× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Mona Lisa

Selstbildnis, 1977, Gerda Lepke
Selstbildnis, 1977, Gerda Lepke
Strukturierte Vertikale Rot-Gelb-Blau, 1988, Günter Hornig
Strukturierte Vertikale Rot-Gelb-Blau, 1988, Günter Hornig
Fritz Cremer, 1965/66, Theo Balden
Fritz Cremer, 1965/66, Theo Balden
Selstbild, 1973/74, Bronze, Sabina Grzimek
Selstbild, 1973/74, Bronze, Sabina Grzimek
Selbsbildnis auf bulgarischer Ikone, 1977, Mischtechnik auf Holz, Werner Tübke
Selbsbildnis auf bulgarischer Ikone, 1977, Mischtechnik auf Holz, Werner Tübke
Ausstellung Hinter der Maske Maske Künstler in der DDR DDR , Museum Barberini (am nächsten Tag, nach handschriftlichen Notizen) Selstbildnis Selstbildnis , 1977, Gerda Lepke gerda-lepke-k.jpg mit vielen farbigen kleinen Strichen / Punkten "Selbst", 1947, Gerhard Altenbourg Kreide und Aquarell auf Karton Kleidung und Wahl Bildausschnitt nach Renaissance Renaissance unvollendet unvollendet Selbstverständnis erst wieder aneignen, nach Kriegserfahrung "Selbstinszenierung Inszenierung ", Fotografie, 1952, Evelyn Richter Serie "Wörter", Mitte 1970er, Schreibmaschinen-Arbeiten, Ruth Wolf-Rehfeldt Ruth Wolf-Rehfeldt Strukturierte Vertikale Rot-Gelb-Blau, 1988, Günter Hornig guenter-hornig-k.jpg Büsten Fritz Cremer Fritz Cremer , 1965/66, Theo Balden Theo Balden theo-balden-k.jpg durch Aufsicht Verbot Kugelschreiber weiter zu benutzen Bleistift bekommen Selstbild, 1973/74, Bronze, Sabina Grzimek Sabina Grzimek sabina-grzimek-k.jpg hervorstechende Augen "Das Lächeln der Mona Lisa Mona Lisa oder Kann Hoffnung scheitern Erfolg ?", 1976/77, Jürgen Schiferdecker Rahmen geschweißt Aufteilung wie Triptychon Triptychon Schrein mit rotem Vorhang und Relikt Selbsbildnis auf bulgarischer Ikone Ikonenmalerei , 1977, Mischtechnik auf Holz, Werner Tübke werner-tuebke-k.jpg Selbsterhöhung als gottgleicher Künstler siehe auch Albrecht Dürer Albrecht Dürer
großes Selbstbildnis und Eck-Arbeit
großes Selbstbildnis und Eck-Arbeit
Eck-Arbeit angebracht
Eck-Arbeit angebracht
Werkstatt Plastisches Gestalten weiter an Plastik gearbeitet Ausarbeitung von gestern verworfen und neu aufgebaut aktueller Zustand Modell nicht auf gesamten Körper hin bearbeiten sondern nur einzelne Bereiche, wie Rücken, Knie, Arme Diplom Arbeit im Klassenraum 120 x 160 cm Porträt aufgehangen großes Selbstbildnis und Eck-Arbeit klassediplom1-k.jpg nach Einzelgespräch mit Mark noch einmal anders herum rollen Eck-Arbeit angebracht klassediplom2-k.jpg Werkstatt Holzwerkstatt morgen bei Alberti Holzplatte 100 x 80 cm abholen als Vorschau für Einzelgespräch nutzen im Januar dann verhüllte Arbeit herstellen, inklusive Rahmung von Metallwerkstatt bei Hausmeister Hausmeister wegen Hebebühne angefragt für 1.2. - 7.2 reserviert kann am Wochenende also arbeiten Standpunkt Gespräch mit mir verhüllt verhüllt Diplom Arbeit
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Abends. Am Schreibtisch. Rede zum verhüllten Selbstbildnis geprobt. Im Hintergrund erklingt Bach.]
  • Ja! Das verhüllte Selbstbildnis über Eck hat natürlich etwas mit dem Schwarzen Quadrat zu tun.
  • Ich bin da zwiegespalten. Was das Schwarze Quadrat Schwarze Quadrat angeht. Auf der einen Seite ist eben die gedankliche Ebene. Ähm … Die ich … Die mir auch in der Hochschule, in der Hochschulzeit, …
  • [Schlucken.]
  • … vermittelt wurde. Ähm … Es ist am Ende ein … Meisterwerk. Es … äh … wird hochgehalten. Es wird als Anfang gesehen. Und … Auf der anderen Seite habe ich das Schwarze Quadrat … [Sperren: gesehen].
  • In der Schweiz.
  • Und was soll ich sagen? Das war halt ein … eine Arbeit.
  • Das heißt, wie bei der Mona Lisa Mona Lisa höchstwahrscheinlich. Oder was ja bei mir dann auch so war, als ich sie gesehen habe. Es gibt halt dieses gedankliche Konstrukt, in der Kunstgeschichte. W… W… Und es gibt die eigentliche Arbeit!
  • Das selbe wie mit dem Pissoir Marcel Duchamp !
  • In Paris und London gesehen. Hat in Realität eben … Oder … Kann den Erwartungen in Realität gar nicht … ähm … entsprechen.
  • [Schlucken.]
  • So wie es … So wie die Arbeit … ähm … in … in … in … in den Kursen behandelt wurde.
  • [Klick.]
  • Und: Ja. Bei dem Schwarzen Quadrat war das … ähm …
  • [Schlucken.]
  • … in Bezug zu, ich glaube der orthodoxen Kirche. Ähm … Bei einigen meiner Arbeiten habe ich so … Habe ich eine Verbindung … äh … eine religiöse Komponente … ähm … selbst entdeckt. Auch unter anderem nachträglich.
  • Wie zum Beispiel bei dem Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt !
  • Was für mich … äh … wie Adam … äh … ausschaut. Der, anstatt aus Lehm, aus den Geraden, aus dem Urelement, aus dem … ähm … geschaffen wird.
  • Wie auch aber bei den verhüllten Arbeiten. Ähm … Was ja auch im Christentum Gott … ähm … eine große Bedeutung hat. Beziehungsweise im Katholizismus.
  • [Zieht Rotze hoch.]
  • Mehr als im … im … bei den Evangelen.
  • Glaube ich zumindestens. Ich hab's zumindest eher bei den anderen halt entdeckt. Mit der Kreuzverhüllung und so.
  • [Schlucken.]
  • [Aufnahme Ende.]
Notizen Nr. 5, Benaki-Museum und ASFA
Notizen Nr. 5, Benaki-Museum und ASFA
Studienreise Athen 2017 documenta 14 Ausstellung Benaki Museum Notizen Nr. 5, Benaki-Museum und ASFA notizen5-k.jpg Kreide / Pigmente auf Leinwand mit Fingern malen Leinwand besticken mit kleinen Köpfen Ausstellung Athens Museum of Queer Arts lange Diskussionen wegen Lage auf Stadtplan (jeder denkt zu wissen, wo es lang geht; auch schon beim Benaki Museum), ich halte mich heraus und gehe den richtigen Weg (geschlossen) Ausstellung ASFA Vorlage Mona Lisa Mona Lisa ständig verfremdet, neue Rollen durch malen, zeichnen, … umsetzen mit Selbstbild machen Standpunkt
  • [im Bett]
  • Guter Tag.
