× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Die Geschichte der Kunst

Meine Mutter, Bradford, Yorkshire, 4.5.1982, 1982, David Hockney
Meine Mutter, Bradford, Yorkshire, 4.5.1982, 1982, David Hockney

Montag, 16. Mai 2016

(Kunst-Zweifel Zweifel -28 wegen Whisky Alkohol -Konsum Konsum ) umsetzen Link Collagen-Bilder und -Objekt glänzend lackieren für morgen vorbereiten: -> Auflösetee in Glaskaraffe -> Kaffee in Thermoskanne und Kaffeezubereiter -> 10-12 Plastikbecher kaufen! -> eventuell Plastikgabeln für Tomaten-Gurken-Nudeln-SALAT Ablauf: 1 ~frfr-Notizen vorstellen 2 Beispiel-Audiodatei abspielen einmal normal gesprochen, Thema Zweifel: #589 einmal abgelesen: #590 und (kurz anreißen): #591 und (kurz anreißen, als Reaktion darauf): #592 3 FRAGE an KLASSE auf ZETTEL (Habt ihr etwas, was unbedingt …?) 4 Notizenstapel zeigen 5 andere Stapel (Tests/Skizzen/) 6 Die Geschichte der Kunst Link "Denn allein die Idee von Fortschritt und Avantgarde Avantgarde käme den Neuankömmlingen im Kunstbetrieb Kunstbetrieb banal und langweilig vor […]." Begriff Postmoderne Postmoderne 1975 von Architekten Charles Jencks in Diskussion eingeführt war Doktrin des Funktionalismus überdrüssig Triumph der Moderne: brachte Nonkonformisten in Zwickmühle junge Künstler sahen sich durch konventionelle Auffassungen von Kunst dazu provoziert, "Anti-Kunst Dadaismus " zu machen Anti-Kunst von offizieller Seite gefördert: wogegen noch auflehnen? Bewegungen und Strömungen 20. Jahrhundert: alle lehnten es ab, nach Natur zu arbeiten meisten Kunstkenner überzeugt davon, dass nur kompromisslose Abkehr von traditioneller Arbeitsweise weiterführen könne heute: viel breiteres Spektrum bei Kunstkritik einige Künstler kehrten zur gegenständlichen Kunst zurück / "zum Erzählen, Predigen, Moralisieren" Meine Mutter, Bradford, Yorkshire, 4.5.1982, 1982, David Hockney David Hockney Link hockney-k.jpg multiple Multiples Bilder Medium Fotografie für neuartige Effekte, die zuvor Malern vorbehalten gewesen waren geringfügig verschobener Blickwinkel erinnert an Kubismus Kubismus / Picassos "Stillleben Stillleben mit Geige und Trauben"
Ganzkörperporträt weiter bearbeitet
Ganzkörperporträt weiter bearbeitet

Samstag, 30. April 2016

Kunstgeschichte Link Standpunkt Link Die Geschichte der Kunst Link Interesse an Kunstgeschichte eine Folge vieler Faktoren, die die Stellung der Kunst und des Künstler in heutiger Gesellschaft entscheidend verändert haben Kunst wie nie zuvor zur Mode geworden Faktor 1 allgemeine Vorstellung von Fortschritt und Wandel Geschichte der Menschheit sehen wir als Reihe aufeinander folgender Epochen an seit 19. Jahrhundert Überzeugung, Gang der Geschichte = unaufhaltsam Glaube: Kunst, wie Technik und Wirtschaft, wird von diesen irreversiblen Kräften vorangetrieben anfängliche Feindseligkeit gegenüber Impressionisten, die später berühmt wurden und hohe Preise erzielten: Kritiker büßten Vertrauen in eigenes Urteil ein Legende kam auf, alle großen Künstler würden von ihrer Zeit abgelehnt und verlacht werden führt zu Bestreben des Publikums heute, überhaupt nichts mehr abzulehnen oder zu verlachen Faktor 2 hängt ebenfalls mit Entwicklung von Wissenschaft und Technologie zusammen Macht und Prestige der Naturwissenschaften beeindruckten Künstler wie Kritiker Kunstkritiker fehlen aber rationale Methoden, Abstruses vom Absurden zu unterscheiden gleichzeitig will Kunstkritiker nicht abwarten und verpassen allgemeine Überzeugung: alle, die an veralteten Ideen festhalten und sich weigern, mit der Zeit zu gehen, sind verloren Faktor 3 Kunst will nicht nur mit Wissenschaft und Technologie mithalten sie will uns Möglichkeit geben, diesen Ungeheuern zu entfliehen Künstler lehnten Verstandsmäßige und Mechanische ab verschrieben sich mystischen Lehren, die Wert der Spontaneität und Individualität Individualität betonten Gefühl der Bedrohung von Überorganisation, Standardisierung, Zwang Zwang zur öden Gleichförmigkeit Kunst = einziger Zufluchtsort, wo Eigenwilligkeit und persönliche EIgenart toleriert und sogar geschätzt werden Faktor 4 psychologische Annahmen über Kunst und Künstler: A Idee der Kunst als freier Ausdruck der Persönlichkeit (Romantik) B Einfluss Psychoanalyse Sigmund Freud , Zusammenhang Kunst und Seelenleiden (wörtlicher genommen als beabsichtigt von Freud) zusammen mit Überzeugung Kunst sei Ausdruck des Zeitalters: Ansicht, Künstler hat Pflicht, sich aller Hemmungen zu entledigen um sich nicht nachsagen zu lassen, sie könnten Wirklichkeit nicht ins Gesicht sehen: wird vieles angeschaut, wovor sich frühere Generationen gescheut hätten Faktor 5 andere Formen des Schöpferischen von Vermittlung durch Dritte abhängig Beispiel Bücher (gedruckt und verlegt), Theaterstücke und Kompositionen (aufgeführt) extreme Experimente werden dadurch behindert Malerei ist für radikale Neuerungen empfänglicher Faktor 6 Kunstunterricht wichtiger Faktor für heutige Situation Pioniere der Schulreform forderten, dass Kinder sich frei entfalten lassen sollten Künstler "betrachteten voll Neid die Originalität und den Charme der kindlichen Schöpfungen" Kunstunterricht vermittelte vielen Kindern Gefühl der Selbstverwirklichung Faktor 7 Ausbreitung Fotografie und ihre Rivalität mit der Malerei Malerei häufig Nachahmung der Natur zum Ziel gehabt Wiedergabe war Aufgabe, mit der viele Jahrhunderte lang gerungen wurde Künstler und Kunstexperten Argument: Kunst müsse nun Alternativen zur Naturtreue entwickeln Faktor 8 Marxismus sowjetrussischer Prägung betrachtete experimentelle Richtungen der Kunst als Verfallssymptome der kapitalistischen Gesellschaft extreme Rebellen im Westen "von oben" gefördert als Gelegenheit gesehen, Welt großen Gegensatz zwischen freier Gesellschaft und Diktatur vor Augen zu führen Faktor 9 Sucht des Publikums nach Neuem Bereitwilligkeit jedem modischen Trend zu folgen Gefahr Hingabe jeder Modeströmung: Druck des Konformismus Konformismus , Angst vor Zurückbleiben, Furcht als spießig angesehen zu werden Vorstellung Künstler müssten Vorreiter des Fortschrittes sein wurde/wird nicht von allen Kulturen geteilt "Er wollte ganz gewiss nichts anderes tun, als einen schönen Teppich herzustellen. Wäre es nicht ein Segen, wenn diese Einstellung auch bei uns größere Verbreitung fände?" Geradenbild Geradenbild Link Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt weiter bearbeitet Link aaa4-k.jpg Bauchbereich nach unten gezogen umsetzen Link rechte Brust und Schulter korrigieren linke verkrampfte Hand hervorheben mögliche Füße mit Kohle skizzieren
E-Mail von Ohme vom 28.4. mit einer Zeichnung von FR²
E-Mail von Ohme vom 28.4. mit einer Zeichnung von FR²
Linie, Öl auf Leinwand, 6 x 60 cm, 30
Linie, Öl auf Leinwand, 6 x 60 cm, 30
Liegende Frau, Stein, 1938, Henry Moore
Liegende Frau, Stein, 1938, Henry Moore
Porträt von Joseph Brummer, 1909, Henri Rousseau
Porträt von Joseph Brummer, 1909, Henri Rousseau
One (Number 31, 1950), 1950, Öl und Email auf Leinwand, Jackson Pollock
One (Number 31, 1950), 1950, Öl und Email auf Leinwand, Jackson Pollock

Donnerstag, 28. April 2016

E-Mail von Ohme vom 28.4. mit einer Zeichnung von FR² katzengedicht-m.jpg (mit Notizen von gestern) 1 x für die Kunst geblutet für die Kunst geblutet Geradenbild Geradenbild Link Leinwand auf Rahmen gespannt Linie, Öl auf Leinwand, 6 x 60 cm, 30 Link linieleinwand-k.jpg umsetzen Link Transport Klassenraum -> Eisenbahnstraße Eisenbahnstraße organisieren drei große Rollen, mehrere Arbeiten (gerollt), zweimal verhüllte Arbeit vom Rundgang, Flügeltürrahmen eventuell heute Alberti wegen rechter Flügeltür (lässt sich schlecht schließen) nach Lösung fragen Brief mit Fotos vom Flügelrahmen an Fdk-Mitglied Oma abschicken Werkstatt Holzwerkstatt Link Holzkonstruktion nachgeschliffen und mitgenommen eventuell Alberti wegen Rahmung gekreuzte Beine anfragen (habe kommende drei Wochen viel Zeit) Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Zusammenfassung: 1 Künstler gingen vom von Auftraggebern vorgegebenen Thema aus Bildnisse, religiöse Themen, … 2 Künstler müssen sich Themen selbst suchen A Künstler, die Arbeiten schufen, die Käufer anlocken sollten B Künstler, die nicht bloße Illustratoren sein wollten suchten Themen, mit denen sie bestimmte technische Probleme studieren konnten jedes Motiv = Gelegenheit, Harmonien von Formen und Farben zu studieren auf Lösungssuche von Formproblemen Beispiel: altes Problem der Malerei auf Fläche Raumtiefe darzustellen 3 Künstler, die eigene Vorstellungen verwirklichen (ab hier wird es nicht mehr wirklich nachvollziehbar, da zu subjektive Herangehensweise) wie: von trockener Vernünftigkeit der Erwachsenen freizukommen, Fantasie der Wilden und Kinder wiederzugewinnen Streben nach Klarheit, Gesetze des Universums spiegeln, … gleichzeitig aber anscheinend: Zweifel Zweifel am Schaffen suchten weniger Gekünsteltes und weniger Beliebiges durch selbstständiges Handeln wird es aber immer beliebiger, da noch weniger objektiv als davor Antwort vielleicht (Gombrich Ernst H. Gombrich ): Moderner Künstler will wieder Dinge schaffen Sehnsucht: möchte fühlen, dass er etwas macht, was früher nicht da war nicht bloßes Abbild von Dingen, nichts Dekoratives also: Wesentlicheres und Bleibenderes was ihm wirklicher vorkommt, als das, was ihn im Alltag umgibt zurück zur Kindheit, wo Alltagsgegenstände eine größere Bedeutung bekamen (wie Stift = Zauberstab, Sandstrand = Schlossanlage) unscheinbare Dinge = ungeheure Bedeutung für Kind Liegende Frau, Stein, 1938, Henry Moore Henry Moore Link Link henrymoore-k.jpg Skulptur durch "Magie menschlicher Hände" entstanden schaute am Anfang nicht auf Modell sondern auf Stein keine steinerne Frau sondern frauengleicher Stein romantische Sehnsucht: Zivilisation entfliehen, die vom Kommerziellen verseucht zu sein scheint (wie Gauguin Paul Gauguin oder Delacroix) nicht einfach erlernbar: Unmittelbarkeit [?] und Einfachheit Beispiel Henri Rousseau Henri Rousseau , war Zollbeamter bewies, dass übliche akademische Ausbildung auch Hindernis sein kann Porträt von Joseph Brummer, 1909, Henri Rousseau Link rousseau1-k.jpg ohne akademische Ausbildung, malte mit einfachen, reinen Farben und klaren Umrissen Bewunderung für Rousseau und "Sonntagsmaler" führte bei anderen Malern zur Ablehnung komplizierter Theorien des Expressionismus Expressionismus und Kubismus Kubismus Theorie = Ballast wollten Ideal des einfachen Mannes entsprechen klare, eindeutige Bilder malen nüchtern und sachlich sein, Inhalte darstellen, die schlichte Menschen mögen und verstehen können Widerspruch: Man kann nicht beschließen "primitiv" zu werden (Textabschnitte ausgelassen) Gombrich: wenn alte Aufgaben verschwanden, gab es wieder neue, die Künstlern das Gefühl von Sinn und Zweck gaben was schon einmal getan wurde stellt keine Aufgabe mehr da Ziel: 1 nicht mit halben Lösungen zufriedengeben 2 auf Effekthascherei verzichten "Eine endlose Geschichte" Bedeutung von einzelnen Künstler erst nach Ablauf bestimmter Zeit möglich wie ihr Werk andere beeinflusst hat / woraus ihr Beitrag zur Geschichte der Kunst besteht Gombrich Kunstgeschichte nach Lösung bestimmter künstlerischer Probleme betrachtet Lösungen, die weitere Entwicklung bestimmen je näher Gegenwart: schwierig vorübergehende Moden von dauerhaften Leistungen zu unterscheiden Beispiel 1890: Versuch aktuelle Kunstgeschichte zu beschreiben, wäre fehlgeschlagen A van Gogh Vincent van Gogh ("halb verrückter holländischer Autodidakt", malte besessen "irgendwo in Südfrankreich") B Cezanne ("wohlhabender, scheuer älterer Herr, der schon lange aufgegeben hatte, Ausstellungen zu beschicken") C Gauguin (spät angefangen mit malen, in Südsee ausgewandert) Frage, ob damalige Historiker überhaupt von diesen Künstlern etwas erfahren hätten Wort Kunst bedeutet zu verschiedenen Zeiten Verschiedenes Definition was Malerei ist (wie Auftragen von Farbe auf Leinwand) Ausdruck "Tachisme" (von "tache": "Fleck") für Konzentration auf den auf Leinwand aufgetragenen Fleck Beispiel: Jackson Pollock Jackson Pollock One (Number 31, 1950), 1950, Öl und Email auf Leinwand, Jackson Pollock pollock1-k.jpg herkömmliche Technik für abstrakte Malerei abstrakte Malerei befriedigte ihn nicht legte Leinwand auf Boden, tropfte, goss, schleuderte Farbe darauf höchstwahrscheinlich von 1 chinesischen Malern inspiriert, die sich ähnlich unorthodoxer Methoden bedienten 2 von magischen Sandbildern [?] von Indianerstämmen Ergebnis befriedigte zwei damalige Tendenzen: 1 Sehnsucht nach kindhafter Einfachheit und Spontaneität 2 appelliert an rein intellektuelle Interesse an Problemen der "reinen Malerei" Action Painting = Abstrakter Expressionismus glaubte wie andere Künstler an Hingabe an spontanen Impuls Arbeiten mussten wie chinesische Kalligraphie schnell entstehen, nicht überlegt sein, unmittelbar hervorbrechen Einfluss vom Zen-Buddhismus, im Westen damals in Mode gekommen Gombrich betont: man muss nicht unbedingt die Theorien eines Künstlers akzeptieren, um seine Werke zu schätzen Probleme der Künstler verstehen lernen viele Werke durch Fotografie schwer zu transportieren (eventuell Ansporn für Künstler, da einmalig, nicht reproduzierbar) Collage Collage kann Mitte zwischen Bild und Skulptur darstellen (auch Geradencollagen, da sich Papier stark biegt?) für Künstler wichtig, sich mit Farben und Formen und ihrer gegenseitigen Beeinflussung auf Malgrund zu beschäftigen Frage, ob Kunstgeschichte einstmals mächtiger Strom, inzwischen verzweigt in viele Nebenarme und Bäche Rebellen von damals heute gefeiert in öffentlichen Museen so gut wie alles Rebellierende von Besuchern heute akzeptiert Künstler versuche bewusst rebellische Gesten zu vermeiden "Im Jahr 1914 betrachtete man den nach-impressionistischen Maler, den man ziemlich wahllos als Kubisten, Futuristen Futurismus oder Modernisten bezeichnete, als eine Art Narren oder Scharlatan." (Bell)
(aus Die Geschichte der Kunst, Gombrich)
(aus "Die Geschichte der Kunst", Gombrich)
Eine winzige Geschichte von einem winzigen Zwerg, 1925, Paul Klee
Eine winzige Geschichte von einem winzigen Zwerg, 1925, Paul Klee
Segelboote, 1929, Lyonel Feininger
Segelboote, 1929, Lyonel Feininger
Der Kuss, 1907, Stein, Constantin Brancusi
Der Kuss, 1907, Stein, Constantin Brancusi
Komposition in Rot, Schwarz, Balu, Gelb und Grau, 1920, Piet Mondrian
Komposition in Rot, Schwarz, Balu, Gelb und Grau, 1920, Piet Mondrian
(Relief), 1934, Ben Nicholson
(Relief), 1934, Ben Nicholson
Ein Universum, 1934, Alexander Calder
Ein Universum, 1934, Alexander Calder

