× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Kunstlehre Bibliothek Buch "Kunst als Konzept" Form (Kreis, Quadrat, Rechteck) kann rational sein, Farbe wird dem emotionalen Bereich zugeordnet Konkrete Malerei Konkrete Kunst : Verzicht auf abstrahierenden Verweis auf die sichtbare Welt, Formenrepertoire meist geometrisch, mathematisch kalkuliert, Farben rein Theo von Doesburg Theo von Doesburg (1883 - 1931), niederländischer Maler, Schriftsteller, Architekt, Bildhauer Bildhauerei , Typograf, Kunsttheoretiker Mitbegründer der abstrakten Malerei, Mitbegründer der Künstlervereinigung De Stijl De Stijl über die Konkrete Malerei: "[…] Malerei ist ein Mittel, um auf optische Weise den Gedanken zu verwirklichen. Jedes Bild ist ein Farbgedanke" stärkste Ausdrucksform einer Technik liegt in ausschließlicher Verwendung eigener Mittel reine Ausdrucksmittel der Malerei: Farbe (positiv) und Nichtfarbe (negativ) Farbe sollte laut Piet Mondrian Piet Mondrian (niederländischer Maler) flach und primär sein asketische Beschränkung auf Primärfarben Rot, Geld, Blau und Nichtfarben (Schwarz, Weiß, Grau) Kasimir Malewitsch Kasimir Malewitsch : "Kunst von dem Ballast des Gegenständlichen" befreien (gegenständliche Welt nichtig und unwirklich) Buntfarben sind nur der Übergang von Schwarz und Weiß (Malewitsch) notiert alte Idee in der HGB mit mindestens 10 Arbeiten fortsetzen: Fotografie eines Ausschnittes einer Wand machen und 1 : 1 darüberkleben (Wirklichkeit nur noch durch sein Abbild sichtbar) Itten Johannes Itten (Bauhaus Bauhaus ), 1916: "Form ist auch Farbe. Ohne Farbe keine Form, ohne Form keine Farbe. Form und Farbe sind eins." De Stijl: rein intellektuelle Kunst Itten sah Regeln und Gesetze nur als Orientierungshilfe an Wladyslaw Strzeminski: "unistische Theorie": horizontal entlang eine Linie verschiedener Farben mit selber Intensität gleichmäßige Leuchtkraft der Farben (keine Farbe drängt sich vor, keine tritt zurück) Diet Sayler Diet Sayler (deutscher Maler und Bildhauer): "Kunst ist weder nur emotional noch nur ratio, sondern unzertrennlich beides" Wahrnehmungseffekte Beispiel: Horst Bartnig Horst Bartnig (deutscher Maler, Bühnenmaler, Grafiker, Plastiker): "72 Unterbrechungen, 72 Striche in vier Farben", 1995 "Illusion Illusionsmalerei von Räumlichkeit des Bildkörpers erwecken, als […] fließende Bewegungen oder innerbildliches Auf- und Absteigen" vertikale Farbstreifen: Roland Helmers Roland Helmers "Senkrecht - Rot, Blau, Grün", 1991/94 (Eindruck von Räumlichkeit durch Hervortreten der Farbe Rot)