißt du? Als ganz alter Mann … Kurz vorm Sterbebrett wieder so kindlich zu zeichnen … Das kann zwar eine Angst ausdrücken. Jetzt. Aber es kann auch einfach wieder zurückgehen. So.
  • Mhm.
  • Und gleichzeitig wirst du ja Motive haben, als … als alter Mann, die ein Kind nicht hat. Ne? Du erlebst Sachen, die du dann festhältst. Oder so. Das machen ja Kinder auch nun einmal. Ihre Eindrücke und so. Du wirst sie [Sperren: anders] festhalten. Aber eben in einem sehr einfachen Stil.
  • Ja.
  • [Pause.]
  • [Schauen sich ein weiteres Geradenbild Geradenbild an.]
  • Und die ist halt bis zur Decke. Deshalb gucke ich da auch so runter. Ein bisschen.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • zerstückelte Collagen = Zweifel Zweifel
  • Das sind Collagen, die ich gemacht habe. Die haben alle … Weißt du … Auch diese … diese Collage Collage mit den Zerstückelungen. Das ist immer so dieses Zweifeln … so an … äh … äh … an dem Konzept Künstler. Weißt du … Was … Was bin ich da eigentlich jetzt. Und sich halt immer wieder so … äh … zu verformen halt.
  • Ja.
  • Hast du bei deinem HGB-Rundgang auch … äh … äh … ähm … ähm … Dinge anderer Studenten fotografiert? Das ich mir das mal angucken kann, was andere machen?
  • Zweitausendvierzehn gab's halt ein HGB-Rundgang, da habe ich ein paar … Ja. Gehe mal auf "HGB-Rundgang".
  • Hier oben. Ja. Weil mich würde mal interessieren, was andere machen.
  • Klassenausstellung Rundgang mit Geradenporträt
  • Ach so. Da gibt es ja die Klassenwebsite. Die könnte ich dir mal zeigen.
  • Mhm.
  • [Tippgeräusche.]
  • Kannst du mal hochgehen? Die Auss… Nee nee … Da! Das.
  • [Pause.]
  • Ja.
  • [Pause.]
  • Und dann mal auf Ausstellungen.
  • [Pause.]
  • So und das war zum Beispiel die, wo das Geradenbild war. Über dem Waschbecken. So. Das sind die Arbeiten von den anderen. Da kannst du auch noch weiter gehen. Nächstes Bild. Und so.
  • [Pause.]
  • Da hängt meine! Über dem Waschbecken!
  • [Pause.]
  • Schmach von Leipzig
  • Das war die [Sperren: Schmach!] [Lacht.]
  • Was ist das hier hinten?
  • Das ist eine große Arbeit … [Lacht.]
  • Gefällt mir!
  • Äh … Der Typ gefällt mir! [Sperren: Äh!] Das wieder streichen aus dem Ding [Fußnote: Aufnahmegerät] hier!
  • Beides! Wahrscheinlich. [Lacht.]
  • [Ganz leise:] Wir waren im selben Bett in Venedig.
  • Aha.
  • Das war der.
  • Das ist … Was … Was verwendet er dafür für eine Technik?
  • Das ist einer … Der würde dir gefallen. Weil der sucht nämlich auch nach neuen Formen. Glaube ich. Irgendwie. Und das hat das mit einem Feuerlöscher Feuerlöscher rangespritzt. Und so.
  • Hat der auch einen Namen? Wie heißt der?
  • Nee. Das sage ich nicht.
  • Na sonst könnte ich mir den Namen googeln und …
  • Nein!
  • Vielleicht.
  • Nein!
  • Sogar schon Stücke von ihm sehen!
  • Nein! Du sollst von [Sperren: mir] kaufen. Nicht von ihm. [Lacht.]
  • [Lacht.]
  • Nein, aber …
  • Gefällt mir.
  • Äh … Wir hatten … Warte mal! Wir hatten … ähm … äh … Ich habe da manchmal so Zitate hin … hingehangen. Von irgendwelchen Künstlern. Oder aus Büchern, wo es … wo es dann hieß, von vor hundert Jahren, … äh …
  • Ja.
  • Äh. Ich … Ich möchte von meinen Artgenossen abgelehnt werden. Und so weiter und so fort. Und wir hatten da ganz ganz kurz Kontakt so darüber, dass er auch irgendwie so auf der Suche nach …
  • Durfte er sich aussuchen, wo … wo … wo er ausstellt?
  • Das war ein ganz großes Konfliktding. Bei mir. Denn die großen Arbeiten … die brauchen den Platz. Und die werden dann natürlich … ähm … zuerst aufgehangen.
  • Ja.
  • An der Stelle, wo sie gut aussehen.
  • Ja. Ich weiß.
  • Und da … [Sperren: Meins] war so klein, dass es mit anderen kleinen erst in der russischen Hängung sein …
  • Ja.
  • … sein … äh … sein sollte. Und deshalb habe ich es ja auch rausgenommen, während die ganze Klasse drinne war. Und dann gab's eine große Auseinandersetzung.
  • Ja.
  • Dann wurde es halt über das Waschbecken gehangen.
  • Das ist … Das ist übrigens … äh … äh … [Sperren: genial], dass er das so gewählt hat. Weil alle anderen Arbeiten sind mehr oder weniger schwarz weiß. Ja?
  • Ja. Ach ja. Das ist auch noch seine. [Fußnote: Styropor-Skulptur.]
  • Okay. Das nehme ich mal weg. So. Auf jeden Fall … Dieser Raum weiß. Schwarze Jalousien. Nur dieses Holz und so. Da fällt das natürlich auf. Wenn man sich vorgestellt hätte, hier hängt noch ein farbiges und hier …
  • Nee. Das … Das gänge gar nicht. Nee nee.
  • Und auch die Höhe. Finde ich, ist …
  • Ja.
  • … spannend. Weil … äh … Normalerweise … würde ich erwarten, dass solche großen Bilder auch höher gehängt werden.
  • Wirklich?
  • Äh … Ja.
  • Ich dachte die werden noch tiefer gehangen.
  • Äh … Also hier ist das halt das Clevere … Also noch tiefer ist schwierig. Weil … Weil dann können welche mit den Füßen dagegen stoßen.
  • Okay.
  • Und die große Kunst würde beschädigt werden. Äh … Also auch Gerhard Richter Gerhard Richter hängt höher als das hier. Äh … Und … äh … ähm …
  • Unser Gerdi.
  • Ähm … Der Vorteil ist natürlich, weil er das so flach gehängt hat, … äh … steht man direkt mittig.
  • Ja.
  • Vom Blick her.
  • Das stimmt.
  • Und dadurch wirkt es größer.
  • Größer. Ja.
  • Und deswegen ist das clever. Wie er es aufgehängt … Hätte er es auf sechzig oder auf einen Meter hoch gehängt, …
  • Ja.
  • … hätte es eine andere Wirkung gehabt. Und es hätte kleiner gewirkt.
  • Das wirkt richtig klein, wenn du davor stehst. [Fußnote: Das Geradenbild über dem Waschbecken.]
  • Richtig. Weil es ist zu hoch gehängt.
  • Ja aber es ging nichts mehr anderes.
  • Ja.
  • Und … Und das war das Einzige, was noch der …
  • Und das ist eben clever gemacht. Von ihm. Also er scheint vieles richtig zu machen.
  • [Sperren: Das] war übrigens mein … äh … meine Kritik an … an dem ganzen Ding. Oder … Oder … Oder danach wusste ich: Beim nächsten HGB-Rundgang musst du was richtig Großes machen. Weil, wenn es groß ist …
  • Ja.
  • … dann muss es irgendwo aufgehangen werden, wo … wo es zentral ist. Alles andere sortiert sich dann danach.
  • [Pause.]
  • Die hat zum Beispiel eine extra Position da bekommen. [Sperren: Da] hätte mein Bild hängen sollen. Aber das passt dann nicht mit dem schwarzweißen … äh … Glocken da oben.
  • Ja. Das war Moritz. Ne?
  • Nein. Das hier.
  • Ach so.
  • Du musst hier nicht rumraten! [Lacht.]
  • Nee. Ich dachte so … Ich frage einfach mal. [Lacht.]
  • Ja.
  • [Pause.]
  • Und das ist hier Johannes? Oder was?
  • Mensch, frag mich doch jetzt hier keine Namen ab! [Lacht.]
  • [Lacht.]
  • Die hängen da alle in der russischen Hängung. Rechts.
  • Ja. Okay.
  • Nee. Das heißt nicht russische Hängung. Sondern Petersburger Hängung Petersburger Hängung .
  • Mhm.
  • Mehr Bilder gibt's da nicht.
  • Wer war denn das jetzt hier? Der das gemacht hat?
  • Na …
  • Mehr Bilder gibt's nicht? Also …
  • Nee, anscheinend … Ich habe aber auf meiner Seite noch zwei drei Bilder …
  • [Pause.]
  • [Tippgeräusche.]
  • Hier … Die letzten Einträge sind ja von Zweitausendsiebzehn. Wo ich mir schon einmal Gedanken mache, was ich ausstellen will. [Leiser:] So kindliche Zeichnungen.
  • [Tippgeräusche.]
  • Da ist vielleicht noch ein Bild.
  • [Tippgeräusche.]
  • Das bin ich. Das ist Simon.
  • Und Simon hat das hier gemacht?
  • Nein!
  • Ach so. Warte mal. Das hier vorne. Das sieht interessant aus.
  • Die hat auch dann … ähm … den Sächsischen Preis bekommen. Oder so. Was du vorhin gesagt hattest.
  • Ja.
  • Dass halt jedes Bundesland oder so halt solche Preise vergeben muss. Soundsoviel Geld für Kunst zur Verfügung hat.
  • Ja.
  • Ausgeben muss.
  • Und … Was ist sein Werk?
  • Von ihm?
  • Mhm. Für das er den Preis bekommen hat?
  • Nee. Nicht er. Das war eine sie.
  • Ach so. Ist das eine Art Rosttechnik, die er dahinten verwendet hat?
  • Eine was für eine Technik?
  • Rost.
  • Was ist das.
  • Man kann … äh … Farben … äh …
  • Nee. Der hat das mit Feuerlöscher …
  • … mit … mit …
  • … gemacht.
  • … speziellen Chemikalien …
  • Okay.
  • … äh … rosten lassen.
  • Okay.
  • Und dann sieht das aus wie Rost.
  • Okay. Nein. Der hat das … Feuerlöscher.
  • Und eine total geniale Sache. Die ich mal … die du mal ausprobieren musst. Ähm … Zum Beispiel … Das hier zum Beispiel. Wäre viel cleverer gewesen, wenn er statt Gold …
  • Ach du meinst hier vorne.
  • Ähm.
  • Das war eine sie!
  • Ja. Auch … Nein nein. Ich meinte …
  • Ach so.
  • … schon diese … Rosttechnik. Ist speziell für Leinwände. Wo man … äh … die Farbe aufträgt, dann … ähm … irgendwelche Chemikalien und dann … ähm … chemische Prozesse entstehen.
  • Ja.
  • Und dann sieht das aus wie Rost.
  • Ja.
  • Äh … Und … Und ich hätte zum Beispiel … So einen, so was menschliches, sowas weiches, hätte ich metallisch dargestellt. Das ist ja hier dem Gold so …
  • Ja.
  • … nachempfunden. Allerdings … Gold ist zu billig, in dem Moment Moment . Ähm … Sondern …
  • Du. Die Arbeit hat mich gar nicht so interessiert.
  • Ich hätte … Ich hätte das ganze rostfarben gemacht. Ja?
  • Ja.
  • Weil es dann … ähm … Weil dieses metallische …
  • [Pause.]
  • Nee aber … Hast du noch eine?
  • Nee. Ich glaube, das war's. Was ich da drauf habe.
  • Okay. Okay okay okay.
  • Das hier war aus einer Zeitung.
  • Ja.
  • Ich war in der Zeitung!
  • Zug fährt bald nach Leipzig ab
  • Okay. Neunzehn Uhr siebzehn. Wir müssen neunzehn Uhr fünfzig los …
  • Boah. Krass. Ne?
  • Das heißt, in dreißig Miiinuten.
  • Gibt's denn noch ein Schlusswort hier eigentlich? Ich frage das jetzt …
  • Ich weiß ja nicht, was … was du noch wissen möchtest.
  • Na … Ich weiß jetzt, was du … ähm …
  • Was du … Darf ich mal eben auf deinen Notizzettel …
  • Ich muss auch noch einmal gucken.
  • Was so alles …
  • [Pause.]
  • Ähm.
  • [Blätterrascheln.]
  • Es geht nicht darum, was der Interviewpartner denkt!
  • [Lacht.] Es geht nicht darum, was der Interviewpartner denkt. Das bist [Sperren: du], oder?
  • [Lacht.]
  • [Lacht mit.]
  • [Lacht lauter.] Jetzt weißt du meine eigentliche … [Lacht.] Ich wollte meine eigene Stimme hören. [Lacht.]
  • [Blätterrascheln.]
  • Kann ich das dann hier jetzt beenden?
  • Äh … Ich weiß ja nicht, ob du noch eine Frage hast.
  • Ach so. Na … Na weil … Wie kann man … Willst du … Nee. Keine Zusammenfassung. Wir haben das jetzt ja. Du musst das jetzt nicht mehr sagen.
  • Die Schwierigkeit wird sein, aus den vielen Dingen …
  • [Lacht.]
  • … etwas zu machen!
  • Ich bin jetzt Wochen beschäftigt damit.
  • Das ist es.
  • Na ich werde jetzt erst einmal ab … Na wie heißt das … Das hier abschreiben. Oder wie heißt das?
  • Mhm. Das sind dann hier … Ja weiß ich nicht. Dreihundert Seiten …
  • [Sperren: Dreihundert?]
  • Das kannst du nicht …
  • Aber Interviews machen doch ständig die Leute. Du.
  • Aber das … Überlege mal. Wir haben jetzt hier vier Stunden gesessen. Und … äh …
  • Mit Kanzlern würde doch auch vier Stunden geredet werden.
  • Über … Ja. Aber das … Also das alles abzutippen … Ist zu viel. Das …
  • Aha.
  • Das kannst du voll …
  • Aha.
  • … vergessen.
  • Ich mache kein Diplom.
  • Ja. [Atmet tief ein.] Jaaa. Ich glaube … Ich glaube schon, … Gibt's hier auch eine Seite zwei? Wenn es eine Seite eins gibt? [Blättert.] Ähm …
  • Hier oben.
  • Ja. Ich glaube … Also alles das, was du aufgeschrieben hast … darüber haben wir auch gesprochen.
  • Ja. Denke ich auch.
  • Und zwar nicht in dieser Reihenfolge …
  • Nee. Aber das waren ja … Ich wusste halt so …
  • Aber …
  • … was so …
  • … das haben wir gemacht.
  • [Pause.]
  • Ist es okay, wenn ich … wenn ich diese mp3-Datei da auf meine Seite tue? Und ich würde deinen Namen aber noch vorher … äh … rausschneiden? Wo der auftaucht?
  • [Pause.]
  • Wenn du jetzt nicht genannt werden willst.
  • [Pause.]
  • Ich nenne dich Alexander. In der Diplomarbeit.
  • [Lacht.] Ja. Äh …
  • Das geht doch, oder?
  • Kannst du …
  • Alexander ist jetzt nicht … äh …
  • Ja. Kannst du … Kannst du machen. Ja.
  • Und die mp3-Da… Also da habe ich dich zweimal Alexander [Fußnote: Nachname aus Transkription entfernt] genannt. Jetzt dreimal!
  • [Lacht.]
  • [Lacht.] Das ich das halt einfach raus … also einfach rausschneide. Oder so. Ich weiß nicht?
  • Äh … Ja. Das solltest du schon.
  • Ich würde halt …
  • Das solltest du schon.
  • Okay.
  • Weil … Weil wir ja teilweise …
  • Genau.
  • … über private Dinge …
  • Genau. Genau.
  • … gesprochen haben. Und deswegen sollte es schon so sein.
  • Nur … Alexander … oder ein Synonym? Oder … Ist mir egal!
  • Alexander.
  • Da müsste ich jetzt aber immer deine …
  • Alexander ist okay.
  • Okay.
  • Mhm.
  • Ich meine … Dich kennst jetzt da niemand. Und so. Das ist …
  • Mhm.
  • Ich will es jetzt nicht auf meine Seite stellen, damit das andere unbedingt anhören. Sondern das ist halt … Weißt du? Dieser ganze Prozess, den siehst du da ja jetzt. Wie das da hin gekommen ist. So mit der Herme Herme und so. Das gehört einfach irgendwie mit dazu.
  • [Pause.]
  • Der eine, der das nicht wollte, mit dem hatte ich halt eine kurze Auseinandersetzung. Seine … Seine Notizen sind jetzt verhüllt. Auf der Seite. Die sind geschwärzt.
  • Ach so. Du hast schon einmal so ein Interview gefügt, oder was.
  • Nee … ähm … Einer hat mir seine Meinung gesagt. Und der fand das dann halt nicht gut, dass ich die … ähm … da raufgetan habe.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Warte mal ganz kurz.
  • [Pause.]
  • [Tippgeräusche]
  • Was war da oben, wo Alexander stand?
  • Na Alexander besuchen. Heute. In Potsdam.
  • Ach so.
  • Das ist … äh … eine Notiz, … ähm … wo sich zwei Mitarbeiter … ähm … unterhalten.
  • Ach das. Ja. Darüber … Das hattest du schon gesagt.
  • Und das ist die … äh … diese Notiz von dem Typen.
  • Mhm.
  • Der nicht …
  • Mhm.
  • … erscheinen will. Was ich nicht verstehe. Weil er bloß … ähm … mit Sebastian da markiert ist. Und nicht mit seinem vollen Namen. Und so. Aber okay.
  • Okay. Dann können wir das Interview beenden!
  • Okay.
  • [Klickgeräusche.]
  • Um neunzehn Uhr einundzwanzig.
  • [Aufnahme Ende.]
Studienreise 中国 Diplom Theorie Aufnahme von heute früh Standpunkt Höhlenmalerei Höhlenmalerei Primitive Kunst Primitive Kunst Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Ich denke ich suche das …
  • [Pause.]
  • Oder nein. Ich suche …
  • [Pause.]
  • Nein. Ich [Sperren: möchte] …
  • [Pause.]
  • … aus dem Grund etwas machen, etwas zeichnen, etwas aufnehmen, so wie ich mir vorstelle, dass das der Grund war, warum die Höhlenmenschen …
  • [Straßenbahngeräusche.]
  • … oder jetzt in China die im Helan-Gebirge, die dort gelebt haben, diese Felszeichnungen Felszeichnung gemacht haben.
  • [Pause.]
  • Ich denke, das ist ein sehr … Ich weiß nicht, ob man das so sagt: Uriger Grund. Ähm … Einerseits wird da vielleicht etwas Religiöses dahinter gewesen sein. Oft. Aber ich denke auch einfach nur … Alltagsgeschichten. Oder Erlebnisse mit … ähm … Begegnungen mit … ähm … Tieren. Mit anderen Menschen. Dann halt ausgedrückt in … in Köpfen.
  • [Pause.]
  • Oder bei Tieren auch … äh … in kleinen Erzählungen. Oder eben im Helan-Gebirge, als ich gesehen habe, was ich jetzt denke, dass es das war, ähm … Wie ein Mensch einen anderen Menschen getötet hat. Ich weiß nicht, ob's stimmt. Aber es wirkte jetzt so. Als ich mir das angeguckt hab. Ich fand diese Zeichnung, diese Felszeichnung, fand ich sehr sehr gut.
  • Und dann …
  • [Pause.]
  • Was ich ebenfalls urig finde, was keine Geschichte erzählt in dem Sinne, sind wirklich die Handabdrücke Handabdruck .
  • [Pause.]
  • Auch ebenfalls dort gesehen.
  • Und ich weiß, dass es in Spanien, in den … in … in einer Höhle auch viele Handabdrücke geben soll. Auf andere Art dann natürlich. Im Helan-Gebirge waren die halt eingraviert. Wie man das auch immer bezeichnet. Eingeschlagen. In den Stein.
  • [Pause.]
  • Und sie zeugen halt nicht bloß davon, dass Menschen existiert haben, sondern sie zeugen vor allem davon, dass ein Individuum da war. Und diese Hand ist ja immer irgendwie, denke ich, so ein Ausdruck von … Ich weiß nicht. Ich stelle mir vor: Ähm … Ich war hier. [Sperren: Ich bin hier gewesen].
  • Es ist sowas wie so ein Gruß. Wie so ein … Handheben. Wenn man sich, … äh … weiß nicht, trifft.
  • Die Hand ist das … Irgendwie … Was … ähm … Mit dem man einer anderen Person begegnen kann. Mit der man aktiv wird. Und wenn ich mir jetzt vorstelle eben, dass so ein Handabdruck von vor tausend, zweitausend, dreitausend Jahren dort … äh … existiert. [Sperren: Immer noch.] Den eine Person hinterlassen hat. Dann ist das … [Sperren: Hammer].
  • Und genau so etwas suche ich. Für mich selbst. Eben der … der Grund … den Grund, warum die Menschen damals … ähm … etwas gemacht haben.
  • Und [Sperren: nicht], wie ich es jetzt halt erlebe … oder was ich zumindestens [Sperren: denke], dass es so ist. Ähm … Dass vieles in … äh … in der Kunst gemacht wird … ähm … Ich weiß nicht. Um ausgestellt zu werden. Um [Sperren: gesehen] zu werden. Ähm …
  • [Straßenbahngeräusche.]
  • Um Geld zu verdienen. Ähm … Um … vor anderen Leuten halt … ähm … gut dazustehen. Und sich auch ein … Na ja. Sich besser zu stellen. Ich weiß es nicht, was der Grund jetzt ist. Aber mir kommt es häufig so vor, als würden halt Sachen gemacht werden … ähm …, die … ähm … die … [Sperren: auffallen] sollen.
  • [Pause.]
  • Sei es in der [Sperren: Größe]. Sei es in der Farbigkeit. In der … In der Technik. In …
  • [Schluckgeräusch.]
  • Also in der Machart.
  • Oder in dem [Sperren: Gehabe]. Des Künstlers. Wie er sich halt vor anderen gibt. Diese Inszenierung Inszenierung .
  • Das ist mir alles so … Ich weiß nicht. Ich glaube, das erfüllt mich nicht.
  • [Motorradgeräusche.]
  • Und ich erlebe es ja eben auch bei den Geradenbildern. Wo ich mich jetzt wieder … äh … langsam frage: Warum mache ich sie. So. Was …
  • [Pause.]
  • Warum bin ich stundenlang … ähm … dabei, … äh … die Motive zu entwickeln. Und warum … ähm … bin ich dann auch stundenlang dabei, … ähm … sie … ähm … mit dem Plotter Plotter umzusetzen. Und [Sperren: warum] stelle ich sie aus? Und genau das … Nein.
  • Mir fallen [Sperren: zwei] Sachen ein, die …
  • [Pause.]
  • … wo ich denke, dass sie … dass ich mit denen bereits … äh … bei den … zum Beispiel Höhlenmenschen … angekommen bin. Und zwar bei dem sehr urigen Grund.
  • Das ist zum einen die Notizseite.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Und] das sind die Gespräche über Kunst. Die ich transkribiere. Beide haben gemeinsam, dass ich … äh … [Sperren: nicht] das Gefühl habe, mich zu verstellen.
  • Bei der Notizseite meine ganzen Gedanken, die ich … äh … zu den eigenen Arbeiten auch habe. Auch meine Standpunkte, die ich da ver… äh … veröffentliche.
  • [Autogeräusche.]
  • Im Endeffekt der [Sperren: Welt]. Auch wenn ich das auch nicht deshalb mache. Aber die ich dort halt noch einmal sozusagen in [Sperren: Stein] haue.
  • Ähm … Die kommen … Die kommen in der Wortwahl … Die kommen in … ähm … in ihrer ganzen manchmal vielleicht totalen Primitivität und [Sperren: Blödheit] … ähm … kommen sie wirklich aus [Sperren: mir].
  • [Beim Transkribieren schreit ein Mann auf der Straße herum.]
  • [Sirenen im Hintergrund.]
  • Ähm … Ich habe da keinen … keine Bücher mir davor durchgelesen. Habe mir Wörter herausgeschrieben, die ich verwenden sollte. Ähm … Das sind einfach … Das sind die Gedanken, die mir halt [Sperren: kommen].
  • [Pause.]
  • Und auch wie ich … Also dass ich … Also in welchen Ausstellungen ich war. Was ich erlebt habe. In welchen Kursen und so. Das sind [Sperren: alles] wirklich Sachen, die … die ich erlebt habe. Die ich gesehen habe. Und … ähm … ich überhöhe da meiner Meinung nach [Sperren: nichts].
  • [Straßenbahngeräusche.]
  • Und das … Damit … Mit diesen Notizen, mit diesen Tagebucheinträgen, habe ich für [Sperren: mich] schon etwas gefunden, was halt extrem, ein scheiß Wort, [Sperren: authentisch] ist.
  • Ähm … Ebenfalls ein blödes Wort: Äh … [Sperren: ehrlich] … sind.
  • Wo ich auch selbst eben nicht das Gefühle habe, dass ich … äh … nur etwas … äh … schauspielere. So [Sperren: tue] als ob.
  • [Straßenbahngeräusche.]
  • [Pause.]
  • Äh … Um … Zum Beispiel … Als Grund vor anderen zu Gefallen. Oder Geld zu verdienen. Ähm … Oder oder oder.
  • [Pause.]
  • Und das [Sperren: Selbe] ist mir eben bei den Gesprächen über Kunst mit anderen aufgefallen. Und zwar [Sperren: nicht] mit … äh … bei Gesprächen eben mit … äh … Leuten, die auch in den Kunst … im Kunstsystem drinne sind. Sondern wirklich mit Bekannten … ähm … und mit [Schluckgeräusch.] Verwandten.
  • [Pause.]
  • Ähm … Mit denen ich … [Sperren: einfach] reden kann. Ohne so zu tun, als ob … ich etwas wüsste, was sie nicht wüssten und was ich unbedingt mitteilen muss.
  • [Pause.]
  • Und ich erlebe es ja jetzt beim Transkribieren eben, dass dieses … [Sperren: Übersetzen], von der Sprache in die Schrift, diese … diese [Sperren: Intensität] noch einmal steigert.
  • Also bei der Sprache gibt es ja viele … äh … Lücken. Oder Überschneidungen. Und … Also wenn zwei reden, jetzt. Und wenn … Sobald ich das halt niederschreibe … äh … wird das halt … ähm … äh … wird jedes [Sperren: Wort] … wichtig.
  • Es fällt nichts aus. Jedes Wort hat dann … äh … ist … ist genau da halt wichtig. Dass es da war. Und jede Lücke, jede Pause, die ich dokumentiere, hat dann ebenfalls eine Wichtigkeit.
  • [Pause.]
  • Und …
  • [Pause.]
  • … mir [Sperren: gefällt] dann wiederum, dass ich es nicht erst geschrieben … also dass ich es nicht bloß niedergeschrieben hab. Weil das heißt, es könnte auch sein, dass ich mir davor Gedanken gemacht habe, [Sperren: wie] schreibe ich es. Wie bei den Notizen eben. Ähm … Auch wenn ich da jetzt sagen würde, dass es eigentlich nicht der Fall war.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Sondern] dadurch, dass es eben erst ein gesprochenes Wort war und … äh … bei Sprache ich nicht viel Zeit habe, oder … äh … davor drüber nachzudenken, wie sage ich es jetzt. Sondern es kommt einfach [Sperren: raus]. Gerade im … Gefecht. Also während eines Gespräches.
  • Anders als jetzt. Bei dieser Aufnahme zum Beispiel. Wo ich eben schon manchmal merke, wie ich überlege, wie ich den Satz jetzt … ähm … konstruieren sollte. Welche Wörter ich verwenden sollte.
  • Beim [Sperren: Gespräch] eben ist es nicht so. Da fließt das eine in das andere. Und … äh … man [Sperren: kann] gar nicht mehr drüber nachdenken, wie sage ich es jetzt. Man [Sperren: sagt] es einfach so, wie es … wie man es bereits [Sperren: kann]. Wie man es sagen [Sperren: tut].
  • [Pause.]
  • Eh schon sagen tut.
  • Und sei es noch so einfach. Seien es Wörter, die … die … ähm … die … [Sperren: blöd] sind. Wenn man sich überlegt, dass es … äh … vor einem Publikum gesagt werden würde. Oder so.
  • Ähm … Es [Sperren: kommt], wie es [Sperren: kommt].
  • Das ist dieses, ebenfalls wie bei den Notizen, dieses [Sperren: Ehrliche]. Dieses [Sperren: Authentische]. Und das noch einmal halt dann niedergeschrieben.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Wow.]
  • [Pause.]
  • Da finde ich wirklich, dass da … [Sperren: Das] ist das, was ich …
  • [Straßenbahngeräusche.]
  • … bisher bei mir gut finde. Diese beiden Sachen.
  • Bei den anderen kommen mir immer wieder Zweifel Zweifel auf. Weil da die Begründung, warum ich etwas mache, eben … ähm … sehr … sehr [Sperren: platt] sind.
  • Und ich [Sperren: denke] eben, dass … bei den Urmenschen, bei den Höhlenzeichnungen, bei Stein… äh … Zeichnungen und so …
  • [Pause.]
  • … ebenfalls dieses … dieses [Sperren: Einfache], dieses [Sperren: nur ausdrücken], was man … äh … was man [Sperren: sieht]. Was man … äh … [Sperren: denkt]. Was … äh … ähm … was man sich für eine Welt kreiert hat. Dass [Sperren: das] da noch im Vordergrund steht.
  • [Pause.]
  • Und nicht dieses … ähm … Ich denke eben … Also die haben ja nicht diese … diese Zeichnungen … äh … da gemacht, behaupte ich jetzt, um … um anderen zu gefallen. Um halt ein Wow!-Effekt zu haben. Um … äh … um … um die Technik beweisen zu können. Was man alles drauf hat.
  • [Pause.]
  • Ich glaube, das ist wirklich … Auch mit den Händen! Komme ich wieder zurück. Die Hände sind halt wirklich ein Ausdruck von … [Sperren: Ich war hier]. Und [Sperren: das] … ähm … [Sperren: war ich]. Und nicht: So sollte ich rüber kommen. Oder: Das wollten andere von mir sehen.
  • [Pause.]
  • Mit [Sperren: allen] Fehlern. Mit allen [Sperren: Dummheiten], die man äußert. Und mit allen … äh … falschen … ähm … [Sperren: Linien], die man zeichnet. Vielleicht. Auch als Kind. Äh … Wie man einen Menschen eigentlich nicht zeichnen würde. Oder wo Professor … ein Lehrer … sagen würde: Das ist falsch! Die Perspektive ist falsch! Ähm … Das ist zu klein! Das ist zu groß! Ähm … Hier stimmt die Farbe nicht!
  • Und man [Sperren: sieht] auch den Fehler. Ne?
  • Wenn man das nicht … äh … wirklich gelernt hat. Über Jahre hinweg. Man zeichnet eben nun einmal so. Dann [Sperren: gibt] es Fehler. Und dieses [Sperren: Sehen], … dass man das auch [Sperren: wahrnimmt]. Das sind [Sperren: Fehler], die sind zwar nicht gewollt, aber sie sind [Sperren: da]. Und deshalb [Sperren: ist] gerade diese Zeichnung so … extrem authentisch. Also … aus dem Leben heraus.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Das] suche ich noch.
  • [Pause.]
  • Ich denke, deshalb auch diese kindlichen Zeichnungen. Wo ich ja bisher immer eher … äh … jemanden nachahme. Und zwar das Kind.
  • [Pause.]
  • Aber ich denke … In diese Richtung würde ich gehen wollen.
  • Und ich schaffe es halt gerade bisher [Sperren: nur] … also [Sperren: gut] eben … nur mit den … Aufzeichnungen. Mit dem Tagebuch. Äh. Und mit den …
  • [Straßenbahngeräusch.]
  • … Gesprächen über Kunst. Mit … äh … anderen Menschen.
  • [Pause.]
  • Wo ich in dem Moment Moment was ich sage, sage. Und was ich transkribiere. Und das Wort steht dann fest.
  • [Pause.]
  • Und wird nicht bearbeitet.
  • [Lange Pause.]
  • Das suche ich glaube ich jetzt noch.
  • [Pause.]
  • In der bildenden Kunst.
  • [Pause.]
  • Für mich.
  • [Aufnahme Ende.]
Geradenbild Geradenbild (mit Notizen von Freitag) Blumen gekauft Versuche in Geraden umzuwandeln zwischendurch händisch versucht da oft Wert 0 und 255 nicht erreicht Graustufenbereich mit map begrenzt Winkel in x-Richtung durch map jeweils etwas erhöht Kontrast (Länge und Anzahl) erhöht einfache Konstruktion, einige Geraden stark verlängert längere Geraden zufällig Vorlage letzter Stand Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Ja.
  • Das sind ja auch Dornen. Das passt total.
  • Genau. Aber irgendwie ist das auch mit den Nägeln. Dann vielleicht auch die Füße.
  • Und die Muskel … äh … Muskelstränge dort.
  • Dieses Schlacksige.
  • Genau.
  • Genau. Dieses Gezerrte.
  • Ja.
  • Dieses … äh … Und dadurch, dass es hier abgeschnitten ist … Es sieht auch so ein bisschen … Es sieht gar nicht wie liegend aus. Es sieht wie hängend aus.
  • Es sollte ja hängend sein.
  • Ja. Und … äh … ähm … Ich denke ja, dass … äh … dass das hier, wenn du jetzt zu mir kommst …
  • Ich hab' mir das vorgestellt in der Kirche. Kirchentag oder so.
  • Nische Geradenbilder
  • Dafür gibt's eine Nische. Damit kann man Geschäft Kunstmarkt machen. Plus: Du [Sperren: kannst] das. Das ist … Da steckt auch mehr drinne. Und deswegen Erfolg Erfolg . Und deswegen …
  • [Sperren: Liebster Alexander.]
  • [Lacht.]
  • Du … Das ist super. Du zeigst mir gerade dieses zweite Bild hier. Was du gemacht hast. Geschäft … Dann diese Kunst oder Muse Muse . Und so weiter. Ist das nicht perfekt? Das ich dieses Bild gemacht habe …
  • Umgekehrt.
  • … nach … Umgekehrt. Ich hatte zuerst …
  • Zuuufall.
  • Ich wollte … Ich hatte …
  • Zuuufall.
  • Ich hatte den Drang es zu machen. Ohne mir auch bloß einen Gedanken über Geschäft, über …
  • Zuuufall.
  • [Sperren: Nein]. Warte doch mal! Und ist das nicht wunderschön, wenn man etwas schafft und danach mitbekommt: Ach, das kann ich jetzt ja auch noch verkaufen. Weil es anderen auch … Das ist … Dis … Dis … Dis wollte ich! Und … Und … Und …
  • Mhm.
  • Daran siehst du … Du siehst im [Sperren: Nachhinein] etwas, was man kaufen kann. Aber du kannst dir sicher sein, ich hatte mir im vorhinein keine Gedanken darum gemacht. Deshalb ist es für mich … äh … äh … Kann … Ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Kunst ist, für mich … also gute Kunst … höher, als wenn ich anders herum rangegangen wäre. Da wäre vielleicht …
  • Ja.
  • … was langweiliges herausgekommen.
  • Ja.
  • Wo ich mir vorher gesagt habe: Menschen würden das kaufen. Aus dem und dem Grund. Weil ich einen Markencheck gemacht habe. Oder so.
  • Ja.
  • Aber das konnte nur rauskommen, weil ich mir eben [Sperren: keine] Gedanken über die Menschen gemacht habe.
  • Ja. Ja. Und ich würde das Bild auch gar nicht Beine nennen. Weil …
  • Nee. Das …
  • Weil … äh …
  • Das war jetzt halt … hab' ich das Beine genannt?
  • Beine. Und … äh … Tinte auf Papier. Okay.
  • Ach so.
  • Aber Beine. Dreißig.
  • Nee. Nee nee nee. Das war nicht der Titel.
  • Stell dir vor, der Titel wäre wirklich …
  • Ohne Titel. [Grinst.]
  • Der Titel wäre …
  • O Punkt T Punkt.
  • … wirklich … äh … "Gekreuzigt".
  • Nee, das muss noch nicht einmal sein. Man sieht's. Es muss nicht Jesus Jesus sein. Es muss nicht gekreuzigt sein. Weißt du? Das sind Sachen, die man sieht. Das musst du im Titel nicht noch einmal erklären.
  • Aber … Gekreuzigt wäre noch krasser.
  • Gekreuzigt?
  • [Leise:] Ja.
  • Gekreuzt. Nee.
  • Nein. Gekreuzigt. Damit man auf Jesus kommt.
  • Aber du … Du kommst automatisch auf Jesus. Du siehst ihn da.
  • Du ja anscheinend nicht.
  • [Sperren: Doch]! Ich hab' ihn doch gesehen! Aber ich brauche den Titel nicht dazu.
  • Wo hast du ihn gesehen.
  • Na in der Arbeit! Hallo? Deshalb hab' ich's doch gemacht! Ich setze mich mit Jesus gleich.
  • Dann … Wirklich?
  • Das ist zu Ostern entstanden. Da habe ich Musik gehört. Da habe ich … äh … äh … Da habe ich glaube ich ein Bild von ihm gesehen. Da war ich so fasziniert von …
  • [Sperren: Achso]. Ich dachte, du warst gerade überrascht, dass meine Asso…
  • [Sperren: Nein!]
  • …ziation gewesen ist …
  • Nein! Und ich war so … Ich … Ich … Warte mal … Ich hab' … Ich … Ich hab' so eine Statue von Jesus gesehen.
  • Ja.
  • Und der gekreuzigt war. Und ich fand das so … Dieses … Dieses Leidende … Dieses Aufopfernde … Und worauf dieses ganze Christentum Gott irgendwie fußt … Dass eine Person dieses Leid … Dieses … Diese Qual von allen übernommen hat. Sich dafür geopfert hat. Und ich hab' … ich hab' mich da [Sperren: so] drinne wiedergesehen! Irgendwie. Egal ob du das jetzt glaubst oder nicht. Und wollte das unbedingt umsetzen.
  • Das mit den Füßen war also Absicht, ja?
  • Und das war zu Ostern. Natürlich war das Absicht. Ich … Ich meine … Ich … äh … Ich musste mich sogar im Liegen fotografieren und musste dann die Füße dann halt noch einmal … äh … äh … äh … übereinander tun, damit das genau so ausschaut. Ich habe mir Bilder angeschaut. Wie …
  • Aha.
  • Wie … äh … Wie das gekreuzigt überhaupt aussieht und so.
  • Dann … Respekt.
  • [Pause.]
  • Respekt.
  • Deshalb finde ich eben den Titel "Gekreuzigt" … Muss gar nicht sein. Man sieht's. Ich hab's gesehen. Du hast es ja auch gesehen. Sofort. Wenn man diesen Hintergrund hat.
  • Größe Geradenbild
  • Gut. Und das hätte ich gerne in groß. Fünfzig mal Einhundert ist mir zu klein.
  • [Nuschelt. Nicht verständlich, 3:16:30.]
  • Ich hätte das gerne … äh … Zwei Meter hätte ich es schon gerne.
  • Und schon sind wir aus dem ersten schönen Modell bei deinem zweiten.
  • Ja.
  • Wo jetzt die Geschäftsidee kommt und dann wird das Bild gemacht.
  • Ja.
  • Und schon ist [Sperren: Schluss].
  • Also wenn du mal einen … einen … jemanden suchst, der das erfolgreich vermarkten kann, dann … dann mach' es nicht selbst.
  • Nächstes Bild bitte!
  • Gut.
  • Genau.
  • Verhüllen als Reaktion auf Geschäftsgedanken
  • So. Das Verhüllen war die Reaktion darauf. Jetzt weißt du ja, warum ich es gemacht habe.
  • Ja. Weiß ich.
  • Weil genau solche Leute wie du plötzlich kamen und ich … ich mich da in eine Richtung gedrängelt habe. Und …
  • Ja.
  • … und [Sperren: nicht] wollte, dass ich jetzt nur noch etwas schaffe, …
  • Ja.
  • … weil es … ähm … weil es gekauft werden würde.
  • Ja.
  • Das war [Sperren: echt] mein Problem.
  • Ja.
  • Und das hing dann halt …
  • Du willst …
  • … in der HGB.
  • Du willst … Du hast ein Problem damit erfolgreich zu sein.
  • [Sperren: Ja]. Aber weil ich denke, dadurch zerstöre ich das, was ich als gute Kunst bezeichnen würde. In mir drinne.
  • Unbegründet.
  • Für mich ist es [Sperren: total] begründet. Weil ich …
  • Ja.
  • Geld verändert Kunstwerk
  • Weil ich … Weil ich … Weil ich … ähm … Gefühlt … Ich … ähm … Ich glaube, wenn es so weit kommt, sobald ich damit Geld verdiene, werde ich anders malen, anders zeichnen, als ich es aktuell tue. Und damit lasse ich mich sozusagen beeinflussen vom Geld. Und das möchte ich irgendwie einfach nicht.
  • Das … Also ich glaube, Gerhard Richter Gerhard Richter hat das auch gesehen, was du gerade beschrieben hast.
  • Das wollte ich vorhin schon fragen.
  • Diese Angst … äh …
  • Genau.
  • Ich …
  • Ich denke, das hat jeder, der Erfolg hat. Du.
  • Ich kann mich an ein Interview erinnern, was er aktuell macht.
  • Ja.
  • Und seine aktuelle Kunst hat [Sperren: gar nichts] mit … ähm … Öl zu tun. Hat [Sperren: nichts] mit Leinwänden zu tun. Hat nichts mit Malerei zu tun.
  • War das mit Glas? Den großen schwarzen Glasflächen?
  • Nee. Ja. Ja! Es hat mit Glas zu tun. Aber nicht schwarz.
  • Oder diese schrägen, die dann so …
  • Ja.
  • Okay.
  • Und es hat auch nichts mit Rakeltechnik zu tun.
  • Ja. Ich weiß.
  • Ich glaube … äh … Da sagt er auch, … äh … äh … dass er sich vielleicht verbrannt oder benutzt fühlt.
  • Und [Sperren: ich] fühle mich schon benutzt, [Sperren: bevor] ich überhaupt bekannt geworden bin! [Lacht.]
  • Aber … Aber … Was er macht … Er zieht sich nicht zurück. Und verhüllt verhüllt seine. Ja? Und tut jetzt so, als ob er etwas schafft, was andere nicht sehen dürfen. Sondern er wendet sich einfach einem anderen …
  • [Lacht weiter.]
  • … experimentellen Feld zu. Er sucht was Neues. Und [Sperren: da] …
  • [Lacht weiter.]
  • … hast du ein Problem. Gut, du machst gerade das mit dieser … mit dieser … äh … äh … mit dieser …
  • Kinderzeichnung Kinderzeichnung .
  • Nein nein.
  • [Lacht.] Das kommt als nächstes!
  • Du machst gerade das mit diesen Skulpturen.
  • Ja.
  • Aber ich weiß …
  • Mit der Herme Herme .
  • … nicht, ob du dazu gezwungen wurdest, oder ob das jetzt ein neues experimentelles Feld für dich ist.
  • Selbstverherrlichung und Zweifel Zweifel bei Herme
  • Die [Sperren: Herme] ist doch genau das, was du gerade sagst. Ich, der vier Meter hoch an … an … an der Decke ist. Diese Selbstverherrlichung und gleichzeitig dieser Zweifel.
  • Hast du dir das …
  • Man wurde hochgehoben von diesem Publikum.
  • Ja.
  • Und zweifelt daran! Will man das überhaupt? Und man guckt zweifelnd …
  • Hast du dir das neue Thema selbst gesucht? Oder …
  • Ja.
  • … musstest du es dir suchen.
  • Nein.
  • Weil es von dir verlangt wurde.
  • Nein. Das … Das … Das ist die [Sperren: ganze] Zeit mein Thema. Das Zweifeln. Was mache ich da. Und warum mache ich das. Und möchte ich das für das Publikum machen.
  • Okay.
  • Deshalb waren die Geradenbilder, wo ich von Anfang an erst einmal gehen wollte.
  • Ja.
  • Dann kamen die verhüllten Sachen, weil ich …
  • Ja.
  • Kinderzeichnungen
  • … ich Zweifel hatte, … äh … ähm … jetzt geht's nur noch ums Geld. Und dann kamen wir zu den Kinderzeichnungen. Wo ich wieder zum Ursprung Ursprung der Kreativität irgendwie zurück wollte.
  • Ja.
  • Wo ich mir sagte: Das kann's jetzt auch nicht gewesen sein.
  • Ja.
  • Mein Antrieb: Zweifel
  • Das ist [Sperren: alles] Zweifel. Als Überthema. Deshalb wollte ich eigentlich meine Diplomarbeit über Zweifel schreiben. Da gab's auch schon jemanden, der das gemacht hat. Aber ich denke aber … Weißt du? Deshalb … Deshalb frage ich [Sperren: euch] ja. Jetzt.
  • Weißt du …
  • Euch. Weil … Weil … Weil ich natürlich hoffe, durch eure Ansichten die ihr habt, … äh … dass es mir auch was Neues bringt. Weißt du? Wo ich einen Anschlusspunkt oder so finde.
  • Weißt du, wovor ich Angst habe?
  • [Lacht.] Dass ich keine Rente bekomme? Das kann sein.
  • Nein nein.
  • Solltest du aber.
  • Alexanders Angst
  • Ich hab' … Ich hab' in Teilen … Angst … vor … vor deiner Größe. Vor deiner Genialität Genie . Und … Ich will dich gar nicht loben!
  • [Lacht.] Tust du aber!
  • Ähm … Weil das, was du mir gerade zeigst und das, was du gerade beschrieben hast, das sieht wie eine Gesamtshow … wie ein Lebenswerk aus.
  • Das fiel mir auch auf.
  • Und das macht man erst in der Retroperspektive. Wo man im Nachhinein erkennt, dass … äh … Wie so ein roter Faden sich durchzieht.
  • Ja.
  • Bei Gerhard Richter zum Beispiel finde ich die … die Brüche zu stark. Weil er zu stark mit unterschiedlichen Materialien arbeitet. Und weil … äh … Auch bei Baselitz Georg Baselitz . Das sich das nicht wie so ein roter Faden durch durch durch die Kunst zieht.
  • Weil die vielleicht das Geschäft … ähm … doch mehr im Vordergrund haben. Bei mir ist es eben die persönliche Ebene, die nun einmal rein menschlich ist.
  • Du bist noch viel zu jung! Du bist zu jung für diese Retroperspektive. Weißt du? Äh … Du … Also … Es … Es … Es klingt ja fast schon so, als würde man posthum, wenn du mal nicht mehr da bist, … äh … nicht nur ein Werk …
  • Ja.
  • … zum Werk erklärt wird, sondern … das große Ganze!
  • Ja.
  • Gesamtwerk Fröhlich
  • Diese Gesamtshow. Das Gesamtwerk.
  • Na ich sehe eigentlich nur das Aktuelle als Werk.
  • Und davor habe ich gerade so ein bisschen Angst. Vielleicht auch unheimlichen Respekt. Und … ähm … Ich habe dich mal erlebt, wie du Orgel spielen kannst. Wie du Klavier spielen kannst. Und war davon …
  • Das macht auch Spaß.
  • … extrem begeistert.
  • Das macht Spaß!
  • So habe ich dich kennengelernt. Danach habe ich gesehen, wie … wie du programmierst. Dass du dir das selbst beigebracht hast. Da habe ich halt auch gemerkt, dass du … dass in dir unheimlich viel Potential steckt. Und wenn ich jetzt auch noch [Sperren: das] mir angucke … Das ist gar nicht so … Ich wäre so der Mensch … äh … Ein Projekt und dann das nächste. Und dann ist abgeschaltet. Und so.
  • Das ist diese Variante sag ich dir.
  • Mag ja sein. Und das, was du mir gerade zeigst … Das macht mir Angst.
  • Lebendig, da Geschäftsmodell verweigert
  • Aber ist das nicht gerade das total lebendig Spannende? Weißt du … Hätte ich dir jetzt nur Sachen ge… gezeigt, wo eine Geschäftsidee war und und dann sagst du deine Meinung dazu … Aber ist nicht gerade der [Sperren: Weg] … Wie wir gerade darüber geredet haben … Ist das nicht einzigartig? Was bloß [Sperren: so] funktionieren kann?
  • Nein.
  • Indem man [Sperren: nicht] ein Geschäft …
  • Nein.
  • … machen will? Sondern eben sein … sein … sein … sein [Sperren: Inneres] nach [Sperren: Außen] …
  • Nein.
  • … kehren möchte. Doch. Ich finde …
  • Ich werde arm sterben Sterben
  • Wenn … Wenn du so weiter machst wie bisher … und soviel Angst hast vor … vor Bekanntheit …
  • Ja.
  • Vor Erfolg.
  • Ja.
  • Wirst du genau diesen Erfolg nicht zu Lebzeiten erleben.
  • Und [Sperren: trotzdem] entsteht ganz viel bei mir. Das ist das [Sperren: Schönste].
  • Das mag sein.
  • Ich dachte, ich wäre geblockt.
  • Aber du musst …
  • Weißt du?
  • Aber du wirst [Sperren: nie] dieses Feedback haben, was dir dann vielleicht erst nach deinem Tode …
  • Das ist mir egal.
  • … dann zukommt.
  • Gefühl statt Geschäftsidee
  • Dann muss ich ehrlich sagen: Das ist mir egal. Dann … Weißt du? Aber weißt du … Weißt du, warum es mir jetzt noch egal ist? Weil ich [Sperren: während] ich [Sperren: das] schaffe, die verhüllten Arbeiten, die Kinderzeichnungen und die Geradenbilder … Weil ich da jetzt halt richtig drinne stecke gerade. Und das ist ein [Sperren: Gefühl]. Das kannst du mit einer Geschäftsidee [Sperren: nicht] aufwiegeln. Da geht's dann ums Geld. Da geht's um einen monet Claude Monet ären Erfolg. Um Begeisterung schaffen beim Publikum. [Sperren: Hier] merke ich wirklich, da passiert was in mir [Sperren: drinne]. Weißt du? Und das kriege ich [Sperren: nicht] durch Geld. Und das gefällt mir so. Das … Das will ich nicht missen.
  • [Pause.]
  • [Zeigt auf ein Bild.] Das ist ein schönes Bild. Das hängt jetzt auch bei mir. Ich werde das jetzt auch wieder zum Plotter Plotter gehen … Ich habe nächste Woche jetzt einen Termin. Da kann ich dann …
  • Weißt du …
  • Da mache ich dann wieder Geradenbilder.
  • Weißt du, was ich sagen würde? Dass du mit deinen verhüllten Bildern kokettiert … kokettiert hast.
  • Was heißt denn das?
  • Das ist mir jetzt gerade aufgefallen.
  • Ich will nicht schon wieder im Duden nachgucken.
  • Schlag' noch mal nach.
  • Nee, bitte! Sag's mir ganz kurz.
  • Größe und Herme
  • Ähm. Pass auf. Und zwar … Ich mag ja Größe. Und ich habe gerade mal geg… Du hast mir erzählt von den … äh … äh … von den Skulpturen … Oder an der Skulptur, an der du gerade arbeitest.
  • Ja. Vier Meter hoch.
  • Vier Meter hoch.
  • [Sperren: Bis] zur Decke muss es sein.
  • Groß … Groß. Groß!
  • Ja. Bis zur Decke.
  • Auch deine Beine … Selbst wenn sie mir nicht groß genug sind …
  • Die sind aber Original.
  • Ja, aber hundert Zentimeter. Und jetzt pass auf.
  • Das ist Zufall Zufall , dass das die erste Arbeit [Fußnote: Die auf der Website zu sehen ist.] ist, aber da gibt's ja noch mehr. Die sind größer.
  • Okay. Das, was ich sehe, ist halt nur … Verhüllte Arbeit, dreiundzwanzig …
  • Dreiundzwanzig. Ja.
  • Mal dreiunddreißig Zentimeter. Warum denn …
  • verhüllte Arbeiten
  • [Sperren: Oh], das ist … Du bringst mich gerade auf eine Idee!
  • Warum denn nicht drei mal zwei Meter verhüllt?
  • Nein nein nein! Du bringst mich gerade auf eine Idee. Ich wollte tatsächlich mal das so groß machen. Aber wie [Sperren: du] das gerade sagst. Die Verhüllung klein. Einfach nur kleine zarte Verhüllungen. Nicht so bombastisch und riesig. Und aufwühlend. [Sperren: Nein!] Einfach nur zurücknehmend. Weißt du? Sich zurücknehmen. Nicht so … Nicht so auf … Die sind nämlich größer.
  • Sechzig mal achtzig ist immer noch kleiner als die Beine und … [Schaut auf die Website.] Größer wird's leider nicht.