Sonntag, 24. April 2016

(aus "Die Geschichte der Kunst", Gombrich Ernst H. Gombrich ) sinnschaffen.jpg Friedrich Fröhlich, auf der Suche nach dem Sinn seines Schaffens Geradenbild Geradenbild Link Standpunkt Link Gestern, als es draußen langsam dunkel wurde, geschah es mehrere Male, dass beim Betrachtem der großen Ganzkörper-Collage Collage jene vom planen Papier hin in den Raum eintrat. Dieser Effekt muss durch die vielen kleinen gerissenen mal dunkleren mal helleren Flächen hervorgerufen worden sein. Dem Auge wurde durch die vielen Hell-Dunkel-Brüche eine Dreidimensionalität vorgegaukelt. Der Körper trat nicht realistisch in den Raum ein, sondern zerstückelt. Einige Flächen waren nach vorne getreten, andere im Hintergrund geblieben. umsetzen Link Holzkonstruktion hinter Collage bei Alberti bauen Gesamtgröße: 71 x 294 cm 2 Holzrahmen a 71 x 147 cm mit einigen Zwischenleisten übereinander befestigen danach Papierarbeit mit Nägel auf Konstruktion befestigen Hintergrund: Papier biegt sich an den Seiten teilweise extrem nach vorne Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link "in guter alten Zeit" ging Künstler vom Thema aus Auftrag wie Madonna oder Bildnis zu malen Aufträge dieser Art wurden seltener Künstler mussten sich ihre Themen selber wählen manche Künstler schufen Arbeiten, die Käufer anlocken sollten andere wollte nicht bloße Illustratoren sein suchten sich Themen mit denen sie bestimmtes technisches Problem studieren konnten jedes Motiv wird zur Gelegenheit, Harmonien von Formen und Farben zu studieren (siehe Whistler "Arrangement in Grau und Schwarz" oder Cézanne Paul Cézanne "Stilleben Stillleben ") Lösungssuche so genannter Formprobleme Eine winzige Geschichte von einem winzigen Zwerg, 1925, Paul Klee Paul Klee Link klee1-k.jpg Paul Klee sehnte sich wie Picasso Pablo Picasso danach, trockene "Vernünftigkeit" der Erwachsenen loszuwerden unverdorbene Phantasie der Wilden und Kinder wiederzugewinnen Kontrolle über zufälligen Einfall zu erhalten hielten viele Künstler wie Klee für falsch Werk müsse gemäß seinen eigenen Gesetzen "wachsen" Segelboote, 1929, Lyonel Feininger Lyonel Feininger Link feininger1-k.jpg Lyonel Feininger (1871 - 1956) zeigt deutlich, dass Künstler Motive daraufhin aussuchen, welches Formproblem demonstriert werden sollte altes Problem der Malerei: Wie auf Fläche Raumtiefe darstellen? Feininger konzentrierte sich auf Motive, die für Prismen und Dreiecke geeignet waren mit seiner Methode konnte er neben Raumtiefe auch Bewegung suggerieren Der Kuss, 1907, Stein, Constantin Brancusi Link brancusi1-k.jpg Constantin Brancusi (1876 - 1957) suchte extreme Vereinfachung Michelangelo Michelangelo Buonarroti : sah Aufgabe von Bildhauer Bildhauerei darin, Form hervorzubringen, die im Marmorblock verborgen sei Figuren Leben und Bewegung zu verleihen, dabei doch einfache Form des Steins beizubehalten Brancusi wollte Problem vom anderen Ende angehen wollte herausfinden, wie viel vom ursprünglichen Stein behalten und doch in erkennbare menschliche Gestalt verwandelt werden kann allgemein: zunehmende Beschäftigung mit Problemen der Form führte zu neuem Interesse an "abstrakter Malerei" (durch Kandinsky Wassily Kandinsky in Deutschland vorgestellt) Interesse an Strukturellem (gefördert durch Kubismus Kubismus ) Kann Malerei zu einer Art Konstruktion verwandelt werden, wie Architektur? Piet Mondrian Piet Mondrian (1872 - 1944) Komposition in Rot, Schwarz, Balu, Gelb und Grau, 1920, Piet Mondrian Link mondrian1-k.jpg Bilder aus einfachsten geometrischen Formen, geraden Linien und Farben strebte nach Kunst der Klarheit und Disziplin sollten auf ihre Weise Gesetze des Universums spiegeln wie Kandinsky und Klee Mystiker unveränderliche Realitäten hinter veränderlichen Formen der subjektiven Erscheinung offenbaren (Relief), 1934, Ben Nicholson Link nicholson1-k.jpg ging ihm um Verhältnis einfacher Figuren wie Kreise und Rechtecke sagte, er suche "die Wirklichkeit" Kunst und religiöses Erleben sei identisch Ein Universum, 1934, Alexander Calder Alexander Calder Link calder1-k.jpg strebte auch nach Kunst, die mathematische Gesetze des Universums spiegeln sollte solche Kunst konnte nicht starr und statisch sein Universum in dauernder Bewegung, wird von geheimnisvollen Kräften zusammengehalten Idee des Gleichgewichts inspirierte Calder zur Konstruktion seiner Mobiles ewige Kreisen um verschiedene Lösungsversuche solcher Fragen: hinterließ Gefühl der Leere fast verzweifelte Suche nach einem neuen Gehalt "So wie Picasso suchten auch andere Künstler nach etwas weniger Artifiziellem (Gekünsteltem), weniger Beliebigem. Aber wenn dieses weder im Inhalt lag - wie einst - noch in der Form - wie noch vor kurzem -, was sollte der Sinn ihres Schaffens sein?"
Kosagen, 1910 - 1911, Wassily Kandinsky
Kosagen, 1910 - 1911, Wassily Kandinsky
La Desserte (Der Esstisch) / Harmonie in Rot, 1908
La Desserte ("Der Esstisch") / "Harmonie in Rot", 1908
Stillleben mit Geige und Trauben, 1912, Pablo Picasso
Stillleben mit Geige und Trauben, 1912, Pablo Picasso
Selbstporträt (mz), Vorschau für morgige Maschinenzeichnung, 60 x 80 cm
Selbstporträt (mz), Vorschau für morgige Maschinenzeichnung, 60 x 80 cm

Donnerstag, 21. April 2016

[wv=A1-9]wichtiges Thema der Moderne: Probleme lösen Standpunkt Link radikal radikal Link Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen zuerst abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen! Standpunkt Link Kein Problem darstellen, sondern haben! Tagesplan Link 1 7:00 - 8:00 Kunstgeschichte-Buch und Notizen 2 9:00 - 10:00 Collage Collage 3 11:00 - 14:00 Holzwerkstatt (Glaszuschnitt, Flügeltüren schleifen, Abstandsleisten) 4 15:00 - 16:00 Video-Selbstbild-Buch 5 17:00 - 18:00 Collage Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link "Experimente" wenn Doktrin richtig, dass in Kunst nicht Nachahmung der Natur sondern Ausdruck des Empfindens durch Wahl der Farben und Linien zählt: Frage legitim, ob auf alle "Motive" verzichten, ausschließlich auf Wirkung von Farbtönen und Umrissen beschränken Kosagen, 1910 - 1911, Wassily Kandinsky Wassily Kandinsky Link kandinsky1-k.jpg erster Künstler, der damit an Öffentlichkeit trat: Wassily Kandinsky (1866 - 1944) wie deutsche Malerfreunde hatte er Zweifel Zweifel an Werten wie Fortschritt und Wissenschaft sehnte sich nach Erneuerung der Welt durch neue Innerlichkeit[?] psychologische Wirkung der reinen Farben leuchtendes Rot wirke auf Betrachter wie Ton einer Trompete Kubismus Kubismus hatte in Paris Ursprung Ursprung radikale Abwendung von abendländischer Maltradition Kubismus wollte Darstellung der Gegenstände nicht ganz abschaffen Hintergründe: 1 zeitgenössisches Unbehagen an brillanten "Schnappschüssen" der Impressionisten mit ihrem momentanen Eindruck 2 Verlangen nach mehr Ordnung, Struktur und dauerhaftem Bildaufbau Konflikt von Muster und Solidität Eindruck von Solidität: durch Modellierung erreicht, die Lichteinfall anzeigt Jugenstil / Künstler wie Seurat und Cézanne Paul Cézanne räumten Dekorativem Vorrang ein opferten dafür jahrhundertealte Praxis, jede Form durch Licht und Schatten zu modellieren Opfer konnte als Befreiung wahrgenommen werden van Gogh Vincent van Gogh und Gauguins ermutigten Künstler dazu, ausgetretenen Pfad einer überfeinerten Kunst zu verlassen einfachen Formen und Farben zuwenden Künstler begnügten sich nicht mit gesuchter Subtilität hielten Ausschau nach intensiven Farben und gewagten "barbarischen" Harmonien 1905: Gruppe junger Künstler "Wilde Tiere" / "Les Fauves" stellt in Paris aus Henri Matisse Henri Matisse (1869 - 1954) dekorative Vereinfachung studierte leuchtende Farben orientalischer Teppiche und nordafrikanischer Landschaften weniger darauf aus, Natureindruck wiederzugeben Natureindruck in ein Ornament umsetzen La Desserte ("Der Esstisch") / "Harmonie in Rot", 1908 Link matisse1-k.jpg Spiel der Beziehung zwischen Tapetenmuster, Tuschtuch und Gegenstände auf Tisch bildet eigentliches Thema des Bildes erinnert an Kinderzeichnung Kinderzeichnung Pablo Picasso Pablo Picasso (1881 - 1973) mit 19 Jahren nach Paris malte dort Bettler, Obdachlose, fahrendes Volk und Zirkusakrobaten begann sich mit primitiver Kunst zu beschäftigen Aufbau Gesicht oder Gegenstand auf ein paar elemantaren Formen erlernbar Cézanne riet ihm Natur durch Zylinder, Kegel und Kugeln zu sehen nahm es mit anderen Malern wortwörtlich konsequent sein, Ziel nicht Naturnachahmung, sondern die Konstruktion verschiedene Ansichten eines Objektes sind uns oft zugleich "gegenwärtig" (auch wenn wir nur eine Ansicht sehen) greift auf Methode der alten Ägypter zurück von jedem Gegenstand charakteristischste Ansicht dargestellt Stillleben Stillleben mit Geige und Trauben, 1912, Pablo Picasso Link picasso1-k.jpg Schnecke und Wirbel von Seite dargestellt F-Löcher dagegen von vorne Krümmung der Zargen stark übertrieben scheinbares Durcheinander beziehungsloser Fragmente, Gesamtbild wirkt jedoch nicht chaotisch Abbild eines Gegenstandes aus verschiedenen Ansichten aufbauen hat einen Nachteil: lässt sich nicht mit jedem Gegenstand gut machen Betrachter muss Objekt kennen deshalb vor allem Gitarren, Flaschen, Fruchtschalen und menschliche Gestalt verwendet Picasso ändert immer wieder seine Methoden, kein Darstellungsmittel und keine Technik befriedigte ihn lange verhüllt verhüllt Link Werkstatt Holzwerkstatt Link Glaszuschnitt (Alberti) Glas millimetergenau eingelegt Glas unten durch Hebel befestigt Schneideschieber an Glas gedrückt ohne Druck zügig geschnitten ruckartig Druck ausgeübt, damit Glas ordentlich abbricht Abstandsleisten auf richtige Höhe und Breite gehobelt[?] 45-Grad-Schnitte, danach eingelegt jeweils mittig noch mit Klebeband am Rahmen fixiert unter oberer Holzrahmenleiste dickes Brett gelegt, an dem später Nägel hängen können (dadurch Last auf gesamten Rahmen verteilt) umsetzen Link morgen: Rückplatte einlegen (heute noch mit Kreuz verleimt) Brett und Rückplatte an Rahmen tackern Flügeltüren noch schleifen, damit sie genau mit Holzrahmen abschließen abends: Porträt plotten, am Montag Rahmen wieder öffnen, Arbeit rein tun, im Klassenraum aufhängen Geradenbild Geradenbild Link Werkstatt AV-Labor Link Selbstporträt Selbstbildnis (mz), Vorschau für morgige Maschinenzeichnung, 60 x 80 cm Link vorschau1-k.jpg morgigen Plott vorbereitet
Ganzkörperporträt (mz), (für Klassentreffen kommende Woche aufgehangen)
Ganzkörperporträt (mz), (für Klassentreffen kommende Woche aufgehangen)
Der Schrei, 1895, Litographie, Edvard Munch (auf T-Shirt)
Der Schrei, 1895, Litographie, Edvard Munch (auf T-Shirt)

