× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Pablo Picasso

Modell
Modell
Narcissus/ROCI USA 1990, © Robert Rauschenberg Foundation
Narcissus/ROCI USA 1990, © Robert Rauschenberg Foundation
Ohne Titel (Robert Smithson), 2002, Öl auf Leinwand, Wilhelm Sasnal
Ohne Titel (Robert Smithson), 2002, Öl auf Leinwand, Wilhelm Sasnal
umsetzen gesammelte Skizzen- und Notizblätter mit Bezug zum Selbstporträt Selstbildnis in AV-Labor einscannen Werkstatt Plastisches Gestalten (am Donnerstag) weiter mit Modell gearbeitet verhüllt verhüllt verhülltes Selbstporträt für Wandecke in Klassenraum verwahrt Diplom Arbeit Modell modell-klassenraum1-1-m.jpg Ausstellung Von Pablo Picasso Pablo Picasso bis Robert Rauschenberg Robert Rauschenberg Kunstsammlungen Chemnitz Narcissus/ROCI USA 1990, © Robert Rauschenberg Foundation sammlung-chemnitz1-k.jpg aus Serie "Wax Fire Works" experimentierte mit Reproduktions- und Transfertechniken arbeitete mit Siebdruck- und Galvanisiertechniken, mit Säuren und Pigmenten, heißem Wachs Außenwelt spiegelt sich auf glänzendem Edelstahl als Teil des Bildes "5 Socks", John Finneran, 2007, Öl auf Aluminiumblech Ohne Titel (Robert Smithson Robert Smithson ), 2002, Öl auf Leinwand, Wilhelm Sasnal Wilhelm Sasnal sammlung-chemnitz2-k.jpg Robert Smithson (1938 - 1973, US-amerikanischer Maler und Land-Art LAND ART -Künstler)
Standpunkt Diplom Arbeit Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Nachts aufgewacht. Stimme kratzig.]
  • [Sperren: Nein!]
  • Sie [meine Arbeiten.] wollen [Sperren: nicht] ein Thema … ähm … bearbeiten.
  • Diese … Selbstbildnisse sollen nichts anderes sein als das. Sie sollen einfach nur Selbstbildnisse sein!
  • Und selbst [Sperren: das] würde ich nicht als Thema … ähm …
  • [Klick.]
  • … [Sperren: nennen] wollen.
  • [Pause.]
  • Denn das würde heißen, ich hätte mich … ähm … hingesetzt und hätte mir überlegt: Ähm … ähm … Was möchte ich machen? Warum will ich mich … ähm … darstellen.
  • [Sperren: Nein!] Das möchte ich überhaupt nicht!
  • Ich habe gemerkt, dass ich, … äh … wenn ich etwas versuche zu kategorisieren bei mir, sehr schnell in Zweifel Zweifel komme.
  • Weil ich das dann wiederum hinterfragen [Sperren: kann].
  • Und bei [Sperren: diesen] Arbeiten hier, merke ich: Wenn ich [Sperren: tagelang] …
  • [Pause.]
  • … an einer Sache arbeiten kann …
  • [Schlucke.]
  • Wenn ich tagelang Linien ziehen kann. Also … Im Computer.
  • Wenn ich tagelang … äh … an einer Büste Büste arbeiten kann. Egal ob sie etwas geworden ist, oder nicht. Dann liegt das vor allem daran, dass ich in dem [Sperren: Moment Moment ] arbeite.
  • Etwas tue. [Sperren: Ohne] darüber nachzudenken. Warum ich es tue.
  • Und das macht für mich diese Arbeit eben aus.
  • Ich kann [Sperren: nichts], auch wenn ich viel auf dem Gebiet selbst gearbeitet habe, und auch wenn ich extrem kopflastig eigentlich bin …
  • Ich kann [Sperren: nichts] mehr mit konzeptueller Kunst anfangen.
  • [Pause.]
  • Bei mir selbst zumindestens.
  • Ich kann [Sperren: nichts] mit poli… mit politischer Kunst anfangen. Nichts mit Gesellschaftskritischer.
  • Das sind alles Sachen, vor allem die letzten beiden, wo ich mir sage, von vorne herein: [Sperren: Nein!] Das ist einfach nichts, was im Künstlerischen bearbeitet werden m… [Sperren: müsste].
  • Da ist der Drang eigentlich nicht da, es zu verarbeiten.
  • Und … In den letzten Jahren bin ich halt … äh … mit der Zeit … immer weiter dahin gegangen … ähm … einfach … ähm …
  • [Schlucke.]
  • … nur … [Sperren: nur] noch … Das nur noch klingt jetzt wenig. Aber es ist …
  • [Pause.]
  • … das Hauptding.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Nur] noch … einfach zu machen!
  • [Pause.]
  • Ich möchte mit den Selbstbildnissen nicht etwas … ähm … darstellen.
  • Wie … eben etwas … ähm … gesellschaftliches. Zum Beispiel.
  • Ich möchte mich nicht … ähm … in den Vordergrund schieben.
  • Ähm.
  • [Ziehe Rotze hoch.]
  • Ich … äh … [Sperren: weiß], dass es genug, sicherlich genug, Künstler … äh … gibt und gab, die … ähm … das Selbstbildnis [Sperren: benutzt] haben, um etwas … ähm … darzustellen.
  • [Schlucke.]
  • Zumindestens kommt es dann halt … äh … in den veröffentlichten … ähm … Äußerungen … ähm … so rüber.
  • [Pause.]
  • Das ist gut. Aber ich selbst merke … habe gemerkt, die letzten Jahre …, dass ich … ähm … Dass das für mich … ähm … einfach nicht in Frage kommt!
  • [Pause.]
  • Für …
  • [Pause.]
  • Das sind jetzt halt … Ergebnisse.
  • [Katze Ramses schnurrt.]
  • Zufälligerweise … ähm … Selbstbildnisse.
  • So würde ich sie selbst auch bezeichnen.
  • [Schlucke.]
  • Aber ohne … ähm … dem [Sperren: Ziel], Selbstbildnisse sein zu … [Sperren: müssen].
  • [Pause.]
  • Wenn ich merke eben, dass ich tagelang an etwas arbeiten kann, dann liegt es daran, dass ich … äh … [Sperren: befreit] war von einem Gedanken … ähm … da ein … ähm …. da ein … ähm … konzeptuelles Ziel zu haben.
  • Einen Gedanken zu haben!
  • Den ich [Sperren: unbedingt] … ähm … äh … damit äußern möchte.
  • [Pause.]
  • Das hätte alles nur kaputt gemacht!
  • Bei mir.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Diplom Theorie Oma ruft an telefonisch ihre eigenen nach dem Lesen gemachte Anmerkungen übermittelt eigenes Schlusswort diktiert (nicht in Ich-Form) "Sicherlich hätte sie zuerst eine Definition von Kunst abgegeben." [?] "Weiter geht aus ihren Anmerkungen hervor, dass sie ein Pissoir Marcel Duchamp , einen kaputten Feuerlöscher Feuerlöscher oder einen Abfalleimer zwar für künstliche Objekte hält - als Gegensatz zu Naturprodukten -, aber nicht für Kunst. Sie sind eher eine Provokation und ein Verhöhnen des Betrachters." "Auch ist meiner Oma (ehemals Fachärztin für Innere Medizin, Jahrgang 1931) bewusst, wie 'kostbar' ein Bild von Picasso Pablo Picasso ist, für einen Normalsterblichen unerschwinglich. Dennoch geht ihr die kubistische und unnatürliche Darstellungsweise gegen den Strich. Aber die 'Friedenstaube' von Picasso findet sie auch als schön." weiterer Gedanke: "Im Laufe der langen Menschheitsgeschichte hat sich das Kunstempfinden und -verständnis gewandelt." Abschnitte zum Runterholen, zur Rotze und zum Klauen soll ich mir noch einmal überlegen (lacht dabei) Buchprojekt 10 Seiten A3 * 12 * 5 = 120 * 5 = 700 Seiten + 1/2 Jahr = 760 Seiten + letzte Jahre viel mehr => 900 Seiten
ausgedruckte Diplomarbeit inklusive Umschlag
ausgedruckte Diplomarbeit inklusive Umschlag
Kinderzeichnung Kinderzeichnung E-Mail von Hans mit Spruch von Picasso Pablo Picasso : "Als ich so alt war, konnte ich malen wie Raphael. Aber ich brauchte ein Leben lang um so zu malen wie die Kinder." (nachdem er eine Ausstellung mit Kinderzeichnungen besucht hatte) Büste Büste Werkstatt Plastisches Gestalten (Notiz nicht von heute) 17:00 von Sicherheitspersonal aufgesucht Hochschule schließt am Samstag schon früher Werkstatt verlassen, nicht gefegt Diplom Theorie ausgedruckte Diplomarbeit inklusive Umschlag hgb-leipzig-diplom-k.jpg umsetzen vier Exemplare heute in Büro der Fachgebiete abgeben in Druckerei heute weiteren Ausdruck bestellt kostet normalerweise ca. 50 EUR, heute für ca. 25 EUR erhalten (exklusive Umschlag, habe noch einen übrig)
(mit Notizen der letzten Tage) Kunstgespräche in Buchform erster Versuch 12 x 19 cm, Hardcover mit Umschlag Buchprojekt "Aufzeichnungen" aktueller Zustand bei 150 Seiten je 2 Monate = 900 Seiten je Jahr (6 Bücher, letztes Buch nur ein Semester) oder ca. 450 Seiten je Semester (11 Bücher) = ca. 3000 - 5000 Seiten insgesamt aktueller Zustand (ohne Bilder, 2015 - 2017) Diplom Theorie Kinderzeichnung Kinderzeichnung Äußerungen von Picasso Pablo Picasso zur kindlichen Genialität Genie : 1 "Man braucht sehr lange, um jung zu werden." 2 "Im Gegensatz zur Musik gibt es in der Malerei keine Wunderkinder. Was man für frühreife Genialität hält, ist die Genialität der Kindheit. Sie verschwindet mit fortschreitendem Alter. Es kann sein, dass aus einem solchen Kind eines Tages ein wirklicher Maler wird, sogar ein großer Maler …" Kommentar Hans per E-Mail: "Vermutlich ist unsere Bildung größtenteils Verbildung. Wir werden pädagogisch 'gespurt', eingeengt. Und es ist mühsam, das später wieder rückgängig zu machen. Selbst ein Physiker hat geraten, alles Schulwissen zur Physik zu vergessen und wieder neu die Physik zu sehen." und: "Kinder erblicken zuerst den Mond, später erst die Sonne. Die ist einfach zu hell." allgemeine Änderungen in Diplomarbeit: 1 "Ich habe in Klammern noch etwas von pädagogischer Gängelung angefügt" Ich: Finde ich gut. Hab's drinne gelassen. 2 "Die Logik ist in der Behauptung 'So gesehen musste sie ins Individualistische, ja Elitäre abgleiten!' "nicht sofort klar! Spielst Du darauf an, dass die moderne Gesellschaft 'individualistisch' ist, anders ausgedrückt 'asozial'?" Ich: Asozial finde ich nicht richtig, klingt so negativ. Aber ja, natürlich ist die Art der Kunst auf die Gesellschaftsform zurückzuführen. Das ist nicht negativ, aber ich verstehe jetzt, warum es passieren musste. 3 "Eigentlich ist mit Kunstkreis 'Künstlerkreis' gemeint, oder? Vielleicht kann man auch vom 'im Dunstkreis der Kunst befindlich' schreiben." Ich: Unter Künstlerkreis verstehe ich eine Gruppierung, die sich um den Künstler scharrt. Aber ich meine eher ALLE, die irgendwas mit Kunst am Hut haben. Historiker, Kuratoren etc. Sind ja nicht immer direkt mit einem Künstler in Kontakt (sie vertreten ihn halt).
Diplom Arbeit Papier auf MDF-Platte mit Tapetenkleister nach Trocknung doch ohne Luftblasen Ränder lediglich schlecht verarbeitet auch bei Sprühkleber und Fixierspray nach Trocknung kleine Papierwellen wieder weg bei Sprühkleber zukünftig Randbereiche besser bedecken (großes Bild in Notiz vom 12.6. von heute) zwei Holzleisten auf MDF-Platte Rückseite geleimt umsetzen fertigen Ständer mit Standpunkt in Hochschule für Einzelgespräch am Montag bringen Diplom Theorie Gespräch zwischen anderen
  • … Das ist eine Voraussetzung für alles, was darüber kommt.
  • Aber K… Kunst … äh … Kunst muss doch auch etwas auf… auf… auslösen. Auf einer anderen Ebene. Sonst … äh …
  • Ja. Mein Vater hat zum Beispiel diese ganzen Tüten[?] gemacht und hat gesagt: Er ist Kunsthandwerker. Er ist kein Künstler. Kann er nicht.
  • Mhm.
  • Und hat es dann auch so[?] betrieben. Da hat er seine Sachen perfekt gemacht. Da kann man halt eine Wand mit vollkacheln. Und …
  • Mhm.
  • Das ist gut über dem Ofen.
  • Ja. Ja ja.
  • Und dann hat er halt [nicht verständlich, 26:50.] verkachelt und … ähm …
  • Mhm.
  • Und damit war er zufrieden. Aber er setzt[?] sich … sah sich nie als Künstler. Ein Künstler macht was anderes. Ein Künstler ist ein bildender Künstler. Das […] ist halt Ideen. Oder er nimmt die Ideen auf und setzt die um.
  • Ja und bricht auch in seiner Kommunikation die Erwartung. Weil …
  • Ja.
  • Er hat … er hat ja im Grunde etwas sehr traviertes wiederholt.
  • Ja. Genau. Das …
  • Und von daher … von daher kann ich das sehr gut nachvollziehen.
  • Kunst kommt von Können … ist Blödsinn. Weil man kann vielleicht sagen …
  • Na ja. Das war jetzt auch so ein bisschen … bisschen provokant. Weil Kunst kommt von Können ist ja so ein Spruch, der … der … äh … der auch von Leuten gemacht wird, die … äh … die zum Beispiel … äh … Alle mögliche moderne Kunst neben … neben … äh … das stellen, was von vor hundert Jahren als Kunst gesehen wurde.
  • Mhm.
  • Also sozusagen darstellende Kunst. Und Naturalismus. Äh. Schlachtendarstellungen. Oder sowas. Mit Details, die einfach in sich stimmig waren. Und … äh … und wenn du dann … äh … irgendwas siehst, von Paul Klee Paul Klee daneben … dann sagt man doch: Äh. Das eine schaut doch aus wie eine Kinderzeichnung Kinderzeichnung . Und das andere ist total detailliert. Da ist total viel drauf zu sehen! Das ist gut gemacht. Und wenn man dann sagt: Kunst kommt von können, dann sagt man natürlich …
  • [Unterbricht, nicht gut verständlich, 1:30.] Paul Klee … Jetzt mal mal ein Schlachtenbild! Er hätte dir eins gemalt. Das kann er ja.
  • Ja. Ja! Genau.
  • Natürlich hätte er es gekonnt.
  • Ja genau. Und das ist nämlich … Das ist nämlich die … die … das etwas weitere fassendes des … des ganzen. Weil … äh … man hat … oder das, was jemand [Sperren: kann], oder das … was die Kunst …, darf man nicht unbedingt an einem … einem [Sperren Teil] messen. Stell dir mal vor. Man nimmt irgendwie …
  • Mhm.
  • … irgendeine Skizze von … äh … äh … von … von … äh … hier … äh … wie heißt der … Picasso Pablo Picasso ! Oder … Dali Salvador Dalí . Und … äh … und sagt dann: Oh, die ist aber so scheiße. Das ist ein Vollidiot gewesen!
  • [Jemand zieht Nase hoch.]
  • Also wenn man irgendwas vollkommen durchschnittliches … was einer von denen gemacht hat … und sagt: So, daran bemessen wir jetzt die ganze Kunst.
  • Mhm.
  • Das geht natürlich auch nicht.
  • Mhm.
  • Ohne [Oder "oder?"] das ganze Können.
  • Stimmt.
  • [Pause.]
  • Aber ich finde … ich finde Kunst … Kunst ist immer … immer dann Kunst, wenn die … wenn die auch … ein in der rezeptiven, oder in der … Wahrnehmung … äh … Wenn die einen mit … irgendetwas unerwartetem konfrontiert.
  • [Pause.]
  • Und … äh … und … und deswegen … und deswegen den … den … den kommunikativen Prozess gestaltet. Und … äh … und wenn du [Sperren: nur] etwas machst … Zum Beispiel. [Sperren: ich] haue jetzt eine Marmorsäule mit einem ionischen Kapitell, dann ist das keine Kunst! Dann ist das für mich [Sperren: nur] Handwerk Handwerk . Noch nicht einmal …
  • Mhm.
  • … Kunsthandwerk. Sondern es ist nur Handwerk. Wenn ich die …
  • [Unterbricht, laut in Mikrofon:] Und ab wann tritt das für dich in Kommunikation?
  • … wenn ich die noch einmal mache. Obwohl es zur Sparte der Kunst gehört.
  • Mhm.
  • Aber … wenn ich das ionische Kapitell … neu interpretiere und … und die Dimensionen ändere. Und ein neues Material anbaue[?] … Und … äh … und die Leute stehen davor: Was ist das? Was … hat der gemacht?
  • Mhm.
  • Dann … äh … Und damit anfange zu spielen. [Sperren: Dann] finde ich könnte ich das … würde ich das … bin ich eher bereit das in den Bereich Kunst einzuordnen. Als in den Bereich Handwerk. Und man kann … man könnte durchaus auch … äh … äh … harwinger[?] Fliesen-Style künstlerisch interpretieren.
  • [Pause.]
  • Wenn man allerdings … Wenn man allerdings … äh … das traditionell … [Sperren: wiederholt] … Und traditionelle Bilder auf traditionelle Art wieder produziert und …
  • Mhm.
  • … und vielleicht sogar … äh … seinen ganzen … Äh … der Tat[?, nicht verständlich 4:02] hat ja bestimmt auch geforscht, wie man es so macht, dass es gut aussieht. Und der hat ja bestimmt auch sich selber gebildet. Dieser Prozess des Experimentierens.
  • Und dann war es Handwerk.
  • Ja. Trotzdem ist er … wollte er [Sperren: genau] dahin kommen, wo die …
  • Mhm.
  • … Leute schon gewesen sind.
  • Mhm.
  • Mhm.
  • Nicht?
  • Stimmt.
  • Und deswegen kann ich das auch gut … gut verstehen. Ich würde das … Wenn ich [Sperren: das] machen würde … und mir hätte es auch Spaß gemacht es zu machen …
  • [Redet mit Bekannten gleichzeitig, deshalb teilweise unverständlich, 4:24.]
  • Und es würde mir auch Spaß … das zu machen. Aber es ist … es ist … Handwerk. Ich würde es auch genau als das bezeichnen.
  • [Zögernd:] Ja.
  • [Pause.]
  • Und … und ich muss auch sagen: Um im Handwerk [Sperren: gut] zu werden … äh … also man … man darf nicht sagen: Ja, ein Hauptschüler, der drei Jahre eine Ausbildung macht ist Handwerker. Das stimmt auch nicht.
  • A…
  • Weil es unter den Handwerkern auch … [Sperren: grauenhaft] schlechte gibt.
  • [laut in Mikrofon] Ab wann tritt denn für dich jemand in Kommunikation? Also ein Künstler dann … Ab wann … äh … ist es für dich denn gegeben, dass du sagt, es ist wirklich Kunst.
  • [Pause.]
  • Ich nehme das hier übrigens gerade alles auf! Weil das Friedrichs Abschlussarbeit ist und er genau das … Ich frage euch danach dann, ob er das verwenden darf.
  • [Sperren: Wie.] Du nimmst das gerade auf.
  • Ja. Das ist … äh … seine Frage! Genau das, was ihr hier besprecht …
  • Wie und dann zeichnest du das jetzt auf?
  • Ja. Das können wir auch wieder löschen.
  • [nicht verständlich, 5:20] … zwischen Kunst und …
  • Können wir auch wieder löschen! Äh … ich wollte es nur sagen. Ich hätte es euch danach auch gesagt. Ich kann's auch so wieder löschen. Es ist genau Friedrichs Frage für seine Abschlussarbeit. Er interviewt immer Leute genau zu diesem Thema.
  • [Nicht verständlich, irgendwas mit "Interviewer", 5:31.]
  • Ja, er würde dich glaube ich auch mal gerne interviewen. Oder euch mal interviewen. Also Leute, die nichts mit Kunst so ganz … ähm … professionell zu tun haben. Sondern genau das. Und das befasst ihn in seiner Abschlussarbeit. Und ihn interessieren [Sperren: genau] diese Gespräche. Die wertet er aus.
  • Mhm.
  • Wir können das auch alles wieder löschen, aber es ist total …
  • Nein … Nein …
  • … cool, dass ihr das … gerade so macht. Weil …
  • Weißt du … ich … ich habe ja auch so ein bisschen …
  • … das ist genau das Thema.
  • … sowas … äh … äh … Ich habe ja so einen ganz milden … so eine ganz milde Anarchie da drinne. Ich mag zum Beispiel gerne … so … so alte Möbel. Weil die … äh … weil die … auch mit der … äh … mit der Erwartung von Ikea IKEA und von … von was nicht allem brechen.
  • [Lacht.]
  • Und … äh …
  • Das hast du schön gesagt!
  • Und … äh … aber letztendlich ja … letztendlich ja nur mit was schon längst dagewesen [Unverständlich, 6:24.]. Und das war ja genau so eine Normalität wie Ikea. Und zwar … und dann … auch noch in besonders bürgerlichen Haushalten.
  • Mhm.
  • Oder … oder beim [Nicht verständlich, B. unterbricht, 6:32.]
  • Mhm.
  • Ja.
  • Und … äh … genau das ist der nächste Schritt.
  • [Nicht verständlich, 6:38.]
  • Das heißt … Shabby Chic.
Standpunkt Diplom Arbeit Herme Herme Geradenbild Geradenbild Kinderzeichnung Kinderzeichnung verhüllt verhüllt Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Fünf Uhr aufgewacht. Konnte nicht mehr einschlafen.]
  • Zur Überlegung wie ich den Klassenraum zu meiner Diplom-Arbeit … ähm … füllen würde.
  • Wie gehabt stelle ich mir die Herme vor.
  • Bis zur Decke!
  • Blickt herab auf die Betrachter.
  • Ähm … Ein Geradenbild. Das Porträt!
  • Allerdings geöffnet. Der Rahmen.
  • Eine Kinderzeichnung!
  • Vielleicht noch die ein oder andere Arbeit. Zwischendurch.
  • Aber: Hauptsächlich [Sperren: Text].
  • Und zwar … auf … Pappe.
  • So einer die ziemlich dick ist.
  • Also die … ähm … noch so Abstands … ähm … Leisten … dazwischen hat. Das sie halt nach vorne tritt.
  • Die würde ich … ähm … unterschiedlich zuschneiden. Und darauf … ähm … handschriftlich meine Standpunkte raufschreiben. Das wären sozusagen eine Art von Sprechblasen.
  • Über den gesamten Raum verteilt!
  • [Sperren: Dazwischen] … A4-Ausdrucke.
  • [Straßenbahn Eisenbahnstraße fährt vorbei.]
  • Ebenfalls von meinen Notizen.
  • Zu den Geradenbildern. Zu … den kindlichen Zeichnungen. Zu den verhüllten Arbeiten.
  • Zu der Herme!
  • Also sozusagen ein riesengroßer … ähm … ähm … Denk-, Wissen-, Meinung-, Zweifel Zweifel -… [Sperren: RAUM].
  • Dann noch … ähm … die Gespräche mit anderen. Über Kunst! Wo ich ja sozusagen auf der Suche bin.
  • [Straßenbahn fährt vorbei.]
  • Und zwar [Sperren: alle] Gespräche auf … ähm … Also … Auf … Ja. So rollenartig! Also das heißt: Entweder ganz viele A4-Blätter ausdrucken und nacheinander ankleben.
  • Das sie dann … äh … ganz lange Bahnen ergeben!
  • Oder halt wirklich gleich auf … ähm … auf einen langen … Papier … ausdrucken lassen. Im AV-Labor.
  • Das wären … ähm … drei Bahnen.
  • Unterschiedlich lang natürlich!
  • Und dann noch … äh … einmal stündlich am Anfang würde ich gerne das … das … äh … die Aufnahme abspielen lassen. Über zwei Lautsprecher. Links und rechts von der … äh … großen … äh … Pappwand. Also links und rechts von der Herme sozusagen.
  • Ähm.
  • Und zwar die Aufnahme, wo … ich … äh … sch … meine Gedanken …
  • [Krähe krächzt.]
  • … aufgezeichnet habe. Hier. Und die ich dann überlapp … überlagert habe. Also wo sozusagen ein Stimmengewirr ist.
  • Zwischendurch kommt auch mal … ähm … kommen auch mal ein paar Klavier … äh … Klänge! Bei heraus.
  • Sozusagen.
  • Ähm.
  • Da [Sperren: wallt] sich was zusammen!
  • Ähm.
  • Genau.
  • Dass das einmal die Stunde … Ich denke mal, das sind fünf Minuten gewesen. Da so abgespielt wird.
  • Ja. So stelle ich mir das halt vor!
  • [Pause.]
  • Das setzt natürlich voraus, dass die Holzherme auch wirklich … fertig wird.
  • Also dass sie wirklich … äh … so ist, wie ich es mir vorstelle.
  • Da bin ich jetzt aber jetzt aber sehr gut drauf. Seit gestern. Wo ich mir das noch einmal angeguckt hatte.
  • Das war nämlich gar nicht mal so verkehrt! Das mal mit Alkohol Alkohol zu versuchen!
  • Die Nase ist zwar … ähm … zu klein geworden. Da muss ich … ähm … halt ein Stück Holz … ähm … neu dran befestigen. Dass dann also noch einmal bearbeiten.
  • Die Nasenspitze ist zu kurz!
  • Aber die Wangen finde ich jetzt zum Beispiel besser!
  • Die sehen fleischiger aus.
  • Ähm.
  • Übergang von Nase zur Stirn … der stimmt noch nicht!
  • Also der entspricht nicht meinem Pro… Profil.
  • Die Stirn könnte halt zu … äh … schnell nach hinten gehen.
  • Aber da kann ich halt die gesamte Figur noch nach hinten … äh … schieben.
  • Da der Hals nämlich auch noch viel zu dick ist!
  • Also das heißt, da ist noch genug … ähm … Material da.
  • Hinterkopf könnte dann vielleicht ein bisschen kleiner sein.
  • Aber das ist … ähm … Das ist jetzt noch … Das finde ich jetzt noch nicht wichtig. Vielleicht kann ich da auch noch einmal ein Holzstück dranmachen.
  • Ähm.
  • Ja.
  • Augenpartien und so stimmen jetzt auch noch nicht.
  • Das werde ich heute halt wieder anfangen … ähm … im Profil auszuarbeiten!
  • Aber ruhig ein bisschen gröber!
  • Nicht … äh … Nicht gleich wieder so fein werden. Das habe ich jetzt ja gelernt.
  • Bei der letzten Sitzung!
  • Und auch immer wieder von unten die Herme anschauen!
  • Weil das ist ja im Endeffekt der Blick, der … äh … der der Betrachter dann … äh … den der Betrachter dann einnimmt.
  • [Pause.]
  • Das gute halt bei einer solchen Präsentationsform im Klassenraum, ist, dass … äh … ich mich nicht auf eine Arbeit … ähm … konzentriere. Und die dann auseinandergenommen wird.
  • Oder die ich selbst auseinandernehmen muss!
  • Also wo dann eben solche … ähm … Fragen, die mich gerade wirklich nerven … Ähm … Was ist deine Intention Intention ? Ähm. Was willst du uns damit sagen?
  • Warum diese Größe?
  • Warum diese Farbe?
  • Warum dieses Material?
  • Bla bla bla!
  • Ich denke, das fällt … das geht halt eher in den Hintergrund. Weil es dann halt wirklich bei dieser Präsentationsform, also mit den ganzen … äh … Gedanken … äh … ausgedruckt …
  • Mit den … mit den Lautsprechern halt audio… Wie heißt das? Audiovisuell. Geäußert.
  • Die Gespräche über Kunst auch einmal einfach … ähm … ausgerollt.
  • Ähm.
  • Da ist die Konzentration jetzt einfach nicht bei der Herme. Sondern auf das Gesamte.
  • Ja!
  • Was ich halt in den letzten fünf Jahren gemacht habe. Und das heißt, ich habe studiert.
  • Das heißt, ich habe gelernt!
  • Und es geht jetzt nicht um diese Herme. Sondern es geht um … äh …, dass die Herme halt Teil meines Studiums war. Dass ich mir dazu Gedanken gemacht hatte. Das ist dann ja auch da. Festgehalten.
  • Ähm.
  • Aber ich muss das eben nicht alles so … so …
  • Glatt!
  • … äh … durchdefinieren. Oder deklinieren. Oder wie das heißt.
  • Sondern es [Sperren: darf] … es [Sperren: muss] … es [Sperren: darf] Stolpersteine … äh …
  • [Straßenbahn fährt vorbei.]
  • … haben.
  • [Pause.]
  • Denn das ist es ja eben. Ich habe … Ich weiß noch nicht, was ich mache. Ich … äh … probiere halt ständig aus.
  • Und ich denke, das kommt dann in dieser Form sehr sehr gut rüber. Und ich [Sperren: denke], da fühle ich mich auch extrem wohl.
  • Das ist jetzt wie bei der … äh … Diplom-Arbeit! Wo ich eben nicht von fremden Leuten mir Bücher durch … äh … lese. Und … äh … daraus zitiere. Und mir zwanghaft sozusagen … ähm … da einen Text zu …
  • [Straßenbahn fährt vorbei.]
  • … zusammen … äh … suche.
  • Ähm. Auch wenn es vielleicht ein Thema wäre, was mich interessiert hätte. Sondern das ist jetzt aktuell bei der Diplom-Arbeit wirklich so … Die ist so, wie [Sperren: ich] gerade denke.
  • Handel!
  • Und wie auch andere, die ich kenne, denken und handeln.
  • Also einfach deren Meinung dann noch einmal zusammengetragen.
  • Meine Sicht darauf!
  • Meine [Sperren: platte] Sicht. Auch manchmal.
  • Ähm.
  • Und dann … Zwischendurch halt eben auch mal … ähm … auf irgendwelche Kunsthistoriker oder andere Künstler halt … äh … verwiesen. Die da auch natürlich ihre Meinung zu hatten.
  • [Pause.]
  • Aber hauptsächlich eben es auch hier darum geht, zu zeigen, … So einen Denkprozess.
  • Bei der Diplom-Arbeit wäre das halt … äh … Arbeitsprozesse.
  • Und hier bei der Diplom-Theoriearbeit eben Denkprozesse!
  • Was ist Kunst?
  • Was ist meine Kunst!
  • Warum ist das Kunst?
  • Warum ist es keine.
  • Ähm.
  • Genau.
  • [Pause.]
  • Also wenn das so klappt wie bei der Diplom-Arbeit jetzt … bei der Praktischen … dann ist alles bestens.
  • [Aufnahme Ende.]
Werkstatt Plastisches Gestalten weiter an Herme gearbeitet wieder ein ganzes Stück nach innen gearbeitet, dadurch wird Hinterkopf kleiner ansonsten hätte ich Stirnbereich mit Holzstück auffüllen müssen später noch Nasenflügel durch Holzstück ergänzen Friedrich Fröhlich, erschöpft und zufrieden (auch wenn Gesicht noch immer nicht ganz getroffen) Diplom Theorie Gesprächsthemen bei Oma (vorgestern angefangen) Zweifel an eigenen Arbeiten Ausstellungsbesucher Teilnehmer Kunstsystem Unverständnis bei Besuchern Stuhl als Kunstobjekt Beim Betrachter muss sich etwas regen Definition Kunst Mit Definition schwer tun, da es einzwängt Malerei als Vorläufer von Fotografie Krise der Malerei Landschaft van Gogh Vincent van Gogh Unterschied realistische und subjektive (krank?) Malerei abartig als Beschreibung Ein Strich kann naturalistisch oder abstrakt sein Natur kopieren versus empfinden Schön und nicht schön Der Schrei Schön, da echt harmonische / disharmonische Bilder Hässliche Bilder Generationenfrage Auflehnung gegen den Realismus Idealvorstellung im realistischen Porträt Disharmonie = wirklichkeitsfremd Kunstauffassung Realismus Das Bild schreit Münk Munk Munk Expressionismus Expressionismus Alltag in der Kunst "Die Ährenleserinnen" und Harmonie Komposition in naturalistischer Malerei Marke van Gogh Eigener Charakter in Kunstwerk Jean-Baptiste Camille Corot Jean-Baptiste Camille Corot Naturalistisches Bild entspricht nicht Realität kranker van Gogh und Munch Edvard Munch Symbolismus Symbolismus Zu ihrer Zeit nicht anerkannt Französischer Salon Neue Wege in der Kunst Toleranz Piet Mondrian Piet Mondrian Bild versus Farbkomposition Mondrian und Bettwäsche kein Empfinden beim Betrachten Spielerei Bauhaus Bauhaus Gute Kunst heißt nicht unbedingt schön Pissoir Marcel Duchamp von Duchamp Unbekannter Künstler versus berühmter Künstler Kunst im weitesten Sinne Abfalleimer im Klassenraum Ich muss etwas empfinden können Omas Kunsterfahrung Loakoon-Gruppe Dresdner Knabe Skulpturen: Wirklichkeit oder Harmonie Größenverhältnisse bei Laokoon Laokoongruppe -Gruppe Ägyptische Kunst Grabkammer der Nefertari Schön, auch wenn anders als europäische Kunst Nofretete Nofretete , nicht so schön wie dargestellt Ägyptische Kunst und van Gogh Elke betritt das Zimmer Ägyptische Kunst versus Picasso Pablo Picasso Japanische Zeichnungen und Afrikanische Kunst Komische Bilder von Picasso Entartete Kunst Anti-Moderne Lustig und kreativ, aber nicht schön Picasso ist für mich hässlich Kunstrichtung Mondrian Kein Bild / Bild Ägyptische Kunst Wissen macht Kunst zu Kunst Symbolismus Wissensdurst Picasso und ägyptische Kunst El Greco El Greco El Greco und Moderne Kunst Bildanalyse Entkleidung Christi, El Greco Realistisch / Unrealistisch / Betont Symphatische Bilder Rembrandt Rembrandt van Rijn Ich empfinde mehr bei Rembrandt als bei Picasso Realistisch / Unrealistisch Rembrandt versus Picasso / Mondrian Technik wird Künstler zugeschrieben Dargestelltes wichtiger als Stil Künstler uninteressant Kunststudenten Kommilitone sollen eigenen Stil entwickeln Mein Geradenporträt Gestaunt van Gogh versus Ich Getreide = Linien Picasso / van Gogh versus Ich Lebendiges Bild durch Blick, Mund, Wangen Bewegung Kinderzeichnungen Zeichnung "Bei Oma zu Besuch" Zugang zu kindlichen Zeichnungen Sonne in kindlicher Zeichnung und bei Mondrian Bild vom Hobbykünstler Hobbykünstler interessant Harmonische und schöne Kunst Caspar David Friedrich Caspar David Friedrich Ausgesprochen schön Gefühlige Ausdruckskunst Konservativ verhüllte Arbeiten Was ist für DICH Kunst? Alles kann Kunst sein Emmas zerknautschter Zettel Omas Grenzen Alltagsgespräche
Transition, 2017, industrial metal shelve and plywood, Ricardo Alcaide
Transition, 2017, industrial metal shelve and plywood, Ricardo Alcaide
New Concrete (over colours), 2016, industrial lacquer paint on mdf panel and concrete, 39 x 30 x 5 cm each, Ricardo Alcaide
New Concrete (over colours), 2016, industrial lacquer paint on mdf panel and concrete, 39 x 30 x 5 cm each, Ricardo Alcaide
Kartoffelbild 8, 2011, Acryl / Aluminium, 248,3 x 251 x 9 cm, Imi Knoebel
Kartoffelbild 8, 2011, Acryl / Aluminium, 248,3 x 251 x 9 cm, Imi Knoebel
Der Traum von Panama, 1977, Pencil and pastel chalk on paper, 300 x 150 cm, Marianne Eigenheer (* 1945)
Der Traum von Panama, 1977, Pencil and pastel chalk on paper, 300 x 150 cm, Marianne Eigenheer (* 1945)
Diplom Theorie notiert (nachts aufgewacht, Gedanken aufgeschrieben) Überlegungen zum Stil je Person eine Textfarbe Gespräche vermischen, je nach Themengebiet zusammenbringen 1 zwischendurch Zitate von anderen aus Sammlung in Comic Sans oder Courier New, immer mit "Was ist für Sie Kunst?" vorangestellt u. a. Karl Schönenberg, 2010: "kunst finde ich cool" Marielle Brune, 2008: "Kunst ist, wenn man in den Flur scheißt, Salzstangen hinein steckt und sagt der Igel wohnt jetzt hier!" Robert Hailwax, 2011: "Picasso Pablo Picasso hat eine Definition für Kunst gefunden, als er auf die 'Frage was ist Kunst' antwortete: 'SCHAU AUF DEN PREIS'." "Wer das liest ist doof.", 2008 "Kunst ist, was gefällt." Ulf Spuhl, 2008: "Das Innerste nach außen stülpen …" Penismann, 2011: "deine Mama ist Kunst" Helena Frei, 2011: "ALLES, ohne wenn und aber." Michael Malina, 2010: "Kunst ist, wenn Seele dahinter ist." manfred von der alm, 2011: "ficken scheisen ja gibs mir bitch // ficken scheisen ja gibs mir bitch // ficken scheisen ja gibs mir bitch // ficken scheisen ja gibs mir bitch […]" Chaywa Walter, 2009: "viel bla - bla um Scheinbar so wichtig Ding - wenn einem da nicht der Himmel auf den Kopf fällt" Peniskopf, 2011: "Johannes ist Gay" Manuel Abraham, 2008: "Zuweilen erzeugt sie in uns ein AH oder OH, oft ein HÄH? und manchmal ein AHA!" Gottfried Renz, 2011: "Die Lösung steht in diesem Buch: Was ist KUNST? - Eine Definition von Gottfried Renz, 92 Seiten mit Tabellen. ISBN 978-3-8391-7183-7" Petr Puff, 2012: "deine Mudda" Rudolph Klappermann, 2010: "kunst ist doof" Peter Kraus, 2008: "Ein Fragezeichen" hansi langton, 2011: "deine mutter stinkt ihr schweine habt kenny getötet etz werde ich mioch rechen" "schwammkopf spongebob schwammkopf spongebob schwammkopf spongebob schwammkopf […]" 2008: "Ein schönes Bild" asime-sunke, 2013: "weis ich nicht" Pablo Picasso, 2010: "Kunst ist doof." Hatice Ünsal, 2010: "Ich bin Kunst" Peter Norton, 2008: "ist unheimlich teuer :-)" Ina Dick, 2008: "Etwas schönes! mhhh …" atakan.atalay, 2010: "malen zeichnen" Franz S., 2010: "Kunst ist schön." Anneli, 2012: "Kunst ist was zu Kunst erklärt wurde" 2 ICH Ick oder Iche statt Ich Ne statt Nein Weißte statt Weißt du bissle statt bisschen Warte mal! [lacht] [grinst] [lächelt] 3 ALEXANDER [?] 4 OMA [?] 5 CHRISTIAN mit KNIPS!, wenn ich Foto mit Handykamera von besprochener Arbeit mache [flüstert] zwischendurch Essen auf Terasse von Kaufhaus (wo genau, was war das? + Cola), Selbstgespräch über Erkenntnis Telefonat Frau im Hintergrund Gehgeräusche, auf Sofa setzen 6 zwischendurch Arbeiten, die in Ausstellungen gesehen, einsetzen (mit Bild und Tageslink) wie: 6.3.2016, Tate Modern, London: Fountain, Marcel Duchamp Marcel Duchamp oder ohne Zeitangabe, nur Ort (zieht sich dann durch gesamten Text, Ortswechsel, aber selbes Themengebiet als roten Faden) Gespräch mit Christian
  • Mit den Fluchtwegen-Schildern oder den … [Aufnahme nicht verständlich.]
  • [Lacht.]
  • … Feuer … [Aufnahme nicht verständlich.]
  • [Pause.]
  • Das ist ja richtig groß hier.
  • [Pause.]
  • Na okay. Wir können doch schon einmal festhalten … Diese Ausstellung, egal ob wir jetzt einen Text gelesen haben oder nicht, geht es um einen Künstler der mit … ähm … irgendwas mit dem Baumarkt macht. Also mit Materialien, die du da kaufen kannst. Mit Baumarkt-Ästhetik. Mit … ähm … Lager-Ästhetik. Mit … ähm … Lacken. Und das der das dann halt … ähm verarbeitet. Aber so, dass du es eigentlich nicht nutzen würdest. Also wie dieses kleine Regal, was wir eben gesehen haben. Anders bei dem [Zeigt auf die Arbeit.], würde ich sagen. Außer die Kisten, die sind geschlossen. Die kannst du nicht öffnen. Das ist eine verhüllte Arbeit eigentlich!
  • [Betrachten das Bild "Transition", 2017, Ricardo Alcaide Ricardo Alcaide .] Transition, 2017, industrial metal shelve and plywood, Ricardo Alcaide gespraech3-9-k.jpg
  • verhüllte Arbeit
  • Ja. Das ist eine verhüllte Arbeit.
  • Scheiße. [Lacht.] Verbrennen!
  • [[Sperren: Knips.]]
  • [Pause.]
  • Na gut. Und … Ein Merkmal ist noch: Es ist wirklich alles … Es hat irgendwas …
  • [Betrachten das Bild "New Concrete (over colours)", 2016, Ricardo Alcaide.] New Concrete (over colours), 2016, industrial lacquer paint on mdf panel and concrete, 39 x 30 x 5 cm each, Ricardo Alcaide gespraech3-10-k.jpg
  • [Sperren: Hammer]. Sind das verhüllte Arbeiten hier? Oder ist das … Nee. Das ist eine Betonfläche, die davorgemacht wurde.
  • Sinnloses = Kunst
  • Das hat etwas …
  • [Pause.]
  • … sinnloses.
  • Was heißt das?
  • Na … Hat keine richtige Funktion.
  • [[Sperren: Knips.]]
