× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Auf den Schienen, Blatt 8, 1889, Max Klinger
Auf den Schienen, Blatt 8, 1889, Max Klinger
Ausstellung Max Klinger Max Klinger Mdbk Leipzig Opus XI: Vom Tode. Erster Teil, 1889 Blatt 1: "Nacht" Selbstbildnis, aufgehellt durch Mondlicht Lilie in christlicher Ikonografie: Reinheit und Keuschheit Schmetterling Schmetterling : Seele, welche menschlicher Körper nach Tod Sterben verlässt durch Schopenhauer Arthur Schopenhauer eventuell neue Interpretation: Schmetterling sorgt mit Bestäubung für neues Leben Blatt 2: "Seeleute" Erbarmungslosigkeit der mächtigen Natur Seeleute: versinnbildlichen menschliches Dasein Blatt 3: "Meer" aus Gischt formt sich Arm des Todes, der nach Schiff greift Blatt 4: "Die Chaussee" (ursprünglich mit "vom Blitz erschlagen" betitelt) Blatt 5: "Kind" Tod stiehlt Kind aus Kinderwagen, Kindermädchen verschläft Entführung Mohnblumen, untergehende Sonne: spielt auf Thema des Schlafens an Blatt 6: "Herodes" erinnert an "Tod als Gleichmacher" (kennt keine Ausnahmen, siehe sozialer Rang, Autorität des Königs) Blatt 7: "Landmann" verbindet Sphären des Irdischen und des Totenreichs durch Unfall gestorbener Bauer wird von einem Toten ins Jenseits gezogen Bauer: mit Rhythmus der Natur vertraut wird selbst Teil des Kreislaufs von Werden und Vergehen Auf den Schienen, Blatt 8, 1889, Max Klinger aufdenschienen-k.jpg Blatt 8: "Auf den Schienen" Todesmoment Tod inszeniert sich als Selbstmörder [?] Blatt 9: "Arme Familie" Frau mit Kind, im Hintergrund gerade verstorbener Greis Tod zeigt sich nicht als etwas Grausames Blatt 10: "Der Tod als Heiland" Menschen fliehen vor Tod, nur eine Person kniet nieder auf Schopenhauer bezogen: "WIR FLIEH'N DIE FORM DES TODES, NICHT DEN TOD; DENN UNSER HOECHSTEN WUENSCHE ZIEL IST: TOD." Idee von Unabwendbarkeit des Todes / Furcht vor Todesumstände