× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Modell der Casa del Poeta Tragico, Blick ins Atrium, Maßstab 1 : 20
Modell der Casa del Poeta Tragico, Blick ins Atrium, Maßstab 1 : 20
The Gif Connoisseur #358
The Gif Connoisseur #358
Der Glaube, um 1305, Giotto di Bondone
Der Glaube, um 1305, Giotto di Bondone
Westfassade von Exeter, England (zwischen 1350 und 1400), © Klaus D. Fiebich
Westfassade von Exeter, England (zwischen 1350 und 1400), © Klaus D. Fiebich
Selbstporträt, zwischen 1379 und 1386, St.-Veits-Dom, Prag
Selbstporträt, zwischen 1379 und 1386, St.-Veits-Dom, Prag
Kunstgeschichte Ausstellung Griechische Griechen , etruskische und römische Römer Antike Antike Antikenmuseum der Universität Leipzig Universität Leipzig 450 Objekte aus 2500 Jahren griechischer, etruskischer (nördliches Mittelitalien) und römischer Antike Modell der Casa del Poeta Tragico, Blick ins Atrium, Maßstab 1 : 20 casa-del-poeta.jpg älteste Funde aus vorgriechischen Kulturen der Ägäis Keramiken und Kleinplastiken aus Bronze der "geometrischen Zeit" (9. / 8. Jahrhundert v. Chr.) Vasenbilder mit Helden, Götter und Alltag der Menschen Übergang zwischen verschiedenen Stilen sehr fließend (Darstellung Körper nach ägyptischem Vorbild, Verkürzung Füße) The Gif Connoisseur #358 mann.gif Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich auch im 13. Jahrhundert wurden italienische Kirchen nach griechischer Manier geschmückt (Herrschaft des konservativen östl. Stils) Vorteile für Bildhauer Bildhauerei : Raumillusion durch Verkürzung, Licht und Schatten erledigten sich von selbst Giotto di Bondone (ca. 1267 - 1337) byzantinische Unwandelbarkeit unterbrochen Freskomalerei (zuvor in Wasser eingesumpfte Pigmente auf frischen Kalkputz aufgetragen) Der Glaube, um 1305, Giotto di Bondone giotto-di-bondone.jpg Gemälde täuscht Freiplastik vor Schaffung von Illusion Illusionsmalerei heilige Geschichte sollte sich direkt vorm Betrachter abspielen Predigten der Bettelmönche: Aufforderung, sich beim Lesen der Bibel Gott zu vergegenwärtigen, wie es ausgesehen haben müsse Bild kein Schriftersatz mehr für Analphabeten Künstler signierten meist nicht (Ruhm und Ehre der Kathedrale Kathedrale überlassen) 14. Jahrhundert Bürgen fühlten sich von Macht der Kirche und Feudalherren weniger abhängig Geoffrey Chaucer (ca. 1343 - 1400) Motive: Ritter, Knappen, Mönche, Handwerker statt Thema Gewaltigkeit (so groß wie möglich) - Thema Raffiniertheit Westfassade von Exeter, England (zwischen 1350 und 1400), © Klaus D. Fiebich exeter.jpg Verfeinerung / Vorliebe für Anmutige und Zarte / "Decorated Style" Bedarf an Entwürfe für weltliche Bauwerke (Rathäuser, Zunfthäuser, Schulen, Paläste, Brücken, Stadttore) Ziel: vollendete Ausführung jeder Einzelheit Darstellung Schönheit Hände, Fältchen Ellbogen, Sorgfalt Verarbeitung durch Giottos Kunst wirkte byzantinische Manier steif und unmodern Peter Parler Peter Parler (ca. 1330 - 1399) deutscher Bildhauer und Dombaumeister im Mittelalter Selbstporträt Selstbildnis , zwischen 1379 und 1386, St.-Veits-Dom, Prag selbstportraet.jpg vermutlich erstes Selbstbildnis eines Künstlers Europa = eine Einheit (römische Kirche) "internationaler Stil" oder "weicher Stil" Vorliebe für das Zarte und Lyrische / geschwungene Linien, heitere Motive üblich im Mittelalter: Kalender mit Darstellung Jahresverlauf (Säen, Jagen, Ernten) trotz fehlender Tiefendimension Illusion der Lebenstreue mit Vergrößerungsglas sorgfältige Einzelbeobachtung Künstler studierten Natur, legten sich Skizzenbücher zu systematische Studien Pflanzen- und Tierwelt Erforschung Gesetze des Sehens (Verlangen es Griechen und Römern gleichzutun)