  • Das ist vielleicht auch eine Definition von Kunst. Ein Merkmal.
  • Na doch. Es … Wenn … Wenn du es siehst, hat's ja eine Funktion. Du siehst es. Also ist es zum [Sperren: Sehen] gemacht.
  • Ja aber würde ich das wirklich wahrnehmen? Also ist es nicht nur, um den Raum zu verschönern? Aber eigentlich … Wenn's nicht da wäre, wäre es auch nicht …
  • [Sperren: Entschuldigung]. Wir gehen gerade durch die Galerie und [Sperren: sehen] die Arbeiten. Das heißt, wir betrachten sie …
  • Nein. Ich meine, dass ich es nicht zu Hause hinhängen würde.
  • Nein. Es geht jetzt darum: Wir sehen sie jetzt ja hier. Das heißt, wir gucken uns die an. In dem Moment Moment hat's eine Funktion. Sie füllt unseren Tag. Wir gehen hier hin. Wir gucken sie uns an. Wir reden darüber.
  • Alles was da hängt wird zur Kunst
  • Da könnte man ja alles hier her hängen.
  • [Pause.]
  • Das ist wie mit der Kinderzeichnung Kinderzeichnung von Emma Emma . Die hing doch dann auch in der Klasse. Und alle … Mehrere Leute haben sich das angeguckt.
  • Wenn [Sperren: das] die Definition von Kunst ist, dann … Pfff. Bitte.
  • Das macht's zumindestens …
  • Machen wir doch, was wir wollen!
  • Es macht's zumindestens leich…
  • Es macht's zumindestens leichter, wenn …
  • Katzen! [Lacht.]
  • Es macht's zumindestens leichter, wenn etwas im … im definierten Kunstraum steht. Weißt du? Dann würdest du per … per se sagen: Okay. Das gehört zum …
  • Das finde ich cool!
  • [Betrachten das Bild "Kartoffelbild 8", 2011, Imi Knoebel Imi Knoebel .] Kartoffelbild 8, 2011, Acryl / Aluminium, 248,3 x 251 x 9 cm, Imi Knoebel gespraech3-12-k.jpg
  • [Schritte]
  • Jetzt lass mal mich … [Erblickt eine andere Arbeit, unterbricht sich selbst.] Das ist cool!
  • Kindliche Zeichnung
  • [Betrachten das Bild "Der Traum von Panama", 1977, Marianne Eigenheer Marianne Eigenheer .] Der Traum von Panama, 1977, Pencil and pastel chalk on paper, 300 x 150 cm, Marianne Eigenheer (* 1945) gespraech3-11-k.jpg
  • Weil es kinderähnlich ist?
  • [Sperren: Ja!] Sorry, aber das finde ich wirklich …
  • … cool.
  • … gut. Jetzt kommen wir zu den interessanten. [Lacht.]
  • Wir sagen also, alles was wir gerade gesehen haben, war nicht so interessant.
  • [[Sperren: Knips.]]
  • Und das findest du jetzt cool.
  • Mhm.
  • Was siehst du da?
  • [[Sperren: Knips.]]
  • Oder wa… Warum ist es für dich jetzt cool? Oder was heißt cool für dich. Ist es gut? Ist es schlecht? Ist es … Ist es hipp? Ist es …
  • Das finde ich gut.
  • [Sperren: Was] heißt gut? Das ist wieder so ein Wort, was …
  • Na. Ich habe es gesehen und hab' gesagt: Das ist gut! [Lacht.]
  • Aber was löst es in dich … in dir aus? Warum … Warum denkst du das in dem Moment.
  • Na. Das hat diesen … großen roten Punkt. Und … ähm … breiten Linien.
  • Der große rote Punkt heißt bloß, dass es schon gekauft wurde.
  • [Lachen.]
  • Es hat sich selber gekauft! Und dann hat es diese weiße Fläche. Okay. Ich würde die weiße Fläche anders machen. Aber …
  • Okay. Ich würde jetzt mal …
  • Das hat jetzt etwas. Das nimmt mich ein.
  • Okay. Und weißt du warum?
  • Warum?
  • Wir überlegen jetzt mal. Bleib' doch mal hier stehen!
  • Ich bleibe. Kann ich mich dahin setzen?
  • Nein! Ja okay. Lass uns hier hinsetzen. Dafür ist es ja da.
  • Vielleicht auch nicht! [Lacht.]
  • Also. Zu den Arbeiten da vorne. Die im Endeffekt … ähm … auf einem … also … Farbe auf einer Fläche darstellt. Also ganz normale typische Bilder. Da hast du noch gesagt: Nee, nicht wirklich. Wenn du dir das hier anblickst, dann plötzlich schon. Das heißt: Es kann auch hängen für dich. Aber hier ist halt nicht bloß diese weiße Fläche da vorne, sondern das ist eine … eine Skulptur. Im Endeffekt. Weil das mehrere Ebenen hat. Ne? Weil du rumgehen kannst. Es ist plastisch.
  • Und es hat was Besonderes.
  • Du meinst von der Form?
  • Besonders, da groß
  • Schon … Nein nein. Schon durch die Größe.
  • Da vorne waren aber auch große Bilder.
  • Ja, aber die … Die haben mich nicht eingenommen. [Sperren: Das] hat was Besonderes. Weil es groß ist. Es hat mehrere Ebenen. Das ist … Das spricht mich einfach auch an!
  • Und es ist kein Designobjekt. Ne?
  • Nö.
  • Das würde noch viel einfacher aussehen. Glaube ich. Das sieht jetzt schon …
  • Das hat ein bisschen … Das hat auch irgendwas verworrenes, nicht gleichmäßiges.
  • [Sperren: Aber] es sind weiterhin Baumarkt… ähm …
  • Ja.
  • …artikel. Also das ist das [Sperren: selbe] Material wie vorne. Nur das es anders kombiniert wurde.
  • Ja.
  • [Mann telefoniert im Hintergrund.]
  • Ja. Ich … Ich weiß jetzt auch nicht, ob das unbedingt Kunst ist.
  • Also ich würd's mir schon in meine Loft reinhängen!
  • [Sperren: Ich] sage einfach: Das spricht mich hier an. Und damit … Wenn jetzt jemand mir sagt: Okay. Das … Das ist das größte Kunstwerk der ganzen Welt, dann könnte ich mich eher damit anfreunden, dass es [Sperren: das] ist, als die Sachen, die wir davor gesehen haben.
  • Bloß weil die minimalistischer waren? Und für dich einfacher nachzuvollziehen, wie man sie herstellt? Weil du ja da gesagt hattest, als Begründung: Ja! Das kann ich auch! Im Endeffekt.
  • Ich erinnere an das Regal Chaos Chaos . Oder nicht Regal. Aber dieses … [Blättert durch die Liste.] Diese …
  • Du musst mich nicht daran erinnern. Wir waren gerade da! [Lacht.] Diese Regenbogendinger.
  • Es war furchtbar gemacht! Du siehst Bleistiftgekritzel. Die Farben sind nicht …
  • Okay. Wir gehen jetzt hier ran!
  • Die Farben sind nicht kom…
  • Komm her! Ich muss das hier [Fußnote: Das Aufnahmegerät.] vor dich halten! [Lacht.] Wir sehen bestimmt Bleistiftgekritzel. Wir sehen zumindestens: Unsauber gearbeitet. So. Was ich gut finde. Hier … äh … Hier siehst du Pinselspuren. Die halt nicht in diese Fläche rein … also in diese Linienstruktur reinpassen.
  • [Von weiter weg.] Ja. Aber irgendwie kann ich damit leben. Weil es irgendwie auch eine Struktur hat. [Kommt näher.] Das andere war einfach: Ich muss jetzt schnell was zimmern. Und ich hänge es dann wohin.
  • Aber das kann doch auch schnell gezimmert sein.
  • Sehr furchtbar, furchtbar und nicht so furchtbar
  • Ja, vielleicht. Aber … Es ist halt … nicht so furchtbar.
  • [Lacht laut auf.] Bei dir gibt's bloß [Sperren: sehr] furchtbar, furchtbar und nicht so furchtbar.
  • [Lachen.]
  • Ja!
  • [Pause.]
  • Wenn man sich überlegt … Vorne dieses Dreieck. Dieses kleine. Das hätte ich noch so als … Designobjekt gesehen. [Sperren: Nur] was dagegen sprach, waren die Löcher.
  • [Lacht kurz auf.]
  • Das schaute eben nicht mehr … ähm … nicht mehr sehr sehr sauber aus.
  • Mhm.
  • Bei … Bei dem, was du jetzt nicht mehr so furchtbar findest …
  • [Lacht.]
  • Das hat zum Beispiel … Es hat zwar was von Design. Aber es ist nicht mehr so zum schön anschauen. Sondern das ist halt ne Plastik. Irgendwie. Die … Die verwirrt eher. Ne?
  • Ja.
  • Aber jetzt nicht negativ, schlimm ist. Sondern …
  • [Pause.]
  • Aber die kann ich mir halt auch in der Wohnung vorstellen. Deshalb ist es eigentlich wieder keine …
  • Warum gefällt dir das. [Zeigt auf die kindliche Arbeit.]
  • Kindliche Zeichnung
  • Na weil das so kindlich … ähm … wieder so mit einfachen … ähm … Stiften gemacht ist. Die du auch wieder überall bekommst. Und das ist groß. Was ein Kind nicht machen würde. Ne? Also sondern …
  • Also ist das was Besonderes.
  • Das besondere … D… D… Das hab' ich mir auch schon überlegt. [Sperren: Wenn] ich kindliche … kindlich zeichnen sollte, sollte ich eigentlich überdimensioniert zeichnen. Das heißt, ich benutze die Ästhetik von Kindern. Aber gleichzeitig … äh … nehme ich das, was ich jetzt neu habe, und zwar die Größe … Ich bin ja größer geworden … Ich habe ein anderes Verhältnis zu … zu der Blattgröße … Was die als A4 zum Beispiel sehen, ist für mich ein A2 Blatt. Oder A1 Blatt.
  • Also du siehst schon, dass das Kriterium Besonderheit, etwas Besonderes zu sein, zu machen, ein Merkmal von Kunst ist.
  • [Sperren: Genau]. Wenn … Aber es reicht ja schon, wenn ich kindlich [Sperren: zeichne]. Dann ist es ja etwas Besonderes. Ich kopiere zwar eigentlich bloß. Aber es ist etwas Besonderes, weil ich es eben nicht als Kind mache. Sondern als erwachsener Mensch. Der eigentlich … ähm … viel viel mehr … ähm … schon Technik drauf hätte. Aber sich wieder zurückwerfen lässt in so eine kindliche Struktur.
  • Mhm.
  • Das … Das reicht schon als etwas Besonderes. Aber das heißt noch lange nicht, dass es der Betrachter auch als etwas Besonderes ansieht. Weil für die ist es vielleicht bloß eine kindliche Zeichnung. Oder eine Kinderzeichnung. Also von einem Kind.
  • Ja.
  • Die würden es vielleicht gar nicht mal … äh … erkennen. Weißt du? Aber es ist etwas Besonderes. Für … [Sperren: Okay]. Es gibt dann zwei Sachen. Es kann etwas Besonderes sein im Schaffensprozess. Also was bloß der Künstler sieht. So wie wenn du kindlich zeichnest. Oder es kann etwas Besonderes sein, wenn der Besucher das siehst und halt sagt: Oh. Das hängt jetzt ganz schräg oder so. Es ist halt etwas Besonderes! [Sperren: Muss] aber eigentlich nichts besonderes sein. Weil der Künstler sich irgendwie bloß einer Ästhetik bedient hat, die andere auch nehmen.
  • Aha.
  • [Pause.]
  • Meine Sprechblasen werden wieder ein bissle länger.
  • [Pause.]
  • Na das ist ja schon in Ordnung. Du beschäftigst dich ja auch mehr mit dem Thema.
  • Was ich halt hier jetze …
  • Also für mich … Darf ich das noch einmal erwähnen? … ist ja Kunst, wenn es jetzt um die …
  • [Spricht ins Mikrofon.] Er unterbricht mich jetzt in meinem Monolog!
  • … Frage geht …
  • [Pause.]
  • Intuitive Entscheidung
  • Es ist ja auch eine intuitive Entscheidung. Es ist ja … quasi in mir angelegt. Wie wenn du sagst: Entscheidung - Ist das ein Baum oder kein Baum. Das … Das ist ja eigentlich auch wie eine intuitive Sache. Bloß das wir da viel mehr Erfahrung damit haben. Das das ein bisschen eindeutiger ist. Aber wenn ich jetzt hier gefragt werde, dann ist das auch eine Intuition. [Sperren: Und] die Intuition basiert ja bei mir darauf: Finde ich etwas [Sperren: schön]? Etwas [Sperren: Schönes] spricht mich an. Würde ich es mir hinhängen? Dann würde ich es für mich wählen. Und ich wähle ja nur etwas, was ich auch als … schön empfinde. Oder … was … was mir in irgendeiner Form etwas [Sperren: bedeutet]. Und wenn das … [Sperren: das] da reinpasst … in diese … in diese Findung … Also wenn … dass ich mich intuitiv äußern kann, dann lehne ich es halt schon eher ab.
  • [Blätterrascheln.]
  • Würdest du dir diese kindliche Zeichnung, die ich jetzt mal so betiteln würde, … äh … hinhängen?
  • [Pause.]
  • [Sperren: Pfff]. Also ich würde sie mir nicht kaufen und hinhängen. Wenn sie mir jemand geben würde, würde ich sie mir schon hinhängen. Nehmen wir mal an … ähm … Was weiß ich … Irgendein Kind, was ich kenne, macht das jetzt für mich.
  • Kinder würden nicht so groß zeichnen
  • [Sperren: Ein Kind würde nie so groß] …
  • [Lacht.]
  • … [Sperren: arbeiten].
  • [Sperren: Na ja!] Wenn man dem die Möglichkeit gibt? Welche Eltern geben …
  • Nein!
  • … dem Kind schon so ein großes Stück Papier?
  • Ein Kind kann gar nicht … äh … ähm … mit dem … mit dem Körper … mit seinen … mit … mit dem Armumfang …
  • Du legst es doch auf den Boden! Und das Kind kann drauf herumlaufen.
  • Ja aber es entstehen doch keine großen Kreise. Es werden immer kleine Kreise. Weil der Armumfang einfach zu …
  • Hast du …
  • … klein ist.
  • Hast du schon einmal Kinder gesehen, wenn sie auf der Straße mit Kreide malen?
  • Hab ich einmal gesehen. Bis der Bus vorbeikam!
  • [Lachen.]
  • Auf dem Fußweg! Oder wo sie malen können. Ja da malen sie auch größer.
  • [Sperren: Wirklich?]
  • [Sperren: Natürlich!]
  • Ich dachte immer, die haben ein kleines Blickfeld.
  • Du gibst … Du gibst denen die Möglichkeit, dass sie sowas machen können.
  • Okay. Dann werde ich Emma jetzt so ein großes Blatt geben. Ey cool! Ich geb ihr mal wirklich ein großes Blatt! Ich nehme eine riesen große Rolle mit!
  • Und legst sie auf den Boden.
  • Und leg' es auf die … auf den Boden und …
  • Sie kann machen was sie will.
  • … große Stifte. Und … Und sie darf da rübergehen und einfach mal groß zeichnen.
  • Mach das mal!
  • [Sperren: Das] ist eine gute Idee.
  • Und ich glaube, das ist nämlich schon ein Punkt. Sie bekommt immer diese A4-Blätter. Dann sollen sie mal machen.
  • Ich dachte ja eher immer, … ähm … äh … ähm … Ich meine, ein kleines Kind hat nun einmal einen kleineren … kleines Sichtfeld vielleicht.
  • Sie kann doch mit dem Stift … [Sperren: Puuuuh!] … das ganze Bild abgehen.
  • Die Frage ist, ob es das macht. Oder ob es sich verkriecht in … äh … in eine Ecke. Weil es sich da wohl fühlt.
  • Das hängt bestimmt auch wieder vom Kind ab. Die einen werden das machen. Die anderen nicht. Warum weiß ich jetzt ja nicht.
  • Aber das ist jetzt interessant. Weil das wäre für mich jetzt eigentlich ein Alleinstellungsmerkmal von einem älteren Menschen gewesen. Das er groß arbeiten kann. Im Gegensatz zu einem Kind. Aber wenn jetze hier Emma plötzlich auch ganz groß machen würde, dann können wir uns jetzt fragen: Hat's [Fußnote: Die Arbeit in der Galerie.] vielleicht ein Kind gemacht?
  • [Lacht.]
  • Wenn … Wenn wir das hier vor uns sehen.
  • Wollen wir mal …
  • Wie heißt denn die Arbeit?
  • [Pause.]
  • [Blätterrascheln.]
  • Was mir bei der übrigens gefällt, ist, dass die extrem im Gegensatz zu allen anderen ist. Ne?
  • [Blätterrascheln.]
  • Ja.
  • Vielleicht gehört sie hier gar nicht dazu.
  • Sie hebt sich damit ab. Das war ja auch schon ein … Das ist übrigens auch, was ich heute schon sagte.
  • Hebt sich zu den anderen Arbeiten ab.
  • Sie hebt sich ab.
  • Sie gehört gar nicht dazu! Das ist eine ganz andere Arbeit hier.
  • Ich finde die hier gar nicht.
  • Ich gucke mal eben vorne.
  • Aber vielleicht liegt … [Verschwindet im Hintergrund.]
  • [Pause.]
  • Marianne Eigenheer.
  • [Mann redet laut im Hintergrund.]
  • [[Sperren: Knips.]]
  • [Pause.]
  • [[Sperren: Knips.]]
  • [Pause.]
  • [[Sperren: Knips.]]
Haltestelle an der Kunstakademie, Lackstift, Düsseldorf, Haltestelle Ratinger Tor, ca. 1983, Gereon Inger
Haltestelle an der Kunstakademie, Lackstift, Düsseldorf, Haltestelle Ratinger Tor, ca. 1983, Gereon Inger
Picasso Signatur, in einem Selbstbildnis, 1906
Picasso Signatur, in einem Selbstbildnis, 1906
Dürer Signatur, im Bild Feldhase, 1502
Dürer Signatur, im Bild Feldhase, 1502
Plakat Künstlersignaturen, zusammengestellt von Annette Engels, 70 x 100 cm für 3,90 EUR
Plakat Künstlersignaturen, zusammengestellt von Annette Engels, 70 x 100 cm für 3,90 EUR
Künstlersignatur Künstlersignatur voll ausgeschrieben, abgekürzter Vor- und / oder Nachname, Anfangsbuchstabe (Monogramm), figürliches oder symbolisches Zeichen seit Antike Antike bekannt, Vasenmaler Haltestelle an der Kunstakademie, Lackstift, Düsseldorf, Haltestelle Ratinger Tor, ca. 1983, Gereon Inger kuenstler-signatur4-k.jpg Verbreitung Künstlersignatur seit Renaissance Renaissance mit veränderter Rolle Künstler Picasso Pablo Picasso Signatur, in einem Selbstbildnis, 1906 kuenstler-signatur2-k.jpg Picasso, nur Nachname mit Unterstrich, wirkt sehr selbstsicher gegenüber Vor- und Nachnamen bei mir: Fröhlich Dürer Albrecht Dürer Signatur, im Bild Feldhase, 1502 kuenstler-signatur3-k.jpg Signatur passt gut zu Grafiken bei mir: FR, doppelt leicht nebeneinander, steht für FR-iedrich FR-öhlich vielleicht anfangen mit Friedrich Fröhlich, zu F. Fröhlich, zu Fröhlich davor keine Signatur: unsichere Phase, eigene künstlerische Arbeit in Frage gestellt nach Fröhlich eventuell wieder keine Signatur: Vergänglichkeit Vergänglichkeit akzeptiert, stehe über persönlichem Ruhm, Markierung würde zu verhüllten Arbeiten passen Plakat Künstlersignaturen, zusammengestellt von Annette Engels, 70 x 100 cm für 3,90 EUR kuenstler-signatur1-k.jpg Archiv Sammlerstempel / Künstlersignaturen / Monogramme Standpunkt schon vor Jahren viel zu viel signiert, wahllos versuchen das rückgängig zu machen, übermalen, überzeichnen, ausschneiden auch wenn Verhüllung verhüllt selber nicht das Kunstwerk: eventuell auf Rückseite signieren, stellvertretend für nicht sichtbare Arbeit Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Mhm.
  • Und genauso gab's auch Momente, wo er Farbe drüber gezogen hat und ich dachte: Na ja … äh … Auf Rot hätte ich jetzt nicht Gelb drübergezogen. Sieht ein bisschen kacke aus. Äh … Und er selber hat dann auch alles hingeworfen und hat gesagt: Heute ist nicht mein Tag! Also das hat mich beeindruckt.
  • Mhm.
  • Ähm … Also … ähm … Er … äh … Er gibt schon mehr hinein. Aber um deine Frage zu beantworten: Ich glaube nicht, dass er in dem Moment Moment , als er das gemacht hat, … Ach so. Du hattest … Du wolltest ja wissen, ob er sich Gedanken über die Größe gemacht hat. Ich …
  • Nee. Größe nicht.
  • Also. Na, du sagtest …
  • Ob es ihm vordergründig [Sperren: um] die Größe, um die Materialität Materialität , oder ob da noch irgendeine andere Intention Intention bei ihm …
  • Also ich glaube …
  • … war. Will er was verarbeiten? Oder keine Ahnung was.
  • Ja. Also …
  • Ich kenne ihn jetzt nicht so.
  • Ähm … Ich glaube, dadurch, dass er so viel experimentiert, auch mit unterschiedlichen Sachen … Er hat ja noch eine Zeit lang fotografiert.
  • Ja.
  • Also ganz weit weg von der Malerei. Er sucht halt seinen Weg. Und den sucht er glaube ich heute noch.
  • Als Millionär.
  • Äh … ähm … Und … äh … Ich glaube, dass er eben in dieser Form genau das gefunden hat, was er in dem Moment finden wollte. Oder wo nach er gesucht hat.
  • Mhm.
  • Äh … Wo ich mir aber fast sicher bin, ist, dass … dass er auch diese Größe gewollt hat. Ähm … Weil er vielleicht gemerkt hat, dass … äh … äh … dass … äh … die selbe Technik in klein passt nicht zu ihm. Wirkt nicht zu ihm. Ist nicht das Ergebnis, was er haben möchte. Ähm … Und da bin ich mir fast sicher, dass er … [Sperren: Ja], er hat nach der Größe gesucht.
  • Schaffen für Geschäftsidee
  • Er hat aber da … Also … Hat er dabei schon an eine Geschäftsidee gedacht? Oder so ans Geld verdienen? Deshalb die Größe? Oder denkst du, er hat die Größe gemacht, um mehr Ausdruck reinzubekommen. Was er … Wo er denkt, mehr reinstecken zu können.
  • Also ich glaube, da muss man ganz doll differenzieren. In dem Moment, wo er das gemacht hat, wollte er sich wahrscheinlich selbst verwirklichen. Und wollte … wollte zeigen … äh … welche Befähigung, welche Begabung er hat. Ja? Was er besser vielleicht machen kann als andere.
  • Mhm.
  • Alleinstellungsmerkmal
  • Vielleicht hat er auch nach einem Alleinstellungsmerkmal gesucht.
  • Das ist schon wieder Marke. Das ist schon wieder Geschäft Kunstmarkt .
  • Ich … Ich … Ich weiß es nicht. Ob er sich genau diese Gedanken gemacht hat. Aber ich könnte es mir vorstellen. Wenn [Sperren: ich] es machen würde, würde ich so kopfmäßig rangehen. Deswegen bin ich vielleicht auch kein Künstler.
  • Krankenkassen-Mensch!
  • Auch kein Krankenkassen-Mensch! Äh … Was aber im Nachhinein sich herausgestellt hat - und das ist das Coole daran -, dass nämlich das, was er geschafft hat, ein Geschäftsmodell ist und auch marktfähig ist. Und das schaffen nur wenige Künstler, die sich Künstler [Sperren: nennen]. Nämlich genau das. Das schaffen [Sperren: so] wenige. Und er gehört dazu. Und er hat's geschafft. Äh … Und das [Sperren: beweißt] mir, dass, wenn jemand etwas macht, nur des Machens wegen, aber dieses Ding wird [Sperren: nie] einen materiellen Wert bekommen. Dieses Ding wird nie eine Marktfähigkeit bekommen. Dieses Ding wird sich nie zum Geschäftsmodell entwickeln. Dann wird das [Sperren: niemals] diese Aufmerksamkeit erregen. Da bin ich mir [Sperren: ganz ganz ganz] sicher.
  • Hat aber nichts damit zu tun … äh …Also was du unter Kunst verstehst, das ist lediglich geschäfts…
  • Das sind unterschiedliche Dinge. Also …
  • Okay.
  • Was ich unter Kunst fasse und … äh … was Kunst wird …
  • Aber Geld kommt [Sperren: viel] bei dir vor. So. Geschäftsidee hast du ja als Grundlage, als Ausgangspunkt gesehen. So. Das ist …
  • Geschäftsmodell.
  • Geschäftsmodell. Kunst als Geschäftsmodell. Genau.
  • Kunst ist …
  • Ist …
  • … Geschäft.
  • … Geschäftsmodell.
  • Wie hab' ich's gesagt?
  • Na [Sperren: Kunst ist gleich Geschäftsmodell.]
  • Genau. Kunst ist auch … ist Geschäftsmodell. Genau.
  • Mhm.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Warte mal ganz kurz.
  • [Sperren: Denn wenn] …
  • [Sperren: Ich finde] …
  • … [Sperren: kein] Geschäftsmodell wäre …
  • Ja.
  • Wenn der Künstler nicht den Anspruch hätte, damit Geld …
  • Ja.
  • … verdienen zu wollen, verdienen zu müssen, … ähm … würde es irgendwann [Sperren: nicht] in den teuren Galerien, in den …
  • Ja.
  • … teuren Museen hängen.
  • Ja.
  • Es würde [Sperren: nicht] von Sammlern gesammelt werden und es würde nicht hinter Tresorräumen verschwinden. Es würde [Sperren: nicht] in … äh … Räumen hängen, die hochklimatisiert, hochgesichert sind. Ähm … ähm … Ja. Punkt.
  • Geradenbilder als Marke
  • Ich … äh … hatte halt … Also ich hab' mir darüber auch schon Gedanken … äh … gemacht. Was wäre, wenn ich jetzt … ähm … äh … plötzlich bekannt werde. Mit den Geradenbildern. Eben so. Und hab' mir dann die selbe Frage bei Leuten gestellt, die eben schon bekannt, berühmt, mit irgendeinen …
  • In [Sperren: diesen] sehe ich übrigens ein Geschäftsmodell.
  • Ich weiß! Ich weiß! Das hast du mir stän… ständig gesagt.
  • Ja.
  • Ähm … Das …
  • Ich sehe auch einen Marktwert darin.
  • [Sperren: Ja], ich weiß. Aber das … Ich fühle mich extrem unwohl, wenn ich das … wenn ich darüber nachdenke, dass das zu einer Marke wird. Und ich am Ende, glaube ich, … äh … nur noch etwas schaffe … ähm … weil es eine Geschäftsmodell … weil ich es als Geschäftsmodell betrachte. Und nicht, weil ich damit etwas ausdrücken oder etwas … etwas aus mir rausholen möchte. Was … Was raus wollte. Warum … Wo ich halte [Sperren: denke], dass Kunst etwas sein sollte, was … was irgendwie aus dem Künstler heraus [Sperren: will]. So. Und nicht etwas, was … was … was die da draußen [Sperren: wollen]. Weißt du? Nicht … Nicht extrinsisch. Sondern intrinsich. Sollte die Motivation, [Sperren: denke ich], sein. Das wäre mein Ideal. So. Und wovon du aber immer redest, ist schon extrinsich. Also es kommt von Außen. So. Die Bestätigung kommt. Also macht man noch mehr. Noch größer vielleicht. Äh … Noch mehr Bestätigung kommt. Man kann damit Geld verdienen. Das ist ein Geschäftsmodell. So. Ähm … Ich …
  • [Pause.]
  • Denkst du jetzt aber wirklich … Ich meine, ich stehe dem halt kritisch gegenüber. Denkst du denn jetzt wirklich, dass … dass die Künstler, oder die Kunst, die nicht … ähm … nicht groß, nicht bekannt und nicht viel Geld kostet, dass die deshalb weniger … äh … Kunst ist? In dem [Sperren: Trichter] weiter in …
  • Okay.
  • … In deiner [Sperren: Trichter-Idee] ja nicht so weit vor kommen. Wie …
  • Meine Angst vor Bekanntheit
  • Ja. Also um es mal ganz … ganz [Sperren: hart] … äh … zu formulieren: Äh … Es tut mir Leid, dass du Angst hast, bekannt zu werden.
  • Das ist mein Minderwertigkeitskomplex.
  • Das … äh … Mal so ganz hart formuliert. Die Frage, die du gerade gestellt hast: Ähm … Jeder kann sich selbst im Leben verwirklichen. Ja? Und … Und … Und wenn sich da jemand selbst verwirklichen will, in dem er Bildchen malt, … äh … Tonschälchen bastelt, …
  • [Sperren: Ach schön!] Das will ich auch!
  • … Klangmelodien … äh … schafft.
  • So hobbymäßig meine ich! Einfach.
  • Ähm … ähm … Oder kleine Häkeldeckchen …
  • [Sperren: Ja!
  • … macht. Oder … ähm … für den Dackel kleine Söckchen strickt. Äh … Also jeder kann sich selbst verwirklichen im Leben. [Sperren: Aber] … äh … Soll sich doch bitte nicht als [Sperren: Künstler] bezeichnen.
  • Also die Sachen würdest du nicht gleich in ein Museum reinstecken. Sondern das soll halt jeder für sich selber sozusagen abmachen.
  • Das ist … Das ist eigentlich ganz toll, dass … äh … äh … dass, wenn man etwas macht, was ihm … was ihn befriedigt …
  • Ja.
  • Geld verdienen, um sich zu verwirklichen
  • Was ihn glücklich macht. Äh … Das hat man … Das wird zunehmend seltener. Ja? Im Leben. Weil manche haben das Gefühl, sie müssten arbeiten gehen, … äh … um … äh … Geld zu verdienen. Und … äh … Sie verlieren so schnell aus dem Blick, dass das Geld eigentlich ja nur dazu dienen soll, um zu [Sperren: leben]. Nämlich um sich seine Träume zu verwirklichen. Ähm … ähm … Und wenn es jemanden gibt, der sagt, ich mache etwas, was mich glücklich macht, das macht mich aus, aber ich muss damit kein Geld verdienen. Ich bleibe mein Leben lang arm. Dann ist das schön. Aber …
  • Das kann trotzdem große Kunst sein. Oder nicht?
  • Äh.
  • [Sperren: Nachträglich]. Meinetwegen.
  • Es kann …
  • Nach dem Tod Sterben .
  • … in seinen Augen große Kunst …
  • Ja.
  • Ähm … Dadurch, dass es vielleicht den größeren Markt nicht zugänglich wird, … äh … wird man nicht aufmerksam darauf. Und … ähm … Es wird sich auch kein Sammlerwert [Sperren: bilden]. Ähm … Ob es nach dem Tod …
  • Na ja, das ist eigentlich uninteressant.
  • … dazu führt … Das weiß man nicht. Und vor allen Dingen: Der … Der … Derjenige, der das geschaffen hat, wird's nicht mehr erfahren.
  • [Pause.]
  • Was ich … ähm … Ich lese gerade ein Buch. Äh … ähm … Von … ähm … Sol… Zola. Das Werk.
  • Mhm.
  • Und auch in anderen Büchern … Ich habe jetzt ein paar Bücher gelesen über Künstler, wie sie über … über Kunst denken. Und das sind so manchmal … äh … Erzählungen. Wo erzählt wird von einem Künstler, von einem Maler und wie er lebt und … und …
  • Ja.
  • Ideal: Kunst soll Künstler überleben
  • … und woran er zweifelt. Und so weiter. Und bei dem jetze … ähm … kommt für mich zum Beispiel raus, was ich sehr sehr mag … Das ist halt so ein Ideal, dass … äh … dass der Künstler etwas schafft … ähm … was ihn überleben soll. Das … Das ist irgendwie so der Drang, etwas Bleibendes zu schaffen. Und das alles … ähm … eigentlich ziemlich schnell vergeht. Der Körper vergeht. Die Gedanken gehen weg. Aber wenn du halt eine Statue machst … Das war noch von einem anderen Buch, was ich gelesen habe. Ich suche das noch raus. Ähm … äh … Das überlebt in einem Kloster. Da ging's um eine Marienstatue. Glaube ich. Das überlebt sein eigenes kleines irdisches Leben. Er kann sich sozusagen … äh … froh darüber sein, er hat etwas geschaffen, was die Welt überdauert. So. Das ist halt so … so eine Idee von: Kunst wäre etwas Höheres. Etwas, was viel weiter reicht als ein menschliches Leben kann. Und wenn du halt von den Häkelsachen redest oder so, dann ist das halt etwas, was tatsächlich bloß in diesem einen Menschenleben etwas bedeutet. Wenn wir aber über große Skulpturen, also in Kirchen oder so, reden, dann ist das ja schon etwas, was geschaffen wird, was den Menschen überdauern soll. Die Generation. Und ich denke, genauso ist das auch bei solchen Werken, die dann groß gekauft werden. Irgendwie. Die werden ja nicht gekauft, spekulativ halt, dass sie … ähm … wenn der Künstler tot ist, plötzlich auch nichts mehr wert sind. Sondern die werden ja maximal in ihrem Wert netterweise steigen. So. Ähm … Also, dass das eine Motivation für einen Künstler ist … ähm … etwas zu schaffen. [Sperren: Nicht] wegen des Geldes jetze. Was es [Sperren: jetzt] gibt. Sondern … Sondern wegen dem, dass es sein Leben … sein kurzes kleines irdisches Leben, überdauern wird. Kannst du das nachvollziehen? Als Idee? Ich hatte es jetzt halt bloß in einer Erzählung gehört und …
  • Mhm.
  • … war [Sperren: begeistert] davon. So dieses … Dieser [Sperren: Drang] halt … äh … ähm … dieses kleine Leben zu … zu … [Sperren: Wobei], in diesem … [Sperren: Nee] … Das war von Hermann Hesse. Narziss und Goldmund. Da … ähm … Der hat dann aber eingesehen, … ähm … dass auch diese Statuen irgendwann einmal … ähm … verschwinden werden. Und so weiter. Also, dass auch das vorbeigehen wird.
  • Ich kann es … Ich kann es nachvollziehen.
  • Wäre das für dich ein Grund, eine Motivation für einen Künstler, was zu machen? Außerhalb des Geldes?
  • Das mag auch … Das mag auch ein Baustein, durchaus, sein. Als … Als Antrieb. Als Motivationshilfe. Aber das ist mir zu eindimensional. Das ist mir zu … Das ist mir zu flach gedacht. Weil …
  • Ich denke [Sperren: nur] flach.
  • Ähm … ähm … Auf der einen Seite zeigt es halt so ein bisschen Selbstzweifel auf … ähm …
  • Aber [Sperren: sowas] von. Natürlich!
  • Wer bin ich. Was bin ich. Was macht mich aus.
  • Ja. Und was mach' ich für ein Zeug da eigentlich?!
  • Was hinterlasse ich. Welchen Fußstapfen.
  • [Sperren: Ja]!
  • Und wenn man schaut, wie viele Milliarden … Wieviele Menschen leben eigentlich …
  • Ja.
  • … auf diesem Planeten?
  • Siebenirgendwasmilliarden.
  • Siebennochwasmilliarden. Äh … äh …
  • [Sperren: Aktuell]. Es haben aber schon viel mehr gelebt. Ne?
  • Und … Und … äh … Und wie schlimm wäre es, wenn jeder das Gefühl haben muss, er müsse was hinterlassen! Auf diesem …
  • Ja.
  • … Planeten. Ja?
  • Dann wäre die Umwelt kaputt.
  • Vergänglichkeit in der Kunst aufhalten
  • Und … äh … Vor allen Dingen auch diese [Sperren: Angst] vor Vergänglichkeit.
  • Ja.
  • Die wir Menschen ja auch haben. Also auch die … die Angst … ähm … unsere Jugend zu verlieren. Ja?
  • Die steckt … Das … Das steckt übrigens in vielen Skulpturen und so weiter drinne. Wenn du dich als Junger fotografierst, …
  • Natürlich.
  • … oder ein Objekt machst … Du … Da konservierst du die Jugend. Auch wenn sie tot ist.
  • Natürlich.
  • Aber du willst ein Bild festhalten. So.
  • Ähm.
  • Von damals.
  • Angst/Zweifel Zweifel als Antrieb
  • Aber das als Antrieb zu nehmen. Diese [Sperren: Angst] als Antrieb zu nehmen, dass mag ein Baustein sein …
  • Zweifel.
  • Das mag auch … Ja, oder auch Zweifel … Mag auch in gewissen Situationen helfen. Aber … ähm … Ich würde es niemals … äh … als Alleinstellungsmerkmal nehmen. Weil es gibt so viele andere Dinge die … die auch mich überdauern. Also sei es darum, dass ich ein Kind zeuge. Das wird mich überdauern. Ähm … Sei es, dass ich ein Haus baue. Das wird mich überdauern. Sei es, dass ich einen Wald anpflanze. Auch dieser wird mich um hunderte von Jahren überdauern. Ähm … äh … Also dieses … ähm … Ja auch die Ägypter. Die hatten ja schon die Pharaonen. Die hatten ja wahrscheinlich auch schon dieses Verständnis, dass die Zeit, die danach kommt … Ja? … Dieses Überdauern und so … Ist mir zu einfach. Aber ich kann's nachvollziehen. Ja.
  • Ja. Das führt auch gerade in eine falsche Richtung. Weil ich gerade merke, das kriegst du als Ausstellungsbesucher nie mit. Wenn du so ein Bild siehst. Oder hier so … [Nicht verständlich, 2:38:30.]
  • Das ist ja auch eine subjektive Einstellung. Des Künstlers.
  • Na ja, aber der schafft das ja. Und du siehst das, was er geschaffen hat. Und wenn du nicht das siehst, warum er das geschaffen hat, …
  • Na gut. Der nächste sagt halt: Äh … Ich wurde in der Schule immer gehänselt und will jetzt beweisen, dass ich erfolgreicher bin als alle anderen. Aber das ist eben so eine … so ein subjektiver Ansporn. Den … Den … Den man nicht sehen kann. Ne?
  • Aber dir geht es jetze wieder um den Erfolg Erfolg . Den hast du jetzt wieder reingebracht.
  • [Räuspert sich.] Na ja. Wenn …
  • Mir ging … Mir ging es um [Sperren: Zweifel]. [Lacht.]
  • Ja aber ganz ehrlich. Wenn [Sperren: Kunst] wirklich den Künstler überdauert, …
  • Ja.
  • … dann hat das doch was mit Erfolg zu tun.
  • [Sperren: Aber] …
  • Denn wieviel Kunst wird [Sperren: geschaffen], was gerade den Künstler [Sperren: nicht] überdauert.
  • Im Keller mindestens schon.
  • Hobbykünstler Hobbykünstler und deren Potential
  • Also … Und vor allen Dingen … Ich habe jetzt … äh … äh … äh … ähm … Ach ja genau! Ähm … Bei uns auf Arbeit war so ein Fotowettbewerb ausgerufen. Und auch [Sperren: Fotos] können Kunst sein. Ähm … Und da hatte er … äh … äh … geschrieben, dass er von [Sperren: tausend] Bildern, die er gemacht hat, [Sperren: eins] hat er jetzt gefunden, was so passt, was er jetzt auch zeigen will. Und womit er sich auch für diesen Wettbewerb beworben hat.
  • Das war aber ein Mitarbeiter bei dir. Also der …
  • Äh …
  • … eigentlich kein Künstler ist.
  • Genau. Aber sehr sehr professionell. Und … äh … Das waren alles Mitarbeiter, die sich für diesen Fotowettbewerb … äh … beworben haben.
  • Okay.
  • Und ich war [Sperren: begeistert], wie … wieviele … äh … was für [Sperren: Potential] in den Mitarbeitern steckt. Also was die vielleicht als Hobby machen, wo ich sagen kann: Ey, ihr braucht das gar nicht als Hobby machen. Ihr könnt damit Geld verdienen. Ihr könnt professionell … ähm … Kalender gestalten. Ihr könnt damit Fotoleinwände machen. Ihr könnt … so [Sperren: tolle] Sachen mit dem machen, was ihr da … äh … in eurem Hobby … äh … Freizeit macht.
  • [Sperren: Du] siehst es wieder als Geschäftsmodell. Da haben wir's gerade wieder.
  • Ähm … Ihr könnt damit …
  • [Sperren: Das ist okay]. Ich wollte es nur noch einmal …
  • … Geld verdienen. Ja.
  • Ja.
  • Das hab' ich gedacht in dem …
  • Okay.
  • … Moment. Das hab' ich gedacht.
  • Aber Geld verdienen ist ja nicht gleich Kunst.
  • Aber sie verdienen ihr Geld mit anderen Dingen. Aber genau … Genau … Das wäre das nämlich auch. Wenn man so ein Bild sieht, was den ersten Platz im Fotowettbewerb gemacht hat. Äh … Und dann jetzt in eine Dauerausstellung geht. Äh … Bei den einzelnen Regionalstellen der … der Rentenversicherung. Äh … Oder vielleicht auch im öffentlichen Raum ausgestellt wird … Muss man schon sich die Frage gefallen lassen: Ist das nicht auch ein Künstler? Ja? Ist das nicht auch Kunst, was er dort geschaffen hat.
  • Hast du aber nicht vorhin gesagt, oder ich hab' das gesagt, wenn es bloß einmalig ist oder so, dann … Dan muss etwas wiederholt werden. Da muss …
  • Also jemand, der [Sperren: tausend] Fotos macht um ein Gutes zu finden, …
  • … und nur [Sperren: einmal] auszustellen.
  • … ist nicht … ist nicht der, der … äh … äh … der … der das nur einmal macht. Sondern er zeigt halt eine Wiederholungsabsicht. Und er wird weiter fotografieren. Er wird sich bei weiteren Wettbewerben beteiligen. Er wird weiterhin hoffen, dass seine Kunst … seine Art … sein Schaffen … gezeigt wird. Und damit … äh … gehört er schon einmal mit in diesen Trichter, … äh … Kunst zu machen.
