Vordiplom

Samstag, 19. April 2014

Vordiplom Vordiplom Auszug E-Mail an Kempe, Begründung besonderer Präsentation "Zwar kann durch Präsentation auf zum Beispiel fünf Monitoren gezeigt werden, dass es hierbei um fünf verschiedene Rollen geht. Aber es lässt die Eigenschaften des Internet außen vor." "1) Personen werden gegoogelt, um mehr über sie zu erfahren. Diese Informationsbeschaffung ist Teil meiner Arbeit." "2) Wer eine Person im Internet sucht, wird eventuell nur das erste Suchergebnis aufrufen und sich dadurch ein eindeutiges Bild von der Person machen." "3) Wer mehr Personen mit dem selben Namen anschaut, wird sich überlegen müssen, welche nun die ist, über die man mehr erfahren wollte." "4) Einige Ergebnisse werden eventuell ignoriert oder da sie erst auf späteren Ergebnis-Seiten erscheinen einfach nicht entdeckt. Diese nicht aufgerufenen Informationen könnten aber eigentlich ein Treffer gewesen sein und die persönliche Sicht zu einer Person verändern." "5) Ich suche im Normalfall keine Person über einen in einer Ausstellung fest installierten Computer." "Das Finden an sich ist etwas sehr persönliches. Die dabei gemachten Erfahrungen sind immer einmalig (verstärkt durch die aufkommenden auf den User individuell Individualität zugeschnittenen Such-Ergebnisse)." "Deshalb halte ich es für sinnvoll, wenn wie folgt vorgegangen wird: Die Kommissionsmitglieder werden per E-Mail darüber informiert, dass sie im Internet nach meinem Namen suchen sollen. Das Suchen und Finden ersetzt die eigentliche 15-minütige Präsentation der Arbeit. Bei dem Treffen (im Klassenraum, der nicht extra dafür präpariert wird) wird dann die Arbeit besprochen. Vielleicht tauchen während der Besprechung Friedrich-Fröhlich-Websites auf, die von Kommissions-Mitgliedern gar nicht gefunden wurden?" "Friedrich Fröhlich gibt es nicht begrenzt auf fünf fest installierten Monitoren. Friedrich Fröhlich gibt es in der Form, wie ihn seine Umgebung sucht und findet. Es ist Netzkunst net.art und funktioniert meiner Meinung nach nur dort." "Was meinst du? Ist das verständlich?" bisher (24.4.) unbeantwortet
Diese Netzpublikation gibt Einblick in mein Kunststudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig von 2012 bis 2018. Ich möchte niemandem schaden, sondern meine Studienzeit in all ihrer Komplexität festhalten – in Bezug auf das Studium, die Kunst im Allgemeinen und meine eigene Arbeit. Fehlerhafte Informationen sind ungewollt Teil der Notizen, bedingt durch meinen Wissensstand und teils unleserliche handschriftliche Notizen. Zitate sind nur dann angegeben, wenn ich sicher bin, dass sie korrekt wiedergegeben wurden, auch wenn sie aus dem Zusammenhang gerissen sind. Meine künstlerische Arbeit thematisiert vor allem Suche und Zweifel. Gespräche mit Professoren und Dozenten fließen in meine Notizen und meine künstlerische Entwicklung ein.

Leipzig, 13. Dezember 2016