  • [Klick]
  • Selbst das Abendessen.
  • [Klick]
  • Das gemeinsame!
  • [Klick]
  • [Stimmen im Hintergrund]
  • Denn sobald ich …
  • [Klick]
  • … gedanklich und physisch … beschäftigt bin.
  • Und zwar hier mit einem Schachspiel.
  • [Klick]
  • Habe ich gar kein Problem damit.
  • In einer Gruppe zu sein.
  • [Ausatmen-Geräusch]
  • Klingt logisch.
  • [Klick]
  • Mit den gezeigten Arbeiten, bei den Ausstellungen, weiß ich noch nicht genau.
  • War jetzt nicht so … wie gestern.
  • [Klick]
  • Die Mona Lisa hat mir halt sehr gefallen.
  • Das war zwar nicht zur Dokumenta eine Ausstellung. Oder eine Arbeit.
  • In der Universität der Künste.
  • Wo jemand … ähm … ganz viele Ausdrucke von der Mona Lisa gemacht hat. Und dann die … ähm … unterschiedlichst übermalt hat.
  • So das aus der Mona Lisa halt eine … ALLES werden konnte.
  • Von Frau. Mann. Clown. Äh. Gotik Gotik -Mensch. Was weiß ich.
  • Das würde ich mir jetzt auch noch einmal überlegen, mit meinem eigenen Porträt einfach mal zu machen.
  • Jetzt nicht als … ähm … künstlerische Arbeit.
  • Sondern … zum rumprobieren.
  • Macht sicherlich Spaß!
  • Ähm. Immer wieder das eigene Porträt zu … ähm …
  • [Klick]
  • … zu verändern.
  • Nicht bloß zu übermalen. Sondern auch zu zerschneiden. Vielleicht.
  • Oder neue Sachen anzukleben.
  • Und und und!
  • [Klick]
  • Ka plus zwei. Em plus eins.
  • [Klick]
  • Morgen freier Tag.
  • [Klick]
  • Werde um Mittag herum … höchstwahrscheinlich … zum … zur Galerie gehen.
  • Und zu dem einen Museum, wo … äh … Cy Twombly Cy Twombly … oder wie der heißt … ähm … ausgestellt ist.
  • [Schluckgeräusch]
  • [Klick]
  • Ansonsten für Samstag noch … äh … Unterhose und Hemd waschen.
  • Und eine Socke!
  • [Klick]
  • Apfelquarcktasche kaufen.
  • [Klick]
  • Guter Tag.
  • [Aufnahme Ende]
  • [Aufnahme Anfang]
  • Zuhause noch einmal weiter Erzählungen von Joochen Laabs … ähm … nachschauen.
  • Letztens im Antiquariat ja nischt gefunden.
  • Aber "Der letzte Stern" und die anderen Erzählungen sind wirklich gut.
  • [Aufnahme Ende]
Diplom Theorie weiter Schwerpunkte Gespräche ausgearbeitet aktuell bei Alexander: Frage nach Definition von Kunst Bedeutung Betrachter für Kunstsystem Teilnehmer Kunstbetrieb Kunstbetrieb Meinung vom Ausstellungsbesucher, unverständliche Kunst Hobbykünstler Hobbykünstler voreingenommen, Kunst schon definiert? Kunst und Gesellschaft Bildungsauftrag Museum Öffentliche und private Museum Fürs Ausstellen bezahlen Gerhard Richter Gerhard Richter Künstler gestaltet Ausstellung mit Galerien Künstler bezahlen Ausstellen für die Biografie Geldverdienen mit Kunst Kunst als Geschäftsmodell Kunstmarkt Künstler und Alltagssorgen Beruf Künstler Verkaufskünstler Kritik an meine Interviewführung Sicht aus der Rechtswissenschaft Kunst im Grundgesetz Gesetzgeber kann Kunst nicht definieren Kunstfreiheit Ansichten Gesprächspartner hinterfragen Geschäftsmodell Kunst Handwerk Handwerk und Kunst Begabung und angelerntes Können komische Definition von Künstler Berufsbild Künstler, Eigenschaften Rechtswissenschaftler Ausgangspunkt Begabung oder Handwerk Schreiner, Koch, Künstler Koch wirklich Künstler? Intention Intention eines Kochs Koch und Kreativität Hässlich = Kunst Kunst im weiterem und engeren Sinne Metapher Trichter Kunst als Marke Geldverdienen als Ausgangspunkt Anfang und Ende von Kunst Beuys Joseph Beuys Fettecke Erfolg Erfolg nach Tod Sterben des Künstlers Kunstbegriff abhängig vom gesellschaftlichen Wandel Wann ein Markt vorhanden ist Tisch mit Aggregat (siehe Umzugskarton Freiburg) Kunst im öffentlichen Raum Aufschrei Bevölkerung, Banalität Steuergelder Markt als Spiegel Spiegelbild für Akzeptanz Kunst Kunst ist, wenn jemand sagt, es ist Kunst Kunst im weitesten Sinne Sicht des Künstlers und Betrachters auf ein Objekt Künstler muss überzeugt sein, Kunst zu machen Formen auch von Kindern umsetzbar, ohne Begabung und Handwerk Unterschied zu Kindern: Idee Kritik am Interview Schmähgedicht und Kunstfreiheit Satire / Gratwanderung Schmähgedicht = Kunst, da Gedichtsform? Nicht jeder, der denkt, Kunst zu machen, ist Künstler Unterschied öffentliches und privates Äußern Kunst durch Wiederholung Greifbare Kunst Duchamp Marcel Duchamp Pissoir Überraschungsmomente bei moderner Kunst Porno oder Kunst? Reaktion Besucher Porno = Kunst, da im Museum Pissoir im Kunstraum und in Bahnhofstoilette Wo beginnt und endet Kunst? Kunst braucht Markt, wird ausgestellt, bekommt Wert Markt = Interesse geweckt Gibt es Kunst ohne Markt? Gute Kunst Alltag im Kunstraum Kunst kaufen, da begrenzt, begehrt, teuer Kunst kaufen bei Stiftungen Art Basel Unterschiedliche Interessen von Künstler und Käufer Hohe Verkaufspreise kommen nicht bei Künstler an Ausstellungsvergütung Tee trinken Kunst, da ausgestellt, da öffentliches Interesse Kunst muss berühren Kunst akzeptieren, da ahnungslos Kleiner Kreis bestimmt was ausgestellt wird Und keiner geht hin! Neue Musik Neue Musik Neues (nicht verständlich) = Entwicklung Kunst von Gesellschaft akzeptiert: Stillstand Stillstand Neue Kunst in 100 Jahren anerkannt Gesetzgeber subventioniert neue Kunst Kunst als Kulturgut Gesetzgeber = Vertreter Volk Steuermittel für Kunst und Fußball Anforderungen von Unternehmen an Kunst Schamgefühl Muss Kunst dich berühren? Voraussetzungen, sich auf Kunst einlassen können Verweilen verändert Wahrnehmung Erst Infokärtchen lesen, dann Kunst sehen Alexander als Aufsichtsperson Kriterium Größe und Maltechnik Erster Eindruck, das Wie und Was White Painting Robert Rauschenberg Weiße Leinwand als Dekoration White Painting kaufen = Luxusproblem und Mut Genialität Genie Kunst, da Erster Kopie Hätte ich auch gekonnt! Natur im Kunstraum Kunst, da im Kunstraum Objekt in seiner Normalität = Kunst reale Schäbigkeit gemalt = genial