× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Aufsätze, Vorträge, Rezensionen und Beiträge zur bildnerischen Formlehre, 1987, Günther Regel
Aufsätze, Vorträge, Rezensionen und Beiträge zur bildnerischen Formlehre, 1987, Günther Regel
Meine Bude, 1896, Feder, Pinsel und Bleistift auf Zeichenkarton, Paul Klee (Zentrum Paul Klee, Bern)
Meine Bude, 1896, Feder, Pinsel und Bleistift auf Zeichenkarton, Paul Klee (Zentrum Paul Klee, Bern)
XY-Plotter Robot, ansteuerbar mit Arduino
XY-Plotter Robot, ansteuerbar mit Arduino
Kunstlehre Paul Klee Paul Klee Aufsätze, Vorträge, Rezensionen und Beiträge zur bildnerischen Formlehre, 1987, Günther Regel Günther Regel paul-klee.jpg "Ich sah auch (mit Recht) gar nicht ein, dass aus fleißigen Aktstunden jemals Kunst werden könnte … Ich sollte ein Mensch werden vor allem, die Kunst würde dann draus folgern." nicht Akt Akt für Akt zeichnen und nach starren Regeln der Kunst komponieren sondern seine "voller Leben durchtränkte Beziehung zur Wirklichkeit" in Kunst umsetzen Meine Bude, 1896, Feder, Pinsel und Bleistift auf Zeichenkarton, Paul Klee (Zentrum Paul Klee, Bern) meinebude.jpg Bedürfnis nach absoluter Form 1901 - 1902 (21 / 22 Jahre alt) erste Italienreise studierte "mit den Augen und den schöpferischen Intentionen des produktiven Künstlers" Werke der Antike Antike und Renaissance Renaissance Bildung eigenes Urteil über Kunstwerke "So weit bin ich jetzt, dass ich die große Kultur der Antike und ihre Renaissance überblicke. Nur zu unserer Zeit kann ich mir kein künstlerisches Verhältnis denken Und unzeitgemäß etwas leisten zu wollen kommt mir suspekt vor. Große Ratlosigkeit." "Ich will mir insbesondere nie vorwerfen, dass ich aus Unkenntnis verzeichne." während Italienreise: "Ich will die meisten Fäden, die mich mit früher verbinden, durchschnitten wissen." / "Ich trenne mich, von denen ich lernte. Undank der Schule! Was belibt mir dann? Nur Zukunft." künstlerische Selbstfindung in der Folgezeit / Ausbildung eigenständiger Gestaltungsweise "Die Kunst, das Leben zu meistern, ist die Grundbedingung zu allen weiteren Äußerungen … Nicht nur das Leben in Praxis zu meistern, sondern greifbar innerlich zu gestalten und einen möglichst entwickelten Punkt dabei einzunehmen" "Ich hoffe immer, dass Echtheit des Wollens mehr Hemmung für mich sei als mangelndes Können" arbeitete hart / diszipliniert, aber mit Leichtigkeit, die Intuition Raum lässt zeichnete, radierte, malte gelegentlich, machte Naturstudien, fotografierte, studierte Anatomie mit Medizinstudenten, unternahm botanische Versuche, dichtete, las viel zwischendurch längere Pausen, "seiner Arbeit nicht zum Schaden" Entwicklung als Künstler / Kunsttheoretiker / Hochschullehrer durch 3 Aktivitäten 1 Erweiterung Kenntnisse über bedeutende Werke der Weltkunst in eigener Anschauung / Auseinandersetzung mit Gestaltungsweisen und zeitgenössischen Bestrebungen 2 intensive bildnerische Erkundungen / Herausfinden eigenes bildnerisches Weltverhältnis 3 auf eigene Kunstproduktion und -rezeption basierende Reflektieren über Kunst und künstlerischer Prozesse "Denn, dass ich nicht mit einiger Regelmäßigkeit gute Bilder male, resultiert eben aus meiner mangelnden Kenntnis von der Art eines guten