  • Einschränkung in Größe wegen fehlendem Atelier
  • Geschäftsmodell. [Lacht.] 'tschuldigung. Ähm … Dein kleines Bild. Warum hast du das gemacht?
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Sommerbaum, Edmont Kies, 2006, Öl auf Leinwand
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Rahmung Kosten Rahmung 1 A4-Format, ohne Distanzleiste: 20 EUR 2 A4-Format, Distanzleiste: 31 EUR 3 Sonderformat (A4-Format + 1 cm oder ähnliches dazu, damit Papierarbeit komplett sichtbar), Distanzleiste: 46 EUR 4 Sonderformat (A2-Format + 1 cm oder ähnliches dazu), Distanzleiste: 96 EUR umsetzen Rahmenhersteller fragen, ob sie Papiermuster für Leisten und Rückkarton zuschicken können (Reinweiß, Naturweiß, Altweiß) HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 beide rahmenlose Bilderhalter verwerten, danach A2-Arbeiten mit Klammern befestigen ebenfalls bei Ganzkörper-Collage Collage , danach weitere Collage mit Klammern und Tonpapier dahinter befestigen Preis nach Rundgang für A2-Arbeiten nicht mehr 100 EUR sondern 400 EUR (Unikat bzw. Auflage 1 + 1 K. E., mit Distanz-Rahmung 500 EUR) umsetzen doch nur ein A2-Selbstporträt Selstbildnis ausstellen, dafür Auflage 5 + 1 K. E.? dann würde der Gesamtpreis immerhin an ein Unikat herankommen heute Vorlage erstellen und kommenden Freitag / Samstag umsetzen Vorschau Selbstporträt 2017-01-21 14-28-47, eventuell Auflage 5 + 1 K. E. 2017-01-21-14-28-47_vorschau-k.jpg Vorschau Selbstporträt 2017-01-21 15-01-01, eventuell Auflage 5 + 1 K. E. 2017-01-21-15-01-01_vorschau-k.jpg Preis nach Rundgang für A4-Bildvorlagen (mit Distanz-Rahmung, Auflage 5 + 1 K. E.): 250 EUR Diplom Theorie Gespräch mit Oma heute beendet umsetzen zum Gespräch noch alle besprochenen Arbeiten raussuchen von Gespräch mit Alexander bleibt noch 1:40 h zu transkribieren bei 5 min = 1 min Gespräch: 500 min transkribieren = 8 1/3 h (4 Tage mit je 2 h transkribieren) Gespräch mit Oma
  • Hier hätte ich jetzt …
  • Und auch nicht bei diesem Schezan oder …
  • Ja.
  • … wie der hieß da.
  • Ja.
  • Nicht?
  • Also das Ding ist, was ich bei den Beispielen, die ich immer zeige …
  • Mhm.
  • Technik wird Künstler zugeschrieben
  • Die haben halt alle irgendwie einen Stil oder eine Technik, die denen irgendwie zugeschrieben wird.
  • Mhm.
  • Also bei Picasso Pablo Picasso das mit den Frauen, die jetzt zum Beispiel … Wo man alles …
  • Ja.
  • … noch sehen kann. Aus unterschiedlichen Perspektiven. Und man weiß sofort: Das ist doch glaube ich Picasso.
  • Ja.
  • Wenn man ihn sieht. So. Und das … Und … Und … Und … Und dir gefallen halt Bilder irgendwie, wo … die keinen besonderen Stil haben. Keine besondere Technik. Sondern …
  • Ja. Genau.
  • Dargestelltes wichtiger als Stil
  • … die halt etwas zeigen und … und die weniger einen Hinweis auf den Künstler geben als auf eine Szene. Auf … Als auf ein geschichtliches …
  • Ja.
  • … äh … Ereignis. Sozusagen.
  • Ja.
  • Das ist ja wie bei den ägyptischen Dinger.
  • Künstler uninteressant
  • Ja. Der Künstler interessiert mich …
  • Ja.
  • … da tatsächlich nicht.
  • Ja, okay.
  • Sondern das Bild. Eben.
  • Das ist ja wie bei den ägyptischen Bildern.
  • Ja.
  • Ich meine, da interessiert dich dann auch das Bild, der Inhalt. Nicht, wer das gemacht …
  • Mhm.
  • … hat. Jetzt. Unbedingt.
  • Ne. Ich glaube, das weiß man auch gar nicht.
  • Ja, ne. Ja genau. Na weil das in dem Moment Moment wahrscheinlich unwichtig ist.
  • Ja.
  • Also dir geht's nicht darum, da jemanden ausfindig zu machen.
  • Ja.
  • Das Besondere da herauszukehren.
  • Nee, ich glaube, die Künstler kennt man nicht mehr.
  • Nee. Das waren halt Handwerker, ne? Damals.
  • Ja. Das könnte so sein. [Räuspert sich.]
  • Kunststudenten Kommilitone sollen eigenen Stil entwickeln
  • Also heutigen Künstler oder Kunststudenten, die, hab' ich das Gefühl, … den … den … denen wird halt beigebracht, einen [Sperren: eigenen] Stil … eine [Sperren: eigene] Technik zu …
  • Mhm.
  • … entwickeln. Ein [Sperren: eigenes] Inhaltsding. Also das …
  • Ja.
  • … nach außen hin … Das ist wie eine Marke. Dass die nach außen hin wissen …
  • Mhm.
  • Du hast das gemacht.
  • Ja.
  • Und das kann jetzt gut oder negativ sein. Ähm … Aber das heißt natürlich, dass immer wieder irgendwelche Sachen reinkommen, die du jetzt zum Beispiel dann nicht verstehst. Weil die …
  • Mhm.
  • … zu besonders sind. Sozusagen. Wieder nicht …
  • Mhm.
  • … nicht allgemeingültig. Ne?
  • Und so … Die eben nur so Farbkleckse … [Sperren: ohne] Bild. Also jetzt meine ich auch noch nicht einmal dieses Symmetrische oder …
  • Mhm.
  • … Geometrische. Äh … Was man ja auch oft sieht. Also das sagt mir dann eben auch nichts.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • [Räuspert sich.]
  • [Pause.]
  • Mein Geradenporträt Geradenbild
  • Dann kommen wir zu dem Bild. Den Rahmen jetzt mal nicht beachten.
  • [Lacht.]
  • Nur das Bild.
  • Ja. Na das war ja hier die besondere Technik. Ähm …
  • Das Geradenbild.
  • Mit den Geraden.
  • Das Selbstporträt.
  • Gestaunt
  • Strichen. Und … äh … Da habe ich ja eben gestaunt, dass man daraus solche tollen Bilder eben machen kann.
  • Aber du sollst jetzt nicht bewerten, weil [Sperren: ich] das gemacht hab'. Sondern wirklich …
  • Ne.
  • … weil… weil [Sperren: das] ist im Endeffekt aus Linien entstanden.
  • Ja nur aus Linien.
  • Mit denen du prinzipiell erst einmal gar nichts anfangen könntest.
  • Ne. Genau.
  • Weil da die Technik wieder im Vordergrund …
  • Ja.
  • … steht. Oder der Stil.
  • Und manche Sachen …
  • Ja.
  • … davon, die sagen mir wahrscheinlich auch nichts. Aber … ähm … Viele Linien ergeben eben tatsächlich ein [Sperren: Bild].
  • Mhm.
  • Und das ist das Interessante dabei. Sogar richtige Augen. Richtiger Blick. Und …
  • Mhm.
  • van Gogh Vincent van Gogh versus Ich
  • … richtiger Ausdruck!
  • Bei van Gogh war das aber auch so.
  • Was dabei herauskommt.
  • Van Gogh hat viele … viele Striche genommen und hat daraus Selbstbildnisse geformt. Oder halt Landschaften. Ne?
  • Mhm.
  • So. Das ist das Selbe, nur halt jetzt nicht Malerei.
  • Ne. Das würde ich auch nicht als Malerei bezeichnen.
  • Das ist Grafik eben. Ja.
  • Oder ich weiß nicht, als was …
  • Zeichnung.
  • … ich das bezeichnen …
  • Zeichnung.
  • … äh … äh… Eine Zeichnung würde … würde … Das hat nichts mit Rembrandt Rembrandt van Rijn oder … Irgendwie kann man das ja nicht vergleichen.
  • Mhm.
  • Ähm … Das ist eine völlig andere Technik eben. Kein Gemälde.
  • Mhm.
  • Sondern … ähm … ja … Was Mathematisches. Oder … Oder …
  • Nee, muss ja noch nicht einmal sein.
  • Oder … Oder … Oder so dann eben. Nicht? [Räuspert sich.]
  • Aber was ist jetzt … Also kannst du damit jetzt mehr anfangen als mit einem Bild von … von … ähm … von van Gogh?
  • Ja.
  • Wo wir das auch mit den Linien gesehen haben? Wo du gesagt hast …
  • Ja.
  • Getreide = Linien
  • … bloß dieses … dieser … dieses Getreidefeld unten … Damit kannst du was anfangen!
  • Ja.
  • Weil so Getreide für dich aussieht. Weil, der arbeitet mit Strichen.
  • Mhm.
  • Farbigen.
  • Ja.
  • Malerei. Das ist jetzt aber egal. Ob Malerei für mich. Oder so was.
  • Ja.
  • Sondern …
  • Ja im Moment kann ich mit dem Bild ja noch mehr anfangen als mit den Strichen von …
  • [Sperren: Warum]! Das sind Striche.
  • Ja ja. Von van Gogh.
  • Weil es ein Bildnis ist? Eine … Eine Person? Die dargestellt ist? Nee, eigentlich nicht. Weil Picasso hat ja auch eine Frau dargestellt.
  • Ja. Mit der kann ich nun wieder nichts anfangen. [Lacht.] Ja.
  • Picasso / van Gogh versus Ich
  • Okay. Bei Picasso haben wir … Er hat die Form … äh … äh … ähm … sehr verzerrt. Oder?
  • Ja.
  • So. Bei van Gogh… Der hat die Form vereinfacht. Indem er halt … äh … äh … statt ganz kleine Minipunkte, die man ja nicht sieht …
  • Mhm.
  • … halt … äh … ähm … lange … dicke Linien genommen …
  • Mhm.
  • … hat. Und trotzdem waren halt die Bilder natürlich … ähm … gemalt. Also … ähm … äh … nicht … nicht kopiert. Von der Natur. Sondern …
  • Ja. Ja.
  • … neu gemacht. So.
  • Ja.
  • Hier, bei diesem Geradenbild, steckt ja ein Foto dahinter. Also wirklich ein Abbild …
  • Mhm.
  • … von mir.
  • Mhm.
  • Und das wurde bloß in Geraden umgewandelt. Das sieht also sehr fotorealistisch aus, wenn du es von Weitem …
  • Ja.
  • … betrachtest. Ne?
  • Jaja. Also wie gesagt. Ich würde das nicht mit anderen Bildern vergleichen wollen. Weil es …
  • Na [Sperren: musst] du aber.
  • … total andere Technik ist. Und … Und … Das ist eben … Das bewundere ich eben. Dass dabei ein [Sperren: Bild] herauskommt.
  • Ja.
  • Nur Geraden!
  • Ja. Aber weiter spricht dich das jetzt nicht an? Irgendwie. Außer, dass die Technik sich sehr hervorhebt.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Muss] es nicht.
  • Na ja. Das Bild hier schon. Aber … Aber da waren so einige dabei, die hätten mich nicht angesprochen. Eben.
  • Mhm.
  • Lebendiges Bild durch Blick, Mund, Wangen
  • Und das Bild … Ja das ist … ist lebendig. Das ist … ja … ja … anatomisch richtig. Oder was weiß ich.
  • Warum lebendig.
  • Ja, weiß ich nicht. Der Blick. Äh … äh … Die Mundhaltung. Und dann sieht man hier von den Wangen wie so ein bisschen von der Muskulatur. Oder so.
  • Mhm.
  • Also …
  • Bewegung
  • Warum siehst du [Sperren: hier] … Also ich [Sperren: möchte] das! Ich [Sperren: möchte] Bewegung mit den Linien darstellen!
  • Ja.
  • Darum ging es mir.
  • Ach so.
  • Warum … Warum erkennst du hier die Bewegung …
  • Ja.
  • Aber warum siehst du die bei van Gogh nicht. Bei seiner … bei … bei … seinem Landschaftsbild. Wo ja auch sozusagen die Linien die …
  • Ja. Da sehe ich in dem Getreidefeld …
  • Ja.
  • … eine Bewegung. Wo der Wind da so … so drüber geht. Und das andere … Tja.
  • [Pause.]
  • Na ja. Es ist nicht natürlich. Aber wie gesagt. Ich möchte diese Bilder [Sperren: nicht] mit den anderen vergleichen. Weil das so eine total andere Technik ist.
  • Na ja. Aber wenn's dir bloß um die Technik geht …
  • Das ist ja kein Gemälde! Kein Gemälde.
  • Das ist eine Zeichnung.
  • Oder Zeichnung.
  • Ne. Das ist eine Zeichnung.
  • Ach das nennt sich auch Zeichnung.
  • Das ist eine Zeichnung. Natürlich.
  • Mhm.
  • Da ist er ja mit einem Stift sozusagen die Linien nachgegangen.
  • Mhm. Aha.
  • Kinderzeichnungen Kinderzeichnung
  • Dann nehmen wir … äh … eine Zeichnung.
  • Mhm.
  • Da wo ich bei dir war.
  • Ja. Mit … Was Emma Emma gemalt hatte. Oder?
  • Ne. Was [Sperren: ich] gemalt habe.
  • Ach als … Ja.
  • Jetzt habe ich's ja geschafft, dass du denkst, das ist von einem Kind!
  • [Lacht.] Ja.
  • Zeichnung "Bei Oma zu Besuch"
  • Heißt "Bei Oma zu Besuch".
  • Mhm.
  • Das hast du ja auch. Ich habe dir da ja nen …
  • Ja stimmt. Das hast du gemalt. Mit dem Besen hier. Ja.
  • Was ist da bei dir … Was schwirrt da durch den Kopf?
  • Mhm.
  • Schön ist es nicht?
  • [Räuspert sich.]
  • Proportional … ähm … so harmonisch auch nicht. Höchstwahrscheinlich.
  • Nee, also ich würde sagen … Das eben als Kinderzeichnung ansehen. Und das Kind sieht eben schon allerlei. Das sieht da einen Kopf. Einen Besen. Ne dicke fette Oma. Oder was das da sein soll. [Lacht.] Ja. Oder so. [Räuspert sich.] Aber es ist eine Kinderzeichnung. Und dann sind da … Was weiß ich. Fliegen. Oder …
  • Mhm.
  • Oder Bienen. Oder irgend sowas.
  • Mhm.
  • Da noch!
  • Fliegen. Ja.
  • Ja.
  • Wenn du das jetzt aber mal so vergleichst. Eben mit mit den realistischen … also den realistischen Malereien. So.
  • Ja.
  • Zugang zu kindlichen Zeichnungen
  • Du kannst mit denen natürlich mehr anfangen.
  • Ja.
  • Das weiß ich jetzt. So.
  • Ja.
  • Aber hast du hier einen Zugang, [Sperren: weil] es kindlich aussieht? Weil es ja sozusagen aus einem … dem normalen Menschen sozusagen herauskommt, wenn er noch klein ist. Darum … Darum ging's mir ja im Endeffekt.
  • Ja.
  • Etwas zu machen, was jeden Menschen etwas angeht.
  • Ja.
  • Weil jeder Mensch das als Kind gemacht hat. Wenn er Stifte und ein Papier bekommen hat. So. Also, dass du auch einen Zugang dazu findest. Ne? Und das nicht fremd bleibt.
  • Also. Nee. Da finde ich schon einen Zugang. Und du müsstest jetzt eben Emmas Zeichnungen sehen. Die jetzt richtige Köpfe malt. Mit Augen. Und Mund. Und so.
  • Mhm.
  • Also. [Räuspert sich.]
  • [Geht die kindlichen Arbeiten durch.] Nur mal durchblättern … Nee, ich gucke jetzt erst einmal.
  • [Lacht leise.] Dann aber alles deine Gemälde. [Lacht.]
  • Ja.
  • Ja.
  • Das sieht nicht kindlich aus. Das auch nicht. Das vielleicht noch hier.
  • Fahrrad.
  • Mhm.
  • Mhm.
  • Aber einen wirklichen Zugang hast du …
  • Sonne in kindlicher Zeichnung und bei Mondrian Piet Mondrian
  • Im Hintergrund eine Sonne.
  • Ja.
  • Na ja …
  • [Sperren: Wieso] siehst du [Sperren: hier] die Sonne, aber bei Mondrian nicht!
  • Bei wo?
  • Beim … Bei Mondrian! Wo wir uns das Waldbild angesehen haben. Wo der große gelbe Fleck oben rechts war. Wo ich dann noch sagte, das könnte die Sonne oder Mond sein. Und du hast es erst …
  • Ach so diese Waldlandschaft. Ja.
  • Ja.
  • Nee. Weiß ich nicht. Warum ich den nicht gesehen hab'.
  • Na, da war ja ein riesengroßer gelber Fleck.
  • Aha. Na gut. Dann hab' ich's nicht kapiert.
  • [Pause.]
  • Ja.
  • Na kann das vielleicht sein, dass du hier die Symbole der Kinder sozusagen in diesem Bild … ähm … ähm … Was du gelernt hast sozusagen, dass Kinder so zeichnen. Und was es dann sein könnte. Sozusagen … Hier direkt damit verknüpfen kannst. Und nicht erst …
  • Wahrscheinlich.
  • … in eine fremde … äh … So ganz neu denken musst?
  • Äh … Ja. Sicherlich ist das, was ein Kind sich vorstellt. Die Sonne ist ja groß.
  • Es war heiß vielleicht. Deshalb ist die Sonne groß. Ne?
  • Mhm. Gut. Da im Wald hab' ich sie nicht erkannt. Und so eine [Sperren: richtig] schöne Landschaft … äh … Hast du da irgendwie ein Beispiel? [Räuspert sich.]
  • Na, ich nehme mal ein Beispiel von einem …
  • [Tippgeräusche.]
  • klassischen Maler.
  • [Tippgeräusche.]
  • Bild vom Hobbykünstler Hobbykünstler interessant
  • Ach dieser einzelne Baum. Der ist auch schön. Ja.
  • Wo? Hier?
  • Der hier.
  • Hier. Äh … Das ist von einem Hobbykünstler. Glaube ich.
  • [Betrachten das Bild "Sommerbaum", Edmont Kies, 2006, Öl auf Leinwand.] Sommerbaum, Edmont Kies, 2006, Öl auf Leinwand sommerbaum-k.jpg
  • Mhm.
  • Ah … Da gucken wir uns das an.
  • Na, muss nicht sein.
  • Doch, doch. Deshalb gucken wir uns das jetzt an.
  • [Lacht.] [Räuspert sich.]
  • Es geht ja nicht darum, …
  • Ich meine, ich hätte das …
  • … die riesengroße Kunst … Sondern …
  • … schon einmal gesehen. Ja.
  • Hier steht … äh … Landschaft von Edmund Kies. Kenn… Kenne ich jetzt nicht. Wird irgendein Künstler sein, der jetzt halt aktuell lebt. Oder Künst… Oder Hobbykünstler. Oder so.
  • Ich weiß gar nicht, ob das eine Akazie ist. Ich glaube nicht.
  • Was … Was kommt dir da. Was … Was unterscheidet das?
  • [Lacht.] Also der Baum hat eine schöne Form. Hat verschiedene … ja … Stämme. Äh … Man erkennt aber keine Einzelheiten. Keine Blätter. Während die Wiese von der Entfernung … Die empfindet man … ja … als ganz real. Mit Strichen, von Gräsern oder …
  • Mhm.
  • Oder … oder so.
  • Also wieder die Striche sind die Gräser sozusagen.
  • Ja.
  • Übersetzen.
  • Ja. Und der Kontrast von diesen Zweigen und dem Schatten von dem Baum. Und dazwischen …
  • Mhm.
  • … etwas Helleres. Das … Das ist schon einmal sehr schön. [Räuspert sich.]
  • Und es ist harmonisch das Bild. Ne?
  • Der Himmel … Ja. Der Himmel und Baum … Das würde ich als harmonisch ansehen.
  • Nö. Ich auch. Ja. Ich würde es als langweilig ansehen.
  • Na gut. Dann ist alles, was langweilig ist, für mich harmonisch.
  • Ne. Das würde ich …
  • [Lacht.]
  • Ne ne. Die anderen Bilder fand ich ja auch gut. Die wir am Anfang … Aber das ist für mich …
  • Ja.
  • … halt ein … Weiß nicht. Was man … Was du dir vielleicht über das Sofa …
  • Mhm.
  • … oder in den Flur irgendwo hinhängst. Also … Es soll halt schön aussehen. Ohne, dass man drüber nachdenken muss. Oder?
  • Ja. Ich weiß noch nicht einmal, ob ich mir jetzt überhaupt noch ein Bild hinhängen würde. [Lacht.]
  • Na du hast ja ganz viele Bilder. Ja.
  • Harmonische und schöne Kunst
  • Ja. Also für mich ist es harmonisch.
  • Mhm.
  • Ja.
  • Aber du würdest halt sagen, das ist schöne … schöne Kunst.
  • Joa.
  • Okay.
  • Joa.
  • [Pause.]
  • Und wie nennt sich das hier?
  • Na "Baum in Landschaft" oder so. Ich werde dann noch einmal nachgucken. Ich hab's ja jetzt abgespeichert.
  • Mhm.
  • "Sommerbaum" heißt das.
  • [Räuspert sich.] Na gut, der Maler ist mir gar kein …
  • Nee, das ist gar nischt. Also das ist jetzt nichts, der irgendwie …
  • Ja.
  • … groß sein wird.
  • Na ja, ich …
  • Aber darum geht's ja nicht.
  • … hab' da so auf deiner Liste …
  • Es geht um das Bild jetzt. Ne?
  • Mhm. [Räuspert sich.]
  • Ähm … Wollen wir noch mehr danach gucken, oder ich zeig' dir einfach noch mal …
  • Na eins vielleicht noch.
  • Okay.
  • Dann müssen wir glaube ich uns da mal wieder raus begeben.
  • [Pause.]
  • Caspar David Friedrich Caspar David Friedrich
  • Wir können noch einmal von … ähm … Na wie heißt der … Der Mönch am … Der Mönch am Meer. Von Caspar David Friedrich. Der sagt dir doch was, oder?
  • Der sagt mir was. Aber … ähm … [Hustet.]
  • Das war dieser Romantiker. Glaube ich.
  • Ja.
  • Hier hast du eine Landschaft.
  • Barock. Nee nee, Rokoko oder … Barock oder irgend sowas.
  • So. Das ist ein gutes Bild.
  • [Ganz laut und erfreut:] [Sperren: Ja]. Das ist das Bekannte!
  • Ja.
  • [Immer noch erfreut:] [Sperren: Ja]. Das ist Caspar David Friedrich?
  • Genau. Weil da jetzt auch die Frage nach der Schönheit …
  • [Sperren: Ja].
  • … mir stellte.
  • Ausgesprochen schön
  • Das empfinde ich als ausgesprochen schön.
  • Auch wenn es ein bisschen …
  • Harmonisch. Gestellt vielleicht. Aber das ist … ist sehr harmonisch.
  • Aber findest du das schön vom Bildinhalt, oder…
  • Ja.
  • Aber es sieht ein bisschen düster … trüst… dü… äh …
  • Die vertrockneten Äste da.
  • Ja.
  • Das sieht sehr schön aus. Realistisch. Unten ist der Baum noch grün. Ja. Oben ist er am Vertrocknen. Dann das Gebirge im Hintergrund. Dann da so eine … ein bisschen Wasser. Also das … Das würde ich als sehr harmonisch ansehen. [Räuspert sich.]
  • Mhm.
  • Was steht da noch so da? Von dem Caspar David Friedrich? Wo gehört der hin? Ist das ein …
  • Na der …
  • … Romantiker, oder …
  • Romantiker. Ja. Denke ich mal.
  • Oder …
  • Oder … Wie heißen die, die…
  • … Roko… Roko… Rokoko.
  • Ne ne.
  • Und Barock gibt's dann nach Caspar David Friedrich. Was steht denn da …
  • Frühromantik.
  • Frühromantik.
  • Also Romantik.
  • Ja.
  • Gefühlige Ausdruckskunst
  • Ne. Das sollst du dir gar nicht durchlesen.
  • [Pause.]
  • Gefühlte Ausdruckskunst. Ne?
  • [Sperren: Gefühlige] …
  • Gefühlige Ausdruckskunst.
  • Ja. Ja. Joa.
  • Das war halt wieder so realistisch. Du konntest was sehen. Das war der Natur nachgeahmt.
  • Ja.
  • Ob's die jetzt wirklich gab, darum geht's nicht. Sondern es ist … Nur in dem …
  • Ja.
  • … Bild kommt es so rüber, als wäre es …
  • Ja.
  • … natürlich. Sozusagen.
  • Ja.
  • Okay.
  • Konservativ
  • Also ich bin da ganz … konservativ. [Lacht leise.] Wahrscheinlich. [Räuspert sich.]
  • verhüllte Arbeiten
  • Dann müssen wir die Verhüllte gar nicht durchgehen.
  • Mhm?
  • Dann müssen wir die verhüllte Arbeit gar nicht durchgehen.
  • [Lacht laut.] Ne!
  • Okay. Weil du da ja gar nichts mehr siehst.
  • Ne. Da kann ich auch nichts mit anfangen.
  • Na, vielleicht ist dahinter ne Landschaft drinne.
  • Ja, du hast ja gesagt … Du warst ehrlich. Du hast da ein Bild auch … äh … reingetan.
  • Ja, was ich sehr gut fand.
  • Na ja. Aber wenn's keiner sieht? Da hat ja keiner was davon.
  • Na ja, aber wieso. Dann kannst du dir was realistisches vorstellen. Jemand anderes kann sich einen Picasso vorstellen. Weil er eher darauf steht.
  • Aber da würde ich dann sagen, … Würde ich das Bild ja ganz gerne sehen wollen, was da hinter ist.
  • Aber so gut ist das Bild gar nicht. Das heißt, es ist doch [Sperren: besser], es ist in deiner Fantasie drinne. Da hat's mehr …
  • Öh. Ja. Also ich meine, da brauche ich mir ja nie was angucken. Also da würde ich schon sagen, wenn da ein Bild drinne ist, dann würde ich das gerne sehen wollen.
  • Ich wollte halt [Sperren: allen] Leuten gefallen.
  • [Lacht.] Ja. Gut.
  • [Pause.]
  • Ja. Aber du hast ja jetzt was reingemalt. Nicht?
  • Na ja, das sag' ich nicht.
  • Doch. Du hast dann auch gesagt, ein dreiteiliges hast du. Und wo du …
  • Ach so, ein Triptychon Triptychon .
  • Auf jeder Seite dann auch … Oder …
  • Ja. Oder was ich jetzt machen will.
  • Ein Triptychon. Mhm.
  • Wenn man es öffnet. Das … Genau.
  • Ja. [Räuspert sich.]
  • [Pause.]
  • Na okay. Wir haben dann ja schon abgearbeitet, was für dich Kunst ist. Oder?
  • [Lacht.] Ja, ich denke schon. Nicht? Ja.
  • Ich hab's aber halt noch nicht …
  • Was ist für [Sperren: dich] Kunst?
  • Was ist für [Sperren: dich] Kunst? Was … äh … Für dich ist das also … Was … Was … Was bezeichnest du als Kunst?
  • Na ich bin halt so im Zwiespalt. Weil ich es eben nicht weiß und weil ich … ähm … weil halt jeder eine andere Ansicht hat.
  • Na ja. Gut.
  • Und ich verstehe halt deine Begründung, warum du das als schön empfindest.
  • Als harmonisch.
  • Als harmonisch. Natürlich und so.
  • Ja.
  • Und ich meine, Picasso wollte nicht harmonisch sein, bestimmt. Der wollte ja sozusagen verzerren. Und dass es schräg aussieht.
  • Und auffallen.
  • Und die Leute da hinschauen.
  • Ja. Ja wie gesagt. Man kann ihn als … als lustig oder kreativ bezeichnen. Aber nicht als schön.
  • Okay.
  • Also für [Sperren: mich] eben. Ja?
  • Alles kann Kunst sein
  • Mhm. Na für mich kann blöderweise jetzt alles Kunst sein. Es muss bloß jemand sagen und es muss jemand glauben.
  • [Lacht.]
  • Na ja, ist ja so!
  • Na ja gut. Ja.
  • Ich glaube, ich hab' dir das mit dem Pissoir Marcel Duchamp gezeigt. Würde ich das jetzt nicht …
  • Mhm.
  • … aus dem Kunstunterricht kennen … So … Dann wäre das für mich irgendwie eine Verarsche. Dass da jemand ein Pissoir …
  • Mhm.
  • … reinstellt und sagt …
  • Ja.
  • Das ist Kunst! Weil er eine Unterschrift noch rein gibt. So.
  • Gut. Das ist für mich also auch keine Kunst.
  • Ja?
  • Nein.
  • Und ich hab' halt mein …
  • Das ist für mich [Sperren: schrecklich]. Fast. Muss ich sagen.
  • Ja?
  • Ein Pissoir. Ja.
  • Ich hab' halt auch mein Problem mit … mit halt den Arbeiten … Oder einigen Arbeiten von den Kommilitonen. Ne? Wenn ich Abfalleimer sage, wo Papier reingeschmissen wird.
  • Ja.
  • Sowas.
  • Ja.
  • Das ist …
  • Also da finde ich die Putzfrauen sehr realistisch. Dann.
  • Ja, das fand ich auch gut. Ja.
  • [Lacht.] Ja. [Räuspert sich.]
  • Aber das Interessante ist halt …
  • Ist da jemand? Oder nicht.
  • Ja.
  • Ich glaube, wir müssen dann mal …
  • Ja gleich.
  • … wieder.
  • Ich finde …
  • Ja.
  • … das … das Interessante ist halt: Selbst an der Hochschule gibt es halt irgendwie so zwei Richtungen. Einmal …
  • Mhm.
  • … ähm … ähm … äh … die, die halt eher das … also die Natur sozusagen nachahmen. Oder … oder … oder sie … ähm … Also wenn es jetzt um Porträt geht, dass man das Porträt …
  • Mhm.
  • … so malt oder so … äh … den Kopf formt … also in Ton, …
  • Ja.
  • … dass der halt … äh … realistisch wirkt.
  • Ja.
  • Und … äh … etwas darstellt. Sowas, was du jetzt auch bei diesen … ähm …
  • Emmas zerknautschter Zettel
  • Gib mal diesen zerknautschten Zettel. Da hat … Dann war sie wütend… Nee, also das geht nicht mehr. Da hatte sie nämlich was gemalt. Und zum ersten Mal eben ein Gesicht.
  • [Papierrascheln.]
  • Mit … Mit … äh … ja richtig mit Augen und mit lachendem Mund. Also … äh … Vielleicht hat sie noch draußen irgendwelche Bilder.
  • Wieso hast du das aufgehoben?
  • Ich wollte es aufheben.
  • Na jetzt hast du es ja.
  • Ne. Und sie … Sie hat's dann auf einmal zerknautscht. Als sie bei mir drinne war.
  • Na kann ich's mitnehmen? Dann mache ich's wieder glatt. Und schick's dir dann wieder zu.
  • Ne. Dann kannst du es behalten. Als Kinderzeichnung.
  • Okay.
  • Oder … Oder so.
  • Ja.
  • Ich wollte es nämlich [Sperren: dir] zeigen. Und darum hab' ich mich sehr geärgert, als da … da Emma … Die kriegt dann immer so Anfälle. [Lacht.] Aber hier dein … deine Karte… Wo hab' ich denn die. Die muss ich draußen auf dem Tisch noch gelassen haben. Da wo … äh … jetzt Johanna zuletzt saß.
  • Mhm.
  • Irgendwo. Denn hier ist es nicht drinne. Die müsste ja größer sein.
  • Na ist egal.
  • Na gucken wir da noch einmal auf dem Tisch.
  • [Pause.]
  • Und dann würde ich sagen, wir … Jetzt gucken wir mal raus.
  • Ja.
  • Ja. Ich weiß nicht, ob ich dir jetzt geholfen habe? Und …
  • Omas Grenzen
  • Na ich kenne jetzt deine Grenzen. Ich kann sie noch nicht so ganz … ähm … Ich verstehe jetzt noch nicht …
  • Mhm.
  • … so ganz, wie du halt ägyptische Kunst, die ja auch sehr abstrahiert und sehr …
  • Ja.
  • … verzerrt ist, weil die Körper so gar nicht existieren, …
  • Alltagsgespräche
  • [Eine dritte Person betritt das Zimmer.]
  • Wollt ihr hierbleiben? Oder mit essen? Ihr könnt auch nachher essen.
  • Nein, wir essen mit. Ja.
  • Ja?
  • Ja.
  • Wenn's okay ist.
  • Jetzt muss ich noch einmal fragen … Diese After Eight …
  • Hab' ich dir gerade mitgebracht.
  • Ach so. Ja.
  • [Eine vierte Person betritt das Zimmer.]
  • Hat Friedrich irgendwie Interesse an …
  • Ja.
  • Friedrich …
  • Und hast du die Rechnung?
  • Können wir später machen, Oma.
  • Ja.
  • Müssen wir jetzt nicht machen.
  • Und ich wollte an sich drei große haben. Aber …
  • Drei große gab's nicht.
  • Gab's nicht. Also im Lidl gibt's nur … Nicht Aftereight. Sondern After … Mind. Ne Ne.
  • Ich hab' dir …
  • Schoko!
  • … deine Tabletten mitgebracht. Die Schwestern haben sie mir "geklaut".
  • Dankeschön. Da bin ich aber froh.
  • Ähm… Hat Friedrich … Hast du Interesse an Hemden? An Pullovern und so?
  • Ich glaube nicht.
  • Du glaubst nicht. Weil Olaf … Der hat aussortiert. Ja.
  • Oh. [Versucht aufzustehen.]
  • Na gut. Macht wie ihr wollt.
  • [Stöhnt.] Ja, ich meine, wenn du das da mitnehmen willst … Also … Aber vielleicht hat sie ja irgendwie noch eine andere Zeichnung da.
  • [Aufnahme Ende.]
30:00 - 41:00 = 54 min transkribiert 5 min = 1 min Gespräch
Werkstatt Holzwerkstatt (da ich Namen von Maschinen in Holzwerkstatt ständig verwechsel) Abrichthobel bzw. Abrichte: Maschine, mit der man Holzseite eben macht Dickenhobel: Maschine, mit der man gegenüber liegende Fläche parallel und auf eine einstellbare Dicke hin bearbeitet Hobeln: Bearbeitungsverfahren mit definierter Schneide Schleifen: Verfahren mit undefinierter Schneide Flachdübelfräse: schmale Schlitze in Holz, siehe 12.1. Flachdübel bzw. Lamello: verbindet die beiden Bauteile miteinander Bezeichnung Holzteile: Block oder Stücke von Balken je nach Breite-Dickenverhältnis auch als Leiste bezeichnen Diplom Theorie Gespräch mit Oma
  • Ja. Das andere sind ja seine …
  • Findest du den Blick realistisch?
  • … Jünger. Der guckt ja … Der guckt nach oben …
  • Mit riesengroßen Augen.
  • Realistisch / Unrealistisch / Betont
  • … in den Himmel. Also das ist nicht unrealistisch. Äh … Wenn man nach oben guckt, …
  • [Hustet.]
  • … könnte man diesen Augenaufschlag so haben.
  • Mir kommt es aber so vor als … als hätte El Greco El Greco das … äh … stärker gemacht, …
  • Ja. Ja.
  • … damit du als Betrachter noch mehr diese … äh …
  • … diese Augen anguckst.
  • … diese … Genau. Genau.
  • In die Richtung. Himmelsrichtung.
  • Genau. Für mich ist es eben nicht realistisch. Ich glaube … Also meine Augen die wären kleiner, würde ich so nach oben gucken.
  • Ja. Na vor allem … Die Augen nicht. Der Lied…
  • …schatten.
  • …schatten.
  • Der ist extrem.
  • Der ist [Sperren: zu] betont. Das stimmt.
  • Genau. Aber damit du das als Betrachter eben noch verstärkt wahrnimmst.
  • Es ist fast, als ob er eine Brille auf hätte.
  • Mhm.
  • Noch eine starke gerandete Brille eben. Nicht? Ja.
  • Und ich meine … Komm. Auch die Hände sind viel zu groß. Die sind ja insgesamt größer als sein ganzer Kopf.
  • Ja und zu fraulich.
  • Ja.
  • Äh … Sind gar keine kräftigen Männerhände. Würde ich sagen.
  • Ja.
  • Dann eben nicht? Die erscheinen sehr groß.
  • Und das …
  • Das stimmt.
  • Und das ist viel zu dick. Sein Arm. Ne? Der ist ja wieder fast so dick wie sein gesamtes Gesicht. Wenn du das jetzt mal so über…
  • Ach so. Ja.
  • …trägst.
  • Ja.
  • Aber … Was sagt dir das? Das … Das … Das … Das heißt ja, dass es eben nicht um dieses … äh … dieses realistische … dieses Kopieren von der Natur … äh …
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Für mich ist das wieder so symbolisch aufge…
  • Ja.
  • …baut.
  • Also das Symbolische ist dabei.
  • Aber richtig stark! Ne?
  • Mhm.
  • Also es ist ja Jesus Jesus . Ich meine, das ist ein Bild …
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Symphatische Bilder
  • Aber das Bild ist mir nicht unsympathisch … [Beginnt zu lachen.] Muss ich sagen.
  • Das ist aber interessant. Das ist von Fünfzehnhundertnochwas.
  • Ja.
  • Das ist ja uralt. So.
  • Ich brauche die Jahreszahl jetzt gar nicht unbedingt wissen.
  • Na ja, ich weiß nicht. Hätte ich das jetzt nicht gesagt … äh … Vielleicht hättest du dann doch angemerkt: Die Hände sind viel zu groß. Und so.
  • Na ja. Das weißt du von hier aus noch gar nicht einmal. Ich weiß nicht.
  • Na doch. Das sieht man schon. Das ist ja riesig fett hier. Also wenn ich meine Hände so halten würde … Hier … Die gehen ja fast weg … In meinem ganzen Gesicht.
  • Mhm.
  • Die verschwinden ja. Hier sind die ja doch doppelt so lang.
  • Das könnte sein. Ja. Also. Die Proportion, die weiß ich dann nicht so.
  • Das hier ist ja noch einmal interessant. Warte mal.
  • [Räuspert sich.] Aber das sind eben so frauliche Hände. Würde ich sagen.
  • Ja.
  • Und da guckt ein Bein … Unterschenkel oder irgendwas …
  • Ne. Das ist ein Arm. Von jemand anderem. Und der zieht an dieser Kette hier.
  • Ach so.
  • Hier ist so eine Kette.
  • Ach ja. Da ist eine Kette.
  • Und hier greift er rein.
  • Ja.
  • Ich weiß jetzt nicht, was genau der da macht. Das ist … Ich denke mal, das ist der Moment Moment , wo die Soldaten Jesus halt … äh … zum …
  • … gefangen nehmen.
  • … Kreuz bringen. Oder zum Kreuz bringen und das ganze Volk ist dahinter …
  • Mhm.
  • Und will ihn gekreuzigt sehen.
  • [Räuspert sich.] Warte mal.
  • Oder wo das Volk gefragt wird, vom König: Ähm … äh … äh … Wollt ihr, dass er gekreuzigt wird? Und das Volk, das ist halt … äh … ähm … aufgebracht. Und sagt dann: Ja.
  • Aber mit der Kette … Da habe ich doch gar nichts in Erinnerung.
  • Ich … Ich doch auch nicht. Jetzt. Aber irgendwas wird es heißen.
  • Mhm.
  • Sonst hätte der das jetzt nicht gemacht.
  • Da ist eine Frau. Mit Zopf.
  • Na das wird die Maria sein. Ne?
  • Ja. Vielleicht. Die Maria Magdalena. Und das ist die Mutter. Wahrscheinlich.
  • Ach so.
  • Die auch Maria heißt. [Räuspert sich.]
  • Und der macht hier schon einmal Schrauben in Holz höchstwahrscheinlich rein. Oder?
  • [Pause.]
  • Das ist doch ein Holzstück hier.
  • Ja. Könnte sein.
  • Entweder er schraubt rein oder … Ich weiß jetzt auch nicht.
  • Ja. Ist das schon ein Stück vom Kreuz?
  • Ja. Ja genau. Das denke ich jetzt halt auch.
  • Ich weiß es nicht.
  • Wenn der da jetzt zum Kreuz gebracht wird.
  • Ist da was im Hintergrund vom Kreuz zu sehen? Ne. Nicht?
  • Na wir gucken mal im Titel.
  • [Pause.]
  • El Greco und Werkstatt. Entkleidung Christi.
  • Aha. Ach darum zieht er an dem Gürtel. Oder … Oder …
  • Ja.
  • Oder am Dings.
  • Da hing der dann nackig am …
  • Mhm.
  • … Kreuz.
  • [Pause.]
  • Aber es ist jetzt nicht so ein extremes Beispiel. Das stimmt. Dann … Was hattest du für einen Namen genannt? Von einem alten … Künstler? Ne. Gerade eben!
  • Rembrandt Rembrandt van Rijn
  • Cranach. Oder … Oder …
  • Ja. Cranach der Ältere.
  • Oder Rembrandt. Oder … Irgend so einen…
  • Na dann nehmen wir mal Rembrandt.
  • [Tippgeräusche.]
  • [Räuspert sich.]
  • [Tippgeräusche.]
  • [Pause.]
  • Das sind ja alles Porträts.
  • Da. Jetzt kommt. Ja. Porträts.
  • Sehr viele Porträts.
  • [Pause.]
  • Da ist jemand im Vorraum [Fußnote: Vom Pensionszimmer.]. [Lacht.]
  • [Pause.]
  • Nachtwache.
  • Mhm.
  • Die Nachtwache. Sechzehnhundertzweiundvierzig.
  • [Nicht verständlich, 15:48.]
  • Ich öffne es mal kurz.
  • Ja. Da kann ich … Da erkenne gar nichts. Weiß man da einen Hintergrund?
  • Warum?
  • Äh … Ne. Was das darstellt eben?