Extrem weiter Kunstbegriff Alexanders Tipps für mich Geldwert Meine Zukunft als Künstler Künstler und Hartz 4 Günther Uecker Günther Uecker Auf den Zug aufspringen Erwartungshaltung bei Kunst (wie Mona Lisa Mona Lisa Hype) Materielle Ebene wichtig Über das Handwerk Zugang finden Tate London Jeff Koons Jeff Koons Erste Frage: Material Alltägliche in Kunst transformiert M. C. Escher M. C. Escher Jeff Koons und der Kunstmarkt Emotionalität kein Grund Große Skulpturen und große Gemälde Kunst = subjektiv Assoziationen aufgrund Größe Jeff Koons = Geschäftsmodell? Der Künstler arbeitet selber nicht mehr Idee ist entscheidend Neues wird abgelehnt, aber wichtig für Fortschreiten van Gogh Vincent van Gogh Alexanders Bilder von Richter und Rauschenberg Großes Bild von Richter Gerdie! Gerdie! Gerdie! Norbert Bisky Norbert Bisky Meisterschüler von Baselitz Georg Baselitz Richter-Fenster am Kölner Dom Materialität Materialität im Vordergrund Rakeltechnik Schaffen für Geschäftsidee Alleinstellungsmerkmal Geradenbilder als Marke Meine Angst vor Bekanntheit Geld verdienen, um sich zu verwirklichen Ideal: Kunst soll Künstler überleben Vergänglichkeit Vergänglichkeit in der Kunst aufhalten Angst / Zweifel Zweifel als Antrieb Hobbykünstler und deren Potential Einschränkung in Größe wegen fehlendem Atelier Künstler kopieren Muße faul Geld verdienen, um überhaupt Kunst schaffen zu können Alexanders Erfolgsmodell Nische suchen Geschäftsmann, kein Künstler Geldkunst Wirklich erst Geschäftsidee und dann Kunst? Alexanders Rat an Kunststudenten Kommilitone Optimal, wenn das, was ich mache, erfolgreich ist Ausdrücken, nicht Geld verdienen wollen Hochschule kann Erfolg garantieren Alexanders Theorie Kunst mißbrauchen Ich rege mich auf Meine Arbeiten Arbeit Herme Herme Alexander über Notizseite Arbeit Geradenbilder Geradenbild Geradenbild Beine und Jesus Jesus Meine neue Sicht auf eigenes Bild Unterschied Schaffender und Künstler Nische Geradenbilder Größe Geradenbild Verhüllen als Reaktion auf Geschäftsgedanken Geld verändert Kunstwerk Selbstverherrlichung und Zweifel bei Herme Kinderzeichnungen Kinderzeichnung Mein Antrieb: Zweifel Alexanders Angst Gesamtwerk Fröhlich Lebendig, da Geschäftsmodell verweigert Ich werde arm sterben Gefühl statt Geschäftsidee Größe und Herme verhüllte Arbeiten Ich bestrafe euch! Kinderzeichnungen Kinderzeichnung = Kunst? Einfachheit, Unbekümmertheit, Leben Im hohen Alter wieder kindlich Zeichnen zerstückelte Collagen = Zweifel Klassenausstellung HGB Rundgang HGB Rundgang mit Geradenporträt Schmach von Leipzig Zug fährt bald nach Leipzig ab
Vorschau Ganzkörperporträt 2016-12-24 12-59-29
Vorschau Ganzkörperporträt 2016-12-24 12-59-29
Jeff Koons, © Chris Fanning
Jeff Koons, © Chris Fanning
Günther Uecker, © Lothar Wolleh
Günther Uecker, © Lothar Wolleh
Günther Uecker, © dpa
Günther Uecker, © dpa
Geradenbild Geradenbild am Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt weiter gearbeitet HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Vorschau Ganzkörperporträt 2016-12-24 12-59-29 2016-12-24_12-59-29_vorschau-k.jpg schwarze Bereiche eingefügt, werden mit Punkten gefüllt wirkt fragmentarisch neues Motivformat: 68 x 220 cm Papierformat: 70 x 222 cm (weißer Bereich wird etwas größer) mit Rahmen Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Du hast ja … Ich stelle mir die ganze Zeit vor, dass ich nach dem Interview eine ganz große Ausstellung mache.
  • [Lacht.]
  • Extrem weiter Kunstbegriff
  • Ich finde … Das hab' ich selbst noch nicht einmal … Du hast einen extrem weiten Kunstbegriff. Und ich ging eigentlich davon aus, dass deiner ziemlich eingeschränkt ist.
  • Mhm.
  • Weil du halt immer von Markt und … ähm … und Geld verdienen und so …
  • Ja.
  • Du hast ja auch als Hauptgrund dieses mit dem … ähm … Geschäftsmodell Kunstmarkt
  • Ja.
  • … und so. Das klingt halt sehr nach … sehr … ähm … sehr … einer sehr durchdachten Struktur. So. Und jetzt wirkt das so, als würdest du alles eigentlich, … äh … was im Kunstraum ist, … ähm … Was ja auch so glaube ich von vielen gesehen wird. Inzwischen. Es kann alles Kunst sein. Es muss halt im Kunstraum sein. Es muss definiert sein als Kunst. Und dann ist es Kunst. Du kannst sogar was [Sperren: damit] anfangen. Mit den Bäumen. Mit dem Pissoir Marcel Duchamp , was dann dreckig ist oder gemalt dreckig ist oder so.
  • Ja.
  • Das finde ich gerade krass. Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Dass du wirklich in so einen Raum gehst und sagst: Oh, das ist geile Kunst! Ich hab' mir jetzt die ganze Zeit vorgestellt … Wie bei Oma: Hä, das soll Kunst sein? Das kann ich auch! Was du vorhin gesagt hast, als Beispiel.
  • Mhm.
  • Da hast du doch irgendwas gesagt mit … äh … ähm … Wenn's nur weiß ist oder so … Das kann ich ja auch. So.
  • Ja. Die Genialität Genie , die da drinne steckt, dieses … ähm … ja …
  • Du musst der Erste sein. Damit's genial ist.
  • Das ist … ist …
  • Und meinst du …
  • Ja es muss etwas Besonderes sein. Es muss etwas … mhm …
  • Dann klingt das jetzt wieder nach Markt halt. Ne? So … äh … [Nicht verständlich, 1:52:15.]
  • Alexanders Tipps für mich
  • Ich würde auch viel stärker differenzieren. Wir haben uns ja schon oft darüber unterhalten … ähm … Oder ich versuche dir immer Tips zu geben, was … was … was du machen [Sperren: solltest]. Und … äh …
  • Da liegt der Telefonhörer immer daneben!
  • [Lachen.]
  • In den seltensten Fällen, oder fast gar nicht, richtest du dich danach. Weil …
  • Ich sträube mich dann.
  • Ähm … Weil … ähm … Ich würde … Ich … ähm … Wenn du mich fragst, würde ich dir natürlich sagen, … äh … suche dir eine Kunstrichtung, mit der du Geld verdienen kannst. Mit der du deinen Lebensunterhalt verdienen kannst. Das war immer meine Grundaussage. Zu der ich auch stehe.