Einzelwerkes" bei van Goghs Zeichnungen / Bildern und Ensors Grafiken bewusst geworden, dass Kunstwerk über Naturalismus hinausgeht, wenn Linie "als selbstständiges bildnerisches Element auftritt" Wunsch zwischen frühem (menschlich schön, aber als Maler weniger gut) und spätem (wunderbarer Künstler, aber gezeichneter Mensch) van Gogh Vincent van Gogh Mittelweg zu finden Reduktion der sichtbaren Naturerscheinung aktive Wirkung von "Zwischenräumen" erkundete Gestaltungsmittel und -prinzipien nicht auf "Vorrat" nur die, die bei Realisierung seines Weltverhältnisses und Aussageabsichten am besten dienen konnten bemüht um Ausbildung und Ausprägung seiner eigenen Gestaltungsweise Kunst steht über Wissen, Wissen nur Teil der Kunst negative Haltung gegenüber Theoretisiererei Ablehnung Annahme, man könne zur Kunst gelangen, wenn man nur die Theorie richtig anwendet Kunst in Umbruchssituation "Welch ein […] Schicksal, Waage zu sein zwischen hüben und drüben" "Dabei sei es nützlich und unerlässlich, sich auf die 'Uranfänge von Kunst' zu besinnen, wie man sie in den Bildnereien der Kinder, der naiven Maler, der Naturvölker und der Geisteskranken antreffe" Streben nach Einfachheit / Reduktion auf einfache Formen bei Wahrung eigenständiger Wirkung weitverzweigter Prozess in der Kunst des frühen 20. Jahrhundert im Konstruktivismus Konstruktivismus radikal radikal geäußert "In hellen Momenten überblicke ich nun zuweilen zwölf Jahre Geschichte des eigenen inneren Ichs. Das krampfige Ich zuerst, jenes Ich mit großen Scheuklappen, dann der Wegfall der Scheuklappen und des Ichs, jetzt allmählich wieder ein Ich ohne Scheuklappen." Kunstkritik Pullmann & Muse Muse "Der Feuerlöscher Feuerlöscher ", 28/30 Objekt (wie Punkt) im Kunstkontext = kein normales Objekt Muss Kunst als Kunst erkannt werden können? Ist es Kunst, wenn nur der Hinweis (Betitelung) darauf es zur Kunst macht? Musen-Dogma: "Ein Kunstwerk, das den Nachweis seiner Mittel nicht mit sich führt, ist kein Kunstwerk." ansonsten fällt Objekt in Lebenswelt zurück Feuerlöscher in Kunstraum wird zur Kunst, wenn von anderen Kunstobjekten nicht unterscheidbar Feuerlöscher = indirekte (ungewollte) Kritik am neuen Kunstbegriff "Wenn ein Verrückter, der einen Künstler vorgibt, von einem Künstler, der einen Verrückten spielt, in nichts zu unterscheiden ist, tritt das Problem des Feuerlöschers auf." Geradenbild Geradenbild Einzelgespräch Ohme Bresenham-Algorithmus Algorithmus in Computergrafik zum Zeichnen von Geraden oder Kreisen auf Rasteranzeigen (Punkte verbinden) im 2d-Abbild "Linie" mit letztem Wert bis zum nächsten Punkt "ziehen" f() = Funktion = Abbild mit mehreren Abbildern arbeiten (4 Verzerrungen) alpha, beta = Übergangsbereich-Zahlen / Wichtung bei jedem Punkt Summe von alpha und beta = 1 Wichtung mit map (je nach Bereich andere Wichtungen für Funktionen) map(px,30,50,0,1); 30 und 50: Zwischenbereich, in dem der Übergang stattfinden soll (bei 40 ist Verzerrungswechsel) constrain(); kleiner als 1. Wert = 1. Wert; Wert größer als 2. Wert = 2. Wert (abschneiden) Goldener Schnitt in Musik XY-Plotter Robot, ansteuerbar mit Arduino Arduino xy-plotter-robot.jpg Vorbereitung Testdrucke auf Plotter, PDF A0 führende Nullen einfügen: nf(a, 10);