× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Kunstkritik

Raumansicht Anfang Tag
Raumansicht Anfang Tag
Raumansicht Ende Tag
Raumansicht Ende Tag
Standpunkt Diplom Arbeit Kunstkritik verhüllt verhüllt Büste Büste Geradenbild Geradenbild Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Wie gestern in einem Gespräch … Wie ich gestern in einem Gespräch mitbekam, sind in den Arbeiten …
  • [Schlucken.]
  • … viele Themen …
  • [Klick.]
  • Oder werden in den Arbeiten viele Themen behandelt, die ich gar nicht mit … ähm …bedacht habe.
  • Das sind Sachen, die … sehr abstrakt sind. Also wo ich gedanklich gar nicht mitkommen kann.
  • Ich bin da weniger Theoretiker.
  • [Schlucken.]
  • Und ich muss da sagen: Ähm … Was mich da getrieben hat, das war die [Sperren: Neugier].
  • [Schlucken.]
  • Die … ähm … Büste. Da mag viel mitschwingen. Sowas, na ja, wie die Büste über die Jahrhunderte … ähm … behandelt wurde. Was sie für die Gesellschaft bedeutet hat. Ähm … Welche Formen es davon gibt. Was das über das Selbst aussagt. Ähm … Über Inszenierung Inszenierung !
  • Was weiß ich.
  • Aber das sind alles so Sachen, die haben mich da überhaupt nicht … ähm … dazu bewegt, … ähm … diese Büste zu modellieren. Sondern das war tatsächlich die …
  • Neugier!
  • Zu … ähm … Verstehen zu wollen, wie der Kopf funktioniert. Oder wie [Sperren: ein] Kopf funktioniert.
  • Das selbe eben beim Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt .
  • Was ist … Was ist der Körper?
  • Wie … Einfach mal selbst vermessen! Einfach mal selbst … ähm … modellieren, um zu sehen …
  • [Schlucken.]
  • Oder eben um zu verstehen, wie er … wie er funktioniert.
  • Natürlich nur oberflächlich.
  • Also … Ich taste mich da sozusagen langsam heran.
  • Aber: Die [Sperren: Neugier] war's.
  • Bei den Geradenbildern und bei den verhüllten Arbeiten habe ich tatsächlich mal einen anderen Ansatz gehabt. Also egal, um welche Arbeit es sich handelt: Es spielt immer eine Rolle … ähm …
  • Ursprung Ursprung ist halt ein blödes Wort.
  • Ähm … Zu einem [Sperren: Anfang] zu kommen. Oder zu gehen. Weil ich irgendwelche Fragen habe, die, wenn ich mittendrinne anfange, nicht beantwortet bekomme.
  • Bei den Geradenbilder war es, dass ich das Gefühl hatte, … ähm … ich möchte nicht auf anderer Arbeit aufbauen. Ähm … Weil ich dann nicht verstehen kann, was meine eigene Arbeit ausdrücken kann.
  • [Schlucken.]
  • Und deshalb wollte ich eben zum … zu einem ganz einfachen Element. Mit dem ich sozusagen anfange.
  • Spielerisch.
  • Ähm … Voranzukommen.
  • Also selbst etwas zu entwickeln. Von anfang an. Wo ich so sagen … Selbst nachvollziehen kann, wie es entstanden ist.
  • So wie ich dazu gekommen bin.
  • Und das war eben die Gerade. Davor der Punkt.
  • Der Punkt, wie ich dann eben … äh … auch selbst in Texten geschrieben habe, für mich …
  • Der ist tot! Und erst die Linie, oder die Gerade, die ist die erste Bewegung.
  • Später habe ich dann von Kandinsky Wassily Kandinsky so etwas Ähnliches auch gelesen. Und … Ja. Das war sozusagen: Einfach gucken, … ähm … Beim Kleinsten sozusagen anfangen und schauen, … ähm … was sich daraus entwickelt.
  • Bei den verhüllten Arbeiten ist es wieder etwas … etwas anderes der Grund gewesen.
  • Da gibt es bestimmt auch viele Gedankengänge, … ähm … die ich alle nicht berücksichtige! Habe mich da … Oder das hat mich ja selbst beschäftigt, mit den religiösen Ansätzen der Verhüllung.
  • [Schlucken.]
  • Ähm … Dort war es eben die … ähm … der Zweifel Zweifel . So ein großes Wort. Sondern so ein …
  • Na das Hinterfragen der eigenen Arbeit. Aber eben auch die der anderen. Die ich gesehen habe.
  • Ob das … Na ja. Das war halt so meine Reaktion. Zum einen eben der Wunsch, etwas zeigen zu wollen.
  • Der Mensch hat den Wunsch gesehen zu werden. Von anderen beachtet zu werden.
  • Und gleichzeitig sich aber wieder zurückzunehmen. Ähm …
  • Warum auch immer!
  • Das kann ich jetzt ja auch viel drüber nachdenken. Ähm … Aber ich behaupte, selbst dort war es die [Sperren: Neugier] zu sehen, … ähm … was passiert, wenn ich eine Arbeit eben in eine Box reintue und ausstelle. So.
  • Ich habe viel darüber geschrieben. Aber eigentlich: Neugier ist das zentrale Motiv.
  • Und, neben der Neugier, so ein … so ein … so eine Anfangsidee.
  • Es ist ja auch wieder zu so einem Anfang. Zu zeigen, nichts zu sehen. Oder eben nichts zu sehen erst einmal. Und daraus entwickelt sich vielleicht etwas.
  • Wenn auch nur im Kopf!
  • Also bei all den Arbeiten … ähm … gibt es eine Frage nach einem [Sperren: Anfang].
  • Ob jetzt im … ähm … in der Technik. Wie bei der Plastik eben. Modellieren. Technik.
  • Dann die Büste nehmen. Ähm …
  • Wie beim grafischen Element der Linie. Woraus besteht ein Bild? Oder was wäre da der kleinste … oder die kleinste Einheit? Abgesehen vom Punkt.
  • Oder eben so ein gedanklicher Anfang. Nichts sehen. Und aus dem Nichtsehen entstehen dann erst etwas.
  • Und … ähm … Jetzt eben von dem Komplex abgesehen: Einfach [Sperren: pure Neugier].
  • Auch bei den Fotocollagen. Schauen, was passiert denn jetzt, wenn ich ein Foto zerreise und neu zusammensetze?
  • Einfach gucken, was passiert!
  • Neugier halt!
  • Und das ist vielleicht wichtig, dass ich das dann … na ja … bei dem Gespräch eben … ähm … Egal, was jetzt an Gedankengängen kommen. Die sind interessant. Das gefällt mir, was alles entstehen kann. An Zusammenhängen.
  • Da hat ja jeder … Da hat ja jeder einen anderen Zugang zu. Das ist das Schöne daran. Auch wenn ich jetzt eben nur ein einfaches Motiv wie ein Selbstbild nehme. Und Techniken, die … die ziemlich leicht zu verstehen sind. Nachzuvollziehen sind. Eigentlich. Oder Stil, der sehr einfach nachzuvollziehen ist.
  • Da gibt es halt viele unterschiedliche Ansätze, wie man da ran gehen kann.
  • Meiner ist halt anscheinend das Interesse und irgendwie immer die Suche nach irgendwie einem Anfang.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Diplom Arbeit Aufbau im Klassenraum Zustand 1 Raumansicht Anfang Tag diplomklasse2-1-m.jpg Raumansicht Ende Tag diplomklasse3-4-k.jpg Zustand 2
Standpunkt Kunstkritik Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Nachts im Bett. Es knallt.]
  • Der Mensch hat verlernt …
  • [Klick.]
  • … ein Bild einfach nur [Sperren: anzusehen].
  • [Knall.]
  • [Klick.]
  • Es einfach nur vielleicht schön zu finden.
  • [Knall.]
  • Es einfach vielleicht nur abzulehnen.
  • Stattdessen wird …
  • [Katze Ramses meckert.]
  • … ein Gedankenkonstrukt drumherum gebaut.
  • [Katze meckert.]
  • Was der Betrachter so verinnerlicht hat, im Sehen, dass er selbst schon danach verlangt.
  • Er hat verlernt ein Bild [Sperren: anzusehen].
  • [Knall.]
  • Er denkt, es könne sich nur noch vermitteln durch Text.
  • Durch Sprache.
  • Selbst [Sperren: ich] glaube, inzwischen, ohne drüber nachzudenken, dem beigefügtem Wort.
  • [Klick.]
  • Das ist ganz unkritisch.
  • [Klick.]
  • Dabei ist doch das Wort, der Katalog dazu, der Begleittext, …
  • [Schlucken.]
  • … nicht die ganze Zeit dabei. Wenn das Bild hängt.
  • [Knall.]
  • Sondern was am Ende übrig bleibt, sichtbar bleibt, ist das Bild. Das muss also für sich selbst stehen.
  • [Sperren: Können.]
  • Und das kann nur für sich selbst stehen, wenn der Betrachter es für sich selbst stehen [Sperren: lässt].
  • Also auch lernt, es einfach alleine stehen zu lassen. Und ansehen zu können.
  • [Klick.]
  • Auf der anderen Seite muss natürlich der Schaffende, der Künstler, …
  • [Klick.]
  • … sich bewusst dafür entschlossen haben, aus diesem …
  • [Klick.]
  • … Gedankenzirkel, sich selbst wieder davon zu befreien. Er ist gar nicht in der Lage, eine Arbeit zu machen, ohne sie gleichzeitig selbst in Schubladen zu stecken.
  • Zumindest ich bin es nicht mehr.
  • Und das ist doch eigentlich traurig.
  • Ich sehe es ja auch an den ganzen Selbstbeschreibungen. An den Texten, die Künstler über sich selbst verfassen. Dass sie sich selbst schon irgendwo hinein verorten.
  • [Sperren: Wollen.]
  • Nicht mehr weil sie [Sperren: müssen]. Zwar ist es …
  • [Schlucken.]
  • [Klick.]
  • … gewünscht, dass er sich auch selbst beschreiben kann. Aber er [Sperren: möchte] es auch von sich aus. Inzwischen.
  • [Knall.]
  • [Klick.]
  • Damit schränkt er sich doch aber eigentlich ein.
  • Er [Sperren: will] sich einschränken.
  • [Klick.]
  • Er [Sperren: muss] sich sogar einschränken. In einer Zeit, wo es keine Beschränkung mehr gibt.
  • [Klick.]
  • Das ist also menschlich.
  • [Klick.]
  • Ich glaube aber, dem Künstler täte es besser, wenn er sich aus diesem Konstrukt eben wieder befreit.
  • [Knall.]
  • Das [Sperren: Umfeld] von Kunst …
  • [Knall.]
  • … ist schon geordnet genung. Der Künstler engt sich in allen anderen Bereichen ebenfalls ein. Da kann er sich doch …
  • [Knall.]
  • … diesen einen Bereich offen lassen!
  • Das heißt nicht, dass er sich nicht konzentrieren soll. Das heißt nicht, dass er nicht lernen soll.
  • [Klick.]
  • Dass er nicht handwerklich gut sein soll.
  • [Schlucken.]
  • Ich denke sogar, das ist eher eine Voraussetzung. Auch wenn ich das bei mir selbst noch nicht wirklich sehe. Erkennen kann. Was ich sehr kritisch finde.
  • Wo es in mir drinne aber eben ein Konflikt gibt. Wo ich merke, ich möchte es zwar, aber mir fehlt … der Antrieb dazu.
  • [Klick.]
  • [Klick.]
  • So oder so kann ich ja aber auch … mich von einem Themen…
  • [Klick.]
  • …katalog [Sperren: freisagen].
  • [Klick.]
  • Warum [Sperren: muss], warum [Sperren: soll] ich mich denn gleich … äh … verorten? Warum muss ich … äh … für mich auch selbst … ähm … herausfinden, warum ich … äh … Selbstbildnisse mache? Warum kann ich das nicht einfach stehen lassen?
  • Natürlich spricht auch da nichts dagegen. Sich Gedanken zu machen, über … über dieses Themenfeld. Ähm …
  • [Klick.]
  • Sich über andere Künstler informieren.
  • [Knall.]
  • Was sie mit dem Selbstbild gemacht haben.
  • [Schlucken.]
  • [Knall.]
  • [Knall.]
  • Aber es sollte nicht zur Voraussetzung dafür werden, etwas zeigen zu können. Und das wird es aber. Wenn ich mir Ausstellungstexte anschaue.
  • Das ist ein …
  • [Klick.]
  • Eine Spirale.
  • Irgendwer hat mal angefangen. Der Künstler oder der Galerist. Der Vermittler. Oder der Betrachter. Einer von dreien, oder alle gleichzeitig, hatten den Drang, etwas verstehen zu wollen, etwas zu [Sperren: vermitteln], oder etwas … eben … vermittelt zu bekommen. Und der andere musste dann darauf einsteigen.
  • So schaukelt sich das immer weiter hoch. Und am Ende wollen es alle.
  • Dadurch wird es aber hohl.
  • [Klick.]
  • [Knall.]
  • Dadurch wird es nicht mehr … Dadurch kann eine Arbeit am Ende nicht mehr für sich stehen.
  • [Schlucken.]
  • Sondern wird nur noch mit dem Kopf gesehen.
  • [Klick.]
  • Ja! Ich selbst kann auch Arbeiten nicht frei vom Kopf sehen. Ich habe enorme Schwierigkeiten damit. Zum Beispiel …
  • [Klick.]
  • Mit der Arbeit einer Tänzerin, die ich kenne. Die es eben nicht … äh … vermittelt. Nicht mit einfachen Worten vermittelt. Was sie tut. Und ich eben damit keinen Zugang zu dem Tanz finde. Und das liegt aber eigentlich nur daran, dass ich eben gelernt habe, einen Text dazu zu sehen. Lesen zu können. Der mir erklärt, was ich sehe. Was ich zu sehen [Sperren: habe]. Der … Themenfelder aufweist, die drinnen vorkommen. In der Arbeit.
  • [Schlucken.]
  • Und ohne diesem Text, ohne dieser Begleitung, schaffe ich es nicht, mir eine Arbeit, einen Tanz, einfach anzusehen.
  • Und hinzunehmen!
  • [Klick.]
  • Das wird bestimmt die, [Sperren: meine], Aufgabe nach dem Studium sein. Mich davon loszulösen. Und zwar nicht nur bei anderen. Also wenn ich in Museen bin. Sondern auch bei meiner eigenen Arbeit.
  • Denn die Arbeiten, die ich selbst …
  • [Klick.]
  • … gut finde, sind eben die, die, meiner Meinung nach, nicht vom Künstler selbst begründet werden.
  • So ist es bei den Höhlenmalern so. Die nichts mehr dazu sagen können!
  • [Knall.]
  • Das ist bei Kinderzeichnungen Kinderzeichnung so.
  • [Schlucken.]
  • Und das ist bei Arbeiten psychisch Kranker so.
  • Wo, als ich, zum Beispiel, in einer Galerie fragte, … äh … ob es denn einen Katalog dazu gibt, wo die psychisch Kranken zu ihren eigenen Arbeiten etwas sagen.
  • Also was sie damit ausdrücken. Und so weiter.
  • Wurde hin und her telefoniert. Und mir danach gesagt: Nein, das gibt es nicht.
  • Die wollen eben die … die Künstler davon [Sperren: fernhalten]. Die wollen, dass sie einfach einen Freiraum haben. Einen Raum, wo sie etwas tun können. Und eben nicht in diesen … Um eben nicht in diese … in diesen … in diesen … in diese Spirale hineinzukommen.
  • Vielleicht kämen sie es auch gar nicht. Weil sie gar nicht … Weil viele vielleicht gar nicht so … so … denken. Wenn man da nicht hineingeboren wird. Wenn man eh schon in der Kunstwelt … sozusagen … von Außen geguckt hat. Also die Outsider Art. Dann hat man ja gar nicht gelernt … ähm … Oder dann hat man gelernt, eigentlich, … äh … von … also befreit zu sein, von diesen ganzen … äh … ähm … ähm … Texten. Von den ganzen Hintergrundinformationen.
  • Und man kann einfach [Sperren: tun].
  • Ich weiß, dass ich dahin nicht mehr kommen werde. Das geht nicht. Wenn man einmal in diesem System drinne war.
  • Aber ich denke schon, dass ich … äh … es schaffen kann, nach dem Studium, mich langsam wieder umzu…
  • …erziehen.
  • [Schlucken.]
  • [Klick.]
  • Vielleicht kommt da nur Müll raus!
  • Vielleicht kommen da nur Sachen raus, die … ähm …
  • [Klick.]
  • Ja, mit denen ich selbst nichts mehr anfangen kann. Was weiß ich!
  • Aber, das habe ich jetzt auch gelernt: [Sperren: Ausprobieren].
  • [Aufnahme Ende.]
Standpunkt Diplom Arbeit Kunstkritik Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Nach dem Aufstehen. Kaffee trinken. Am Arbeitstisch.]
  • Letztens kam ja … so eine … oder [Sperren: die] Frage. Warum … ähm … bei dem Bild, wo das Auge … so hervorsticht, in seiner Wirkung …
  • Und ich wusste darauf keine Antwort.
  • [Schlucken.]
  • Ich habe mich um eine Antwort … ähm … gewunden!
  • [Klick.]
  • Das ist das selbe wie beim Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt . Wo ich genauso fragen würde oder könnte: Warum sehen meine Füße wie Socken aus? Warum habe ich … ähm … das eine Knie … ähm …
  • [Schlucken.]
  • [Klick.]
  • … mit starken Strichen hervorgehoben?
  • [Schlucken.]
  • [Klick.]
  • Warum ist mein Oberkörper so leicht zur Seite geneigt? Und leicht aufgebläht?
  • Ich bin selbst so einer, der gerne … nicht nur überinterpretiert, sondern … ähm … alles hinterfragt. Das habe ich aber auch in der Hochschule gelernt.
  • [Schlucken.]
  • Und ich merke jetzt, wie wichtig es eigentlich ist, Dinge einfach auch stehen zu lassen. Und das merke ich daran, dass ich bei meinen eigenen Arbeiten gar nicht ehrlich alles begründen [Sperren: kann]! Und es … Und ich schlussendlich auch nicht alles begründen [Sperren: möchte].
  • [Klick.]
  • Denn viele Begründungen, die gegeben werden, kommen mir so vor, als würden sie nur gegeben werden, [Sperren: weil] eine Begründung gebraucht wird.
  • Der Mensch sucht eine Antwort.
  • Er sucht eine Begründung für etwas, was er nicht versteht.
  • Und da ist Kunst nun einmal ganz groß drinne. Dinge zu zeigen, die nicht alltäglich sind. Die Fragen aufwerfen. Und dieser Konflikt zwischen dem Menschlichen, dem alles … ähm … ähm … eine Antwort abzuverlangen, … und dem … und der künstlerischen Arbeit … ähm …, die geradezu … ähm … Offenheit fordert, der ist eigentlich … sehr schön!
  • [Schlucken.]
  • [Klick.]
  • Und den sollte ich auch nicht überpinseln. Mit … ähm … einfachen Antworten.
