× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Standpunkt Arbeitsvorbereitung Projekt mit Marios Marios Überlegung "Zeit" Bewegung ist das Sichtbarmachen von Zeit vergangene, aktuelle und zukünftige Bewegung (im deterministischen System) nachvollziehbar erzeugt Bewegung Vergänglichkeit Vergänglichkeit ? Zeit nicht direkt erfahrbar voranschreitend fließend, ohne wirklichem Übergang Raum und Zeit voneinander abhängig (Relativitätstheorie) Wie kann vor Entstehung der Zeit etwas entstanden (Bewegung) sein? Punkt => Linie Gibt es den Augenblick? Das JETZT? Alterungsprozess und Entstehung von Neuem = Zeitphänomene Altern Atome oder die kleinsten Teilchen? Oder wandeln sich nur die Verbindungen? Vergangenheit nur über Auswirkung und Gedächtnis indirekt erfahrbar (Erinnerung) Mensch nimmt nur Vergangenes wahr (maximal mit Lichtgeschwindigkeit, nie die Gegenwart) Zukunft ist nur ein menschliches Konstrukt (Erwartung) Wissenschaft Zeit Zeit mit Naturvorgängen und menschliches Erleben und Handeln verknüpft Vorsokratiker: Bleibendes (Sein) und Veränderungen (Werden) Platon Platon charakterisiert Zeitmodi: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft Aristoteles Aristoteles : Zeit als "Zahl der Bewegung" Zeitpunkte ("Jetzt") nicht Einheiten der Zeit, sondern Grenzen von Zeitintervallen Plotin (205 - 270 n. Chr., antiker Philosoph): Gegenüberstellung Zeit und Ewigkeit Augustinus betont Rolle des Bewusstseins in Zeitwahrnehmung Gegenwart = Umschlagpunkt von Vergangenheit und Zukunft (Vergangenheit ist nicht mehr, Zukunft noch nicht) argumentiert für Anfang der Zeit, die mit Welt geschaffen worden sein soll heute Begriff von Physik bestimmt Leibniz: relationaler Charakter der Zeit (Ordnung des Nacheinanderkommenden) Newton: Zeit ontologisch selbstständig (absolut) Kant Immanuel Kant : Raum und Zeit keine Gegenstände, sondern Instrumente zur Ordnung aller Erfahrungen in Relativitätstheorie Gleichzeitigkeit bezugssystemabhängig Wandern des Jetzt-Punktes ohne Gegenstück in Physik Zeit = objektiv (real) oder = nur existent im Erleben der Menschen?