Mittwoch, 20. April 2016

Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt (mz), (für Klassentreffen kommende Woche aufgehangen) gkkl-prae.jpg Friedrich Fröhlich, überzeugt Tagesplan Link 1 7:00 - 8:00 Kunstgeschichte-Buch und Notizen machen 2 9:00 - 11:00 Aufträge Emails, KSK Künstlersozialkasse Brief, frfr-Notizen von gestern vervollständigen, Rechnungen in Kassenbuch, dazwischen Glas wegbringen (Fuß) 3 11:00 zu ALDI Bahnhof, Handschuhe kaufen, dort auch Plastikflaschen wegbringen, Einkaufen im REWE 4 11:30 - 12:30 Collage Collage 5 13:00 los, bis 16:00 HAMMER, NÄGEL mitnehmen und versuchen großes PORTRÄT in Klassenraum aufzuhängen, HOLZWERKSTATT, kurz zu OHME 6 eventuell danach (wenn noch munter) BUCH VIDEO anfangen und Notizen machen Werkstatt Holzwerkstatt Link Holzkreuz, damit sich Rahmenseiten nicht krümmen, hergestellt Kreuzleiste mit 5 mm bzw. 6 mm tiefen Furchen zurechtgesägt Vorgehen zukünftig auch für Scharnierfurchen nutzen! umsetzen Link Normalglas 2 mm bei Boesner Variante 1 100 x 70 cm (Alberti schneidet es zurecht) = 25 bis 30 EUR, vorrätig 2 Glaszuschnitt 65 x 84,9 cm = 22 EUR abholbereit in einer Woche werde 100 x 70 cm kaufen, damit ich morgen bei Alberti Glaszuschnitt erlernen kann Abstandsleiste 8 mm hoch morgen zuschneiden Innenbereich und eigentlichen Rahmen weiß lackieren? Verhüllende Flügeltürkonstruktion Naturholz belassen (transparent lackieren) Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link "Experimente" Form und Farbenzusammenstellungen, damals rebellisch, inzwischen gang und gäbe auf Plakaten, Umschlagzeichnungen und Stoffmustern heute gefallen sie, damals waren sie teilweise verstörend Kunst hat Orientierung verloren, da scheinbar schlichte Forderung "Malt, was ihr seht" unerfüllbar bleibt u. a. Ägypter mit seitlicher Ansicht: Motiv ist da, um Sehen nicht gekümmert bis zur Renaissance Renaissance drängte keiner Künstler, zu malen, was sie sehen seit Renaissance: Natur wird versucht in Schablonen zu stecken heute Erkenntnis: "sehen" und "wissen" nicht völlig trennbar in Jahren künstlerischer Umwälzung (vor Erstem Weltkrieg Höhepunkt) teilten viele junge Künstler Begeisterung für sogenannte "Negerkunst" Eingeborene kümmerten sich offensichtlich nicht um Naturwahrheiten, um ideale Schönheit besaßen (was Kunst des Abendlandes verloren hatte): intensive Ausdruckskraft, Klarheit der Formgebung, Schlichtheit der Technik Expressionismus Expressionismus heißt Ausdruckskunst Karikatur war immer "expressionistisch" Karikaturist spielt mit Ähnlichkeit und verzerrt sein Opfer, um auszudrücken, was er von ihm hält Edvard Munch Edvard Munch (1863 - 1944) Der Schrei, 1895, Litographie, Edvard Munch (auf T-Shirt) schrei.jpg plötzliche Erregung verändert alle Sinneseindrücke Expressionisten vom menschlichen Leid, von Elend, Brutalität und Gewalt erschüttert erschien ihnen wie Verrat an Wahrheit, wenn sie "schöne" Kunst schaffen würden "Und keiner ahnt die klaffende Grimasse,/Zu der das Lächeln einer zarten Rasse/In namenlosen Nächten sich entstellt" (Rainer Maria Rilke) Angst vor allem, was als "kitschig" verdächtig war wollten harten Tatsachen unserer Existenz ins Auge schauen Standpunkt Link Geradenbild Geradenbild Link Dem Ganzkörperporträt (mz), welches ich heute im Klassenraum aufhängte, fehlt es noch etwas an Tiefe. Sollte ich mir noch einmal 2 Tage Zeit nehmen wollen für so ein großes Bild (was sehr anstrengend ist und das Warten vor der Maschine nicht erfüllend ist), dann müsste ich doppelt so viele Geraden plotten, damit vor allem die Füße und der Kopf noch mehr hervortreten. Auch die rechte Hand braucht mehr kleine Geraden. Am Ende müsste so eine Arbeit auf Platte kaschiert werden (Mirko), danach könnte ich bei Alberti einen passenden Bilderrahmen herstellen. Hier stellt sich mir allerdings die Frage: Wohin mit dem Ergebnis, wenn es gerahmt ist? Es ist so groß, dass es einfach nicht mehr in meinen Arbeitsraum passt. Im Klassenraum kann ich es auch nicht dauerhaft abstellen. Vielleicht macht das nur Sinn für den Rundgang 2017 oder für einen Verkauf (der - auch wegen dem hohen Preis - wohl nicht sehr wahrscheinlich ist). Solange wird die Arbeit wohl in einer Rolle verbringen müssen.
Te Rerioa (Tagträumen), 1897, Paul Gauguin
Te Rerioa (Tagträumen), 1897, Paul Gauguin

Dienstag, 19. April 2016

1 x für die Kunst geblutet für die Kunst geblutet Standpunkt Link Der Arbeitsvorgang ist wie die Gerade auch vor allem eines: Bewegung, Veränderung. Anders als bei den Plotterzeichnungen oder den Konstellationen sitze ich nicht auf einem Stuhl und bewege nur zaghaft den Arm (um die Computer-Maus zu bewegen, die digital Geraden erzeugt oder den feinen Pinsel, mit dem ich versuche eine Geraden-Konstellation auf Holz oder Leinwand zu malen). Die Veränderung ist nicht mehr nur Teil der Vorbereitung, wo ich stundenlang das Motiv bearbeite, damit die Geraden am Ende richtig gesetzt sind. Die Veränderung taucht bei den Collagen in dem Übereinanderlegen von Papierstücken auf. Ältere Zustände sind nicht gelöscht sondern Teil der Arbeit und zeigen sich durch leichte Verdickung. Korrektur ist Bewegung! Kurs Grundlagen philosopischer Kunsttheorie Link Kant Immanuel Kant Geschmacksurteil kein Erkenntnisurteil (ist logisch) Geschmacksurteil = ästhetisches Urteil immer subjektiv, "Die Sache ist schön." (nicht verständlich) Interesse / Wohlgefallen an Existenz von Gegenstand schön = von Lust / Unlust geprägt über Sinne => Vorstellung über Objekt erfahrbar Angenehme unterscheidet sich vom Guten (nicht verständlich) drei Arten des Wohlgefallens (nicht verständlich) angenehm = Privatgefühl subjektive Meinungsäußerung, keine Allgemeingültigkeit schön = nicht (nicht verständlich) Anspruch auf subjektive Allgemeinheit[?] reiner und (nicht verständlich) Begriff ästhetische Idee (nicht verständlich) Was ist zuerst: Lust oder Beurteilung? Lust ver… (nicht verständlich( mit Urteilsvermögen Einbildungskraft und Verstand kooperieren (Kurs nicht weiter besuchen) (Wühler hat mich angelächelt) umsetzen Link Einmal-Handschuhe kaufen, Mittwoch an Collage Collage weiterarbeiten verhüllt verhüllt Link Werkstatt Holzwerkstatt Link Schnitzbeitel geschliffen, Fläche zuvor geölt Link Rahmen befestigt um Scharnier-Bereiche aus Holz zu stechen[?] Link testweise Scharniere angelegt, korrigiert und festgeschraubt Link Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Paul Gauguin Paul Gauguin (1848 - 1903) van Gogh Vincent van Gogh sehnte sich nach Kameradschaft, ähnlich Präraffaeliten überredete Gauguin nach Arles zu kommen Zusammenleben scheitert, Gauguin flieht nach Paris zwei Jahre später nach Tahiti Überzeugung, dass Kunst Gefahr läuft, in glatter Routine und Oberflächlichkeit zu versanden Verstand und Erfahrung des Abendlandes hat Menschen das Wertvollste geraubt: starkes, intensives Gefühlsleben und Unmittelbarkeit des Ausdrucks Te Rerioa (Tagträumen), 1897, Paul Gauguin Link gauguin1-k.jpg Künstler jener Zeit waren unsicher, was eigentlich ihr Stil sei misstrauten allen lehrbaren Regeln und bloßer Virtuosität Sehnsucht nach Kunst, die nicht aus angelernten Kunstkniffen bestand Stil sollte kraftvoll, naturgegeben, leidenschaftlich sein Impressionisten: im Vergleich zu Gauguin, der sich nach Naivität und Intensität sehnte, verfeinerte Kunst alte Freunde verstanden Gauguins rohe und primitive Kunst Primitive Kunst nicht in Farbe und Zeichnung wollte er barbarisch sein versuchte sich in Anschauung Eingeborener einzufühlen, Dinge mit ihren Augen zu sehen vereinfachte Umrisse der Gestalten große Flächen in starken Farben angelegt = räumliche Wirkung genommen Gauguin: Unmittelbarkeit und Schlichtheit als Ziel Sehnsucht danach "so leidenschaftlich und so echt wie die Cézannes nach einer neuen Harmonie und die van Goghs nach einer neuen Ausdrucksform" Lösung Cézanne Paul Cézanne führte zum Kubismus Kubismus (in Frankreich entstanden) Lösung van Goghs zum Expressionismus Expressionismus (hauptsächlich in Deutschland) Lösung Gauguins zu verschiedenen Formen des Primitivismus alles Versuche, "den toten Punkt zu überwinden, an dem die Künstler angelangt waren" Was ist der tote Punkt genau?
Jugendstilhaus: Treppenhaus, Hotel Tassel, Brüssel, 1893
Jugendstilhaus: Treppenhaus, Hotel Tassel, Brüssel, 1893
Der Mont Sainte-Victoire von Bellevue gesehen, um 1885, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Der Mont Sainte-Victoire von Bellevue gesehen, um 1885, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Landschaft bei Aix, 1886 - 1890, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Landschaft bei Aix, 1886 - 1890, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Stillleben, um 1879 - 1882, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Stillleben, um 1879 - 1882, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne
Brücke bei Courbevoie, 1886 - 1887, Öl auf Leinwand, Georges Seurat
Brücke bei Courbevoie, 1886 - 1887, Öl auf Leinwand, Georges Seurat
Landschaft mit Zypressen bei Arles, 1889, Öl auf Leinwand, Vincent van Gogh
Landschaft mit Zypressen bei Arles, 1889, Öl auf Leinwand, Vincent van Gogh

Montag, 18. April 2016

Standpunkt Link In den Geraden-Collagen habe ich für mich erstmalig eine Möglichkeit gefunden die Idee der Geraden (Grundelement in der Kunst, welches in allem - ob lebendig oder scheinbar tot - steckt und Bewegung inne hat) mit einem Arbeitsprozess zu verbinden, der meinen ganzen Körpereinsatz fordert. Das Anmischen von Kleister, mit den Händen hineintauchen, das Bestreichen von zuvor gerissenen Papierstücken, das Auftragen auf das große Bild, das Verschieben von Papierstücken, das Überkleben und die immer wieder eingefügte Kohleskizze fordert nicht nur meinen Geist sondern auch meinen Körper. Und genau dieser ist für den Künstler Ausgangspunkt alles Schaffens. Ergänzungen, wie Radiergummi, Pinsel, Stift werden immer noch von den Händen geführt und stellen damit eine Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten dar (anders bei Verwendung von Maschinen, die die Künstlerhand arbeitslos werden lassen und nur noch nach geistiger Fähigkeit des Künstlers verlangen). Auch gefällt mir, dass ich den Kleister mehrere Tage liegen lassen kann. Jederzeit ist er binnen weniger Augenblicke durch Hinzugabe von neuem Wasser wieder brauchbar gemacht. Bei den gerissenen Papieren wird aus der vormals einzelnen Geraden ein Molekül (lateinisch "molecula": "kleine Masse"). Unterstrichen durch den flächigen Druck, der bei näherer Betrachtung keine Gerade mehr einzeln erkennen lässt (ist zwar nicht gewollt gewesen, ergänzt aber den Gedanken von Masse ganz gut). Wichtig ist mir auch bei den Collagen, dass beim Betrachter die Zerbrechlichkeit allen Seins herüberkommt. So sollen Bereiche vom Hintergrund in das Motiv hineinragen und sich gleichzeitig Bereiche vom Motiv lösen. Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link "Auf der Suche nach neuen Werten" (spätes 19. Jahrhundert) Mischmasch von Stilen Publikum verlangte Säulen, Pilaster, Gesimse und Profile Künstler und Kritiker beunruhigt über Verfall handwerklichen Könnens, die industrielle Revolution mit sich brachte Wiederbelebung alte Handwerkskunst gefordert (u. a. John Ruskin und William Morris) junge Künstler entwarfen wieder Gebrauchsgegenstände, Tapeten, Stoffmuster, Keramik und Möbel Ruf nach einem neuen Stil, einer neuen Kunst: "Art nouveau" größter Einfluss von belgischem Architekten Victor Horta (1861 - 1947) in Bauten versuchte er alle überlieferte Formen auszuschalten und nur selbst erfundene Ornamente zu verwenden Jugendstilhaus: Treppenhaus, Hotel Tassel, Brüssel, 1893 Link horta-k.jpg damalige Mode: japanisches Kunstgewerbe bewusster Verzicht auf Symmetrie als Jugendstil in Deutschland bekannt geworden Impressionisten wichen nicht grundsätzlich von Zielsetzungen künstlerischer Tradition ab wollten auch Natur malen, wie wir sie sehen nicht Ziel war Streit, sondern Methode Paul Cézanne Paul Cézanne (1839 - 1906) Der Mont Sainte-Victoire von Bellevue gesehen, um 1885, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne Link cezanne1-k.jpg als Bankiers-Sohn musste er keine Käufer finden, konnte sich somit ungehindert mit seinen künstlerischen Fragen beschäftigen wollte "Poussin nach der Natur" malen Kritik an alte Meister wie Poussin: Eindruck von Raum und Solidität durch Anwendung erlernter Regeln erreicht, als durch Anschauen der Dinge Landschaft bei Aix, 1886 - 1890, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne Link cezanne2-k.jpg strebte nach harmonischer Komposition, nach Klarheit und Ausgewogenheit (seine Kritik am Impressionismus Impressionismus ) Problem: Auflösung fester Konturen in flimmerndes Licht und Entdeckung farbiger Schatten führten zu Verlust an Klarheit und Ordnung impressionistische Bilder meist "genial, aber konfus" Cézanne wollte leuchtende starke Farben und klare Formen verbinden ungemischt in kleinen Flecken und Strichen auf Leinwand gesetzt, um Farbengeflimmer in freier Natur wiederzugeben anfangs als hoffnungslose Klecksereien verlacht Stillleben Stillleben , um 1879 - 1882, Öl auf Leinwand, Paul Cézanne Link cezanne3-k.jpg Gründe für scheinbare Ungeschicklichkeit: weigerte sich, irgendeine herkömmliche Technik der Malerei einfach hinzunehmen entschlossen, ganz von vorn anzufangen von Beziehung zwischen Farbe und Modellierung fasziniert bunte Kugel = Apfel = Stillleben = für Studium dieser Fragen geeignet 1 wollte Bildtiefe erzielen, ohne Leuchtkraft der Farben zu opfern 2 Ordnung in Fläche erreichen, ohne Raumwirkung aufzugeben opferte dafür: Konvention der richtigen Zeichnung wollte Naturbild nicht verzerren, aber um erstrebte Wirkung zu erzielen, nahm er dies in Kauf wollte keine Illusion Illusionsmalerei erzeugen, sondern Eindruck von Körperlichkeit und Raumtiefe geben Georges Seurat (1859 - 1891) Brücke bei Courbevoie, 1886 - 1887, Öl auf Leinwand, Georges Seurat Link seurat1-k.jpg ging Problem fast wie mathematische Gleichung an studierte Theorien über Farbsehen Bilder wie Mosaik aus Pünktchen reiner Farbe aufgebaut hoffte, dass Farbe im Auge vermischt wird, ohne an Leuchtkraft zu verlieren = Pointillismus Pointillismus Vincent van Gogh Vincent van Gogh Landschaft mit Zypressen bei Arles, 1889, Öl auf Leinwand, Vincent van Gogh Link gogh1-k.jpg Briefe an Bruder geben wieder: Glauben des Künstlers an seine Sendung, Verzweiflung und Freude, tragische Einsamkeit, Sehnsucht nach Kameradschaft Arbeit oft von Krisen und Verzweiflung unterbrochen experimentierte mit hellen, reinen Farben in kleinen Strichen oder Punkten auf Leinwand gesetzt nicht nur Farbe zerlegt, sondern vor allem eigene Erregung vermittelt Farben und Formen für ihn da, um Stimmung festzuhalten
Der Fujiyama hinter einer Zisterne, 1835, Katsushika Hokusai
Der Fujiyama hinter einer Zisterne, 1835, Katsushika Hokusai
Vor dem Auftreten, 1879, Edgar Degas
Vor dem Auftreten, 1879, Edgar Degas
Die Hand Gottes, um 1898, Auguste Rodin
Die Hand Gottes, um 1898, Auguste Rodin
Arrangement in Grau und Schwarz; Bildnis der Mutter des Künstlers, 1871, James Abbott
Arrangement in Grau und Schwarz; Bildnis der Mutter des Künstlers, 1871, James Abbott
Nocturno in Blau und Silber; Old Battersea Bridge, zwischen 1872 und 1875
Nocturno in Blau und Silber; Old Battersea Bridge, zwischen 1872 und 1875

