× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Bildhauerei

Einzelgespräch Mark und Schellbach (Notizen vom 12.2.) Gespräch über Diplom-Prüfung, Ansichten der Kommission Kommission und Frage wegen eventuellem Meisterschülerstudium Standpunkt 1 verstehe eigene Arbeit eher als Versuch denn als angekommen / fertig (wie anscheinend von Kommission teilweise [für mich nicht nachvollziehbar] bemängelt) 2 viele unterschiedliche Techniken und Stile ausprobiert 3 seit ca. zwei Jahren neuer Weg im Plastischen mit Ton und Gips Vorstellung: 1 da ich trotz Diplom nicht das Gefühl habe, ein Handwerk Handwerk zu beherrschen, sehe ich mich nicht wirklich in der Lage, mit gutem Fundament Position zu beziehen 2 aktuell Grundkenntnisse Plastik in Werkstatt erlernt 3 mir fehlt noch mehr Studienzeit, um im Bereich der Plastik zu einer Arbeit zu gelangen, die mehr ist als nur ein Versuch / eine Studentenarbeit 4 neben Werkstatt Plastisches Gestalten auch Metallwerkstatt dafür wichtig (Grundkenntnisse Schweißen erlernen, um selbstständig Ständer und Grundgerüst für Plastiken bauen zu können) Verlangen: 1 handwerklich gefestigter werden und darüber zu einer eigenen Form finden 2 Unter Handwerk verstehe ich auch: genauer Sehen lernen (das, was meiner Meinung nach im Grundstudium bei Malerei / Bildhauerei Bildhauerei / … geschieht) 3 bisheriger Weg dabei ideal, da Studiengang / Klasse offen für viele Wege 4 Bildhauerei-Studium für mich zu eingeengt 5 möchte jederzeit Collagen, Zeichnungen, Computerarbeiten, … gleichzeitig bearbeiten (Offenheit in Wahl der Technik hat Vor- und Nachteile, aber kommt meinem Wesen am Nächsten) HGB Rundgang HGB Rundgang 2018 Diplom Ausstellung (Notizen vom 13.2.) Treff in Galerie zur Besprechung wegen Diplomanten-Ausstellung (Notizen vom 14.2.) Aufbau Ausstellung in Galerie neben geplottetem Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt auch kindliche Zeichnung Kinderzeichnung , einfaches Gesicht, Fotocollage, expressives Gesicht
Hans Wimmer in seinem Atelier
Hans Wimmer in seinem Atelier
Hans Wimmer über Büsten
Hans Wimmer über Büsten
Büste (Daten noch heraussuchen), Hans Wimmer
Büste (Daten noch heraussuchen), Hans Wimmer
Hans Wimmer Hans Wimmer Aufnahme, München, 1968 Hans Wimmer (1907 - 1992, deutscher Bildhauer Bildhauerei ) Hans Wimmer in seinem Atelier hans-wimmer-k.jpg 1 Zusammenhänge der Fläche nicht glätten, sondern Zusammenhänge der Flächen klären Zusammenhänge der Fläche glaubhaft = Klarheit der Figur Flächen, die getrennt sein müssen, sollten nicht ineinander übergehen 2 Werkzeug der Bildhauer gleiches Werkzeug wie der ägyptischen Bildhauer elektrischer Meißel für Bildhauer schädlich in tagelanger händischer Bearbeitung von Stein wird Beziehung zwischen Künstler und Stein geklärt "In den Stein hineingewachsen." Komponente der Zeit Standpunkt nicht fahrig werden, schnell fertig werden wollen bei aktueller missglückten Büste Büste wurde mir das zum Verhängnis gesamte Arbeit, auch Vorbereitung, als wichtig betrachten, konzentriert arbeiten wirklich [Sperren: sehen], nicht nur gucken Zusammenhänge der Flächen begreifen und bildnerisch verdeutlichen auch Abgrenzungen herausarbeiten 3 Hauptaufgabe der Kunst unabhängig von Entwicklung der Technik Standpunkt Auftrag der Kunst: Gegenstand vergegenwärtigen Gegenstand Dauer verleihen, ihn erhalten Pharaonen einbalsamieren: Ziel, ihn vergegenwärtigen Griechen Griechen halten wichtige Szenen / Menschen / Tiere in Skulpturen fest, um sie für spätere Generationen zu erhalten 4Standpunkt Ohne Tot keine Kunst Tot = Ursache der Kunst Sinn der Darstellung: Gegenstand / Ereignis (dazu noch Gefühl[?]) weitertragen Kunst in Zukunft selber Sinn, Technik egal Kunst wird von Technik wenig beziehen können 5 über Porträt Hans Wimmer über Büsten hans-wimmer2-k.jpg wenn Darstellung vom einzelnen Menschen aufgeben: Mensch wird aufgegeben jeder Mensch ist einmalige Sache, Definition von Person mit technischen Mitteln nicht gänzlich erfassbar Position der Person durch immer wiederholtes Bearbeiten stärken Diplom Arbeit Standpunkt "Hab auch immer die Erfahrung gemacht, dass jemand, wenn er zu gar keiner Sache mehr in der gegenständlichen Kunst ein Verhältnis hat, dann hat er noch zu dem Porträt ein Verhältnis." Bildhauer gibt in Porträt alle Thesen auf und versucht nur noch Wesen von Person darzustellen Porträt gibt nicht nur Person wieder, sondern auch Bildhauer und letztendlich Betrachter 6 Kunsthistoriker interessieren heute mehr, wer Bildhauer war, als wer der Dargestellte ist Büste (Daten noch heraussuchen), Hans Wimmer hans-wimmer3-k.jpg Verhängnis, denn wichtig ist der, der dargestellt wird 7 bestimmte Nase passt nur in ein bestimmtes Gesicht "Es muss doch alles aus einer … aus einem Kern … herauswachsen." nicht nur eine naturwissenschaftliche oder künstlerische, sondern auch religiöse und ethische Frage Werkstatt Plastisches Gestalten Büste Standpunkt nach der Recherche zu Hans Wimmer wird bewusst, wie billig die gerade gegossene Büste ist. Sie [Sperren: kann] nur ein Studienobjekt sein. Sie [Sperren: ist] keine Arbeit. Dafür hat sie den Weg nicht gehen können, der hätte gegangen werden müssen. Nicht das Ergebnis ist entscheidend, sondern der Weg dahin. [Sperren: Wie] habe ich mich auf die Büste eingelassen. [Sperren: Wie] sind die Flächen und deren Beziehungen zueinander entstanden. Das ist bei dieser Büste nicht geschehen. Ich betrachte sie also nur als das, was sie ist: Ein Studienobjekt. Ein Objekt, um zu erlernen, wie ich aus einem Objekt aus Ton ein haltbares Objekt aus Gips herstelle. Diese Erkenntnis stimmt mich gerade froh. Büste aus Verlorener Form geschlagen Standpunkt Kunstbegriff Büste Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Ich bekomme mich gerade irgendwie nicht mehr ein.
  • Ich bin … ähm … hibbelig.
  • [Pause.]
  • Wenn ich …
  • Also nach diesem … nach diesem … ähm … kurzem Ausschnitt über Hans Wimmer.
  • Der so viele Sachen so klar geäußert hat!
  • Über … äh … über … Was … Was Kunst [Sperren: will].
  • Ähm.
  • [Klick.]
  • Und das in Beziehung zu … ähm … zu meiner eigenen, nennen wir es jetzt Arbeit, zu sehen.
  • Ähm. Da fällt mir mehr als deutlich auf, wie [Sperren: billig] das eigentlich ist. Was ich gerade da … ähm …
  • Wenn ich das als Kunst betrachten würde.
  • Ähm. Die Büste, die ich gerade … ähm … abgieße.
  • [Schlucke.]
  • Wie billig die ist. Und wie … äh … billig eigentlich auch die Idee der Herme Herme ist.
  • Ähm. Also wie … Das … Das … Das ist irgendwie so eine Idee der Medienkunst Medienkunst . Oder so.
  • Und da fehlt es total an … ähm … Ich weiß nicht, ob das ein gutes Wort ist: An Tiefe.
  • Also das ich halt selbst spüre, während ich … ähm …
  • Also das es eben nicht bloß ein Auftrag ist: So, jetzt will ich das da … ähm … ein Friedrich von da oben auf die Menschen herunterblickt. Das ist die Idee! Und dann stellt das jemand anderes her.
  • Diese Büste.
  • Oder ich stelle sie halt fahrig her.
  • Ähm. Aber ich … äh … ich [Sperren: lebe] die Büste in dem Moment Moment nicht.
  • Das heißt … äh … Während ich sie erarbeitet habe, … ähm … habe ich nicht … habe ich nicht gemerkt irgendwie, wie … wie ich mich jetzt [Sperren: forme].
  • Wie der Blick … ähm … ähm … sich … sich äußert!
  • [Sperren: Was] … [Sperren: Was] bin ich in dieser Büste!
  • [Pause.]
  • Das habe ich nicht gesehen!
  • [Ziehe Rotze hoch.]
  • Und jetzt fällt mir eben auf, … ähm … dass … ähm … Damit kann ich … äh … sehr gut leben. Ähm. Dass das alles, was ich da gemacht habe, … ähm … auch auf anderen Gebieten eben, … Dass das so [Sperren: Studienobjekte] sind.
  • So. Dass das … Das ich etwas mir angeeignet habe. Eine Technik. Ähm … ähm … Ich habe mir halt … ähm … ein Thema genommen. Äh … Um eine Technik zum Beispiel zu erlernen. Ähm … Jetzt zum Beispiel kann ich eben Verlorene Formen … ähm … herstellen.
  • Wird sich ja heute zeigen! Ob das die Büste, oder was das auch immer ist, … ähm … auch immer noch so … ähm … Also so gut gegossen ist.
  • Oder ob da noch Fehler drinne sind.
  • So.
  • Ich kann also … sozusagen … Dass ich das alles [Sperren: nutze], [Sperren: benutze].
  • [Sperren: Missbrauche]. Um … Im positiven Sinne! Um etwas zu [Sperren: erlernen].
  • [Pause.]
  • Aber das sie eben noch nicht … ähm … äh … etwas [Sperren: darstellen].
  • So.
  • Davon sollte ich einfach nicht ausgehen!
  • Und … ähm … Jetzt merke ich, wie [Sperren: viele] in der Medienkunst … äh … mit denen ich in Berührung komme, … äh … dass zu [Sperren: schnell] tun.
  • Also wie zum Beispiel das eine Beispiel, dass der eine … ähm …, bevor die Arbeit überhaupt entstanden ist, das schon als das [Sperren: Kunstwerk] … ähm … ähm … ähm … erklärt!
  • Oder der andere! Der auch in der Werkstatt war. Wie … mhm … eine Champagner-Flasche. Wo irgendwas raussprudelt. Das als … mhm … Das ist dann ein Gegenstand! So. Und … mhm … Der ist so …
  • Das ist einfach nur oberflächlich!
  • Und das … Jetzt habe ich das Gefühl, dass bei vielen … ähm … ähm … Ergebnissen, die ich sehe in der Medienkunst … Dass die sehr … Dass die sehr materiell eingestellt sind. Sehr oberflächlich. Ähm … ähm …
  • Ich meine aber: Was soll anderes kommen, bei so Fragen … ähm … wie: [Sperren: Was] möchtest du damit darstellen?
  • Ähm. [Sperren: Warum] diese Größe?
  • [Sperren: Warum] … ähm … dieses Holz?
  • [Sperren: Warum] dieses Format?
  • Ähm … Das sind alles Fragen, die sind oberflächlich.
  • So.
  • Da geht es nicht in die [Sperren: Tiefe]!
  • [Ziehe Rotze hoch.]
  • Und … äh … bei ihm habe ich jetzt halt gemerkt, … äh … eigentlich geht es um ganz andere Fragen. Und über diese anderen Fragen … äh … klären sich dann glaube ich … äh … solche Dinge ganz automatisch.
  • [Sperren: Ohne], dass man sie fragen muss.
  • [Schlucke.]
  • Und das stimmt mich gerade … ähm … irgendwie froh. Dass ich merke: Ähm … Ich [Sperren: bin] noch nicht so weit. Dass ich … äh … ähm … etwas schaffen kann, was … ähm … was [Sperren: wirklich] etwas ist.
  • Das sind jetzt … ähm … Das sind jetzt … ähm … Arbeitsproben!
  • [Ziehe Rotze hoch.]
  • So.
  • Und … Das finde ich gut.
  • Dass ich es mache.
  • Ähm … Dass ich dazulerne.
  • Ähm …
  • Denen fehlt aber eben noch etwas … irgendwie … Ich merke es ja selbst!
  • Ähm … ähm … Auch … auch bei der aktuellen Büste eben.
  • Ich … ähm …
  • [Suche passende Worte.]
  • Ich … ich … Ich habe zwanghaft versucht, die letzten … den letzten Monat, mein … mein Gesicht irgendwie in dieses Ton rein… in diesen Ton reinzubekommen.
  • Äh … Zwanghaft im Profil versucht. Zwanghaft von vorne versucht!
  • Und … äh … ich bin daran gescheitert.
  • Also ich … ich habe einen Wutanfall bekommen. Weil ich … ähm … es nicht hinbekommen habe. Und wenn ich jetzt so überlege: Ich habe [Sperren: immer] nur oberflächlich geschaut. Ich habe immer nur vom Foto, vom Spiegel Spiegelbild auf den Ton geschaut. Und habe versucht, das, was ich da denke zu sehen, halt zu [Sperren: übertragen].
  • Ich habe es aber nicht in dem Moment gespürt. Irgendwie. Wie diese … Wie … Wie sich Wange … äh … formt. Wie … wie der Übergang … äh … von der Stirn ist, … ähm …
  • [Ich schlucke.]
  • Ähm … Zu den Augenknochen. Oder was das ist.
  • Das ist alles … ähm … Das habe ich nicht gemacht!
  • Und das ist jetzt das Ergebnis dafür. Eine zerstörte Büste.
  • Die jetzt total deformiert aussieht. Ähm … Und die, wenn ich davon überzeugt wäre, eben auch etwas bedeuten [Sperren: könnte].
  • Kann man ja eine Menge hineininterpretieren.
  • Aber sie … sie ist mehr nicht. Als … äh … das, was sie jetzt [Sperren: ist]. Irgendein Ergebnis, was zufällig so entstanden ist. [Sperren: ohne], dass ich … äh … mit … mit meinem [Sperren: Wesen] dadrinne stecken würde.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Wesen].
  • Ist jetzt wieder so ein komisches Wort.
  • Was ich … Was ich eigentlich nicht benutzen würden wollen.
  • [Pause.]
  • Also wo … Wo … Wo ich selbst nicht das Gefühl habe: Das ist … Das ist etwas mit Hand und Fuß eben.
  • [Pause.]
  • Es ist jetzt halt [Sperren: da]. Ich habe auch viel daran gelernt. Aber es ist einfach nichts, was … ähm … was ich zum Beispiel ausstellen würde.
  • Und das hat noch nicht einmal etwas mit [Sperren: mir] dann zu tun. Sondern ich merke das bei vielen anderen auch. Wo ich mir dann sagen würde: Aber das würde ich jetzt auch noch nicht ausstellen.
  • Also was heißt denn ausstellen?
  • Ausstellen heißt doch: Man ist überzeugt von etwas. Dass es … Dass es … äh … Dass es andere sehen [Sperren: müssen]. So. Das ist eben nicht … äh … nur eine [Sperren: Spielerei].
  • Oder es sollte nicht [Sperren: nur] eine Spielerei sein.
  • Es sollte nicht bloß [Sperren: schön] sein.
  • Es sollte nicht bloß [Sperren: hässlich] sein!
  • Es sollte nicht bloß irgendwie einen oberflächlichen … ein Thema oberflächlich … ähm … äh … inne haben.
  • Oder eben ein Konzeptblatt daneben. Was es dann auch erklären muss.
  • Es sollte …
  • Es [Sperren: muss] doch irgendwie etwas von sich aus sagen können.
  • So.
  • Und das … Da gebe ich einfach zu: Bei mir tut es das jetzt eben nicht.
  • [Pause.]
  • Und das ist kein Problem. Weil ich bin gerade noch Student Kommilitone . Und ich lerne dazu.
  • Auch in der Werkstatt.
  • Ganz ganz viel.
  • Gestern gerade erst.
  • Und heute werde ich halt mir das Ergebnis noch einmal angucken.
  • [Pause.]
  • Und dann nächstes Mal werde ich halt [Sperren: versuchen] zu … Also wenn ich ein Porträt von mir anfertigen möchte … Dass ich … äh … Dass ich nicht bloß auf die Fotos, auf den Spiegel, gucke. Sondern dass ich auch versuche irgendwie … herauszubekommen: Was …
  • [Pause.]
  • Ich weiß nicht.
  • Wie … drücke ich denn das, was …
  • [Pause.]
  • [Ringe nach Wörtern.]
  • Was ich bin … irgendwie … aus.
  • Ach ich weiß nicht, wie ich es sagen soll!
  • Das ist dann jetzt eben nicht die Form der Nase. Das sie leicht gekrümmt ist.
  • Oder so.
  • Das will ich mit reinbringen. Weil das ein Merkmal ist, finde ich, … äh … das sozusagen mich ausmacht.
  • Oder … oder … ähm … links und rechts vom Mund … äh … diese …
  • [Schlucke.]
  • Diese … diese kleine Wülste. Die da sind.
  • Die so nach unten leicht schon gehen.
  • Äh … Dieses [Sperren: Fett], oder was das ist.
  • Äh … Das will ich da auch reinbringen.
  • So.
  • Das … Das gehört irgendwie zu mir. Aber irgendwie fehlt dann halt noch etwas, … ähm … was so das Äußere noch einmal … ähm … stärker hervortreten lässt.
  • Und das ist dann eben [Sperren: nicht] bloß eine Kopie.
  • Von mir.
  • Sondern das ist eine künstlerische Bearbeitung.
  • So.
  • Die halt weitergeht.
  • Und die aber trotzdem nicht … äh … ähm … wie sagt man … anatomische Kenntnisse, oder so außen vorlässt.
  • So.
  • Also so abstrakt will ich das jetzt nicht machen. Sondern ich möchte ja auch Formen [Sperren: begreifen]. Und das heißt … ähm … äh … eine Form wirklich [Sperren: sehen].
  • Und nicht bloß [Sperren: gucken].
  • Und … äh … Und … äh … Und … Und durch dieses Sehen eben … ähm … sie übertragen.
  • In ein anderes Medium.
  • [Pause.]
  • Also hier in Ton.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
  • [Aufnahme Start.]
  • Das zu schnell etwas fertig haben zu wollen, etwas zeigen zu wollen, ausstellen zu wollen, etwas zur Kunst … ähm … erklären zu wollen …
  • Ich denke, das ist nicht mein Problem.
  • Ich sehe es jetzt halt bei mir.
  • Sondern das ist ein Problem der Zeit!
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Kommen und Gehen, Öl auf Hartfaser, undatiert, Albino Menozzi
Kommen und Gehen, Öl auf Hartfaser, undatiert, Albino Menozzi
Galline, Öl auf Hartfaser, undatiert, Albino Menozzi
Galline, Öl auf Hartfaser, undatiert, Albino Menozzi
Der Mythos von Adam und Eva, Öl auf Hartfaser, undatiert, Albino Menozzi
Der Mythos von Adam und Eva, Öl auf Hartfaser, undatiert, Albino Menozzi
Francesca, Öl auf Hartfaser, undatiert, Albino Menozzi
Francesca, Öl auf Hartfaser, undatiert, Albino Menozzi
Die schwarze Schlange, Öl auf Karton, undatiert, Pellegrino Vignali
Die schwarze Schlange, Öl auf Karton, undatiert, Pellegrino Vignali
Il fiume Po (mehrere Arbeiten), 1977 - 1980, Öl/Lack auf Hartfaser/Malkarton, Dino Daolio Duren
Il fiume Po (mehrere Arbeiten), 1977 - 1980, Öl/Lack auf Hartfaser/Malkarton, Dino Daolio Duren
Il fiume Po (mehrere Arbeiten), 1977 - 1980, Öl/Lack auf Hartfaser/Malkarton, Dino Daolio Duren
Il fiume Po (mehrere Arbeiten), 1977 - 1980, Öl/Lack auf Hartfaser/Malkarton, Dino Daolio Duren
Pferde vor dem gelben Haus, undatiert, Tempera auf Karton, Giovanni Concettoni
Pferde vor dem gelben Haus, undatiert, Tempera auf Karton, Giovanni Concettoni
Griechin, undatiert, Öl auf Hartfaser, Albino Menozzi
Griechin, undatiert, Öl auf Hartfaser, Albino Menozzi
Art brut Art brut Ausstellung Bella Italia Lindenau-Museum Altenburg (Arbeiten aus Museum Haus Cajeth) Themen u. a.: Frauen, Tiger, Wölfe, Landschaft, Fassaden, Christus Jesus kaum oder gar keine Schulbildung, einfache Arbeiter oder galten als verrückt oft im hohen Alter angefangen zu malen mit Ruß oder Buntstiften, Öl- oder Acrylfarben auf Leinwand, Sperrholz, Papier oder Karton Kommen und Gehen, Öl auf Hartfaser, undatiert, Albino Menozzi Albino Menozzi art-brut-italien-1-k.jpg Detail, sehr zart gemalter Augenbereich, Rest plump Albino Menozzi (1915 - 1999) in Kleinstadt Emilia Romagna als neuntes von zehn Kindern geboren wegen schlechter wirtschaftlicher Lage konnte er keine Arbeit finden mit 18 Jahren Straßenbau im Italienisch-Abessinischen Krieg von Engländern interniert bekam Malaria begann in Hospitälern an zu malen in Bildern erinnert er sich an dörfliches Leben in Kindheit Familie, Dorf, Arbeit in Obstgärten, Felder, Pferde, Wagen, Früchte, Markt "Er kehrte in seine Heimatstadt zurück, wo er als alter Mann in zwei armseligen Dachzimmern wohnte" Galline, Öl auf Hartfaser, undatiert, Albino Menozzi art-brut-italien-7-k.jpg Der Mythos Mythos von Adam und Eva Adam und Eva , Öl auf Hartfaser, undatiert, Albino Menozzi art-brut-italien-9-k.jpg "Visioni invernali", Öl auf Hartfaser, undatiert, Albino Menozzi "Unter Wölfen", Öl auf Hartfaser, undatiert, Albino Menozzi Francesca, Öl auf Hartfaser, undatiert, Albino Menozzi art-brut-italien-15-k.jpg "Blumenstrauß", Öl auf Hartfaser, undatiert, Albino Menozzi Pellegrino Vignali Pellegrino Vignali (1905 - 1984) in Bergen des Apennin geboren, entstammt bäuerlicher Familie wurde u. a. Fuhrmann und Landarbeiter Analphabet mit 72 Jahren angefangen mit Bildhauerei Bildhauerei erkrankte, begann zu zeichnen (im Schulheft eines Enkels) Motive: Gesichter mit großen Augen, Pflanzen, Tiere, Mischformen, ornamentale Bilder in letzten Jahren Schaffensrausch Die schwarze Schlange, Öl auf Karton, undatiert, Pellegrino Vignali art-brut-italien-21-k.jpg Enrico Benassi Enrico Benassi (1902 - 1978) entstammt Bauernfamilie nach Grundschule Feldarbeit mit 20 Jahren Heirat, Vater von 12 Kindern in Freizeit gezeichnet und musiziert u. a. Federsammler, Krankenwärter, Hausierer, Hühnerhändler, Schuster, Friseur, Fischer, Stoffe Geschäft Kunstmarkt in Geschäft nachts gemalt inspiriert von japanischen Landschaften, byzantinischen Mosaiken und ägyptisches Altertum "[…] inspirieren, weshalb er diese Zeit später seine ägyptische Periode nannte." mit ca. 67 Jahren erste Ausstellungen "Venedig", Tempera auf Karton, undatiert, Enrico Benassi Eintrag im Gästebuch: "Ich finde die Bilder toll und auch das alle die gemalt haben keine Künstler sind die studiert haben" (Luise W Stralsund 4.8.2017 10 Jahre) Dino Daolio Duren Dino Daolio Duren (1914 - 1983) Sohn eines Maurers, Schule unregelmäßig nach 2. Weltkrieg wieder arbeit auf dem Bau kaufte Boot, wurde Fischer auf dem Po erkrankte an Asthma begann zu zeichnen Motiv: Fluss "Il fiume Po" kaufte Farben und Pinsel, malte Fluss in unzähligen Varianten Il fiume Po (mehrere Arbeiten), 1977 - 1980, Öl/Lack auf Hartfaser/Malkarton, Dino Daolio Duren art-brut-italien-27-k.jpg weitere Arbeit Il fiume Po (mehrere Arbeiten), 1977 - 1980, Öl/Lack auf Hartfaser/Malkarton, Dino Daolio Duren art-brut-italien-30-k.jpg Giovanni Concettoni Giovanni Concettoni (1902 - 1987) Pferde vor dem gelben Haus, undatiert, Tempera auf Karton, Giovanni Concettoni art-brut-italien-33-k.jpg zu Costante Pezzani Costante Pezzani : "Pezzani wusste um seinen Status als Künstler und malte sich selbst eine Art Firmenschild, auf dem in gewagter Orthografie zu lesen stand: HIER IM SPITAL LEBT DER NAIVE MALER COSTANTE PEZZANI." Griechin, undatiert, Öl auf Hartfaser, Albino Menozzi art-brut-italien-38-k.jpg Diplom Theorie umsetzen ersetzen: Bild Laokoon Laokoongruppe -Gruppe mit Postkartenständer (Linenau-Museum Altenburg) Korrekturen Hans zu Teil 2 umsetzen
Collection de l'art brut , Lausanne, Schweiz
Collection de l'art brut , Lausanne, Schweiz
((?)) Aloise Corbaz
((?)) Aloise Corbaz
((?)) Willem van Genk
((?)) Willem van Genk
((?)) Objekt, Holz((?)), Wurzeln((?)), Michel Nedjar
((?)) Objekt, Holz((?)), Wurzeln((?)), Michel Nedjar
kein Titel, Malerei, Michel Nedjar
kein Titel, Malerei, Michel Nedjar
((?)) Zeichnung, Carlo Zinelli
((?)) Zeichnung, Carlo Zinelli
Höflingen im Athosland, 2010, Michael Golz
Höflingen im Athosland, 2010, Michael Golz
((?)) (Ausschnitt), Auguste Forestier((?))
((?)) (Ausschnitt), Auguste Forestier((?))
((?)) Zeichnung, Josef Hofer
((?)) Zeichnung, Josef Hofer
((?)) Objekt, Pascal-Desir Maisonneuve
((?)) Objekt, Pascal-Desir Maisonneuve
((?)) Objekt aus altem Geschirr, Angelo Meani
((?)) Objekt aus altem Geschirr, Angelo Meani
kein Titel, Eugenio Santoro
kein Titel, Eugenio Santoro
Art brut Art brut Ausstellung Art brut Collection de l'art brut , Lausanne, Schweiz art-brut-lusanne-44-k.jpg Di - So 11:00 - 18:00 Avenue Bergières 11, 1004 Lausanne, Schweiz Aloise Corbaz Aloise Corbaz (Aloïse) (1886 - 1964, schweizerische Künstlerin der Art Brut) ((?)) Aloise Corbaz art-brut-lusanne-2-k.jpg weitere Arbeit "The declaration of war forced her to come back in Switzerland. She manifested then exaited religious feelings of such intensity that she was put in the asylum at Cery-sur-Lausanne in 1918, then in the hospital of La Rosiere, Gimel-sur-Morges." Willem van Genk Willem van Genk (1927 - 2005, schizophrener und autistischer niederländischer Maler und Grafiker, Künstler der Outsider Art) Vorliebe für Züge, Busse und Bahnhöfe kein Titel ((?)) Willem van Genk art-brut-lusanne-7-k.jpg Michel Nedjar Michel Nedjar (* 1947) ((?)) Objekt, Holz((?)), Wurzeln((?)), Michel Nedjar art-brut-lusanne-8-k.jpg kein Titel, Malerei, Michel Nedjar art-brut-lusanne-11-k.jpg mit Fingerabdrücken weitere Arbeit Carlo Zinelli Carlo Zinelli (1916 - 1974, italienischer Autodidakt, klassischer Vertreter der Art Brut) ((?)) Zeichnung, Carlo Zinelli art-brut-lusanne-14-k.jpg Michael Golz Michael Golz (* 1957) Arbeiten unter Titel "Travels in Athosland" "Bad Martin südlich von Bad Harswich im Althosland, 2009 Höflingen im Athosland, 2010, Michael Golz art-brut-lusanne-20-k.jpg Auguste Forestier Auguste Forestier (1887 - 1958, französischer Künstler der Art Brut) Objekt Ausschnitte Arbeit ((?)) (Ausschnitt), Auguste Forestier((?)) art-brut-lusanne-26-k.jpg Münder teilweise zugenäht, Beine gefesselt, in Kästen Josef Hofer Josef Hofer Zeichnungen ((?)) Zeichnung, Josef Hofer art-brut-lusanne-29-k.jpg Pascal-Desir Maisonneuve Pascal-Desir Maisonneuve (1863 - 1934) ((?)) Objekt, Pascal-Desir Maisonneuve art-brut-lusanne-32-k.jpg begehbare Installation von Michael Golz Angelo Meani Angelo Meani (1906 - 1977) ((?)) Objekt aus altem Geschirr, Angelo Meani art-brut-lusanne-39-k.jpg weitere Objekte von Angelo Meani Eugenio Santoro Eugenio Santoro (1920 - 2006, schweizerischer Bildhauer Bildhauerei und Maler) kein Titel, Eugenio Santoro art-brut-lusanne-42-k.jpg (irgendwie ägyptischer Stil, in Diplom-Theorie erwähnen)
mit Holzkeilen und Leisten bis zu dieser Höhe Fläche gelegt
mit Holzkeilen und Leisten bis zu dieser Höhe Fläche gelegt
Scheiben aus Ton an Formrand gedrückt
Scheiben aus Ton an Formrand gedrückt
Einguss an Nase
Einguss an Nase
Diplom Theorie Zwischenstand Standpunkt 2 Uhr frühs aufgewacht, Gedanken zu gestrigem Klassentreffen (siehe Aufzeichnung; da mitten in Nacht sehr direkt) Standpunkt Klasse Bildende Kunst Kunstkritik Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Sperren: Unglaublich].
  • Was so als [Sperren: Kunst] …
  • [Klick.]
  • Oder künstlerische Arbeit bezeichnet wird.