  • Nein.
notiert (von gestern abends) donnerstag: - blumen kaufen und anfangen abzufotografieren - christian anrufen, ob um den 12.3. herum nach basel, wegen ausstellung evgenij Evgenij Gottfried - zwei rollos anbringen - frfr notizen mit ausstellungsnotizen vervollständigen - frfr mit video von fräse Fräse Geradenbild Geradenbild HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Geradenporträt A2 (WV 14-14) für 350 EUR zuzüglich Rahmung angeboten warte auf Antwort
Ergebnis Kopf, Teil 1
Ergebnis Kopf, Teil 1
Kopf Teil 1 und 2 testweise zusammengesetzt
Kopf Teil 1 und 2 testweise zusammengesetzt
Standpunkt woche aufteilung montag 09:00 - 11:00 aufträge, verwaltung, … 11:30 - 15:00 diplom theorie dienstag jede zweite woche klassentreffen, ansonsten 09:00 - 11:00 diplom theorie mittwoch 09:00 - 11:00 aufträge, verwaltung, … 12:00 - 17:00 herme Herme , holzplatten donnerstag freier tag freitag 09:00 - 11:00 aufträge, verwaltung, … 11:30 - 15:00 o. t. (gb, collage Collage , hz) wenn ergebnis zum plotten: 18:00 - 22:00 (max) av-labor verhüllt verhüllt als Rahmung Schattenfugenrahmen weiß testen günstige Leisten, auch über 3 m von 60 x 80 cm abgeleitet: 24 x 32 cm für 21 x 29,7 cm nach Erhalt Schattenfugenrahmen im Baumarkt Platten 24 x 32 cm zuschneiden lassen Leistendicke je nach Höhe Schattenfugenrahmen auswählen Herme Werkstatt Plastisches Gestalten Ergebnis Kopf, Teil 1 fraese_kopf2-k.jpg Kopf Teil 1 und 2 testweise zusammengesetzt fraese_kopf3-k.jpg Schulterbereich Teil 1 gefräst am Montag nach 11:30 vorbeikommen, Schulterbereich Teil 2 wird gefräst mit Evgenij Evgenij Gottfried Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt und Flügeltürrahmen in Eisenbahnstraße Eisenbahnstraße transportiert Ausstellung Nolde und die Brücke Die Brücke MdBK Leipzig notiert statt Passepartout Karton schneiden (dünn) für Blumenbild oder Selbstbildnis Meerbild noch einmal probieren + Rabenbilder alte Skizzen heraussuchen und Folienbild als Vorlage verwenden runde Rahmung eventuell handgezeichnet Schattenfugen-Rahmen Online-Shop anrufen wegen Fehler im Warenkorb Donnerstag 5 h o. T. "Feder und Pinsel in Schwarz" statt Tuschestifte für handgezeichnete Bilder Fotos von mir machen und in Geradenbildumwandeln, gebückt, zusammengekauert, … um Motiv herum: Wasserfarben schwarz, leicht überdeckend, zarter Übergang leere Streichholzschachteln kaufen, als Bildträger für kleine Geradenbilder verwenden
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Geradenbild Geradenbild Treff mit Käufer in Klassenraum Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt und Flügeltürrahmen-Arbeit verhüllt gezeigt über átomos (unteilbar) als Ausgangspunkt für Geradenbilder gesprochen über Gerade als kleinste grafische Bewegungsform geredet Entwicklung von strengen Geradenbildern zu gebogenen Geraden drei Drucke von Geradenporträt gezeigt, für Blatt 3 / 5 entschieden (nicht zu dick und nicht zu dünne gebogene Geraden) E-Mail-Adresse erhalten, damit Rahmen-Vorschlag senden 43 x 60,4 cm, Distanzleisten, schwarzer Rahmen, weißer Rückkarton für ca. 100 EUR ansonsten mit Passepartout, dann allerdings Papierrand nicht mehr sichtbar
verhüllte Arbeit als verkauft markiert, Werkverzeichnis
verhüllte Arbeit als verkauft markiert, Werkverzeichnis
vorgefertiges Holzteil in Fräse gelegt (beim letzten Treffen)
vorgefertiges Holzteil in Fräse gelegt (beim letzten Treffen)
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Geradenbild Geradenbild Interessent von Geradenbild angerufen Treffen morgen vor Klassenraum (Notiz vom 17.2.: da krank Termin verschoben) da Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt und Flügeltürrahmen-Arbeit verhüllt auch noch da, ebenfalls zeigen verhüllt verhüllte Arbeit als verkauft markiert, Werkverzeichnis Werkverzeichnis verkauft-m.jpg Herme Herme (am 17.2. nach Gedächtnis vervollständigt) vorgefertiges Holzteil in Fräse Fräse gelegt (beim letzten Treffen) holzkopffraese-k.jpg in Holzwerkstatt zwei Gesichtshälfte auf Breite gehobelt beide Schulterstücken in Werkstatt gelassen, wird später von Alberti noch gehobelt bei Bachmann Schablone auf Holz gelegt und abgezeichnet mit Bandsäge zugesägt, an Platte zur Fixierung in Fräseraum befestigt
Frau betrachtet Kinderzeichnung von Emma
Frau betrachtet Kinderzeichnung von Emma
Geradenporträt, User nastivanderweyden, Instagram
Geradenporträt, User nastivanderweyden, Instagram
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 zwei Frauen unterhalten sich über Kinderzeichnung Kinderzeichnung von Emma Emma Frau betrachtet Kinderzeichnung von Emma kinderzeichnung-k.jpg 2 Besucher verbinden im Gespräch Kinderzeichnung und Geradenbild Geradenbild über Signatur Künstlersignatur 12 Sekunden Geradenbild Grinsen bei Kinderzeichnung 9 Sekunden zwischen Geradenbild und Kinderzeichnung 10 Sekunden Geradenbild und Kinderzeichnung 8 Sekunden Kinderzeichnung 17 Sekunden Kinderzeichnung und Geradenbild, über Signatur verbunden Geradenporträt, User nastivanderweyden, Instagram instagram-hgb-rundgang-2017-7-k.jpg 18 Sekunden Kinderzeichnung, 2 Frauen 2 Besucher 13 Sekunden Kinderzeichnung um 20:00 Flügeltürrahmen und Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt aus Flur in Klassenraum getragen eventuell am Mittwoch mit Evi in Eisenbahnstraße Eisenbahnstraße bringen 1/2 x Glas Rotwein
Ausstellungsansicht, © Lena T. Flohrschütz
Ausstellungsansicht, © Lena T. Flohrschütz
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Ausstellungsansicht, © Lena T. Flohrschütz bigbusiness-m.jpg neues Geradenporträt Geradenbild aufgehangen, signiert, mit Holzleisten und Klammern Betrachter 5 Sekunden Geraden-Porträt Klassenraum 23 Sekunden alter Mann Geraden-Porträt, Collage Collage und Infozettel 13 Sekunden junger Mann vor Geraden-Porträt 2 Asiaten Wasser eingeschenkt da sie keine 10 EUR wechseln konnten: kostenlos 10 Sekunden Porträt alter Mann fotografiert Collage 30 Sekunden Geradenbild und Collage Frau macht Foto von Geradenbild Foto Spiegelzeichnung 1 x Foto Geradenbild umsetzen Kupferplatte kaufen, Geraden reinritzen Frau zeigt mit Finger auf Geradenbild junge Frau, Mann, Mann treten nah an Geradenbild heran 14 Sekunden Mann und Frau Geradenbild 1 x Foto Geradenbild 1 x Foto Geradenbild zwischendurch Gespräch mit Besucher ihm auch Arbeiten im Flur gezeigt von Flügeltürrahmen-Arbeit verhüllt begeistert allerdings möchte ich das noch nicht verkaufen Kontaktdaten ausgetauscht ihm noch einmal schreiben, dass Geradenbild im Klassenraum käuflich
der teufel steckt im detail., gefunden auf Instagram, User mrs._fritz
"der teufel steckt im detail.", gefunden auf Instagram, User mrs._fritz
Klassenausstellung, hinten Geradenbild, gefunden auf Instagram, User flohrschuetz
Klassenausstellung, hinten Geradenbild, gefunden auf Instagram, User flohrschuetz
Ist das Kunst?, User martinhermeling, Instagram
"Ist das Kunst?", User martinhermeling, Instagram
im Hintergrund von Aufnahme betrachten zwei Besucher Ganzkörperporträt, User ira_madita, Instagram
im Hintergrund von Aufnahme betrachten zwei Besucher Ganzkörperporträt, User ira_madita, Instagram
Humans, Acryl auf Leinwand, 2013, Patrick Tresset und e-David
Humans, Acryl auf Leinwand, 2013, Patrick Tresset und e-David
Friedrich Fröhlich, Unruhestifter HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 "der teufel steckt im detail.", gefunden auf Instagram, User mrs._fritz instagram-hgb-rundgang-2017-k.jpg Signatur Künstlersignatur in Klebegeraden gut, da auf Fotografien sichtbar Klassenausstellung, hinten Geradenbild Geradenbild , gefunden auf Instagram, User flohrschuetz instagram-hgb-rundgang-2017-2-k.jpg "Ist das Kunst?", User martinhermeling, Instagram instagram-hgb-rundgang-2017-3-k.jpg "HGB Rundgang 2017. Sinnbild von Eitelkeit und Arroganz mit außergewöhnlichen Lichtblicken. Insgesamt sehr sehenswert im Bereich Kunst und Sozialstudie" Geradenporträt, User flohrschuetz, Instagram beim Aufbau, User kunst_politik_leben_leipzig, Instagram im Hintergrund von Aufnahme betrachten zwei Besucher Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt , User ira_madita, Instagram instagram-hgb-rundgang-2017-6-k.jpg Humans, Acryl auf Leinwand, 2013, Patrick Tresset und e-David edavid-k.jpg Collage Collage , Sara Saleh Beine mit Fischkopf (unbekannter Kunststudent Kommilitone ) Vase, eventuell gedreht wie bei 360-Grad-Bildern (unbekannter Kunststudent) umsetzen eigene Arbeiten im Klassenraum durch Bekannte einkaufen lassen u. a. S. fragen, Olaf, Gisela heute Elke (Geradenporträt A2) morgen schwarzen Rückkarton und Klammern wieder mitbringen und neue Arbeit aufhängen zu Flügeltürrahmen-Arbeit verhüllt : "Friedrich Fröhlich ist aber ein schöner Name!" Bild von Student mit Cyan-Meer und Touristen am Strand wird gefühlt länger betrachtet "Da war ich auch schon einmal!" "Da will ich sein!" > "Ich da!" (zeigt auf eine auf dem Bild befindliche Person) Zum Flügeltürrahmen: "Das schaut cool aus" Mann will Geradenporträt betrachten, wird von Frau zu anderer Arbeit gerufen; Mann vergisst danach Geradenbild und laufen dran vorbei 65 Sekunden steht Gruppe (am Ende noch zwei davon) vor Geradenporträt mindestens 25 Sekunden: 2 Personen vor Geradenbild 1/2 x Daumennagellänge Alkohol Whisky und 1 Glas Rotwein
Flurarbeiten zum Rundgang aufgehangen
Flurarbeiten zum Rundgang aufgehangen
Fountain (nach Marcel Duchamp), abriebbeständige Tinte auf Pissbecken, Schenkung der Familie Stolle Schrott & Metalle GmbH, Leipzig, Plaußig-Portitz
Fountain (nach Marcel Duchamp), abriebbeständige Tinte auf Pissbecken, Schenkung der Familie Stolle Schrott & Metalle GmbH, Leipzig, Plaußig-Portitz
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 9:00 in Hochschule mit kleinem Selbstbildnis gefahren mit Hausmeister Hausmeister über Kopierer und Tafeln gesprochen werden abgehangen / weggeräumt Ohme wegen Leiter nicht angetroffen, bei Hausmeister eine ausgeliehen kleines Selbstbildnis über Tür aufgehangen Flurarbeiten zum Rundgang aufgehangen hgb-rundgang-flur-m.jpg Löcher mit Klebeband überdeckt und mit Wandfarbe überstrichen Kommilitone Kommilitone redet mit mir über Flügeltürarbeit Fountain (nach Marcel Duchamp), abriebbeständige Tinte auf Pissbecken, Schenkung der Familie Stolle Schrott & Metalle GmbH, Leipzig, Plaußig-Portitz marcel-duchamp-hgb-k.jpg Standpunkt Friedrich Fröhlich, unzufrieden es liegt nicht an der Hängung der Flurarbeiten die finde ich zusammen mit den geklebten Geraden sehr gut Geradenbild Geradenbild von den gezeigten Arbeiten bin ich auch überzeugt, auch wenn ich den Schaffensgrund immer mehr verliere die theoretische Bedeutung der Geraden spielt immer weniger eine Rolle, es geht eher um das Visuelle mich interessiert auch noch nicht einmal, dass ohne Kommentar einfach meine kindliche Zeichnung Kinderzeichnung im Klassenraum wieder abgehangen wurde obwohl im Raum noch woanders Platz gewesen wäre und die dann gehängte Arbeit viel zu spät zu spät eingereicht wurde dagegen habe ich nur nichts laut geäußert, weil ich nicht schon wieder einen Konflikt austragen möchte ich erinnere mich einfach noch zu gut an den vorletzten Rundgang, wo ich mit M. auf dem Fenstersims saß und bei der Vernissage Vernissage Leute beim Betrachten der Geradenbilder beobachtete meine Erwartungen sind vielleicht auch zu hoch angesetzt, oder unlogisch verhüllt verhüllt zum einen will ich gesehen werden, aber nicht bei der Eröffnung anwesend sein, um zu sehen, wie die Arbeiten gesehen werden ich möchte Kaufanfragen haben, aber nicht verkaufen, weil ich den Gedanken nicht mag, dass die Arbeiten am Ende zu Dekorationszwecken mißbraucht werden diese Gedanken passen wieder zu den verhüllten Arbeiten umsetzen Kasten bauen, der nur bei Ausstellung geöffnet ist bei Verkauf Vorderplatte drauf montieren Vorderplatte bei Ausstellung an Wand lehnen, um den kurzen Moment Moment der Öffnung zu verdeutlichen
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 notiert heute Ohme fragen, ob er morgen vormittags da ist (Leiter ausleihen) morgen vormittags, wenn Leiter verfügbar, Geradenporträt Geradenbild A2 mit Straßenbahn Eisenbahnstraße in Hochschule transportieren, aufhängen Hammer und Nägel nicht vergessen entweder in rahmenlosem Bilderhalter oder mit zwei Klammern testen, nachdem andere zwei Bilder hängen 17:00 im Klassenraum, Arbeiten werden besprochen Vorschau digital, mit kleinem Selbstbildnis über Tür Herme Herme um ca. 8:30 bei Alberti, Holz für linke Kopfhälfte auf 106 mm gehobelt zu Bachmann gebracht, wird eventuell heute gefräst Umriss Kopf mit Ausdruck von gestern auf Holz gezeichnet
Ganzkörperporträt wird aufgehangen
Ganzkörperporträt wird aufgehangen
Ansicht Flurarbeiten, mit schwarzen Klebestreifen-Geraden
Ansicht Flurarbeiten, mit schwarzen Klebestreifen-Geraden
Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Ja, ich wollte es dir aber noch einmal … noch einmal sagen. Weil es mir wichtig ist. Stell dir vor, da ist jemand, der mit Nägeln … Seine Muse Muse hat er mit Nägeln gefunden. Übrigens … Uecker Günther Uecker fand das irgendwie auch ganz toll, Nägel in Vagina, Nägel am Auge, Nägel in der Nase. Ja? Also er … er hat da so eine gewisse Affinität zum Nageln. Ja? Ähm … Stell dir vor, die Muse, die … die … die … die … derjenige für sich gefunden hat, sind halt Nägel und er … Und da sage ich ihm jetzt: Toll. Nimm dieses Thema auf und suche diese Nische. Suche das Geschäftsmodell Kunstmarkt .
  • Das finde ich schön!
  • Hör' zu!
  • Von [Sperren: da] nach [Sperren: da]. Aber [Sperren: nicht] von [Sperren: da] nach [Sperren: da]!
  • Pass auf. Und … ähm … äh … Dann mag das vielleicht sehr … sehr schwierig sein. Vom Nagel in die Geschäftsidee zu kommen. Weil vielleicht der Nagel gerade nicht … äh … äh … zeitgemäß ist.
  • [Sperren: Wenn] er es aber ist, dann hat er [Sperren: Glück]. Und dann ist es Erfolg Erfolg . Dann müsste er sich …
  • Und genau …
  • … nicht anpassen.
  • Genau das will ich dir gerade zeigen.
  • Und ich glaube, das konnte [Sperren: er].
  • Deswegen wollte ich dir ja gerade zeigen, warum es umgekehrt eben auch erfolgreicher ist. So zu denken.
  • [Zeigt auf ein Bilder von Uecker.] So meinst du. Hier? So das Zweite?
  • Äh … Das hier. Ja.
  • [Sperren: Das ist erfolgreicher]. Das ist mir [Sperren: kla'har]. Das musst du mir doch nicht beweisen.
  • Ach so, ich dachte, …
  • Das [Sperren: weiß] ich.
  • … ich muss es dir beweisen.
  • [Sperren: Nein!]
  • Ach so.
  • Kunst mißbrauchen
  • Das [Sperren: weiß] ich. Aber ich komme mit dem [Sperren: Gedanken] nicht klar.
  • Ja aber das ist ja …
  • Das ich die Kunst mißbrauche, …
  • Ja.
  • … um Geld zu machen. Es müsste genau anders herum sein. Kunst [Sperren: machen] und …
  • Ja.
  • … zufälliger Weise kann man damit dann auch noch Geld verdienen.
  • Ja aber …
  • Das ist mein Ideal.
  • Das musst du ja nicht mir sagen. Sondern deinem Psychologen.
  • Wieso Psychologen. Ich komme damit ja super klar. Ich verstehe bloß deine … äh … Ich verstehe nicht, wie du aus Kunst, was etwas sehr … sehr subjektives, sehr … sehr Emotionales eigentlich ist, versuchst, ein Geschäftsmodell zu machen. Etwas, wie … wie ein Bäcker. Wie … äh … ein Kiosk-Besitzer. Oder was auch immer. Damit du stellst das auf eine Stufe.
  • Na ja, weil …
  • Als wäre sozusagen …
  • Na ja, ich glaube, dass der Künstler von etwas [Sperren: leben] muss.
  • Das stimmt. Aber er kann auf sehr … sehr niedrigem Niveau prinzipiell leben. Wenn er sich sagt, das stört ihn nicht. Ähm … Hauptsache er kann halt etwas machen, wo …
  • Okay.
  • … mit er sich ausdrücken kann.
  • Dann ist er aber beschränkt in seiner Kunst. Stell dir vor … Pass … Stell dir vor, du findest deine Muse in großen Flugzeugen. In …
  • Ich hoffe nicht.
  • … jeglicher Form. Du wirst dir diese Kunst niemals leisten können.
  • Ja.
  • Äh … Und du wirst deine Ideen …
  • Ja.
  • Das was du hast! Wirst du … Also kommst … Du schaffst dir selber [Sperren: Grenzen]. Du schaffst dir eine Decke, durch die du nicht durchkommst.
  • [Sperren: Beide] … [Sperren: Beide] Vorschläge, die du machst, haben ihre Vor- und Nachteile. Hier sehe ich den [Sperren: riesengroßen] Nachteil, dass Kunst wirklich bloß ein Nebenprodukt ist. Was zufälliger Weise da sein muss, damit man ein Geschäft hat. Hier gibt es den Nachteil, dass es sein kann, dass du begrenzt bist. Weil du das Geld dann einfach nicht hast. Wenn du ständig bloß deine Kunst siehst und dann das Geschäft.
  • Genau diese …
  • Das sehe ich doch auch! Aber trotzdem finde ich diesen Weg viel sympathischer als den.
  • Und genau diesen Dissens … Da …
  • [Schrill:] Was?
  • … kannst du … Das kannst du ja im Duden nachschlagen. Und genau diesen Dissens kannst du dann in deiner …
  • Das ist Herabwürdigung.
  • [Lacht.] … Kannst du dann in deiner Master …
  • [Sperren: Diplomarbeit.]
  • … Diplomarbeit … äh … zeigen. Und … äh … ähm … Auch ableiten. Also entwickeln.
  • Ich rege mich auf
  • Ich habe echt seit Wochen nicht mehr solche komischen … [Sperren: wirklich] … Das ist ernst gemeint. Wo ich am liebsten so … so rum krallen …
  • Aber deswegen …
  • … würde.
  • Aber ich glaube, dass wusstest du vorher. Bevor du das Interview gemacht hast.
  • [Sperren: ja aber] ich wusste nicht, dass das mich so aufregt. Dass du mir das noch einmal so erklärst. Aber es ist [Sperren: schön], dass ich dich jetzt … einen klaren Blick daraufhin habe.
  • Ja.
  • Das ist gut.
  • Echt.
  • Aber ich wollte noch ganz … ganz kurz jetzt zu meinen Arbeiten. Damit …
  • Ja.
  • … du darüber …
  • Wie ist denn die Seite?
  • [Sperren: Drei] Sachen will ich dir zeigen.
  • Ja. Wo …
  • Meine Arbeiten
  • Na gib mal Friedrich Fröhlich bei Google Google ein.
  • Ja.
  • Ich bin ja inzwischen online.
  • [Tippgeräusche.]
  • Das … Das krasse wird, wenn ich jetzt mit dir so ein Gespräch führe und ich überlege mir mit Oma auch so etwas zu führen … Es geht am Ende nicht nur, also nicht wirklich, um die Frage, was ist Kunst eigentlich, sondern es geht ganz allgemein darum, wie … ähm … Kunst … Was ist … Was … und Wo und Wie. So. Weißt du? Irgendwie … Was ist deine Welt … Dein Blick auf die Kunst allgemein.
  • Also … Mein Tipp. Mhm … Wenn du Interviews führen willst, musst du … müssen es geführte Interviews sein. Es müssten … Es müssen Strukturen …
  • Aber es ist doch viel schöner, wenn das so … Du wolltest doch keine Struktur drinne haben. Vorhin. Du hast dich unter Druck gefühlt. Oder so. Als … Als ich meine Liste hatte!
  • Ich kann bloß sagen … Also, um eine gewisse Auswertbarkeit, Vergleichbarkeit, herzustellen, musst du natürlich bestimmte Fragen immer wieder identisch stellen. Und musst dann schauen, wie die Antworten aussehen.
  • Das mache ich ja auch.
  • Wenn du … Okay. Super.
  • A… Aber ich baue es auf deinem Interview übrigens auf. Ich gucke mir an, welche … welche Fragen haben sich da ergeben …
  • Dann fühle ich mich geschmeichelt.
  • Wie hast du drauf geantwortet. Na ja und dann werde ich dann natürlich Oma auch so … äh … Was hältst du eigentlich … und so … Natürlich.
  • Ja.
  • So. Ich mag's eher, wenn wir das so langsam raus…
  • Ja.
  • …finden, als ich da so ein Katalog aufführe. Geh mal auf den Link da rauf.
  • [Pause.]
  • So. Es sind drei … Also. Worum es mir jetzt geht: Dass du dir die drei Arbeitsgruppen … äh … anschaust. Drei Beispiele halt davon. Und mir halt sagst, … äh … was … was denkst du darüber. Ohne, dass ich jetzt mehr darüber halt gesagt habe. Ist das für dich gute Kunst. Ist das …
  • Wo muss ich denn jetzt hin klicken?
  • Ich wollte erst einmal reden. [Lacht.] Warte mal. Es ist erst einmal eine wunderschöne Seite. Wir müssen aber escapen, weil die ewig lang ist.
  • [Pause.]
  • Jetzt bricht der gerade … Ach ja, hier habe ich übrigens einen Jahreskalender eingeführt.
  • Ja aber das wolltest du mir ja nicht zeigen.
  • [Sperren: Ja] … Ich wollte Begeisterung zeigen! So. Und zwar sind es diese drei Werkgruppen. Einmal die verhüllten Arbeiten.
  • Ja.
  • Die Geradenbilder.
  • Ja.
  • Und Kinderzeichnungen Kinderzeichnung .
  • Aber als ich das geöffnet habe, hab' ich was von Gipstechnik gesehen. Und mich interessiert das Gips viel stärker, als diese anderen langweiligen Themen.
  • Nein, aber da gehen wir gleich hin. Gips war übrigens mit der Herme Herme . Ja?
  • Also darf ich das mal sehen?
  • Ja, ich zeig's dir.
  • [Pause.]
  • Arbeit Herme
  • Das ist übrigens der aktuelle Kopf.
  • Ach. Das hat doch schon einmal was haptisches. Siehst du, dadurch würdest du schon … alleine dadurch würdest du schon meine Aufmerksamkeit … Und auch schon durch das Material Gips … Bekommst du schon meine Aufmerk…
  • Äh … Das ist erst einmal Ton.
  • …samkeit.
  • Davon mal abgesehen.
  • Aber das ist … äh … schon einmal sehr … individuell Individualität .
  • Also das ist jetzt … Du musst es dann natürlich von hinten sehen. Jetzt das ist der aktuelle Zustand. So war's mal. So hab' ich mich dann da positioniert. Mich selbst liebend … verliebt … [Nicht verständlich, 3:06:25.] So war's noch vom Anfang. Ganz am Anfang. Hier sind die ganzen Hermen dann. Hier Gips … äh … Abdruck vom Kopf. Wollte ich da machen.
  • Aber wer ist das?
  • Friedrich.
  • Wirklich?
  • Ja. Und so hat's angefangen. Also es hat mit den Gipsdingern angefangen.
  • Ja.
  • Und hier wie ich mir die Herme im Klassenraum dann …
  • Ja.
  • … vorstelle. Und ein paar Vorbilder habe ich …
  • Ja. Ja. Und wo ist jetzt das Ergebnis? Das aktuelle?
  • Na das aktuelle ist erst einmal der Kopf. Und der Kopf wird dann halt auf einen ganz … ganz großen Sockel gestellt.
  • Ja. Nee. Ich möchte mal das sehen, was jetzt aktuell ist. Ist das jetzt das Aktuelle?
  • Ja, genau.
  • [Tippgeräusche.]
  • Ja. Es sieht ziemlich cool aus.
  • Das wird aber noch abgeschnitten. Weil eine Herme ist normalerweise so, …
  • Ja.
  • … dass die Arme dann halt nicht da sind.
  • Und wenn du das hier noch mit Bronze überziehst, hat das auch noch einen materiellen Wert. Weil du hast … Du verwechselst immer … ähm … ähm …
  • Ich denke Bronz…
  • [Nicht verständlich, 3:07:18.] … mit Material. Also … Oder … Oder … ähm … Du verwechselst … Oder …
  • Nee. Herme. Nee. Hermen werden oft in Marmor gemacht. Das …
  • Ja.
  • … hat natürlich einen Grund. Weil die Hermen zeigen halt oft berühmte Persönlichkeiten.
  • Ja.
  • Oder welche, die halt … So Gelehrte und so.
  • Ja.
  • Und … Und Marmor ist teuer. Und …
  • Ja.
  • … ein großer Marmorblock ist noch teurer. Und deshalb machen wir das in Marmor.
  • Alexander über Notizseite
  • Übrigens gefällt mir die Programmierung, also hier an der Stelle, … die … die … ähm …
  • Seite.
  • … die Seite nicht. Diese Gliederung. Weil sie.
  • Gefällt mir total!
  • Dieses kleine blaue auf grau.
  • Ja! Das ist total kreativ!
  • Nee.
  • Das ist so richtig [Sperren: hip]!
  • Total unübersichtlich.
  • Aber das gefällt mir gerade. Das wollte … Ich wollte eben …
  • Ähm.
  • … nicht so einen professionellen Geschäftsmodellidee haben.
  • Und das es hier auch so … wenn ich es wegziehe. Und …
  • [Sperren: Ja!] Das ist gut!
  • So dass ich das hier überlagern würde …
  • Das wollte ich!
  • Das gefällt mir gerade nicht.
  • Ich wollte kein Geld damit verdienen.
  • Da gab's schon einmal andere Seiten, die besser ausgesehen haben.
  • [Sperren: Die] gefällt mir richtig richtig gut. Glaub's mir.
  • Ich kenne das ja auch schon von anderen Seiten.
  • Ja.
  • So.
  • So.
  • Jetzt soll …
  • Das wollte ich dir gar nicht zeigen.
  • Zeig' mir die drei Sachen, damit ich jetzt darüber …
  • Arbeit Geradenbilder
  • Also ich zeige dir erst einmal die Geradenbilder.
  • [Pause.]
  • Ja. Mache mal gleich drei Links auf. Geraden … Damit ich …
  • Aber guck noch nicht hin, okay?
  • Nein, nein.
  • Guck … Guck jetzt weg.
  • [Pause.]
  • Okay.
  • [Pause.]
  • Okay. Ich soll jetzt also …
  • Da kannst du hier jetzt durch … äh … fahren.
  • Ich … Ich fange mit den Geradenbildern …
  • Genau.
  • … an. Ja?
  • Gehe einfach bloß … Das sind bloß zwei drei Sachen, die ich dir jetzt …
  • Ja.
  • … vorstelle.
  • [Pause.]
  • Du kannst dich wieder hinsetzen.
  • [Lacht.] Ich bin jetzt aufgeregt!
  • [Lacht.]
  • Jemand betrachtet meine Werke!
  • [Pause.]
  • Ich glaube, das war's schon, oder? Da gibt's noch eins. Das ist jetzt das falsche Beispiel sozusagen. Aber … Einfach mal das jetzt. Wobei, da ist schon die Verhüllung verhüllt drinne. Nimm mal lieber das.
  • Geradenbild Geradenbild Beine und Jesus Jesus
  • Weißt du, warum mir das gefällt?
  • Na das ist gut. Dann haben wir doch schon mal was. [Sperren: Ach nee.] Jetzt hab' ich dir ausgerechnet die Werkgruppe gezeigt, wo du gleich wieder eine Geschäftsidee … äh … Modelldings hier hast.
  • Nein. Und zwar … Und zwar … Die erste Assoziation, die ich hatte ist Jesus.
  • Ja. Zu Ostern.
  • Und zwar der gekreuzigte Jesus. Äh … äh … Wie hier durch den Fuß so genagelt …
  • Ja.
  • Äh … Und das Spannende ist: Normalerweise sieht man Jesus immer von vorn. Auf das Kreuz. Noch nicht einmal oben …
  • Ganz oben.
  • Aber … Aber auch, wie er dort so auf dem Kreuz …
  • Ja.
  • … hängt. Da hat ja auch immer diese diese … äh … Wenn du vorne bei mir … äh … schaust … äh … Im Flur hängt so ein Jesus.
  • Ja.
  • Wir gehen mal ganz kurz gucken. Ich zeige dir das mal. Ganz kurz, was ich meine. Damit du es auch verstehst. Ähm.
  • [Gehen mit dem Aufnahmegerät in den Flur.]
  • Man hat hier diese gekreuzten Füße.
  • Ja.
  • Und man kennt diese Bilder immer nur von vorne. Und als ich das Bild gesehen hab, dachte ich, dass ist genau die selbe Stellung, nur von hinten.
  • Okay.
  • Siehst du das?
  • Ich finde die jetzt langweilig. Die sieht ziemlich … Also das sieht nicht sehr leidend aus. Das sieht einfach nur hinge…
  • Ja aber was ich …
  • …stellt aus.
  • … halt und … äh … äh … Das finde ich zum Beispiel …
  • Meine neue Sicht auf eigenes Bild
  • Du hast das von [Sperren: hinten] gesehen? Das hab' ich gar nicht gesehen.
  • Ja und das ist zum Beispiel auch etwas, womit der Künstler rechnen muss.
  • Das hat [Sperren: niemand] gesehen.
  • Ja, das ist vielleicht doch etwas, was der Künstler … womit der Künstler rechnen muss … Dass hinterher [Sperren: mehr] geseh…
  • [Sperren: Huch!] Jetzt sehe ich das gerade auch!
  • …en wird.
  • Das ist dieses Bein, was hinten ist!
  • Ja!
  • Und das ist vorne!
  • Ja! Ja!
  • [Sperren: Wow!] Das funktioniert auch!
  • Ja! Und … Und das ist … Und das ist etwas, was wirklich …
  • So transparent.
  • … Kunst ist. Weil jeder kennt diese Figur.
  • Ja.
  • Jeder weiß, wie diese Beine gekreuzt aussehen … Die Füße gekreuzt aussehen. Und jetzt wird auf einmal etwas von … von einer anderen Perspektive gezeigt.
  • Ja.
  • Nämlich von hinten.
  • Das hast bisher nur [Sperren: du] gesehen.
  • Ja, das habe ich gesehen. Aber das war meine Assoziation. Und … Und ich finde auch, dass muss sich ein Künstler gefallen lassen. Weil …
  • Dagegen habe ich doch gar nichts.
  • … du bist immer so … so von wegen: [Sperren: Ich] hab' mir darüber Gedanken gemacht.
  • [Sperren: Ja]. hab' ich auch.
  • [Sperren: Ich] wusste, warum ich es mache. Und daraus erwächst Kunst. Daraus erwächst etwas Besonderes. Und das derjenige, der sich das aber anschaut, vielleicht eine ganz andere Assoziation hat. Und das vielleicht die andere Assoziation auch deswegen … [Sperren: eher] als Kunst und als etwas Besonderes wahrgenommen wird, als das, was der [Sperren: Künstler] sich selber … oder der Schaffende sich selber vorgestellt hat.
  • Das war ja vorhin dieses Ding. Dass du immer die Materialität Materialität bei den Arbeiten siehst und das dir das …
  • Und man kann …
  • … gefällt, aber gar nicht weißt, was der Künstler selber …
  • Und ich …
  • Deshalb ist das auch okay.
  • Ich bin mal … Ich fand das gerade ganz toll, was ich gesagt habe. Und zwar: Ich finde …
  • Selbstverliebt!
  • Unterschied Schaffender und Künstler
  • Äh … Ich finde den Begriff und zwar der [Sperren: Schaffende] … viel schöner, als der [Sperren: Künstler]. [Sperren: Weil] der [Sperren: Schaffende] wird erst dann zum Künstler, wenn nämlich die Außenstehenden ihn dazu machen.
  • Nee. Das gefällt mir nicht.
  • Und das gefällt mir [Sperren: viel] besser.
  • [Sperren: Nee.]
  • Das gefällt mir viel besser.
  • Ich will ja in meiner kleinen Kammer sein können, …
  • Und das …
  • … ohne gesehen zu werden. Und trotzdem …
  • Und das …
  • … das Gefühl zu haben …
  • … möchte ich auch, dass das [Sperren: drinne] [Fußnote: In den Notizen auf dem HGB-Server] steht. Dass ich nämlich sage, …
  • Wird gelöscht!
  • … dass … dass Kunst erst zu …
  • Gelöscht.
  • … Kunst gemacht wird. Während das andere nur der Schaffende ist, der etwas schafft. Äh … Und … ähm …
  • Hä. Der Schaffende braucht aber kein Publikum. Das meinst du jetzt.
  • Genau. Genau.
  • Dann bin ich ein Schaffender.
  • [Sperren: Ja!] Und kein Künstler. Und ich finde das viel treffender. Und passender, als …
  • [Sperren: Dann bin ich jetzt] Friedrich Fröhlich, Schaffender. So.
  • … als … äh … Und das ist überhaupt nicht abwertend!
  • [Sperren: Nein nein nein nein nein!] Aber du unterscheidest jetzt halt zwischen Kunst, … äh … die gesehen wird. Und Kunst, die … äh … die nur die Person sieht, die das macht.
  • Ja. Und da sind wir doch bei deinen Verhüllten. Wo keiner …
  • Das ist ja jetzt die nächste … nächste Gruppe.
  • Ja. Wo man es nicht wahrnehmen konnte. Wo man gar nicht einschätzen konnte … Ist das jetzt Kunst, …
  • Das ist schön. Ja.
  • … oder kann das weg.
  • Ja.
  • Ja. Äh Und … Und … Ich … Also …
  • Lass uns erst einmal das hier …
  • Gut. Zu diesem Bild.
  • Genau. Mit den Geraden.
  • Äh. Diese Geraden. Weil vielleicht ist auch diese Assoziation dabei, weil wir vorhin von diesen Nagelbildern gesprochen haben …
  • [Sperren: Ja.]
  • Das ist auch ein Nagelbild.
  • Oder bei Jesus. Das mit der Krone. Ne?
Herme notiert nach Telefonat mit Bachmann zu Alberti fahren Holz für linke Kopfhälfte auf 105,744 mm (106 mm) hobeln HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 notiert in Hochschule bringen: Hartmetallbohrer, Hammer, Dübel 6 x 30, Schrauben 4,5 x 40 mit Hartmetallbohrer 6 mm Löcher für Aufhängung bohren Tiefe mindestens 45 mm Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt wird aufgehangen rundgang7-k.jpg Ansicht Flurarbeiten, mit schwarzen Klebestreifen-Geraden rundgang8-k.jpg Löcher für Hängung Ganzkörper schief, neue Löcher gebohrt Holz Rückseite Flügeltürrahmen platzt wegen Schrauben leicht, am Donnerstag Schrauben mit Klebeband umschließen am Donnerstag schauen, dass Kopierer und Flyer verschwunden sind ansonsten Hausmeister Hausmeister fragen
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Künstlersignatur Künstlersignatur Arbeiten im Klassenraum signiert Signatur: Friedrich Fröhlich F nur nach rechts horizontale Striche etwas krakelig geschrieben auf verhüllter Arbeit Rückseite Holzkasten auf Selbstbildnis auf Transparentfolie ebenfalls Rückseite Holzkasten Geradenbild Geradenbild mit 1 / 5 Auflage (5 / 5 ist Künstler-Exemplar) andere Geradenbilder zum Nachhängen in Büro gebracht Hausmeister Hausmeister gesprochen wegen Bohren im Flur und Abhängen der Infotafeln Tafeln werden heute abmontiert wenn am Donnerstag noch eine hängt neben meiner Wand, ihn fragen, ob er sie auch noch abmachen kann Herme Herme kurz mit Bachmann wegen Fräsen gesprochen da Probleme mit Daten dauert Start Fräse Fräse noch mit Alberti wegen maximale Dicke Holz bei Dickenfräse gesprochen maximal 20 cm, bei 17 cm also kein Problem Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Es … Ich wollte ausprobieren, ob ich das, was ich bei Gerhard Richter Gerhard Richter gesehen und beobachtet habe, ob ich das nachmachen kann. Und … äh … weil Ölfarbe so teuer ist …
  • Ach so, damit du das mal kennen lernst. [Eventuell falsch übersetzt, 2:41:40.]
  • … und mir die Werkstatt, das Atelier, fehlt.
  • Okay.
  • Wollte ich es erst einmal in klein ausprobieren. Um es dann ins Große zu übersetzen.
  • Das war ja auch dann deine Idee, dass ich bei eBay solche Sachen vertickere, groß mache. Und dort verkaufe. Teuer. Ne? Irgendwann hattest du mir das mal gesagt.
  • Ich … Ich hab' zu dir gesagt, dass … äh … dass man … äh … mit … äh … äh … äh … Kunstkopien relativ leicht Geld verdienen …
  • Mhm.
  • Künstler kopieren
  • … kann. Indem man einfach Künstler kopiert. Kunstarbeiten kopiert.
  • Dann bin ich ja selbst keiner mehr!
  • Äh … Und diese verkauft.
  • Dann bin ich kein Künstler mehr.
  • Auf diesen Zug von Gerhard Richter, also diese Rakeltechnik, sind ja schon viele aufgesprungen. Man findet da auch Videos auf YouTube YouTube , [Sperren: wie] das gemacht wird.
  • Hast du mir gezeigt. Ja.
  • Äh … Und diese Menschen bekommen teilweise vi… viel … teilweise tausend, zweitausend Euro für ein Bild.
  • Mhm.
  • Sie haben weder die Technik selbst erschaffen. Äh … ähm …
  • Das war's schon.
  • Äh … Sie hatten auch diese Idee … diese Begabung nicht. Äh … Sie sind eben auf diesen … auf dieses Geschäftsmodell Kunstmarkt , was es … Im nachhinein hat's sich eben als Geschäftsmodell auch gezeigt. Oder es hat gezeigt, dass es geeignet ist für … um … um Werte anzulegen. Es hat materiellen Wert. Äh … Es beinhaltet einen Geldwert. Das haben sie gesehen und kopieren es jetzt erfolgreich. Und verdienen … äh … damit … Geld.
  • Ich kann mir eben nicht vorstellen, dass der Künstler … ähm … von sich aus sagt, das ist ein Geschäftsmodell für ihn. Das kann ich mir nicht vorstellen.
  • Nein! Nein. Aber es hat sich als Geschäftsmodell …
  • [Sperren: Erwiesen. Ja!]
  • Als geeignet erwiesen.
  • Aber wenn [Sperren: du] ihn jetzt fragen würdest: Äh … ähm … Sehen Sie das selber als Geschäftsmodell. Denkst du, er antwortet mit "Ja"?
  • Inzwischen wird Gerhard Richter sagen: Ja.
  • Das ist ein Handwerk Handwerk .
  • Weil andere …
  • Sozusagen.
  • Weil andere, die es ihm nachmachen, haben es ja bewiesen. Dass man alleine mit der Kopie seiner Arbeiten Geld verdienen kann.
  • Ja aber das heißt ja nicht, dass er seine eigenen Arbeiten als Geschäftsmodell betrachtet. Als Geld sozusagen. Dinge, mit denen man ein Geschäft macht. So.
  • Na ja …
  • [Sperren: Kann] ja immer noch sein, dass es ihm um etwas anderes geht!
  • Das [Sperren: eine] ist … Das [Sperren: eine] ist das des abstrakten Geschäftsmodells. Das andere ist, ob er es als Geschäftsmodell [Sperren: betreibt]. Gerhard Richter wird vielleicht sagen: Äh … Ja, abstrakt dürfte es geeignet sein, weil man kann mit meinen … Wenn ich jetzt sagen will, ich brauche morgen nen … nen Porsche. Dann … äh … werde ich mich zwei Wochen jetzt hinstellen. Werde dieses Bild machen. Und kann mir davon einen Porsche leisten.
  • So denkst [Sperren: du] denken [Sperren: die]!
  • Ähm … Nein. Würde … Ich glaube, so würde er sagen.
  • Okay.
  • Muße faul
  • Das heißt also, es ist abstrakt geeignet als Geschäftsmodell. Wenn er ein Porsche braucht, macht er ein Bild. Er tauscht das Bild gegen einen Porsche. Materieller Wert gegen Materieller Wert. Und er hat's. Wenn … Allerdings wird er mir sofort sagen: Aber ich brauche es ja gar nicht. Ich bin ja gar nicht drauf angewiesen. Das heißt, ich werde nur [Sperren: dann] ein Bild malen, wenn mir danach ist. Wenn meine Muße da ist. Wenn mein Innerstes der Meinung ist: Du musst jetzt noch einmal so ein Rakelbild machen. [Sperren: Dann] werde ich das machen. Klar. Er hat inzwischen, weil er halt finanziell frei ist, andere Möglichkeiten. Wenn er achtzehn gewesen wäre … Wenn er jetzt achtzehn gewesen wäre … ähm … und er muss überlegen, wie kauft er nächste Woche die Ölfarbe ein. Ich … Ich glaube, ein son Bild kostet vier … fünftausend Euro. Nur an Ölkosten.
  • Mhm.
  • Geld verdienen, um überhaupt Kunst schaffen zu können
  • Nur an Farbe. Ja? Das heißt also: Wie will er sich denn das nächste Bild leisten? Er muss also erst einmal eins machen. Damit er das Geld für das nächste Bild hat. Ähm … Da würde er als Achtzehnjähriger sagen: Ja, logisch. Ich werde jetzt eins machen. Kaufe für viertausend Euro Farbe. Verkaufe das Bild für Fünfzehntausend. Habe dann wieder Viertausend für eine Farbe und von dem Gewinn kann ich mir mein Brötchen Sonntags kaufen.
  • [Pause.]
  • Ich habe eine kleine Hoffnung. [Lacht.] Gerade gespürt. [Lacht.] Dass da doch noch mehr dahinter schlummert. Weil du nämlich gerade gesagt hattest, … ähm … bräuchte er das Geld jetzt nicht, um sich das Auto leisten zu können, … äh … ähm … dann muss immer noch eins sein. Und zwar: Eine Muße. Oder … Oder … Oder das Verlangen halt, das jetzt herzustellen. Ne?
  • Ja.
  • So. Und das ist ja komplett frei von Geld. Von Geschäft. Von Kunstmarkt. Dieses Verlangen etwas … Also dieses … diese Muße. Äh … Sich die Zeit zu nehmen und etwas zu schaffen. Vielleicht Freude beim Schaffensprozess zu haben.
  • Mhm.
  • Ich [Sperren: denke] nämlich, dass er gar nicht, während er es schafft, gar nicht an einen Porsche oder so denkt. Ich glaube, der … diejenigen, die das groß machen, die … die … die … die … die … die denken in dem Moment Moment bloß an das, was sie gerade machen.
  • Ja. Okay.
  • Und … Das war mir aber ganz wichtig! Dass das … Dass eben die Kunst [Sperren: nicht] das … ein Geschäftsmodell ist. Sondern hinter … hinter dem Schaffen von Kunst steckt eben vielleicht doch etwas anderes.
  • Ja.
  • Als dieses Geschäft. Sondern etwas ganz menschlich … ähm … Würdevolleres. Weißt du?
  • Mhm.
  • Nicht … Nicht so konsumorientiert. Irgendwie.
  • Ja.
  • Das kam gerade raus! Das fand ich schön!
  • Ja.
  • Oder … Oder bin ich da total falsch gerade auf dem Dampf…? Aber du hast es mit der Muße gesagt. Und das war [Sperren: komplett] anderer … Ansatz … Das sieht so aus, als wäre das Geschäftsmodell lediglich … äh … ähm … was [Sperren: danach] kommt. Dann. Das ist ja in Ordnung. Wenn …
  • Ja.
  • So. Aber das [Sperren: davor]. Die Kreativität. Diese Muße. Und so. Dass [Sperren: das] immer noch da sein muss. Und das hat nichts mit Geld zu tun.
  • Alexanders Erfolgsmodell
  • Okay. [Räuspert sich.] Ich habe hier mal ein ganz einfaches … äh … ähm … ähm … ein ganz einfaches … ähm … Erfolgsmodell aufgeschrieben. Was ich … äh … jedem Kunststudenten Kommilitone mit auf dem Weg geben möchte. Ja?
  • [Pause.]
  • Man hat [Sperren: drei] Möglichkeiten.
  • [Ins Mikrofon gesprochen:] Er meint [Sperren: mich] damit.
  • [Lautes Rascheln.]
  • Also. Was hab' ich gemacht. Ich habe einmal ein Quadrat gezeichnet. Da hab' ich Muße reingeschrieben. Dadrunter hab' ich ein Dreieck gezeichnet und habe Geschäft geschrieben. Und darunter habe ich … äh … Das Viereck mit Muße [Sperren: plus] das Dreieck Geschäft [Sperren: ist gleich] Erfolg Erfolg . Und wenn …
  • Das sieht aus wie das Bauhaus Bauhaus -Logo.
  • Und wenn du mich fragst, … äh … sollte ich mein zukünftiges … äh … äh … Dasein … ähm … damit verbringen, nur noch Dinge zu machen, zu denen ich Muße habe, würde ich auf jeden Fall sagen: Nein. Weil … äh … Du pokerst damit. Das ist wie russisches Roulette. Entweder du verarmst, oder du hast Glück und wirst damit erfolg…
  • Das machen aber die meisten Künstler, ne?
  • …reich.
  • Und deshalb sind die meisten Künstler arm.
  • Ja. Und deswegen hab' ich's durchgestrichen und hab' gesagt, es wäre [Sperren: nicht] der Tipp, den ich dir oder den ich allen anderen Kunststudenten geben würde, wenn …
  • [Laut:] Mein Herz blutet!
  • … ihr die Schule verlässt. Das weiß ich. [Sperren: Du] glaubst nämlich auf genau [Sperren: dieses] Feld setzen zu müssen. Das Zweite …
  • Das ist so wie so ein Traum. Weißt du?
  • Das Zweite ist das Dreieck Geschäft. Also halt Geschäftsmodell.
  • [Gießt Tee in seine Tasse.]
  • Niesche suchen
  • Suche dir eine Nische. Mache Kunst für diese Nische. Mache Kunst im Sinne von Geschäft.
  • [Stöhnt.]
  • Verdiene damit Geld. Werde ganz schnell reich. [Sperren: will] ich gar nicht! Du versuchst es mir manchmal zu [Sperren: unterstellen]!
  • Das wird 'rausgestrichen.
  • Das [Sperren: will] ich überhaupt nicht.
  • Das wird 'rausgestrichen! Gecuttet!
  • Was ich aber möchte, ist, … ähm … Vielleicht hab' ich's sogar falsch aufgezeichnet. Was ich aber möchte, ist: [Sperren: suche] dir eine Nische. Suche dir ein Geschäftsmodell. Verbinde es mit deiner Muße. Also bring' das in Einklang. Und du wirst erfolgreich sein. Du wirst eine [Sperren: Garantie] haben. Weil es halt eine Nische ist. Weil es halt ein Geschäftsmodell ist. Du wirst erfolgreich im geldlichen Sinne sein. Weil … Du wirst [Sperren: nie] mehr Probleme haben zu überlegen, wie finanziere ich meine nächste Ausstellung. Wie finanziere ich … äh … meine nächste Leinwand. Ähm … Und du wirst auch deine Muße brauchen, … ähm … um dich zu motivieren. Um dieses Selbstverständnis weiter zu entwickeln. Ähm … Um auch eine Begründung für dein … für deine Kunst zu haben. Aber kombiniere es und du wirst erfolgreich sein.
  • So. Nur ganz kurz zusammenfassen. Damit ich es richtig verstanden habe. Bitte berichtige mich. Bei dir klingt es jetzt so, als ginge es nicht darum, … ähm … etwas zu Schaffen, [Sperren: weil] man es gut zu Geld machen kann. Also dass das nicht im Vordergrund steht. Ein Geschäft … Also weißt du … Och, ich will jetzt ein Geschäft haben, also mache ich Kunst. So. Sondern du sagst es jetzt so, … ähm … ähm … man sollte bereits … ähm … etwas schaffen, … äh … was einem liegt, wo man … man sich ausdrücken kann. Was sein Material ist. Und wenn das [Sperren: gleichzeitig] noch bei den Leuten gut ankommt, dann mach' daraus, aus dem, was du eh schon gerne machst, ein Geschäft. Aber [Sperren: nicht], dass man etwas schafft, [Sperren: weil] es im Geschäft gut läuft. Hab' ich das richtig verstanden? Was ja sehr sehr gut ist.
  • [Pause.]
  • Nee.
  • Also okay. Dann ist das …
  • [Nicht verständlich, 2:49:45.]
  • Weil du hast es genau umgekehrt gemacht.
  • [Lacht.]
  • Ich hatte … Ich hatte …
  • [Lacht.] Ich hätte es jetzt gut gefunden!
  • Also … Also es ist übrigens ganz clever. Und zwar … äh … ist das glaube ich immer etwas, was man wissenschaftlich untersuchen könnte. Nämlich …
  • Mit Dreieck und Quadrat!
  • … nämlich … ähm … Folgendes. Ich habe erst gezeichnet … ähm … Nimm deine Muße …
  • [Ungläubig, leise:] Das Geschäft?
  • Das, was du gut kannst.
  • Ja?
  • Und versuche auf dem Feld, was du gut kannst, … äh … ein … ein … ein … eine Nische zu suchen. Und dann wirst du erfolgreich sein.
  • Aber so hab' ich das doch gerade gesagt. Oder?
  • Ich glaube aber … Ja, das hast du gerade auch gesagt. [Sperren: Ich habe aber etwas anderes behauptet. Meine Theorie ist: Mache es umgekehrt. Näml…
  • Ähm … Suche dir [Sperren: erst einmal] eine Nische. [Lacht laut auf.]
  • Gucke, ob du …
  • [Lacht immer noch.]
  • … Geld verdienen [Sperren: könntest].
  • [Lacht weiter.] [Sperren: Nein!]
  • [Sperren: Plus] … ähm … Schaue, ob du überhaupt die Begabung und das [Sperren: Können] dafür hast. Und dann wirst du erfolgreich sein.
  • Geschäftsmann, kein Künstler
  • Dann bin ich aber [Sperren: kein Künstler]! [Sperren: Echt nicht!]
  • Was?
  • [Sperren: Dann] … Dann bin ich ein Saleman. Ein Businessman.
  • Aber das ist meine Empfehlung an die Kunststudenten. Um erfolgreich zu sein.
  • [Sperren: Ja], aber dann ist es keine Kunst!
  • Das ist sozusagen …
  • Geldkunst
  • Dann ist es keine Kunst, die rauskommt! Sondern das ist Geldkunst!
  • Okay.
  • Die rauskommt.
  • Und zwar ist das, was ich hier gerade gemacht habe, …
  • Ich will … Ich mache mich hier gerade … [Nicht verständlich, 2:51:00.]
  • Und zwar ist das, was ich gerade gemacht habe, dein Businessplan.
  • Ich bin hier wirklich … [Lacht.]
  • Dafür möchte ich auch Geld hier haben, ne? Für diese Beratung.
  • [Lacht.] Das wird gescannt.
  • Ich … Ich hab' hier … Du kannst das gerne fotografieren.
  • Ich nehme das mit.
  • Und zwar habe ich … ähm … habe ich hier gerade ein … ein … äh … äh … [Sperren: Businessplan] aufgestellt. Äh … Für … Für Kunst…
  • [Lacht laut auf.]
  • …studenten.
  • Ich will das gar nicht hören jetzt!
  • [Sperren: Wie] man Erfolg hat.
  • [Pause.]
  • Ich will dir ein Beispiel geben. Und zwar Folgendes …
  • Wirklich erst Geschäftsidee und dann Kunst?
  • [Sperren: Warte mal! Warte mal!] Ganz ganz kurz. Ich will doch jetzt … [Sperren: Ja] … Das ist jetzt deine Idee von wie man erfolgreich werden kann. Erst die Geschäftsidee haben und dann Kunst machen, die darauf basiert. Und dass man dann damit Geld verdienen kann. Gut so.
  • [Pause.]
  • Denkst du [Sperren: wirklich], dass diese großen Werke, also außer bei dem jetzt … Jeff Koons Jeff Koons , da kann ich mir das sogar vorstellen … Aber das jetzt bei Gerhard Richter oder so, dass die [Sperren: wirklich] entstanden sind, weil er eine Geschäftsidee hatte und danach dann die Kunst gemacht hat?
  • [Atmet tief ein.]
  • Weil er Geld verdienen wollte? Ich [Sperren: kann's] mir … Warte mal. Ich [Sperren: kanns's] mir nicht … Ich will's noch einmal sagen: Ich kann's mir nicht vorstellen.
  • Ja.
  • Aber bei niemandem. Kann ich mir das vorstellen.
  • Dann musst du natürlich Gerhard Richter fragen. Aber Folgendes. Ähm … Ich frage mich, [Sperren: wie] kann ich mir jeden Monat … äh … Öl und Leinwände und Werkstatt im Wert von vier … fünftausend Euro monatlich leisten, wenn ich nicht etwas verkaufe. Also das geht auch mit Hartz 4 nicht.
  • Ja.
  • Mit sechshundert Euro.
  • Dann müssen wir da ganz ganz langsam rangehen. Warte mal ganz kurz. Dann gehen wir jetzt davon aus: Er hat kleiner angefangen. So. Die … Die konnten sich vielleicht … Wir wissen es jetzt nicht. Aber die konnten sich verkaufen. Er hat ein bisschen mehr Geld bekommen. Also konnte er sich größere Leinwände kaufen.
  • Er ist sozusagen mit den Schritten größer geworden.
  • Ja. Ja.
  • Und jetzt kann's natürlich sein, dass sich das Verhältnis umdreht. Ne? Also das … Das zuerst sozusagen die Muße, diese … äh … äh … Diese Tatkraft, Kunst machen zu wollen, dabei war. Äh … äh … ähm … So und dann kam: Oh, das kann sich ja auch gut verkaufen! Und das am Ende, wo es dann immer größer wurde, ging plötzlich das Geschäft [Sperren: über] diese Muse Muse rüber. Dass also sozusagen das Geschäft plötzlich … äh … über der Kunst stand. Auch wenn die Kunst am Anfang immer noch … ähm … ohne Geschäft eigentlich funktionierte. So kann ich es mir noch vorstellen. Bei denen, die ganz ganz viel Geld damit verdienen. Dass am Anfang aber immer noch sozusagen nicht das Geschäft stand, sondern …
  • Ja. Ja.
  • [Sperren: Außer] bei dem Koons. Nimm den echt raus.
  • Ja. Ja. Man … Man … Man kann … Man kann natürlich bestimmte Fragen wirklich nur an an an den Ausnahmen erst einmal sichtbar machen. Ja? Wenn ich jetzt sage: Ich will das jetzt nachmachen. Das ist auch manchmal etwas …
  • Ja.
  • Bestimmte Dinge sind einfach schwierig nachzumachen. Weil sie viel Geld kosten.
  • [Sperren: Der hat] es nur gemacht, [Sperren: weil] es Aufmerksamkeit …
  • Ja.
  • … ist. Weil es Geld …
  • Ja.
  • Das ist mir klar!
  • Nur mal angenommen, jemand sagt: Das ist eine Nische. Das wollen Leute auch in ihrem Vorgarten …
  • Das ist eine Nische. Ja.
  • … haben. Mal angenommen. Ja?
  • Das kann bloß er oder Leute, die sich damit schon auskennen.
  • Da muss man natürlich [Sperren: Geld] haben, um sowas auch erst einmal … Also ich meine, man muss erst einmal zwanzig von diesen Exponaten schaffen, bis man auch zufrieden ist. Bevor man gemerkt hat, das ist die Technik.
  • Ja. Klar.
  • Das ist die Farbe. So mache ich's haltbar. Ja? So kann ich es transportieren. Ähm … Aber woher soll ich denn das Geld nehmen, …
  • Ja.
  • … wenn ich nicht irgendeine Einnahmequelle …
  • Ja.
  • … habe?
  • Dann hat er aber natürlich ein besseres Geschäftsmodell als dieser Gerhard Richter. Weil ich meine, am Ende haste dann ein Rakel und hast Ölfarben. Wenn du das willst. Du brauchst bloß Zeit, …
  • Ja.
  • … viel Muse da reinzu…
  • Ja. Ja.
  • …stecken. Aber … Du gehst schon wieder …
  • Alexanders Rat an Kunststudenten
  • Aber das muss man doch … Das muss man doch den Kunststudenten [Sperren: sagen]! Leute, ihr … ihr müsst euch überlegen: Wie könnt ihr im nächsten Monat … äh … eure Farbe bezahlen!
  • [Ins Mikrofon:] Hört bitte alle nicht zu!
  • Das könnt ihr nicht mit … Das könnt ihr nicht mit Hartz 4 bezahlen.
  • [Lacht.] Machen aber ganz viele!
  • Äh … Ja. Und deswegen sind sie ja auch … dümpeln sie vor sich hin!
