× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Was macht eigentlich unsere Zuhause heute so anders, so anziehend?, 1956, Collage auf Papier, Richard Hamilton
Was macht eigentlich unsere Zuhause heute so anders, so anziehend?, 1956, Collage auf Papier, Richard Hamilton
Still Life #28, 1963, Tom Wesselmann
Still Life #28, 1963, Tom Wesselmann
Exposition of Music - Electronic Television, 1963, Nam June Paik (Rekonstruktion 1989), © Dieter Daniels
Exposition of Music - Electronic Television, 1963, Nam June Paik (Rekonstruktion 1989), © Dieter Daniels
Installation, 1963, Wolf Vostell
Installation, 1963, Wolf Vostell
(Notizen der letzten Tage) TV Fernsehen Interventionen Katalog LAND ART LAND ART Anfänge Verweis Fernsehen in der Kunst Was macht eigentlich unsere Zuhause heute so anders, so anziehend?, 1956, Collage Collage auf Papier, Richard Hamilton Richard Hamilton richardhamilton.jpg Richard Hamilton (1922 - 2011, britischer Maler und Grafiker) Still Life #28, 1963, Tom Wesselmann Tom Wesselmann tom-wesselmann.jpg Tom Wesselmann (1931 - 2004, US-amerikanischer Maler, Grafiker und Objektkünstler) Exposition of Music - Electronic Television, 1963, Nam June Paik (Rekonstruktion 1989), © Dieter Daniels Dieter Daniels paik-1963.jpg Modifikationen, die Bild des laufenden Fernsehprogramms verzerren Installation, 1963, Wolf Vostell Wolf Vostell wolf-vostell-1963.jpg Wolf Vostell (1932 - 1998, deutscher Maler, Bildhauer Bildhauerei und Happening Happening -Künstler) Einführender Text zur Fernsehausstellung LAND ART 1 Künstler beziehen immer mehr die Medien Film, Fernsehen und Fotografie in eigenes Werk ein Ausnutzung der Kommunikationsmöglichkeiten von Massenmedien dabei nicht Hauptgrund Künstler möchten die Medien und deren Eigenschaften (großer Teil unserer visueller Erfahrung basiert auf jenen) hinterfragen (für Vortrag Beispiele Hamilton, Wesselmann, Paik, Vostell erwähnen) 2 Beispiel Jan Dibbets mit "Korrektion der Perspektive" Arbeit nur durch Reproduktion (Fotografie) verständlich fotografische Perspektive zeigt Quadrat in Natur Kunstwerk nicht im realen Raum, nur als fotografische Wiedergabe erlebbar 3 LAND ART und Motive der Künstler nicht nur auf Leinwand gemalte Landschaft sondern Landschaft selber wird zum Kunstobjekt (für Vortrag Hintergründe LAND ART) 4 Welt aus neuen Perspektiven erlebbar (Satellitenbilder) dadurch neue Formen erkennbar (Autobahn nicht mehr funktional wahrnehmbar, nur noch als "künstliche Markierung in der Landschaft" gesehen) Aufruf: "Es wird Zeit, dass wir jeden Graben, den wir ziehen, jede Strasse, die wir bauen, jedes Feld, das gepflügt wird, als Gestaltungsprozesse unserer Umwelt begreifen, - Gestaltungsprozesse, die über die rein praktischen und funktionalen Anlässe dieser Vorgänge hinausgehen." 5 Beispiel zu "künstliche Markierung in Landschaft", Arbeit Dennis Oppenheim "Timetrack" "Das Dreieck - Atelier, Galerie, Sammler -, in dem sich Kunst bisher abgespielt hat, wird gesprengt." 6 Konseqzenzen der Umstrukturierung im Kunstschaffen Kritik an Nicht-Honorierung bei Ausstellungsbeteiligung von Künstlern (Gegenbeispiele Schriftsteller, Schauspieler, Komponisten) 7 Hintergrund Idee Fernsehgalerie breites Publikum mit aktuellen Tendenzen des internationalen Kunstgeschehens direkt konfrontieren 8 Vorteile Fernsehen gegenüber Galerien und Museen (Besucherzahlen / potentielles Publikum wird nicht erreicht) Vergleich Situation Bildende Kunst mit Situation Literatur vor Gutenberg "Die meisten Kunstpublikationen sind heute im Augenblick ihres Erscheines nichts anderes als ein Nachruf auf vergangene Kunstrichtungen." 9 Ablauf Fernsehgalerie auf "Dramatisierung durch Kameraeinstellungen und Filmmontagen wurde verzichtet"