  • Ich hab's ja gemerkt bei den Gesprächen, die ich geführt habe. Mit … äh … nennen wir sie Alltagsmenschen. Die eben nicht in den Kunstkreisen drinne sind. Wie sie … ähm … versucht haben, Begründungen zu geben, … ähm … weil man vieles … äh … gar nicht ausdrücken [Sperren: kann]. Eben wenn so ein Wort kommt wie [Sperren: schön], wie [Sperren: interessant], wie [Sperren: spannend]. Das sind so Wörter, die sagen eigentlich …
  • … gar nichts …
  • … aus. Und sie werden dann eben gebraucht, wenn einem nichts mehr einfällt. Und man trotzdem aber … ähm …, ja, trotzdem etwas dazu sagen will. Oder muss.
  • [Schlucken.]
  • [Klick.]
  • Wichtig ist dann aber eigentlich nur, dass es nicht zur reinen … ähm … Also dass man sich nicht darauf ausruht! Dass keine … Dass eigentlich gar keine Fragen gestellt werden können. Dass heißt, dass man nicht … äh … im Chaos Chaos versinkt. Ähm … Der kann sehr schön aussehen!
  • [Schlucken.]
  • Aber dass … äh … Dass es nicht zu einer [Sperren: Hülle] verkommt, die man nicht versteht, weil man sie nicht … begründen muss. Und deshalb nur Oberfläche fabriziert.
  • Dass heißt, selbst in einer Arbeit, die … die ich selbst gemacht habe und die ich … die ich aber eben nicht … aufschlüsseln kann, …
  • [Schlucken.]
  • … sollte ich nicht das Gefühl haben, dass es … äh … äh … eine rein oberflächliche Arbeit ist. Sondern dass es … äh … dieses … Geheimnis ist ein starkes Wort. Ähm … Dass diese … Dass dieses Ungeklärte … ähm … Dass hinter dem Ungeklärtem vielleicht doch etwas ist. Und es nicht nur … äh … ähm … die Oberfläche einfach ist. Die … Die unge…
  • Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll.
  • [Schlucken.]
  • Es geht mir dann eigentlich darum, dass ich mich nicht darauf ausruhe. Ähm … Arbeiten zu machen, die Fragen aufwerfen und ich aber weiß: Die muss ich nicht beantworten!
  • Also … ähm … arbeite ich einfach so, wie es gerade halt kommt.
  • Sondern dass ich schon, während ich arbeite, das Gefühl habe, … ähm … auch wenn ich … ähm … nicht im Detail … ähm … Stellung beziehen kann, … Dass ich nicht einfach drüber hinweggepfuscht bin! Sondern diese Fragen, die auftauchen, die ich nicht beantworten kann, [Sperren: offen] bleiben.
  • Weil ich selbst noch nicht … ähm … oder [Sperren: nie] … Weil ich selbst nie … ähm … alles verstehen werden kann, was ich selbst herstelle. Produziere.
  • [Klick.]
  • Ich sollte aber [Sperren: nie] in die Verlegenheit kommen, eine Begründung abzuliefern, weil eine gefragt ist.
  • Dann lieber schweigen.
  • [Aufnahme Ende.]
Diplom Arbeit Standpunkt Kunstkritik Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Gestern auf dem Bett.]
  • Was sind denn das alles für Künstler?
  • Was ist denn deren Verständnis …
  • [Klick.]
  • Ein Thema wird gegeben und sie arbeiten danach?
  • [Pause.]
  • Oder es wird kein Thema gegeben, sie schaffen sich ein Thema und arbeiten dann danach?
  • Sie müssen es ständig begründen!
  • Vor sich selbst, aber auch vor allem vor dem Publikum.
  • [Pause.]
  • [Klick.]
  • Das kann es doch gar nicht sein!
  • Auch bei den ganzen Ausschreibungen!
  • Oder bei dem Studienpreis Studienpreis .
  • Wo immer noch ein Text dazugehört. Und ich denke mal, einige schreiben dann ziemlich ausführlich.
  • [Pause.]
  • [Klick.]
  • Schreiben zu der Frage "Warum?" alles auf.
  • [Klick.]
  • [Sperren: Was] ist das für ein Verständnis?
  • [Pause.]
  • Ich glaube, ich würde mich irgendwie … missbraucht fühlen!
  • Also dass ich sozusagen Themen [Sperren: abarbeite]. Mit künstlerischen Mitteln.
  • [Klick.]
  • Da spricht doch die Arbeit gar nicht mehr … [Sperren: selbst]!
  • [Pause.]
  • Sie [Sperren: wird] missbraucht!
  • [Pause.]
  • Von einem Gedanken.
  • [Pause.]
  • Die Künstler, wenn ich das jetzt … so sehe ich das gerade, werden ja darauf [Sperren: getrimmt]!
  • So zu arbeiten.
  • Und das Publikum wird getrimmt, so zu [Sperren: Sehen]!
  • [Pause.]
  • Es [Sperren: verlangt] heutzutage ja schon nach einem Audioguide im Museum.
  • Ich habe Leute im Museum gesehen, die … die haben die Arbeit, me… so sah es aus, nicht wirklich betrachtet. Sondern sie haben auf Play gedrückt und haben sich die Information zu der Arbeit angehört.
  • [Schlucke.]
  • Waren aber gar nicht wirklich beim Sehen. Sondern beim [Sperren: Hören].
  • [Pause.]
  • Das ist wie so eine … Schleife. Oder wie so ein … wie so eine Spirale! Egal, wer damit angefangen hat, so diese Idee von … von Kunst …, die begründet werden muss oder will. Danach folgten die anderen und das zwang Zwang gleichzeitig wieder andere … ähm … darauf zu reagieren.
  • Mitzumachen!
  • Und jetzt hat sich das so gedreht …
  • Die Besucher wurden so getrimmt, dass … dass sie jetzt danach [Sperren: verlangen]. Und Nachschub gegeben werden [Sperren: muss]. Genau in dieser Form.
  • [Pause.]
  • [Klick.]
  • Aber zu was für einer Kunst wird denn das dann?
  • [Pause.]
  • Oder was wäre jetzt das Gegenteil? Also wo würde ich sagen, das geht in eine Richtung, die halt … von diesem ganzen … Gedanken-[Sperren: Gedöns] …
  • … Dieses ganze verkonzeptualisierte und immer wieder auch das mit der Gesellschaftskritik Gesellschaftskritik !
  • Mit … mit der Politik … mit der politischen Kunst!
  • [Pause.]
  • Ich kann mir vorstellen, dass … ne … das ist halt in der Zeit jetzt so. Ich weiß gar nicht, wann das angefangen hat.
  • [Schlucke.]
  • [Klick.]
  • Aber wenn ich jetzt ein Bild male, mit einem … Huhn drauf. Und reiche es irgendwo ein. Ohne einer Begründung. Dann hat das Huhn keinen [Sperren: Wert].
  • Den bekommt es erst, oder die … die …
  • [Klick.]
  • … den Sinn bekommt dieses gemalte Huhn erst, wenn … ein [Sperren: Text] dazu steht.
  • Und [Sperren: nur] durch den Text wird dann das Huhn prämiert.
  • Aber das Huhn kann nicht alleine stehen!
  • Dann wird sofort wahrscheinlich eine Absage verfasst.
  • [Sperren: Oder] man muss das Huhn als Lebenskonzept haben. Als Thema …
  • [Sperren: Thema. Thema!]
  • … seiner Arbeiten.
  • Muss das aber wieder vermarkten. Ansonsten wirkt es beliebig.
  • [Pause.]
  • Nicht … zeitbezogen.
  • Und eben auch bei diesen ganzen Porträts, die ich jetzt von mir mache: [Sperren: Ich] selbst ja auch suche da ein Thema.
  • Und das ist auch wieder eine Spirale!
  • Ich weiß gar nicht einmal, ob [Sperren: Ich] danach gesucht habe. Aber andere suchen danach.
  • Sofort die Frage: Warum?
  • Dann suche ich danach. Vermittel etwas und daraufhin kommt dann halt das … das …
  • Immer weiter … immer weiter!
  • [Pause.]
  • Also ich hoffe, ich halte es durch, bis zu dieser Präsentation, dass ich da stur bleibe.
  • Und dieser Frage nicht nachgebe.
  • Weil ich [Sperren: will] das eigentlich gar nicht. Das bin nicht ich!
  • Das ist das [Sperren: Konzept], was vermittelt wird. Das so Arbeiten gezeigt werden müssen.
  • Begründet werden müssen!
  • Verteidigt werden müssen!
  • [Aufnahme Ende.]
Standpunkt Diplom Arbeit Kunstkritik Kunstmarkt Kunstmarkt Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Im Dunkeln. Aufnahme schlecht, zu laut.]
  • Ich merke wie … ich selbst immer wieder in den …
  • [Pause.]
  • … Gedanken … dem Gedanken verfalle, …
  • [Pause.]
  • … als Kunststudent Kommilitone müsse man irgendwie … ähm … einen eigenen Stil, eine eigene Idee …
  • [Schweres Atmen. Schlucken.]
  • … ähm … entwickeln.
  • [Pause.]
  • Und das dann natürlich auch nach außen tragen. Und … als Wiedererkennung.
  • Und … ich merke halt, dass …
  • [Lautes Ausatmen.]
  • das ein fataler Weg ist, überhaupt so ran zu gehen.
  • Ich merke, dass das immer irgendwie so als Thema auf. Mal sehr vordergründig. In einem Kurs. Als Marke sich begreifen.
  • Aber auch unterschwellig! So wenn … es halt darum ging, …
  • [Lautes Einatmen. Schlucken.]
  • [Pause.]
  • Oder wie ich das bei … ähm … Na ja. Wie das bei den Malereistudenten zum Beispiel rüberkommt. Also … von außen. Was ich höre. Das … Das es am Ende halt darum geht, … äh … erkannt zu werden.
  • [Pause.]
  • Und dass man das lernt. Einen eigenen Stil zu entwickeln. In dieser Studienzeit.
  • [Schlucken.]
  • Ob das nun stimmt oder nicht, das … muss mir jetzt eigentlich egal sein. Sondern …
  • [Schlucken.]
  • Ich möchte halt nicht in so eine Schiene geraten, wo ich das Gefühl bekomme, … ähm … ein [Sperren: Produkt] herzustellen.
  • [Pause.]
  • Um, zum Beispiel, am Ende Geld zu verdienen.
  • [Schlucken.]
  • Das war dann auch der Grund, warum ich … äh … letztes Jahr mit den Geradenbildern … pausiert habe.
  • Natürlich ist das … äh … ein gutes Gefühl, … ähm … zu sehen, wie … wie die eigene Arbeit ankommt. Von fremden Menschen, die ich nicht kenne. Die das dann auch kaufen! Für, wie ich finde, nicht wenig.
  • [Schlucken.]
  • Und gleichzeitig … äh … beschleicht mich dann halt immer das Gefühl, irgendwie, dass es … ähm … äh …
  • Ne. Dass ich da in etwas hineinrutsche. Was ich eigentlich gar nicht möchte.
  • [Schlucken.]
  • Und ich denke auch, dass es … also … ich … Optima… Also … Ich …
  • Es könnte ja sein, dass sich etwas eigenes entwickelt. Aber ich sollte das nicht als Ziel irgendwie sehen. Sondern es sollte etwas sein, was [Sperren: vielleicht] passiert. In zehn … zwanzig … dreißig … Jahren. Oder was vielleicht bloß ein Zwischenweg ist. Danach kommt wieder was anderes! Aber das ich mich nicht so darauf fixiere.
  • Ich denke mal zwar, dass das eine Voraussetzung … äh … wäre, … äh … um … äh … mit Kunst gut Geld zu verdienen.
  • [Schlucken.]
  • Aber vielleicht gibt es ja noch … äh … den anderen Weg, … dass es passiert.
  • [Pause.]
  • Ohne dass man darüber nachdenkt.
  • [Pause.]
  • Deshalb bin ich jetzt sehr froh, dass ich … äh … seit eineinhalb Jahren halt … äh … langsam in diese Richtung gehe von: Ich. Fange. Von. Vorne. An.
  • Jetzt nicht wie bei den Geradenbildern! Äh … die Idee … ähm … eines kleinsten … eines kleinsten Elements. Das ist schon wieder so sehr … na ja …
  • [Schlucke.]
  • Das ist wieder ein Konzept halt. Und … äh … in der Hoffnung, dass daraus etwas Neues entsteht.
  • Und jetzt fange ich an …
  • Oder nicht wie bei den kindlichen Zeichnungen! Wo es ja auch darum ging, … äh … andere nachzuäffen. Äh … In der Hoffnung, dass daraus etwas kommt, was ich … äh … ähm … wo ich mich wiedererkenne.
  • So.
  • Und jetzt … äh … beginne ich wieder, ohne es … ähm … gemerkt zu haben, von vorne an.
  • [Schlucken.]
  • Aber [Sperren: nicht] mit Ideen! Und Konzept! Und … äh … äh … mit Technik! Ähm … Sondern …
  • [Pause.]
  • … jetzt …
  • [Pause.]
  • … beginne ich anzufangen, … ähm … etwas erst einmal einfach nur zu … zu [Sperren: Sehen].
  • Was ich ja schon … Wo ich mir ja schon einiges an Gedanken gemacht habe. Zum Sehen.
  • Eben das Verstehen.
  • Nicht bloß das Gucken!
  • [Schlucke.]
  • Und egal, was jetzt dabei herauskommt … Und ob das jetzt … ähm … wirklich … eine Büste Büste ist, … äh … die auch … äh … [Sperren: Gezeigt] werden kann. Also wo ich selbst das Gefühl habe, dass sie gezeigt werden sollte.
  • Oder nicht.
  • Das ist eigentlich total irrelevant! Das ist …
  • [Pause.]
  • Ich merke gerade: Ich [Sperren: lerne].
  • Und das ist für mich jetzt gerade … wieder eine neue Erfahrung. Die ich davor, die letzten … was sind das dann … dreieinhalb Jahre … äh … gar nicht hatte.
  • Also ich habe viel an Theorie … ähm … erfahren. Ich habe … ähm … viel gesehen. Von anderen auch. Habe auch viel gemacht.
  • [Schlucke.]
  • Aber … äh …
  • [Pause.]
  • So …
  • [Pause.]
  • Dass, was ich jetzt mache … dieses … ähm … überhaupt erst einmal Formen zu … Formen zu … zu [Sperren: begreifen].
  • Ich weiß jetzt gar nicht einmal, wie ich das ausdrücken soll. Ich mache es jetzt ja nicht einmal … ähm … bewusst. Wie eben wieder … äh … Bücher durchlesen. Und ich … äh … ich zeichne ja nicht einmal. Also ich … mache jetzt keine … ähm … Ich zeichne jetzt keine … keine Menschen. Oder …
  • [Schlucke.]
  • Das ist jetzt halt so… sozusagen beiläufig. An der Büste. Über Spiegelbild Spiegelbild . Über … na ja … Eigentlich über Spiegelbild. Ähm … Was ja nicht verzerrt.
  • Äh … Dabei die eigene Form begreife. Und mir es jetzt erst einmal bloß darum geht, sie … äh … umzusetzen.
  • So mit etwas, was seit … ich weiß nicht … tausenden von Jahren oder so gemacht wird. Mit Ton. Das … Nicht zu brennen. Das ist jetzt auch total egal. Obs gebrannt wird oder obs dann gegossen wird. Oder wie auch immer!
  • Ersteinmal einfach bloß dieses … bloß diese [Sperren: Form]. [Sperren: Machen].
  • [Pause.]
  • Undzwar ohne bereits daran auch zu denken … ähm …
  • [Schlucken.]
  • Was könnte sie ausdrücken?
  • Das ist totaler Quatsch!
  • Ähm … Wie kommt sie rüber?
  • Das ist totaler Quatsch!
  • Was für ein Material ist das?
  • Das ist totaler Quatsch! Das lenkt alles nur ab!
  • Das ist alles etwas, da bin ich noch gar nicht.
  • [Pause.]
  • Und darüber bin ich gerade [Sperren: froh]. Dass ich an so einem … äh … an … Dass ich es jetzt am Ende des Studiums sozusagen … ähm … selbst … erfahren … [Sperren: darf], …
  • [Pause.]
  • … einen ganz anderen Weg einzuschlagen.
  • Ob das jetzt wirklich … äh … Ob mir das jetzt in zehn Jahren noch … ähm … in zwanzig, dreißig … etwas … ähm … äh … also etwas … Also ich daraus sozusagen … ähm … [Sperren: wachsen] konnte. Das weiß ich jetzt ja noch nicht.
  • Aber jetzt, im Augenblick, … ähm … habe ich eben das Gefühl, dass es … äh … der richtigere Weg ist. Als dieses ganze verkonzeptualisierte … ähm … politische, gesellschaftskritische Bla.
  • Und … ähm … [Sperren: ständig] darüber nachdenken: Was bedeutet das? Äh … Wie kommt das rüber? Und …
  • [Pause.]
  • Natürlich habe ich damit jetzt auch wieder eine Frage mehr. Und zwar: Wie … äh … bestreite ich das Diplom? Wenn ich gar nicht mehr … ähm … Also wie [Sperren: erkläre] ich es, wenn ich …
  • Als Beispiel. Wenn die Büste jetzt wirklich was wird, also ich habe das Gefühl, sie ist gut.
  • [Pause.]
  • Wie …
  • [Pause.]
  • Wie erkläre ich es? Ohne dass es in die Richtung abtriftet … ähm … Nach der Frage: Äh … W… W… W… [Sperren: Was willst du?]
  • Was soll wie … Was soll rüberkommen?
  • Und was ist dein Thema?
  • Diese Fragen möchte ich eigentlich … ähm … vermeiden. Dass sie gestellt werden.
  • [Pause.]
  • Denn um die kümmere ich mich ja jetzt gar nicht! Die blende ich … äh … gerade vollkommen aus!
  • Und das ist wichtig!
  • Nur ich weiß jetzt halt gar nicht, … äh … wie ich dann … ähm … da … da drauf reagiere! Denn es geht ja darum: Es werden Fragen gestellt. Ich … [Sperren: zeige] etwas. Und … ich [Sperren: sage] etwas dazu.
  • [Schlucken.]
  • Und wenn ich aber … ähm … mich eigentlich verweigere und auf dem normalen Weg … ähm … also auf den normalen Fragen, die gelernt sind und … äh … wo auch gelernt … äh … gelehrt wird, wie man als Student darauf antworten soll …
  • [Schlucken.]
  • Äh … Wie ich es halt sonst machen würde. Sollte.
  • Oder was dann überhaupt kommen … kommen soll. Schweigen? Oder was?
  • Also dass eigentlich gar keine Fragen mehr kommen können! Weil ich … äh … gar nicht beantworten möchte. Weil ich nicht weiß, was ich antworten soll.
  • [Pause.]
  • Ich weiß halt nicht, ob es für ein Diplom zu wenig ist, zu sagen: Ich … äh … Ich habe studiert, ich habe gelernt. Und … äh … diesen [Sperren: Prozess], den … den zeige ich jetzt. Ohne zu einem Ergebnis gekommen zu sein. Eigentlich.