Freitag, 15. April 2016

Geradenbild Geradenbild Link für Collage Collage Fotoaufnahme in zwölf Bereiche eingeteilt, übertragen auf Papier Link Link Motiv auf dunklem Hintergrund: Randbereich mit gerissenem Papier beklebt (sehr dunkel = viele Geraden) Link Link Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Verbündeten für langsame Akzeptanz durch Publikum: 1 Fotografie Fotografie übernahm wesentliche Funktion der bildenden Kunst: Porträt Künstler konnten erforschen, was mit Fotografie nicht so leicht offenstand Fotografien von u. a. Straßenszenen brachte Publikum mit neuen Bildausschnitten / vorher nicht akzeptierten Motiven in Berührung 2 japanischer Farbholzschnitt Der Fujiyama hinter einer Zisterne, 1835, Katsushika Hokusai Link katsushika-k.jpg Japaner wählten Szenen aus Alltagsleben für farbige Holzschnitte Drucke gelangten nach Europa in Kolonialwarengeschäfte als Verpackungen gesammelt von Künstlern aus Manets Umfeld in Holzschnitt fanden Künstler eine Kunst, die nichts von akademischen Regeln und Formeln wusste Japanern waren überraschende und frappante Naturausschnitte willkommen Katsushika Hokusai (1760 - 1849) ließ u. a. Gestalt vom Bambusvorhang überschneiden = "kühne Missachtung einer geheiligten Regel europäischer Malerei" "Warum sollte ein Bild immer alle wesentlichen Teile jeder Gestalt in einer Szene zeigen?" neu entdeckte Freiheit der Darstellung u. a. von Edgar Degas Edgar Degas (1834 - 1917) genutzt Vor dem Auftreten, 1879, Edgar Degas Link degas-k.jpg zwanglose Anordnung Spiel von Licht und Schatten auf menschlichen Körper Eindruck von Körperlichkeit und Bewegung hervorrufen = wichtiges Thema neue Freiheit beeinflusste Bildhauerei Bildhauerei ebenfalls Auguste Rodin Auguste Rodin (1840 - 1917) Die Hand Gottes, um 1898, Auguste Rodin Link rodin-k.jpg Verehrer antiker Plastik und Kunst des Michelangelo Michelangelo Buonarroti es ging ihm nicht um eine glatte Oberfläche etwas sollte Fantasie des Beschauers überlassen werden Stück des Blockes unbehauen, um Eindruck, Figuren würden sich aus Stein lösen, hervorzurufen Publikum warf ihm anfänglich Absonderlichkeit oder Faulheit faul vor neu: Arbeit wurde für fertig erklärt, sobald künstlerisches Ziel erreicht war (nicht mehr, wenn alles perfekt saß) impressionistische Bewegung machte Paris zum künstlerischen Mittelpunkt Europas Arrangement in Grau und Schwarz; Bildnis der Mutter des Künstlers, 1871, James Abbott James Abbott MacNeill Whistler Link abbott-k.jpg beeinflusste u. a. auch Amerikaner James Abbott MacNeill Whistler (1834 - 1903) hatte mit Manet 1863 im Salon der Zurückgewiesenen ausgestellt kein Impressionist (wie Rodin) im engsten Sinne des Wortes betonte: in Malerei komme es nicht auf Gegenstand an, sondern auf Art, wie er in Farben und Formen umgesetzt werde fürchtete sich vor Interesse am rein Inhaltlichen (deshalb auch Titel "Arrangement in Grau und Schwarz") Nocturno in Blau und Silber; Old Battersea Bridge, zwischen 1872 und 1875 Link abbott2-k.jpg Kunstkritiker John Ruskin (1819 - 1900) zu Nocturnos: "Ich hätte nie geglaubt, dass ein Geck zweihundert Guineas dafür verlangen könnte, dass er dem Publikum einen Farbtopf ins Gesicht wirft." Whistler klagte auf Ehrenbeleidigung Antwort auf Frage, wie man enormen Betrag für zwei Tage Arbeit verlangen könne: "Nein, ich verlange ihn für die Erfahrung eines ganzen Lebens." wurde zur führenden Gestalt der "ästhetischen Bewegung" künstlerische Sensibilität sei das Einzige, was im Leben verdient, ernst genommen zu werden Geradenbild Link Werkstatt AV-Labor Link Selbstporträt Selbstbildnis in farbig umgesetzt
Rennen in Longchamp, 1865, Édouard Manet
Rennen in Longchamp, 1865, Édouard Manet
Monet bei der Arbeit in seinem Boot, 1874, Édouard Manet
Monet bei der Arbeit in seinem Boot, 1874, Édouard Manet

Donnerstag, 14. April 2016

1 x für die Kunst geblutet für die Kunst geblutet verhüllt verhüllt Link Werkstatt Holzwerkstatt Link umsetzen Link Glas (65 x 84,9 cm) anfertigen lassen beim nächsten Klassentreffen Flügeltürrahmen mit Geradenbild Geradenbild (60 x 80 cm, Selbstporträt Selbstbildnis ) vorstellen damit Holzplatte zwischen Rahmung passt mit Hobel Platte verdünnt geleimt Link Leinwandrahmen 6 x 60 cm hergestellt, mit Schleifmaschine Kanten gerundet Link morgen abholen und überlegen wie bespannen Kommilitone Kommilitone (Meisterschüler) meint, dass man lediglich Diplom mit 2.0 bestehen muss und man danach ohne Problem Meisterschüler werden kann Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link (weiter bei Dritter Welle der Revolution) neue Theorien: 1 Behandlung von Farben in Freiluftmalerei (plein air), 2 Darstellung von Bewegung Rennen in Longchamp, 1865, Édouard Manet Link rennen-k.jpg Manet will Eindruck von Licht, Tempo und Bewegung vermitteln Formen lösen sich aus dem Wirrwar, flüchtig angedeutet Pferde mit jeweils nur zwei Beinen in jedem Augenblick kann Auge nur einen Punkt fassen, alles Übrige verschwommene Farben und Formen Claude Monet Claude Monet (schloss sich Manet an) drängte Freunde, Ateliers zu verlassen keinen einzigen Strich malen, wenn Motiv nicht direkt vor Auge Monet bei der Arbeit in seinem Boot, 1874, Édouard Manet Link monetarbeit-k.jpg Kritiker von Ausstellung 1874 bezeichnete Gruppe als "Impressionisten" wollte ausdrücken: Maler hätten keine soliden Kenntnisse, Maler glaubten, dass ein bloßer momentaner Eindruck schon ein Bild sei Pressestimme zu einer der ersten Ausstellungen: "[…] Diese so genannten Künstler nennen sich Revolutionäre, 'Impressionisten'. Sie nehmen ein Stück Leinwand, Farbe und Pinsel, werfen auf gut Glück einige Farbkleckse hin und setzen ihren Namen unter das Ganze." Claude Monet: Beleuchtungseffekte und Atmosphäre wichtiger als Motiv Auge kann sich aus ein paar Andeutungen ganze Form aufbauen (siehe Geradenporträts / Geradencollagen!) Publikum lernte langsam Bilder zu verstehen durch Zurücktreten wird aus wildem Gewirr von Farbflecken Gestalt "Der Künstler war niemandem als seinem eigenen künstlerischen Gewissen dafür verantwortlich, was er malte und wie er es malte."
Badende, 1808, Jean-Auguste-Dominique Ingres
Badende, 1808, Jean-Auguste-Dominique Ingres
Arabische Fantasia, 1832, Eugène Delacroix
Arabische Fantasia, 1832, Eugène Delacroix
Tivoli, der Park der Villa d'Este, 1843, Jean-Baptiste Camille Corot
Tivoli, der Park der Villa d'Este, 1843, Jean-Baptiste Camille Corot
Die Ährenleserinnen, 1857, Jean-François Millet
Die Ährenleserinnen, 1857, Jean-François Millet
Begegnung oder Bonjour, Monsieur Courbet, 1854, Gustave Courbet
Begegnung oder "Bonjour, Monsieur Courbet", 1854, Gustave Courbet
Der Balkon, 1868 - 1869, Édouard Manet
Der Balkon, 1868 - 1869, Édouard Manet
Ganzkörperporträt (im Entstehen), Collage, ca. 130 x 170 cm, 30
Ganzkörperporträt (im Entstehen), Collage, ca. 130 x 170 cm, 30

Sonntag, 10. April 2016

Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link weiter vom 18.8.2014 Link 19. Jahrhundert: "Revolution in Permanenz" Abreißen der Tradition zur Zeit der Französischen Revolution Kluft zwischen "schönen Künsten" (durch Akademien- und Ausstellungswesen, Kunstkenner und Kritiker definiert) und Handwerk Handwerk Handwerktraditionen durch industrielle Revolution vernichtet: Fabrikware Umschwung vor allem in Baukunst bemerkbar kein eigener gewachsener Stil erkennbar Fassaden: gotischer Stil, romanische Burg, Renaissancepalast oder Mosche verkleidet vor Traditionsbruch: kein Maler oder Bildhauer Bildhauerei musste sich Frage stellen, wozu er überhaupt da sei fester Platz in der Gesellschaft durch Aufträge (Altarbilder, Porträts, Gemälde für Stube, Wandbilder für Landhaus) Abreißen der Tradition: Befreiung von allen Bindungen 1 deshalb Beziehung zwischen Künstler und Auftraggeber seit dem oft gespannt Geschmack des Bestellers <> entsprach nicht Wesen des Künstlers 2 Kluft zwischen Künstlern erste Gruppe: folgten Geschmack Publikum zweite Gruppe: waren auf selbst gewählte Einsamkeit stolz Vielfalt der Möglichkeiten und Unabhängigkeit von Bestellerlaune = Kunst konnte erstmalig vollkommener Ausdruck der Persönlichkeit sein Gedanke: wahre Zweck der Kunst = Persönlichkeit Ausdruck verleihen Kunstliebhaber suchten: 1 Arbeiten von unbestechlicher Aufrichtigkeit 2 Künstler, die sich nicht mit geborgten Effekten zufrieden gaben 3 Künstler, die sich bei Arbeit immer fragen: ist sie mit ihrem künstlerischen Gewissen vereinbar Kluft zwischen "offizieller Kunst" und freier Kunst entsteht Einzelgänger: Mut, Fragen, die sie bewegen, neu zu durchdenken, konventionellen Auffassungen zu trotzen Badende, 1808, Jean-Auguste-Dominique Ingres Link ingres-k.jpg führender Meister "offizieller Kunst": Jean-Auguste-Dominique Ingres (1780 - 1867) Link Schule Ingres: Forderung nach korrekter Zeichnung, sklavische Nachahmung antiker Statuen Gegenspieler: Eugène Delacroix (1798 - 1863) rebellierte gegen diese Schule = Erste Welle der Revolution Ansicht: 1 in Malerei kommt es mehr auf Farbe an als auf zeichnerisches Können 2 mehr auf Fantasie als auf Intellekt Arabische Fantasia, 1832, Eugène Delacroix Link delacroix2-k.jpg keine klaren Umrisse, keine sorgfältig modellierten idealisierten Akte, keine Zurückhaltung in der Komposition = Bild ungezügelter Bewegung Jean-Baptiste Camille Corot Jean-Baptiste Camille Corot (1796 - 1875) Link Tivoli, der Park der Villa d'Este, 1843, Jean-Baptiste Camille Corot Link corot-k.jpg Ziel: Natur wahrheitsgemäß wie möglich abzubilden es geht weniger um Details, eher um Form und Grundton seiner Motive dadurch Vermittlung Hitze und Stille eines Sommertages im Süden Zweite Welle der Revolution = gegen konventionelle Themen Akademien: nur mit hoch gestellten Persönlichkeiten beschäftigen, Darstellung Arbeiter nur in Genrebildern nach Niederländer Art zulässig Die Ährenleserinnen, 1857, Jean-François Millet Jean-François Millet Link millet-k.jpg Jean-François Millet (1814 - 1875) Link wollte Bauern malen, wie sie wirklich sind Begegnung oder "Bonjour, Monsieur Courbet", 1854, Gustave Courbet Gustave Courbet Link courbet-k.jpg Gustave Courbet Link: malte sich selber, wie er von Freund und Förderer gegrüßt wird Brief an Freund: "Ich hoffe mein Leben lang von meiner Kunst zu leben, ohne mich je um einen Strich von meinen Grundsätzen zu entfernen, ohne einen einzigen Augenblick gegen mein Gewissen zu handeln, und auch nur eine Handbreit zu malen, um irgendjemandem zu gefallen oder um besser zu verkaufen." Dritte Welle der Revolution = durch Édouard Manet (1832 - 1883) Link und Freunden ausgelöst Der Balkon, 1868 - 1869, Édouard Manet Link manet-k.jpg akademische Maler: arbeiten mit Licht, was in Atelier fällt Manet ging in Natur und fing u. a. Sonnenlicht und Schatten ein (schaut ganz anders aus) (mit Notizen der letzten Tage) Geradenbild Geradenbild Link o. T. Link Collage Collage ca. 130 x 170 cm angefangen Link Link Link eingeteilt in 4 x 4 Raster, grobe Skizze händisch (ohne Pantograf) übertragen nach erster Papierschicht detailliertere Skizze Link Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt (im Entstehen), Collage, ca. 130 x 170 cm, 30 Link aktuell2-k.jpg erst gerissenes Papier genau an Skizze aufgetragen nachträglich wieder teilweise überklebt, für abstrakteres Porträt Link