  • [Pause.]
  • Da schließe ich mich gerne mit ein.
  • Aber wenn ich so'n … Bei der Klassen…
  • Bei dem Klassentreffen sowas sehe: Leinwand, wo nen paar Farbkleckse sind …
  • Soll nen Tier sein.
  • Aus 'nem Magazin der Kopf ausgeschnitten wurde. Der schon mal fotografiert oder gezeichnet wurde.
  • [Pause.]
  • Das als besonders schön … Oder keine Ahnung was, angesehen wird.
  • Auch vom Professor!
  • Oder 'ne andere …
  • … [Sperren: sogenannte] …
  • … Malerei.
  • Er dann als … ähm … Würde er sich als Maler sehen?
  • … dann [Sperren: bejaht]!
  • [Pause.]
  • Oder eben die eine, die total einfach … gemalt hat. Weil sie halt vielleicht das erste Mal gemalt hat …
  • Was ja auch … dann … gut aussehen kann! Aber das dann als … ähm … Zeichen dafür, dass jemand [Sperren: Maler] ist …
  • Also dass man so einen Begriff nimmt …
  • Irgendwie finde ich das gerade … [Sperren: hammer].
  • Ich würde zum Beispiel bei mir auch nicht sagen, dass ich ein … weiß nicht … ein Zeichner bin. Oder so.
  • Gerade wenn ich das dann auch … auf der Maschine mache. Ich habe einfach nicht das Gefühl, es zu zeichnen.
  • Und auch nicht das Gefühl, es zu [Sperren: können].
  • Und … ähm … Wenn ich zeichne, extrem viele ungeplante, unkontrollierte … ähm … na ja … Handbewegungen … Also die jetzt nicht … ähm … bewusst so gemacht sind, um zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen.
  • Sondern es ist halt ziemlich ungekonnt.
  • [Schlucke.]
  • Und … Da hab ich halt selbst nicht das Gefühl bei mir, dass ich … ähm … ein Handwerk Handwerk beherrsche.
  • Dass ich mich dann damit also Zeichner oder Maler mit nennen könnte.
  • Wa…
  • Überhaupt nicht.
  • Das wäre mir zu einfach.
  • Dann ist's lieber nicht sein …
  • Und da finde ich's jetzt halt krass, was alles da durch geht!
  • Ähm … Und wie gesagt, ich schließe mich damit ein!
  • [Pause.]
  • Oder letztens, wo jemand da halt einfach nen … Zettel von der … Putzkolonne, oder vom Hausmeister Hausmeister , der 'ne WC gesperrt hat, weil die kaputt ist, oder keine Ahnung …
  • Das halt dort abnimmt und dann in den Klassenraum hängt und das wird dann, weiß nicht, zwanzig, dreißig Minuten lang … äh … diskutiert!
  • Ähm … Und … Pfff … Na ja. Und in dem Moment Moment halt total hochgehoben.
  • [Sperren: Das ist bloß ein Ausdruck! Der] …
  • Weiß nicht.
  • Es ist jetzt zumindestens tatsächlich kene Kunst!
  • [Pause.]
  • Das ist jetzt so'n Satz, den Christian gesagt hat.
  • Okay. Das kann ich nicht sagen.
  • Ich … ähm … Das ist halt nichts, was …
  • Na ja. Das ist etwas, was mich daran [Sperren: zweifeln] lässt.
  • An dem … An dem Gehalt.
  • Das habe ich jetzt gestern nicht bei den … sogenannten Malereien gesehen. Und den Zeichnungen.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Nee. Geht gar nicht.]
  • [Pause.]
  • Oder wenn dann so ein Dokumentarfilm gezeigt wird. In der Klasse [Sperren: Bildenden Kunst]. Das ist etwas … Also mir kam's jetzt so vor, als wäre es nur sowas. Pfff. Ich weß nicht, was daran jetze Kunststudium is.
  • [Pause.]
  • Ich muss mich da leider mit reinziehen. Also selbst drinne sehen. Auch mit der Büste Büste jetze.
  • Das Holzding ist ja … ähm … Hat jetzt doch nicht so geklappt. Ich hab's ja immer weiter zurückgebaut.
  • Da bin ich jetzt bei der Gipsbüste wieder. Die auch sehr gut aussieht. Finde ich. [Sperren: Aber] das ist halt nichts, … ähm … [Sperren: Bewusstes]. Also das ich weiß, warum sie jetze … ähm … gut ausschaut. Und dass ich … Und dass ich es [Sperren: verstanden] habe, wie das geht.
  • Und dass ich selbst eben das Gefühl hab, es getan zu haben.
  • Das war ja meine [Sperren: Erste] jetzt. Deshalb ist das jetze … ähm … sicherlich in Ordnung. Dass ich da so … etwas … ähm … unbewusst rangehe.
  • [Schlucke.]
  • Aber ich würd mich deshalb eben nicht als …
  • Wie heißen diese Skulp…?
  • Als Bildhauer Bildhauerei betrachten!
  • [Pause.]
  • [Sperren: Null].
  • [Pause.]
  • [Sperren: Null].
  • [Pause.]
  • Und das Selbe eben bei "Maler".
  • Gestern.
  • [Sperren: Null].
  • "Zeichner": Null.
  • Bei den anderen jetzt auch.
  • Das ist teilweise … [Sperren: hingekritzelt]. Aber jetze halt so … Es sieht ja auch … äh … schön, oder spannend, interessant aus. Wenn ich jetzt so nen einfachen Begriff nehmen kann.
  • [Pause.]
  • Aber … Weiß ich nicht. Da ist nichts von …
  • [Schlucke.]
  • Mhm. Es wirkt sehr sehr [Sperren: zufällig]. Dass es so gekommen ist.
  • Auch das ist in Ordnung! Es spricht ja nichts dagegen. Aber vielleicht fällt mir das auch nur ein, weil das im Klassentreffen dann eben in Massen verhandelt wird. Also hintereinander weg. Also sowas vorgestellt wird.
  • Wie beliebig das … Also [Sperren: extremst] beliebig das ist!
  • Ähm … Hier hat nen Kunststudent Kommilitone … ähm … mal Öl genommen und ein bissel herumgepinselt.
  • [Schluckt.]
  • Hat sich versucht [Sperren: Mühe] zu geben. Und das wird dann als [Sperren: Malerei] angesehen!
  • [Pause.]
  • Oder als eine gute Zeichnung oder so.
  • Wozu gibt's denn dann die anderen Studiengänge? Malerei? Oder Bildhauerei?
  • Wenn man bereits so einfach lax … ähm … ja … große … [Sperren: große] Kunst machen kann?
  • So kommt's zumindestens rüber, wenn der Professor das so lobt.
  • Das ist für mich gerade total unverständlich.
  • [Pause.]
  • Und das ist bei mir halt eben auch nicht anders!
  • Ich bin jetzt ja froh, dass ich in der … ähm … Werkstatt Plastisches Gestalten bin. Weil ich da halt das erste Mal halt sowas mitbekomme, wo ich … ähm … ja … das Sehen lerne.
  • Auch wenn ich jetzt noch wirklich da extrem Anfänger bin.
  • [Schlucke.]
  • Und das … äh … Studiengänge Bildhauerei gibt's jetzt nicht an der Hochschule. Aber die halt … äh … jahrelang … äh … sich da ausbilden lassen. Und sich dann da höchstwahrscheinlich tatsächlich mit auskennen.
  • Da bin ich jetzt ja noch sehr … sehr sehr sehr … oberflächlich. Ähm …
  • Und trotzdem ist das so das Einzige, wo ich jetzt sagen würde, da ist … ähm … da ist irgendwie was mit Gehalt!
  • Was mir jetzt beigebracht wird.
  • [Pause.]
  • Und das hab ich zum Beispiel in der Klasse überhaupt nicht …
  • Dieses Gefühl.
  • [Aufnahme Ende.]
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten von 12:00 - 18:00 erste Schale für Silikonform Silikon mit Mitarbeiter hergestellt Kopf auf Tisch gelegt breiteste Ausdehnung mit Bleistift markiert mit Holzkeilen und Leisten bis zu dieser Höhe Fläche gelegt silikon1-k.jpg Tonklumpen in vier große Quader geschlagen Scheiben aus Ton an Formrand gedrückt silikon9-k.jpg 8 mm Tonschicht über Folie gelegt, glatt gestrichen 1 cm dicke Tonleiste an Rand verlegt, wird später mit kleinem Holzstück noch geformt Einguss an Nase silikon2-k.jpg Entlüftungskanäle an Brust an ausgedehntesten Stellen wie Schulter und Kinn kleine Tonübergänge, damit später Luft entweichen kann Formschlösser für Gipskörper Gips anmischen: erst Wasser, dann Gips, bis es nicht mehr sinkt Gips langsam einstreuen, nicht umrühren (dann wird Gips schneller fest) Gipsmilch über Form verteilt, mehrere dünne Schichten mit Jute und Holzwolle zur Stabilität vermischt Friedrich Fröhlich, erschöpft aber zufrieden
Museum von Arzt Ole Worm, Kopenhagen
Museum von Arzt Ole Worm, Kopenhagen
Präparatearrangement mit klagenden Kinderskeletten, Konkrementen und Gefäßausgüssen, von Anatom Frederik Ruysch
Präparatearrangement mit klagenden Kinderskeletten, Konkrementen und Gefäßausgüssen, von Anatom Frederik Ruysch
Muskelmann, Mitte 19. Jahrhundert, Jacques-Eugène Caudron (1818 - 1865, Bildhauer), Skulpturensammlung Dresden
Muskelmann, Mitte 19. Jahrhundert, Jacques-Eugène Caudron (1818 - 1865, Bildhauer), Skulpturensammlung Dresden
Gesichtsschädel mit aufmodellierten anatomischen Strukturen in Wachs, A & P Seifert, Berlin, 19. Jahrhundert, Wachs-Trockenpräparat
Gesichtsschädel mit aufmodellierten anatomischen Strukturen in Wachs, A & P Seifert, Berlin, 19. Jahrhundert, Wachs-Trockenpräparat
Rechter Unterarm mit Wachsinjektion der Arterien, 1898, kombiniertes Trocken-Injektionspräparat, Inventar-Nr. ANA2006/511
Rechter Unterarm mit Wachsinjektion der Arterien, 1898, kombiniertes Trocken-Injektionspräparat, Inventar-Nr. ANA2006/511
Gesichtsurne aus Liebenthal bei Marienburg in Westpreußen, 1871
Gesichtsurne aus Liebenthal bei Marienburg in Westpreußen, 1871
Critical, 2015, industrial lacquer on mdf panel, Ricardo Alcaide
Critical, 2015, industrial lacquer on mdf panel, Ricardo Alcaide
Toteninsel, 1880, Arnold Böcklin, Kunstmuseum Basel
Toteninsel, 1880, Arnold Böcklin, Kunstmuseum Basel
System, 2016, industrial lacquer paint on mdf panel and cardboard, 140 x 170 cm, Ricardo Alcaide
System, 2016, industrial lacquer paint on mdf panel and cardboard, 140 x 170 cm, Ricardo Alcaide
Unsettled, 2017, 50 numbered and signed bricks, Ricardo Alcaide
Unsettled, 2017, 50 numbered and signed bricks, Ricardo Alcaide
Anatomisches Museum (zur Ausstellung von gestern, aus Ausstellungs-Katalog) Kunst- und Wunderkammern Kunstkammer im 16. und 17. Jahrhundert von Adeligen, Kirchenmännern, Kaufleuten, Ärzten, Apothekern Wunderwerk göttlicher Schöpfung sollte gezeigt werden Museum von Arzt Ole Worm, Kopenhagen museum-worm-k.jpg Ole Worm (1588 - 1654, Arzt) zeigt aber auch Endlichkeit des Seins Memento mori - Gedenke deines Endes im Barock weit verbreitetes Appell oft Präparate eindrucksvoll präsentiert wie klagende und musizierende Kinderskelette Präparatearrangement mit klagenden Kinderskeletten, Konkrementen und Gefäßausgüssen, von Anatom Frederik Ruysch ruysch-k.jpg Anatomisches Theater: römischem Kollosseum nachempfunden Anaton steht in der Mitte, seziert und demonstriert Leichnam den Studenten mit Ziel Körper in all seinen Formen und Funktionen zu ergründen neben Studenten auch Laien, wie Würdenträger und interessierte Bürger Anatom stellt Leib des Menschen als Wunderwerk Gottes vor Muskelmann, Mitte 19. Jahrhundert, Jacques-Eugène Caudron Jacques-Eugène Caudron (1818 - 1865, Bildhauer Bildhauerei ), Skulpturensammlung Dresden muskelmann-k.jpg Muskelmänner beliebte anatomische Studienobjekte in Künstlerstudios in Früher Neuzeit (16. - 17. Jahrhundert) Gesichtsschädel mit aufmodellierten anatomischen Strukturen in Wachs, A & P Seifert, Berlin, 19. Jahrhundert, Wachs-Trockenpräparat gesichtsschaedel-k.jpg Rechter Unterarm mit Wachsinjektion der Arterien, 1898, kombiniertes Trocken-Injektionspräparat, Inventar Inventar -Nr. ANA2006/511 unterarm-k.jpg Ziel Pathologen: vom toten Körper auf Krankheitsprozesse im Lebenden zurückschließen Gesichtsurne aus Liebenthal bei Marienburg in Westpreußen, 1871 gesichtsurne-k.jpg Rudolf Virchow publizierte über Mützenurnen[?] Diplom Theorie Gespräch mit Christian
  • Schönes Objekt ist keine Kunst
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [In der Galerie.]
  • Wieso hast du gerade gestöhnt, als du das Bild gesehen hast?
  • [Flüsternd:] Das ist keine Kunst. Das ist ein schönes Objekt. Wie … Ein schönes Design-Objekt!
  • [Macht ein Foto von der Arbeit.]
  • [[Sperren: Knips.]]
  • [Betrachten das Bild "Critical", 2015, industrial lacquer on mdf panel, Ricardo Alcaide Ricardo Alcaide .] Critical, 2015, industrial lacquer on mdf panel, Ricardo Alcaide gespraech3-2-k.jpg
  • Kunst ist das nicht.
  • Das hängt jetzt aber in einer Kunstgalerie.
  • Na ja. Aber deswegen ist es ja nicht Kunst.
  • Für mich schon.
  • Was ist für dich daran jetzt so besonders?
  • Warum ist es ein Design-Objekt?
  • Na ja. Weil es schön ist. Also ich würde mir das hinhängen.
  • [Sperren: Echt?]
  • [Kleinlaut:] Vielleicht.
  • [Lachen.]
  • Ich denke … Gerade durch diese Löcher wird es dann wieder zu etwas, was ein Designer sich nicht hängen würde. Weil die ja eher …
  • Nö. Die zeigen ja vielleicht, dass es früher mal was anderes war.
  • Ach so?
  • Und … äh … vorher eine andere Funktion hatte.
  • Die hat er nicht erst nachträglich reingemacht? Das dachte ich gerade.
  • Na ja. Das weiß man jetzt ja nicht.
  • Na du kannst schon recht haben.
  • Na aber … Schau. Das ist einfach ein … Dreieck mit … ähm … ein paar Linien. Gefärbt. Fast wie eine Straßenkarte.
  • [Straßenbahn Eisenbahnstraße fährt vorbei.]
  • Aber nichts besonderes.
  • Na doch. Würdest du denn sowas machen?
  • [Pause.]
  • Nö. Aber ich [Sperren: könnte].
  • Dann ist es doch aber …
  • [Lachen.]
  • Das Graffiti Graffiti draußen kannst du auch machen.
  • Ja. Das ist ja der Punkt. Aber da hab' ich gesagt: Da ist ja das Besondere, dass man ja schon in die Illegalität geht. Das [Zeigt auf das Bild.] hat für mich nichts besonderes.
  • Dann zeig' mir mal was Besonderes!
  • Na wir müssen gucken.
  • [Pause. Rascheln. Beide gehen durch den Raum.]
  • Das mit den Löchern war aber aus Absicht.
  • [Fremde Person in Galerie hustet.]
  • Sagst [Sperren: du].
  • [Sperren: Weil] hier jetzt auch Löcher drinne sind.
  • Was ist das denn überhaupt.
  • Red' mal lauter! Ich höre dich nicht!
  • [Pause.]
  • Na ja. Es schaut fast aus wie so eine Fließenwand.
  • [Geraschel. Mikrofon reibt an Jacke.]
  • Mit Fugen.
  • Vor allem nicht grundiert! Oder? Sonst würde das nicht hier abplatzen.
  • Na das ist doch gewollt!
  • Also kein Design, sondern Kunst!
  • Mhm. Ich weiß nicht.
  • Und ich sehe mich drinne. Das ist gut.
  • Na ja. Siehst du aber … Das ist so …
  • [Zieht die Nase hoch.]
  • Toteninsel Toteninsel von Böcklin Arnold Böcklin
  • Für mich ist Kunst eher das, was man zu … Die Toteninsel!
  • Warum das?
  • Vom Böcklin. Toteninsel, 1880, Arnold Böcklin, Kunstmuseum Basel toteninsel-basel-k.jpg
  • Das finde ich besonders.
  • Warum.
  • Besonders = Komposition und gegenständlich
  • Na die Komposition.
  • Hier hast du auch eine!
  • Ja aber da ist es gegenständlich. Was man dort sieht. Und hier nicht.
  • Das ist eine Mauer. Das [Sperren: ist] gegenständlich.
  • Der Böcklin hat sich Gedanken gemacht!
  • [Zeigt auf das Bild.] Der nicht?
  • Nö.
  • Das ist doch auch nicht wahllos.
  • Interpretationsmöglichkeiten zu viele
  • Na ja. Pfff. Das ist ziemlich frei hier … Die Interpretation, die da jeder reinstecken kann. Während die Toteninsel, die hat … die hat schon … gibt eher was vor. Schränkt eher ein. Das hier ist wahllos. Jeder kann da was Eigenes hinein interpretieren.
  • Aber bei der Toteninsel hat die Gesellschaft im Endeffekt jener Zeit vorgegeben, was die Symbole bedeuten. Und das wurde dann in das Bild hineingetan.
  • Ja!
  • Das ist doch eigentlich langweilig! Das ist was Gewöhnliches! Hier [Deutet auf das Bild.] würde ich sagen, ist zum Beispiel eine … eine Sprache, die du nicht sofort verstehst. Also die sozusagen von jemanden gemacht wurde …
  • Es gibt keine. Weil jeder … Derjenige, der das macht versteht was darunter. Vielleicht. Aber jeder, der sich es anguckt, hat ja seine eigene Sicht.
  • Das ist doch super!
  • Ja aber …
  • Bei der Toteninsel wird im Endeffekt alles vorgekaut. Was … Was die Bäume bedeuten. Was dieser … äh … Was dieser … dieser Weg für eine Geschichte hat … Vom Festland zur Insel.
  • Ja!
  • Das ist Geschichte!
  • Es ist gefasst. Eingefasst! Und in der … Ich meine, du weißt es sicherlich … Es gibt ja diese verschiedenen Versionen. Alle sind ein bisschen anders. Weil das Ding an sich gibt es ja nicht.
  • Welches Ding?
  • Diese Insel. Es gibt halt …
  • [Sperren: Doch]. Es gibt ein Vorbild.
  • Na aber das ist da so ein Friedhof. Der hat ja …
  • Wo denn?
  • Na bei Venedig!
  • Ach so. [Lacht.] Das wusste ich gerade nicht.
  • [Lacht ebenfalls.] Der … Der hat … Der hat ja … Der hat ja keinen Berg.
  • Warst du da?
  • Ja, ich war schon da.
  • [Sperren: Auf] der Insel.
  • Ja.
  • Wie kommt man da drauf?
  • Mit dem … Mit diesen Booten.
  • [Lacht.] Das ist ein Touri-Ding. Oder was?
  • Na eben nicht. Aber wir wollten einen Ruhepol, als wir da waren.
  • Und da sind bloß Gräber.
  • Ja.
  • Und das hat auch der als Vorbild …
  • Gedankengänge Künstler und Betrachter sollten sich ähneln
  • Na ja, das war eines der Punkte. Aber warum hat er die anderen Elemente reingemacht … Das weiß ich nicht. Ich will nur damit sagen … ähm … Er hat ja auch was zusammengestellt. Aber etwas Eingeschränktes. Wo die … Wo die Gedanken von allen, die sich das angucken, ja ähnlich sind, in eine ähnliche Richtung gehen. Hier [Zeigt auf Arbeit.] … Das ist … Pfff … Je nachdem, wie meine Gefühlslage ist und mit welchem Hintergrund ich hier her komme, sehe ich da was anderes.
  • Und ist das jetzt komisch? Für dich? Oder was?
  • [Pause.]
  • Ja! Das ist für mich halt … Das ist [Sperren: zu] frei. [Sperren: Zu] offen. Hier brauchst du wieder einen Erklärungstext.
  • Nö. Du siehst doch ein Muster! Das reicht doch als …
  • Das ist die Kom…
  • Komposition!
  • Das ich da eine Komposition habe?
  • Und das ist ein Spiegelbild Spiegelbild . Du siehst dich selbst. Diese Reflexion.
  • Ach. Ist das gewollt?
  • [Sperren: Natürlich] ist das gewollt.
  • Wieso.
  • Na sonst kann der ja … Der hat ja das Material extra ausgesucht.
  • Na ja, aber …
  • Das ist ja Klavierlack. Oder sowas.
  • Warum hat er dann keinen Spiegel drangebaut.
  • Für mich wäre da jetzt ein Spiegel drinne.
  • [Geräusche. Mikrofon reibt an Kleidung.]
  • [Beide gehen weiter.]
  • [[Sperren: Knips.]]
  • [Betrachten das Bild "System", 2016, Ricardo Alcaide.] System, 2016, industrial lacquer paint on mdf panel and cardboard, 140 x 170 cm, Ricardo Alcaide gespraech3-4-k.jpg
  • [Pause.]
  • [[Sperren: Knips.]]
  • [Sie stehen vor der nächsten Arbeit.]
  • Ich traue mich nicht rüber. Was ist denn das?
  • zu hoher Preis für Kunstwerk
  • [Blättergeraschel.]
  • Das ist der Preis für die Arbeit.
  • [Flüsternd:] [Sperren: Unglaublich!]
  • [Pause.]
  • [Noch leiser, damit die Aufsicht nichts hört.] Achtzehntausendfünfhundert Franken.
  • Die haben hier auch acht Prozent Steuer?
  • Mhm. Für irgendwelchen Mist.
  • [Pause.]
  • Du brauchst noch einen Kaffee! Lass uns das mal durchgehen! [Blättert durch das Werkverzeichnis Werkverzeichnis .]
  • Nimm das mal mit.
  • Ich nehme es nachher mit.
  • Nee. Wir können das gleich durchgehen.
  • Über Kunst laufen
  • Wer geht zuerst rüber? Ich will keine Alarmanlage hören.
  • Hier gibt's doch keine Alarmanlage.
  • Okay. Ich gehe einfach.
  • [Schrittgeräusche über Ziegel.]
  • Jetzt bist du über [Sperren: Kunst] gelaufen.
  • Das hat aber was cooles.
  • Warum?
  • Keine Kunst, oder doch? Mit Symbolkraft
  • Das ist auch keine Kunst. Aber es hat was symbolisches. Du gehst in einen Raum und du siehst das auf dem Boden …
  • Ja, jetzt fühle ich mich irgendwie auf der anderen Seite.
  • Mhm. Das teilt etwas. Aber es hat eher was … Pfff …
  • Na du bist ja nicht drauf geblieben.
  • Na ja … Vielleicht ist das doch Kunst. Es macht … Es ist halt was Besonderes. Es macht was mit dir.
  • Was denn?
  • Es ist wie eine Grenze.
  • [Pause.]
  • Symbolisch.
  • [Geräusche beim Blättern durch die Liste.]
  • [Schaut aus dem Fenster.] Funktioniert die Tankstelle noch?
  • Ja.
  • [Blattgeräusche.]
  • [Lautes Telefonklingeln.]
  • [Aus dem Hintergrund: Hallo!]
  • Das sind fünfzig Steine. Und sie sind … ähm … alle wie unterschrieben.
  • [[Sperren: Knips.]]
  • [Betrachten das Bild "Unsettled", 2017, Ricardo Alcaide.] Unsettled, 2017, 50 numbered and signed bricks, Ricardo Alcaide gespraech3-5-k.jpg
  • Was sind sie?
  • Unterschrieben. Nummeriert und unterschrieben.
  • Dadrunter.
  • Wo das ist …
  • Okay. Na das ist ja dann für den Kunstmarkt Kunstmarkt .
  • Na ich meine … Die Wirkung ist halt cool. Es teilt. Du machst dir Gedanken. Kann ich da jetzt rüber? Oder nicht?
  • Es ist halt was anderes als jetzt ein Bild, was an der Wand hängt. Weil das halt so … so normal ist.
  • Es hebt sich halt damit ab.
  • Meine ich ja.
  • Damit hat es was besonderes.
  • Aber wenn du bloß das jetzt in dem Raum hättest … wäre das vielleicht wieder zu wenig.
  • Nur was besonderes, da im Kunstraum
  • Wenn du vielleicht nicht … Vielleicht wirkt es nur in dem Kontext. Ob es in einer Galerie … oder ob es in einem Museum wäre. Wenn es einfach irgendwo ist …
  • Wenns irgendwo draußen in der Stadt wäre, wäre es vielleicht irgendwie lahm.
  • Du würdest halt nicht automatisch drüber laufen.
  • Es wäre halt einfach ein architektonisches … ähm …
  • Manche würden es einfach nicht sehen. Aber das stimmt. Die Wirkung wäre anders. Aber [Sperren: hier] … in dem Kontext … hat es aber eine bestimmte Wirkung auf dich.
  • Na das ist wieder so ein schwammiges …
  • Du fühlst dich wirklich erst auf der einen, dann auf der anderen Seite. Das hat da ja was trennendes. Eigentlich symbolisiert es mehr oder weniger das, was auch Grenzen sind.
  • Aber diese Gedanken kommen dir dann ja nur, [Sperren: weil] es in einer Kunstgalerie ist. Und nicht, wenn es draußen ist. Da sind wir über die Straße gelaufen, da hast du dir kein Zeichen genau angeguckt. Könnte das irgendwie eine Grenze sein? Oder so.
  • Ja. Außer es stünde ein Schild, was mir sagt: Hier!
  • Wenn du hier jetzt aber in der Galerie nen Zebrastreifen rein machen würdest, dann wäre dieser Zebrastreifen in dem Moment Moment auch etwas, worüber du mehr nachdenken würdest. Über Übergang. Über Grenze. Äh … Vorfahrt. Keine Ahnung was.
  • Bleiben wir mal bei dem Kriterium für [Sperren: mich]. Ne? Hier geht es ja um [Sperren: meine] …
  • [Sperren: Nee]. Das ist ein [Sperren: Gespräch]. Wir diskutieren beide zusammen. Ich will meine Stimme auch hören!
  • Äh … Die ist wieder öfters zu hören als meine.
  • Wir sehen es an den Sprechblasen.
  • Das besondere … Und egal was du jetzt … Das besondere kann natürlich auch in einem bestimmten Kontext erst etwas Besonderes sein. Aber es ist ja trotzdem etwas Besonderes.
  • Auch in der Galerie ist es [Fußnote: Die Ziegel-Arbeit.] was Besonderes.
  • Ja.
  • Anders als das Bild.
  • Mehr Kunst, weniger Kunst, Graubereich
  • [Sperren: Das] ist mehr als Kunst … Als das Bild.
  • Was ist [Sperren: mehr als Kunst]?
  • Na das macht es mehr zur Kunst. Entschuldigung.
  • Wieso. Was ist denn [Sperren: mehr] und was ist [Sperren: weniger] Kunst.
  • [Pause.]
  • Na ja. Vielleicht …
  • Was ist denn Kunst.
  • [Flüstert:] Das weiß ich nicht.
  • Wieso nimmst du dann so ein Wort in den … in den Mund.
  • [Aus dem Hintergrund, die Aufsicht telefoniert: [Sperren: Ich hab' zwar] …]
  • Ich glaube, für mich gibt es schon so eine Abstufung. Wo ich sagen würde … Das ist jetzt nicht schwarz und weiß. Es gibt für mich ja keine klare Definition. Deswegen kann ich nicht sagen: Das ist auf jeden Fall Kunst. Okay. Das kann ich sagen. Dann würde ich sagen: Mhm … Das vielleicht. Wie das Graffiti da! Das ist … Das ist so ein Graubereich. Es gibt Dinge, wo ich eindeutig sagen würde: [Sperren: Nein].
  • Aber will der Graffiti-Typ der Gesellschaft etwas mitteilen? Oder bloß eine Marke hinterlassen. Wie ein Hund.
  • Das wissen wir jetzt ja auch nicht.
  • Na ich weiß es gerade bei Graffiti allgemein nicht. Ob das … Also warum die das machen.
  • Dort war es ja eher ein Text als Geschmiere.
  • Ist … Ist ein [Sperren: Täg]. Das nennt man [Sperren: Täg]. Die hinterlassen ihre Signatur Künstlersignatur .
  • Es gibt … So ein richtiges Graffiti ist ja schon eher ein bildliches Ding.
  • [Pause.]
  • Denke ich.
  • Na ja, aber die Frage ist, warum die das …
  • [Lautest Telefonklingeln.]
  • … machen. Ist es im Endeffekt das selbe, wie wenn ein Künstler in einer Galerie ausstellt? Er dann sozusagen Zeichen hinterlässt? Was aber [Sperren: sehr] temporär ist. Weil es ja auch bloß eins zwei Monate …
  • [lautes Telefonklingeln]
  • … da sein wird. Was [Sperren: du] wieder … Wo du vorhin gesagt hattest … Das sollte beständig sein. Oder so …? Das ist es hier ja aber nicht! Das ist es hier ja aber nicht! Diese einzelnen Dinger sind [Sperren: nur] in [Sperren: diesem] Raum in [Sperren: dieser] Länge genau [Sperren: jetzt] so. Und die werden nie wieder genau so ausgestellt werden. Das heißt, sie sind nicht beständig.
  • Aber sie sind immer fünfzig … Und nicht einfach …
  • Das weißt du nicht. Die sind jetzt hier fünfzig. Weil die vielleicht genau hingepasst haben. Und die Zahl fünfzig …
  • Hier steht aber fünfzig.
  • Ja weil das fünfzig Dinger sind.
  • Fünfzig.
  • Man bezahlt für fünfzig oder für eins?
  • Na für das Ding!
  • Zeig mal. Das glaube ich nicht.