  • [Laut:] [Sperren: Endlich] hab' ich di… [Nicht verständlich, 1:52:45.]
  • Äh … äh … [Nicht verständlich.]
  • [Ruft zufrieden:] [Sperren: Interview Schluss!]
  • Geldwert
  • Ich will natürlich, dass du … ähm … äh … dass du in … mit dem was du gelernt hast, dass du das natürlich auch anwendest. Und … äh … Nicht nur … ähm … nicht nur überhaupt etwas schaffst, sondern dass du auch etwas schaffst, was einen [Sperren: Geldwert] hat.
  • Du … Okay. Aber du …
  • Geld verdienen kannst.
  • Aber … Aber trotzdem würdest du nicht sagen, dass … äh … Kunst nur, wenn es Geld bringt, … äh … gut …
  • [Sperren: Nie] und nimmer.
  • Weil du das mit den Bäumen und so gesagt hast.
  • Nein.
  • [Sprechen durcheinander.]
  • Aber … Aber … Aber du empfiehlst sozusagen, … ähm … man sollte schon … äh … ähm … sich vorstellen, dass, wenn man Kunst macht, dass man's auch an den Mann bringt. Also damit Geld verdienen kann.
  • Das … Das wäre mein … Betriebswirtschaftlich gesehen wäre das die cleverste … äh … ähm … äh … Man sagt ja immer, der cleverste Businessplan, den ein angehender Künstler mitbringen sollte: Nämlich er schaut sich erst einmal den Markt an. Er … ähm … guckt sich an, was … was machbar ist. Welche Konkurrenz auf dem Markt vorhanden ist. Sucht sich eine Nische. Und verdient mit dieser Nische Geld.
  • Also wenn so …
  • So.
  • Dann will ich kein Künstler sein!
  • Also ich gebe zu, dass es eingeschränkt ist. Aber ich will noch ein Beispiel geben. [Räuspert sich.] Es würde mir Leid tun …
  • [Sperren: Jeff Koons Jeff Koons !] Jeff Koons, © Chris Fanning koons-k.jpg
  • Ich …
  • [Sperren: Meintest du!]
  • Kann sein.
  • Mit dem erregiertem Penis. Jetzt hab' ich's.
  • Kann sein.
  • Jetzt redest du weiter.
  • Meine Zukunft als Künstler
  • Ähm … Also es würde mir Leid tuen, wenn … wenn du nach dem Studium … äh … anfängst … ähm … äh … ähm … ähm … gebrauchte Fließen zu zerschlagen … ähm … und … ähm … äh … versuchst das ganze dann halt in irgendeine Form zu etwas Neuem zusammenzufügen. Und es keinen interessiert. Du also weder Ausstellungen findest, oder weder Räume findest, die bereit sind, das zu zeigen. Äh … Du niemanden findest, der sich dafür ernsthaft interessiert. Und du vor allen Dingen jeden Monat zum Sozialamt gehen musst, um dir halt deinen Lebensunterhalt zu verdi… zu bekommen. Nicht zu verdienen, sondern …
  • Mhm.
  • … zu bekommen.
  • Zu verdienen kann man das auch nennen.
  • Und … äh … Ähm. Na gut. Äh … äh … Sozialhilfe abzuholen hat nichts mit Verdienen zu tun.
  • Nee nee nee.
  • Sondern man bekommt es ohne Gegenleistung.
  • Künstler und Hartz 4
  • Beim letzten Klassentreffen ging es um die HGB-Rundgang-Ausstellung.
  • Ja.
  • Und da war dann Hartz 4 ein großes Thema. Dass viele nach dem Studium am Ende …
  • Ja.
  • … da landen werden. Und, dass es einige Künstler gibt, die Harz 4 als Geschäfts… äh … Ding, also als … als … als Arbeitsstelle sozusagen sehen.
  • Ja. Ja.
  • Dass der Staat sozusagen …
  • Der Arbeitgeber ist sozusagen der Staat. Und deswegen …
  • Genau.
  • … kann man sich frei bewegen. Und das würde ich nie… niemandem wünschen. Dir als recht nicht.
  • Einige machen's ja freiwillig. Die nehmen es nicht negativ.
  • Günther Uecker Günther Uecker
  • Sondern wenn du die Wahl hast, würde ich sagen, … ähm … Heute morgen habe ich bei N24 oder NTV war das … äh … so einen Künstler gesehen, der hat Holzbrett… Genau. Er hat ganz viele Nägel raufgehauen … raufgeschlagen. Ähm … Krumm und schief und so. Ähm … Und … äh … scheint … äh … Mit Kuba war das irgendwas. Und scheint damit sehr erfolgreich zu …
  • Waren das große Bretter. Oder …
  • … sein. Nein es sah eher wie eine Leinwand aus. Aber es war quadratisch. Weiß. So vom vom Gefühl her zwei Zentimeter …
  • Uecker.
  • … Tiefe.
  • Uecker heißt der.
  • Wie?
  • Uecker! Günther Uecker, © Lothar Wolleh uecker_1-k.jpg
  • [Sperren: Ja, genau.]
  • Okay.
  • Ja, der war das.
  • Das ist schön. Weil ich von dem nämlich nen alten Fernseher, "TV Fernsehen " heißt das, gesehen habe. Wo er … Der hat ganz viel mit Nägel gemacht und …
  • Genau.
  • … hat in der Nachkriegszeit damit angefangen. Günther Uecker, © dpa uecker_2-k.jpg
  • Genau.
  • Dies … Der war übrigens auch ein Thema.
  • Genau. Das ist ein Thema, was ihn anscheinend schon ein Leben lang begleitet. Also er hat Nägel mit …
  • Ruf' … Ruf' … Ruf' den auf!
  • Ist jetzt egal.
  • [Sperren: Nein]. Das ist ein Superding! Weil du den gesehen hast und …
  • Affinität … Zu Nägeln …
  • Okay. Und was … Sag' jetzt alles, was du darüber … Was … Was … Was passierte dabei bei dir. Als du das gehört hattest. Und … ähm …
  • Also, pass auf. Ich hab' nur ganz kurz … ähm … äh … ähm …
  • [Zeigt ein Bild von Günther Uecker.]
  • Genau der ist das. Ich hab' auch gar nicht alle seine Werke gesehen. Sondern …
  • Das war jetzt im Fernsehen. Nicht im Radio.
  • Genau. N24 wie gesagt. Oder NTV war das heute.
  • Okay.
  • Ähm … Und ich hab' auch nur … äh … ein paar Minuten reingeschaut.
  • Okay.
  • Auf den Zug aufspringen
  • Ähm … äh … Aber sowas hab' ich gesehen. Er hat so … so Schriften gemacht und hat anschließend … äh … äh … Unterschiedliche Religionen … Meinte er … Und hat das dann so mit Nägel behauen. Nein. Und er hat das für sich zu seinem Thema gemacht. Ich wollte nur sagen … ähm: Wenn du die Wahl hast zwischen Scherben, die sich … die vielleicht keinen Marktwert oder die du nicht zu einem Marktwert entwickeln kannst und … äh … diesen genagelten Sachen, … äh … äh … wo du vielleicht auf den Zug aufspringen kannst. Oder wo du das Gefühl hast, damit kannst du dein Lebensunterhalt verdienen … Würde ich [Sperren: immer] sagen: Nimm die Nägel!
  • [Pause.]
  • Das will ich sagen.