  • Ich empfinde mehr bei Rembrandt als bei Picasso Pablo Picasso
  • Na okay. Darum geht's jetzt ja gar nicht. Es geht ja darum, was du damit … ähm … anfangen kannst, wenn du es siehst.
  • Mhm.
  • Wenn du das jetzt im Museum siehst … Was … Was … äh … würde … Ist es so wie bei Picasso? So ein Frauenbild, wo du …
  • Nee. Nee. Das ist hier anders. Das ist ansprechender. Oder da empfinde ich mehr als bei Picasso. [Räuspert sich.]
  • Warum empfindest du hier mehr?
  • Weiß ich nicht warum. Da sind … Da ist … Ja … Das ist natürlich dargestellt. In der Tracht. Oder was weiß ich. Von dem Jahrhundert. Da stimmen die Proportionen.
  • Das würde ich gar nicht mal sagen. Die Männer dahinten sind ja fast so groß wie …
  • Ja.
  • … hier vorne.
  • Mhm. Na ja gut. Also sagen wir mal. Ich habe jetzt die beiden hier vorne …
  • Ja.
  • … mir angesehen. [Räuspert sich.] Ja. Die vordere Reihe, die ist ungefähr wie die hintere Reihe … Ja. Die können aber auch irgendwo drauf stehen.
  • Mhm.
  • Auf einer Stufe oder was weiß ich. [Räuspert sich.]
  • Aber hier … äh … ähm … ist es für mich nicht … äh … realistisch. Weil hier wird ja die Personengruppe im Vordergrund durch Licht …
  • Ja.
  • … hervorgehoben.
  • Ja.
  • Sie wird ja verstärkter dargestellt als die im Hintergrund.
  • Ja.
  • Die sind ja blasser.
  • Mhm.
  • So. Das ist also kein … kein Abbild der Realität. Sondern schon so, dass du als … äh … Betrachter … Wie bei den Leserinnen … Wie bei den Weinleserinnen … Halt darauf guckst.
  • Ja.
  • Weil die im Zentrum stehen. Weil die angeleuchtet …
  • Ja.
  • … sind.
  • Realistisch / Unrealistisch
  • Ja. Ist okay. Aber die Szene ist trotzdem irgendwie realistisch dargestellt. Im Gegensatz zu …
  • Mhm.
  • … Picassos Figur … Oder was weiß ich.
  • Mhm.
  • [Räuspert sich.] Also das würde ich insgesamt als, ja, das klingt wieder primitiv, als schön oder angenehm empfinden.
  • Das ist auch glaube ich ein riesen großes Bild. Also …
  • Ja. Steht hier … Die Maße … [Unverständlich, 18:00.]
  • Fast vier Meter.
  • Oho.
  • Also drei mal vier Meter.
  • Ja. Ja. Mensch. Ja. Das ist ja groß. [Räuspert sich.]
  • Na wir müssen uns das jetzt gar nicht hier durchlesen.
  • Mhm.
  • Weil, es geht ja eher darum, wenn du es siehst …
  • Ne. Ich gucke …
  • … was dann … was dann bei dir …
  • Mhm. Ja. Die Stelle ist erleuchtet. Das ist richtig. Ja. [Räuspert sich.] Und das heißt ja auch Nachtwache.
  • Ja.
  • Und die anderen stehen in der Nacht.
  • Rembrandt versus Picasso / Mondrian Piet Mondrian
  • Ich verstehe noch nicht so ganz, warum du bei Picasso oder bei Mondrian oder … Also wenn das so ein Landschaftsbild ist, wie wir bei dem Buch jetzt gesehen haben … Warum bei dir da so so ein Schild vorgeht. Und bei so einem Bild, wo halt auch so Figuren dargestellt sind, also einfach weil's realistisch ist und du sofort … das in deine …
  • Ja. Also Picasso geht nicht in mich ein. Also … Also da ist gar nichts da. Ich weiß, wie schief ich da liege. [Lacht.]
  • Nö. Wieso.
  • Doch. Total schief.
  • Werden ja vielleicht viele denken.
  • Ich weiß ja, wie wertvoll der ist. Aber … Mich spricht der nicht an.
  • Es geht ja nicht ums Geldliche. Das ist jetzt ja lediglich der Marktdings.
  • Na ja, ich meine …
  • Das es da viele haben wollen. Weil sie denken, dass das …
  • Aber das ist ja irgendwo ein Hinweis auf … auf … auf die …
  • … auf die Zeit.
  • … den Inhalt, die Zeit. Oder ja … Auf das Wertvolle der Malerei. Oder so. Und das kann ich eben nicht nachempfinden, bei Picasso.
Screenshot Website Klasse Bildende Kunst, Unterseite Lehre
Screenshot Website Klasse Bildende Kunst, Unterseite Lehre
Screenshot Website Klasse Bildende Kunst, Unterseite Lehre klassebildendekunst-m.jpg Modul 4 Prüfung (Vorbereitung) letzter Stand Portfolio vor Tagen für Mark und Kilian ausgedruckt, einmal durch Tonerwechsel mit teilweise komischen Farbverläufen einige Abbildungen wieder entfernt gestern nach Hinweis von Kommilitone Kommilitone noch einmal Notizen zu "Die Geschichte der Kunst" und "Die Geschichte der Kunst im 20. Jahrhundert" (letztes Kapitel) angesehen 20. Jahrhundert vor allem in 1 Seminaren (bei Daniels Dieter Daniels u. a. Ready-made Ready-made , Videokunst / bei Meyer-Krahmer u. a. Roth Dieter Roth ) 2 in Ausstellungen (Basel mit Malewitsch Kasimir Malewitsch , Picasso Pablo Picasso , Beuys Joseph Beuys und Gauguin Paul Gauguin ) 3 in Texten zu einzelnen Künstlern / Kunstrichtungen (wie Fluxus Fluxus , Bauhaus Bauhaus ) bearbeitet auch wenn vieles gelesen und gesehen: wenig im Detail behalten erst nach mehreren Durchläufen merke ich mir ein Detail / Verlauf Geschichte und dafür sind mir meine Notizen behilflich Notizen = Auslagerung Gehirn Gehirn Kunst nach 1945 für mich schon immer etwas undurchsichtig, Videokunst ganz außen vor gelassen Modul 4 Prüfung Werkstatt Holzwerkstatt (MORGEN NOTIZEN EINFÜGEN) Werkstatt Plastisches Gestalten (MORGEN NOTIZEN EINFÜGEN)
Komposition mit Rot, Schwarz, Gelb, Blau und Grau, Piet Mondrian, 1921, Öl auf Leinwand
Komposition mit Rot, Schwarz, Gelb, Blau und Grau, Piet Mondrian, 1921, Öl auf Leinwand
Selbstporträt 2017-01-06 13-58-48, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 13-58-48, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 14-02-18, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 14-02-18, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 13-52-09, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 13-52-09, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 13-46-26, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
Selbstporträt 2017-01-06 13-46-26, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Büro der Galerie Daten zu den Arbeiten im Erdgeschoss per E-Mail zugeschickt mit Halbe Rahmen telefoniert, muss mit 10 kg rechnen Verpackung nicht sehr viel größer als Rahmen, also noch händisch transportabel Rahmen 70 x 210 cm bestellt kommenden Freitag und Samstag neues Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt machen E-Mail an Kati, da telefonisch nicht erreicht wegen Schlüsselübergabe, für heutige Arbeit im AV-Labor Diplom Theorie Gespräch mit Oma
  • [Nach dem Essen. Erste Sätze nicht aufgezeichnet.]
  • … Wo ich nichts mit anfangen kann eben. [Räuspert sich.]
  • Genau. Das hier?
  • Na gut.
  • Das ist so ein ähnliches Bild. Das ist auch von diesem Piet Mondrian Piet Mondrian .
  • [Betrachten das Bild "Komposition mit Rot, Schwarz, Gelb, Blau und Grau", Piet Mondrian, 1921, Öl auf Leinwand.] Komposition mit Rot, Schwarz, Gelb, Blau und Grau, Piet Mondrian, 1921, Öl auf Leinwand mondrian-k.jpg
  • Kunstrichtung Mondrian
  • Und was ist das für ein … [Nicht verständlich, 0:11.]?
  • Das ist eine Kunstrichtung gewesen.
  • Mhm. Mooondriaaan…
  • Mondrian ist der Künstlername.
  • …stil.
  • Das ist die … Das ist die Kunstrichtung.
  • Mhm.
  • Und da taucht er unter anderem halt mit diesen Arbeiten auf. Und er hat halt ziemlich viel so diese …
  • Ja.
  • … geometrischen … geometrischen und Farb…
  • Kein Bild / Bild
  • Ja. Ja mit diesem Geometrischen … War ja eben gar nicht schlecht, nicht? Aber … [Räuspert sich.] Es ist eben kein Bild.
  • Mhm. Also nichts, wo du etwas erkennst halt.
  • Geht's dir darum?
  • [Pause.]
  • Doch ich erkenne schon was. Aber …
  • Aber … Aber was erkennst du.
  • Ach. Na ja. Ein Muster.
  • Okay.
  • Ein Muster. [Sperren: Kein] Bild.
  • Okay.
  • Ja?
  • Und der hatte aber anfänglich auch … äh … solche Sachen gemalt.
  • Ja.
  • Und davor hatte der glaube ich sogar realistisch gemalt. Ich weiß jetzt nicht genau.
  • Da erkenne ich … Da erkenne ich schon eher was drauf. Aber das ist nicht sehr realistisch.
  • Ne. Aber erinnert wieder so an van Gogh Vincent van Gogh . Ne?
  • Mhm.
  • Also auch mit Linien …
  • Ja.
  • … und Strichen.
  • Ja. Hast du das hier geknickt?
  • Ja gerade eben.
  • [Räuspert sich.]
  • [Pause.]
  • Ja. Etwas anders dann eben auch, ne?
  • Ist aber auch ein Bild. Für dich. Oder nicht?
  • Doch. Das … Das ist ein Bild. Aber ich kann nicht viel mit anfangen.
  • Weil du es nicht harmonisch findest, oder …?
  • [Räuspert sich.]
  • Ich will bloß verstehen, warum du damit nichts anfangen kannst.
  • Mhm. Ja das will ich ja selber verstehen. [Lacht.]
  • Was erkennst du denn. Also was …
  • Also ich erkenne … Ich erkenne eigentlich nur ein paar Bäume.
  • Okay.
  • Äh … Fußboden. Und dahinter scheint aber wahrscheinlich noch mehr zu sein. Was ich …
  • Das erkenne ich jetzt auch nicht.
  • … Was ich jetzt visuell einfach mit meinen Augen oder Brille nicht erk…
  • Das könnte die Sonne oder Mond sein. Ne?
  • Was ich da nicht so erkenne.
  • Hier … äh … Der Titel ist [Sperren: Wald].
  • Ja gut. Einen Wald würde ich …
  • Ja.
  • Würde ich noch akzeptieren. Ja. Aber manches eben … Wie gesagt … Sehe … Sehe ich sowieso nicht mehr so richtig.
  • Mhm.
  • [Räuspert sich.]
  • Na ich wollte dir das jetzt nur mal zeigen. Das … äh …
  • Mhm. Mhm. Kann ich zuschlagen?
  • Ägyptische Kunst
  • Ja, genau. Was mich ja jetzt interessiert hatte, war, dass du zu den ägyptischen Sachen, was wir jetzt hier sehen, …
  • Ja.
  • … gesagt hast, dass du das … ähm … als … ich weiß nicht … als Kunst … als … als … ähm …
  • Na ja gut. Eben alte ägyptische …
  • Alte ägyptische …
  • … Kunst.
  • Aber trotzdem akzeptierte … Gut akzeptieren kannst. Du. Also du es sozusagen …
  • Ja.
  • … spannend findest. Oder dir anguckst. Oder …
  • Ja. Ja. Und das sind ja alles hier Götter. Die dargestellt sind. Und das ist das Lebenszeichen.
  • Mhm.
  • [Geräusche. Bild wird auf Tisch hin und her bewegt.]
  • Das ist eine Waage. Ja aber ich kann nicht mehr sagen, was das für … für Götter hier … hier sind.
  • Aber warte mal. Das ist doch interessant. Also hier deut… hier versuchst du gerade zu deuten. Oder mir zu sagen, was das ist. Dass das ein Gott Gott ist und so weiter.
  • Ja.
  • Obwohl du das als … als Betrachter, der sich überhaupt nicht mit ägyptischer Kunst auskennt, gar nicht nicht sehen würdest. Für den ist das halt nur irgendwie eine Figur, die irgendwas komisches auf … auf dem Kopf trägt. Was so aussieht wie ein Tierkopf.
  • Ja.
  • So.
  • Ja, aber das ist eine Gottheit.
  • [Sperren: Genau]. Aber das sagst du. Weil du das Wissen darüber hast.
  • Ja.
  • Wissen macht Kunst zu Kunst
  • So. Jetzt … Und jetzt ist ja die Frage … ähm … bei zeitgenössicher Kunst … Wie jetze bei diesem Pissoir Marcel Duchamp oder so …
  • Mhm.
  • Da hast du das Wissen nicht darüber. Was das jetze … Was … Warum dieses Pissoir jetzt ausgestellt wird. Und was das sozusagen aussagen soll. Und deshalb verstehst du es nicht. Und … Und siehst es nicht als Kunst an. Irgendwie.
  • Ja.
  • Und hier aber … Weißt … Weißt du, was ich meine? Also hier hast du sozusagen ne Hintergrundinformation, die du mir jetzt ja sozusagen …
  • Ja.
  • … sagst.
  • Mhm.
  • Und ich glaube, deshalb kannst du dieses Bild nachvollziehen.
  • Na ja, nachvollziehen ist wieder zu viel gesagt.
  • Ne. Aber …
  • Weil ich es ja nicht genau weiß, was das für ein … äh … Gott … äh … dazu weiß ich zu wenig. Und das …
  • Aber du guckst es dir zumindestens an und …
  • Ja. Ein Ägypter, … äh … der … Oder soll das eine Frau sein? Das weiß ich jetzt nicht.
  • Eine Frau denke ich mal.
  • Ja. Ja gut. Also ich … Dazu habe ich wieder zu wenig Hintergrund …
  • Aber mit der Waage, mit der Gerechtigkeit höchstwahrscheinlich …
  • Ja.
  • In die Waagschale legen.
  • Das gibt's ja bei uns auch.
  • Oder … Oder mit der Seele.
  • [Räuspert sich.]
  • Vielleicht. Das ist die Seele. Und das ist so ein Gegenstand zum … So ein Gegengewicht. Leben. Tod Sterben vielleicht. Keine Ahnung.
  • Also ich meine jetzt, das sind ja die Hieroglyphen.
  • Ja.
  • Wenn ich die übersetzen könnte, dann wüssten wir halt mehr. [Lacht.]
  • Symbolismus Symbolismus
  • Aber das strotzt ja auch vor … Symbolismus. Ne?
  • Ja.
  • So. Und … Und das ist ja bei … bei … bei vielen Kunstwerken, die du nicht verstehst, die jetzt …
  • Mhm.
  • … gemacht werden, vor hundert Jahren vielleicht. Oder vor fünfzig Jahren, auch der Fall! Aber … Aber man versteht es halt nicht, wenn man kein Hintergrundwissen hast … hat. So.
  • Ja. Das … Das ist aber auch viel eine Gefühlssache bei mir. Muss ich sagen.
  • [Pause.]
  • Also die haben alle diese Lebenszeichen da in der Hand. Es blendet hier gerade so. [Räuspert sich.]
  • [Pause.]
  • Hier. Das ist … Ach. König oder Gottheit. Ne. [Räuspert sich.] Das könnte … König sein, Oberägypten. Oder Unterägypten. Äh … Mit dieser Patsche. Und mit diesem …
  • Mhm.
  • … Zeichen. Die sie manchmal auch über Kreuz halten. Und das sind wahrscheinlich seine Frauen. Und Kinder. Oder so. Also das ist sicherlich irgendein ägyptischer König.
  • Mhm.
  • Die haben diese … ja … Krone oder Doppelkrone.
  • Pharao.
  • Pha… äh … gut. Pharao. Auf ägyptisch. Pharao. [Räuspert sich.]
  • Und kannst du jetzt noch einmal dieses Gesamtbild dir einfach so angucken? Weil darum geht's ja jetzt. Dass du … Dass du … Also hier bei … bei … bei … bei …
  • Mhm.
  • … van Gogh und so hast du gesagt, das ist nicht schön. Das ist nicht har… Das ist nicht harmonisch. Oder so. Für dich. Außer dieses Feld. Ähm … Weißt du? Als Begründung dafür, …
  • Mhm.
  • … dass du es nicht … ähm … nicht … ähm … damit nicht soviel anfangen kannst.
  • [Zögernd:] Ja.
  • Und was ist jetzt hier zum Beispiel, was du bei den naturalistischen Bildern gesehen hast … Als harmonisch … Als schön …
  • Mhm.
  • Was … Warum guckst du dir das gerne an. Oder warum warst du … äh … in Ägypten und hast dich dafür interessiert. Für diese ganzen … äh …
  • Tja.
  • … Zeichen. Für die Malerei.
  • Weil diese Kunst eben noch viel viel älter ist als die europäische Kunst.
  • Okay. Also hatte das eher … so ein …
  • Wissensdurst
  • … wissenschaftlichen … äh …
  • Wissen… Wissensdurst. So.
  • Ja. Also …
  • Was die vor tausenden von Jahren mal gedacht haben. Und wie sie das dargestellt haben. Oder … wie deren Leben …
  • Genau.
  • … war.
  • Sagen wir mal … Ich habe das dann mehr wissenschaftlich gesehen.
  • Okay.
  • Gefühlsmäßig kann … Weiß ich jetzt auch nicht. Dazu weiß ich auch zu wenig, wer diese Gottheiten eben sind.
  • Mhm. Nee, aber das ist ja gut, dass du es nicht weißt.
  • Ja.
  • Dadurch betrachtest du ja eher das Bild. Als …
  • Mhm.
  • Als den Inhalt. So wie du ja auch diese … äh … diese zeitgenössischen …
  • Ja.
  • … Arbeiten … Eher das Bild betrachtest als den Inhalt zu … zu wissen.
  • Mhm. Und das sind die … Wie heißen die … Die Kartuschen oder was. Wo eben auch die Namen drauf stehen.
  • Mhm.
  • Also wo diese … Das sind vier … vier Kinder. Aber es sind ja nur drei Kartuschen. Das wird für den König sein. Also … Gut. Also ich … Ich kann's nicht sagen. [Räuspert sich.]
  • [Pause.]
  • Picasso Pablo Picasso und ägyptische Kunst
  • Ich finde es halt wirklich interessant, dass Picasso … dieses … äh … Frauen…
  • Ja.
  • …bild, wo ja auch … Selbst wenn …
  • Ja.
  • … es ein bisschen mehr ver… verschoben war und so … War aber auch aus mehreren Perspektiven gemacht. Und für dich …
  • Ja.
  • … war das einfach nicht mehr … ähm …
  • Ne.
  • … Das ist …
  • Ne.
  • … einfach nichts.
  • Ich weiß nicht wieso.
  • Ja, aber das ist ja das … Weil hier sag' … Hier … Hier … Hier sagst du jetzt ja nicht: Hä, die Beine sind jetzt so komisch gestellt. Das geht gar nicht mit dem Oberkörper überein. Und warum hat der jetzt eine Maske Maske auf? Ich meine, wenn jetzt Picasso da jemanden mit einer Maske darstellt, dann …
  • Mhm.
  • … verstehst… Also dann kannst du es nicht nachvollziehen. Und hier nimmst du es einfach als gegeben hin. Weil es was Historisches ist.
  • Ja.
  • Was vor tausenden von Jahren mal gemacht wurde.
  • Ja.
  • Und hier betrachtest du das wissenschaftlich. Eher.
  • Ja.
  • Also die Bildinformation willst du sozusagen …
  • Ja. So könnte man es …
  • Also kann man das gar nicht mal vergleichen.
  • Nee, man kann's nicht mit europäischer Kunst …
  • Okay.
  • … vergleichen eben.
  • Aber die europäische Kunst, die … die … äh … Die verwischt ja vor hundert … vor zweihundert Jahren ungefähr eben mit afrikanischer, mit japanischer … Also die wird ja …
  • Mhm.
  • … [Sperren: globaler]. Da kommen ja ganz andere Einflüsse plötzlich.
  • Und so ganz alte Künstler. Hast du die da auch da? Was weiß ich. Wie Cranach. Oder … Oder … Oder Rembrandt Rembrandt van Rijn .
  • Können wir uns auch angucken. Ja.
  • Oder sowas. [Räuspert sich.]
  • El Greco El Greco
  • Ich hab' einen alten. Ähm … Warte mal. El Greco heißt der.
  • Kreko.
  • El Greco. Grieche.
  • Ach. El Greco. Aha.
  • Und ich finde, dass der … Warte mal. Ich tippe das mal hier ein …
  • [Tippgeräusche.]
  • Der hat … Fünfzehnhunderteinundvierzig ist der geboren.
  • Mhm.
  • Also sehr sehr alt schon.
  • Mhm.
  • Eigentlich in einer Zeit, wo die ja …
  • [Räuspert sich.]
  • Wo die … Das war ja diese christliche Kunst da glaube ich damals. Ne?
  • Fünfzehnhundert. Ja.
  • Also wo solche … Wo solche Bilder halt … ähm …
  • Mhm.
  • … so üblich …
  • Mhm.
  • … waren. Und …
  • Heilige Lukas.
  • El Greco und Moderne Kunst
  • Er zeichnet … Also er malt aber ganz ganz anders. Und zwar finde ich, malt der so, wie heute … ähm … Oder wie … wie damals … äh … zu van Goghs Zeiten oder so vielleicht irgendwelche Leute gemalt hätten. So. Das ist ja…
  • [Tippgeräusche.]
  • Also jetzt nur mal angucken. Vom Stil her.
  • [Tippgeräusche.]
  • Das ist ja nicht realistisch. Oder?
  • Bildanalyse Entkleidung Christi, El Greco
  • Mhm. Aber fast.
  • Aber …
  • Oder zum Teil. Ja.
  • Aber übertrieben. Die Farben. Sehr kantig.
  • Äh … Ja. Gut. Da ist der Rote Mittelpunkt. Und die anderen Farben fallen eben nicht so auf. Das sind wahrscheinlich nicht die Hauptfi… äh … Hauptfiguren. Soll das Jesus Jesus sein?
  • Ich denke mal. Ja.
  • [Räuspert sich.]
  • Ja ja. Klar.
Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor Beginn ca. 18:00, Ende 19:40 100 / 4 = 25 min je Maschinenzeichnung Videoaufzeichnung Selbstporträt Selstbildnis 2017-01-06 13-58-48, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31 2017-01-06 13-58-48-m.jpg nur noch zwei volle Tuschestifte Selbstporträt 2017-01-06 14-02-18, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31 2017-01-06 14-02-18-k.jpg mit 40 cm / s Selbstporträt 2017-01-06 13-52-09, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31 2017-01-06 13-52-09-k.jpg zu Selbstporträt 2017-01-06 13-58-48: bei insgesamt dünnerem Auftrag ist sichtbar, dass unterer Bereich noch zarter gezeichnet wird Grund mir unbekannt Stiftewechsel Selbstporträt 2017-01-06 13-46-26, Tusche auf Papier, Maschinenzeichnung, 31 2017-01-06 13-46-26-k.jpg unten rechts nachträglich ein paar kleine schwarze Striche entfernt am Automaten Kaffee mit Zucker geholt 2017-01-06 13-49-54 einige Striche unten entfernt Ergebnis nicht gut, rechte Augenbrauen zu stark ausgeprägt 2017-01-06 13-51-10 abgebrochen, da Tusche immer weniger wird
Vor dem Auftreten, 1879, Pastell auf Papier, Edgar Degas, aus Die Geschichte der Kunst von E.H. Gombrich, Notiz vom 15.4.2016
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Portrait de Marie-Thérèse, Pablo Picasso, 1937, Öl auf Leinwand
Portrait de Marie-Thérèse, Pablo Picasso, 1937, Öl auf Leinwand
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 umsetzen 10:30 - 13:30 im Büro der Galerie Flächen im Erdgeschoss für Rundgang reservieren beide Flächen von 2015 reserviert umsetzen E-Mail an HGB-Galerie mit Daten zu Arbeiten, damit sie in Rundgang-Aushang erscheinen Herme Herme Einzelgespräch Bachmann Holz muss noch besäumt werden (Borke muss ab) ca. 9 cm dicke Bretter Mo oder Di zu Alberti, vielleicht ab 13:00 (ab 10:00 Montag Transport Holz mit Bachmann) Gummiklüpfel bestellen, eventuell umtauschen Natura-Gips verwenden, bzw. Bachmann gibt mir noch Gips am Freitag Büste Büste weiter glätten, Löcher füllen vor Fräsen: Nasenlöcher, Ohren, Augenbereich schließen Aufteilung: 1 Schultern komplett ab (zwei Teile) 2 Rest an Mitte teilen (zwei Teile) 3 Ohren ab, später hinzufügen) 5 - 8 mm auf allen Seiten zusätzlich drauflassen Maße am Freitag abnehmen Einzelgespräch Alberti am Montag mit Holz vorbeikommen wir arbeiten ohne festen Terminen, zwischendurch Leimen wird über einige Tage gehen Einzelgespräch Ohme Blender Vertex = Eckpunkt Vertex löschen: EditModus -> Vertex-Ansicht Strg + Umschalt + Alt + M = zeigt alle Problemstellen an im Vertex-Modus: Alt+rechte Maustaste = versucht Kante weiterzugehen danach mit F Fläche schließen Lineal: Measurett auswählen zwei Vertex anklicken und "Segment" auswählen zeigt Abstand an N: öffnet numerischen Toolkasten T: Tools Meter-Einheit als Zentimeter nutzen, später umrechnen Werkstatt AV-Labor zwischendurch Kati wegen Schlüssel AV-Labor für Wochenend-Arbeiten angefragt am 6.1. abends plotten bis 15:00 anrufen bzw. in ihrem Büro vorbeikommen und Schlüssel abholen 13.1. und 14.1. Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt , mit neuen Tuschestiften 20.1. und 21.1. auch noch möglich Diplom Theorie Gespräch mit Oma
  • Ägyptische Kunst versus Picasso Pablo Picasso
  • Ich stelle mal dem ägyptischen Bild jetze von Picasso was … äh … entgegen hier.
  • [Räuspert sich.]
  • Wir nehmen jetzt … Ich hab' jetzt mal …
  • Ja ne. Das kannste … Das kann man nicht …
  • [Sperren: Doch]. Das kann man.
  • Also …
  • Denn ich … Also, was ich gelernt habe, ist, dass viele Künstler damals um diese Zeit halt …
  • Mhm.
  • Japanische Zeichnungen und Afrikanische Kunst
  • … von … äh … äh … von japanischen Zeichnungen viel übernommen haben. Und von Afrikanern viel übernommen haben.. Also auch diese Masken und so weiter.
  • Mhm.
  • Die … Die haben die sozusagen als Vorbild teilweise genommen für ihre eigene Arbeit. Als Ins…
  • Die Japaner
  • …piration. Na diese Zeichnungen. Diese … äh … Tuschezeichnungen.
  • Mhm.
  • Weil … Weil da war das Besondere, dass … Was wir ja auf diesem Feld gesehen hatten, mit diesen Leserinnen … Oder wie das heißt …
  • Ja. Ja. Ährenleserinnen.
  • Genau. Wo ich gesagt hatte, … äh … ganz links und ganz rechts … äh … ähm … ist die Landschaft ganz … äh … also flach. Äh … da ist nichts …
  • Abgeschnitten.
  • … abgeschnitten. Da ist kein …
  • Mhm.
  • … Haus oder sowas abgeschnitten. Und keine Weinleserin. Die abgeschnitten ist. So.
  • Mhm.
  • Äh … Also das ist ganz … ganz harmonisch. Im Mittelpunkt. Und an der Seite …
  • Ja.
  • … geht es langsam raus. Und bei den japanischen … äh … Zeichnungen, die … die haben zum Beispiel vieles angeschnitten einfach.
  • Mhm.
  • Am Rand. Und das war was ganz …
  • Da habe ich noch keine gesehen.
  • Ne ne.
  • Ich weiß nicht.
  • Und das war aber was ganz Komisches für diese europäische Wahrnehmung. Dass überhaupt in einem Bild am … äh … Rand etwas angeschnitten werden kann.
  • Ach so.
  • Das passt einfach nicht rein. Und viele Künstler damals eben … Zu dieser Umbruchszeit … Die haben sich das aber als Vorbild genommen. Und haben plötzlich selbst Sachen angeschnitten.
  • Hast du da nachher mal ein Beispiel?
  • Ja. Ich …
  • Lass uns erst einmal den Picass…
  • Ja okay.
  • Picasso.
  • Da gibt's dann zum Beispiel nen Bild, was … Aus dem Buch … Wo halt … äh … ähm … äh … Mädchen tanzen. Und …
  • [Betrachten das Bild "Vor dem Auftreten", Edgar Degas Edgar Degas , 1879, Pastell auf Papier.] Vor dem Auftreten, 1879, Pastell auf Papier, Edgar Degas, aus "Die Geschichte der Kunst" von E.H. Gombrich Ernst H. Gombrich , Notiz vom 15.4.2016 degas-k.jpg
  • Ja.
  • … äh … Und … Und dieser Künstler um diese Zeit hat halt die Mädchen angeschnitten. Ganz … Ganz komisch. Am Bein.
  • Ach so.
  • Am … Am Kopf. Und … Und das ist eben nicht mehr dieses harmonische. Was du auch meinst, ne?
  • Ja.
  • So. Sondern … Aber … Aber die haben … Die haben es nicht erfunden. Sondern die haben's halt von …
  • [Nicht verständlich, 1:04:45.]
  • … vor hunderten von Jahren … äh … äh … in anderen Gegenden, wo das bereits ganz … ganz normal war, haben die das übernommen.
  • Mhm.
  • Für [Sperren: uns] war das komisch. Und was du jetze über … über Ägypten gesagt hattest …
  • Ja.
  • Da gibt das … Da war das halt normal, dass das im Endeffekt so gemacht wurde. Und in … Die europäische Sicht … Hier klappt das halt nicht so.
  • Mhm.
  • Und … Und … Und die Künstler aus Europa haben aber genau [Sperren: die] als Vorbild genommen. Für ihre eigenen Arbeiten dann.
  • Aha.
  • Also die haben das übernommen.
  • Auch Ägyptische? Na ja. Lass mal den Picasso hier … [Lacht.]
  • Genau. Ich zeig dir den jetzt halt.
  • Ja.
  • Komische Bilder von Picasso
  • Weil … Weil du das mit dieser Frontalsicht oder …
  • Ja.
  • … das mit der Seitensicht da …
  • Ja.
  • … gesagt hattest.
  • Ja. Ja. Also ich weiß, wie berühmt der Picasso ist. Und dass der unerschwinglich ist. Und … ähm … Ja. Der hat aber … äh … die Natur, würde ich sagen, total verunglimpft. Verhonepipelt! Ah. Manchmal hat er ja ne Brust auf die Stirn gemacht. Und das Auge auf die Brust. Oder was …
  • Mhm.
  • Entartete Kunst Anti-Moderne
  • … weiß ich. Also … Mhm … Das ist für [Sperren: mich] total entartet. Adolf …
  • Okay.
  • Ich lese … Ich lese zur Zeit … äh … Mein Kampf.
  • Ja.
  • Und ich weiß nicht, ob Adolf Hitler Adolf Hitler sich mit Picasso beschäftigt hat.
  • Ich denke mal.
  • Ich könnte mir vorstellen, er hätte dazu gesagt, das ist entartete Kunst. Und da muss ich dem Hitler Recht geben.
  • Was heißt denn entartet jetze. Ich hab' mich da jetzt noch gar nicht so richtig informiert.
  • Also … äh …
  • Was steht denn da im Buch.
  • Ich empfinde entartete Kunst, wie das … Das ist eben …
  • Mhm.
  • … überhaupt gar keine Natur mehr.
  • Was heißt denn entartet. Ent… Also außerhalb der … Ent. Artet.
  • Mhm.
  • So als Wort. Meine ich jetzt.
  • Äh … Na ja. Du hast eine Art. Mensch.
  • Okay.
  • Ja. Wo die Augen hier im Gesicht …
  • Ah … Okay.
  • … sind und nicht auf der Brust.
  • Okay.
  • Die Brust nicht auf der Stirn ist.
  • Okay.
  • Oder [Räuspert sich.] das ist …
  • Oder die Nase nicht seitlich gezeigt wird.
  • Ja.
  • Die Augen nach vorne … äh … gerichtet sind.
  • Ja.
  • Oder irgendwie.
  • Also das ist … Ja. Also das würde ich als entartete Kunst bezeichnen.
  • Mhm.
  • Und … Und richtig hässlich. Ich weiß, dass ich jetzt in ein ganz schlimmes Fettnäppchen trete.
  • Ne. Nein. Wieso …
  • [Lacht.]
  • Du hast es ja schon einmal erwähnt. Und ich finde es ja gut. Ich meine, deshalb rede ich ja mit dir darüber.
  • Ja.
  • Da spricht ja jetzt nichts dagegen … äh … so … so ein Wort zu nehmen. Ich denke mal du … du hättest den jetzt … äh … außer Landes geschafft. Als du …
  • Ne. Ich hätte … Ich weiß, wie teuer der ist. Und dass sich das gar keiner oder nur wenige leisten können.
  • Ja.
  • Ich weiß es. Aber trotzdem ist es für mich … Ja … Entartete Kunst!
  • Ja.
  • Eben. Nicht?
  • Ja ich finde aber … Ich find's spannend, dass …
  • Lustig und kreativ, aber nicht schön
  • Na gut. Man kann es als lustig empfinden.
  • Ja.
  • Oder interessant. Oder kreativ.
  • Ja.
  • Ja?
  • Okay.
  • Aber … äh … Nicht als schön.
  • Okay.
  • Also lustig, kreativ, … äh … Was weiß ich. In der Richtung.
  • Mhm.
  • Aber … äh … nicht … Nicht schön. Das ist aber nicht hässlich!
  • Okay. Aber … Aber kannst du dir denn auch vorstellen, dass so ein Bildnis einer Frau … äh … ähm … etwas ausdrücken sollte, wie bei van Gogh Vincent van Gogh ? Dass er … Dass er … Dass er diese Wellen und diese Striche genommen hat. Oder bei dem Schrei. Wo der das auch in dieser Wellenform …
  • Na, der hat sich bestimmt irgendwas vorgestellt. Der Picasso … Aber … Man kommt nicht so richtig dahinter.
  • Mhm.
  • Was er sich vorgestellt hat.
  • Okay.
  • Wir sehen … [Zeigt auf den Bildschirm.] … die ägyptische Malerei hier.
  • Ja.
  • Die ist von der Seite gemacht. Und da war ja auch diese … äh … äh … dieses Ding. Die wollten Füße zum Beispiel nicht von vorne zeigen. Weil man von vorne …
  • Ja.
  • … die Füße nicht so erkennt, wie seitlich.
  • Ja.
  • Wir erkennen hier ja richtig Füße.
  • Ja genau.
  • Das selbe ist mit dem …
  • Gesicht.
  • … Gesicht halt.
  • Kopf.
  • Du siehst die Nase richtig. Die Augen sind ja häufig nach vorne. Wie …
  • Ja.
  • … wir hier sehen.
  • Ja der Körper ist von vorne.
  • Genau. Und … Und … Und das Auge eben. Ne?
  • Ja.
  • Weil wir natürlich das Auge von vorne viel viel schneller sehen. Und so weiter.
  • Ja.
  • Und im Endeffekt genau das selbe hat doch Picasso hier gemacht. Er hat die Augen von vorne gemacht. Die Seite hat er von der … äh … äh … Die Nase hat er von der Seite gemacht, …
  • [Betrachten das Bild "Portrait de Marie-Thérèse", Pablo Picasso, 1937, Öl auf Leinwand.] Portrait de Marie-Thérèse, Pablo Picasso, 1937, Öl auf Leinwand bildnis-k.jpg
  • Ja aber nicht nur einerlei! Während … äh … an den ägyptischen Bildern nur einerlei zu sehen ist. Also das … Der seitliche Kopf.
  • Ja.
  • Und … äh … der frontale … äh …
  • Brust. Genau.
  • … Körper. Und während Picasso hat alles versucht.
  • Aber er hat's ja auch aus mehreren Perspektiven gemacht. Ne? Also so wie bei den Ägyptern. Die haben sich ja auch nicht an eine Perspektive gehalten. Sondern haben immer die gemacht, die für die …
  • Ja aber …
  • … am ausdrucksstärksten war.
  • Ja aber hier sind mehrere Varianten.
  • Ja, hier hat er noch mehr reingemischt.
  • Ja.
  • Er hat ja die Ägypter nicht bloß …
  • Ja.
  • … ko… kopiert. Sondern er hat dann halt … ähm … äh … auch die beiden Augen … äh … schräger gemacht.
  • Ach du meinst, der hat sich da … die Ägypter … als Vorbild …
  • Ich denke, er hat die als Vorbild sich genommen. Was ich gesagt hatte. Dass die auch die afrikanischen …
  • Das weiß ich aber nicht.
  • … Masken … Doch doch. Die hatten zumindestens diese …
  • Ja.
  • … afrikanischen Masken und so. Als Vorbilder.
  • Mhm.
  • Die haben diese … Von Japan diese Sachen. Wo ich gesagt hatte. Äh … Die … Die haben davon mitbekommen, weil es gab so Kolonialgeschäfte. In Europa. Da waren diese … äh … äh … diese Zeichnungen als … als Verpackung vorhanden. Und die haben …
  • Ja.
  • … diese Verpackungen dann … diese Zeichnungen gesammelt. Und haben sich davon inspirieren lassen.
  • Also falls du so 'ne japanische Abbildung hast, können wir …
  • Ja.
  • … uns die ja nachher mal an …
  • Ja.
  • … gucken. Nicht?
  • Picasso ist für mich hässlich
  • Ja also wie gesagt. Der Picasso ist für mich hässlich. [Lacht.] Und ich weiß, in was für ein Fettnäpfchen ich da trete.
  • Also Picasso ist für dich hässlich. Aber diese ägyptische Kunst, die auch mit dieser Perspektive … mit den unterschiedlichen …
  • Ja.
  • … Perspektiven arbeiten, die ist für dich …
  • Ja.
  • … wiederum …
  • Die ist [Sperren: anders]. Das ist eine andere Perspektive.
  • Na das sind andere Perspektiven. Aber das ist ja auch nicht diese realistische, wie man …
  • Nein.
  • … eine Figur sehen würde.
  • Nicht realistisch. Aber … Anders als der Picasso. Also das sind … Immerhin ist der Körper, der … ja … von vorne gezeigt wird. Während die Köpfe von der Seite und die Füße auch von der Seite …
  • Mhm.
  • … gezeigt werden …
  • Mhm.
  • Ist der Körper von vorne. Das ist das Charakteristische eigentlich von diesen ägyptischen …
  • Na und die Augen. Die finde ich halt immer ziemlich krass.
  • Ja.
  • Wenn die so nach vorne stechen.
  • Und … äh … bei Picasso … Ja? Die hat da wenigstens noch eine Brust an der richtigen Stelle. Und was weiß ich.
  • Was heißt denn an der richtigen Stelle? Das stimmt ja eben gar nicht. Die Brust ist da, wo [Sperren: wir] sie am besten sehen können. Als … Wir können jetzt nicht 'ranzoomen. Aber …
  • Ja.
  • Die ist ja dort … Die ist ja im Profil sozusagen.
  • Ja.
  • Damit wir sie als Betrachter richtig erkennen können. Das heißt aber nicht, dass sie anatomisch an der korrekten Stelle ist.
  • Ja. Aber fast, würde ich sagen. Während es bei Picasso gar nicht ist.
  • Das stimmt. Da sind die total an der falschen Stelle. Wo …
  • Das ist … Ja! Und auch die Fingernägel. Das ist alles … Also wie gesagt … Sehr unrealistisch. Und …
  • Wir können später dann noch einmal darüber …
  • Ja.
  • … kurz reden.
  • Ja. Das ist gut. Fritzchen. Gehen wir erst einmal.
  • Ja.
  • Wollen wir die anderen nicht so … Wenn ich hoch komme, sonst bleibe ich halt hier. [Lacht.] Uuuh!
  • [Pause.]
  • Ahhh!