  • [Blätterrascheln]
  • [Sperren: Mensch.]
  • Hier ist es.
  • "Price upon request."
  • [Stimme der Aufsicht ins Telefon: Und dann habe ich noch …]
  • Ich glaube aber nicht, dass die Zahl fünfzig jetzt so wichtig ist.
  • Und es ist ja genau abgemessen.
  • [Sperren: Ja weil] … Die geben [Sperren: immer] die Daten davon an. Ähm … äh … Wie groß ist die eigentliche Arbeit. Das heißt nicht, dass das gewollt ist.
  • Also stellst du das jetzt in Frage oder was? [Lacht.]
  • Weil [Sperren: du] das nicht in Frage stellst!
  • [Lachen.]
  • [Pause.]
  • Kriterium, überhaupt zu fragen, ob es Kunst ist
  • Ist das auch ein Kriterium?
  • Was?
  • Das ich es in Frage stellen kann.
  • Nee. Das du überhaupt auf den Gedanken kommst, es in Frage zu stellen, ist das Kunst oder nicht. Da draußen in der Landschaft bist … Da stellst du [Sperren: nichts] in Frage. Da sagst du nicht: Ist das ein Baum? Ist das kein Baum? Hier fragst du halt …
  • Weil es halt eindeutig definiert ist. Das ist etwas …
  • Definition eindeutig
  • [Sperren: Wer] definiert das eindeutig.
  • Das es ein Baum ist oder nicht.
  • Das es ein Baum ist oder kein Baum.
  • Die Biologen werden dafür schon eine eindeutige Definition gefunden haben.
  • Aber wir selbst haben in unserem Kopf abgelegt, ab wann ist ein Baum ungefähr ein Baum. Ab wann ist es ein Strauch. Ab wann ist es eine … Blume.
  • Ja.
  • [Frau im Hintergrund ins Telefon: Okay.]
  • Da gibt's aber auch Grenzbereiche.
  • Okay. Hier ist es natürlich schwieriger. Weil, wie wir ja alle wissen, … Deswegen bist du ja auch so unsicher und machst überhaupt so eine Befragung, mhm … Es gibt keine eindeutige Definition. Deswegen kannst du nicht einfach sagen, für d
  • Ja das ist … Das ist das jetzt. Das ist jetzt Kunst. Und das ist das nicht.
  • Es ist aber in einer Kunstgalerie. Deshalb ist es für mich automatisch Kunst. Ob das jetzt gute oder schlechte …
  • Für mich nicht.
  • [Sperren: Nein!] Da würde ich zum Beispiel unterscheiden zwischen … Ist das gute …
  • [Frau im Hintergrund: Mache ich.]
  • … oder keine gute Kunst. Aber es [Sperren: ist] Kunst. Weil es in einer Galerie ausgehangen wird. Und so definiert wurde. Von anderen. Dann ist es ja per se … Dann [Sperren: ist] es Kunst. Wenn jemand sagt, es ist Kunst, dann ist es für ihn Kunst. Zumindestens wenn es einer sagt, ist es Kunst.
  • Das [Sperren: könnte] dann Kunst sein.
  • Es geht nur darum, was [Sperren: du] darin siehst. Gute Kunst oder nicht so …
  • Je nach Galerie ist es Kunst oder Geldkunst
  • Nein nein nein. Das entscheidende ist ja, wenn es in einer Galerie ist … [Sperren: Galerie] repräsentiert das … den Kunstmarkt.
  • Das stimmt nicht.
  • Für mich.
  • Es kommt auf die Galerie drauf an.
  • Da sehe ich hier [Fußnote: In der Liste.] [Sperren: Geld].
  • Das stimmt.
  • Also ist das hier eine …
  • Es gibt aber auch Kunstvereine, die haben ihre Räume.
  • Das ist aber was anderes. Das ist dann ein Raum, ein Ausstellungsraum.
  • So wie hier!
  • Hier ist das aber eine Galerie. Hier geht es darum zu verkaufen.
  • Das kaufen Leute?
  • [Pause.]
  • Repräsentant des Marktes
  • Ja. Hier geht es doch um … Und deswegen ist das wie die Art Basel. [Flüsternd:] Das ist eine Repräsentation des Marktes.
  • Aber das ist extrem dort. Finde ich.
  • So. Und für die geht es ja um eine andere Frage. Die können natürlich festlegen: Wir stellen das aus. Und können sagen: Für uns ist das hier Kunst. Und vielleicht auch für Leute, die hier einfach denken: Okay, alles was in der Kunstgalerie ist, muss Kunst sein.
  • Der Raum muss bezahlt werden! Der Strom! Der Künstler muss bezahlt werden! Viele müssen ja denken es ist Kunst und kaufen es für diese tausenden von … von Franken.
  • Ja aber warum … Es muss keine Kunst sein. Es kann ja auch ein Designobjekt sein.
  • Aber niemand gibt für ein Designobjekt soviel Geld aus. Das ist ein [Sperren: Unikat]. Das ist vielleicht noch einmal ein Unterschied zu einem Designobjekt. Wo ich sagen würde, es ist meistens eine Auflage.
  • Das ist ja die nächste Frage. Wir wissen ja überhaupt nicht, ob überhaupt jemand was nimmt. Was passiert denn mit den ganzen Objekten …
Totentanz, 2008, Klaus Hack, Galerie DG
Totentanz, 2008, Klaus Hack, Galerie DG
Leinwände zum Zyklus Totentanz, 2008, Klaus Hack
Leinwände zum Zyklus Totentanz, 2008, Klaus Hack
Füssener Totentanz von Jakob Hiebeler, vollendet 1602, Fotograf Ralf Schulze
Füssener Totentanz von Jakob Hiebeler, vollendet 1602, Fotograf Ralf Schulze
Schreitender (Genesender), Am Karlsbad / Schöneberger Ufer, Berlin-Tiergarten, 1935, Richard Scheibe
Schreitender (Genesender), Am Karlsbad / Schöneberger Ufer, Berlin-Tiergarten, 1935, Richard Scheibe
Drei Bronzen aus Ausstellung Wege nach Asien, 2013/14, Gustav Seitz
Drei Bronzen aus Ausstellung "Wege nach Asien", 2013/14, Gustav Seitz
Geschlagener Catcher, 1966, Gustav Seitz
Geschlagener Catcher, 1966, Gustav Seitz
(mit Notizen von morgen) Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten umsetzen zwei Maschinenschrauben, mindestens 18 cm, und Unterlegscheiben im Baumarkt kaufen wird durch Klotz (an Schraubstock befestigen), Brett (bei Abrutschen mit Beitel diesen nicht beschädigen) und Kopf von unten geschraubt Kopfteile geleimt, etwas ungenau 1 x für Kunst geblutet, Klemme rutscht ab, Stirn Bildhauer Bildhauerei Klaus Hack Klaus Hack Totentanz Sterben , 2008, Klaus Hack, Galerie DG klaushack-k.jpg Zyklus Totentanz Baumstämme mit Drucktechnik = Druckskulptur Skulptur ist künstlerische Arbeit und Werkzeug Druckfarbe ist blauschwarze Kupferdruckfarbe Leinwände zum Zyklus Totentanz, 2008, Klaus Hack klaushack2-k.jpg Baumstämme auf Leinwände abgerollt, Motiv wird ständig wiederholt Füssener Totentanz von 1602, in St. Anna Kapelle im Benediktinerkloster St. Mang in Füssen Füssener Totentanz von Jakob Hiebeler, vollendet 1602, Fotograf Ralf Schulze totentanz2-k.jpg Richard Scheibe Richard Scheibe (1879 - 1964, deutscher Bildhauer und Medailleur) Schreitender (Genesender), Am Karlsbad / Schöneberger Ufer, Berlin-Tiergarten, 1935, Richard Scheibe richardscheibe-k.jpg Gustav Seitz Gustav Seitz (1906 - 1969, deutscher Bildhauer und Zeichner) Drei Bronzen aus Ausstellung "Wege nach Asien", 2013/14, Gustav Seitz asienkopf-k.jpg umsetzen Was macht meinen Kopf aus? Merkmale suchen und in Holz verstärkt umsetzen wie seitliche Nasenform, Stirn, Mund, Grübchen Geschlagener Catcher, 1966, Gustav Seitz catcher-k.jpg großer Körper, Brüste, abgeschlagene Beine, kleiner Kopf, noch kleinere Ohren umsetzen morgen bei Alberti Schulterteile leimen
in einer Hälfte bleibt Ton haften
in einer Hälfte bleibt Ton haften
beide Teile, ohne Ton
beide Teile, ohne Ton
Verlorene Form wird abgeklopft
Verlorene Form wird abgeklopft
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten weiter Wasser auf Ton und in Löcher gespritzt Riss wurde dadurch größer Form mit Axt (in Ritze gelegt und mit Holzhammer draufgehauen) gespalten geöffnete Form, Schatten negiert (Bild bearbeitet, durchdringenden Stab entfernt) umsetzen Tonkopf abgeschnitten, für spätere Bearbeitung und eventuell selbst gießen in einer Hälfte bleibt Ton haften buesteform-17-k.jpg beide Teile, ohne Ton buesteform-24-k.jpg Verlorene Form Verlorene Form mit kleinen Tonklumpen durch rollende Bewegung von Tonresten befreit Löcher mit Ton gestopft mit Seife bestrichen, als Schicht zwischen verlorener Form und kommendem Guss Kopfteil Vollguss, Brustbereich nur Wand, innen hohl beide Formen wieder aneinandergefügt davor kleines abgetrenntes Teil mit Pips wieder befestigt Wasser in Schüssel, Gips bis zum Wasserrand auffüllen Form bewegt, damit Luftblasen entweichen Verlorene Form wird abgeklopft buesteform-31-k.jpg nachdem Gips fest wurde, angefangen die Verlorene Form abzuklopfen umsetzen zwischendurch mit Bachmann Eisen im Internet herausgesucht, für spätere Holzbearbeitung "Stubei Bildhauereisen", Gerade Ausführungen: 3er (25 mm), 7er (12 mm) und 5er (18 mm) zusätzlich "Belgischer Brocken Riemchen", 75 x 30 x 20 mm und Bildhauerknüppel 70 mm 400 g kaufen umsetzen Lindenbrett bei Alberti für erste Tests holen
aktueller Zustand Fotocollage
aktueller Zustand Fotocollage
Totenmaske Friedrich Nietzsche, abgenommen von Curt Stöving
Totenmaske Friedrich Nietzsche, abgenommen von Curt Stöving
Friedrich Nietzsche, Hermenbüste für Villa Silberblick, Max Klinger, 1903, Höhe 63 cm
Friedrich Nietzsche, Hermenbüste für Villa Silberblick, Max Klinger, 1903, Höhe 63 cm
Narziß und Goldmund Relevanz der Kunst Relevanz hier nicht in Bezug auf Gesellschaft sondern auf eigene Person gesehen Kunst als Gabe = relevant oder Kunst wird als Ausdrucksmöglichkeit benutzt (Kunst = Mittel) immer Kunst höher gestellt als Alltag dennoch immer unvollkommen Narziß: "Der Denker Auguste Rodin versucht das Wesen der Welt durch die Logik zu erkennen und darzustellen. Er weiß, daß unser Verstand und sein Werkzeug, die Logik, unvollkommene Instrumente sind - ebenso wie ein kluger Künstler recht wohl weiß, daß sein Pinsel oder Meißel niemals vollkommen das strahlende Wesen eines Engels oder Heiligen wird ausdrücken können. Dennoch versuchen es beide […] auf ihre Weise. Sie können und dürfen nicht anders. Denn indem ein Mensch mit den ihm von Natur gegebenen Gaben sich zu verwirklichen sucht, tut er das Höchste und einzig Sinnvolle, was er kann." Standpunkt Verwirklichung und Gabe sehr hoch angesetzt, erkenne ich bei mir nicht es gibt lediglich einen inneren Drang etwas zu schaffen bei mir immerhin nicht extrinsisch (würde im Nachhinein bei mir mehr Zweifel Zweifel erzeugen) aber ohne höherem Ziel (wäre ja auch extrinsisch) Friedrich Fröhlich, auf der Suche immer Künstler bestaunt, die einen Stil, eine Technik, ein Thema haben die nach Außen hin auch visuell eine Einheit mit ihrer Arbeit bilden bisher selber nicht geschafft zu viele Techniken, unterschiedlichste Ideen, Themen, Stile aber vielleicht bin ich einfach das: nie eine Einheit oder ist Einheit bei Künstlern nur aufgesetzte Selbstdarstellung (Künstler = Marke = Corporate Identity)? dann will ich das gar nicht Standpunkt Interessanterweise nehme ich im Gegensatz zur Bildenden Kunst das Klavierspiel ohne Hinterfragung als reines Vergnügen war. So reiht sich fast täglich ohne Zwang Zwang Ton an Ton und am Ende steht ein Stück, welches ich für mich selbst erklingen lasse. Allerdings zeige ich das Ergebnis keiner Kunstklasse, noch stelle ich die Stücke öffentlich aus. Am liebsten wäre mir, ich könnte das Feld der Bildenden Kunst genauso begehen. Nur muss ich mir dann bewusst sein: es wäre dann auch nur schöne Selbstbespaßung und Geld ließe sich nie damit verdienen. Es gibt noch einen Unterschied zwischen Musik und Bildender Kunst: In der Musik hinterfrage ich die Töne im Moment Moment des Erklingens nicht. In der Bildenden Kunst beginne ich eine Arbeit, nachdem ich mir überlegt habe, was ich ausdrücken möchte. Musik entsteht also im Jetzt, Bildende Kunst - über den Gedanken, der bereits in der Vergangenheit liegt - in der Zukunft. Fotocollage aktueller Zustand Fotocollage fotocollage_neu1-k.jpg weiter bearbeitet Hände angeschnitten Gesicht noch glätten (mit weiteren Ausdrucken) fehlende Stellen ergänzen Herme Herme "Der Mythos Mythos Friedrich Nietzsche Friedrich Nietzsche und seine Totenmasken Totenmaske ", Michael Hertl, 2007, Königshausen & Neumann, Würzburg Totenmasken und Hermen von Nietzsche † 25.8.1900, drei Tage später in Röcken bei Lützen (Sachsen) am Geburtsort beerdigt wollte selber auf einer Halbinsel im Engadin (Schweiz) ruhen Schwester wollte ihn in Weimar begraben sehen, Grab nahe Archiv könne Weimar als Nietzsche-Kultort Aufwertung bringen für Totenmaske Bildhauer Bildhauerei Max Klinger Max Klinger und Ernst Moritz Geyger gedacht schließlich nahm Curt Stöving (1863 - 1939, u. a. deutscher Maler, Zeichner, Architekt, Bildhauer) Maske Maske ab Kessler im Tagebuch über Maskenabnahme: "Der Kopf wurde etwas aufgerichtet, so dass er gerade lag; ein junger Lehrling […] half beim Eingipsen; in einer halben Stunde war die Maske fertig." Totenmaske Friedrich Nietzsche, abgenommen von Curt Stöving totenmaske-nietzsche-k.jpg durch mangelnde Praxis Stövings aber nicht ganz geglückt (Nase nach links verbogen, rechte Augenbraue gespalten) Maske von Max Klinger nach Umgussverfahren korrigiert Elisabeth unzufrieden mit unheroischen Gesicht führte 1910 zur lebendigeren Saudek-Maske (Rudolf Saudek, 1880 - 1965, Bildhauer und Graphiker) nachträglich erfahren: weitere Nietzsche-Maske am Tag nach Tod Sterben abgenommen auf Veranlassung von Adalbert Oehler (u. a. Bürgermeister, verwandt mit Nietzsche, gesetzlicher Vormund geisteskranken Philosophen) bessere Maske, da oberer Teil des Kopfes mit vollem Abschluss des hohen gewölbten Schädels Friedrich Nietzsche, Hermenbüste für Villa Silberblick, Max Klinger, 1903, Höhe 63 cm hermenbueste-nietzsche-k.jpg erste Nietzsche-Herme von Klinger 1903 nach Moskau verkauft worden sollte solange im Archiv stehen bleiben, bis ein als Stele Stele gestaltetes ähnliches Werk Klingers fertig wäre Marmor aus Paros (griechische Griechen Halbinsel) angedacht da nicht zu beschaffen für Stein aus Italien entschieden 1905 Herme fertig und auf Säule in Villa aufgestellt Paul Kühn (Klinger-Biograph): "Die Marmorbüste baut sich in breiten Flächen auf […] Die Konzeption geht aus von der gewaltigen Stirn, die, an den Schläfen scharf einschneidend, […] mit energischem Schwung in die Augenbrauen übergeht, die wie ein schweres Dach über den Augenhöhlen liegen, aus deren Tiefe die dunklen Kreise der tief gehöhlten Augen mit düsterer Energie blicken." Herme = nietzscheanisch (Hansdieter Erbsmehl, u. a. Nietzsche-Rezeption, Max Beckmann Max Beckmann und Künstlergruppe Brücke Die Brücke ) maskiert und offenbart zugleich[?]
aktueller Zustand Kopf
aktueller Zustand Kopf
Goethe als Herme (Ausschnitt), Skulptur, Georg Viktor
Goethe als Herme (Ausschnitt), Skulptur, Georg Viktor
Metamorphose Ann zu Herme, Zeichnung, Ann Cotten (Foto Peter Groenewold)
Metamorphose Ann zu Herme, Zeichnung, Ann Cotten (Foto Peter Groenewold)
aktueller Zustand Geraden-Alphabet
aktueller Zustand Geraden-Alphabet
Herme Herme Gipsabdruck Vorder- und Rückseite aneinandergefügt mit Heißklebepistole befestigt Augenhöhlen mittels geklebter Gipsbinden ausgefüllt, danach mit Wasser angefeuchtet und Gips verschmiert später mit Spachtelpulver glätten oder bei Bachmann Einzeltermin anfragen aktueller Zustand Kopf gipsbinde31-k.jpg umsetzen Einzeltermin Bachmann: rohe Kopfform zeigen besprechen, mit welchem Material Details umsetzen Gerüst Schulter zu rechteckiger Form der Herme besprechen und herstellen am Ende bei Alberti ersten Sockel-Abschnitt mit MDF-Platten herstellen und weiß streichen E-Mail wegen Einzeltermin an Bachmann geschrieben Goethe als Herme (Ausschnitt), Skulptur, Georg Viktor goethe-herme-k.jpg Georg Viktor (Bildhauer Bildhauerei ) in Antike Antike : je wuchtiger Phallus Phallus , desto wichtiger die Person Herme wo Pfeiler weitere Bausteine bekommt (wie Idee meiner Herme mit A4-Blättern, Gucklöchern, Lautsprechern, …) mit Inschrift in Goethes Handschrift: "Jungfrau, Mutter, Königin, Göttin" seitlich: Skizze der Urpflanze über die Urpflanze: "[…] die den Typus einer Blütenpflanze schlechthin verkörpert und aus der man sich alle Pflanzengestalten hervorgegangen denken kann." (Goethe) Porträt: geht auf Maske Maske zurück, die sich Goethe 1807 von Carl Gottlieb Weisser (1779 - 1815, deutscher Bildhauer) abnehmen ließ kleiner Sockel neben Herme: für Betrachter, ist dann auf gleicher Augenhöhe mit Goethe zum Cockring: "Die Zeiten kehren nie wieder,//Steif sind all meine Glieder//Bis auf eins." (Goethe) Metamorphose Ann zu Herme, Zeichnung, Ann Cotten (Foto Peter Groenewold) hermes-wolpertinger-k.jpg "Verbannt!", Ann Cotten: Metamorphose weiblicher Hauptfigur Ann zu übergroßen antiken Herme "Wie zu sehen, kann der Penis über eine im Innenraum verlaufende Treppe erstiegen werden. Nimmt man […] als Maßstab, ist die ganze Herme etwa 23 Meter hoch und der Penis 13 Meter lang." "Die Herme setzt sich unter dem Erdboden fort. Die Hoden sind 'kilometerbreite Pilzgeflechte' und verfügen über eine Verbindung zum Internet." (Peter Groenewold ) Geradenbild Geradenbild aktueller Zustand Geraden-Alphabet geradenalphabet-k.jpg Geraden-Alphabet weiter bearbeitet Größenverhältnisse berechnet Nur Großbuchstaben, allerdings 50 % verkleinert statt Kleinbuchstaben
Flugzei((?))g, 1971, Bleistift, Farbstifte und Kugelschreiber auf Papier, Josef Bachler
Flugzei((?))g, 1971, Bleistift, Farbstifte und Kugelschreiber auf Papier, Josef Bachler
(keine Infos gefunden), Johann Hauser
(keine Infos gefunden), Johann Hauser
Hubschrauber, 1967, Bleistift und Farbstift auf Papier, Johann Hauser
Hubschrauber, 1967, Bleistift und Farbstift auf Papier, Johann Hauser
Löwe, Franz Nebel, 1968, Kaltnadelradierung
Löwe, Franz Nebel, 1968, Kaltnadelradierung
Mann, Johann Hauser, 1973, Radierung, nach Reproduktion Bildnis eines jungen Mannes, Ambrosius Holbein, 1518
Mann, Johann Hauser, 1973, Radierung, nach Reproduktion "Bildnis eines jungen Mannes", Ambrosius Holbein, 1518
Mann, Johann Hauser, 1974, Radierung, ebenfalls nach Ambrosius Holbein
Mann, Johann Hauser, 1974, Radierung, ebenfalls nach Ambrosius Holbein
Hausarbeit weiter bearbeitet, mit Änderungsvorschlägen von Hans neue Version umsetzen Seitennummer von Schubiger und Weinhart fehlen noch (in Bibliothek nachschlagen!) Standpunkt Antwort von Hans auf Frage wegen Wort Reife: "Dachte ich mir schon, dass diese Stelle zum Gespräch herausfordert. Meines Erachtens ist die gesamte Veranstaltung, also Urknall und danach, völlig sinnlos. Wer versucht, darin einen Sinn zu entdecken, macht sich m.E. bloß etwas vor. Der Mensch hat allerdings ein Bedürfnis nach einem sinnvollen Dasein. (Vermutlich erhöht es die Überlebenschance des Menschengeschlechts.) Also redet er sich einen Sinn ein (Religion), auch wenn er den nicht versteht, oder versucht selbst, dem ganzen einen Sinn zu geben. Wir produzieren in unseren Hirnen ja alles Mögliche, u. a. Kunst, warum nicht auch Sinn? Außerdem kann man auch ohne sich viel Gedanken zu machen gut leben. Worauf es ankommt ist OPTIMISMUS. Optimismus sei Pflicht, hat einst Herr Karl Popper angemahnt. Da hat er recht. Den braucht man zum Leben. Deswegen ziehe ich eine heitere Kunst einer düsteren, gequälten vor, die nur das Schreckliche sieht. Das Wort "Reife" hat leider etwas Wertendes, deswegen habe ich "Flucht in die Reife" vorgeschlagen, weil man bei einer Flucht keine Wahl hat. Um nicht intellektuell einzugehen wird man halt reif. Eigentlich wollte ich nur, dass der Passus einen positiven Touch erhält. Das mit der "Reife" wäre ein neuer Gesichtspunkt. Sollte man vielleicht weglassen. Eigentlich geht es um Optimismus, eine Absage an die lähmende Schwermut." Psychiatrie und Kunst "[…] die zu Künstlern werden können, dann darf man sie nicht unter den […] nur leicht kranken […] Patienten suchen, sondern im Gegenteil, man muss sich an die am schwersten gestörten, manisch angetriebenen, hallzuinatorisch erregten, schwer fixierbaren Patienten wenden […]." Flugzei((?))g, 1971, Bleistift, Farbstifte und Kugelschreiber auf Papier, Josef Bachler Josef Bachler bachler-k.jpg "Gugginger Künstler" umsetzen Ausstellung Johann Hauser Johann Hauser , bis Januar 2017, Maria Gugging (keine Infos gefunden), Johann Hauser hauser-k.jpg Johann Hauser (1926 - 1996, österreichischer Maler des Art brut Art brut ) Hubschrauber, 1967, Bleistift und Farbstift auf Papier, Johann Hauser hauser2-k.jpg Parameter: Kontur, Ordnung, Struktur Buntstifte Buntstift und Malkreiden schlug er auf Bildfläche, dicht und heftig Signaturen in Großbuchstaben: Analphabet Johann Feilacher (Psychiater und Bildhauer Bildhauerei ): "Kunst heilt nicht […]" "In der Kunst zählt Qualität, nicht der psychische Zustand. Die Psychose bestimmt vielleicht was, aber nicht, wie die Herren malen." Patienten, die schon in Schulzeit gute Zeichner waren und später dilettantische Zeichner wurden hätten keine Aussicht eigenständig Künstler zu sein "Künstlerisch Interessantes können meist nur solche Patienten schaffen, die nicht schon vor ihrer Erkrankung gute Zeichner waren." Patienten, die "gerne zeichnen": in der Regel nur Konventionelles, aber keine authentischen Produkte "Zeichen- oder Sprachtalent kann […] hinderlich sein, weil es unter Umständen zu banalen konventionellen Wiedergaben verleitet" Gugginger-Künstler: unbeeinflusst von kultureller Kunst ahmen keine stilistischen Eigentümlichkeiten anderer Künstler nach Werke ohne Vorgänger, stehen in keiner Tradition "Das Fehlen jeder Information über Kunst […] verleiht dem persönlichen Stil des Art brut-Künstlers ein Maß an Authentizität, das der informierte Künstler nur selten erreicht." Löwe, Franz Nebel Franz Nebel , 1968, Kaltnadelradierung nebel-k.jpg Künstler-Patienten meist hospitalisiert, leiden an manisch-depressiven Störungen oder chronischen schizophrenen Psychosen bei schwerer Depression nicht geeignet, da zu gehemmt Johann Hauser: kennt genaue Zahl der Finger nicht gibt in Manie manchmal ssechs oder sieben phallische Finger an Hand in Depression manchmal nur drei Finger Mann, Johann Hauser, 1973, Radierung, nach Reproduktion "Bildnis eines jungen Mannes", Ambrosius Holbein, 1518 holbein-vergleich-k.jpg Aufgabe von Navratil an Hauser, Holbein auf Platte zu gravieren "Er saß lange vor der Platte und Vorlage, nahm die Radiernadel in die Hand, aber er getraute sich nicht anzufangen." "Nach langem Zureden machte er den ersten Strich." "In der dritten Sitzung hat er mit etwas mehr Aktivität das Werk vollendet." Mann, Johann Hauser, 1974, Radierung, ebenfalls nach Ambrosius Holbein hauser10-k.jpg entstanden auf Höhepunkt manischer Phase an Stelle der Genauigkeit und Sparsamkeit: ausgedehnte und teilweise zu dichte Gravierung in manischer Psychose: "Näherrücken" der Gegenstände sichtbar ausdrucksvolles Gesicht, mächtiger Hut, nehmen ganzen Bildraum ein, Beiwerk weggelassen (es gibt auch Beispiele für selbstständig künstlerisch tätige Patienten mit guten Ergebnissen)
Gedicht von Ernst Herbeck, mit Zeichnung von Oswald Tschirtner
Gedicht von Ernst Herbeck, mit Zeichnung von Oswald Tschirtner
O.T. (Regen), 1984, Oswald Tschirtner
O.T. (Regen), 1984, Oswald Tschirtner
Kunstmarkt Kunstmarkt notiert Preisvorschlag für "Landschaft mit Kühen", Öl auf Pappe, 1975, Per Sigfrid Bengtsson akzeptiert (100 EUR; bei 90 EUR automatisiert abgelehnt) Psychiatrie und Kunst umsetzen Collection De l'Art brut Art brut in Lausanne besuchen (Nähe Genf) weiterhin "Einblick in die Sammlung, Teil II", Kunsthaus Kannen in Münster , bis 30.10., Di - So, 13:00 - 17:00 von Münster Hbf - Ludgeriplatz B laufen, Bus 1 bis Davertstr. B, bis Davertstr. A laufen, Bus T1 bis Alexianer-Krankenhaus (alle 60 Minuten) "Die Gugginger Methode. Kunst in der Psychiatrie", Leo Navratil Behandlungsziel: 1 Besserung psychischer Zustand 2 Stärkung Selbstbewusstsein 3 Verbesserung Umgang mit äußerer und innerer Realität der Kranken neuer Zustand soll neue Entfaltungsmöglichkeiten und neue Sinngebung eröffnen Künstler im psychiatrischen Patienten: Künstler ohne jede künstlerische Ausbildung, ohne genauerer Kenntnis zeitgenössischer und traditioneller Kunst nach Jean Dubuffet Jean Dubuffet : Art-brut-Künstler Art brut: Sammelbegriff für autodidaktische Kunst von Laien, Kindern oder Menschen mit Geisteskrankheit oder geistiger Behinderung Jean Dubuffet (1901 - 1985, französischer Maler, Bildhauer Bildhauerei , Collage Collage - und Aktionskünstler) Hauptvertreter der Art brut, Vertreter französischer Nachkriegskunst "Bildnerei der Geisteskranken", Hans Prinzhorn besuchte Schweizer Anstalten, sah Werke der schizophrenen Patienten Adolf Wölfli Adolf Wölfli , Heinrich Anton Müller, Aloise Corbaz Aloise Corbaz Eigenschaften: 1 ohne Beziehung zu künstlerischen Vorbildern 2 fern vom Kunstbetrieb Kunstbetrieb Kunst repräsentierte extremen Individualismus, frei von sozialen und kulturellen Zwängen notiert Motiv Sonne bei Kinderzeichnungen Kinderzeichnung : Strahlen erst durch Aufforderung (Eltern, Kindergarten) in Zeichnungen eingebracht? eigentlich sind Kinderzeichnungen von Erwachsenenwelt kontaminiert: Vorstellungen des Dargestellten (wie Sonne), Papier (Untergrund), Stifte (Farben, Dicke Miene, Buntstift Buntstift / Filzstift / …), Zeit (wann Kind zeichnen soll/darf) für Bezeichnung Art brut von Dubuffet verlangt: 1 Unabhängigkeit von kultureller Kunst 2 etwas Überraschendes 3 selbst Erfundenes Standpunkt 4 "Schaffen aus einer inneren Notwendigkeit, einer extremen Spannung, einem 'hohen Fieber'" "Echtes künstlerisches Schaffen habe immer etwas mit Wahnsinn und Manie zu tun, sei niemals "normal'" Gedicht von Ernst Herbeck Ernst Herbeck , mit Zeichnung von Oswald Tschirtner Oswald Tschirtner herbeck-k.jpg Trennung zwischen Art brut und kultureller Kunst gefordert, ersteres für Dubuffet aber "höchster Bewunderung wert" Navratil: Unterscheidung zwischen 1 Arbeiten auf Anregung können originell sein, Spontanes enthalten 2 spontanen Zeichnungen vermissen oft jeden künstlerischen Reiz, klischeeartig = Kreativität versus Spontaneität Voraussetzung für künstlerisch interessante Arbeiten im Sinne Art brut: 1 Schizophrene oder manisch-depressive und hypomanische Patienten 2 manche epileptisch und hirnorganisch Kranke O.T. (Regen), 1984, Oswald Tschirtner regen-k.jpg teilweise ständige äußere Anregung nötig (wie Ernst Herbeck und Oswald Tschirtner ) noch lesen: "Der unterschätzte Naive" Standpunkt Mich ärgert gerade, dass ich niemals wie von der Kunst unbefleckte Kranke zeichnen werden kann. Ich kann kopieren, versuchen den Stil nachzumachen, aber ich werde nie so zeichnen können. Dafür habe ich schon zuviel gesehen und ausprobiert. Wie gerne würde ich den Regen wie Oswald Tschirtner darstellen! Für kindliche Zeichnungen könnte ich einmal probieren die rechte Hand zum Zeichnen zu verwenden, mit der bin ich noch ungeübt. Hausarbeit E-Mail von Hans: "Die Lou Andreas-Salomé habe ich gelesen. Psychoanalyse Sigmund Freud ist nicht mein Ding, muss ich gestehen. Es klingt interessant und liest sich schön, aber ist m.E. bloßes Geschwätz. Die Psychoanalyse ist halt keine Naturwissenschaft, was nicht heißt, dass sie völlig nutzlos ist. Habe trotzdem ein Zitat von der Frau untergebracht. Ich habe versucht, Deine sehr negative Allen-Ansicht ins Positive zu wenden. Das ist m.E. ein wichtiger Punkt: Man kann Sinn produzieren! Die Sinnkrise ist nicht das letzte Wort! Deshalb auch das eingefügte Thomas-Mann-Zitat mit dem 'Trotzdem'."
