Vordiplom // Faulheit // Faulheit in der Kunst

Hirtenknabe, 1860, Franz von Lenbach (Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Sammlung Schack)
Hirtenknabe, 1860, Franz von Lenbach (Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Sammlung Schack)
Die Trägheit (einer der sieben Todsünden), 1558, Hieronymus Cock (nach Pieter Brueghel)
Die Trägheit (einer der sieben Todsünden), 1558, Hieronymus Cock (nach Pieter Brueghel)
Parabel aus dem Matthäusevangelium, Abraham Bloemaert, 1624
Parabel aus dem Matthäusevangelium, Abraham Bloemaert, 1624
Dolce far niente (das süße Nichtstun), 1880, John William Waterhouse (1849 - 1917)
Dolce far niente (das süße Nichtstun), 1880, John William Waterhouse (1849 - 1917)

Sonntag, 4. Mai 2014

Friedrich Fröhlich, faul faul Vordiplom Vordiplom E-Mail von Kempe, Korrektur-Vorschlag Text zum Ablauf der Modul-1-Prüfung "Die Kommissionsmitglieder werden am ersten Tag der Modul-1-Prüfungen per E-Mail darüber informiert, dass sie im Internet nach meinem Namen suchen sollen. Das Suchen und Finden ersetzt die eigentliche 15-minütige Präsentation der Arbeit." "Am 2. Tag der Modul-1-Prüfungen gibt es ein Treffen mit der Kommission Kommission im Klassenraum, der nicht extra dafür präpariert wird. Hier wird die Arbeit besprochen." Faulheit Faulheit in der Kunst (siehe auch TALK ABOUT, "Faulheit", 24. Oktober 2012) Hirtenknabe, 1860, Franz von Lenbach (Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Sammlung Schack) hirtenknabe.jpg "mangelnder Wille eines Menschen, zu arbeiten oder sich anzustrengen" Pieter Bruegel der Ältere Pieter Bruegel der Ältere (1525 / 1530 – 1569), Maler der Niederländischen Renaissance Renaissance bekannt für Darstellungen bäuerlichen Lebens "Die niederländischen Sprichwörter", 1559 (Berliner Gemäldegalerie) jedes kleine Detail ist beabsichtigt Themen u. a. Tod Sterben , Verderben, Sünde, Tugenden Die Trägheit (einer der sieben Todsünden), 1558, Hieronymus Cock (nach Pieter Brueghel) traegheit.jpg Sieben Todsünden (Holzstiche): Geiz, Trägheit, Unmäßigkeit, Neid, Zorn, Stolz, Unkeuschheit (mit Schlussblatt: Das Jüngste Gericht) Sieben Tugenden (1561 – 1562, Ausführung Philippe Galle[?] zugeschrieben): Liebe (Barmherzigkeit), Glaube, Stärke/Tapferkeit, Gerechtigkeit, Klugheit, Hoffnung, Mäßigkeit (mit Schlussblatt: Christus Jesus in der Vorhölle) Vorbild: Hieronymus Bosch Hieronymus Bosch , niederländischer Maler der Renaissance Faulheit durch Nichtmotivationsfähigkeit: zu wenige Erfolgserlebnisse erwartet, zu wenige Erfolge in der Vergangenheit mit Tätigkeit durch Untätigkeit System boykottieren / passiver Widerstand Muße in Antike Antike = erstrebenswertes Ideal Marcus Tullius Cicero: "otium cum dignitate" (Muße / Beschäftigung mit Wissenschaft und Philosophie in Zurückgezogenheit) Parabel aus dem Matthäusevangelium, Abraham Bloemaert, 1624 traegheit2.jpg Teufel bringt Unkraut auf Feld schlafender Bauern Adam und Eva Adam und Eva = vererbten Menschheit Trägheit (Todsünde im christlichen Glauben) Symbol Taubenschlag = faule Menschen Symbol Ziegenbock und Pfau = Genusssucht und Stolz "Müßiggang ist aller Laster Anfang" (Volksmund) "Ora et labora" (bete und arbeite), Grundsatz Benediktiner schuften, ohne zu genie Genie ßen, mit Aussicht auf Platz im Himmel Immanuel Kant Immanuel Kant , Schutzfunktion der Natur "[…] weil dieses etwa keinen langen oder oft wiederholenden Kräfteaufwand ohne Erschöpfung vertrug, sondern gewisser Pausen der Erholung bedurfte." Krankheiten als Ursache für von Außen interpretierter Faulheit (wie Wahrnehmungsbehinderungen, psychische Störungen, niedriger Blutdruck, Hypothyreose , …) Kolonialzeit Kolonialzeit : Kampf gegen "Faulheit der Eingeborenen" (u. a. hervorgerufen durch klimatische Bedingungen) Faulheit <-> Müßiggang Dolce far niente (das süße Nichtstun), 1880, John William Waterhouse (1849 – 1917) muessiggang.jpg
Diese Netzpublikation gibt Einblick in mein Kunststudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig von 2012 bis 2018. Ich möchte niemandem schaden, sondern meine Studienzeit in all ihrer Komplexität festhalten – in Bezug auf das Studium, die Kunst im Allgemeinen und meine eigene Arbeit. Fehlerhafte Informationen sind ungewollt Teil der Notizen, bedingt durch meinen Wissensstand und teils unleserliche handschriftliche Notizen. Zitate sind nur dann angegeben, wenn ich sicher bin, dass sie korrekt wiedergegeben wurden, auch wenn sie aus dem Zusammenhang gerissen sind. Meine künstlerische Arbeit thematisiert vor allem Suche und Zweifel. Gespräche mit Professoren und Dozenten fließen in meine Notizen und meine künstlerische Entwicklung ein.

Leipzig, 13. Dezember 2016