× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Fernsehen

HGB Galerie
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Fernsehbeitrag Leipzig Fernsehen
Fernsehbeitrag Leipzig Fernsehen
LVZ-Beitrag, Foto André Kempner
LVZ-Beitrag, Foto André Kempner
HGB Rundgang HGB Rundgang 2018 Diplom Ausstellung HGB Galerie hgb-rundgang-2018-diplom4-m.jpg Fernsehbeitrag Leipzig Fernsehen Fernsehen hgb-rundgang-2018-diplom1-k.jpg LVZ-Beitrag, Foto André Kempner hgb-rundgang-2018-diplom2-k.jpg Standpunkt Überlegung Atelier 1 Kostenfrage (aufs Jahr gerechnet nicht wenig) 2 Voraussetzungen: A mindestens 20 - 30 qm wegen plastischem Arbeiten B kann unrenoviert sein C muss wegen Geräten gut abgesichert werden können eventuell XY-Plotter Plotter , Drucker, Computer, Kameras, … D Luftfeuchtigkeit normal, beheizbar wegen Papierarbeiten / Büchern / Maschinen E Wasseranschluss wegen Gips / Ton F Atelier wird dreckig werden und dreckig bleiben, also keine normale Mietwohnung Gips / Ton auf Boden G Bei Plotter und Gipsarbeiten viel Lärm Werkstatt Plastisches Gestalten (mit Notizen von gestern) neue Plastik angefangen mit Bindedraht, Plastilin, Holzstücken
Vorschau Ganzkörperporträt 2016-12-24 12-59-29
Vorschau Ganzkörperporträt 2016-12-24 12-59-29
Jeff Koons, © Chris Fanning
Jeff Koons, © Chris Fanning
Günther Uecker, © Lothar Wolleh
Günther Uecker, © Lothar Wolleh
Günther Uecker, © dpa
Günther Uecker, © dpa
Geradenbild Geradenbild am Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt weiter gearbeitet HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Vorschau Ganzkörperporträt 2016-12-24 12-59-29 2016-12-24_12-59-29_vorschau-k.jpg schwarze Bereiche eingefügt, werden mit Punkten gefüllt wirkt fragmentarisch neues Motivformat: 68 x 220 cm Papierformat: 70 x 222 cm (weißer Bereich wird etwas größer) mit Rahmen Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Du hast ja … Ich stelle mir die ganze Zeit vor, dass ich nach dem Interview eine ganz große Ausstellung mache.
  • [Lacht.]
  • Extrem weiter Kunstbegriff
  • Ich finde … Das hab' ich selbst noch nicht einmal … Du hast einen extrem weiten Kunstbegriff. Und ich ging eigentlich davon aus, dass deiner ziemlich eingeschränkt ist.
  • Mhm.
  • Weil du halt immer von Markt und … ähm … und Geld verdienen und so …
  • Ja.
  • Du hast ja auch als Hauptgrund dieses mit dem … ähm … Geschäftsmodell Kunstmarkt
  • Ja.
  • … und so. Das klingt halt sehr nach … sehr … ähm … sehr … einer sehr durchdachten Struktur. So. Und jetzt wirkt das so, als würdest du alles eigentlich, … äh … was im Kunstraum ist, … ähm … Was ja auch so glaube ich von vielen gesehen wird. Inzwischen. Es kann alles Kunst sein. Es muss halt im Kunstraum sein. Es muss definiert sein als Kunst. Und dann ist es Kunst. Du kannst sogar was [Sperren: damit] anfangen. Mit den Bäumen. Mit dem Pissoir Marcel Duchamp , was dann dreckig ist oder gemalt dreckig ist oder so.
  • Ja.
  • Das finde ich gerade krass. Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Dass du wirklich in so einen Raum gehst und sagst: Oh, das ist geile Kunst! Ich hab' mir jetzt die ganze Zeit vorgestellt … Wie bei Oma: Hä, das soll Kunst sein? Das kann ich auch! Was du vorhin gesagt hast, als Beispiel.
  • Mhm.
  • Da hast du doch irgendwas gesagt mit … äh … ähm … Wenn's nur weiß ist oder so … Das kann ich ja auch. So.
  • Ja. Die Genialität Genie , die da drinne steckt, dieses … ähm … ja …
  • Du musst der Erste sein. Damit's genial ist.
  • Das ist … ist …
  • Und meinst du …
  • Ja es muss etwas Besonderes sein. Es muss etwas … mhm …
  • Dann klingt das jetzt wieder nach Markt halt. Ne? So … äh … [Nicht verständlich, 1:52:15.]
  • Alexanders Tipps für mich
  • Ich würde auch viel stärker differenzieren. Wir haben uns ja schon oft darüber unterhalten … ähm … Oder ich versuche dir immer Tips zu geben, was … was … was du machen [Sperren: solltest]. Und … äh …
  • Da liegt der Telefonhörer immer daneben!
  • [Lachen.]
  • In den seltensten Fällen, oder fast gar nicht, richtest du dich danach. Weil …
  • Ich sträube mich dann.
  • Ähm … Weil … ähm … Ich würde … Ich … ähm … Wenn du mich fragst, würde ich dir natürlich sagen, … äh … suche dir eine Kunstrichtung, mit der du Geld verdienen kannst. Mit der du deinen Lebensunterhalt verdienen kannst. Das war immer meine Grundaussage. Zu der ich auch stehe.
  • [Laut:] [Sperren: Endlich] hab' ich di… [Nicht verständlich, 1:52:45.]
  • Äh … äh … [Nicht verständlich.]