Montag, 18. August 2014

Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Darstellung Geschichte der Kunst: oft als Aufeinanderfolge von Stilen (romanischer Rundbogen > gotischer Spitzbogen > Renaissancestil > Barockstil) "gotisch Gotik ": Schimpfname Renaissance Renaissance -Schriftsteller für "babarischen" Stil Manierismus Manierismus : Affektion und Nachahmung "barock": absurd / grotesk verwendet von späteren Kunstschriftstellern für Epoche, wo strenge Regeln antiker Architektur verletzt wurden 16. Jahrhundert Nicholas Hilliard (1547 - 1619) Link englischer Miniaturenmaler, Siegelschneider (Siegelstempel), Elisabethanisches Zeitalter Niederlande: überstand Krise der Reformation Besonderheit niederländischer Kunst: Wiedergabe Oberfläche der Dinge Pieter Bruegel der Ältere Pieter Bruegel der Ältere , niederländischer Genremaler Würde der Kunst und der Künstler: für ihn so wichtig wie für Dürer Albrecht Dürer und Cellini stolzer Maler versus töricht dreinschauender Käufer Thema: Szenen aus Leben der Bauern (siehe 4. Mai, "Faulheit faul in der Kunst") Trugschluss Betrachter: er wäre selber ein Bauer häufig wird Werk mit Leben des Künstlers verwechselt bäuerliches Leben: weniger Künstlichkeit / Sitten und Konventionen Symbol Bauern: Darstellung Torheit der/aller Menschen katholisches Europa, 17. Jahrhundert weniger Originalitätshascherei als im Manierismus Voluten für Fassadengestaltung Link halten Bau "zusammen", bilden Einheit steigendes Interesse für Beleuchtungs- und Farbeffekte, Vorliege für asymmetrische Komposition, Freude an dramatischer Bewegtheit Neu: Kunst als Diskussionsgegenstand Annibale Carracci (1560 - 1609) Link Absicht, das Beste verganener Meister anzueignen Thema: Pflege klassisches Schönheitsideal, Hässlichem ausweichen Michelangelo Michelangelo Buonarroti de Caravaggio (1573 - 1610) Thema: (subjektive) Wahrheit darstellen verurteilt als "Naturalist" (Natur so getreu wie möglich kopieren) Gestalten alter Erzählungen greifbar und plastisch Licht und Schatten dafür benutzt Rom Römer : damals Mittelpunkt Kulturwelt Diskussionen über Malerei in Schulen und Cliquen versammelt Guido Reni (1575 - 1642, italienischer Maler, im Lager des Carracci Link Künstler mussten bewusst Stellung beziehen, mit verschiedenen Richtungen auseinandersetzen Kreis um Annibale Carracci Forderung, Künstler müssten Natur idealisieren, verschönern und alles weglassen, was Formgesetzen der antiken Plastik widersprach "neo-klassizistische" / "akademische" Lehre Klassizismus: Welt der Reinheit und Schönheit Nicolas Poussin (1594 - 1665, französischer Maler) studierte Meisterwerke der antiken Plastik (römische Sammlungen) Claude Gellée (1600 - 1682), auch Lorrain genannt, Zeitgenosse Poussins studierte Landschaft um Rom Meister der Naturbeobachtungen, u. a. Baumstudien Engländer verwirklichten im "englischen Garten" (Verteilung Baumgruppen über Wiesengelände) seine Vorstellungen Peter Paul Rubens (1577 - 1640, flämischer Künstler) Interesse an bunter Oberfläche / naturgetreuer Wiedergabe der Dinge
Fenster und Eingang, Palazzo Zuccari, Rom, 1592, Federico Zuccaro
Fenster und Eingang, Palazzo Zuccari, Rom, 1592, Federico Zuccaro
Die Eröffnung des fünften Siegels, 1608 - 1614, El Greco, Met NY
Die Eröffnung des fünften Siegels, 1608 - 1614, El Greco, Met NY

Sonntag, 3. August 2014

Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Europa, spätes 16. Jahrhundert Krise in der Kunst um 1520 Kunstliebhaber sicher, Malerei Gipfel der Vollkommenheit erreicht zu haben kein zeichnerisches Problem unlösbar, kein Thema zu schwer gezeigt, wie Schönheit und Harmonie mit naturgetreuer Darstellung vereinigt werden kann Michelangelos Manier nur noch imitiert Zeitabschnitt "Manierismus Manierismus " Link Ansicht, Kunst darf nicht stillstehen ausgefallene Themen wurden behandelt Rätselbilder Künstler suchten Beachtung durch weniger einfachen, natürlichen und harmonischen Bildern "Vollkommenheit ist auf Dauer uninteressant" Ausspruch Leonardo: "Armselig der Schüler, der seinen Meister nicht übertrifft." Forderung nach Überraschung, Unerwartetem, Unerhörtem führte zu Experimenten, "originellen" Einfällen Ergebnis waren "amüsante Ideen" Fenster und Eingang, Palazzo Zuccari, Rom Römer , 1592, Federico Zuccaro Link fenster.jpg Federico Zuccaro (um 1543 - 1609) Link eigenes Wohnhaus entworfen Parmigianino Girolamo Francesco Maria Mazzola (1503 - 1540) Link Link Schüler Correggios, wollte eigenen Weg gehen zeigen, dass es neben klassischer Lösung noch andere gibt schlichte Natürlichkeit führt zwar zur Schönheit, aber es gibt auch andere Wege mit interessanten Effekten Jacopo Robusti (Tintoretto, "das Färberchen", 1518 - 1594) Link Dramatik dargestellter Ereignisse zum Ausdruck bringen Giorgio Vasari, Kritiker und Biograph (1511 - 1574) Link zu Tintorettos Werk: "Skizzen sind so roh gemalt, dass seine Pinselstriche mehr Kraft als Urteil zeigen und wie vom Zufall Zufall hingeworfen scheinen" Vorwurf auch oft erhoben gegen moderne Künstler große Neuerer in Kunst haben sich oft aufs wesentliche konzentriert, techn. Vollendung nicht wichtig Die Eröffnung des fünften Siegels, 1608 - 1614, El Greco El Greco , Met NY Link greco.jpg Domenikos Theotokopoulos (El Greco, "der Grieche", um 1541 - 1614) Link Missachtung naturgetreuer Formen und Farben malte dramatische Visionen Frage nach Existenzberechtigung der Malerei in nördlichen Ländern Krise in Kunst die Folge der Reformation viele Protestanten wollten keine Bilder / Statuen von Heiligen in Kirchen römischer Götzendienst damit fehlte Haupteinnahmequelle Maler einzige Einnahmequelle Illustrieren von Büchern / Malen von Porträts Hans Holbein der Jüngere Hans Holbein der Jüngere (1497 - 1543) Link benutze Errungenschaften sowohl nördlicher und italienischer Künstler
Mariä Himmelfahrt, Fresko, Kuppel des Doms von Parma, Correggio
Mariä Himmelfahrt, Fresko, Kuppel des Doms von Parma, Correggio
Der Maler studiert die Gesetze der Verkürzung, 1525, Albrecht Dürer
Der Maler studiert die Gesetze der Verkürzung, 1525, Albrecht Dürer
Der Heuwagen, um 1510, Hieronymus Bosch, Prado, Madrid
Der Heuwagen, um 1510, Hieronymus Bosch, Prado, Madrid

Donnerstag, 31. Juli 2014

Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Raffaello Santi Raffaello Sanzio da Urbino (1483 - 1520) Link viele Gemälde eines Künstlers nebeneinander (wie in Museen): wirkt manchmal monoton (wirken eher einzeln) Raffaels größte Gemälde wirken einfach und mühelos, dabei angestrengtes Nachdenken, Studium und künstlerische Weisheit nötig Bewegung - Gegenbewegung Michelangelo Michelangelo Buonarroti : Meister in Darstellung menschlicher Körper Raffael: Meister in Gruppierung bewegter Gestalten / Harmonie Schönheitstypus nicht real - Fantasiegebilde, idealisierte Modelle Venedig, Oberitalien im 16. Jahrhundert für venezianische Maler Farbe nicht nur schmückendes Beiwerk Giovanni Bellini (um 1431 - 1516) Link Haupt einer Werkstatt Giorgione (um 1478 - 1510) Link venezianische Künstler strebten nach Zauber der griechischen Dichtung liebten Idyllen, Schäferspiele, Schönheit Venus und Nymphen Tizian (um 1485 - 1576) Link Porträtierten gab er Überzeugung, durch seine Kunst weiterzuleben notiert Link Lebendigkeit in Arbeiten 1 Anschauen - Betrachter inkludieren / ins Bild "zerren" (durch direkten Blickkontakt) 2 in realer Räumlichkeit einbauen, Teil der Realität werden lassen (in Tür, Decke, Boden) 3 Schatten/Licht realer Räume übernehmen 4 nicht schön, sondern ehrlich darstellen (mit Pickeln, Falten) = Lebendigkeit 5 "Sfumato": Spielraum für menschliche Fantasie 6 mehrere Blickpunkte (Bild "bewegt" sich), Perspektive leicht ändern (siehe Mona Lisa Mona Lisa ) Correggio (um 1489 - 1534) Link Lichtbehandlung neuartige Effekte hatten großen Einfluss auf spätere Malschulen Beispiel Jesuskind: von ihm strahlt Licht nach allen Seiten notiert Link Porträt im Raum von mir machen; danach die selbe Kameraposition, nur mit Lampe statt mir; digital Licht von zweitem Bild in erstes bringen = ich leuchte Licht und Farbe lassen sich als Gegengewicht zu Formen verwenden durch Licht Blick in bestimmte Richtung führen Gläubigen Illusion Illusionsmalerei geben, Decke wäre geöffnet (durch Lichteffekte) Mariä Himmelfahrt, Fresko, Kuppel des Doms von Parma, Correggio Link correggio.jpg Deutschland und Niederlande Anfang 16. Jahrhundert Erfindungen und Entdeckungen italienischer Renaissance Renaissance tiefer Eindruck in Ländern nördlich der Alpen neue Bauweise auf Drängen von Fürsten und Adligen übernommen (mit Mode Schritt halten) Vermischung Gotik Gotik - und Renaissancestil in Bauwerken Der Maler studiert die Gesetze der Verkürzung, 1525, Albrecht Dürer Albrecht Dürer Link maler-studiert.jpg Albrecht Dürer (1471 - 1528) Link Drang gespürt, neue Prinzipien von Grund auf zu verstehen Naturnachahmung kein Selbstzweck Mittel, heilige Geschichten in Gemälden, Holzschnitten, Kupferstichen überzeugend darzustellen u. a. mit "ALBERTUS DURER NORICUS FACIEBAT 1504" ("Albrecht Dürer aus Nürnberg machte [diesen Stich] 1504") signiert Besuch Italien: "Hie bin ich ein Herr, doheim ein Schmarotzer" Matthias Grünewald Matthias Grünewald von Aschaffenburg Link bezeichnet Joachim Sandrart Link als "deutschen Correggio" Bilder mit Monogramm M. G. N. signiert eventuell Mathis Gothardt Nithardt, nicht Grünewald Link machte sich nur Errungenschaften zu Nutze, die mit Aufgabe der Kunst im Einklang standen (heilige Wahrheit verkünden) mit Absicht auf primitive Umsetzung gesetzt notiert Link "[…], dass nicht jeder große Künstler auch 'fortschrittlich' sein muss und das ein Künstler durchaus nicht mit der Zeit zu gehen hat" Lucas Cranach Lucas Cranach der Ältere (1472 - 1553) Link Albrecht Altdorfer (um 1480 - 1538) Link Bild ohne Mensch: etwas noch nicht Dagewesenes selbst Griechen Griechen : Landschaft beispielsweise als Kulisse für Schäferidyllen Mabuse (1478 - 1532) Link Der Heuwagen, um 1510, Hieronymus Bosch Hieronymus Bosch , Prado, Madrid Link bosch.jpg (zwei Versionen: San Lorenzo de El Escorial und Madrid) Hieronymus Bosch Link erschreckende Darstellungen der Mächte des Bösen Thema: Bosheit der Menschen
Sixtinische Kapelle, Vatikan (Gesamtansicht Innenraum), © picture alliance / abaca
Sixtinische Kapelle, Vatikan (Gesamtansicht Innenraum), © picture alliance / abaca

Mittwoch, 30. Juli 2014

Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Michelangelo Buonarroti Michelangelo Buonarroti (1475 - 1564) Link wollte Geheimnis der antiken Bildhauer Bildhauerei ergründen Darstellung bewegter menschlicher Körper mit Muskeln und Sehen beherrschen sezierte dazu Leichen und zeichnete nach lebenden Modellen Sixtinische Kapelle, Vatikan (Gesamtansicht Innenraum), © picture alliance / abaca Link sixtinische-kapelle.jpg u. a. mit "Erschaffung Adams": bloße Berührung von Gottes Hand zum Leben erweckt Antwort auf Brief an Michelangelo mit Anrede "Bildhauer": "Sagt ihm, dass er seine Briefe nicht an den Bildhauer Michelangelo adressieren soll, denn hier kennt man mich nur als Michelangelo Buonarroti" Stolz auf Unabhängigkeit arbeitete auch ohne Entgeld, der Sache wegen
Die (große) Geburt Christi, um 1470, Kupferstich, © Staatsgalerie Stuttgart
Die (große) Geburt Christi, um 1470, Kupferstich, © Staatsgalerie Stuttgart
Refektorium mit Das letzte Abendmahl, Leonardo da Vinci, © Kloster Sta. Maria delle Grazie
Refektorium mit "Das letzte Abendmahl", Leonardo da Vinci, © Kloster Sta. Maria delle Grazie
Mona Lisa, um 1502, Leonardo da Vinci, Louvre, Paris, © Anton Lefterov
Mona Lisa, um 1502, Leonardo da Vinci, Louvre, Paris, © Anton Lefterov