  • [Sperren: Nein]! Viele verdienen mit anderem ihr Geld und machen dann halt … äh … frei Kunst. Ohne … Weil … Weil sie vielleicht [Sperren: wollen], dass ihre Kunst nicht [Sperren: befleckt] wird von diesem Gedanken, … äh … äh … das Geld steht am Ende im Vordergrund. Bei dem, was sie schaffen. Das [Sperren: wollen] viele glaube ich gar nicht. Also ich will's zumindestens nicht. Da würde ich mich schlecht fühlen. Du kannst dir das gar nicht vorstellen! Weil … Ich … Ich glaube, viele wollen das nicht als Geschäftsidee wahrhaben. Du redest jetzt natürlich davon. Das ist dann Erfolg für dich. Und so weiter und so fort. Aber ich glaube, das wollen viele gar nicht.
  • [Möchte unterbrechen.]
  • [Sperren: Das Schönste ist doch] … Das Optimalste wäre, wenn ich es nicht [Sperren: will] …
  • Dann …
  • Optimal, wenn das, was ich mache, erfolgreich ist
  • [Sperren: Nein nein nein nein!] Wenn ich es nicht will. Nicht tue. Und wirklich nur das mache, was ich mache. Und [Sperren: dann] das plötzlich gesehen wird. Erfolgreich wird. Und ich wirklich dann für mich halt weiterhin das machen kann, was ich will. Und das würde erfolgreich. Dann habe ich doch das auch geschafft. Aber ich habe nicht das Businessmodell dadrüber gelegt. Von Anfang an. [Sperren: Das] wäre mir wichtig.
  • [Pause.]
  • Das ist ein Spagat …
  • [Sperren: Dann] …
  • … am Ende.
  • Dann haben wir … Dann haben wir aber auch diese Definition, dass es eigentlich kein … kein … [Sperren: Künstler] im berufstechnischen Sinne gibt. Also … Künstler ist kein Berufsbegriff. Weil … ähm …
  • Ist es auch nicht. Aber Berufskünstler.
  • Weil dann haben wir zum Beispiel doch den Maurer. Den wir heute schon einmal hatten. Der eben sein Geld mit Mauern verdient. Und das Geld, was am Monatsende übrig bleibt, das verwendet er eben in, meinetwegen, Kunst. Rakeltechnik. Oder hier diese Luftballons. Äh … Und hat sich da dann auch irgendwann einen Namen damit gemacht. Dann ist er Maurer [Sperren: und] Künstler zugleich.
  • Mhm.
  • So. Und dann kommt man aber auch in diese Sphäre, wo eben das doch manchmal eben gesagt wird: Du machst in deiner Freizeit … Du arbeitest bei uns in der Firma und in der Freizeit fotografierst du. Also da … da liegt das immer so nah, das so abzutun. So als semiprofessionell.
  • Mhm.
  • Ähm … Hobbymäßig. Das … Das ist doch niemand, der Berufsfotograf ist. Oder der den ganzen Tag fotografiert. Ähm … Das ist so diese … diese Einstellung. Oft. Das man sagt: Künstler ist man entweder zu hundert Prozent oder gar nicht. So. Und wenn du aber sagst, dass hundertprozentige Künstler es gar nicht gibt, weil die müssen eben acht Stunden am Tag bei Kaufland an der Kasse sitzen und irgendwelche Fleischsachen über die Kassentheke ziehen, damit sie am Abend noch eins zwei Stündchen Zeit haben, um … Weil sie sonst das Geld nicht hätten für …
  • Das ist jetzt deine [Sperren: extreme] Vorstellung davon.
  • Ja.
  • Ich meine, jetzt schau mich doch mal an. Ich bin Programmierer und verdiene mit wenigen Stunden genug Geld, damit ich mir den Rest des Tages eigentlich mit dem, was ich würde wollen …
  • Du bist in gewisser Weise auch privilegiert. Ne? Also gucke dir doch mal deine Kommilitonen … Schau dich mal in deiner Klasse um. Und sage mir, womit die anderen in deiner Klasse tagsüber Geld verdienen, damit sie anschließend … äh … äh … Kunst machen können. Und dann wirst du nicht viele finden, die so leicht so schnell Geld verdienen. Ne? Ähm … äh … Ich glaube, es ist einfach [Sperren: naiv] zu denken, ich studiere da vier fünf Jahre und … äh … bin dann auf dem Markt und … äh … äh … äh … Nur weil ich mich Künstler nennen darf, so quasi durch Urkunde Urkunde , [Sperren: bin] ich auch ein Künstler.
  • Nee. Du kannst dich ja auch Künstler nennen, ohne einen Beruf …
  • Das ist mir zu … zu kurz gedacht. Ne? Und … Und es ist wirklich … Also ich wollte dir einfach mal …
  • [Sperren: Ich wollte dir] aber, bevor du … Ich wollte dir sagen … Ich will dir bloß sagen, dass mein Eindruck von der Hochschule ist, wo ich jetzt Kunst studiere, der ist, dass die gar nicht das [Sperren: Ziel] haben, dass du am Ende auf dem Kunstmarkt bist.
  • Ja.
  • [Sperren: Warte] mal kurz.
  • Das glaube ich auch.
  • Da gäbe es dann mehr Kurse, wo es ums Geld verd…
  • Ja.
  • …ienen, um Marke Ich und so weiter … Da gab's einen ganz kleinen Kurs und so weiter.
  • Ja.
  • [Sperren: Sondern da] … Das finde ich aber so sympathisch.
  • Nein.
  • Ausdrücken, nicht Geld verdienen wollen
  • [Sperren: Warte doch mal!] Das finde ich aber eben so symp… sympathisch. Weil da geht's wirklich eher darum, was willst [Sperren: du] eigentlich. Was willst du eigentlich ausdrücken? Worum geht es dir? Und das es nicht darum geht, was die [Sperren: Anderen] in dir gerne hätten wollen. Wofür sie viel Geld ausgeben wollen. Das würde mich [Sperren: total] nerven!
  • Das hat natürlich auch eine juristische Komponente. Stell dir vor, sie müssten garantieren, dass sie nach dieser Ausbildung … äh … qualifizierte Künstler auf dem Markt bringen. Die dann Geld verdienen können. Ja?
  • Das könn… Das kann aber keiner. Ein Jurastudium kann das auch nicht …
  • Ja aber da gibt's …
  • … leisten.
  • … Statistiken, dass halt eine gewisse … Auch bei den BWL'ern … Eine bestimmte Prozentzahl von diesen Menschen werden irgendwann einmal in diesen ganz klassischen …
  • Ja.
  • … Klischee Klischee -Berufen arbeiten. Als Richter, …
  • Ja.
  • … als Staatsanwalt, als … äh … ähm … ähm … Rechtsanwalt. Oder als Firmenanwalt. Und werden damit ihr Auskommen haben. Ein [Sperren: gutes] Auskommen.
  • Ja.
  • Hochschule kann Erfolg garantieren
  • Das kann diese Hochschule, je besser sie ist, kann sie das teilweise sogar [Sperren: garantieren]. Das macht Harvard zum Beispiel. Ja?
  • Ja.
  • Oder Princeton. Die können garantieren, dass sechzig Prozent der Abgänger erfolgreich sein …
  • Ja.
  • … werden.
  • Vielleicht [Sperren: will] das aber gar nicht … eine Kunsthochschule gar nicht. Vielleicht hat sie im Hintergrund gar nicht dieses [Sperren: Geldliche].
  • Sie kann es nicht [Sperren: leisten].
  • Sie [Sperren: will] es vielleicht gar nicht! Das ist [Sperren: mein] Blick.
  • Sie kann das niemals garantieren.
  • Okay. Du … Du denkst, sie kann es nicht leisten, nicht garantieren. Und ich sage: Sie will es vielleicht gar nicht. Dann haben wir jetzt aber zwei unterschiedliche …
  • Das ist einfach nur ein cleverer Schachzug, …
  • … Ansichten.
  • … es nicht zu wollen. Weil sie es nicht kann.
  • Du … Du siehst mich als Ausrede. Also das ich das als Ausrede verwende. Ich sehe das als ehrliche Antwort. [Sperren: Warum] muss die Kunst automatisch etwas mit Geld zu tun haben. Oder Geldverdienen haben wollen.
  • Ja.
  • Das [Sperren: muss] … das …
  • Ja.
  • Das [Sperren: sollte] sie doch gar nicht.
  • Ich …
  • [Sperren: Weil] … [Sperren: Warte mal, warte mal!] Dann wären wir doch wieder bei dem Punkt, … äh … wo ich meinte … äh … ähm … würde … Also entsteht nicht erst … Also wenn Kunst abgelehnt wird. Und später dann erst berühmt wird, oder so. Oder … Oder wenn du etwas ganz Neues schaffst, was von den Leuten eben noch nicht verstanden wird. Dann kann es trotzdem … äh … der [Sperren: Start] von etwas ganz Neuem gewesen sein, worauf ganz ganz viel anderes danach fußen wird. Aber dieses Neue wäre doch nie entstanden, wenn du wirklich auf ner Marketingschule gewesen wärest. Namens Kunststudium. Wo du halt eigentlich bloß lernst, wie schaffst du es, in dem Kunstmarkt … äh … viel Geld zu verdienen.
  • Das ist ja nur eine [Sperren: Annahme] von dir.
  • Ja. Von dir war das aber auch eine Annahme. Ich weiß zwar nicht was … [Lacht.] Aber … [Sperren: Jetzt] werde ich hier wild! [Sperren: So!]
  • [Lacht.] Äh …
  • Wir machen …
  • Das Schöne ist doch, … äh … dass du mich nicht überzeugen musst. Von deiner Ansicht. Sondern du wolltest mich interviewen, wie [Sperren: ich] bestimmte …
  • [Unterbricht laut:] [Sperren: Ich esse weiterhin Gummibärchen. Pärchen.] [Lacht.]
  • Alexanders Theorie
  • Ja. Pass auf. Ich wollte dir meine Theorie …
  • [Lautes Rascheln.]
  • … noch einmal erklären, warum ich …
  • [Rascheln wird lauter.]
  • … warum ich nicht Quadrat …
  • [Lacht.]
  • … plus Dreieck, sondern Dreieck plus Quadrat …
  • Das hab' ich schon verstanden. Aber es stört mich richtig.
Haltestelle an der Kunstakademie, Lackstift, Düsseldorf, Haltestelle Ratinger Tor, ca. 1983, Gereon Inger
Haltestelle an der Kunstakademie, Lackstift, Düsseldorf, Haltestelle Ratinger Tor, ca. 1983, Gereon Inger
Picasso Signatur, in einem Selbstbildnis, 1906
Picasso Signatur, in einem Selbstbildnis, 1906
Dürer Signatur, im Bild Feldhase, 1502
Dürer Signatur, im Bild Feldhase, 1502
Plakat Künstlersignaturen, zusammengestellt von Annette Engels, 70 x 100 cm für 3,90 EUR
Plakat Künstlersignaturen, zusammengestellt von Annette Engels, 70 x 100 cm für 3,90 EUR
Künstlersignatur Künstlersignatur voll ausgeschrieben, abgekürzter Vor- und / oder Nachname, Anfangsbuchstabe (Monogramm), figürliches oder symbolisches Zeichen seit Antike Antike bekannt, Vasenmaler Haltestelle an der Kunstakademie, Lackstift, Düsseldorf, Haltestelle Ratinger Tor, ca. 1983, Gereon Inger kuenstler-signatur4-k.jpg Verbreitung Künstlersignatur seit Renaissance Renaissance mit veränderter Rolle Künstler Picasso Pablo Picasso Signatur, in einem Selbstbildnis, 1906 kuenstler-signatur2-k.jpg Picasso, nur Nachname mit Unterstrich, wirkt sehr selbstsicher gegenüber Vor- und Nachnamen bei mir: Fröhlich Dürer Albrecht Dürer Signatur, im Bild Feldhase, 1502 kuenstler-signatur3-k.jpg Signatur passt gut zu Grafiken bei mir: FR, doppelt leicht nebeneinander, steht für FR-iedrich FR-öhlich vielleicht anfangen mit Friedrich Fröhlich, zu F. Fröhlich, zu Fröhlich davor keine Signatur: unsichere Phase, eigene künstlerische Arbeit in Frage gestellt nach Fröhlich eventuell wieder keine Signatur: Vergänglichkeit Vergänglichkeit akzeptiert, stehe über persönlichem Ruhm, Markierung würde zu verhüllten Arbeiten passen Plakat Künstlersignaturen, zusammengestellt von Annette Engels, 70 x 100 cm für 3,90 EUR kuenstler-signatur1-k.jpg Archiv Sammlerstempel / Künstlersignaturen / Monogramme Standpunkt schon vor Jahren viel zu viel signiert, wahllos versuchen das rückgängig zu machen, übermalen, überzeichnen, ausschneiden auch wenn Verhüllung verhüllt selber nicht das Kunstwerk: eventuell auf Rückseite signieren, stellvertretend für nicht sichtbare Arbeit Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Mhm.
  • Und genauso gab's auch Momente, wo er Farbe drüber gezogen hat und ich dachte: Na ja … äh … Auf Rot hätte ich jetzt nicht Gelb drübergezogen. Sieht ein bisschen kacke aus. Äh … Und er selber hat dann auch alles hingeworfen und hat gesagt: Heute ist nicht mein Tag! Also das hat mich beeindruckt.
  • Mhm.
  • Ähm … Also … ähm … Er … äh … Er gibt schon mehr hinein. Aber um deine Frage zu beantworten: Ich glaube nicht, dass er in dem Moment Moment , als er das gemacht hat, … Ach so. Du hattest … Du wolltest ja wissen, ob er sich Gedanken über die Größe gemacht hat. Ich …
  • Nee. Größe nicht.
  • Also. Na, du sagtest …
  • Ob es ihm vordergründig [Sperren: um] die Größe, um die Materialität Materialität , oder ob da noch irgendeine andere Intention Intention bei ihm …
  • Also ich glaube …
  • … war. Will er was verarbeiten? Oder keine Ahnung was.
  • Ja. Also …
  • Ich kenne ihn jetzt nicht so.
  • Ähm … Ich glaube, dadurch, dass er so viel experimentiert, auch mit unterschiedlichen Sachen … Er hat ja noch eine Zeit lang fotografiert.
  • Ja.
  • Also ganz weit weg von der Malerei. Er sucht halt seinen Weg. Und den sucht er glaube ich heute noch.
  • Als Millionär.
  • Äh … ähm … Und … äh … Ich glaube, dass er eben in dieser Form genau das gefunden hat, was er in dem Moment finden wollte. Oder wo nach er gesucht hat.
  • Mhm.
  • Äh … Wo ich mir aber fast sicher bin, ist, dass … dass er auch diese Größe gewollt hat. Ähm … Weil er vielleicht gemerkt hat, dass … äh … äh … dass … äh … die selbe Technik in klein passt nicht zu ihm. Wirkt nicht zu ihm. Ist nicht das Ergebnis, was er haben möchte. Ähm … Und da bin ich mir fast sicher, dass er … [Sperren: Ja], er hat nach der Größe gesucht.
  • Schaffen für Geschäftsidee
  • Er hat aber da … Also … Hat er dabei schon an eine Geschäftsidee gedacht? Oder so ans Geld verdienen? Deshalb die Größe? Oder denkst du, er hat die Größe gemacht, um mehr Ausdruck reinzubekommen. Was er … Wo er denkt, mehr reinstecken zu können.
  • Also ich glaube, da muss man ganz doll differenzieren. In dem Moment, wo er das gemacht hat, wollte er sich wahrscheinlich selbst verwirklichen. Und wollte … wollte zeigen … äh … welche Befähigung, welche Begabung er hat. Ja? Was er besser vielleicht machen kann als andere.
  • Mhm.
  • Alleinstellungsmerkmal
  • Vielleicht hat er auch nach einem Alleinstellungsmerkmal gesucht.
  • Das ist schon wieder Marke. Das ist schon wieder Geschäft Kunstmarkt .
  • Ich … Ich … Ich weiß es nicht. Ob er sich genau diese Gedanken gemacht hat. Aber ich könnte es mir vorstellen. Wenn [Sperren: ich] es machen würde, würde ich so kopfmäßig rangehen. Deswegen bin ich vielleicht auch kein Künstler.
  • Krankenkassen-Mensch!
  • Auch kein Krankenkassen-Mensch! Äh … Was aber im Nachhinein sich herausgestellt hat - und das ist das Coole daran -, dass nämlich das, was er geschafft hat, ein Geschäftsmodell ist und auch marktfähig ist. Und das schaffen nur wenige Künstler, die sich Künstler [Sperren: nennen]. Nämlich genau das. Das schaffen [Sperren: so] wenige. Und er gehört dazu. Und er hat's geschafft. Äh … Und das [Sperren: beweißt] mir, dass, wenn jemand etwas macht, nur des Machens wegen, aber dieses Ding wird [Sperren: nie] einen materiellen Wert bekommen. Dieses Ding wird nie eine Marktfähigkeit bekommen. Dieses Ding wird sich nie zum Geschäftsmodell entwickeln. Dann wird das [Sperren: niemals] diese Aufmerksamkeit erregen. Da bin ich mir [Sperren: ganz ganz ganz] sicher.
  • Hat aber nichts damit zu tun … äh …Also was du unter Kunst verstehst, das ist lediglich geschäfts…
  • Das sind unterschiedliche Dinge. Also …
  • Okay.
  • Was ich unter Kunst fasse und … äh … was Kunst wird …
  • Aber Geld kommt [Sperren: viel] bei dir vor. So. Geschäftsidee hast du ja als Grundlage, als Ausgangspunkt gesehen. So. Das ist …
  • Geschäftsmodell.
  • Geschäftsmodell. Kunst als Geschäftsmodell. Genau.
  • Kunst ist …
  • Ist …
  • … Geschäft.
  • … Geschäftsmodell.
  • Wie hab' ich's gesagt?
  • Na [Sperren: Kunst ist gleich Geschäftsmodell.]
  • Genau. Kunst ist auch … ist Geschäftsmodell. Genau.
  • Mhm.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Warte mal ganz kurz.
  • [Sperren: Denn wenn] …
  • [Sperren: Ich finde] …
  • … [Sperren: kein] Geschäftsmodell wäre …
  • Ja.
  • Wenn der Künstler nicht den Anspruch hätte, damit Geld …
  • Ja.
  • … verdienen zu wollen, verdienen zu müssen, … ähm … würde es irgendwann [Sperren: nicht] in den teuren Galerien, in den …
  • Ja.
  • … teuren Museen hängen.
  • Ja.
  • Es würde [Sperren: nicht] von Sammlern gesammelt werden und es würde nicht hinter Tresorräumen verschwinden. Es würde [Sperren: nicht] in … äh … Räumen hängen, die hochklimatisiert, hochgesichert sind. Ähm … ähm … Ja. Punkt.
  • Geradenbilder als Marke
  • Ich … äh … hatte halt … Also ich hab' mir darüber auch schon Gedanken … äh … gemacht. Was wäre, wenn ich jetzt … ähm … äh … plötzlich bekannt werde. Mit den Geradenbildern. Eben so. Und hab' mir dann die selbe Frage bei Leuten gestellt, die eben schon bekannt, berühmt, mit irgendeinen …
  • In [Sperren: diesen] sehe ich übrigens ein Geschäftsmodell.
  • Ich weiß! Ich weiß! Das hast du mir stän… ständig gesagt.
  • Ja.
  • Ähm … Das …
  • Ich sehe auch einen Marktwert darin.
  • [Sperren: Ja], ich weiß. Aber das … Ich fühle mich extrem unwohl, wenn ich das … wenn ich darüber nachdenke, dass das zu einer Marke wird. Und ich am Ende, glaube ich, … äh … nur noch etwas schaffe … ähm … weil es eine Geschäftsmodell … weil ich es als Geschäftsmodell betrachte. Und nicht, weil ich damit etwas ausdrücken oder etwas … etwas aus mir rausholen möchte. Was … Was raus wollte. Warum … Wo ich halte [Sperren: denke], dass Kunst etwas sein sollte, was … was irgendwie aus dem Künstler heraus [Sperren: will]. So. Und nicht etwas, was … was … was die da draußen [Sperren: wollen]. Weißt du? Nicht … Nicht extrinsisch. Sondern intrinsich. Sollte die Motivation, [Sperren: denke ich], sein. Das wäre mein Ideal. So. Und wovon du aber immer redest, ist schon extrinsich. Also es kommt von Außen. So. Die Bestätigung kommt. Also macht man noch mehr. Noch größer vielleicht. Äh … Noch mehr Bestätigung kommt. Man kann damit Geld verdienen. Das ist ein Geschäftsmodell. So. Ähm … Ich …
  • [Pause.]
  • Denkst du jetzt aber wirklich … Ich meine, ich stehe dem halt kritisch gegenüber. Denkst du denn jetzt wirklich, dass … dass die Künstler, oder die Kunst, die nicht … ähm … nicht groß, nicht bekannt und nicht viel Geld kostet, dass die deshalb weniger … äh … Kunst ist? In dem [Sperren: Trichter] weiter in …
  • Okay.
  • … In deiner [Sperren: Trichter-Idee] ja nicht so weit vor kommen. Wie …
  • Meine Angst vor Bekanntheit
  • Ja. Also um es mal ganz … ganz [Sperren: hart] … äh … zu formulieren: Äh … Es tut mir Leid, dass du Angst hast, bekannt zu werden.
  • Das ist mein Minderwertigkeitskomplex.
  • Das … äh … Mal so ganz hart formuliert. Die Frage, die du gerade gestellt hast: Ähm … Jeder kann sich selbst im Leben verwirklichen. Ja? Und … Und … Und wenn sich da jemand selbst verwirklichen will, in dem er Bildchen malt, … äh … Tonschälchen bastelt, …
  • [Sperren: Ach schön!] Das will ich auch!
  • … Klangmelodien … äh … schafft.
  • So hobbymäßig meine ich! Einfach.
  • Ähm … ähm … Oder kleine Häkeldeckchen …
  • [Sperren: Ja!
  • … macht. Oder … ähm … für den Dackel kleine Söckchen strickt. Äh … Also jeder kann sich selbst verwirklichen im Leben. [Sperren: Aber] … äh … Soll sich doch bitte nicht als [Sperren: Künstler] bezeichnen.
  • Also die Sachen würdest du nicht gleich in ein Museum reinstecken. Sondern das soll halt jeder für sich selber sozusagen abmachen.
  • Das ist … Das ist eigentlich ganz toll, dass … äh … äh … dass, wenn man etwas macht, was ihm … was ihn befriedigt …
  • Ja.
  • Geld verdienen, um sich zu verwirklichen
  • Was ihn glücklich macht. Äh … Das hat man … Das wird zunehmend seltener. Ja? Im Leben. Weil manche haben das Gefühl, sie müssten arbeiten gehen, … äh … um … äh … Geld zu verdienen. Und … äh … Sie verlieren so schnell aus dem Blick, dass das Geld eigentlich ja nur dazu dienen soll, um zu [Sperren: leben]. Nämlich um sich seine Träume zu verwirklichen. Ähm … ähm … Und wenn es jemanden gibt, der sagt, ich mache etwas, was mich glücklich macht, das macht mich aus, aber ich muss damit kein Geld verdienen. Ich bleibe mein Leben lang arm. Dann ist das schön. Aber …
  • Das kann trotzdem große Kunst sein. Oder nicht?
  • Äh.
  • [Sperren: Nachträglich]. Meinetwegen.
  • Es kann …
  • Nach dem Tod Sterben .
  • … in seinen Augen große Kunst …
  • Ja.
  • Ähm … Dadurch, dass es vielleicht den größeren Markt nicht zugänglich wird, … äh … wird man nicht aufmerksam darauf. Und … ähm … Es wird sich auch kein Sammlerwert [Sperren: bilden]. Ähm … Ob es nach dem Tod …
  • Na ja, das ist eigentlich uninteressant.
  • … dazu führt … Das weiß man nicht. Und vor allen Dingen: Der … Der … Derjenige, der das geschaffen hat, wird's nicht mehr erfahren.
  • [Pause.]
  • Was ich … ähm … Ich lese gerade ein Buch. Äh … ähm … Von … ähm … Sol… Zola. Das Werk.
  • Mhm.
  • Und auch in anderen Büchern … Ich habe jetzt ein paar Bücher gelesen über Künstler, wie sie über … über Kunst denken. Und das sind so manchmal … äh … Erzählungen. Wo erzählt wird von einem Künstler, von einem Maler und wie er lebt und … und …
  • Ja.
  • Ideal: Kunst soll Künstler überleben
  • … und woran er zweifelt. Und so weiter. Und bei dem jetze … ähm … kommt für mich zum Beispiel raus, was ich sehr sehr mag … Das ist halt so ein Ideal, dass … äh … dass der Künstler etwas schafft … ähm … was ihn überleben soll. Das … Das ist irgendwie so der Drang, etwas Bleibendes zu schaffen. Und das alles … ähm … eigentlich ziemlich schnell vergeht. Der Körper vergeht. Die Gedanken gehen weg. Aber wenn du halt eine Statue machst … Das war noch von einem anderen Buch, was ich gelesen habe. Ich suche das noch raus. Ähm … äh … Das überlebt in einem Kloster. Da ging's um eine Marienstatue. Glaube ich. Das überlebt sein eigenes kleines irdisches Leben. Er kann sich sozusagen … äh … froh darüber sein, er hat etwas geschaffen, was die Welt überdauert. So. Das ist halt so … so eine Idee von: Kunst wäre etwas Höheres. Etwas, was viel weiter reicht als ein menschliches Leben kann. Und wenn du halt von den Häkelsachen redest oder so, dann ist das halt etwas, was tatsächlich bloß in diesem einen Menschenleben etwas bedeutet. Wenn wir aber über große Skulpturen, also in Kirchen oder so, reden, dann ist das ja schon etwas, was geschaffen wird, was den Menschen überdauern soll. Die Generation. Und ich denke, genauso ist das auch bei solchen Werken, die dann groß gekauft werden. Irgendwie. Die werden ja nicht gekauft, spekulativ halt, dass sie … ähm … wenn der Künstler tot ist, plötzlich auch nichts mehr wert sind. Sondern die werden ja maximal in ihrem Wert netterweise steigen. So. Ähm … Also, dass das eine Motivation für einen Künstler ist … ähm … etwas zu schaffen. [Sperren: Nicht] wegen des Geldes jetze. Was es [Sperren: jetzt] gibt. Sondern … Sondern wegen dem, dass es sein Leben … sein kurzes kleines irdisches Leben, überdauern wird. Kannst du das nachvollziehen? Als Idee? Ich hatte es jetzt halt bloß in einer Erzählung gehört und …
  • Mhm.
  • … war [Sperren: begeistert] davon. So dieses … Dieser [Sperren: Drang] halt … äh … ähm … dieses kleine Leben zu … zu … [Sperren: Wobei], in diesem … [Sperren: Nee] … Das war von Hermann Hesse. Narziss und Goldmund. Da … ähm … Der hat dann aber eingesehen, … ähm … dass auch diese Statuen irgendwann einmal … ähm … verschwinden werden. Und so weiter. Also, dass auch das vorbeigehen wird.
  • Ich kann es … Ich kann es nachvollziehen.
  • Wäre das für dich ein Grund, eine Motivation für einen Künstler, was zu machen? Außerhalb des Geldes?
  • Das mag auch … Das mag auch ein Baustein, durchaus, sein. Als … Als Antrieb. Als Motivationshilfe. Aber das ist mir zu eindimensional. Das ist mir zu … Das ist mir zu flach gedacht. Weil …
  • Ich denke [Sperren: nur] flach.
  • Ähm … ähm … Auf der einen Seite zeigt es halt so ein bisschen Selbstzweifel auf … ähm …
  • Aber [Sperren: sowas] von. Natürlich!
  • Wer bin ich. Was bin ich. Was macht mich aus.
  • Ja. Und was mach' ich für ein Zeug da eigentlich?!
  • Was hinterlasse ich. Welchen Fußstapfen.
  • [Sperren: Ja]!
  • Und wenn man schaut, wie viele Milliarden … Wieviele Menschen leben eigentlich …
  • Ja.
  • … auf diesem Planeten?
  • Siebenirgendwasmilliarden.
  • Siebennochwasmilliarden. Äh … äh …
  • [Sperren: Aktuell]. Es haben aber schon viel mehr gelebt. Ne?
  • Und … Und … äh … Und wie schlimm wäre es, wenn jeder das Gefühl haben muss, er müsse was hinterlassen! Auf diesem …
  • Ja.
  • … Planeten. Ja?
  • Dann wäre die Umwelt kaputt.
  • Vergänglichkeit in der Kunst aufhalten
  • Und … äh … Vor allen Dingen auch diese [Sperren: Angst] vor Vergänglichkeit.
  • Ja.
  • Die wir Menschen ja auch haben. Also auch die … die Angst … ähm … unsere Jugend zu verlieren. Ja?
  • Die steckt … Das … Das steckt übrigens in vielen Skulpturen und so weiter drinne. Wenn du dich als Junger fotografierst, …
  • Natürlich.
  • … oder ein Objekt machst … Du … Da konservierst du die Jugend. Auch wenn sie tot ist.
  • Natürlich.
  • Aber du willst ein Bild festhalten. So.
  • Ähm.
  • Von damals.
  • Angst/Zweifel Zweifel als Antrieb
  • Aber das als Antrieb zu nehmen. Diese [Sperren: Angst] als Antrieb zu nehmen, dass mag ein Baustein sein …
  • Zweifel.
  • Das mag auch … Ja, oder auch Zweifel … Mag auch in gewissen Situationen helfen. Aber … ähm … Ich würde es niemals … äh … als Alleinstellungsmerkmal nehmen. Weil es gibt so viele andere Dinge die … die auch mich überdauern. Also sei es darum, dass ich ein Kind zeuge. Das wird mich überdauern. Ähm … Sei es, dass ich ein Haus baue. Das wird mich überdauern. Sei es, dass ich einen Wald anpflanze. Auch dieser wird mich um hunderte von Jahren überdauern. Ähm … äh … Also dieses … ähm … Ja auch die Ägypter. Die hatten ja schon die Pharaonen. Die hatten ja wahrscheinlich auch schon dieses Verständnis, dass die Zeit, die danach kommt … Ja? … Dieses Überdauern und so … Ist mir zu einfach. Aber ich kann's nachvollziehen. Ja.
  • Ja. Das führt auch gerade in eine falsche Richtung. Weil ich gerade merke, das kriegst du als Ausstellungsbesucher nie mit. Wenn du so ein Bild siehst. Oder hier so … [Nicht verständlich, 2:38:30.]
  • Das ist ja auch eine subjektive Einstellung. Des Künstlers.
  • Na ja, aber der schafft das ja. Und du siehst das, was er geschaffen hat. Und wenn du nicht das siehst, warum er das geschaffen hat, …
  • Na gut. Der nächste sagt halt: Äh … Ich wurde in der Schule immer gehänselt und will jetzt beweisen, dass ich erfolgreicher bin als alle anderen. Aber das ist eben so eine … so ein subjektiver Ansporn. Den … Den … Den man nicht sehen kann. Ne?
  • Aber dir geht es jetze wieder um den Erfolg Erfolg . Den hast du jetzt wieder reingebracht.
  • [Räuspert sich.] Na ja. Wenn …
  • Mir ging … Mir ging es um [Sperren: Zweifel]. [Lacht.]
  • Ja aber ganz ehrlich. Wenn [Sperren: Kunst] wirklich den Künstler überdauert, …
  • Ja.
  • … dann hat das doch was mit Erfolg zu tun.
  • [Sperren: Aber] …
  • Denn wieviel Kunst wird [Sperren: geschaffen], was gerade den Künstler [Sperren: nicht] überdauert.
  • Im Keller mindestens schon.
  • Hobbykünstler Hobbykünstler und deren Potential
  • Also … Und vor allen Dingen … Ich habe jetzt … äh … äh … äh … ähm … Ach ja genau! Ähm … Bei uns auf Arbeit war so ein Fotowettbewerb ausgerufen. Und auch [Sperren: Fotos] können Kunst sein. Ähm … Und da hatte er … äh … äh … geschrieben, dass er von [Sperren: tausend] Bildern, die er gemacht hat, [Sperren: eins] hat er jetzt gefunden, was so passt, was er jetzt auch zeigen will. Und womit er sich auch für diesen Wettbewerb beworben hat.
  • Das war aber ein Mitarbeiter bei dir. Also der …
  • Äh …
  • … eigentlich kein Künstler ist.
  • Genau. Aber sehr sehr professionell. Und … äh … Das waren alles Mitarbeiter, die sich für diesen Fotowettbewerb … äh … beworben haben.
  • Okay.
  • Und ich war [Sperren: begeistert], wie … wieviele … äh … was für [Sperren: Potential] in den Mitarbeitern steckt. Also was die vielleicht als Hobby machen, wo ich sagen kann: Ey, ihr braucht das gar nicht als Hobby machen. Ihr könnt damit Geld verdienen. Ihr könnt professionell … ähm … Kalender gestalten. Ihr könnt damit Fotoleinwände machen. Ihr könnt … so [Sperren: tolle] Sachen mit dem machen, was ihr da … äh … in eurem Hobby … äh … Freizeit macht.
  • [Sperren: Du] siehst es wieder als Geschäftsmodell. Da haben wir's gerade wieder.
  • Ähm … Ihr könnt damit …
  • [Sperren: Das ist okay]. Ich wollte es nur noch einmal …
  • … Geld verdienen. Ja.
  • Ja.
  • Das hab' ich gedacht in dem …
  • Okay.
  • … Moment. Das hab' ich gedacht.
  • Aber Geld verdienen ist ja nicht gleich Kunst.
  • Aber sie verdienen ihr Geld mit anderen Dingen. Aber genau … Genau … Das wäre das nämlich auch. Wenn man so ein Bild sieht, was den ersten Platz im Fotowettbewerb gemacht hat. Äh … Und dann jetzt in eine Dauerausstellung geht. Äh … Bei den einzelnen Regionalstellen der … der Rentenversicherung. Äh … Oder vielleicht auch im öffentlichen Raum ausgestellt wird … Muss man schon sich die Frage gefallen lassen: Ist das nicht auch ein Künstler? Ja? Ist das nicht auch Kunst, was er dort geschaffen hat.
  • Hast du aber nicht vorhin gesagt, oder ich hab' das gesagt, wenn es bloß einmalig ist oder so, dann … Dan muss etwas wiederholt werden. Da muss …
  • Also jemand, der [Sperren: tausend] Fotos macht um ein Gutes zu finden, …
  • … und nur [Sperren: einmal] auszustellen.
  • … ist nicht … ist nicht der, der … äh … äh … der … der das nur einmal macht. Sondern er zeigt halt eine Wiederholungsabsicht. Und er wird weiter fotografieren. Er wird sich bei weiteren Wettbewerben beteiligen. Er wird weiterhin hoffen, dass seine Kunst … seine Art … sein Schaffen … gezeigt wird. Und damit … äh … gehört er schon einmal mit in diesen Trichter, … äh … Kunst zu machen.
  • Einschränkung in Größe wegen fehlendem Atelier
  • Geschäftsmodell. [Lacht.] 'tschuldigung. Ähm … Dein kleines Bild. Warum hast du das gemacht?
Porträt Katze und Mensch, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Porträt Katze und Mensch, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Selbstporträt (mz), Blatt 1 / 4 + 1 K. E., Tusche auf Papier, 31
Selbstporträt (mz), Blatt 1 / 4 + 1 K. E., Tusche auf Papier, 31
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten nach E-Mail von Bachmann: mit Ohme treffen und 1 Büste Büste auf Originalgröße bringen 2 Form verdicken (um wie viel, Bachmann fragen?) 3 danach Schultern abtrennen und offene Flächen füllen umsetzen in Werkstatt (unabhängig davon, auch schon heute) groben Umriss von A Schulter links B Schulter rechts C Kopf auf Papier skizzieren noch Originalgröße, später dann nach Gespräch mit Ohme mehr dazugeben nach neuer E-Mail von Bachmann: 1 cm -1,5 cm mehr hinzugeben Umrisslinie erst nach Arbeit mit Ohme am Rechner ausgeben und ausdrucken, ansonsten zwischendurch per Hand zeichnen o. T. umsetzen 1 mit grünen Pigmenten, Kleber und Fingern einfache Porträts malen auf Backpapier, A4-Druckpapier, Zeichenpapier 2 Gesichtsabdruck auf Papier zuerst mit Hand testen mit Kohle einschmieren oder mit Farbpigmenten 3 Collage Collage Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt mit abgerissener Kalenderecke auf normalem A4-Papier drucken Randbereich reißen oder mit Schere schneiden passenden Rahmen aus Holz herstellen (Rückplatte zusägen bzw. dicke Pappe und Holzleisten, eventuell weißen) Kinderzeichnung Kinderzeichnung heute grüne Pigmente mit Kleister vermischt Porträt Katze Ramses und Mensch, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31 katzeich-m.jpg mit Fingern auf Leinwand und Braunpapier aufgetragen Köpfe und Katzenporträt Leinwandbilder zuvor mit Bleistift umrandet Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31 ichpigmente1-k.jpg Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31 ichpigmente2-k.jpg Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31 ichpigmente3-k.jpg Rahmen aus Pappe und Holzleisten hergestellt danach weiß grundiert HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 umsetzen am 4.2. (Samstag) im Flur Infotafeln abhängen, Löcher bohren, mit Schrauben / Dübel Testhängung beider Arbeiten schwarzer Klebestreifen zuvor im Klassenraum auf kleiner Fläche testen danach wieder abhängen Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor Selbstporträt Selstbildnis , Auflage 4 + 1 K. E. Vorbereitung ab 19:40 Blatt 1/5 Start 19:55 Force 120 gf, Speed 70 cm / s ab 20:05 Speed 30 cm / s ab 20:15 Speed 20 cm / s Selbstporträt (mz), Blatt 1 / 4 + 1 K. E., Tusche auf Papier, 31 ichseite-k.jpg Blatt 1 Ende 20:21 (41 min) Blatt 2 20:23 - 20:55 (32 min) Blatt 3 20:56 - 21:25 (29 min) Blatt 4 21:27 - 21:56 (29 min) Blatt 5 22:00 - 22:28 (28 min) insgesamt 19:40 - 22:35 = 175 min / 4 (+ 1 K. E.) = 44 min / Blatt (+ ca. 15 min für Hintergrundkarton kaufen, zuschneiden, hängen) = 55 min = 60 min Zusatz schwarzer Hintergrundkarton + 1 cm bei A2 44 x 61,7 cm
(einige Notizen bei Übertragungsversuch verloren gegangen) notiert (Notizen vom iPad, vergangene Tage) noch machen: alle arbeiten unter tisch richtig in kartons sortieren schauen, wie grauer hintergrundkarton hinterm a2-papier ausschaut wenn gut eventuell für klassenausstellung statt rahmen nutzen (vielleicht sogar eh eine idee, um unnütze rahmen zu vermeiden?) oder andere farbe in innenstadt kaufen und in klassenraum bringen zwei ungenutzte holzstühle eventuell auch olaf geben? schauen, wie raum ohne ausschaut frage: was trieb höhlenmenschen dazu, die wände zu bemalen? recherchieren. ich möchte nichts … blablabla machen zwei rahmen (urkundenkit) wei geben für seine wohnung bei architektenschrank fehlendes papierschildchen ergänzen 1 h gespräch transkribieren grosse schwarze mappe mit alten fotografien eventuell auch in pension bringen (notiz bei frfr hinterlegen) Von meinem iPad gesendet notiert verhüllt verhüllt fuer papierarbeiten einfache holzboxen machen rueckholzplatte gegehrte holzleisten am rand, stabil, damit platte nicht biegt in leisten löcher vorderplatte mit holzdübeln, die genau in leistenlöcher passen einen test bei alberti nach rundgang herstellen papierarbeit wird mit klebestreifen auf rückplatte befestigt hinter rückplatte aufhängevorrichtung befestigen genaue löcherposition: vorderplatte an holzleisten befestigen und durchbohren dübel sind nach vorne hin sichtbar, aber glatt geschliffen holzboxen können dann gleich in ausstellung als rahmen dienen da sich vorderplatte bald biegen würde eventuell diese auch mit holzleisten bescheren dann passen je box zwei arbeiten rein Von meinem iPad gesendet notiert Geradenbild Geradenbild für grosse plotterzeichnungen Von meinem iPad gesendet HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 (mit Notizen der letzten Tage) Hängung Geradenbild mit schwarzem Karton, daran Klammern befestigt umsetzen wenn AV-Labor frei, dann dort zuschneiden auf 1 cm Rand Hängung Fingerzeichnung Hängung Glasritzzeichnung mit vier kleinen Nägeln an Seiten befestigt kleiner Abstand zur Wand von weitem schwarzer Fleck, beim Näherkommen Porträt erkennbar Spiegelzeichnung mit farbigem Karton als Hintergrund mit Heftklammern noch nicht zufrieden Hängung Pigment-Kleber-Bild an kleineren Nagel hängen, eventuell zwei Klammern ansonsten sehr konzentriert umsetzen weitere Pigment-Kleber-Bilder malen statt mit Pinsel mit Fingern
Vorschau Selbstporträt 2017-01-21 14-28-47, eventuell Auflage 5 + 1 K. E.
Vorschau Selbstporträt 2017-01-21 14-28-47, eventuell Auflage 5 + 1 K. E.
Vorschau Selbstporträt 2017-01-21 15-01-01, eventuell Auflage 5 + 1 K. E.
Vorschau Selbstporträt 2017-01-21 15-01-01, eventuell Auflage 5 + 1 K. E.
Sommerbaum, Edmont Kies, 2006, Öl auf Leinwand
Sommerbaum, Edmont Kies, 2006, Öl auf Leinwand
Rahmung Kosten Rahmung 1 A4-Format, ohne Distanzleiste: 20 EUR 2 A4-Format, Distanzleiste: 31 EUR 3 Sonderformat (A4-Format + 1 cm oder ähnliches dazu, damit Papierarbeit komplett sichtbar), Distanzleiste: 46 EUR 4 Sonderformat (A2-Format + 1 cm oder ähnliches dazu), Distanzleiste: 96 EUR umsetzen Rahmenhersteller fragen, ob sie Papiermuster für Leisten und Rückkarton zuschicken können (Reinweiß, Naturweiß, Altweiß) HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 beide rahmenlose Bilderhalter verwerten, danach A2-Arbeiten mit Klammern befestigen ebenfalls bei Ganzkörper-Collage Collage , danach weitere Collage mit Klammern und Tonpapier dahinter befestigen Preis nach Rundgang für A2-Arbeiten nicht mehr 100 EUR sondern 400 EUR (Unikat bzw. Auflage 1 + 1 K. E., mit Distanz-Rahmung 500 EUR) umsetzen doch nur ein A2-Selbstporträt Selstbildnis ausstellen, dafür Auflage 5 + 1 K. E.? dann würde der Gesamtpreis immerhin an ein Unikat herankommen heute Vorlage erstellen und kommenden Freitag / Samstag umsetzen Vorschau Selbstporträt 2017-01-21 14-28-47, eventuell Auflage 5 + 1 K. E. 2017-01-21-14-28-47_vorschau-k.jpg Vorschau Selbstporträt 2017-01-21 15-01-01, eventuell Auflage 5 + 1 K. E. 2017-01-21-15-01-01_vorschau-k.jpg Preis nach Rundgang für A4-Bildvorlagen (mit Distanz-Rahmung, Auflage 5 + 1 K. E.): 250 EUR Diplom Theorie Gespräch mit Oma heute beendet umsetzen zum Gespräch noch alle besprochenen Arbeiten raussuchen von Gespräch mit Alexander bleibt noch 1:40 h zu transkribieren bei 5 min = 1 min Gespräch: 500 min transkribieren = 8 1/3 h (4 Tage mit je 2 h transkribieren) Gespräch mit Oma
  • Hier hätte ich jetzt …
  • Und auch nicht bei diesem Schezan oder …
  • Ja.
  • … wie der hieß da.
  • Ja.
  • Nicht?
  • Also das Ding ist, was ich bei den Beispielen, die ich immer zeige …
  • Mhm.
  • Technik wird Künstler zugeschrieben
  • Die haben halt alle irgendwie einen Stil oder eine Technik, die denen irgendwie zugeschrieben wird.
  • Mhm.
  • Also bei Picasso Pablo Picasso das mit den Frauen, die jetzt zum Beispiel … Wo man alles …
  • Ja.
  • … noch sehen kann. Aus unterschiedlichen Perspektiven. Und man weiß sofort: Das ist doch glaube ich Picasso.
  • Ja.
  • Wenn man ihn sieht. So. Und das … Und … Und … Und … Und dir gefallen halt Bilder irgendwie, wo … die keinen besonderen Stil haben. Keine besondere Technik. Sondern …
  • Ja. Genau.
  • Dargestelltes wichtiger als Stil
  • … die halt etwas zeigen und … und die weniger einen Hinweis auf den Künstler geben als auf eine Szene. Auf … Als auf ein geschichtliches …
  • Ja.
  • … äh … Ereignis. Sozusagen.
  • Ja.
  • Das ist ja wie bei den ägyptischen Dinger.
  • Künstler uninteressant
  • Ja. Der Künstler interessiert mich …
  • Ja.
  • … da tatsächlich nicht.
  • Ja, okay.
  • Sondern das Bild. Eben.
  • Das ist ja wie bei den ägyptischen Bildern.
  • Ja.
  • Ich meine, da interessiert dich dann auch das Bild, der Inhalt. Nicht, wer das gemacht …
  • Mhm.
  • … hat. Jetzt. Unbedingt.
  • Ne. Ich glaube, das weiß man auch gar nicht.
  • Ja, ne. Ja genau. Na weil das in dem Moment Moment wahrscheinlich unwichtig ist.
  • Ja.
  • Also dir geht's nicht darum, da jemanden ausfindig zu machen.
  • Ja.
  • Das Besondere da herauszukehren.
  • Nee, ich glaube, die Künstler kennt man nicht mehr.
  • Nee. Das waren halt Handwerker, ne? Damals.
  • Ja. Das könnte so sein. [Räuspert sich.]
  • Kunststudenten Kommilitone sollen eigenen Stil entwickeln
  • Also heutigen Künstler oder Kunststudenten, die, hab' ich das Gefühl, … den … den … denen wird halt beigebracht, einen [Sperren: eigenen] Stil … eine [Sperren: eigene] Technik zu …
  • Mhm.
  • … entwickeln. Ein [Sperren: eigenes] Inhaltsding. Also das …
  • Ja.
  • … nach außen hin … Das ist wie eine Marke. Dass die nach außen hin wissen …
  • Mhm.
  • Du hast das gemacht.
  • Ja.
  • Und das kann jetzt gut oder negativ sein. Ähm … Aber das heißt natürlich, dass immer wieder irgendwelche Sachen reinkommen, die du jetzt zum Beispiel dann nicht verstehst. Weil die …
  • Mhm.
  • … zu besonders sind. Sozusagen. Wieder nicht …
  • Mhm.
  • … nicht allgemeingültig. Ne?
  • Und so … Die eben nur so Farbkleckse … [Sperren: ohne] Bild. Also jetzt meine ich auch noch nicht einmal dieses Symmetrische oder …
  • Mhm.
  • … Geometrische. Äh … Was man ja auch oft sieht. Also das sagt mir dann eben auch nichts.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • [Räuspert sich.]
  • [Pause.]
  • Mein Geradenporträt Geradenbild
  • Dann kommen wir zu dem Bild. Den Rahmen jetzt mal nicht beachten.
  • [Lacht.]
  • Nur das Bild.
  • Ja. Na das war ja hier die besondere Technik. Ähm …
  • Das Geradenbild.
  • Mit den Geraden.
  • Das Selbstporträt.
  • Gestaunt
  • Strichen. Und … äh … Da habe ich ja eben gestaunt, dass man daraus solche tollen Bilder eben machen kann.
  • Aber du sollst jetzt nicht bewerten, weil [Sperren: ich] das gemacht hab'. Sondern wirklich …
  • Ne.
  • … weil… weil [Sperren: das] ist im Endeffekt aus Linien entstanden.
  • Ja nur aus Linien.
  • Mit denen du prinzipiell erst einmal gar nichts anfangen könntest.
  • Ne. Genau.
  • Weil da die Technik wieder im Vordergrund …
  • Ja.
  • … steht. Oder der Stil.
  • Und manche Sachen …
  • Ja.
  • … davon, die sagen mir wahrscheinlich auch nichts. Aber … ähm … Viele Linien ergeben eben tatsächlich ein [Sperren: Bild].
  • Mhm.
  • Und das ist das Interessante dabei. Sogar richtige Augen. Richtiger Blick. Und …
  • Mhm.
  • van Gogh Vincent van Gogh versus Ich
  • … richtiger Ausdruck!
  • Bei van Gogh war das aber auch so.
  • Was dabei herauskommt.
  • Van Gogh hat viele … viele Striche genommen und hat daraus Selbstbildnisse geformt. Oder halt Landschaften. Ne?
  • Mhm.
  • So. Das ist das Selbe, nur halt jetzt nicht Malerei.
  • Ne. Das würde ich auch nicht als Malerei bezeichnen.
  • Das ist Grafik eben. Ja.
  • Oder ich weiß nicht, als was …
  • Zeichnung.
  • … ich das bezeichnen …
  • Zeichnung.
  • … äh … äh… Eine Zeichnung würde … würde … Das hat nichts mit Rembrandt Rembrandt van Rijn oder … Irgendwie kann man das ja nicht vergleichen.
  • Mhm.
  • Ähm … Das ist eine völlig andere Technik eben. Kein Gemälde.
  • Mhm.
  • Sondern … ähm … ja … Was Mathematisches. Oder … Oder …
  • Nee, muss ja noch nicht einmal sein.
  • Oder … Oder … Oder so dann eben. Nicht? [Räuspert sich.]
  • Aber was ist jetzt … Also kannst du damit jetzt mehr anfangen als mit einem Bild von … von … ähm … von van Gogh?
  • Ja.
  • Wo wir das auch mit den Linien gesehen haben? Wo du gesagt hast …
  • Ja.
  • Getreide = Linien
  • … bloß dieses … dieser … dieses Getreidefeld unten … Damit kannst du was anfangen!
  • Ja.
  • Weil so Getreide für dich aussieht. Weil, der arbeitet mit Strichen.
  • Mhm.
  • Farbigen.
  • Ja.
  • Malerei. Das ist jetzt aber egal. Ob Malerei für mich. Oder so was.
  • Ja.
  • Sondern …
  • Ja im Moment kann ich mit dem Bild ja noch mehr anfangen als mit den Strichen von …
  • [Sperren: Warum]! Das sind Striche.
  • Ja ja. Von van Gogh.
  • Weil es ein Bildnis ist? Eine … Eine Person? Die dargestellt ist? Nee, eigentlich nicht. Weil Picasso hat ja auch eine Frau dargestellt.
  • Ja. Mit der kann ich nun wieder nichts anfangen. [Lacht.] Ja.
  • Picasso / van Gogh versus Ich
  • Okay. Bei Picasso haben wir … Er hat die Form … äh … äh … ähm … sehr verzerrt. Oder?
  • Ja.
  • So. Bei van Gogh… Der hat die Form vereinfacht. Indem er halt … äh … äh … statt ganz kleine Minipunkte, die man ja nicht sieht …
  • Mhm.
  • … halt … äh … ähm … lange … dicke Linien genommen …
  • Mhm.
  • … hat. Und trotzdem waren halt die Bilder natürlich … ähm … gemalt. Also … ähm … äh … nicht … nicht kopiert. Von der Natur. Sondern …
  • Ja. Ja.
  • … neu gemacht. So.
  • Ja.
  • Hier, bei diesem Geradenbild, steckt ja ein Foto dahinter. Also wirklich ein Abbild …
  • Mhm.
  • … von mir.
  • Mhm.
  • Und das wurde bloß in Geraden umgewandelt. Das sieht also sehr fotorealistisch aus, wenn du es von Weitem …
  • Ja.
  • … betrachtest. Ne?
  • Jaja. Also wie gesagt. Ich würde das nicht mit anderen Bildern vergleichen wollen. Weil es …
  • Na [Sperren: musst] du aber.
  • … total andere Technik ist. Und … Und … Das ist eben … Das bewundere ich eben. Dass dabei ein [Sperren: Bild] herauskommt.
  • Ja.
  • Nur Geraden!
  • Ja. Aber weiter spricht dich das jetzt nicht an? Irgendwie. Außer, dass die Technik sich sehr hervorhebt.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Muss] es nicht.
  • Na ja. Das Bild hier schon. Aber … Aber da waren so einige dabei, die hätten mich nicht angesprochen. Eben.
  • Mhm.
  • Lebendiges Bild durch Blick, Mund, Wangen
  • Und das Bild … Ja das ist … ist lebendig. Das ist … ja … ja … anatomisch richtig. Oder was weiß ich.
  • Warum lebendig.
  • Ja, weiß ich nicht. Der Blick. Äh … äh … Die Mundhaltung. Und dann sieht man hier von den Wangen wie so ein bisschen von der Muskulatur. Oder so.
  • Mhm.
  • Also …
  • Bewegung
  • Warum siehst du [Sperren: hier] … Also ich [Sperren: möchte] das! Ich [Sperren: möchte] Bewegung mit den Linien darstellen!
  • Ja.
  • Darum ging es mir.
  • Ach so.
  • Warum … Warum erkennst du hier die Bewegung …
  • Ja.
  • Aber warum siehst du die bei van Gogh nicht. Bei seiner … bei … bei … seinem Landschaftsbild. Wo ja auch sozusagen die Linien die …
  • Ja. Da sehe ich in dem Getreidefeld …
  • Ja.
  • … eine Bewegung. Wo der Wind da so … so drüber geht. Und das andere … Tja.
  • [Pause.]
  • Na ja. Es ist nicht natürlich. Aber wie gesagt. Ich möchte diese Bilder [Sperren: nicht] mit den anderen vergleichen. Weil das so eine total andere Technik ist.
  • Na ja. Aber wenn's dir bloß um die Technik geht …
  • Das ist ja kein Gemälde! Kein Gemälde.
  • Das ist eine Zeichnung.
  • Oder Zeichnung.
  • Ne. Das ist eine Zeichnung.
  • Ach das nennt sich auch Zeichnung.
  • Das ist eine Zeichnung. Natürlich.
  • Mhm.
  • Da ist er ja mit einem Stift sozusagen die Linien nachgegangen.
  • Mhm. Aha.
  • Kinderzeichnungen Kinderzeichnung
  • Dann nehmen wir … äh … eine Zeichnung.
  • Mhm.
  • Da wo ich bei dir war.
  • Ja. Mit … Was Emma Emma gemalt hatte. Oder?
  • Ne. Was [Sperren: ich] gemalt habe.
  • Ach als … Ja.
  • Jetzt habe ich's ja geschafft, dass du denkst, das ist von einem Kind!
  • [Lacht.] Ja.
  • Zeichnung "Bei Oma zu Besuch"
  • Heißt "Bei Oma zu Besuch".
  • Mhm.
  • Das hast du ja auch. Ich habe dir da ja nen …
  • Ja stimmt. Das hast du gemalt. Mit dem Besen hier. Ja.
  • Was ist da bei dir … Was schwirrt da durch den Kopf?
  • Mhm.
  • Schön ist es nicht?
  • [Räuspert sich.]
  • Proportional … ähm … so harmonisch auch nicht. Höchstwahrscheinlich.
  • Nee, also ich würde sagen … Das eben als Kinderzeichnung ansehen. Und das Kind sieht eben schon allerlei. Das sieht da einen Kopf. Einen Besen. Ne dicke fette Oma. Oder was das da sein soll. [Lacht.] Ja. Oder so. [Räuspert sich.] Aber es ist eine Kinderzeichnung. Und dann sind da … Was weiß ich. Fliegen. Oder …
  • Mhm.
  • Oder Bienen. Oder irgend sowas.
  • Mhm.
  • Da noch!
  • Fliegen. Ja.
  • Ja.
  • Wenn du das jetzt aber mal so vergleichst. Eben mit mit den realistischen … also den realistischen Malereien. So.