  • [Ruft zufrieden:] [Sperren: Interview Schluss!]
  • Geldwert
  • Ich will natürlich, dass du … ähm … äh … dass du in … mit dem was du gelernt hast, dass du das natürlich auch anwendest. Und … äh … Nicht nur … ähm … nicht nur überhaupt etwas schaffst, sondern dass du auch etwas schaffst, was einen [Sperren: Geldwert] hat.
  • Du … Okay. Aber du …
  • Geld verdienen kannst.
  • Aber … Aber trotzdem würdest du nicht sagen, dass … äh … Kunst nur, wenn es Geld bringt, … äh … gut …
  • [Sperren: Nie] und nimmer.
  • Weil du das mit den Bäumen und so gesagt hast.
  • Nein.
  • [Sprechen durcheinander.]
  • Aber … Aber … Aber du empfiehlst sozusagen, … ähm … man sollte schon … äh … ähm … sich vorstellen, dass, wenn man Kunst macht, dass man's auch an den Mann bringt. Also damit Geld verdienen kann.
  • Das … Das wäre mein … Betriebswirtschaftlich gesehen wäre das die cleverste … äh … ähm … äh … Man sagt ja immer, der cleverste Businessplan, den ein angehender Künstler mitbringen sollte: Nämlich er schaut sich erst einmal den Markt an. Er … ähm … guckt sich an, was … was machbar ist. Welche Konkurrenz auf dem Markt vorhanden ist. Sucht sich eine Nische. Und verdient mit dieser Nische Geld.
  • Also wenn so …
  • So.
  • Dann will ich kein Künstler sein!
  • Also ich gebe zu, dass es eingeschränkt ist. Aber ich will noch ein Beispiel geben. [Räuspert sich.] Es würde mir Leid tun …
  • [Sperren: Jeff Koons Jeff Koons !] Jeff Koons, © Chris Fanning koons-k.jpg
  • Ich …
  • [Sperren: Meintest du!]
  • Kann sein.
  • Mit dem erregiertem Penis. Jetzt hab' ich's.
  • Kann sein.
  • Jetzt redest du weiter.
  • Meine Zukunft als Künstler
  • Ähm … Also es würde mir Leid tuen, wenn … wenn du nach dem Studium … äh … anfängst … ähm … äh … ähm … ähm … gebrauchte Fließen zu zerschlagen … ähm … und … ähm … äh … versuchst das ganze dann halt in irgendeine Form zu etwas Neuem zusammenzufügen. Und es keinen interessiert. Du also weder Ausstellungen findest, oder weder Räume findest, die bereit sind, das zu zeigen. Äh … Du niemanden findest, der sich dafür ernsthaft interessiert. Und du vor allen Dingen jeden Monat zum Sozialamt gehen musst, um dir halt deinen Lebensunterhalt zu verdi… zu bekommen. Nicht zu verdienen, sondern …
  • Mhm.
  • … zu bekommen.
  • Zu verdienen kann man das auch nennen.
  • Und … äh … Ähm. Na gut. Äh … äh … Sozialhilfe abzuholen hat nichts mit Verdienen zu tun.
  • Nee nee nee.
  • Sondern man bekommt es ohne Gegenleistung.
  • Künstler und Hartz 4
  • Beim letzten Klassentreffen ging es um die HGB-Rundgang-Ausstellung.
  • Ja.
  • Und da war dann Hartz 4 ein großes Thema. Dass viele nach dem Studium am Ende …
  • Ja.
  • … da landen werden. Und, dass es einige Künstler gibt, die Harz 4 als Geschäfts… äh … Ding, also als … als … als Arbeitsstelle sozusagen sehen.
  • Ja. Ja.
  • Dass der Staat sozusagen …
  • Der Arbeitgeber ist sozusagen der Staat. Und deswegen …
  • Genau.
  • … kann man sich frei bewegen. Und das würde ich nie… niemandem wünschen. Dir als recht nicht.
  • Einige machen's ja freiwillig. Die nehmen es nicht negativ.
  • Günther Uecker Günther Uecker
  • Sondern wenn du die Wahl hast, würde ich sagen, … ähm … Heute morgen habe ich bei N24 oder NTV war das … äh … so einen Künstler gesehen, der hat Holzbrett… Genau. Er hat ganz viele Nägel raufgehauen … raufgeschlagen. Ähm … Krumm und schief und so. Ähm … Und … äh … scheint … äh … Mit Kuba war das irgendwas. Und scheint damit sehr erfolgreich zu …
  • Waren das große Bretter. Oder …
  • … sein. Nein es sah eher wie eine Leinwand aus. Aber es war quadratisch. Weiß. So vom vom Gefühl her zwei Zentimeter …
  • Uecker.
  • … Tiefe.
  • Uecker heißt der.
  • Wie?
  • Uecker! Günther Uecker, © Lothar Wolleh uecker_1-k.jpg
  • [Sperren: Ja, genau.]
  • Okay.
  • Ja, der war das.
  • Das ist schön. Weil ich von dem nämlich nen alten Fernseher, "TV Fernsehen " heißt das, gesehen habe. Wo er … Der hat ganz viel mit Nägel gemacht und …
  • Genau.
  • … hat in der Nachkriegszeit damit angefangen. Günther Uecker, © dpa uecker_2-k.jpg
  • Genau.
  • Dies … Der war übrigens auch ein Thema.
  • Genau. Das ist ein Thema, was ihn anscheinend schon ein Leben lang begleitet. Also er hat Nägel mit …
  • Ruf' … Ruf' … Ruf' den auf!