Die Nachtwache, 1642 , Rembrandt van Rijn
Die Nachtwache, 1642 , Rembrandt van Rijn
Entkleidung Christi, 165 x 99 cm, Öl auf Leinwand, 1590 - 1595, El Greco und Werkstatt
Entkleidung Christi, 165 x 99 cm, Öl auf Leinwand, 1590 - 1595, El Greco und Werkstatt
Das Begräbnis von Casagemas, Öl auf Leinwand, 1901, Pablo Picasso
Das Begräbnis von Casagemas, Öl auf Leinwand, 1901, Pablo Picasso
Yo El Greco (Ich El Greco), Zeichnung, Ausschnitt, ca. 1900, Pablo Picasso
Yo El Greco ("Ich El Greco"), Zeichnung, Ausschnitt, ca. 1900, Pablo Picasso
Vergleich Porträt von Jorge Manuel Theotocopoulos, 1600 - 1605, El Greco und Porträt eines Malers, nach El Greco, 1950, Pablo Picasso
Vergleich Porträt von Jorge Manuel Theotocopoulos, 1600 - 1605, El Greco und Porträt eines Malers, nach El Greco, 1950, Pablo Picasso
Les Demoiselles d'Avignon, 1907, Pablo Picasso
Les Demoiselles d'Avignon, 1907, Pablo Picasso
Pieta, 1850, Eugène Delacroix
Pieta, 1850, Eugène Delacroix
Der Schrei, Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe
Der Schrei, Edvard Munch, 1893, Tempera auf Pappe
Die Brücke von Mantes, zwischen 1868 und 1870, Jean-Baptiste Camille Corot
Die Brücke von Mantes, zwischen 1868 und 1870, Jean-Baptiste Camille Corot
(gestern) Diplom Theorie Gespräch mit Oma Vorbereitung Gespräch mit Oma Standpunkt Meine Frage als Kunststudent Kommilitone : Was ist eigentlich Kunst für die, die nicht aktiver Teil im Kunstbetrieb Kunstbetrieb sind? […] Und natürlich der Künstler, der vielleicht irgendeinen Gedanke oder ein Gefühl hat, den/das er in die Welt tragen möchte. Mich selbst stört, dass ich oftmals erst Zugang zu zeitgenössischen Arbeiten erhalte, wenn ich mir einen Text dazu durchgelesen habe. Und vielleicht die Biografie des Künstlers kenne. Die Arbeiten erschließen sich aber nicht von selbst. Deshalb sind mir selber Bilder angenehm, wo ich etwas aus meinem eigenen Leben wiedererkenne. Wo ich einen Anknüpfungspunkt sehe, über den ich tiefer in die Arbeit eintauchen kann. Frage: Müssen sich Arbeiten immer erschließen? Sind offene Fragen nicht spannend? Aber es sind nur Fragen gut, die nicht die Arbeit in Zweifel Zweifel ziehen ("Was'n daran Kunst?", "Was soll mir das jetzt sagen?"), sondern die das Gesehene versuchen zu ergründen. Wo der Entdeckerdrang aktiviert wird. an Oma: 1 Fragen, wo sie in ihrem Leben mit Kunst in Berührung kam. Auf Reisen? War sie in Museen? 2 Welche Arbeiten haben es ihr vor allem angetan? Wo sind ihre Grenzen? Ab wann findet sie keinen Zugang mehr? 3 Was muss ein Kunstwerk haben, um für sie ein Kunstwerk zu sein? Farbe, Leinwand, Bilderrahmen, Fett, Pissoir Marcel Duchamp , …? 4 Künstler: Was ist für sie ein Künstler? Wie stellt sie sich seinen Beruf vor? 5 Meine eigenen Arbeiten: Geradenbilder, vor allem kindliche Zeichnungen zeigen (da, wo sie auch drauf ist). Ist das für sie Kunst, nur kreativ? Oder …? zu "Die Nachtwache" Die Nachtwache, 1642 , Rembrandt van Rijn Rembrandt van Rijn nachtwache-k.jpg Gruppenbildnis von Schützengilde im Familienalbum von Hauptmann Frans Banning Cocq trägt Bild Titel: "Der Hauptmann gibt seinem Leutnant den Auftrag, die Bürgerwehr marschieren zu lassen" im Vordergrund Hauptmann und Leutnant zwei erleuchtete Figuren beherrschen Bildaufbau: Mädchen und Leutnant El Greco El Greco Entkleidung Christi, 165 x 99 cm, Öl auf Leinwand, 1590 - 1595, El Greco und Werkstatt entkleidungchristi-k.jpg El Greco Maler griechischer Herkunft, Maler des spanischen Manierismus Manierismus und Renaissance Renaissance Themen hauptsächlich religiös und Porträts Malerei entwickelte sich vom Naturalismus weg hin zu Individualstil Individualstil entgegengesetzt Entwicklung Malerei in Spanien, davon unabhängig um 1900 von Schriftstellern, Kunstkritik und Avantgarde Avantgarde neu entdeckt von Künstlern der Moderne (besonders Expressionismus Expressionismus ) als Bezugspunkt gesehen und rezipiert Künstler selbst im Zentrum seines Schaffens, damals revolutionär bei Zeitgenossen entweder bewundert oder abgelehnt suchte nach neuen Ausdrucksformen u. a. bewundert von Picasso Pablo Picasso Das Begräbnis von Casagemas, Öl auf Leinwand, 1901, Pablo Picasso casagemas-k.jpg Das Begräbnis von Casagemas (aus der Blauen Periode) verwies auf "Das Begräbnis des Grafen Orgaz" (was genau?) Yo El Greco ("Ich El Greco"), Zeichnung, Ausschnitt, ca. 1900, Pablo Picasso yoelgreco-k.jpg Vergleich Porträt von Jorge Manuel Theotocopoulos, 1600 - 1605, El Greco und Porträt eines Malers, nach El Greco, 1950, Pablo Picasso yoelgreco2-k.jpg Les Demoiselles d'Avignon, 1907, Pablo Picasso avignon-k.jpg in Rosa Periode griff er in "Les Demoiselles d'Avignon" Motive aus "Die Öffnung des fünften Siegels" auf Pieta, 1850, Eugène Delacroix pieta-k.jpg Pieta von Delacroix an Komposition angelehnt diese wiederum von van Gogh Vincent van Gogh aufgegriffen Duchamp setzte sich mit "Porträt (Dulcinee)" und "Le Printemps (Jeune homme et jeune fille dans le printemps)" , 1911, mit El Greco auseinander Der Schrei Der Schrei, Edvard Munch Edvard Munch , 1893, Tempera auf Pappe schrei2-k.jpg vier Variationen als Gemälde und mehrere Lithographien bekannt Pastellversion 1895 von (wahrscheinlich) Arthur von Franquet in Auftrag gegeben gehören zu Serie Lebensfries Thema Liebe, Angst und Tod Sterben erster Titel von Munch: "Schrei der Natur" auf graphischer Fassung schrieb er: "Ich fühlte das große Geschrei durch die Natur" neben Hauptfigur wild bewegte Formen und Farben von Wasser und Himmel wird häufig als erstes expressionistisches Bild bezeichnet zu Jean-Baptiste Camille Corot Jean-Baptiste Camille Corot (1796 - 1875, französischer Landschaftsmaler) in Arbeiten freie aber straffe[?] Komposition und gedämpfte Farbigkeit Die Brücke Die Brücke von Mantes, zwischen 1868 und 1870, Jean-Baptiste Camille Corot mantes-k.jpg
Diplom Theorie Zitate in Erzählung einpflegen aktuell aus [Z1] und [Z2] später sortieren nach Themengebiet danach Quellen ansehen "Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar." Paul Klee Paul Klee [Z1] [1972: Paul Klee und das Bauhaus Bauhaus , S. 26, Verlag DuMont] "Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen." Johann Wolfgang von Goethe Johann Wolfgang von Goethe [Z1] [1837: Poetische und prosaische Werke: In zwei Bänden, Band 2, S. 631, Verlag Cotta] "Wenn ich wüsste, was Kunst ist, würde ich es für mich behalten." Pablo Picasso Pablo Picasso [Z1] [1999: Transformationen des Stillebens in der nachkubistischen Malerei Pablo Picassos, ISBN 9783825837686, S. 235, LIT Verlag Berlin-Hamburg-Münster] "Ich male die Nasen absichtlich schief, damit die Leute gezwungen sind, sie anzusehen." Pablo Picasso [Z1] [Quelle?] "Es gibt Maler, die die Sonne in einen gelben Fleck verwandeln. Es gibt aber andere, die dank ihrer Kunst und Intelligenz einen gelben Fleck in die Sonne verwandeln können." Pablo Picasso [Z1] [1993: Das große Handbuch der Zitate, ISBN 9783570016091, S. 543, Verlag Bertelsmann Lexikon Inst.] "Wenn etwas Abstoßendes modern wird, ist es sofort anziehend." Pablo Picasso [Z1] [1974: Die Treffende Pointe, ISBN 9783722561127, S. 8, Ott Verlag] "Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben." Pablo Picasso [Z1] [2005: Erfolg Erfolg : Zitate, ISBN 9783833421761, S. 67, Verlag BoD] "Ich kann nichts dafür, dass meine Bilder sich nicht verkaufen lassen. Aber es wird die Zeit kommen, da die Menschen erkennen, dass sie mehr wert sind als das Geld für die Farbe." Vincent van Gogh Vincent van Gogh [Z1] [2003: Vincent van Gogh - Das Verhältnis zwischen künstlerischer Qualität und wirtschaftlichem Erfolg, ISBN 9783638225632, GRIN Verlag] "Ich mache mir immer wieder Vorwürfe, dass meine Malerei nicht wert ist, was sie kostet." Vincent van Gogh [Z1] [Quelle?] "Kunst hat mit Geschmack nichts zu tun." Max Ernst Max Ernst [Z1] [1979: Max Ernst, seltene frühe Graphik: Ausstellung Leopold-Hoesch-Museum Düren 4. Februar - 4. März 1979, S. 9, Verlag Leopold-Hoesch-Museum] "Wenn ein Film Erfolg hat, ist er ein Geschäft Kunstmarkt . Wenn er keinen Erfolg hat, ist er Kunst." Carlo Ponti [Z1] [2003: Teste deine Allgemeinbildung, ISBN 9783899949797, S. 31, Verlag Schlütersche 1974: Die treffende Pointe, ISBN 9783722561127, S. 79, Ott Verlag] "Aus dem Leide schöpft die Kunst die erhabensten Eingebungen." Michelangelo Buonarroti Michelangelo Buonarroti [Z1] [2008: Die schönsten Lebensweisheiten, ISBN 9783938264188, S. 128, Garant Verlag] "An den modernen Gemälden ist nur noch eins verständlich: die Signatur Künstlersignatur ." Ephraim Kishon [Z1] [1997: Harenberg Lexikon der Sprichwörter & Zitate, ISBN 9783611006111, S. 430, Verlag Harenberg 1974: Die treffende Pointe, ISBN 9783722561127, S. 114, Ott Verlag] "Ein Künstler, der seine rebellische Haltung und Spontanität verliert, ist tot." Madonna [Z1] [2005: Lebensweisheiten berühmter Popmusiker, ISBN 3899940512, S. 131, Humboldt Verlag 1996: Februar-Ausgabe der Cosmopolitan] "Geniale Menschen beginnen große Werke, fleißige Menschen vollenden sie." Leonardo da Vinci Leonardo da Vinci [Z1] [2008: Zitate im Management, ISBN 9783709302101, S. 48, Linde Verlag Wien 2005: Zehnkampf-Power für Manager, ISBN 9783409142670, S. 151, Gabler Verlag] "Ziel der Kunst ist, einfach eine Stimmung zu erzeugen." Oscar Wilde Oscar Wilde [Z2] "Die Kunst ist der natürliche Feind der Normalität." Peter Rudl (* 1966, deutscher Aphoristiker) [Z2] "Alle Kunst ist zugleich Oberfläche und Symbol. Wer unter die Oberfläche dringt, tut es auf eigene Gefahr. Wer dem Symbol nachgeht, tut es auf eigene Gefahr. In Wahrheit spiegelt die Kunst den Betrachter und nicht das Leben." Oscar Wilde [Z2] [Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray), 1890. Übersetzt von Hedwig Lachmann und Gustav Landauer] "Kunst: Verzierung dieser Welt." Unbekannt, oft Wilhelm Busch Wilhelm Busch zugeschrieben [Z2] "Oft trifft man wen, der Bilder malt, viel seltener wen, der sie bezahlt." Wilhelm Busch [Z2] [Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Sprikker] "Der Künstler soll nicht ein Gelehrter, wohl aber ein Gebildeter sein. Durch mangelhafte Bildung der Künstler leidet die Kunst mehr, als durch irgend etwas anderes. Sie wird dadurch aus der höheren Sphäre der Einsicht zurückgedrängt und handwerksmäßig." Heinrich Wilhelm Josias Thiersch [Z2] "Jede Kunst schließt ein Handwerk Handwerk in sich ein; das Handwerk der Kunst nenne ich den Teil derselben, der gelehrt und gelernt werden kann; wo das Handwerk aufhört, da beginnt erst die eigentliche Kunst." Otto Ludwig (1813 - 1865, deutscher Erzähler und Dramatiker) [Z2] "Es ist nicht die Aufgabe der Kunst, die Natur zu kopieren, sondern sie auszudrücken!" Honoré de Balzac [Z2] [Balzac, Das unbekannte Meisterwerk (Le chef-d’oeuvre inconnu), 1831] "Die Mutter der nützlichen Künste ist die Not, die der schönen der Überfluss." Arthur Schopenhauer Arthur Schopenhauer [Z2] [Quelle: Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Zweiter Band. Ergänzungen zum dritten Buch. Kapitel 34. Über das innere Wesen der Kunst] "Die Kunst verhält sich zur Natur, wie der Wein zur Traube." Franz Grillparzer (1791 - 1872, Wiener Hofkonzipist und Burgtheaterdichter) [Z2] "Je weiter die Menschheit kommen würde, desto wissenschaftlicher die Kunst wird." Gustave Flaubert (1821 - 1880, französischer Erzähler und Novellist) [Z2] "Armut ist aller Künste Stiefmutter." Deutsches Sprichwort [Z2] "Zwei Personen stecken in einem Maler - der Poet und der Handwerker." Émile Zola (1840 - 1902, französischer Romanschriftsteller des Naturalismus) [Z2] "Der Endzweck der Wissenschaft ist die Wahrheit, der Endzweck der Künste ist Vergnügen." Gotthold Ephraim Lessing [Z2] ["Laokoon Laokoongruppe oder Über die Grenzen der Malerei und Poesie", 1766] "Die Kunst geht nach Brot." Gotthold Ephraim Lessing "Nicht jeder, der den Pinsel in die Hand nimmt und Farben verquistet, ist ein Maler." Gotthold Ephraim Lessing "Die Leute lieben an der Kunst am meisten das Banale und längst Bekannte, das, woran sie gewöhnt sind." Anton Pawlowitsch Tschechow (1860 - 1904, russischer Meister der impressionistischen Erzählung und Dramatiker) [Z2] "Die Kunst ist keine Dienerin der Menge." August Graf von Platen Hallermund (1796 - 1835, deutscher Dramatiker, Theaterschriftsteller und Lyriker) [Z2] "Niemand auf der Welt bekommt soviel dummes Zeug zu hören wie die Bilder in einem Museum." Jules und Edmond Huot de Goncourt (französischer Sozialromanciers, Kunstsammler, Kunst- und Kulturhistoriker) "Die Kunst gehört dem Volk." Wladimir Iljitsch Lenin "Diese unglückselige Meinung, daß die Kunst sich erfülle in der Nachbildung, sei es nun der idealisierten oder möglichst getreuen Wiederholung, der Außenwelt, wird immer wieder wach." Rainer Maria Rilke [Z2] "Ich spiele jetzt die Rolle eine Kunstmäzens und lasse mir vom lieben Gott Gott täglich schöne Werke vormalen." Ludwig Thoma (1867 - 1921, deutscher Erzähler, Dramatiker und Lyriker) [Z2] "Kunst: nicht ein Spiegel Spiegelbild , den man der Wirklichkeit vorhält, sondern ein Hammer, mit dem man sie gestaltet." Karl Marx "Wer Kühe schlecht malen kann, sollte sie melken." Wilhelm Leibl (1813 - 1900, deutscher Maler des Realismus) [Z2] "Nur was aus dem Leben kommt, ist Kunst, die wieder aufs Leben wirkt." Stefan George (1868 - 1933, deutscher Dichter) [Z2] "In einem religiösen Volk erzeugt die Kunst Heiligtümer, in einem militärischen Trophäen, in einem kaufmännischen Handelsobjekte." Johann Heinrich Füssli (1741 - 1825, schweizerischer Maler und Dichter) [Z2] "Der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern auch was er in sich sieht. Sieht er aber nichts in sich, so unterlasse er auch zu malen, was er vor sich sieht. Sonst werden seine Bilder den Spanischen Wänden gleichen, hinter denen man nur Kranke und Tote erwartet." Caspar David Friedrich Caspar David Friedrich [Z2] "Die Formen der Natur sind nur ein Wörterbuch, in dem der Künstler nachschlägt, um seine eigenen Vorstellungen zu verstärken." Ferdinand Victor Eugène Delacroix (1798 - 1863, französischer Maler der Romantik und Grafiker) [Z2] "Manche Muse Muse kommt mit Küssen, manche Muse kommt mit Nüssen." Manfred Hinrich (1926 - 2015, deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller) [Z2] "So manches Bildwerk heutzutage ist nichts, als eine offene Frage." Erich Limpach (1899 - 1965, deutscher Dichter, Schriftsteller und Aphoristiker) [Z2]
Standpunkt handschriftlich niedergeschrieben (zwei Sätze fehlen ungewollt), 10 A4-Blätter, 31
Standpunkt handschriftlich niedergeschrieben (zwei Sätze fehlen ungewollt), 10 A4-Blätter, 31
Standpunkt Standpunkt handschriftlich niedergeschrieben (zwei Sätze fehlen ungewollt), 10 A4-Blätter, 31 standpunkt-k.jpg Muss mich nun ein paar Tage von der Kunst erholen. Neben der eigenen Arbeit, die nicht vorankommt, bin ich wieder von der Fülle an Künstlern und Ausgedrücktem überfordert. Die von mir gelesenen Kunstbücher betrachten ja vor allem die westliche Kunst. Wie groß ist aber die Welt! Wie viele Künstler gibt es noch, die in anderen Ländern dieser Erde Erwähnung finden! Und wie viele, die Schaffen und nicht beachtet werden! Wieviele haben eine Mission, ein Verlangen etwas auszudrücken … Kann man Kunst ohne Mission schaffen? Bleibe ich beim Hinterfragen von Kunst? Ist das mein Antrieb fürs Schaffen? Mein Zweifel Zweifel an Bedeutung in der Kunst und am Leben an sich ständig neu ausgedrückt in Selbstporträts Selstbildnis , in denen ich mich meiner Existenz bestätigt sehen möchte? Diplom Arbeit umsetzen alle Standpunkte handschriftlich auf Papier bringen und an Wand kleben A4-Blätter aneinander kleben je nach Größe des Textes erweitern oder Standpunkte in Normalgröße schreiben, einscannen und unterschiedlich vergrößern dadurch auch je nach Format richtig fette Schrift wirkt distanzierter und gleichzeitig gefestigter als Originalpapier eventuell mit "ja/nein"-Karte, siehe 14.1.2015 davor Friedrich-Herme Herme , bis zur Decke Standpunkt Zweifel Den Zweifel am eigenen künstlerischen Schaffen, an der Kunst allgemein und am Leben an sich zum Ausdruck zu bringen, stärkt mich. Vielleicht ist tatsächlich der Zweifel mein Thema. Kunstbegriff "Die Geschichte der Kunst im 20. Jahrhundert", Uwe M. Schneede Tendenzen der Kunst Ende 20. Jahrhundert nach Primitivismus früher Avantgarde Avantgarde , Utopien der 1920er, Erkundungen in den 1960er Tendenz erkennbar oder kolossale Unübersichtlichkeit? 1 modusübergreifend 1990er: viele Künstler arbeiten uneingeschränkt und intensiv auf allen Sektoren bis 1950er Gattungen noch medial und nach Fertigkeiten klar getrennt Gattungen und mit ihnen die Kategorien hatten sich verzahnt Malerei blieb immer noch präsent 1990er keine Grenzen mehr, auch nicht zu Musik, Poesie, Jugendkultur, Architektur, Design, Mode modusübergreifend gilt auch für Kulturen Impulse aus ursprünglichen Kulturen in westliche Kunst hineingebracht aber keine Globalisierung im Sinne internationaler und kulturübergreifender Einheitlichkeit 2 Benutzbarkeit Künstler entwarfen Wohnwagen, Museumsshops, Museumssäle, richteten Ausstellungen ein nicht als Nebentätigkeit gesehen, sondern als Kunst Partizipation am Beispiel von Gonzalez-Torres Felix Gonzalez-Torres (Partizipation am Schmerz) manifestiert Manifest : Künstler und Betrachter gehören ein- und derselben Welt an weit entrückt dagegen Bohème, Extravaganz, Vereinzelung und Außenseitertum der frühen Avantgarden und ihrer Nachahmer (gerade die gefallen mir aber!) 3 Durchdringung des Alltags Prozeß von A Darstellung von Aspekten äußerer und innerer Wirklichkeiten, über B Ding und Material in den 1960er, zur C künstlerischen Durchdringung des Alltags in den 1990er ästhetische Distanz auf ein Minimum geschrumpft (bei allen Tendenzen: immer aber mit vielen Künstler-Ausnahmen) 4 Entfremdeter Körper Body Art entdeckte Körper selbst als Aktionsfeld und Material Weg über A Picasso Pablo Picasso mit Zerstörbarkeit des Körpers und B Bacon mit menschlicher Körper als Fleisch wie anderes Fleisch in 1990er wurden Haar und Haut Haut , Blut und Körper unmittelbar Werkmaterialien Marc Quinn Marc Quinn als Beispiel Bedürfnis nach Ermittlung der Rolle des Körpers am Ende distanziert betrachtet, durchgehend fremd gewordene Körper Schlussworte: 20. Jahrhundert begann mit radikalen Vorstößen der Avantgarden als Eliten der Kunst endete mit grenzenloser Ausdehnung des Künstlerischen (bisher allgemeinste Definition von Kunst): "ästhetischer Deuter der Welt mit je subjektiver Moral"
Muzeul Național de Artă al României, Bukarest
Muzeul Național de Artă al României, Bukarest
The Adoratio of the Shepherds, El Greco
The Adoratio of the Shepherds, El Greco
The Martyrdom of St. Maurice and the Ten Thousand Thebans, El Greco
The Martyrdom of St. Maurice and the Ten Thousand Thebans, El Greco
Originea artei picturii (The Origin of Painting), Matias de Arteaga (ca. 1633 - 1703)  (siehe auch )
Originea artei picturii (The Origin of Painting), Matias de Arteaga (ca. 1633 - 1703) (siehe auch )
Flowers bouquet, Jan Brueghel the Elder
Flowers bouquet, Jan Brueghel the Elder
Muzeul Național de Artă Contemporană, Bukarest
Muzeul Național de Artă Contemporană, Bukarest
Ausstellung Mittelalterliche und moderne Sammlung rumänischer Kunst Muzeul Național de Artă al Rom Römer âniei, Bukarest Muzeul Național de Artă al României, Bukarest kunstmuseum-bukarest-k.jpg mittelalterliche und moderne Sammlungen rumänischer Kunst, internationale Kunstsammlung (100 Leu für Fotoerlaubnis verlangt) Francesco Squarcione (1397 - 1468) "Virgin and child", sehr altes verbrauchtes Marien[?]-Gesicht Luca Signorelli (ca. 1441 - 1523) "Scenes from the Life of Saint Athanasius […]" umsetzen sehr langes Bild, erzählt Geschichte, für Kinderzeichnungen Kinderzeichnung merken Adorrnirea Flicoarei, "The Domition of the Virgin", Hochrelief, Figuren richtig ausgearbeitet, 1 Stück Holz? Rastignirea (The Crucification), Tempera pe lemu Bild gekrümmt, dadurch Jesus Jesus als Mittelpunkt plastisch in Vordergrund gerückt umsetzen gekrümmte Oberfläche für Geradenbild Geradenbild ausprobieren The Adoratio of the Shepherds, El Greco El Greco elgreco-bukarest-k.jpg The Martyrdom of St. Maurice and the Ten Thousand Thebans, El Greco elgreco-bukarest2-k.jpg Originea artei picturii (The Origin of Painting), Matias de Arteaga (ca. 1633 - 1703) (siehe auch ) originofpainting.jpg Aegidius Sadeler (ca. 1570 - 1629), "Hall in the Hradcay Palace" untere Bilderrahmen-Leiste mit Schräge inklusive Raumlinien Flowers bouquet, Jan Brueghel the Elder bruegele-k.jpg Pieter Brueghel the Younger, The Four Seasons (ab hier Notizen nicht weiter bearbeitet) Paul Signoc Gate (Saint-Tropaz), 96 High Throne oldavia, Holz Ion Negulia (1812 - 1851), Biserica din Campulung, 1837, nicht zu Ende gemalt, Vorskizze sichtbar C. D. Rosenthal (1820 - 1851), Vanitas, 1848 Gheorghe Ioand, "Interior de atelier" Theodor Amian, In atelierul artistului, dupa 1883 Aman "Primcl atelier al pictorului, Paris 1852 Merica Ramniceanu, Portret de femeie, 1930 - 1937, wie Picasso Pablo Picasso Warum in orthodoxer Kirche Porträts oft nur mit gemalten Gesicht, Rest mit Silber[?] verhüllt verhüllt ? Ausstellung Muzeul Național de Artă Contemporană, Bukarest Muzeul Național de Artă Contemporană, Bukarest gegenwartskunst-bukarest-k.jpg Diplom Arbeit im Klassenraum 1 Wand mit vielen A4-Ausdrucken Standpunkte und Lautsprecher mit Aufnahmen Gedanken 2 Wand mit zwei bis drei Geradenbildern, Kinderzeichnungen, verhüllten Arbeiten 3 lange Papierrolle mit frfr-Notizen mitten im Raum, hängt von Decke Notizen vom Diplomtag und kurz davor: täglich erweitern, Klebeband und Schere liegen lassen umsetzen Schnur-Idee (mit Fotoabzügen von Geradenbildern) im Klassenraum testweise umsetzen
Signatur von Karl Bergenthal oder Bildunterschrift (keine weiteren Informationen zum Hintergrund gefunden)
Signatur von Karl Bergenthal oder Bildunterschrift (keine weiteren Informationen zum Hintergrund gefunden)
o. T., 1993, Papier/Filzstift, Farbstift, 43 x 61 cm, Karl Bergenthal
o. T., 1993, Papier/Filzstift, Farbstift, 43 x 61 cm, Karl Bergenthal
Tom Duli, Leinwand/Dispersionsfarbe, 120 x 120 cm, Peter Boenicke
Tom Duli, Leinwand/Dispersionsfarbe, 120 x 120 cm, Peter Boenicke
Karneval, 23.2.1987 gezeichnet angefangen, 22.1.1988 (beendet), Papier/Filzstift, Deckfarbe, 39,5 x 55,0 cm, Robert Burda
Karneval, "23.2.1987 gezeichnet angefangen", 22.1.1988 (beendet), Papier/Filzstift, Deckfarbe, 39,5 x 55,0 cm, Robert Burda
Zigaretten, 1993, Papier/Wachskreide, 43 x 61 cm, ?den .10.2.1993? / ?Hans-Jürgen Fränzer?, Hans-Jürgen Fränzer
Zigaretten, 1993, Papier/Wachskreide, 43 x 61 cm, "?den .10.2.1993? / ?Hans-Jürgen Fränzer?", Hans-Jürgen Fränzer
Bild 1, 1992, Papier/Wachsmalkreide, 30,7 x 43,3 cm, Hans-Georg Kastilan
Bild 1, 1992, Papier/Wachsmalkreide, 30,7 x 43,3 cm, Hans-Georg Kastilan
Standpunkt Geradenbild Geradenbild Kinderzeichnung Kinderzeichnung Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Gerade bin ich in Gedanken noch einmal durchgegangen, wie ich von den Geradenbildern auf die Kinderzeichnungen gekommen bin.
  • Möchte das jetzt halt noch einmal … ähm … hier festhalten.
  • [Klick.]
  • Erst einmal ganz ganz kurz zum Hintergrund der Geradenbilder. Die [Sperren: Idee] von mir war, …
  • [Pause.]
  • … das Element zu finden, …
  • … mit dem man eigentlich [Sperren: alles] darstellen kann. In der Bildenden Kunst.
  • [Sperren: Denn], der Hintergrund ist, dass ich …
  • [Pause.]
  • … Zweifel Zweifel habe. Und hatte. Was die Wahl der Mittel anging. Die Künstler halt … ähm … wählten.
  • Ob das jetze … Also der Stil.
  • [Pause.]
  • Dass ich immer, … ähm … wenn ich bereits bei einem … mit einem fertigen Stil anfange, wie jetze, ich weiß nicht, … ähm … Kubismus Kubismus … Der ist jetzt nicht mehr aktuell. Aber hätte ich damit angefangen halt, dann hätte ich mir immer wieder die Frage gestellt, … ähm … ähm …
  • Aber wie komme ich überhaupt darauf? Mit dem Kubismus zu arbeiten?
  • So. Ähm … [Sperren: Denn] beim Kubismus, als Beispiel jetze einfach nur, is ja ganz viel davor passiert.
  • Warum es dann dazu gekommen ist.
  • So.
  • Und da ich nicht bloß etwas [Sperren: kopieren] wollte, etwas [Sperren: nachmachen] wollte, etwas …
  • … [Sperren: mitmachen] wollte, …
  • … ohne zu wissen, wie es überhaupt dazu gekommen ist, …
  • … ohne es [Sperren: gefühlt] zu haben, wie es dazu gekommen ist, …
  • … musste ich halt selber wieder von [Sperren: null] anfangen.
  • Mit der Idee dann halt eben, von dort aus dann etwas Neues zu schaffen, wo ich dahinter stehen kann.
  • Dass es mir dann eben nicht mehr [Sperren: beliebig] vorkommt.
  • So. Das war der Hintergrund dieser Geradenbilder.
  • [Pause.]
  • Das hab ich jetzt ja immerhin eins zwei Jahre lang gemacht. Eine ziemlich lange Zeit. Ähm … Hab jetzt aber, oder hab schon während dessen halt mitbekommen, dass diese Geradenbilder viel Aufmerksamkeit erzeugen.
  • Was ja gar nicht mein Hintergrund eigentlich war!
  • Und dass ich es eigentlich [Sperren: nicht] geschafft habe, … ähm … zu etwas Neuem zu kommen. Sondern ich bin halt bei den Geraden als Element stehen geblieben. Es hat … Es ist sozusagen ein eigener, …
  • … weiß nicht, ob man das so sagt, …
  • … Stil entstanden.
  • Also ein Merkmal. Dieser Arbeiten.
  • [Pause.]
  • Ich weiß aus den Kunstbüchern, dass Picasso Pablo Picasso etc. auch … ähm … Motive gewählt haben, wie zum Beispiel Porträts, Blumen, Landschaften und so weiter, um ihre Idee zu [Sperren: verdeutlichen]. Deshalb kam ich jetze gerade auf diesen Kubismus. Äh … Dass jene … Objekte eingepflegt haben, wie zum Beispiel eine Geige, damit der Zuschauer, der Betrachter halt … ähm … etwas wiedererkennt.
  • Nicht im Regen stehen bleibt.
  • Und gleichzeitig halt … Dadurch konnte man die … die … die … die Idee, dieses … dieses … dieses Stils halt mit vermitteln.
  • So.
  • Ähm …
  • Das ist es im Endeffekt bei den Geradenbildern auch geblieben.
  • Kommt mir so vor.
  • Also ich hab nicht wirklich etwas … Ich bin nicht vorangekommen. Sondern ich bin da halt stehengeblieben.
  • Bei dieser [Sperren: Vermittlung].
  • So.
  • Und … ähm … Das langweilt mich dann aber eben. Auf längere Sicht gesehen.
  • Das sieht spannend aus. Und ich … Ich habe viel ausprobiert. Auch mit … ähm … Wie ich das halt … äh … hinbekomme. Also wie ich diese Geraden zeichne. Mit dem Plotter Plotter hab ich dann halt sehr lange gearbeitet.
  • Ähm … Das war auch genau so richtig. Aber ich bin halt nicht [Sperren: vorangekommen]. Wirklich.
  • [Sperren: Dann] kam mir eben vor kurzer Zeit der neue Gedanke, anstatt … äh … zu schauen, was das [Sperren: kleinste] Element für mich halt … ähm … ähm … Sozusagen ein … ähm …
  • [Klick.]
  • Übertragen von …
  • [Pause.]
  • … der physischen Ebene … Also wo es um den … äh … um das Atom geht. Aus dem alles besteht. [Sperren: Alle] Materie besteht. Dieses Atom aus Quarks. Quarks eventuell aus Strings. Und so weiter. Also [Sperren: irgendwo] gibt es eine kleinste Einheit.
  • Das hab ich halt [Sperren: kopiert]. Oder versucht in die Bildende Kunst zu übertragen.
  • [Schlucke.]
  • Bin halt auf diese Linie gekommen. Und anstatt jetzt aber das von dieser, ich weiß nicht, ob man das so sagt, formalen Weise zu betrachten, … ähm … bin ich jetzt einen anderen Weg gegangen. Hab das von dem [Sperren: Menschen] aus betrachtet.
  • Also [Sperren: wann] fängt denn der Mensch an, … äh … zu zeichnen?
  • Zu malen?
  • Kreativ zu werden?
  • Kunst zu machen?
  • [Pause.]
  • Das fängt an, eben im [Sperren: Kindesalter] an. Also als Baby. [Sperren: Sobald] er auf die Welt kommt. Etwas [Sperren: erblickt].
  • Etwas in die Hand nimmt!
  • Etwas … ähm … pfff … Wo auch immer hinbringt. Auf Papier, oder auf nen Fußboden. Oder auf die Klamotten. Ob er das jetze [Sperren: weiß], dass er das tut oder nicht, das ist zweitrangig. Es geht erst einmal um dieses [Sperren: Moment Moment ], …
  • … ein schönes Wort! Immer verwendet. Wie ich es immer wieder betone!
  • Ähm … Wo es an… Wo der [Sperren: Mensch] anfängt, etwas … eine … etw… kreativ zu werden.
  • Etwas [Sperren: Neues] zu schaffen. Aus sich heraus. Was davor nicht da war.
  • [Pause.]
  • [Klick.]
  • Und da kam ich eben auf die Kinder. Und da auf die Kinderzeichnungen. Bin ja dann über diese, nennen wir sie Tagebuchbilder, … ähm … die ich in Athen … äh … besonders … ähm … intensiv gemacht habe. Und danach dann eben fortgeführt habe. Hier. Ähm …
  • Habe ich mich halt auf diesen Pfad begeben. Aber ich [Sperren: weiß], oder ich muss da halt [Sperren: sehen], … äh … dass ich [Sperren: niemals] … äh … ähm … ein Kind … ähm … ähm … mehr sein werde. Und somit [Sperren: niemals] wie ein Kind zeichnen … äh … kann.
  • Weil ich schon zu viele Stufen, Phasen, durchgemacht habe. Und das sozusagen vermische. Ich kann ein Kind sozusagen lediglich [Sperren: kopieren]!
  • Oder [Sperren: nachmachen].
  • Ähm … Nachmachen meine ich jetze eben, … ähm … frei nach … ähm … einer Kinderzeichnung … ähm … etwas … etwas machen. Also sozusagen den [Sperren: Stil] kopieren.
  • Aber in einer anderen Form.
  • Wiedergeben.
  • Also versuchen … [Sperren: nachzumachen].
  • Ähm … Ich werde aber nie eben ein Kind mehr sein. So.
  • [Pause.]
  • Trotzdem bin ich jetze … ähm … weiterhin eben auf diesem Pfad unterwegs. Also ich hab mir jetze, oder ich bin jetzt halt beim nachmachen.
  • Von … äh … Zeichnungen, von Kindern … ähm … Emma Emma ist glaube ich zwei drei Jahre alt, also noch sehr sehr [Sperren: frisch]. Wo die Sonne anfängt Strahlen zu bekommen. Anscheinend beeinflusst durch den Kindergarten.
  • Ähm …
  • Wo mit Stempeln gearbeitet wird. Faserstiften. Buntstiften. [Sperren: Alles] gemixt. Auf unterschiedlichem Papier. Mit unterschiedlichen Hintergründen. So. Und das … äh … mach ich gerade eben auch.
  • Ähm … Beziehungsweise ich [Sperren: versuche] … äh … dann einen Schritt doch weiter zu gehen. Und von diesem A4-Format, was anscheinend … was sehr gängig ist. Damit zu arbeiten. Es is nen handliches Format. Es gibt's in Massen. Wird nem Kind einfach vorgehalten. Und es kann anfangen zu malen. Es ist nicht zu klein.
  • Und nicht zu groß!
  • [Pause.]
  • Ähm … A… Das hab ich ja bereits … ähm … verformt. Also vergrößert. Indem ich halt mehrere A4-Blätter aneinander… ähm …geklebt habe. Und damit ein … ähm … von … A3 auf A2 … ähm … gegangen bin. Und eine Zeichnung von Emma halt in diesem Format vergrößert habe.
  • [Sperren: Frei] nach aber.
  • Also nicht kopiert.
  • Nicht nur vergrößert.
  • Und das … In meiner Vorstellung will ich halt weitermachen mit A1, A0, doppelt A0. Also [Sperren: wirklich] riesengroße … ähm … Arbeiten.
  • Aber die halt immer wieder auf dieses … auf … auf dieses eine … auf dieses [Sperren: Grundblatt] … ähm … ähm … mit … mit … auf dieses [Sperren: Überblatt], mit dem halt viele Kinder arbeiten, weil es ihnen nun einmal gegeben wird, … ähm … zurückgeht. Und zwar auf dieses A4-Format.
  • Also ganz viele A4-Blätter aneinander gereiht. Ergeben irgendwann A0. Doppelt A0. Und so weiter.
  • [Pause.]
  • Das ist sozusagen schon ein … ähm … ähm … ein erster Schritt. Von diesem bloßem Nachmachen, von dem Kopieren, wegzukommen, zu einer eigenen künstlerischen …
  • Na ja …
  • … Arbeit.
  • Sagen wir es so.
  • [Pause.]
  • Ich weiß gerade noch nicht, wohin mich das führen wird. Aber es ist eben ein anderer Weg.
  • Als bei diesen Geradenbildern.
  • Jetzt geht's vom [Sperren: Menschen] aus. Von der [Sperren: Entwicklung] des Menschen. Und davor ging es um dieses … ähm … um … um diese physikalische Idee. Und um … Und um … ähm … bildende Kunst. Also die … ähm … ähm …
  • Was kann von dieser physikalischen … äh … Sicht aus halt in der bildenden Kunst die Kopie sein?
  • Also das Gleiche.
  • Wie sagt man?
  • Ein Gleichnis.
  • [Klick.]
  • [Pause.]
  • Aktuell, seit ner Woche, seit zwei Wochen, … ähm … schaue ich mir auch … äh … Kunst … ähm … aus der Psychiatrie an.
  • Also von erwachsenen Menschen, die teilweise fünfzig, sechszig … äh … Jahre alt sind. Ähm … Irgendwelche … Probleme haben. Die behandelt werden.
  • Mit … äh … Zum Beispiel mit Medikamenten. Und … ähm … Wie [Sperren: die] zeichnen.
  • Also wie … Da hab ich jetzt halt Beispiele gesehen, wie sie gezeichnet haben, als sie noch gesund waren. Wie sie gezeichnet haben, als sie krank wurden. Wie sie gezeichnet haben, als sie Medikamente bekamen.
  • Und … Selbst da gibt es halt viele Zwischenschritte. Ähm … Je nachdem, wie lange man Medikamente bekommt. Oder so. Dann ändert sich der [Sperren: Stil] wieder.
  • Dann wird eine Sonne wieder [Sperren: kleiner].
  • Aus dem … manischen Zustand.
  • Ich hoffe, ich sag das jetzt richtig.
  • Wo halt diese … Wenn 'ne Sonne dargestellt wurde, dass sie [Sperren: riesengroß] … ähm …
  • [Sperren: Dick] aufgetragen.
  • Ähm … ähm … Gezeigt wurde. Auf dem Blatt Papier.
  • [Sperren: Übergroß].
  • Und dann halt mit … bei Hinzugabe von Medikamenten dann immer kleiner wurde.
  • Realistischer.
  • Sozusagen.
  • Für uns.
  • [Pause.]
  • Und da gibt es halt viele … ähm … Beispiele, die ich mir jetze ansehe. Auch noch. Eben … ähm …
  • Und … ähm … Von Patienten, die … äh … Das finde ich eben wichtig! Das war ja auch dieses … ähm … ähm … diese Idee von Art brut Art brut . Wenn ich's jetzt richtig ausspreche.
  • Ähm … Dieser einen Sammlung von dem einen Künstler. Der damit angefangen hat. Und wo dann auch andere … ähm … Also Museen eben entstanden, die [Sperren: genau] diese Kunst zeigte. Oder diese Zeichnungen. Diese Bilder zeigten. Von … ähm … Von Patienten.
  • Von [Sperren: Kranken].
  • Die … ähm … eben [Sperren: nicht] mit der [Sperren: Bildenden Kunst], mit dieser öffentlichen Kunst, groß in Berührung kamen.
  • Sondern die halt in ihrem eigenen [Sperren: System] … ähm … lebten. Und von [Sperren: dort] aus etwas schufen.
  • Das ist ja das, was [Sperren: mein] Problem ist. Ob jetzt bei Kinderzeichnungen, wo ich mir sagen muss: Ich werd [Sperren: nie] wieder ein Kind sein!
  • Sondern eben auch hier! Wo ich sagen muss: Ich hab schon zu viel [Sperren: gelesen]!
  • Ich hab schon zu viel von [Sperren: Gegenwartskunst Gegenwartskunst ] gesehen!
  • Von [Sperren: Kunst] allgemein!
  • Als dass ich das alles ausblenden könnte!
  • Es geht ja eben eigentlich nicht ums [Sperren: Ausblenden]. Sondern es geht eigentlich um's [Sperren: Machen].
  • Um's [Sperren: Schaffen].
  • [Pause.]
  • [Sperren: Ohne] …
  • [Pause.]
  • … so zu tun, als [Sperren: ob] man nicht anders [Sperren: könnte].
  • [Pause.]
  • Und bei den Kinderzeichnungen und bei diesen psychisch Kranken, … äh … ähm … bei den Ergebnissen, kommt es mir eben so vor, oder wird es eben auch so sein, höchstwahrscheinlich, dass diese … ähm … Bilder [Sperren: gemacht] wurden, … äh …
  • [Pause.]
  • [Sperren: Punkt].
  • [Pause.]
  • Sie wurden [Sperren: gemacht].
  • [Sperren: Punkt].
  • [Pause.]
  • Da wurde nichts versucht … ähm … anders darzustellen als man es eigentlich kann! Oder will! Es wurde einfach so [Sperren: gemacht].
  • Und jetzt kommt wieder so'n Dreh eben zur Gegenwartskunst. Also zu dem, was ich halt sehe. Es wird viel [Sperren: versucht] zu …
  • … ähm …
  • [Schlucke.]
  • … äh … [Sperren: darzustellen].
  • [Schlucke.]
  • Und wenn man etwas versucht … äh … darzustellen, dann … ähm … zeigt man eben nicht, was in einem drinne ist. Also [Sperren: wie] man es eigentlich hätte gemacht.
  • Sondern man versucht etwas so zu machen, dass [Sperren: anderen] etwas … ähm … vermittelt wird.
  • Nen Thema.
  • Nen Motiv.
  • Was auch immer!
  • Mhm.
  • Das ist halt nen [Sperren: riesen] großer Unterschied. Und das interessiert mich eigentlich gar nicht so.
  • Was interessiert es mich, anderen irgendwie meine Meinung kundzutun?
  • Wenn … Davon [Sperren: gibt's] Millionen.
  • So. Die ihre Meinung kundtun. Das ist alles …
  • … gleich nichtig.