  • Zu einer [Sperren: Aussage]. Gekommen zu sein.
  • [Schlucken.]
  • Wenn das reicht, wäre das gut.
  • [Pause.]
  • Das muss ich noch einmal … Ich muss mir da noch einmal … ähm … diese Gedanken halt … äh … geordnet aufschreiben. Und … ja … mit Mark besprechen. Damit ich nicht in … ähm …
  • [Pause.]
  • Damit dieses … äh … diese Abschluss… äh …präsentation dann auch wirklich etwas ist, womit [Sperren: ich] selbst auch etwas … ähm … anfangen kann. Und das nicht bloß … ähm … Dass ich es nicht nur mache, weil es so gemacht werden sollte.
  • Dann würde es aber auch etwas werden.
  • Denke ich mir.
  • [Aufnahme Ende.]
Klasse Bildende Kunst (aus Erinnerung) Kommilitonen stellen aktuelle Arbeiten vor zu spät zu spät gekommen Ich versuche mich zu erinnern … meine verhüllte Arbeit wird erwähnt bei Arbeit von Kommilitonin, grinse Leinwand mit genauso großem Holzrahmen dahinter, schaut gut aus will glaube ich auch aus mit Gedanken vollgestopften Arbeiten fliehen Ich versuche mich zu erinnern … nächste Arbeit … Ich versuche mich zu erinnern … vergessen Ich versuche mich zu erinnern … nein Ich versuche mich zu erinnern … Video? Kann mich nicht erinnern … fünf Minuten Pause, danach in Werkstatt gegangen davor Bachmann gewarnt, will dann nicht im Raum sein Plastiktüte von Tonkopf und Torso entfernt vier bis fünf Spiegelbildzeichnungen auf Tisch gelegt gehe sofort auf Herme Herme ein, ich möchte konzeptfrei arbeiten Tonkopf ist für mich Tonkopf ich bin Student und lerne seit Monaten das Sehen deshalb keine einzige Frage wie "Warum diese Höhe? Warum dieses Material? Was möchtest du ausdrücken?" auf meine Zweifel Zweifel zum Diplom eingegangen, dass dort genau solche Fragen alles zerstören könnten beruhigt Kommilitonin fragt, warum ich nicht weiter studieren möchte mit Vorstellung sehr zufrieden treffe Bachmann nach Besprechung Kommilitonen stellen weitere Arbeiten vor Ich versuche mich zu erinnern … irgendwas mit Schreibmaschine Ich versuche mich zu erinnern … irgendwas mit Video Ich versuche mich zu erinnern … irgendwas mit Gedichten (klangen gut) muss vorzeitig gehen noch Konsultation am Mittwoch mit Mark ausgemacht scheint auch sehr zufrieden mit meinem Arbeiten zu sein sieht ebenfalls Grundlagen erlernen, ich denke, wie reale Objekte nachzeichnen oder modellieren, als sehr wichtig als Vorarbeit für eigene Arbeiten an (dachte ich nicht) aus Versehen wieder gesiezt Ich versuche mich zu erinnern … Kommilitonin gefällt auch mein Vorgehen, Sehen zu lernen, ohne großer Gedankenkonstrukte zwar ansonsten kein Wort geredet, aber guter Tag Werkstatt Plastisches Gestalten Vergleich von Bachmann per E-Mail
mit Holzkeilen und Leisten bis zu dieser Höhe Fläche gelegt
mit Holzkeilen und Leisten bis zu dieser Höhe Fläche gelegt
Scheiben aus Ton an Formrand gedrückt
Scheiben aus Ton an Formrand gedrückt
Einguss an Nase
Einguss an Nase
Diplom Theorie Zwischenstand Standpunkt 2 Uhr frühs aufgewacht, Gedanken zu gestrigem Klassentreffen (siehe Aufzeichnung; da mitten in Nacht sehr direkt) Standpunkt Klasse Bildende Kunst Kunstkritik Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Sperren: Unglaublich].
  • Was so als [Sperren: Kunst] …
  • [Klick.]
  • Oder künstlerische Arbeit bezeichnet wird.
  • [Pause.]
  • Da schließe ich mich gerne mit ein.
  • Aber wenn ich so'n … Bei der Klassen…
  • Bei dem Klassentreffen sowas sehe: Leinwand, wo nen paar Farbkleckse sind …
  • Soll nen Tier sein.
  • Aus 'nem Magazin der Kopf ausgeschnitten wurde. Der schon mal fotografiert oder gezeichnet wurde.
  • [Pause.]
  • Das als besonders schön … Oder keine Ahnung was, angesehen wird.
  • Auch vom Professor!
  • Oder 'ne andere …
  • … [Sperren: sogenannte] …
  • … Malerei.
  • Er dann als … ähm … Würde er sich als Maler sehen?
  • … dann [Sperren: bejaht]!
  • [Pause.]
  • Oder eben die eine, die total einfach … gemalt hat. Weil sie halt vielleicht das erste Mal gemalt hat …
  • Was ja auch … dann … gut aussehen kann! Aber das dann als … ähm … Zeichen dafür, dass jemand [Sperren: Maler] ist …
  • Also dass man so einen Begriff nimmt …
  • Irgendwie finde ich das gerade … [Sperren: hammer].
  • Ich würde zum Beispiel bei mir auch nicht sagen, dass ich ein … weiß nicht … ein Zeichner bin. Oder so.
  • Gerade wenn ich das dann auch … auf der Maschine mache. Ich habe einfach nicht das Gefühl, es zu zeichnen.
  • Und auch nicht das Gefühl, es zu [Sperren: können].
  • Und … ähm … Wenn ich zeichne, extrem viele ungeplante, unkontrollierte … ähm … na ja … Handbewegungen … Also die jetzt nicht … ähm … bewusst so gemacht sind, um zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen.
  • Sondern es ist halt ziemlich ungekonnt.
  • [Schlucke.]
  • Und … Da hab ich halt selbst nicht das Gefühl bei mir, dass ich … ähm … ein Handwerk Handwerk beherrsche.
  • Dass ich mich dann damit also Zeichner oder Maler mit nennen könnte.
  • Wa…
  • Überhaupt nicht.
  • Das wäre mir zu einfach.
  • Dann ist's lieber nicht sein …
  • Und da finde ich's jetzt halt krass, was alles da durch geht!
  • Ähm … Und wie gesagt, ich schließe mich damit ein!
  • [Pause.]
  • Oder letztens, wo jemand da halt einfach nen … Zettel von der … Putzkolonne, oder vom Hausmeister Hausmeister , der 'ne WC gesperrt hat, weil die kaputt ist, oder keine Ahnung …
  • Das halt dort abnimmt und dann in den Klassenraum hängt und das wird dann, weiß nicht, zwanzig, dreißig Minuten lang … äh … diskutiert!
  • Ähm … Und … Pfff … Na ja. Und in dem Moment Moment halt total hochgehoben.
  • [Sperren: Das ist bloß ein Ausdruck! Der] …
  • Weiß nicht.
  • Es ist jetzt zumindestens tatsächlich kene Kunst!
  • [Pause.]
  • Das ist jetzt so'n Satz, den Christian gesagt hat.
  • Okay. Das kann ich nicht sagen.
  • Ich … ähm … Das ist halt nichts, was …
  • Na ja. Das ist etwas, was mich daran [Sperren: zweifeln] lässt.
  • An dem … An dem Gehalt.
  • Das habe ich jetzt gestern nicht bei den … sogenannten Malereien gesehen. Und den Zeichnungen.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Nee. Geht gar nicht.]
  • [Pause.]
  • Oder wenn dann so ein Dokumentarfilm gezeigt wird. In der Klasse [Sperren: Bildenden Kunst]. Das ist etwas … Also mir kam's jetzt so vor, als wäre es nur sowas. Pfff. Ich weß nicht, was daran jetze Kunststudium is.
  • [Pause.]
  • Ich muss mich da leider mit reinziehen. Also selbst drinne sehen. Auch mit der Büste Büste jetze.
  • Das Holzding ist ja … ähm … Hat jetzt doch nicht so geklappt. Ich hab's ja immer weiter zurückgebaut.
  • Da bin ich jetzt bei der Gipsbüste wieder. Die auch sehr gut aussieht. Finde ich. [Sperren: Aber] das ist halt nichts, … ähm … [Sperren: Bewusstes]. Also das ich weiß, warum sie jetze … ähm … gut ausschaut. Und dass ich … Und dass ich es [Sperren: verstanden] habe, wie das geht.
  • Und dass ich selbst eben das Gefühl hab, es getan zu haben.
  • Das war ja meine [Sperren: Erste] jetzt. Deshalb ist das jetze … ähm … sicherlich in Ordnung. Dass ich da so … etwas … ähm … unbewusst rangehe.
  • [Schlucke.]
  • Aber ich würd mich deshalb eben nicht als …
  • Wie heißen diese Skulp…?
  • Als Bildhauer Bildhauerei betrachten!
  • [Pause.]
  • [Sperren: Null].
  • [Pause.]
  • [Sperren: Null].
  • [Pause.]
  • Und das Selbe eben bei "Maler".
  • Gestern.
  • [Sperren: Null].
  • "Zeichner": Null.
  • Bei den anderen jetzt auch.
  • Das ist teilweise … [Sperren: hingekritzelt]. Aber jetze halt so … Es sieht ja auch … äh … schön, oder spannend, interessant aus. Wenn ich jetzt so nen einfachen Begriff nehmen kann.
  • [Pause.]
  • Aber … Weiß ich nicht. Da ist nichts von …
  • [Schlucke.]
  • Mhm. Es wirkt sehr sehr [Sperren: zufällig]. Dass es so gekommen ist.
  • Auch das ist in Ordnung! Es spricht ja nichts dagegen. Aber vielleicht fällt mir das auch nur ein, weil das im Klassentreffen dann eben in Massen verhandelt wird. Also hintereinander weg. Also sowas vorgestellt wird.
  • Wie beliebig das … Also [Sperren: extremst] beliebig das ist!
  • Ähm … Hier hat nen Kunststudent Kommilitone … ähm … mal Öl genommen und ein bissel herumgepinselt.
  • [Schluckt.]
  • Hat sich versucht [Sperren: Mühe] zu geben. Und das wird dann als [Sperren: Malerei] angesehen!
  • [Pause.]
  • Oder als eine gute Zeichnung oder so.
  • Wozu gibt's denn dann die anderen Studiengänge? Malerei? Oder Bildhauerei?
  • Wenn man bereits so einfach lax … ähm … ja … große … [Sperren: große] Kunst machen kann?
  • So kommt's zumindestens rüber, wenn der Professor das so lobt.
  • Das ist für mich gerade total unverständlich.
  • [Pause.]
  • Und das ist bei mir halt eben auch nicht anders!
  • Ich bin jetzt ja froh, dass ich in der … ähm … Werkstatt Plastisches Gestalten bin. Weil ich da halt das erste Mal halt sowas mitbekomme, wo ich … ähm … ja … das Sehen lerne.
  • Auch wenn ich jetzt noch wirklich da extrem Anfänger bin.
  • [Schlucke.]
  • Und das … äh … Studiengänge Bildhauerei gibt's jetzt nicht an der Hochschule. Aber die halt … äh … jahrelang … äh … sich da ausbilden lassen. Und sich dann da höchstwahrscheinlich tatsächlich mit auskennen.
  • Da bin ich jetzt ja noch sehr … sehr sehr sehr … oberflächlich. Ähm …
  • Und trotzdem ist das so das Einzige, wo ich jetzt sagen würde, da ist … ähm … da ist irgendwie was mit Gehalt!
  • Was mir jetzt beigebracht wird.
  • [Pause.]
  • Und das hab ich zum Beispiel in der Klasse überhaupt nicht …
  • Dieses Gefühl.
  • [Aufnahme Ende.]
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten von 12:00 - 18:00 erste Schale für Silikonform Silikon mit Mitarbeiter hergestellt Kopf auf Tisch gelegt breiteste Ausdehnung mit Bleistift markiert mit Holzkeilen und Leisten bis zu dieser Höhe Fläche gelegt silikon1-k.jpg Tonklumpen in vier große Quader geschlagen Scheiben aus Ton an Formrand gedrückt silikon9-k.jpg 8 mm Tonschicht über Folie gelegt, glatt gestrichen 1 cm dicke Tonleiste an Rand verlegt, wird später mit kleinem Holzstück noch geformt Einguss an Nase silikon2-k.jpg Entlüftungskanäle an Brust an ausgedehntesten Stellen wie Schulter und Kinn kleine Tonübergänge, damit später Luft entweichen kann Formschlösser für Gipskörper Gips anmischen: erst Wasser, dann Gips, bis es nicht mehr sinkt Gips langsam einstreuen, nicht umrühren (dann wird Gips schneller fest) Gipsmilch über Form verteilt, mehrere dünne Schichten mit Jute und Holzwolle zur Stabilität vermischt Friedrich Fröhlich, erschöpft aber zufrieden
Kunstkritik Kunstbegriff Der Künstler und seine Zeit Kunst kann verlogener Luxus sein deshalb möchten einige Künstler zur Wahrheit zurückfinden L’art pour l’art L’art pour l’art übersteigt in Themen und Stil das Verständnis der Massen kann nichts von ihrer (der Massen) Wahrheit ausdrücken Menschen wollten, dass Künstler von der Masse für die Masse spricht Ideal einer unmittelbaren, allumfassenden Verständigung schwebt vielen Künstlern vor Kunst kann kein Monolog sein selbst unbekannte, einsame Künstler appellieren an Nachwelt um von und zu allen sprechen zu können, muss das Gemeinsame genommen werden was alle verbindet: Meer, Regen, Bedürfnis, Verlangen, Kampf gegen den Tod Sterben Künstler sollte Realist sein der einzig realistische Künstler wäre (würde er existieren) Gott Gott alle anderen Künstler sind dem Wirklichen untreu "Infolgedessen befinden sich die Künstler, die die bürgerliche Gesellschaft und ihre formale Kunst ablehnen, die von der Wirklichkeit und einzig und alleine von ihr sprechen wollen, in einer schmerzlichen Ausweglosigkeit. Sie müssen Realisten sein und können es nicht. Sie wollen ihre Kunst der Wirklichkeit unterordnen, aber man kann die Wirklichkeit nicht beschreiben, ohne eine Wahl zu treffen, die sie ihrerseits der Originalität einer Kunst unterordnet." Wirklichkeit kann nicht ohne Auswahl wiedergegeben werden über sozialistische Kunst: Ästhetik, die realistisch sein wollte, wird zu einem neuen Idealismus ebenso unfruchtbar für wahre Künstler wie bürgerlicher Idealismus Kunst hat da keine Bedeutung mehr, sie dient Lüge des L’art pour l’art: kennt das Böse nicht, übernimmt dafür Verantwortung realistische Lüge: erkennt zwar gegenwärtiges Unglück der Menschen an verherrlicht aber ein kommendes Glück, das niemand kennt beide Lügen: völlige Ablehnung der Aktualität sind fern von der Wirklichkeit, Kunst wird abgeschafft "Was ist denn Kunst? Jedenfalls nichts Einfaches." einerseits verlangt der Mensch, dass Genie Genie in einsamem Glanz erstrahlt andererseits soll sich Genie nicht von Allgemeinheit unterscheiden Balzac: "Das Genie gleicht allen, und keiner gleicht ihm." Wie kann Kunst auf das Wirkliche verzichten und gleichzeitig ihm unterwerfen? Kunst als Auflehnung gegen Flüchtige und Unvollendete der Welt gesehen Künstler will Wirklichkeit veränderte Gestalt geben muss dabei Wirklichkeit beibehalten, da sie Quelle darstellt Kunst <> Ablehnung noch Zustimmung Kunst ist ein stets neues Hin- und Hergerissen werden Zwickmühle: unfähig, Wirklichkeit zu leugnen, aber dazu getrieben, in unvollendeten Aspekt anzugreifen "Und wenn die Formen nichts sind ohne das Licht der Welt so tragen sie doch ihrerseits zu diesem Licht bei." Frage nach genauer Dosis an Wirklichem in der Kunst Problem löst jeder Künstler für sich selber Künstler darf sich von seiner Zeit nicht abwenden, gleichzeitig aber nicht in ihr verlieren Prophet darf absolut urteilen Kunst hingegen verfolgt nicht Ziel Gesetze zu erlassen oder zu herrschen Kunst will verstehen Kunst ist nicht Richter, sondern Rechtfertiger "Geheimnis des Lebens ist eins mit dem Geheimnis der Kunst." Kunst: ständige Spannung zwischen Schönheit und Schmerz freie Künstler: schafft sich seine Ordnung selbst Kunst kann nicht gelenkt werden an fremdem Zwang Zwang stirbt die Kunst "Solange sie sich der Bequemlichkeit der Kurzweil oder des Konformismus Konformismus hingeben, den Spielereien des L’art pour l’art oder den Predigten der realistischen Kunst, so lange bleiben ihre Künstler Nihilisten und unfruchtbar." Zeit (Ende 1950er geschrieben) der verantwortungslosen Künstler sei vorbei Freiheit der Kunst nicht viel wert, wenn sie keinen anderen Sinn hat, als Behaglichkeit des Künstlers zu sichern (kurzer Abschnitt über Nietzsche Friedrich Nietzsche und Lou Salomé)