  • Ist jetzt egal.
  • [Sperren: Nein]. Das ist ein Superding! Weil du den gesehen hast und …
  • Affinität … Zu Nägeln …
  • Okay. Und was … Sag' jetzt alles, was du darüber … Was … Was … Was passierte dabei bei dir. Als du das gehört hattest. Und … ähm …
  • Also, pass auf. Ich hab' nur ganz kurz … ähm … äh … ähm …
  • [Zeigt ein Bild von Günther Uecker.]
  • Genau der ist das. Ich hab' auch gar nicht alle seine Werke gesehen. Sondern …
  • Das war jetzt im Fernsehen. Nicht im Radio.
  • Genau. N24 wie gesagt. Oder NTV war das heute.
  • Okay.
  • Ähm … Und ich hab' auch nur … äh … ein paar Minuten reingeschaut.
  • Okay.
  • Auf den Zug aufspringen
  • Ähm … äh … Aber sowas hab' ich gesehen. Er hat so … so Schriften gemacht und hat anschließend … äh … äh … Unterschiedliche Religionen … Meinte er … Und hat das dann so mit Nägel behauen. Nein. Und er hat das für sich zu seinem Thema gemacht. Ich wollte nur sagen … ähm: Wenn du die Wahl hast zwischen Scherben, die sich … die vielleicht keinen Marktwert oder die du nicht zu einem Marktwert entwickeln kannst und … äh … diesen genagelten Sachen, … äh … äh … wo du vielleicht auf den Zug aufspringen kannst. Oder wo du das Gefühl hast, damit kannst du dein Lebensunterhalt verdienen … Würde ich [Sperren: immer] sagen: Nimm die Nägel!
  • [Pause.]
  • Das will ich sagen.
  • Ich behaupte aber, dass der Uecker keine Nägel genommen hat, weil er sich sagte, Nägel lassen sich besser verkaufen als Scherben. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Das macht ein Geschäftstyp, der Geld verdienen will. Aber kein [Sperren: Künstler]. Ein Künstler … Für [Sperren: mich] hat ein Künstler …
  • Ja.
  • … äh … äh … im Kopf ein … ein Gefühl … Irgendwas, was er äußern will. Und dann nimmt er das, was … was … was er Äußern will, am besten darstellen kann. Da geht's ihm nicht darum, … ähm … wofür gibt's am meisten Geld. [Sperren: aber] das ist jetzt interessant. Äh … Du hast es dir angeguckt. Ne? Diese Dokumentation. Wie lange lief sie so ungefähr?
  • Nein.
  • Oder einen Ausschnitt …
  • Ich hatte nur einen Ausschnitt davon …
  • Okay.
  • … gesehen. Also ich glaube, das war eine Stunde. Und ich hab' davon fünf Minuten …
  • Okay.
  • … gesehen.
  • Okay. Aber du hast dir das fünf Minuten angesehen. So.
  • Ja.
  • Hast du das aus Interesse, als Langeweile oder hast du dir dann eine Frage gestellt, wie … was … Wie hat er argumentiert? Oder … Worum ging's da gerade? Was [Sperren: dich] dann zu fünf Minuten hingucken verleitet hat. Was Nägel mit Kunst zu tun hat.
  • [Langgezogenes:] Mhm. Ich hab' den … die Vorschau gesehen. Diesen Trailer dazu.
  • Mhm.
  • Und … äh … Da wurde nur kurz über ihn … wurde kurz gesagt, was man … was man dann gleich sehen wird. Unter anderem wollte man auch Einblicke in seine Werkstatt und Einblicke in sein … sein [Sperren: Schaffen] wollte man … [Sperren: Das] hat mich interessiert. Ich wollte sehen, … äh … ähm … es war eher technischer … warum es mich interessiert hat.
  • Mhm.
  • Ich wollte sehen, wie ist seine Arbeitsumgebung. Wie ist … Was … Was inspiriert ihn. Ähm … Was … ähm … Wie macht er seine Kunst. Das hat mich interessiert. Und … äh … er selbst …
  • Nicht [Sperren: warum] er das macht, sozusagen.
  • Äh … Nee, das gar nicht mal … äh … Aber er selber hat es … Er wurde dann auch gefragt, … äh … was er dabei empfindet, wenn er diesen Nagel …
  • Ja.
  • … einschlägt. Und … äh … Da hat er das dann so beschrieben, … äh … dass er mit seiner [Sperren: gesamte] Körperlichkeit … Und das sah auch sehr anstrengend aus. Und er muss auch ganz schnell schlagen, sagt er. Damit er sich nicht zu doll konzentriert. Äh … Damit er den Nagel nicht so wie man es normalerweise macht, ganz akurat reinhaut. Sondern … Er muss richtig raufkloppen, auch wenn er mal daneben haut Haut . Und so. Erst dann entsteht [Sperren: in] der Arbeit eine gewisse Dynamik. Ähm … Die man dem Bild hinterher ansieht. Es heißt … Also das bedeutet: Es ist nicht geplant, was er macht. Äh … äh …
  • Mhm.
  • Da ist auch so ein Zufalls… ähm …
  • Es bleibt spannungsgeladen. Es ist nicht so ganz geometrisch exakt.
  • … äh … Und das hat mich interessiert. Also und das hat's dann auch wieder interessant gemacht. Und … äh … Wenn man natürlich dieses Wissen hat und später mal vor einem Werk von ihm steht, würde ich danach suchen. Dass ich genau das, was er beschrieben hat, dann auch wiederfinde. In dem Bild.