  • Ich behaupte aber, dass der Uecker keine Nägel genommen hat, weil er sich sagte, Nägel lassen sich besser verkaufen als Scherben. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Das macht ein Geschäftstyp, der Geld verdienen will. Aber kein [Sperren: Künstler]. Ein Künstler … Für [Sperren: mich] hat ein Künstler …
  • Ja.
  • … äh … äh … im Kopf ein … ein Gefühl … Irgendwas, was er äußern will. Und dann nimmt er das, was … was … was er Äußern will, am besten darstellen kann. Da geht's ihm nicht darum, … ähm … wofür gibt's am meisten Geld. [Sperren: aber] das ist jetzt interessant. Äh … Du hast es dir angeguckt. Ne? Diese Dokumentation. Wie lange lief sie so ungefähr?
  • Nein.
  • Oder einen Ausschnitt …
  • Ich hatte nur einen Ausschnitt davon …
  • Okay.
  • … gesehen. Also ich glaube, das war eine Stunde. Und ich hab' davon fünf Minuten …
  • Okay.
  • … gesehen.
  • Okay. Aber du hast dir das fünf Minuten angesehen. So.
  • Ja.
  • Hast du das aus Interesse, als Langeweile oder hast du dir dann eine Frage gestellt, wie … was … Wie hat er argumentiert? Oder … Worum ging's da gerade? Was [Sperren: dich] dann zu fünf Minuten hingucken verleitet hat. Was Nägel mit Kunst zu tun hat.
  • [Langgezogenes:] Mhm. Ich hab' den … die Vorschau gesehen. Diesen Trailer dazu.
  • Mhm.
  • Und … äh … Da wurde nur kurz über ihn … wurde kurz gesagt, was man … was man dann gleich sehen wird. Unter anderem wollte man auch Einblicke in seine Werkstatt und Einblicke in sein … sein [Sperren: Schaffen] wollte man … [Sperren: Das] hat mich interessiert. Ich wollte sehen, … äh … ähm … es war eher technischer … warum es mich interessiert hat.
  • Mhm.
  • Ich wollte sehen, wie ist seine Arbeitsumgebung. Wie ist … Was … Was inspiriert ihn. Ähm … Was … ähm … Wie macht er seine Kunst. Das hat mich interessiert. Und … äh … er selbst …
  • Nicht [Sperren: warum] er das macht, sozusagen.
  • Äh … Nee, das gar nicht mal … äh … Aber er selber hat es … Er wurde dann auch gefragt, … äh … was er dabei empfindet, wenn er diesen Nagel …
  • Ja.
  • … einschlägt. Und … äh … Da hat er das dann so beschrieben, … äh … dass er mit seiner [Sperren: gesamte] Körperlichkeit … Und das sah auch sehr anstrengend aus. Und er muss auch ganz schnell schlagen, sagt er. Damit er sich nicht zu doll konzentriert. Äh … Damit er den Nagel nicht so wie man es normalerweise macht, ganz akurat reinhaut. Sondern … Er muss richtig raufkloppen, auch wenn er mal daneben haut Haut . Und so. Erst dann entsteht [Sperren: in] der Arbeit eine gewisse Dynamik. Ähm … Die man dem Bild hinterher ansieht. Es heißt … Also das bedeutet: Es ist nicht geplant, was er macht. Äh … äh …
  • Mhm.
  • Da ist auch so ein Zufalls… ähm …
  • Es bleibt spannungsgeladen. Es ist nicht so ganz geometrisch exakt.
  • … äh … Und das hat mich interessiert. Also und das hat's dann auch wieder interessant gemacht. Und … äh … Wenn man natürlich dieses Wissen hat und später mal vor einem Werk von ihm steht, würde ich danach suchen. Dass ich genau das, was er beschrieben hat, dann auch wiederfinde. In dem Bild.
  • Erwartungshaltung bei Kunst (wie Mona Lisa Mona Lisa Hype)
  • Es ist interessant. Weil ich jetzt eben in München diese eine Arbeit gesehen hatte. Von ihm. Und ich hab' mir … Das war halt in … in Kunst … Medientheorie … Kurs … ging's um ihn. Und ich fand's halt spannend, was er gemacht hat. Und dann hab' ich das Original gesehen.
  • Ja.
  • Für mich war das eine Konsole mit Nägeln drinne.
  • Mhm.
  • Ich hab' da kene … Ich hab' da einfach … Auf … Auf den Abbildungen, wenn ich im Internet den Text durchlese, hat das eine riesen große Bedeutung bekommen.
  • Ja.
  • Am Ende war's wie bei der Mona Lisa. Höchstwahrscheinlich. Man steht davor. Und es ist halt irgendwas … Wo man [Sperren: soviel] gehört hat. Und am Ende …
  • Ja.
  • … ist es etwas … [Sperren: Pfff].
  • [Pause.]
  • Es war nichts mehr! Ich weiß nicht, wie es dir jetzt ergehen würde. Würdest du davor stehen. Weil, wenn man so eine Dokumentation vielleicht noch mit Hintergrundmusik oder so … Weißt du? Dann wirst du ziemlich schnell eingelullt und …
  • Mhm.
  • … und tauchst in eine fremde Welt ein. In die du aber nicht eintauchst, wenn du in einer Ausstellung bist, die ganz clean ist. Und du siehst da bloß ein Objekt. Einen Fernseher mit Nägeln drinne.
  • Ja.
  • Materielle Ebene wichtig
  • So. Aber … Aber was ich jetzt interessant fand, bei dir - das hast du vorhin auch schon angedeutet, jetzt berichtige mich, wenn ich wieder falsch liege -, dass du … dass dich die materielle Ebene sehr anspricht. Du guckst nach dem Bilderrahmen. Du guckst [Sperren: wie] ein Bild gemacht wurde. Welche Schichten es vielleicht gibt. Wie der Aufbau ist. Äh … ähm … Dass du aber nicht nach dem [Sperren: Warum], oder … oder etwas … etwas … ähm … gefühlsmäßiges darin … äh … ähm … suchst. Sondern du guckst dir das ganze … ähm …
  • Das Handwerkliche, nicht …
  • … das Handwerkliche an.
  • Das Handwerkliche. Nicht das Materielle.
  • Genau. Das Handwerkliche. Aber das kann man schon so sagen?
  • Ja.
  • Das ist so deine Sicht auf … äh … auf Arbeit … Da gibt es etwas, was dich anspricht. Dann gibt's ja auch wieder einen Kreis zu deinem Ausgangspunkt, …
  • Ich glaube …
  • … wo du Begabung und Handwerk Handwerk nennst.
  • Genau. Ich hab' das … ähm … noch nie so bei mir beobachtet.
  • Du hast schon einen richtigen Kosmos Kosmos kreiert. Das kriege ich jetzt erst raus hier.
  • [Lachen.]
  • Ähm … Ich hab' das selber noch nicht so reflektiert bei mir. Aber … ähm … Ich gebe zu, wenn etwas besonders handwerklich gut gemacht ist oder wenn … ähm … überhaupt etwas, was mich fasziniert, ein Handwerk dahinter steht, dann bin ich bereit, mich länger damit zu beschäftigen.
  • Ist das nicht [Sperren: geil], dass wir das jetzt so rausbekommen haben?
  • Das ist cool. Ja.
  • Ja.
  • Über das Handwerk Zugang finden
  • Aber dann … Dann gebe ich sozusagen dem Werk auch die Chance mir mehr von sich und dem Künstler zu erzählen.
Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made 1 Welche Typen von Readymades benennt Duchamp Marcel Duchamp ? in Boîte-en-valise als "Readymade" bezeichnet: A Pharmacy / "Pharmacie", 1914 (Original in Privats…[?]) 1. von ihm bezeichnetes Readymade beruht auf präexistentem Kunstwerk Winterlandschaft mit 2 kleinen Ergänzungen (rotes und grünes Fläschchen) Gemälde von Ausstellungsbesuchern zunächst von ihm gemalt gedacht B Flaschentrockner, 1914 (Original verschollen, Multiple Multiples 1964) C "In advance of an broken arm", 1915 (Original verschollen, Multiple 1964) Schaufel gekauft, mit Inschrift (erzeugt Verfremdung des Normalen / wesentliches Bestandteil vom Readymade) D Comb/[Hunde-]Kamm, 1916 (Original Philadelphia Museum of Art, Multiple 1964) Inschrift (übersetzt): "3 oder 4 Tropfen von Hochmut haben nichts zu tun mit der Wildheit" genaue Datierung mit Uhrzeit der Moment Moment ist wichtig ("Die Wahl eines Readymades ist wie ein Rendezvous") Signatur Künstlersignatur (ebenfalls wichtig, um in Kunstkontext zu heben) im Original erhalten einzig "wirkliches" Readymade (erfüllt alle Kriterien) E "Pliant … de voyage", 1916 (nur Multiple) Hülle zur Abdeckung von Schreibmaschine F "Fountain", 1917 (nur Multiple) G "Trébuchet" / Stolperfalle, 1917 (nur Multiple) H Hat Rack / Porte Chapeaux, 1917 I Air de Paris, 1919 (zerbrochenes, restauriertes Original im Philadelphia Museum of Art) 50 cm² Pariser Luft mit in USA genommen (restauriertes Original nun ohne … Pariser Luft) nicht erwähnt im Boite-en-valise: J French Military Paper, 1918 (laut Schwarz: present location unkown) Bicycle Wheel / Fahrrad Rad, 1913 (von ihm nicht als Readymade bezeichnet) kein eigentliches Readymade (es besteht aus 2 zusammengefügten Teilen) nachträglich von ihm auch nicht als Readymade bezeichnet Weitere Typen vom Readymade mit Zusatz / Modifikation 2 korrigiertes Readymade (von ihm als "Readymade rectifie" bezeichnet) A Apolinere Enamled, 1916 - 1917 auf Sprachebene (Zeichen entfernt und hinzugefügt) B L. H. O. O. Q., 1919 gekaufte Postkarte mit kleinen Korrektur (Schnäuzer / Bärtchen) u. a. als "Attacke gegen die Kunstgeschichte" gedeutet Spielkarte mit Mona Lisa Mona Lisa ohne Bart ergänzt: "rasierte L. H. O. O. Q." (100 Stück) C Wanted, $2.000 Reward, 1923 Steckbrief mit eigenem Foto mit Rose Sélavy 3 Readymade aide ("unterstütztes" Readymade) "A Bruit secret", 1916 Paketschnur/Knäul zwischen 2 Platten eingeklemmt durch Arensberg (Kunstsammler) mit kleinem Gegenstand im Knäul ergänzt (Aufforderung von Duchamp) "geheimes Geräusch" wird erzeugt durch Umdrehen (Text auf beiden Seiten) Laut Duchamp als Dokumentation / Notizen (ohne Objekt) "reziprokes Readymade" "unglückliches Readymade" "Box in a Valise" (unbearbeitete Version und Schrift / geometrisch [?] hervorgehoben) Assemblagen von Rrose Sélavy (nicht von Duchamp in Boite-en-valise als Readymade bezeichnet) "Fresh Widow", 1920 "Why not Sneeze Rose Sélavy?" nach Bestellung hergestellt / für Privat erstellt "La Bagarre d' Austerlitz" "Belle Haleine Eau de Voilette" Unterschiede zum Objet trouve (französisch für "gefundener Gegenstand")? weitere mögliche Kategorien (nicht von Duchamp) 4 "unbekannte Readymades" (nur mit schriftlichen Zeugnissen belegt) nicht als Objekte erhalten nicht von Duchamp als Objekte dokumentiert / rekonstruiert oder A "imitiertes Readymade" schaut so aus, ist aber keines (komplett selber hergestellt) Monte Carlo Bon, 1924 oder B "Semi-Readymade" zum Beispiel "Why not Sneeze Rose Selavy?" (von Schwarz als Semi-Readymade bezeichnet) 5 Wieviele Readymades gibt es im Werk von Duchamp? Kriterien: gefundenes Objekt, signiert, datiert, mit Inschrift versehen, sonst unverändert neben "Comb" mit Editionen, Multiples rund 400 (denen wurde ebenfalls nichts hinzugefügt)
Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (errichtet 1911 bis 1913 nach Entwürfen von Wilhelm Kreis)
Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (errichtet 1911 bis 1913 nach Entwürfen von Wilhelm Kreis)
Himmelsscheibe von Nebra (vor Restaurierung, 2002), © LDA Sachsen-Anhalt
Himmelsscheibe von Nebra (vor Restaurierung, 2002), © LDA Sachsen-Anhalt
Kunstgeschichte Ausstellung Himmelsscheibe von Nebra Himmelsscheibe von Nebra Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (errichtet 1911 bis 1913 nach Entwürfen von Wilhelm Kreis) landesmuseum-vorgeschichte.jpg Himmelsscheibe von Nebra (siehe 30. Oktober 2012) notiert Wie "Mona Lisa Mona Lisa " medial vergöttlicht / emotional überladen; kann realer Betrachtung nicht standhalten vor 3.600 Jahren mit Schwertern, Beilen, Armspiralen, Meißel auf Mittelberg bei Nebra vergraben dargestellt: 1 Vollmond bzw. Sonne 2 Sichelmond 3 Plejaden 4 symbolische Darstellung Nachthimmel später hinzugefügt: 2 Horizontbögen (Darstellung Jahresverlauf Sonne) , Sonnenbarke Himmelsscheibe von Nebra (vor Restaurierung, 2002), © LDA Sachsen-Anhalt himmelsscheibe-nebra.jpg Enden Horizontbögen: Winter- und Sommersonnenwende Plejaden in Kombination mit Sonne und Vollmond: Ernte- und Aussaatdaten im bäuerlichen Jahr Kunstkritik Ausbildungssituation Kunsthochschule "Im Haus der totalen Bastelfreiheit", Elke von Radziewsky Vortrag, Wolfgang Becker Zitate Professoren über Situation "Ich bin nicht dafür zuständig, mir Sachen anzugucken." (Martin Kippenberger) "Beamtete Künstler gibts nicht." (Markus Lüpertz Markus Lüpertz ) "Die Schüler profitieren schon genug davon, wenn er einmal über den Flur gehe." (Gotthard Graubner) "Deutsche Kunsthochschulen und Akademien sind keine sinnproduzierenden Lehranstalten mehr. Der Zerfall der Allgemeinbildung, die Auflösung des verbindlichen Fächerkanons […], die Relativierung der ästhetischen Maßstäbe und die unbegrenzte Auswertung des Kunstbegriffs haben an diesen Bildungsinstituten ein Niveau entstehen lassen […]" (Eberhard Fiebig) "Studenten sind zu sehr sich selbst überlassen.", "ohne Hintergrund und Tiefe", "orientierungslos" "[…] weil sie gar nicht wissen, was sie eigentlich wollen, nicht genug gelernt haben, was sie im Leben brauchen können. Deshalb versuchen sie das Studium so lange wie möglich zu besuchen, um im Mutterschoß der Universität mit allen Vergüngstigungen bleiben zu können." Kunst kann durch ernsthafte ästhetische Durchdringung ihrer Gegenstände genesen Ziel: Durchdringung der Grundlagen der Kunst alles andere: Gefühlsduselei und ständige Wiederholung "Aber nicht bei uns!" "Den Rat geben wir dann umsonst."