(Notizen von heute und gestern) Kunstkritik Der Künstler und seine Zeit "Der Künstler und seine Zeit", Albert Camus Albert Camus , 1958 selbst Schweigen hat gefährlichen Sinn Stimmenthaltung selbst als Entscheidung angesehen, wird bestraft oder gelobt für Künstler keine freiwillige Verpflichtung mehr Märtyrer Jesus : nähren sich von Tröstungen der Ewigkeit Löwen: nähren sich von blutigem historischen Fleisch Künstler nur Zuschauer sang zum Vergnügen, für sich selber oder um zum Beispiel Märtyrer zu ermutigen Kunst verliert durch Verpflichtung an Beteiligung Unbeschwertheit und "jene göttliche Freiheit, die Mozarts Musik atmet" heute schaffen = gefährlich schaffen jede Veröffentlichung eine Tat Frage: Wie kann man inmitten der Schergen so vieler Ideologien die Freiheit der Schöpfung erhalten? Kunst wird nicht einfach nur von Staatsgewalten bedroht Kampf findet im Inneren des Künstlers statt Kunsthass (in der Gesellschaft) wird von Künstlern selber genährt Zweifel Zweifel Zweifel der Künstler früherer Zeiten betrafen eigenes Talent Zweifel heutiger Künstler betreffen Notwendigkeit ihrer Kunst, also Existenz an sich viele Gründe für Infragestellung der Kunst durch Künstler selber zeitgenössische zeitgenössisch Künstler könnten Eindruck haben, zu lügen oder ins Blaue hinein zu sprechen (wenn Geschichte nicht berücksichtigt wird) heutige Zeit (also bei Veröffentlichung Camus Prosa) durch Einbruch der Massen gekennzeichnet Masse an erbärmlichen Lebensbedingungen fließt in Bewusstsein der Gesellschaft ein man weiß um Probleme, kann sie nicht mehr leugnen insgesamt: "freie Schaffen wird entmutigt, indem es in seinem Kern angegriffen wird, nämlich im Glauben des Schöpfers an sich selber" oft schämt sich Künstler seiner selbst und seinen Vorrechten Frage, die Künstler sich selber stellen: "Ist Kunst ein verlogener Luxus?" Kunst muss Luxus sein, wenn sie sich harten Realität verschließt allerdings wird sie zum belanglosen Zeitvertreib, wenn sie sich Forderungen der Gesellschaft anpasst wenn Künstler Gesellschaft ablehnt und sich abkapselt: drückt Kunst Ablehnung aus aus Ablehnung wird Spaß oder Formtüftelei Camus geht auf Zeichen (statt Gold findet Handel mit Zahlen statt) als der Gesellschaft grundlegende Eigenschaft ein diese Gesellschaft hat eine Moral starrer Grundsätze zu ihrer Religion gewählt Gesellschaft verlangte von Kunst eine Übung ohne großer Bedeutung, eine Zerstreuung Gesellschaft begnügte sich mit nichtssagender Kunst Oscar Wilde Oscar Wilde : ihr größtes Laster sei die Oberflächlichkeit Kunstfabrikanten (Camus Wort für Künstler) haben sich mit Verantwortungslosigkeit abgefunden L’art pour l’art L’art pour l’art : Forderung nach Verantwortungslosigkeit als Zeitvertreib "eines einsamen Künstlers" Weiterentwicklung ist Salonkunst oder rein formale Kunst schließlich siedelt sich Kunst außerhalb Gesellschaft an schneidet sich von Gesellschaft ab je mehr sich Kunst spezialisiert, desto mehr wird es nötig, sie wieder volkstümlicher zu machen Beispiel: Millionen Menschen haben Gefühl große Künstler unserer Zeit zu kennen, weil sie in Zeitung darüber gelesen haben verhüllt verhüllt "Die größte Berühmtheit besteht heute darin, Bewunderung oder Abscheu zu erregen, ohne gelesen worden zu sein" berühmte Künstler sollten wissen, dass nicht sie berühmt sind nur ein anderer unter ihren Namen, der "ihm schließlich entgleitet und vielleicht eines Tages den wahren Künstler in ihm umbringen wird" Literatur der Auflehnung aus Französischer Revolution entstanden stellte offizielle Werte in Frage aber: aufrechterhaltende und verknöcherte Ablehnung ist hohl geworden erstarrt in Vorurteil: Künstler nur groß, wenn er sich im Gegensatz zu Gesellschaft seiner Zeit befände deshalb viele Künstler schlechtes Gewissen, weil "sie es nicht sind, und verlangen, gleichzeitig beklatscht und ausgepfiffen zu werden" zeitgenössische Künstler lehnt alles ab selbst Tradition seiner Kunst bis er denkt seine eigenen Regeln schaffen zu können, hält sich schließlich für Gott Gott wird so - fern der Gesellschaft - aber nur abstrakte oder formale Werke hervorbringen können Bibliothek Diplom Theorie in Bibliothek zwei Diplomarbeiten durchgesehen 1 Benjamin Kunath über Zickzack Phantom A Titelseite (Titel, Autor, Zeichnung) B erste Seite mit "Diplomarbeit / Titel" "Vorgelegt von Name" "Betreuer: Name", "Klassenleiter: Name" "Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig" Datum C Inhaltsverzeichnis mit Einleitung Formale Beschreibung Erste Auswertung (über Funde) Persönlicher Bezug Vergleich mit Graffiti Graffiti -Tags (anderes Phänomen) Analyse Zeichen in zeitlichem Verlauf / Ort Hypothesen Auswertung Zeichnungen Technik (Stifte) Verknüpfung zu Zeichen und Schrift Künstler, die damit arbeiten (hier Hanne Darboven) Resümee Literaturverzeichnis (hier sehr kurz, da viel eigene Gedanken) Abbildungen (sehr viele, da Grundlage für Text) D zusammenfassend: sympathisch, da eher eigene Recherche und Meinung gezeigt, als Kunstbücher zitiert Arbeit dürfte sich ohne große Mühe selbst erstellen leicht zu lesen, da ohne wissenschaftlicher Begriffe, einfache Sätze 2 Eva Beatrice Förster über Mutter-Kind-Performances A Einleitung mit persönlichem Bezug zum Thema B Theoretischer Teil Künstler-Beispiele mit Arbeiten und Zitaten C Praktischer Teil eigene Arbeit vorgestellt 3 für mich Frage: Was will/kann ich? [+] eigene Arbeit mit einbeziehen auch Nicht-Kunst vorstellen / Alltag (wie Geraden in der Natur, verhüllte Gegenstände) Hypothesen / Theorien aufstellen meine Meinung / Gedankengänge aufschreiben eigene Tagebucheinträge / Standpunkte zitieren (zum Thema Zweifel, verhüllt, Kinderzeichnungen Kinderzeichnung , Geradenbilder möglich) kurzer Exkurs zu anderen Künstlern / Arbeiten / Zitate (nur nebenbei einpflegen) philosophischer Ansatz (wenn dann aber oberflächlich und immer nur in Bezug auf eigene Arbeiten, Erfahrungen, Nicht-Kunst) Text einfach schreiben, nicht verwissenschaftlichen Arbeit müsste größtenteils einfach entstehen, ohne Zwang Zwang , mit richtigem Interesse (Motivation) [-] nur über fremde Arbeiten reden viele wissenschaftliche Bücher durchlesen und zitieren (wäre ja nur Wiederholen von bereits vorhandenem Gedankengut / Wissen) Philosophie und Kunsttheorie im Vordergrund 4 Vorstellung weiteres Vorgehen 9. Semester (10.2016-2.2017): Mark fragen, ob am Ende schon Modulprüfung ablegen, dann so weit alles fertig Vorbereitung Theoriearbeit 10. Semester (2.2017-10.2017): Theoriearbeit schreiben 11. Semester (10.2017-2.2018): Diplom im Februar 2018 Standpunkt Ich verliere nichts, wenn ich noch ein Semester hinten dranhänge. Der Titel Diplom-Künstler Diplom-Künstler wird mir nach dem Studium so oder so nicht weiterhelfen. Er ist lediglich witzig und ich möchte ihn auf Visitenkarten Visitenkarte schreiben. Würde ich schon im 10. Semester mein Diplom machen, hätte ich nichts gewonnen. Ich würde ja weiterhin Aufträge bearbeiten wie bisher und hätte weiterhin viel freie Zeit. So wie es bei Mark rüberkam, sieht er kein Problem darin, was mein Diplom anbelangt. Ich zweifel zwar immer, ob ich überhaupt etwas Gutes zeigen kann, er anscheinend nicht. Schaffen werde ich es also so oder so. Wichtig ist lediglich, dass ich auch noch im 11. Semester, also kurz vorm Diplom, noch künstlerisch arbeite und innerlich nicht die Kunst schon aufgegeben habe. Der Drang etwas zu Schaffen muss weiterhin da sein. In den letzten fünf Jahren sind mir aber immer wieder Dinge eingefallen, ich glaube nicht, dass es mit der Kunst plötzlich vorbei sein wird. Und selbst wenn: Ich bräuchte keinen Abschluss. Alleine die Zeit an der Hochschule hat mich weitergebracht. Das 9., 10. und 11. Semester nutze ich nun vermehrt für Werkstattkurse. Stelle Flügeltürrahmen bei Alberti her und schaffe Friedrich-Büsten. Lerne etwas über Abgusstechniken, über Materialien allgemein. All das müsste ich ohne Studium teuer bezahlen. Auch kann ich die Zeit über noch den Plotter Plotter für kleinere Geradenbilder nutzen. Im Endeffekt gibt es dann nur noch einen festen Termin alle zwei Wochen: Die Klassentreffen. Alle anderen Kurse und Werkstatttermine kann ich so belegen, wie es mir nützt. Geldlich wird es bei elf oder zwölf Semestern auch kein Problem geben. am Dienstag ausleihen: D1853 ("Der zweifältige Sinn: Über die Ambivalenz des Zweifelns"), D1507 ("Nichts los") haben wohl einen eher theoretischen Ansatz, deshalb durchgehen danach entscheiden, welche Richtung ich einschlagen möchte
kindliche Zeichnung, A0, 31
kindliche Zeichnung, A0, 31
notiert Museen in Bukarest aufsuchen 1 Muzeul Național de Artă al Rom Römer âniei, Calea Victoriei, 49 - 53, Mi - So, 11:00- 18:00 2 Muzeul Național de Artă Contemporană, Am Palast des Volkes, Mi - So, 10:00 - 18:00 3 Muzeul Colecțiilor de Artă, Calea Victoriei 111, Sa - Mi, 11:00 - 19:00 Narziß und Goldmund Kunstkritik "Goldmund gehörte nicht zu jenen unseligen Künstlern, welche wohl hohe Gaben haben, zu ihrer Äußerung aber nie die rechten Mittel finden." "[…] welche aber nicht den Weg finden, sich dieser Bilder wieder zu entäußern und sie zur Freude der anderen herauszustellen und mitzuteilen." "Solange eine Arbeit ihn fesselte, ihm schwierige Aufgaben stellte oder ihn seiner Fertigkeit bewußt und froh werden ließ, war er ein eifriger Arbeiter." "[…] vielmehr war es der andere, es war Narziß, der sich seiner Künstlerhände bediente, um aus der Vergänglichkeit Vergänglichkeit und Veränderlichkeit des Lebens herauszutreten und das reine Bild seines Wesens darzustellen." "Ach, dass aus Menschenhänden doch einzig solche Kunstwerke hervorgehen möchten, solche heilige, notwendige, von keinem Wollen und keiner Eitelkeit befleckte Bilder!" "Die Kunst war eine Vereinigung von väterlicher und mütterlicher Welt, von Geist und Blut" "Alle jene Kunstwerke, die wahrhaft erhaben und nicht nur gute Gauklerstückchen, sondern vom ewigen Geheimnis erfüllt waren […] hatten dies gefährliche, lächelnde Doppelgesicht, […] dies Beieinander von Triebhaftem und reiner Geistigkeit" ("Narziß und Goldmund", Hermann Hesse) mit Evgenij Evgenij Gottfried -Gottfried-Kunsttransport Flügeltürarbeit, Papprollen, verhüllte Arbeiten von Hochschule in Arbeitsraum gefahren (20 EUR) Testbild Öl auf Leinwand zerstört, Zwischenzustand mit freier Bandage[?] interessant Kinderzeichnung Kinderzeichnung kindliche Zeichnung, A0, 31 kinderzeichnung9-m.jpg in A0 mit 16 A4-Blättern umgesetzt Motiv in A4 neben Emma Emma am Esstisch entstanden (in A4 allerdings obere Figur nicht kindlich genug gezeichnet)
notiert in Barcelona eventuell aufsuchen: Fundació Joan Miró , Museu Europeu d'Art Modern (MEAM) , Museu d'Art Contemporani de Barcelona (MACBA) in Basel: Jean Dubuffet Jean Dubuffet (Fondation Beyeler) Einzelgespräch Bachmann zwei ABS-Platten 1 mit doppelseitiger Klebefolie zusammengeführt 2 mit Kunststoffkleber Ruderer L530 verklebt demnächst Motiv auf beide Ergebnisse fräsen Kunstkritik über "Diplom-Künstler Diplom-Künstler " geredet was ein Diplom einem Künstler nicht bringt über den ständigen Zweifel Zweifel (anscheinend nicht nur bei mir so) diskutiert eine seiner Kommilitonen - besonders gute Zeichnerin - ist jetzt Friseuse über verschiedene Ansätze von Professoren geredet (einmal prägend für eigene Arbeit und einmal dem Kunststudenten Kommilitone wenig vorgegeben) über Beuys Joseph Beuys "Jeder Mensch ein Künstler" geredet (Erweiterung Künstler-Begriff zu Alltagstätigkeiten hin) überfüllte Kunsthochschulen über geschönte Biografien geredet Ausstellung Halle 14 Spinnerei , ohne Erwähnung, dass es Klassenausstellung war so kommt es "wichtiger" daher (Wühler!) bei Klassentreffen kann nur oberflächlich über Arbeit diskutiert werden, vor allem, weil - außer Professor und Dozent Dozent - alles Studenten sind, die selber noch dazulernen einer meiner Kommilitonen scheint sich nicht zu trauen seine gerade bei Bachmann gefertigte Skulptur in der Klasse vorzustellen Kommilitone kann sich nur oberflächlich mit Skulptur beschäftigen, solange es ein "Projekt" bleibt ansonsten wäre das ein jahrelanges Studium, was erst einmal nicht zu Ausstellungen führen würde Kritik an Ausstellungen im Grundkurs (sofort veröffentlichen, anstatt sich selber zu finden) Wie schafft man es, seine Arbeit zu zeigen, ohne sie zu platt zu beschreiben ("Mit meiner Arbeit hinterfrage ich kritisch …")? Bachmann hat sich offenbar als Student auch manchmal geweigert vorm Professor seine Arbeiten zu begründen notiert … verhüllt verhüllt ! geplantes Treffen mit Clemens ausgefallen / dafür Gespräch mit Evgenij Evgenij Gottfried
verhüllt verhüllt Standpunkt Kunstkritik ausgedruckt, im Klassenraum aufgehangen u. a. "Das Verhüllen von Kunst zeigt, was ich über Gegenwartskunst Gegenwartskunst denke." "Warum zeigen?" "Sie kann also wachsen, ohne störendem Einfluss von außen. Sie kann andere, neue Wege gehen. Sie kann aber auch scheitern Erfolg . Nur weiß das der Betrachter?" "Vibrieren, weil in dem Kasten selber etwas blüht, quillt, den Rahmen zu sprengen droht. Das, was der Kunst abhanden gekommen ist, die eigene Position und der Blick in die Zukunft, kann wiedergeboren werden, ohne Altes zu wiederholen!" "Verhüllte Kunst ist alles und nichts. Verhüllte Kunst ist tot und voller Lebenskraft zugleich. Verhüllte Kunst verweigert sich dem Gesehen werden und hinterfragt damit alle andere Kunst." vordere Holzplatte mit Holzleisten verbunden, genagelt, für Dienstag im Klassenraum aufbewahrt
Kurs Farbe Weiss verhüllt verhüllt Test verhüllte Arbeit mitgebracht und vorgestellt sehr ausführliches Gespräch über persönlichen und kunstkritischen Hintergrund sowie Betrachter-Perspektive Frage nach Öffnung des Ateliers (Arbeiten dort bei Besuch auch verhüllen, nur Arbeitsraum mit Materialien und Werkzeug erfahrbar?) Titelproblematik erst einmal Wunsch nach kompletter Verweigerung, eventuell Auflösung mit der Zeit (auch wenn noch nicht vorgesehen) Käufersicht: Mitwisser über Inhalt (Notizen von übermorgen) Kunstkritik Kunst "[…] wobei diese Entwicklung in Deutschland besonders begünstigt wurde durch Hitlers entartete Kunst Anti-Moderne Schmähung. Jeder narzißtisch-egozentrische Pfuscher, Murkser und Hochstapler konnte daher im Dunstkreis der Schutznebelwolke 'entartet' im Nachkriegsdeutschland zum wundersamen modernen Kunst-Genie Genie emporen." "Die Wirkung ist immer relational und gilt niemals absolut oder abstrahiert von konkreten Betrachtungszusammenhang." "Künstler wissen ja oft gar nicht, wie sie zu ihren Gestaltungen kommen und das ist letztlich auch gar nicht nötig. Künstler sollen Gestaltungen schaffen, die von den Betrachter- und KonsumentInnen als künstlerisch wertvoll erlebt werden. Das ist alles, nicht mehr und nicht weniger." als Kunst wahrgenommen ist abhängig von: 1 Kultur (wie atzekisch, islamisch, abendländisch) 2 Situation (wie historisch, aktuell und momentan) 3 Ort (wie Museum, Galerie, Kunstakademie, Schule, Vernissage Vernissage , Alltag) 4 Künstler (wie bekannt, berühmt, unbekannt, Laie, Kind) 5 Gegenstand (wie Gattung [Graphik, Bild, Skulptur, Raum], Sujet [Thema], Stil, Ausführung, Material, Inhalt und Form) 6 Betrachter (Kultur, Herkunft, Bildung, Abneigung, Vorlieben, Einstellung, Anspruch, Erfahrung, Verfassung) = es gibt keinen objektiven Kunstbegriff Eindruck ergibt sich aus 1 Werk und 2 Erfasser (Reiz und Reaktion)
Kunstkritik zeitgenössisch zeitgenössisch Meisterwerk (klassische Moderne) = Fremdwort in der Gegenwartskunst Gegenwartskunst Malerei kein Leitmedium mehr Utopien der Moderne kein Thema mehr für Deutung der Welt kein Genie Genie und besondere technische Fähigkeiten mehr notwendig Biennalen, seit 1989 weltweit neu gegründet = "Ursituation der Globalisierung" Themen der Gegenwartskunst: politische, wirtschaftliche, soziale Krisen sowie Verhältnisse zwischen Ökonomie und Politik oder Ästhetik und Ethik keine Behandlung von Utopien mehr (Blick in die Zukunft), sondern aktuell ungelöste Probleme im Vordergrund zeitgenössisch = hier und jetzt häufige Kritik an Gegenwartskunst: erscheint einfach, willkürlich, nur Fachpublikum verständlich Problem vieler Künstler: eigenes Werk wird von Kunstkennern mit "Bedeutungsschichten über Bedeutungsschichten geschwängert" Vorteil Unverständnis: Besucher dürfen sich wie Kleinkinder fühlen, neu entdecken, sich wundern Kommentar dazu: "Wenn das alles ist […] ist das verdammt wenig." "Denn leider ist diese Kunst […] belanglos, nur ein Spiel mit den Möglichkeiten der Technik. Schön und bestimmt kurzzeitig eindrucksvoll, aber eben genauso schnell auch wieder vergessen. Kunst als bloße mächtige Dekoration, ein schneller Hingucker, ohne Verweildauer, weil etwas fehlt: Bedeutung." "Künstler sind Kritiker, Kritiker Kuratoren und Kuratoren Künstler" Unreine, Hybride = Leitbild Hinterfragung schwer möglich, wenn Künstler, Kritiker oder Kuratoren sich in ihren anderen Eigenschaften selber hinterfragen müssten Grenzen (im Artikel auf Kritiker bezogen) sicherlich auch für Künstler vom Vorteil (man sollte kein Kurator kuratieren sein und gleichzeitig selber ausstellen [am besten noch auf der eigenen kuratierten Ausstellung!]) Anspruch auf Objektivität heute schwer verfolgbar: "allenfalls die Kunsthistoriker dürften einordnen und richten" "gerechtes Sehen": Verständnis von Kunst im 19. Jahrhundert, wo an das "höhere Wesen des Künstlers" geglaubt wurde heute: persönliches, relatives Verhältnis zur Kunst gefragt Leibniz: alle Erkenntnis ist vom Standpunkt des Erkennenden bestimmt
Standpunkt (von vorgestern) HGB Rundgang HGB Rundgang 2016 verhüllt verhüllt Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Die Verhüllt-Arbeiten, die sind eigentlich explizit für die Öffentlichkeit gemacht.