  • Erwartungshaltung bei Kunst (wie Mona Lisa Mona Lisa Hype)
  • Es ist interessant. Weil ich jetzt eben in München diese eine Arbeit gesehen hatte. Von ihm. Und ich hab' mir … Das war halt in … in Kunst … Medientheorie … Kurs … ging's um ihn. Und ich fand's halt spannend, was er gemacht hat. Und dann hab' ich das Original gesehen.
  • Ja.
  • Für mich war das eine Konsole mit Nägeln drinne.
  • Mhm.
  • Ich hab' da kene … Ich hab' da einfach … Auf … Auf den Abbildungen, wenn ich im Internet den Text durchlese, hat das eine riesen große Bedeutung bekommen.
  • Ja.
  • Am Ende war's wie bei der Mona Lisa. Höchstwahrscheinlich. Man steht davor. Und es ist halt irgendwas … Wo man [Sperren: soviel] gehört hat. Und am Ende …
  • Ja.
  • … ist es etwas … [Sperren: Pfff].
  • [Pause.]
  • Es war nichts mehr! Ich weiß nicht, wie es dir jetzt ergehen würde. Würdest du davor stehen. Weil, wenn man so eine Dokumentation vielleicht noch mit Hintergrundmusik oder so … Weißt du? Dann wirst du ziemlich schnell eingelullt und …
  • Mhm.
  • … und tauchst in eine fremde Welt ein. In die du aber nicht eintauchst, wenn du in einer Ausstellung bist, die ganz clean ist. Und du siehst da bloß ein Objekt. Einen Fernseher mit Nägeln drinne.
  • Ja.
  • Materielle Ebene wichtig
  • So. Aber … Aber was ich jetzt interessant fand, bei dir - das hast du vorhin auch schon angedeutet, jetzt berichtige mich, wenn ich wieder falsch liege -, dass du … dass dich die materielle Ebene sehr anspricht. Du guckst nach dem Bilderrahmen. Du guckst [Sperren: wie] ein Bild gemacht wurde. Welche Schichten es vielleicht gibt. Wie der Aufbau ist. Äh … ähm … Dass du aber nicht nach dem [Sperren: Warum], oder … oder etwas … etwas … ähm … gefühlsmäßiges darin … äh … ähm … suchst. Sondern du guckst dir das ganze … ähm …
  • Das Handwerkliche, nicht …
  • … das Handwerkliche an.
  • Das Handwerkliche. Nicht das Materielle.
  • Genau. Das Handwerkliche. Aber das kann man schon so sagen?
  • Ja.
  • Das ist so deine Sicht auf … äh … auf Arbeit … Da gibt es etwas, was dich anspricht. Dann gibt's ja auch wieder einen Kreis zu deinem Ausgangspunkt, …
  • Ich glaube …
  • … wo du Begabung und Handwerk Handwerk nennst.
  • Genau. Ich hab' das … ähm … noch nie so bei mir beobachtet.
  • Du hast schon einen richtigen Kosmos Kosmos kreiert. Das kriege ich jetzt erst raus hier.
  • [Lachen.]
  • Ähm … Ich hab' das selber noch nicht so reflektiert bei mir. Aber … ähm … Ich gebe zu, wenn etwas besonders handwerklich gut gemacht ist oder wenn … ähm … überhaupt etwas, was mich fasziniert, ein Handwerk dahinter steht, dann bin ich bereit, mich länger damit zu beschäftigen.
  • Ist das nicht [Sperren: geil], dass wir das jetzt so rausbekommen haben?
  • Das ist cool. Ja.
  • Ja.
  • Über das Handwerk Zugang finden
  • Aber dann … Dann gebe ich sozusagen dem Werk auch die Chance mir mehr von sich und dem Künstler zu erzählen.
Topflappen, Anu Tuominen
Topflappen, Anu Tuominen
Hausfrau, Lena Zehringer, 2015
Hausfrau, Lena Zehringer, 2015
Fettecke, 1982 / 1989, Joseph Beuys
Fettecke, 1982 / 1989, Joseph Beuys
Selbstporträt mit verbundenem Ohr und Pfeife, 1889, Vincent van Gogh
Selbstporträt mit verbundenem Ohr und Pfeife, 1889, Vincent van Gogh
Tisch mit Aggregat, Joseph Beuys
Tisch mit Aggregat, Joseph Beuys
55/005, 1955, Kohle, Norbert Kricke, gezeigt im Kunstverein Potsdam
55/005, 1955, Kohle, Norbert Kricke, gezeigt im Kunstverein Potsdam
Fixierung, Performance, Roter Platz, Moskau, 2013, Pjotr Pavlenski
Fixierung, Performance, Roter Platz, Moskau, 2013, Pjotr Pavlenski
Schmähgedicht, Jan Böhmermann (Schwärzungen von WELT), © DW
Schmähgedicht, Jan Böhmermann (Schwärzungen von WELT), © DW
Diplom Theorie Gespräch mit Alexander weiter transkribiert Gespräch in Sprechblasenform Abbildungen hinzugefügt
  • Jemand, der sich … äh … äh … äh … ausdauernd und wiederholend … äh … mit Rechtswissenschaft beschäftigt.
  • Was ist denn Rechtswissenschaft? Jetzt hast du schon wieder Rechtswissenschaftler mit Rechtswissenschaft …
  • Das ist … Mhm. [Pause.]
  • Ja. Die … Die … Die Definition und die Anwendung von Recht.
