× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Kritzel ohne Bedeutung / Benennung (gezeichnet nach Vorlage von Mädchen), Buntstift und Filzstift auf Papier, 21 x 29,7 cm, 31
Kritzel ohne Bedeutung / Benennung (gezeichnet nach Vorlage von Mädchen), Buntstift und Filzstift auf Papier, 21 x 29,7 cm, 31
Kombination benannter und unbenannter Elemente (Junge)
Kombination benannter und unbenannter Elemente (Junge)
Beschreibung der Lebenswelt (Mädchen)
Beschreibung der Lebenswelt (Mädchen)
Komposition - fiktive Darstellung (Mädchen)
Komposition - fiktive Darstellung (Mädchen)
Komposition - fiktive Darstellung (Mädchen)
Komposition - fiktive Darstellung (Mädchen)
Kinderzeichnung Kinderzeichnung "Rekonstruktion der kommunikativen Bedeutung von Kinderzeichnungen: Typen kindlicher Bildproduktion", Rita Balakrishnan, Heike Drexler und Elfriede Billmann-Mahecha 1011 Zeichnungen von Vorschulkindern videographiert Ausgangspunkt der Typenbildung: Analyse von Zeichenprozess, Endprodukt und Erklärungen des Kindes kindliche Darstellungsabsichten: 1 Einfache Darstellungen Intention Intention zur grafischen Abbildung dominiert 2 Beschreibung von Weltwissen eigene Vorstellungen werden zum Ausdruck gebracht und erklärt 3 Erzählbilder (Fantasie-)Geschichte wird entwickelt und erzählt Typ 1 überwiegt im jungen Vorschulalter "Das Zusammenspiel von Zeichnung und Sprache" Verhältnis der Zeichnung zur Verbalisierung kaum systematisch verfolgt Sprache: 1 begleitende Aussage des Kindes zu dem Bild 2 Zeichnung als Ganzes als zeichnerisch-bildliche Ausdrucksform zu verstehen, die sprachlich interpretiert wird bekannte entwicklungsbezogene Systematisierung von Kinderzeichnungen: Georges-Henri Luquet (1876 - 1965), Anfang 20. Jahrhundert Martin Schuster ("Psychologie der Kinderzeichnung") sieht drei Entwicklungsphasen 1 Kritzelphase 2 Schemaphase 3 Versuch der realistischen Zeichnung Siegfried Levinstein ("Das Kind als Künstler") Sprache als Funktion der Zeichnung selbst Zeichnung würde von jungen Kindern als Sprachersatz benutzt ginge nicht um exakte Darstellung oder um ästhetisches Gefühl zum Ausdruck zu bringen Luquet bezeichnet Kinderzeichnung als nutzlos, diene keinem Zweck aktuelle Abhandlungen gehen auf (vermeintliche) Aufdeckung Persönlichkeit oder traumatischer Erfahrungen ein "Typologie von Kinderzeichnungen" Bei Untersuchung Kindergartenkinder beim Zeichnen beobachtet, mit Eigendynamik, ohne Intervention für kontextsensitive Interpretation: u. a. Entwicklungskontext, Vorlieben und Interessen, generelles Malverhalten in Auswertung einbezogen Typen und ihre Subkategorien zu 1: Einfache Darstellung A Kritzel ohne Benennung / Bedeutung mit einer Farbe oder mehreren Stiften unerkennbare Formen bei Nachfrage: "weiß ich nicht" (siehe Emma Emma ) "Häufig scheint auch die Freude am Malen selbst, am Spuren-Hinterlassen oder am Gestalten des Blattes zu dominieren." Kritzel ohne Bedeutung / Benennung (gezeichnet nach Vorlage von Mädchen), Buntstift Buntstift und Filzstift auf Papier, 21 x 29,7 cm, 31 kinderzeichnung4-m.jpg B einzelne Elemente/Darstellungen oder Zusammenschau mehrerer Elemente ohne Beziehung zueinander einzelne Häuser, Menschen, Tiere, Sonnen C Kombination benannter und unbenannter Elemente Kombination benannter und unbenannter Elemente (Junge) kinderzeichnung5-k.jpg D Muster bei Nachfrage als "Schönes", "Buntes" bezeichnet Experimentieren mit Farben und Formen zu 2: Beschreibung von Weltwissen Erklären der Welt aus kindlicher Perspektive "Es scheint, als wolle das Kind mit seiner Zeichnung mitteilen, was es weiß, wie es sich die Welt vorstellt oder wie seine eigene, konkrete Umgebung aussieht." A Gegenstandswissen, Vorstellungsgehalte B Beschreibung der Lebenswelt Beschreibung der Lebenswelt (Mädchen) kinderzeichnung6-k.jpg direkte soziale oder dingliche Umwelt (wie Kinderzimmer oder Zoobesuch) C Komposition - einfache Situationsdarstellung D Komposition - fiktive Darstellung Komposition - fiktive Darstellung (Mädchen) kinderzeichnung7-k.jpg beziehen sich auf Fantasie- oder Märchenwelten zu 3: Erzählbilder A isolierte Erzählung, lineare Erzählung oder strukturierte Erzählung B fiktiv Komposition - fiktive Darstellung (Mädchen) kinderzeichnung8-k.jpg C Vorstellungsgehalte D Lebensweltbezug Merkmalsraum der Typen