Closet, 1990, Cast rubber, 220 x 52 x 58 cm, Peter Fischli / David Weiss
Closet, 1990, Cast rubber, 220 x 52 x 58 cm, Peter Fischli / David Weiss
Bad Thoughts I und III, 2016, Bronze
Bad Thoughts I und III, 2016, Bronze
La licorne, 2016, David Altmejd, Bronze, Edition 3+2AP
La licorne, 2016, David Altmejd, Bronze, Edition 3+2AP
Contresens n°2, 2015, François Morellet
Contresens n°2, 2015, François Morellet
The Tuners, 2005 - 2016, 200 x 150 cm, Navid Nuur
The Tuners, 2005 - 2016, 200 x 150 cm, Navid Nuur
(unbekannt)
(unbekannt)
Lucas/Woodcut, 1993, Woodcut and Pochoir, Chuck Close
Lucas/Woodcut, 1993, Woodcut and Pochoir, Chuck Close
Etchings, 2016, Edition of 25, Antony Gomley
Etchings, 2016, Edition of 25, Antony Gomley
Ausstellung Art Basel Peter Fischli Peter Fischli (* 1952) und David Weiss (1946 - 2012): "Spiel um Balance, um Klarheit und Übersicht" Closet, 1990, Cast rubber, 220 x 52 x 58 cm, Peter Fischli / David Weiss basel162-k.jpg Bad Thoughts I und III, 2016, Bronze basel161-k.jpg "Femme", 2007, Louise Bourgeois umsetzen selbst mit Buntstift Buntstift und Aquarellfarben umsetzen STATION II, 2013, Antony Gormley Antony Gormley La licorne, 2016, David Altmejd David Altmejd , Bronze, Edition 3+2AP basel165-k.jpg David Altmejd, Bildhauer Bildhauerei anthropomorphe und animalische Kreaturen (unbekannt) Contresens n°2, 2015, François Morellet François Morellet basel167-k.jpg François Morellet (1926 - 2016, französischer Künstler) gemeinhin geometrischer Abstraktion und Minimalismus Minimalismus zugerechnet Vertreter Konkrete Kunst Konkrete Kunst umsetzen weitere Arbeiten vom ihm anschauen, siehe Geraden-Konstellationen "π Weeping Neonly no 3", 2003, François Morellet "Composition 3k", executed in 1915, Kasimir Malevich The Tuners, 2005 - 2016, 200 x 150 cm, Navid Nuur basel170-k.jpg Navid Nuur (* 1976 in Teheran) "Auseinandersetzung mit Prozessen, die freigesetzt werden, wenn sich eine Idee zum Kunstwerk manifestiert Manifest " Alltagsmaterial wird zum künstlerischen Medium umsetzen wenn dunkle Leinwand (transparent grundiert) dann auch mit weißer Öl-Pastellkreide arbeiten (unbekannt) basel174-2-k.jpg Sperrholzplatte[?] vor eigentlicher Arbeit (hier sicherlich nicht der Fall) umsetzen einmal in klein mit eigener Zeichnung oder Fotografie umsetzen (Selbstporträt Selstbildnis ) "Paravent", 1984, Imi Knoebel Imi Knoebel umsetzen vor eigentlicher Arbeit aufstellen Imi Knoebel (Pseudonym für Klaus Wolf Knoebel, * 1940, deutscher Maler und Bildhauer der Minimal Art Minimal Art ) kleine Zeichnungen auf Leinwand geklebt: "Hoax", 1983, Jean-Michel Basquiat "Untitled (Anonymous Portrait)", 2002, Magdalena Abakanowicz Lucas/Woodcut, 1993, Woodcut and Pochoir, Chuck Close Chuck Close basel178-k.jpg Chuck Close (* 1940, US-amerikanischer Maler, Fotorealist) "Tableau Piège 2. August 72'", 1972, Assemblage, Daniel Spoerri Daniel Spoerri Holzschachtel an Wand gelehnt, Künstler mir unbekannt Etchings, 2016, Edition of 25, Antony Gomley Antony Gomley basel182-k.jpg Preise unframed each: CHF 1.800, framed CHF 2.150 Preise Set: CHF 18.750, framed CHF 22.500 unbearbeitet (zu viel): Carroll Dunham mit "The Third Green Planet", 1997 , Mark Wallinger mit "id Painting 21", 2015 , Michael Krebber interessante Hängung, Rahmung mir aber zu dick könnte verhüllte Arbeit sein umsetzen mit Alufolie Gesichtspartien formen, danach mit Pappmaché positiv, Ergebnisse aneinander befestigen, sodass Kopf entsteht Unlimited Standpunkt Eine Masse an Kunst. Nach kurzer Zeit nur noch Form und Farbe gesehen, Techniken bestaunt und Ideen für eigene Arbeiten gesammelt. Wirklich einlassen konnte ich mich aber auf keine gezeigte Arbeit. Sobald unterschiedlichste Werke ohne Bezug zueinander auf engem Raum gezeigt werden, stellt sich mir wieder die Frage nach der Bedeutung der einzelnen Arbeit. Es schaut dann einfach nur noch so aus, als wäre es ein Spielplatz, wo jeder mal irgendetwas ausprobieren wollte. Wo jeder mal irgendwie mit einer besonderen Form oder Technik auffallen wollte. Bei so einer Messe würde nicht einmal ein Antiwerk wie eine verhüllte Arbeit auffallen. Der "Künstlerdünnschiss Künstlerdünnschiss " würde auch nur noch mit einem Lächeln abgetan werden. Das nächste Mal muss ich mir einige Arbeiten schon im Vorfeld heraussuchen, die ich genauer betrachten möchte. Alles andere muss ich dann ignorieren. In den kommenden Tagen nach dem Basel-Aufenthalt werde ich Ausstellungen vermeiden und mich auf eigene Arbeiten konzentrieren (wie das Vergrößern von kindlichen Zeichnungen auf Leinwand). Arbeiten von Alexander Calder Alexander Calder (1898 - 1976) Ausgleich zwischen Schwerkraft und Schwerelosigkeit Form des Mobile ("beweglich, verstellbar, drehbar, lose, figürlich lebhaft", "beweglicher Körper, figürliches Motiv, Anlass, Beweggrund, Antrieb") erfunden "Ein Mobile ist eine abstrakte Skulptur, die hauptsächlich aus Metallplatten, Stahlrohr, Draht und Holz gemacht ist. Alle oder einige ihrer Bestandteile werden durch Elektromotoren, Wind, Wasser oder von Hand in Bewegung versetzt." (Calder)
(aus Die Geschichte der Kunst, Gombrich)
(aus "Die Geschichte der Kunst", Gombrich)
Eine winzige Geschichte von einem winzigen Zwerg, 1925, Paul Klee
Eine winzige Geschichte von einem winzigen Zwerg, 1925, Paul Klee
Segelboote, 1929, Lyonel Feininger
Segelboote, 1929, Lyonel Feininger
Der Kuss, 1907, Stein, Constantin Brancusi
Der Kuss, 1907, Stein, Constantin Brancusi
Komposition in Rot, Schwarz, Balu, Gelb und Grau, 1920, Piet Mondrian
Komposition in Rot, Schwarz, Balu, Gelb und Grau, 1920, Piet Mondrian
(Relief), 1934, Ben Nicholson
(Relief), 1934, Ben Nicholson
Ein Universum, 1934, Alexander Calder
Ein Universum, 1934, Alexander Calder
(aus "Die Geschichte der Kunst", Gombrich Ernst H. Gombrich ) sinnschaffen.jpg Friedrich Fröhlich, auf der Suche nach dem Sinn seines Schaffens Geradenbild Geradenbild Standpunkt Gestern, als es draußen langsam dunkel wurde, geschah es mehrere Male, dass beim Betrachtem der großen Ganzkörper-Collage Collage jene vom planen Papier hin in den Raum eintrat. Dieser Effekt muss durch die vielen kleinen gerissenen mal dunkleren mal helleren Flächen hervorgerufen worden sein. Dem Auge wurde durch die vielen Hell-Dunkel-Brüche eine Dreidimensionalität vorgegaukelt. Der Körper trat nicht realistisch in den Raum ein, sondern zerstückelt. Einige Flächen waren nach vorne getreten, andere im Hintergrund geblieben. umsetzen Holzkonstruktion hinter Collage bei Alberti bauen Gesamtgröße: 71 x 294 cm 2 Holzrahmen a 71 x 147 cm mit einigen Zwischenleisten übereinander befestigen danach Papierarbeit mit Nägel auf Konstruktion befestigen Hintergrund: Papier biegt sich an den Seiten teilweise extrem nach vorne Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst "in guter alten Zeit" ging Künstler vom Thema aus Auftrag wie Madonna oder Bildnis zu malen Aufträge dieser Art wurden seltener Künstler mussten sich ihre Themen selber wählen manche Künstler schufen Arbeiten, die Käufer anlocken sollten andere wollte nicht bloße Illustratoren sein suchten sich Themen mit denen sie bestimmtes technisches Problem studieren konnten jedes Motiv wird zur Gelegenheit, Harmonien von Formen und Farben zu studieren (siehe Whistler "Arrangement in Grau und Schwarz" oder Cézanne Paul Cézanne "Stilleben Stillleben ") Lösungssuche so genannter Formprobleme Eine winzige Geschichte von einem winzigen Zwerg, 1925, Paul Klee Paul Klee klee1-k.jpg Paul Klee sehnte sich wie Picasso Pablo Picasso danach, trockene "Vernünftigkeit" der Erwachsenen loszuwerden unverdorbene Phantasie der Wilden und Kinder wiederzugewinnen Kontrolle über zufälligen Einfall zu erhalten hielten viele Künstler wie Klee für falsch Werk müsse gemäß seinen eigenen Gesetzen "wachsen" Segelboote, 1929, Lyonel Feininger Lyonel Feininger feininger1-k.jpg Lyonel Feininger (1871 - 1956) zeigt deutlich, dass Künstler Motive daraufhin aussuchen, welches Formproblem demonstriert werden sollte altes Problem der Malerei: Wie auf Fläche Raumtiefe darstellen? Feininger konzentrierte sich auf Motive, die für Prismen und Dreiecke geeignet waren mit seiner Methode konnte er neben Raumtiefe auch Bewegung suggerieren Der Kuss, 1907, Stein, Constantin Brancusi brancusi1-k.jpg Constantin Brancusi (1876 - 1957) suchte extreme Vereinfachung Michelangelo Michelangelo Buonarroti : sah Aufgabe von Bildhauer Bildhauerei darin, Form hervorzubringen, die im Marmorblock verborgen sei Figuren Leben und Bewegung zu verleihen, dabei doch einfache Form des Steins beizubehalten Brancusi wollte Problem vom anderen Ende angehen wollte herausfinden, wie viel vom ursprünglichen Stein behalten und doch in erkennbare menschliche Gestalt verwandelt werden kann allgemein: zunehmende Beschäftigung mit Problemen der Form führte zu neuem Interesse an "abstrakter Malerei" (durch Kandinsky Wassily Kandinsky in Deutschland vorgestellt) Interesse an Strukturellem (gefördert durch Kubismus Kubismus ) Kann Malerei zu einer Art Konstruktion verwandelt werden, wie Architektur? Piet Mondrian Piet Mondrian (1872 - 1944) Komposition in Rot, Schwarz, Balu, Gelb und Grau, 1920, Piet Mondrian mondrian1-k.jpg Bilder aus einfachsten geometrischen Formen, geraden Linien und Farben strebte nach Kunst der Klarheit und Disziplin sollten auf ihre Weise Gesetze des Universums spiegeln wie Kandinsky und Klee Mystiker unveränderliche Realitäten hinter veränderlichen Formen der subjektiven Erscheinung offenbaren (Relief), 1934, Ben Nicholson nicholson1-k.jpg ging ihm um Verhältnis einfacher Figuren wie Kreise und Rechtecke sagte, er suche "die Wirklichkeit" Kunst und religiöses Erleben sei identisch Ein Universum, 1934, Alexander Calder Alexander Calder calder1-k.jpg strebte auch nach Kunst, die mathematische Gesetze des Universums spiegeln sollte solche Kunst konnte nicht starr und statisch sein Universum in dauernder Bewegung, wird von geheimnisvollen Kräften zusammengehalten Idee des Gleichgewichts inspirierte Calder zur Konstruktion seiner Mobiles ewige Kreisen um verschiedene Lösungsversuche solcher Fragen: hinterließ Gefühl der Leere fast verzweifelte Suche nach einem neuen Gehalt "So wie Picasso suchten auch andere Künstler nach etwas weniger Artifiziellem (Gekünsteltem), weniger Beliebigem. Aber wenn dieses weder im Inhalt lag - wie einst - noch in der Form - wie noch vor kurzem -, was sollte der Sinn ihres Schaffens sein?"
Der Fujiyama hinter einer Zisterne, 1835, Katsushika Hokusai
Der Fujiyama hinter einer Zisterne, 1835, Katsushika Hokusai
Vor dem Auftreten, 1879, Edgar Degas
Vor dem Auftreten, 1879, Edgar Degas
Die Hand Gottes, um 1898, Auguste Rodin
Die Hand Gottes, um 1898, Auguste Rodin
Arrangement in Grau und Schwarz; Bildnis der Mutter des Künstlers, 1871, James Abbott
Arrangement in Grau und Schwarz; Bildnis der Mutter des Künstlers, 1871, James Abbott
Nocturno in Blau und Silber; Old Battersea Bridge, zwischen 1872 und 1875
Nocturno in Blau und Silber; Old Battersea Bridge, zwischen 1872 und 1875
Geradenbild Geradenbild für Collage Collage Fotoaufnahme in zwölf Bereiche eingeteilt, übertragen auf Papier Motiv auf dunklem Hintergrund: Randbereich mit gerissenem Papier beklebt (sehr dunkel = viele Geraden) Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Verbündeten für langsame Akzeptanz durch Publikum: 1 Fotografie Fotografie übernahm wesentliche Funktion der bildenden Kunst: Porträt Künstler konnten erforschen, was mit Fotografie nicht so leicht offenstand Fotografien von u. a. Straßenszenen brachte Publikum mit neuen Bildausschnitten / vorher nicht akzeptierten Motiven in Berührung 2 japanischer Farbholzschnitt Der Fujiyama hinter einer Zisterne, 1835, Katsushika Hokusai katsushika-k.jpg Japaner wählten Szenen aus Alltagsleben für farbige Holzschnitte Drucke gelangten nach Europa in Kolonialwarengeschäfte als Verpackungen gesammelt von Künstlern aus Manets Umfeld in Holzschnitt fanden Künstler eine Kunst, die nichts von akademischen Regeln und Formeln wusste Japanern waren überraschende und frappante Naturausschnitte willkommen Katsushika Hokusai (1760 - 1849) ließ u. a. Gestalt vom Bambusvorhang überschneiden = "kühne Missachtung einer geheiligten Regel europäischer Malerei" "Warum sollte ein Bild immer alle wesentlichen Teile jeder Gestalt in einer Szene zeigen?" neu entdeckte Freiheit der Darstellung u. a. von Edgar Degas Edgar Degas (1834 - 1917) genutzt Vor dem Auftreten, 1879, Edgar Degas degas-k.jpg zwanglose Anordnung Spiel von Licht und Schatten auf menschlichen Körper Eindruck von Körperlichkeit und Bewegung hervorrufen = wichtiges Thema neue Freiheit beeinflusste Bildhauerei Bildhauerei ebenfalls Auguste Rodin Auguste Rodin (1840 - 1917) Die Hand Gottes, um 1898, Auguste Rodin rodin-k.jpg Verehrer antiker Plastik und Kunst des Michelangelo Michelangelo Buonarroti es ging ihm nicht um eine glatte Oberfläche etwas sollte Fantasie des Beschauers überlassen werden Stück des Blockes unbehauen, um Eindruck, Figuren würden sich aus Stein lösen, hervorzurufen Publikum warf ihm anfänglich Absonderlichkeit oder Faulheit faul vor neu: Arbeit wurde für fertig erklärt, sobald künstlerisches Ziel erreicht war (nicht mehr, wenn alles perfekt saß) impressionistische Bewegung machte Paris zum künstlerischen Mittelpunkt Europas Arrangement in Grau und Schwarz; Bildnis der Mutter des Künstlers, 1871, James Abbott James Abbott MacNeill Whistler abbott-k.jpg beeinflusste u. a. auch Amerikaner James Abbott MacNeill Whistler (1834 - 1903) hatte mit Manet 1863 im Salon der Zurückgewiesenen ausgestellt kein Impressionist (wie Rodin) im engsten Sinne des Wortes betonte: in Malerei komme es nicht auf Gegenstand an, sondern auf Art, wie er in Farben und Formen umgesetzt werde fürchtete sich vor Interesse am rein Inhaltlichen (deshalb auch Titel "Arrangement in Grau und Schwarz") Nocturno in Blau und Silber; Old Battersea Bridge, zwischen 1872 und 1875 abbott2-k.jpg Kunstkritiker John Ruskin (1819 - 1900) zu Nocturnos: "Ich hätte nie geglaubt, dass ein Geck zweihundert Guineas dafür verlangen könnte, dass er dem Publikum einen Farbtopf ins Gesicht wirft." Whistler klagte auf Ehrenbeleidigung Antwort auf Frage, wie man enormen Betrag für zwei Tage Arbeit verlangen könne: "Nein, ich verlange ihn für die Erfahrung eines ganzen Lebens." wurde zur führenden Gestalt der "ästhetischen Bewegung" künstlerische Sensibilität sei das Einzige, was im Leben verdient, ernst genommen zu werden Geradenbild Werkstatt AV-Labor Selbstporträt Selstbildnis in farbig umgesetzt
Badende, 1808, Jean-Auguste-Dominique Ingres
Badende, 1808, Jean-Auguste-Dominique Ingres
Arabische Fantasia, 1832, Eugène Delacroix
Arabische Fantasia, 1832, Eugène Delacroix
Tivoli, der Park der Villa d'Este, 1843, Jean-Baptiste Camille Corot
Tivoli, der Park der Villa d'Este, 1843, Jean-Baptiste Camille Corot
Die Ährenleserinnen, 1857, Jean-François Millet
Die Ährenleserinnen, 1857, Jean-François Millet
Begegnung oder Bonjour, Monsieur Courbet, 1854, Gustave Courbet
Begegnung oder "Bonjour, Monsieur Courbet", 1854, Gustave Courbet
Der Balkon, 1868 - 1869, Édouard Manet
Der Balkon, 1868 - 1869, Édouard Manet
Ganzkörperporträt (im Entstehen), Collage, ca. 130 x 170 cm, 30
Ganzkörperporträt (im Entstehen), Collage, ca. 130 x 170 cm, 30
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst weiter vom 18.8.2014 19. Jahrhundert: "Revolution in Permanenz" Abreißen der Tradition zur Zeit der Französischen Revolution Kluft zwischen "schönen Künsten" (durch Akademien- und Ausstellungswesen, Kunstkenner und Kritiker definiert) und Handwerk Handwerk Handwerktraditionen durch industrielle Revolution vernichtet: Fabrikware Umschwung vor allem in Baukunst bemerkbar kein eigener gewachsener Stil erkennbar Fassaden: gotischer Stil, romanische Burg, Renaissancepalast oder Mosche verkleidet vor Traditionsbruch: kein Maler oder Bildhauer Bildhauerei musste sich Frage stellen, wozu er überhaupt da sei fester Platz in der Gesellschaft durch Aufträge (Altarbilder, Porträts, Gemälde für Stube, Wandbilder für Landhaus) Abreißen der Tradition: Befreiung von allen Bindungen 1 deshalb Beziehung zwischen Künstler und Auftraggeber seit dem oft gespannt Geschmack des Bestellers <> entsprach nicht Wesen des Künstlers 2 Kluft zwischen Künstlern erste Gruppe: folgten Geschmack Publikum zweite Gruppe: waren auf selbst gewählte Einsamkeit stolz Vielfalt der Möglichkeiten und Unabhängigkeit von Bestellerlaune = Kunst konnte erstmalig vollkommener Ausdruck der Persönlichkeit sein Gedanke: wahre Zweck der Kunst = Persönlichkeit Ausdruck verleihen Kunstliebhaber suchten: 1 Arbeiten von unbestechlicher Aufrichtigkeit 2 Künstler, die sich nicht mit geborgten Effekten zufrieden gaben 3 Künstler, die sich bei Arbeit immer fragen: ist sie mit ihrem künstlerischen Gewissen vereinbar Kluft zwischen "offizieller Kunst" und freier Kunst entsteht Einzelgänger: Mut, Fragen, die sie bewegen, neu zu durchdenken, konventionellen Auffassungen zu trotzen Badende, 1808, Jean-Auguste-Dominique Ingres ingres-k.jpg führender Meister "offizieller Kunst": Jean-Auguste-Dominique Ingres (1780 - 1867) Schule Ingres: Forderung nach korrekter Zeichnung, sklavische Nachahmung antiker Statuen Gegenspieler: Eugène Delacroix (1798 - 1863) rebellierte gegen diese Schule = Erste Welle der Revolution Ansicht: 1 in Malerei kommt es mehr auf Farbe an als auf zeichnerisches Können 2 mehr auf Fantasie als auf Intellekt Arabische Fantasia, 1832, Eugène Delacroix delacroix2-k.jpg keine klaren Umrisse, keine sorgfältig modellierten idealisierten Akte, keine Zurückhaltung in der Komposition = Bild ungezügelter Bewegung Jean-Baptiste Camille Corot Jean-Baptiste Camille Corot (1796 - 1875) Tivoli, der Park der Villa d'Este, 1843, Jean-Baptiste Camille Corot corot-k.jpg Ziel: Natur wahrheitsgemäß wie möglich abzubilden es geht weniger um Details, eher um Form und Grundton seiner Motive dadurch Vermittlung Hitze und Stille eines Sommertages im Süden Zweite Welle der Revolution = gegen konventionelle Themen Akademien: nur mit hoch gestellten Persönlichkeiten beschäftigen, Darstellung Arbeiter nur in Genrebildern nach Niederländer Art zulässig Die Ährenleserinnen, 1857, Jean-François Millet Jean-François Millet millet-k.jpg Jean-François Millet (1814 - 1875) wollte Bauern malen, wie sie wirklich sind Begegnung oder "Bonjour, Monsieur Courbet", 1854, Gustave Courbet Gustave Courbet courbet-k.jpg Gustave Courbet : malte sich selber, wie er von Freund und Förderer gegrüßt wird Brief an Freund: "Ich hoffe mein Leben lang von meiner Kunst zu leben, ohne mich je um einen Strich von meinen Grundsätzen zu entfernen, ohne einen einzigen Augenblick gegen mein Gewissen zu handeln, und auch nur eine Handbreit zu malen, um irgendjemandem zu gefallen oder um besser zu verkaufen." Dritte Welle der Revolution = durch Édouard Manet (1832 - 1883) und Freunden ausgelöst Der Balkon, 1868 - 1869, Édouard Manet manet-k.jpg akademische Maler: arbeiten mit Licht, was in Atelier fällt Manet ging in Natur und fing u. a. Sonnenlicht und Schatten ein (schaut ganz anders aus) (mit Notizen der letzten Tage) Geradenbild Geradenbild o. T. Collage Collage ca. 130 x 170 cm angefangen eingeteilt in 4 x 4 Raster, grobe Skizze händisch (ohne Pantograf) übertragen nach erster Papierschicht detailliertere Skizze Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt (im Entstehen), Collage, ca. 130 x 170 cm, 30 aktuell2-k.jpg erst gerissenes Papier genau an Skizze aufgetragen nachträglich wieder teilweise überklebt, für abstrakteres Porträt
Fundació Joan Miró
Fundació Joan Miró
Naked woman going upstairs, 1937
Naked woman going upstairs, 1937
Ausstellung Joan Miró Fundació Joan Miró, Barcelona Fundació Joan Miró miro-museum-k.jpg spanischer Maler, Grafiker, Bildhauer Bildhauerei , Keramiker frühes Werk mit Einflüssen des Kubismus Kubismus und Fauvismus Fauvismus 1920er: von Gegenständlichkeit weg, beeinflusst vom Dadaismus Dadaismus und Surrealismus Surrealismus Naked woman going upstairs, 1937 nakedwoman-k.jpg Verweis zu Duchamp Marcel Duchamp während Spanischem Bürgerkrieg in Paris / Aktzeichenkurs in Kunstschule entstanden Académie de la Grande Chaumière: offene Kunstschule, wo man sich für Wochen, Tage oder auch nur stundenweise einschrieb, um mit oder ohne Korrekturen einer Lehrkraft zu skizzieren wollte in nackter Frau / Folter Drama des Krieges skizzieren Bild von 1937 (Kohlezeichnung auf Papier)[?] Standpunkt Insgesamt habe ich bei dieser Ausstellung mehr auf die Rahmung und die Befestigung der Papierzeichnungen geschaut. Bei einigen Arbeiten hat man am Rand sogar das (ich denke) Japanpapier gesehen. Manchmal wurde mit Abstandsplatte gearbeitet, manchmal waren die Papierzeichnungen direkt an der Platte befestigt. Auch sah man die Position der Klebestellen. Ich kann also ohne Scheu bei einer kleineren Arbeit das Befestigen mit Japanpapier und Abstandsplatte ausprobieren, bevor ich zu dem Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt gehe. (Immerhin zwei bis drei Meter hoch.) Standpunkt Immer das, was einen umgibt, bearbeiten. Dazu gehören bei mir: Ich (mit Selbstporträts Selstbildnis ), die Katze Ramses , Wohnung, Leipzig, Musik / Flügel, Schach, Radfahren, … Bild von Miro-Arbeit am Flughafen vom 6.3.