  • Okay. Das … Deshalb kommst du sozusagen … äh … Deshalb hast du das erwähnt, Kunst steht bereits im Grundgesetz und so drinne. Aber wird da noch nicht definiert, sondern das ist dann halt das … Das macht ihr dann. Sozusagen. Wenn's nen Fall gibt, ne? So hab' ich's jetzt verstanden.
  • So ganz … Aber nur bezogen auf unser Rechtsgebiet.
  • Ja ja, ich hab' …
  • Man muss Kunst nicht …
  • Okay.
  • … äh … unbedingt aus der rechtlichen … äh … ähm … Also nicht nur … Also nicht nur rechtlich … Also warum sollte ich denn Kunst rechtlich betrachten?
  • Nee, aber … Du bist eher einer, der das könnte. Vom Recht her.
  • Ja.
  • Weil du das gelernt hast.
  • So möchte ich denken.
  • Du redest ja auch darüber. Du hast das ja mit dem Gesetz gesagt. Da steht zwar Kunst drinne, aber es wird nicht gleich definiert. Das liegt ja daran, dass du dich damit beschäftigst.
  • Das ist sozusagen mein Geschäftsmodell Kunstmarkt .
  • Okay. Genau. Okay.
  • [Lacht.]
  • Na ja, das ist ja gut zu wissen.
  • Ja.
  • Ausgangspunkt Begabung oder Handwerk Handwerk
  • Ausgangspunkt … Ich will's gerne mal gerade selbst durchgehen. Ausgangspunkt für den Künstler ist entweder Begabung oder Handwerk.
  • [Stille.]
  • Gut. Ähm … Kann man vielleicht … ähm … Aber allgemein auf alle Sachen irgendwie … ähm …
  • [Stille.]
  • Na ja. Nee. Ich weiß jetzt auch nicht. Be… Begabung. Na was heißt Begabung? Ein Schreiner. Muss der nicht auch eine Begabung dafür haben? Irgendwie?
  • Schreiner, Koch, Künstler
  • Ja. Deshalb …
  • Oder ein Koch.
  • Ist der Koch nicht auch deshalb Künstler?
  • Oder so.
  • [Wiederholt:] Oder ist der Koch deswegen nicht auch Künstler?
  • Na die wollen sich glaube ich als Künstler gerne aufspielen. Ne? Wenn die da ihre kleinen Werke …
  • Nicht aufspielen. Das klingt schon wieder so negativ.
  • [Sperren: Natürlich!] Ich bin da so!
  • Derjenige, der … äh … der ganz zarte Kreationen, neue Dinge schafft …
  • Ja.
  • … und so … Da würde man auch von der Kunstform des Kochens sprechen. Warum denn nicht?
  • Okay. Ähm … Bei dem … Bei dem Koch als Beispiel jetzt. Du würdest aber sagen, dis ist doch nur ein guter Koch, … ähm … äh … wenn es schmeckt und gut aussieht.
  • [Stille.]
  • So. Oder?
  • N… n… nein. Also ich würde den Koch vom Künstler dann abgrenzen, wenn … äh … äh … was Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist. Also wenn er sich selber eher als Koch sieht, dann ist er Koch. Wenn er natürlich … äh … sich stärker als Künstler betrachtet, dann ist er Künstler. Also ich … ich …
  • Koch wirklich Künstler?
  • [Sperren: Ja, aber.] Aber würdest du jetzt einen Koch Künstler nennen, wenn er dir einen Teller präsentiert mit einem schauderhaft ausschauenden … äh … äh … Nudel-Bolognese-Dingsdabumsda? Was auch schrecklich schmeckt! Würdest du ihm dann sagen: Du … Sie sind aber kein Kochkünstler? So? Sondern Sie sind halt jemand, der das nicht hinbekommt …
  • Nein. Das ist eine Frage, wie … wie … wie du … Also die Frage, die du eigentlich stellst, ist, wie definiere ich Kunst. Nämlich gibt es gute und gibt es schlechte Kunst.
  • Intention Intention eines Kochs
  • [Entrüstet:] [Sperren: Nein! Nein nein nein nein!] [Schnell gesprochen:] Nein nein nein nein. [Sperren: Du] hast gerade den Koch mit reingebracht. Oder ich hab' davor was anderes reingebracht. Die Frage ist doch aber beim Koch: Ein Koch gibt es, … äh … weil es Menschen gibt, die halt Hunger haben. Die gerne etwas essen wollen, was vielleicht noch schön aussieht. Je nach Restaurant.
  • Ja, aber es … äh … Kunst beinhaltet doch, was ich gesagt habe. Eine Begabung, oder etwas … etwas besonders gut zu können. So.
  • Ein Koch kann etwas besonders gut. Okay.
  • Wenn ich jetzt einen Teller serviert bekomme, wo einfach alles nur hingepackt ist. Lieblos.
  • Ja?
  • Äh … ähm … Geschmacklich auf keinem Niveau …
  • Ja?
  • Äh … Dann … Dann … Dann fällt das ja schon gar nicht mehr unter den Begriff der Kunst. Wenn allerdings etwas … etwas Neuartiges kommt. Dass er da mit bestimmten Gasen experimentiert hat. Tiefgefrorene Früchte … äh … äh … ähm … Farbig, mit Wildkräutern und … äh … Dann entsprechendes Ambiente und das … äh … ähm … wiederholt macht. Dann würde man ihn wahrscheinlich schon als Künstler bezeichnen.
  • Koch und Kreativität
  • Ich würde ihn dann … Ich würde das Wort Kreativität dann benutzen. Koch und kreativ sein.
  • [Pause.]