  • Ja.
  • Zugang zu kindlichen Zeichnungen
  • Du kannst mit denen natürlich mehr anfangen.
  • Ja.
  • Das weiß ich jetzt. So.
  • Ja.
  • Aber hast du hier einen Zugang, [Sperren: weil] es kindlich aussieht? Weil es ja sozusagen aus einem … dem normalen Menschen sozusagen herauskommt, wenn er noch klein ist. Darum … Darum ging's mir ja im Endeffekt.
  • Ja.
  • Etwas zu machen, was jeden Menschen etwas angeht.
  • Ja.
  • Weil jeder Mensch das als Kind gemacht hat. Wenn er Stifte und ein Papier bekommen hat. So. Also, dass du auch einen Zugang dazu findest. Ne? Und das nicht fremd bleibt.
  • Also. Nee. Da finde ich schon einen Zugang. Und du müsstest jetzt eben Emmas Zeichnungen sehen. Die jetzt richtige Köpfe malt. Mit Augen. Und Mund. Und so.
  • Mhm.
  • Also. [Räuspert sich.]
  • [Geht die kindlichen Arbeiten durch.] Nur mal durchblättern … Nee, ich gucke jetzt erst einmal.
  • [Lacht leise.] Dann aber alles deine Gemälde. [Lacht.]
  • Ja.
  • Ja.
  • Das sieht nicht kindlich aus. Das auch nicht. Das vielleicht noch hier.
  • Fahrrad.
  • Mhm.
  • Mhm.
  • Aber einen wirklichen Zugang hast du …
  • Sonne in kindlicher Zeichnung und bei Mondrian Piet Mondrian
  • Im Hintergrund eine Sonne.
  • Ja.
  • Na ja …
  • [Sperren: Wieso] siehst du [Sperren: hier] die Sonne, aber bei Mondrian nicht!
  • Bei wo?
  • Beim … Bei Mondrian! Wo wir uns das Waldbild angesehen haben. Wo der große gelbe Fleck oben rechts war. Wo ich dann noch sagte, das könnte die Sonne oder Mond sein. Und du hast es erst …
  • Ach so diese Waldlandschaft. Ja.
  • Ja.
  • Nee. Weiß ich nicht. Warum ich den nicht gesehen hab'.
  • Na, da war ja ein riesengroßer gelber Fleck.
  • Aha. Na gut. Dann hab' ich's nicht kapiert.
  • [Pause.]
  • Ja.
  • Na kann das vielleicht sein, dass du hier die Symbole der Kinder sozusagen in diesem Bild … ähm … ähm … Was du gelernt hast sozusagen, dass Kinder so zeichnen. Und was es dann sein könnte. Sozusagen … Hier direkt damit verknüpfen kannst. Und nicht erst …
  • Wahrscheinlich.
  • … in eine fremde … äh … So ganz neu denken musst?
  • Äh … Ja. Sicherlich ist das, was ein Kind sich vorstellt. Die Sonne ist ja groß.
  • Es war heiß vielleicht. Deshalb ist die Sonne groß. Ne?
  • Mhm. Gut. Da im Wald hab' ich sie nicht erkannt. Und so eine [Sperren: richtig] schöne Landschaft … äh … Hast du da irgendwie ein Beispiel? [Räuspert sich.]
  • Na, ich nehme mal ein Beispiel von einem …
  • [Tippgeräusche.]
  • klassischen Maler.
  • [Tippgeräusche.]
  • Bild vom Hobbykünstler Hobbykünstler interessant
  • Ach dieser einzelne Baum. Der ist auch schön. Ja.
  • Wo? Hier?
  • Der hier.
  • Hier. Äh … Das ist von einem Hobbykünstler. Glaube ich.
  • [Betrachten das Bild "Sommerbaum", Edmont Kies, 2006, Öl auf Leinwand.] Sommerbaum, Edmont Kies, 2006, Öl auf Leinwand sommerbaum-k.jpg
  • Mhm.
  • Ah … Da gucken wir uns das an.
  • Na, muss nicht sein.
  • Doch, doch. Deshalb gucken wir uns das jetzt an.
  • [Lacht.] [Räuspert sich.]
  • Es geht ja nicht darum, …
  • Ich meine, ich hätte das …
  • … die riesengroße Kunst … Sondern …
  • … schon einmal gesehen. Ja.
  • Hier steht … äh … Landschaft von Edmund Kies. Kenn… Kenne ich jetzt nicht. Wird irgendein Künstler sein, der jetzt halt aktuell lebt. Oder Künst… Oder Hobbykünstler. Oder so.
  • Ich weiß gar nicht, ob das eine Akazie ist. Ich glaube nicht.
  • Was … Was kommt dir da. Was … Was unterscheidet das?
  • [Lacht.] Also der Baum hat eine schöne Form. Hat verschiedene … ja … Stämme. Äh … Man erkennt aber keine Einzelheiten. Keine Blätter. Während die Wiese von der Entfernung … Die empfindet man … ja … als ganz real. Mit Strichen, von Gräsern oder …
  • Mhm.
  • Oder … oder so.
  • Also wieder die Striche sind die Gräser sozusagen.
  • Ja.
  • Übersetzen.
  • Ja. Und der Kontrast von diesen Zweigen und dem Schatten von dem Baum. Und dazwischen …
  • Mhm.
  • … etwas Helleres. Das … Das ist schon einmal sehr schön. [Räuspert sich.]
  • Und es ist harmonisch das Bild. Ne?
  • Der Himmel … Ja. Der Himmel und Baum … Das würde ich als harmonisch ansehen.
  • Nö. Ich auch. Ja. Ich würde es als langweilig ansehen.
  • Na gut. Dann ist alles, was langweilig ist, für mich harmonisch.
  • Ne. Das würde ich …
  • [Lacht.]
  • Ne ne. Die anderen Bilder fand ich ja auch gut. Die wir am Anfang … Aber das ist für mich …
  • Ja.
  • … halt ein … Weiß nicht. Was man … Was du dir vielleicht über das Sofa …
  • Mhm.
  • … oder in den Flur irgendwo hinhängst. Also … Es soll halt schön aussehen. Ohne, dass man drüber nachdenken muss. Oder?
  • Ja. Ich weiß noch nicht einmal, ob ich mir jetzt überhaupt noch ein Bild hinhängen würde. [Lacht.]
  • Na du hast ja ganz viele Bilder. Ja.
  • Harmonische und schöne Kunst
  • Ja. Also für mich ist es harmonisch.
  • Mhm.
  • Ja.
  • Aber du würdest halt sagen, das ist schöne … schöne Kunst.
  • Joa.
  • Okay.
  • Joa.
  • [Pause.]
  • Und wie nennt sich das hier?
  • Na "Baum in Landschaft" oder so. Ich werde dann noch einmal nachgucken. Ich hab's ja jetzt abgespeichert.
  • Mhm.
  • "Sommerbaum" heißt das.
  • [Räuspert sich.] Na gut, der Maler ist mir gar kein …
  • Nee, das ist gar nischt. Also das ist jetzt nichts, der irgendwie …
  • Ja.
  • … groß sein wird.
  • Na ja, ich …
  • Aber darum geht's ja nicht.
  • … hab' da so auf deiner Liste …
  • Es geht um das Bild jetzt. Ne?
  • Mhm. [Räuspert sich.]
  • Ähm … Wollen wir noch mehr danach gucken, oder ich zeig' dir einfach noch mal …
  • Na eins vielleicht noch.
  • Okay.
  • Dann müssen wir glaube ich uns da mal wieder raus begeben.
  • [Pause.]
  • Caspar David Friedrich Caspar David Friedrich
  • Wir können noch einmal von … ähm … Na wie heißt der … Der Mönch am … Der Mönch am Meer. Von Caspar David Friedrich. Der sagt dir doch was, oder?
  • Der sagt mir was. Aber … ähm … [Hustet.]
  • Das war dieser Romantiker. Glaube ich.
  • Ja.
  • Hier hast du eine Landschaft.
  • Barock. Nee nee, Rokoko oder … Barock oder irgend sowas.
  • So. Das ist ein gutes Bild.
  • [Ganz laut und erfreut:] [Sperren: Ja]. Das ist das Bekannte!
  • Ja.
  • [Immer noch erfreut:] [Sperren: Ja]. Das ist Caspar David Friedrich?
  • Genau. Weil da jetzt auch die Frage nach der Schönheit …
  • [Sperren: Ja].
  • … mir stellte.
  • Ausgesprochen schön
  • Das empfinde ich als ausgesprochen schön.
  • Auch wenn es ein bisschen …
  • Harmonisch. Gestellt vielleicht. Aber das ist … ist sehr harmonisch.
  • Aber findest du das schön vom Bildinhalt, oder…
  • Ja.
  • Aber es sieht ein bisschen düster … trüst… dü… äh …
  • Die vertrockneten Äste da.
  • Ja.
  • Das sieht sehr schön aus. Realistisch. Unten ist der Baum noch grün. Ja. Oben ist er am Vertrocknen. Dann das Gebirge im Hintergrund. Dann da so eine … ein bisschen Wasser. Also das … Das würde ich als sehr harmonisch ansehen. [Räuspert sich.]
  • Mhm.
  • Was steht da noch so da? Von dem Caspar David Friedrich? Wo gehört der hin? Ist das ein …
  • Na der …
  • … Romantiker, oder …
  • Romantiker. Ja. Denke ich mal.
  • Oder …
  • Oder … Wie heißen die, die…
  • … Roko… Roko… Rokoko.
  • Ne ne.
  • Und Barock gibt's dann nach Caspar David Friedrich. Was steht denn da …
  • Frühromantik.
  • Frühromantik.
  • Also Romantik.
  • Ja.
  • Gefühlige Ausdruckskunst
  • Ne. Das sollst du dir gar nicht durchlesen.
  • [Pause.]
  • Gefühlte Ausdruckskunst. Ne?
  • [Sperren: Gefühlige] …
  • Gefühlige Ausdruckskunst.
  • Ja. Ja. Joa.
  • Das war halt wieder so realistisch. Du konntest was sehen. Das war der Natur nachgeahmt.
  • Ja.
  • Ob's die jetzt wirklich gab, darum geht's nicht. Sondern es ist … Nur in dem …
  • Ja.
  • … Bild kommt es so rüber, als wäre es …
  • Ja.
  • … natürlich. Sozusagen.
  • Ja.
  • Okay.
  • Konservativ
  • Also ich bin da ganz … konservativ. [Lacht leise.] Wahrscheinlich. [Räuspert sich.]
  • verhüllte Arbeiten
  • Dann müssen wir die Verhüllte gar nicht durchgehen.
  • Mhm?
  • Dann müssen wir die verhüllte Arbeit gar nicht durchgehen.
  • [Lacht laut.] Ne!
  • Okay. Weil du da ja gar nichts mehr siehst.
  • Ne. Da kann ich auch nichts mit anfangen.
  • Na, vielleicht ist dahinter ne Landschaft drinne.
  • Ja, du hast ja gesagt … Du warst ehrlich. Du hast da ein Bild auch … äh … reingetan.
  • Ja, was ich sehr gut fand.
  • Na ja. Aber wenn's keiner sieht? Da hat ja keiner was davon.
  • Na ja, aber wieso. Dann kannst du dir was realistisches vorstellen. Jemand anderes kann sich einen Picasso vorstellen. Weil er eher darauf steht.
  • Aber da würde ich dann sagen, … Würde ich das Bild ja ganz gerne sehen wollen, was da hinter ist.
  • Aber so gut ist das Bild gar nicht. Das heißt, es ist doch [Sperren: besser], es ist in deiner Fantasie drinne. Da hat's mehr …
  • Öh. Ja. Also ich meine, da brauche ich mir ja nie was angucken. Also da würde ich schon sagen, wenn da ein Bild drinne ist, dann würde ich das gerne sehen wollen.
  • Ich wollte halt [Sperren: allen] Leuten gefallen.
  • [Lacht.] Ja. Gut.
  • [Pause.]
  • Ja. Aber du hast ja jetzt was reingemalt. Nicht?
  • Na ja, das sag' ich nicht.
  • Doch. Du hast dann auch gesagt, ein dreiteiliges hast du. Und wo du …
  • Ach so, ein Triptychon Triptychon .
  • Auf jeder Seite dann auch … Oder …
  • Ja. Oder was ich jetzt machen will.
  • Ein Triptychon. Mhm.
  • Wenn man es öffnet. Das … Genau.
  • Ja. [Räuspert sich.]
  • [Pause.]
  • Na okay. Wir haben dann ja schon abgearbeitet, was für dich Kunst ist. Oder?
  • [Lacht.] Ja, ich denke schon. Nicht? Ja.
  • Ich hab's aber halt noch nicht …
  • Was ist für [Sperren: dich] Kunst?
  • Was ist für [Sperren: dich] Kunst? Was … äh … Für dich ist das also … Was … Was … Was bezeichnest du als Kunst?
  • Na ich bin halt so im Zwiespalt. Weil ich es eben nicht weiß und weil ich … ähm … weil halt jeder eine andere Ansicht hat.
  • Na ja. Gut.
  • Und ich verstehe halt deine Begründung, warum du das als schön empfindest.
  • Als harmonisch.
  • Als harmonisch. Natürlich und so.
  • Ja.
  • Und ich meine, Picasso wollte nicht harmonisch sein, bestimmt. Der wollte ja sozusagen verzerren. Und dass es schräg aussieht.
  • Und auffallen.
  • Und die Leute da hinschauen.
  • Ja. Ja wie gesagt. Man kann ihn als … als lustig oder kreativ bezeichnen. Aber nicht als schön.
  • Okay.
  • Also für [Sperren: mich] eben. Ja?
  • Alles kann Kunst sein
  • Mhm. Na für mich kann blöderweise jetzt alles Kunst sein. Es muss bloß jemand sagen und es muss jemand glauben.
  • [Lacht.]
  • Na ja, ist ja so!
  • Na ja gut. Ja.
  • Ich glaube, ich hab' dir das mit dem Pissoir Marcel Duchamp gezeigt. Würde ich das jetzt nicht …
  • Mhm.
  • … aus dem Kunstunterricht kennen … So … Dann wäre das für mich irgendwie eine Verarsche. Dass da jemand ein Pissoir …
  • Mhm.
  • … reinstellt und sagt …
  • Ja.
  • Das ist Kunst! Weil er eine Unterschrift noch rein gibt. So.
  • Gut. Das ist für mich also auch keine Kunst.
  • Ja?
  • Nein.
  • Und ich hab' halt mein …
  • Das ist für mich [Sperren: schrecklich]. Fast. Muss ich sagen.
  • Ja?
  • Ein Pissoir. Ja.
  • Ich hab' halt auch mein Problem mit … mit halt den Arbeiten … Oder einigen Arbeiten von den Kommilitonen. Ne? Wenn ich Abfalleimer sage, wo Papier reingeschmissen wird.
  • Ja.
  • Sowas.
  • Ja.
  • Das ist …
  • Also da finde ich die Putzfrauen sehr realistisch. Dann.
  • Ja, das fand ich auch gut. Ja.
  • [Lacht.] Ja. [Räuspert sich.]
  • Aber das Interessante ist halt …
  • Ist da jemand? Oder nicht.
  • Ja.
  • Ich glaube, wir müssen dann mal …
  • Ja gleich.
  • … wieder.
  • Ich finde …
  • Ja.
  • … das … das Interessante ist halt: Selbst an der Hochschule gibt es halt irgendwie so zwei Richtungen. Einmal …
  • Mhm.
  • … ähm … ähm … äh … die, die halt eher das … also die Natur sozusagen nachahmen. Oder … oder … oder sie … ähm … Also wenn es jetzt um Porträt geht, dass man das Porträt …
  • Mhm.
  • … so malt oder so … äh … den Kopf formt … also in Ton, …
  • Ja.
  • … dass der halt … äh … realistisch wirkt.
  • Ja.
  • Und … äh … etwas darstellt. Sowas, was du jetzt auch bei diesen … ähm …
  • Emmas zerknautschter Zettel
  • Gib mal diesen zerknautschten Zettel. Da hat … Dann war sie wütend… Nee, also das geht nicht mehr. Da hatte sie nämlich was gemalt. Und zum ersten Mal eben ein Gesicht.
  • [Papierrascheln.]
  • Mit … Mit … äh … ja richtig mit Augen und mit lachendem Mund. Also … äh … Vielleicht hat sie noch draußen irgendwelche Bilder.
  • Wieso hast du das aufgehoben?
  • Ich wollte es aufheben.
  • Na jetzt hast du es ja.
  • Ne. Und sie … Sie hat's dann auf einmal zerknautscht. Als sie bei mir drinne war.
  • Na kann ich's mitnehmen? Dann mache ich's wieder glatt. Und schick's dir dann wieder zu.
  • Ne. Dann kannst du es behalten. Als Kinderzeichnung.
  • Okay.
  • Oder … Oder so.
  • Ja.
  • Ich wollte es nämlich [Sperren: dir] zeigen. Und darum hab' ich mich sehr geärgert, als da … da Emma … Die kriegt dann immer so Anfälle. [Lacht.] Aber hier dein … deine Karte… Wo hab' ich denn die. Die muss ich draußen auf dem Tisch noch gelassen haben. Da wo … äh … jetzt Johanna zuletzt saß.
  • Mhm.
  • Irgendwo. Denn hier ist es nicht drinne. Die müsste ja größer sein.
  • Na ist egal.
  • Na gucken wir da noch einmal auf dem Tisch.
  • [Pause.]
  • Und dann würde ich sagen, wir … Jetzt gucken wir mal raus.
  • Ja.
  • Ja. Ich weiß nicht, ob ich dir jetzt geholfen habe? Und …
  • Omas Grenzen
  • Na ich kenne jetzt deine Grenzen. Ich kann sie noch nicht so ganz … ähm … Ich verstehe jetzt noch nicht …
  • Mhm.
  • … so ganz, wie du halt ägyptische Kunst, die ja auch sehr abstrahiert und sehr …
  • Ja.
  • … verzerrt ist, weil die Körper so gar nicht existieren, …
  • Alltagsgespräche
  • [Eine dritte Person betritt das Zimmer.]
  • Wollt ihr hierbleiben? Oder mit essen? Ihr könnt auch nachher essen.
  • Nein, wir essen mit. Ja.
  • Ja?
  • Ja.
  • Wenn's okay ist.
  • Jetzt muss ich noch einmal fragen … Diese After Eight …
  • Hab' ich dir gerade mitgebracht.
  • Ach so. Ja.
  • [Eine vierte Person betritt das Zimmer.]
  • Hat Friedrich irgendwie Interesse an …
  • Ja.
  • Friedrich …
  • Und hast du die Rechnung?
  • Können wir später machen, Oma.
  • Ja.
  • Müssen wir jetzt nicht machen.
  • Und ich wollte an sich drei große haben. Aber …
  • Drei große gab's nicht.
  • Gab's nicht. Also im Lidl gibt's nur … Nicht Aftereight. Sondern After … Mind. Ne Ne.
  • Ich hab' dir …
  • Schoko!
  • … deine Tabletten mitgebracht. Die Schwestern haben sie mir "geklaut".
  • Dankeschön. Da bin ich aber froh.
  • Ähm… Hat Friedrich … Hast du Interesse an Hemden? An Pullovern und so?
  • Ich glaube nicht.
  • Du glaubst nicht. Weil Olaf … Der hat aussortiert. Ja.
  • Oh. [Versucht aufzustehen.]
  • Na gut. Macht wie ihr wollt.
  • [Stöhnt.] Ja, ich meine, wenn du das da mitnehmen willst … Also … Aber vielleicht hat sie ja irgendwie noch eine andere Zeichnung da.
  • [Aufnahme Ende.]
30:00 - 41:00 = 54 min transkribiert 5 min = 1 min Gespräch
Adam und Eva, 1504, Kupferstich, Albrecht Dürer
Adam und Eva, 1504, Kupferstich, Albrecht Dürer
Adam sucht Eva (entblößt), 2015, RTL
Adam sucht Eva (entblößt), 2015, RTL
RTL-Adam mit ungewolltem Scham-Gefühl (Ausschnitt), 2015, RTL
RTL-Adam mit ungewolltem Scham-Gefühl (Ausschnitt), 2015, RTL
Adam (Jan Jaroszek) und Eva (Sarah Sophia Meyer), Schauspiel Stuttgart, 2012
Adam (Jan Jaroszek) und Eva (Sarah Sophia Meyer), Schauspiel Stuttgart, 2012
Diplom Theorie Einzelgespräch Daniels Dieter Daniels Gespräch mit Oma und Alexander kurz vorgestellt methodisches Konzept verfassen darin Frage "Warum diese Herangehensweise?" nachgehen mein Interesse an dieser Form erläutern warum welche Gesprächspartner (nur Bekannte / Verwandte, keine Fremden) Was soll bei dieser Stichprobe an Erkenntnis herauskommen (für mich, für andere)? aktuelle eigene Meinung über Kunst aufschreiben (soll ich sofort machen, da später noch stärker von Gesprächspartnern beeinflusst) Entwicklung eigener Meinung Formen von gesprächsbasierten Untersuchungen ansehen, wie Platon Platon Dialoge "Diskursanalyse" "Der eigene Aufbruch", Susan Baumgartl Methodik ansehen 1970er Jahre Fragestellung sehr aktuell u. a. Leute über Duchamp Marcel Duchamp befragt (leider nur auf französisch) Unterschriften für Vorträge / Hausarbeiten erhalten HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Collage Collage Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt mit aus Kalender gerissenem Papier als Feigenblatt, gerahmt, in Klassenraum testweise aufgehangen kurz mit Kommilitone Kommilitone über Scham Scham geredet nimmt selbst nicht an Klassenausstellung teil Feigenblatt (Notizen von morgen) in bildender Kunst zum Verbergen der Geschlechtsteile nackter Personen diente (Altes Testament) Überwindung Schamgefühl Adam und Eva Adam und Eva , 1504, Kupferstich, Albrecht Dürer Albrecht Dürer adam-eva-k.jpg siehe auch "Adam und Eva", 1825 / 1862, Kopien nach dem Genter Altar, um 1432 , 2.11.2016 teilweise bei Restauration antiker Statuen und Bildern nachträglich hinzugefügt Adam sucht Eva (entblößt), 2015, RTL adam-eva2-k.jpg RTL-Adam mit ungewolltem Scham-Gefühl (Ausschnitt), 2015, RTL adam-eva3-k.jpg Feigenblatt dient als Verbergen von moralisch angreifbarer Eigenschaft Gegenstand Feigenblatt als Ablenkungsmanöver, "einen Deckmantel umhängen" Redewendung "Kein (Feigen)blatt vor den Mund nehmen" Adam (Jan Jaroszek) und Eva (Sarah Sophia Meyer), Schauspiel Stuttgart, 2012 adam-eva4-k.jpg Website friedrichfroehlich.de weiter überarbeitet Schriftarten Courier New und Arial zwei Gespräche in Navigation, Studium-Link Newsletter-Formular neben Strichzeichnungen und Geradenbilder auch FORM - FARBE und Schwarze Fläche Statt "Zeichnungen" "Tagebuch" für kindliche Zeichnungen u. a. verhüllte Arbeiten mit Übersichtseite Ramses Ramses -Porträt mit MouseOver-Friedrich eingefügt
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 verhüllt verhüllt Geradenbild Geradenbild Selbstbildnis im Flügeltürrahmen verpackt und in HGB getragen Werkstatt AV-Labor Start Ebene 5 um 10:20, neuer Stift Stiftspitze zu nah am Papier, kleiner Strich unterhalb Motivrand Papier scheint über Nacht leicht gewellt zu sein 1. Stiftewechsel nach 2/3 Start Ebene 6 um 11:29 HGB Rundgang 2017 für Klassenausstellung noch in Hochschule bringen: "verhüllte Arbeit" (29.12.2015 ) "Fingerzeichnung" (15.3.2016 , A3?, ebenfalls in rahmenlosen Bilderhalter) eventuell "Schnellzeichnung" (19.3.2016 ) "Spiegelzeichnung" (21.3.2016 , A4, rahmenloser Bilderhalter, Klammern entfernen?) zwei Kinderzeichnungen Kinderzeichnung (eventuell mit kleinen Klammern befestigen, oder Stecknadeln?) und wie gehabt neue Selbstporträts Selstbildnis (ab 12.2016, in rahmenlosem Bilderhalter) umsetzen bei Rahmenladen telefonisch nachfragen, wie lange Lieferung neue Bilderrahmen braucht 2. Stiftewechsel nach 1/5 Standpunkt Die Arbeitszeit ist überhaupt nicht mehr langweilig, sie vergeht sehr schnell. Ich kontrolliere immer wieder, ob der Stift noch genug Tusche hat. Hauptsächlich nehme ich mir die Zeit aber zum Betrachten des entstehenden Porträts. Viele Gedanken zu der Arbeit flitzen durch meinen Kopf. Ich komme gar nicht einmal zum Essen. 3. Stiftewechsel nach 3/4 Start Ebene 7 um 12:34 4. Stiftewechsel nach 1/3 5. Stiftewechsel nach 5/6 Start Ebene 8 um 13:40 6. Stiftewechsel nach 1/3 7. Stiftewechsel nach 2/3 umsetzen Bleistift an Maschine befestigen, obere und untere Begrenzung markieren abschließend Arbeit auf Endformat zuschneiden, einpacken, im Klassenraum verstauen sobald Rahmen geliefert wird einrahmen Tuschestifte insgesamt: 15 Stück Abschluss letzte Ebene: 14:45 "A Meisterwerk is born!" Nacharbeiten (Linie ziehen, schneiden, verpacken, aufräumen, Gespräch mit Kommilitonin Kommilitone über ihre zerbrechlich wirkenden Arbeiten im Klassenraum): 14:45 - 15:35 Friedrich Fröhlich, sehr zufrieden
Animation Entwicklung Ganzkörperporträt, acht Ebenen
Animation Entwicklung Ganzkörperporträt, acht Ebenen
Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor heute 18:00 - 00:30 (maximal) am Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt arbeiten morgen zwischen 10:00 und 17:00 acht Ebenen wie bei letztem Ganzkörperporträt: Motiv 66 x 202 cm, Papier 70 x 210 cm Vorschau E-Mail von Kati, Schlüssel wurde hinterlegt Papierlänge zuschneiden, ruhig 250 cm heißt das Plott [?] oder Plot [?] Animation Entwicklung Ganzkörperporträt, acht Ebenen entwicklung-gk.gif ab ca. 18:00 Vorbereitung Vorlageformat: 67,9 x 230 cm Test 1. Ebene ohne Stift, um zu sehen, ob Blatt lang genug oder herausfällt ca. 20 cm oben und unten unbenutztes Papier Start 1. Ebene 18:35 mit 30 cm / s auf 35 cm / s erhöht HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Standpunkt Warum verspüre ich keine Scham Scham bei dem Gedanken, dass viele Menschen demnächst meinen entblößten Körper sehen werden? Ich würde mich unwohl fühlen, würde ich ein Fotografie von meinem Körper ausstellen. Warum ist mir das bei diesem Geradenporträt egal? Von Weitem ist doch auch die Körpermasse erfahrbar, auch wenn in dem jetzigen Ganzkörperporträt leicht verzerrt. Von Nahem verschwindet das Körpergefühl, es wird extrem abstrakt. Der Körper löst sich in kleine Einheiten auf. In Linien, die jede für sich einzeln existiert und nur bei Wegtreten sich mit den anderen Linien vereint. Bei einem Foto würde sich bei genauer Betrachtung auch das Abbild in kleine farbige Punkte auflösen. Ab was für einem Abstraktionsgrad wird mir unwohl? Ich weiß zwar, dass es mein Körper ist, aber ich spüre es nicht. Für mich ist es durch die Verwirklichung durch Geraden eine fremde Person. Nein, eher ein Etwas. Lebendig und gleichzeitig tot. Die Bildvorlage habe ich heute auf ein A4-Blatt ausgedruckt. Das Geschlechtsteil ist sichtbar. Eigentlich ist es nur eine helle Fläche. Aber es ist sehr konkret. Bei diesem Ausdruck habe ich sofort ein Stück Leinwand genommen, in Form einer Unterhose geschnitten und auf die betreffende Stelle gelegt. Nur verhüllt verhüllt würde ich diese Bildvorlage, die ich genauso spannend finde wie das Geradenbild, ausstellen. bei 90 min je Ebene * 8 = 720 min = 12 h 330 min = 5 1/2 h heute = 3 Ebenen heute 7 h = 420 min morgen = 4 Ebenen morgen 1 Ebene schaffe ich dann nicht eventuell nach 1. Ebene Geschwindigkeit auf 40 cm / s erhöhen wie bei anderer Maschinenzeichnung hier auch Linien in mittlerer Höhe am dicksten 1. Stiftewechsel bei 3/4 umsetzen für Ausdruck Bildmotiv auf A4 Passepartout zuschneiden lassen eventuell bei Klassenausstellung zeigen Rahmung + Passepartout ca. 30 - 40 EUR Start 2. Ebene 19:42 Plotterzeit 1 Ebene ca. 67 min bei 40 EUR Stundensatz alleine Plottzeit ca. 450 EUR + 1. Plott (450 EUR) + Bildmotiv (12 h) = 1.380 EUR Arbeitszeit + Rahmung (420 EUR) + Papier und Tuschestifte (80 EUR, zusammen mit 1. Plott) = 1.880 EUR / 100 * 119 = 2.240 EUR inklusive möglicher Mehrwertsteuer + normalerweise Kosten Zeichenmaschine * [?] (Künstler-Faktor) = [?] EUR 2. Stiftewechsel bei 1/2 Standpunkt Signierung der Arbeiten Bei vorletztem Rundgang auf Rückseite signiert und datiert, Foto von Rückseite bei damaligem Verkauf mit beigelegt. Meine Schrift ist extrem krakelig, kindlich. Ich möchte aber ungerne durch Übung einen Stil inszenieren. Wie schaut eine Friedrich-Signierung aus? Start 3. Ebene 20:46 3. Stiftewechsel bei 1/6 4. Stiftewechsel bei 2/3 Start 4. Ebene 21:52 5. Stiftewechsel bei 1/6 6. Stiftewechsel bei 2/3 Rechnung: Ebene 4 ungefähr beendet um 23:00 00:06, wenn ich erst 00:20 aus dem Raum müsste, noch Zeit für Ebene 5 umsetzen Pförtner fragen, ob das in Ordnung geht ansonsten morgen beenden 4. Ebene beendet um 22:55
Komposition mit Rot, Schwarz, Gelb, Blau und Grau, Piet Mondrian, 1921, Öl auf Leinwand
Komposition mit Rot, Schwarz, Gelb, Blau und Grau, Piet Mondrian, 1921, Öl auf Leinwand
Selbstporträt 2017-01-06 13-58-48, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 13-58-48, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 14-02-18, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 14-02-18, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 13-52-09, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 13-52-09, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 13-46-26, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 13-46-26, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Büro der Galerie Daten zu den Arbeiten im Erdgeschoss per E-Mail zugeschickt mit Halbe Rahmen telefoniert, muss mit 10 kg rechnen Verpackung nicht sehr viel größer als Rahmen, also noch händisch transportabel Rahmen 70 x 210 cm bestellt kommenden Freitag und Samstag neues Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt machen E-Mail an Kati, da telefonisch nicht erreicht wegen Schlüsselübergabe, für heutige Arbeit im AV-Labor Diplom Theorie Gespräch mit Oma
  • [Nach dem Essen. Erste Sätze nicht aufgezeichnet.]
  • … Wo ich nichts mit anfangen kann eben. [Räuspert sich.]
  • Genau. Das hier?
  • Na gut.
  • Das ist so ein ähnliches Bild. Das ist auch von diesem Piet Mondrian Piet Mondrian .
  • [Betrachten das Bild "Komposition mit Rot, Schwarz, Gelb, Blau und Grau", Piet Mondrian, 1921, Öl auf Leinwand.] Komposition mit Rot, Schwarz, Gelb, Blau und Grau, Piet Mondrian, 1921, Öl auf Leinwand mondrian-k.jpg
  • Kunstrichtung Mondrian
  • Und was ist das für ein … [Nicht verständlich, 0:11.]?
  • Das ist eine Kunstrichtung gewesen.
  • Mhm. Mooondriaaan…
  • Mondrian ist der Künstlername.
  • …stil.
  • Das ist die … Das ist die Kunstrichtung.
  • Mhm.
  • Und da taucht er unter anderem halt mit diesen Arbeiten auf. Und er hat halt ziemlich viel so diese …
  • Ja.
  • … geometrischen … geometrischen und Farb…
  • Kein Bild / Bild
  • Ja. Ja mit diesem Geometrischen … War ja eben gar nicht schlecht, nicht? Aber … [Räuspert sich.] Es ist eben kein Bild.
  • Mhm. Also nichts, wo du etwas erkennst halt.
  • Geht's dir darum?
  • [Pause.]
  • Doch ich erkenne schon was. Aber …
  • Aber … Aber was erkennst du.
  • Ach. Na ja. Ein Muster.
  • Okay.
  • Ein Muster. [Sperren: Kein] Bild.
  • Okay.
  • Ja?
  • Und der hatte aber anfänglich auch … äh … solche Sachen gemalt.
  • Ja.
  • Und davor hatte der glaube ich sogar realistisch gemalt. Ich weiß jetzt nicht genau.
  • Da erkenne ich … Da erkenne ich schon eher was drauf. Aber das ist nicht sehr realistisch.
  • Ne. Aber erinnert wieder so an van Gogh Vincent van Gogh . Ne?
  • Mhm.
  • Also auch mit Linien …
  • Ja.
  • … und Strichen.
  • Ja. Hast du das hier geknickt?
  • Ja gerade eben.
  • [Räuspert sich.]
  • [Pause.]
  • Ja. Etwas anders dann eben auch, ne?
  • Ist aber auch ein Bild. Für dich. Oder nicht?
  • Doch. Das … Das ist ein Bild. Aber ich kann nicht viel mit anfangen.
  • Weil du es nicht harmonisch findest, oder …?
  • [Räuspert sich.]
  • Ich will bloß verstehen, warum du damit nichts anfangen kannst.
  • Mhm. Ja das will ich ja selber verstehen. [Lacht.]
  • Was erkennst du denn. Also was …
  • Also ich erkenne … Ich erkenne eigentlich nur ein paar Bäume.
  • Okay.
  • Äh … Fußboden. Und dahinter scheint aber wahrscheinlich noch mehr zu sein. Was ich …
  • Das erkenne ich jetzt auch nicht.
  • … Was ich jetzt visuell einfach mit meinen Augen oder Brille nicht erk…
  • Das könnte die Sonne oder Mond sein. Ne?
  • Was ich da nicht so erkenne.
  • Hier … äh … Der Titel ist [Sperren: Wald].
  • Ja gut. Einen Wald würde ich …
  • Ja.
  • Würde ich noch akzeptieren. Ja. Aber manches eben … Wie gesagt … Sehe … Sehe ich sowieso nicht mehr so richtig.
  • Mhm.
  • [Räuspert sich.]
  • Na ich wollte dir das jetzt nur mal zeigen. Das … äh …
  • Mhm. Mhm. Kann ich zuschlagen?
  • Ägyptische Kunst
  • Ja, genau. Was mich ja jetzt interessiert hatte, war, dass du zu den ägyptischen Sachen, was wir jetzt hier sehen, …
  • Ja.
  • … gesagt hast, dass du das … ähm … als … ich weiß nicht … als Kunst … als … als … ähm …
  • Na ja gut. Eben alte ägyptische …
  • Alte ägyptische …
  • … Kunst.
  • Aber trotzdem akzeptierte … Gut akzeptieren kannst. Du. Also du es sozusagen …
  • Ja.
  • … spannend findest. Oder dir anguckst. Oder …
  • Ja. Ja. Und das sind ja alles hier Götter. Die dargestellt sind. Und das ist das Lebenszeichen.
  • Mhm.
  • [Geräusche. Bild wird auf Tisch hin und her bewegt.]
  • Das ist eine Waage. Ja aber ich kann nicht mehr sagen, was das für … für Götter hier … hier sind.
  • Aber warte mal. Das ist doch interessant. Also hier deut… hier versuchst du gerade zu deuten. Oder mir zu sagen, was das ist. Dass das ein Gott Gott ist und so weiter.
  • Ja.
  • Obwohl du das als … als Betrachter, der sich überhaupt nicht mit ägyptischer Kunst auskennt, gar nicht nicht sehen würdest. Für den ist das halt nur irgendwie eine Figur, die irgendwas komisches auf … auf dem Kopf trägt. Was so aussieht wie ein Tierkopf.
  • Ja.
  • So.
  • Ja, aber das ist eine Gottheit.
  • [Sperren: Genau]. Aber das sagst du. Weil du das Wissen darüber hast.
  • Ja.
  • Wissen macht Kunst zu Kunst
  • So. Jetzt … Und jetzt ist ja die Frage … ähm … bei zeitgenössicher Kunst … Wie jetze bei diesem Pissoir Marcel Duchamp oder so …
  • Mhm.
  • Da hast du das Wissen nicht darüber. Was das jetze … Was … Warum dieses Pissoir jetzt ausgestellt wird. Und was das sozusagen aussagen soll. Und deshalb verstehst du es nicht. Und … Und siehst es nicht als Kunst an. Irgendwie.
  • Ja.
  • Und hier aber … Weißt … Weißt du, was ich meine? Also hier hast du sozusagen ne Hintergrundinformation, die du mir jetzt ja sozusagen …
  • Ja.
  • … sagst.
  • Mhm.
  • Und ich glaube, deshalb kannst du dieses Bild nachvollziehen.
  • Na ja, nachvollziehen ist wieder zu viel gesagt.
  • Ne. Aber …
  • Weil ich es ja nicht genau weiß, was das für ein … äh … Gott … äh … dazu weiß ich zu wenig. Und das …
  • Aber du guckst es dir zumindestens an und …
  • Ja. Ein Ägypter, … äh … der … Oder soll das eine Frau sein? Das weiß ich jetzt nicht.
  • Eine Frau denke ich mal.
  • Ja. Ja gut. Also ich … Dazu habe ich wieder zu wenig Hintergrund …
  • Aber mit der Waage, mit der Gerechtigkeit höchstwahrscheinlich …
  • Ja.
  • In die Waagschale legen.
  • Das gibt's ja bei uns auch.
  • Oder … Oder mit der Seele.
  • [Räuspert sich.]
  • Vielleicht. Das ist die Seele. Und das ist so ein Gegenstand zum … So ein Gegengewicht. Leben. Tod Sterben vielleicht. Keine Ahnung.
  • Also ich meine jetzt, das sind ja die Hieroglyphen.
  • Ja.
  • Wenn ich die übersetzen könnte, dann wüssten wir halt mehr. [Lacht.]
  • Symbolismus Symbolismus
  • Aber das strotzt ja auch vor … Symbolismus. Ne?
  • Ja.
  • So. Und … Und das ist ja bei … bei … bei vielen Kunstwerken, die du nicht verstehst, die jetzt …
  • Mhm.
  • … gemacht werden, vor hundert Jahren vielleicht. Oder vor fünfzig Jahren, auch der Fall! Aber … Aber man versteht es halt nicht, wenn man kein Hintergrundwissen hast … hat. So.
  • Ja. Das … Das ist aber auch viel eine Gefühlssache bei mir. Muss ich sagen.
  • [Pause.]
  • Also die haben alle diese Lebenszeichen da in der Hand. Es blendet hier gerade so. [Räuspert sich.]
  • [Pause.]
  • Hier. Das ist … Ach. König oder Gottheit. Ne. [Räuspert sich.] Das könnte … König sein, Oberägypten. Oder Unterägypten. Äh … Mit dieser Patsche. Und mit diesem …
  • Mhm.
  • … Zeichen. Die sie manchmal auch über Kreuz halten. Und das sind wahrscheinlich seine Frauen. Und Kinder. Oder so. Also das ist sicherlich irgendein ägyptischer König.
  • Mhm.
  • Die haben diese … ja … Krone oder Doppelkrone.
  • Pharao.
  • Pha… äh … gut. Pharao. Auf ägyptisch. Pharao. [Räuspert sich.]
  • Und kannst du jetzt noch einmal dieses Gesamtbild dir einfach so angucken? Weil darum geht's ja jetzt. Dass du … Dass du … Also hier bei … bei … bei … bei …
  • Mhm.
  • … van Gogh und so hast du gesagt, das ist nicht schön. Das ist nicht har… Das ist nicht harmonisch. Oder so. Für dich. Außer dieses Feld. Ähm … Weißt du? Als Begründung dafür, …
  • Mhm.
  • … dass du es nicht … ähm … nicht … ähm … damit nicht soviel anfangen kannst.
  • [Zögernd:] Ja.
  • Und was ist jetzt hier zum Beispiel, was du bei den naturalistischen Bildern gesehen hast … Als harmonisch … Als schön …
  • Mhm.
  • Was … Warum guckst du dir das gerne an. Oder warum warst du … äh … in Ägypten und hast dich dafür interessiert. Für diese ganzen … äh …
  • Tja.
  • … Zeichen. Für die Malerei.
  • Weil diese Kunst eben noch viel viel älter ist als die europäische Kunst.
  • Okay. Also hatte das eher … so ein …
  • Wissensdurst
  • … wissenschaftlichen … äh …
  • Wissen… Wissensdurst. So.
  • Ja. Also …
  • Was die vor tausenden von Jahren mal gedacht haben. Und wie sie das dargestellt haben. Oder … wie deren Leben …
  • Genau.
  • … war.
  • Sagen wir mal … Ich habe das dann mehr wissenschaftlich gesehen.
  • Okay.
  • Gefühlsmäßig kann … Weiß ich jetzt auch nicht. Dazu weiß ich auch zu wenig, wer diese Gottheiten eben sind.
  • Mhm. Nee, aber das ist ja gut, dass du es nicht weißt.
  • Ja.
  • Dadurch betrachtest du ja eher das Bild. Als …
  • Mhm.
  • Als den Inhalt. So wie du ja auch diese … äh … diese zeitgenössischen …
  • Ja.
  • … Arbeiten … Eher das Bild betrachtest als den Inhalt zu … zu wissen.
  • Mhm. Und das sind die … Wie heißen die … Die Kartuschen oder was. Wo eben auch die Namen drauf stehen.
  • Mhm.
  • Also wo diese … Das sind vier … vier Kinder. Aber es sind ja nur drei Kartuschen. Das wird für den König sein. Also … Gut. Also ich … Ich kann's nicht sagen. [Räuspert sich.]
  • [Pause.]
  • Picasso Pablo Picasso und ägyptische Kunst
  • Ich finde es halt wirklich interessant, dass Picasso … dieses … äh … Frauen…
  • Ja.
  • …bild, wo ja auch … Selbst wenn …
  • Ja.
  • … es ein bisschen mehr ver… verschoben war und so … War aber auch aus mehreren Perspektiven gemacht. Und für dich …
  • Ja.
  • … war das einfach nicht mehr … ähm …
  • Ne.
  • … Das ist …
  • Ne.
  • … einfach nichts.
  • Ich weiß nicht wieso.
  • Ja, aber das ist ja das … Weil hier sag' … Hier … Hier … Hier sagst du jetzt ja nicht: Hä, die Beine sind jetzt so komisch gestellt. Das geht gar nicht mit dem Oberkörper überein. Und warum hat der jetzt eine Maske Maske auf? Ich meine, wenn jetzt Picasso da jemanden mit einer Maske darstellt, dann …
  • Mhm.
  • … verstehst… Also dann kannst du es nicht nachvollziehen. Und hier nimmst du es einfach als gegeben hin. Weil es was Historisches ist.
  • Ja.
  • Was vor tausenden von Jahren mal gemacht wurde.
  • Ja.
  • Und hier betrachtest du das wissenschaftlich. Eher.
  • Ja.
  • Also die Bildinformation willst du sozusagen …
  • Ja. So könnte man es …
  • Also kann man das gar nicht mal vergleichen.
  • Nee, man kann's nicht mit europäischer Kunst …
  • Okay.
  • … vergleichen eben.
  • Aber die europäische Kunst, die … die … äh … Die verwischt ja vor hundert … vor zweihundert Jahren ungefähr eben mit afrikanischer, mit japanischer … Also die wird ja …
  • Mhm.
  • … [Sperren: globaler]. Da kommen ja ganz andere Einflüsse plötzlich.
  • Und so ganz alte Künstler. Hast du die da auch da? Was weiß ich. Wie Cranach. Oder … Oder … Oder Rembrandt Rembrandt van Rijn .
  • Können wir uns auch angucken. Ja.
  • Oder sowas. [Räuspert sich.]
  • El Greco El Greco
  • Ich hab' einen alten. Ähm … Warte mal. El Greco heißt der.
  • Kreko.
  • El Greco. Grieche.
  • Ach. El Greco. Aha.
  • Und ich finde, dass der … Warte mal. Ich tippe das mal hier ein …
  • [Tippgeräusche.]
  • Der hat … Fünfzehnhunderteinundvierzig ist der geboren.
  • Mhm.
  • Also sehr sehr alt schon.
  • Mhm.
  • Eigentlich in einer Zeit, wo die ja …
  • [Räuspert sich.]
  • Wo die … Das war ja diese christliche Kunst da glaube ich damals. Ne?
  • Fünfzehnhundert. Ja.
  • Also wo solche … Wo solche Bilder halt … ähm …
  • Mhm.
  • … so üblich …
  • Mhm.
  • … waren. Und …
  • Heilige Lukas.
  • El Greco und Moderne Kunst
  • Er zeichnet … Also er malt aber ganz ganz anders. Und zwar finde ich, malt der so, wie heute … ähm … Oder wie … wie damals … äh … zu van Goghs Zeiten oder so vielleicht irgendwelche Leute gemalt hätten. So. Das ist ja…
  • [Tippgeräusche.]
  • Also jetzt nur mal angucken. Vom Stil her.
  • [Tippgeräusche.]
  • Das ist ja nicht realistisch. Oder?
  • Bildanalyse Entkleidung Christi, El Greco
  • Mhm. Aber fast.
  • Aber …
  • Oder zum Teil. Ja.
  • Aber übertrieben. Die Farben. Sehr kantig.
  • Äh … Ja. Gut. Da ist der Rote Mittelpunkt. Und die anderen Farben fallen eben nicht so auf. Das sind wahrscheinlich nicht die Hauptfi… äh … Hauptfiguren. Soll das Jesus Jesus sein?
  • Ich denke mal. Ja.
  • [Räuspert sich.]
  • Ja ja. Klar.
Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor Beginn ca. 18:00, Ende 19:40 100 / 4 = 25 min je Maschinenzeichnung Videoaufzeichnung Selbstporträt Selstbildnis 2017-01-06 13-58-48, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31 2017-01-06 13-58-48-m.jpg nur noch zwei volle Tuschestifte Selbstporträt 2017-01-06 14-02-18, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31 2017-01-06 14-02-18-k.jpg mit 40 cm / s Selbstporträt 2017-01-06 13-52-09, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31 2017-01-06 13-52-09-k.jpg zu Selbstporträt 2017-01-06 13-58-48: bei insgesamt dünnerem Auftrag ist sichtbar, dass unterer Bereich noch zarter gezeichnet wird Grund mir unbekannt Stiftewechsel Selbstporträt 2017-01-06 13-46-26, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31 2017-01-06 13-46-26-k.jpg unten rechts nachträglich ein paar kleine schwarze Striche entfernt am Automaten Kaffee mit Zucker geholt 2017-01-06 13-49-54 einige Striche unten entfernt Ergebnis nicht gut, rechte Augenbrauen zu stark ausgeprägt 2017-01-06 13-51-10 abgebrochen, da Tusche immer weniger wird
Selbstporträt 2016-12-29 21-23-29 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 21-23-29 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31
Selbstporträt 2016-12-30 10-48-01 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31
Selbstporträt 2016-12-30 10-48-01 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 18-45-21 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 18-45-21 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 18-47-10 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 18-47-10 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 18-47-48 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 18-47-48 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 21-27-40 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31
Selbstporträt 2016-12-29 21-27-40 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31
Weizenfeld mit Zypressen, Vincent van Gogh, 1889, Öl auf Leinwand
Weizenfeld mit Zypressen, Vincent van Gogh, 1889, Öl auf Leinwand
Der Schrei, Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe
Der Schrei, Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe
Geradenbild Geradenbild HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 einen rahmenlosen Bilderhalter (53 EUR) bestellt Werkstatt AV-Labor Selbstporträt Selstbildnis 2016-12-29 21-23-29 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31 2016-12-29 21-23-29-m.jpg kleinen Stromschlag bekommen, als ich Zeichenmaschine mit Finger berührte Selbstporträt 2016-12-30 10-48-01 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31 2016-12-30 10-48-01-k.jpg Arbeitszeit: 12:05 - ABBRUCH anfänglich wurden keine Striche gezeichnet, Stift wurde nur hin und her bewegt Maschine neu gestartet 12:15 - 12:32 (17 min) Selbstporträt 2016-12-29 18-45-21 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31 2016-12-29 18-45-21-k.jpg Stift von davor weiter benutzt 12:33 - 12:50 (17 min) Stiftewechsel nach 1/2 Zeit Selbstporträt 2016-12-29 18-47-10 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31 2016-12-29 18-47-10-k.jpg 12:52 - 13:09 (17 min) Selbstporträt 2016-12-29 21-23-29 13:12 - 13:30 (18 min) Selbstporträt 2016-12-29 18-47-48 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31 2016-12-29 18-47-48-k.jpg 13:34 - 13:56 (ca., da abwesend) Selbstporträt 2016-12-29 21-27-40 (mz), Tusche auf Papier, 42 x 59,7 cm, 31 2016-12-29 21-27-40-k.jpg 14:00 - 14:48 (ca., da abwesend) Geschwindigkeit auf 52 cm/s erhöht EMAIL an RAHMENBESTELLER SCHICKEN: "Können die mir noch einen RAHMENLOSEN Rahmen mitbringen? Ich möchte nicht zweimal Versand bezahlen. Überweise das Geld dann auch sofort." (für mich: dann habe ich gleich den Rahmen, den ich verwenden würde, wenn ich fünf Stück im Klassenraum gleichzeitig zeigen würde) wegen Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt genaue Maße noch einmal abgenommen Motiv: 66 x 202 cm Papierformat: 70 x 210 cm (dann auch ohne störendem Strich) Vorschau 18 mm Rahmen (nur Innenbereich) Vorschau 13 mm Rahmen (nur Innenbereich) FÜR MICH: BEIDE VORSCHAUEN AUSDRUCKEN!!!!! UND VERGLEICHEN!!!! DANACH DANN BESTELLEN!!! bei 18 mm eventuell mehr Raumtiefe, da seitlicher weißer Papierrand schmaler als Rahmen Motiv ist nicht ganz so schwarz wie Rahmen Modul 4 Prüfung Arbeiten weiter gesammelt und in Dokument abgelegt aktueller Stand Diplom Theorie Gespräch mit Oma
  • Zweifel Zweifel an eigenen Arbeiten
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Mikrofon erst nach Beginn des Gesprächs angeschaltet.]
  • Ähm …
  • Diplomarbeit.
  • Genau. Theorie.
  • [Pause.]
  • Ähm … Also mir geht's darum, weil ich selbst immer an meinen eigenen Arbeiten so zweifel, was die Bedeutung davon ist. Ob es sinnvoll ist das auszudrücken und warum es unbedingt andere Leute sehen sollen.
  • Mhm.
  • Ausstellungsbesucher
  • Warum ja ganz viele Künstler eben Ausstellungen machen. Ähm … Und weil ich da selbst diesen Zweifel habe, … äh … versuche ich jetzt halt irgendwie eine Antwort … äh … von den Leuten, die solche Ausstellungen besuchen … Und das sind ja meistens …
  • Mhm.
  • Oder die eben nichts mit Kunst zu tun haben, sondern…
  • Ja.
  • … maximal halt Bilder sich ansehen.
  • Mhm.
  • Und das sind ja die meisten Leute eben. Also es gibt ja … Es gibt …
  • Ja.
  • Teilnehmer Kunstsystem
  • … im Endeffekt ein Kunstsystem, …
  • Mhm.
  • … in dem halt aktiv Leute teilnehmen. Das sind die Künstler. Das sind die Kunststudenten Kommilitone , die das ja noch lernen. Das sind die … ähm … Museumsdirektoren und die Kuratoren, die solche Ausstellungen dann machen.
  • Mhm.
  • Und die kennen sich ja alle in diesem Gebiet aus. Und die reden alle groß rum halt, was es alles sein soll und was der Betrachter davon haben soll. Und so. Und am Ende…
  • Da wird viel hineininterpretiert.
  • Genau. Und am Ende ist es dann der Besucher, der … äh … äh … entweder etwas damit anfangen kann oder nichts damit anfangen kann.
  • Ja.
  • Unverständnis bei Besuchern
  • Und mir kommt's so vor, als … äh … könnten viele oftmals mit so was gar nichts anfangen. Außer man liest sich halt Texte durch. Die Biografien und so weiter.
  • Mhm.
  • Aber die eigentliche Arbeit, um die es geht …
  • Mhm.
  • Dass da große Fragezeichen sind. Oder so Antworten …
  • Na ja. Als Laie würde man sich dann ein Bild ansehen und das vielleicht zum Ausdruck bringen, was man da empfindet. Gerade. Ohne zu wissen … von dem Künstler etwas zu wissen. Oder so. Oder was meinst du?
  • Stuhl als Kunstobjekt
  • Na das ist eben die Frage. Also wenn ich in eine zeitgenössische zeitgenössisch Ausstellung gehe, wo jetzt zum Beispiel dieser [Zeigt auf einen Stuhl.] Stuhl ausgestellt ist. Einfach so. Sagen wir es mal so.
  • Mhm.
  • Und … ähm … Und ich sehe diesen Stuhl, aber kann damit irgendwie nichts anfangen. Also es bewegt in mir nichts. So.
  • Mhm.
  • Für mich ist es ein Alltagsgegenstand. In dem Moment Moment . Und aber ein Kurator kuratieren oder der Künstler, die haben ein riesen großes Ding in ihrer inneren Welt draus gemacht. So. Und das kommt beim Betrachter aber nicht an. Und entweder du liest dir dann einen langen Text durch.
  • Mhm.
  • Was der Künstler damit sagen will.
  • Mhm.
  • Oder es passiert bei dir nichts.
  • Mhm.
  • Und ich finde aber … Solche Arbeiten, wo nichts von sich aus passiert, beim Menschen, sind eigentlich … ähm … weiß nicht … Dann … Dann haben die einem eigentlich erst einmal nichts zu sagen. Sondern der Künstler hätte es …
  • Ne. Na ja.
  • … gerne.
  • Beim Betrachter muss sich etwas regen
  • Was heißt, es passiert nichts. Also ich muss ja nicht über jeden Künstler etwas wissen. Aber trotzdem kann ja, wenn ich ein Bild betrachte, etwas in mir passieren. Also ich kann …
  • Ja?
  • Empfinden ausdrücken. Oder … Oder … Was weiß ich. Kritik. Oder was es so ist.
  • Das gehen wir gleich noch einmal durch. Wir sehen uns da ein paar Beispiele jetzt gleich …
  • Ja.
  • … an. Und du sagst halt, was dir spontan, genau!, dabei einfällt.
  • Mhm.
  • Ob das für dich jetze schon zur Kunst zählt. Und warum es jetzt zum Beispiel …
  • Definition Kunst
  • Ja aber. Mit dieser Definition Kunst.
  • Ja.
  • Das hätte ich schon ganz gerne definiert. Also ich würde als Laie das so empfinden, … äh … dass man meinetwegen Dinge aus der … äh … Natur, oder aus der Wirklichkeit, auf Papier oder Leinwand bannt.
  • Mhm.
  • Also das … bringt. Wie auch immer.
  • Mhm.
  • Das wäre für mich, ja!, Kunst. Von der Natur auf Papier zu bringen. Und wie würdest du das definieren? Kunst. Das Wort. Oder …
  • Also das was man in der Natur sieht …
  • Ja.
  • Was …
  • Oder Wirklichkeit.