notiert in naher Zukunft ansehen: 1 Dürer Albrecht Dürer , Nürnberg (Möbel/Alltag eines Künstlers 1509 - 1528) 2 Himmelsscheibe von Nebra Himmelsscheibe von Nebra , Landesmuseum Sachsen-Anhalt, Halle (Fundort Mittelberg mit Planetarium ) 3 Toteninsel Toteninsel , fünfte Version, Arnold Böcklin Arnold Böcklin , Leipzig (vergleichen mit Urversion 1880 im Kunstmuseum Basel, dritte Version 1883 in der Alten Nationalgalerie Berlin) 4 Altar des Zeus, Teilrekonstruktion im Pergamonmuseum, Berlin 5 Naumburger Dom Naumburger Dom , Stifterfiguren 6 Feldhase, Dürer, Albertina Wien (Detailreichtum) 7 Erschaffung Adams, Sixtinischen Kapelle, Rom Römer 8 Mariä Himmelfahrt, Correggio, Parma (Oberit.) 9 Mona Lisa Mona Lisa , Louvre, Paris 10 Heuwagen, Bosch, Madrid 11 Verlöbnis der Arnolfini, Jan van Eyck Jan van Eyck , National Gallery, London 12 Garten von Nebamun Garten von Nebamun , British Museum, London 13 Sky Space, James Turrell James Turrell (Mönchsberg, Salzburg )
Mariä Himmelfahrt, Fresko, Kuppel des Doms von Parma, Correggio
Mariä Himmelfahrt, Fresko, Kuppel des Doms von Parma, Correggio
Der Maler studiert die Gesetze der Verkürzung, 1525, Albrecht Dürer
Der Maler studiert die Gesetze der Verkürzung, 1525, Albrecht Dürer
Der Heuwagen, um 1510, Hieronymus Bosch, Prado, Madrid
Der Heuwagen, um 1510, Hieronymus Bosch, Prado, Madrid
Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Raffaello Santi Raffaello Sanzio da Urbino (1483 - 1520) viele Gemälde eines Künstlers nebeneinander (wie in Museen): wirkt manchmal monoton (wirken eher einzeln) Raffaels größte Gemälde wirken einfach und mühelos, dabei angestrengtes Nachdenken, Studium und künstlerische Weisheit nötig Bewegung - Gegenbewegung Michelangelo Michelangelo Buonarroti : Meister in Darstellung menschlicher Körper Raffael: Meister in Gruppierung bewegter Gestalten / Harmonie Schönheitstypus nicht real - Fantasiegebilde, idealisierte Modelle Venedig, Oberitalien im 16. Jahrhundert für venezianische Maler Farbe nicht nur schmückendes Beiwerk Giovanni Bellini (um 1431 - 1516) Haupt einer Werkstatt Giorgione (um 1478 - 1510) venezianische Künstler strebten nach Zauber der griechischen Dichtung liebten Idyllen, Schäferspiele, Schönheit Venus und Nymphen Tizian (um 1485 - 1576) Porträtierten gab er Überzeugung, durch seine Kunst weiterzuleben notiert Lebendigkeit in Arbeiten 1 Anschauen - Betrachter inkludieren / ins Bild "zerren" (durch direkten Blickkontakt) 2 in realer Räumlichkeit einbauen, Teil der Realität werden lassen (in Tür, Decke, Boden) 3 Schatten/Licht realer Räume übernehmen 4 nicht schön, sondern ehrlich darstellen (mit Pickeln, Falten) = Lebendigkeit 5 "Sfumato": Spielraum für menschliche Fantasie 6 mehrere Blickpunkte (Bild "bewegt" sich), Perspektive leicht ändern (siehe Mona Lisa Mona Lisa ) Correggio (um 1489 - 1534) Lichtbehandlung neuartige Effekte hatten großen Einfluss auf spätere Malschulen Beispiel Jesuskind: von ihm strahlt Licht nach allen Seiten notiert Porträt im Raum von mir machen; danach die selbe Kameraposition, nur mit Lampe statt mir; digital Licht von zweitem Bild in erstes bringen = ich leuchte Licht und Farbe lassen sich als Gegengewicht zu Formen verwenden durch Licht Blick in bestimmte Richtung führen Gläubigen Illusion Illusionsmalerei geben, Decke wäre geöffnet (durch Lichteffekte) Mariä Himmelfahrt, Fresko, Kuppel des Doms von Parma, Correggio correggio.jpg Deutschland und Niederlande Anfang 16. Jahrhundert Erfindungen und Entdeckungen italienischer Renaissance Renaissance tiefer Eindruck in Ländern nördlich der Alpen neue Bauweise auf Drängen von Fürsten und Adligen übernommen (mit Mode Schritt halten) Vermischung Gotik Gotik - und Renaissancestil in Bauwerken Der Maler studiert die Gesetze der Verkürzung, 1525, Albrecht Dürer Albrecht Dürer maler-studiert.jpg Albrecht Dürer (1471 - 1528) Drang gespürt, neue Prinzipien von Grund auf zu verstehen Naturnachahmung kein Selbstzweck Mittel, heilige Geschichten in Gemälden, Holzschnitten, Kupferstichen überzeugend darzustellen u. a. mit "ALBERTUS DURER NORICUS FACIEBAT 1504" ("Albrecht Dürer aus Nürnberg machte [diesen Stich] 1504") signiert Besuch Italien: "Hie bin ich ein Herr, doheim ein Schmarotzer" Matthias Grünewald Matthias Grünewald von Aschaffenburg bezeichnet Joachim Sandrart als "deutschen Correggio" Bilder mit Monogramm M. G. N. signiert eventuell Mathis Gothardt Nithardt, nicht Grünewald machte sich nur Errungenschaften zu Nutze, die mit Aufgabe der Kunst im Einklang standen (heilige Wahrheit verkünden) mit Absicht auf primitive Umsetzung gesetzt notiert "[…], dass nicht jeder große Künstler auch 'fortschrittlich' sein muss und das ein Künstler durchaus nicht mit der Zeit zu gehen hat" Lucas Cranach Lucas Cranach der Ältere (1472 - 1553) Albrecht Altdorfer (um 1480 - 1538) Bild ohne Mensch: etwas noch nicht Dagewesenes selbst Griechen Griechen : Landschaft beispielsweise als Kulisse für Schäferidyllen Mabuse (1478 - 1532) Der Heuwagen, um 1510, Hieronymus Bosch Hieronymus Bosch , Prado, Madrid bosch.jpg (zwei Versionen: San Lorenzo de El Escorial und Madrid) Hieronymus Bosch erschreckende Darstellungen der Mächte des Bösen Thema: Bosheit der Menschen
Die (große) Geburt Christi, um 1470, Kupferstich, © Staatsgalerie Stuttgart
Die (große) Geburt Christi, um 1470, Kupferstich, © Staatsgalerie Stuttgart
Refektorium mit Das letzte Abendmahl, Leonardo da Vinci, © Kloster Sta. Maria delle Grazie
Refektorium mit "Das letzte Abendmahl", Leonardo da Vinci, © Kloster Sta. Maria delle Grazie
Mona Lisa, um 1502, Leonardo da Vinci, Louvre, Paris, © Anton Lefterov
Mona Lisa, um 1502, Leonardo da Vinci, Louvre, Paris, © Anton Lefterov