  • Es ist die Frage, was …
  • Hässlich = Kunst
  • [Unterbricht:] [Sperren: Kunst]. Ist Kunst nicht kreativ?
  • Du … Na du gehst jetzt ja von deinem Begriff aus … Also was für dich Begabung oder Handwerk … Da hast du recht. Wenn … Wenn du jetzt so argumentierst. Dann ist natürlich der Koch … äh … Der … Der hat ein Handwerk gelernt und gleichzeitig irgendeine Begabung. Etwas schön aufzutellern. Geschmacklich. Und so weiter. Äh … Weißt ja was. Ich hätte jetzt aber eingeworfen … äh … Für mich wäre es einfacher zu sagen: Wenn etwas hässlich schmeckt und etwas hässlich aussieht, dass das Kunst ist. Als wenn etwas schön aussieht. Weil wenn etwas schön aussieht und du kaufst es dann, dann wirkt es … Dann wird es ganz schnell zu einem Produkt. Und ist für mich nicht mehr Kunst. In dem Moment Moment . Sondern es ist ein Kunstprodukt. Was man kaufen kann. Und ich würde eben unterscheiden zwischen Kunst und zwischen … äh … Kunst, die man macht, um um gekauft zu werden. Damit man Geld verdient. Wovon du ja ausgehst. Der Ausgangspunkt … äh … Nicht Ausgangspunkt. Sondern, dass Kunst ein Geschäftsmodell ist.
  • Das ist deine Definition von Kunst. Ja.
  • [Sperren: Ja]. Aber das ist jetzt mein Problem. Eben. Ich … äh … ähm … Ich versuche dich zu verstehen. Und ich verstehe dich auch. Weil du es davor gesagt hast mit Können und mit Handwerk oder Begabung. Und das du jetzt eben sagst, ein Koch ist für dich dann sozusagen … äh … Künstler. So. Wo ich halt anderer Meinung bin. Weil das ist für mich halt … ähm … äh … das Geschäftsding. Dieses Modell. Geld zu verdienen. Mit Kunst. Gehört bei mir in Kunst gar nicht rein. Eigentlich. Aber wie lösen wir das? Ich will's ja gar nicht lösen! Ich will es ja eigentlich verstehen.
  • Kunst im weiterem und engeren Sinne
  • Ja. Ja. Die Wissenschaft in der ich arbeite, … die … ähm … arbeitet dann zum Beispiel auch mit Begriffen wie Kunst im weiteren Sinne. Kunst im engeren Sinne. Äh … Kunst auf bestimmte … ähm … bestimmte … Bereiche beschränkt.
  • Kannst du das mal erläutern. Was du damit …
  • Na ja. Zum Beispiel … ähm … Kunst im weiteren Sinne ist … äh … vielleicht alles das, … äh … was ein Mensch … ähm … schafft. Ähm … Mit … ähm … entweder einer gewissen [Sperren: Begabung] oder mit einem gewissen [Sperren: Können]. Und … äh … Aber das macht ihn vielleicht … ähm … im weiteren Sinne zu einen Künstler.
  • Was heißt [Sperren: weiter]? Also wo die Definition noch ganz offen ist?
  • [Sperren: Genau.] Wie so einen Trichter muss man sich das …
  • Metapher Trichter
  • Okay.
  • … vorstellen. Ja? Oben fällt erst einmal alles rein. Also auch die Hausfrau, die zu Hause hundert Topflappen … äh … äh … knüpft … Topflappen, Anu Tuominen topflappen-k.jpg
  • Okay.
  • … und auf dem Markt verkauft. Würde sich vielleicht als Künstlerin bezeichnen. Weil sie macht Kleinkunst. Ja? Oder die Töpferin macht … äh … und … und ganz mies aussehende Tassen herstellt. Ähm … Und auch schlecht glasiert. Ähm … Würde sich vielleicht als Künstlerin bezeichnen. Weil sie etwas mit ihren eigenen Händen schafft.
  • Mhm.
  • Mit ihrer eigenen Kreativität.
  • Mhm.
  • Aber beides hat halt bei ihr … mhm … mhm … ihre Grenzen. Ja?
  • Mhm.
  • Merkt sie vielleicht auch daran, dass sie … ähm … dass keiner Interesse an ihrer Kunst …
  • Ja.
  • … Kunst findet. Ähm …
  • Also dass es niemand kaufen will.
  • Äh … Dass es … Ja. Und keiner geschenkt haben will. Wie auch immer. Also man interessiert sich einfach nicht für das, was sie tut. Und wenn sie … Und wenn ich jetzt den Trichter immer enger fasse. Immer enger fasse. Und sage … äh … Was ist denn, was bleibt am Ende als Kunst im [Sperren: engeren] Sinne übrig … äh … Da komm… Da nähere ich mich vielleicht eher deinem Begriff. Ähm … äh … Da ist dann wirklich derjenige, … äh … äh … wo der Künstler im Vordergrund steht. Wo sein … Wo … ähm … sein Schaffen im Vordergrund steht. Wo … ähm … seine Wiedererkennbarkeit im Vordergrund steht. Äh …
  • Kunst als Marke
  • Das ist [Sperren: Marke] für mich. Das hat für mich dann wieder nichts mit Kunst direkt zu tun.