  • Oder … Oder … äh … Abbildung von Dörfern oder so, wo man so den Alltag zeigt. Oder so. Sowas meinst du jetze?
  • Nee, ich meine, dass man den Alltag …
  • Ja.
  • … direkt dann darstellt.
  • Okay.
  • Also Natur …
  • Okay.
  • … sieht. Oder Wirklichkeit sieht und das dann … äh … auf die Leinwand bringt.
  • Okay.
  • Oder auf's Papier bringt.
  • Und das wäre für dich jetzt Kunst?
  • Das würde ich denken. Das ist Kunst. Oder? Oder was ist das wirklich?
  • Na ich … Ich hab' da gar keine Antwort! Ähm … Ich … ähm …
  • Na eigentlich müsstest du eine haben!
  • Ne.
  • Als Kunststudent.
  • Mit Definition schwer tun, da es einzwängt
  • Ja, aber ich zweifel ja die ganze Zeit. Deshalb hab' ich ja keine. Und ich hab' auch das Gefühl, dass niemand in diesem … dort an der Hochschule halt … einem … äh … sozusagen … äh … seine eigene Ansicht darüber sagen möchte. Weil das dann ja immer einzwängt. Und …
  • Ja.
  • … dann kommt jemand anderes und sagt: "Aber warum zwängst du das ein?" Also warum sagst du jetze, bei dir hört sozusagen Kunst dabei auf, … ähm … wenn es nicht mehr … äh … die Natur … äh … äh … auf Leinwand … äh … darstellt. Und den Alltag und …
  • Mhm.
  • … das was man draußen sieht dann …
  • Ja und die Leinwand.
  • Wie bei einem Foto, ne?
  • Ja, genau.
  • Malerei als Vorläufer von Fotografie
  • Du siehst etwas und machst ein Knips und …
  • Aber in früheren Jahrhunderten gab's ja keine …
  • Ja.
  • … noch nicht die Fotografie. Also hat man das versucht auf Papier oder …
  • Das stimmt.
  • … Leinwand oder so…
  • Ja.
  • … zu bringen. Denke ich mal.
  • Das … Das … Das hab' ich ja auch so gelesen, dass damals das der Grund war, warum eben Maler … ähm … auch … äh … Die hatten ja auch Aufträge, ne?
  • Ja.
  • Und sollten dann von irgendwelchen Herrschaften …
  • Ja eben.
  • … oder so … ähm … Porträts und …
  • Ja.
  • Krise der Malerei
  • … so machen. Und Landschaften abbilden und so. Die kamen dann halt in die Krise, als es dann Fotografie gab.
  • Ja.
  • Weil die ja in einer Sinnkrise waren. Und warum …
  • Und warum. ..
  • … malen wir überhaupt noch …
  • Ja.
  • … die Natur. Kopieren sie, wenn…
  • Mhm.
  • … es ganz andere Gerätschaften gibt, die …
  • Mhm.
  • … die das viel besser können. Und so.
  • Die das noch genauer machen. Ja.
  • Und ich glaube aber, das ist die Zeit, wo eben ein Wandel da stattfand.
  • Mhm.
  • Und zwar, dass die dann nicht mehr versucht haben, oder die Idee nicht mehr war, die Natur zu kopieren. Sondern … Sondern die subjektive Wahrnehmung …
  • Mhm.
  • … von dem, was man sieht, hineinzubringen.
  • Mhm.
  • Weil, das kann ja Fotografie in dem Moment erst einmal nicht.
  • Ja.
  • Landschaft
  • So. Also wenn du eine Landschaft siehst …
  • Ja.
  • … äh …
  • Was empfinde ich dabei. Das ist das Subjektive …
  • Genau.
  • … eben.
  • Van Gogh Vincent van Gogh .
  • Genau. Wir können ja zum Beispiel … Da fällt mir jetzt halt van Gogh ein. Einfach als … Ich hab' jetzt noch nicht nachgeguckt, aber …
  • Ja.
  • Wir können ja "van Gogh Landschaft" eingeben.
  • Ja.
  • Bei dem und bei anderen Künstlern von damals ist halt das Gute … Die haben ja Motive …
  • Ja.
  • … genommen, die die Betrachter immer noch …
  • Mhm.
  • … verstehen.
  • Ja.
  • So.
  • Mhm.
  • Und das ist ja bei heutiger Kunst oft nicht mehr so.
  • Mhm.
  • Das da.
  • [Pause.]
  • Nehmen wir mal das da. Da gibt's auch was. Da müsste ich dann mal nachgucken … äh … wie das genau heißt. So. Du hattest jetzt gesagt, … äh … die Natur sozusagen kopieren. Also auf Leinwand bringen.
  • [Betrachten das Bild "Weizenfeld mit Zypressen", Vincent van Gogh, 1889, Öl auf Leinwand.] Weizenfeld mit Zypressen, Vincent van Gogh, 1889, Öl auf Leinwand weizenfeld-k.jpg
  • Ja.
  • Wir haben hier eine Leinwand. Höchstwahrscheinlich. Und Farben. So wie du …
  • Ja. Mhm.
  • … es dir vorstellst.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Ja.
  • Gehört das für dich noch dazu? Als … Weil das ist ja nicht mehr realistisch. Ne?
  • Unterschied realistische und subjektive (krank?) Malerei
  • Also das ist für mich nicht mehr realistisch. Äh … Es ist aber noch eine Landschaft zu erkennen. Die aber irgendwie für mich mehr merkwürdig, ja, fast ein bisschen krank, vorkommt.
  • Warum krank?
  • Weiß ich nicht. Weil man so die Wolken nicht sieht. Oder auch nicht die … die Strichführung. Oder …
  • Du meinst diese Wellenform.
  • Ja. Ja.
  • Wir können ja mal etwas näher 'ran gehen. So.
  • [Räuspert sich.] Ich muss die Brille erst einmal putzen.
  • Ich kann's noch näher ranzoomen.
  • Ja. Ne. Lass jetzt erst einmal das so.
  • Mhm.
  • Das ist ja schon ein Stückchen … Ja, also dieses Kornfeld. Oder so. Das könnte man direkt noch, ja, so empfinden. Und sehen. In der Wirklichkeit. Wie da der Wind so …
  • Mhm.
  • abartig als Beschreibung
  • … bisschen drüber fegt, während die Bäume und der Hintergrund schon etwas abartig sind.
  • Mhm. Das sieht man hier halt ganz gut. Bei den … Was sind das? Pappeln oder so.
  • Ja. Nee. Äh … Warte mal. Wie heißen die? Äh … Lebensbäume. Oder so.
  • Okay.
  • Ich weiß nicht, ob's Pappeln … Wenn's ein Laubbaum ist, dann könnte es eine Pappel sein.
  • Mhm.
  • Von der Form her.
  • Weil die bestehen ja auch aus den Strichen. Wie halt dieser … dieses Feld.
  • Ja.
  • Unten. Aber sie haben ja noch insgesamt so 'ne … äh … so 'ne Form. Ne? So 'ne …
  • Ein Strich kann naturalistisch oder abstrakt sein
  • Ja, aber die Striche sind ja echt. Irgendwie. Oder empfinde ich noch als echt. Äh … Diese Kornähren.
  • Weil die in Wirklichkeit …
  • Also weil das so … Ja. Das könnte so noch Wirklichkeit sein.
  • Mhm. Das hier dann zum Beispiel nicht mehr. Das sind diese Linien …
  • Und ja. Und das empfinde ich als … Geht's noch ein kleines bisschen größer?
  • Na es kommt drauf an, wohin du hinzoomen willst.
  • Ja. Ja gut. Gut. Gut. Gut. Ja. Ne. Das ist jetzt etwas unscharf.
  • Na das ist alles jetzt unscharf.
  • Ja. Weil's zu groß ist. Ja.
  • Eine Vergrößerung.
  • Ja.
  • Die Berge, die sind …
  • Ja.
  • Ne?
  • Ne. Also das ist dann schon … nicht mehr so Natur.
  • Aber ich denke mal, das … das ist eben diese …
  • Insgesamt ist es …
  • Ja genau.
  • … ist es … ja schon noch … Es ist eine Naturnachbildung. Die aber, ja, nicht ganz natürlich ist.
  • Natur kopieren versus empfinden
  • Warum denkst du aber, hat er das nicht nur kopiert.
  • [Räuspert sich.] Na ja. Er empfindet das vielleicht anders als ich es empfinden …
  • Okay.
  • … würde.
  • Das wäre dann eben dieses Subjektive. Ne?
  • Subjektive eben.
  • Wo ich gesagt hatte, das mit der Fotografie kam auf und vielleicht …
  • Ja.
  • … gab's …
  • Ja.
  • … ja dann … Ich weiß es nicht ganz genau.
  • Ja.
  • Aber warum soll man nur noch etwas kopieren. Geht's nicht eher darum, wie man die Natur wahrnimmt?
  • Das Empfinden.
  • Genau! Und ich denke, genau das war, glaube ich, auch mit sein Thema. Ich hatte vorhin mal kurz was drüber …
  • Ja.
  • … gelesen. Halt. So dieses …
  • Mhm.
  • Diese Wahrnehmung von der Natur und …
  • Ja.
  • Und diese Bewegung, die da drinnen ist.
  • Ja.
  • Er ist ja dadurch bekannt geworden. Ne? Durch diese Bilder, wo er halt …
  • Und diese Strichführung.
  • … mit dieser Strichführung gearbeitet …
  • Ja.
  • … hat. Und so.
  • Schön und nicht schön
  • Ja. Aber wie gesagt. Das empfinde ich dann schon nicht mehr so schön. Während das Kornfeld für mich sehr schön ist. Oder sehr echt erscheint.
  • Sag' mal schön. Du sagst jetzt schön. Also was … Was ist für dich schön?
  • Also … ähm … Na ja. Man kann bei einem Bild von vorne herein ganz negative Empfindungen haben.
  • Mhm.
  • Es gibt ja nicht nur schöne, harmonische Bilder, sondern auch ganz … ja … hässliche. Oder die einem Angst einjagen. Oder … Oder …
  • Mhm.
  • Oder solche Bilder. Dann eben. Nich? Und dazu gehört das aber nun nicht!
  • Der Schrei
  • Ich tippe mal eben "Der Schrei" ein. Kennst du denke ich mal.
  • Nein. Das ist auch von van Gogh?
  • Ne ne ne. Ich muss auch gleich noch einmal gucken, wie der … wie der genau heißt.
  • [Pause.]
  • Von … ähm … Eduard Munk. Munk.
  • Ach Munk.
  • Ist ein ganz bekanntes.
  • Na ja gut. Also den Namen hab' ich schon einmal gehört.
  • Das ist von 1893, dieses Bild. Ich mach's mal groß.
  • [Betrachten das Bild "Der Schrei", Edvard Munch Edvard Munch , 1893, Tempera auf Pappe.] Der Schrei, Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe schrei2-k.jpg
  • Ja.
  • Das ist ja jetzt ein riesen Bild. Also du hast gerade von schön … äh … geredet. Du erkennst die Landschaft noch.
  • Ja.
  • Schön, da echt
  • Für dich wäre es aber eher … also ist das Feld schön, weil es …
  • Ja.
  • … noch die …
  • Das ist für mich noch echt.
  • Genau. Wie es in echt ist. Deshalb …
  • Ja.
  • … findest du das halt schön.
  • Mhm.
  • Aber das ist halt schon zu … zu abstrahiert für dich.
  • Ja. Mhm.
  • Die Form ist halt … Gibt nicht … Also das Objekt wird nicht mehr so dargestellt, wie es eigentlich …
  • Ja.
  • … ist. Sondern ist ja schon abgewandelt.
  • harmonische / disharmonische Bilder
  • Also es ist schon noch harmonisch.
  • Ja.
  • Mit einem Stich … Disharmonie! [Lacht.] Drinne. Sagen wir's mal so.
  • Ja.
  • Ja.
  • Auch mit den Farben.
  • Ja.
  • Ist ja ziemlich … äh … grell.
  • Ja die Farben gehen fast noch.
  • Ja. So das wäre jetzt halt … Wenn du sagst …
  • Ja.
  • Ist es für dich schön? Hässlich? Oder sag' mal was dazu. Zum Schrei.
  • [Pause.]
  • Zu dem Bild.
  • Der ist … Dieses Bild ist also für mich gar nicht mehr harmonisch.
  • [Pause.]
  • Gar nicht schön.
  • Wie leitest du das ab?
  • [Pustet Luft aus.]
  • Also das Gegenteil … Hässlich. Oder …
  • Hässliche Bilder
  • Hässlich ist wieder zu viel gesagt. Äh … Das Thema ist aber getroffen, würde ich sagen, wenn das "Der Schrei" heißt. Man sieht die Frau, ja!, schreien. Den Mund weit auf. Und die Arme hoch gehoben. Aber es ist für mich … Also … Tja… Nicht mehr so richtig harmonisch.
  • Also du würdest es dir jetzt nicht unbedingt an…
  • Ich würde es …
  • …schauen im Museum? So länger davor stehen.
  • Generationenfrage
  • Ja. Also ich könnte mir vorstellen, dass meine Generation vor, ja!, sehr harmonischen Bildern ein bisschen länger ausharrt als vor disharmonischen Bildern eben.
  • Was bist du denn für eine Generation? Welches Jahr?
  • Jahrgang 31. Uralt.
  • Okay. Aber das ist ja von 1890. '93. Oder so.
  • Ja.
  • Das ist ja noch älter. Also da gab's ja bereits viele solcher Bilder. Und van Gogh hatte …
  • Ja.
  • … glaube ich auch in dem Zeitraum gelebt.
  • Ja.
  • Auflehnung gegen den Realismus
  • Es gab ja ganz viele Künstler, die genau …
  • Mhm.
  • … in dieser Zeit herumexperimentiert haben.
  • Ja.
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Ganzkörperbild im Klassenraum aufgehangen
Ganzkörperbild im Klassenraum aufgehangen
nach sechs Ebenen
nach sechs Ebenen
Vorschau Geradenbild rahmenloser Rahmen
Vorschau Geradenbild rahmenloser Rahmen
Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor nach telefonischer Anfrage: Tuschestifte SB erst wieder in 2. KW vorrätig da nur noch sieben Stück im AV-Labor, bis dahin nur A2-Zeichnungen umsetzen, danach zwei bis drei neue Ganzkörperporträts davor aber schon großen Rahmen bestellen, da Format feststeht (von gestern ) 4. Ebene ca. 10:20 - 11:27 (67 min) Motiv für Klassenraum mit Auflage 10 Stück + 1 K. E. selbes Motiv mit unterschiedlichen Strichen etwas zwischen Unikat und Auflage schöpft Möglichkeiten der Zeichenmaschine aus Standpunkt (unkorrigierte erste Fassung) Im Vergleich zum Beispiel zum Linoldruck, wo einmal das Motiv in die Platte geritzt wird, steht bei den Plotterzeichnungen nicht das Motiv sondern lediglich die Information fest. Diese Information beruht auf einem digitalen Bild. Am Ende steht also die Vorlage mit seinen Farbpixeln fest, die für die Plotterzeichnungen ausgelesen werden. Diese Informationen können nun beliebig verarbeitet werden. So kann die Länge, der Winkel und die Anzahl der Striche je nach Farbinformation anders ausfallen. Weiterhin kann ein gesteuerter Zufall Zufall hineingebracht werden. So kann zum Beispiel die Länge und der Winkel mit jedem Aufruf etwas variieren. Ich erwähne das, um die Möglichkeiten bei einer Plotterzeichnung im Gegensatz zu anderen analogen Auflageverfahren hervorzuheben. Am Ende kommt durch die Verwendung des Plotters, von Papier und einem Stift auch ein materielles Ding heraus. Die Frage, die sich mir nun stellt, ist, ob es sich immer um ein Unikat handelt, auch wenn die Striche von Länge und Winkel immer gleich sein sollten. Denn der Stift wird immer über das Blatt gezogen, die Striche einzeln gezeichnet. Es vergeht Zeit. So als würde ein Künstler immer wieder von neuem anfangen das Motiv auf Papier zu bringen. Ich würde für den Rundgang jedoch das selbe Motiv 10 mal mit kleinen Variationen plotten lassen wollen. So kommen Themen wie Augenblick, Bewegung, Zufall und zerbrechliche Persönlichkeit (bei einem Selbstbildnis) mit ins Spiel. Und ein Verkaufsargument ist es sicherlich auch, erwähnen zu können, dass es sich zwar um eine Auflage handelt (1 Information), aber bei der Umsetzung große Abweichungen vorliegen. Der zusätzliche Aufwand ist auch überschaubar. Stiftewechsel nach 1/2 4. Ebene Standpunkt (Gedanken zum Wort Plotter Plotter / Zeichenmaschine)Sollte ich den Plotter - auch vor mir selbst - als Zeichenmaschine bezeichnen? Die Verwendung des Wortes Plotter benötigt immer eine Erklärung. Zeichenmaschine erklärt sich von selbst. Es ist eine Maschine die zeichnet. Und eine Maschine muss immer von einem Menschen mit Information gefüttert werden. Zeichenmaschine klingt auch poetisch. In meinem Kopf erscheint sofort ein Bild von einem Gerät mit Knöpfen, Kabeln, Rollen und einer Hand, die ein Stift hält und über das Blatt bewegt. Force auf 120 gf verringert, da höhere Werte nur Lärm verursachen und bei diesen Tuschestiften sonst keine Auswirkung haben Standpunkt Die Frage, warum ich das nicht händisch zeichne, erübrigt sich bei einer Auflage. Bei Einzelarbeiten kommt es hingegen immer auf die Zeichnung selbst drauf an. Bei dem aktuellen Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt gibt es Bereiche, wo kleine Punkte ganz exakt aneinander gereiht sind. So auch bei dem einen A2-Selbstporträt Selstbildnis , wo die Augen aus kleinen immer gleich ausgerichteten Linien bestehen. Hier ist die kühle Berechenbarkeit der Maschine Teil der Arbeit. am Ende nicht aufgepasst und Maschine abgestellt; dennoch nicht wie beim ersten Mal herausgefallen 5. Ebene 11:30 - 12:35 (65 min) Stiftewechsel 11:56 mit einigen Spuren zwischen zwei zu zeichnenden Strichen 6. Ebene 12:38 - [?] bei letzter Ebene Striche bei linker Brustwarze entfernt, da andere Verdickung schon als Brustwarze erkennbar Ganzkörperbild im Klassenraum aufgehangen ganzkoerper-k.jpg im Klassenraum aufgehangen nach sechs Ebenen plotheute-k.jpg linke Brustwarze ungewollt nach unten gerutscht da bei eigentlicher Position dennoch schwärzer, schaut es ein wenig nach Frauenbrust aus bei weiterem Plot aber bewusst dafür entscheiden, da Schieflage spannender linker Unterarm zu schmal, mit dicker Kante zum Bauch hin Bauchbereich mit wenigen Strichen gut rechter Arm schaut abgebrochen aus (wie bei Statue) passt aber zu Punktbereichen Punktbereiche sehr gut, auch links, wo durch leichte Verschiebung und Auftragsstärke ein Muster entsteht Wirbel im Bild demnächst verstärken heißt: mehr schwarze Bereiche, nicht nur oben und rechts insgesamt noch mehr Linien, stärkerer Kontrast leichte Kopfbeugung schaut gut aus, da irgendwie provozierend rechte Schulter mit komischem Kreis Kopfbereich mit zu wenig Linien, wirkt von Nahmen zerstückelt im linken Bereich fehlt Schwärze Liniendicke prinzipiell aber ok Arbeitsspuren, Tuscheflecken und andere Verunreinigungen sehr gut in Processing Dicke der Linien verringern oder Pixelanzahl erhöhen, entspricht ansonsten nicht dem Plot insgesamt: mehr Schwärze erzeugen und gleichzeitig eine Bewegung zulassen (kein Wirrwar) HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 für Klassenausstellung Rahmen A2 gesucht Vorschau Geradenbild gerahmt Holzrahmen, schwarz: 1 22 + 7 EUR 2 21 + 7 EUR (zu auffällige Maserung) 3 26 + 5 EUR 4 25 + 7 EUR 5 27 + 7 EUR Vorschau Geradenbild rahmenloser Rahmen mgl-rahmung2-k.jpg rahmenlos: 1 7 + 5 EUR (ab 50 EUR versandkostenfrei) 2 8 + 5 EUR 3 11 + 7 EUR bei Holzrahmen mit 24 EUR rechnen, bei rahmenlos mit 8 EUR (bei jeweils 5 Stück) Modul 4 Prüfung Arbeiten weiter gesammelt und in Dokument abgelegt
Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor Vorbereitung Plot Abstand Motiv zur Rahmung von Zeichenplotter vorgegeben: 1 cm links / rechts und 3 cm oben / unten bei Rahmenbreite 18 mm werden 9,5 mm verdeckt (rund 10 mm) bei Rahmenbreite 13 mm werden 5 mm verdeckt Abstand Motiv zum Papierrand +10 mm zusätzlich je Seite bei Papierformat 70 x 220 cm: 66 x 212 cm Motiv bei Motivformat 66 x 202 cm: 70 x 210 cm Papierformat eher 18 mm Rahmenbreite nehmen, da Rahmung sonst zu zart ca. 12:30 - 13:30 Plotter Plotter eingerichtet, Fußboden mit Papier überdeckt, Blatt auf ca. 2,30 m geschnitten, 6 Ebenen erstellt Übertragung zum Plotter je Ebene: 3 min 1. Ebene 13:37 - ABBRUCH Abbruch, da Plotter Blattende nicht erkennt und einfach weiterrollt dicke Linie gezeichnet, könnte digitale Radiergummibegrenzung sein komplett abgebrochen, Blatt neu eingelegt 30 cm / s, schneller traue ich mich bei diesem Format nicht Glück gehabt: beim zweitem Versuch scheint die abgeschnittene Papierfläche kein Einfluss auf Motivgröße zu haben 1. Ebene 13:48 - 14:56, ca. 70 min 70 min * 6 = 7 h reine Zeichenzeit Standpunkt Bei diesem Papierformat, was eigentlich noch überschaubar ist (die Höhe übersteigt nur ein wenig meine eigene Körpergröße), muss ich zukünftig über eine Stunde Vorbereitungszeit einplanen. Auch sollte die Blatthöhe immer 10 bis 30 Zentimeter größer sein, als nötig. Am Ende muss halt noch geschnitten werden. Wenn die Zeichenmaschine einmal läuft, ist alles gut. Aber bis dahin können viele unerwartete Dinge eintreten. Bei dem Format muss ich also auch viel Geduld mitbringen. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, dass der Plot abbricht und ich von vorne anfangen muss. Die Grenzen sind von Maschine, Papier und Stift festgelegt. 1. Stiftewechsel kurz vor Ende 1. Ebene Blatt nach 1. Ebene durchgefallen erneut ausgerichtet und befestigt nicht ganz exakt, da händisch eingerichtet bei Punktbereichen später sichtbar zukünftig kurz vor Ende aller anderen Ebenen: Maschine abschalten und neu starten, damit Papier nicht rausfällt 2. Ebene 15:02 - 16:06, ca. 65 min 2. Stiftewechsel bei 3/4 2. Ebene Speed auf 35 cm / s erhöht kurz vor Ende auf 15 cm / s verringert, nach letztem Strich Maschine ausgeschaltet und neu gestartet 3. Ebene 16:10 - … 3. Stiftewechsel bei 1/3 3. Ebene HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 morgen 4. bis 6. Ebene plotten, danach im Klassenraum aufhängen und entscheiden, ob beim Rundgang ausstellen ansonsten noch einmal ein Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt im Januar herstellen (Freitag ab 18:00 und Samstag bis abends) erst danach Rahmen bestellen für übermorgen A2-Motive vorbereiten im Internet nach passenden schwarzen Rahmen suchen (Holz oder Metall, eckig) darf 50 EUR inklusive Versand nicht übersteigen Arbeiten nur bei Klassenausstellung für 100 EUR verkaufen, danach für ca. 350 EUR
Die Nachtwache, 1642 , Rembrandt van Rijn
Die Nachtwache, 1642 , Rembrandt van Rijn
Entkleidung Christi, 165 x 99 cm, Öl auf Leinwand, 1590 - 1595, El Greco und Werkstatt
Entkleidung Christi, 165 x 99 cm, Öl auf Leinwand, 1590 - 1595, El Greco und Werkstatt
Das Begräbnis von Casagemas, Öl auf Leinwand, 1901, Pablo Picasso
Das Begräbnis von Casagemas, Öl auf Leinwand, 1901, Pablo Picasso
Yo El Greco (Ich El Greco), Zeichnung, Ausschnitt, ca. 1900, Pablo Picasso
Yo El Greco ("Ich El Greco"), Zeichnung, Ausschnitt, ca. 1900, Pablo Picasso
Vergleich Porträt von Jorge Manuel Theotocopoulos, 1600 - 1605, El Greco und Porträt eines Malers, nach El Greco, 1950, Pablo Picasso
Vergleich Porträt von Jorge Manuel Theotocopoulos, 1600 - 1605, El Greco und Porträt eines Malers, nach El Greco, 1950, Pablo Picasso
Les Demoiselles d'Avignon, 1907, Pablo Picasso
Les Demoiselles d'Avignon, 1907, Pablo Picasso
Pieta, 1850, Eugène Delacroix
Pieta, 1850, Eugène Delacroix
Der Schrei, Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe
Der Schrei, Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe
Die Brücke von Mantes, zwischen 1868 und 1870, Jean-Baptiste Camille Corot
Die Brücke von Mantes, zwischen 1868 und 1870, Jean-Baptiste Camille Corot
(gestern) Diplom Theorie Gespräch mit Oma Vorbereitung Gespräch mit Oma Standpunkt Meine Frage als Kunststudent Kommilitone : Was ist eigentlich Kunst für die, die nicht aktiver Teil im Kunstbetrieb Kunstbetrieb sind? […] Und natürlich der Künstler, der vielleicht irgendeinen Gedanke oder ein Gefühl hat, den/das er in die Welt tragen möchte. Mich selbst stört, dass ich oftmals erst Zugang zu zeitgenössischen Arbeiten erhalte, wenn ich mir einen Text dazu durchgelesen habe. Und vielleicht die Biografie des Künstlers kenne. Die Arbeiten erschließen sich aber nicht von selbst. Deshalb sind mir selber Bilder angenehm, wo ich etwas aus meinem eigenen Leben wiedererkenne. Wo ich einen Anknüpfungspunkt sehe, über den ich tiefer in die Arbeit eintauchen kann. Frage: Müssen sich Arbeiten immer erschließen? Sind offene Fragen nicht spannend? Aber es sind nur Fragen gut, die nicht die Arbeit in Zweifel Zweifel ziehen ("Was'n daran Kunst?", "Was soll mir das jetzt sagen?"), sondern die das Gesehene versuchen zu ergründen. Wo der Entdeckerdrang aktiviert wird. an Oma: 1 Fragen, wo sie in ihrem Leben mit Kunst in Berührung kam. Auf Reisen? War sie in Museen? 2 Welche Arbeiten haben es ihr vor allem angetan? Wo sind ihre Grenzen? Ab wann findet sie keinen Zugang mehr? 3 Was muss ein Kunstwerk haben, um für sie ein Kunstwerk zu sein? Farbe, Leinwand, Bilderrahmen, Fett, Pissoir Marcel Duchamp , …? 4 Künstler: Was ist für sie ein Künstler? Wie stellt sie sich seinen Beruf vor? 5 Meine eigenen Arbeiten: Geradenbilder, vor allem kindliche Zeichnungen zeigen (da, wo sie auch drauf ist). Ist das für sie Kunst, nur kreativ? Oder …? zu "Die Nachtwache" Die Nachtwache, 1642 , Rembrandt van Rijn Rembrandt van Rijn nachtwache-k.jpg Gruppenbildnis von Schützengilde im Familienalbum von Hauptmann Frans Banning Cocq trägt Bild Titel: "Der Hauptmann gibt seinem Leutnant den Auftrag, die Bürgerwehr marschieren zu lassen" im Vordergrund Hauptmann und Leutnant zwei erleuchtete Figuren beherrschen Bildaufbau: Mädchen und Leutnant El Greco El Greco Entkleidung Christi, 165 x 99 cm, Öl auf Leinwand, 1590 - 1595, El Greco und Werkstatt entkleidungchristi-k.jpg El Greco Maler griechischer Herkunft, Maler des spanischen Manierismus Manierismus und Renaissance Renaissance Themen hauptsächlich religiös und Porträts Malerei entwickelte sich vom Naturalismus weg hin zu Individualstil Individualstil entgegengesetzt Entwicklung Malerei in Spanien, davon unabhängig um 1900 von Schriftstellern, Kunstkritik und Avantgarde Avantgarde neu entdeckt von Künstlern der Moderne (besonders Expressionismus Expressionismus ) als Bezugspunkt gesehen und rezipiert Künstler selbst im Zentrum seines Schaffens, damals revolutionär bei Zeitgenossen entweder bewundert oder abgelehnt suchte nach neuen Ausdrucksformen u. a. bewundert von Picasso Pablo Picasso Das Begräbnis von Casagemas, Öl auf Leinwand, 1901, Pablo Picasso casagemas-k.jpg Das Begräbnis von Casagemas (aus der Blauen Periode) verwies auf "Das Begräbnis des Grafen Orgaz" (was genau?) Yo El Greco ("Ich El Greco"), Zeichnung, Ausschnitt, ca. 1900, Pablo Picasso yoelgreco-k.jpg Vergleich Porträt von Jorge Manuel Theotocopoulos, 1600 - 1605, El Greco und Porträt eines Malers, nach El Greco, 1950, Pablo Picasso yoelgreco2-k.jpg Les Demoiselles d'Avignon, 1907, Pablo Picasso avignon-k.jpg in Rosa Periode griff er in "Les Demoiselles d'Avignon" Motive aus "Die Öffnung des fünften Siegels" auf Pieta, 1850, Eugène Delacroix pieta-k.jpg Pieta von Delacroix an Komposition angelehnt diese wiederum von van Gogh Vincent van Gogh aufgegriffen Duchamp setzte sich mit "Porträt (Dulcinee)" und "Le Printemps (Jeune homme et jeune fille dans le printemps)" , 1911, mit El Greco auseinander Der Schrei Der Schrei, Edvard Munch Edvard Munch , 1893, Tempera auf Pappe schrei2-k.jpg vier Variationen als Gemälde und mehrere Lithographien bekannt Pastellversion 1895 von (wahrscheinlich) Arthur von Franquet in Auftrag gegeben gehören zu Serie Lebensfries Thema Liebe, Angst und Tod Sterben erster Titel von Munch: "Schrei der Natur" auf graphischer Fassung schrieb er: "Ich fühlte das große Geschrei durch die Natur" neben Hauptfigur wild bewegte Formen und Farben von Wasser und Himmel wird häufig als erstes expressionistisches Bild bezeichnet zu Jean-Baptiste Camille Corot Jean-Baptiste Camille Corot (1796 - 1875, französischer Landschaftsmaler) in Arbeiten freie aber straffe[?] Komposition und gedämpfte Farbigkeit Die Brücke Die Brücke von Mantes, zwischen 1868 und 1870, Jean-Baptiste Camille Corot mantes-k.jpg
Vorschau Ganzkörperporträt 2016-12-24 12-59-29
Vorschau Ganzkörperporträt 2016-12-24 12-59-29
Jeff Koons, © Chris Fanning
Jeff Koons, © Chris Fanning
Günther Uecker, © Lothar Wolleh
Günther Uecker, © Lothar Wolleh
Günther Uecker, © dpa
Günther Uecker, © dpa
Geradenbild Geradenbild am Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt weiter gearbeitet HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Vorschau Ganzkörperporträt 2016-12-24 12-59-29 2016-12-24_12-59-29_vorschau-k.jpg schwarze Bereiche eingefügt, werden mit Punkten gefüllt wirkt fragmentarisch neues Motivformat: 68 x 220 cm Papierformat: 70 x 222 cm (weißer Bereich wird etwas größer) mit Rahmen Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Du hast ja … Ich stelle mir die ganze Zeit vor, dass ich nach dem Interview eine ganz große Ausstellung mache.
  • [Lacht.]
  • Extrem weiter Kunstbegriff
  • Ich finde … Das hab' ich selbst noch nicht einmal … Du hast einen extrem weiten Kunstbegriff. Und ich ging eigentlich davon aus, dass deiner ziemlich eingeschränkt ist.
  • Mhm.
  • Weil du halt immer von Markt und … ähm … und Geld verdienen und so …
  • Ja.
  • Du hast ja auch als Hauptgrund dieses mit dem … ähm … Geschäftsmodell Kunstmarkt
  • Ja.
  • … und so. Das klingt halt sehr nach … sehr … ähm … sehr … einer sehr durchdachten Struktur. So. Und jetzt wirkt das so, als würdest du alles eigentlich, … äh … was im Kunstraum ist, … ähm … Was ja auch so glaube ich von vielen gesehen wird. Inzwischen. Es kann alles Kunst sein. Es muss halt im Kunstraum sein. Es muss definiert sein als Kunst. Und dann ist es Kunst. Du kannst sogar was [Sperren: damit] anfangen. Mit den Bäumen. Mit dem Pissoir Marcel Duchamp , was dann dreckig ist oder gemalt dreckig ist oder so.
  • Ja.
  • Das finde ich gerade krass. Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Dass du wirklich in so einen Raum gehst und sagst: Oh, das ist geile Kunst! Ich hab' mir jetzt die ganze Zeit vorgestellt … Wie bei Oma: Hä, das soll Kunst sein? Das kann ich auch! Was du vorhin gesagt hast, als Beispiel.
  • Mhm.
  • Da hast du doch irgendwas gesagt mit … äh … ähm … Wenn's nur weiß ist oder so … Das kann ich ja auch. So.
  • Ja. Die Genialität Genie , die da drinne steckt, dieses … ähm … ja …
  • Du musst der Erste sein. Damit's genial ist.
  • Das ist … ist …
  • Und meinst du …
  • Ja es muss etwas Besonderes sein. Es muss etwas … mhm …
  • Dann klingt das jetzt wieder nach Markt halt. Ne? So … äh … [Nicht verständlich, 1:52:15.]
  • Alexanders Tipps für mich
  • Ich würde auch viel stärker differenzieren. Wir haben uns ja schon oft darüber unterhalten … ähm … Oder ich versuche dir immer Tips zu geben, was … was … was du machen [Sperren: solltest]. Und … äh …
  • Da liegt der Telefonhörer immer daneben!
  • [Lachen.]
  • In den seltensten Fällen, oder fast gar nicht, richtest du dich danach. Weil …
  • Ich sträube mich dann.
  • Ähm … Weil … ähm … Ich würde … Ich … ähm … Wenn du mich fragst, würde ich dir natürlich sagen, … äh … suche dir eine Kunstrichtung, mit der du Geld verdienen kannst. Mit der du deinen Lebensunterhalt verdienen kannst. Das war immer meine Grundaussage. Zu der ich auch stehe.
  • [Laut:] [Sperren: Endlich] hab' ich di… [Nicht verständlich, 1:52:45.]
  • Äh … äh … [Nicht verständlich.]
  • [Ruft zufrieden:] [Sperren: Interview Schluss!]
  • Geldwert
  • Ich will natürlich, dass du … ähm … äh … dass du in … mit dem was du gelernt hast, dass du das natürlich auch anwendest. Und … äh … Nicht nur … ähm … nicht nur überhaupt etwas schaffst, sondern dass du auch etwas schaffst, was einen [Sperren: Geldwert] hat.
  • Du … Okay. Aber du …
  • Geld verdienen kannst.
  • Aber … Aber trotzdem würdest du nicht sagen, dass … äh … Kunst nur, wenn es Geld bringt, … äh … gut …
  • [Sperren: Nie] und nimmer.
  • Weil du das mit den Bäumen und so gesagt hast.
  • Nein.
  • [Sprechen durcheinander.]
  • Aber … Aber … Aber du empfiehlst sozusagen, … ähm … man sollte schon … äh … ähm … sich vorstellen, dass, wenn man Kunst macht, dass man's auch an den Mann bringt. Also damit Geld verdienen kann.
  • Das … Das wäre mein … Betriebswirtschaftlich gesehen wäre das die cleverste … äh … ähm … äh … Man sagt ja immer, der cleverste Businessplan, den ein angehender Künstler mitbringen sollte: Nämlich er schaut sich erst einmal den Markt an. Er … ähm … guckt sich an, was … was machbar ist. Welche Konkurrenz auf dem Markt vorhanden ist. Sucht sich eine Nische. Und verdient mit dieser Nische Geld.
  • Also wenn so …
  • So.
  • Dann will ich kein Künstler sein!
  • Also ich gebe zu, dass es eingeschränkt ist. Aber ich will noch ein Beispiel geben. [Räuspert sich.] Es würde mir Leid tun …
  • [Sperren: Jeff Koons Jeff Koons !] Jeff Koons, © Chris Fanning koons-k.jpg
  • Ich …
  • [Sperren: Meintest du!]
  • Kann sein.
  • Mit dem erregiertem Penis. Jetzt hab' ich's.
  • Kann sein.
  • Jetzt redest du weiter.
  • Meine Zukunft als Künstler
  • Ähm … Also es würde mir Leid tuen, wenn … wenn du nach dem Studium … äh … anfängst … ähm … äh … ähm … ähm … gebrauchte Fließen zu zerschlagen … ähm … und … ähm … äh … versuchst das ganze dann halt in irgendeine Form zu etwas Neuem zusammenzufügen. Und es keinen interessiert. Du also weder Ausstellungen findest, oder weder Räume findest, die bereit sind, das zu zeigen. Äh … Du niemanden findest, der sich dafür ernsthaft interessiert. Und du vor allen Dingen jeden Monat zum Sozialamt gehen musst, um dir halt deinen Lebensunterhalt zu verdi… zu bekommen. Nicht zu verdienen, sondern …
  • Mhm.
  • … zu bekommen.
  • Zu verdienen kann man das auch nennen.
  • Und … äh … Ähm. Na gut. Äh … äh … Sozialhilfe abzuholen hat nichts mit Verdienen zu tun.
  • Nee nee nee.
  • Sondern man bekommt es ohne Gegenleistung.
  • Künstler und Hartz 4
  • Beim letzten Klassentreffen ging es um die HGB-Rundgang-Ausstellung.
  • Ja.
  • Und da war dann Hartz 4 ein großes Thema. Dass viele nach dem Studium am Ende …
  • Ja.
  • … da landen werden. Und, dass es einige Künstler gibt, die Harz 4 als Geschäfts… äh … Ding, also als … als … als Arbeitsstelle sozusagen sehen.
  • Ja. Ja.
  • Dass der Staat sozusagen …
  • Der Arbeitgeber ist sozusagen der Staat. Und deswegen …
  • Genau.
  • … kann man sich frei bewegen. Und das würde ich nie… niemandem wünschen. Dir als recht nicht.
  • Einige machen's ja freiwillig. Die nehmen es nicht negativ.
  • Günther Uecker Günther Uecker
  • Sondern wenn du die Wahl hast, würde ich sagen, … ähm … Heute morgen habe ich bei N24 oder NTV war das … äh … so einen Künstler gesehen, der hat Holzbrett… Genau. Er hat ganz viele Nägel raufgehauen … raufgeschlagen. Ähm … Krumm und schief und so. Ähm … Und … äh … scheint … äh … Mit Kuba war das irgendwas. Und scheint damit sehr erfolgreich zu …
  • Waren das große Bretter. Oder …
  • … sein. Nein es sah eher wie eine Leinwand aus. Aber es war quadratisch. Weiß. So vom vom Gefühl her zwei Zentimeter …
  • Uecker.
  • … Tiefe.
  • Uecker heißt der.
  • Wie?
  • Uecker! Günther Uecker, © Lothar Wolleh uecker_1-k.jpg
  • [Sperren: Ja, genau.]
  • Okay.
  • Ja, der war das.
  • Das ist schön. Weil ich von dem nämlich nen alten Fernseher, "TV Fernsehen " heißt das, gesehen habe. Wo er … Der hat ganz viel mit Nägel gemacht und …
  • Genau.
  • … hat in der Nachkriegszeit damit angefangen. Günther Uecker, © dpa uecker_2-k.jpg
  • Genau.
  • Dies … Der war übrigens auch ein Thema.
  • Genau. Das ist ein Thema, was ihn anscheinend schon ein Leben lang begleitet. Also er hat Nägel mit …
  • Ruf' … Ruf' … Ruf' den auf!
  • Ist jetzt egal.
  • [Sperren: Nein]. Das ist ein Superding! Weil du den gesehen hast und …
  • Affinität … Zu Nägeln …
  • Okay. Und was … Sag' jetzt alles, was du darüber … Was … Was … Was passierte dabei bei dir. Als du das gehört hattest. Und … ähm …
  • Also, pass auf. Ich hab' nur ganz kurz … ähm … äh … ähm …
  • [Zeigt ein Bild von Günther Uecker.]
  • Genau der ist das. Ich hab' auch gar nicht alle seine Werke gesehen. Sondern …
  • Das war jetzt im Fernsehen. Nicht im Radio.
  • Genau. N24 wie gesagt. Oder NTV war das heute.
  • Okay.
  • Ähm … Und ich hab' auch nur … äh … ein paar Minuten reingeschaut.
  • Okay.
  • Auf den Zug aufspringen
  • Ähm … äh … Aber sowas hab' ich gesehen. Er hat so … so Schriften gemacht und hat anschließend … äh … äh … Unterschiedliche Religionen … Meinte er … Und hat das dann so mit Nägel behauen. Nein. Und er hat das für sich zu seinem Thema gemacht. Ich wollte nur sagen … ähm: Wenn du die Wahl hast zwischen Scherben, die sich … die vielleicht keinen Marktwert oder die du nicht zu einem Marktwert entwickeln kannst und … äh … diesen genagelten Sachen, … äh … äh … wo du vielleicht auf den Zug aufspringen kannst. Oder wo du das Gefühl hast, damit kannst du dein Lebensunterhalt verdienen … Würde ich [Sperren: immer] sagen: Nimm die Nägel!
  • [Pause.]
  • Das will ich sagen.
  • Ich behaupte aber, dass der Uecker keine Nägel genommen hat, weil er sich sagte, Nägel lassen sich besser verkaufen als Scherben. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Das macht ein Geschäftstyp, der Geld verdienen will. Aber kein [Sperren: Künstler]. Ein Künstler … Für [Sperren: mich] hat ein Künstler …
  • Ja.
  • … äh … äh … im Kopf ein … ein Gefühl … Irgendwas, was er äußern will. Und dann nimmt er das, was … was … was er Äußern will, am besten darstellen kann. Da geht's ihm nicht darum, … ähm … wofür gibt's am meisten Geld. [Sperren: aber] das ist jetzt interessant. Äh … Du hast es dir angeguckt. Ne? Diese Dokumentation. Wie lange lief sie so ungefähr?
  • Nein.
  • Oder einen Ausschnitt …
  • Ich hatte nur einen Ausschnitt davon …
  • Okay.
  • … gesehen. Also ich glaube, das war eine Stunde. Und ich hab' davon fünf Minuten …
  • Okay.
  • … gesehen.
  • Okay. Aber du hast dir das fünf Minuten angesehen. So.
  • Ja.
  • Hast du das aus Interesse, als Langeweile oder hast du dir dann eine Frage gestellt, wie … was … Wie hat er argumentiert? Oder … Worum ging's da gerade? Was [Sperren: dich] dann zu fünf Minuten hingucken verleitet hat. Was Nägel mit Kunst zu tun hat.
  • [Langgezogenes:] Mhm. Ich hab' den … die Vorschau gesehen. Diesen Trailer dazu.
  • Mhm.
  • Und … äh … Da wurde nur kurz über ihn … wurde kurz gesagt, was man … was man dann gleich sehen wird. Unter anderem wollte man auch Einblicke in seine Werkstatt und Einblicke in sein … sein [Sperren: Schaffen] wollte man … [Sperren: Das] hat mich interessiert. Ich wollte sehen, … äh … ähm … es war eher technischer … warum es mich interessiert hat.
  • Mhm.
  • Ich wollte sehen, wie ist seine Arbeitsumgebung. Wie ist … Was … Was inspiriert ihn. Ähm … Was … ähm … Wie macht er seine Kunst. Das hat mich interessiert. Und … äh … er selbst …
  • Nicht [Sperren: warum] er das macht, sozusagen.
  • Äh … Nee, das gar nicht mal … äh … Aber er selber hat es … Er wurde dann auch gefragt, … äh … was er dabei empfindet, wenn er diesen Nagel …
  • Ja.
  • … einschlägt. Und … äh … Da hat er das dann so beschrieben, … äh … dass er mit seiner [Sperren: gesamte] Körperlichkeit … Und das sah auch sehr anstrengend aus. Und er muss auch ganz schnell schlagen, sagt er. Damit er sich nicht zu doll konzentriert. Äh … Damit er den Nagel nicht so wie man es normalerweise macht, ganz akurat reinhaut. Sondern … Er muss richtig raufkloppen, auch wenn er mal daneben haut Haut . Und so. Erst dann entsteht [Sperren: in] der Arbeit eine gewisse Dynamik. Ähm … Die man dem Bild hinterher ansieht. Es heißt … Also das bedeutet: Es ist nicht geplant, was er macht. Äh … äh …
  • Mhm.
  • Da ist auch so ein Zufalls… ähm …
  • Es bleibt spannungsgeladen. Es ist nicht so ganz geometrisch exakt.
  • … äh … Und das hat mich interessiert. Also und das hat's dann auch wieder interessant gemacht. Und … äh … Wenn man natürlich dieses Wissen hat und später mal vor einem Werk von ihm steht, würde ich danach suchen. Dass ich genau das, was er beschrieben hat, dann auch wiederfinde. In dem Bild.
  • Erwartungshaltung bei Kunst (wie Mona Lisa Mona Lisa Hype)
  • Es ist interessant. Weil ich jetzt eben in München diese eine Arbeit gesehen hatte. Von ihm. Und ich hab' mir … Das war halt in … in Kunst … Medientheorie … Kurs … ging's um ihn. Und ich fand's halt spannend, was er gemacht hat. Und dann hab' ich das Original gesehen.
  • Ja.
  • Für mich war das eine Konsole mit Nägeln drinne.
  • Mhm.
  • Ich hab' da kene … Ich hab' da einfach … Auf … Auf den Abbildungen, wenn ich im Internet den Text durchlese, hat das eine riesen große Bedeutung bekommen.
  • Ja.
  • Am Ende war's wie bei der Mona Lisa. Höchstwahrscheinlich. Man steht davor. Und es ist halt irgendwas … Wo man [Sperren: soviel] gehört hat. Und am Ende …
  • Ja.
  • … ist es etwas … [Sperren: Pfff].
  • [Pause.]
  • Es war nichts mehr! Ich weiß nicht, wie es dir jetzt ergehen würde. Würdest du davor stehen. Weil, wenn man so eine Dokumentation vielleicht noch mit Hintergrundmusik oder so … Weißt du? Dann wirst du ziemlich schnell eingelullt und …
  • Mhm.
  • … und tauchst in eine fremde Welt ein. In die du aber nicht eintauchst, wenn du in einer Ausstellung bist, die ganz clean ist. Und du siehst da bloß ein Objekt. Einen Fernseher mit Nägeln drinne.
  • Ja.
  • Materielle Ebene wichtig
  • So. Aber … Aber was ich jetzt interessant fand, bei dir - das hast du vorhin auch schon angedeutet, jetzt berichtige mich, wenn ich wieder falsch liege -, dass du … dass dich die materielle Ebene sehr anspricht. Du guckst nach dem Bilderrahmen. Du guckst [Sperren: wie] ein Bild gemacht wurde. Welche Schichten es vielleicht gibt. Wie der Aufbau ist. Äh … ähm … Dass du aber nicht nach dem [Sperren: Warum], oder … oder etwas … etwas … ähm … gefühlsmäßiges darin … äh … ähm … suchst. Sondern du guckst dir das ganze … ähm …
  • Das Handwerkliche, nicht …
  • … das Handwerkliche an.
  • Das Handwerkliche. Nicht das Materielle.
  • Genau. Das Handwerkliche. Aber das kann man schon so sagen?
  • Ja.
  • Das ist so deine Sicht auf … äh … auf Arbeit … Da gibt es etwas, was dich anspricht. Dann gibt's ja auch wieder einen Kreis zu deinem Ausgangspunkt, …
  • Ich glaube …
  • … wo du Begabung und Handwerk Handwerk nennst.
  • Genau. Ich hab' das … ähm … noch nie so bei mir beobachtet.
  • Du hast schon einen richtigen Kosmos Kosmos kreiert. Das kriege ich jetzt erst raus hier.
  • [Lachen.]
  • Ähm … Ich hab' das selber noch nicht so reflektiert bei mir. Aber … ähm … Ich gebe zu, wenn etwas besonders handwerklich gut gemacht ist oder wenn … ähm … überhaupt etwas, was mich fasziniert, ein Handwerk dahinter steht, dann bin ich bereit, mich länger damit zu beschäftigen.
  • Ist das nicht [Sperren: geil], dass wir das jetzt so rausbekommen haben?
  • Das ist cool. Ja.
  • Ja.
  • Über das Handwerk Zugang finden
  • Aber dann … Dann gebe ich sozusagen dem Werk auch die Chance mir mehr von sich und dem Künstler zu erzählen.