mit weißer Rahmung und ohne Randbereich
mit weißer Rahmung und ohne Randbereich
Ba-O-Ba II, 1969, Ba-O-Ba Series
Ba-O-Ba II, 1969, Ba-O-Ba Series
Geradenbild Geradenbild Skizze "Liegender Akt Akt ", 240 x 80 cm Rahmung Alu 8 mm, Distanzleiste 10 mm, Schwarz matt oder Weiß matt, Optiwhite Floatglas, 160 EUR * 3 = 480 EUR mit weißer Rahmung und ohne Randbereich t2-k.png noch offen: mit oder ohne Abstandsleiste morgen im Gespräch mit Mark besprechen Klasse Bildende Kunst Organisation Exkursion nach Athen neuer Termin: 5.6. bis 12.6. Rundgangsbesprechung 12.1. Konzept für Rundgangs-Arbeit vorstellen Vorschlag Kommilitone Kommilitone : LED-Konstellatation mit Batterien und Funksteuerung ausstatten (Ohme nach kleinster Variante mit möglichst langer Batterielaufzeit fragen) Spanplatte 60 x 60 cm mit schwarzer Oberfläche kaufen (wie Kommilitone für Holzschnitt-Arbeit verwendet hat) eventuell Bachmann vorlegen zum Frästest "Das ist was ganz grundsätzliches." (Dozent Dozent zu Kommilitone) "Visiting Artist": Eiko Grimberg Lichtkunst 6 Keith Sonnier Keith Sonnier (* 1941, amerikanischer Maler und Bildhauer Bildhauerei , für Lichtinstallationen bekannt geworden) Begriff der Plastik auf Raum-, Licht- und Bewegungsphänomene ausgeweitet Vertreter der "New Sculpture" (fordern ganzheitliche Wahrnehmung, auch haptische Erfahrung) anfangs große Vielfalt eingesetzter Materialien (wie Draht, Stoff, Filz, Wachs, Blei, Glas) ab 1968: zusätzlich Licht (Neonleuchten und Glühlampen) oft kühles Licht mit fließenden Werkstoffen kombiniert experimentiert mit Stroboskop- und Schwarzlicht Ba-O-Ba II, 1969, Ba-O-Ba Series sonnier-k.jpg seit 1969: Ba-O-Ba-Stücke (= haitianisch für Licht- oder Farbbad) meist rechtwinklige Wandarbeiten aus Glas- und Spiegelscheiben mit farbigen Neonröhren aktuell kräftige Farben früher Neons durch pastellene Töne ersetzt Installationen ziehen Betrachter als Agens (aus dem Lateinischen: "Handelnder") durch integrierte Spiegel Spiegelbild ein "Bewegt sich der Betrachter durch diese Arbeiten hindurch oder nimmt er sie aus unterschiedlichen Perspektiven wahr, dann verändert das seine Sehweise, was auf die eigene Person abfärbt." (Keith Sonnier) versucht neues Rollenverhältnis zwischen Künstler und Betrachter zu definieren
Viktoria! - Die Rückkehr der Quadriga 1814, 1896, Rudolf Eichstaedt
Viktoria! - Die Rückkehr der Quadriga 1814, 1896, Rudolf Eichstaedt
Bandende Jungen, Max Liebermann (um 1900)
Bandende Jungen, Max Liebermann (um 1900)
Sitzende Dame (Dodo), 1907, Ernst Kirchner
Sitzende Dame (Dodo), 1907, Ernst Kirchner
Spittelmarkt, 1912, Paul Hoeniger
Spittelmarkt, 1912, Paul Hoeniger
Liebespaar, 1924, Skulptur, Hermann Scherer (1893 - 1927, schweizerischer Künstler)
Liebespaar, 1924, Skulptur, Hermann Scherer (1893 - 1927, schweizerischer Künstler)
Der Gestürzte, 1915/16, Wilhelm Lehmbruck
Der Gestürzte, 1915/16, Wilhelm Lehmbruck
Selbstporträt als Soldat, 1915, Ernst Ludwig Kirchner
Selbstporträt als Soldat, 1915, Ernst Ludwig Kirchner
Composition XX., 1920, Theo van Doesburg
Composition XX., 1920, Theo van Doesburg
Composition No. 15, 1925, Friedrich Vordemberge-Gildewart
Composition No. 15, 1925, Friedrich Vordemberge-Gildewart
Kunstgeschichte Vorlesung Deutsche Kunst im 20. Jahrhundert Matthias Bleyl Überblick der allgemeinen künstlerischen Entwicklung (Malerei, Bildhauerei Bildhauerei , Architektur/Design) zwischen 1900 und 2000 "Dieser Ballast gehört auch mit dazu" im Kaiserreich offizielle, repräsentative Kunst: rückwärtsgewandt Viktoria! - Die Rückkehr der Quadriga 1814, 1896, Rudolf Eichstaedt viktoria-k.jpg 1896 gemalt, zeigt Szene von 1814 oppositionelle Sicht: unverstellte Sicht auf damaliges Leben Vergleich "Badende Knaben", Philipp Franck, 1917 und Bild von Liebermann Bandende Jungen, Max Liebermann Max Liebermann (um 1900) badende-jungen-liebermann-k.jpg vom Kaiser als "Rinnstein-Kunst" bezeichnet Ansicht, künstlerische Moderne sei "in den Rinnstein" niedergestiegen, da sie das Elend noch scheußlicher hinstelle als es schon sei Berliner Secession, gegründet 1898, Gegenpol zum akademischen Kunstbetrieb Kunstbetrieb orientierte sich an französischer Kunst (damals nicht angesehen) Impressionismus Impressionismus in Frankreich: schon 1870er sehr ausgeprägt Lichtsituationen einfangen (muss relativ schnell gemalt werden, deshalb manchmal skizzenhafter Charakter) van Gogh Vincent van Gogh : vieles wahrscheinlich nicht vor Motiv entstanden (wie bei Impressionisten üblich), sondern im Atelier Ziel: gefühltes statt realem Sehen zeigen (siehe auch Expressionismus Expressionismus ) Farbwahl nicht natürlich Pariser Herbstsalon, 1905: kritisch als "mitten unter den wilden Tieren" bezeichnet Die Brücke Die Brücke , 1905 in Dresden gegründet motivisch französischer Malerei nahe verlaufende Farbigkeit in deutschem Bild rar, eher flächig, "ruppig", "unkultiviertes" Umgehen mit Farbe wollten Kern der Dinge darstellen Versuch, Menschen in wahrer Natur darzustellen (ohne Aktmodelle) Vergleich Damenporträt von Robert (Nachname nicht verstanden), 1907 (anerkannte Kunst, wie Dame in kaiserlicher Zeit auszusehen hat) und zeitgleich entstandenes Bild von Kirchner Sitzende Dame (Dodo), 1907, Ernst Kirchner Ernst Ludwig Kirchner sitzende-dame-k.jpg Berliner Straßenszenen von Kirchner Hektik des Alltags dargestellt, Treiben in Berlin Spittelmarkt, 1912, Paul Hoeniger paul-hoeniger-k.jpg Kirchner zeitgleich zu Hoeniger (alte Malweise, dokumentarisch): zeigt, dass es nie eine homogene Stilepoche gegeben hat relative [?] Thematik (ab Spätantike) nimmt seit Aufklärung ab expressive Tendenzen nicht nur in Malerei Vergleich Stil Skulpturen von Ernst Balach ("Das Wiedersehen", 1926 ) und Hermann Scherer Liebespaar, 1924, Skulptur, Hermann Scherer (1893 - 1927, schweizerischer Künstler) hermann-scherer-k.jpg Der Gestürzte, 1915/16, Wilhelm Lehmbruck Wilhelm Lehmbruck gestuerzte-k.jpg für Ehrenfriedhof auf dem Kaiserberg entworfen (Verantwortliche bevorzugten jedoch patriotischere Skulptur) Mensch = als lebendige Architektur verstanden immer wieder: offizielle Sicht versus Opposition Manifeste Manifest erste Hälfte 20. Jahrhundert beliebt rasche Entwicklung der Stile (Beispiel Franz Marc Franz Marc , innerhalb von vier Jahren) Kandinsky Wassily Kandinsky : "Über das Geistige in der Kunst" nicht nur eine Formspielerei, sondern Versuch, das "Geistige" bildnerisch zu erfassen Sonderfälle / "Einzelkämpfer" des Expressionismus u. a. Paula Modersohn-Becker Paula Modersohn-Becker mit "Bauernmädchen", 1904 Propaganda versus Realität Krieg hat großen Einfluss auf Künstler (viele Freiwillige) Selbstporträt Selstbildnis als Soldat, 1915, Ernst Ludwig Kirchner soldat-k.jpg dargestellt mit verstümmelter Malerhand notiert Gute Künstler scheinen irgendwann immer ihre älteren Arbeiten zu zerstören u. a. extremer Stilwandel durch Krieg Max Ernst Max Ernst blendete in Autobiografie Kriegszeit aus: "Am 1. August 2014 gestorben, am 11. November 1918 wiedergeboren." Weimarer Republik 1919 Bauhaus Bauhaus ausgerufen neu: Kunst und Handwerk Handwerk sollten unter Architektur zusammengeführt werden Paul Klee Paul Klee : Formreduktion, im biografischen Verlauf gut sichtbar Geradenbild Geradenbild Einzelgespräch Ohme gefrästen Test auf PVC-Platte (weiß) abgeholt schaut teilweise ausgefranst aus Bachmann fragen, warum und wie änderbar, ansonsten gut für geplante Licht-Konstellation: keine Leuchtstoffröhre verwenden, da veraltete Technik LED-Version: lediglich kopiert nur verwenden: ohne abdeckendem Opalglas Vorteil LED: lässt sich dimmen (je nach Geradenart unterschiedliche Helligkeit) Nachteil LED-Leiste: besteht aus vielen kleinen LEDs wäre wieder "Rückkehr zum Pointillismus Pointillismus " (Bewegung durch Punktanreihung) Leuchtbänder: viel zu schwach, wenn dann eher als individuelle Form nutzbar (Gerade ist da lediglich eine mögliche Form) Rotverschiebung bei Galaxien für Helligkeit/Farbwert von LEDs nutzen? Kunstgeschichte Vorlesung Deutsche Kunst im 20. Jahrhundert Bauhaus: Umschwung von Handwerk zur Industrie Vergleiche Marcel Breuer Holzstuhl mit Muster (keine Massenproduktion möglich) und späterem Stuhl aus Stahlrohr (1930) Piet Mondrian Piet Mondrian : "Neue Gestaltung", fünftes Bauhausbuch Composition XX., 1920, Theo van Doesburg doesburg-k.jpg Doesburg: ähnliche Kompositionen wie bei Mondrian De Stijl De Stijl Manifest, 1918 Universelle als Alternative zum Individuellen notiert "Am Anfang war der Strich." Composition No. 15, 1925, Friedrich Vordemberge-Gildewart vordemberge-k.jpg Arbeiten teilweise keinem Künstler mehr zuordenbar, Form wird "beliebig", eben verallgemeinert Konkrete Kunst Konkrete Kunst = Linie, Fläche, Farbe Max Bill Max Bill u. a. Abwendung vom Expressionismus hin zum Sachlichen = Neue Sachlichkeit, 1920er "Ich hätte ihn auch bei der Aufnahmeprüfung durchfallen lassen." (Bleyl zu Hitlers dilettantischen Arbeiten) (gedanklich abwesend)
Radikal! Grundsätzlich!
Radikal! Grundsätzlich!
Einzelgespräch Mark radikal radikal Radikal! Grundsätzlich! radikalk.jpg gute Voraussetzungen für künstlerisches Schaffen 1 introvertiert 2 "da sicherlich nicht so an Frauengeschichten interessiert: eine gute Voraussetzung!" (keine Ablenkung, frei zitiert) zur künstlerischen Arbeit: mehr auf Inhalt konzentrieren, Maschine / Medium nur nutzen Beispiel Lidschlag, Totenschädel Totenmaske oder Handabdruck Handabdruck Bedeutung in der Geschichte der Kunst / des Menschens / der Welt bisher gute Ansätze, aber noch zu didaktisch (erzieherisch, methodisch) Format/Größe des Drucks auf Papier überdenken (eventuell bis an Papierrand gehen, Rand dann durch Plotter Plotter vorgegeben) nicht so kleinteilig bleiben, größere Formate, flächiger Ziel Donald Judd Donald Judd (1928 - 1994, US-amerikanischer Maler, Bildhauer Bildhauerei und Architekt, mit Hauptvertreter Minimalismus Minimalismus ): Komplexes einfach ausdrücken ein bisschen radikaler heutige Entsprechung von Handabdrücke finden (Beispiel Pech Merle , 25.000 v. Chr.) mit Hand einfach vieles ausprobieren / Abdrücke, Scans, nachzeichnen, Kontur, Schattenwurf) nicht nur Hand oder Kopf umsetzen, sondern ganzen Körper abbilden Hinweis, mehr mit Kommilitonen über Kunst diskutieren nicht für andere verständlicher/einfacher umsetzen, es muss für mich selber stimmig sein Frage der Qualität in der Kunst Einzelgespräch Bachmann und Ohme riesige Fräsmaschine im Keller benötigen dxf-Format maximal mit Stichel fräsen, spitzkonisch maximal 16 Stunden Arbeitszeit je Arbeit erlaubt maximal 3 mm je Linie mit Stichel möglich (sehr feine Linien) Holz, gleichmäßige Faserrichtung, sehr zäh Beispiel Ahorn (feinporig) oder Linde frei von Jahresringen anfänglich Test in Postkartengröße mit groben Muster eventuell mit Ahornfurnier verleimen (Oberfläche besser sichtbar) nachfragen nach Furnier: Kisten und Leistenfabrik, Leipzig Größe 1 x 1 m kein Problem (kommt aber auf Arbeitsaufwand an) G-Code erzeugen mit Processing bei Einzelgespräch mit Ohme kommende Zeit umsetzen ihm Beispiel-Processing-Code erzeugen für Motiv inklusive PDF
Georg Kolbe Museum, Berlin
Georg Kolbe Museum, Berlin
Vogelmaske, 1918, Hans Arp  (Holzrelief)  (Papierarbeit)
Vogelmaske, 1918, Hans Arp (Holzrelief) (Papierarbeit)
White Ring, Alluminium bemalt, Ellsworth Kelly
White Ring, Alluminium bemalt, Ellsworth Kelly
Nabelhut, 1924/1963, Öl auf Holzrelief, Hans Arp
Nabelhut, 1924/1963, Öl auf Holzrelief, Hans Arp
Der Leichtsinnige, 1934, Papier déchirés (zerrissenes Papier), Hans Arp
Der Leichtsinnige, 1934, Papier déchirés ("zerrissenes Papier"), Hans Arp
Ausstellung Hans Arp Hans Arp Georg Kolbe Georg Kolbe Museum, Berlin georg-kolbe-museum.jpg Hans Arp (1886 - 1966, deutsch-französischer Maler, Bildhauer Bildhauerei und Lyriker, Vertreter Dadaismus Dadaismus und Surrealismus Surrealismus ) notiert "abstrakt-organisch" (Gerade=abstraktes Element, organisch=Motiv) nicht Oberfläche der Natur kopieren sondern das Wesen [?] zeigen "wir wollen nicht die natur nachahmen. wir wollen nicht abbilden, wir wollen bilden, wie die pflanze ihre frucht bildet, und nicht abbilden." Kunstströmungen immer Reaktion auf Vorhandenes (in Kunst oder Gesellschaft)? Was sind aktuelle Kunstströmungen? Bewusst herbeiführbar? Vogelmaske, 1918, Hans Arp (Holzrelief) (Papierarbeit) vogelmaske-k.jpg Hauptanliegen Arp: Suche nach Kern der Dinge Nabel als Grundform/Urform des Lebens immer wieder bearbeitet White Ring, Alluminium bemalt, Ellsworth Kelly Ellsworth Kelly whitering-k.jpg Nabelhut, 1924/1963, Öl auf Holzrelief, Hans Arp nabelhut-k.jpg umsetzen Raumobjekt, weiß gefärbt, m. Geraden füllen Holzrelief / mit dicker Pappe für Geradenbilder nutzen (Objekte wie Apfel, Vase, Tisch mit Relief verdeutlicht, mit zufällig angeordneten Geraden gefüllt, auch über Reliefränder hinauslaufend) Der Leichtsinnige, 1934, Papier déchirés ("zerrissenes Papier"), Hans Arp leichtsinnige-k.jpg umsetzen Geradenmotiv zerreißen und neu zusammensetzen oder leicht überlagern "Le Soleil Recerche", 1966, Buch mit Gedichten und Holzschnitten
Vorschau T-Shirt-Druck (Nr. 1, Rückseite) 'Er ist unkuratierbar.' (K.S.)
Vorschau T-Shirt-Druck (Nr. 1, Rückseite) "'Er ist unkuratierbar.' (K.S.)"
Ausstellungsansicht, © Julian Salinas
Ausstellungsansicht, © Julian Salinas
Studien zu Transitional Paintings, 1958, Frank Stella, © Martin P. Bühler
Studien zu "Transitional Paintings", 1958, Frank Stella, © Martin P. Bühler
Vorschau T-Shirt-Druck (Nr. 1, Rückseite) "'Er ist unkuratierbar.' (K.S.)" unkurierbar.jpg (Nr. 2, Rückseite) "Ich bin nicht arrogant. Ich habe mich nur umgedreht." umsetzen Meerbilder mit dreifachen Geraden plotten (dadurch verschwommenen Effekt erzielen) Ausstellung Frank Stella Frank Stella "Malerei und Zeichnung", Kunstmuseum Basel, Museum für Gegenwartskunst Gegenwartskunst Ausstellungsansicht, © Julian Salinas frank-stella.jpg Frank Stella (* 1936, US-amerikanischer Maler, Bildhauer Bildhauerei und Objektkünstler) Vertreter von Analytischer Malerei, Hard Edge, Farbfeldmalerei 1959 Präsentation von Black Paintings in NY Angriff auf damals vorherrschende Malerei des Abstrakten Expressionismus Expressionismus (kühl, farblos, intellektuell geplant, wirken handwerklich ausgeführt, negiert persönliche Handschrift des Malers) "What you see is what you see" (zu sehen war Farbe auf einer Leinwand, mehr nicht) löste Gegensatz zwischen Figur und Grund auf, deklarierte seine Bilder als Objekte Leinwände bekamen u. a. eigene Form (wie T- oder V-Formen) erfand "Shaped Canvas" (geformte Leinwand) lediglich Bildtitel (oft suggestiv und auf biografische Ereignisse oder Orte und Personen basierend) widersprachen rein auf Form bedachte Malerei dadurch einfache Konsumierbarkeit der Arbeiten verhindert 1958: frühe Streifenbilder 1960er: Shaped Canvases 1970er: Übergang zum Wandrelief "formale Signatur Künstlersignatur ": Streifen und Farbbahnen Studien zu "Transitional Paintings", 1958, Frank Stella, © Martin P. Bühler frank-stella2.jpg anfangs mit gestischen Pinselspuren (siehe Morro Castle, 1958 ) Morro Castle: 1934 ausgebrannter Luxusdampfer künstlerisches Schaffen auf Produktion in Serie bestimmt handschriftliche Signatur ("als Hort der Individualität Individualität ") konsequent rückseitig abgebracht umsetzen "Treppenbilder": Stapel Papier, jeweils bestimmte Bereiche ausgeschnitten, übereinandergelegt, ergibt Treppen (Labyrinthe) notiert für mögliche Ausstellung mit Beamerprojektion: Holzleisten von Boden bis Decke (befestigt) halten große leichte Bretter (Projektionsfläche) umsetzen Datumangaben eigene Arbeiten: 127-30 (Tag-Jahr) Skript schreiben zum Ausrechnen von Tagen umsetzen fünf Stück vertikale Geradenbilder plotten (durch Stift mit kleinen Unregelmäßigkeiten) umsetzen geritzte Geraden: auf doppeltem Papier (Sprühkleber) Geraden ritzen (Hälfte der Dicke) durch Licht/Schatten gut erkennbar? eventuell mit Rolle Farbe auftragen (geritzte Bereiche bleiben weiß) notiert ansehen: Kandinsky Wassily Kandinsky "Punkt und Linie zur Fläche" umsetzen Geradenbilder negiert: statt Geraden die Zwischenräume plotten Bild analysieren, Freiflächen mit Geraden füllen, eigentliche Geraden entfernen
Studienreise Athen 2015 Kunstbegriff Standpunkt In Griechenland Griechen fragten wir uns, als wir die Arbeiten zeitgenössischer Künstler in der Kommunalen Galerie Athen betrachteten, ob es überhaupt einen Unterschied zwischen griechischer Kunst und Kunst anderer europäischer Länder gibt. Die Arbeiten hätten - so unser erster Eindruck - genauso gut in Leipzig entstehen können. Ist das nun gut? Oder schlecht? Wird Kunst - örtlich betrachtet - beliebig? Gibt es keine Techniken, die in einigen Regionen vermehrt genutzt werden? Themen, die nur hier funktionieren? Symbole, die hier Bedeutung bekommen und woanders deplaziert wirken würden? Wenn sich ein griechischer Künstler - vorausgesetzt, er hat keinen persönlichen Bezug zu Afrika - um afrikanische Gesundheitsthemen bemüht: Ist das glaubwürdig? Verliert die Kunst nicht an Reiz, wenn alle überall alles machen und regionale Besonderheiten außer Acht gelassen werden? Wäre es auf der anderen Seite aber nicht auch zu einfach, wenn wir bei den Arbeiten griechischer Künstler ständig antike Antike Säulen entdecken würden? Vielleicht ist in heutiger Zeit nicht mehr das Thema entscheidend (denn das scheint global zu sein), sondern die Art, wie es bearbeitet wird. Mit welchen Formen gespielt und welche Farben eingesetzt werden. Oder wäre auch das noch zu plump? Globalisierte Kunst "Globalisierung: Das Ende der Modernen Kunst?", Peter Weibel Peter Weibel im Katalog zur Ausstellung "German Art of the 20th Century", 1957, MoMA wurde formuliert, dass nur im Westen die Kunst als Ausdruck von Freiheit und Individualität Individualität existiere (Hintergrund Hitler Adolf Hitler und "Entartete Kunst Anti-Moderne ") Abstrakten Expressionismus Expressionismus bei Darmstädter Gesprächen als einziges Ausdrucksmittel von Demokratie und Freiheit angesehen Realismus in der Kunst wurden totalitaristischen Systemen zugeschrieben während Kaltem Krieg moderne Kunst durch "ideologische Blase" geschützt, die jede Kritik verhinderte seit 1989 Öffnung / u. a. asiatische und arabische Welt nehmen Einfluss auf die Kunst festgesetzte Ordnung moderner Kunst (mit europäisch-nordamerikanischer Achse des Westens verbunden) beginnt sich aufzulösen "Vielleicht müssen wir uns an der Schwelle des 21. Jahrhunderts von der Epoche der Kunst der Moderne verabschieden […]" Folge der Globalisierung: in globaler Kunstwelt wird nicht länger von "modern" sondern von "zeitgenössisch zeitgenössisch "/"Gegenwart" geredet Kunst, auch in Asien oder Afrika produziert ist nicht in unserem Sinne modern, aber zeitgenössisch Globalisierung fing 1492 mit Entdeckung der Neuen Welt an 1. Manifest Manifest gegen Globalisierung von Marx und Engels (1848): "Das Bedürfnis nach einem stets ausgedehnteren Absatz für ihre Produkte jagt die Bourgeoisie über die ganze Erdkugel. Überall muß sie sich einnisten, überall anbauen, überall Verbindungen herstellen." Kolonisation führte zur Entdeckung ethnischer Kunst (insbesondere im 19. Jahrhundert) Interesse an visueller Formsprache von afrikanischer Stammeskunst Bücher wie "Negerplastik", Carl Einstein (1885 - 1940, deutscher Kunsthistoriker und Schriftsteller) zeigen, wie Interesse an afrikanischer Kunst u. a. Kubismus Kubismus , Expressionismus, Surrealismus Surrealismus mit ermöglichten um 1913 Ablösung klassisches Programm der Kunst (von da Vinci als "Sichtbarmachung des universalen Wesens der Dinge" mit den Mitteln der Wissenschaft der Malerei unter Verwendung von Linie, Fläche, Volumen, Schatten und Licht definiert) 2 gegensätzliche Darstellungsstrategien: Darstellung der künstlerischen Mittel und Darstellung von Dingen Denkrichtung 1 Verbannung des realen Objekts von Leinwand, Beschränkung auf formale Elemente (wie Linie, Punkt, Fläche) = abstrakte Kunst Denkrichtung 2 tatsächlichen Gegenstand in Welt der Kunst einführen (siehe Duchamp Marcel Duchamp ) alles was zuvor Darstellung war wurde durch Realität ersetzt gemalte Landschaften => Land Art LAND ART gemalte Stillleben Stillleben => Collagen, Assemblagen, Installationen, Environments von realen Dingen gemalte Porträts => Body Art Genremalerei (gemalte Abbildung einer Alltagsszene) => Performances, Ereignissen, Happenings gemalte Wasserfälle => durch "echte", künstliche Wasserfälle ersetzt / gemaltes Feuer => echtes Feuer / gemalte Luft => echte Luft / gemalte Tiere => echte Tiere Denkrichtung 3 Einführung der "Medienrealität" widersprach Doktrin moderne Kunst (Fotografie, Film und Video waren weiterhin darstellende Medien) Techniken konnten mit echten Dingen und Menschen in Installationen verbunden werden Kluft zwischen Darstellung künstlerischer Mittel und Darstellung von Objekten mit Medienkunst Medienkunst überbrückt [?] Fotografie = "stille Vorherrschaft" in Kunst des 20. Jahrhunderts beispielsweise Francis Bacon, Gerhard Richter Gerhard Richter und Andy Warhol Andy Warhol malten Fotografien oder leiteten ihre Bilder aus Fotografien ab Constantin Brancusi, Man Ray Man Ray und Erwin Wurm Erwin Wurm als Bildhauer Bildhauerei durch Fotografie beeinflusst Fotografische Dokumente = Überbleibsel von u. a. Land Art und Performancekunst neues Paradigma der Kunst des 21. Jahrhunderts: "das globale Netz" "Anybody anything anytime anywhere" Medienerleben wird universal "Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien." (Niklas Luhmann, "Die Realität der Massenmedien") Einzug der neuen Medien, neuer Materialien und neuer Technologien hat zeitgenössische Kunstproduktion enormen beeinflusst zeitgenössische Künstler haben Ausdrucksmittel in alle Richtungen und auf alle Medien erweitert Gleichwertigkeit von allen Materialien und Medien = künstlerische Gleichung unserer Zeit Phase 1 fast abgeschlossen: jedes Medium hat sein eigenes, intrinsisches Material sowie konzeptuelle Merkmale und Möglichkeiten entwickelt Beispiel A Malerei mit Fließ- und Dripping-Techniken den ihr inhärenten Wert von Farbe gezeigt Beispiel B Fotografie Fähigkeit, Objektwelt auf realistische Weise abzubilden, unter Beweis gestellt Beispiel C Film hat seine narrativen Möglichkeiten offenbart Beispiel D digitale Kunst hat ihr Vorstellungsvermögen im Hinblick auf virtuelle Welten bewiesen Phase 2 Mixen und Kreuzen von Medien Beispiel A Videokunst bedient sich narrativer Kraft des Films durch Mehrfachprojektionen Beispiel B Sprache auf LED-Bildschirmen kann ein Bild, ein Buch und eine Skulptur sein Beispiel C Malerei verweist auf Fotografie oder digitale Grafikprogramme Beispiel D Netz kann sich selbst generierende Bilder und Wörter produzieren Vermischung heißt: kein einzelnes Medium hat noch die Vorherrschaft alle Medien beeinflussen und bestimmen einander = universales Medium entsteht Bezugnahmen (Medien beziehen sich auf andere Medien) sind anstelle von Realität getreten Heißt das, dass sich zeitgenössische Kunst nur noch mit sich selbst beschäftigt? Kann denn diese Art von Kunst Menschen ohne Kunstbezug erreichen? Gleichung für Kunst des 20. Jahrhunderts / moderne Ästhetik der industriellen Gesellschaft: "Maschinen, Materialien, Menschen" (Frank Lloyd Wright, Architekt, 1930) Gleichung für Kunst des 21. Jahrhunderts: "Medien, Daten, Menschen" (P. Weibel) [?] moderne Kunst und moderne Welt und kapitalistische Welt-Ökonomie stehen zu einander in logischer Verbindung
Skulptur vor Kriegsmuseum Athen (unbekannt)
Skulptur vor Kriegsmuseum Athen (unbekannt)
(The Runner), Omonia Platz, 1988, Costas Varotsos
(The Runner), Omonia Platz, 1988, Costas Varotsos
Studienreise Athen 2015 Nationales Museum für zeitgenössische zeitgenössisch Kunst, Athen (geschlossen) Skulptur vor Kriegsmuseum Athen (unbekannt) kriegsmuseum-athen-1-k.jpg Nationalgalerie Athen (geschlossen) (The Runner), Omonia Platz, 1988, Costas Varotsos runner-k.jpg aus Glas und Eisen, fängt Augenblick der Bewegung ein "[…] Jemand, der den Raum durchdringt und immer die Erinnerung an sich zurücklässt." "[…] Der für die Stadt steht, die ständig in Bewegung ist." Costas Varotsos (* 1955 in Athen) Arbeiten im Grenzbereich zwischen Bildhauerei Bildhauerei , Landschaftsgestaltung und Architektur "Glas gibt einem die Möglichkeit einen Ort zu besetzen, der vom Blick und vom Licht durchdrungen werden kann." Geradenbild Geradenbild Riss in antikem[?] Relikt in Jetztzeit fortgesetzt (vermutlich CITRONNE Gallery, Poros, 2014) notiert in zeitgenössischen Arbeiten nach Hinweisen auf griechische Griechen Wurzeln der Künstler gesucht Frage: Gibt es einen Unterschied in der Technik / im Material / im Thema zwischen unterschiedlichen europäischen Kulturen? Ausstellung The Rainbow Serpent Gagosian Gallery, Athen "I Was Thinking Of You II", 1975 / 2005, Dorothy Iannone Video in bemaltem Kasten integriert, führt Zeichnung fort "(Great Mission Inside My Brain)", 2014, Piotr Uklański "Untitled", 2015, Borna Sammak "The Communicator", 2012, Marina Abramovic Marina Abramovic Akropolis Akropolis
Museum für Gegenwartskunst, Basel
Museum für Gegenwartskunst, Basel
from Our Love is Like the Flowers, the Rain, the Sea and the Hours, 2002, Martin Boyce
from "Our Love is Like the Flowers, the Rain, the Sea and the Hours", 2002, Martin Boyce
concrete-tree-typography, 2005 - 2006, Martin Boyce
concrete-tree-typography, 2005 - 2006, Martin Boyce
Ausstellung Martin Boyce Martin Boyce Museum für Gegenwartskunst Gegenwartskunst , Basel Museum für Gegenwartskunst, Basel museum-gegenwartskunst-basel-k.jpg Martin Boyce (* 1967, schottischer Künstler) Mittelpunkt der Arbeiten: Klassiker modernes Design und Kunst zerschneidet Arne-Jacobsen-Stühle für Mobile (mit einfachen Regalstreben, Draht, Ketten) arbeitet mit modularen Regalsystemen / werden zu "paranoid wirkenden" Skulpturen from "Our Love is Like the Flowers, the Rain, the Sea and the Hours", 2002, Martin Boyce martin-boyce.jpg (Neonröhren an Regalstreben mit Schrauben befestigt) Vorlage für Arbeiten seit 2005: vier Betonbäume von Joël und Jan Martel (Bildhauer Bildhauerei ) 1925 für Garten des avantgardistischen Architekten Robert Mallet-Stevens konstruiert concrete-tree-typography, 2005 - 2006, Martin Boyce concrete-tree-typography-k.jpg Formprinzip der Skulpturen isoliert und in Muster übersetzt entwirft auf Grundlage von Muster Formlexikon u. a. Vogelhaus aus Holz als Porträt, Betonfelder, kleine gefaltete Papierskulpturen / Krepppapier in Form von Laubblättern Geradenbild Geradenbild notiert für "o. T.": Muster aus Geraden mit zufälliger Anordnung erstellen und als Vorlage nutzen (einzelne Geraden in Beziehung setzen) notiert auf weißem Rahmen / weißen Hintergrund Garn-Geraden formen Kreis