  • Also, dass sie … äh … fremde Leute sehen. Anders als bei den Geradenbildern. Oder überhaupt. Äh … Die Arbeiten, die ich sonst gemacht habe.
  • Die ja … Wo es mir immer schon gereicht hat, wenn [Sperren: ich] sie gesehen hab. Oder eins zwei drei andere Leute.
  • [Schlucke.]
  • Ähm … Und ich da gar nicht den Drang hatte, also habe, … ähm … sie auszustellen. Das brauche ich einfach nicht. Um sie zu schaffen. Da ist der Drang einfach nicht … ähm … äh … da, sie zu zeigen.
  • Das ich sehr gut finde. Dass sie nicht … ähm … Dass ich sie nicht gemacht habe, … ähm … um sie zu zeigen. Sondern halt eher gemacht habe, weil ich halt das Verlangen hatte, sie zu machen.
  • Selbstzweck. Oder so.
  • Und bei den Verhüllt-Arbeiten ist es nun aber anders. Die … ähm …
  • [Schlucke.]
  • Zum einen … ähm … brauche ich selber auch ein paar, die ich mir immer wieder angucken kann. Einfach um mich wieder dann sozusagen runter zu holen. Ähm … Von dieser … ähm … Von diesem Überzeugtsein, was man macht. Und dann wieder im Hinblick auf die … äh … auf die … äh … auf die große Zeit, die vor einem war. Die gerade ist und die in der Zukunft sein wird.
  • [Schlucke.]
  • Und wo man keine Rolle mehr spielen wird.
  • Also ich selber brauche das auch immer wieder so als … äh … [Sperren: Zeichen]. So wie andere ein Kreuz über der Tür brauchen. Oder so. Ähm … Sozusagen eine Glaubens… äh … Frage. Oder …
  • Na. Ein Statement halt so vor sich selber!
  • Und … ähm … Ich brauche selber ein paar. Aber eigentlich, wenn ich halt weiter verhülle, …
  • [Schlucke.]
  • … haben diese Verhüllungen kein … kein … ähm … kein [Sperren: Sinn] halt. Wenn ich jetze hier fünfzig Stück aufhängen bei mir würde. Denn ich will ja … äh … Oder ich hab ja diesen Drang zu arbeiten.
  • Ich brauche bloß ein paar Hinweise immer wieder darauf. Um … ähm … Um mich wieder … ähm … Um wieder runter zu kommen.
  • Das heißt, … ähm … diese fünfzig … äh … Stück, … äh … wenn die da sind, die … die sind da, um … ja … um ein Statement … Also um meine Ansicht über … äh … Kunst …
  • Über, meinetwegen, … über zeitgenössische zeitgenössisch Kunst …
  • Ich lebe ja nun einmal [Sperren: jetzt].
  • Deshalb reagiere ich darauf.
  • Ähm … In die Welt zu transportieren.
  • So.
  • Und das Lustige ist halt, … äh … ich … äh … ähm … Die Arbeiten, wo ich gar keinen Drang habe, sie zu zeigen, … ähm … zeige ich zwar, aber sie können halt eben nicht gesehen werden.
  • Deshalb ist da … äh … gar kein Widerspruch erst einmal.
  • Und … ähm … Ich hab aber gleichzeitig diesen Drang halt, diese Verhüllung … ähm … zu zeigen. Die ja für mich erst einmal … äh … keine Arbeit an sich darstellt.
  • Also keine … Also kein [Sperren: Kunstwerk]. Äh … In dem Sinne.
  • Auch wenn es dann natürlich dazu kommen wird!
  • Das weiß ich jetzt schon.
  • Auch … äh … Je mehr ich darüber halt nachdenke. Und … äh … Je mehr ich die Nägel, die ich benutze, … oder die Holzplatten halt mit … ähm … auflade. Mit … ähm … Gedanken.
  • [Schlucke.]
  • Ähm … Aber ich kann sozusagen die Kunst, die ich eigentlich nicht zeigen will … ähm … die zeige ich nicht. Also die kann nicht gesehen werden. Aber … Ich zeige sie. Und … ähm … die Verhüllung, die explizit … äh … zum Teil, zum größten Teil halt für halt andere gemacht ist.
  • Also ich … Die … Die war ja dann nicht bloß vor mir selber zu verhüllen. Sondern eben auch vor anderen. So.
  • Und … Das bekomme ich halt nur hin, wenn ich die Arbeiten auch nach außen transportiere.
  • So.
  • Der Rundgang HGB ist jetzt halt nur …
  • [Schlucke.]
  • … ein kleiner Klacks. Das ist klar.
  • Ähm … Ich muss jetzt halt lediglich, wenn ich mir jetzt überlege, das … ähm … auszustellen, … ähm … Denn es macht jetzt eben keinen Sinn fünfzig Verhüllungen zu machen und die stapeln nicht dann bei mir. So.
  • Daran … ähm … blühe ich ja sozusagen selber auch nicht mehr auf.
  • [Schlucke.]
  • Ähm … Ja … Wie ich sie nach … nach … Wie ich sie rausbekomme. So.
  • [Pause.]
  • Was mich dann erst … Also was ich dann erst einmal überlegen muss, so oder so: Was will ich damit … ähm … eigentlich sagen.
  • Also das ist eine sehr konzeptuelle Arbeit. Das ist klar. Das ist jetze nicht … ähm … nicht eben … Also bei den Geradenbildern steht ja auch ein … ähm … eine große Idee dahinter. Aber die eigentlichen Arbeiten, also wenn das jetze Porträts sind oder so, die sind halt eher so sinnlich. Also du nimmst sie halt war. Du siehst sie. Du kannst damit was anfangen. Und kannst dich da so reinbegeben. Ohne jetzt … ähm … alles erklärt zu wissen.
  • Die … Die funktionieren da glaube ich … Wenn da ein Motiv drauf ist, für sich selbst. Ohne Erklärung. Denke ich mir.
  • Jetzt … äh … Ja.
  • [Schlucke.]
  • So. Und … ähm … Bei diesen Verhüllungs-Arbeiten. Die sind … Die … Das … Das ist ein Konzept eher. Das ist keine … Wie ich sie sehe … Nicht die Kunst. Die eigentliche. Das ist ein [Sperren: Konzept]. Und … Ich muss es jetzt halt schaffen, für mich jetzt dieses Konzept auf einen Punkt zu bringen.
  • Also ich habe jetzt ja noch mehrere Sachen da hinein … ähm … hinein … ähm … gemischt. Also wie es halt anfing. Mit der übertriebenen Selbstinszenierung Inszenierung , die ich halt loswerden wollte.
  • Und dann halt aber, wie ich, das fand ich dann ja noch interessanter, selbst geschafft hatte, aus der persönlichen … äh … Krise, dem persönlichen Problem, auf das … äh … auf eine Kritik der Gegenwartskunst Gegenwartskunst zu kommen.
  • Also das diese persönliche Krise jetzt natürlich nicht nur in meinen vier Wänden existiert. Oder da entstanden ist. Sondern sie ist halt in Verbindung mit dem da draußen entstanden. Und das da Draußen ist nun einmal die zeitgenössischen Kunst.
  • So. Was ich halt sehen kann. Was andere machen.
  • Damit habe ich ja schon einmal eine Brücke geschlagen zu … zu den da draußen. Also zur Kunst da draußen.
  • [Schlucke.]
  • Muss es jetzt halt nur schaffe, das … ähm … ähm … na ja, ganz kurz und knapp halt … ähm … für mich selber und auch für andere dann halt … ähm … darzulegen.
  • Egel, wie … äh … wie ich das jetze … ähm … Das ist ja ein riesen großer Batzen, eigentlich. Dann noch einmal richtig ausführlich aufschreibe und mir darüber Gedanken mache.
  • Aber dass ich es halt schaffe, … ähm … dieses ganze riesengroße Ding halt ganz kurz zu erklären. Auch wenn da noch Fragen offen bleiben.
  • Oder so.
  • So. Und wenn ich das halt habe. Also … Das auf den Punkt gebracht habe, kann ich prinzipiell das auch nach Außen tragen. Also neben dem Rundgang, wo ich jetzt ja für mich selbst dann verantwortlich bin, wenn ich da 'ne … ähm … Fläche miete, was für mich ganz praktisch ist. Da muss ich niemandem etwas erklären. Sozusagen.
  • Ähm … Bei einer Ausstellungsbeteiligung, wenn das jetzt sowas wäre, müsste ich dann halt … ähm … sowas einreichen. So ein Konzept.
  • Und …
  • [Schlucke.]
  • Und … halt auch mit der … ähm … mit der Idee, warum ich es genau so verhüllt hab. Da gibt's ja … Da hab ich ja inzwischen auch unterschiedliche Arten. Mit Rahmen. Ohne.
  • Schattenfugenrahmen. Komplett … ähm … verhüllt.
  • Mit … äh … ja … Glas dazwischen. Und so weiter.
  • Also … Hat ja alles irgendwie eine andere … 'ne andere … ähm … nen anderen Themenschwerpunkt.
  • Oder auch mit dem Titel zum Beispiel. Mit der Technikangabe. Wo ich jetzt ja noch dieses Problem habe … ähm … Mir überlegen zu wollen, zu müssen, … äh … gebe ich an, dass da ein Porträt drinne ist?
  • Ähm … Ist das schon zu viel? Geht das von meiner eigentlichen Idee weg?
  • Geb ich wenigstens an, … äh … dass es da Fotografie drinne ist? Oder ist das auch schon zu viel?
  • Obwohl Fotografie ja erst einmal nichts … noch nicht halt … ähm … mein eigenes Thema wiedergibt. Es ist halt nur eine Technik.
  • So.
  • Das Thema wäre das Porträt. Zum Beispiel. Das würde ich dann ja noch nicht verraten. Aber schon einmal die Technik. Und … Das ist halt die Frage. Ist das schon wieder ein Zuviel? Oder ist das ein Mittelweg zwischen … ähm … noch nicht wirklich Verraten, was ich … ähm … was ich verhülle? Und halt dem, dass halt der Betrachter trotzdem … ähm …
  • [Schlucke.]
  • … davor stehen bleibt und halt … ähm … ja … leicht gebannt ist. Also zumindestens sich da mit identifizieren kann. Also sich etwas vorstellen kann. Und nicht sofort weitergeht, weil er … weil es komplett 'ne Sperre ist.
  • Diese … äh … äh … Diese Spanplattenbox.
  • Da muss ich halt noch überlege. Das ist klar. Das mache ich ja jetze eh wegen dem Rundgang noch einmal.
  • Da geht's ja jetze … Das ist ja jetzt das Thema mit dem Professor.
  • Genau.
  • Also … ähm … ähm … Die verhüllten Arbeiten sind eigentlich für das da Draußen gemacht.
  • Zum [Sperren: zeigen].
  • Möchten ausgestellt werden!
  • [Sperren: Sollen] ausgestellt werden!
  • Anders als bei allen anderen, die ich bisher gemacht hab, ist dass das Ziel davon.
  • Eigentlich.
  • [Aufnahme Ende.]
Siebdruckplatte für Ohme im Klassenraum hinterlegt, einen Bilderrahmen "liegender Akt Akt " abgeholt Geradenbild Geradenbild Glasscheibe zwischen Plotterzeichnung und Foliendruck kein Problem, Bildtiefe +- 0,5 mm in Ordnung Werkstatt AV-Labor 1 einmal Selbstporträt Selstbildnis mit rot, grün und blauer Farbe leichte Drehung grüner und blauer Farbe (um -0,5° und -1°) Standpunkt Mit der Verdreifachung der Geraden und der leichten Drehung möchte ich die Bewegung, die der Geraden theoretisch inne liegt, auch materiellen Ausdruck verleihen. Ob mir das gelingt, wird das Ergebnis zeigen. Ergebnis mit RGB: unzufrieden, da überfüllt und zu verwaschen bei zweitem Plott Zentrum im Auge, nur rot (0°) und blau (-1°) 2 Selbstporträt einmal in rot und blau, leichte Drehung, Auge im Zentrum Kunstkritik Relevanz der Kunst "Die Frage nach der Relevanz" Soll Kunst den Wissenschaften assistieren oder sind künstlerische Denk- und Wahrnehmungsanregungen eigene Wissensformen? Plato: das Schöne, das Wahre und das Gute umreißen unzertrennliche Trias schön <=> gut <=> wahr schön = angenehm? gut = wertvoll? wahr = das Richtige? heute neuer Überbegriff: Relevanz Tendenz gegenwärtiger Künste: "Artistic Research" prüft Erkenntnisleistung und Wissenschaftsfähigkeit der Künste Können sich durch künstlerische Denk- und Wahrnehmungsanregungen eigene Wissensformen entwickeln? Kunst dabei nicht als Zuarbeiter der Wissenschaft gesehen nicht Kunstwerk sondern die Recherche beansprucht dabei Relevanz [?] Deutscher Kulturrat Kunst spiegelt gesellschaftliche Debatten wieder bietet Reibungsflächen zur Auseinandersetzung mit Wirklichkeit Kunst = Ausdruck menschlichen Daseins Diskurse der Gesellschaft in Kunst sichtbar Den meisten Künstlern wird das doch total egal sein, oder? Förderung sei keine Subvention sondern Investition "Systemrelevante Kunst" Kunst an sich ("bei aller subjektiven Wertschätzung") unbedeutend Kunst kann aber aufmerksam machen, Missstände aufdecken, zum Denken anregen Schafft es die Kunst des 21. Jahrhundert auch, über die Unverbindlichkeit des rein Formalen, Strukturierten und Informellen hinauszuwachsen und wieder Stellung zu beziehen?
(mit Notizen von morgen) HGB Rundgang HGB Rundgang 2016 Siebdruckplatte 55 x 75 cm für Fräse Fräse vorbereitet mit Ohme Programm-Code besprochen / Fehler behoben zwei Ganzkörperporträts (für Plotterdruck und Druck auf Folie) geplottet morgen zwei weitere plotten und Körperstudie (1 m lang bzw. längste Variante bei 42 cm breitem Papier) und Siebdruckplatte bei Ohme abliefern kurzes Gespräch mit Bachmann geführt er schlägt zweischichtige Kunststoffplatten vor (vordere Schicht = weiß, hintere = schwarz, dadurch gute Ergebnisse möglich) informiert mich, sobald Testplatten bestellt und angekommen sind Kunstkritik Vorlesung Relevanz der Kunst / Kunst der Relevanz (Mitschnitt durchgearbeitet, mit persönlichen Ansichten Beteiligter) "postsouveräne Moderne" wirkt nicht auf etwas, sondern befindet sich innerhalb von Dingen, Verhältnissen, Relationen und Interaktion diese prägen, strukturieren und machen die Postmoderne Postmoderne aus Freiheit ist Teil der Postmoderne / wird von ihr vorausgesetzt radikal radikal Radikal zu sein bedeutet Terror Kritik an etwas ermöglicht ein bisschen anders zu sein, aber immer noch mitten im "Spiel der Kräfte", also nicht außerhalb Wie kann eine zeitgenössisch zeitgenössisch künstlerische Praxis aussehen, die sich gesellschaftlicher Verantwortung entzieht? Teilnehmer will keinen "Leitfaden" für relevante Kunst vorstellen (wäre sehr angreifbar gewesen) möchte Frage in Bestandteile auflösen, keine Antwort liefern Kunst aus materialistischer Perspektive[?] im gesellschaftlichem Kontext: Tendenzen politischer Haltung als Spuren in Kunst wiederzufinden (auch ohne Intention Intention des Künstlers) Aufteilung künstlerischer Praxis in gut und schlecht zu einfach gedacht Für wen oder was macht man Kunst? Wer darf über Relevanz meiner Kunst urteilen? Gegen wen richtet man sich mit seiner Position? Teilnehmer findet es schwer, über relevante Strömungen / Praxen zu sprechen Adorno Theodor W. Adorno : Kampf zwischen Befürwortern und Gegnern / Kunstwerken und "entkunsteten Dingen" verhüllt verhüllt notiert statt "Dilemma" Wort "Kampf" verwenden: "innerer Kampf zwischen (allzu menschlichem) Verlangen nach gehört zu werden und gleichzeitiger Infragestellung der eigenen (aber auch aller) künstlerischer Relevanz" Relevanz eigener künstlerischer Arbeiten bei Studenten: laut Meinung nicht geändert Themen haben sich nicht geändert (Fragen nach Selbstorganisation, nach Arbeitsbegriff, Politizität des kulturellen Schaffens, nach Kreativität) lediglich Konditionen, unter denen das stattfinden kann, haben sich geändert Kunstausbildung und Kunst sollen seit Bologna Effizienzkriterien gehorchen Selbstverantwortung steigt (Selbstorganisation und Administration, Verantwortung für gesellschaftliche Rolle etc.) wie kann dieses System für Unvorhersehbarkeit / neue Rollen / neue Aufgaben geöffnet werden? Hochschule = Unmöglichkeitsraum, wo angenommene Regeln außer Kraft gesetzt und neu geordnet werden können notiert insgesamt: überladen mit Fachbegriffen und Wörtern, die etwas eigentlich einfaches kompliziert machen meistens gar nichts verstanden, da mit für mich Neuwortbildungen überschüttet Standpunkt Diplom Arbeit verhüllt Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Gerade musste ich grinsen, bei der Vorstellung, dass ich … äh … auch beim Diplom dann … äh … lediglich verhüllte Arbeiten zeige.
  • Und über etwas spreche, was niemand sehen kann!
  • Also dass ich mich selbst dort dann dem Zeigen verwehre.
  • [Kratze mich am Hinterkopf.]
  • [Klick.]
  • Jetzt überlege ich halt gerade: Geht das denn?
  • Ähm … Diese Prüfung zu machen. Wo es ja um die eigene künstlerische Arbeit geht. Ähm … Ohne, dass halt … die Professoren, die … äh … Prüfer, dann etwas sehen können?
  • Worüber sie reden könnten?
  • Weil sie können ja noch nicht einmal … äh … dann über meine Arbeit reden. Oder ich kann nichts wirklich darüber erzählen!
  • Oder mit denen das diskutieren! Weil's einfach …
  • [Schlucke.]
  • … nicht sichtbar ist.
  • [Pause.]
  • Dann könnte also lediglich die Verhüllung sozusagen … ähm … Thema dieser … Diplomarbeit sein.
  • Was ich gar nicht einmal so schön fände! Vielleicht. Sondern, dass eigentlich zur Diplomarbeit schon … äh … das, was ich halt eigentlich behandeln, gehört.
  • Sagen wir jetzt zum Beispiel die Geradenbilder.
  • Und dass ich das aber eben nicht zeige. Sondern eben dann: [Sperren: verhülle].
  • Aber dass die Verhüllung eigentlich gar nicht … ähm … die Arbeit ist, die ich da vorstellen will.
  • [Schlucke.]
  • Vielleicht dass dann im Endeffekt während dieser Runde … äh …, dann natürlich von deren Seite aus, gesagt wird, dass … äh … über meine eigentliche Arbeit nicht geredet werden kann. Da können sie gar nichts machen.
