[X] Aufzeichnungen eines Kunststudenten
2012-2018
Subjektiv, unvollständig, nicht fehlerfrei. (1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten.
(2) Mich interessieren dabei lediglich Informationen, die mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner künstlerischen Arbeit im Speziellen zu tun haben.
(3) Rechtschreibfehler und Fehlinformationen sind ungewollt Teil der Notizen geworden. Sie sind meinem aktuellen Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen, meinen Ohren und den temporären schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(4) Zitate sind nur markiert, wenn ich mir sicher bin, dass es genau so gesagt wurde. Da ich mich keines Aufnahmegerätes bediene, sind die Zitate natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig. Es sind Äußerungen, die ich zum Beispiel sympathisch fand. Darüber dürfen sich Zitierte freuen!
(5) Ich bin auf der Suche. Die Frage Was ist Kunst? spielt in meinem Studium eine große Rolle. Auch meine künstlerische Arbeit hat immer die Suche und den Zweifel zum Thema. Deshalb nehme ich gerne in Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten deren Sicht wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Nur deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, aktiver Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Kunstmarkt Kunstmarkt Workshop Die eigene Kunst vermarkten SMILE, AKAD Hochschule Leipzig 1 Fakten & Potenziale des Kunstmarktes 2 Geschäftsmodelle und Strategien A meine Ziele als Künstler B Warum bin ich Künstler geworden? C mein Selbstverständnis "mit eigenen Arbeiten / Themengebieten gut bis sehr gut leben können", "ohne großer Infrastruktur, Direktverkauf" häufige Gründe für Entscheidung Künstler zu sein: Selbstbestimmung (Arbeitsinhalte und Zeit), Ideale, das "große Geld" der Künstlerberuf Zugang und Voraussetzungen A Zugang offen, "Künstler kann sich jeder nennen" B Akademie oder Quereinsteiger dreifacher Arbeitsalltag künstlerische Arbeit = Kunst Arbeit als Existenzsicherung = Job Verwaltungsarbeit = Selbstvermarktung Rolle des Künstlers: Unternehmer, Produzent, Verkäufer, Selbstdarsteller, Pädagoge Soziale Risiken: wirtschaftliche Schwankungen, permanenter Leistungsdruck, Einnahmenungleichheit, unter Wert verkauft, Abhängigkeiten, Isolation KSK-Zahlen / Statistiken (rund 62.000 Versicherte im Bereich Bildende Kunst, 1.100 Euro durchschnittliches Einkommen) Arbeitsmarkt des Künstlers A öffentlicher Kulturbetrieb (Museen, Theater, staatliche Träger) B gemeinnütziger Kulturetrieb (Stiftungen, Vereine, Verbände) C privatwirtschaftlicher Kunstbetrieb (Künstler & Kunstmarkt) (meine) Definition von Kunst: zeitabhängig anerkannt/nicht anerkannt, "Kunst ist das, was der Mensch als Kunst definiert" Kampf um Aufmerksamkeit: ist ein bedeutender Faktor in der Wirtschaftswelt Problem: Knappheit und Kurzlebigkeit Welche Strategien können angewandt werden? A Prominenz B Provokation (Sex, Gewalt) C ideelle Ebene (Prestigegewinn, emotionales Erlebnis) "Zeige mir, wer über Dich schreibt, und ich sage dir, ob du Erfolg Erfolg haben wirst" Was ist der Kunstbetrieb: Maschinerie? Notwendigkeit, um Geld zu machen? "… ist der marktmäßige Betrieb rund um die Kunst" Was ist der Kunstmarkt: Kunst als Ware? Trennung verschiedener Kontextsysteme notwendig "System Kunst": Kunst = Kunst "System Kunstmarkt": Kunst = Handelsware "System Kunstbetrieb": Kunst als Ausgangspunkt des marktorientierten Betriebs Kunstmarkt: heterogene Struktur, viele Einzelmärkte, Differenzierung nach Ort, Preis, Gattung, Epoche Handelsformen und Handelsort privater Einzelhandel (Galerien, Kunsthandlungen, Kunstmessen, private Händler, Internet) Auktionshaus (Auktionshäuser und Internet-AH) Regeln für den Markteintritt: 1 jung sein :-) 2 etwas Neues bieten 3 Wiedererkennungswert Interaktionen im Kunstmarkt A Nachfrageseite: Bedarf an ästhetischer Neuheit B Angebotsseite: Neuheiten werden angeboten C Nachfrageseite: Aufmerksamkeit (Aufbau des Künstlers beginnt) D Angebotsseite: Publizität, Nachfrage, Preise steigen, Erfolg des Künstlers setzt ein E Nachfrageseite: Ästhetisches Auge wird am ökonomisch erfolgreichem Werk geschult F Angebotsseite: Steigerung Bekanntheitsgrad G Nachfrageseite: Ästhetischer Wert erschließt sich immer mehr Personen H Angebotsseite: kommerzielle Verwertung durch Reproduktion, Auflagen, aber auch Design und Mode Kunstmarktteilnehmer Produzenten (Künstler) Vermittler (Galerien, Kunsthändler, art consults, Auktionshäuser) Nachfrager (öffentliche Museen, private Museen, Privatpersonen, Unternehmer, Kunstauktionen, Vermittler) Kunst und die Gesellschaft Kunstschaffen ist immer eine soziale Handlung [?] Rebell & Gesellschaftskritik, Frei- / Querdenker, Ambivalenz zwischen Exklusivität und breitem Publikum Rolle des Galeristen: Entdecker, Förderer, Vermittler, Türöffner, Hersteller von Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit, "Fadenzieher" im Zentrum des Kunstmarktes nach welchen Kriterien wählen Galerien aus? persönliche Überzeugung (91%), Stilrichtung (56%), bisheriger Werdegang (32%), Marktorientierung (25%), künstlerische Ausbildung (18%), Ort der Ausbildung (7%), Lehrer in Ausbildung (7%) Akteure Kunstmessen "the place to be" für Künstler: extrem wichtig (breites Publikum) für Galeristen: risikoreich (hohe Investition)