(eventuell) Coca Cola, 1961, 210 x 310 cm, Wolf Vostell
(eventuell) Coca Cola, 1961, 210 x 310 cm, Wolf Vostell
Kurs Dieter Roth Dieter Roth (Vorbereitung für Referat) (siehe auch 6.10.2014) notiert Museum Fluxus Fluxus Plus, Potsdam aufsuchen (viele Fluxus-Werke, anscheinend auch von Roth) Kunstgeschichte Fluxus = internationale Kunstbewegung formiert um 1960 in New York, Tokio, Köln, Düsseldorf, Darmstadt und Wiesbaden als Initiator galt George Maciunas George Maciunas (1931 - 1978, US-amerikanischer Künstler, Mitbegründer, Theoretiker und Propagandist Fluxusbewegung) prägte 1961 den Begriff Fluxus (zunächst nur als Titel für von ihm konzipierte Kunstzeitschrift vorgesehen) Begriff als Bezeichnung für die von ihm weltweit initiierten Konzerte, Festivals, Publikationen und Multiples Multiples Fluxus (lateinisch "flux/fluere" = "fließend", "vergänglich") Kunstrichtung bezeichnet somit fließenden Übergang von Kunst und Leben weist auf Vergänglichkeit Vergänglichkeit aller Dinge hin gattungsüberschreitende Ausrichtung: Künstler arbeiteten im Grenzbereich der Gattungen Musik, bildende Kunst, Literatur und Theater Fluxus-Kunst = vielfältig und sehr verschieden meist als Aktionsform bewusst Geschehnisse aus unterschiedlichen Lebensbereichen kompositorisch aneinander gereiht Trennung zwischen Künstler und Publikum obligatorisch Inhalt mit vorwiegend politischen Aspekten (wie Kuba-Krise, Ermordung John F. Kennedy, Martin Luther King, Kalte Krieg in Europa, Teilung Deutschlands, Konsumgesellschaft) heute: zum Teil Relikte (Überreste) und Spuren von Aktionen (ursprünglich nicht für Museums- und Ausstellungskontext geschaffen) Fluxus richtet sich auf das flüchtige Ereignis, humorvolle Untersuchung von Denk- und Wahrnehmungsmustern und versteckte Poesie alltäglicher Ereignisse und Gegenstände "Fluxus - Freiheit von Material und Medien" George Brecht George Brecht (Fluxus-Mitglied): "Bei Fluxus hat es nie einen Versuch gegeben, sich über die Ziele und Methoden zu einigen; Einzelpersönlichkeiten, die etwas Undefinierbares gemeinsam hatten, schlossen sich zusammen, ihre Arbeiten zu veröffentlichen und vorzustellen. Vielleicht besteht dieses gemeinsame Etwas in einem Gefühl, dass die Grenzen der Kunst viel weiter gesteckt sind, als allgemein angenommen wurde, oder dass die Kunst und seit langem gültige Grenzen keinen Wert mehr besitzen." Wolf Vostell Wolf Vostell (1932 - 1998, deutscher Maler, Bildhauer Bildhauerei und Happeningkünstler) gilt als ein Wegbereiter Fluxus-Bewegung Techniken u. a. Verwischung, Dé-coll/age (von Décollage Collage ) und Einbetonieren 1 Décollage / Plakatabriss (französisch "décoller" = "abheben", "losmachen", "trennen", "abkratzen") künstlerische Technik 1950er/1960er bereits zerstörte Plakate aus öffentlichem Raum in ganzen Stücken oder in Streifen und Fetzen abgerissen und als Ausgangsmaterial für Herstellung von Kunstwerken verwendet 2 Dé-coll/age (eventuell) Coca Cola, 1961, 210 x 310 cm, Wolf Vostell decollage-vostell-k.jpg von Wolf Vostell geprägt "ging es nicht nur um Zerstören, sondern um Sichtbarmachen, im Sinne von Verwischen und weiteren Formen, wie auswischen, entfärben, doublieren, verzerren, verwackeln und übereinanderdrucken" [?] Begriff "Décollage" 1954 von Vostell in Zeitschrift vorgefunden und übertragen auf seine Plakatabrisse und Happenings 1958 änderte er Schreibweise in "Dé-coll/age" Dé-coll/age-Happenings 1960er: bewusstseinskritische Aufschlüsselung absurder Umweltbedingungen, die den Menschen bedrängen (u. a. Vorgänge im Alltag wie Autoverkehr) in kritisch-provokativer Demontagehandlung Materialien bis zur Unbrauchbarkeit zerstört (Beispiel mit Bildern und Videos finden, um es selber einordnen zu können) 1 x Daumennagellänge Alkohol Whiskey
Furniture Sculpture/Untitled painting, 1988 - 2000, 231 x 231 x 125 cm, Stühle aus Bali
Furniture Sculpture/Untitled painting, 1988 - 2000, 231 x 231 x 125 cm, Stühle aus Bali
Installationsansicht, John Armleder, © Tate Liverpool, 2006
Installationsansicht, John Armleder, © Tate Liverpool, 2006
Kurs Praktiken des schon Fertigen in der zeitgenössischen Kunst (Vorbereitung für Referat, siehe auch Besuch Galerie Karin Sutter , Basel, 27.2. mit kreisförmigem Spiegelabdruck und schwarz gepunkteten Flächen) notiert Galeristin E-Mail geschrieben mit Frage nach Titel und Jahresangaben der gezeigten Arbeiten aktuell Arbeiten in Zürich und Basel John Michael Armleder John Michael Armleder (* 1948, schweizerischer Konzeptkünstler, Performance Performance - und Objektkünstler, Maler, Bildhauer Bildhauerei und Kunstkritiker) entwickelt minimale Eingriffe und raumfüllende Installationen Auftritte als Musiker und mit Happenings in den 1960er (von John Cages beeinflusst) an Fluxus Fluxus -Aktionen beteiligt 1969 Gründung der Fluxus-Bewegung nahestehenden Künstlergruppe Ecart mit Patrick Lucchini und Claude Rychner produzierten u. a. Super-8 Filme Furniture Sculpture/Untitled painting, 1988 - 2000, 231 x 231 x 125 cm, Stühle aus Bali furniture-sculpture-k.jpg "Wenn die Künstler verschwänden, würde die Kunst von anderen gemacht, mit einem anderen Bewusstsein, anderen Mitteln und anderen Materialien. Der Künstler als Individuum erfüllt lediglich eine Funktion. Er dient als Werkzeug […]" (Interview mit Christian Bernard und Françoise Ninghetto) "Möbel-Skulpturen": malte Gouache auf Stuhl (unter Namen "Furniture Sculpture" zu Markenzeichen geworden) aus "Groupe Ecart" ging "Galerie Ecart" hervor (1973 - 1980) Galerie Ecart veranstaltete Ausstellungen und Performances von u. a. Beuys Joseph Beuys , Cage John Cage und Warhol Andy Warhol in Genf Ende 1970er entfernte er sich von Fluxus-Bewegung begann reduzierte, flächige, am Minimalismus Minimalismus orientierte Bilder zu malen neben Leinwand Lochplatten und alte Möbelstücke als Malgrund Rauminstallationen: abstrakte Bilder in Verbindung mit gebrauchten Wohnungseinrichtungen entwickelt in den 1980er die "Furniture Sculptures" (greift Fragen des Ready-made Ready-made auf) A 1987 kaufte er gebrauchtes Wandregal, auf dem mehr als 25 gebrauchte Stühle ausgestellt waren ("FS 172") B 1990 3 Teppichrollen aus Restposten aufrecht hingestellt ("FS 234") "[Nahm] Sylvie Fleury beim Wort, als sie ihn darauf hinwies, dass die Teppichzylinder wie Objekte für eine Ausstellung aussahen. Nach Aussage des Künstlers sein erstes Werk, das er weder produziert noch dazu die Idee hatte." diese und weitere Arbeiten: beständiges Wechselspiel zwischen Kunst und Leben, zwischen High und Low, zwischen Ironie und Pathos Spiel mit Assoziationen und Kunstgeschichte Nähe zur Ästhetik von Dada Dadaismus und Fluxus Installationsansicht, John Armleder John Armleder , © Tate Liverpool, 2006 tate-liverpool-armleder-k.jpg 2005 arrangierte er ausgestopfte Waldtiere, laufende Fernsehgeräte, Spiegel Spiegelbild , Blumensträuße, Weihnachtsbäume, Holzscheide, blinkende LCD-Lampen und Tierfelle gruppierte sie zu irritierenden Rauminstallationen (Tate Gallery, Liverpool ) "abstrakt, reine Form und sonst nichts", Ausstellung "I’m Late, I’m Late, I’m Running For A Date", Galerie Andrea Caratsch, Zürich Grundprinzip des Surrealismus Surrealismus (Magritte René Magritte ) Ausstellungsansichten Galerie Mehdi Chouakri, 2015 Kunstverein Hannover, 2006 - 2007
Oldenburger Kunstverein
Oldenburger Kunstverein
High, 2014/15, Novelle / Untitled, 2011, Collage / Untitled, 2015, Banner
High, 2014/15, Novelle / Untitled, 2011, Collage / Untitled, 2015, Banner
Untitled, 2011, Collage
Untitled, 2011, Collage
Ausstellung Henning Strassburger Oldenburger Kunstverein Oldenburger Kunstverein oldenburger-kunstverein-k.jpg "Welchen Bedingungen unterliegt Malerei im Zeitalter der materiellen Kultur und des sogenannten spekulativen Realismus?" Positionierung Malerei in digitaler Gesellschaft High, 2014/15, Novelle / Untitled, 2011, Collage Collage / Untitled, 2015, Banner henning-strassburger-4-k.jpg Interview Henrich J., "YOUTH HAS NEVER BEEN RADICAL", 2013, Henning Strassburger Untitled ("HAVE FUN"), 2015, Banner und Untitled, 2011, Collage "The deep joy future pool, 2014 (Lack, Öl und Kohle auf Leinwand, 195 x 170 cm) Untitled, 2011, Collage collage-strassburger-k.jpg notiert Präsentationsform Collage mit schlankem Rahmen Ausstellung Karin Székessy Horst-Janssen-Museum über 60 Künstler-Porträts der Gegenwart Karin Székessy (* 1938, deutsche Fotografin) Farblitografie, Wolfgang Oppermann (1937 - 2001, deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer Bildhauerei der Pop-Art und Konzeptkunst Konzeptkunst ) Katzeneule, 1991, Albert Schindehütte (Tusche und Tinte auf Papier) notiert austesten: feine Linien mit Tinte ziehen und später mit Wasser in bestimmte Richtungen wischen (Wellen) Ursula Schultze-Bluhm (1921 - 1999, deutsche Malerin ), 1968, Karin Szekessy Garibaldina (Aluminium nach Gips von 1952), 1952 / 1978, Meret Oppenheim Meret Oppenheim (1913 - 1985, deutsch-schweizer Künstlerin und Lyrikerin, Vertreterinnen des magischen Surrealismus Surrealismus ) notiert Geraden durch Vertiefungen / Lichteinfall wie bei Garibaldina erscheinen lassen (eventuell mit Blender und Fräsmaschine) Selbstporträt Selstbildnis im Käfig, 1972, C. O. Paeffgen C. O. Paeffgen (siehe auch Notizen 6.6.2014) Rear View Roxy, 1968, Mel Ramos (* 1935, US-amerikanischer Künstler, Vertreter Pop-Art ) notiert Mehrere-Ebenen-Collage (kleine Einblicke in Fotografie hinter Blatt) Kühe im Wind, 1928, Farbholzschnitt, Ewald Mataré (1887 - 1965, deutscher Bildhauer, Grafiker und Maler )
Bildarchiv des Künstlers
Bildarchiv des Künstlers
Experimentelle Druckgrafik, Peter Doig
Experimentelle Druckgrafik, Peter Doig
Installationsansicht Calder Gallery III, © Calder Foundation, New York
Installationsansicht Calder Gallery III, © Calder Foundation, New York
Frau mit Hut, 1961/63, Picasso, Sammlung Beyeler
Frau mit Hut, 1961/63, Picasso, Sammlung Beyeler
Ausstellung la ligne f(x)=ax+b (geschlossen) Ausstellung Peter Doig Peter Doig Fondation Beyeler Peter Doig (* 1959, lebt auf Trinidad, in London und New York) Bildarchiv des Künstlers fotoarchiv-k.jpg persönliches Archiv Doigs Standpunkt Wie auch bei Gerhard Richter Gerhard Richter konnte ich hier Einblick in fotografische Vorlagen erhalten. Mit den Fotos kann man kurz durch die Augen des Künstlers schauen und daraufhin entstandene Arbeiten besser verorten. Die Offenlegung hat meiner Meinung nach aber auch seine Schattenseite: bei Doig fragte ich mich dann schon, warum er Fotos zum großen Teil - für mich - einfach nur mit malerischen Mitteln wiederholte (natürlich etwas abstrahierter). Der 'Mehrwert' ist mir noch nicht bewusst. für Gemälde und Druckgrafiken Fundus an Bildmaterial Experimentelle Druckgrafik, Peter Doig peter-doig-k.jpg in Grafiken Erprobung "Atmosphäre und Stimmungen Ausdruck zu verleihen" Druckgrafiken = Einblick in Arbeitsprozesse und künstlerisches Denken Doigs Zustandsdrucke Ausstellung Alexander Calder Alexander Calder Fondation Beyeler Alexander Calder (1898 - 1976, US-amerikanischer Bildhauer Bildhauerei der Moderne) kinetische Kunst kinetische Kunst Installationsansicht Calder Gallery III, © Calder Foundation, New York alexander-calder-k.jpg Frau mit Hut, 1961/63, Picasso Pablo Picasso , Sammlung Beyeler frau-mit-hut-k.jpg ausgeschnittenes und gefaltenes Eisenblech, 1963 bemalt Standpunkt Durch die plastische Umsetzung entstehen - anders als bei Malerei - gleich noch unendlich mehr mögliche Betrachtungswinkel. Bzw. jetzt sieht nicht nur noch der Künstler ein Objekt und gibt es so wieder, wie er es sieht, sondern der Betrachter bekommt hier die Aufgabe übertragen (der Künstler gibt 'nur' noch eine subjektive Vorlage dazu). Bei dieser Arbeit interessant: Picasso hat einige Flächen nicht bemalt, obwohl sie vom Betrachter gesehen werden können. Als würde Picasso wollen, dass der Besucher Bereiche entdeckt, die von ihm noch nicht mit Überlegungen 'gefüllt' wurden. Über die eigenen Grenzen des Künstlers blicken? Piet Mondrian Piet Mondrian (siehe auch 7.6.2013) 2/3 Daumennagellänge Alkohol Whiskey (3.3., Tag der Veröffentlichung)
La Ligne f(x)=ax+b (Ausschnitt), Alice Gaskon
La Ligne f(x)=ax+b (Ausschnitt), Alice Gaskon
Arbeiten von Werner von Mutzenbecher, Tinguely, Armleder und Sylvie Fleury, © Ute Schendel
Arbeiten von Werner von Mutzenbecher, Tinguely, Armleder und Sylvie Fleury, © Ute Schendel
Tinguely
Tinguely
Bearing Masonry. Concrete Block (1923), 2012, Dorit Margeiter
Bearing Masonry. Concrete Block (1923), 2012, Dorit Margeiter
VOLUMEN, 2011, Katja Aufleger
VOLUMEN, 2011, Katja Aufleger
Ausstellung la ligne f(x)=ax+b balzer art projects, Basel mit Pius Fox, Alice Gaskon, Lawrence Power und Stefan Vogel La Ligne f(x)=ax+b (Ausschnitt), Alice Gaskon balzer-art-projects.jpg (geschlossen) Ausstellung Magic Paper Galerie Karin Sutter Arbeiten von Werner von Mutzenbecher, Tinguely Jean Tinguely , Armleder John Michael Armleder und Sylvie Fleury, © Ute Schendel karin-sutter.jpg Sylvie Fleury Tinguely tinguely-k.jpg Jean Tinguely (1925 - 1991, schweizerischer Maler und Bildhauer Bildhauerei Nouveau Réalisme Hauptvertreter kinetische Kunst kinetische Kunst u. a. bewegliche, maschinenähnliche Skulpturen (siehe auch 12.10.2014) Ausstellung Broken Sequence Dorit Margeiter, STAMPA Galerie, Basel Bearing Masonry. Concrete Block (1923), 2012, Dorit Margeiter dorit-margeiter-k.jpg Elemente der Ausstellung ergeben Narrativ Narration zu Produktion, Reproduktion und (fotografische) Darstellungsmethode Betonelemente des Ennis Brown House , Los Angeles (von Frank Lloyd Wright) zerbrochene Fassadenteile, als Filmkulisse gedient, 1992 durch Erdbeben zerstört Fotografie = stark vergrösserte Abbildung des Originals Bronzeabguss = dreidimensionales Abbild Ausstellung STAMPA Galerie, Basel VOLUMEN, 2011, Katja Aufleger katja-aufleger-k.jpg Tomographie der Erde, Maßstab 1 : 115 Millionen Nordpol und Südpol = 1 Punkt, Äquator = großer Kreis statt Seitenzahl jeweils Breitengrad dreidimensionale Form in geschlossenem Zustand, beim Blättern "Auflösung" Kugel Pipilotti Rist, Roman Signer, Erik Steinbrecher notiert nach Bahnhof Kühren Baumreihe (zum fotografieren für Collagen) notiert große Holzplatte (dünn) schwarz bemalen (Grundierung davor) mit Blaufolie Geradenbild Geradenbild übertragen, danach ritzen weiße Farbe drüberrollen, danach schleifen (Farbe bleibt in Ritzen)
Was macht eigentlich unsere Zuhause heute so anders, so anziehend?, 1956, Collage auf Papier, Richard Hamilton
Was macht eigentlich unsere Zuhause heute so anders, so anziehend?, 1956, Collage auf Papier, Richard Hamilton
Still Life #28, 1963, Tom Wesselmann
Still Life #28, 1963, Tom Wesselmann
Exposition of Music - Electronic Television, 1963, Nam June Paik (Rekonstruktion 1989), © Dieter Daniels
Exposition of Music - Electronic Television, 1963, Nam June Paik (Rekonstruktion 1989), © Dieter Daniels
Installation, 1963, Wolf Vostell
Installation, 1963, Wolf Vostell
(Notizen der letzten Tage) TV Fernsehen Interventionen Katalog LAND ART LAND ART Anfänge Verweis Fernsehen in der Kunst Was macht eigentlich unsere Zuhause heute so anders, so anziehend?, 1956, Collage Collage auf Papier, Richard Hamilton Richard Hamilton richardhamilton.jpg Richard Hamilton (1922 - 2011, britischer Maler und Grafiker) Still Life #28, 1963, Tom Wesselmann Tom Wesselmann tom-wesselmann.jpg Tom Wesselmann (1931 - 2004, US-amerikanischer Maler, Grafiker und Objektkünstler) Exposition of Music - Electronic Television, 1963, Nam June Paik (Rekonstruktion 1989), © Dieter Daniels Dieter Daniels paik-1963.jpg Modifikationen, die Bild des laufenden Fernsehprogramms verzerren Installation, 1963, Wolf Vostell Wolf Vostell wolf-vostell-1963.jpg Wolf Vostell (1932 - 1998, deutscher Maler, Bildhauer Bildhauerei und Happening Happening -Künstler) Einführender Text zur Fernsehausstellung LAND ART 1 Künstler beziehen immer mehr die Medien Film, Fernsehen und Fotografie in eigenes Werk ein Ausnutzung der Kommunikationsmöglichkeiten von Massenmedien dabei nicht Hauptgrund Künstler möchten die Medien und deren Eigenschaften (großer Teil unserer visueller Erfahrung basiert auf jenen) hinterfragen (für Vortrag Beispiele Hamilton, Wesselmann, Paik, Vostell erwähnen) 2 Beispiel Jan Dibbets mit "Korrektion der Perspektive" Arbeit nur durch Reproduktion (Fotografie) verständlich fotografische Perspektive zeigt Quadrat in Natur Kunstwerk nicht im realen Raum, nur als fotografische Wiedergabe erlebbar 3 LAND ART und Motive der Künstler nicht nur auf Leinwand gemalte Landschaft sondern Landschaft selber wird zum Kunstobjekt (für Vortrag Hintergründe LAND ART) 4 Welt aus neuen Perspektiven erlebbar (Satellitenbilder) dadurch neue Formen erkennbar (Autobahn nicht mehr funktional wahrnehmbar, nur noch als "künstliche Markierung in der Landschaft" gesehen) Aufruf: "Es wird Zeit, dass wir jeden Graben, den wir ziehen, jede Strasse, die wir bauen, jedes Feld, das gepflügt wird, als Gestaltungsprozesse unserer Umwelt begreifen, - Gestaltungsprozesse, die über die rein praktischen und funktionalen Anlässe dieser Vorgänge hinausgehen." 5 Beispiel zu "künstliche Markierung in Landschaft", Arbeit Dennis Oppenheim "Timetrack" "Das Dreieck - Atelier, Galerie, Sammler -, in dem sich Kunst bisher abgespielt hat, wird gesprengt." 6 Konseqzenzen der Umstrukturierung im Kunstschaffen Kritik an Nicht-Honorierung bei Ausstellungsbeteiligung von Künstlern (Gegenbeispiele Schriftsteller, Schauspieler, Komponisten) 7 Hintergrund Idee Fernsehgalerie breites Publikum mit aktuellen Tendenzen des internationalen Kunstgeschehens direkt konfrontieren 8 Vorteile Fernsehen gegenüber Galerien und Museen (Besucherzahlen / potentielles Publikum wird nicht erreicht) Vergleich Situation Bildende Kunst mit Situation Literatur vor Gutenberg "Die meisten Kunstpublikationen sind heute im Augenblick ihres Erscheines nichts anderes als ein Nachruf auf vergangene Kunstrichtungen." 9 Ablauf Fernsehgalerie auf "Dramatisierung durch Kameraeinstellungen und Filmmontagen wurde verzichtet"
Filz-TV, 1970, Joseph Beuys
Filz-TV, 1970, Joseph Beuys
Schwarzer Papierhaufen, 1970, Reiner Ruthenbeck
Schwarzer Papierhaufen, 1970, Reiner Ruthenbeck
Die platonische Höhle, Jan Saenredam (Kupferstich nach Ölgemälde von Cornelis van Haarlem)
Die platonische Höhle, Jan Saenredam (Kupferstich nach Ölgemälde von Cornelis van Haarlem)
Auch ein Höhlengleichnis (II), 1984 / 1989, Timm Ulrichs
Auch ein Höhlengleichnis (II), 1984 / 1989, Timm Ulrichs
TV Fernsehen Interventionen Kurs Televisionen in der Kunst (Vorbereitung) "Identifications", vormals "Artscapes", Fernsehausstellung II, 1970 20 Kurzbeiträge über internationale Künstler Beiträgen 35 Sekunden bis 5 Minuten lang eigene Werke und Aktionen vor Filmkamera präsentiert 30.11.1970 vom Südwestfunk Baden-Baden fast ohne erläuternden Kommentar ausgestrahlt Reihenfolge Ausstrahlung nach Herkunftsland (Deutschland, Frankreich, England, Niederlande, Italien, USA) vor Fernsehausstrahlung Premiere im Kunstverein Hannover am 20.11.1970 Beginn mit 6-minütiger Ansprache Schum "Das Kunstobjekt verliert seine Autonomie, ist nicht mehr vom Produzenten, also vom Künstler zu trennen. […] Im Fernsehobjekt kann der Künstler sein Objekt reduzieren auf die Attitüde, auf die bloße Geste als Hinweis auf seine Konzeption. Das Kunstobjekt stellt sich dar als die Einheit von Idee, Visualisierung und dem Künstler als Demonstranten." Filz-TV, 1970, Joseph Beuys beuys.jpg Beuys Soziale Plastik schließt menschliches Handeln mit ein, das auf Strukturierung und Formung der Gesellschaft ausgerichtet ist Politik und Wirtschaft sozial und kreativ von jedem gestaltbar notwendige Fähigkeiten: 1 Spiritualität 2 Offenheit 3 Kreativität 4 Fantasie Gesellschaft als Kunstwerk betrachtet Kunstbegriff nicht mehr nur auf materiell fassbare Artefakt beschränkt "Jeder Mensch ist ein Künstler" Beitrag "Filz-TV": kritische Auseinandersetzung der Wirkung TV auf Individuum Reiner Ruthenbeck Reiner Ruthenbeck (* 1937, deutscher Bildhauer Bildhauerei und Konzeptkünstler) Schwarzer Papierhaufen, 1970, Reiner Ruthenbeck schwarzerpapierhaufen.jpg füllte Bildraum mit wachsenden Haufen aus zerknülltem schwarzen Papier Klaus Rinke (* 1939, deutscher Künstler) ließ gefüllte Wassertonne in Richtung des Betrachters umfallen Rinke: "natürlich banal, aber vom plastischen Prozeß aus gesehen ganz neu für die Kunst - nicht etwa als symbolische Handlung, sondern als Plastik, fast schon als traditionelle Plastik" Ulrich Rückriehm (* 1938, Bildhauer) Steinskulptur "Dolomitstein gespalten (Hammer und Eisenkeile)", 1968 Stück für Stück abgehoben und auf Boden geworfen (zuvor geschlossene, aber geteilte Form => Ansammlung von Bruchstücken) Daniel Buren Daniel Buren (* 1938, französischer Maler und Bildhauer) weitere Künstler: Gilbert & George Gilbert & George , Ger van Elk, Giovanni Anselmo, Alighiero Boetti , Pier Paolo Calzolari, Gino de Dominicis, Mario Merz Mario Merz , Gilberto Zorio, Garry Kuehn , Keith Sonnier Keith Sonnier , Richard Serra Richard Serra , Franz Erhard Walther, Lawrence Weiner Kurs Warum denken? Grundlagen und Konzeptionen des Denkens mit Platon Platon Sonnen-, Linien-, Höhlengleichnis Höhlengleichnis (Auszüge aus: "Der Staat") Sonnengleichnis: (platonische) Sokrates Sokrates versucht das Gute zu veranschaulichen Sonne = Quelle des Lichts (in geistiger Welt) das Gute = Quelle von Wahrheit und Wissen Liniengleichnis hierarchische Unterteilung des Erkenntnisweges 1 Meinen mit A Vermuten (Schatten / Spiegelbilder Spiegelbild ) B Fürwahrhalten (reale Dinge) 2 Erkennen mit A Verstand / Nachdenken (mathematische Formen) B Vernunft / Denken (Ideen) Die platonische Höhle, Jan Saenredam (Kupferstich nach Ölgemälde von Cornelis van Haarlem) hoehlengleichnis.jpg Auch ein Höhlengleichnis (II), 1984 / 1989, Timm Ulrichs hoehlengleichnis2.jpg Höhlengleichnis Personen sind so befestigt, dass sie nur gegen eine Wand schauen können auf Wand sind Schattenspiele sichtbar, die für sie die Realität darstellen hinter befestigten Personen gehen Menschen mit Bildwerken entlang Schatten wird durch Feuer hinter ihnen erzeugt Echo von Geräuschen an Rückwand Leben Gebildeter versus Leben Ungebildeter Beschreibung beschwerlicher Weg zum wahrhaften Sein
Land Art, Gerry Schum
Land Art, Gerry Schum
A CIRCLE IN ANTARCTICA, 2012, Richard Long
A CIRCLE IN ANTARCTICA, 2012, Richard Long
A Hole in the Sea (Ausschnitt), 1969, Barry Flanagan
A Hole in the Sea (Ausschnitt), 1969, Barry Flanagan
Floating Island to Travel Around Manhattan Island, New York, 1970/2005, Robert Smithson
"Floating Island to Travel Around Manhattan Island", New York, 1970/2005, Robert Smithson
TV Fernsehen Interventionen Kurs Televisionen in der Kunst (Vorbereitung) u. a. bei Pop-Künstlern wie Richard Hamilton Richard Hamilton (1922 - 2011, britischer Maler und Grafiker) und Tom Wesselmann Tom Wesselmann (1931 - 2004, US-amerikanischer Maler, Grafiker und Objektkünstler) tauchte Fernsehgerät als Motiv in Werken auf Einbindung Fernsehgerät in Installationen ab 1963 durch Nam June Paik Nam June Paik wie auch Wolf Vostell Wolf Vostell Gerry Schum Gerry Schum (Regisseur, Produzent und Kameramann Fernsehgalerie) entwickelte mit Partnerin Ursula Wevers Fernsehausstellung I, 1968 - 1969 strebte direkte Vermittlung Kunst an Massenpublikum an (ohne Umweg Kunstmarkt Kunstmarkt /Museum) strebte künstlerische Intervention im heimischen Wohnzimmer an produzierten Formate auf 16-mm-Film, dennoch für Fernsehbildschirm konzipiert (auf Videoformat umkopiert als techn. Voraussetzungen gegeben) Land Art, Gerry Schum landart.jpg im SFB-Berlin (Sender Freies Berlin, 1953 - 2003; West-Berlin, ab 1990 ganz Berlin) unkommentiert ausgestrahlt Schum wollte Kunst nicht erklären 28.3.1969 im Studio C des Senders Freies Berlin eröffnet 15.4.1969 im ersten Programm um 22:15 ausgestrahlt Beiträge von europäischen und amerikanischen Künstlern eingeblendeten englischen Titel in deutscher Sprache durch Off-Stimme begleitet Thema: Kunst in der Landschaft / subtile Eingriffe in die Landschaft Titel und Ortsangaben beschreiben Handlungen und Markierungen u. a. Luftaufnahmen und Detailaufnahmen wechseln mit jeder Arbeit mit längeren Kamerafahrten und Kameraschwenks (Weite Naturraum in Fernsehen übertragen) Ton: Natur-, Aufnahme- und Umgebungsgeräusche (Flugzeug), Atmen der Akteure Fernsehgalerie Gerry Schum mit sieben (ursprünglich acht) Künstlern 1 Richard Long Richard Long (* 1945, britischer Land-Art-Künstler) "Sculptures" A CIRCLE IN ANTARCTICA, 2012, Richard Long circle-antarctica.jpg konzeptionelle Wanderungen, fotografisch und textlich dokumentiert schafft temporäre Stein- oder Holzskulpturen, nach fotografischer Dokumentation entfernt oder natürlicher Verwitterung überlassen vertreten mit "Walking A Straight 10 Miles Forward And Back Shooting Every Half Mile", England 2 Barry Flanagan Barry Flanagan (1941 - 2009, britischer Bildhauer Bildhauerei ) A Hole in the Sea (Ausschnitt), 1969, Barry Flanagan hole.jpg 3 Dennis Oppenheim (1938 - 2011, US-amerikanischer Land-, Body-Art- und Installationskünstler) vertreten mit "Timetrack Following the Time Border Between Canada and USA", Kanada 4 Robert Smithson Robert Smithson (1938 - 1973, US-amerikanischer Maler und Land-Art-Künstler) "Floating Island to Travel Around Manhattan Island", New York, 1970/2005, Robert Smithson robert-smithson.jpg vertreten mit "Fossil Quarry Mirror with Four Mirror Displacements", USA 5 Marinus Boezem (* 1934, niederländischer Konzeptkünstler und Bildhauer), "Sand Fountain", Frankreich Thematik: Licht, Beobachtung, Perspektive und Raum 6 Jan Dibbets (* 1941, niederländischer Konzeptkünstler), "12 Hours Tide Object with Correction of Perspective", Holland 7 Walter de Maria Walter De Maria , "Two Lines Three Circles in the Desert", USA 8 nicht ausgestrahlt: Michael Heizer, "Coyote", USA
Foto J. M. Pietsch
Foto J. M. Pietsch
Geist des Lykabettos, Herbert List (Hintergrund skulpturale Verhüllung / Spiegel?)