  • Sie können auch nichts benoten. Oder wie das dann abgeht. Sondern dass wir halt überschwenken müssen zu dem, was sie sehen.
  • Und zwar: [Sperren: nichts].
  • Beziehungsweise … Die Holzkästen.
  • Zum Beispiel.
  • [Pause.]
  • Wenn ich mich dann dem verweigere, darüber etwas zu sagen, …
  • Besteht man dann das Diplom oder nicht?
  • [Klick.]
  • Die Vorstellung ist zumindestens … witzig!
  • [Aufnahme Ende.]
1 x Daumennagellänge Alkohol Whisky
Kunstbegriff Gute Kunst "Was ist gute Kunst", Herausgeber Wolfram Völcker Unterschiede gute / schlechte Kunstwerke Anziehungskraft einiger Kunstwerke 1 reine Geschmackssache 2 gute Kunst im Museum 3 Qualität der Kunst nicht definieren / messen "Und doch - es gibt Indizien. […] Immer dieselben Namen. Oft dieselben Werke. Meistens die gleiche Meinung. […] Ausstellungsbesucher stehen vor denselben 'Bildern' und bewundern Dürer Albrecht Dürer , Matisse Henri Matisse oder Baselitz Georg Baselitz ." A keine Begründung, da Menschen (auch Kuratoren, Galeristen, …) von Natur aus auf Bewährtes zurückgreifen und somit einige Namen / Werke hervortreten B als Ausstellungsbesucher MUSS ich das sehen, was ausgestellt wird / was bereits gehypt ist 1. Eindruck: 1 Originalität der Arbeit 2 Neuartigkeit 3 Geschmackssache danach: 1 Kraft, Impulse zu geben 2 nach Jahren noch Neues / Ungesehenes offenbaren 3 Stringenz 4 Glaubwürdigkeit 5 Konsequenz Künstler allgemein ebenfalls: 1 stringent / schlüssig 2 glaubwürdig 3 konsequent immer: subjektiv, vom eigenen Betrachtungswinkel abhängig (u. a. bei Skulpturen Verhältnis zum umgebenden Ort) bei zeitgenössischer Kunst: Software (Intervention, die Künstler in unserem Denken vornimmt) wichtiger als Hardware (Werk an sich / Handwerk Handwerk ) Qualität Videokunst Frage nach Qualität am Anfang (um 1965) für Künstler nicht wichtig (Spielzeug, erweitert Skizzenbuch) Qualität (neben historischen und thematischen Trends) auch durch Umgang mit technischen, ästhetischen, emotionalen Details bestimmt vorteilhaft: "Das kann ich am besten mit einem Videotape ausdrücken" (siehe 4.9.) Präsentation mit entscheidend: 1 Projektion im Raum 2 Monitor 3 als skulpturales Ensemble / mehrere Monitore Technik sollte Inhalt verpflichtet sein, Nachbearbeitung sinnvoll genutzt werden Kunstkritik Pullmann & Muse Muse "Die Pose", 30/30 gedankliche / weltanschauliche / künstlerische Position / Haltung / Gesinnung im Kunstraum beziehen Nachfrage nach Veränderung und Stillstand Stillstand konsequente Verfolgung nicht möglich / führt zum Gegenteil des Gewollten Progressiver Künstler = mit blindem Eifer sich verändernder / nach vorne strebender Künstler jeder Unsinn kann als große Offenbarung dem Kunstraum angedreht werden (siehe Höhepunkt Duchamps Pissoirbecken) Künstler als verhaltensauffälliger Systemkritiker = eigentlich harmlos / Unterhaltungswert Meinung Publikum bestätigen oder ablehnen = als Event angesehen 100 Jahre später wird "Dummes" zur großen Kunst erhoben "Solange hab ich aber nicht Zeit, Frau Muse."
Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein, 1939, Paul Klee
Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein, 1939, Paul Klee
Kunstlehre Paul Klee Paul Klee Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein, 1939, Paul Klee mann-sein.jpg notiert "Sich sammeln - aufstehen - ein Mann sein" erinnert formal an Karte "Hampelmann" "Schöpferische Konfession" (1920), Paul Klee Abschnitt 3: grafische Elemente sollen Formen ergeben, ohne sich dabei zu opfern Formen / Gegenstände: meistens aus mehrere Elemente im Zusammenhang Flächen: zueinander in Beziehung tretende Linien (wie Anblick von bewegten Wasserläufern) unendliche Variationsmöglichkeiten durch formale Sinfonie "Am Anfang ist wohl die Tat, aber darüber liegt die Idee" Luther: "Im Anfang war das Wort" (Johannes, Kapitel 1) Abschnitt 4: "Bewegung liegt allem Werden zugrunde" Zeit für Entstehung von Linie über bewegenden Punkt "Zum Verstehen eines Bildwerks gehört ein Stuhl.", Anselm Feuerbach, 1829 - 1880, deutscher Maler (Ermüdung des Körpers bei Betrachtung von Bild entgegenwirken) "Zeitlos ist nur der an sich tote Punkt" Kunstwerk = Genesis (altgriechisch "γένεσις" = "Schöpfung", "Entstehung", "Geburt"), niemals nur als Produkt erlebt Betrachten von Bild = zeitliche Tätigkeit (Teil für Teil des Bildes wird aufgenommen) "Das bildnerische Werk entstand aus der Bewegung, ist selber festgelegte Bewegung und wird aufgenommen in der Bewegung (Augenmuskeln)" Trifft das auch vollständig auf interaktive Netzkunst net.art zu? Abschnitt 5: alte Kunst = Dinge, die erlebt wurden, gesehen werden konnten oder gern gesehen worden wären neue Kunst = Relativität der sichtbaren Dinge offenbart (latente Überzahl anderer Wahrheiten als der nur abgebildeten) Gut-Böse-Beziehung Böse = mitschaffende Kraft am Ganzen, Mitfaktor Zeugung und Entwicklung Gleichzeitigkeit urmännlich (böse, erregend, leidenschaftlich) und urweiblich (gut, wachsend, gelassen) urmännlich + urweiblich = Zustand ethischer Stabilität "Aus abstrakten Formelementen wird über ihre Vereinigung zu konkreten Wesen oder zu abstrakten Dingen […] zum Schluss ein formaler Kosmos Kosmos geschaffen" Abschnitt 6: Beispiel "Mensch schreitet über Deck eines Dampfers" 1 eigene Bewegung 2 Bewegung des Schiffes 3 Bewegung des Wassers 4 Rotation Erde 5 Bahn Erde 6 Bahnen von Monden und Gestirnen 7 usw. "Ergebnis: ein Gefüge von Bewegungen im Weltall, als Zentrum das Ich auf dem Dampfer" Gefüge von Zuständen des Wachstums (Beispiel blühender Apfelbaum) Gefüge von Funktionen zur Ruhe (Beispiel schlafender Mensch) Abschnitt 7: Polyphonie (altgriechisch "πολύ" und "φωνή" = "viel, mehr" und "Stimme"): verschiedene Arten der Mehrstimmigkeit Herstellung Ruhe durch Bewegungsausgleich Formfragen: "ausschlaggebend für formale Weisheit, aber noch nicht Kunst" Aufruf: Villegiatur ("Sommerfrische") der Kunst nutzen, Gesichtspunkt wechseln, ablenkende Stärkung vor Rückkehr "zum Grau des Werktags" "Über den Wert der Kritik": Veröffentlichung in Heft, Rundfrage u. a. auch an Max Beckmann Max Beckmann u. a. "Besitzt die Kritik Einfluss auf das Publikum?" - "Die kommerzielle Tragweite gebe ich zu" "Wege des Naturstudiums": Festschrift Bauhauswoche (Weimar), August 1923 Kunstkritik Pullmann & Muse Muse "Laissez-faire", 29/30 Kunstlehre Klinger Max Klinger Malerei und Zeichnung, Tagebuchaufzeichnungen und Briefe "Malerei und Zeichnung Radierung jede, auf besondern Principien beruhende Künste seien" "die jede ein Gebiet hat, wo die andre, ohne auf die Dauer sich Zwang Zwang anzuthun, nicht folgen kann" Malerei durch Mittel auf äußere anschauliche Welt, Natur, Harmonie der Gegenstände angewiesen Malerei / Skulptur / Architektur: hauptsächliche Auseinandersetzung mit äußerer Erscheinung Kunstgattung Zeichnung: ohne Farbe, arbeit nur mit Licht "wahre Organ der Phantasie in der bildenden Kunst" Modellierung bei Zeichnung auf ein Minimum beschränkbar undefinierter oder gar kein Hintergrund Zeichnung: bestes Feld, "seine Lebens- seine Weltanschauung nieder zu legen" zu eigenen Arbeiten: "Entweder es ist etwas Künstlerisch werthvolles in meinen Sachen, oder; es ist ein Schein davon drin, und auf diesen hin, als Plakat, werde ich mode."
Aufsätze, Vorträge, Rezensionen und Beiträge zur bildnerischen Formlehre, 1987, Günther Regel
Aufsätze, Vorträge, Rezensionen und Beiträge zur bildnerischen Formlehre, 1987, Günther Regel
Meine Bude, 1896, Feder, Pinsel und Bleistift auf Zeichenkarton, Paul Klee (Zentrum Paul Klee, Bern)
Meine Bude, 1896, Feder, Pinsel und Bleistift auf Zeichenkarton, Paul Klee (Zentrum Paul Klee, Bern)
XY-Plotter Robot, ansteuerbar mit Arduino
XY-Plotter Robot, ansteuerbar mit Arduino
Kunstlehre Paul Klee Paul Klee Aufsätze, Vorträge, Rezensionen und Beiträge zur bildnerischen Formlehre, 1987, Günther Regel Günther Regel paul-klee.jpg "Ich sah auch (mit Recht) gar nicht ein, dass aus fleißigen Aktstunden jemals Kunst werden könnte … Ich sollte ein Mensch werden vor allem, die Kunst würde dann draus folgern." nicht Akt Akt für Akt zeichnen und nach starren Regeln der Kunst komponieren sondern seine "voller Leben durchtränkte Beziehung zur Wirklichkeit" in Kunst umsetzen Meine Bude, 1896, Feder, Pinsel und Bleistift auf Zeichenkarton, Paul Klee (Zentrum Paul Klee, Bern) meinebude.jpg Bedürfnis nach absoluter Form 1901 - 1902 (21 / 22 Jahre alt) erste Italienreise studierte "mit den Augen und den schöpferischen Intentionen des produktiven Künstlers" Werke der Antike Antike und Renaissance Renaissance Bildung eigenes Urteil über Kunstwerke "So weit bin ich jetzt, dass ich die große Kultur der Antike und ihre Renaissance überblicke. Nur zu unserer Zeit kann ich mir kein künstlerisches Verhältnis denken Und unzeitgemäß etwas leisten zu wollen kommt mir suspekt vor. Große Ratlosigkeit." "Ich will mir insbesondere nie vorwerfen, dass ich aus Unkenntnis verzeichne." während Italienreise: "Ich will die meisten Fäden, die mich mit früher verbinden, durchschnitten wissen." / "Ich trenne mich, von denen ich lernte. Undank der Schule! Was belibt mir dann? Nur Zukunft." künstlerische Selbstfindung in der Folgezeit / Ausbildung eigenständiger Gestaltungsweise "Die Kunst, das Leben zu meistern, ist die Grundbedingung zu allen weiteren Äußerungen … Nicht nur das Leben in Praxis zu meistern, sondern greifbar innerlich zu gestalten und einen möglichst entwickelten Punkt dabei einzunehmen" "Ich hoffe immer, dass Echtheit des Wollens mehr Hemmung für mich sei als mangelndes Können" arbeitete hart / diszipliniert, aber mit Leichtigkeit, die Intuition Raum lässt zeichnete, radierte, malte gelegentlich, machte Naturstudien, fotografierte, studierte Anatomie mit Medizinstudenten, unternahm botanische Versuche, dichtete, las viel zwischendurch längere Pausen, "seiner Arbeit nicht zum Schaden" Entwicklung als Künstler / Kunsttheoretiker / Hochschullehrer durch 3 Aktivitäten 1 Erweiterung Kenntnisse über bedeutende Werke der Weltkunst in eigener Anschauung / Auseinandersetzung mit Gestaltungsweisen und zeitgenössischen Bestrebungen 2 intensive bildnerische Erkundungen / Herausfinden eigenes bildnerisches Weltverhältnis 3 auf eigene Kunstproduktion und -rezeption basierende Reflektieren über Kunst und künstlerischer Prozesse "Denn, dass ich nicht mit einiger Regelmäßigkeit gute Bilder male, resultiert eben aus meiner mangelnden Kenntnis von der Art eines guten Einzelwerkes" bei van Goghs Zeichnungen / Bildern und Ensors Grafiken bewusst geworden, dass Kunstwerk über Naturalismus hinausgeht, wenn Linie "als selbstständiges bildnerisches Element auftritt" Wunsch zwischen frühem (menschlich schön, aber als Maler weniger gut) und spätem (wunderbarer Künstler, aber gezeichneter Mensch) van Gogh Vincent van Gogh Mittelweg zu finden Reduktion der sichtbaren Naturerscheinung aktive Wirkung von "Zwischenräumen" erkundete Gestaltungsmittel und -prinzipien nicht auf "Vorrat" nur die, die bei Realisierung seines Weltverhältnisses und Aussageabsichten am besten dienen konnten bemüht um Ausbildung und Ausprägung seiner eigenen Gestaltungsweise Kunst steht über Wissen, Wissen nur Teil der Kunst negative Haltung gegenüber Theoretisiererei Ablehnung Annahme, man könne zur Kunst gelangen, wenn man nur die Theorie richtig anwendet Kunst in Umbruchssituation "Welch ein […] Schicksal, Waage zu sein zwischen hüben und drüben" "Dabei sei es nützlich und unerlässlich, sich auf die 'Uranfänge von Kunst' zu besinnen, wie man sie in den Bildnereien der Kinder, der naiven Maler, der Naturvölker und der Geisteskranken antreffe" Streben nach Einfachheit / Reduktion auf einfache Formen bei Wahrung eigenständiger Wirkung weitverzweigter Prozess in der Kunst des frühen 20. Jahrhundert im Konstruktivismus Konstruktivismus radikal radikal geäußert "In hellen Momenten überblicke ich nun zuweilen zwölf Jahre Geschichte des eigenen inneren Ichs. Das krampfige Ich zuerst, jenes Ich mit großen Scheuklappen, dann der Wegfall der Scheuklappen und des Ichs, jetzt allmählich wieder ein Ich ohne Scheuklappen." Kunstkritik Pullmann & Muse Muse "Der Feuerlöscher Feuerlöscher ", 28/30 Objekt (wie Punkt) im Kunstkontext = kein normales Objekt Muss Kunst als Kunst erkannt werden können? Ist es Kunst, wenn nur der Hinweis (Betitelung) darauf es zur Kunst macht? Musen-Dogma: "Ein Kunstwerk, das den Nachweis seiner Mittel nicht mit sich führt, ist kein Kunstwerk." ansonsten fällt Objekt in Lebenswelt zurück Feuerlöscher in Kunstraum wird zur Kunst, wenn von anderen Kunstobjekten nicht unterscheidbar Feuerlöscher = indirekte (ungewollte) Kritik am neuen Kunstbegriff "Wenn ein Verrückter, der einen Künstler vorgibt, von einem Künstler, der einen Verrückten spielt, in nichts zu unterscheiden ist, tritt das Problem des Feuerlöschers auf." Geradenbild Geradenbild Einzelgespräch Ohme Bresenham-Algorithmus Algorithmus in Computergrafik zum Zeichnen von Geraden oder Kreisen auf Rasteranzeigen (Punkte verbinden) im 2d-Abbild "Linie" mit letztem Wert bis zum nächsten Punkt "ziehen" f() = Funktion = Abbild mit mehreren Abbildern arbeiten (4 Verzerrungen) alpha, beta = Übergangsbereich-Zahlen / Wichtung bei jedem Punkt Summe von alpha und beta = 1 Wichtung mit map (je nach Bereich andere Wichtungen für Funktionen) map(px,30,50,0,1); 30 und 50: Zwischenbereich, in dem der Übergang stattfinden soll (bei 40 ist Verzerrungswechsel) constrain(); kleiner als 1. Wert = 1. Wert; Wert größer als 2. Wert = 2. Wert (abschneiden) Goldener Schnitt in Musik XY-Plotter Robot, ansteuerbar mit Arduino Arduino xy-plotter-robot.jpg Vorbereitung Testdrucke auf Plotter, PDF A0 führende Nullen einfügen: nf(a, 10);
Kunstkritik Künstlerisches Forschungsseminar Wolfgang Becker, ehemaliger Leiter einer Kunstschule Lernen durch Aufzeigen des Ungereimten (u. a. Aufgabe Professoren an Hochschule) "Abstraktion: Grundlage für gegenständliche Malerei" Voraussetzung für gegenständliches Arbeiten: Beherrschung Abstraktion Spannung in Konstellation von Linien erzeugen ohne Spannung in Abstraktion wirken technisch einwandfreie Arbeiten nicht Beziehung zwischen Elementen = Musik Schaffung Lebendigkeit im Künstlichen notiert Lebendigkeit in Linienbildern: durch (ungefähre) Richtungsangabe für Konstrukte (wie Wellenberge, Wolken) Wiederholung = kompositorisches Aufbauprinzip "Schon 'mal bemerkt?" für eigene Arbeiten: Auseinandersetzung mit Erkenntnissen in Neurobiologie "Man geht erst raus, wenn man wirklich was Besonderes zu sagen hat. Und nicht weil man ein Bildchen gemacht hat" "Mittelmaß in der Kunst ist eine Scheußlichkeit" "göttliche Linie": drückt aus, stellt dar, ein Zeichen Konzept = Beschreibung des Forschungsganges eines Künstlers überprüfbare individuelle Entwicklung Kunst = Forschung Kunst = aktuell, nicht kopiert Selbstbefragung: Was will ich der Welt vorzeigen? Wo stehe ich? Wie komme ich zur Darstellung? "90% der Künstler sind Möchtegernkünstler, […] nur gemachtes Handwerk Handwerk " grundlegende Erfahrung im technischen / theoretischen / geschichtlichen Gebiet wichtig Innovation = Erneuerung, Entwicklung in Kunst, Kunst neuen Schub geben insgesamt bei Videos: 1 Vortragender guter/lustiger Selbstdarsteller 2 viele nützliche Weisheiten 3 gut erklärt (muss aber im Praktischen nichts heißen) 4 Werbung für Kunstschule sticht hervor (meine Meinung zu privaten Kunstschulen ist allgemein verhalten)
Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (errichtet 1911 bis 1913 nach Entwürfen von Wilhelm Kreis)
Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (errichtet 1911 bis 1913 nach Entwürfen von Wilhelm Kreis)
Himmelsscheibe von Nebra (vor Restaurierung, 2002), © LDA Sachsen-Anhalt
Himmelsscheibe von Nebra (vor Restaurierung, 2002), © LDA Sachsen-Anhalt
Kunstgeschichte Ausstellung Himmelsscheibe von Nebra Himmelsscheibe von Nebra Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (errichtet 1911 bis 1913 nach Entwürfen von Wilhelm Kreis) landesmuseum-vorgeschichte.jpg Himmelsscheibe von Nebra (siehe 30. Oktober 2012) notiert Wie "Mona Lisa Mona Lisa " medial vergöttlicht / emotional überladen; kann realer Betrachtung nicht standhalten vor 3.600 Jahren mit Schwertern, Beilen, Armspiralen, Meißel auf Mittelberg bei Nebra vergraben dargestellt: 1 Vollmond bzw. Sonne 2 Sichelmond 3 Plejaden 4 symbolische Darstellung Nachthimmel später hinzugefügt: 2 Horizontbögen (Darstellung Jahresverlauf Sonne) , Sonnenbarke Himmelsscheibe von Nebra (vor Restaurierung, 2002), © LDA Sachsen-Anhalt himmelsscheibe-nebra.jpg Enden Horizontbögen: Winter- und Sommersonnenwende Plejaden in Kombination mit Sonne und Vollmond: Ernte- und Aussaatdaten im bäuerlichen Jahr Kunstkritik Ausbildungssituation Kunsthochschule "Im Haus der totalen Bastelfreiheit", Elke von Radziewsky Vortrag, Wolfgang Becker Zitate Professoren über Situation "Ich bin nicht dafür zuständig, mir Sachen anzugucken." (Martin Kippenberger) "Beamtete Künstler gibts nicht." (Markus Lüpertz Markus Lüpertz ) "Die Schüler profitieren schon genug davon, wenn er einmal über den Flur gehe." (Gotthard Graubner) "Deutsche Kunsthochschulen und Akademien sind keine sinnproduzierenden Lehranstalten mehr. Der Zerfall der Allgemeinbildung, die Auflösung des verbindlichen Fächerkanons […], die Relativierung der ästhetischen Maßstäbe und die unbegrenzte Auswertung des Kunstbegriffs haben an diesen Bildungsinstituten ein Niveau entstehen lassen […]" (Eberhard Fiebig) "Studenten sind zu sehr sich selbst überlassen.", "ohne Hintergrund und Tiefe", "orientierungslos" "[…] weil sie gar nicht wissen, was sie eigentlich wollen, nicht genug gelernt haben, was sie im Leben brauchen können. Deshalb versuchen sie das Studium so lange wie möglich zu besuchen, um im Mutterschoß der Universität mit allen Vergüngstigungen bleiben zu können." Kunst kann durch ernsthafte ästhetische Durchdringung ihrer Gegenstände genesen Ziel: Durchdringung der Grundlagen der Kunst alles andere: Gefühlsduselei und ständige Wiederholung "Aber nicht bei uns!" "Den Rat geben wir dann umsonst."