  • Sondern [Sperren: wenn] dann ist doch … ähm … ist doch das, was in mir [Sperren: drinne] ist, …
  • Was es auch immer ist!
  • Ich hab's eben noch nicht gefunden! Ich weiß aber, dass es bei Kindern irgendwas gibt.
  • Ähm … Dass es bei psychisch Kranken, die dann zeichnen, … Dass sie genau das, was in denen drinne ist irgendwie ausdrücken können.
  • Ob das jetzt mit Medikamenten beeinflusst ist oder nicht, das ist dann wieder was anderes.
  • Aber es [Sperren: kommt aus ihnen raus].
  • Und bei mir … Mit der ganzen Erfahrung von Kunstgeschichte …
  • Ausstellungen ansehen.
  • Und so weiter. Ähm … Kommt es eben nicht mehr aus mir heraus.
  • Sondern es wird ständig von [Sperren: Draußen] eigentlich … ähm … [Sperren: in] meine Arbeit hineingetan.
  • Und das [Sperren: nervt] mich.
  • [Pause.]
  • Das ist aber nicht [Sperren: mein] Problem. Sondern ganz allgemein höchstwahrscheinlich. Bei allen, die Bildende Kunst machen. Die Kunststudenten Kommilitone sind. Und so.
  • Die sehen so [Sperren: vieles] und all das hat dann natürlich 'ne Auswirkung auf die eigene Arbeit.
  • Auf das eigene [Sperren: Tun].
  • Und eigentlich möchte ich davon eben mich befreien. Und … ähm … Mir halt sagen: Ich möchte aber schauen, was in mir schon [Sperren: drinne] ist. Ohne das, was von außen kommt.
  • [Pause.]
  • Und da sind eben diese … ähm … diese … diese Arbeiten … ähm … aus dieser Psychiatrie, aus der Psychiatrie, also diesen mehreren Büchern, die ich jetze gesehen habe, wo ich auch gerne … ähm … Wien … mir nen Haus ansehen würde. Wo Arbeiten gezeigt werden.
  • Oder in Münster gibt es nen … ähm … ein Haus.
  • Auch in … äh … Genf. Oder in der Nähe von Genf.
  • Zwei davon werde ich auf jeden Fall demnächst höchstwahrscheinlich besuchen.
  • Höchstwahrscheinlich.
  • Also werde ich besuchen.
  • [Sperren: Aufsuchen].
  • Eben das gefällt mir an diesen Sachen. Ähm … Die sind mir [Sperren: näher] an dem [Sperren: Menschen] als eben Kunst von …
  • … [Sperren: Bildenden Künstlern].
  • Ähm … Die in dem [Sperren: Kunstmarkt Kunstmarkt ] drinne sind.
  • Oder die … die … äh … die halt Kunst schaffen. Mit dem ganzen Hintergrundwissen. Was sie angesammelt haben. In der Zwischenzeit.
  • [Atme tief ein.]
  • Und [Sperren: gleichzeitig], das fand ich jetzt eben auch, was jetzt auch im Buch eben stand, fand ich's ganz witzig: Man kann seit den sechsziger, siebziger, achtziger Jahren, … äh … wo dann halt auch viele mit … äh … äh … Wo dann diese Psychedelische Kunst, oder wie das heißt, aufkam. Also die mit Drogen experimentiert haben. Und dann gezeichnet haben.
  • Oder Traum… äh … zeichnen. Und so weiter. Ähm … Man [Sperren: kann] anscheinend häufig … äh … gar nicht mehr unterscheiden zwischen … äh … Kunst von Künstlern und Kunst von …
  • … zum Beispiel [Sperren: Kranken].
  • Odern Kindern.
  • Ähm … Denn die bildenden Künstler, so kommt's mir eben auch teilweise vor, die haben sich halt … ähm … ähm … Die … Die sind … Die versuchen immer mehr so'n … Oder haben immer mehr versucht, … ähm … nen Stil mit reinzubringen, … ähm … ähm … den halt die Kinder drinne hatten.
  • So Krakelzeichnungen.
  • Ähm … Oder … äh … Also die man in einem frühen Stadium hat.
  • Oder auch … äh … jetze Höhlen… bei Höhlenmenschen. Wie sie … äh … gemalt haben. Oder … ähm … Anfang zwanzigstes Jahrhundert. Wo die eben als Vorbild die afrikanische, die sogenannte Primitive Kunst Primitive Kunst , und so hatten.
  • So … Dieser [Sperren: Versuch], sich an … äh … an Sachen zu orientieren, die … ähm … die einfacher, die primitiver scheinen.
  • [Atme tief ein.]
  • Um von dort aus etwas … äh … etwas … voranzukommen. So.
  • Und im Endeffekt gehe ich jetzt genau diesen Weg.
  • [Pause.]
  • Ich weiß nicht, was daraus wird. Eben mit diesen kindlichen Zeichnungen.
  • Ich werd's jetzt einfach sehen.
  • [Pause.]
  • So wie ich's bei den Geradenbildern gesehen habe.
  • [Aufnahme Ende.]
Standpunkt Geradenbild Kinderzeichnung Nachtrag: bei Patienten wird oftmals Hilfestellung gegeben ich weiß nicht, inwiefern Kursleiter auf Stil und Inhalt Einfluss haben Vorlesungsverzeichnis WS 16 notiert entweder noch nicht fertig zusammengetragen oder dieses Semester sehr wenige Kurse "Bildmusik" und "Plastisches Gestalten" leider am Dienstag (Klassentreffen) "Bildmusik" versuchen dennoch zu besuchen (ohne Vortrag, nur als Zuhörer) 1 "Die Zeitkapsel", Projekt, Alba D'Urbano Andy Warhol Andy Warhol : nannte Dinge, die er nicht vergessen wollte als "Leftover", legte sie in Zeitkapseln in Archiven befinden sich materielle und sichtbare Dokumente von Ereignissen Ausgangspunkt für Rekonstruktionen von Vergangenheit Erzählungen und Narrationen nehmen unterschiedlichste mediale Formate an "Was nehmen wir in den Archiven auf und welche Bedeutung geben wir diesen Dingen, Ereignissen, Prozessen dadurch?" 2 "Bildmusik", Dieter Daniels Dieter Daniels und Jan Thoben Seminar, Dienstag 14:00 - 18:00, Raum: 3.04, 14-täglich ungerade Wochen, Beginn: 11.10. seit Antike Antike stehen Malerei und Musik in Wechselbeziehung in Renaissance Renaissance diskutierte man Wettstreit der Künste als Paragone Seminar untersucht Themenfeld anhand von Theorien und künstlerischen Praktiken Beispiel Richard Wagner Richard Wagner und Max Klinger Max Klinger suchten idealisiertes Gesamtkunstwerk Gesamtkunstwerk Anfang 20. Jahrhundert Moderne Musik und abstrakte Malerei abstrakte Malerei hatten Interesse an Klangfarben und Farbklängen (Arnold Schönberg Arnold Schönberg , Wassily Kandinsky Wassily Kandinsky , Francis Picabia, Robert Delaunay) in 2. Hälfte 20. Jahrhundert entstehen Kollaborationen von Komponisten und bildenden Künstlern (John Cage John Cage , Jasper Johns, Robert Rauschenberg Robert Rauschenberg ) elektronische Medien ermöglichen hybride Künstlerlaufbahnen (Nam June Paik Nam June Paik , Laurie Anderson, Carsten Nicolai) Motive wie Johann Sebastian Bachs "Kunst der Fuge" spiegeln sich in Formensprache der Moderne (František Kupka, Georges Braque, Paul Klee Paul Klee ) und aktuell in Zeichnung und Malerei (Jorinde Voigt, Ute Pleuger, David Schnell) Klangkunst (Max Neuhaus, Bernhard Leitner, Christina Kubisch) skulpturale Musik (Terry Fox, Brian Eno, Ari Benjamin Meyers) 3 "Plastisches Gestalten I / Kopf-Intensivkurs", Steffen Bachmann Wahlpflichtkurs, Dienstag 10:00 - 17:00, wöchentlich, Bildhauerwerkstatt Trufanowstraße, 11.10. - 6.12.2016 Einführung in bildhauerisches Denken und Arbeiten modellieren Kopf nach Modell beobachten formaler und anatomischer Zusammenhänge Psychiatrie und Kunst Patienten des Alexianer-Krankenhaus, Münster 1 Karl Bergenthal Karl Bergenthal (1993 55 Jahre alt), Down-Syndrom Signatur von Karl Bergenthal oder Bildunterschrift (keine weiteren Informationen zum Hintergrund gefunden) bergenthal-signatur-k.jpg mit 15 in Kinder- und Jugendpsychiatrie aufgenommen, später weitere Einrichtungen, ab 1957 im Alexianer-Krankenhaus spricht schwer verständlich beim Malen und Theaterspiel Ausdrucksfähigkeit gefunden durch Kunsttherapie innere Ordnung, Selbstversicherung, Selbstbewusstsein, Stabilität für Zusammenleben o. T., 1993, Papier/Filzstift Buntstift , Farbstift, 43 x 61 cm, Karl Bergenthal bergenthal-k.jpg Farbe wichtiges Element: "o. T.", Papier/Buntstift, Ölkreide, 31 x 43 cm zuerst Umrisszeichnungen, benennt er als Haus, Mensch, Blume, Hexe, Baum (erinnert an Kinderzeichnungen) "o. T.", Papier/Ölkreide, 31,5 x 43 cm Übermalungen erzeugen Transparenz und Vielschichtigkeit sonnig leuchtende Farben "spiegeln […] gemütvolle und zugewandte Persönlichkeit wieder" 2 Peter Boenicke Peter Boenicke zeitweise völlig zurückgezogen freundliche und humorvolle Primärpersönlichkeit durch Kunsttherapie hervorgetreten zeichnete u. a. Tiere und Menschen mit verdrehten Gliedern Tom Duli, Leinwand/Dispersionsfarbe, 120 x 120 cm, Peter Boenicke boenicke-k.jpg Häuser und Bäume mit verkehrten Ansichten große Fahrzeuge mit kleinen, kleine mit großen Rädern 3 Robert Burda Robert Burda seit 1976 in Maltherapie, seit 1984 in Kunsttherapie fängt mit Zeichnung an, hebt Einzelheiten mit Farbe hervor eidetische Veranlagung (von sehr genauer, anschaulicher Erinnerung) kann sich über Situation erheben, malt aus Vogelperspektive tritt selber in Szenen vor Zeichnungen mit zeitlichem und räumlichen Abstand zum Dargestellten entstanden schreibt Namen hin, "als wollte er sagen: 'Ich bin dabeigewesen'" Karneval, "23.2.1987 gezeichnet angefangen", 22.1.1988 (beendet), Papier/Filzstift, Deckfarbe, 39,5 x 55,0 cm, Robert Burda burda-k.jpg Karneval-Szene: Kreis von 18 Mann, Nr. 19 Bewegungstherapeutin, Zuschauer hinten an Tischen 4 Hans-Jürgen Fränzer Hans-Jürgen Fränzer "Ich hab' die Welt gemacht. War viel Arbeit!" Zigaretten, 1993, Papier/Wachskreide, 43 x 61 cm, "?den .10.2.1993? / ?Hans-Jürgen Fränzer?", Hans-Jürgen Fränzer fraenzer-k.jpg neben alltäglichen Dingen wie Kaffee, Zigaretten und Geld auch Tiere, Menschen, Himmelskörper versichert sich durch Wiederholung aufs Neue vom Vorhandensein der Motive Signieren und Datieren immer wiederkehrende Vergewisserung seiner selbst und der Zeit, in der er lebt "Hübsch, nicht?" 5 Hans-Georg Kastilan Hans-Georg Kastilan Bild 1, 1992, Papier/Wachsmalkreide, 30,7 x 43,3 cm, Hans-Georg Kastilan kastilan-k.jpg "Westerwald", 1992, Papier/Wachsmalkreide, 30,7 x 43,3 cm "Flugzeugträger", 1992, Papier/Wachsmalkreide, 30,7 x 43,3 cm zwanzig abgezählte Blätter werden auf Stapel gelegt und nacheinander ohne Unterbrechung bemalt Reise durch Zeit und Raum wird in zeichnerischer Kurzschrift festgehalten "Biographisches wird von Hans-Georg Kastilan durch auf das Wesentliche reduzierte Symbole zu allgemein Bedeutsamem" 6 Josef König, taubstumm "o. T.", 1990, Papier/Wachskreide, 43 x 61 cm, Josef König "freundlicher und zufriedener Mensch, fröhlicher Natur" verfolgt häufig draußen Geschehen auf Krankenhausgelände fegt, hält Ordnung im Stationsgarten, kümmert sich um Stationshund Moppel
(aus Die Geschichte der Kunst, Gombrich)
(aus "Die Geschichte der Kunst", Gombrich)
Eine winzige Geschichte von einem winzigen Zwerg, 1925, Paul Klee
Eine winzige Geschichte von einem winzigen Zwerg, 1925, Paul Klee
Segelboote, 1929, Lyonel Feininger
Segelboote, 1929, Lyonel Feininger
Der Kuss, 1907, Stein, Constantin Brancusi
Der Kuss, 1907, Stein, Constantin Brancusi
Komposition in Rot, Schwarz, Balu, Gelb und Grau, 1920, Piet Mondrian
Komposition in Rot, Schwarz, Balu, Gelb und Grau, 1920, Piet Mondrian
(Relief), 1934, Ben Nicholson
(Relief), 1934, Ben Nicholson
Ein Universum, 1934, Alexander Calder
Ein Universum, 1934, Alexander Calder
(aus "Die Geschichte der Kunst", Gombrich Ernst H. Gombrich ) sinnschaffen.jpg Friedrich Fröhlich, auf der Suche nach dem Sinn seines Schaffens Geradenbild Geradenbild Standpunkt Gestern, als es draußen langsam dunkel wurde, geschah es mehrere Male, dass beim Betrachtem der großen Ganzkörper-Collage Collage jene vom planen Papier hin in den Raum eintrat. Dieser Effekt muss durch die vielen kleinen gerissenen mal dunkleren mal helleren Flächen hervorgerufen worden sein. Dem Auge wurde durch die vielen Hell-Dunkel-Brüche eine Dreidimensionalität vorgegaukelt. Der Körper trat nicht realistisch in den Raum ein, sondern zerstückelt. Einige Flächen waren nach vorne getreten, andere im Hintergrund geblieben. umsetzen Holzkonstruktion hinter Collage bei Alberti bauen Gesamtgröße: 71 x 294 cm 2 Holzrahmen a 71 x 147 cm mit einigen Zwischenleisten übereinander befestigen danach Papierarbeit mit Nägel auf Konstruktion befestigen Hintergrund: Papier biegt sich an den Seiten teilweise extrem nach vorne Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst "in guter alten Zeit" ging Künstler vom Thema aus Auftrag wie Madonna oder Bildnis zu malen Aufträge dieser Art wurden seltener Künstler mussten sich ihre Themen selber wählen manche Künstler schufen Arbeiten, die Käufer anlocken sollten andere wollte nicht bloße Illustratoren sein suchten sich Themen mit denen sie bestimmtes technisches Problem studieren konnten jedes Motiv wird zur Gelegenheit, Harmonien von Formen und Farben zu studieren (siehe Whistler "Arrangement in Grau und Schwarz" oder Cézanne Paul Cézanne "Stilleben Stillleben ") Lösungssuche so genannter Formprobleme Eine winzige Geschichte von einem winzigen Zwerg, 1925, Paul Klee Paul Klee klee1-k.jpg Paul Klee sehnte sich wie Picasso Pablo Picasso danach, trockene "Vernünftigkeit" der Erwachsenen loszuwerden unverdorbene Phantasie der Wilden und Kinder wiederzugewinnen Kontrolle über zufälligen Einfall zu erhalten hielten viele Künstler wie Klee für falsch Werk müsse gemäß seinen eigenen Gesetzen "wachsen" Segelboote, 1929, Lyonel Feininger Lyonel Feininger feininger1-k.jpg Lyonel Feininger (1871 - 1956) zeigt deutlich, dass Künstler Motive daraufhin aussuchen, welches Formproblem demonstriert werden sollte altes Problem der Malerei: Wie auf Fläche Raumtiefe darstellen? Feininger konzentrierte sich auf Motive, die für Prismen und Dreiecke geeignet waren mit seiner Methode konnte er neben Raumtiefe auch Bewegung suggerieren Der Kuss, 1907, Stein, Constantin Brancusi brancusi1-k.jpg Constantin Brancusi (1876 - 1957) suchte extreme Vereinfachung Michelangelo Michelangelo Buonarroti : sah Aufgabe von Bildhauer Bildhauerei darin, Form hervorzubringen, die im Marmorblock verborgen sei Figuren Leben und Bewegung zu verleihen, dabei doch einfache Form des Steins beizubehalten Brancusi wollte Problem vom anderen Ende angehen wollte herausfinden, wie viel vom ursprünglichen Stein behalten und doch in erkennbare menschliche Gestalt verwandelt werden kann allgemein: zunehmende Beschäftigung mit Problemen der Form führte zu neuem Interesse an "abstrakter Malerei" (durch Kandinsky Wassily Kandinsky in Deutschland vorgestellt) Interesse an Strukturellem (gefördert durch Kubismus Kubismus ) Kann Malerei zu einer Art Konstruktion verwandelt werden, wie Architektur? Piet Mondrian Piet Mondrian (1872 - 1944) Komposition in Rot, Schwarz, Balu, Gelb und Grau, 1920, Piet Mondrian mondrian1-k.jpg Bilder aus einfachsten geometrischen Formen, geraden Linien und Farben strebte nach Kunst der Klarheit und Disziplin sollten auf ihre Weise Gesetze des Universums spiegeln wie Kandinsky und Klee Mystiker unveränderliche Realitäten hinter veränderlichen Formen der subjektiven Erscheinung offenbaren (Relief), 1934, Ben Nicholson nicholson1-k.jpg ging ihm um Verhältnis einfacher Figuren wie Kreise und Rechtecke sagte, er suche "die Wirklichkeit" Kunst und religiöses Erleben sei identisch Ein Universum, 1934, Alexander Calder Alexander Calder calder1-k.jpg strebte auch nach Kunst, die mathematische Gesetze des Universums spiegeln sollte solche Kunst konnte nicht starr und statisch sein Universum in dauernder Bewegung, wird von geheimnisvollen Kräften zusammengehalten Idee des Gleichgewichts inspirierte Calder zur Konstruktion seiner Mobiles ewige Kreisen um verschiedene Lösungsversuche solcher Fragen: hinterließ Gefühl der Leere fast verzweifelte Suche nach einem neuen Gehalt "So wie Picasso suchten auch andere Künstler nach etwas weniger Artifiziellem (Gekünsteltem), weniger Beliebigem. Aber wenn dieses weder im Inhalt lag - wie einst - noch in der Form - wie noch vor kurzem -, was sollte der Sinn ihres Schaffens sein?"
Kosagen, 1910 - 1911, Wassily Kandinsky
Kosagen, 1910 - 1911, Wassily Kandinsky
La Desserte (Der Esstisch) / Harmonie in Rot, 1908
La Desserte ("Der Esstisch") / "Harmonie in Rot", 1908
Stillleben mit Geige und Trauben, 1912, Pablo Picasso
Stillleben mit Geige und Trauben, 1912, Pablo Picasso
Selbstporträt (mz), Vorschau für morgige Maschinenzeichnung, 60 x 80 cm
Selbstporträt (mz), Vorschau für morgige Maschinenzeichnung, 60 x 80 cm
wichtiges Thema der Moderne: Probleme lösen Standpunkt radikal radikal Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen zuerst abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen! Standpunkt Kein Problem darstellen, sondern haben! Tagesplan 1 7:00 - 8:00 Kunstgeschichte-Buch und Notizen 2 9:00 - 10:00 Collage Collage 3 11:00 - 14:00 Holzwerkstatt (Glaszuschnitt, Flügeltüren schleifen, Abstandsleisten) 4 15:00 - 16:00 Video-Selbstbild-Buch 5 17:00 - 18:00 Collage Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst "Experimente" wenn Doktrin richtig, dass in Kunst nicht Nachahmung der Natur sondern Ausdruck des Empfindens durch Wahl der Farben und Linien zählt: Frage legitim, ob auf alle "Motive" verzichten, ausschließlich auf Wirkung von Farbtönen und Umrissen beschränken Kosagen, 1910 - 1911, Wassily Kandinsky Wassily Kandinsky kandinsky1-k.jpg erster Künstler, der damit an Öffentlichkeit trat: Wassily Kandinsky (1866 - 1944) wie deutsche Malerfreunde hatte er Zweifel Zweifel an Werten wie Fortschritt und Wissenschaft sehnte sich nach Erneuerung der Welt durch neue Innerlichkeit[?] psychologische Wirkung der reinen Farben leuchtendes Rot wirke auf Betrachter wie Ton einer Trompete Kubismus Kubismus hatte in Paris Ursprung Ursprung radikale Abwendung von abendländischer Maltradition Kubismus wollte Darstellung der Gegenstände nicht ganz abschaffen Hintergründe: 1 zeitgenössisches Unbehagen an brillanten "Schnappschüssen" der Impressionisten mit ihrem momentanen Eindruck 2 Verlangen nach mehr Ordnung, Struktur und dauerhaftem Bildaufbau Konflikt von Muster und Solidität Eindruck von Solidität: durch Modellierung erreicht, die Lichteinfall anzeigt Jugenstil / Künstler wie Seurat und Cézanne Paul Cézanne räumten Dekorativem Vorrang ein opferten dafür jahrhundertealte Praxis, jede Form durch Licht und Schatten zu modellieren Opfer konnte als Befreiung wahrgenommen werden van Gogh Vincent van Gogh und Gauguins ermutigten Künstler dazu, ausgetretenen Pfad einer überfeinerten Kunst zu verlassen einfachen Formen und Farben zuwenden Künstler begnügten sich nicht mit gesuchter Subtilität hielten Ausschau nach intensiven Farben und gewagten "barbarischen" Harmonien 1905: Gruppe junger Künstler "Wilde Tiere" / "Les Fauves" stellt in Paris aus Henri Matisse Henri Matisse (1869 - 1954) dekorative Vereinfachung studierte leuchtende Farben orientalischer Teppiche und nordafrikanischer Landschaften weniger darauf aus, Natureindruck wiederzugeben Natureindruck in ein Ornament umsetzen La Desserte ("Der Esstisch") / "Harmonie in Rot", 1908 matisse1-k.jpg Spiel der Beziehung zwischen Tapetenmuster, Tuschtuch und Gegenstände auf Tisch bildet eigentliches Thema des Bildes erinnert an Kinderzeichnung Kinderzeichnung Pablo Picasso Pablo Picasso (1881 - 1973) mit 19 Jahren nach Paris malte dort Bettler, Obdachlose, fahrendes Volk und Zirkusakrobaten begann sich mit primitiver Kunst zu beschäftigen Aufbau Gesicht oder Gegenstand auf ein paar elemantaren Formen erlernbar Cézanne riet ihm Natur durch Zylinder, Kegel und Kugeln zu sehen nahm es mit anderen Malern wortwörtlich konsequent sein, Ziel nicht Naturnachahmung, sondern die Konstruktion verschiedene Ansichten eines Objektes sind uns oft zugleich "gegenwärtig" (auch wenn wir nur eine Ansicht sehen) greift auf Methode der alten Ägypter zurück von jedem Gegenstand charakteristischste Ansicht dargestellt Stillleben Stillleben mit Geige und Trauben, 1912, Pablo Picasso picasso1-k.jpg Schnecke und Wirbel von Seite dargestellt F-Löcher dagegen von vorne Krümmung der Zargen stark übertrieben scheinbares Durcheinander beziehungsloser Fragmente, Gesamtbild wirkt jedoch nicht chaotisch Abbild eines Gegenstandes aus verschiedenen Ansichten aufbauen hat einen Nachteil: lässt sich nicht mit jedem Gegenstand gut machen Betrachter muss Objekt kennen deshalb vor allem Gitarren, Flaschen, Fruchtschalen und menschliche Gestalt verwendet Picasso ändert immer wieder seine Methoden, kein Darstellungsmittel und keine Technik befriedigte ihn lange verhüllt verhüllt Werkstatt Holzwerkstatt Glaszuschnitt (Alberti) Glas millimetergenau eingelegt Glas unten durch Hebel befestigt Schneideschieber an Glas gedrückt ohne Druck zügig geschnitten ruckartig Druck ausgeübt, damit Glas ordentlich abbricht Abstandsleisten auf richtige Höhe und Breite gehobelt[?] 45-Grad-Schnitte, danach eingelegt jeweils mittig noch mit Klebeband am Rahmen fixiert unter oberer Holzrahmenleiste dickes Brett gelegt, an dem später Nägel hängen können (dadurch Last auf gesamten Rahmen verteilt) umsetzen morgen: Rückplatte einlegen (heute noch mit Kreuz verleimt) Brett und Rückplatte an Rahmen tackern Flügeltüren noch schleifen, damit sie genau mit Holzrahmen abschließen abends: Porträt plotten, am Montag Rahmen wieder öffnen, Arbeit rein tun, im Klassenraum aufhängen Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor Selbstporträt Selstbildnis (mz), Vorschau für morgige Maschinenzeichnung, 60 x 80 cm vorschau1-k.jpg morgigen Plott vorbereitet
Brücke-Museum
Brücke-Museum
Malerbildnis (Selbstbildnis), 1905, Holzschnitt, Erich Heckel
Malerbildnis (Selbstbildnis), 1905, Holzschnitt, Erich Heckel
Mann in jungen Jahren (Selbstbildnis), 1906, Öl auf Leinwand, Erich Heckel
Mann in jungen Jahren (Selbstbildnis), 1906, Öl auf Leinwand, Erich Heckel
Mann mit Pfeife (Selbstbildnis), 1907, Lithographie, Karl Schmidt-Rottluff
Mann mit Pfeife (Selbstbildnis), 1907, Lithographie, Karl Schmidt-Rottluff
Selbstbildnis, 1906, Öl auf Pappe, Karl Schmidt-Rottluff
Selbstbildnis, 1906, Öl auf Pappe, Karl Schmidt-Rottluff
Maler Schmidt-Rottluff, 1906, Öl auf Leinwand, Emil Nolde
Maler Schmidt-Rottluff, 1906, Öl auf Leinwand, Emil Nolde
Selbstbildnis mit Zigarre, 1909, Tusche, 8 x 6,8 cm, Max Pechstein
Selbstbildnis mit Zigarre, 1909, Tusche, 8 x 6,8 cm, Max Pechstein
Selbstbildnis, 1944, Tusche und Farbstifte, Karl Schmidt-Rottluff
Selbstbildnis, 1944, Tusche und Farbstifte, Karl Schmidt-Rottluff
Ethnologisches Museum
Ethnologisches Museum
Babygesichtige, zwergenhafte Gottheit, ca. 600 v. Chr. (Präklassisch)
Babygesichtige, zwergenhafte Gottheit, ca. 600 v. Chr. (Präklassisch)
Gefäß mit Fuß (keine Daten gefunden)
Gefäß mit Fuß (keine Daten gefunden)
Räuchergefäß aus Ton (Sonnengott)
Räuchergefäß aus Ton (Sonnengott)
Figürchen mit beweglichen Gliedern  und
Figürchen mit beweglichen Gliedern und
Tuschereibstein mit Deckel in Form einer Schildkröte, unglasiertes Steinzeug, Östliche Han-Dynastie (25 - 220)
Tuschereibstein mit Deckel in Form einer Schildkröte, unglasiertes Steinzeug, Östliche Han-Dynastie (25 - 220)
Adler auf einer Kiefer, Hängerolle, TUsche auf Papier, Qi Baishi (1864 - 1957)
Adler auf einer Kiefer, Hängerolle, TUsche auf Papier, Qi Baishi (1864 - 1957)
Schränkchen mit Spielwerk, Qing-Dynastie, Ära Kangxi (1662 - 1722), vor 1693
Schränkchen mit Spielwerk, Qing-Dynastie, Ära Kangxi (1662 - 1722), vor 1693
Zwei Szenen aus der Geschichte vom Prinzen Genji, Tokugawa-Zeit, 17. Jahrhundert
Zwei Szenen aus der "Geschichte vom Prinzen Genji", Tokugawa-Zeit, 17. Jahrhundert
Gedenkfigur eines Königs mit Zwillingen, Kamerun, Bangwa, 19. Jahrhundert, Holz
Gedenkfigur eines Königs mit Zwillingen, Kamerun, Bangwa, 19. Jahrhundert, Holz
Gedenkfigur eines Königs, Kamerun, zweite Hälfte 19. Jahrhundert, Holz, Glasperlen, Kaurischnecken, Stoff
Gedenkfigur eines Königs, Kamerun, zweite Hälfte 19. Jahrhundert, Holz, Glasperlen, Kaurischnecken, Stoff
Kraftfigur nkisi nkondi, Republik Kongo, Loango, 19. Jahrhundert, Holz, Eisen, Gewebe, Porzellan, Farbpigmente, Harz u. a.
Kraftfigur nkisi nkondi, Republik Kongo, Loango, 19. Jahrhundert, Holz, Eisen, Gewebe, Porzellan, Farbpigmente, Harz u. a.
Maske nganga ngombo, Künstler des Pende-Gebiets
Maske nganga ngombo, Künstler des Pende-Gebiets
Standpunkt FdK-Mitgliedern H. + G. Selbstporträt Selstbildnis (WV 1-8, 10 / 10) überreicht verhüllt verhüllt Notiz von gestern, Anregung von Alexander: "Demut" als Titel für verhüllte Arbeit? Ausstellung Karl Schmidt-Rottluff Karl Schmidt-Rottluff Brücke-Museum brueckemuseum-k.jpg expressionistische Künstlergruppe (auch KG Brücke genannt) 1905 in Dresden von Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner Ernst Ludwig Kirchner , Fritz Bleyl, Erich Heckel Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff gegründet weitere Mitglieder: Max Pechstein, Otto Mueller und Cuno Amiet, kurzzeitig Emil Nolde Emil Nolde und Kees van Dongen Malerbildnis (Selbstbildnis), 1905, Holzschnitt, Erich Heckel malerbildnis-k.jpg Erich Heckel (1883 - 1970, deutscher Maler und Grafiker Expressionismus Expressionismus ) während Schulzeit lernt er Karl Schmidt-Rottluff kennen Mitbegründer "Die Brücke Die Brücke " (1905), übernimmt Geschäftsführung verbringt u. a. Sommermonate mit Schmidt-Rottluff in Dangast, mit Kirchner und Max Pechstein an Moritzburger Teichen (bei Dresden) 1911 Umzug aller "Brücke"-Mitglieder nach Berlin 1913 Auflösung "Brücke" 1913 erste Einzelausstellung bei Fritz Gurlitt in Berlin Mann in jungen Jahren (Selbstbildnis), 1906, Öl auf Leinwand, Erich Heckel erichheckel-k.jpg Karl Schmidt-Rottluff (1884 - 1976, Maler, Grafiker und Plastiker, Vertretern deutscher Expressionismus) beginnt 1905 Architekturstudium lernt dort Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Fritz Bleyl kennen gründet mit ihnen Künstlergemeinschaft "Die Brücke" Mann mit Pfeife (Selbstbildnis), 1907, Lithographie Flachdruck , Karl Schmidt-Rottluff rottluff-k.jpg Bilder mit intensiver Leuchtkraft: Verwendung mit unvermischten Primärfarben Selbstbildnis, 1906, Öl auf Pappe, Karl Schmidt-Rottluff rottluff2-k.jpg entwickelt in Berlin zunehmend reduzierte, geometrische Formensprache wird 1937 auf Münchner Ausstellung "Entartete Kunst Anti-Moderne " diffamiert, 1941 folgen Malverbot und Ausschluss aus Berufsverband Maler Schmidt-Rottluff, 1906, Öl auf Leinwand, Emil Nolde rottluff3-k.jpg Emil Nolde (1867 - 1956, Maler des Expressionismus) nimmt Namen seines Heimatortes Nolde als Künstlernamen an Lehre als Möbelzeichner und Holzschnitzer in Flensburg erster (auch finanzieller) Erfolg Erfolg mit Zeichnungen von Bergtrollen und Fabelwesen (als Postkarten verlegt) will Maler werden, Münchner Akademie unter Franz von Stuck lehnt ihn ab Studium an privater Malschule von Adolf Hölzel in Dachau und an Académie Julian in Paris geht vom anfänglich romantischen Naturalismus zu eigenständigem Stil über (Farbe = wesentliche Rolle; u. a. farbintensive, leuchtende Blumenbilder) Selbstbildnis mit Zigarre, 1909, Tusche, 8 x 6,8 cm, Max Pechstein pechstein-k.jpg "Mutter", 1916, Holzschnitt, 37 x 36,6 cm, Karl Schmidt-Rottluff (Holzstock, amerikanische Pappel, 37,7 x 30,6 x 0,7 cm) "Erich Heckel und Otto Mueller beim Schach", 1913, Öl auf Leinwand, Ernst Ludwig Kirchner Selbstbildnis, 1944, Tusche und Farbstifte, Karl Schmidt-Rottluff rottluff4-k.jpg "Im Atelier", 1950, Öl auf Leinwand, Karl Schmidt-Rottluff Ausstellung Sammlung Ethnologisches Museum museendahlem-k.jpg 1 Abteilung Maja Maja-Gebiet erstreckt sich über drei geografische Zonen: südliche Hochland mit pazifischen Küstenstreifen, zentrale Tiefland mit tropischem Regenwald und trockene, dicht bewachsene Tieflandzone klassische Zeit: 250 - 900 n. Chr. Babygesichtige, zwergenhafte Gottheit, ca. 600 v. Chr. (Präklassisch) maja1-k.jpg zeigt starken Einfluss der La Venta-Kultur Errichtung öffentlicher Bauwerke und Palastanlagen = Folge komplexer werdenden sozialen Schichtung im Zentrum der Städte: Plätze für rituelle Ballspiele Gefäß mit Fuß (keine Daten gefunden) maya3-k.jpg große Errungenschaften: komplexes Kalendersystem, Kenntnis astronomischer Zusammenhänge, Hieroglyphen-Schrift klassische Maya lebten mit Kriegen, Opfer und Tod Sterben höfische Kultur in klassischer Zeit (250 - 900 n. Chr.) konkurrierende dynastische Königtümer (zu Ende hin etwa 50 Stadtstaaten) Zentrum der Städte: prunkvolle Palastgebäude des Königshofes und öffentliche Plätze Palastkultur: geprägt von Wohlstand und Überfluss Inschriften und Bildreliefs zeigten göttliche Abstammung der Könige und deren persönliche Leistungen Tod eins Königs: Seele tritt in Unterwelt Xib'alb'a ein, danach folgt Apotheose oder Wiedergeburt Räuchergefäß aus Ton (Sonnengott) maya5-k.jpg Sonnengott: Augen und Mund durchbrochen gearbeitet, Glut scheint durch und Kopalrauch kann abziehen kleine Arme und Beine an Seiten vom Gesicht "Noppen" sicherlich Andeutung Sonnenstrahlen[?] La Venta-Kultur: präklsasische Periode (ca. 1600 - 200 v. Chr.) 3 Kulturphasen im zentralmexikanischem Hochland: A Zacatenco (1200 - 800 v. Chr.) B Tiatilco (1000 - 300 v. Chr.) C Cuicuilco-Ticoman (400 - 300 v. Chr.) feste dörfliche Siedlungen, Feldbau mit Anbau von Bohnen, Kürbis, Mais, Avocados, Chilipfeffer, Baumwolle Anfänge von Spinnerei Spinnerei und Weberei erste Musikinstrumente aus Ton (Rasseln, Flöten, Okarinas) Vase[?] umsetzen Skulptur, zusammengesetzt (hier ungewollt) Figürchen mit beweglichen Gliedern und maya8-k.jpg Figur mit Öffnung im Bauchbereich 2 Abteilung China Tuschereibstein mit Deckel in Form einer Schildkröte, unglasiertes Steinzeug, Östliche Han-Dynastie (25 - 220) china1-k.jpg frühchinesische Bronze: bedeutsame Rolle im rituellen Zeremoniell und als Embleme politischer Macht und Autorität Aufkommen der Bronze in erster Hälfte 2. Jahrtausend v. Chr. von kleiner sozialen Elite in Auftrag gegeben Verwendung Ritualgefäße bei Opferhandlungen dienten zur Zubereitung, Aufbewahrung und zum Opfer von Speisen bzw. zur Aufnahme und zur rituellen Trankspende von gewürztem Hirsewein und Wasser Adler auf einer Kiefer, Hängerolle, TUsche auf Papier, Qi Baishi (1864 - 1957) china2-k.jpg umsetzen Notizen als Hängerolle veröffentlichen Adler: Symbol der Stärke und Heldenhaftigkeit Kiefer: Sinnbild für langes Leben und Beständigkeit (trotzt Kälte, immergrünes Nadelkleid) Schränkchen mit Spielwerk, Qing-Dynastie, Ära Kangxi (1662 - 1722), vor 1693 china3-k.jpg Koromandellack-Schränkchen erworben durch Friedrich III, 1693 im Inventarbuch der Kunstkammer Kunstkammer von 1694: "Ein chinesisches Kästgen, so auswendig laccirt und mit figuren gezieret ist, inwendig hat es allerhand blumenwerck und figuren, welche, wann das Uhrwerck, so darinnen ist, auffgezogen wird, alle herumblauffen." Zwei Szenen aus der "Geschichte vom Prinzen Genji", Tokugawa-Zeit, 17. Jahrhundert china6-k.jpg Paar sechsteiliger Stellschirme, Tusche und Farben auf Goldgrund Geschichte vom Prinzen Genji wurde auf Fächern, Albumblättern, Stellschirmen, Lackobjekten, Keramiken und Textilien umgesetzt 3 Abteilung Afrika: "Kunst aus Afrika" verbreitete europäische Vorstellung: "Afrikanische Kunst ist primitive Kunst Primitive Kunst . Afrikanische Kunst ist religiöse Kunst." 3 Fehleinschätzungen: A "Es gibt keine afrikanische Kunst" "Der Fremde hat große Augen, aber er sieht nichts." B "Kunst aus Afrika ist nicht primitiv" entstammt evolutionistischer Theorie der Kolonialzeit Kolonialzeit Vorstellung auch Künstler wie Picasso Pablo Picasso oder deutsche Expressionisten verhaftet Afrika sollte Gegenbild europäischer Zivilisation sein und Gegenbild zur als erstarrt empfundene akademische Kunst sein C "Kunst aus Afrika kann nicht auf religiöse Kunst reduziert werden" Gedenkfigur eines Königs mit Zwillingen, Kamerun, Bangwa, 19. Jahrhundert, Holz afrika1-k.jpg "Gedenkfigur eines Königs und einer Königinmutter" (sollen von König Yu, 1865 - 1912, geschnitzt worden sein) Plastiken hatten erinnernde, repräsentative, politische, religiöse, persönliche Inhalte Masken sollten Geistwesen verkörpern aber auch rechtliche, erzieherische oder unterhaltende Funktionen haben "Ich schnitze, damit die Leute sagen: 'Wer hat das gemacht?', und so mein Name über Land geht." (Tro, Dan-Künstler) keine anonyme Volkskunst, Künstler damals bekannt Masken oder Plastiken nicht für anonymen Kunstmarkt Kunstmarkt produziert, sondern für Auftraggeber oder Anlass künstlerische TÄtigkeit meist neben Arbeit als Bauer oder Schmied ausgeübt in Benin Bronzegießer oder Elfenbeinschnitzer in Berufsgruppen oder Gilden organisiert "Manchmal denke ich morgens: Heute gehe ich nicht in meine Pflanzung; ich werde schnitzen. Aber das tue ich dann nur, um mir was zu verdienen. Lieber ginge ich zur Feldarbeit. Dort kann ich doch mal zwischendurch spazieren gehen, während ich beim Schnitzen immerzu denken muss, ob das nun so oder so richtig oder falsch wird." (Blabiboti, Baule-Künstler) Gedenkfigur eines Königs, Kamerun, zweite Hälfte 19. Jahrhundert, Holz, Glasperlen, Kaurischnecken, Stoff afrika3-k.jpg Überziehen von Objekten (Statuen, Hockern und anderen Gegenständen des königlichen Palastes) mit Glasperlen und Kaurischnecken oft grafisch gestaltete Oberfläche schimmernde Farbigkeit = Ausdruck des Reichtums und Macht des Königs Kraftfigur nkisi nkondi, Republik Kongo, Loango, 19. Jahrhundert, Holz, Eisen, Gewebe, Porzellan, Farbpigmente, Harz u. a. afrika5-k.jpg "Kraftfigur nkondi tatu", 19. Jahrhundert, Holz, Eisen, Glas, Schnur, Pflanzenfasern, rote und weiße Farbspuren Maske Maske nganga ngombo, Künstler des Pende-Gebiets afrika7-k.jpg realistisch-expressive Gestaltung stellt männlichen Wahrsager dar verweist durch "weibliche", harmonische Gestaltung auf Fähigkeit des Wahrsagers Aggressivität zu zügeln
Gedicht vom Nichtkünstler, 19.2.2016
Gedicht vom Nichtkünstler, 19.2.2016
Standpunkt Kunstbegriff Relevanz der Kunst Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Vielleicht blockiert mich ja auch einfach nur der Begriff.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Künstler].
  • Zu sein.
  • Oder … [Sperren: Kunststudent Kommilitone ].
  • Also … [Sperren: Kunst] zu machen.
  • [Pause.]
  • Vielleicht sollte ich mich einfach … Friedrich Fröhlich …
  • … Nicht-Künstler, oder …
  • Einfach nur Friedrich Fröhlich, ohne Anhang.
  • Dass ich selber nicht sage, ich mache Kunst. Denn ich weiß nicht, was Kunst ist. Und …
  • Diese Definitionsschwierigkeit und dann dieser … dieser ständige Sinnes… also Sinn…
  • [Pause.]
  • Ähm …
  • Dieses … Diese [Sperren: Sinnkrise] halt. Ähm … Ist es denn halt … ähm … wichtig? Hat es 'ne Relevanz?
  • Was ich mache.
  • Und … Ich behaupte eben bei dem, was ich bei anderen auch sehe, hat sie eigentlich überhaupt nicht. So. Es [Sperren: gibt] nicht wirklich eine Begründung, warum man Kunst machen …
  • … macht. Oder machen [Sperren: sollte]. Warum andere etwas [Sperren: sehen] sollten. Was eine Person gemacht hat.