  • Das weiß ich nicht. Also ich glaube, … äh … äh … selbst wenn …
  • [Unterbricht:] Wenn du jetzt so …
  • Ja aber ich glaube, dass jeder … äh … ähm … jeder Museumsbesucher, also der irgendwie zweimal im Jahr ein Museum besucht, der erkennt bestimmte Pinselstriche oder Führung wieder. Und ich würde auch immer wieder einen Richter erkennen. Einfach in seiner Arbeit. Ähm … Also warum soll ich das denn so als negatives abgrenzen …
  • [Unterbricht:] [Sperren: Ich habs doch gar nicht neg… Aber … Aber …] Aber da fiel mir der Begriff Marke ein!
  • Ja!
  • Weil es da genau darum geht, etwas zu schaffen, was man wiedererkennt. Wie beim HGB Rundgang HGB Rundgang , wo die Leute, die unten im Flur waren, ein Geradenbild Geradenbild gesehen haben. Im Klassenraum: "Das hab' ich doch schon gesehen!". Das ist eine Marke. Am Ende. Hat aber nichts direkt mit Kunst zu tun. Sondern das ist halt eine Möglichkeit sozusagen sich selbst zu definieren in einem riesengroßen Gebiet, wo tausend Leute unterwegs sind. Aber ganz kurz noch einmal. Bevor du auf den inneren Kreis eingehst. Hausfrau, Lena Zehringer, 2015 hausfrau-k.jpg
  • Geldverdienen als Ausgangspunkt
  • [Pause.]
  • So. Du hast angefangen mit dem Trichter. Ganz oben. Äh. Wo auch jede Hausfrau und so weiter reingehört. Und du hast aber gleich irgendwie das mit dem Verkaufen im Hintergrund gehabt. Ähm … Also es gehört sozusagen ganz ganz als Basis irgendwie … Dieses Verkaufen. hab' ich dich richtig verstanden? Also ich will es jetzt nicht vorwerfen. Ich will jetzt erst einmal wissen, ob du das meintest. [Sperren: Warte mal.] Weil, [Sperren: wenn] du das meinst, dass dieses Geldverdienen, also die Geschäftsidee … Ne?… Äh … Wenn das mit Ausgangspunkt ist … Was siehst du denn dann bei all den Künstlern, die Kunst machen, die … die vielleicht ausgestellt werden in irgendwelchen Offspaces, aber die nie gekauft werden. Oder das sind Arbeiten, die gar nicht gekauft werden können. Weil sie so abstrakt sind, so … so … ähm … so leicht. So luftig. Sozusagen nur in dem Moment existieren. Und wo die trotzdem noch sagen würden: Ich bin Künstler!
  • Anfang und Ende von Kunst
  • Das Problem ist halt … Es ist schwierig halt zu … zu … Der Begriff ist so schwer zu fassen. Wo beginnt Kunst und wo endet Kunst.
  • [Sperren: Aber] du hast einen Trichter gemacht!
  • Äh … Genau. Dieser Trichter ist halt … ähm … Weil er sehr bildhaft ist. Das ist halt eine sehr schön … schön … schöne Metapher. Ja? Äh … äh …
  • Du hast aber bereits angefangen mit …
  • Beuys Joseph Beuys Fettecke
  • Zum Beispiel Beuys. Diese Fettecke. Ja? Fettecke, 1982 / 1989, Joseph Beuys fettecke-k.jpg
  • Ja.
  • Also. Ähm … Da würde man vielleicht auch sagen: Das ist etwas, … äh … Das hast du zwar selbst geschaffen und … ähm … äh … vielleicht erkennt man dich auch wieder, weil du hast auch andere Dinge geschaffen, die irgendwie mit Fett zu tun haben.
  • Na hat er ja auch gemacht.
  • Ja. Ähm … Äh … Äh … Aber … äh … äh … Es gibt vielleicht kein Interesse. Oder es gibt vielleicht keinen Markt. So. Und das ist halt ganz interessant …
  • Den gab's aber.
  • Erfolg Erfolg nach Tod Sterben des Künstlers
  • Äh … Später ist der erst dazugekommen. Also es gibt ja auch viele Künstler, … äh … die zeitlebens … äh … eben nicht … ähm … äh … äh … Wo ihre Fähigkeiten nicht gesehen worden sind. Sondern erst nach ihrem Tod. Posthum. Haben sie halt … äh … äh … ähm … Haben sie halt Erfolg erlangt.
  • Weil sie gesehen wurden, aber abgelehnt wurden?
  • Zum Beispiel.
  • Also wie van Gogh Vincent van Gogh als Klassiker-Beispiel. Selbstporträt Selstbildnis mit verbundenem Ohr und Pfeife, 1889, Vincent van Gogh gogh-k.jpg
  • Kunstbegriff abhängig vom gesellschaftlichen Wandel
  • Das zeigt zum Beispiel ganz klassisch, dass der Kunstbegriff dem … dem gesellschaftlichen Wandel unterworfen ist. Also …
  • Genau.
  • Es gibt Zeiten, in denen …. äh …, wo man das nicht als Kunst verstehen würde.
  • Ja.
  • Und es mag andere Jahrhunderte geben, wo man das wiederum ganz anders sieht.
  • Genau. Und jetzt … Jetzt sind wir aber im Hier und Jetzt. Und jetzt redest [Sperren: du].
  • Wann ein Markt vorhanden ist
  • Genau. Und … äh … Ich sage, dass zum Beispiel die … äh … Wiederverkaufbarkeit oder das Materielle … der materielle Wert eines Kunstwerkes … eines Kunststücks … äh … sich eben auch messen lassen kann in Geld. Also wenn … Wenn ein Markt da ist. Für diese Kunst. Dann wird auch … Dann … äh … sieht man in dem Stück schneller Kunst … ähm … Und ist vielleicht auch … Und der Wert steigt auch schneller, …
  • Mhm.