Kunstkritik Pullmann & Muse Muse 27/30 "Sie wandern durch die Ausstellungen, haben irgendwelche Kataloge in der Hand und lesen. Bild siebzehn: Paul Cézanne Paul Cézanne , Stilleben Stillleben mit Zwiebeln. Dann lesen sie, was auf dem Bild zu sehen ist, wann und warum es gemalt worden ist, schauen kurz hin und gehen weiter." "Der ganze Kunstsinn läuft nur noch über den Verstand. Fakten, Daten, Zusammenhänge" Kunstwissen <> Kunstsinn "In einer schnelllebigen Zeit werden Bilder eben konsumiert wie fast-food." E-Mail an Ohme wegen Fragen zu Programm-Aufbau Linienbilder
Getreidefeld mit Raben, Öl auf Leinwand, 1890, Vincent van Gogh, Stedelijk Museum, Amsterdam
Getreidefeld mit Raben, Öl auf Leinwand, 1890, Vincent van Gogh, Stedelijk Museum, Amsterdam
Aufteilung Seestück, Gerhard Richter / Goldener Schnitt
Aufteilung "Seestück", Gerhard Richter / Goldener Schnitt
Test Welle (Ausschnitt)
Test Welle (Ausschnitt)
Geradenbild Geradenbild Kunstgeschichte Raben Getreidefeld mit Raben, Öl auf Leinwand, 1890, Vincent van Gogh Vincent van Gogh , Stedelijk Museum, Amsterdam van-gogh-raben.jpg Dramatik / Spannung im Bild dicker Farbauftrag Arbeit mit Komplementärfarbe / Bedrohung Hans Huckebein der Unglücksrabe, Busch Die Vögel, Hitchcock Alfred Hitchcock (Stärkung Vorurteil) Rabenschwärme: dienen Bevölkerungsbegrenzung, Schutz vor Feinden, Partnerwahl Spieltrieb und Neugier Meer mehr Arbeitsspeicher für größere Bilder: "Increase maximum available memory" (Beispiel 1024) PDF-Export allerdings nicht möglich / leeres Dokument Aufteilung "Seestück", Gerhard Richter Gerhard Richter / Goldener Schnitt seestueck-schnitt.jpg Beispiel 120 x 80 cm oder 300 x 200 cm 2 x Horizont (durch Nebel Blick ins Unendliche) mit größerem Abstand zu Mittelpunkten: gröbere / größere Linien höchster Punkt Wellen: wenige Linien (heller) sichtbarer Wellenrücken: mehr Linien (dunkler) zum Rand hin mehr Wellendraufsicht mittlerer Bereich mit größerem Kontrast Seestücke (Foto-Collagen), 1970 Test Welle (Ausschnitt) welle.jpg 3D-Drucker in Stiftform günstiger Plotservice (allerdings nicht Linienverarbeitung) Pen-Plotter Plotter Kunstkritik Pullmann & Muse Muse 26/30 Entstehungsakt, dem Mittel zu kunsthaftem Aussehen vorauslaufen = künstlerisch Kunst früher da als Bild / Kunst vortäuschen "Als hätten Sie die Kunst gemalt und nicht das Bild" "Soll ich etwa nett sein und lügen?" - "Mir wäre es jedenfalls besser bekommen." Ungegenständlichkeit / Abstrakte kein "Reservat für Kritikflüchtlinge" abstrakte Bildfloskeln
Das Verlöbnis der Arnolfini, 1434, Jan van Eyck , © National Gallery, London
Das Verlöbnis der Arnolfini, 1434, Jan van Eyck , © National Gallery, London
Kunstkritik "Die Beschwerde" (20/30), Pullmann & Muse Muse "Eine Schaffenskrise, Herr Pullmann?" - "Eine Kunstkrise, Frau Muse." Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Frührenaissance (15. Jahrhundert) / Wiedergeburt / Wiederbelebung gotisch Gotik = barbarisch = Schimpfwort der Italiener Italiener gaben den Goten Schuld am Sturz Römisches Reich Stimmung vom Zukunftsglaube und Selbstbewusstsein in Handelsstadt Florenz am größten führendes Mitglied Florenzer Künstlergruppe: Filippo Brunelleschi (1377 - 1446) studierte wahrscheinlich Tempel und Paläste in Rom Römer Wunsch auf neue Architektur, die Elemente der klassischen Baukunst frei nutzt mit Säulen, Pilastern und Bögen gearbeitet Unterschied gotische Kunst: keine hohen Fenster oder schlanke Pfeiler antike Antike Säulenordnung verwendet, jedoch ohne statischer Bedeutung Brunelleschi: Erfinder der Perspektive Masaccio, italienischer Maler (1401 - 1428) für Renaissance-Meister neue Techniken und Entdeckungen niemals Selbstzweck eingesetzt, um Bedeutung ihrer Themen besser verstehen zu können Donatello, italienischer Bildhauer Bildhauerei (um 1386 - 1466) menschlichen Körper am lebenden Modell studiert Modelle: meist Werkstattgenossen auch nördlich der Alpen schwappte Wunsch Wiedergeburt Antike über Claus Sluter Claus Sluter , niederländischer Bildhauer Gotik (um 1350 - 1405) Jan van Eyck Jan van Eyck , flämischer Maler (1390 - 1441) Merkmale: Wiedergabe Raum mit Konstruktion perspektivischem Liniengerüst, Kenntnisse in Anatomie, Gesetze der Verkürzung Das Verlöbnis der Arnolfini, 1434, Jan van Eyck , © National Gallery, London janvaneyck.jpg Signatur Künstlersignatur im Bild mit "Johannes de Eyck fuit hic" ("Jan van Eyck war hier") "Natur einen Spiegel Spiegelbild vorhalten" Erfinder der Ölmalerei Bindemittel Tempera = Ei Öl: genauer arbeiten, da längere Trocknungszeit, durchsichtige Farben, Schichten übereinander Konrad Witz, schweizerischer Maler (um 1400 - 1446) Arbeit mit wirklicher Landschaft (Genfer See) in Verbindung mit christlicher Geschichte erschöpft Buch zur Seite gelegt
Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild
Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild
Totempfahl, Alaska
Totempfahl, Alaska
Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609 - 2584 v. Chr., Bild Kunsthistorisches Museum Wien
Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609 - 2584 v. Chr., Bild Kunsthistorisches Museum Wien
Der Garten von Nebamun, Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr., © British Museum, London
Der Garten von Nebamun, Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr., © British Museum, London
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild friedrich-k.jpg Die Kunst der Urzeit, der Primitiven und Altamerikas Anfänge der Kunst: ungewiss Kunst seit 200 Jahren = Luxus, Museen und Ausstellungen vorbehalten, Kostbares, Nutzloses Schnitzen und Malen hatten einst praktischen Zweck Häuser und Hütten sollten vor Witterung schützen, Bilder vor anderen Einflüssen / zum Zaubern Unterscheidung Wirklichkeit und Bild: bei manchen "Primitiven" nicht vorhanden in Höhlen in Südfrankreich und Spanien Malereien entdeckt (15.000 - 10.000 v. Chr.) Darstellung von Mammuts, Rentiere, Wisente , wilde Pferde Verhältnis zu Totem (Tierverwandtschaft) Darstellung Wesen Mensch und Tier nicht Schönheit wichtig, sondern Brauchbarkeit (wie zauberkräftig die Darstellung ist) Zweck und Form festgelegt, Künstler sollte nur noch vollenden (mit genug Spielraum) Geschichte der Kunst <> Geschichte technischer Fortschritt Geschichte der Kunst = Geschichte sich wandelnder Vorstellungen und Bedürfnisse Masken: Beziehungen einzelner abgebildeter Teile zueinander wichtig / Einheitlichkeit und ornamentale Harmonie Totempfahl, Alaska totempfahl.jpg Gestalten und Totemtiere der Mythologie als Ornamente darstellen nordamerikanische Indianer: scharfe Naturbeobachtung mit vollständiger Nichtbeachtung des wirklichen Aussehens der Dinge Maske Maske mit Adlerschnabel = Adler Totempfahl heute vieles nicht mehr verständlich (damals schon Konzeptkunst Konzeptkunst ?) Kunst für die Ewigkeit (Ägypten, Mesopotamien, Kreta) es führt kein Weg von der Höhlenmalerei Höhlenmalerei zur Kunst von heute ungebrochene Tradition vom Meister zum Lehrling, vom Lehrling zum bewundernden Nachahmer wir sind Schüler der Griechen Griechen König = göttliches Wesen nach Tod Sterben wieder in den Himmel hinaufsteigen himmelwärts aufragende Pyramide sollten vermutlich Weg erleichtern Seele im Jenseits nur existent, wenn Leib erhalten bleibt Grabkammern gefüllt mit Zaubersprüchen und Gebeten, um Reise ins Jenseits zu erleichtern Pyramide = ältestes Denkmal menschlicher Baukunst Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609 - 2584 v. Chr., Bild Kunsthistorisches Museum Wien aegyptischer-koenig.jpg Aussehen vom König durch Bildnisse in Granit erhalten Seele dauert im Bild fort (ägyptisches Wort für Bildhauer Bildhauerei : "Er, der am Leben erhält") Bildhauer sollte Modell nicht schmeicheln oder flüchtigen Moment Moment festhalten auf Vollständigkeit, nicht auf Schönheit bedacht (erinnert an heutige Landkarten) aufs Wesentliche reduziert, strenge Konzentration auf Grundformen des menschlichen Antlitzes charakteristisch für ägyptische Kunst: Vereinigung von abgezirkelter Regelmäßigkeit und aufmerksamer Naturbeobachtung Bilder sollten "am Leben erhalten" Der Garten von Nebamun Garten von Nebamun , Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr., © British Museum, London garten-nebamun.jpg Darstellung von charakteristischster Seite Seitenansicht: Kopf, Arme (Bewegung), Beine (Bewegung), Bauch Frontalansicht: Auge, Schulter, Oberkörper, Hände mit zwei linken Füßen Wichtigkeit durch Größe der Darstellung gegenüber anderen Personen ausgedrückt Kunstkritik Pullmann & Muse Muse Künstler versus Kulturschaffender, Kunst machen versus Kultur machen Kunst = eigener, persönlicher Zugang; widersetzt sich Normen Kultur = kollektiver Prozess; sicheres Fortbestehen (Rituale) mit Elend von Menschen Kunst machen ethisch korrekt? "Das Anliegen wird missbraucht, um Kunst zu machen. Die Kunst wird missbraucht um den Missbrauch zu beschönigen." Provokation von Avantgardisten = Werbetricks, um aus der Masse herauszustechen Avantgardist kritisiert gesellschaftliche Wirkungslosigkeit der Kunst Publikum amüsiert, beschimpft zu werden Wirkung von Kunst / Sinn von Kunst Kunst = Ver-rückt-sein der Perspektive zum alltäglichen Leben
Bildnis der Mutter, Albrecht Dürer, 1514
"Bildnis der Mutter", Albrecht Dürer, 1514
Engel (Ausschnitt eines ALtars), Öl auf Holz, Hans Memling, um 1490
Engel (Ausschnitt eines ALtars), Öl auf Holz, Hans Memling, um 1490
Madonna im Grünen, 1505 - 1506, Öl auf Holz, Raffael
Madonna im Grünen, 1505 - 1506, Öl auf Holz, Raffael
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich es gibt "die Kunst" nicht, es gibt nur Künstler Bedeutung je Zeit und Ort andere Nachdenken und Reden über "Wesen der Kunst" hat Künstler mehr geschadet als genutzt Ablehnung Kunst aus persönlicher Erinnerung (falscher Grund) Vorliebe für Hübsches und Gefälliges; Ablehnen von weniger Anziehendem vermeiden "Bildnis der Mutter", Albrecht Dürer Albrecht Dürer , 1514 bildnis-mutter.jpg großes Kunstwerk durch unbedingte Ehrlichkeit Begriff "Schönheit" was schön ist, ändert sich so oft wie Geschmack und jeweils geltende Maßstäbe Engel (Ausschnitt eines ALtars), Öl auf Holz, Hans Memling, um 1490 hans-memling.jpg Begriff "Ausdruck" Ausdruck leicht verständlich: schnell tief berührt und erschüttert (Beispiel: Leiden und Triumph der Passion) "Es ist nicht nur bei den Menschen so, dass uns die Zurückhaltenden und Verschlossenen häufig am liebsten sind" Geheimnis nicht auf den ersten Blick preisgeben Verzerrung der Natur: bestimmte Wirkung erzielen "Wie immer wir über moderne Künstler denken, eines können wir ihnen ruhig zutrauen: die Fähigkeit 'richtig' zu zeichnen" Neigung der Menschen, konventionelle Formen und Farben als einzig richtig zu halten (Trägheit und Widerwille) Sterne in Kinderzeichnungen Kinderzeichnung = gelbe sternförmige Formen Künstler: Welt mit neuen Augen sehen und mit hergebrachten Vorstellungen und Vorurteilen aufräumen Kunstwerk <> Ergebnis mysteriöser Tätigkeit Kunstwerk = Gegenstand vom Menschen für Menschen Bilder und Statuen in Museen häufig nicht als Kunst entstanden (sondern für bestimmte Gelegenheit und Zweck gefertigt) Künstler meist zurückhaltende Leute Aussprache über Kunst oft schwierig, da weniger leicht in Worte fassbar / eher ein Gefühl 'richtige' Gleichgewicht Madonna im Grünen, 1505 - 1506, Öl auf Holz, Raffael raffael.jpg (zuvor einige Studien für die "Madonna im Grünen" mit unterschiedlichen Beziehungen und Ausdrücken der Dargestellten) Frage des Geschmacks - Geschmack kann man bilden an Kunstwerke mit unvoreingenommenen Geist und offenen Sinn herantreten Gehirn Gehirn sollte nicht mit großen Worten und imposanten Fachausdrücken "voll gestopft" sein besser: über Kunst gar nichts zu wissen Menschen mit Wissen tun Dinge, die schön, ausdrucksvoll oder richtig gezeichnet sind, häufig als Kitsch Kitsch ab leerer Streit um Worte (Was ist Kunst? Was ist Kitsch?) Gefahr bei Wissen: Kunstwerk wird nicht mehr angesehen, sondern sofort mit Etikett versehen Kunstkritik Pullmann & Muse Muse Kunst sollte etwas alltägliches sein, nichts besonderes (Erfurcht entbehrlich) Übereinkunft über Sonderstellung Kunstraum Kunstraum = Kirche Banales wird zum Wunder erklärt Zelebrierung der sakralen Abgehobenheit Kunstakademien werden zu Universitäten (mehr Theorie als Praxis) Erklärungsbedarf Kunst = unerschöpflich "Theoriekünstler" selbsterhaltendes System ("Künstler-Professoren") "Die Malerei ist nur noch ein Zitat der Malerei" These: "Werke müssen sich in Theorie auflösen lassen, sonst sind sie nichts weiter als ästhetischer Firlefanz." berühmt werden wollen = albern Umstände wichtig, Verweise auf eigene Person, Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit) der Name, nicht die Kunst zählt Kunst ist nicht messbar, deshalb Klammern an Kuratoren Musensohn = Dichter "An den Haaren herbeigezogene Kunst ist noch schlimmer als Kitsch"
Kritischs zum Kunstbetrieb - Pullmann & Muse, Heinrich Spaeth und Penelope Georgiou
Kritischs zum Kunstbetrieb - Pullmann & Muse, Heinrich Spaeth und Penelope Georgiou
Die Geschichte der Kunst, Ernst H. Gombrich
"Die Geschichte der Kunst", Ernst H. Gombrich