  • Ich seh's einfach nicht!
  • Ähm … Es gibt andere … äh … Gebiete. Ähm … Die … Die auf … äh … irgendwelche Unstimmigkeiten hinweisen können und [Sperren: mehr] ändern können. Wie zum Beispiel Journalismus. Oder …
  • … ähm …
  • Nehmen wir zum Beispiel Fotografie. Ähm … Reportage.
  • Ähm … Die können halt … äh … [Sperren: direkter] auf … auf … auf ein Problem zum Beispiel hinweisen. Was in der Welt existiert. So.
  • Dafür bedarf es keine … keine Kunst! Und es bedarf vor allem nicht diesen einzelnen [Sperren: Künstler].
  • Der sozusagen … äh … ein Thema, was er sich persönlich zu Herzen nimmt halt, [Sperren: hinaus trägt]. In die Welt. So.
  • Und warum wird das halt eben … äh … [Sperren: größer] gemacht? Ähm … ähm … Als … Als … Als die … die persönlichen Ansichten. Das ist ja auch nichts anderes! Von Anderen.
  • Von den [Sperren: anderen] Millionen von Menschen.
  • So.
  • Also ich … Da komme ich halt immer in so 'ne … so 'ne … äh … Sinnkrise.
  • [Schlucke.]
  • Was soll das!
  • Ähm … Und das Interessante ist ja erstens, dass ich … ähm … mich … mich halt nicht … Also [Sperren: mein] Tun nicht … äh … nicht … ähm … bloß hinterfrage, sondern eben von [Sperren: Allem].
  • Also das ist jetzt nicht, was nur persönlich ist. So. Das ist wichtig zu wissen. Für mich selber.
  • Und …
  • [Pause.]
  • Und zweitens … ähm … merke ich aber immer wieder, dass dieses Feld … Egal, wie man das nennt.
  • Künst!
  • Kunst!
  • Kreativ!
  • Äh … Is nen schreckliches Wort. Aber okay.
  • Also dieses Feld, in dem sich halt Künstler bewegen, … ähm … mit denen … mit dem Material, mit dem sie arbeiten. Mit den Techniken und so weiter und so fort. Das, was sie schaffen. Ähm …
  • Da fühle ich mich … ähm … in dem Moment Moment , wo ich selber etwas schaffe, extrem … [Sperren: wohl].
  • Das ist, … äh … Da merke ich dann halt immer, dass es das ist, was ich machen [Sperren: will].
  • So. Das ist … Zum Beispiel, wenn ich mir jetzt hier diese Konstellation angucke. Äh … Die ich auf Holz gemalt habe. Oder dieses eine … ähm … Foto auf Leinwand. Was ich halt bloß weiß übermalt habe. Dass man halt nur noch die Ränder sehen kann.
  • Vom Foto.
  • Die Ergebnisse selber, … Also ich weiß, als ich's gemacht habe, mit den Konstellationen, extremst … äh … ähm … davon [Sperren: überzeugt] war. Dass das [Sperren: wichtig] ist. Das war für mich so was wie Grundlagenforschung. Und halt … Materialforschung.
  • Ähm … Und halt … äh … Es ging mir ja auch darum, … Um diese Idee umzusetzen.
  • Jetzt im Nachhinein … Weiß ich aber, dass … Weiß ich eben, dass dieses … dieser [Sperren: Moment], wo ich das geschaffen habe, wo ich nen Pinsel in der Hand hatte. Wo ich das gemalt habe. Wo ich … äh …
  • … da Sachen ausgerechnet habe. Wo ich mir Notizen, Skizzen, gemacht habe. Und so weiter.
  • Dass der halt genau das ist, was ich [Sperren: will].
  • So.
  • Also der Moment.
  • Ähm … Des Schaffens.
  • [Pause.]
  • Und … Dass ich dann im Nachhinein … ähm … etwas wieder hinterfrage, oder was ja dann hauptsächlich das Problem ist, … Im [Sperren: vorhinein] das bereits mache. Und ich dann überhaupt nicht mehr dazu komme, etwas auszuüben. Etwas auszuführen. Ähm … Das ist halt … 'ne andere Geschichte.
  • Nur mir geht's halt darum, mir auch selber bewusst zu machen, dass es nicht daran liegt, dass ich jetze … ähm … mit … äh … [Sperren: Künst…]
  • … [Sperren: Kunst] …
  • Keine Ahnung was. Nichts anfangen könnte.
  • Also mit dem Ausdrucksmittel. Oder … Mit dem … Mit der Hand schaffen. Oder mit … äh … Technik arbeiten. Ein Plotter Plotter ist nun einmal so etwas.
  • Etwas zu erkunden. Entdeckungsdrang.
  • Und so weiter.
  • Das ist … Das ist überhaupt nicht das Problem bei mir. Sondern das ist dann wirklich die große Frage, … ähm … [Sperren: Was bringt das jetzt anderen eben zu zeigen?]
  • Also was ist daran wirklich so relevant, … äh … dass es andere sehen [Sperren: müssen].
  • So.
  • Und wie gesagt … Das ist nichts, was mit meinen eigenen Arbeiten eigentlich zu tun hat. Es [Sperren: blockiert] mich natürlich dann.
  • Am Ende.
  • [Sperren: Persönlich]. So. Niemand anderen.
  • Aber ich hinterfrage eben nicht nur [Sperren: meine] Arbeiten. Sondern ganz allgemein. Wenn ich halt Gegenwartskunst Gegenwartskunst … äh … sehe, die ich häufig, wenn sie Gegenwartskunst ist, überhaupt nicht verstehen kann. So.
  • Außer eben mit Beipackzettel. Mit Titel.
  • Mit langen Erklärungen.
  • Und selbst dann ist es häufig für mich noch so okay. Aber man hätt's aber genauso gut anders machen können.
  • Also … Gut.
  • [Pause.]
  • Also es ist halt diese Hinterfragung. Dieses ständig … ähm … Also ständig in Frage stellen. Zweifel Zweifel haben. Daran.
  • Äh … Was die Bedeutung halt dessen ist.
  • So.
  • [Pause.]
  • [Schlucke.]
  • Und ich stelle doch aber nur so 'ne großen … ähm … Also erst einmal dieser … äh … äh … dieses … äh … dieses … dieses … äh … [Sperren: Schaffen]. Diese [Sperren: Tätigkeit].
  • Pinsel in der Hand haben.
  • Leinwand.
  • Äh … Zu besorgen und … äh … etwas zu fertigen.
  • Ähm … Der hat ja erst einmal nichts mit Kunst zu tun. Also zum… Was auch immer Kunst ist!
  • Eben.
  • Der hat halt nichts mit etwas zu tun, wo er am Ende dann das riesengroße Ding rauskommen müsste. So 'nen Meisterwerk.
  • Sagen wir's so.
  • Was auch immer wieder nen Meisterwerk ist.
  • In der heutigen Zeit!
  • Ähm …
  • [Pause.]
  • Es sind ja erst einmal bloß … ähm … Mittel, etwas … sich auszudrücken. [Sperren: Egal], was es für nen Thema is.
  • [Sperren: Egal], ob man überhaupt nen Thema hat!
  • [Sperren: Egal], ob man etwas überhaupt ausdrücken kann.
  • So.
  • Ähm … Also das sind ja zwei unterschiedliche Sachen. Und … So. Und jetzt kann ich mir halt sagen, … ähm … Oder würde ich mich jetzt halt fragen: Kann ich nicht … ähm … einfach dieses Wort Kunst, … äh … diese Bezeichnung [Sperren: Künstler], wie auch …
  • … [Sperren: Kunststudent] …
  • … ähm … einfach bei mir [Sperren: streichen]?
  • Äh … Denn das sind ja die Begriffe, die ich ständig mich wieder zu dem Hinterfragen führen. Denn … äh … Wenn ich halt irgendwas mit Kunst … äh … sehe. Oder so. Dann … Dann … ähm … Dann … Dann steck ich diese Arbeit, die ich sehe, bereits in eine … ähm … Hab ich eine [Sperren: Erwartung].
  • Daran, dass in dieser Arbeit … etwas für mich Gehaltvolles … äh …
  • Was es auch immer ist!
  • Ähm … Drinne ist. So.
  • Ähm … Dass es etwas [Sperren: bewirkt].
  • [Schlucke.]
  • Und … Ich find eben … Weiß jetzt nicht gerade. Kann mich irgendwie an gar nichts erinnern, eben, von aktuellen Arbeiten, so … Auch bei anderen … ähm … Wo ich wirklich sagen würde: Das hat … Das hat … Das hat … Das hat etwas [Sperren: bewirkt].
  • In mir.
  • So. Das … Das … Das wäre sozusagen 'ne Arbeit, die halt … Wo ich sage, das is für [Sperren: mich] Kunst.
  • So.
  • Das [Sperren: kann] etwas, was … was … äh … bloße Gestaltung, was bloße … ähm … bloße … ähm …
  • Weiß ich nicht.
  • Bloßer [Sperren: Drang] … ähm … Spaß zu haben, … ähm … äh …
  • [Sperren: Herumzuschreien].
  • [Sperren: Herumzupoltern]!
  • Äh … Seine persönliche Sicht in die Welt zu … äh … [Sperren: drängen] …
  • Ähm … Also dass es [Sperren: mehr] hat als das.
  • [Pause.]
  • So.
  • Und solange es eben bloß Gestaltung ist, oder irgend so ein [Sperren: Wirrwar]. Und so'n persönliches Ding. Irgendwie. Was … äh … äh … Was jeder Mensch ja hat. So. Dafür bedarf's eben keine Kunst!
  • Finde ich.
  • Ähm … Solange hinterfrage ich das.
  • [Pause.]
  • Bei mir und bei anderen.
  • [Klick.]
  • Äh … Zum Wort [Sperren: Gestaltung] fällt mir jetzt noch eben … äh … [Sperren: Design] … Ne? So.
  • Ähm … Also etwas, was halt … ähm … ästhetisch … ähm … anspricht. Was halt … ähm … anders sein kann. So. Ähm … Aber was halt trotzdem dem Auge sozusagen … äh … ähm … [Sperren: gefällt].
  • Oder selbst wenn's einem [Sperren: nicht] gefällt. Aber es ist halt etwas, was halt irgendwie stimmig ist. So.
  • Und ich weiß … Ich denke, ich kenn mich da ja jetzt nicht genau aus, aber ich denke, dass halt [Sperren: Design] jetzt nicht den Anspruch hat, etwas …
  • … zu hinterfragen.
  • Oder so. Die wollen halt etwas … ähm … ähm … etwas mit dem Design … Also ein … ein … ein Thema, … ähm … was … Ob das jetzt Text ist. Oder ob das Produkt ist. Oder so …
  • Ähm … Wollen sie halt durch diesen … durch … durch das Design noch einmal … ähm … ähm …
  • [Pause.]
  • [Sperren: Bestärken].
  • Also … unter… unterstützen.
  • Diese Idee des Produktes. Oder des Textes.
  • So.
  • Und … ähm … [Sperren: Kunst] … Ein [Sperren: Kunstwerk], eine Arbeit, eine künstlerische Arbeit, … äh … So hab ich's jetzt zwar genommen … Soll ja eher für [Sperren: sich] … äh … [Sperren: selbst] stehen können.
  • Also nicht … äh … einen Text be… begleiten.
  • Einen Text aufwerten. Oder ein Produkt aufwerten.
  • So.
  • Oder nicht … Noch nicht einmal aufwerten, sondern einfach bloß [Sperren: begleiten] eben.
  • Genau.
  • Das ist ein gutes Wort.
  • [Pause.]
  • So. Sondern die Kunst soll halt eigentlich … äh … für sich selbst stehen können!
  • Also sie … Die Arbeit, die soll eigentlich …
  • [Pause.]
  • … [Sperren: Gestaltung] und [Sperren: Inhalt] … Also der Text sein. Und das Produkt sein.
  • [Pause.]
  • Ich denke, … äh … also jetzt, wenn ich darüber halt nachdenke, dass das so der Unterschied zwischen diesen beiden Sachen ist. So.
  • Und …
  • [Pause.]
  • Mir verlangt es natürlich dann, wenn ich auch diese Gedanken eben habe, dass ich, wenn ich etwas schaffe, dass es eben [Sperren: wirklich] einen [Sperren: Inhalt], egal ob das jetzt andere ver… nachvollziehen können, verstehen können, ohne Text. So. Dann nur mit. Oder wie auch immer. Aber dass es für [Sperren: mich] halt selber … ähm … äh …
  • Ein [Sperren: Drang] existiert, …
  • [Pause.]
  • … etwas … [Sperren: festhalten zu wollen].
  • Auf Papier.
  • Video.
  • Ähm … Eine Schrift. Auf Leinwand. Selbst Notizen oder Skizzen … Was auch immer!
  • Ähm … Dieser Drang, oder … Ne? Dieses [Sperren: Gefühl], … ähm … hätte ich halt gerne. Dass das … äh … wichtig ist. Das zu tun. So.
  • [Pause.]
  • Ähm … Manchmal … äh … hab ich den eben. Merk ich jetze wieder, wenn ich darüber nachdenke, … ähm … Auch was halt anfänglich bei diesen Geraden … äh … Diese ganze Idee. Dieses Konstrukt, was ich da hatte. Und immer noch immer habe. Ähm … Was die Gerade für mich bedeutet.
  • Ähm … Es ist ja da. So. Ich hab dem … äh … Also ich … Ich hab den ja nicht nachträglich jetze gesagt, … äh … Jetzt muss ich das irgendwie begründen! Also … äh … denke ich mir was aus, was 'ne Gerade sein [Sperren: könnte]. So.
  • Sondern diese Idee der Geraden war ja relativ … äh … Also wenn ich jetzt meine Notizen mir noch einmal angucken würde, eigentlich ja am Anfang immer mit dabei.
  • So. Ich war fasziniert davon, … ähm … äh … was … ähm … be… Oder … meine Gedanken halt … äh … zum … zu [Sperren: Allem]. Und vom [Sperren: Nichts]. Äh … So.
  • Was Materie is. Ähm … ähm … Dass eigentlich ja alles … ähm …
  • [Schlucke.]
  • … aus den selben Teilchen …
  • Ob's jetzt Teilchen sind, oder nicht … Also aus einer kleinsten Einheit irgendwie besteht. Alles Materielle.
  • Ähm … Alle Materie. Äh …
  • Ob [Sperren: Stein]. Oder [Sperren: Mensch].
  • Ob … äh … [Sperren: lebendig]. Oder als [Sperren: tot] gesehen.
  • Obwohl das Tote dann auch lebendig [Sperren: innerlich] ist.
  • Da bewegt sich ja die ganze Zeit sozusagen etwas.
  • Ähm … Egal.
  • Aber das … Das war halt so nen … Diese Idee … Diese Idee … Diese Vorstellung, dass … dass … dass … dass die Welt … äh … so ist, im Inneren.
  • Ähm … Die hat mich halt … Oder die fasziniert mich!
  • So.
  • Und … ähm … Da war halt die Gerade … Oder ist die gerade halt nen … finde ich … im Künstlerischen, im Bildnerischen Bereich halt, 'ne sehr gute Möglichkeit, das halt … äh … zu transportieren.
  • Diese Gedanken.
  • Ich bin eben kein Wissenschaftler. Der das jetzt irgendwie lange Aufsätze da verfassen würde. Ähm …
  • Ich [Sperren: merke] halt eben, dass, wenn ich ein Bild schaffe, … ähm … dass … dass ich in dem Moment halt … äh … [Sperren: komplett] davon eingenommen bin.
  • So.
  • Und das ist ja nen guter Zustand.
  • Das bedeutet ja was.
  • Also dass ich nicht … äh … gelangweilt bin. Oder so. Sondern dass ich darin aufgehe. In dem Moment.
  • Ob ich's danach noch so sehe, ist was anderes. Eben.
  • So. Das ist dann aber eher diese Sinnfrage.
  • [Pause.]
  • Also ich hätte jetzt die Möglichkeit, noch einmal zusammengefasst, … ähm … mich aus diesen vom [Sperren: Menschen] geschaffenen Kunstkontext, von diesen … von diesem [Sperren: etwas]. Von diesem [Sperren: Wesen].
  • Von dieser … ähm … [Sperren: Struktur] … Von dieser [Sperren: Blase] … Was auch immer es ist!
  • Halt … ähm … äh … zu entfernen.
  • Innerlich.
  • Zu sagen, ich bin kein Künstler. Ich bin kein Kunststu… Also ich bin jetzt offiziell Kunststudent. Äh … Ich bin halt Student. An der Hochschule für Grafik und Buchkunst. Okay.
  • Also sagen wir: Ich bin kein Künstler. So.
  • Oder ich will kein Künstler sein.
  • Ich weiß nämlich nicht, was Kunst ist.
  • Ich lege Kunst zu … zu viel … zu viel … zu viel Kraft … äh … rein. Was ich selber nicht schaffen kann. Und wo ich halt auch … nicht das in anderen Arbeiten sehen kann.
  • [Sperren: Obwohl] ich mir halt sage: Einfach müsste das drinne sein.
  • So.
  • [Sperren: Wenn] schon, [Sperren: denn] schon.
  • [Pause.]
  • So.
  • Also … Ich bin … ähm … Das war jetzt ja die … Schon vor zwei drei Jahren irgendwie so dieses … dieser Gedanke, ich bin [Sperren: Künst… Kün…]
  • Ne?
  • [Sperren: Kunst].
  • [Sperren: …ler].
  • Ich mache [Sperren: Künst].
  • Und bin …
  • … [Sperren: Kunstler].
  • Also dass ich … ähm … äh …
  • … [Sperren: Kunstler] bin.
  • Also mir fehlen sozusagen noch die … noch die I-Pünktchen.
  • Zwei davon!
  • Über'm U.
  • [Pause.]
  • [Schlucke.]
  • Um halt einer zu sein. Aber das ist gleichzeitig jetzt natürlich 'ne … 'ne Herunter… äh … Setzung. So.
  • Meiner Person.
  • Oder meines Schaffens.
  • Will ich ja eigentlich auch nich.
  • Ich [Sperren: muss] mich jetzt ja nich klein machen!
  • So.
  • Ähm … Also gar nicht erst den Begriff Künstler in den Mund nehmen. Sondern … Ich …
  • [Pause.]
  • … [Sperren: schaffe] halt etwas.
  • Ich [Sperren: arbeite].
  • Ne?
  • Ich … äh … Ich [Sperren: denke].
  • Ich [Sperren: handle].
  • Ich [Sperren: schaffe] halt etwas.
  • So.
  • Okay.
  • Egal, was für nen Begriff jetze. Was ich jetze aber als Problem dann halt wieder sehen könnte, ist, dass …
  • [Sperren: Immer bloß Probleme!]
  • [Sperren: Probleme!]
  • [Sperren: Probleme!]
  • Dass ich … ähm … dann vielleicht den [Sperren: Anspruch] verliere.
  • [Pause.]
  • Etwas zu schaffen, was … [Sperren: relevant] ist.
  • [Pause.]
  • Ob ich's jemals hinbekomme, oder nicht. Das ist was anderes. Aber halt diesen … diesen [Sperren: Drang] dahin. Dass der natürlich dann wegfallen könnte. Also wenn ich mich jetzt als …
  • … wieder das Wort Künstler …
  • Als [Sperren: Hobbykünstler Hobbykünstler ] sehen würde. So hab ich auch schon mal 'ne Zeit lang probiert.
  • Auch 'ne Website dazu gestaltet. Und so. Hobbykünstler Friedrich Fröhlich.
  • Dann … äh … fällt natürlich dieses ganze … äh … [Sperren: Strenge] … ab.
  • [Pause.]
  • Also zum einen das ganze [Sperren: Gehabe].
  • Künstler mit vielleicht nem kleinen [Sperren: Bart].
  • Und nen [Sperren: Hut].
  • Und was weiß ich nicht alles.
  • Vernissage Vernissage . Und keine Ahnung was.
  • Wie ein Künstler in der … In der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
  • Als [Sperren: was] er wahrgenommen wird.
  • So. Also dieses ganze Gehabe fällt ab.
  • Man ist sozusagen … Oder ich wäre davon be… befreit.
  • Von diesem ganzen [Sperren: Tun].
  • So tun als ob.
  • Und könnte endlich [Sperren: sein].
  • [Pause.]
  • Und … [Sperren: arbeiten].
  • Einfach machen.
  • [Pause.]
  • So.
  • Gleichzeitig kann dann natürlich … kann's natürlich dann passieren, hab ich jetzt natürlich auch beim Präsentieren, also vom Hobbykünstler Friedrich Fröhlich, gemerkt, …
  • Man … Man geht … [Sperren: Ich] gehe dann halt viel viel labscher mit … äh … mit … ähm … mit einem Thema um. Also ich … Ich gl…
  • Dann …
  • Dann is es halt oberflächlicher. So.
  • Die eigene Auseinandersetzung auch damit. Ne?
  • Dann hab ich selbst eben nicht mehr den … äh … Anspruch, … ähm … etwas wirklich für mich selbst zu begründen. Oder zu … zu er… erkunden. So.
  • Sondern bleib halt ziemlich schnell an … Also bleib an der Oberfläche halt hängen. Und … äh … denke nicht zu tief weiter drüber nach.
  • [Sperren: Weil] ich ja nicht vor hab jetzt irgendwie was Tief… Sinniges … Gründiges zu machen.
  • Sondern ich bin halt Hobbykünstler. So.
  • [Schlucke.]
  • Und das birkt dann wiederum halt die Gefahr, dass ich in noch 'ne größere Krise … äh … komme. Weil ich dann noch nicht einmal [Sperren: irgendetwas] hab, wo ich sozusagen sagen würde, … äh … Damit beschäftige ich mich jetzt wirklich.
  • Ich glaub, das kann's auch gar nicht geben!
  • Also ich mein, ich beschäftige mich jetzt ja nicht mit irgend nem Thema hier. Äh … Oder mit irgend ner Idee. Äh … Die … Die sich mein Kopf reingefressen hat. Weil ich mir gesagt hab, ich … ich will Künstler [Sperren: sein].
  • Also muss ich das jetzt tun. So.
  • Sondern …
  • Das passiert ja einfach so. Das ist … Das ist … angelernt. Oder keine Ahnung was.
  • Das [Sperren: steckt] halt in mir drinne.
  • Ähm … Sich dann mit etwas näher zu befassen.
  • [Sperren: Egal], auf welchem Niveau. Ich würd halt schon sagen: Ziemlich intensiv.
  • Eigentlich.
  • So.
  • [Pause.]
  • Ähm … Das kann ich ja durch nen Begriff wie Hobbykünstler gar nicht eigentlich ablegen. So.
  • Das is dann einfach weiterhin da.
  • Man kann sich halt … äh … lediglich … äh … damit … äh … Oder [Sperren: ich] kann, nicht man, … äh … diese … diese Erwartungshaltung … äh … von [Sperren: anderen] und von [Sperren: mir selber] … Dass das, was ich halt tue, … äh … anbelangt, … ähm … Davon kann ich mich halt … ähm … freistellen.
  • [Pause.]
  • Is jetzt die Frage. Is das gut?
  • Is das nur … ähm … Pfff … Is das … Is das … ähm … Na. Wie heißt das?
  • Ähm …
  • [Klick.]
  • [Sperren: Feige]?
  • [Pause.]
  • Kann's ja auch sein.
  • Dass ich mich … äh … einem … einem Begriff nicht stellen … äh … äh … [Sperren: möchte].
  • [Pause.]
  • Fehlt mir vielleicht der Mut dazu?
  • [Pause.]
  • Das kann auch sein. Und … Dieses sozusagen nach unten stellen, also sich … äh … kleiner machen, als man ist. Ähm … Kann ja auch in diese Richtung ab… äh … abgehen. Ne? So.
  • Ich will kein … Na ja … Ich will keine [Sperren: Haltung]. Vielleicht.
  • Na ja.
  • Ich [Sperren: will] ja!
  • So.
  • Das ist nicht das Problem!
  • Aber ich seh sie halt nicht!
  • [Pause.]
  • Nicht nur bei mir! So. Ich sehe sie halt nicht!
  • [Sperren: Wirklich!]
  • So.
  • Man kann alles irgendwie begründen. Und … äh … sich die schönsten Webseiten machen. Die am professionellsten aussehen. Und … Was weiß ich nicht alles. Nach Außen kannste der Große sein. Aber … Wenn du das nicht wirklich [Sperren: fühlst], glaube ich, …
  • Da kracht dir irgendwann 'ne Welt zusammen. Würde ich sagen. Oder ich fühle mich dann zumindestens nicht … äh … nicht wohl.
  • [Pause.]
  • Ich … Wenn's jetzt andere können, dann is das okay.
  • Geht ja hier jetzt nur um [Sperren: mich].
  • [Sperren: Mich!]
  • [Sperren: Mich!]
  • [Pause.]
  • Ähm … Sich jetzt Hobbykünstler zu nennen ist natürlich dann wieder sowas wie … äh … Pfff.
  • Vielleicht kommt das wieder wie 'ne Arbeit halt rüber. Wie diese … äh … verhüllten Arbeiten.
  • Dass plötzlich diese Sperrholzboxen halt natürlich als Arbeit wahrgenommen würden. Und nicht das, was eigentlich drinne ist.
  • Und genauso … Na. Hobbykünstler.
  • Friedrich Fröhlich.
  • Hobbykünstler.
  • Wird das sofort … Du bist Künstler!
  • So. Ähm … Weil wer bezeichnet auf ner Visitenkarte Visitenkarte in der Öffentlichkeit, auf Vernissagen, …
  • Keine Ahnung.
  • Als Hobbykünstler?
  • So.
  • [Pause.]
  • Das kann bloß 'ne Arbeit sein!
  • Das kann bloß 'ne Auseinandersetzung mit halt … äh … der eigenen … äh … Nicht Person. Also Person auch.
  • Aber mit dem eigenen … [Sperren: Beruf] … Mit der eigenen Berufung.
  • [Sperren: Nee].
  • Mit dem … Mit dem eigenen [Sperren: Tun].
  • Mit dem eigenen Schaffen.
  • Also mit dem [Sperren: Künstlerischen].
  • Sein.
  • [Pause.]
  • So.
  • Ähm … Und ich will jetzt … Also. Okay.
  • Das ist natürlich auch nen Thema. So. Ein [Sperren: großes] Thema sicherlich.
  • Was ist ein Künstler?
  • Was ist Kunst?
  • So.
  • Ich meine, das ist ja … Ne? Wenn ich … äh … jetzt auf diesem Gebiet unterwegs bin … äh … Kann das natürlich 'ne riesen große Frage sein.
  • Also dass ich nicht bloß die ganze Zeit … ähm … meine Sachen hinterfrage, sondern dass ich einfach [Sperren: diese] Frage, …
  • [Sperren: Was ist denn Kunst?]
  • [Sperren: Was ist ein Künstler!]
  • Ähm …
  • Ähm …
  • Und dieses … äh … Dieses [Sperren: Scheitern Erfolg ] an der Beantwortung und auch … äh …
  • Dieses ständige Hinterfragen!
  • Bei Kunstwerken.
  • Dass [Sperren: das] … Dass ich ja [Sperren: das] eigentlich auf… Vielleicht zu meiner Arbeit machen kann. So.
  • Ich meine … Wer kennt sich denn da nicht besser aus, als der, der das macht!
  • Ne?
  • [Pause.]
  • Mich würde jetzt halt … äh … Na ja. Irgendwie stören, wenn ich jetzt sone … sone Kenn… sone konzeptuelle Sache … mache.
  • Dazu.
  • Ich kann mir eben nicht vorstellen, oder …
  • Performance Performance !
  • Oder keine Ahnung was. Was alles mit Scheitern … Was … Wie man das halt … äh … zeigen kann. So.
  • Ich mag's ja, wenn ich jetze so'n … mir so'n … mir so'n Überthema zu geben. Und das dann abzuarbeiten. Oder so. Und das ist …
  • Weiß nicht. Ob das eben so 'ne … Ob das 'ne Aufgabe für jemanden … für nen Künstler sein kann?
  • [Sperren: Sollte]. Auch wenn sich's sicherlich viele tun. Auch mit dem projektbezogenen Arbeiten. Und so.
  • [Pause.]
  • Ähm …
  • [Sperren: Scheitern].
  • Mit Geradenbildern umgesetzt.
  • [Sperren: Scheitern].
  • Erfolg.
  • Geraden.
  • Geraden!
  • Ich weiß es nicht!
  • Ich glaub, das kann ich gar nicht mir so … mir so aufzwängen. So'n Thema.
  • Auch wenn das natürlich nen spannendes Thema ist. Oder Thema mich ja eigentlich eben … äh … extrem … ähm … beeinflusst.
  • [Pause.]
  • Und … Ich merke … Sehr sehr viele Gedanken dazu immer wieder mache.
  • Immer wieder zu so'ner Sinnhinterfragung halt komme.
  • So.
  • Is es ein Thema, was ich umsetzen könnte? Ich beschäftige mich damit ziemlich viel.
  • Das hindert mich daran andere Sachen immerhin zu machen. So.
  • Und … Wenn ich dieses [Sperren: Hindern] sozusagen als [Sperren: Arbeit] … äh … Also in einer Arbeit umwandle. [Sperren: Ins] Arbeiten eben … Mich hinzusetzen. Nen Pinsel in die Hand zu nehmen. Und das dann auszudrücken.
  • [Pause.]
  • Tja.
  • Is halt was ganz anderes. Jetze. Als was ich mir … Ich würd halt gerne schon irgendwie was … Was Bildnerisches. Oder was auch immer machen.
  • Also etwas …
  • Mit Motiv!
  • Oder selbst wenn's was Abstraktes ist.
  • Was man halt sich ansehen kann. Was man auch teilweise … ähm …
  • [Pause.]
  • [Sperren: Genie Genie ßen] kann.
  • Also was halt 'ne Ästhetik hat. Was ja alles irgendwie hat. Aber halt etwas, was man sich auch gerne anschaut. So.
  • Und gleichzeitig aber … ähm … auch sehr viel noch dahinter steckt. Ob das jetzt jeder … äh … mitbekommt. Oder nicht.
  • Das ist was anderes!
  • Aber dass … dass da halt noch sehr viel …
  • Fragen!
  • Drinne immer sind. Die offen bleiben. Vielleicht.
  • Ich muss ja nicht alles beantworten.
  • Das macht's ja dann erst …
  • Das macht's ja langweilig. Wenn alles beantwortbar ist.
  • Also dass dann noch [Sperren: mehr] dahinter steckt. Als [Sperren: nur] die Oberflächen.
  • Nur … Nur das ästhetisch Schöne.
  • [Pause.]
  • Na ja. Dass halt … Also …
  • [Pause.]
  • Also schwierig halt. Diese beiden Sachen … Dieses ständige Hinterfragen … Wenn ich das nicht als Arbeit mir nehmen [Sperren: will].
  • Gibt's ja bestimmt schon einige Künstler, die das gemacht haben.
  • Ähm … Das Hinterfragen auch der eigenen Person. Oder so. Ähm …
  • [Pause.]
  • Okay.
  • Das mache ich ja nun [Sperren: ständig]. Höchstwahrscheinlich.
  • Mit den Selbstporträts Selstbildnis .
  • Oder: Was bin ich?
  • So ungefähr. Was ich jetze ja auch viele Fragen … Was ja auch irgendwie in ist. In den Magazinen und so. Das … Das zu hinterleuchten.
  • Ähm … Das Individuum … ähm … in den Vordergrund … äh … zu rücken.
  • [Pause.]
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Ja. Das bleibt am Ende irgendwie wieder so. Dieses [Sperren: Selbstporträt].
  • [Pause.]
  • Ich bin [Sperren: ich].
  • Und das ist mein Selbstporträt.
  • Punkt.
  • [Lange Pause.]
  • Ich glaub nicht, dass ich jeden Tag … äh … den [Sperren: Drang] hab, mich selbst darzustellen.
  • Hab ich eigentlich gar nicht. Is halt … ähm … Ich mag's halt … ähm … Mich darzustellen.
  • Mein Gesicht zu nehmen.
  • Zu foto… fotografieren. Zu bearbeiten.
  • Mhm.
  • Die Änderungen über die Jahre hinweg zu sehen.
  • Wie ich damals ausschaute. Was ich damals erlebt hab.
  • Was ich heut …
  • Was ja jeder Mensch irgendwie dann … äh … mit Erinnerung … So …
  • Mache ich dann ja auch nichts anderes.
  • Das [Sperren: Wesen] irgendwie darzustellen.
  • Konflikte.
  • [Sperren: Innere].
  • [Pause.]
  • Ich würd's halt … Der … Na ja. Ich will's halt eigentlich nicht als … ähm … Ich möchte daraus kein [Sperren: Thema] machen. So.
  • Das … hat wieder sowas [Sperren: Zwanghaftes].
  • Das …
  • [Aufnahme Ende.]
Standpunkt Gedicht vom Nichtkünstler, 19.2.2016 gedicht.jpg Standpunkt "Malerei ist nicht dazu da Wohnungswände zu schmücken. Sie ist eine Waffe des offensiven und defensiven Kampfes gegen den Feind." (Picasso Pablo Picasso ) dem ersten Satz möchte ich gerne zustimmen ob Malerei oder andere Form des Ausdrucks: es sollte nicht nur Dekoration, "schön", "interessant" sein (aktuell mein Hauptproblem bei HGB Rundgang HGB Rundgang neben Hinterfragung Gegenwartskunst) Was aber ist ein heutiger Feind? Man selber? Das Abgesichertsein und damit einhergehende Schläfrigkeit (siehe Schlaraffenland)? Der Tod Sterben als Feind, der aber nie besiegt werden kann (=aussichtslos) / will (=unerträgliche Vorstellung ewigen Lebens)? Nicht: Was KÖNNTE mein Feind sein (also ausgedacht, nachträglich dazu auserkoren = Sinnhaftigkeit hinterfragbar), sondern: Was IST mein Feind? Motiv der Trägheit, Schläfrigkeit, versorgt sein umsetzen Trägheit in Geradenbild Geradenbild (Selbstporträt, eventuell mit Totenschädel Totenmaske , Kopf zur Seite geneigt, abstützend) umsetzen
Chemiearbeiter am Schaltpult, 1968, Willi Sitte
Chemiearbeiter am Schaltpult, 1968, Willi Sitte
Expressive Landschaft, 1947, Willi Baumeister
Expressive Landschaft, 1947, Willi Baumeister
Stahlplastik, 1951, Hans Uhlmann, © VG-Bild Kunst
Stahlplastik, 1951, Hans Uhlmann, © VG-Bild Kunst
Kunstgeschichte Vorlesung Deutsche Kunst im 20. Jahrhundert ab 1951 Formalismusstreit als Abgrenzung der DDR DDR absolute Unterordnung der Kunst zur Politik gefordert Hermann Bachmann (1922 - 1995, deutscher Maler) bekam Konflikt mit offizieller Kunstdoktrin der DDR (Formalismus-Vorwürfe), Übersiedlung nach Westberlin 1953 Adolf Menzel (1815 - 1905, deutscher Maler, Zeichner und Illustrator im Realismus) als Wegbereiter der sozialistischen Kunst gezählt Sozialistische Kunst Rückbezug aufs späte 19. Jahrhundert (wie zu NS-Zeiten) vorsichtige Abstraktion in Bezug auf anerkannte Künstler des Westen (wie Picasso Pablo Picasso ) erlaubt Chemiearbeiter am Schaltpult, 1968, Willi Sitte Willi Sitte sitte-k.jpg leicht futuristisch Futurismus , kubistisch Arbeiterporträts in Malerei und Skulptur mit Kaiserabbild verglichen (statt Kaiser: Arbeiter mit Untersicht) Bemühung um "neue Kunst" im Nachkriegsdeutschland moralischer Neuanfang gefordert Expressive Landschaft, 1947, Willi Baumeister baumeister-k.jpg Buch "Das Unbekannte in der Kunst" Künstler kann unbegreifliches Mysterium der Natur und der menschlichen Existenz sichtbar machen durch: nicht äußere Erscheinung nachahmen, sondern das Wesentliche von Naturprozessen und menschlicher Welterfahrung Zen 49: sieben deutsche Künstler, 1949 in München zusammengeschlossen Informell Informel = formlose Kunst Kunst der USA tritt in Westdeutschland in Mittelpunkt Hans Hoffmann bereits 1932 nach NY, unvoreingenommener Umgang mit Farbe gelehrt weitere Lehrer in NY: u. a. Max Ernst Max Ernst , Mondrian Piet Mondrian Freisetzung von Kreativität gelehrt (Max Ernst) große Leinwände / Wandmalerei: Betrachter auf sich selbst zurückwerfen "Kunst der Freiheit" im Westen offiziell gefördert Action-Painting als spontane nicht vernunftbetonte Äußerung: Pollock Jackson Pollock Bewegungslinie in Raum: Hans Uhlmann Stahlplastik, 1951, Hans Uhlmann, © VG-Bild Kunst uhlmann-k.jpg Heinz Mack: Mitbegründer ZERO Künstlergruppe ZERO insgesamt nach Zweiten Weltkrieg: Neue Freiheit gefordert stark von Amerika beeinflusst Künstler wollten sich absetzen (individuell Individualität sein), Kreativität freisetzen (siehe Ernst) Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse beliebte Äußerung: "heroischer Moment Moment " Turing Überprüfung von intelligentem Bewusstsein Können Maschinen denken? denken: was es ist, lässt Turing aus Können sich Maschinen als Menschen ausgeben? ihm nicht Äußeres wichtig, sondern Denkfähigkeit/Bewusstsein "künstliche Dummheit": Maschinen extra länger rechnen lassen, falsche Antworten geben lassen, um menschlichen Eindruck zu hinterlassen (gedanklich abwesend) "Sage mal: Kennen wir uns?"
Einzelgespräch Schellbach (im Atelier) soll Zwischenschritte nicht entwerten, sind für das "Große" wichtig "Horizont" bleibt im Hintergrund bestehen, davor viel schaffen über Drang nach Neuem geredet (wie Kubismus Kubismus durch Realismus) und was heute so einer wäre (Problem der Postmoderne Postmoderne !) was Künstler (wie Picasso Pablo Picasso ) antrieb, ob die Theorie oder das "einfach Schaffen" im Vordergrund stand (meist bestimmt erst nachträglich überhöht theoretisch betrachtet) Bruno Latur "Wir sind nie modern gewesen" Bertold Brecht: nicht politische Kunst machen, sondern Kunst politisch machen [?] zu den Konstellationen: auf Leinwand ganz andere Wirkung (eher als "Malerei" wahrgenommen) umsetzen Umsetzungs-Ideen in Liste sammeln und umsetzen (bisher zu verstreut) bei Konstellationen geht es zwar noch nur um Form (und was beim Betrachter dabei entsteht, wie Symbol [h-h-h-v], Raumplan [h-h-s-f], …), dennoch mehr ausprobieren Konstellationen als Übung / Studium an Wirkung, an Geraden, an Material betrachten schauen, welche Ergebnisse in meinem Denken aufgehen (die dann weiter verfolgen) seinen Vorschlag, ob Klassentreff in meinem Atelier, per E-Mail bestätigen / ablehnen Vorlesung Relevanz der Kunst / Kunst der Relevanz (vorbereitende Infos, Diskussionsreihe, 2.12. / 16.12. / 13.1.2016) "Kunst muss es geben: das steht nirgends geschrieben." (Adorno Theodor W. Adorno zur prinzipiellen Fragwürdigkeit künstlerischer Praxis) Kunst geht keine objektive Notwendigkeit voraus ist zwar Bedingung ihrer Autonomie, aber dadurch scheint sie aus ethisch-politischer Perspektive generell anfechtbar durch gegenwärtige globale Krise verschärft sich Dilemma (Ästhetik gerät gegenüber Ethik und Politik in die Defensive) erster Termin: "Relevanzdiktat und das Spezifische der Kunst" seit 20 Jahren erneute Hinwendung zu sozialen und politischen Problemstellungen Kunst um ihrer selbst willen zu produzieren: erscheint Künstlern nicht nur unbefriedigend, sondern aufgrund vieler großen Krisen auch fragwürdig statt auf sich selbst zu reflektieren soll Kunst Verbindung zur realen Welt suchen Bemisst sich heutige Relevanz nur nach ihrer Öffnung aufs Soziale? Oder sind künstlerische Praxen relevant, die auf Zweckfreiheit / Eigengültigkeit von Kunst beharren? zweiter Termin: linke Kunst (interessiert mich nicht so) dritter Termin: "(Un)Möglichkeitsraum Kunstfeld - eine Bestandsaufnahme" Warum und zu welchem Ende studiert und produziert man Kunst? Begehren nach Relevanz Relevanz u. a. als Anteil am Kunstmarkt Kunstmarkt (ökonomischer Erfolg Erfolg ), Reflexion auf soziale Verhältnisse oder auf ihre eigene Produktion hin unterschiedlich verstanden "Im Zentrum der Diskussion soll die Frage nach der Motivation künstlerischer Praxis im Verhältnis zu den Bedingungen und Grenzen der Institution Kunst stehen."