"Geist des Lykabettos", Herbert List (Hintergrund skulpturale Verhüllung / Spiegel?)
Klinger Max Klinger Briefe "Will jemand billig ein Museum gründen, so folge er dem Wiener Beispiel: Man mache eine international Specialausstellung, man vertheile einige 20 Medaillen um zu interessieren und dann läßt man sich alles ausgestellte schenken […]" zu Christus Jesus im Olymp: "Aber der Christus war in der Version wie ich ihn fertig nach Deutschland brachte völlig nackt. So wurde er 3 Tage privatim in München ausgestellt, dann kam die liebe Polizei und ich mußte das untere rechte Viertel zuhängen." (Oskar?) "Kokoschka: † † †. Mit Entsetzen war ich heut in unserm Kunstverein. […] vom gleichen Fieber besessen. […] vom identisch gleichen farben-, formen- und Lichtwahnsinn. Gott Gott sei Dank, daß ich diese Sorte Welt nie erleben werde! Denn unsere bisherige hält bis zu meinem seligen Ende noch sicher so aus, wie sie heute ist. Das spätere kann mir ja egal sein." LJA (Verein Leipziger Jahresausstellung) Hermann Prell Hermann Prell (u. a. Bildhauer Bildhauerei ), Klinger und Böcklin Arnold Böcklin Vorbilder (siehe Briefe) "Endlich kann man doch mal Geld, simples Geld neben der berühmten Ehre beanspruchen. Besonders wo nur das Leben so viel kostet!" Kunstgeschichte Ausstellung Lindenau-Museum Altenburg Foto J. M. Pietsch altenburg-museum.jpg Abguss Laokoon Laokoongruppe -Gruppe (sauberer als Weimarer Version, aber: Marmorkopie von Original in Vatikanische Museen aufsuchen) "Paradiestür" (Lorenzo Ghiberti Lorenzo Ghiberti , italienischer Bildhauer), komplett vergoldet, 1452 vollendet Original in Florenz (Kathedrale Kathedrale Santa Maria) zehn Bilder, u. a. 1 Erschaffung Adam und Eva Adam und Eva , Sündenfall, Vertreibung 2 Erschlagung Abel 3 u. a. Geschichte Noah, Rückkehr Arche 4 u. a. Opfer Isaak 5 Moses empfängt Gesetztafel (Gesicht Gott erkennbar) "Borghesischer Fechter" (siehe Louvre, Kopie ca. 100 v. Chr. von Original 3. v. Chr.) Augenblick festgehalten, extrem "freischwebend" Vase (lateinisch "Gefäß"), Grabfunde, die Verstorbene im Jenseits versorgen sollten Formen der Vase: u. a. Alabastron, Pelike, Skyphos Satyren = Mischwesen Mensch/Pferd Kentaur ebenfalls[?] "Das andere Griechenland Griechen " Fotografien Herbert List Herbert List (1903 - 1975) / Walter Hege (1893 - 1955) Aufnahmen 1930er und 1950er Walter Hege: systematische Fototouren durch antike Antike Ruinenstätte (u. a. Delphi, Korinth, Olympia, Akropolis Akropolis ) studierte Aufnahmewinkel und Entfernung anhand Gipsabgüsse in Berlin Herbert List: Stillleben Stillleben , Surreales, inszeniertes Phänomen griechisches Licht Korenhalle des Erechtheion mit Karyatiden (6 überlebensgroße Mädchenfiguren) "Geist des Lykabettos", Herbert List (Hintergrund skulpturale Verhüllung verhüllt / Spiegel Spiegelbild ?) herbert-list.jpg "Das eherne Zeitalter", Rodin Auguste Rodin 1 verwundeter Krieger, der auf (imaginären) Speer ruht; rechte Hand an Kopf-Wunde 2 soll auch Erwachen der Menschheit darstellen[?] Conrad Felixmüller (1897 - 1977, deutscher Maler Expressionismus Expressionismus und Neue Sachlichkeit) viele unterschiedliche Malstile (grell, detailreich, plastisch, überzogen, unecht, kantig, großer Pinselstrich etc.) Walter Jacob (1893 - 1964) grober Pinselduktus, kindlich einfach, bei ernster Thematik (wie "Grablegung") mitten im Museum: Bilder mit Preisangabe und roten Punkten ("Pro Lindenau, eine mäzenatische Aktion") Erich Dietz (stachelige Zeichnungen)
König-Albert-Museum, © Reinhard Höll
König-Albert-Museum, © Reinhard Höll
verkrampfte rechte Hand (u. a. auch Die Züchtigung), um 1896, Guss 1913, Auguste Rodin
verkrampfte rechte Hand (u. a. auch Die Züchtigung), um 1896, Guss 1913, Auguste Rodin
Kopf (Hasenblut, Bleistift, chamoisfarbenes Papier), 1962, Joseph Beuys, © VG Bild-Kunst, Bonn
Kopf (Hasenblut, Bleistift, chamoisfarbenes Papier), 1962, Joseph Beuys, © VG Bild-Kunst, Bonn
Geradenbild Geradenbild Processing, Winkel und Wellen Testdrucke neue Funktion: geradenKreis() vertikale und horizontale Geraden, einzeln und übereinandergelegt Kunstgeschichte Ausstellung Kunstsammlungen Chemnitz König-Albert-Museum, © Reinhard Höll kunstsammlung-chemnitz-k.jpg verkrampfte rechte Hand (u. a. auch Die Züchtigung), um 1896, Guss 1913, Auguste Rodin Auguste Rodin verkrampfte-hand.jpg "Vierflügeliger Turmbau", Hermann Glöckner Hermann Glöckner (1889 - 1987, deutscher konstruktivistischer Maler und Bildhauer Bildhauerei ) Konstruktivismus Konstruktivismus = streng gegenstandslose Stilrichtung der Malerei (baut auf Suprematismus Suprematismus auf; siehe Malewitsch Kasimir Malewitsch mit Vorrangstellung reiner Empfindung vor gegenständlicher Natur) viele Arbeiten für DDR DDR -Regime zu avantgardistisch / abstrakt, Veröffentlichung in Ost-Deutschland verboten (SED-geführter Formalismusstreit 1951) 1984: Nationalpreis der DDR III. Klasse (25.000 Mark) für Kunst und Literatur Titel wie "Schmetterlinge Schmetterling ", "Hochhaus", "komische Tanne" u. a. (Kinder über die Skulptur, Projekt KunstBus ) Günther Uecker Günther Uecker (* 1930) Künstlergruppe ZERO Künstlergruppe ZERO , Nachkriegskunst belastet, Suche nach "Stunde Null" Uecker zu Nagelbilder: "Wenn einer sein Charakteristikum entwickelt, ist es unvermeidbar, diese Handschrift fortzusetzen. Es ist die Chiffre seines Lebens." "Warum soll ich mich ärgern? Das ist so, als wenn Sie mich zu einem Markennamen erklären." "Das ist aus dem Zeichnen entstanden. Den Nagel habe ich verwendet wie einen Bleistift, um eine Linie zu ziehen." Haar-Hygrometer auf Sockel im Bereich der modernen - auf Sockel stehenden - Plastiken "Halbe Kugeln um 3 Achsen", Max Bill Max Bill (1908 - 1994, schweizerischer Architekt, Künstler und Designer, Vertreter Zürcher Schule der Konkreten) "Pinguin", August Gaul (siehe auch MdbK Leipzig) Wasserstrahl in Plastik gefroren (Säule): "Knabe mit Wasserschlauch", Georges M…[?] Eugen Felix Prosper Bracht (1842 - 1921), deutscher Maler "Meeresstille", 1906, Eugen Bracht Joseph Beuys Joseph Beuys , Zeichnungen Kopf (Hasenblut, Bleistift, chamoisfarbenes Papier), 1962, Joseph Beuys, © VG Bild-Kunst, Bonn beuys-kopf.jpg "mit philosophischen, literarischen, natur- und geisteswissenschaftlichen Bezügen" (in keiner Collage Collage /Zeichnung einen "tieferen" Bezug entdecken können) Katze Ramses füttern / waschen / rasieren (Notiz von Marios Marios ) Georg Baselitz Georg Baselitz , Bilder auf dem Kopf Betrachter Eigenständigkeit der Malerei gegenüber herkömmlicher Wirklichkeit vor Augen führen nimmt Bild seinen konventionell gedachten Inhalt, macht Bildgegenstand gegenstandslos und damit abstrakt bereits Komposition des Bildes auf Kopf stehend anlegt "Blaue Brücke", 1913, Ernst Ludwig Kirchner Ernst Ludwig Kirchner (siehe "Potsdamer Platz", 1914 ) Künstlergemeinschaft "Die Brücke Die Brücke " beeinflusst durch Edvard Munch Edvard Munch neben Schönem auch Hässliches, neben Liebe Hass, neben Leben Tod Sterben "Blick auf Dresden bei Sonnenuntergang", um 1822, Carl Gustav Carus erinnert an Bilder mit "Rückenansicht" von Caspar David Friedrich Caspar David Friedrich Betrachter wird in Bild gesogen / blickt über Augen der Dargestellten siehe auch "Frau am Fenster", C. D. Friedrich (Alte Nationalgalerie Berlin) Friedrich Gottlob Schreiber (1809 - 1888) sehr plastische Bilder Hintergründe schwach beleuchtet im Kontrast zur Personengruppe Ränder Köpfe leicht verschwommen / doppelt (3D-Illusion Illusionsmalerei ?) scharfe / zarte helle Linie an Handrücken: Abgrenzung von dahinterstehender Person / hervortretender Effekt
Figurengruppe / Widerstand Häftlinge im ehemaligen KZ Buchenwald, 1958, Fritz Cremer
Figurengruppe / Widerstand Häftlinge im ehemaligen KZ Buchenwald, 1958, Fritz Cremer
Die Bürger von Calais, Auguste Rodin, London
Die Bürger von Calais, Auguste Rodin, London
Hof und Eingang Schlossmuseum Weimar, Foto © Klassik Stiftung Weimar
Hof und Eingang Schlossmuseum Weimar, Foto © Klassik Stiftung Weimar
Nächtliche Fasanenjagd Ludwigs VIII., 1765/1768, Johann Conrad Seekatz
Nächtliche Fasanenjagd Ludwigs VIII., 1765/1768, Johann Conrad Seekatz
Bäume am Kanal im Spätherbst, Paul Baum
"Bäume am Kanal im Spätherbst", Paul Baum
Thüringer Landschaft, 1888, Christian Rohlfs
Thüringer Landschaft, 1888, Christian Rohlfs
Figurengruppe von Fritz Cremer Fritz Cremer Figurengruppe / Widerstand Häftlinge im ehemaligen KZ Buchenwald, 1958, Fritz Cremer buchenwald.jpg fühlte mich bei Gang über Treppe zur Figurengruppe zu sehr in Kunstwerk integriert / ohne Entscheidungsfreiheit, ob ich mich der Figurengruppe so und nicht anders nähern möchte Vorbild "Die Bürger von Calais" / Chronik des Jean Froissart (um 1337 - 1405, franz.-sprachig. Dichter, Chronist) Die Bürger von Calais, Auguste Rodin Auguste Rodin , London calais.jpg im 100-jährigen Krieg (1346) fiel englischer König Eduard III. in Frankreich ein Stadt Calais drohte bedingungslose Kapitulation / Plünderung und Zerstörung sechs der angesehensten Stadtbürger stellten sich als Geiseln zur Verfügung, damit Bevölkerung Hungertod entkommt Skulptur "Bürger von Calais", Auguste Rodin (1840 - 1917, Bildhauer Bildhauerei , Grafiker, Maler ) Symbol für Verzweiflung auf wertende Hauptansicht / Sockel verzichtet Rodin wollte Hierarchie zwischen Betrachter und Denkmal aufheben beim Buchenwald-Denkmal Sockel / persönlicher Abstand durch Treppen, danach (zwangsweise) inkludiert (trotz kleinem Sockel) elf Figuren mit "ganzer Dramatik menschlicher Empfindungen unter unmenschlicher Bedingungen" (wie "Stürzender", "Rufender", "Schwörender", "Zweifler" oder "Zyniker") Sockelvorstellung: falsch interpretierte Aussage von Rodin[?] Kunstgeschichte Ausstellung Schlossmuseum Weimar Hof und Eingang Schlossmuseum Weimar, Foto © Klassik Stiftung Weimar schlossmuseum-weimar.jpg "Zum Glück nicht nur Goethe Johann Wolfgang von Goethe ", DIE ZEIT (36 / 2010) Studentenermäßigung nur bis 27 / "Warum bloß bis 27?" - "Da werden die wohl alle fertig." - "Ich bin Kunststudent Kommilitone ." Nächtliche Fasanenjagd Ludwigs VIII., 1765/1768, Johann Conrad Seekatz fasanenjagd.jpg zwei Lichtquellen (Mond / Natur und Leuchte / menschliche Erfindung) "Seestück", Hendrik Rietschoof (zugeschr.) "Bewegte See mit zwei Schiffen", Umkreis Jan Porcellis (ähnlich oder identisch) "Bergkette mit Mond", Caspar David Friedrich Caspar David Friedrich Laokoon Laokoongruppe -Gruppe, Abguss (sehr unsauber, "einfach", Schlangenkörper uneben / in Leipzig auch so detailarm?) Einblick in Kopf eines der Jungen (hohler Raum) "Weinlese", 1905 / 1906, Ludwig von Hofmann "Badende Frauen", um 1920, Theodor van Rysselberghe (1862 - 1926, flämischer Maler des Pointillismus Pointillismus ) Stilrichtung der Malerei (Neoimpressionismus, Divisionismus oder Pointillismus) "Zerlegung" der Farben (siehe Computer-Monitor) Wirkung im Bild wichtiger als Aussehen in Natur "Bäume am Kanal im Spätherbst", Paul Baum spaetherbst.jpg "Der kämpfende David", Paul Landowski (Bronze-Skulptur, in Bewegung "eingefroren") "Junge Männer am Meer", 1905, Max Beckmann Max Beckmann Thüringer Landschaft, 1888, Christian Rohlfs thueringer-landschaft.jpg "Steiniger Weg", Christian Rohlfs (1849 - 1938, deutscher Maler der Moderne) Bäume / vor allem Äste ohne Blattwerk, stachelig, Struktur durch dicken Farbauftrag, mit kleinen schwarzen Flecken (härtere / "scharfe" Konturen) scheinbar ähnliche Malweise: Mauer am Weimarer Friedhof, 1892 / Wiesenabhang, 1897
vor dem Eingang der HGB Leipzig
vor dem Eingang der HGB Leipzig
Sacro Monte di Varallo Nr.12, Bertram Kober, © Bertram Kober
Sacro Monte di Varallo Nr.12, Bertram Kober, © Bertram Kober
Die Verdammnis, um 1725, Balthasar Permoser, © MdbK Leipzig
Die Verdammnis, um 1725, Balthasar Permoser, © MdbK Leipzig
vor dem Eingang der HGB Leipzig hochschule.jpg (mit Notizen der vergangenen Tage) Standpunkt Kunst und Künstler Kunst ist etwas unnatürliches, künstliches sie ist von Umwelt abhängig, nicht befreit was als Kunst gesehen wird ist zeit- und ortsabhängig Kunst oder der Auslöser ist durch Sinnesorgane erfahrbar Kunst 1 besteht oder 2 entsteht im Kopf des Wahrnehmenden Kunstwerk hat Bedeutung Bedeutung kann 1 vom Künstler vor, während oder nach Ausführen vorgegeben werden oder 2 nachträglich durch Betrachter hineininterpretiert werden der Künstler macht Kunst nur Lebewesen mit Bewusstsein können Kunst machen / Kunst bewusst wahrnehmen Kunst ist das Ergebnis schöpferischer Tätigkeit Tätigkeit wird vom Künstler durchgeführt / dirigiert mindestens eine Person muss etwas als Kunst ansehen, damit es Kunst ist diese eine Person kann auch der Künstler selber sein Künstler ist der, der sich als Künstler sieht was gute oder schlechte Kunst ist, definiert/erklärt Wahrnehmender von Kunst für sich anerkannte Kunst benötigt neben Künstler (der Kunst schafft) "unabhängige" Rezipienten notiert gegenständlicher werden (siehe "Seestück", Richter) 2 Ebenen beachten: 1 Gegenständliche/für Betrachter direkt verständliche Ebene 2 gedankliche / philosophische Ebene (bei genauerem Hinsehen) Idee von "Kunst = Kommunikation" 1 Sachebene (was zu sehen ist) 2 Gefühl (was es beim Künstler und beim Betrachter emotional auslöst) 3 Appellebene (was der Künstler bewusst/unbewusst vermitteln will), führt zu 4 Beziehung zwischen Künstler/Kunstwerk und Betrachter Ausstellung Skulpturen- und Gemäldesammlung, 250 Jahre HGB MdbK Leipzig Sacro Monte di Varallo Nr.12, Bertram Kober, © Bertram Kober bertram-kober.jpg Serie Sacri Monti, 2009 "Selbstbildnis" mit dreimal Porträt übereinandergelegt, Gerhard Eichhorn (HGB) "Die sieben Lebensalter des Weibes", 1544, Hans Baldung Grien Hand Baldung Grien (um 1484 - 1545) Lebenslauf - Zusammengehörigkeit verschiedener Lebensalter niedriger Horizont: verleiht Figuren Monumentalität notiert Regeln für Linienbilder 1 nicht feste Begrenzungen, eher "zufälligere" Gebilde (mit Variable abweichungMax) 2 bei einigen Elementen wie Wellen oder Wolken: Linien im "Fluß" (in selbe Richtung, aber mit abweichungMax) Die Verdammnis, um 1725, Balthasar Permoser, © MdbK Leipzig verdammnis.jpg Balthasar Permoser (1651 - 1732), Bildhauer Bildhauerei des Barock (etwa 1575 - 1770) "Christus Jesus im Olymp", Klinger Max Klinger (Text zur Restaurierung) Gustav Falke (1853 - 1916), deutscher Schriftsteller "Jesus im Olymp" "Und Zeus erschrak in seinem Wolkenhaus \\ Es ging ein Leuchten von dem Fremdling aus"
Christus im Olymp (Hauptbild), 1897, Max Klinger
Christus im Olymp (Hauptbild), 1897, Max Klinger
Beethoven, 1902, Max Klinger
Beethoven, 1902, Max Klinger
Geradenbild Geradenbild Meer Funktionen in Processing kein Wert wird zurückgegeben: void name() Wert wird Überfunktion übergeben: float name() Grundlinienraster für Meer programmiert Array-Werte in anderes Array übertragen: arrayCopy(quelle, ziel); Array-Werte aus altem Array löschen: quelle = new int0; Abfrage, welcher Wellenabschnitt Array-Wert über aktuellem Wert hat Wellenabschnitte: 1 Wellenkopf 2 Wellenrücken 3 Auslauf zu 1 wenige Linien zu 2 viele Linien zu 3 durchschnittliche Linienanzahl auf 3 folgt 3 oder 1 (für eine neue Welle) Wahrscheinlichkeitsfaktor einfügen für: neue Welle / Auslauf Wellenlänge (ansonsten 3): Wahrscheinlichkeitsfaktor 50 : 50 Ausstellung Sammlung MdbK Leipzig Max Klinger Max Klinger (1857 - 1920, deutscher Bildhauer Bildhauerei , Maler, Grafiker) Christus Jesus im Olymp (Hauptbild), 1897, Max Klinger max-klinger-olymp.jpg Streben nach Gesamtkunstwerk Gesamtkunstwerk (Gattungen Malerei, Plastik und Architektur zu einer Einheit zusammenführen) Beethoven Ludwig van Beethoven als vergöttlichter Mensch / Künstler-Genie Genie Beethoven, 1902, Max Klinger beethoven.jpg Kunstströmung: Symbolismus Symbolismus Welt und deren Aspekte = Symbol einer tieferen Wirklichkeit, Kunst ist Mittlerin Themen aus antiker Mythologie, biblischer Allegorien Traum und Ekstase, aufgewühlte Gefühle, Unerklärliches, Krankheit, Tod Sterben , Sünde und Leidenschaft, Fantasie, Vision, Halluzination, Meditation und Empfindung Verherrlichung des "Reinen, Edlen und Erhabenen"
Sixtinische Kapelle, Vatikan (Gesamtansicht Innenraum), © picture alliance / abaca
Sixtinische Kapelle, Vatikan (Gesamtansicht Innenraum), © picture alliance / abaca
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Michelangelo Buonarroti Michelangelo Buonarroti (1475 - 1564) wollte Geheimnis der antiken Bildhauer Bildhauerei ergründen Darstellung bewegter menschlicher Körper mit Muskeln und Sehen beherrschen sezierte dazu Leichen und zeichnete nach lebenden Modellen Sixtinische Kapelle, Vatikan (Gesamtansicht Innenraum), © picture alliance / abaca sixtinische-kapelle.jpg u. a. mit "Erschaffung Adams": bloße Berührung von Gottes Hand zum Leben erweckt Antwort auf Brief an Michelangelo mit Anrede "Bildhauer": "Sagt ihm, dass er seine Briefe nicht an den Bildhauer Michelangelo adressieren soll, denn hier kennt man mich nur als Michelangelo Buonarroti" Stolz auf Unabhängigkeit arbeitete auch ohne Entgeld, der Sache wegen
Das Verlöbnis der Arnolfini, 1434, Jan van Eyck , © National Gallery, London
Das Verlöbnis der Arnolfini, 1434, Jan van Eyck , © National Gallery, London
Kunstkritik "Die Beschwerde" (20/30), Pullmann & Muse Muse "Eine Schaffenskrise, Herr Pullmann?" - "Eine Kunstkrise, Frau Muse." Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Frührenaissance (15. Jahrhundert) / Wiedergeburt / Wiederbelebung gotisch Gotik = barbarisch = Schimpfwort der Italiener Italiener gaben den Goten Schuld am Sturz Römisches Reich Stimmung vom Zukunftsglaube und Selbstbewusstsein in Handelsstadt Florenz am größten führendes Mitglied Florenzer Künstlergruppe: Filippo Brunelleschi (1377 - 1446) studierte wahrscheinlich Tempel und Paläste in Rom Römer Wunsch auf neue Architektur, die Elemente der klassischen Baukunst frei nutzt mit Säulen, Pilastern und Bögen gearbeitet Unterschied gotische Kunst: keine hohen Fenster oder schlanke Pfeiler antike Antike Säulenordnung verwendet, jedoch ohne statischer Bedeutung Brunelleschi: Erfinder der Perspektive Masaccio, italienischer Maler (1401 - 1428) für Renaissance-Meister neue Techniken und Entdeckungen niemals Selbstzweck eingesetzt, um Bedeutung ihrer Themen besser verstehen zu können Donatello, italienischer Bildhauer Bildhauerei (um 1386 - 1466) menschlichen Körper am lebenden Modell studiert Modelle: meist Werkstattgenossen auch nördlich der Alpen schwappte Wunsch Wiedergeburt Antike über Claus Sluter Claus Sluter , niederländischer Bildhauer Gotik (um 1350 - 1405) Jan van Eyck Jan van Eyck , flämischer Maler (1390 - 1441) Merkmale: Wiedergabe Raum mit Konstruktion perspektivischem Liniengerüst, Kenntnisse in Anatomie, Gesetze der Verkürzung Das Verlöbnis der Arnolfini, 1434, Jan van Eyck , © National Gallery, London janvaneyck.jpg Signatur Künstlersignatur im Bild mit "Johannes de Eyck fuit hic" ("Jan van Eyck war hier") "Natur einen Spiegel Spiegelbild vorhalten" Erfinder der Ölmalerei Bindemittel Tempera = Ei Öl: genauer arbeiten, da längere Trocknungszeit, durchsichtige Farben, Schichten übereinander Konrad Witz, schweizerischer Maler (um 1400 - 1446) Arbeit mit wirklicher Landschaft (Genfer See) in Verbindung mit christlicher Geschichte erschöpft Buch zur Seite gelegt
Modell der Casa del Poeta Tragico, Blick ins Atrium, Maßstab 1 : 20
Modell der Casa del Poeta Tragico, Blick ins Atrium, Maßstab 1 : 20
The Gif Connoisseur #358
The Gif Connoisseur #358
Der Glaube, um 1305, Giotto di Bondone
Der Glaube, um 1305, Giotto di Bondone
Westfassade von Exeter, England (zwischen 1350 und 1400), © Klaus D. Fiebich
Westfassade von Exeter, England (zwischen 1350 und 1400), © Klaus D. Fiebich
Selbstporträt, zwischen 1379 und 1386, St.-Veits-Dom, Prag
Selbstporträt, zwischen 1379 und 1386, St.-Veits-Dom, Prag
Kunstgeschichte Ausstellung Griechische Griechen , etruskische und römische Römer Antike Antike Antikenmuseum der Universität Leipzig Universität Leipzig 450 Objekte aus 2500 Jahren griechischer, etruskischer (nördliches Mittelitalien) und römischer Antike Modell der Casa del Poeta Tragico, Blick ins Atrium, Maßstab 1 : 20 casa-del-poeta.jpg älteste Funde aus vorgriechischen Kulturen der Ägäis Keramiken und Kleinplastiken aus Bronze der "geometrischen Zeit" (9. / 8. Jahrhundert v. Chr.) Vasenbilder mit Helden, Götter und Alltag der Menschen Übergang zwischen verschiedenen Stilen sehr fließend (Darstellung Körper nach ägyptischem Vorbild, Verkürzung Füße) The Gif Connoisseur #358 mann.gif Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich auch im 13. Jahrhundert wurden italienische Kirchen nach griechischer Manier geschmückt (Herrschaft des konservativen östl. Stils) Vorteile für Bildhauer Bildhauerei : Raumillusion durch Verkürzung, Licht und Schatten erledigten sich von selbst Giotto di Bondone (ca. 1267 - 1337) byzantinische Unwandelbarkeit unterbrochen Freskomalerei (zuvor in Wasser eingesumpfte Pigmente auf frischen Kalkputz aufgetragen) Der Glaube, um 1305, Giotto di Bondone giotto-di-bondone.jpg Gemälde täuscht Freiplastik vor Schaffung von Illusion Illusionsmalerei heilige Geschichte sollte sich direkt vorm Betrachter abspielen Predigten der Bettelmönche: Aufforderung, sich beim Lesen der Bibel Gott zu vergegenwärtigen, wie es ausgesehen haben müsse Bild kein Schriftersatz mehr für Analphabeten Künstler signierten meist nicht (Ruhm und Ehre der Kathedrale Kathedrale überlassen) 14. Jahrhundert Bürgen fühlten sich von Macht der Kirche und Feudalherren weniger abhängig Geoffrey Chaucer (ca. 1343 - 1400) Motive: Ritter, Knappen, Mönche, Handwerker statt Thema Gewaltigkeit (so groß wie möglich) - Thema Raffiniertheit Westfassade von Exeter, England (zwischen 1350 und 1400), © Klaus D. Fiebich exeter.jpg Verfeinerung / Vorliebe für Anmutige und Zarte / "Decorated Style" Bedarf an Entwürfe für weltliche Bauwerke (Rathäuser, Zunfthäuser, Schulen, Paläste, Brücken, Stadttore) Ziel: vollendete Ausführung jeder Einzelheit Darstellung Schönheit Hände, Fältchen Ellbogen, Sorgfalt Verarbeitung durch Giottos Kunst wirkte byzantinische Manier steif und unmodern Peter Parler Peter Parler (ca. 1330 - 1399) deutscher Bildhauer und Dombaumeister im Mittelalter Selbstporträt Selstbildnis , zwischen 1379 und 1386, St.-Veits-Dom, Prag selbstportraet.jpg vermutlich erstes Selbstbildnis eines Künstlers Europa = eine Einheit (römische Kirche) "internationaler Stil" oder "weicher Stil" Vorliebe für das Zarte und Lyrische / geschwungene Linien, heitere Motive üblich im Mittelalter: Kalender mit Darstellung Jahresverlauf (Säen, Jagen, Ernten) trotz fehlender Tiefendimension Illusion der Lebenstreue mit Vergrößerungsglas sorgfältige Einzelbeobachtung Künstler studierten Natur, legten sich Skizzenbücher zu systematische Studien Pflanzen- und Tierwelt Erforschung Gesetze des Sehens (Verlangen es Griechen und Römern gleichzutun)
Totenklage im geometrischen Stil, etwa 700 v. Chr., © Archäologisches Nationalmuseum, Athen
Totenklage im geometrischen Stil, etwa 700 v. Chr., © Archäologisches Nationalmuseum, Athen
Diskobolos, römische Marmorkopie aus der Villa Adriana, © British Museum, London
Diskobolos, römische Marmorkopie aus der Villa Adriana, © British Museum, London
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich in ägyptischen Bildern wirkt nichts zufällig, ungefähr Anfang der Arbeit: Liniennetz an Wand gezeichnet und Figuren verteilt Stil = Gesetz, dem sich alle Schöpfungen einer Epoche unterordnen ägyptische Künstler geltende Regeln von frühester Jugend auf gelernt sitzende Stauen: Hände auf Knien gelegt Männer: dunklere Haut Haut als Frauen Aussehen ägyptischer Götter genau festgelegt in 3.000 Jahren nur wenig Veränderung in 18. Dynastie brach König Amenophis IV mit vielen geheiligten, uralten Gebräuchen und Überlieferungen wollte vermutlich Darstellung von Schwächen zulassen Frau bei ihm nicht kleiner dargestellt als er selber Kunst Mesopotamien weniger bekannt keine Steinbrüche = Gebäude aus Ziegel, im Laufe der Zeit verwittert Brauch: Siegesdenkmäler errichten mit Information, welcher Stamm unterworfen / wie viel Beute gemacht wurde weniger starr/strenge Darstellung Griechenland Griechen , 7.-5. Jahrhundert v. Chr. Kunst griechischer Stämme sah die ersten Jahrhunderte "barbarisch" aus Totenklage im geometrischen Stil, etwa 700 v. Chr., © Archäologisches Nationalmuseum, Athen totenklage.jpg überboten in Starrheit der Ägypter, nur mit einfachen geometrischen Mustern gearbeitet Bauten in nicht ägyptisch-kolossalem Ausmaß (von Menschen für Menschen gebaut) kein göttlicher Herrscher über Griechen Vorbild für steinerne Statuen: Ägypter und Assyrer Ägypter: Gründung Kunst auf Wissen Griechen: Gründung Kunst auf Wahrnehmung Füße nicht zu fest auf Boden: Statuen wirken lebendiger Mundwinkel nach oben gezogen: Gesicht wirkt belegt Maler waren angesehener als Bildhauer Bildhauerei (Vorstellung nur durch Bildschmuck möglich) es ging nicht mehr darum, alles zu zeigen, was man wusste Entdeckung der Verkürzung: Fuß von vorne darstellen (5 Zehen wie eine Reihe kleiner Kreise) klarer Umriss weiterhin wichtig Standbilder von "Heidengötter" häufig nicht mehr vorhanden, da vom Christentum Gott zerstört Bildwerke in Museen meist nur Kopien zweiter Hand (als Andenken und als Schmuck für Gärten oder Bäder angefertigt) Zeustempel von Olympia von Standbildern von Athleten und Sportsleuten umgehen Teilnehmer waren Mitglieder großer Familien häufig nur Sockel erhalten, da aus Bronze gefertigt (im Mittelalter eingeschmolzen, da Metall knapp wurde) Augen: aus farbigen Steinen gebildet Haare, Augen, Lippen vergoldet = Leben und Wärme Diskobolos, römische Römer Marmorkopie aus der Villa Adriana, © British Museum, London diskuswerfer.jpg Haltung vom Diskuswerfer nicht wichtig Bildhauer Myron schaffte es, der Bewegung Herr zu werden, so wie Malerei den Raum eroberte
Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild
Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild
Totempfahl, Alaska
Totempfahl, Alaska
Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609 - 2584 v. Chr., Bild Kunsthistorisches Museum Wien
Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609 - 2584 v. Chr., Bild Kunsthistorisches Museum Wien
Der Garten von Nebamun, Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr., © British Museum, London
Der Garten von Nebamun, Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr., © British Museum, London
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild friedrich-k.jpg Die Kunst der Urzeit, der Primitiven und Altamerikas Anfänge der Kunst: ungewiss Kunst seit 200 Jahren = Luxus, Museen und Ausstellungen vorbehalten, Kostbares, Nutzloses Schnitzen und Malen hatten einst praktischen Zweck Häuser und Hütten sollten vor Witterung schützen, Bilder vor anderen Einflüssen / zum Zaubern Unterscheidung Wirklichkeit und Bild: bei manchen "Primitiven" nicht vorhanden in Höhlen in Südfrankreich und Spanien Malereien entdeckt (15.000 - 10.000 v. Chr.) Darstellung von Mammuts, Rentiere, Wisente , wilde Pferde Verhältnis zu Totem (Tierverwandtschaft) Darstellung Wesen Mensch und Tier nicht Schönheit wichtig, sondern Brauchbarkeit (wie zauberkräftig die Darstellung ist) Zweck und Form festgelegt, Künstler sollte nur noch vollenden (mit genug Spielraum) Geschichte der Kunst <> Geschichte technischer Fortschritt Geschichte der Kunst = Geschichte sich wandelnder Vorstellungen und Bedürfnisse Masken: Beziehungen einzelner abgebildeter Teile zueinander wichtig / Einheitlichkeit und ornamentale Harmonie Totempfahl, Alaska totempfahl.jpg Gestalten und Totemtiere der Mythologie als Ornamente darstellen nordamerikanische Indianer: scharfe Naturbeobachtung mit vollständiger Nichtbeachtung des wirklichen Aussehens der Dinge Maske Maske mit Adlerschnabel = Adler Totempfahl heute vieles nicht mehr verständlich (damals schon Konzeptkunst Konzeptkunst ?) Kunst für die Ewigkeit (Ägypten, Mesopotamien, Kreta) es führt kein Weg von der Höhlenmalerei Höhlenmalerei zur Kunst von heute ungebrochene Tradition vom Meister zum Lehrling, vom Lehrling zum bewundernden Nachahmer wir sind Schüler der Griechen Griechen König = göttliches Wesen nach Tod Sterben wieder in den Himmel hinaufsteigen himmelwärts aufragende Pyramide sollten vermutlich Weg erleichtern Seele im Jenseits nur existent, wenn Leib erhalten bleibt Grabkammern gefüllt mit Zaubersprüchen und Gebeten, um Reise ins Jenseits zu erleichtern Pyramide = ältestes Denkmal menschlicher Baukunst Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609 - 2584 v. Chr., Bild Kunsthistorisches Museum Wien aegyptischer-koenig.jpg Aussehen vom König durch Bildnisse in Granit erhalten Seele dauert im Bild fort (ägyptisches Wort für Bildhauer Bildhauerei : "Er, der am Leben erhält") Bildhauer sollte Modell nicht schmeicheln oder flüchtigen Moment Moment festhalten auf Vollständigkeit, nicht auf Schönheit bedacht (erinnert an heutige Landkarten) aufs Wesentliche reduziert, strenge Konzentration auf Grundformen des menschlichen Antlitzes charakteristisch für ägyptische Kunst: Vereinigung von abgezirkelter Regelmäßigkeit und aufmerksamer Naturbeobachtung Bilder sollten "am Leben erhalten" Der Garten von Nebamun Garten von Nebamun , Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr., © British Museum, London garten-nebamun.jpg Darstellung von charakteristischster Seite Seitenansicht: Kopf, Arme (Bewegung), Beine (Bewegung), Bauch Frontalansicht: Auge, Schulter, Oberkörper, Hände mit zwei linken Füßen Wichtigkeit durch Größe der Darstellung gegenüber anderen Personen ausgedrückt Kunstkritik Pullmann & Muse Muse Künstler versus Kulturschaffender, Kunst machen versus Kultur machen Kunst = eigener, persönlicher Zugang; widersetzt sich Normen Kultur = kollektiver Prozess; sicheres Fortbestehen (Rituale) mit Elend von Menschen Kunst machen ethisch korrekt? "Das Anliegen wird missbraucht, um Kunst zu machen. Die Kunst wird missbraucht um den Missbrauch zu beschönigen." Provokation von Avantgardisten = Werbetricks, um aus der Masse herauszustechen Avantgardist kritisiert gesellschaftliche Wirkungslosigkeit der Kunst Publikum amüsiert, beschimpft zu werden Wirkung von Kunst / Sinn von Kunst Kunst = Ver-rückt-sein der Perspektive zum alltäglichen Leben
Deckenfresko, Bartolomeo Altomonte, Stift Admont
Deckenfresko, Bartolomeo Altomonte, Stift Admont
Reconstructing Nature, 2009, © Birgitta Weimer
Reconstructing Nature, 2009, © Birgitta Weimer
Mond über Scheisse, 2002
"Mond über Scheisse", 2002
Kurs Spielwiese für Hard- und Softwareprojekte schleichendes Uhrwerk mitgebracht (Tür verschlossen) notiert Schädel scannen für Vanitas-Stillleben Stillleben (Vorbild niederländische Arbeiten) notiert Röntgenröhren rotieren dreimal die Sekunde um Körper Daten mit 3D-Drucker in Originalgröße ausdrucken Wissenschaft Kunst und Wissenschaft Sternfreunde Siebengebirge, Sammlung "Astro-Kunst" "400 Lunas emocionadas", Juan Fernando de Laiglesia Deckenfresko, Bartolomeo Altomonte, Stift Admont deckenfresko.jpg dargestellt: Medizin, Arzneikunde, Anatomie, Architektur, Mathematik, Geographie, Astronomie Kosmos , Geologie und Physik Birgitta Weimer Birgitta Weimer Reconstructing Nature, 2009, © Birgitta Weimer reconstructing-nature.jpg Wechselbeziehungen Verbergen / Enthüllen Neuordnung Natur nach Gesetzen der Kunst "Mond über Scheisse", 2002 paeffgen.jpg C. O. Paeffgen C. O. Paeffgen (* 1933), deutscher Maler und Bildhauer Bildhauerei "Jeder könnte das machen, was ich mache" Deep Space ("spannend - unterhaltsam - inspirierend"), Ars Electronica Intervalle, 1987, Jürgen Lit Fischer Jürgen Lit Fischer Arts@CERN Art meets Science, Michael Buckler
Statistisch-metrischer Versuch 4 : 2 : 2 : 1, Karl Otto Götz
"Statistisch-metrischer Versuch 4 : 2 : 2 : 1", Karl Otto Götz
Horber Madonna, wohl 1400 - 1410, Stiftskirche Heilig Kreuz
Horber Madonna, wohl 1400 - 1410, Stiftskirche Heilig Kreuz
Sphère - trames, François Morellet, Skulpturengarten Museum Abteiberg
"Sphère - trames", François Morellet, Skulpturengarten Museum Abteiberg
Kunstlehre Bibliothek Buch "Kunst als Konzept" Vorstellung 3 Künstler unterschiedlicher Herkunft (Frankreich, Deutschland, Polen) François Morellet François Morellet (Malerei, Lichtkunst, Kinetische Kunst kinetische Kunst , Bildhauerei Bildhauerei und Kupferstich) Zufall Zufall = Kompositionspartner "Statistisch-metrischer Versuch 4 : 2 : 2 : 1", Karl Otto Götz goetz.jpg Karl Otto Götz (abstrakte Kunst und Informell Informel ) R. Winiarski, polnischer Künstler Spiel mit schwarzen/grauen/weißen Quadraten homogene Erscheinung trotz Schwankungen in der Dichte Vergleich zwischen nationalistischer Kunst und Kunst des Stalinismus Stalinismus : viele methodische Gemeinsamkeiten trotz unterschiedlicher Absichten Horber Madonna, wohl 1400 - 1410, Stiftskirche Heilig Kreuz madonna.jpg Spätgotik Gotik -Beispiel: "Schöne Madonnen", um 1400 von entweder einem reisenden Künstler oder vielen Künstlern geschaffen (ist unbekannt) West / Ost: gleiche Methoden / gemeinsame Tradition als Hintergrund minimale mathematische Methoden bedeutet unweigerliche Ähnlichkeiten starker Austausch zwischen Künstlern in West und Ost keine wesentlich geografisch bedingten Unterschiede mehr (dennoch spezifische Merkmale wie US-amerikanische oder italienische Kunst) russische Konstruktivisten Konstruktivismus : Zurückdrängung der Subjektivität in der Produktion und objektive Strukturierung der Kunst, wie Alexander Michailowitsch Rodtschenko Alexander Michailowitsch Rodtschenko Theo van Doesburg (niederländischer Maler, Schriftsteller, Architekt, Bildhauer, Typografi und Kunsttheoretiker) Art Concret Art Concret (Künstlergruppe, gegründet 1929): "die Kunst ist universell" Max Bill Max Bill : "sie erstrebt das universelle und pflegt dennoch das einmalige" Hans Arp Hans Arp (Vertreter des Dadaismus Dadaismus und Surrealismus Surrealismus ): "[gefordert ist eine Kunst, die] völlig frei ist von Anspielungen auf die Formwelt der sichtbaren Erscheinungen" Art Concret: "keine Anlehnung an die Natur, weder Sinnlichkeit noch Sentimentalität" Bill: "in ihrer letzten konsequenz der reine ausdruck von harmonischen maß und gesetz" bevorzugt: das Quadrat informelle Malerei (nicht-geometrische, gegenstandslose Kunst) "Sphère - trames", François Morellet, Skulpturengarten Museum Abteiberg morellet.jpg François Morellet: gegen Willkür der informellen Malerei seit 1952 seine Arbeiten in 5 mathematische Systemgruppen eingeteilt 1 Aneinanderreihung 2 Überlagerung 3 Zufall 4 Interferenz 5 Fragmentierung Erfindung zwischen Linien, Flächen, Körpern, Kurven mit "Goldenem Schnitt": Natale Sapone Siegfried Ehrenfeld Ausgangsform: Quadrat, Nagelbilder ab 1974 "systematische Konfiguration" Position der Nägel anders als bei Uecker Günther Uecker genau berechnet Leuchtwirkung der Nägel räumliche und flächenhafte Lumineszenzen genagelte Kreuzwegbilder: Interesse seitens der Kirche geweckt Almir Mavignier, Erfinder im Bereich der wahrnehmungsbezogenen "Op Art" (Stilrichtung in den 1960er Jahren, Vorstellung von Bewegung, Flimmereffekte und optische Täuschungen) Zahlensequenzen in Kreuzformen, diagonalen, horizontalen Reihen, Gruppen, Pyramiden, Quadraten, Dreiecken usw. (weiter ab S. 96)
Kunstlehre Bibliothek Buch "Kunst als Konzept" Form (Kreis, Quadrat, Rechteck) kann rational sein, Farbe wird dem emotionalen Bereich zugeordnet Konkrete Malerei Konkrete Kunst : Verzicht auf abstrahierenden Verweis auf die sichtbare Welt, Formenrepertoire meist geometrisch, mathematisch kalkuliert, Farben rein Theo von Doesburg Theo von Doesburg (1883 - 1931), niederländischer Maler, Schriftsteller, Architekt, Bildhauer Bildhauerei , Typograf, Kunsttheoretiker Mitbegründer der abstrakten Malerei, Mitbegründer der Künstlervereinigung De Stijl De Stijl über die Konkrete Malerei: "[…] Malerei ist ein Mittel, um auf optische Weise den Gedanken zu verwirklichen. Jedes Bild ist ein Farbgedanke" stärkste Ausdrucksform einer Technik liegt in ausschließlicher Verwendung eigener Mittel reine Ausdrucksmittel der Malerei: Farbe (positiv) und Nichtfarbe (negativ) Farbe sollte laut Piet Mondrian Piet Mondrian (niederländischer Maler) flach und primär sein asketische Beschränkung auf Primärfarben Rot, Geld, Blau und Nichtfarben (Schwarz, Weiß, Grau) Kasimir Malewitsch Kasimir Malewitsch : "Kunst von dem Ballast des Gegenständlichen" befreien (gegenständliche Welt nichtig und unwirklich) Buntfarben sind nur der Übergang von Schwarz und Weiß (Malewitsch) notiert alte Idee in der HGB mit mindestens 10 Arbeiten fortsetzen: Fotografie eines Ausschnittes einer Wand machen und 1 : 1 darüberkleben (Wirklichkeit nur noch durch sein Abbild sichtbar) Itten Johannes Itten (Bauhaus Bauhaus ), 1916: "Form ist auch Farbe. Ohne Farbe keine Form, ohne Form keine Farbe. Form und Farbe sind eins." De Stijl: rein intellektuelle Kunst Itten sah Regeln und Gesetze nur als Orientierungshilfe an Wladyslaw Strzeminski: "unistische Theorie": horizontal entlang eine Linie verschiedener Farben mit selber Intensität gleichmäßige Leuchtkraft der Farben (keine Farbe drängt sich vor, keine tritt zurück) Diet Sayler Diet Sayler (deutscher Maler und Bildhauer): "Kunst ist weder nur emotional noch nur ratio, sondern unzertrennlich beides" Wahrnehmungseffekte Beispiel: Horst Bartnig Horst Bartnig (deutscher Maler, Bühnenmaler, Grafiker, Plastiker): "72 Unterbrechungen, 72 Striche in vier Farben", 1995 "Illusion Illusionsmalerei von Räumlichkeit des Bildkörpers erwecken, als […] fließende Bewegungen oder innerbildliches Auf- und Absteigen" vertikale Farbstreifen: Roland Helmers Roland Helmers "Senkrecht - Rot, Blau, Grün", 1991/94 (Eindruck von Räumlichkeit durch Hervortreten der Farbe Rot)
Pygmalion & Galatee, Étienne Maurice Falconet, 1763
Pygmalion & Galatee, Étienne Maurice Falconet, 1763
Kurs Von der Eingabe zur Ausgabe analoge Bilder digitalisieren (mitgebrachte Negative, Autogrammkarte Autogrammkarte , Ausleih-Quittung) "rechts unten den Computer einschalten" mit Server verbinden: "afp://wserv.hgb-leipzig.de" (auf 1 GByte begrenzt) ~ = alt+n SF Launcher Epson Perfection V750 Pro: bis zu 4.000dpi, Durchblick-Einheit, Kleinbild-, Rollfilm-, Planfilm-Maske Maske Weißpunkt-Kalibrierung oben (frei lassen bei Negativen) Nikon Super Colorscan 9000: 4.000dpi Casio: Slow-Motion-Kameras (mehrere tausend Bilder pro Sekunde) Hasselblad flextight X1 und x5: virtuelle Trommelscanner Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Ovid: Metamorphosen, Buch X, Vers 238 - 297 (über Pygmalion Pygmalion ) Publius Ovidius Naso, kurz Ovid, römischer Dichter "[durch] der Göttin Zorn […] zu kalten Steinen geworden" "[…] und gibt ihr Küsse. Sie schien zu erwarmen." "Es pochen vom Finger betastet die Adern" "und sie errötete" Pygmalion & Galatee, Étienne Maurice Falconet, 1763 falconet.jpg französischer Bildhauer Bildhauerei Verbannung = Fiktion? notiert Geschichte/Wahrheit umschreiben: nutzen Metamorphose (griechisch Griechen metamórphosis) = Umgestaltung Caesar erhielt eigenes Sternenbild notiert nutzen Hybris (griechisch húbris) = Übermut, Anmaßung Die Hybris der Künstler in der Renaissance Renaissance "too good to be true" hyperrealistische Kunst hyperrealistische Kunst heute u. a. Ron Mueck Ron Mueck (australischer Bildhauer) "so verbarg sein Können die Kunst" - zentraler Satz (Beispiel Wachsfigurenkabinett) Kleidung = Element der Erweckung der steinernen Figuren Pygmalion-Komplex Mythos Mythos des Pygmalion / Darstellung in der Kunst Attribute, die immer wieder auftauchen: 1 Künstler, der das Werk zum Leben erweckt 2 Frauen im Übergang von Statur zum Leben Francoise Lemoyne, Pygmalion, 1729 Léon Gérôme (französischer Historienmaler und Bildhauer), Pygmalion Jean-Baptiste Regnault (französischer Maler des Klassizismus), Pygmalion mit Opferszene Edward Burne-Jones (britischer Maler), Abfolge der Geschichte in 4 Bildern, Titel in Gedichtsform "Pygmalion-Brille" Pinocchio (eine zum Leben erweckte Figur) Walt Disney Walt Disney : immer sexuell entschärfte Geschichten "Pygmalion Stories und Art" Vertico-Effekt, nach Hitchcock Alfred Hitchcock "Vertigo", auch Dolly-Zoom genannt virtuelle Realitäten
Gordon Matta-Clark (1943 - 1978)
Gordon Matta-Clark (1943 - 1978)
Splitting, Gordon Matta-Clark, 1972
"Splitting", Gordon Matta-Clark, 1972
Window Blowout, 1976
"Window Blowout", 1976
Bibliothek Eigenschaften Künstler-Kataloge Bibliothek A gelber Aufkleber Buchrücken, verpixelte Schriftart, Beispiel "4:3288 Fronius" B Aufkleber letzte Innenseite unten: "HGB Leipzig", "00010168", Strichcode C letzte Papier-Innenseite: runder Stempel mit "Hochschule für Grafik und Buchkunst" sowie "Bibliothek", 14.2.86, z 10168, 4 3288, 150.60; Zahlenbedeutung herausfinden, stattfindende Bibliotheksinventur? Ausleih-Quittung vom ehemaligen Studenten "Raffler, Marko" in Buch "Hans Fronius" gefunden notiert originale Ausleih-Quittungen nachempfinden mit falschen Namen und in Bücher der Bibliothek legen (Ausleiher vielleicht aktuelle berühmte Künstler oder unbekannte Menschen, die ein fiktives Buch von mir ausgeliehen haben) Kunstbegriff Buch "Kunst und Wirklichkeit", Udo Kultermann Conrad Fiedler strebte dahin - laut Wilhelm von Bode -, Kunstwerke so zu lesen, wie sie geschrieben waren Bedürfnis, nicht den Launen des Publikums nachgeben Förderer einiger Künstler: Hans von Marées (deutscher Zeichner, Grafiker und Maler des Idealismus ), Adolf von Hildebrand Adolf von Hildebrand (Bildhauer Bildhauerei ), Arnold Böcklin Arnold Böcklin (schweizerischer Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer des Symbolismus Symbolismus ), Hans Thoma (deutscher Maler und Graphiker) Fiedler musste nicht unter Zwang Zwang einer Anstellung arbeiten notiert Universität Leipzig Universität Leipzig : in Studiengänge wie Medizin, Philosophie, Jura, Psychologie einschreiben; später in eigener Biografie nur mit "bis"-Angabe arbeiten: "bis 2014 Studium der Medizin, bis 2018 Studium der Psychologie" (Nachteile wegen BAföG?) Schönheit nicht länger ein Kriterium der Kunst Fiedler sucht nach dem "Eigentlichen der Kunst selbst", Verhältnis Kunst und Natur, Ursprung Ursprung der künstlerischen Tätigkeit Neukantianismus: philosophische Bewegung, auf Schriften von Immanuel Kant Immanuel Kant gründend kunsttheoretische Schriften Goethes (mit Fragezeichen und Unkonzentriertheit abgebrochen) Treffen mit Simon wegen Container Containerspiele -Bespielung am Donnerstag Vortrag 1 Minute zu spät zu spät Gordon Matta-Clark Gordon Matta-Clark (1943 - 1978) gordon-matta-clark.jpg "Öffnungen in der Stadt: Gordon Matta-Clark", Philip Ursprung Architekt und Konzeptkünstler Auseinandersetzung mit urbanem Raum und politischen Transformationsprozessen / Intervention und Dekonstruktion mit Beginn Künstlertätigkeit Namesänderung zu "Matta-Clark" als Abgrenzung vom Vater (davor nur Gordon Matta) Karriere geplant / Galeristenkontakte Karriereende angekündigt notiert Anfang und Ende Berufsbezeichnung eigener Person planen und verkünden (auch in Biografie mit zum Beispiel: 2013 - 2020 bildender Künstler, 2020 - 2021 Mathematiker) Geschenke an die Kunstwelt verschickt (die meisten schmissen sein Geschenk an sie weg :-)) 1.1.1971 Ausstellungsraum: er wollte das Fundament vom Gebäude freilegen (da das nicht geht, Baum gepflanzt) "Splitting", Gordon Matta-Clark, 1972 splitting.jpg Haus (Vermittlung einer Galeristin) zersägt und eine Hälfte leicht geneigt (3 Monate später abgerissen) "Window Blowout", 1976 window-blowout.jpg Beteiligung an Ausstellung "Idea as Model", 1976 "The Wall": wollte Berliner Mauer "durchschneiden", von Aktion abgeraten (stattdessen Bierwerbung an Mauer angebracht mit Schriftzug "FROM USSR MIT LOVE" 20 x selbstkasteit selbstkasteit Peter Eisenman: "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" (Stelen bröckeln und müssen restauriert werden) 9 x selbstkasteit
täuschend echte Trauben sowie ein Vorhang
täuschend echte Trauben sowie ein Vorhang
Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Vorbereitung Kurzvortrag Gründungsmythen der Kunst in der Antike Antike - Malerei als Augentäuschung Aufgabe: "Plinius Plinius der Ältere über Zeuxis - um was geht es an dieser Stelle der Naturkunde / Vorstellung des Plinius Textausschnitts und des Textes 'Zeuxis (I)' (Ulrike Koch-Brinkmann, Künstlerlexikon der Antike 1, 2001, S. 534 - 535)" Apollodoros: tätig im 5. Jahrhundert v. Chr., griechischer Bildhauer Bildhauerei , soll eine Reihe von Philosophenstatuen geschaffen haben Apollodor von Athen: Maler in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr kolorierte Zeichnungen, Verbesserungen in der Perspektive und der Schattenwirkung zugeschrieben Begründer der eigentlichen Malerei (Scheinmalerei Scheinmalerei ): wird auch "Der Schattenmaler" genannt Schüler Zeuxis vervollkommnete die Schattenmalerei Zeuxis von Herakleia: Maler des antiken Griechenlands, lebte gegen Ende des 5. / ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. Vertreter der alten Vierfarbenmalerei, besonderes Augenmerk auf Illusionen auffallend u. a. durch harmonische Wirkung von Licht und Schatten kein Werk von ihm erhalten, Vorliebe für die Darstellung menschlich-tierischer Mischwesen täuschend echte Trauben sowie ein Vorhang vorhang.jpg Plinius: Zeuxis soll Trauben auf einem Wandbild täuschend echt gemalt haben - von Vögeln angepickt; Konkurrent Parrhasios malte daraufhin einen Schleier über verschiedene gemalte Gegenstände so naturalistisch, dass Zeuxis den Schleier beiseite schieben wollte, um die Malerei darunter besser betrachten zu können Zeuxis malte später Knaben mit Trauben, wohin reale Vögel flogen: "Die Trauben habe ich besser gemalt als den Knaben, denn hätte ich auch mit ihm Vollkommenes geschaffen, hätten sich die Vögel fürchten müssen" Schüler von Apollodor von Athen, Schüler von Demophilos aus Himera (griechischer Maler) oder Neseas aus Thasos Plinius: "Zeuxis habe diesen die Kunst entwendet und trage sie nun bei sich", große Reichtümer erworben soll seine Werke verschenkt haben (Begründung: kein Geld der Welt würde den Wert der Arbeiten wiederspiegeln) schuf eine Penelope (Frau des Odysseus Odysseus und die Mutter des Telemachos), "in der er ihr Wesen gemalt zu haben scheint" Zeitgenosse und Nebenbuhler: Thimanthes, Androkydes, Eupompos und Parrhasios Parrhasios: in Ephesos geboren, erste, der Symmetrie in die Gemälde brachte Künstlerlexikon zu "Zeuxis (I)": aus Herakleia, griechischer Maler und Tonbildner, zwischen 430 v. Chr. und 390 v. Chr. u. a. für Athen und Olympia tätig, Herkunftsort vermutlich Herakleia in Unteritalien
Das unbekannte Meisterwerk, Honoré de Balzac
"Das unbekannte Meisterwerk", Honoré de Balzac
Pygmalion und Galatea, Jean-Léon Gérôme, 1890
Pygmalion und Galatea, Jean-Léon Gérôme, 1890
Kurs Philosophie 6. Gruppe: "Catherine Lescault: Fingierte oder reale Person? Porträt wovon? Wie verhält sie sich zu Gillette?" aus Totem (Leinwand, Farbe, Formen) Leben entstehen lassen 8 x selbstkasteit selbstkasteit "Das unbekannte Meisterwerk", Honoré de Balzac dasunbekanntemeisterwerk.jpg 7. Gruppe: "Gibt es 'Gewinner' und 'Verlierer' in der Geschichte? Wer sind sie und warum?" Frenhofer [+]: Anerkennung als Lehrender durch beide Schüler; Dargestellte als Geliebte (als lebendiges Gemälde); gesellschaftliche Stellung (wohlhabend) Frenhofer [-]: verliert am Ende sein Lebenswerk; Anerkennung vom Anfang verliert er; verliert auch seine "Geliebte"; verliert Verstand und sein Leben Porbus [+]: lernt durch Kritik von Frenhofer; Frenhofer wird Freund; darf Werk von Frenhofer ohne Gegenleistung sehen Porbus [-]: Verlust: Lehrer; Verlust der Illusion Illusionsmalerei , die er vom "Meisterwerk" hatte Pussin [+]: erlang Wissen über Maltechnik, erhält Geld für kleinere Arbeit Pussin [-]: verliert Illusion von "großer Kunst" Gillette [+]: Gewinn an Anerkennung eigener Schönheit Gillette [-]: muss sich vor Frenhofer entblößen Catherine [+]: Macht über Frenhofer bis zum Ende; Anerkennung durch Frenhofer; beeinflusst Beziehung von Pussin und Gillette nachhaltig Catherine [-]: verliert am Ende das eingehauchte Leben Frenhofer: keine historische Figur; soll Schüler von Mabuse gewesen sein (müsste biblisches Alter erreicht haben); Pakt mit Teufel? 8. Gruppe: "Was hat der Mythos Mythos von Pygmalion Pygmalion mit der Balzac-Erzählung zu tun? Was bedeuten die mythologischen Figuren Proteus und Prometheus für die Erzählung?" Prometheus = "der Vorausdenkende", unsterblich "Die Fackel des Prometheus ist mehr als einmal in deinen Händen erloschen, und viele Stellen deines Bildes sind von der himmlischen Flamme unberührt geblieben." (S. 40) Pygmalion: König aus der griechischen Mythologie; lebte nur noch für die Bildhauerei Bildhauerei ; Frauenfeind; er erschuf eine Elfenbeinstatue, die wie lebendige Frau ausschaute (durch Göttin auch Leben eingehaucht wurde) 10 x selbstkasteit Kunstlehre 9. Gruppe: "Was heißt in Balzacs Erzählung 'Natur'?" 1 universelle Natur göttlich, vollendet, vom "Herrgott" (S. 39) geschaffen Natur = das Ideal, zu dem Frenhofer strebt in den Dingen & Lebewesen stecken: der Geist, die Seele und die Physiognomie, was erfasst werden will Form wird mit einem Proteus (wandlungsfähiger weissagender Meeresgott in der griechischen Mythologie) gleichgesetzt, bzw. steht noch darüber Sonne = göttliche Malerin des Universums Frenhofer kämpft mit der Natur, um ihr Geheimnis zu entreißen (sinnloser Kampf, da er nicht Gott Gott sondern Mensch ist); aber dennoch: "alles an dem Alten überstieg die Grenzen der menschlichen Natur" Natur besteht aus Folge von Rundungen, nicht aus Linien 2 menschliche Natur, näher betrachtet: Künstlernatur Pygmalion und Galatea, Jean-Léon Gérôme, 1890 pygmalion.jpg Auftrag der Kunst / des Künstlers: nicht nachahmen, sondern ausdrücken Künstlernatur: "verrückte" Natur mächtig, sie missbraucht die Macht, indem sie Bürger und manche Kunstliebhaber zum verzweifeln bringt / in Unwissenheit zurücklässt spöttisch und gütig / reich und arm (alles im Künstler vereint) die seelische Natur / Mensch: unvollkommen (daran verzweifelt auch Frenhofer) 10. Gruppe: "Welche Bedeutung hat in der Erzählung 'die Linie'?" 9 x selbstkasteit 11. Gruppe: "Was drücken Picassos Illustrationen von Balzacs Erzählung aus?" (fiel aus, obwohl interessant) Ist das Meisterwerk das unerkannte Bild der Zukunft? (was nur noch nicht in jener Zeit erkannt wurde?) abstrakte Kunst war zu Balzacs Zeiten nicht vorgesehen Nachleben von Kunst: Auswirkung auf "reale" Welt 9 x selbstkasteit