Kurs Spielwiese für Hard- und Softwareprojekte Recherche zu externen Schrittmotor an Mechanik von Uhrwerk ankoppeln Beisatzrad mit 0,2 mm Zapfen Durchmesser Kunstkritik Pullmann & Muse Muse Kritischs zum Kunstbetrieb Kunstbetrieb - Pullmann & Muse Pullmann & Muse , Heinrich Spaeth und Penelope Georgiou pullmann-und-muse-k.jpg "Male ich, denke ich nicht an die Kunst. Denke ich an die Kunst, kann ich nicht malen." "Die Betrachter Ihrer Bilder werden denken: Das ist Kunst." Kunst ist an Konkretes gebunden These: das Kunstwerk ist obsolet / Kontext zählt ohne eigentlichem Kunstwerk heißt: Tummelplatz für Kuratoren ART (von Kuratoren erzeugt) <> Kunst ständig neue Paradigmen = Meinungsänderung der Kuratoren Das Neue gut finden (neue Themen, neue Strategien, neue Leute) Physiker, Theoretiker, Philosophen einbinden Heiligenschein der Wissenschaft um seiner selbst willen geschaffene Kunst möglich? Paradigma zeitgenössischer Kunst: Kunstraum macht Kunst Kunstraum ist dort, wo berühmte Künstler sind (andere eifern ihnen nach) die Nichtberühmten schaffen den Kunstraum Befreiung der Kunst von der Schönheit Kunst richtet sich immer an die Sinne Kunst beschäftigt sich nicht mit der Welt, nur mit der Vorstellungen von ihr imaginäre Welten ("als-ob") Kunst endet, wo Leben echt wird "Können wird als Gegenteil von Kunst angesehen" - "Dem Können weichen nur die aus, die nichts können" für "idiotische Dinge" wird Segnung des Kunstraumes benötigt "Ihre Zeit wird kommen, wenn die Kuratoren-Kunst keinen Deut mehr wert ist" Gerede über Kunst <> Kunst nicht definieren, sondern machen erst Gedanken machen und dann malen, oder erst malen und dann Gedanken machen nur Oberlehrer erklären Kunstwerke Kunstraum-Sprache, nichtsbedeutend "kritische Analyse", "dekonstruktiv" (einer Entwicklung entgegenwirkend), "strukturell", "idiosynkratisch" künstlerische Unschuld im Kunstbetrieb Kunstraum dreht sich um sich selbst Kunst im Kunstraum = Vorwand, Posten = Anreiz notiert Kunst bei Vernissagen = Vorwand für geselliges Beisammensein? im Kunstraum zählt nicht das Gemalte, sondern der gesellschaftliche Nutzen Innovation - Heraustreten aus dem Pferch der Tradition in Kunstwelt zählen Durchbrüche, nicht Wiederholungen von Gewohntem Durchbrüche in Kunst oftmals ihrer selbst willen / nach Erwartungen der Kunstwelt Muse: "Machen Sie, was Sie wirklich richtig finden. […] Wenn jemand seinen eigenen Weg geht, kann er nicht überholt werden." Künstler: "Das muss ich mir aufschreiben, Frau Muse." Muse: "Tun Sie das. Und betrachten Sie sich als geküsst." Klasse Bildende Kunst Pflichtlektüre "Die Geschichte der Kunst", Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich , Phaidon "Die Geschichte der Kunst", Ernst H. Gombrich gombrich-k.jpg "Die Geschichte der Kunst im 20. Jahrhundert", Uwe M. Schneede, Beck Nachschlagwerk: "Kunsttheorie im 20 Jahrhundert", Band 1 und 2, Hatje Empfehlungen "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit", Walter Benjamin Walter Benjamin "Über das Neue, Versuch einer Kulturökonomie", Boris Groys, Fischer "Theorie der Avangarde", Peter Bürger, Edition Suhrkamp "Du Monts Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst", Hubertus Butin, DuMont "Die Gesellschaft des Spektakels", Guy Debord, EDITION TIAMAT "Die Originalität der Avantgarde Avantgarde und andere Mythen der Moderne", Rosalind Krauss, Philo Verlagsgesellschaft "Über die Ruinen des Museums. Das Museum, die Fotografie und die Postmoderne Postmoderne ", Douglas Crimp und Louise Lawler, Verlag der Kunst Dresden "Der Kult vom Avantgarde Künstler", Donald Kuspit, Ritter Verlag "Das offene Kunstwerk", Umberto Eco Umberto Eco , Suhrkamp "Duchamp Marcel Duchamp und die Anderen", Dieter Daniels Dieter Daniels , Dumont Taschenbücher "Die Regeln der Kunst", Pierre Bourdieu, Suhrkamp "Künstlerische Strategien des Fake", Stefan Römer Römer , DuMont Verlag "Kunstgeschichte und Gegenwartskunst Gegenwartskunst . Vom Nutzen und Nachteil der Zeitgenossenschaft", Verena Krieger (Hg.), Böhlau "Die Manifeste Manifest des Surrealismus Surrealismus ", André Breton, Rowohlt "Die Realität der Massenmedien", Niklas Luhmann, Westdeutscher Verlag "Inside the White Cube/ In der weißen Zelle", Brian O'Doherty, Merve Verlag "Bild und Kult. Eine Geschichte des Bildes vor dem Zeitalter der Kunst", Hans Belting, C.H.Beck "Die Legende vom Künstler Ein geschichtlicher Versuch", Ernst Kris / Otto Kurz, suhrkamp taschenbuch wissenschaft "Sinn und Deutung in der Bildenden Kunst", Erwin Panofsky, Dumont Buchverlag "Medien Kunst Netz 1: Medienkunst Medienkunst im Überblick", Herausgeber Rudolf Frieling, Dieter Daniels, Springer Verlag
Friedrich Fröhlich, Vernissagebesucher Vernissage Kunstkritik "Dalí Dalí. Mit Jürgen Becker durch die Kunstgeschichte" Kapitel 1: "Muss ich dahin? Die Vernissage" "Und plötzlich ist man mittendrin im Schlamassel. Dann stellt man sich die typischen Fragen des Vernissage-Besuchers, die zugleich die Grundfragen der gesamten menschlichen Existenz sind: Warum bin ich hier? Welchen Sinn hat das Ganze? Und: Was sind das für bekloppte Leute um mich herum?" Warnhinweis Zigarettenschachtel: "Vorsicht Herzinfarkt!", Warnhinweis Vernissage: "Der Künstler ist anwesend." "Das ist nämlich der Kern der Vernissage: Fressen und Sekt. Weshalb man die klassischen Wandmaltechniken noch heute unterscheidet in 'fresco' und 'secco'." "Tolle Rahmen - wo haben Sie die denn her?" "Haben Sie auch Bilder, die zu einem braunen Ecksofa passen?" Themengebiet Skulptur: "Och, die rote find' ich am besten!" - "Schade, das ist unser Feuerlöscher Feuerlöscher ." "Daher sage ich immer: Es ist gut, wenn man einen kennt, der einen kennt, der was davon kennt." Ausstellung Aufstocker Kunstverein Leipzig Kunstverein Leipzig Eiko Grimberg und Arthur Zalewski 25 Minuten auf Beginn gewartet lediglich (private) Gespräche / kleinere Gruppenbildungen zwischen Bekannten inklusive rauchen und aus Bierflaschen trinken vor Gebäude notiert zukünftig überlegen, wie ich damit umgehe eventuell Wodka-Flasche mit Wasser gefüllt mitnehmen und daraus trinken altes Handy mitnehmen und beschäftigt tun vorzeitig gegangen 0 x selbstkasteit selbstkasteit
Kunstkritik kuratieren kuratieren = kurieren? "[…] Für sein Tun musste nun doch ein Verb her, und da sich jenes oft auf internationaler Ebene abspielt, 'übersetzte' man curating in kuratieren. Dieser Missgriff ist wohl längst inkurabel." (aus "Die Künstlerverstärker", Martin Kuhna) Bedeutungen curare (u. a.): 1 pflegen 2 sorgen 3 (Medizin) behandeln 4 (Verlagswesen) herausgeben 5 (Geld) besorgen, auszahlen Kustos = Wächter wird ein Kurator demnächst die "Krankheit Kunst" behandeln? "Frühstückst du noch oder kuratierst du schon?" "Ich kuratiere, du kuratierst, er kuratiert - wir sind kuriert" "zumindest von der Etymologie her" (Wort curare hat viele Bedeutungen, aber in der Kunst nur eins oder zwei relevant) Ergebnis: curare <> curare
Einzelgespräch Riebel Vorstellung Projektideen Kunstkritik Schlagworte: Künstlerdefinition, Selbstbeschreibung, Gestaltung Künstlerwebsites Künstler-Website , wie sich Künstler nach Außen zeigen / die Hülle und damit verbundene Probleme (Ich als Person - Ich als Künstler) und Chancen (selbsterfüllende Prophezeiung), Interessenbezogenheit bei Museen, Galerien und anderen Einrichtungen Buchempfehlung: "Über Wachen und Schlafen: Systemrelevanter Humor" Kurs Standby "Eröffnung der Containerspiele Containerspiele " mit Simon: Container verriegelt, Rolläden heruntergelassen, Innenleben nur noch durch Briefkastenschlitz einsehbar; im beengenden Container läuft auf Stativ befestigter Videokamera eine Ansicht eines großen Ausstellungsraumes (Halle 14 Spinnerei , Spinnerei, kurz zuvor aufgenommen); großer Ausstellungsraum in kleinem Ausstellungsraum; selber von Begeisterung getrieben mehrmals durch den Briefkastenschlitz geschaut Kurzbesprechung Beton-Workshop ab Montag
Kurs Zufall Zufall - Beifall - Abfall Erfolg Erfolg und Scheitern: Vorstellung Grimms Märchen Grimms Märchen (je Karte einen letzten Satz aus einem Märchen, der suggeriert, als würde ein positiver Zustand bis zum Lebensende der Akteure / Zeitenende anhalten) Beispiel: "[…] und sie heirateten sich und lebten glücklich.", "[…] lebten vergnügt, still und fromm bis an ihr seliges Ende.", "lebten glücklich zusammen bis an ihr Ende." notiert "Happy End" von Filmen: damit arbeiten (in Dauerschleife letzte Szene zeigen oder letzte Szene extrem verlangsamen oder komplett Stillstand Stillstand ) Romeo und Julia Romeo und Julia : Happy End? (durch Tod Sterben ewige Liebe) Idee eines Studenten: Porträt von Menschen, die "glücklich und zufrieden" in die Kamera grinsen, im Schnelldurchlauf bis zum Lebensende (Computer-Animation) notiert Grimms Märchen in Buchform, wo alle Texte ausgelassen wurden, außer der jeweils letzte Satz Kunstkritik Geld und Künstler: Selbstausbeutung? Warum gibt's den Künstler kostenlos, alle anderen (Druckereien, Strom, Baumarkt, Galerie) werden bezahlt? Künstlersozialkasse Künstlersozialkasse , Durchschnittseinkommen Versicherte Besprechung mit Simon wegen Container Containerspiele -Ausstellung Überthema: das Böse ist im Menschen; wird durch Gesellschaft in Schach gehalten; Ausbruch möglich, durch Gesellschaft verurteilt neues Thema: Spiel mit Wirklichkeiten Kurs Positionen Klasse für Typodesign ehemaliger Student Kommilitone und Student stellen vor "stage": Wort verändert sich, Animation Schriftgestaltung Doppelprofessur "Meine erste Auseinandersetzung: Meran" (Schriftart) Grundschüler sollten über Papierstreifen Buchstaben formen Schriftvertrieb im Internet: Schriftpakete kaufen "Schrift für eine bestimmte Anwendung: Mira" Diplomprojekt: Brüder Butter Schrifthersteller aus Dresden, um 1900 HGB Rundgang HGB Rundgang 2013 Projektvorstellung letzter HGB-Rundgang: am Lichthofdach Display (1 Fließe = 1 ansteuerbarer Pixel) wegen hoher Kosten nur die Hälfte der Fläche genutzt; Fehldarstellung bei Bespielung 8 x selbstkasteit selbstkasteit
Lifecharing, 0100101110101101.ORG
"Lifecharing", 0100101110101101.ORG
Kurs Standby notiert ein im Supermarkt kaufbares Produkt 1 zum Normalpreis oder 2 zum Kunstpreis Kunstpreis (Aufschlag x EUR, mit Signierung) weiterverkaufen notiert Überlegung: nächste Woche Donnerstag 15 Minuten zu spät zu spät kommen Autogrammkarte Autogrammkarte vorgestellt notiert 1 Fancommunity programmieren (mit meinen fingierten Fans und erdachten Kommentaren füllen) und 2 eine echte Fancommunity aufbauen 3 mich mit Fans abfotografieren lassen (Fotos mit Star und Fan aus dem Internet nachstellen) Test mit Christian machen HGB Rundgang HGB Rundgang 2013 4 Idee von Stefan Riebel: beim HGB Rundgang Klapptisch und -stuhl aufstellen und Autogrammkarten live signieren 5 Personen anstellen, die alle Arbeit für mich erledigen; nur Signierung mache ich Arte: Alles für die Kunst! notiert im Herbst alle Blätter von einem Baum sammeln, abfotografieren, kategorisieren und wieder hinlegen (Simon stellt seine Sammelideen vor) Falk Messerschmidt zum Thema "Sammeln" notiert "Der Einsiedler": Facebook Facebook -Account erstellen; Anzahl der Freunde: 0 Bibliothek Buch "net.art net.art " weitergelesen notiert Internetseite mit Hilfe von .htpasswd vor Zugriff schützen wenn falsche Benutzerdaten (der Regelfall): Folgeseite im Quellcode angezeigt wenn richtige Benutzerdaten: für Browser formatiert "Lifecharing", 0100101110101101.ORG 0100101110101101.ORG b_hgbleipzig-29-m.jpg Künstlerduo 0100101110101101.ORG geben mit der Arbeit "Lifesharing" Zugriff auf ihren Computer frühere Netzkunst-Galerie: hell.com (existiert nicht mehr) Kunstkritik 0100101110101101.ORG: "Niemand hält sich selbst für ein Genie Genie . Aber wenn man es wieder und wieder von anderen gehört hat, denkt man irgendwann: 'Hm, vielleicht bin ich ja wirklich ein Genie!'" notiert gibt es Künstler, die ohne viel Aufmerksamkeit/Fans reich geworden sind? 0100101110101101.ORG: "Wenn sich niemand dafür interessiert, was du machst, hat das nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass du so radikal radikal bist, sondern oft eher damit, dass du nichts zu sagen hast." Einleitungstext zu James Walklbank: "Die Einstellung 'weniger ist mehr' […] ist für viele Netzkünstler bindend" James Walklbank: "Es geht um Kreativität und tolle Ideen, nicht um schnelle Hardware" notiert in der HMT (Hochschule für Musik und Theater, Leipzig) Werbeplakate für die Stadtmusik-Idee aufhängen (Pianisten, Geiger, Trompeter etc. für Umsetzung gesucht); Christoph fragen, ob es einen E-Mail-Verteiler an der HMT gibt Künstlergruppe etoy.com / Kunstaktien notiert Botanischer Garten Leipzig: Schilder mit lateinischen Begriffen durch Eigenkreationen austauschen und schauen, wie Besucher reagieren notiert Briefmarken mit eigenem Motiv bei der Deutschen Post drucken lassen (mit Selbstporträt Selstbildnis , mit Pseudo-Persönlichkeiten, oder mit Objekten, die normalerweise nie gewürdigt werden würden, wie Klopapierrollen, Supermärkte, Lichtschalter)
Kurs Standby 13 Minuten zu spät zu spät 2-Minuten-Vorstellung von Dingen, die einen aktuell beschäftigen notiert ein Augenzwinkern in Zeitlupe aufnehmen und wiedergeben; mit Musik hinterlegen: Sonnenunter- und Sonnenaufgang; im "schwarzen" Moment Moment : Stille notiert Briefe an fremde Personen verschicken mit kleinen Aufgaben; Ergebnisse dürfen zurückgeschickt werden; Sammlung im Netz Dieter Roth Dieter Roth Bibliothek "art.net" weitergelesen notiert Interaktion zwischen mehreren Browserfenstern auf dem Bildschirm eines Besuchers; Besucher agiert in verschiedenen Fenstern gleichzeitig; oder: mehrere Browser (Firefox, IE, Opera, …) ergeben eine Arbeit notiert erst wenn mehrere Personen (speziell nach Ländern, Zeiten) auf eine bestimmte Seite zugreifen, wird eine (was für eine auch immer) Arbeit kreiert notiert Animation oder Text über mehrere Browserfenster, die nebeneinander auf dem Desktop plaziert werden müssen Digital Landfill von Mark Napier notiert Verwesung von digitalen Daten: von Texten verschwindet täglich ein Buchstabe, von Bildern ein Pixel (Halbwertszeit?) notiert Links im Web automatisch ausfindig machen, die auf 404-Fehlerseiten führen Kunstkritik Napier: "Jahrhundertelang haben Künstler statische Kunstobjekte geschaffen, wie wir sie kennen: Gemälde und Skulpturen, die der Betrachter ansehen, aber nicht berühren darf. Jetzt haben wir die Möglichkeit, Kunst zu machen, an der der Betrachter teilhaben kann." notiert Spam ein neues Wort geben: Spam-Nachrichten sammeln und das Wort, welches am häufigsten vorkommt, als neues Spam-Hauptwort verwenden Napier: Arbeit, wo Bewegung von Leuten im Raum auf dem Bildschirm durch eine wandernde Computermaus dargestellt wird notiert Bewegung in Töne umwandeln: Webcam erfasst Körperteile und je nach Bewegung ergeben sich andere Klänge Kunstlehre Kurzvortrag: Motion Tracking Kinect: Bewegung von Menschen digital nutzen Kinect Hard Detection Chris Vik und Brad Hammond lösen mit Kamera Ereignisse live aus TechEd: Microsoft, Klänge erzeugen 555 Kubik: Projection Mapping SYDNEY OPERA Omicron Große Frage: technische Spielerei anstatt Kunst? Steht der Effekt im Vordergrund? a dandypunk: virtuelle Realitäten RESONANZEN LEIPZIG: Sounding Object - Singing Space (mit Max Schneider, künstlerischer Mitarbeiter für Audio) notiert Räume in Klang verwandeln Katrin: Rombergland Struktur zum Intervall-Projekt mit Katrin erstellt 1 Biologie (Wahrnehmung, Auge, Gehirn Gehirn , Nachbildeffekt) 2 Technik (Film analog) 3 Physik (Zeit, Augenblick, "gibt es eine kleinste Einheit von Zeit?") 4 Philosophie (Was ist Realität?)
notiert Online-Film: schwarzer Hintergrund, in der Mitte gibt es ein div-freies Rechteck, durch das man die Einzelbilder dahinter sehen kann. Durch Scrollleiste des Browsers werden die Einzelbilder wie bei einem Film zu einer Bewegung Bibliothek Buch "net.art net.art " weitergelesen Die internationale Stadt Scanner Kunstkritik Igor Štromajer im Interview mit Tilman Baumgärtel: "Die Möglichkeit, mit der ganzen Welt zu kommunizieren, ist natürlich großartig, und es macht Spaß, zu Festivals und Ausstellungen auf der ganzen Welt eingeladen zu werden, statt nur in der Galerie vor Ort auszustellen. Aber das ist nicht das wichtigste. Im Gegenteil, viele Möchtegern-Künstler können sich so einbilden, dass sie international bekannt sind" :-) Rasa Smite: "Aber ein Bild löst eine sofortige Reaktion aus […] Mit Klang muss man geduldiger sein." notiert Web-Radio-Puffer (Buffering Time) nutzen: "Jetzt" ins Mikrofon sprechen. Der Zuhörer befindet sich erst wenige Sekunden später im "jetzt" notiert wenn etwas ausgestellt wird: 2 Handzähler auf Holz montieren mit den Titeln "ist kunst" und "keine kunst"