Dienstag, 29. Juli 2014

Kunstgeschichte Link Aspekte zur Geschichte der Kunst Link Ursachen, Entstehung, Funktion der Kunst in Urgesellschaft Link eine Zeit muss reif sein, etwas entdecken zu können durch C14-Methode Alter bestimmt (Mitte 20. Jahrhundert) Link notiert Link Friedrich da Fröhlich Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Mitte 15. Jahrhundert Erfindung der Buchdruckerkunst kleine Blättchen mit Heiligenbildern und Gebeten Verteilung an Pilger, für Andacht im Haus Holzschnitt = mit Messer bei Holzblock alles entfernen, was nicht gedruckt werden soll Prinzip Kupferstich ist entgegengesetzt zum Holzschnitt Kupferstich mehr Details und Effekte möglich Übernahme Kompositionsprobleme in der Graphik Raumdarstellung und naturgetreue Wiedergabe sollte Gleichgewicht der Komposition nicht zerstören Die (große) Geburt Christi, um 1470, Kupferstich, © Staatsgalerie Stuttgart Link geburt-christi.jpg Martin Schongauer (um 1445 - 1491) Link zwei Diagonale durch Blatt: kreuzen sich im Kopf der Maria (Mittelpunkt des Stiches) Druck von Bildern: setzte Ende der mittelalterlichen Kunst im Norden, Sieg der italienischen Renaissance Renaissance (Beschleunigung Informationsvermittlung) frühes 16. Jahrhundert (Hochrenaissance) berühmteste Periode italienischer Kunst Zeit von Leonardo, Michelangelo Michelangelo Buonarroti , Raffael Raffaello Sanzio da Urbino , Tizian, Correggio, Giogione (Italien) und Dürer Albrecht Dürer , Grünewald Matthias Grünewald , Holbein (im Norden) Künstler nicht länger bloß Handwerker unabhängige Meister, die Geheimnisse der Natur erforschten und in verborgene Gesetze des Universums eindrangen viele Zentren, dadurch konnten Künstler Bedingungen stellen (Rollen vertauscht, der Künstler wurde frei) Idealzustand der Architekten: Gebäude ohne Rücksicht auf ihren Gebrauchszweck, allein der schönen Maßverhältnisse, zu entwerfen Sehnsucht nach vollkommener Symmetrie und Harmonie kühner Unternehmungsgeist charakteristisch für Hochrenaissance Leonardo da Vinci Leonardo da Vinci (1452 - 1519) trat als Lehrjunge in führende Florentiner Werkstatt sah Aufgabe des Künstlers darin, gesamte sichtbare Welt zu erforschen wollte Kunst auf wissenschaftliche Grundlage stellen (Erhöhung der Anerkennung) bekam Aufträge, viele unbeendet, da er selber bestimmen wollte, was gut ist und somit weitergereicht wird Refektorium mit "Das letzte Abendmahl", Leonardo da Vinci, © Kloster Sta. Maria delle Grazie Link abendmahl.jpg aufregendes Drama da Vinci malte sich aus, wie es gewirkt haben muss, als Jesus Jesus sprach "Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten" Judas nicht von anderen abgesondert, wirkt aber isoliert gestikuliert nicht und fragt nicht 12 Jünger fügen sich in 4 Dreiergruppen trotz Vielfalt Gesamtbild klar, übersichtlich harmonisches Ineinanderspielen aller Bewegungen Mona Lisa Mona Lisa , um 1502, Leonardo da Vinci, Louvre, Paris, © Anton Lefterov Link mona-lisa.jpg Leonardos Erfindung: "Sfumato" Link Anwendung Mona Lisa: Mund- und Augenwinkel Hälften von Bild passen eigentlich nicht zusammen Horizont linke Seite tiefer als rechts Gesicht sieht dort größer und aufrechter aus Wirkung großer Kunstwerke immer rätselhaft Eindruck von Leben Lösung: Künstler muss etwas dem Besucher überlassen Mensch gewohnt, zu ergänzen was er nicht sieht Umrisse nicht ganz fest ziehen, Formen unbestimmt lassen Licht und Schatten ineinander verschwimmen lassen Fantasie Spielraum überlassen Lebendigkeit durch Abweichung von Natur
Reiz der Selbstbeschränkung: Charaktere Luigi und Mario, Mario-Spielreihe
Reiz der Selbstbeschränkung: Charaktere Luigi und Mario, Mario-Spielreihe
Lucas I (1986 - 1987), Öl und Bleistift auf Leinwand, Chuck Close, Metropolitan Museum of Art
Lucas I (1986 - 1987), Öl und Bleistift auf Leinwand, Chuck Close, Metropolitan Museum of Art
Der Heilige Dominikus, Andachtsbildnis in Zelle des Klosters von San Marco, Florenz
Der Heilige Dominikus, Andachtsbildnis in Zelle des Klosters von San Marco, Florenz
Madonna im Rosenhag, um 1445, Stephan Lochner, Wallraf-Richartz-Museum
Madonna im Rosenhag, um 1445, Stephan Lochner, Wallraf-Richartz-Museum

Montag, 28. Juli 2014

Friedrich Fröhlich, faul faul E-Mail von Christian, 26.7.: "Das Entscheidende ist wohl Deine von Dir aufgedeckte mangelnde Motivation. Das musst Du ernst nehmen und daran arbeiten. Lass das mit der Muse Muse einfach mal weg. Es geht eher um selbstbestimmte Motivation (= intrinsisch)." notiert Link Bildpunkte eines Porträts zufällig neu anordnen (Information bleibt enthalten, aber nicht lesbar) Kunstlehre Link "Die Ästhetik des Pixels in der modernen Kunst", Alice Strunkmann-Meister Link Reiz der Selbstbeschränkung: Charaktere Luigi und Mario, Mario-Spielreihe mario.jpg bewusste Verpixelung in Zeiten der fast nicht mehr Wahrnehmbarkeit der kleinsten Einheit Lucas I (1986 - 1987), Öl und Bleistift auf Leinwand, Chuck Close Chuck Close , Metropolitan Museum of Art Link chuck-close.jpg Chuck Close (* 1940), Maler, Fotorealist Link notiert Link mit durch Komprimierung entstehenden Artefakten arbeiten / Artefakte einfarbiger Flächen über Foto legen Technik Pointillismus Pointillismus : farbige Punkte gleichmäßig und strukturiert über Leinwand verteilt Paul Klee Paul Klee : "Auch das 'Ich' ist ursprünglich ein Punkt" (Pädagogisches Skizzenbuch, 1925) Vincent van Gogh Vincent van Gogh , Pixel Art Link Vorlesungsreihe "Aspekte zur Geschichte der Kunst", Prof. Dr. Daniela Hammer-Tugendhat (Kunst in der Urgesellschaft bis 19. Jahrhunderts) Link Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Tradition und Erneuerung (15. Jahrhundert Italien) Welt spiegeln, nicht nur heilige Geschichte nacherzählen bis 14. Jahrhundert Kunst in verschiedenen Teilen Europas parallel entwickelt Zünfte Künstler musste beweisen, dass er Meister seiner Kunst war danach durfte er Werkstatt eröffnen, Lehrlinge beschäftigen, Aufträge annehmen keine öffentliche Kunstschulen, Lehre bei Meister der Stadt unendliche Vielfalt an Meistern, Schulen, Experimenten Florenz: Anfang Umwälzung in der Kunst Brunelleschis Programm: Formen der antiken Architektur, Säulen, Giebel, Gesimse, in Baukunst einführen Beispiel: Kirche mit Fassade, die Triumphbogen im römischen Stil darstellt antike Antike Bauform musste Bedürfnisse eines Wohnhauses mit Mauern und Fenstern angepasst werden antike Form = Ausschmückung (Säulenordnung vorgetäuscht, Grundstruktur des Gebäudes nicht verändert) Leon Battista Alberti übersetzt gotischen Entwurf in antike Form (gotische Spitzbögen gemildert, antike Ordnungselemente benutzt) Der Heilige Dominikus, Andachtsbildnis in Zelle des Klosters von San Marco, Florenz Link angelico.jpg Fra Angelico (um 1386 - 1455), Maler Link Verkündung mit schlichter Anmut erzählt (kaum Andeutung greifbarer Körperlichkeit), wirkt umso ergreifender Andrea Mantegna Andrea Mantegna (1431 - 1506), Maler und Kupferstecher Link Illussion von Raumtiefe erschaffen: Licht jede Entdeckung schafft zugleich neue Schwierigkeiten (Gefährdung eines gefälligen und befriedigenden Ganzen) Versuch richtige Zeichnung (Körper) mit harmonischer Komposition (Dreieck) zu verbinden 15. Jahrhundert im Norden Baukunst: Kluft zwischen Norden und Süden (vor allem Florenz) gotischer Stil (Spätgotik Gotik ) im 15. Jahrhundert in Frankreich, Deutschland, England, Spanien "Flamboyanter Stil" = unendliche Vielfalt von Zierraten, wirkten zum Teil wie Märchenschlösser "Perpendicular Style" = gerade Linien statt Kurven und Bögen vorgezogen Grundriss einfacher, Kirche ohne Seitenschiffe, keine Pfeiler und steile Spitzbögen in Malerei nicht beachtet: math. Gesetze der Perspektive, Anatomie, Studium römischer Denkmäler Madonna im Rosenhag, um 1445, Stephan Lochner, Wallraf-Richartz-Museum Link lochner.jpg Stephan Lochner (um 1400 - 1451), Maler Link u. a. Vorbild für Romantiker im 19. Jahrhundert (Zauber einfacher Frömmigkeit, kindliches Gemüt)
Das Verlöbnis der Arnolfini, 1434, Jan van Eyck , © National Gallery, London
Das Verlöbnis der Arnolfini, 1434, Jan van Eyck , © National Gallery, London

Dienstag, 22. Juli 2014

Kunstkritik Link "Die Beschwerde" (20/30), Pullmann & Muse Muse Link "Eine Schaffenskrise, Herr Pullmann?" - "Eine Kunstkrise, Frau Muse." Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Frührenaissance (15. Jahrhundert) / Wiedergeburt / Wiederbelebung Link gotisch Gotik = barbarisch = Schimpfwort der Italiener Italiener gaben den Goten Schuld am Sturz Römisches Reich Stimmung vom Zukunftsglaube und Selbstbewusstsein in Handelsstadt Florenz am größten führendes Mitglied Florenzer Künstlergruppe: Filippo Brunelleschi (1377 - 1446) Link studierte wahrscheinlich Tempel und Paläste in Rom Römer Wunsch auf neue Architektur, die Elemente der klassischen Baukunst frei nutzt mit Säulen, Pilastern Link und Bögen gearbeitet Unterschied gotische Kunst: keine hohen Fenster oder schlanke Pfeiler antike Antike Säulenordnung verwendet, jedoch ohne statischer Bedeutung Brunelleschi: Erfinder der Perspektive Masaccio, italienischer Maler (1401 - 1428) Link für Renaissance-Meister neue Techniken und Entdeckungen niemals Selbstzweck eingesetzt, um Bedeutung ihrer Themen besser verstehen zu können Donatello, italienischer Bildhauer Bildhauerei (um 1386 - 1466) Link menschlichen Körper am lebenden Modell studiert Modelle: meist Werkstattgenossen auch nördlich der Alpen schwappte Wunsch Wiedergeburt Antike über Claus Sluter Claus Sluter , niederländischer Bildhauer Gotik (um 1350 - 1405) Link Jan van Eyck Jan van Eyck , flämischer Maler (1390 - 1441) Link Merkmale: Wiedergabe Raum mit Konstruktion perspektivischem Liniengerüst, Kenntnisse in Anatomie, Gesetze der Verkürzung Das Verlöbnis der Arnolfini, 1434, Jan van Eyck Link, © National Gallery, London janvaneyck.jpg Signatur Künstlersignatur im Bild mit "Johannes de Eyck fuit hic" ("Jan van Eyck war hier") "Natur einen Spiegel Spiegelbild vorhalten" Erfinder der Ölmalerei Bindemittel Tempera = Ei Öl: genauer arbeiten, da längere Trocknungszeit, durchsichtige Farben, Schichten übereinander Konrad Witz, schweizerischer Maler (um 1400 - 1446) Link Arbeit mit wirklicher Landschaft (Genfer See) in Verbindung mit christlicher Geschichte erschöpft Buch zur Seite gelegt
Modell der Casa del Poeta Tragico, Blick ins Atrium, Maßstab 1 : 20
Modell der Casa del Poeta Tragico, Blick ins Atrium, Maßstab 1 : 20
The Gif Connoisseur #358
The Gif Connoisseur #358
Der Glaube, um 1305, Giotto di Bondone
Der Glaube, um 1305, Giotto di Bondone
Westfassade von Exeter, England (zwischen 1350 und 1400), © Klaus D. Fiebich
Westfassade von Exeter, England (zwischen 1350 und 1400), © Klaus D. Fiebich
Selbstporträt, zwischen 1379 und 1386, St.-Veits-Dom, Prag
Selbstporträt, zwischen 1379 und 1386, St.-Veits-Dom, Prag

Samstag, 19. Juli 2014

Kunstgeschichte Link Ausstellung Griechische Griechen , etruskische und römische Römer Antike Antike Link Antikenmuseum der Universität Leipzig Universität Leipzig Link 450 Objekte aus 2500 Jahren griechischer, etruskischer (nördliches Mittelitalien) Link und römischer Antike Modell der Casa del Poeta Tragico, Blick ins Atrium, Maßstab 1 : 20 Link casa-del-poeta.jpg älteste Funde aus vorgriechischen Kulturen der Ägäis Link Keramiken und Kleinplastiken aus Bronze der "geometrischen Zeit" (9. / 8. Jahrhundert v. Chr.) Vasenbilder mit Helden, Götter und Alltag der Menschen Übergang zwischen verschiedenen Stilen sehr fließend (Darstellung Körper nach ägyptischem Vorbild, Verkürzung Füße) The Gif Connoisseur #358 Link mann.gif Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich auch im 13. Jahrhundert wurden italienische Kirchen nach griechischer Manier geschmückt (Herrschaft des konservativen östl. Stils) Vorteile für Bildhauer Bildhauerei : Raumillusion durch Verkürzung, Licht und Schatten erledigten sich von selbst Giotto di Bondone (ca. 1267 - 1337) Link byzantinische Unwandelbarkeit unterbrochen Freskomalerei (zuvor in Wasser eingesumpfte Pigmente auf frischen Kalkputz aufgetragen) Link Der Glaube, um 1305, Giotto di Bondone giotto-di-bondone.jpg Gemälde täuscht Freiplastik vor Schaffung von Illusion Illusionsmalerei heilige Geschichte sollte sich direkt vorm Betrachter abspielen Predigten der Bettelmönche: Aufforderung, sich beim Lesen der Bibel Gott zu vergegenwärtigen, wie es ausgesehen haben müsse Bild kein Schriftersatz mehr für Analphabeten Künstler signierten meist nicht (Ruhm und Ehre der Kathedrale Kathedrale überlassen) 14. Jahrhundert Bürgen fühlten sich von Macht der Kirche und Feudalherren weniger abhängig Geoffrey Chaucer (ca. 1343 - 1400) Link Motive: Ritter, Knappen, Mönche, Handwerker statt Thema Gewaltigkeit (so groß wie möglich) - Thema Raffiniertheit Westfassade von Exeter, England (zwischen 1350 und 1400), © Klaus D. Fiebich Link exeter.jpg Verfeinerung / Vorliebe für Anmutige und Zarte / "Decorated Style" Bedarf an Entwürfe für weltliche Bauwerke (Rathäuser, Zunfthäuser, Schulen, Paläste, Brücken, Stadttore) Ziel: vollendete Ausführung jeder Einzelheit Darstellung Schönheit Hände, Fältchen Ellbogen, Sorgfalt Verarbeitung durch Giottos Kunst wirkte byzantinische Manier steif und unmodern Peter Parler Peter Parler (ca. 1330 - 1399) Link deutscher Bildhauer und Dombaumeister im Mittelalter Selbstporträt Selbstbildnis , zwischen 1379 und 1386, St.-Veits-Dom, Prag Link selbstportraet.jpg vermutlich erstes Selbstbildnis eines Künstlers Europa = eine Einheit (römische Kirche) "internationaler Stil" oder "weicher Stil" Vorliebe für das Zarte und Lyrische / geschwungene Linien, heitere Motive üblich im Mittelalter: Kalender mit Darstellung Jahresverlauf (Säen, Jagen, Ernten) trotz fehlender Tiefendimension Illusion der Lebenstreue mit Vergrößerungsglas sorgfältige Einzelbeobachtung Künstler studierten Natur, legten sich Skizzenbücher zu systematische Studien Pflanzen- und Tierwelt Erforschung Gesetze des Sehens (Verlangen es Griechen und Römern gleichzutun)
(Künstlerdünnschiss)
(Künstlerdünnschiss)
Naumburger Dom und seine Stifter, © Jan Siegmeier
Naumburger Dom und seine Stifter, © Jan Siegmeier