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 9.2. - 12.2.2017 Planung (mit Notizen von gestern) Geradenbild Geradenbild 1 28., 29. und 30.12. im AV-Labor arbeiten (8:00 - 18:00 HGB geöffnet) zuerst 70 x 200 cm (oder andere Höhe) Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt probieren in fünf bis zehn Schritten machen wenn noch zu wenig gefüllt, weiteren Schritt einfügen schauen, dass ich mindestestens 10 Stifte sofort griffbereit habe ansonsten bei Boesner telefonisch nachfragen Papierlänge zuvor ausmessen und zuschneiden nachmessen, wie dick stärkste Linie sein kann, danach bei Illustrator versuchen zu imitieren 2 4.1.2017, 10:30 - 13:30, Raum 16 beide Flächen im Flur eintragen 3 im Zeitraum 4.1. - 8.1. Schnuridee für Flur noch einmal im Klassenraum testen Paketschnur (sollte aber gleichmäßig sein), kleine Nägel besorgen Wie Enden Schnüre gestalten, sodass es nicht klobig ausschaut? Fotoabzüge bei dm bestellen (verschiedene Motive) 4 egal welche Variante: bis zum 9.1. Rahmen kaufen (müssten bis 16.1. geliefert sein) wenn Ganzkörperporträt nicht gut ausschaut, drei bis vier bereits geplottete A2-Porträts rahmen und im Flur übereinander aufhängen Rahmen bei Boesner kaufen ansonsten für Ganzkörperporträt Rahmen von Halbe liefern lassen 5 am 14.1. Flügeltürrahmen mit Selbstporträt Selstbildnis in HGB bringen 6 am 4.2. zuvor Hausmeister Hausmeister fragen, ob das in Ordnung geht für Flügeltürrahmen und andere Wandbilder Löcher bohren testweise hängen, danach wieder entfernen oder für Flügeltürrahmen vier kleine Holzobjekte bauen, die mit Klebesteifen an Wand befestigt werden und die Flügel offen halten 7 am 7.2. (zwei Tage vor Rundgang) wenn möglich bereits jetzt aus Schnüren eine Geradenansammlung inklusive einigen Fotoabzüge um Flügeltürrahmen-Fläche installieren ansonsten wieder nur testweise fertig machen (inklusive Nägel), danach Schnur wieder entfernen und am Mittwoch oder Donnerstag aufhängen, wenn Flächen frei Offene Frage: Herme Herme Herme da in Klassenraum nicht möglich eventuell doch nicht ausstellen im Flur aus Sicherheitsgründen bestimmt nur in Nischen möglich abwarten, wie Holzlieferung, Fräsen, Bearbeitung klappt danach entscheiden Modul 4 Prüfung (Vorbereitung, mit Notizen vergangener Tage) am 11.1.2017 um 10:30 im Büro von Mark und Kilian 1/2 h Arbeiten aus der Zeit vom Hauptstudium vorstellen PDF-Datei mit Dokumentation mitbringen und zweimal farbig ausdrucken mit Dokumentation angefangen Arbeiten zuordnen: 1 Geradenbilder 2 verhüllte Arbeiten 3 kindliche Zeichnung Kinderzeichnung 4 Künstler-Herme 5 Selbstbildnisse (und andere Collagen) mit erster Aufzeichnung vom 14.10.2014 eventuell "Derzeit keine Ausstellung / Currently no exhibition" rausnehmen Entwicklung Geradenbilder darlegen (über Versuchsanordnungen, über Geradenporträts, über Konstellationen, über Linienbündel, über bewegte Geraden)
Ganzkörperporträt, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 27,7 x 70 cm
Ganzkörperporträt, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 27,7 x 70 cm
Vorschau Plotterzeichnung Ganzkörperporträt, Papierformat eventuell 70 x 189 cm
Vorschau Plotterzeichnung Ganzkörperporträt, Papierformat eventuell 70 x 189 cm
Materialkosten aus handschriftlichen Aufzeichnungen Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor Ganzkörperporträts vorbereitet Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt , Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 27,7 x 70 cm 2016-12-22 14-39-18-k.jpg 2 h mit Fahrtzeit und Einrichtung 50 cm / s aus Versehen Motiv um 90 Grad gedreht dadurch anfänglich ein paar Striche, die über eigentlichen Bereich hinausgehen, geplottet Motivgröße: 67,8 x 21,7 cm Blattbreite von 27,7 auf 28,0 möglich eventuell bei Rahmung als Format besser Rand wäre dann aber größer als vom Plotter Plotter normalerweise vorgegeben mögliche Rahmung: 280 x 700 mm, Holz 13 mm breit, Eiche schwarz, Floatglas für rund 80 EUR bei A2-Formaten (für Klassenraum): 420 x 594 mm, Alurahmen, Schwarz matt, Floatglas für rund 50 EUR statt Alurahmen Holz Eiche schwarz rund 65 EUR heute noch keine größere Arbeit plotten Vorschau Plotterzeichnung Ganzkörperporträt, Papierformat eventuell 70 x 189 cm 2016-12-22 15-22-40-k.jpg Papierrolle 70 cm breit, reicht für Motiv ungefähr 68 x 184 cm in mehreren Durchläufen umsetzen Rahmen Beispiel: 700 x 1890 mm, 13 mm breit, 27 mm tief, 5 mm Papierüberschneidung, schwarz, Plexiglas glänzend 3 mm dick = etwa 300 - 320 EUR vor Plot einige nicht gut positionierte Striche entfernen, da alle sehr dick und somit auffällig 0 - 1000 Grad, dadurch Bewegung, noch gebändigt Tuschestift stark auf Papier drücken Herme Herme Werkzeug für Bearbeitung Holzbüste bestellt (finanziert durch FdK F. Fröhlich FdK F. Fröhlich ) Beitel gerade Stich 3 - 25 mm breit , Beitel gerade Stich 7 - 12 mm breit, Beitel gerade Stich 5 - 18 mm breit, Bildhauerklüpfel Glockenform 80 mm - 380 g, Belgischer Brocken Riemchen 75 x 30 x 20 mm 91,10 + 22,85 (Brocken extra) = 113,95 EUR Nagelfeile für Oberflächenbearbeitung Gipsbüste gekauft demnächst anfangen Modell 1 : 10 mit Knete herzustellen Abmessung bei 4 m Sockelhöhe: 40 cm
Blatt 2016-12-10 21-11-54, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-11-54, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-18-41, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-18-41, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-16-34, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-16-34, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-15-58, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-15-58, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-12-19, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-12-19, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Persönlichkeitsrecht Allgemeines Persönlichkeitsrecht unterschiedlich stark geschützte Bereiche 1 Öffentlichkeitssphäre mit schwächstem Schutz 2 Sozialsphäre: Mensch im Austausch mit anderen Menschen dazu zählen berufliche, politische oder ehrenamtliche Tätigkeit Sphäre ist (wie gegen Veröffentlichungen) relativ schwach geschützt Ausnahmen: wenn Umstände Persönlichkeitsschutz überwiegen lassen 3 Privatsphäre: dazu zählen u. a. Leben im häuslichen Bereich, im Familienkreis, Privatleben, Sachverhalte, die typischerweise privat bleiben 4 Stärkster Schutz bei Intimsphäre: Innere Gedanken- und Gefühlswelt, Sexualbereich Eingriffe stets unzulässig Persönlichkeitsrecht besondere Bedeutung im Bereich des Äußerungsrechts häufig bei Medienberichterstattung ins Feld geführt, wenn Betroffener sich ins falsche Licht gerückt sieht über Zulässigkeit wird entschieden durch Abwägung zwischen dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht und der Meinungsäußerungsfreiheit Art. 5 GG: "1 Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur Selbstzensur findet nicht statt. 2 Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre. 3 Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung." zu Schutz der persönlichen Ehre Betroffene sind vor Verleumdung, übler Nachrede und Beleidigung geschützt zur Forschungsfreiheit "Auch Studenten können sich auf das Grundrecht berufen, wenn sie eigenständig einer forscherischen Betätigung nachgehen." in sachlicher Hinsicht ist Wissenschaft "jede Tätigkeit, die nach Inhalt und Form als ernsthafter planmäßiger Versuch zur Ermittlung der Wahrheit anzusehen ist" Sind Aufzeichnungen eines Kunststudenten Kommilitone , die als systematisch bezeichnet werden können und unter dem Hintergrund entstehen, die Frage nach Kunst allgemein und dem Forschen an der eigenen künstlerischen Aussage über ein Kunststudium zu klären, Teil der Forschungsfreiheit? Definition der Forschung ist weit auszulegen ausgeschlossen sind Praktiken, die lediglich Anschein einer wissenschaftlichen Vorgehensweise besitzen, die wissenschaftliche Standards deutlich verfehlen Forschungsfreiheit eigentlich hier nicht anwendbar Extremfall Veranstaltung filmen / aufzeichnen und veröffentlichen ohne Einwilligung der Vortragenden ist Aufzeichnung (Rekorder) und Veröffentlichung unzulässig Voraussetzungen des Urheberrecht und des Persönlichkeitsrechts (Recht am gesprochenen Wort, Recht am eigenen Bild) beachten bei mir keine Tonbandaufnahmen, lediglich handschriftliche Notizen, nur vereinzelte Zitate kein Problem, da keine Wiedergabe gesprochenes Wort Bilderproblem aber durch Museen / Galerien / Eigentümer von Kunstwerken zu erwarten Urheberrecht für Lernende Informationen aus Google Google entfernen "Beleidigte Professoren. Die Rache der Ranking-Opfer" Benotung von Dozenten bei Meinprof.de Professorenbewertung Urteile weitere Tuschestifte gekauft Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor Blatt 2016-12-10 21-11-54, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 21-11-54-m.jpg sehr dicke Linien Motivgröße wie letzte Plotterzeichnung, mit Freifläche zum Rand Blatt 2016-12-10 21-18-41, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 21-18-41-k.jpg Blatt 2016-12-10 21-16-34, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 21-16-34-k.jpg Linien etwas dünner im Mittelbereich sind Linien immer viel dicker fällt bei dünnen Linien sofort auf auf jedem Blatt im Bogen kleiner Knick im unteren Bereich Blatt 2016-12-10 21-15-58, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 21-15-58-k.jpg dicke Linien Blatt 2016-12-10 21-12-19, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 21-12-19-k.jpg sehr dicke Linien ein paar Linien, die über Rand gehen würden, entfernt 5 Plotterzeichnungen in 1 1/2 - 2 h / 5 = 18 - 24 min je Zeichnung
Blatt 2016-12-10 21-21-20, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-21-20, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 22-22-29, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 22-22-29, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 22-23-21, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 22-23-21, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-19-10, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-19-10, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten Verlorene Form Verlorene Form weiter abgeklopft A2-Papier und acht Tuschestifte für Geradenbilder gekauft Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor 20 cm / s, 120 gf Blatt 2016-12-10 21-21-20, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 21-21-20-m.jpg sehr dicke Striche insgesamt sehr bewegt, nur Augen streng gesetzt Blatt 2016-12-10 22-22-29, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 22-22-29-k.jpg 18:30 - 18:45 = 15 min Blatt 2016-12-10 22-23-21, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 22-23-21-k.jpg 18:48 - 19:05 = 17 min 1 Stift für maximal 2 Blätter verwenden, wenn Grafiken linienärmer ansonsten 1 Stift für 1 Blatt Blatt 2016-12-10 22-17-26 19:07 - 19:24 = 17 min Blatt 2016-12-10 21-19-10, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 21-19-10-k.jpg Mundbereich nachträglich bearbeitet, eine Stelle zu leer Wie gehe ich mit nachträglicher Bearbeitung um? Vermeiden, ansonsten angeben zartere Striche als zuvor morgen weiter mit letztem Motiv mit leichten Änderungen arbeiten nur noch 4 Stifte, morgen also weitere 5-10 Stifte besorgen
mit Hand auf Tonbüste gespritzt
mit Hand auf Tonbüste gespritzt
zwei Gipsschichten ziehen sich über Büste
zwei Gipsschichten ziehen sich über Büste
zweite Schicht wird aufgetragen
zweite Schicht wird aufgetragen
Untersicht, Brustbereich und Arme sichtbar
Untersicht, Brustbereich und Arme sichtbar
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten 3 Eisenstangen mit Bolzenschneider gekürzt und geformt wird später am Rücken, an der Brust und nach oben hin um Büste Büste befestigt verlorene Form Verlorene Form : effektivste, günstigste Form Amarna-Zeit schon so ähnlich abgeformt, auch Kopf umsetzen (realistische Abdrücke? In Berlin Objekte ansehen) Karstwanderweg Stein durch Wasser gelöst lässt entstehen: Höhlen, Erdfälle und Dolinen, Karstquellen, Bachschwinden und Flussversinkungen, Karstkegel, Schlotten, geologische Orgeln, Felsen und weiße Wände (Gips) Ton mit Schamotte (kleine Steinchen): Luft kann entweichen gut für Ton, der nicht gebrannt werden soll erste Schicht: Warnschicht davor Hand mit Öl einreiben Warnschicht mit schwarzer Färbung (Abtonfarbe) mit Hand auf Tonbüste gespritzt buesteform-1-k.jpg Finger müssen geschlossen sein nicht mit Pinsel arbeiten, da Tonoberfläche verrieben werden kann Faden soll nicht in Gips eindringen anbringen, wenn Gips noch feucht ist, damit es nicht wieder abfällt am Faden ist die Teilungsebene neue Gipsschicht (nicht farbig) zwei Gipsschichten ziehen sich über Büste buesteform-7-k.jpg zweite Schicht mit dickerer Masse, damit sie nicht runterfließt zweite Schicht wird aufgetragen buesteform-5-k.jpg Stab in zweite Schicht gedrückt damit sich Gips nicht verzieht Zwischenergebnis Untersicht, Brustbereich und Arme sichtbar buesteform-12-k.jpg umgedreht und aufgehangen dadrunter Eimer, Wasser von oben einspritzen, damit sich Form langsam löst Standpunkt HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Herme Geradenbild Geradenbild Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Heute bin ich vier Uhr noch was aufgestanden.
  • Oder aufgewacht.
  • Und konnte jetzt nicht mehr einschlafen, weil ich darüber nachdenken muss, was ich jetze noch alles so zum Rundgang machen will.
  • [Pause.]
  • Irgendwie bin ich deshalb jetzt irgendwie wieder … Tja … Sehr munter!
  • Und irgendwie gleichzeitig [Sperren: müde].
  • Ich geh's jetzt mal eben durch.
  • Mhm … Was wollte ich machen?
  • [Sperren: Also]. Je nachdem. Im Klassenraum die [Sperren: Herme] aufstellen. Oder … für diese Geldausstellung, wenn das jetzt sich am Dienstag … äh … durchsetzt, im Endeffekt, … ähm … Geradenbilder.
  • Und zwar höchstwahrscheinlich Porträts. Aber dann Tusche. Ähm … Mit den … Mit den Tuschestiften. Was ich gestern noch einmal ausprobiert hatte. Und wo sehr sehr gute Motive dabei entstanden sind. Und ich sagen würde, dass sie sich dafür auf jeden Fall eignen würden.
  • [Pause.]
  • Und dann noch eben … ähm … im Flur …
  • [Schlucke.]
  • Ähm … Ein paar Bilder.
  • Oder ein Bild.
  • Das muss ich jetzt halt wirklich einmal durchgehen. Damit ich mir dann dazu keine Gedanken zu machen brauch. Wenn ich im Flur … ähm … die beiden Wände nehme, die ich vor zwei Jahren schon genommen hatte, … Das fänd ich jetzt halt ganz … sympathisch.
  • Ähm … Dann würde ich bei dieser einen Wand … ähm …
  • [Schlucke.]
  • … den … ähm … großen Flügeltürrahmen, mit dem Selbstbildnis, … ähm … aufhängen.
  • [Sperren: Geöffnet].
  • Dazu muss ich jetzt schon im Baumarkt nach … äh … passenden Dübeln, nach vier Dübeln suchen. Und nach … ähm … kleinen Haken. Die ich da reinschrauben kann. So wie ich's beim UdK-Rundgang gesehen hatte. Dass es einige gemacht hatten. Und das war auch ganz dezent. Damit dann der Flügel… der Flügeltürrahmen halt geöffnet sein kann. Und … äh … nicht hin und her be… bewegt werden kann. Und geschlossen werden kann. Und so.
  • Weil dann geht der irgendwann kaputt. Bei so vielen Besuchern.
  • Also es muss einfach geöffnet sein.
  • [Schlucke.]
  • Und ist nicht beweglich.
  • So.
  • Das ist das Erste, was ich auf jeden Fall, schon [Sperren: diese] Woche eigentlich, erledigen kann. Gucken nach … äh … kleinen Dübeln und kleinen Haken, die ich reinschrauben kann.
  • [Pause.]
  • [Schlucke.]
  • Zweitens. Für diese beiden Wände … ähm … hab ich mir ja überlegt, … ähm … viele …
  • [Klick.]
  • … Schnüre aufzuhängen.
  • Mir fiel jetzt halt Paketschnur ein. Weil das … Ah … Von der Farbe beige, dunkel, … ähm … glaub ich ganz gut aussieht. Da hatte ich ja auch im Internet Beispiele gesehen. Oder ein Beispiel. Wo die das auch so gemacht hatten.
  • Für irgendeine Grafik-Arbeit.
  • [Schlucke.]
  • Also Paketschnüre. Ähm … Aufhängen. So nen bissel … so … äh … ziellos. Zufallsding. Nicht so mit Motiv oder so. Ähm … Die befestigen mit Nägeln und dadran dann mit Klammern … ähm … entweder … äh … kleine … ähm … Abbildungen von Entwürfen für Geradenbilder. Oder eben Abzüge von solchen …
  • [Schlucke.]
  • … Entwürfen. Oder diese … äh … die … die Fotos, die ich von Geraden im … äh … draußen gemacht habe. Also wo ich überall Geraden gesehen hab. Da hab ich ja extrem viele … ähm … Abzüge.
  • [Schlucke.]
  • Oder Fotos. Wovon ich dann noch einmal Abzüge machen würde.
  • Ich hab ja so ein Geradenarchiv. Da kann ich einfach mal nachgucken. Welche mir da jetzt besonders auffallen. Und die dann halt … äh … noch einmal bei dm drucken lassen.
  • [Pause.]
  • Da muss ich jetzt halt zwei Sachen machen. Also Flügeltürrahmen ist jetzt erledigt. Das mache ich dann diese Woche. Und bei diesen Paketschnüren muss ich zwei Sachen machen.
  • [Sperren: Morgen] … Deshalb hab ich jetzt eben schon diese … eine Paketschnur auf den Tisch getan. Muss ich schauen … [Sperren: wie] kann ich Paketschnur ganz … ähm …
  • [Pause.]
  • [Klick.]
  • … straff an zwei Nägeln befestigen. Weil ich möchte nicht, … äh … eine … eine Paketschnur nehmen und die dann immer … ähm … einfach bloß einmal rum… ähm … wandern lassen. Um Nägel. Und das dann ein Gebilde entsteht. Sondern das sollen wirklich [Sperren: einzelne] Geraden sein. Da muss ich mich dann wirklich fragen: Wie kann ich die … äh … Schnüre an den Nägeln ganz straff ziehen?
  • Dass es dann auch haltbar ist. Und dass ich dann auch was aufhängen kann. Ohne dass sich die Schnur dann gleich biegt!
  • Das kann ich morgen Vormittag machen.
  • [Pause.]
  • Einfach mal … ähm … Pfff … Vielleicht ja Holzstücke nehmen. Und … äh … zwei Nägel reinhauen. Und dann Paketschnur ranmachen. Und im Internet nachgucken, … äh … was für Knotenarten es da gibt.
  • [Sperren: Denn] das Wichtige ist ja, dass ich das … äh … zuerst … ähm … ja so ran… so ranziehen würde wollen. Weil dann kann ich's ganz ganz festziehen. Und nicht gleich mit nem Knoten. Dass ich dann halt … äh … Das passiert mir dann halt eben meistens. Die Schnur … Die Schnur nicht ganz straff … ähm … ist. Am Ende.
  • Wenn der Knoten bereits da drinne ist und … ähm … ich den halt versuche dann so nah wie möglich ranzuziehen.
  • Das hat [Sperren: nie] so richtig geklappt!
  • Und gleichzeitig soll da ja jetzt nicht so nen Ballen am Ende sein. Wo die Nägel sind. So.
  • [Pause.]
  • Das muss ich jetzt machen.
  • Und dann …
  • [Sperren: Zweitens].
  • Dazu dann eben … ähm … schon mal Ent… die Entwürfe heraussuchen, die ich entweder ranmachen würde.
  • [Schlucke.]
  • Entwürfe würde dann heißen: A4-Format.
  • Ausdrucken.
  • Also etwas größer.
  • Und da weiß ich dann eben nicht …
  • [Katze Ramses schreit.]
  • … ablenkt, von diesem Flügeltürrahmen.
  • Aber einfach mal nen paar Entwürfe fertig haben. Auch wenn ich davon dann noch Abzüge mache. Und dann … ähm … einfach sagen … Zwanzig, dreißig, vierzig … ähm … Geradenfotos raussuchen. Wo ich sagen würd, die würden da passen. Weil die … ähm … Da ist halt das Gute, dass sie eben nicht in Konkurrenz stehen zu dem Flügeltürrahmen.
  • [Katze schreit.]
  • Und dann halt 'ne eigeneständige Arbeit bilden. Und die dann aber übereinander gehen können. Ich würd dann ja diese Paketschnur … ähm … unter dem Flügeltürrahmen … ähm … teilweise weiterführen. Sodass man halt sieht, das ist eine … das ist … das bildet eine Einheit.
  • So.
  • Und dann müsste ich halt noch schauen, ob ich … äh … weiße … ganz kleine Klammern … Na so Klammern … ähm … benutzen möchte. Oder Schwarze.
  • Die würd ich mir dann eben halt … ähm … Mir dann hier auch noch kaufen.
  • Die müsste ich mir dann halt auch noch kaufen. Das kann ich auch schon nächste Woche machen. Gucken, welche Klammern zu … äh … zu farbigen Fotos passen. So.
  • Bei … äh … Bei Geradenskizzen wären das jetzt höchstwahrscheinlich schwarze Klammern.
  • [Schlucke.]
  • Das sah ganz gut aus.
  • Wobei halt beim A4-Ausdruck, die sich leicht … ähm … biegen werden. Das kann ich nicht ändern. Und selbst bei den … ähm … Fotos werden die sich glaube ich … äh … biegen.
  • Das krümmen. Das … äh … Das … Tja. Weiß ich nicht. Muss ich dann höchstwahrscheinlich mit leben! So.
  • Ach so. Und dann ist noch 'ne dritte Sache, die ich machen würde wollen. Oder verteilt im Haus. Ich denke, das werde ich dann eher verteilt machen.
  • Dass das da nicht so konzentriert ist.
  • Und zwar das mit "Zeichne mir einen Künstler!". Da werde ich … Da kann ich ja morgen auch schonmal das Foto raussuchen und einen Test … äh … A4-Blatt ausdrucken. Wie das aussehen soll. Ähm … Dann halt … äh … gucken, … ähm … dass ich nächste Woche durch einen dicken Stift da halt ein Loch bohre. Und wie ich das dann befestige.
  • Das ist dann halt eben die selbe Frage.
  • So wie der mit … äh … Dübeln höchstwahrscheinlich. Und statt so nem Haken beim Flügeltürrahmen. Eben mit … ähm … So ner … Was ist das? 'Ne Öse? Also wo … Wo halt so nen kleines Loch is. Was ich da reinschraube. Ähm … Und wo ich dann … äh … 'ne Schnur halt durchmachen kann. Am besten dann wieder Paketschnur.
  • Die ist halt am haltbarsten da.
  • Und das dann eher im Haus verteilen. An irgendwelchen Stellen, wo niemand jetze ausstellen würde. Aber wo … wo das einfach mal hängen könnte. So.
  • So zwei drei … äh … in Kombination!
  • So damit das nicht zu leer aussieht. Oder zu … Ja. Genau.
  • So.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Das sind nämlich alles Sachen, über die ich mir Gedanken mache. Ähm … Und … äh … Die mir sozusagen nen bissel [Sperren: schiss] bereiten. Ähm … Weil ich mir immer vorstelle, das klappt am Ende nicht! Und zum Beispiel bei den Paketschnüren. Dass die Geraden bilden. Und … äh … An der Wand. Und dass das da komisch aussieht. Und … äh … Oder die halt leiern. Also die leicht runterhängen. Die Fotos nicht … äh … passend sind. Und so. Das sind aber [Sperren: alles] Sachen, die ich [Sperren: jetzt] schon erledigen kann. Da muss ich mir dann später keine Gedanken mehr machen.
  • [Sperren: Eigentlich].
  • Das heißt: Das sollte ich [Sperren: jetzt] schon machen. So.
  • Es sind halt nur noch … ähm … äh … eins, zwei, maximal zwei Monate hin. Und da wird sich bestimmt noch 'ne Menge ändern!
  • Den Flügeltürrahmen, den müsste ich dann halt … Da müsste ich dann Evgenij Evgenij Gottfried -Transport noch einmal fragen … ähm …, dass wir den da hinbringen.
  • Den möchte ich nämlich nicht mit der … der Straßenbahn Eisenbahnstraße transportieren!
  • Genau.
  • Dann hätt ich schonmal das erledigt.
  • Also: [Sperren: Jetzt machen].
  • [Sperren: Diese Woche].
  • Ganz einfach.
  • [Schlucke.]
  • Dann … Für den Klassenraum. Wenn sich jetzt entscheidet, am Dienstag, … äh … dass diese Geldausstellung gemacht wird, … äh … dann werd ich halt etwas anderes machen, als wenn das … äh … eine freie Präsentation ist.
  • Bei einer [Sperren: freien] Präsentation … ja … möchte ich ja auf jeden Fall die Herme nehmen. An der arbeite ich ja eigentlich genau deshalb!
  • Is jetzt aber nicht schlimm, wenn's jetzt nicht passiert. Ich hab's halt Bachmann gesagt, dass ich die auch für die Ausstellung, für den HGB-Rundgang, nehmen werde.
  • Wäre jetzt halt blöd, wenn's nicht passiert. Aber okay, ich kann's ja nicht ändern, wenn im Klassenraum der … äh … das Thema jetzt nen anderes ist. Und … ähm … im Flur denke ich, … äh … wirkt sie einfach nicht gut.
  • Da wirkt das einfach wie … irgendwie … ähm … wie 'ne lange Säule und oben blickt man vielleicht gar nicht mal hin. Weil die Lichtsituation und so alles nicht so ganz gut ist.
  • Oder oder oder!
  • Da geht sie einfach glaub ich unter.
  • [Schlucke.]
  • Also ich glaub, das is 'ne Klassenarbeit.
  • In diesem Raum zumindestens passt's ja.
  • Ähm …
  • [Pause.]
  • Genau.
  • Die mach ich ja jetzt. Also am Montag der … ähm … Was war das? Der … Na … Der [Sperren: Abguss].
  • [Schlucke.]
  • Das heißt, da wird dann die Ton… äh … Figur, die ich ge… modelliert habe, wird dann zerstört. Und dann hab ich halt … Was ist das? … Gips. Ähm …
  • Eine … Eine Negativform.
  • So hab ich das jetzt verstanden.
  • [Pause.]
  • Und dann wird nochmal 'nen Positiv gemacht. Und von der dann, mit der kann dann bei … äh … bei der kann dann Silikon Silikon nochmal drüberge…gestrichen werden. Oder so.
  • Also ich hab's noch nicht ganz richtig verstanden.
  • Wird er mir dann halt nochmal sagen müssen.
  • So. Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Das mit dem [Sperren: Holz] … äh … Er hat das jetzt ja irgendwie auf … äh … das im Januar, dann … äh … äh … das Holz da sein könnte. Dann müsste ich zur Holzwerkstatt gehen und das dann … äh … zusammenleimen. Und danach … äh … hätt ich halt nen Bock, der dann gefräst werden kann erst. Das dauert dann auch nochmal.
  • Davor würden wir das mit dem 3d machen. Aber das lass ich dann einfach seinen Lauf. Irgendwie kann ich das halt … ähm … äh …
  • So der Gedanke. Das, was jetzt nicht fertig wird, das … äh … Da hab ich jetzt nicht das große Problem. Weil halt noch … äh … Herr Bachmann halt da ist.
  • Und der das ja sozusagen mit regelt. Und … ähm … Da hab ich gar nicht die ganze … die … die volle Kontrolle. Das kann ich gar nicht selbst planen.
  • So. Entweder es klappt halt. Oder es klappt dann eben nicht.
  • Ich [Sperren: denke] aber mal, das geht.
  • Im Januar würde ich das dann halt … äh … schnitzen können.
  • Im Holz.
  • [Schlucke.]
  • Da wäre mir jetzt aber zum … zum Not… Noch eingefallen … Statt dass könnte ich … Was ich noch machen will. Anstatt dem könnte ich jetze halt auch einfach nen Gipsab… nen Gipsabguss machen. Also Silikon müsste ich dann sozusagen davor schon … äh … Also diese Form, also diese Silikonform müsste ich davor schon gemacht haben. Ähm … Dann würde ich nen Gipsabdruck nehmen und den dann da drauf setzen.
  • Zum Beispiel.
  • Oder Ton! Oder so.
  • Und das dann brennen.
  • Ich denke, dass das eben schneller geht. Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Das sind halt eins zwei Tage dann arbeit.
  • Mhm … Das müsste ich ja aber hinbekommen.
  • Und …
  • Dann …
  • Die [Sperren: Säule].
  • [Gähne.]
  • Eigentlich bei ner Herme ist diese … is ja der [Sperren: Sockel] … Geht ja nahtlos über in die Büste.
  • Das macht eben 'ne Herme aus!
  • Langer Sockel und Büste oben drauf, aber kein Übergang.
  • So.
  • Große Marmorblöcke!
  • Ähm … Wurden dafür oft oder werden dafür oft verwendet.
  • Das geht nun nicht! Bei vier Metern.
  • So oder so schonmal nicht.
  • Das heißt, es wird … ähm … ein Übergang sein. Es wird schon bei der … bei dem Sockel alleine, wenn die aus zwei, drei Teilen besteht, … ähm … Weil vier Meter Platten gibt's glaube ich meiner Meinung nach nicht. Und ist für mich auch gar nicht transportabel!
  • Also es müssten so zwei Meter … äh … Blöcke sein.
  • Die dann ja auch noch relativ leicht sein sollten. Und so weiter. Also …
  • [Sperren: Wobei] … Die sind dann eher schwer!
  • [Pause.]
  • Aber das geht jetzt noch zum Transportieren so.
  • Weil wenn ich jetzt bloß einen ein Meter-Sockel nehme … Das sieht total klein gegliedert aus. Da muss schon der Sockel an sich … äh … groß … nen größeres … nen längeres Format haben. Da wären jetze, denke ich mal, wenn das jetzt vier Meter noch was hoch ist, nimmste halt zwei gleichlange Sockel. Die können halt … äh … zwei Meter, oder ein Meter achtzig, oder ein Meter neunzig, sein. Damit dann eben auf so zwei Sockeln, die natürlich passgenau sein sollten, … ähm … Damit dann dadrauf dann eben noch die Herme … äh … die Büste raufpasst.
  • So.
  • Und der [Sperren: Anschluss] von der Büste zu dem Sockel sollte zumindestens exakt sein. Da sollte es jetzt nicht … ähm … ähm … unterschiedliche … äh … Breiten haben!
  • Das … äh … Genau.
  • Ähm …
  • Den Sockel, die Maße, …
  • [Gähne.]
  • … ähm … die werd ich ja erst … Oder die werd ich jetzt danach haben, wenn ich dann entscheide, wo schneide ich die Büste ab und wie gestalte ich den Übergang.
  • [Schlucke.]
  • So. Danach weiß ich die Sockel… äh … ähm … Breite. Äh … Tiefe und Breite.
  • [Atme laut ein.]
  • Genau.
  • [Klick.]
  • Und dann müsste ich bei Alberti … äh … schauen, aus welchem Material ich die mache.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Ich] denke am …
  • [Schlucke.]
  • Ohne groß zu überlegen, also wo man als Be… als Betrachter nämlich … äh … äh … über technische Fragen stolpert und man würde, denke ich, darüber stolpern, wenn ich zum Beispiel eben Holzplatten nehme und die weiß … äh … anstreiche.
  • Ähm … Weil das ist eben schon einmal etwas mehr getan. Ähm … Während … Holz … Also Sperrholzplatten oder was das ist … ähm … Einfach roh nehmen!
  • Halt … äh … mit Gehrung natürlich. Aber einfach [Sperren: roh] nehmen. Die jetzt nicht noch bestreichen oder sonst … äh … veredeln.
  • Ähm … Ich … Das Einzige, was ich mich halt frage, ist, oder zwei Sachen, … äh … Wie sehen solche rohen Platten, die sind ja jetzt so bräunlich eher, … Wie sehen die halt bei vier Meter aus?
  • Ähm … Und vor allem dann: Wie … Wie schaut das aus, wenn dadrauf 'ne Gips… ähm … Büste is? Also die ja eher [Sperren: hell] is.
  • Die müsst ich dann ja auch roh lassen. Die würd ich jetzt ja auch nicht bearbeiten.
  • Ähm … Und wie … Oder wenn ich 'ne Tonbüste oder so nehme, die hat dann ja auch zum Beispiel so'n … Wenn ich's jetzt so mache … So nen braunen … äh … braunen … äh … Touch.
  • Dass die sich halt nicht schneiden! Dass die sich aber auch nicht zu sehr … äh … zu sehr … Also dass die nicht zu sehr im Kontrast stehen. Dass sie halt 'ne [Sperren: Einheit] bilden. So.
  • Das werde ich jetzt aber erst, nachdem ich eben diesen Abdruck … Abguss gemacht habe, am Montag und danach nen paar Tage, werde ich dann halt erst entscheiden können. Wenn ich weiß, aus welchem Material … äh … ich die Büste machen [Sperren: kann].
  • Ich denke mal, da gibt's drei Möglichkeiten.
  • Also [Sperren: Ton] brennen.
  • Oder eben … äh … äh … [Sperren: Gips].
  • So. Und … äh … Vielleicht kann ich die ja auch bemalen!
  • Keine Ahnung.
  • Müsst ich dann eben auch mal schauen.
  • Und danach kann ich dann halt erst sagen, … äh … welche … aus welchen Platten ich halt … aus welchem Holz … aus welchem Material den Sockel mache. Den Sockel würd ich dann halt im … [Sperren: Muss] ich dann auf jeden Fall im Januar machen. So.
  • Nicht mehr Anfang Februar. Im [Sperren: Januar] muss das fertig sein!
  • Ich muss den bereits … äh … aufstellen können. Und ich muss bereits … äh … den an der Wand befestigen.
  • Da hab ich mir vorgestellt halt mit nem … mit Metall … mit nem Metallstab oder so. Der halt genau die richtige Länge hat, zur Wand hin. Äh … ähm … Befestigen.
  • Ich weiß noch nicht genau, wie das sein könnte.
  • Ich hab zwar im Kopf jetze, wie das aussehen soll. Aber ob's das schon fertig gibt, was ich nicht glaube, … Das wird's nicht fertig geben.
  • Ähm … Tja. Das wird halt das Nächste dann sein. Aber darum muss ich mich [Sperren: dann] kümmern. Das kann ich [Sperren: jetzt] noch überhaupt nicht sagen.
  • Ich kann das eigentlich erst sagen, oder mir … ähm … mir einen Plan machen, nach dem Dienstag, wenn ich weiß, worum's in der Klasse geht.
  • [Pause.]
  • Ansonsten denke ich mir, kann ich mir nämlich mit der Herme noch nen bissel mehr Zeit lassen. Also das in [Sperren: Ruhe] machen und … ähm … Als dann [Sperren: überschnell], wenn's jetzt im Klassenraum dann doch nicht wird, … Aber dann … Das werd ich erst, ob ich's mache oder wie, am Dienstag … ähm … dann … ab Dienstag entscheiden können. Dann aber relativ [Sperren: flott].
  • Das heißt, es wäre schon gut, wenn ich … ähm … ähm … ab Montag sozusagen auch schon mal im Baumarkt war. Und mir dieses mit dem Flügeltürrahmen und mit den Haken und so weiter alles rausgesucht habe. Das kann ich jetzt eben erledigen.
  • [Schlucke.]
  • Zusätzlich zu der Herme, wäre das jetzt 'ne freie Ausstellung, … ähm … würd ich schon gerne, wenn ich unten im Flur eben die Geradenbilder habe, oben auch noch nen Geradenbild machen!
  • So. Das fand ich nämlich vorletztes Mal ganz … wirklich gut. Ähm … ähm … Wo Leute, die oben reinkamen, gesagt haben: Oh, dass hab ich ja unten schon gesehen!
  • Also diese … diese Wiedererkennung war einfach da.
  • Das möchte ich halt gerne nochmal haben!
  • So.
  • [Klick.]
  • Wie mach ich das. Wieder Flügeltürrahmen? Mit einem Geradenbild? Oder nur ein Geradenbild?
  • [Pause.]
  • Was ich mir vorstellen kann, ist, … Ich komme ja gleich zu dieser Geldausstellung, wenn die gemacht wird. Dass ich davon … ähm … vier Sachen nehme. Vier … Also dass ich da vier Rahmen nehme oder so. Mit vier wieder Selbstporträts Selstbildnis . Aber eben mit dem Tuschestift. Also der neuen … äh … Technik, die ich jetzt ausprobiere.
  • [Schlucke.]
  • Das heißt, die ähnelt dann sozusagen vom … Die ist vom Typus … äh … gleich. Wie von vor zwei Jahren. Aber sie ist eben nicht das Selbe!
  • Sondern …
  • 'Ne Wiederholung. 'Ne Kopie einfach. Platt.
  • Sondern is halt doch etwas anderes dann.
  • Mit den Tuschestiften.
  • Das sah wirklich gut aus!
  • Gestern dieser Test.
  • Und dann diesen Entwurf … Oder diese Entwürfe, die ich dann noch … Die ich noch danach gemacht hab. Leider erst. Wo ich dann gemerkt hab, was da alles doch mit machbar ist.
  • So.
  • Das … ähm … Dieses Plotten.
  • So oder so. Ob das jetzt für den Rundgang ist oder nicht. Ob ich's jetzt für die freie Präsentation oder für diese … ähm … diese … diese Themenausstellung mache. Ich werd's machen!
  • [Schlucke.]
  • Und werde halt nächste Woche versuchen, dass ich am Freitag bereits ab achtzehn Uhr wieder rein kann.
  • Muss ich halt vorher nach dem Schlüssel fragen!
  • Ähm … Dann kann ich nämlich schon mal ein paar Sachen nochmal aus… also plotten.
  • [Sperren: Erstmal] denke ich mal, sind das … äh … Tests. So wie … Wie wirkt das denn bei der Größe von 59 mal irgendwas mal 42?
  • Dieses Din-Format. Mit dem Rand!
  • Ähm … Dieses Motiv und diese … äh … dicke … Mit den Stiften und so. Da muss ich davor auch noch nach den Stiften gucken!
  • Das ist jetzt das Nächste auch!
  • Dass ich als nächstes auch noch einmal auf jeden Fall … ähm … schauen muss, dass die Stifte hier auch vorrätig sind. Ich also auch kaufen kann.
  • Rufe ich am besten an, am Montag. Oder ich gehe da hin.
  • Weil ich ja eh noch die Leinwände dann abholen wollte.
  • Das ist ganz wichtig!
  • Genau!
  • Dass die Stifte da sind. Am Freitag. Ansonsten kann ich nämlich nichts machen. Und das würde mich jetzt nerven.
  • [Pause.]
  • So.
  • Also …
  • Ob jetzt [Sperren: die] oder [Sperren: die] Ausstellungs… äh … dieses Ausstellungsthema im Klassenraum ist. Die Geradenbilder würd ich auf jeden Fall machen. Auch in dem Format.
  • Die würd ich auch rahmen. So oder so!
  • Zwanzig, dreißig, vierzig Euro muss ich dann halt, insgesamt dann fünfzig Materialkosten pro Bild, …
  • [Schlucke.]
  • Wenn's gut aussehen soll, wird's halt etwas teurer. Weil der Rahmen dann dünner ist. Und … ähm … Also dezenter aussieht.
  • Ähm … So wie hier dieser liegende Akt Akt . Der … Der Rahmen gefällt mir nämlich. Aber der ist eben teuer. Ein bisschen. Ähm … Die Bilder … Da werd ich auf jeden Fall nächste Woche wieder im Baumarkt auch schon ein paar Sachen machen.
  • Am Freitag …
  • [Pause.]
  • Das heißt, davor halt … äh … nochmal genau das Motiv jetzt raussuchen. Und … äh … Varianten raussuchen. Ähm … Wie detailliert möchte ich werden? Und so weiter.
  • Einfach nen paar Beispiele haben. Dass ich die dann auch … äh … in der Klasse halt dann zeigen kann. Also mögliche … Als mögliche Arbeiten. Die in der Ausstellung dann drinne sind.
  • [Pause.]
  • Äh … Dann hab ich nämlich schonmal diese Variante abgeklärt. Und ich hab gleichzeitig aber auch … äh … ähm … Sollte es jetzt zu dieser Hundert-Euro-Ausstellung kommen, … äh … was ja letztes Mal so klang, …
  • [Atme tief ein.]
  • Im Klassenraum. Dann hab ich da nämlich auch schon das fertig. Dann ist die Herme da nicht drinne leider. Aber die … ähm … Bilder hab ich dann ja schon genauso geplant. Als wäre das 'ne freie Ausstellung.
  • Das … äh … Ich glaub, da ändere ich dann gar nichts.
  • So oder so würd ich die dann dahin geben.
  • Ähm … Da dann sicherlich ist dann immer bloß eine oder zwei … äh … gleichzeitig … ähm … Genau. Das wäre dann halt noch die Frage! Ähm … Wenn das jetze so eine Ausstellung is, …
  • [Pause.]
  • Oder bei der anderen! Dass ich halt nicht [Sperren: ein] Motiv … ähm … Also eine [Sperren: Version] zehnmal plotte. Sozusagen [Sperren: kopiere].
  • [Schlucke.]
  • Was zwar am Einfachsten ist. Aber das würde für die … ähm … für die … ähm … freie Ausstellung nicht gehen. Und ich [Sperren: finde] es eben doch spannender, … äh …
  • Es würde auch bei der anderen nicht gehen.
  • Dass sozusagen [Sperren: ein] Motiv, also das Selbstbildnis, aber unterschiedlich die Geraden … Also da arbeite ich ja eh schon mit Zufall Zufall . Krümmung. Winkel und so.
  • Das heißt, dass ich wirklich zehnmal unterschiedliche Dinger mache. Is aber kein Problem! Weil wenn ein … ein … ein Papier … äh … eine Arbeit geplottet wird, das wären höchstwahrscheinlich zwanzig, dreißig Minuten sein, kann ich halt derweilen schonmal … ähm … die andere Datei vorbereiten.
  • Das Skript ist ja überall das selbe. Ich mach halt ganz schnell zehn … zehn PDFs fertig. Oder zwölf. Also nen paar mehr. Und die … Und das müsste ich dann eben immer bearbeiten.
  • Und sollte ich auch machen! Denn das ist ja eigentlich das Spannende, dass ich zum einen … Das ist so nen Zwischending, zwischen [Sperren: Massen] und zwischen … äh … Einzelarbeit.
  • [Pause.]
  • Ähm … [Sperren: Massen], weil ich halt recht schnell … Also weil ich einfach eine Maschine habe, die das dann am Ende umsetzt.
  • Und [Sperren: Einzelarbeit], weil eben diese Maschine so oder so, ob ich das jetze ganz exakt gleich mache, also nur kopiere, das Motiv, oder ob dieses Motiv leicht … äh … leichte Abwandlungen hat. Im Winkel und in der Krümmung und so weiter. Äh … Braucht es [Sperren: genauso] viel Zeit. Die Maschine.
  • Das macht … Da macht's eben kein Unterschied!
  • Dann ist es doch besser, … äh … ich nutze das sozusagen und nehme diesen kleinen Unterschied mit rein. Mit der Krümmung und mit den Winkeln und so.
  • Wenn das … äh … nicht viel mehr Arbeit ist.
  • [Pause.]
  • So.
  • Und dann hat halt wieder jedes Bild so seinen eigenen Charakter!
  • Und die könnt ich dann eben auch dann schon in zweier, dreier, vierer Kombinationen gleichzeitig ausstellen.
  • Man [Sperren: sieht] dann ja sozusagen, dass sie nie gleich sind!
  • Das würd ich auf jeden Fall machen. Also nicht bloß … äh … einmal … ähm … einmal … ähm … auf Kopieren drücken und dann wird zehnmal das Gleiche gemacht. Sondern zehnmal unterschiedliche Varianten von [Sperren: einem] Motiv.
  • Und das geht sehr sehr schnell!
  • Also dauert nicht länger zumindestens.
  • [Schlucke.]
  • Gut. Dann hätte ich das auch geklärt.
  • [Sperren: Also] … Jetzt das mit den Schnüren. Mit den Haken nächste Woche machen. Auch mit den … äh … Bei den Schnüren eben mit den kleinen … äh … Ösen. Äh … Schauen. Ähm … Mit den Dübeln schauen. Äh … Dass Stifte vorrätig sind. Für Freitag, für den Plott.
  • Am Freitag eben ein paar … äh … Tests, also ein paar Porträts schonmal … äh … plotten. Äh … Schauen, wie das dann [Sperren: wirkt].
  • Damit ich dann [Sperren: übernächste] Woche eben dann halt richtig da … ähm … äh … loslegen kann.
  • Papier vorher besorgen!
  • Im Din-Format.
  • Im Großen.
  • Das möchte ich dann eben nicht zuschneiden müssen.
  • Und nach Bilderrahmen nochmal Ausschau halten.
  • Ich hab zwar welche, die sind aber … Die kosten aber fünfzig Euro. Ein Stück.
  • Ungefähr!
  • Ähm … Wäre wirklich die Variante, die ich … äh … die am Schönsten ist. Und gleichzeitig aber eben am teuersten.
  • Da muss ich gucken!
  • [Pause.]
  • Und das mit der Herme, das schleppt sich jetzt über die nächsten zwei Monate.
  • Ähm … Deshalb sollte ich eben die anderen Sachen schon davor [Sperren: wirklich] fertig haben.
  • Wo ich mir keine Gedanken mache dann mehr bei … Also nicht mehr stundenlang dann aufbauen muss. Und hin und her überlegen muss im Februar. Sondern das soll einfach schon [Sperren: fertig] sein.
  • Und ich … Innerhalb eins zwei Stunden sollte es dann alles hängen können.
  • Das ist eben das, was ich jetzt schon an Vorbereitung machen kann. Darüber sollt ich mir dann später keine Gedanken mehr machen.
  • Da ist dann lediglich die Herme, …
  • [Schlucke.]
  • … die dann noch immer in meinem Kopf herumsaust. Mit [Sperren: tausend] Fragen.
  • [Pause.]
  • Das Risiko gehe ich dann aber natürlich ein.
  • So.
  • [Pause.]
  • Cool. Dann hab ich jetzt echt diesen Plan! Und könnte jetzt prinzipiell wieder [Sperren: einschlafen].
  • [Pause.]
  • Wäre es jetzt nicht schon wieder so spät!
  • [Aufnahme Ende.]
Porträt, Tusche auf Papier, Plotterzeichnung, 31
Porträt, Tusche auf Papier, Plotterzeichnung, 31
kleines Porträt, Tusche auf Papier, 25 x 30 cm, Plotterzeichnung, 31
kleines Porträt, Tusche auf Papier, 25 x 30 cm, Plotterzeichnung, 31
kleines Porträt, Tusche auf Papier, 25 x 30 cm, Plotterzeichnung, 31
kleines Porträt, Tusche auf Papier, 25 x 30 cm, Plotterzeichnung, 31
Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor einfache Variante (mit einer Krümmung) HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Vorschau Geradenporträt mit Krümmung, für Tuschezeichnung im Format 42 x 59,4 cm andere Versionen oder mit 60 x 80 cm Rahmung, schwarz, mit Passepartout für HGB-Rundgang mit Aluminium-Rahmen, schwarz, rund 47 EUR + 3 EUR Materialkosten, 1/2 h Arbeitszeit, Auflage 10 Stück + 1 Künstler-Exemplar (K. E.) nicht zuschneiden, Papierformat fertig im Block kaufen Abstand zum Rand durch Plotter Plotter festgelegt Signatur Künstlersignatur , Auflage und Titel händisch mit Bleistift Linien auf zu plottenden Bereich begrenzen, so sind Ende dünn und wirken nicht abgeschnitten Vorschau Porträt, simuliert mit Tuschestift fast unbearbeitete Fotografie genommen Ganzkörper mit mehreren Kurven 17 cm dickes rauhes Klebeband um Tuschestift Porträt, Tusche auf Papier, Plotterzeichnung, 31 kurvenbild1-m.jpg 1. Plott: 11:35 - 12:00 = 30 min insgesamt ein Stift bei 67 x 39 cm Fläche 2. Plott: 12:00 - 12:20 = 20 min danach Pinselspitze nicht mehr wirklich brauchbar bei zweitem Blatt Tusche nicht mehr so stark zweites Blatt noch einmal kleiner umsetzen, mit dickeren Linien auf 25 x 30 cm zwei Porträts nebeneinander geplottet kleines Porträt, Tusche auf Papier, 25 x 30 cm, Plotterzeichnung, 31 kurvenbild2-k.jpg kleines Porträt, Tusche auf Papier, 25 x 30 cm, Plotterzeichnung, 31 kurvenbild3-k.jpg 12:48 - 13:00 = 12 min / 2 = 6 min + 5 min Bleistift Kreuz an Ecken geplottet danach mit Schneidemaschine auf 25 x 30 cm geschnitten zwischendurch unter große Schneidematte mit anderen Blättern gelegt, zum glätten umsetzen nächstes Mal verschiedene Grade von Genauigkeit ausprobieren Kurven stärker und schwächer (näher an Gerade) mit mehr Kontrast 2 x Daumennagellänge Alkohol Whisky Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Äh … äh …
  • Haben wir nun schon beantwortet.
  • [Lachen.]
  • Und zwar … Und zwar, das habe ich noch nie gehabt … äh … ähm … Ich war ein zweites Mal im Museum Pompidou und … ähm …
  • Du kriegst bald eine Jahreskarte.
  • Voraussetzungen, sich auf Kunst einlassen können
  • Da … Da war das so, dass … äh … äh … wir zu zweit da waren. Aber … ähm … Der andere der wollte sich ein anderes Mu… äh … eine andere Ausstellung zuerst anschauen. Mich hatte allerdings diese Dauerausstellung interessiert. Ähm … Und ich war alleine unterwegs. Und ich stand vor einem riesen großen Gemälde. Vielleicht sechs Meter in der Höhe, vier Meter breit. Oder so. Es war riesig gezeichnet. Ähm … Und … äh … Ich war einfach nur erschlagen, als ich davor stand. Und war auch schon dabei, daran vorbei zu laufen. Und dachte aber, ich will das ganze mal auf mich wirken lassen. Und … äh … Auf der gegenüberliegenden Seite stand ein Holzstuhl.
  • Mhm.
  • Ich hab' mich auf diesen Stuhl gesetzt und hab' fast eine Stunde vor diesem Bild gesessen.
  • Mhm.
  • Und hab' das auf mich wirken lassen.
  • Also im Normalfall wärst du daran vorbeigegangen. Aber da hast du dir dann einmal vorgenommen: Jetzt bleibe ich mal stehen und gucke mal.
  • Weil ich eben die Zeit hatte in diesem Moment Moment .
  • Okay.
  • Weil ich wusste, dass … äh … äh … äh … ähm … der andere länger in der anderen Ausstellung ist. Und ich wollte … Wahrscheinlich war mir in dem Moment auch danach, mich einfach setzen zu wollen.
  • Das ist interessant. Weil daran merkst du dann, dass … äh … dieses berühren, das kann man nicht einfach so antworten: "Das muss mich berühren". Sondern dann ist eben wieder dieser Faktor, man muss sich erst einmal Zeit nehmen. Vielleicht manchmal, um berührt …
  • Genau.
  • … zu werden. Und das machen ja die meisten … Das können ja die meisten zeitlich gar nicht machen. Weil sie eine Familie um sich herum haben.
  • Genau.
  • Dann hetzen sie eher durch. Ne? Und können sich darauf nicht einlassen. Okay. Also man kann sich berühren lassen von vielem. Schafft es aber in dem Moment vielleicht nicht. Auch in der Situation …
  • Genau. Das tolle war auf jeden Fall, dass ich … äh …
  • Beschreib' mal die Arbeit. Damit ich die vielleicht … ähm … finden kann.
  • Ähm … Ich weiß gar nicht, ob du die … ob sie sich finden lässt. Ich kann auch gar nicht mehr …
  • War's Malerei? Oder Zeichnung?
  • Es war Malerei. Und vielleicht ist das auch sehr bezeichnend, dass man sich … Obwohl, das ist jetzt schon drei Jahre …
  • Das … Das ist doch okay.
  • … her. Oder so. Dass man sich … ähm … gar nicht mehr so arg daran …
  • Das ist egal, ob du dich an den Künstlernamen erinnern kannst.
  • … erinnern kann. Ähm … Es war auf jeden Fall Malerei. Es war eher dunkel gehalten. Mit dunklen Farben. Brauntönen. Ja? Mit Erdtönen gezeichnet. Ähm … Aber ich kann dir gar nicht mal genau sagen, was ich sogar darauf … Was ich gesehen habe.
  • Mhm.
  • Verweilen verändert Wahrnehmung
  • Was es darstellen sollte. Ähm … Auf jeden Fall kann … Auf jeden Fall weiß ich aber noch, emotional hat's mich ziemlich berührt. Weil … ähm …. es hat … Je länger ich davor gesessen hab', hat es sich verändert. In meiner Wahrnehmung.
  • Okay.
  • Erst Infokärtchen lesen, dann Kunst sehen
  • Und … ähm … Was … Was viel [Sperren: schöner] gewesen ist, ist, dass ich … äh … parallel natürlich auch die Menschen beobachten konnte, die … die dort hingekommen sind. Also welche, die kurz davor standen. Welche, die vorbei gelaufen sind. Welche, die kurz … äh … halt gemacht haben und erst, bevor sie das Bild so richtig wahrgenommen haben, erst einmal gelesen haben, wie … wie ist der Titel, wie ist der …
  • Das nächste große Thema.
  • … Name. Andere, die erst einmal … äh … ähm … sich das angeschaut haben und anschließend nachlesen wollten, … äh …
  • Wie hast du das gemacht?
  • Ja es ist … Ich weiß es nicht. Wie es in dem Moment war. Ich kann's dir nicht sagen. Äh … Für mich war das aber … ähm … an dem Tag … Ich kann's dir nicht sagen, warum. Aber mich hat als erstes die Rahmung interessiert.
  • Okay.
  • Und zwar ich wollte wissen, … äh … äh … Also es war … ähm … äh … Es war … Es war ein Holzrahmen. Es war zwar draußen rumgesetzt. Da waren noch einmal zehn Zentimeter Platz.
  • Ein Schattenfugenrahmen ist das.
  • Ja genau, ein Schattenfugenrahmen.
  • Leinwand …
  • Und mich hatte interessiert, ob die Leinwand halt an der Seite bemalt gewesen ist. Oder ob … Manche Künstler machen halt einen weißen oder schwarzen Rahmen. Und …
  • Na was … Was war es? Na bei Gerhard Richter Gerhard Richter
  • Hier so ein schwarzer Rahmen. Ne? Und andere lassen halt son … son farbigen …
  • [Sperren: Für die Gesellschaft], für die große Produktion, damit's verkauft wird, wird normalerweise das Bild drumherum gemacht. Weil das die meisten heute hässlich finden, wenn dann … äh … nichts ist. Oder so.
  • Ja. Ähm … Genau.
  • Es muss … drei de aussehen.
  • Mich hatte das damals so interessiert. Und … äh … ähm … äh … Man hat gesehen, dass er halt nicht absichtlich um die Leinwand herum gemalt hat. Sondern man konnte halt so … äh … äh … die Farbreste erkennen. Am … Am Rand.
  • Okay.
  • So. Also er hat auch die Farbreste nicht überstrichen. Mit …
  • Okay.
  • … weiß oder schwarz. Und er hat auch nicht um den Rand gemalt.
  • Okay.
  • Sondern es waren einfach die [Sperren: Reste]. Und das fand ich …
  • Okay.
  • … ganz spannend.
  • Aber das heißt, er hat sozusagen schon auf der Leinwand gemalt. Viele machen das glaube ich so, dass sie die Leinwand einfach irgendwo hinlegen und danach dann erst bespannen.
  • J…
  • Es war also schon bespannt. Wenn du das jetzt so sagst.
  • Genau. Genau. Genau.
  • Okay. Weil … Es ist ja nicht negativ … Es ist ja nicht negativ, wenn's …
  • Ja.
  • … am Rand bereits bemalt ist. Das heißt ja lediglich, dass er später dann erst aufgezogen …
  • Ja.
  • … wurde.
  • Ja genau. Kann so sein. Weiß ich nicht. Ähm … ähm … Das weiß ich nicht. Aber was … Was halt auch viel schöner dabei gewesen ist, war …
  • Warte mal … Ich schaue … Ich hoffe, ich hab's nicht gelöscht [Fußnote: Die aktuelle Aufzeichnung]. [Lacht. Schaut auf den Rekorder.]
  • Alexander als Aufsichtsperson
  • … ist, dass die, … äh … dass man halt die Menschen beobachten konnte, die … äh … daran vorbei gelaufen sind. Ähm … Und wie … was die empfunden haben. Es gab auch welche, die … die mehrere Minuten davor gestanden haben. Und was das [Sperren: ganz] tolle war: auf einmal kamen Japaner auf mich zu und wollten mich zu dem Bild befragen. Weil … Die hatten mich dort sitzen sehen und dachte, ich gehöre mit zur Ausstellung. Und ich passe auf dieses Bild auf. Oder ich gebe [Sperren: Auskünfte] zu dieser Ausstellung.
  • Okay.
  • Und … äh … Hab' mir in dem Moment so total … Und das war nicht … Ist nicht nur einmal passiert. Sondern mehrmals. Ähm … Und das hat mich so reingezogen auf einmal. Und ich … äh … war dann auch ganz froh, dass … äh …
  • Du hast aber nichts dann gesagt, oder darüber gesagt.
  • Na, ich hab' halt gesagt, dass ich selber nur …
  • Wäre witzig gewesen, hättest du da irgendwas …
  • [Beide lachen. Nicht verständlich, 1:32:30.]
  • Hätt' ich machen können. Aber ich dachte dann in dem Moment: Die armen Kunststudenten Kommilitone , die da … äh … ihre paar Euro damit verdienen, dann halt diese … diese Kunst anderen erklären zu müssen. Die dann auch immer parat stehen. Ja?
  • Dir war's dann aber anscheinend in dem Moment nicht wiss… äh … äh … nicht wichtig zu wissen, wie bei den Japanern jetze … äh … was da dargestellt ist. Wie und warum, oder so. Oder?
  • Nein, also ich hab' …
  • [Sperren: Aber] … Aber … Aber du sahst jetzt so lange dort, weil du die anderen Leute beobachtet hast, weil du den Schattenfugenrahmen …
  • Genau.
  • … interessant fandest.
  • Genau.
  • Aber das Bild hast du betrachtet, sozusagen.
  • Natürlich. Das war ja der ausschlaggebende Punkt, warum ich …
  • Und was …
  • … da überhaupt geblieben bin.
  • Und was hat dich da berührt? Du hast das gesagt mit der Zeit kam das erst. Ne? Am Anfang wärst du dran vorbei gegangen, aber als du dich dann hin gesessen hast, dir die Zeit gelassen hast, dann …
  • Kriterium Größe und Maltechnik
  • Also [Sperren: Warum] ich eigentlich stehen geblieben bin, war die Größe. Die schiere …
  • Okay.
  • … Größe. Die mich in dem Moment beeindruckt hat.
  • Das würde ich jetzt wieder kritisch …
  • Und …
  • … sehen.
  • … mich hat die Maltechnik …
  • Die ist aber wichtig.
  • … interessiert. Die Maltechnik hat mich interessiert. Also … äh … Ich hab' schon geschaut, ob ich erkennen kann, … äh … in wie vielen Schichten gezeichnet worden ist. Gemalt worden ist.
  • Also ging's dir ums Handwerk Handwerk .
  • Und … äh … [Sperren: Das] war glaube ich [Stockt.] … Das Gefühl dieses … äh … dieses … äh … übergroßen Bildes.
  • Ja.
  • Anschließend halt auch dieses Interesse an dem Handwerklichen.
  • Ja.
  • Nämlich wie ist der Rahmen … äh … äh … Wie ist das ver…
  • Ja.
  • …arbeitet. Äh … äh … Sieht man die Pinselführung. Auf diesem großen …
  • Ja.
  • … Bild. Ähm … Mit welchen Pinseln überhaupt hat er …
  • Mhm.
  • … gearbeitet. Ja? Und je näher man … Das hab' ich übrigens auch bei anderen beobachten können, dass sie [Sperren: Ganz] nah bis fünf Zentimeter mit der Nase …
  • Mhm.
  • … an das Bild herangegangen sind. Wo es dann ja gar nicht mehr … äh … darum … um das große Ganze ging, sondern …
  • Mhm.
  • … wo man gucken wollte … ähm … welche Farbpigmente kann man erkennen. Oder welche …
  • Mhm.
  • … Pinselführung kann man erkennen. Und so. Äh … da gab's viele, die …
  • Das … Das ist auch spannend. Das mach' ich ja auch.
  • … da rangegangen sind. Genau. Äh.
  • Um das halt selbst zu verstehen, wie so ein Bild aufgebaut ist. Und … Und aus was es besteht. Und so.
  • [Sperren: Genau]. Genau.
  • Und welche Striche man sieht. Ob man Skizzen …
  • Erster Eindruck, das Wie und Was
  • Und da zeigt es ja wieder, dass in den Momenten eben … äh … Kunst auch viel mit Handwerk zu tun hat.
  • [Sperren: Aber] ja … Das wirkt jetzt eher so, als wäre das Interesse eher an dem … ähm … an dem Materiellen.
  • Nicht an dem Was, sondern dem Wie.
  • Ja.
  • Ja.
  • So.
  • Mag sein, dass man, also wenn man einmal …
  • [Sperren: Ist ja nicht schlimm], aber …
  • Ich glaub' … Ich glaub', das ist die nächste Stufe. Also die erste Stufe ist eben das Was. Ähm … Wenn man sich mit Kunst erstmalig beschäftigt, will man erst einmal gucken, was wird mir denn gezeigt. Ähm … Welche Wirkung hat's auf mich. Und je … Je öfter …
  • [Es läutet an der Wohnungstür.]