Der gelbe Pullover, 1939, Picasso (Einfluss kubistischer Idee noch gut erkennbar)
Der gelbe Pullover, 1939, Picasso (Einfluss kubistischer Idee noch gut erkennbar)
Rum und Gitarre, 1918, Georges Braque, Colección Abelló, Madrid
Rum und Gitarre, 1918, Georges Braque, Colección Abelló, Madrid
Kubismus Kubismus (zum Thema heutiger Beliebigkeit und zwingender Reaktion damals, siehe Standpunkt 15.10.) Kubismus als Antwort und Gegenreaktion auf Malerei des Realismus verstanden Realismus: Beschränkung auf eine Perspektive und eine Sicht (Standpunkt, Thema, Emotion) als Anfang abstrakter und nichtsachlicher Kunst angesehen Zerlegung Objekte in geometrischen Figuren, dreidimensional abgebildet (Eindruck entsteht, Objekt würde von mehreren Seiten gesehen werden) Der gelbe Pullover, 1939, Picasso Pablo Picasso (Einfluss kubistischer Idee noch gut erkennbar) gelber-pullover-k.jpg "Als wir begannen, kubistisch zu malen, hatten wir nicht im Geringsten die Absicht, die Malweise des Kubismus zu kreieren. Wir wollten vielmehr nur das ausdrücken, was uns bewegte." (Pablo Picasso) notiert sollte Zitat nicht nur "Schein" (zum Künstlermythos beitragend) sein: Form entstand nicht, um Neues zu schaffen, sondern um etwas ausdrücken zu können, was ohne ihr nicht ging Paul Cézanne Paul Cézanne : "Alles in der Natur nimmt seine Form von der Kugel dem Kegel und dem Zylinder." "Durch dieses Verfahren, die Gegenstände zu abstrahieren, eröffnen sich neue Perspektiven das Bild zu betrachten." Wirklichkeit auf Kubus, Kegel, Kugel reduzierbar (Sichtweise beeinflusste u. a. Picasso) Zeit der Industrialisierung Industrialisierung Technik als "selbstständig" und "unnatürlich" wahrgenommen kubistische Geometrie findet sich in Maschinen wieder notiert so hat das damals aktuelle Weltgeschehen zur neuen Art des Ausdruckes beigetragen auf heute übertragen: Globalisierung? Wortherkunft: Kunstkritiker Louis Vauxcelles (1870 - 1943, französischer Kunstkritiker, prägte u. a. Begriffe Fauvismus Fauvismus , Kubismus und Tubismus) bezeichnete Werke von Georges Braque als "bizarreries cubiques", 1908 Rum und Gitarre, 1918, Georges Braque, Colección Abelló, Madrid georges-braque-k.jpg 1 "analytischer" (frühe) Kubismus, ca. 1907 - 1911 Thema: reine Zerlegung des Objekts blasse Farben (da ansonsten Formen und Figuren nicht mehr im Vordergrund stehen würden) notiert deshalb arbeite ich selber bisher meist in schwarzweiß, da Farbigkeit nur ablenken würde wobei ich gerade schon Graustufen zulasse (je nach Geradentyp als Übergang zwischen horizontaler und vertikaler Gerade) 2 "synthetischer" Kubismus, 1912 - 1924 verschiedene Perspektiven auf ein Objekt werden zusammengefügt unterschiedliche Objekte fließen ineinander notiert im Computerzeitalter als Morphing bezeichnet Mark hatte mir davon noch abgeraten (Übergang Leben-Tod Sterben / Porträt-Totenschädel Totenmaske in Geradenstil) 3 Farbkubismus kein Bezug mehr zu realem Objekt "reine Malerei" als Kontrast zur reinen Musik Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse "Der Mensch als Maschine", 1748, La Mettrie (siehe Verweis zu Lem) bestimmt Seele als Resultat komplexer Körperfunktionen "Über das Marionettentheater", Kleist Thema (in Bezug auf die Marionette): Maschinen sind (da sie nur einen mechanischen Bezug hätten) dem Menschen etwas voraus (Perfektion) Instinkt (wie beim Tier) / Automatismus / kein Zögern / keine Zwietracht wie beim Menschen unempfindlich gegenüber Täuschungen Mensch scheitert an Wiederholung (vorzeitig gegangen)
Schaulager Basel, Emanuel Hoffmann-Stiftung
Schaulager Basel, Emanuel Hoffmann-Stiftung
Verre, bouteille, paquet de tabac, 1922, Picasso
Verre, bouteille, paquet de tabac, 1922, Picasso
T-Shirt-Druck "Ich bin nicht arrogant. Ich sehe nur gut aus." Ausstellung Future Present Schaulager Basel, Emanuel Hoffmann-Stiftung schaulager.jpg Verre, bouteille, paquet de tabac, 1922, Picasso Pablo Picasso verre-k.jpg umsetzen Fläche auf Papier vorm Plotten farbig einfärben (Meerbild vielleicht mit blauem Quadrat) Beispiel Aquarelle, 1924, Joan Miró Führung durch Ausstellung Piet Mondrian Piet Mondrian / "Konzeptatelier": Einrichtung / Gestaltung Atelier war Teil der Arbeiten umsetzen mit Wachsstiften Papier füllen und mit Plotter Plotter Geraden ohne Tusche reinritzen Max Ernst Max Ernst , Piet Mondrian, Dieter Roth Dieter Roth (Selbstturm, Löwentum wäre nach Anmeldung besuchbar) Roth "Das Meer, 1. Teil" (Schokolade und Schrift auf Papierbändchen) Cindy Sherman Cindy Sherman / Spannungsverhältnis zwischen zugeschriebener Rolle, dem "Blick der Anderen" und dem Selbst Katharina Fritsch Katharina Fritsch "Rattenkönig": sechszehn riesige identische pechschwarze Ratten, angriffslustig, Schwänze zu Knoten formiert (Naturphänomen bei Ratten, können sich dann nicht mehr befreien, Großstadt New York versinnbildlicht) (beim nächsten Basel-Besuch wieder aufsuchen)
Malpalette, Paul Gauguin
Malpalette, Paul Gauguin
Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?, 1897 - 1998, © 2015 Museum of Fine Art
Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?, 1897 - 1998, © 2015 Museum of Fine Art
Krug in Form eines Selbstbildnisses, 1889, Paul Gauguin
Krug in Form eines Selbstbildnisses, 1889, Paul Gauguin
Vision nach der Predigt, 1888, National Gallery of Scotland, Edinburgh
Vision nach der Predigt, 1888, National Gallery of Scotland, Edinburgh
Ausstellung Paul Gauguin Paul Gauguin Fondation Beyeler Eugène Henri Paul Gauguin (1848 - 1903, französischer Maler, weiterhin Keramiken, Holzschnitzereien und Holzschnitte) Mitbegründer Synthetismus, Wegbereiter des Expressionismus Expressionismus mit "reinen", antinaturalistischen Farben und flächige Formen Malpalette, Paul Gauguin paul-gauguin-k.jpg "Suche nach dem Paradies Adam und Eva in Leben und Kunst" mit 35 Jahren Angestelltenverhältnis beendet, Beginn als professioneller Maler 1891 Auswanderung aus Frankreich, nach Tahiti (vermeintlich unberührtes Paradies) durch französische Kolonisation kulturelle Identität verloren so Wunschvorstellung von idyllischer Welt im Wechselspiel von Natur und Kultur, Mystik und Erotik, Traum und Wirklichkeit in Bild umgesetzt Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?, 1897 - 1998, © 2015 Museum of Fine Art wohingehenwir.jpg innerhalb 4 Wochen erstellt "testamentarischer Charakter" "Damals wollte ich vor meinem Tode ein grosses Bild malen, das ich im Kopf hatte, und während des ganzen Monats habe ich in unerhörtem Fieber Tag und Nacht gearbeitet. […] Man wird sagen, es sei nachlässig … unfertig. Gewiss hat man kein gutes Urteil über sich selbst, aber ich glaube, dass dieses Bild an Wert nicht nur alle früheren übertrifft, sondern auch, dass ich niemals ein besseres oder gleiches malen werde. Ich habe vor meinem Tode meine ganze Energie hineingelegt, in furchtbaren Umständen eine so schmerzliche Leidenschaft und eine so reine Vision ohne Korrektur, dass das Hastige verschwindet und das Leben emporsteigt." (Brief von 1898) Krug in Form eines Selbstbildnisses, 1889, Paul Gauguin krug-k.jpg unter Anleitung fertigte Gauguin Ende der 1880er Skulpturen aus Ton von Kopfgefäßen aus Peru inspiriert rote Farbspuren zeugen von frischer Verletzung (eventuell Anspielung auf van Goghs Selbstverstümmelung) "Inbegriff des leidenden Künstlers" (abgetrennter Kopf, geschlossene Augen, in sich gekehrter Gesichtsausdruck) "[…] präsentiert er sich als stummer Märtyrer Jesus , der Elend und Schmerz in stoischer Ruhe erduldet und sein Leben seiner Leidenschaft und Überzeugung unterordnet." Vision nach der Predigt, 1888, National Gallery of Scotland, Edinburgh vision-nach-der-predigt-k.jpg (oder "Der Kampf Jakobs mit dem Engel") eventuell mit Selbstbildnis (rechts) "Bildnis eines Mädchen", Öl auf Leinwand, 1896 erinnerte mich an "Sitzender Harlekin", Picasso Pablo Picasso (Ausdruck)
Bildarchiv des Künstlers
Bildarchiv des Künstlers
Experimentelle Druckgrafik, Peter Doig
Experimentelle Druckgrafik, Peter Doig
Installationsansicht Calder Gallery III, © Calder Foundation, New York
Installationsansicht Calder Gallery III, © Calder Foundation, New York
Frau mit Hut, 1961/63, Picasso, Sammlung Beyeler
Frau mit Hut, 1961/63, Picasso, Sammlung Beyeler
Ausstellung la ligne f(x)=ax+b (geschlossen) Ausstellung Peter Doig Peter Doig Fondation Beyeler Peter Doig (* 1959, lebt auf Trinidad, in London und New York) Bildarchiv des Künstlers fotoarchiv-k.jpg persönliches Archiv Doigs Standpunkt Wie auch bei Gerhard Richter Gerhard Richter konnte ich hier Einblick in fotografische Vorlagen erhalten. Mit den Fotos kann man kurz durch die Augen des Künstlers schauen und daraufhin entstandene Arbeiten besser verorten. Die Offenlegung hat meiner Meinung nach aber auch seine Schattenseite: bei Doig fragte ich mich dann schon, warum er Fotos zum großen Teil - für mich - einfach nur mit malerischen Mitteln wiederholte (natürlich etwas abstrahierter). Der 'Mehrwert' ist mir noch nicht bewusst. für Gemälde und Druckgrafiken Fundus an Bildmaterial Experimentelle Druckgrafik, Peter Doig peter-doig-k.jpg in Grafiken Erprobung "Atmosphäre und Stimmungen Ausdruck zu verleihen" Druckgrafiken = Einblick in Arbeitsprozesse und künstlerisches Denken Doigs Zustandsdrucke Ausstellung Alexander Calder Alexander Calder Fondation Beyeler Alexander Calder (1898 - 1976, US-amerikanischer Bildhauer Bildhauerei der Moderne) kinetische Kunst kinetische Kunst Installationsansicht Calder Gallery III, © Calder Foundation, New York alexander-calder-k.jpg Frau mit Hut, 1961/63, Picasso Pablo Picasso , Sammlung Beyeler frau-mit-hut-k.jpg ausgeschnittenes und gefaltenes Eisenblech, 1963 bemalt Standpunkt Durch die plastische Umsetzung entstehen - anders als bei Malerei - gleich noch unendlich mehr mögliche Betrachtungswinkel. Bzw. jetzt sieht nicht nur noch der Künstler ein Objekt und gibt es so wieder, wie er es sieht, sondern der Betrachter bekommt hier die Aufgabe übertragen (der Künstler gibt 'nur' noch eine subjektive Vorlage dazu). Bei dieser Arbeit interessant: Picasso hat einige Flächen nicht bemalt, obwohl sie vom Betrachter gesehen werden können. Als würde Picasso wollen, dass der Besucher Bereiche entdeckt, die von ihm noch nicht mit Überlegungen 'gefüllt' wurden. Über die eigenen Grenzen des Künstlers blicken? Piet Mondrian Piet Mondrian (siehe auch 7.6.2013) 2/3 Daumennagellänge Alkohol Whiskey (3.3., Tag der Veröffentlichung)
Werbe-Bleistift mit Aufdruck Friedrich Fröhlich
Werbe-Bleistift mit Aufdruck "Friedrich Fröhlich"
Einzelgespräch Mark Film "Mr. Turner - Meister des Lichts" mehr mit Materialien als mit Computer arbeiten Untergrund "arbeitet" mit jedem Auftragen von Strichen / wellt sich, zerreißt / es entsteht zuvor Ungeahntes malerische / zeichnerische Qualität mit einfließen lassen "Male mal ein Selbstporträt Selstbildnis !" durch materielle Experimente eigenes Thema finden Computer nur für Startbedingung verwenden Thema durch Probieren herausfinden, nicht durch theoretische Arbeit (die zerstört alles nur) Ziel: Ergebnisse schaffen, nicht nur den Weg dorthin notiert Diptychon Diptychon 1 Selbstporträt mit Geraden (Fotovorlage) 2 mit der selben Anzahl von Geraden und selber Länge (nur mit anderer Anordnung) Totenschädel Totenmaske Werbe-Bleistift mit Aufdruck "Friedrich Fröhlich" stift-friedrich-froehlich.jpg Verteilen beim HGB-Rundgang Standpunkt (Notizen der letzten Tage) lähmende Informationstäfelchen neben Werken bereits verstorbener Künstler "Arnold Böcklin Arnold Böcklin (1827 - 1901) - […]", "Pablo Picasso Pablo Picasso (1881 - 1973) - […]", "Auguste Rodin Auguste Rodin (1840 - 1917) - […]" Tod Sterben begleitet Werk nicht Frage "Was soll ich tun?" sondern "Wozu sollte ich?" Vereitelung Arbeiten durch Gewahrwerden des unwiderruflich eintretenden eigenen Todes kein vernünftiger Grund eine Arbeit anzufangen / zu vollenden nur noch an Oberflächen kratzen im Stadium des Nichtvollendeten resigniert niederlegen Tod vereitelt ernste Handlung, er macht sie sinnlos offene Fragen: Geht es mir zu gut, um Kunst zu machen? Was treibt den Künstler an? Kunst um der Kunst willen L’art pour l’art schaffen? von pausenlos eindreschenden Weltnachrichten abgestumpft "So lebe ich mit materiellem Gut gesättigt in einer nett eingerichteten kleinen Wohnung, mit Blick auf gegenüberliegende Dächer und dem Leipziger Himmel, mit einem Schluck guten Whiskys, einlullender Musik, einem wärmenden Bett und blicke auf den gerade erst angeschafften großen Arbeitstisch, der eigentlich darauf wartet, genutzt zu werden. Blicke auf die Arbeitsleuchte, die den Arbeitsbereich bei emsiger Arbeit hell erleuchten könnte. Willkommen im Showroom. Willkommen im Wartebereich." als belanglos Gehaltenes für genauso wichtig erklären, gleichstellen eigene Person heraushalten Grundelement des Seins bearbeiten
Ausstellungsansicht, One Million Years von On Kawara und Fuge von Josef Albers
Ausstellungsansicht, "One Million Years" von On Kawara und "Fuge" von Josef Albers
I do not go to work today / I don't think I go tomorrow, 2010, Henrik Olesen
"I do not go to work today / I don't think I go tomorrow", 2010, Henrik Olesen
Ausstellung One Million Years - System und Symptom Museum für Gegenwartskunst Gegenwartskunst , Basel Ausstellungsansicht, "One Million Years" von On Kawara On Kawara und "Fuge" von Josef Albers Josef Albers onemillionyears.jpg Systeme sind unsichtbar, allgegenwärtig Systeme ordnen Dinge und steuern Alltag bestimmen Abläufe und Beziehungen sind Muster, durch stete Wiederholung erkennbar Selbsterhaltungslogik von Systemen bestimmtes Handeln macht Grenzen von Systemen sichtbar Normen unsichtbar, erst bei Ausnahme oder Verstoß enthüllt Arbeiten mit ästhetischer Eigenlogik (Josef Albers, Hanne Darboven, On Kawara, Sol LeWitt Sol LeWitt , Jan Schoonhoyen, Simon Starling) Arbeiten, die unsichtbare gesellschaftliche Systeme, Normen, Ausschlussmechanismen sichtbar machen (Henrik Olesen, Martha Rosler, Ovtavian Trauttmansdorff, Andreas Slominski, Heimo Zobernig) On Kawara "One Million Years (Past)", "One Million Years (Future)" Past: 998031 v. Chr. - 1969 n. Chr. Future: 1988 n. Chr. - 1001987 n. Chr. Vito Acconci "Zone", 1971 "I do not go to work today / I don't think I go tomorrow", 2010, Henrik Olesen henrik-olesen.jpg Henrik Olesen "I do not go to work today / I don't think I go tomorrow" zerlegt technische Systeme in Einzelteile und gruppiert jene auf Plexiglas Ausstellung Kunstmusem Basel "The True Artist Helps the World by Revealing Mystic Truths", 1967, Bruce Naumann (siehe 7.6.) "Sieben Tugenden und sieben Laster" "Inverted House of Cards", Richard Serra Richard Serra (siehe 5.8.) "Fontana Lucio Fontana Concetto Spaziale, Atte…[?]" 1967 (Schlitze) "Frau mit Hut im Sessel sitzend", Picasso Pablo Picasso notiert 360°-Bilder weiter entwickeln Kopf dreht sich, je Zeile eine Ansicht "Relief blanc sur blank", 1956, Jean Tinguely Jean Tinguely meta-mechanisches Relief mit 16 beweglichen Elementen und unsichtbarer Transmission, angetrieben von Elektromotor (Gramophonmotor) notiert ähnelt Uhrwerk-Idee, wo in 1/60 Minuten bzw. 1 Minute/12 Stunden 1 Motiv entsteht / wieder vergeht Piet Mondrian Piet Mondrian , Beschränkung auf Primärfarben Rot, Geld, Blau und Nichtfarben (siehe "Kunst als Konzept", 7.6.2013) "Der Seehund", Alexander Calder Alexander Calder "Perspektive" (durch langsame perspektivische Verzerrung Auflösung Gesicht in mehrere Personen), Salvador Dalí "Das fertige Bouquet", 1956, René Magritte René Magritte "Triumph des Todes" (Kopie nach Pieter Brueghel) Diptychon Diptychon "Bildnis des Hieronymus Tschekkenbürlin mit dem Tod Sterben ", 1487 notiert aufklappbares Diptychon mit Vorderseite Gesicht, Rückseite Hinterkopf "Bildnis einer Dame als Vanität", 18. Jahrhundert Juul Kraijer Giuseppe Arcimboldo "Die Bürger von Calais", Auguste Rodin Auguste Rodin (siehe 9.9.)
Albertinum
Albertinum
Ludwig Renn (1889 - 1979, deutscher Schriftsteller), Carl Lohse, 1919
"Ludwig Renn" (1889 - 1979, deutscher Schriftsteller), Carl Lohse, 1919
Schlafende, Klinger, um 1900
"Schlafende", Klinger, um 1900
Stack (Stapel), Tony Gragg, 1980
"Stack" (Stapel), Tony Gragg, 1980
Kunstgeschichte Ausstellung Sammlung Galerie Neue Meister Dresden Albertinum albertinum.jpg "Brandung bei Rügen", Carl Gustav Carus, 1819 Gischt bei hohem Wellengang Fährmann gedanklich abwesend; Frau schaut verträumt verträumte andere Frau an, die von Verliebtem angeschaut wird; Wanderer schaut verträumt gen Himmel, anderer Mann mit spielendem Kind verträumt ins Wasser, ein Musiker verträumt auf sein Instrument ("Überfahrt am Schreckenstein", 1837, Ludwig Richter) "Eva", Rodin Auguste Rodin , 1881 später wie auch Skulptur "Adam" umtituliert damals im Zuge Auftrag Thematisierung "Göttliche Komödie" von Dante rechter Arm Adam als Referenz an Michelangelos "Erschaffung Adams", linker Arm an Pieta-Skulptur schamvoll verdrehte Körperhaltung, gesenkter Kopf Eva: Gesamtausdruck zurückhaltender, femininer, Kopf stark zu Boden geneigt allgemein: aus dem Stein geschlagen, Meißelspuren des Künstlers am fast rohen Stein sichtbar Künstlergruppe Brücke Die Brücke 1905 in Dresden von Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner Ernst Ludwig Kirchner , Fritz Bleyl, Erich Heckel Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff Karl Schmidt-Rottluff gegründet Ziel: neue Wege im künstlerischen Ausdruck zu finden (heute Expressionismus Expressionismus ) Farbe und Form streben nach "reinem Ausdruck" / Ausdrucksträger für innere Erleben der Welt und subjektive Empfindung der Künstler Reduzierung der Formen auf das Wesentliche reinen Ausdruck der Emotion durch leuchtende Farben Linien durch Herausritzen von Farbe (siehe Picasso Pablo Picasso "Fruchtschale, Mandoline, Flasche", 1924) "Ludwig Renn" (1889 - 1979, deutscher Schriftsteller), Carl Lohse Carl Lohse , 1919 ludwig-renn.jpg erinnert an Wirklichkeitsbilder, Versuch 3D-Vase zu formen "Das Tausendjähriges Reich" (Triptychon Triptychon ), Hans Grundig (NACHSCHLAGEN) "Nächtliche Straße (Beleuchtete Häuserzeile I)", Feininger Lyonel Feininger , 1929 "Der Tod Sterben von Dresden", Wilhelm Nachnit, 1945 "Halbe Kugel um zwei Achsen", Max Bill Max Bill , 1965/66, Schweizer Granit (siehe 11.9. mit "Halbe Kugeln um 3 Achsen") "Flucht des Sisyphos", 1972 / "Sisyphos behaut den Stein", 1974, Wolfgang Mattheuer Wolfgang Mattheuer (NACHSCHLAGEN) "9 stehende Scheiben", Richter (NACHSCHLAGEN) "Grau (401), Richter, 1976 (wirkt nicht, da anders als in Basel einzeln präsentiert) insgesamt nur Aneinanderreihung von Einzelarbeiten (1 graues Bild neben 1 Pixelbild neben …), die eher in Serie Wirkung zeigen (Basel) Rakelbild: "Ey, nich anfassen!" - "Okay" "Schlafende", Klinger Max Klinger , um 1900 schlafende.jpg von kaltem toten Stein umschlossene herausgeschlagene entblößte Frauengestalt für Geradenbilder merken: "Buchenwald", Klimt, 1902 Ausstellung Skulpturensammlung "Das Drama", Klinger, 1904 Licht schimmert durch eine dünnere Steinschicht (NACHSCHLAGEN) "Stack" (Stapel), Tony Gragg Tony Gragg , 1980 stack-gragg.jpg in exakt mathematischer Form eines Würfels gefundene Materialien wie Holzklötze, Kartonagen oder Stoffreste gestapelt erinnert an Studio-Skulpturen von Elisabeth Grübl Elisabeth Grübl (siehe 9.7.) Ausstellung Sammlung Mathematisch-Physikalischer Salon erschöpft (an anderem Tag Uhrwerke / astronomische Instrumente noch einmal anschauen)
Young Boy With Lobster, 1941, Pablo Picasso
Young Boy With Lobster, 1941, Pablo Picasso
Zensur im russischen Zarenreich (unliebsame Textpassagen durch Punkte ersetzt)
Zensur im russischen Zarenreich (unliebsame Textpassagen durch Punkte ersetzt)
Friedrich Fröhlich, faul faul "Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann." (Francis Picabia) Selbst Kurs Selbst und Selbstbeobachtung (Selbstrecherche) Thema: Das Selbst in der Psychoanalyse Sigmund Freud Kafka Franz Kafka "Eine kleine Frau", 1923/24 aus dem Sammelband "Ein Hungerkünstler", 1924 "Psychoanalyse als Methode oder als Gegenstand?", Rainer J. Kaus, Literaturwissenschaftler Verzicht auf Handlung, ohne Wendungen ungreifbarer männlicher Ich-Erzähler macht laut Eigenaussage einer Frau das Leben schwer gegenseitiges Misstrauen Übersetzung Kaus "Es ist nur eine kleine Frau": "Ich habe ein riesengroßes Problem mit Frauen" Thema Verdrängung Psychoanalyse geeignet als Methode der Interpretation der Erzählung? Young Boy With Lobster, 1941, Pablo Picasso Pablo Picasso zerstrittene-selbst.jpg Titelbild von "Das zerstrittene Selbst", 1990, Tilmann Moser (Psychoanalytiker, Körperpsychotherapeut) Möglichkeit: Frau = abgewehrte weibliche Seite des Icherzählers, permanente Verleugnung und Geringschätzung Kontrast zur männlichen Seite, geprägt von Katastrophen frühmütterlicher Beziehung Heimsuchung durch eigene Weiblichkeit / Bisexualität das Selbst: kann vielfach geteilt sein (siehe Winnicott , Masud Khan , Ronald D. Laing ) durch Abgründe voneinander getrennt, nicht von einander wissen "kleine Frau" = Kampfzustand des "geteilten Selbst" (Ronald D. Laing) "Ihre Unzufriedenheit mit mir ist ja, wie ich jetzt schon einsehe, eine grundsätzliche", "… immer hat sie etwas an mir auszusetzen" Einredung Externalisierung durch Icherzähler: "Es besteht ja gar keine Beziehung zwischen uns" "mann-weibliche"-Verstrickung in einem Körper Scham Scham hindert weibliche Seite in Öffentlichkeit aufzutreten: möglicherweise homosexuelle Tendenz bei Kafka (Günter Mecke, Psychologe) Margarete Mitscherlich, Psychoanalytikerin: "passiv feminine Liebesbedürfnisse", "untergründige homosexuelle Wünsche" Interpretation gespreizter Finger: Gefahr, Abwehr Winnicott: Analytiker kann Anwesenheit verschiedener, auch polarisierter Selbstanteile spüren und mit ihnen sprechen (Fallbeispiel: junges Mädchen in älterem Mann "eingelagert", bis Winnicott unbekannt) Schriftsteller wie Kafka: seelische Erkrankungen in Gestalt bringen / der Umwelt über Erzählungen mitteilen / enthüllen Schreiben für Kafka: funktionierte wie eine synthetische Droge (nicht lebensbejahende Form, aber sich selbst verstehende)? "Eine kleine Frau" = möglicherweise selbstdiagnostisches Vermächtnis "Technologien des Selbst", Michel Foucault Michel Foucault (PDF später ansehen) "Das Ich und das Es", Sigmund Freud, Gesammelte Werke, Band 13, 1923 1 Bewusstes und Unbewusstes 2 Das Ich und das Es 3 Das Ich und das Über-Ich Selbstzensur Selbstzensur durch Massenüberwachung: "Wir werden uns nicht mehr wiedererkennen", FAZ, 7.4.2014 psychische Zensur (Freud, 1897) zaristischen Pressezensur (religiös, sexuell oder politisch anstößige Bemerkungen über Herrscher mit Tinte oder einem aufgeklebten Papierstreifen unsichtbar gemacht) Am Anfang: Verschleierung durch Umschreibung der Texte Durch Zeitdruck oder Überheblichkeit: Intervention nicht mehr verheimlicht, Leerstellen machten Texte unverständlich Zensur im russischen Zarenreich (unliebsame Textpassagen durch Punkte ersetzt) zensur.jpg Leerstellen durch Postzensur = Gemurmel durch Traumzensur: "Die Briefzensur macht solche Stellen durch Überstreichen unlesbar, die Traumzensur ersetzt sie durch ein unverständliches Gemurmel." "Das 'Selbst' im Hirn - Wo bin ich?", Spektrum, 12.4.2013
Logo Kanal X, 1990 - 1991
Logo Kanal X, 1990 - 1991
Money Back Products, 1999
"Money Back Products", 1999
Friedrich Fröhlich Promo, 2013, YouTube
Friedrich Fröhlich Promo, 2013, YouTube
Kurs Sensorik und Aktorik Pulssignal Änderung des Tastverhältnisses im Wechsel: kurze Zeit 5V, danach 0V (LED = Helligkeitsänderung) analogWrite(); nur ein paar Pins dafür verwendbar belastet Prozessor nicht stark Funktion, im Kiloherz-Bereich (Umschalten nicht sichtbar) Aufgabe: Verbindung zwischen Rechner und Arduino Arduino herstellen Rückmeldefunktion (Fehlersuche, Videoinstallation steuern etc.) Verbindung zu Processing oder PureData "Serial" Serial.begin(57600); Bandrate: 300 - 115200 Rate = Zeichen pro Sekunde Serial.println(); Zeichenkette wird aufgebrochen und einzeln übermittelt wenn in Zeichenkette Zahl beinhaltet, dann print(); Shift+Alt+7 = Backslash analogRead(0): analoge Pin 0 auslesen analoge Pins etwas ungenau (nur mit ungefähren Werten arbeiten) Daten vom Rechner empfangen Serial.read(); Text zurückgeben, wenn gesendet wurde (einfaches Echo) int cmd=Serial.read(); und Serial.println(cmd); -1 bedeutet: kein Wert im "Serial Monitor" Daten zu Mikrocomputer senden "abc" = 97, 98 und 99 ASCII-Werte (Code des Zeichens) 123 = 3 * 1 + 2 * 10 + 1 * 100 Übungsaufgabe LED dimmen mittels Zahlenübergabe "r" für rote LED und "g" für grüne LED cmd = 'g'; oder cmd = (Ascii-Code von "g") cmd = cmd-48 (Zahlen 0 bis 9) wert = wert*10+cmd; (wert am Anfang = 0) switch(cmd) und case "r" PureData: Daten einlesen Processing: Import Library: Serial 1/0 import processing.serial.*; Reference > Libraries > Serial println(Serial.list()); gibt Liste aller Anschlüsse wieder Nummer verwenden Serial arduino; arduino = new Serial(this,Serial.list()0, 57600); arduino.write("120r255g"); TV Fernsehen Interventionen Kurs TV Interventionen Piratenfernsehsender "Kanal X", Leipzig, DDR DDR "Das ganze Ding ist ein Kunstwerk" Logo Kanal X, 1990 - 1991 kanal-x.jpg "Kanal X auf Sendung!" improvisierte Studioeinrichtung Publikum wird einbezogen Beweis: ohne großem Aufwand Fernsehsender aufbauen Yes-Men Künstler-Aktivisten-Gruppe mediale Aufmerksamkeit für politische Aktionen erzeugen "World Trade Organization" Fake-Organisation, ernstgenommen, Einladungen zu Konferenzen Website "Acceptable Risk" Risiken gegenüber Bevölkerung kann monetarisiert werden Interview im BBC keine Konsequenzen, da Firmen negative Öffentlichkeit vermeiden wollen Ausgabe "New York Times" (gefakt) Attac bezieht sich darauf mit "DIE ZEIT" Allan Kaprow, US-amerikanischer Künstler und Kunsttheoretiker der Aktionskunst "Das Happening Happening der falschen Photos" Mel Chin: "in the name of the place" Mainstream Fernsehen: "Take a good look" mit Ernie Kovacs "Es ist nichts mit Ihrem Fernseher falsch" TV Apparitions Matthieu Laurette Multimedia-Künstler im TV "Money Back Products", 1999 matthieu-laurette.jpg beweisen, dass man von Cashback-Aktionen und [nicht lesbar] Konsum Konsum leben kann Auftritt 1993 in "Herzblatt" wird zur Einladung seiner Ausstellungseröffnung erhoben (bei Ausstrahlung im TV) T-Shirt "AS SEEN ON TV" "Laurette Bank unlimited", 1991 - 2000 Rémi Gaillard (mediale Inszenierung Inszenierung seiner Aktionen seit 1999, YouTube YouTube -Star, Unterbrechung des laufenden Programms durch unautorisierte Auftritte) Jon Lajoie (spielt Rollen, überzeichnet dabei Klischee Klischee und Rollenbilder) "Mainstream Media Commercial": parodistischer Werbeclip, Auseinandersetzung mit Belanglosigkeit in US-amerikanischen Mainstream-Medien Friedrich Fröhlich Promo Chris Burden , 2013, YouTube chris-burden-promo.jpg Videosoftware "AVS Video Editor" gekauft Namen Leonardo da Vinci Leonardo da Vinci , Michelangelo Michelangelo Buonarroti , Rembrandt Rembrandt van Rijn , Vincent van Gogh Vincent van Gogh , Pablo Picasso Pablo Picasso , Chris Burden und Friedrich Fröhlich 2x eingespielt letzte Frame: "Videoanzeige bezahlt von Friedrich Fröhlich © 2013" Erscheinungsbild (Farben, Schriftart, Videoformat) richtet sich nach YouTube "Chris Burden Promo" sozusagen in das "neue TV" übertragen Google Google Adwords Videoanzeige erstellt, "In-Stream-Videoanzeige" Werbevideo wird vor dem Video, welches User sehen möchte, angezeigt (ähnlich Fernsehwerbung)
La grande fleur qui marche, 1952, Den Haag
La grande fleur qui marche, 1952, Den Haag
Michail Larionow, Rayonismus Rot und Blau (Strand), 1911
Michail Larionow, Rayonismus Rot und Blau (Strand), 1911
g, Jack Strange, 2008
g, Jack Strange, 2008
Kurs Standby 2 Minuten zu spät zu spät verhüllt verhüllt kurze Diskussion über die verhüllte Gedenktafel Gedenktafel Austausch über den Drang vom Künstler sich zu präsentieren / sich zurückzuziehen "verhüllt" als Marke: eigentliche Idee wird mißbraucht Künstler in der KSK Künstlersozialkasse : 60.767, jeder will sich zu einem für ihn bedeutenden Thema äußern Tino Sehgal : "Die Kunst von Tino Sehgal nimmt allein in dem Moment Moment Gestalt an, in dem der Zuschauer ihr begegnet."; keine filmische oder fotografische Dokumentation gewollt; keine Katalogtexte Kunstgeschichte Bibliothek "Kunst als Konzept" Prinzip des Kubismus Kubismus : Aufsplitterung der Formen neben Picasso Pablo Picasso und Braque: Robert Delaunay (Zerlegung des Lichteindrucks) František Kupka: vertikal und horizontale Formen, überlappend, ineinander übergehend La grande fleur qui marche, 1952, Den Haag leger.jpg Fernand Léger: fasziniert von Dynamik des modernen Lebens Stadtlandschaften und Figurendarstellungen; Kegelabschnitte, Zylinder, Rohrstücke Juan Gris Juan Gris : Hauptvertreter des "synthetischen Kubismus": systematische Geometrisierung der Bildfläche (ohne Raumillusion) italienische Futuristen Futurismus : basiert auf Simultanansichtigkeit, fasziniert vom städtischen Leben, Maschinen, von Dynamik und Geschwindigkeit futuristische Manifest Manifest Michail Larionow, Rayonismus Rot und Blau (Strand), 1911 rayonismus.jpg Rayonismus: Stilrichtung der Malerei der Russischen Avantgarde Avantgarde : eine weitere Loslösung vom Gegenstand Kombination der Farben und die Konzentration und Beziehung der farbigen Massen zueinander von Interesse notiert räumliche kleine Quadrate (mit 3D-Effekt, einmal nach innen und einmal nach außen) zufällig nebeneinander/übereinander anordnen: wie schaut der Raum aus? notiert jede Bildinformation (Pixel) eines Bildes lesen und nacheinander in nur einem Pixel darstellen (Animation) Kurs Standby Ausstellung des zweiten Studienjahres/Medienkunst Medienkunst "Krise" Vorstellung der Arbeiten durch den jeweiligen Studenten u. a. zur Frage des Hintergrundes / Bedeutung: "Das ist jetzt zu persönlich"; Format bei anderer Arbeit: beruht lediglich darauf, dass links und rechts Motive nicht gezeigt werden sollten; andere Begründung für Arbeit: "Ich fand's halt geil" viele (alle?) Arbeiten eigentlich nur verständlich, wenn der Student Kommilitone Erklärung abgibt und Verbindung zum Thema "Krise" stellt (nicht schlimm, aber Informationsbroschüre wäre für den Unwissenden angebracht gewesen) Kurs DIRECT ACTION 2013 g, Jack Strange Jack Strange , 2008 jackstrange.jpg "I'm too sad to tell you", Bas Jan Ader Bas Jan Ader , 1971 notiert Website, wo sich der Besucher selber Fragen stellen kann, die er dann Jahre später per E-Mail zugeschickt bekommt (um sie dann zu beantworten)
Große Zylinderskulptur II (1981), Heinz-Günter Prager
Große Zylinderskulptur II (1981), Heinz-Günter Prager
Kurs DTP 1:√2: Papierformat Din (deshalb 210 x 297 mm bei A4) Seitenformat - Stege = Satzspiegel Bezugspunkt (für Koordinaten und Transformationen) alt-Taste drücken beim transformieren: Objekt wird gleichzeitig kopiert Farbraum-Profile mein Hauptfragewort: Warum? KeyColor = Schlüsselfarbe (meist schwarz) Tiefschwarz in CMYK: wenn ich im RGB-Modus schwarz auswähle ("weiches" Schwarz) 100 % KeyColor: schwarz (reines Schwarz) Proof = Prüfdruck cmd+Umschaltetaste+(ö oder ä): Objekt in Vorder- oder Hintergrund Bilder plazieren: cmd+D Bibliothek "Kunst als Konzept" / konkrete und geometrische Tendenzen seit 1960 im Werk deutscher Künstler aus Ost- und Südosteuropa Große Zylinderskulptur II (1981), Heinz-Günter Prager prager.jpg Heinz-Günter Prager: "Mensch und Skulptur sind stabile Größen. Ihre Distanz zueinander bildet die instabile Größe, denn sie bedeutet Zeit und Raum" Ausstellungsreihe "konkret" in Nürnberg: Positionsbestimmung im Streit zwischen "Kopf"-Kunst und "Bauch"-Kunst Aus dem "Manifest Manifest der konkreten Kunst" (1930): "Das Kunstwerk sollte genau konzipiert und geistig geformt sein, bevor es ausgeführt wird" / "es sollte keine […] Sentimentalität enthalten" / "wir beabsichtigen, Lyrizismus, Dramatik, Symbolismus Symbolismus und dergleichen zu vermeiden" / "[…] Das Gemälde keine andere Bedeutung als sich selbst" / "[…] nicht impressionistisch, sondern genau" / "absolute Klarheit sollte angestrebt werden" Oscar Wilde Oscar Wilde : "Kunst fängt da an, wo Natur aufhört" "Jede Wahrheit, auch im Bereich der bildenden Künste, von nun an als relative Größe betrachten" Picasso Pablo Picasso : "Die Natur ist eine Wirklichkeit, aber meine Leinwand ist auch eine Wirklichkeit" notiert 2 Gesichtsausdrücke: langsame Veränderung, filmen und im VB-Programm einspeisen; was passiert? notiert Christians Porträt (Vorder- und Rückansicht) per Zufall Zufall zusammenbringen Wie schaut's aus? Suprematismus Suprematismus (von Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch Kasimir Malewitsch initiiert): "Befreiung von der Dingwelt" (weiter auf S. 51 mit der "De Stijl De Stijl "-Bewegung) Kurs Kunst und Geschichte Grundkurs 1: "Kunst als Medium - eine interdisziplinäre Einführung" Hauptthema: Kunst - wo fängt sie an? Ursprung Ursprung der Malerei im Schatten - Plinius Plinius der Ältere (23 n. Chr. - 79 n. Chr.) Aufgabe bearbeiten: "Wer war Plinius, um was geht es in seiner Naturkunde / Vorstellung des Textausschnitts" Themen: A Illusion Illusionsmalerei B Kunst zum Verlieben C Mittelalter: gotische Kathedralen Kathedrale (Naumburg a. d. Saale / Stifterfiguren / Blickbeziehungen); hinfahren? D Renaissance Renaissance (mit da Vinci) E Erfindung Fotografie, Telegrafie und was das mit Kunst zu tun hat Videonale Bonn / "Der Bonner Videonale e.V. begann seine Arbeit 1984 mit der Organisation eines alle zwei Jahre stattfindenden internationales Festivals und Wettbewerbs für Kunstvideos." ZKM Karlsruhe besichtigen? "Vor dem Hintergrund der künstlerischen und medientechnischen Entwicklung im Laufe des 20. Jahrhunderts fördert Medien Kunst Netz das Verständnis für historische und aktuelle Bezüge der künstlerischen Arbeit in und mit den Medien." "SEE THIS SOUND setzt sich mit der Verbindung von Bild und Ton in Kunst, Medien und Wahrnehmung auseinander." Farbe-Ton-Analogien
E. T. A. Hoffmann, Selbstbildnis
E. T. A. Hoffmann, Selbstbildnis
Eugène Delacroix, Selbstbildnis
Eugène Delacroix, Selbstbildnis
Kunstlehre Kurs Philosophie Buch "Das unbekannte Meisterwerk" von Honoré de Balzac, mit Illustrationen von Pablo Picasso Pablo Picasso Kommentar vom Professor zum Thema Pause: "Die Zeitangabe ist nicht metaphorisch sondern wörtlich zu nehmen" Gruppe 1: "Mit welchen ästhetischen und dramaturgischen Mitteln führt Balzac in seine Erzählung ein? In welches Verhältnis geraten Scham Scham , Kunst und Liebe zueinander?" Vorstellung des jungen Mannes Neophyt (griechisch Griechen /lateinisch "neu gepflanzt"): neu in der Kirche Aufgenommener oder zum Beispiel bei den Freimauern Wendeltreppe: Spirale / Ausdruck von Gefühlsleben / Schwindel Künstlerideal: romantischer, gefühlsintensiver Mensch 6 x selbstkasteit selbstkasteit Gruppe 2: "Die Kunstkritik Frenhofers. Ist sie identisch mit Balzacs eigener Auffassung?" "Ihr Maler, ihr glaubt, alles getan zu haben, wenn ihr ein Gesicht richtig gezeichnet und jedes Ding nach den Gesetzen der Anatomie an seinen Platz gebracht habt! […] bildet ihr euch ein, Maler zu sein und dem Herrgott sein Geheimnis entrissen zu haben!" (S. 38-39) E. T. A. Hoffmann, Selbstbildnis hoffmann.jpg Ernst Theodor Amadeus Hoffmann Vorbild für Balzacs Buch Denis Diderot: Zeitgenosse von Balzac, wichtiger Mann in Dingen der Kunstkritik Am Anfang vor allem Werke beschrieben, danach auch auf handwerkliche und inhaltliche Dinge eingegangen Spricht Balzac durch Frenhofer? "Die Kunst um der Kunst willen L’art pour l’art " ("L'art pour l'art"): sollte nur sich selber dienen zwei Kunstgattungen zu jener Zeit: A sehr formstreng und B romantisch formstreng: u. a. bei "Napoleon auf dem Königsthron" (formstreng aber nicht realistisch) romantisch: Balzac ein Vertreter; Künstler Eugène Delacroix Eugène Delacroix, Selbstbildnis delacroix.jpg 14 x selbstkasteit Gruppe 3: "Die Kunstpraxis Frenhofers. Wie verhält sie sich zur vorher geübten Kritik?" Rationalität versus Emotionalität trift nicht zu Gruppe 4: "Die Geliebte als Modell: Was bedeutet sie für Kunst und Liebe?" Teufelskreislauf? Katz-und-Maus-Spiel? Geliebte - Modell - Objekt Musen = griechisch "Göttin"; Inspirationsquellen u. a. für Dichter, Bildende Künstler, … 10 x selbstkasteit Gruppe 5: "Der Tausch zwischen Frenhofer und Poussin: Worin besteht er? Gelingt oder scheitert er?"