Freitag, 18. Juli 2014

Friedrich Fröhlich, zweifelnd Standpunkt Link Ich kann noch nicht einmal sagen, ich würde mir eine berufliche Chance verbauen, sollte ich mit dem Kunststudium an der Hochschule vorzeitig aufhören. So oder so gibt es nicht viele Künstler, die von ihrer Kunst leben können. Würde ich vorzeitig aufhören, hätte ich mich lediglich der Möglichkeit beraubt, auf vorgestanztem Wege Unmengen an Wissen zu erlangen und kostenfreie Unterstützung beim Umsetzen von Ideen zu erhalten. So oder so werde ich mich nach Beendigung des Studiums fragen müssen, welchen beruflichen Weg ich nun einschlagen werde. Einmal halt mit fundierterem Wissen, als auf autodidaktischem Pfad erlangbar ist. Das sollte ich nutzen. Die drei Jahre Hauptstudium können selbst im schlimmsten Fall nur bedeuten, drei Jahre zu viel für Kunst investiert zu haben. Ob mit 29 oder 32 Lebensjahren in die Arbeitswelt eintauchen ist sicherlich einerlei. Vordiplom Vordiplom Link Durchschnitts-Künstler Standpunkt Link Wie heute erfahren, scheint die Gesamtnote für meine Vordiplom-Arbeit gerade einmal schlechtes Mittelmaß zu sein. Sehr schlechtes Mittelmaß. Andere Studenten im selben Studiengang wurden mit 1.0, mit 1.1, mit 1.2 usw. bewertet. Zwar bin ich mit der Note insofern zufrieden, weil ich schon seit einiger Zeit nicht mehr hinter der Arbeit stand. Und mit der Überlegung, was ich leisten könnte, wäre ich doch nur motivierter und würde einen Sinn hinter dem Ganzen erahnen, sehe ich - sofern ich mich jetzt endlich mehr für Kunst begeistern könnte - für die nächsten drei Jahre gut gewappnet. In jedem außerkünstlerischem Studiengang wäre mir ein Durchschnitt recht gewesen. Aber beim Kunststudium, wo es vorrangig um die Umsetzung eigener Ideen geht und nicht um auswendig lernen vorhandenen Wissens, scheint es mich doch auf persönlicher Ebene außerordentlich zu stören. "Der Durchschnittskünstler bringt Durchschnittliches hervor und nie sehr Schlechtes. Das anerkannte Genie Genie hingegen schafft entweder wahrhaft große Werke oder absoluten Schund." (Tolstoi) notiert Link Schriftzug "Durchschnittskünstler" mit Stempel "Du bist nicht allein!" (Künstlerdünnschiss Künstlerdünnschiss ) kuenstlerduennschiss-k.gif Kurs Spielwiese für Hard- und Softwareprojekte Link Funkuhrwerk auseinandergebaut mit 2 Spulen Lösungswege für mechanisches Problem erörtert Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich 12. Jahrhundert Normannen Link landen in England neue Feudalherren in England: Bischöfe und Adlige Macht durch Errichtung von Klöstern und Kathedralen Kathedrale demonstriert Name für Stil der Bauwerke: normannisch (England) und romanisch (übriges Europa) Kirche häufig einziger Steinbau in Dörfern ähnelten Form der Basiliken Basilika (Mittelschiff, Chor, 2 oder 4 Seitenschiffe) weiterhin Kirchen in Kreuzformen Unterschied: Basiliken trugen oft gerades Gebälk aus Holz (Feuergefahr) romanische und normannische Kirchen: Rundbogen auf wuchtigen Pfeilern Aufgabe: kirchliche Lehre ausdrücken Bildwerke in feierlicher Starre, gerade deshalb eindrucksvoll jede Einzelheit der Kirche: Zweck und Sinn Vergleich unterschiedlicher Kunstepochen (Völkerwanderungszeit mit Drachenskulpturen, Laokoon Laokoongruppe -Gruppe mit Schlangen und Kerzenleuchter von Gloucester Link) lateinische Inschriften erklären Sinn jeder Figur Malerei wurde zur Bilderschrift Kirchenfenster: von wirklichen Schattierungen und Farben in Darstellungen befreit "Weil sie nicht mehr an das Natürliche gebunden waren, konnten sie das Übernatürliche darstellen" notiert Link Zitat eventuell wichtig für mögliche Kosmos Kosmos -Arbeiten 13. Jahrhundert im Osten blieb Stil jahrtausendelang unverändert, im Abendland ständig Neues einfache Pfeiler genügten, um Gurte zu tragen Mauerwerk dazwischen nur Füllsel Link Grundgedanke gotischer Kathedralen: statt schwerer Steinwände große Glasflächen keine halbrunden Bogen, sondern zwei Kreissegmente andeinander gelehnt (Grundgedanke Spitzbogen) je nach Bedürfnissen flacher oder steiler gestaltbar kaum eine griechische Griechen Kathedrale oder Bischofskirche zur Vollendung gebracht (zu gewaltig im Ausmaß) durch Riesenmaße wirkt "unsere kleine Menschenwelt ganz winzig und nichtig" notiert Link für Kosmos-Arbeiten Größenunterschied Mensch versus Kirche nicht unwichtig; Kathedralen ansehen, wie Naumburger Dom Naumburger Dom buntes Glas statt kalt und abweisende Wände 1200 n. Chr. entstanden in Frankreich, England, Spanien und im Rheinland prächtige Kathedralen steinernen Gestalten sollte Leben eingehaucht werden Körpergerüst unter dem Gewand fühlbar gemacht (Konturen Arme und Hände durch Stoff sichtbar) Naumburger Dom und seine Stifter, © Jan Siegmeier Link stifter.jpg Stifter des Naumburger Doms: für Künstler nur Namen, denen er Leben spendete Künstler im 13. Jahrhundert wollten nicht mehr nur Vorbilder aus Musterbüchern abzeichnen Ausbildung und Erziehung des Künstlers: als Lehrling bei Meister angefangen; Anweisungen befolgt und unbedeutende Bildteile ausgeführt; Szenen aus Büchern kopiert und neu arrangiert Aussehen Abgebildeter unwichtig (Künstler gab König Krone und Zepter, Bischof Mütze und Krummstab und versah die Skulptur mit dem jeweiligen Namen) Frankreich im 13. Jahrhundert reichste und mächtigste Land Europas Universität von Paris = Mittelpunkt abendländisches Geistesleben
Der persische Prinz Humay trifft die chinesische Prinzessin Humayun in ihrem Garten, zwischen 1430 und 1440, © Musée des Arts décoratifs
Der persische Prinz Humay trifft die chinesische Prinzessin Humayun in ihrem Garten, zwischen 1430 und 1440, © Musée des Arts décoratifs
Der hl. Matthäus, um 830, © Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte
Der hl. Matthäus, um 830, © Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte

Donnerstag, 17. Juli 2014

Kurs Spielwiese für Hard- und Softwareprojekte Link Beratung in Läden für Schnittstelle Schrittmotor / Uhrwerk Vogel-Modellsport Link Bahn+Hobby Günsel Link Riedel Feinmechanik (Eisenacher Straße 72) kein befriedigendes Ergebnis morgen versuchen ein Rad von anderem Uhrwerk zu verwenden (an Schrittmotor befestigen) Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Religion des Nahen Osten / Auseinandersetzung mit Bilderfrage strenger als Christentum Gott ursprünglich alle Arten von Bildern verboten Menschendarstellungen verboten, aber in Mustern und Formen existiert spätere Sekten des Islam weniger streng gestatteten Menschendarstellungen und Illustrationen, solange Thema <> Religion Illussion der Wirklichkeit nicht mehr gegeben als in byzantinischer Kunst Link keine Verkürzungen, kein Licht und Schatten Der persische Prinz Humay trifft die chinesische Prinzessin Humayun in ihrem Garten, zwischen 1430 und 1440, © Musée des Arts décoratifs Link Link persischer-prinz.jpg in China Wirkung der Religion auf Kunst noch stärker Bestattungsbrauch: Illustrationen aus Mythen und Sagen in Grabkammern weniger eckige Formen, mehr geschwungene Linien Einstellung zur bildenden Kunst: Maler auf einer Stufe mit Dichtern gestellt in Bildern weniger Vertretung Glaubensmeinung, mehr Hilfsmittel zur Meditation viele Landschaftsbilder kompliziertes geregeltes Spiel, vieles bereits festgelegt neue Themen erst durch Berührung mit abendländischer Kunst im 18. Jahrhundert 6. bis 11. Jahrhundert in Europa Mittelalter, folgte auf Sturz des Römischen Reichs viele Überlieferungen verschwanden durch Krieg, Plünderungen, Katastrophen Einfälle durch bewaffnete Banden aus dem Norden germanische Stämme / "Barbaren" (Goten, Vandalen, Angelsachsen, Dänen, Wikinger) mit eigenen Vorstellungen von Kunst Meister der Goldschmiedekunst, Holzschnitzer Vorliebe für komplizierte Ornamentik Motive: Drachenkörper und ineinander verstrickte Vögel mit Bildern böse Geister bannen Mensch wirkt wie Muster, Gewand wie verflochtene Bänder, Gesicht wie erstarrte Maske Maske heutige Vorstellung vom Künstler: muss originell sein damals: wenn herkömmliche Art ihren Zweck erfüllt, blieb es so bestehen Künstler hatten dennoch genug Spielraum Der hl. Matthäus, um 830, © Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte Link heilige-matthaeus.jpg "heilige Matthäus schreibt sein Evangelium; gewöhnlich im Beisein des Engels, der ihm diktiert oder assistiert" "Augenblick von ungeheurer und aufregender Bedeutung für die Geschichte der Menschheit darstellen" Ehrfurcht und Erregung (=Emotion) durch Stil ausgedrückt Darstellung bei Ägyptern = was sie wussten, bei Griechen Griechen = was sie sahen, im Mittelalter = was sie fühlten es ging nicht um Wirklichkeit naturgetreu darzustellen Papst Gregor des Großen Link: "Was die Schrift für die bedeutet, die lesen können, das leistet das Bild für die, die es nicht können" Beschränkung auf wesentliche Dinge Kunst nicht ausschließlich im Dienste der Religion andere Gebiete: Ritter und Herren vieles vergessen, da Burgen oft zerstört kirchliche Bildwerke mit mehr Ehrfurcht behandelt weltliche Bildwerke: übermalt oder weggeworfen, wenn unmodern geworden
Der Altar des Zeus aus Pergamon, zwischen 164 und 156 v. Chr., © Staatliche Museen Berlin
Der Altar des Zeus aus Pergamon, zwischen 164 und 156 v. Chr., © Staatliche Museen Berlin
Kopf Buddhas, 4. - 5. Jahrhundert n. Chr., gefunden in Hadda
Kopf Buddhas, 4. - 5. Jahrhundert n. Chr., gefunden in Hadda
frühchr. Basilika, S. Apollinare in Classe, Pavenna, um 530 n. Chr.
frühchr. Basilika, S. Apollinare in Classe, Pavenna, um 530 n. Chr.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Kunst im 4. Jahrhundert v. Chr. nicht mehr nur religiöser oder politischer Zweck Schönheit und formale Eigenschaften hervorgehoben Wetteifer zwischen Schulen Baukunst: mehrere Stile nebeneinander Säulen ionischer Tempel: weniger streng und wuchtig Praxiteles (Bilderhauer griechische Griechen Antike Antike ) Link reale Körper <> symmetrisch schöne und regelmäßige Statuen Natur wurde idealisiert menschliches Individuum sollte/konnte damit nicht dargestellt werden (spezielle Form der Nase, Stirnrunzeln, Ausdruck) Mienen ohne Ausdruck bestimmter Gefühle Generation nach Praxiteles: Ausdruck eingeführt (Beispiel Alexander der Große Alexander der Große Link) hellenistische Kunst Link neue und ungewohnte Anforderungen an Künstler korinthischer Stil Link Der Altar des Zeus aus Pergamon, zwischen 164 und 156 v. Chr., © Staatliche Museen Berlin Link pergamon.jpg Altar des Zeus aus Pergamon: dramatische Wirkung Relief nicht flach, mit fast frei stehenden Figuren Bewegtheit, Spannung, Leidenschaft wiedergeben (siehe Laokoon Laokoongruppe -Gruppe) reiche Leute finden an, Kunst zu sammeln, berühmte Werke kopieren zu lassen Schriftsteller schrieben über Kunst, Biographien zu Künstlern erschienen, Sammlung von Anekdoten wichtigstes Thema zur Zeit des Phidias Link und Praxiteles (500 v. Chr.): der Mensch Idyll darstellen (Hirten und Herden, ländliche Heiligtümer, freundliche Villen) Bilder jedoch nicht sehr realistisch (Gesetze der Perspektive und ihre Anwendung fehlten noch) entfernte Gegenstände klein, nahe oder wichtigere Gegenstände groß mit zunehmender Entfernung langsame Größenveränderung: im Altertum unbekannt 1. - 5. Jahrhundert n. Chr. wichtigstes Element der römischen Architektur: Bogen Methoden des Wölbungsbau, Beispiel Pantheon (Tempel aller Götter) Aufgabe von Römern an Künstler: Darstellung Siege und über Feldzüge erzählen / Kriegsberichterstattung Trajansäule Trajanssäule Link wichtig war nicht mehr Schönheit, Harmonie und dramatischer Ausdruck hellenistische und römische Römer Kunst verdrängte nach Christus Jesus Kunst der alten orientalischen Königreiche Kopf Buddhas, 4. - 5. Jahrhundert n. Chr., gefunden in Hadda Link Link buddha.jpg Inder: durch griechische und römische Kunst inspiriert, eigenen Erlöser (Buddha) darzustellen Judentum: lernte Darstellung der heiligen Geschichte zur Belehrung der Gläubigen je natürlicher Bilder wirkten: Verstoß gegen Bilderverbot Bilderverbot virtuoser Effekt / dramatische Szenen (um ihrer selbst willen) nicht mehr wichtig Kunst = Dienerin der Mahnung göttlicher Macht und Gnade Forderung nach Klarheit und Einfachheit 5. - 13. Jahrhundert n. Chr. Christentum Gott durch Kaiser Konstantin anerkannt (311 n. Chr.) Verhältnis Kirche Kunst musste neu durchdacht werden Tempel: kleine Zelle mit Standbild eines Gottes (Opfer und Prozessionen fanden im Freien statt) Kirche: Platz für Gemeinde benötigt frühchr. Basilika, S. Apollinare in Classe, Pavenna, um 530 n. Chr. Link basilika.jpg Versammlungsräume / lang gestreckte Säle als Vorbild (Markt- und Gerichtsräume) halbkreisartiges Podium für Vorsitzende der Versammlung oder für Richter Nische/Apsis genutzt als Hochaltar Hauptsaal in Mitte für Versammlung Gemeinde (Mittelschiff) in Kirchen: keine Statuen (siehe 5. Buch Mose, 27,15) Streit um Darstellung/Nichtdarstellung in Kirchen einige sahen in Malerei Mittel zum Zweck (Gemeinde wird an Lehre erinnert) Darstellung so einfach wie möglich gehalten, nicht vom frommen Zweck abgelenkt keine naturgetreuen/realistischen Szenen Gestalten in strikter Vorderansicht (ägyptische Ideen kommen wieder zum Vorschein) Bilderstürmer/Ikonoklasten gewannen im 7. Jahrhundert n. Chr. an Bedeutung Link in Ostkirche wurde jedwede religiöse Kunst verboten Bildverehrung erst wieder nach 1. Jahrhundert n. Chr.
Totenklage im geometrischen Stil, etwa 700 v. Chr., © Archäologisches Nationalmuseum, Athen
Totenklage im geometrischen Stil, etwa 700 v. Chr., © Archäologisches Nationalmuseum, Athen
Diskobolos, römische Marmorkopie aus der Villa Adriana, © British Museum, London
Diskobolos, römische Marmorkopie aus der Villa Adriana, © British Museum, London