  • … man sich mit … … beschäftigt … Ich muss mal eben an die Tür. [Steht auf. Redet weiter.] Je öfters man sich mit Kunst beschäftigt, schaut man dann irgendwie nach dem Wie. Ne? [Wird leiser.] Also wie … wie ist … [Wird noch leiser.] … es gemacht.
  • [Aufnahme unterbrochen.]
  • Okay. Noch einmal ganz ganz kurz jetzt zu dem … Ich weiß jetzt gar nicht, wo wir geendet haben eigentlich.
  • Ja umso besser. Dadurch kannst du jetzt wieder strukturiert …
  • Neu anfan… [Sperren: Jetzt frag' ich wieder die ersten Fragen und du antwortest ganz anders.] Als hätt' ich zwei Alexanders besucht.
  • Ähm …
  • White Painting Robert Rauschenberg
  • Drei Sachen würde ich glaube ich noch machen. Einmal ganz kurz auf das White Painting bei dir im Raum zu sprechen kommen.
  • Mhm.
  • Einmal auf dein … äh … Gerhard Richter Bild …
  • Mhm.
  • … im Raum. Und einmal noch kurz zu [Sperren: meinen] Arbeiten kommen. Wie [Sperren: du] das eigentlich siehst. Was du siehst und … Ne?
  • Okay.
  • Das ist glaube ich ganz spannend.
  • Ja.
  • [Pause.]
  • Ähm … Die … White Painting wird ganz kurz werden. Ich hab' dir ja schon erklärt. Ich hab' da jetzt in München eins gesehen halt. Das ist genauso weiß. Das ist aber glaube ich bemalt weiß. Die Leinwand sieht aber am Ende genauso aus. So. Ist ein riesen großes Bild. Wie das. Nur doppelt … ähm … Das hat zwei Leinwände nebeneinander. Aber das spielt jetzt keine Rolle. Du siehst also nur weiß. So wie hier.
  • [Pause.]
  • So.
  • [Pause.]
  • Wenn du jetzt diese weiße Leinwand noch einmal weiß malen würdest, dann würde sie identisch sein. Vom Technischen, vom Handwerk her. Ja?
  • [Pause.]
  • Wo würdest du … Was würdest du jetzt denken? Was würdest du … ähm … Was wäre für dich der Unterschied. Warum ist das Kunst. Vielleicht sagst du ja selber, das ist für dich auch Kunst. Wenn du es machst. Oder denkst du jetzt schon, wenn [Sperren: ich] sage, das ist ein White Painting, das ist Kunst, oder … Gute Kunst sagen wir eher mal. Na, das ist ja schon wieder was ganz anderes …
  • Also. Mhm. Bevor es zu technisch wieder wird. Mal was ganz allgemeines. Bei mir hängt das jetzt drei Jahre, glaube ich. Oder vier Jahre. Ähm … In weiß, weil … weil ich es halt mit Ölfarben bemalen möchte und zwar … ähm … mit zehn oder zwölf Lagen. Möchte ich zeichnen. Also will … will ich malen. Mit Farben überziehen. Und Ölfarben kostet auf dieser Größe natürlich auch. Das viel größere Problem ist: Ich brauche eine Werkstatt. Ich brauche einen Raum, wo es durchtrocknen kann. Damit's halt keine Risse bildet. Mhm. Hab' ich nicht. Kann ich nur … ähm … unterm Dachgeschoss machen. Im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt. Ähm … Also ich … Wahrscheinlich wird es immer weiß bleiben.
  • Das war auch die Begründung vom dem Rauschenberger. Es ist halt …
  • [Lachen.]
  • … weiß geblieben, weil er …
  • Ich weiß halt, dass es … ähm … Bilder gibt, die total schwarz sind.
  • Ja.
  • Ich weiß auch, dass es Bilder gibt, die [Räuspert sich.] weiß sind. Übrigens Gerhard Richter hat auch …
  • Weiß i…
  • … schon … ähm … diese … diese Technik, die er anwendet. Und hat am Ende einfach weiß drüber gezogen.
  • Ja.
  • Wo man denkt: Hallo. Warum nimmst du denn vorher Grün, Rot, Blau. Wenn du es dann am Ende eh mit Weiß wieder überziehst.
  • Na ja, wenn man die Farbe sieht, dann …
  • Mhm. Na ja, hat man glaube ich gar nicht. Also er hat eine sone Serie gemacht, … ähm … die am Ende wie Schnee aussehen. Mhm. Man hat Schattierungen sehen können. Aber eher so … schwarz gräulich.
  • Okay.
  • Weil … Weil er nämlich, als er angefangen hat diese Bilder [Räuspert sich.] zu machen, … Weil er sich nicht … Wußte er gar nicht, wohin es führt. Das war ein Prozess. Und am Ende wollte er halt … ähm … so … sone Serie schaffen mit … mit … ähm … Schneelandschaften, oder was das dann auch immer darstellen soll. Also … ähm … äh … Ich weiß halt, dass es schwarz und weiß gibt. Ähm … Das Interessante ist, die, die hier herkommen, und die gucken auf diese Wand, denen erkläre ich dann auch immer, dass ich da irgendwann mal etwas draus machen will. Aber [Sperren: fast] alle Reaktionen waren immer: Weiß sieht viel cooler aus. Ich würde es weiß lassen. Und das …
  • Weiße Leinwand als Dekoration
  • Warum, von der Dekoration her, oder …?
  • Ich weiß nicht was der Grund ist. Äh … Weil die Wand ist ja auch weiß. Also wenn ich's jetzt abhänge, …
  • Das ist schon ein Unterschied. Das sieht tot aus. Jetzt sieht's lebendig, ne?
  • Ja also … Das war wirklich [Sperren: ungelogen]. Ich möchte sagen, fast jeder, der das bisher hier so hängen hat sehen, …
  • [Sperren: Ich hab's nicht gesagt].
  • … und dem ich das beschrieben habe, der hat gesagt, er würde es weiß lassen. Äh … äh … Es sieht einfach cool aus. Ja?
  • Okay.
  • Wahrscheinlich auch etwas, was man nicht erwartet. Ja? Ähm … Hat ja … Im Vergleich zur Wand ist es ja schon überproportional groß. Und man erwartet es einfach nicht, dass jemand Geld in die Hand nimmt … Und das [Sperren: hat] Geld gekostet. Diese Größe …
  • Mhm.
  • White Painting kaufen = Luxusproblem und Mut
  • … in der Qualität. Man erwartet nicht, dass jemand Geld in die Hand nimmt und etwas Weißes sich an die Wand macht. Ähm … Und das ist vielleicht auch etwas, … äh … was dann auch vielleicht ein Luxusproblem, oder auf einmal auch wieder ein … mhm … materielles Problem ist. Kaufe ich jetzt Kunst, weiße Bilder, …
  • Mhm.
  • … für sehr sehr sehr viel Geld …
  • Ja.
  • … und hänge mir das an die Wand. Das muss man sich auch leisten können!
  • Mhm.
  • Ähm … Und … äh … Mut gehört vielleicht auch dazu. Ähm … Und von daher mag es durchaus Menschen geben, die darin Kunst sehen. Ich …
  • Wir wissen jetzt beide nicht, was dieser Rauschenberg damit machen wollte.
  • Ja.
  • Ich hab' mich auch noch nicht informiert. Ich weiß, dass es im Museum hängt und das es deshalb als Kunst angesehen wird. So. Und das ist …
  • Ja.
  • … ein Museum, ein privates, wo man Eintritt bezahlen muss. Das heißt, die Kuratoren werden sich da schon sagen, dass das ein berühmtes Bild ist. Nicht weil der Gesetzgeber sagt, man muss ein Kunstwerk in … in den Räumen haben von …
  • Ja. [Leiser:] Ja.
  • … Rauschenberg.
  • Und … ähm …
  • Aber es geht ja eher um [Sperren: deinen] Zugang. Ne? Also was … Was … Was … Wenn du jetzt sowas weißes siehst, … ähm … kannst du da schon etwas empfinden? Also nachvollziehen, warum das Kunst …
  • [Sperren: Nein]. Nein.
  • … sein soll?
  • Genialität Genie
  • Nein. Für mich … äh … äh … fehlt es in dem Moment halt … ähm … an der [Sperren: Genialität]. Also an dem … diesen … ähm … an, dass da etwas … das da jemand etwas geschaffen hat, was ich zum Beispiel nicht kann. Oder auf das ich nicht gekommen wäre.
Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Ja.
  • Aber es geht ja darum, dass in … äh … In der Kunst ist ja … Da ist ja Bewegung ein ganz ganz wichtiger Faktor. Also das sich etwas verändert. Etwas bewegt. Nur dann entsteht etwas Neues.
  • Ja.
  • Neues (nicht verständlich) = Entwicklung
  • Und wenn man jetzt bloß noch Beethoven Ludwig van Beethoven hören würde, oder nur noch … nur noch Richters hängen haben würde, oder so … Wo es schon ganz viele gibt, die das auch nicht verstehen würden. Wo du ja ganz anderer Ansicht bist. Dir gefällt's ja zumindestens. Egal warum.
  • Ja.
  • So. Das gar nichts vorangehen …
  • Ja.
  • … würde. Wenn man auf dem Stand bleibt, was die Gesellschaft … [Unterbricht sich selber.] [Sperren: Aber das] … Da meinte ich das eben, dass am [Sperren: Ende] eine ganz ganz kleine Gruppe bestimmt, was ausgestellt wird. Zum Beispiel die Kuratoren. Weil die treiben dann etwas voran, was …
  • Aber …
  • Kunst von Gesellschaft akzeptiert: Stillstand Stillstand
  • … die [Sperren: Gesellschaft] von sich aus [Sperren: Niemals] gesehen hätte.
  • Macht es aber nicht zur Kunst.
  • [Pause.]
  • Das ist meine Ansicht.
  • Okay. Macht es … Für dich macht es zur Kunst, wenn die Gesellschaft das akzeptiert. Als Kunst.
  • Ja.
  • Und was ist die Gesellschaft? Hundert Prozent? Fünfzig Prozent? Einundfünfzig?
  • N… N… Nein. Das würde ich gar nicht einschränken. Ähm … Ich …
  • [Sperren: Wenn] überhaupt … [Nicht verständlich, 1:19:00.]
  • … hab' ja. Also zum Beispiel das Beispiel, was du gebracht hast. Mit dem Musiker. Das mag ja momentan eine Musikform sein, die … äh … nicht verstanden wird.
  • Ja.
  • Neue Kunst in 100 Jahren anerkannt
  • Ähm … In hundert Jahren ist das vielleicht anders. So. Und … äh … Da wird man vielleicht sagen: Mein Gott Gott ! Warum haben sie … Warum sind die Leute damals nicht live hingegangen und die Künstler live gehört? Ja?
  • Ja.
  • Warum haben sie nicht den da Vinci damals gekauft. Ja? Weil man es eben zu der Zeit nicht als Kunst gesehen hat. Ja?
  • [Kleinlaut:] Da Vinci war aber schon damals bekannt.
  • Nimm ein anderes Beispiel. Ja? Also ich meine, es gibt Musiker, oder es gibt Maler, die eben posthum erst … äh … äh …
  • Ja.
  • … berühmt geworden sind. Ähm …
  • [Sperren: Aber] trotzdem wird jetzt bei Neuer Musik, wenn's in einem Kon… Konzertsaal aufgeführt wird, wird es von dem Staat, vom dem Förderer, wird's ja als Kunst angesehen. Ansonsten würde es da nicht aufgeführt werden.
  • Gesetzgeber subventioniert neue Kunst
  • Leider gar nicht. Leider gar nicht. Und zwar … ähm … Es gibt Gesetze. In Deutschland. Die die öffentliche Hand verpflichten einen bestimmten Anteil eben an … an … ähm … Geld dafür, staatliches Geld, dafür zu verwenden, eben … ähm …, ja, [Sperren: Kunst] zu fördern …
  • Ja.
  • Oder … Oder … Pff … Menschen mit ihrem brotlosen Erwerb … ähm … einen Erwerb zuzuführen.
  • Das ist Bundesland … ähm … äh … Dings. In Sachsen gibt's nämlich auch so ein … äh … äh … so ein …
  • Also zum Beispiel wurde …
  • … ein paar Werke von sächsischen Künstlern …
  • Es gibt zum Beispiel ein Gesetz, … ähm … äh … das bei jedem Behördenneubau …
  • Ja.
  • … eine gewisse Prozentzahl des … des … des Wertes des Gebäudes …
  • Ja.
  • … in Kunst investiert werden [Sperren: muss].
  • Okay.
  • So. Und … äh … ähm … Natürlich können sich die Behörden keinen teuren Gerhard Richter Gerhard Richter leisten. Für ein paar Millionen. Um das im Foyer aufzuhängen. Sondern sie müssen sich … ähm … umschauen. Und das machen sie dann. Manchmal lassen sie sich von den Architekten beraten. Oder gucken halt …
  • Mhm.
  • … im örtlichen Umkreis, ob da eine Künstlerin oder ein Künstler ist, … ähm … ähm … und geben denen halt Geld in die Hand.
  • Das ist also nicht aus freiwilligem Antrieb, sondern weil es ein Gesetz gibt, was sowas …
  • Das glaube ich. Ja.
  • [Pause.]
  • Das glaube ich.
  • Ähm … Warum denkst du, hat der Gesetzgeber, weil du auch auf so einer Ebene bist, … ähm … das festgelegt? Das Kunst im öffentlichen Raum sein muss. Es gibt ja auch viele Statuen draußen. Die so finanziert sind.
  • Mhm. Äh … Weil er es fördern möchte. Und … Und …
  • Warum …
  • … den Förderzweck kann er sich selbst aussuchen. Da ist er frei. Der Gesetzgeber. Also er kann frei entscheiden, was er subventioniert. Er kann frei entscheiden, … ähm … welche Vergünstigung er gibt …
  • [Hustet.]
  • Und er kann auch frei entscheiden, ob er bestimmte Berufsgruppen fördern möchte.
  • Okay.
  • Ähm.
  • Kunst als Kulturgut
  • Aber was ist seine Begründung da… dafür? Jetze?
  • Ich … Ja das ist natürlich … ähm … äh … Gott sei Dank auch der Entwicklung in Europa geschuldet. Dass wir eben für Kultur im größeren … im … Also wo …
  • Ja.
  • … ganz viel drunter fällt, … äh … dass man sagt, … ähm … zu einer gesunden Gesellschaft gehört auch … ähm … ein gewisser Anteil an Kultur.
  • Mhm.
  • Und wir sind bereit … äh … auf unserer Zivilisat… Zivilisationsstufe halt Geld zu [Sperren: investieren]. In Kultur. Ähm … Und … äh … Deswegen haben wir sogar ein Kulturministerium.
  • Mhm.
  • Oder einen Kulturbeauftragten vielmehr.
  • Das ist ja auch schön. Ich meine …
  • Gesetzgeber = Vertreter Volk
  • Das bräuchte man nicht, aber das ist halt … äh … äh … Das zeigt halt … ähm … das Wertebewusstsein. Also was uns … ähm … [Sperren: wichtig] erscheint.
  • Was [Sperren: uns] wichtig erscheint? Oder was dem Gesetzgeber wichtig erscheint.
  • Der Gesetzgeber ist der Vertreter des Volkes. Er ist vom Volk gewählt und …
  • Aber [Sperren: du] hast doch gerade eben als Beispiel genannt, dass … dass eine Behörde so und so viel Prozent irgendwie da in Kunst investieren muss. Dann hat's doch nicht das … die Bevölkerung sozusagen gesagt: Oh wir wollen in diesem Gebäude ein schönes Ding haben. Sondern der Gesetzgeber. Der Gesetzgeber. Wenn das die Bevölkerung nicht versteht, warum da Kunst sein … äh … äh … sein sollte, warum da so viel Geld investiert wird, dann … äh … repräsentiert doch der Staat in der Regel nicht das Volk.
  • Nein. Also wenn … wenn … äh … der einzelne Wähler nicht mit der Gesetzgebung einverstanden ist, muss er das bei der nächsten Wahl entsprechend artikulieren. Ähm … Sodass dann jemand anderes gewählt wird, der dann eben dieses Gesetz wieder abschafft. Und dann würde es auch keine Kunst im öffentlichen Raum mehr geben. Also keine Steuermittel werden mehr dafür zur Verfügung gestellt.
  • Steuermittel für Kunst und Fußball
  • Da müsste man ziemlich viel streichen. Noch Fußballspiele oder so …
  • Ja. So ist das eben in der Demokratie und …
  • Ja.
  • … äh … äh … und keiner Autokratie. Oder was auch immer. Ähm … äh … ähm … Es ist zumindest vom Volk akzeptiert, dass ein gewisser Anteil von ihren steuerlichen Mitteln für diese Dinge zur Verfügung gestellt werden.
  • Okay. Da hattest du aber schon gesagt, es ist eben nicht automatisch Kunst, nur weil's irgendwo ausgestellt wird oder so. A… Al… Also gerade mit der Begründung war das … Ne?
  • Na ja. Da sind wir auch wieder bei dem großen [Sperren: Trichter]. Also oben passt das wahrscheinlich rein. Als Kunst.
  • Ja.
  • Im engeren Sinne. Je nachdem wie weit man geht …
  • Wo ein Markt sozusagen dann auch da ist. Und die Besucher das betrachten …
  • Ähm … Genau. Es gab sicherlich eine Zeit, da … da fand man das ganz toll, irgendwelche Fließen zu bemalen. Und große Wände zu zeigen.
  • Ja.
  • Äh … Heute würde man … äh … kein großen Konzern mehr davon überzeugen können, … äh … sein Foyer mit bemalten … äh … Fließen auszugestalten, weil …
  • Kommt auf den Künstler drauf an.
  • Nee. Weil ich glaube, die Kunstform ist nicht mehr so … so …
  • Okay.
  • … zeitgemäß. Ja?
  • Anforderungen von Unternehmen an Kunst
  • Die ist nicht transportabel. Man kann's nicht …
  • [Sperren: Und ja]. Ein schöner Grund! Also da sieht man ja auch wieder, … ähm … welche Anforderung dann an Kunst gestellt wird. Sie soll transportabel sein. Sie soll Menschen anstell… äh … ansprechen. Sie soll zum … vielleicht zum Gebäude passen. Vielleicht sogar zur Kultur des Unternehmens passen. Da sieht man mal, wie die … wie … wie … wie … wie breit gefächert das ist.
  • Transportabel hab' ich jetzt aber nur gesagt in dem Hinblick, dass ich denke, es sollte transportabel sein, damit man es wieder veräußern [Sperren: Könnte]. Teurere. Als wenn's im Bau selbst drinne steckt.
  • Ja.
  • Dann wird's schwieriger.
  • Für denjenigen, der das dann installieren lässt, ist das … äh … natürlich ein ganz maßgebliches Kriterium. Klar.
  • [Pause.]
  • Klar.
  • [Pause.]
  • Mhm.
  • Schamgefühl
  • Was diese Scham Scham in der Ausstellung … Aber okay. Das hatte ich ja jetzt … Das warst ja nicht selbst du. Ich würde gerne noch einmal über dieses Bild sprechen.
  • Das war nicht [Sperren: ich] …
  • Nee. Du hattest doch gesagt …
  • … in der Ausstellung.
  • Du hattest doch gesagt, dass du andere betrachtet hattest. Irgendwie. Und dann irgendwas mit Scham. Oder so. Das … Das so ein Schamgefühl trotzdem war. In dem Raum. Wenn ein großer erigierter Penis dargestellt wird. Oder so.
  • Ach es ist schon so, dass ich … Ich hab' andere beobachtet und … ähm … äh … äh … das, was man selbst macht, da … äh … äh … geht man ja davon aus, dass das andere auch genauso sehen. Also ich hab' schon auch gedacht, …
  • Ja.
  • … äh … was ist, wenn ich beobachtet werde und … äh …
  • Ja.
  • … wenn ich da natürlich vor einem Bild gestanden habe, wo jetzt nur ein Penis zu sehen ist, hab' ich mich schon gefragt, wie lange kannst du jetzt vor diesem Bild stehen bleiben. Ohne dass jetzt andere glauben, … ähm … Ist der schwul? Weil der sich ein männliches Glied …
  • Ja.
  • … anschaut? Ich … Das hat mich auch beeinflusst. In dem Moment Moment . Sodass ich dann auch, … ähm … Ich war noch mit anderen Freunden dort … ähm … Sodass ich mich dann natürlich auch wieder schnell abgewendet hab' und mir andere Dinge angeschaut habe.
  • [Sperren: Das ist doch super]. Da … Da haben diese Kunstwerke richtig bei dir was bewirkt. Was Negatives in dem Moment, weil du dich vielleicht nicht wohl dabei fühlst und früher weggehen wolltest. Aber es hat was [Sperren: bewirkt].
  • Das war was ganz Spannendes. Wir haben hinterher darüber geredet. Wir haben darüber geschmunzelt. Wir haben darüber gelacht. Was sich …
  • Man …
  • … alles zeigen lässt. Es war auf jeden Fall sehr kommunikativ. Das Ganze.
  • Okay.
  • Übrigens …
  • Muss Kunst dich berühren?
  • Na das ist doch [Sperren: schön], wenn … wenn solche Arbeiten einen dann eben doch berühren. Egal in was für einer Art und Weise. Das wäre jetzt eben dann meine Frage dann. Wenn du in einem Museum bist … ähm … [Sperren: Ich] kenne es bei mir so. Ich laufe bei den meisten Dingern einfach vorbei. Die sagen mir einfach nichts. Die berühren mich nicht. So. Äh … Egal was für ein Künstler das ist oder so. Und … äh … Wie ist denn das bei dir, wenn du in einem Museum bist.
  • Pfff. Na ich hab' eine ganz tolle Anekdote. Und zwar …
  • [Sperren: Warte mal]. [Sperren: Muss] Kunst dich berühren?
  • Ja.
  • Muss es. Okay.
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Topflappen, Anu Tuominen
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Hausfrau, Lena Zehringer, 2015
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Fettecke, 1982 / 1989, Joseph Beuys
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Selbstporträt mit verbundenem Ohr und Pfeife, 1889, Vincent van Gogh
Selbstporträt mit verbundenem Ohr und Pfeife, 1889, Vincent van Gogh
Tisch mit Aggregat, Joseph Beuys
Tisch mit Aggregat, Joseph Beuys
55/005, 1955, Kohle, Norbert Kricke, gezeigt im Kunstverein Potsdam
55/005, 1955, Kohle, Norbert Kricke, gezeigt im Kunstverein Potsdam
Fixierung, Performance, Roter Platz, Moskau, 2013, Pjotr Pavlenski
Fixierung, Performance, Roter Platz, Moskau, 2013, Pjotr Pavlenski
Schmähgedicht, Jan Böhmermann (Schwärzungen von WELT), © DW
Schmähgedicht, Jan Böhmermann (Schwärzungen von WELT), © DW
Diplom Theorie Gespräch mit Alexander weiter transkribiert Gespräch in Sprechblasenform Abbildungen hinzugefügt
  • Jemand, der sich … äh … äh … äh … ausdauernd und wiederholend … äh … mit Rechtswissenschaft beschäftigt.
  • Was ist denn Rechtswissenschaft? Jetzt hast du schon wieder Rechtswissenschaftler mit Rechtswissenschaft …
  • Das ist … Mhm. [Pause.]
  • Ja. Die … Die … Die Definition und die Anwendung von Recht.
  • Okay. Das … Deshalb kommst du sozusagen … äh … Deshalb hast du das erwähnt, Kunst steht bereits im Grundgesetz und so drinne. Aber wird da noch nicht definiert, sondern das ist dann halt das … Das macht ihr dann. Sozusagen. Wenn's nen Fall gibt, ne? So hab' ich's jetzt verstanden.
  • So ganz … Aber nur bezogen auf unser Rechtsgebiet.
  • Ja ja, ich hab' …
  • Man muss Kunst nicht …
  • Okay.
  • … äh … unbedingt aus der rechtlichen … äh … ähm … Also nicht nur … Also nicht nur rechtlich … Also warum sollte ich denn Kunst rechtlich betrachten?
  • Nee, aber … Du bist eher einer, der das könnte. Vom Recht her.
  • Ja.
  • Weil du das gelernt hast.
  • So möchte ich denken.
  • Du redest ja auch darüber. Du hast das ja mit dem Gesetz gesagt. Da steht zwar Kunst drinne, aber es wird nicht gleich definiert. Das liegt ja daran, dass du dich damit beschäftigst.
  • Das ist sozusagen mein Geschäftsmodell Kunstmarkt .
  • Okay. Genau. Okay.
  • [Lacht.]
  • Na ja, das ist ja gut zu wissen.
  • Ja.
  • Ausgangspunkt Begabung oder Handwerk Handwerk
  • Ausgangspunkt … Ich will's gerne mal gerade selbst durchgehen. Ausgangspunkt für den Künstler ist entweder Begabung oder Handwerk.
  • [Stille.]
  • Gut. Ähm … Kann man vielleicht … ähm … Aber allgemein auf alle Sachen irgendwie … ähm …
  • [Stille.]
  • Na ja. Nee. Ich weiß jetzt auch nicht. Be… Begabung. Na was heißt Begabung? Ein Schreiner. Muss der nicht auch eine Begabung dafür haben? Irgendwie?
  • Schreiner, Koch, Künstler
  • Ja. Deshalb …
  • Oder ein Koch.
  • Ist der Koch nicht auch deshalb Künstler?
  • Oder so.
  • [Wiederholt:] Oder ist der Koch deswegen nicht auch Künstler?
  • Na die wollen sich glaube ich als Künstler gerne aufspielen. Ne? Wenn die da ihre kleinen Werke …
  • Nicht aufspielen. Das klingt schon wieder so negativ.
  • [Sperren: Natürlich!] Ich bin da so!
  • Derjenige, der … äh … der ganz zarte Kreationen, neue Dinge schafft …
  • Ja.
  • … und so … Da würde man auch von der Kunstform des Kochens sprechen. Warum denn nicht?
  • Okay. Ähm … Bei dem … Bei dem Koch als Beispiel jetzt. Du würdest aber sagen, dis ist doch nur ein guter Koch, … ähm … äh … wenn es schmeckt und gut aussieht.
  • [Stille.]
  • So. Oder?
  • N… n… nein. Also ich würde den Koch vom Künstler dann abgrenzen, wenn … äh … äh … was Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist. Also wenn er sich selber eher als Koch sieht, dann ist er Koch. Wenn er natürlich … äh … sich stärker als Künstler betrachtet, dann ist er Künstler. Also ich … ich …
  • Koch wirklich Künstler?
  • [Sperren: Ja, aber.] Aber würdest du jetzt einen Koch Künstler nennen, wenn er dir einen Teller präsentiert mit einem schauderhaft ausschauenden … äh … äh … Nudel-Bolognese-Dingsdabumsda? Was auch schrecklich schmeckt! Würdest du ihm dann sagen: Du … Sie sind aber kein Kochkünstler? So? Sondern Sie sind halt jemand, der das nicht hinbekommt …
  • Nein. Das ist eine Frage, wie … wie … wie du … Also die Frage, die du eigentlich stellst, ist, wie definiere ich Kunst. Nämlich gibt es gute und gibt es schlechte Kunst.
  • Intention Intention eines Kochs
  • [Entrüstet:] [Sperren: Nein! Nein nein nein nein!] [Schnell gesprochen:] Nein nein nein nein. [Sperren: Du] hast gerade den Koch mit reingebracht. Oder ich hab' davor was anderes reingebracht. Die Frage ist doch aber beim Koch: Ein Koch gibt es, … äh … weil es Menschen gibt, die halt Hunger haben. Die gerne etwas essen wollen, was vielleicht noch schön aussieht. Je nach Restaurant.
  • Ja, aber es … äh … Kunst beinhaltet doch, was ich gesagt habe. Eine Begabung, oder etwas … etwas besonders gut zu können. So.
  • Ein Koch kann etwas besonders gut. Okay.
  • Wenn ich jetzt einen Teller serviert bekomme, wo einfach alles nur hingepackt ist. Lieblos.
  • Ja?
  • Äh … ähm … Geschmacklich auf keinem Niveau …
  • Ja?
  • Äh … Dann … Dann … Dann fällt das ja schon gar nicht mehr unter den Begriff der Kunst. Wenn allerdings etwas … etwas Neuartiges kommt. Dass er da mit bestimmten Gasen experimentiert hat. Tiefgefrorene Früchte … äh … äh … ähm … Farbig, mit Wildkräutern und … äh … Dann entsprechendes Ambiente und das … äh … ähm … wiederholt macht. Dann würde man ihn wahrscheinlich schon als Künstler bezeichnen.
  • Koch und Kreativität
  • Ich würde ihn dann … Ich würde das Wort Kreativität dann benutzen. Koch und kreativ sein.
  • [Pause.]
  • Es ist die Frage, was …
  • Hässlich = Kunst
  • [Unterbricht:] [Sperren: Kunst]. Ist Kunst nicht kreativ?
  • Du … Na du gehst jetzt ja von deinem Begriff aus … Also was für dich Begabung oder Handwerk … Da hast du recht. Wenn … Wenn du jetzt so argumentierst. Dann ist natürlich der Koch … äh … Der … Der hat ein Handwerk gelernt und gleichzeitig irgendeine Begabung. Etwas schön aufzutellern. Geschmacklich. Und so weiter. Äh … Weißt ja was. Ich hätte jetzt aber eingeworfen … äh … Für mich wäre es einfacher zu sagen: Wenn etwas hässlich schmeckt und etwas hässlich aussieht, dass das Kunst ist. Als wenn etwas schön aussieht. Weil wenn etwas schön aussieht und du kaufst es dann, dann wirkt es … Dann wird es ganz schnell zu einem Produkt. Und ist für mich nicht mehr Kunst. In dem Moment Moment . Sondern es ist ein Kunstprodukt. Was man kaufen kann. Und ich würde eben unterscheiden zwischen Kunst und zwischen … äh … Kunst, die man macht, um um gekauft zu werden. Damit man Geld verdient. Wovon du ja ausgehst. Der Ausgangspunkt … äh … Nicht Ausgangspunkt. Sondern, dass Kunst ein Geschäftsmodell ist.
  • Das ist deine Definition von Kunst. Ja.
  • [Sperren: Ja]. Aber das ist jetzt mein Problem. Eben. Ich … äh … ähm … Ich versuche dich zu verstehen. Und ich verstehe dich auch. Weil du es davor gesagt hast mit Können und mit Handwerk oder Begabung. Und das du jetzt eben sagst, ein Koch ist für dich dann sozusagen … äh … Künstler. So. Wo ich halt anderer Meinung bin. Weil das ist für mich halt … ähm … äh … das Geschäftsding. Dieses Modell. Geld zu verdienen. Mit Kunst. Gehört bei mir in Kunst gar nicht rein. Eigentlich. Aber wie lösen wir das? Ich will's ja gar nicht lösen! Ich will es ja eigentlich verstehen.
  • Kunst im weiterem und engeren Sinne
  • Ja. Ja. Die Wissenschaft in der ich arbeite, … die … ähm … arbeitet dann zum Beispiel auch mit Begriffen wie Kunst im weiteren Sinne. Kunst im engeren Sinne. Äh … Kunst auf bestimmte … ähm … bestimmte … Bereiche beschränkt.
  • Kannst du das mal erläutern. Was du damit …
  • Na ja. Zum Beispiel … ähm … Kunst im weiteren Sinne ist … äh … vielleicht alles das, … äh … was ein Mensch … ähm … schafft. Ähm … Mit … ähm … entweder einer gewissen [Sperren: Begabung] oder mit einem gewissen [Sperren: Können]. Und … äh … Aber das macht ihn vielleicht … ähm … im weiteren Sinne zu einen Künstler.
  • Was heißt [Sperren: weiter]? Also wo die Definition noch ganz offen ist?
  • [Sperren: Genau.] Wie so einen Trichter muss man sich das …
  • Metapher Trichter
  • Okay.
  • … vorstellen. Ja? Oben fällt erst einmal alles rein. Also auch die Hausfrau, die zu Hause hundert Topflappen … äh … äh … knüpft … Topflappen, Anu Tuominen topflappen-k.jpg
  • Okay.
  • … und auf dem Markt verkauft. Würde sich vielleicht als Künstlerin bezeichnen. Weil sie macht Kleinkunst. Ja? Oder die Töpferin macht … äh … und … und ganz mies aussehende Tassen herstellt. Ähm … Und auch schlecht glasiert. Ähm … Würde sich vielleicht als Künstlerin bezeichnen. Weil sie etwas mit ihren eigenen Händen schafft.
  • Mhm.
  • Mit ihrer eigenen Kreativität.
  • Mhm.
  • Aber beides hat halt bei ihr … mhm … mhm … ihre Grenzen. Ja?
  • Mhm.
  • Merkt sie vielleicht auch daran, dass sie … ähm … dass keiner Interesse an ihrer Kunst …
  • Ja.
  • … Kunst findet. Ähm …
  • Also dass es niemand kaufen will.
  • Äh … Dass es … Ja. Und keiner geschenkt haben will. Wie auch immer. Also man interessiert sich einfach nicht für das, was sie tut. Und wenn sie … Und wenn ich jetzt den Trichter immer enger fasse. Immer enger fasse. Und sage … äh … Was ist denn, was bleibt am Ende als Kunst im [Sperren: engeren] Sinne übrig … äh … Da komm… Da nähere ich mich vielleicht eher deinem Begriff. Ähm … äh … Da ist dann wirklich derjenige, … äh … äh … wo der Künstler im Vordergrund steht. Wo sein … Wo … ähm … sein Schaffen im Vordergrund steht. Wo … ähm … seine Wiedererkennbarkeit im Vordergrund steht. Äh …
  • Kunst als Marke
  • Das ist [Sperren: Marke] für mich. Das hat für mich dann wieder nichts mit Kunst direkt zu tun.
  • Das weiß ich nicht. Also ich glaube, … äh … äh … selbst wenn …
  • [Unterbricht:] Wenn du jetzt so …
  • Ja aber ich glaube, dass jeder … äh … ähm … jeder Museumsbesucher, also der irgendwie zweimal im Jahr ein Museum besucht, der erkennt bestimmte Pinselstriche oder Führung wieder. Und ich würde auch immer wieder einen Richter erkennen. Einfach in seiner Arbeit. Ähm … Also warum soll ich das denn so als negatives abgrenzen …
  • [Unterbricht:] [Sperren: Ich habs doch gar nicht neg… Aber … Aber …] Aber da fiel mir der Begriff Marke ein!
  • Ja!
  • Weil es da genau darum geht, etwas zu schaffen, was man wiedererkennt. Wie beim HGB Rundgang HGB Rundgang , wo die Leute, die unten im Flur waren, ein Geradenbild Geradenbild gesehen haben. Im Klassenraum: "Das hab' ich doch schon gesehen!". Das ist eine Marke. Am Ende. Hat aber nichts direkt mit Kunst zu tun. Sondern das ist halt eine Möglichkeit sozusagen sich selbst zu definieren in einem riesengroßen Gebiet, wo tausend Leute unterwegs sind. Aber ganz kurz noch einmal. Bevor du auf den inneren Kreis eingehst. Hausfrau, Lena Zehringer, 2015 hausfrau-k.jpg
  • Geldverdienen als Ausgangspunkt
  • [Pause.]
  • So. Du hast angefangen mit dem Trichter. Ganz oben. Äh. Wo auch jede Hausfrau und so weiter reingehört. Und du hast aber gleich irgendwie das mit dem Verkaufen im Hintergrund gehabt. Ähm … Also es gehört sozusagen ganz ganz als Basis irgendwie … Dieses Verkaufen. hab' ich dich richtig verstanden? Also ich will es jetzt nicht vorwerfen. Ich will jetzt erst einmal wissen, ob du das meintest. [Sperren: Warte mal.] Weil, [Sperren: wenn] du das meinst, dass dieses Geldverdienen, also die Geschäftsidee … Ne?… Äh … Wenn das mit Ausgangspunkt ist … Was siehst du denn dann bei all den Künstlern, die Kunst machen, die … die vielleicht ausgestellt werden in irgendwelchen Offspaces, aber die nie gekauft werden. Oder das sind Arbeiten, die gar nicht gekauft werden können. Weil sie so abstrakt sind, so … so … ähm … so leicht. So luftig. Sozusagen nur in dem Moment existieren. Und wo die trotzdem noch sagen würden: Ich bin Künstler!
  • Anfang und Ende von Kunst
  • Das Problem ist halt … Es ist schwierig halt zu … zu … Der Begriff ist so schwer zu fassen. Wo beginnt Kunst und wo endet Kunst.
  • [Sperren: Aber] du hast einen Trichter gemacht!
  • Äh … Genau. Dieser Trichter ist halt … ähm … Weil er sehr bildhaft ist. Das ist halt eine sehr schön … schön … schöne Metapher. Ja? Äh … äh …
  • Du hast aber bereits angefangen mit …
  • Beuys Joseph Beuys Fettecke
  • Zum Beispiel Beuys. Diese Fettecke. Ja? Fettecke, 1982 / 1989, Joseph Beuys fettecke-k.jpg
  • Ja.
  • Also. Ähm … Da würde man vielleicht auch sagen: Das ist etwas, … äh … Das hast du zwar selbst geschaffen und … ähm … äh … vielleicht erkennt man dich auch wieder, weil du hast auch andere Dinge geschaffen, die irgendwie mit Fett zu tun haben.
  • Na hat er ja auch gemacht.
  • Ja. Ähm … Äh … Äh … Aber … äh … äh … Es gibt vielleicht kein Interesse. Oder es gibt vielleicht keinen Markt. So. Und das ist halt ganz interessant …
  • Den gab's aber.
  • Erfolg Erfolg nach Tod Sterben des Künstlers
  • Äh … Später ist der erst dazugekommen. Also es gibt ja auch viele Künstler, … äh … die zeitlebens … äh … eben nicht … ähm … äh … äh … Wo ihre Fähigkeiten nicht gesehen worden sind. Sondern erst nach ihrem Tod. Posthum. Haben sie halt … äh … äh … ähm … Haben sie halt Erfolg erlangt.
  • Weil sie gesehen wurden, aber abgelehnt wurden?
  • Zum Beispiel.
  • Also wie van Gogh Vincent van Gogh als Klassiker-Beispiel. Selbstporträt Selstbildnis mit verbundenem Ohr und Pfeife, 1889, Vincent van Gogh gogh-k.jpg
  • Kunstbegriff abhängig vom gesellschaftlichen Wandel
  • Das zeigt zum Beispiel ganz klassisch, dass der Kunstbegriff dem … dem gesellschaftlichen Wandel unterworfen ist. Also …
  • Genau.
  • Es gibt Zeiten, in denen …. äh …, wo man das nicht als Kunst verstehen würde.
  • Ja.
  • Und es mag andere Jahrhunderte geben, wo man das wiederum ganz anders sieht.
  • Genau. Und jetzt … Jetzt sind wir aber im Hier und Jetzt. Und jetzt redest [Sperren: du].
  • Wann ein Markt vorhanden ist
  • Genau. Und … äh … Ich sage, dass zum Beispiel die … äh … Wiederverkaufbarkeit oder das Materielle … der materielle Wert eines Kunstwerkes … eines Kunststücks … äh … sich eben auch messen lassen kann in Geld. Also wenn … Wenn ein Markt da ist. Für diese Kunst. Dann wird auch … Dann … äh … sieht man in dem Stück schneller Kunst … ähm … Und ist vielleicht auch … Und der Wert steigt auch schneller, …
  • Mhm.
  • … als wenn dieser Markt nicht da wäre. Und deswegen ist eben … äh … äh … Keiner würde sich … ähm … eine Fettecke in seine Wohnung [Sperren: wünschen].
  • Ja.
  • Gleichwohl … ähm … hat man es in Museen … äh … zeigen [Sperren: wollen]. Diese Art von Kunst. Äh … Und … äh … Der Bundestag war ja bereit, für öffentliche Kunst ja sehr viel Geld auszugeben. Ich erinnere mich an diesen Tisch. Mit diesen zwei Stahlkugeln. Tisch mit Aggregat, Joseph Beuys aggregat-k.jpg
  • Mhm.
  • Tisch mit Aggregat (siehe Umzugskarton Freiburg)
  • Also wo jeder denkt: Ähm … Hat man das dort stehen gelassen? Beim Umzug? Welche Bedeutung hat das ganze? Ja? Äh …
  • Wo war das? Im Bundes…
  • Im Bundestag.
  • Steht das immer noch da?
  • Kunst im öffentlichen Raum
  • Äh … Also ich kann mich erinnern, dass, als Frau Merkel damals glaube ich Bundeskanzlerin geworden ist, hatte man überlegt … Oder Woltar Ries … Rita Süß … Rita Süssmuth war das glaube ich. Die damalige Bundestagspräsidentin. Dass man Geld ausgegeben hat für öffentliche Kunst. Oder für Kunst im öffentlichen Raum. Soviel mehr …
  • Mhm.
  • Ähm … Und damals hatte man dann eben diesen Tisch mit den zwei Stahlkugeln gekauft. Äh … ob's den heute dort noch gibt, das weiß ich nicht.
  • Wir können noch einmal recherchieren.
  • Aufschrei Bevölkerung, Banalität
  • Ja. Aber für mich … Damals habe ich schon in der Zeitung gelesen … Dieser Aufschrei, warum gibt man soviel Geld für etwas aus, für sowas Banales aus. Ja? Und so. Äh … Natürlich wird jetzt die eine Seite sagen: Ja, der Künstler hat sich dabei was gedacht! Und da kann man ganz viel hineininterpretieren und so! Und die andere Seite sagt: Ja [Sperren: toll]. Das ist halt Holz und Stahl. Ähm …
  • Genau um diese Seite geht's mir. Jetzt übrigens. Jetzt verstehst du das.
  • Und … ähm …
  • Steuergelder
  • Und zwar das ist die Seite, die … die das Volk repräsentiert. In den Pressemitteilungen. Wo dann halt hinterfragt wird, warum wird dafür so viel Geld … Steuergeld … ausgegeben. Weißt du?
  • Markt als Spiegel Spiegelbild für Akzeptanz Kunst
  • Ich … Als … Um das noch einmal zu sagen: Ich glaube halt, dass der Markt ein sehr guter Spiegel dessen sein kann … äh … was gesellschaftlich als Kunst akzeptiert wird.
  • [Unterbricht:] Er ist aber noch nicht im Trichter automatisch oben. Sondern er könnte sozusagen ein … ein … nicht Indiz … sondern ein … ein … doch, ein Indiz dafür sein, dass es sich um Kunst handelt.
  • Kunst ist, wenn jemand sagt, es ist Kunst
  • Erst einmal ist es oben drinne. Weil jeder der sagt: Das ist Kunst, … Das kann ich ihm ja erst einmal nicht absprechen. Also wenn er das mit einer gewissen … ähm … Ja doch! Vielleicht will ich … will ich oben den Trichter gar nicht so eng machen. Ähm. Und gar nicht davon sprechen, er braucht eine bestimmte Begabung und ein bestimmtes Können. Vielleicht [Sperren: glaubt] er ja diese Begabung oder das Können zu haben. Äh … äh …
  • Ja.
  • Es entspricht aber nicht meinem … äh … Kunstverständnis. Oder meiner Ästhetik. So. Und … Aber nur weil er der Meinung ist, … äh … das wäre schon Kunst, gehört er erst einmal oben in den Trichter mit rein.
  • Also machst du es dann ganz offen. Sozusagen.
  • Genau. Kunst im weiteren …
  • Das finde ich gut.
  • … äh … Kunst im weiteren Sinne.
  • Kunst im weitesten Sinne
  • Im [Sperren: weitesten] Sinne. Sozusagen.
  • Sogar im [Sperren: weitesten].
  • Sobald eine Person sagt, … äh … das ist Kunst, dann ist es eigentlich Kunst. Egal ob man es jetzt begründen kann oder nicht. Aber er hat halt das Wort mit dem Objekt verbunden.
  • Na ja. Moment. Nein nein. Ich nehme da schon eine Einschränkung vor. Und zwar nicht nur deswegen, weil er sagt, er behauptet, es sei Kunst. Das reicht mir nicht aus. Sondern ich … Er glaubt, dass er eine gewisse Begabung und Können hat. Das ist für mich schon [Sperren: rudimentär]. Diese Begabung oder das Können. Denn … äh … Es kann nicht sein … Ich halte jetzt hier eine Cola-Flasche hoch. Ich mache das jetzt gerade mal! [Hebt eine Cola-Flasche hoch.] Und sage: Genau diese Cola-Dose und genau dass die Cola jetzt zu einem drittel nur noch gefüllt ist, dass macht's jetzt zu einem … zu Kunst. Ja?
  • Ja.
  • Leider vergängliche Kunst. Aber vielleicht ist das … ähm … Genau. Es ist ein Moment. Eine Momentaufnahme.
  • [Sperren: Warte mal.] Das sagst du jetzt als jemand, der Künstler ist oder als jemand, der …
  • Nein. Ich will nur gerade sagen: Äh … Das reicht für mich nicht aus. Ja? Nur weil ich das jetzt als Kunst bezeichne. Diesen Moment. Ähm … Macht's das nicht zur Kunst. Und gehört auch nicht in diesen Trichter rein.
  • Sicht des Künstlers und Betrachters auf ein Objekt
  • Darf ich dich da ganz ganz kurz unterbrechen? Bitte.
  • Okay. Mach's.
  • Redest du jetzt als Alexander, oder redest du als jemand, der Künstler ist. Und diese Flasche hoch hält. Und … Also normalerweise Kunst macht und jetze … … Weil das ist ein [Sperren: ganz] großer Unterschied.
  • Nein nein nein nein. Also im … Ich rede jetzt als Privatperson.
  • Als Alexander.
  • Genau. Weil ich will abgrenzen. Nicht, weil jemand - egal was er ist - sagt, das ist Kunst, wird es zu Kunst.
  • [Sperren: Auch …] Auch wenn ein Künstler das sagt?
  • Auch wenn ein Künstler das sagt.
  • Auch wenn du das zwanzigmal wiederholst. Ist es dann nicht eine Kunst-Performance Performance ?
  • Künstler muss überzeugt sein, Kunst zu machen
  • Nein. Da muss man sich wieder überlegen, … äh … äh … ob in dem, was er macht, nicht doch ein Stück … [Sperren: Nein nein.] Halt. Die Abgrenzung, die ich vornehmen wollte, war eine andere. Und zwar habe ich gesagt: Der Künstler, oder derjenige der das hoch hält, muss auch selber davon überzeugt sein, dass er das mit einer gewissen Begabung oder einem gewissen Können macht. So. Und wenn du mir sagst, ein Künstler macht zwanzigmal einen … schwarzen Strich … 55/005, 1955, Kohle, Norbert Kricke, gezeigt im Kunstverein Potsdam strich-k.jpg
  • Ja.
  • … aufs Blatt Papier. Und stellt das dann in einer Sammlung aus.
  • Ja.
  • Reicht es mir nicht, dass er sagt: "Das ist Kunst". Dann landet er noch nicht in dem Trichter. Sondern er landet nur dann drinne, wenn er auch [Sperren: glaubt], dass er das mit einer gewissen Begabung oder einem gewissen Können gemacht hat.
  • Formen auch von Kindern umsetzbar, ohne Begabung und Handwerk
  • Aber ein Strich kann schon ein Baby machen. Da brauche ich keine Begabung und kein Können.
  • [Pause.]
  • Ein [Sperren: Können]. Er braucht eine Hand. Er braucht … Er muss einen Stift halten können. Ist das für dich schon ein Handwerk?
  • Also ich gebe zu … Ich gebe zu, diesen Aspekt, den ich da mit reinnehme … in diesen weiten Trichter, ja? Äh … Ist etwas, was man objektiv nicht wahrnehmen kann. Sondern was nur derjenige, in seiner subjektiven Wahrnehmung selbst entscheiden kann. Nämlich … Mache ich das, weil ich mir darüber Gedanken gemacht habe?
  • Mhm.
  • Mache ich das, weil ich mich vielleicht sogar abgrenze von anderen? Weil die … ähm … nicht auf die Idee gekommen sind. Das ist einfach [Sperren: genial]. Zum Beispiel sich auf den Moskauer … Moskauer Platz stellen und nackt auszuziehen. Oder wie es andere machen halt: Ich stelle mich auf einen großen Platz und lass hundert andere Menschen nackt ausziehen. Und mache ein Foto davon, ja? Fixierung, Performance, Roter Platz, Moskau, 2013, Pjotr Pavlenski fixierung-k.jpg
  • [Pause.]
  • Unterschied zu Kindern: Idee
  • Äh … Also die Idee, die dahinter steckt, macht's dann wieder zu dem Begriff. Er sagt, es [Sperren: ist] Kunst. Er hat sich auch … Er glaubt auch, dass es selbst Kunst ist. Weil er das mit einer gewissen Nachhaltigkeit macht. Weil er sich Gedanken …
  • Mhm.
  • … darüber gemacht hat. Weil er glaubt, andere wären nicht auf diese Idee gekommen. Damit landet er erst einmal per se in diesen weiten Trichter. Ob er dann am [Sperren: Ende] immer noch als Kunst definiert wird … das ist dann … ist dann ein Prozess. Das ist ja ganz schwierig, was am Ende übrig bleibt.
  • Okay. Ganz ganz kurz noch.
  • Ganz ganz kurz. Schmähgedicht.
  • Kritik am Interview
  • Du redest die ganze Zeit!
  • Ja deswegen werde ja auch [Sperren: ich] interviewt!
  • [Ganz laut:] [Sperren: Ja aber ich will ja Zwischenfragen stellen!] Ansonsten vergesse ich das nämlich.
  • Schmähgedicht und Kunstfreiheit
  • Deswegen … Zum Beispiel auch dieses Schmähgedicht. Schmähgedicht, Jan Böhmermann (Schwärzungen von WELT), © DW schmaehgedicht-k.jpg
  • Äh … äh … Derjenige, der das geschrieben hat, hat … war der Meinung, … äh … er … äh … dieses Schmähgedicht, das was er gemacht hat, untersteht dem Kunstbegriff. Und der Kunstfreiheit. Ja?
  • Ja.
  • Ähm … Und … äh … Rechtsanwälte mussten sich … Und Richter mussten sich dann damit beschäftigen, ob er unten am Ende, wo der Trichter am Ende rauskommt, oder wo das Gesetz ansetzt vielmehr, ob es denn auch wirklich dem … äh … äh … Kunstbegriff im Sinne des Gesetzes unterstellt.
  • Mhm.
  • Äh. Und nur weil jemand ein Gedicht schreibt und da irgendwie … äh … frech jemand … ähm … vorwirft, mit Ziegen zu ficken … äh … äh … Das reicht für mich nicht aus! Also das ist ja …
  • Was ist dabei rausgekommen?
  • Ähm. Also …
  • Ich hab's nicht mitbekommen.
  • Ich … Ich hab's auch nicht bis zum Ende verfolgt. Aber zumindestens wurde er glaube ich freigesprochen. Ähm …
  • Aus einem anderen Grund. Weil …
  • Nein. Die Gerichte haben es unter der Kunstfreiheit …
  • Okay.
  • … der noch zulässigen Form … Also … Es war eine Gratwanderung. Aber sie haben es noch darunter …
  • Satire / Gratwanderung
  • Gut. Aber eine Gratwanderung ist ja schon einmal was, was die … Na, wie heißen die, die das machen? … Ähm … Na wie … Was ist der denn? Nen … ähm … Der die Leute auf die Schippe nimmt. Und so. Das ist doch eine Gratwanderung. Zwischen … Ach Mensch, wie heißen die denn? Weißt … Weißt du …
  • Satire?
  • [Sperren: Satire!]
  • Ja.
  • Das ist doch eine Gratwanderung. Also das ist doch klar. Da wird dann die große Frage gestellt: Ist es noch Kunst oder eben nicht. Aber das ist doch dann gut! Also … Ich meine, er wandert dann ja genau dort, wo solche Fragen eben aufkommen. Die jetzt bei dem Leinwand-Bild …
  • Ja.
  • … nicht aufkommen.
  • Genau. Und jetzt muss er sich abgrenzen. Der nächste stellt sich hin und schreibt auch ein freches Gedicht. An die Bundeskanzlerin.
  • Mhm.
  • Ja? Und ist jetzt …
  • Passiert bestimmt oft.
  • … der Meinung, … ähm … auch [Sperren: ich] falle jetzt unter diesen Kunstbegriff. Das [Sperren: muss] aber nicht so sein. Weil …
  • Schmähgedicht = Kunst, da Gedichtsform?
  • [Unterbricht:] Obwohl es in Gedichtform ist? Also sozusagen Handwerk ist?
  • Ja, aber ich glaube, in dem Moment hat auch mehr eine Rolle gespielt … Und zwar, dass er eine Person im … äh … im … in der öffentlichen Wahrnehmung ist. Er ist Moderator. Er ist im Fernsehen Fernsehen aktiv. Äh … Das ist was ganz anderes, als wenn's eben … äh … der … der Bauarbeiter zu Hause verfasst und an die Bundesregierung ein Gedicht schickt … äh … Wo er halt die Bundeskanzlerin beschimpft. Ja? Also das kann sehr wohl …
  • [Unterbricht:] Aber ein Gedicht ist es.
  • Nicht jeder, der denkt, Kunst zu machen, ist Künstler
  • Aber ein Gedicht. Aber da kann man sehr wohl dazu kommen, dass das eben einfach nur noch den Tatbestand der Beleidigung erfüllt. Äh … Aber nicht mehr unter dem Begriff der Kunstfreiheit fällt. Also diese … Diese … Diese Differenzierungen … Die sind so … so … so klein. Also so … Ja wie soll ich sagen? Ähm … Man muss halt gucken. Nicht … Nicht jeder, der von sich behauptet, Kunst zu machen, oder Künstler zu sein, fällt für mich in diesen Trichter rein.