Kunstgeschichte Aspekte zur Geschichte der Kunst Ursachen, Entstehung, Funktion der Kunst in Urgesellschaft eine Zeit muss reif sein, etwas entdecken zu können durch C14-Methode Alter bestimmt (Mitte 20. Jahrhundert) notiert Friedrich da Fröhlich Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich Mitte 15. Jahrhundert Erfindung der Buchdruckerkunst kleine Blättchen mit Heiligenbildern und Gebeten Verteilung an Pilger, für Andacht im Haus Holzschnitt = mit Messer bei Holzblock alles entfernen, was nicht gedruckt werden soll Prinzip Kupferstich ist entgegengesetzt zum Holzschnitt Kupferstich mehr Details und Effekte möglich Übernahme Kompositionsprobleme in der Graphik Raumdarstellung und naturgetreue Wiedergabe sollte Gleichgewicht der Komposition nicht zerstören Die (große) Geburt Christi, um 1470, Kupferstich, © Staatsgalerie Stuttgart geburt-christi.jpg Martin Schongauer (um 1445 - 1491) zwei Diagonale durch Blatt: kreuzen sich im Kopf der Maria (Mittelpunkt des Stiches) Druck von Bildern: setzte Ende der mittelalterlichen Kunst im Norden, Sieg der italienischen Renaissance Renaissance (Beschleunigung Informationsvermittlung) frühes 16. Jahrhundert (Hochrenaissance) berühmteste Periode italienischer Kunst Zeit von Leonardo, Michelangelo Michelangelo Buonarroti , Raffael Raffaello Sanzio da Urbino , Tizian, Correggio, Giogione (Italien) und Dürer Albrecht Dürer , Grünewald Matthias Grünewald , Holbein (im Norden) Künstler nicht länger bloß Handwerker unabhängige Meister, die Geheimnisse der Natur erforschten und in verborgene Gesetze des Universums eindrangen viele Zentren, dadurch konnten Künstler Bedingungen stellen (Rollen vertauscht, der Künstler wurde frei) Idealzustand der Architekten: Gebäude ohne Rücksicht auf ihren Gebrauchszweck, allein der schönen Maßverhältnisse, zu entwerfen Sehnsucht nach vollkommener Symmetrie und Harmonie kühner Unternehmungsgeist charakteristisch für Hochrenaissance Leonardo da Vinci Leonardo da Vinci (1452 - 1519) trat als Lehrjunge in führende Florentiner Werkstatt sah Aufgabe des Künstlers darin, gesamte sichtbare Welt zu erforschen wollte Kunst auf wissenschaftliche Grundlage stellen (Erhöhung der Anerkennung) bekam Aufträge, viele unbeendet, da er selber bestimmen wollte, was gut ist und somit weitergereicht wird Refektorium mit "Das letzte Abendmahl", Leonardo da Vinci, © Kloster Sta. Maria delle Grazie abendmahl.jpg aufregendes Drama da Vinci malte sich aus, wie es gewirkt haben muss, als Jesus Jesus sprach "Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten" Judas nicht von anderen abgesondert, wirkt aber isoliert gestikuliert nicht und fragt nicht 12 Jünger fügen sich in 4 Dreiergruppen trotz Vielfalt Gesamtbild klar, übersichtlich harmonisches Ineinanderspielen aller Bewegungen Mona Lisa Mona Lisa , um 1502, Leonardo da Vinci, Louvre, Paris, © Anton Lefterov mona-lisa.jpg Leonardos Erfindung: "Sfumato" Anwendung Mona Lisa: Mund- und Augenwinkel Hälften von Bild passen eigentlich nicht zusammen Horizont linke Seite tiefer als rechts Gesicht sieht dort größer und aufrechter aus Wirkung großer Kunstwerke immer rätselhaft Eindruck von Leben Lösung: Künstler muss etwas dem Besucher überlassen Mensch gewohnt, zu ergänzen was er nicht sieht Umrisse nicht ganz fest ziehen, Formen unbestimmt lassen Licht und Schatten ineinander verschwimmen lassen Fantasie Spielraum überlassen Lebendigkeit durch Abweichung von Natur
Stifterfiguren Ekkhard II. und Uta
Stifterfiguren Ekkhard II. und Uta
Festzug Zweitausend Jahre Deutsche Kultur, 1937
Festzug "Zweitausend Jahre Deutsche Kultur", 1937
Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Naumburger Meister Naumburger Dom europäisches Mittelalter als Person unbekannt vermutlich in Frankreich ausgebildet benannt nach Hauptwirkungsstätte Naumburg vielleicht auch eine Gruppe, nicht nur Einzelperson Nachwelt konstruiert aus Werk einen Künstler heutiges Künstlerbild wird auf damalige Person projiziert notiert www.ein-künstler.de noch frei? Grundriss des Westchores des Naumburger Doms notiert Auf Website nur ein Abbild einer Box, in der ich ausgewählte Arbeiten vorstelle (für 10 EUR, Fotokopien, nummeriert), statt Website? Stifterfiguren Ekkhard II. und Uta uta.jpg 12 Stifterfiguren erst nach Tod Sterben der Stifterfiguren erschaffen (kein Abbild der realen Person) ausgeprägte Gestik und Mimik erkennbar früher farblich alle Frauenfiguren ohne Erwähnung des Namens organische Verbindung zwischen Figuren und Gebäude Vorstellung der Figuren Uta-Kult notiert an "Der beste Künstler der Welt" erinnert sich Dozent Dozent bei Erwähnung meines Namens (Signatur Künstlersignatur -Link); Erkenntnis: Signatur für Arbeiten nutzen, keine Website? Popularisierung der Uta Uta-Treff: deutschlandweit treffen sich Frauen mit dem Vornamen Uta im Dom Bedeutung im Dritten Reich Drittes Reich Festzug "Zweitausend Jahre Deutsche Kultur", 1937 1937.jpg 1937 Uta gegenüber der "Entarteten Kunst" als "Deutsche Kunst" gezeigt, am "Tag der Deutschen Kunst" DDR DDR : Sinnbild für neue Frauenrolle im sozialistischem System (Gleichberechtigung der Frau) Walt Disney Walt Disney nach 1935 Deutschlandaufenthalt: böse Königin bei "Schneewittchen" als Vorbild Uta genommen Namensboom in den 1930ern und 1940ern Umberto Eco Umberto Eco (italienischer Schriftsteller): "Wenn Sie mich fragen, mit welcher Frau in der Geschichte der Kunst ich essen gehen und einen Abend verbringen würde, wäre da zuerst Uta von Naumburg" Wolfgang Ulrich: "Uta von Naumburg: Eine deutsche Ikone Ikonenmalerei " Warum Uta? Verbindung mit Mona Lisa Mona Lisa ? Nüchtern gesehen: übersteigerter Kunstbegriff, überzogene Erwartungshaltung