Dienstag, 15. Juli 2014

Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich in ägyptischen Bildern wirkt nichts zufällig, ungefähr Anfang der Arbeit: Liniennetz an Wand gezeichnet und Figuren verteilt Stil = Gesetz, dem sich alle Schöpfungen einer Epoche unterordnen ägyptische Künstler geltende Regeln von frühester Jugend auf gelernt sitzende Stauen: Hände auf Knien gelegt Männer: dunklere Haut Haut als Frauen Aussehen ägyptischer Götter genau festgelegt in 3.000 Jahren nur wenig Veränderung in 18. Dynastie brach König Amenophis IV mit vielen geheiligten, uralten Gebräuchen und Überlieferungen wollte vermutlich Darstellung von Schwächen zulassen Frau bei ihm nicht kleiner dargestellt als er selber Kunst Mesopotamien Link weniger bekannt keine Steinbrüche = Gebäude aus Ziegel, im Laufe der Zeit verwittert Brauch: Siegesdenkmäler errichten mit Information, welcher Stamm unterworfen / wie viel Beute gemacht wurde weniger starr/strenge Darstellung Griechenland Griechen , 7.-5. Jahrhundert v. Chr. Kunst griechischer Stämme sah die ersten Jahrhunderte "barbarisch" aus Totenklage im geometrischen Stil, etwa 700 v. Chr., © Archäologisches Nationalmuseum, Athen Link totenklage.jpg überboten in Starrheit der Ägypter, nur mit einfachen geometrischen Mustern gearbeitet Bauten in nicht ägyptisch-kolossalem Ausmaß (von Menschen für Menschen gebaut) kein göttlicher Herrscher über Griechen Vorbild für steinerne Statuen: Ägypter und Assyrer Link Ägypter: Gründung Kunst auf Wissen Griechen: Gründung Kunst auf Wahrnehmung Füße nicht zu fest auf Boden: Statuen wirken lebendiger Mundwinkel nach oben gezogen: Gesicht wirkt belegt Maler waren angesehener als Bildhauer Bildhauerei (Vorstellung nur durch Bildschmuck möglich) es ging nicht mehr darum, alles zu zeigen, was man wusste Entdeckung der Verkürzung: Fuß von vorne darstellen (5 Zehen wie eine Reihe kleiner Kreise) klarer Umriss weiterhin wichtig Standbilder von "Heidengötter" häufig nicht mehr vorhanden, da vom Christentum Gott zerstört Bildwerke in Museen meist nur Kopien zweiter Hand (als Andenken und als Schmuck für Gärten oder Bäder angefertigt) Zeustempel von Olympia von Standbildern von Athleten und Sportsleuten umgehen Teilnehmer waren Mitglieder großer Familien häufig nur Sockel erhalten, da aus Bronze gefertigt (im Mittelalter eingeschmolzen, da Metall knapp wurde) Augen: aus farbigen Steinen gebildet Haare, Augen, Lippen vergoldet = Leben und Wärme Diskobolos, römische Römer Marmorkopie aus der Villa Adriana, © British Museum, London Link diskuswerfer.jpg Haltung vom Diskuswerfer nicht wichtig Bildhauer Myron schaffte es, der Bewegung Herr zu werden, so wie Malerei den Raum eroberte
Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild
Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild
Totempfahl, Alaska
Totempfahl, Alaska
Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609 - 2584 v. Chr., Bild Kunsthistorisches Museum Wien
Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609 - 2584 v. Chr., Bild Kunsthistorisches Museum Wien
Der Garten von Nebamun, Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr., © British Museum, London
Der Garten von Nebamun, Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr., © British Museum, London

Montag, 14. Juli 2014

Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Versuch eines Porträts von mir, nach ägypthischem Vorbild friedrich-k.jpg Die Kunst der Urzeit, der Primitiven und Altamerikas Anfänge der Kunst: ungewiss Kunst seit 200 Jahren = Luxus, Museen und Ausstellungen vorbehalten, Kostbares, Nutzloses Schnitzen und Malen hatten einst praktischen Zweck Häuser und Hütten sollten vor Witterung schützen, Bilder vor anderen Einflüssen / zum Zaubern Unterscheidung Wirklichkeit und Bild: bei manchen "Primitiven" nicht vorhanden in Höhlen in Südfrankreich und Spanien Malereien entdeckt (15.000 - 10.000 v. Chr.) Darstellung von Mammuts, Rentiere, Wisente Link, wilde Pferde Verhältnis zu Totem (Tierverwandtschaft) Link Darstellung Wesen Mensch und Tier nicht Schönheit wichtig, sondern Brauchbarkeit (wie zauberkräftig die Darstellung ist) Zweck und Form festgelegt, Künstler sollte nur noch vollenden (mit genug Spielraum) Geschichte der Kunst <> Geschichte technischer Fortschritt Geschichte der Kunst = Geschichte sich wandelnder Vorstellungen und Bedürfnisse Masken: Beziehungen einzelner abgebildeter Teile zueinander wichtig / Einheitlichkeit und ornamentale Harmonie Totempfahl, Alaska Link totempfahl.jpg Gestalten und Totemtiere der Mythologie als Ornamente darstellen nordamerikanische Indianer: scharfe Naturbeobachtung mit vollständiger Nichtbeachtung des wirklichen Aussehens der Dinge Maske Maske mit Adlerschnabel = Adler Totempfahl Link heute vieles nicht mehr verständlich (damals schon Konzeptkunst Konzeptkunst ?) Kunst für die Ewigkeit (Ägypten, Mesopotamien, Kreta) es führt kein Weg von der Höhlenmalerei Höhlenmalerei zur Kunst von heute ungebrochene Tradition vom Meister zum Lehrling, vom Lehrling zum bewundernden Nachahmer wir sind Schüler der Griechen Griechen König = göttliches Wesen nach Tod Sterben wieder in den Himmel hinaufsteigen himmelwärts aufragende Pyramide sollten vermutlich Weg erleichtern Seele im Jenseits nur existent, wenn Leib erhalten bleibt Grabkammern gefüllt mit Zaubersprüchen und Gebeten, um Reise ins Jenseits zu erleichtern Pyramide = ältestes Denkmal menschlicher Baukunst Ersatzkopf, Altes Reich, 4. Dynastie, ca. 2609 - 2584 v. Chr., Bild Kunsthistorisches Museum Wien Link aegyptischer-koenig.jpg Aussehen vom König durch Bildnisse in Granit erhalten Seele dauert im Bild fort (ägyptisches Wort für Bildhauer Bildhauerei : "Er, der am Leben erhält") Bildhauer sollte Modell nicht schmeicheln oder flüchtigen Moment Moment festhalten auf Vollständigkeit, nicht auf Schönheit bedacht (erinnert an heutige Landkarten) aufs Wesentliche reduziert, strenge Konzentration auf Grundformen des menschlichen Antlitzes charakteristisch für ägyptische Kunst: Vereinigung von abgezirkelter Regelmäßigkeit und aufmerksamer Naturbeobachtung Bilder sollten "am Leben erhalten" Der Garten von Nebamun Garten von Nebamun , Wandgemälde aus einem Grab in Theben, um 1400 v. Chr., © British Museum, London Link garten-nebamun.jpg Darstellung von charakteristischster Seite Seitenansicht: Kopf, Arme (Bewegung), Beine (Bewegung), Bauch Frontalansicht: Auge, Schulter, Oberkörper, Hände mit zwei linken Füßen Wichtigkeit durch Größe der Darstellung gegenüber anderen Personen ausgedrückt Kunstkritik Link Pullmann & Muse Muse Link Künstler versus Kulturschaffender, Kunst machen versus Kultur machen Kunst = eigener, persönlicher Zugang; widersetzt sich Normen Kultur = kollektiver Prozess; sicheres Fortbestehen (Rituale) mit Elend von Menschen Kunst machen ethisch korrekt? "Das Anliegen wird missbraucht, um Kunst zu machen. Die Kunst wird missbraucht um den Missbrauch zu beschönigen." Provokation von Avantgardisten Link = Werbetricks, um aus der Masse herauszustechen Avantgardist kritisiert gesellschaftliche Wirkungslosigkeit der Kunst Publikum amüsiert, beschimpft zu werden Wirkung von Kunst / Sinn von Kunst Kunst = Ver-rückt-sein der Perspektive zum alltäglichen Leben
Bildnis der Mutter, Albrecht Dürer, 1514
"Bildnis der Mutter", Albrecht Dürer, 1514
Engel (Ausschnitt eines ALtars), Öl auf Holz, Hans Memling, um 1490
Engel (Ausschnitt eines ALtars), Öl auf Holz, Hans Memling, um 1490
Madonna im Grünen, 1505 - 1506, Öl auf Holz, Raffael
Madonna im Grünen, 1505 - 1506, Öl auf Holz, Raffael

Sonntag, 13. Juli 2014

Kunstgeschichte Link Die Geschichte der Kunst Link Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich es gibt "die Kunst" nicht, es gibt nur Künstler Bedeutung je Zeit und Ort andere Nachdenken und Reden über "Wesen der Kunst" hat Künstler mehr geschadet als genutzt Ablehnung Kunst aus persönlicher Erinnerung (falscher Grund) Vorliebe für Hübsches und Gefälliges; Ablehnen von weniger Anziehendem vermeiden "Bildnis der Mutter", Albrecht Dürer Albrecht Dürer , 1514 Link bildnis-mutter.jpg großes Kunstwerk durch unbedingte Ehrlichkeit Begriff "Schönheit" was schön ist, ändert sich so oft wie Geschmack und jeweils geltende Maßstäbe Engel (Ausschnitt eines ALtars), Öl auf Holz, Hans Memling, um 1490 hans-memling.jpg Begriff "Ausdruck" Ausdruck leicht verständlich: schnell tief berührt und erschüttert (Beispiel: Leiden und Triumph der Passion) "Es ist nicht nur bei den Menschen so, dass uns die Zurückhaltenden und Verschlossenen häufig am liebsten sind" Geheimnis nicht auf den ersten Blick preisgeben Verzerrung der Natur: bestimmte Wirkung erzielen "Wie immer wir über moderne Künstler denken, eines können wir ihnen ruhig zutrauen: die Fähigkeit 'richtig' zu zeichnen" Neigung der Menschen, konventionelle Formen und Farben als einzig richtig zu halten (Trägheit und Widerwille) Sterne in Kinderzeichnungen Kinderzeichnung = gelbe sternförmige Formen Künstler: Welt mit neuen Augen sehen und mit hergebrachten Vorstellungen und Vorurteilen aufräumen Kunstwerk <> Ergebnis mysteriöser Tätigkeit Kunstwerk = Gegenstand vom Menschen für Menschen Bilder und Statuen in Museen häufig nicht als Kunst entstanden (sondern für bestimmte Gelegenheit und Zweck gefertigt) Künstler meist zurückhaltende Leute Aussprache über Kunst oft schwierig, da weniger leicht in Worte fassbar / eher ein Gefühl 'richtige' Gleichgewicht Madonna im Grünen, 1505 - 1506, Öl auf Holz, Raffael Link raffael.jpg (zuvor einige Studien für die "Madonna im Grünen" mit unterschiedlichen Beziehungen und Ausdrücken der Dargestellten) Frage des Geschmacks - Geschmack kann man bilden an Kunstwerke mit unvoreingenommenen Geist und offenen Sinn herantreten Gehirn Gehirn sollte nicht mit großen Worten und imposanten Fachausdrücken "voll gestopft" sein besser: über Kunst gar nichts zu wissen Menschen mit Wissen tun Dinge, die schön, ausdrucksvoll oder richtig gezeichnet sind, häufig als Kitsch Kitsch ab leerer Streit um Worte (Was ist Kunst? Was ist Kitsch?) Gefahr bei Wissen: Kunstwerk wird nicht mehr angesehen, sondern sofort mit Etikett versehen Kunstkritik Link Pullmann & Muse Muse Link Kunst sollte etwas alltägliches sein, nichts besonderes (Erfurcht entbehrlich) Übereinkunft über Sonderstellung Kunstraum Kunstraum = Kirche Banales wird zum Wunder erklärt Zelebrierung der sakralen Abgehobenheit Kunstakademien werden zu Universitäten (mehr Theorie als Praxis) Erklärungsbedarf Kunst = unerschöpflich "Theoriekünstler" Link selbsterhaltendes System ("Künstler-Professoren") "Die Malerei ist nur noch ein Zitat der Malerei" These: "Werke müssen sich in Theorie auflösen lassen, sonst sind sie nichts weiter als ästhetischer Firlefanz." berühmt werden wollen = albern Umstände wichtig, Verweise auf eigene Person, Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit) der Name, nicht die Kunst zählt Kunst ist nicht messbar, deshalb Klammern an Kuratoren Musensohn = Dichter "An den Haaren herbeigezogene Kunst ist noch schlimmer als Kitsch"