  • Okay. Darf ich ganz ganz kurz da jetzt erst einmal fragen. Bevor ich zu meiner eigentlichen Frage komme.
aktueller Zustand Büste
aktueller Zustand Büste
verhüllt verhüllt Werkstatt Holzwerkstatt aktueller Zustand zu ungenau, deshalb im bis nächsten Treff an Holzteilen genaue Formen anzeichnen danach in Holzwerkstatt neu zusägen, zur Not etwas kleiner umsetzen gebogene Platte, bei Alberti herstellen, für großes Selbstporträt Selstbildnis , nach innen gekehrt Herme Herme für Herme mögliches Material in Holzwerkstatt gefunden mit Gehrung Herme Werkstatt Plastisches Gestalten Abstände zwischen Augen, Ohren, Nase, Mund, Kinn, Stirn etc. mit Metallstab neu gemessen und Büste Büste korrigiert Ohren abgesägt, neu positioniert aktueller Zustand Büste buesteaktuell4-k.jpg Hinterkopf eventuell zu schmal, Dozent Dozent am Mittwoch fragen Ohren kommende Woche neu anfertigen, Rücken, Brust ebenfalls (mit Reinhart besprochen): Nasenflügel, Kinn etwas mehr runden, Augen (noch zu zeichnerisch) Das Werk HGB Rundgang HGB Rundgang 2015 da meine Arbeit in Petersburger Hängung Petersburger Hängung zum Rundgang 2015 unterging: "Das war der übliche Galopp der ersten Stunde, alle suchten sich, rannten, um sich zu sehen, brachen in endlose Beschuldigungen aus, in lautes Toben: es hing zu hoch, das Licht fiel schlecht die Nachbarschaft tötete die Wirkung, man werde sein Bild abhängen und wieder mitnehmen." meine Reaktion auf Bewunderung der Geradenbilder 2015, endete 2016 in der Verhüllung: "Der Haß, den er gegen dieses erste Meisterwerk hegte, mit dem man sein ganzes mit Arbeit angefülltes Leben erdrückte, hatte ihn dazu getrieben, den symmetrisch entgegengesetzten Vorwurf zu wählen." Diplom Theorie "Er fand in diesem 'Frühstück' sein Bild 'Im Freien' wieder, aber um wie viel gemildert, gemogelt, verdorben, von einer oberflächlichen Eleganz, die mit unendlicher Geschicklichkeit für die Befriedigung der niedrigen Instinkte des Publikums zurechtgemacht war." "Hinter sich hörte er, wie eine heisere Stimme harte Silben zermalmte: das war ein Engländer in kariertem Jackett, der einer tief in einen Reisestaubmantel eingemummten gelben Frau das Gemetzel erklärte." "[…] um dann rasch wieder ihre Sätze zurückzunehmen, sobald sie die Signatur Künstlersignatur entziffert hatten, was schließlich bewirkte, daß sie vorsichtiger wurden, einen krummen Rücken machten, sich mit verstohlenem Blick des Namens vergewisserten, bevor sie sich äußerten." "'Er ist denn das Schein …?' Aber er richtete sich rasch wieder auf, ganz erschrocken, weil er den Namen eines seiner Freunde gelesen hatte […]. In der Hoffnung, daß man ihn nicht gehört habe, schrie er: 'Prächtig! - Eine Eins, nicht wahr, meine Herren?'" HGB Rundgang 2017 umsetzen im Flur nur Flügeltürrahmen mit Selbstporträt, geöffnet, aufhängen drumherum viele Schnüre an Wand mit Nägeln straff hängen Fotoabzüge mit Geraden mit Klammern befestigen, siehe Frage: Wie Schnüre straff spannen? mit Simon Website für sein Kunstprojekt weiter bearbeiten (Termin abgesagt)
verhüllt verhüllt Werkstatt Holzwerkstatt wenn Holzbalken zwei Seiten gerade fräsen, dann immer vorne leicht andrücken, da dort Ebene etwas höher eingestellt ansonsten fräse Fräse ich schief und Holzbalken wird immer dünner (wie letztens) bei dicken Brettern: Schiebeobjekt mit kleinem Nagel zur Befestigung am Holz Lehre von Alberti bereits angefertigt breite Holzleisten damit schräg gefräst nicht ganz genau, etwa 1,5 mm länger dadurch eine Länge nicht 5 mm sondern 7 mm bei kurzen Holzleisten beachten auf Holzleiste angezeichnet fertige Leisten umsetzen für Flügeltürrahmen nach passenden Schattenfugenrahmen recherchiert zwei Leinwände für Seitenteile 20 x 50 cm bestellt am Dienstag zusammen mit Leinwand 40 x 50 cm und zwei Schattenfugenrahmen abholen einen Schattenfugenrahmen bei Alberti teilen Befestigungsmaterial für Leinwände besorgen Motiv / Malerei oder Collage Collage oder … noch offen Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor bei Kati wegen Plottertagen nachgefragt nächsten Freitag zwischen 9:00 und 15:00 Schlüssel abholen Arbeitstage: 10.12. mit kleineren Test Tuschestift 16.12 und 17.12. sowie 27.12. und 31.12. umsetzen Porträt umsetzen, mit Tuschstift und normal HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 für Rundgang-Klassenausstellung Motiv überlegen
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten Herme / Büste Büste weiter bearbeitet Friedrich Fröhlich, sechs Stunden durchgearbeitet aktueller Zustand nächsten Montag: mit Bachmann zu Holzfachmarkt fahren für Büste mehrere 60-cm-lange Holzbalken kaufen ansonsten in Nähe Dresden weiterer Holzmarkt übernächsten Montag: Negativ mit Bachmann herstellen, danach scannen Geradenbild Geradenbild Gedanken zu Selbstporträt Selstbildnis (WV 1-9) von Janine Schneider, E-Mail vom 26.11. "ich bin der ort des zusammentreffens, bin nichts als begegnungsstätte für durchlaufgedanken, die sich verselbstständigt haben, seit sie von menschen ausgesandt wurden. wer mir beachtung schenkt, definiert mich, und damit erscheint mein auge in höherer frequenz als mein rocksaum zum beispiel. die ankunft und das verlassen gehören zu mir, sei es als empfänger oder als sender, und damit basiert meine person nicht mehr auf körperkonturen, sondern löst diese auf. von pfeilen durchsetzt wie sebastian bin ich, und linien machen, dass ich mich teile in kleinste felder, die es in dieser zusammensetzung kein zweites mal gibt. scan."
Computerunterstützte Grafik, Strichätzung, Handdruck, 1984 / 1985, Horst Bartnig
Computerunterstützte Grafik, Strichätzung, Handdruck, 1984 / 1985, Horst Bartnig
Ich, 1974, Litographie, Raimer Jochims
Ich, 1974, Litographie, Raimer Jochims
Klasse Bildende Kunst HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Diskussion Kiosk in Klassenraum Bezug zu Griechenland Griechen -Exkursion Dieter Roth Dieter Roth Bar, siehe Eintrag vom 22.3.2015 Mark: "Und was willst du uns damit jetzt sagen?" Diskussion über Harz 4 bei Künstlern 100-Euro-Ausstellung mehrere Kunstwerke je Student Kommilitone in Klassenraum aufhängen Preis je Bild 100 EUR eventuell nach Verkauf Fläche neu füllen umsetzen neue Geradenbilder dafür plotten, in einfachen Rahmen Kati nicht angetroffen, später wegen Plotter Plotter -Test anfragen Diplom Theorie Aussage, 5 % der Gesellschaft kommt mit Kunst in Berührung obwohl Museen für Gesellschaft offen sind und Kunst Ausdruck der Menschen ist Mark Terkessidis [Darstellungsfehler nach dem 13.12. beseitigt, notiert am 10.1.2017] bisher nichts dazu gefunden umsetzen zwei Schattenfugenrahmen und einen großen Papierblock kaufen umsetzen Plakatwand umsetzen, siehe Jacques Villegle Jacques Villegle , Rue Jacob, 5.12.1961 mit eigenen Motiven, immer wieder überkleben Kritzeleien, Skizzen, mit unterschiedlichen Stiften nachträglich teilweise aufreißen Ausstellung The Present Order GfzK Sammlung der Galerie Geradenbild Geradenbild Computerunterstützte Grafik, Strichätzung, Handdruck, 1984 / 1985, Horst Bartnig Horst Bartnig bartnig1-k.jpg erinnert an Konstellationen, 256 Möglichkeiten Ich, 1974, Litographie, Raimer Jochims Raimer Jochims jochims1-k.jpg Auflage, Titel, Signatur Künstlersignatur
Collagenstück auf Leinwand befestigt
Collagenstück auf Leinwand befestigt
Geradenbild Geradenbild Collagen vom 10.4. und 30.4. zerstört nahmen, da unfertig, nur Platz weg Collagenstück auf Leinwand befestigt geradencollagegerahmt-k.jpg Kopf ausgeschnitten, auf Keilrahmen geklebt später eventuell in Leerrahmen hängen und lackieren andere große Plotterzeichnungen ebenfalls vernichten Was mache ich eigentlich mit den fertigen Arbeiten? Die werden unterm Tisch gestapelt und höchstwahrscheinlich nie wieder hervorgeholt. Friedrich Fröhlich, faul faul oder träge Standpunkt Seit einigen Tagen entsteht nichts mehr. Der Raum ist aufgeräumt, alles Material verstaut. Nach Tagen des Nichtstuns gestern zwei Tuschestifte gekauft, lustlos herumgezeichnet. Den Stil eines anderen Künstlers kopiert, daran gescheitert. Ich sehne mich nach den Tagen zurück, wo ich fast täglich kindlich zeichnete, Geradenbilder schuf und über die Zukunft der Kunst nachdachte. Ich denke an die Sprachnotizen, die teilweise nachts entstanden, weil ich nicht mehr einschlafen konnte. Es waren Dinge unausgesprochen, mussten noch bearbeitet werden. Heute liege ich faul im Bett. Schaffe es mit viel Mühe zwei[!] Stifte zu kaufen und hege dabei die Hoffnung, dass mich die Lust wieder packen wird. Alkoholkonsum alleine wird leider nichts bringen. Es muss ein Funke da sein. Ohne ihn entsteht nichts. Wo ist er? Wenn ich darüber nachdenke, fehlt es mir zur Zeit wieder einmal an einem Ziel. Da, wo ich noch nicht bin, da wo ich hin will. Das, wo ich zumindestens in diesem Augenblick fest daran glaube, unsagbar wichtig ist. Ich erinnere mich noch gut an die Konstellationsbilder. Vier Geraden, auf einer Fläche verteilt, alle Kombinationen berechnet. Ich fühlte mich so, wie ich denke, dass es Malewitsch Kasimir Malewitsch mit dem Schwarzen Quadrat ergangen sein muss. Ich fühlte mich so nah am Anfang der Kunst! An dem Punkt, wo aus Radikalem etwas Neues entstehen kann. Muss! Davon spüre ich leider nichts mehr. Denn es gibt in Realität diese Momente des Neuen nicht. Sie existieren lediglich im eigenen Gehirn Gehirn . Endorphine werden ausgeschüttet. Sie bewegen mich zum Fortführen. Erinnert mich gerade an meine Zeit in Berlin. Wo in meiner kleinen Wohnung Dinge entstanden, nie ausgestellt wurden und ich deshalb annehmen durfte, dass sie Großes sind. Sobald sie ausgestellt werden, sind sie wieder sterblich-menschlich. Und sobald ich tausende andere Arbeiten anderer Künstler sehe, werde auch ich wieder in die Realität zurückgeholt. Jeder schafft sich sein Thema selber. Es gibt kein Ding, was unbedingt bearbeitet werden muss. Leider scheint aber genau das der Motor für mich zu sein. Auch wenn es viele nicht sehen, für mich sind die Geradenbilder, die kindlichen Zeichnungen sowie die verhüllten Arbeiten ein und das selbe. Sie sind der Versuch zum Anfang zurückzukehren, damit etwas Neues, bisher nicht gesehenes, entstehe. Nur wenn ich nicht mehr daran glaube, entsteht auch nichts mehr.
Klangwände, Peter Vogel, 1988
Klangwände, Peter Vogel, 1988
Handphone Table, Laurie Anderson
Handphone Table, Laurie Anderson
Fuge in Rot, Paul Klee
Fuge in Rot, Paul Klee
Kurs Bildmusik Klangwände, Peter Vogel, 1988 petervogel-k.jpg Negativabdruck Schallplatte, Dave Allen soll alles abbilden, was nicht auf Tonträger ist Handphone Table, Laurie Anderson laurieanderson-k.jpg Klangkörper: über Knochen der Besucher in Ohr übertragen Floppy-Laufwerke verbunden, Fuge von Bach, Künstler unbekannt Klangsteine: installative Klangkörper Ist Klangkunst Kunst um der Kunst willen L’art pour l’art ? Klangkünstler ordnen ungerne eigene Arbeit in Theorie sehr heterogen (Handy klingelt, Daniels Dieter Daniels : "Klangkunst?") Anfänge mit u. a. Klee Paul Klee "Fuge in Rot" Fuge in Rot, Paul Klee fugeinrot-k.jpg (nicht lesbar) Luigi Russolo Instomarumori, 1913 (nicht lesbar, in Notizen bereits enthalten) Sirenenkonzert, 1922, Arseny Avraamov Vermischung der Künste findet statt aus Musik: Erik Satie Erik Satie Musiker befinden sich in Raumecken (Satie-Kommentar später dazu durchlesen) Rezipient wird Interpret in den 1960er bei Paik Nam June Paik Paik Konzert "20 Rooms" Paik spielt mit Rezipienten, der durch Räume streift Raumkomposition: Musik bewegt sich, Zuhörer bleibt starr Paik wollte es umdrehen: Klänge bekamen statischen Aufenthalt, Publikum bewegt sich "The Torris his dreams and j… " (nicht lesbar), La Monte Young Sinus-Wellen bewegen sich durch Raum durch Wellenberge, Differenzen, … Zuhörer durchs Wandern mit eigener Klangwahrnehmung Water Walk, John Cage John Cage Steve Reich, Pendulum Music, 1968 Mikros als Pendel durch Rückkopplung entstehen Klänge Klang-Installationen (nicht gut lesbar, übersprungen; muss zur Tonwerkstatt) Ziele? Motivation allgemein? Sinn? Geht es nur um Wahrnehmung? Akustisches Sehen? "Drive-In Music", 1967 Christ … (nicht lesbar), "Electrical Walks" Andreas Schröder: Espylakopa (interessant, aber unkonzentriert) (aus Handout) über Klangkunst Unschärfe des Begriffs, nach Helga de la Motte-Haber kein linear fortschreitendes Genre, sondern wucherndes Geflecht unzählige Überschneidungen erschweren Definition Elektroakustische Musik, Neue Musik Neue Musik , Vokale Performancekunst, Klangskulptur, Klanginstallation etc. Überwindung der Paragone der Künste und Kunstsynthese Fundamente (nach de la Motte-Haber): Ganzheitlichkeit der Wahrnehmung, Neues Raum-Zeit-Verständnis, Akustischer Anteil, von Datenträgern abgespielt als auch live zur Entstehungsgeschichte Wegbereiter Oper als Gesamtkunstwerk Gesamtkunstwerk im Sinne von Richard Wagner Richard Wagner Anspruch der Aufhebung der Trennung der Künste in eine umfassende Einheit intonarumori von Luigi Russolo als Vorform der Klangplastik dadurch Aufwertung Geräusche als musikalisches Gestaltungselement Überwindung reinen Klanges und Hinzunahme der unendlichen Vielfalt der Geräusche Erik Satie, Musique d‘Ameublement (Anfang des 20. Jahrhunderts) Saties Vexations (1893) & John Cage‘s Adaption (1963) mit einer Dauer von 18:40 h John Cage 1963: Unterscheidung zwischen Raum- und Zeitkünsten ist eine Übersimplifizierung Entdeckung von Stille, Geräusch Dada Dadaismus mit Happening Happening und Environments (Pause) Vortrag Anne Zeitz über Aufmerksamkeit, auditive Zerstreuung der Großstadt (siehe Walter Benjamin Walter Benjamin ) durch ständige Informationsströme: Schock auf Klang bezogen (nicht mehr Re…) (nicht lesbar): Adorno Theodor W. Adorno Regression: zerstreutes Hören, kindliches Hören Aufmerksamkeit und Zerstreuung erst im Industriezeitalter aufgekommen, davor nicht relevant Krise der Aufmerksamkeit seit 19. Jahrhundert durch Gegenform der Aufmerksamkeit: dagegen auflehnen Aufmerksamkeit wird zur Ressource, wichtiger als Konsumgüter Fluß im Internet fordert ständige Aufmerksamkeit auch unbewusste Aufmerksamkeit Aufmerksamkeit = Dienstleistung, wichtige Veränderung des 20. Jahrhunderts Aufmerksamkeit wird zur seltenen Ware ihre Frage: Wie kann man in zerstreuter Welt auch etwas Kreatives entwickeln? Bruce Naumann Texte, "Please pay attention please" "Max-Fled", 1966 [?] elektronischer Apparat, akustischer Rückkopplungsprozess sollte zu Hause erfahrbar werden Cave … (nicht lesbar) Höhe, um 3150 v. Chr. mit Wellen als Teil von Ritualen (abgebrochen) Standpunkt Geradenbild Geradenbild verhüllt verhüllt Der Vorteil des Flügeltürrahmens besteht auch darin, dass ein Betrachter zuerst vor das Bild treten muss, ehe er es erblickt. Er kann sich also nicht - sich von weitem nähernd - langsam auf das Bild einlassen, sondern wird von ihm, sobald er die Türen öffnet, überrannt. Dieser Moment Moment sollte noch hervorgehoben werden. Das Bild sollte sich also nicht auf selber Ebene wie die Holzfläche befinden, sondern weit davor befestigt werden. Vielleicht sogar über die Rahmung hinweg. Das würden die Flügel erlauben, die ja auch einen inneren Freiraum erzeugen. Neben Geradenbildern kann ich mir - wie von Mark bei einem Klassentreffen im letzten Semester angemerkt - nun auch fotografische Selbstporträts Selstbildnis vorstellen. Ganz einfach mit einer Digitalkamera gemacht, danach im Drogeriemarkt auf 20 x 30 cm oder A4-Format ausgedruckt und in den Flügeltürrahmen gehangen. Nun warte ich ungeduldig auf den Termin bei Alberti, wo ich erste Entwürfe umsetzen kann.
Entwurf für Selbstporträt, A4-A3, für Flügeltürrahmen, 30
Entwurf für Selbstporträt, A4-A3, für Flügeltürrahmen, 30
letzte Bildvorlage für Geradenbild
letzte Bildvorlage für Geradenbild
Prosa zu kindlicher Zeichnung vom 30.8.2016 , Janine Schneider
Prosa zu kindlicher Zeichnung vom 30.8.2016 , Janine Schneider
Geradenbild Geradenbild um kontrollierter Ergebnisse zu erzielen, Schritt für Schritt dokumentiert Versuch durch Rauschentfernung flächiger zu werden fehlgeschlagen zukünftig am Anfang mit kurzen Geraden arbeiten, um Details besser ausarbeiten zu können ohne Bearbeitung, nur Andeutungen erkennbar Rauschen reduziert Linienlänge verkürzt Kontrast erhöht Ränder entfernt, Kontrast weiter erhöht, Haare entfernt Bereiche weiter bearbeitet weiter bearbeitet, Pupillen zum Betrachter hin verschoben allgemein Kontrast erhöht weiter bearbeitet, Haare entfernt Linienlänge, Dicke, Häufigkeit verändert 260 statt 220 Grad Menge Linien erhöht für weniger weiße Bereiche Schulter-Brustbereich bearbeitet, Ränder entfernt, Porträt zentriert Entwurf für Selbstporträt Selstbildnis , A4-A3, für Flügeltürrahmen, 30 blatt15_fertig-m.jpg Hals weiter bearbeitet, Kinn letzte Bildvorlage für Geradenbild blatt15-k.jpg Haare weiter bearbeitet, allgemein Gesamtzeit ca. 80 Minuten Kinderzeichnung Kinderzeichnung Prosa zu kindlicher Zeichnung vom 30.8.2016 , Janine Schneider janine_schneider-m.jpg erhalten am 14.10. Psychiatrie und Kunst Antwort Mark auf Frage, warum er Bilder psychisch Kranker sammelt: "sammeln kann man das nicht nennen. ich habe vor ca. 15 jahren in gugging - dort gab es im 'haus der künstler' auch eine verkaufsgalerie - einige arbeiten von damaligen und ehemaligen insassen gekauft (u. a. von tschirtner, garber, reisenbauer, hauser, walla), weil mir das projekt und die arbeiten einfach gut gefallen haben." Diplom Modulprüfung Hauptstudium noch im 9. Semester machen, 10. Semester für Theoriearbeit und 11. Semester für Arbeit
(Notizen von heute und gestern) Kunstkritik Der Künstler und seine Zeit "Der Künstler und seine Zeit", Albert Camus Albert Camus , 1958 selbst Schweigen hat gefährlichen Sinn Stimmenthaltung selbst als Entscheidung angesehen, wird bestraft oder gelobt für Künstler keine freiwillige Verpflichtung mehr Märtyrer Jesus : nähren sich von Tröstungen der Ewigkeit Löwen: nähren sich von blutigem historischen Fleisch Künstler nur Zuschauer sang zum Vergnügen, für sich selber oder um zum Beispiel Märtyrer zu ermutigen Kunst verliert durch Verpflichtung an Beteiligung Unbeschwertheit und "jene göttliche Freiheit, die Mozarts Musik atmet" heute schaffen = gefährlich schaffen jede Veröffentlichung eine Tat Frage: Wie kann man inmitten der Schergen so vieler Ideologien die Freiheit der Schöpfung erhalten? Kunst wird nicht einfach nur von Staatsgewalten bedroht Kampf findet im Inneren des Künstlers statt Kunsthass (in der Gesellschaft) wird von Künstlern selber genährt Zweifel Zweifel Zweifel der Künstler früherer Zeiten betrafen eigenes Talent Zweifel heutiger Künstler betreffen Notwendigkeit ihrer Kunst, also Existenz an sich viele Gründe für Infragestellung der Kunst durch Künstler selber zeitgenössische zeitgenössisch Künstler könnten Eindruck haben, zu lügen oder ins Blaue hinein zu sprechen (wenn Geschichte nicht berücksichtigt wird) heutige Zeit (also bei Veröffentlichung Camus Prosa) durch Einbruch der Massen gekennzeichnet Masse an erbärmlichen Lebensbedingungen fließt in Bewusstsein der Gesellschaft ein man weiß um Probleme, kann sie nicht mehr leugnen insgesamt: "freie Schaffen wird entmutigt, indem es in seinem Kern angegriffen wird, nämlich im Glauben des Schöpfers an sich selber" oft schämt sich Künstler seiner selbst und seinen Vorrechten Frage, die Künstler sich selber stellen: "Ist Kunst ein verlogener Luxus?" Kunst muss Luxus sein, wenn sie sich harten Realität verschließt allerdings wird sie zum belanglosen Zeitvertreib, wenn sie sich Forderungen der Gesellschaft anpasst wenn Künstler Gesellschaft ablehnt und sich abkapselt: drückt Kunst Ablehnung aus aus Ablehnung wird Spaß oder Formtüftelei Camus geht auf Zeichen (statt Gold findet Handel mit Zahlen statt) als der Gesellschaft grundlegende Eigenschaft ein diese Gesellschaft hat eine Moral starrer Grundsätze zu ihrer Religion gewählt Gesellschaft verlangte von Kunst eine Übung ohne großer Bedeutung, eine Zerstreuung Gesellschaft begnügte sich mit nichtssagender Kunst Oscar Wilde Oscar Wilde : ihr größtes Laster sei die Oberflächlichkeit Kunstfabrikanten (Camus Wort für Künstler) haben sich mit Verantwortungslosigkeit abgefunden L’art pour l’art L’art pour l’art : Forderung nach Verantwortungslosigkeit als Zeitvertreib "eines einsamen Künstlers" Weiterentwicklung ist Salonkunst oder rein formale Kunst schließlich siedelt sich Kunst außerhalb Gesellschaft an schneidet sich von Gesellschaft ab je mehr sich Kunst spezialisiert, desto mehr wird es nötig, sie wieder volkstümlicher zu machen Beispiel: Millionen Menschen haben Gefühl große Künstler unserer Zeit zu kennen, weil sie in Zeitung darüber gelesen haben verhüllt verhüllt "Die größte Berühmtheit besteht heute darin, Bewunderung oder Abscheu zu erregen, ohne gelesen worden zu sein" berühmte Künstler sollten wissen, dass nicht sie berühmt sind nur ein anderer unter ihren Namen, der "ihm schließlich entgleitet und vielleicht eines Tages den wahren Künstler in ihm umbringen wird" Literatur der Auflehnung aus Französischer Revolution entstanden stellte offizielle Werte in Frage aber: aufrechterhaltende und verknöcherte Ablehnung ist hohl geworden erstarrt in Vorurteil: Künstler nur groß, wenn er sich im Gegensatz zu Gesellschaft seiner Zeit befände deshalb viele Künstler schlechtes Gewissen, weil "sie es nicht sind, und verlangen, gleichzeitig beklatscht und ausgepfiffen zu werden" zeitgenössische Künstler lehnt alles ab selbst Tradition seiner Kunst bis er denkt seine eigenen Regeln schaffen zu können, hält sich schließlich für Gott Gott wird so - fern der Gesellschaft - aber nur abstrakte oder formale Werke hervorbringen können Bibliothek Diplom Theorie in Bibliothek zwei Diplomarbeiten durchgesehen 1 Benjamin Kunath über Zickzack Phantom A Titelseite (Titel, Autor, Zeichnung) B erste Seite mit "Diplomarbeit / Titel" "Vorgelegt von Name" "Betreuer: Name", "Klassenleiter: Name" "Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig" Datum C Inhaltsverzeichnis mit Einleitung Formale Beschreibung Erste Auswertung (über Funde) Persönlicher Bezug Vergleich mit Graffiti Graffiti -Tags (anderes Phänomen) Analyse Zeichen in zeitlichem Verlauf / Ort Hypothesen Auswertung Zeichnungen Technik (Stifte) Verknüpfung zu Zeichen und Schrift Künstler, die damit arbeiten (hier Hanne Darboven) Resümee Literaturverzeichnis (hier sehr kurz, da viel eigene Gedanken) Abbildungen (sehr viele, da Grundlage für Text) D zusammenfassend: sympathisch, da eher eigene Recherche und Meinung gezeigt, als Kunstbücher zitiert Arbeit dürfte sich ohne große Mühe selbst erstellen leicht zu lesen, da ohne wissenschaftlicher Begriffe, einfache Sätze 2 Eva Beatrice Förster über Mutter-Kind-Performances A Einleitung mit persönlichem Bezug zum Thema B Theoretischer Teil Künstler-Beispiele mit Arbeiten und Zitaten C Praktischer Teil eigene Arbeit vorgestellt 3 für mich Frage: Was will/kann ich? [+] eigene Arbeit mit einbeziehen auch Nicht-Kunst vorstellen / Alltag (wie Geraden in der Natur, verhüllte Gegenstände) Hypothesen / Theorien aufstellen meine Meinung / Gedankengänge aufschreiben eigene Tagebucheinträge / Standpunkte zitieren (zum Thema Zweifel, verhüllt, Kinderzeichnungen Kinderzeichnung , Geradenbilder möglich) kurzer Exkurs zu anderen Künstlern / Arbeiten / Zitate (nur nebenbei einpflegen) philosophischer Ansatz (wenn dann aber oberflächlich und immer nur in Bezug auf eigene Arbeiten, Erfahrungen, Nicht-Kunst) Text einfach schreiben, nicht verwissenschaftlichen Arbeit müsste größtenteils einfach entstehen, ohne Zwang Zwang , mit richtigem Interesse (Motivation) [-] nur über fremde Arbeiten reden viele wissenschaftliche Bücher durchlesen und zitieren (wäre ja nur Wiederholen von bereits vorhandenem Gedankengut / Wissen) Philosophie und Kunsttheorie im Vordergrund 4 Vorstellung weiteres Vorgehen 9. Semester (10.2016-2.2017): Mark fragen, ob am Ende schon Modulprüfung ablegen, dann so weit alles fertig Vorbereitung Theoriearbeit 10. Semester (2.2017-10.2017): Theoriearbeit schreiben 11. Semester (10.2017-2.2018): Diplom im Februar 2018 Standpunkt Ich verliere nichts, wenn ich noch ein Semester hinten dranhänge. Der Titel Diplom-Künstler Diplom-Künstler wird mir nach dem Studium so oder so nicht weiterhelfen. Er ist lediglich witzig und ich möchte ihn auf Visitenkarten Visitenkarte schreiben. Würde ich schon im 10. Semester mein Diplom machen, hätte ich nichts gewonnen. Ich würde ja weiterhin Aufträge bearbeiten wie bisher und hätte weiterhin viel freie Zeit. So wie es bei Mark rüberkam, sieht er kein Problem darin, was mein Diplom anbelangt. Ich zweifel zwar immer, ob ich überhaupt etwas Gutes zeigen kann, er anscheinend nicht. Schaffen werde ich es also so oder so. Wichtig ist lediglich, dass ich auch noch im 11. Semester, also kurz vorm Diplom, noch künstlerisch arbeite und innerlich nicht die Kunst schon aufgegeben habe. Der Drang etwas zu Schaffen muss weiterhin da sein. In den letzten fünf Jahren sind mir aber immer wieder Dinge eingefallen, ich glaube nicht, dass es mit der Kunst plötzlich vorbei sein wird. Und selbst wenn: Ich bräuchte keinen Abschluss. Alleine die Zeit an der Hochschule hat mich weitergebracht. Das 9., 10. und 11. Semester nutze ich nun vermehrt für Werkstattkurse. Stelle Flügeltürrahmen bei Alberti her und schaffe Friedrich-Büsten. Lerne etwas über Abgusstechniken, über Materialien allgemein. All das müsste ich ohne Studium teuer bezahlen. Auch kann ich die Zeit über noch den Plotter Plotter für kleinere Geradenbilder nutzen. Im Endeffekt gibt es dann nur noch einen festen Termin alle zwei Wochen: Die Klassentreffen. Alle anderen Kurse und Werkstatttermine kann ich so belegen, wie es mir nützt. Geldlich wird es bei elf oder zwölf Semestern auch kein Problem geben. am Dienstag ausleihen: D1853 ("Der zweifältige Sinn: Über die Ambivalenz des Zweifelns"), D1507 ("Nichts los") haben wohl einen eher theoretischen Ansatz, deshalb durchgehen danach entscheiden, welche Richtung ich einschlagen möchte
verhüllt verhüllt Werkstatt Holzwerkstatt bei Alberti Flügeltürrahmen für A4 ab 3.11. herstellen unterschiedliche Profile testen, Originalgröße Rahmenleiste Seitenansicht zeichnen entweder aus einer Holzleiste und sehr genau arbeiten, oder mehrere Leisten leimen Geradenbild Geradenbild Studienpreis Studienpreis 2016 Ausschreibung aktuelle Version "Die Zeichnung, welche aus vielen Linien besteht, die sich erst beim Wegtreten zu einem Porträt vereinen, befindet sich in einem Flügeltürrahmen. Dieser ist je nach meinem persönlichen Befinden geschlossen oder geöffnet. Der Betrachter kann also vor einem den Blicken entziehenden Holzkasten oder vor dem alles offenbarenden Linienbild stehen. In beiden Fällen ist es ein Selbstporträt Selstbildnis ." "Die Linien stehen für alles, was eine Person zum Individuum werden lässt. Sie sind Gedanken, Gefühle und Handlungen. Nur im Zusammenspiel werden sie zu einem erkennbaren Motiv - hier meinem Selbstporträt." "Wird der persönliche Schutzraum - der Flügeltürrahmen - geöffnet, blicke ich den Betrachter über die Schulter hinweg direkt in die Augen. Als wäre ich ertappt worden - oder anders herum - als würde ich den Voyeuristen ertappen." als Vorlage Studienpreis 2015 genommen ausgedruckt, Abbildungen von geschlossenen und geöffneten Flügeltürrahmen und von Geradenbild beigefügt spätestens am 1.11. abgeben
Selbst mit Pinsel, Öl auf Hartfaser, 125 x 80 cm, 1981, Willi Sitte
Selbst mit Pinsel, Öl auf Hartfaser, 125 x 80 cm, 1981, Willi Sitte
Strandspielereien, Gouache, Bleistift, 1949, Willi Sitte
Strandspielereien, Gouache, Bleistift, 1949, Willi Sitte
Menschen und Natur 2 (rot), Stickerei, 117 x 140 cm, Wang Lang
Menschen und Natur 2 (rot), Stickerei, 117 x 140 cm, Wang Lang
Ausstellung Willi Sitte Willi Sitte Retrospektive, Willi-Sitte-Galerie, Merseburg Selbst mit Pinsel, Öl auf Hartfaser, 125 x 80 cm, 1981, Willi Sitte willisitte1-k.jpg Warum doppeltes Gesicht mit Betrachter anblickenden Augen und leicht geöffnetem Mund? Linker Schatten als Gegenseite? "Laufende Frau im Regen", Öl auf Karton, 61 x 54 cm, 1971, Strandspielereien, Gouache, Bleistift, 1949, Willi Sitte willisitte3-k.jpg Kontrast zu Arbeiten, die ihn bekannt gemacht haben, interessant anscheinend auch einige Stile / Techniken bearbeitet Ausstellung Wang Lan Willi-Sitte-Galerie Wang Lan (chinesische Künstlerin) "Menschen und Natur 1 (braun), Stickerei, 130 x 150 cm "Katze Ramses & Goldfisch", Chinesische Tuschmalerei, 52,5 x 42,5 cm Menschen und Natur 2 (rot), Stickerei, 117 x 140 cm, Wang Lang wanglang5-k.jpg "Feldbestellung", Stickerei, 131 x 60 cm "Gemütlicher Maitag mit Katze", Chinesische Tuschmalerei, 53 x 43 cm Standpunkt Was ich nicht bin: große Arbeiten, sauberes Papier, Objekte, Skulpturen, Malerei Was ich bin: Skizzen, Notizen, Skizzen mit Notizen und angeklebten Zetteln, Töne Ab Montag: Korkplatte kaufen und Collagen mit Skizzen und Notizen machen Geradenbilder ausgedruckt, festkleben diese Arbeiten in Flügeltürrahmen alle große unfertigen Arbeiten zerstückeln (für Collagen) unnötige Bildträger / Leinwäde wegschmeißen Staffelei zurückgeben
Kleine Kopfsäule, Stephan Balkenhol
Kleine Kopfsäule, Stephan Balkenhol
Kleine Kopfsäule, Stephan Balkenhol
Kleine Kopfsäule, Stephan Balkenhol
Herme Herme Einzelgespräch Bachmann umsetzen Friedrich-Nietzsche Friedrich Nietzsche -Gedenkstätte, Röcken Vorgehen Herme: 1 Kopf inklusive Schulterbereich aus Ton in Werkstatt immer mittwochs ab 10:00 Gestell, Werkzeug, Spiegel Spiegelbild von erstem Versuch mitbringen zuvor Fotos von Kopf und Schulterbereich ausdrucken, Notizen zu Maße 2 Tonkopf scannen, danach in Holz fräsen (mit Ohme) Kopf eventuell vergrößert fräsen, Tonform auch für spätere Abgüsse verwendbar 3 Pfeiler entweder aus Holzstamm, wie Kopf selbes Material, Pfeiler-Teilungen allerdings sichtbar, sehr schwer oder aus Sperrholzplatten, Verbindungsbereich mit Gips füllen und glatt streichen, danach weißen Teilhöhe jeweils 2 m, insgesamt 4 m + Kopf Stephan Balkenhol Stephan Balkenhol Kleine Kopfsäule, Stephan Balkenhol balkenhol3-k.jpg Kleine Kopfsäule, Stephan Balkenhol balkenhol2-k.jpg Fingerprint, Stephan Balkenhol in Holz reingeritzter Fingerabdruck, für Geradenbilder in Holz E-Mail von Mark: "wie gestern beim klassentreffen besprochen, werden wir vermutlich auch den mittwoch (19.10) fuer die praesentationen der studierenden nutzen. ich kann dir also den 20.10 um 13.00 als termin anbieten."
Ballett der unausgeschlüpften Küken, Kostümentwurf, 1871, Viktor Hartmann
Ballett der unausgeschlüpften Küken, Kostümentwurf, 1871, Viktor Hartmann
Entwurf für Kiewer Stadttor mit Glockenturm und kleiner Kirche im Innern, 1869, Viktor Hartmann
Entwurf für Kiewer Stadttor mit Glockenturm und kleiner Kirche im Innern, 1869, Viktor Hartmann
runder Spiegel mit Holzverkleidung
runder Spiegel mit Holzverkleidung
Dekoration in Bäckerei mit einfachen Motiven, wirkt teilweise kindlich
Dekoration in Bäckerei mit einfachen Motiven, wirkt teilweise kindlich
Kurs Bildmusik (Vorbereitung) "Das Klassik-Beispiel für Malerei+Musik sind ja die 'Bilder einer Ausstellung' oder in neuerer Zeit 'Photoptosis' von Zimmermann, 'Die Zwitchermaschine' von Klebe oder diese Oper 'Am Anfang' von Anselm Kiefer/Jörg Widmann, etc." (E-Mail von Julian, von gestern) "Bilder einer Ausstellung", Modest Mussorgsky Modest Mussorgsky Viktor Hartmann (1834 - 1873, Architekt) schuf ab 1864 viele Aquarelle und Genreskizzen Wladimir Wassiljewitsch Stassow (1824 - 1906, russischer Kunstkritiker Mussorgsky lernte Hartmann durch Stassow kennen Stassow veranstaltete Ausstellung mit Hartmanns Arbeiten zum Gedenken ca. vierhundert Werke, u. a. Buchillustrationen, Reiseskizzen, Architektur- und Kostümentwürfe Ausstellung regte Mussorgsky an ein musikalisches Denkmal zu setzen Ballett der unausgeschlüpften Küken, Kostümentwurf, 1871, Viktor Hartmann viktorhartmann-k.jpg Kostümentwurf für 5. Satz ("Ballett der unausgeschlüpften Küken") Entwurf für Kiewer Stadttor mit Glockenturm und kleiner Kirche im Innern, 1869, Viktor Hartmann torkiew-k.jpg Entwurf Kiewer Stadttor für 10. Satz ("Das Heldentor") vollgriffig gestaltetes Thema: majestätische Größe des Tores zwischen Sätzen immer eine Promenade, leicht verändert Promenade als Überleitung zwischen den Stücken Promenade soll Mussorgsky selbst darstellen, wie er zwischen Ausstellungsstücken umherwandert und betrachtet nicht zu allen Sätzen Vorlagen gefunden "Bilder einer Ausstellung" 1874 vollendet Geradenbild Geradenbild probiert einfache Formen wie Raben händisch in Geraden umzuwandeln gerade Linien wirken händisch gezeichnet unnatürlich, eher mit leichtem Schwung umsetzen Geraden zu geordnet gezeichnet, ohne Spannung umsetzen Raben-Formen aus Pappe ausschneiden und mit Geraden füllen mit geschlossenen Augen Geraden setzen analysieren, warum maschinenerzeugte Geraden mit etwas Zufall Zufall besser wirken statt wahllos eher zeilenhaft bewusst unbewusst ausschauende Geraden ziehen umsetzen runder Spiegel Spiegelbild mit Holzverkleidung spiegelrundholz-k.jpg Alberti fragen, wie Holz rund krümmen für runden Bilderrahmen Spiegelfläche eventuell dick mit Glasfarben bestreichen, Betrachter scheint nur noch leicht durch Kinderzeichnung Kinderzeichnung Dekoration in Bäckerei mit einfachen Motiven, wirkt teilweise kindlich kz_unternehmen-k.jpg
IX-VII-MMXII, Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 200 x 350 cm, Katrin König
IX-VII-MMXII, Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 200 x 350 cm, Katrin König
o. T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 70 x 195 cm, Katrin König
o. T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 70 x 195 cm, Katrin König
o. T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 100 x 80 cm, Katrin König
o. T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 100 x 80 cm, Katrin König
Ausstellung Katrin König Katrin König "Tusculaneum", installative Druckgrafik, Galerie Sybille Nütt, Dresden IX-VII-MMXII, Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 200 x 350 cm, Katrin König tusculaneum-k.png o. T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 70 x 195 cm, Katrin König tusculaneum2-k.jpg o. T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 100 x 80 cm, Katrin König tusculaneum3-k.jpg Kunstmarkt Kunstmarkt Preisliste, teilweise zuzüglich Rahmenpreise Beispiel 50 x 60 cm (Einzelstück oder da Druck in Auflage?), 600 EUR zuzüglich 70 EUR Rahmen 80 x 100 cm 2.200 EUR zuzüglich 400 EUR Rahmung große Arbeiten (2 x 3,5 m) 12.000 EUR Geradenbild Geradenbild Kinderzeichnung Kinderzeichnung große Arbeiten am interessantesten, auch für Geradenbilder und Kinderzeichnungen mehrere Platten, da industriell und eingesetzte Presse mit diesem Format Begrenzung also von außen vorgegeben und gleichzeitig erweitert, sehr klares Konzept hinter transparenten Platten teilweise aber noch weißes Papier eingeschoben, wirkt wieder nicht konsequent nachträglich freie Bereiche weiß lackiert, ebenfalls nicht konsequent, auch wenn es dadurch ruhiger wirkt bei Plotter Plotter gibt es nur Seitenbreite als Begrenzung, bei Kinderzeichnungen DIN-Format wenn Motiv auf einer Platte keinen Platz benötigt, wird Platte weggelassen kleine rechteckige Befestigungsteile nicht schön Abstandsleiste zwischen einigen Arbeiten auf Folie und Rückwand erzeugt Schatten, lenkt eher von Arbeit ab (vielleicht bei Geradenbildern doch nicht einsetzen) Signatur Künstlersignatur dann nicht auf Arbeit sondern auf Rückkarton mehrere Platten auch wegen Herstellung in Eigenarbeit, für Transport und Lagerung gut geeignet durch Verformung der PVC-Folien wird Druckgraphik skulptural[?] Lichtreflexion auch interessant
Telefonat mit Evgenij Evgenij Gottfried über seine Projekteinreichung geredet, Text zusammen korrigiert Thema Grenze und Zwischenbereich Idee einer Bilder-Skulptur Bilder-Skulptur: jede Betrachtung der Skulptur erzeugt ein von Skulptur autonomes Bild Begriff Bilder-Skulptur hinterfragt obwohl für Bundesministerium des Innern konzipiert keine politische Arbeit (finde ich gut) sie gibt keine Meinung wieder, möchte Betrachter nicht in eine Richtung leiten Grenze nicht eindeutig absteckbar, je nach Betrachterposition und Sonnenstand anders Fragenkatalog danach Fragen wie "Warum stellst du aus?" Antwort verstehe ich: wenn Raum Teil der Arbeit ist (wie bei Skulpturen / Installationen, also seinen Arbeiten) Raum für solche Arbeiten zwingend notwendig, also ist Raum mit Besucherstrom genauso geeignet Warum aber ausstellen, wenn Arbeit = "Flachware" (wie Geradenbilder), die von sich aus nicht mit der Umgebung arbeitet sondern in sich geschlossen wirkt? verhüllt verhüllt Ausstellen von verhüllten Arbeiten eventuell zwingend notwendig Verhüllung hat nur Sinn, wenn Arbeit ausgestellt, aber nicht gesehen werden kann Was treibt Künstler an, auszustellen? statt Fragenkatalog Geschichten erzählen lassen, danach Tendenzen feststellen und sammeln am Anfang Fragen wie "Warum stellen Künstler aus?", "Warum macht jemand überhaupt Kunst?" etc. anderer Kunststudenten Kommilitone sammeln aus Fragensammlung Themenfelder erarbeiten, danach verallgemeinern, nicht werten, Kunststudenten fragen Sammlung sowie Formular öffentlich einsehbar mit Evgenij weitere Ideen dazu sammeln, hat Interesse daran umsetzen mit Friseurin über Dostojewski, Tolstoi "Meine Beichte" und Naive Kunst Naive Kunst geredet Friseurin nächstes Mal Abzüge Kinderzeichnungen Kinderzeichnung / Geradenbilder mitbringen, fragte danach bei 1 x Glas Wein Alkohol Selbstgespräch über Arbeit der letzten Monate, über Geradenbilder, verhüllte Arbeiten, Kinderzeichnungen und Kunst psychisch Kranker nachgedacht
Entwurf für Ganzkörperporträt
Entwurf für Ganzkörperporträt
Geradenbild Geradenbild Entwurf für Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt aufnahme_2016-07-08_10-26-16.png Sammlung an Entwürfen für mehrere Selbstporträts Selstbildnis anlegen Tonio Kröger Tonio Kröger Selbst Tonio im Selbstgespräch: "Noch einmal anfangen, aufwachsen gleich dir [Hans Hansen], rechtschaffen, fröhlich und schlicht, regelrecht, ordnungsgemäß und im Einverständnis mit Gott Gott und der Welt, geliebt werden von den Harmlosen und Glücklichen, […]" "[…] frei vom Fluch der Erkenntnis und der schöpferischen Qual leben, lieben und loben in seliger Gewöhnlichkeit! … Noch einmal anfangen? Aber es hülfe nichts. Es würde wieder so werden, […]" im Brief an Lisaweta: "[…] wie sehr Sie damit die Wahrheit trafen [wegen Betitelung verirrter Bürger], wie sehr mein Bürgertum und meine Liebe zum 'Leben' eins und dasselbe sind." "Was herauskam, war dies: Ein Bürger, der sich in die Kunst verirrte, ein Bohemien mit Heimweh nach der guten Kinderstube, ein Künstler mit schlechtem Gewissen." "Ich stehe zwischen zwei Welten, bin in keiner daheim und habe es infolgedessen ein wenig schwer. Ihr Künstler nennt mich einen Bürger, und die Bürger sind versucht, mich zu verhaften … ich weiß nicht, was von beidem mich bitterer kränkt." "Ihr Anbeter der Schönheit aber […] solltet bedenken, daß es ein Künstlertum gibt, so tief, so von Anbeginn und Schicksals wegen, daß keine Sehnsucht ihm süßer und empfindenswerter erscheint als die nach den Wonnen der Gewöhnlichkeit." "Ich bewundere die Stolzen und Kalten, die […] den Menschen 'verachten',- aber ich beneide sie nicht. Denn wenn irgend etwas imstande ist, aus eine Literaten einen Dichter zu machen, so ist es diese meine Bürgerliebe zum Menschlichen, Lebendigen und Gewöhnlichen." "Was ich getan habe, ist nichts, nicht viel, so gut wie nichts. Ich werde Besseres machen, Lisaweta,- dies ist ein Versprechen."
Renntierherde auf Wanderung
Renntierherde auf Wanderung
Norditalienische Steinfigur aus jüngerer Steinzeit
Norditalienische Steinfigur aus jüngerer Steinzeit
Beide Gesichter mit runden Knopfaugen und Knopfnasen, lediglich Mundwinkel zeigt Stimmung
Beide Gesichter mit runden Knopfaugen und Knopfnasen, lediglich Mundwinkel zeigt Stimmung
Dreieinigkeit, in linker Hand riesiger Reichsapfel, griechische Ikonenmalerei
Dreieinigkeit, in linker Hand riesiger Reichsapfel, griechische Ikonenmalerei
Kinderzeichnung Kinderzeichnung "Kunst und Umwelt. Eine Übersicht der europäischen Stilentwicklung", Rudolf Broby Johansen, 4. Auflage, 1964 Ding lebt länger als Mensch Form viel länger als Ding selber bildende Künstler als Augen der Menschheit Geist der jeweiligen Epoche im Kunstwerk und in Gebrauchsgegenständen Stil von "stilus", bedeutet ursprünglich Schreibgerät Stil: Handschrift einer Zeit Renntierherde auf Wanderung rentierherde-k.jpg in Adlerknochen eingeritzte Zeichnung, gefunden in Südfrankreich nur erste und letzte Tier deutlich gezeichnet Herde in Bewegung gesehen siehe Duchamp Marcel Duchamp "Akt Akt , eine Treppe herabsteigend", 1912, siehe 6.10.2014 und 3.6.2013 (unbewusst[?]) Festhalten von Zeit also nicht erst im 20. Jahrhundert so dargestellt mit Farbe Rot hat Kunst wahrscheinlich begonnen umsetzen Geraden mit roter Farbe malen Blut, Steinrot in Steinzeit nicht in Schubladen gedacht sollen Befriedigung beim Bilder herstellen, beim Betrachten und mit ihnen arbeiten empfunden haben zuerst: Kunst aus spielerischer Lust und Freude (wie bei Kindern) "Die Stimme der Unmündigen" ideoplastisch: nur Idee von Augen, Nase und Mund Schneemann: stofflich und plastisch dargestellte Idee eines Mannes Frontalgesetz: Gesetz laut Julius Lange (dänischer Kunsthistoriker) aller primitiven Kunst zu eigen Norditalienische Steinfigur aus jüngerer Steinzeit steinfigur-k.jpg stark stilisierte Gesichtszüge Zeichnungen von Kindern ebenfalls ideoplastisch Zeichnung soll dargestelltem Gegenstand nicht ähnlich sein Kind versucht es nicht einmal Kind zeichnet das, was es sich unter einem Mann vorstellt, die Idee eines Mannes Beide Gesichter mit runden Knopfaugen und Knopfnasen, lediglich Mundwinkel zeigt Stimmung kindergesicht-k.jpg Mann hat zwei Augen = zwei Augen werden gezeichnet Umbildung der bunten, verwickelten und mannigfaltigen Wirklichkeit in ein einfaches, leicht überschaubares System von geometrischen Formen laut Autor: früher glaubte man, Kreuze, Kreise, Striche oder Punkte stehen am Beginn des Kunstschaffens (wie ich mit den Geraden) heute wisse man, dass überall damit begonnen wurde, Dinge so abzubilden, wie sie ausschauen später ging man dazu über, sie zu stilisieren lebendige, unruhige Wirklichkeit wurde nachträglich in starre Ornamente umgeschafft Fotocollage Dreieinigkeit, in linker Hand riesiger Reichsapfel, griechische Griechen Ikonenmalerei Ikonenmalerei gottvater-k.jpg zu Fotocollage passend, eventuell mit mehreren Augen arbeiten? Standpunkt Bearbeite die Fotocollage nun doch nicht weiter. Liegt seid vorgestern auf dem Tisch. Zu den Geradencollagen fällt mir noch ein, dass sie vom Herstellungsprozess schon zu komplex wirken. Geraden werden ausgegeben, auf Papier gedruckt, Papier zerrissen und auf Fläche neu angeordnet. Da wirken die Fotocollagen irgendwie einfacher, nachvollziehbarer. Nur das Ergebnis erscheint mir dann doch zu wirr. Nachvollziehbar auch die Geradenbilder, nur leider bisher nur über den Plotter Plotter gute Ergebnisse erzielt.
5 von 6 Ausdrucken, Hintergrund bereits herausgerissen
5 von 6 Ausdrucken, Hintergrund bereits herausgerissen
Keilschrift-Inschrift am Tor der Völker, Persepolis, © Nickmard Khoey
Keilschrift-Inschrift am Tor der Völker, Persepolis, © Nickmard Khoey
Narziß und Goldmund Relevanz der Kunst was Kunst Goldmund gebracht und bedeutet hat: "Es war die Überwindung der Vergänglichkeit Vergänglichkeit . Ich sah, daß aus dem Narrenspiel und Totentanz Sterben des Menschenlebens etwas übrigblieb und überdauerte: die Kunstwerke. Auch sie vergehen ja wohl irgendeinmal […]. Aber immerhin überdauern sie manches Menschenleben und bilden jenseits des Augenblicks ein stilles Reich der Bilder und Heiligtümer. Daran mitzuarbeiten scheint mir gut und tröstlich, denn es ist beinahe ein Verewigen des Vergänglichen." Narziß: "Ich glaube, die Kunst besteht nicht bloß darin, daß durch Stein, Holz und Farben etwas Vorhandenes, aber Sterbliches dem Tod entrissen […] wird." Goldmund: "Das Urbild eines guten Kunstwerks ist nicht eine wirkliche, lebende Gestalt, obwohl sie der Anlaß dazu sein kann. Das Urbild ist nicht Fleisch und Blut, es ist geistig. Es ist ein Bild, das in der Seele des Künstlers seine Heimat hat." Urbilder (nicht wie Goethes Urpflanze): nirgends vorhanden als im schöpferischen Geist Kunstgestalt lange vor Verwirklichung als Bild in Seele des Künstlers vorhanden Urbild = Idee Fotocollage notiert 230 EUR für Toner (CMYK) 3.800 Seiten je Toner = 15.200 Seiten bei normalem Text = etwa 1.000 Seiten[?] Foto A4 ca. 30 x 20 cm => 100 x 70 cm 2 * 5 = 10 A4-Blätter * 10 (Collage Collage ) = 100 Blätter 10 x Fotodruck AV-Labor Format 100 x 70 cm Preis im AV-Labor für "normales" Papier anfragen danach entscheiden, wo drucken aber: ich kann schon so Toner (nur CMY) kaufen aktuelle fast leer, plane ja weiterhin auch einzelne Fotos zu drucken kleinere bzw. "sensible" (Akt Akt ) Collagen weiterhin mit eigenem Drucker machen FdK-Konto noch gut gefüllt Aufnahmen Kopf bis Rumpf, mit Hemd, zugeknöpft 5 von 6 Ausdrucken, Hintergrund bereits herausgerissen fotocollage1-k.jpg Hände aufgehalten, später Geraden frei ritzen sechs unterschiedliche Stellungen auf jeweils drei A4-Blätter gedruckt Endformat: A3, auf Spiegel Spiegelbild befestigt Schritt 1: Hintergrundfläche / Leuchten erzeugen, oberer Bereich dunkler Hintergrund, Übergang zu hell Schritt 2: Figur Schritt 3: Geraden morgen weiter bearbeiten Geradenbild Geradenbild Keilschrift Keilschrift Keilschrift-Inschrift am Tor der Völker, Persepolis, © Nickmard Khoey keilschrift-k.jpg von Sumerern aus Buchhaltungssystemen entwickelt Vorläufer Zählsteine mit Darstellung von Nutztieren und Waren Keilschrift: Bilder in abstrakte Zeichen aufgelöst aus keilförmigen Einzelelementen zusammengesetzt Zeichen aus Kombination von Grundelement gebildet im 1. Jahrtausend v. Ch. durch Buchstabenschrift abgelöst Schreibmaterial: handgroße Tontafeln, nach Beendigung gebrannt
aktueller Zustand Kopf
aktueller Zustand Kopf
Goethe als Herme (Ausschnitt), Skulptur, Georg Viktor
Goethe als Herme (Ausschnitt), Skulptur, Georg Viktor
Metamorphose Ann zu Herme, Zeichnung, Ann Cotten (Foto Peter Groenewold)
Metamorphose Ann zu Herme, Zeichnung, Ann Cotten (Foto Peter Groenewold)
aktueller Zustand Geraden-Alphabet
aktueller Zustand Geraden-Alphabet
Herme Herme Gipsabdruck Vorder- und Rückseite aneinandergefügt mit Heißklebepistole befestigt Augenhöhlen mittels geklebter Gipsbinden ausgefüllt, danach mit Wasser angefeuchtet und Gips verschmiert später mit Spachtelpulver glätten oder bei Bachmann Einzeltermin anfragen aktueller Zustand Kopf gipsbinde31-k.jpg umsetzen Einzeltermin Bachmann: rohe Kopfform zeigen besprechen, mit welchem Material Details umsetzen Gerüst Schulter zu rechteckiger Form der Herme besprechen und herstellen am Ende bei Alberti ersten Sockel-Abschnitt mit MDF-Platten herstellen und weiß streichen E-Mail wegen Einzeltermin an Bachmann geschrieben Goethe als Herme (Ausschnitt), Skulptur, Georg Viktor goethe-herme-k.jpg Georg Viktor (Bildhauer Bildhauerei ) in Antike Antike : je wuchtiger Phallus Phallus , desto wichtiger die Person Herme wo Pfeiler weitere Bausteine bekommt (wie Idee meiner Herme mit A4-Blättern, Gucklöchern, Lautsprechern, …) mit Inschrift in Goethes Handschrift: "Jungfrau, Mutter, Königin, Göttin" seitlich: Skizze der Urpflanze über die Urpflanze: "[…] die den Typus einer Blütenpflanze schlechthin verkörpert und aus der man sich alle Pflanzengestalten hervorgegangen denken kann." (Goethe) Porträt: geht auf Maske Maske zurück, die sich Goethe 1807 von Carl Gottlieb Weisser (1779 - 1815, deutscher Bildhauer) abnehmen ließ kleiner Sockel neben Herme: für Betrachter, ist dann auf gleicher Augenhöhe mit Goethe zum Cockring: "Die Zeiten kehren nie wieder,//Steif sind all meine Glieder//Bis auf eins." (Goethe) Metamorphose Ann zu Herme, Zeichnung, Ann Cotten (Foto Peter Groenewold) hermes-wolpertinger-k.jpg "Verbannt!", Ann Cotten: Metamorphose weiblicher Hauptfigur Ann zu übergroßen antiken Herme "Wie zu sehen, kann der Penis über eine im Innenraum verlaufende Treppe erstiegen werden. Nimmt man […] als Maßstab, ist die ganze Herme etwa 23 Meter hoch und der Penis 13 Meter lang." "Die Herme setzt sich unter dem Erdboden fort. Die Hoden sind 'kilometerbreite Pilzgeflechte' und verfügen über eine Verbindung zum Internet." (Peter Groenewold ) Geradenbild Geradenbild aktueller Zustand Geraden-Alphabet geradenalphabet-k.jpg Geraden-Alphabet weiter bearbeitet Größenverhältnisse berechnet Nur Großbuchstaben, allerdings 50 % verkleinert statt Kleinbuchstaben
Notizen, unbearbeitet
Notizen, unbearbeitet
Muzeul Colecțiilor de Artă, Bukarest
Muzeul Colecțiilor de Artă, Bukarest
Ausstellung Muzeul Colecțiilor de Artă, Bukarest Notizen, unbearbeitet