  • … als wenn dieser Markt nicht da wäre. Und deswegen ist eben … äh … äh … Keiner würde sich … ähm … eine Fettecke in seine Wohnung [Sperren: wünschen].
  • Ja.
  • Gleichwohl … ähm … hat man es in Museen … äh … zeigen [Sperren: wollen]. Diese Art von Kunst. Äh … Und … äh … Der Bundestag war ja bereit, für öffentliche Kunst ja sehr viel Geld auszugeben. Ich erinnere mich an diesen Tisch. Mit diesen zwei Stahlkugeln. Tisch mit Aggregat, Joseph Beuys aggregat-k.jpg
  • Mhm.
  • Tisch mit Aggregat (siehe Umzugskarton Freiburg)
  • Also wo jeder denkt: Ähm … Hat man das dort stehen gelassen? Beim Umzug? Welche Bedeutung hat das ganze? Ja? Äh …
  • Wo war das? Im Bundes…
  • Im Bundestag.
  • Steht das immer noch da?
  • Kunst im öffentlichen Raum
  • Äh … Also ich kann mich erinnern, dass, als Frau Merkel damals glaube ich Bundeskanzlerin geworden ist, hatte man überlegt … Oder Woltar Ries … Rita Süß … Rita Süssmuth war das glaube ich. Die damalige Bundestagspräsidentin. Dass man Geld ausgegeben hat für öffentliche Kunst. Oder für Kunst im öffentlichen Raum. Soviel mehr …
  • Mhm.
  • Ähm … Und damals hatte man dann eben diesen Tisch mit den zwei Stahlkugeln gekauft. Äh … ob's den heute dort noch gibt, das weiß ich nicht.
  • Wir können noch einmal recherchieren.
  • Aufschrei Bevölkerung, Banalität
  • Ja. Aber für mich … Damals habe ich schon in der Zeitung gelesen … Dieser Aufschrei, warum gibt man soviel Geld für etwas aus, für sowas Banales aus. Ja? Und so. Äh … Natürlich wird jetzt die eine Seite sagen: Ja, der Künstler hat sich dabei was gedacht! Und da kann man ganz viel hineininterpretieren und so! Und die andere Seite sagt: Ja [Sperren: toll]. Das ist halt Holz und Stahl. Ähm …
  • Genau um diese Seite geht's mir. Jetzt übrigens. Jetzt verstehst du das.
  • Und … ähm …
  • Steuergelder
  • Und zwar das ist die Seite, die … die das Volk repräsentiert. In den Pressemitteilungen. Wo dann halt hinterfragt wird, warum wird dafür so viel Geld … Steuergeld … ausgegeben. Weißt du?
  • Markt als Spiegel Spiegelbild für Akzeptanz Kunst
  • Ich … Als … Um das noch einmal zu sagen: Ich glaube halt, dass der Markt ein sehr guter Spiegel dessen sein kann … äh … was gesellschaftlich als Kunst akzeptiert wird.
  • [Unterbricht:] Er ist aber noch nicht im Trichter automatisch oben. Sondern er könnte sozusagen ein … ein … nicht Indiz … sondern ein … ein … doch, ein Indiz dafür sein, dass es sich um Kunst handelt.
  • Kunst ist, wenn jemand sagt, es ist Kunst
  • Erst einmal ist es oben drinne. Weil jeder der sagt: Das ist Kunst, … Das kann ich ihm ja erst einmal nicht absprechen. Also wenn er das mit einer gewissen … ähm … Ja doch! Vielleicht will ich … will ich oben den Trichter gar nicht so eng machen. Ähm. Und gar nicht davon sprechen, er braucht eine bestimmte Begabung und ein bestimmtes Können. Vielleicht [Sperren: glaubt] er ja diese Begabung oder das Können zu haben. Äh … äh …
  • Ja.
  • Es entspricht aber nicht meinem … äh … Kunstverständnis. Oder meiner Ästhetik. So. Und … Aber nur weil er der Meinung ist, … äh … das wäre schon Kunst, gehört er erst einmal oben in den Trichter mit rein.
  • Also machst du es dann ganz offen. Sozusagen.
  • Genau. Kunst im weiteren …
  • Das finde ich gut.
  • … äh … Kunst im weiteren Sinne.
  • Kunst im weitesten Sinne
  • Im [Sperren: weitesten] Sinne. Sozusagen.
  • Sogar im [Sperren: weitesten].
  • Sobald eine Person sagt, … äh … das ist Kunst, dann ist es eigentlich Kunst. Egal ob man es jetzt begründen kann oder nicht. Aber er hat halt das Wort mit dem Objekt verbunden.
  • Na ja. Moment. Nein nein. Ich nehme da schon eine Einschränkung vor. Und zwar nicht nur deswegen, weil er sagt, er behauptet, es sei Kunst. Das reicht mir nicht aus. Sondern ich … Er glaubt, dass er eine gewisse Begabung und Können hat. Das ist für mich schon [Sperren: rudimentär]. Diese Begabung oder das Können. Denn … äh … Es kann nicht sein … Ich halte jetzt hier eine Cola-Flasche hoch. Ich mache das jetzt gerade mal! [Hebt eine Cola-Flasche hoch.] Und sage: Genau diese Cola-Dose und genau dass die Cola jetzt zu einem drittel nur noch gefüllt ist, dass macht's jetzt zu einem … zu Kunst. Ja?
  • Ja.
  • Leider vergängliche Kunst. Aber vielleicht ist das … ähm … Genau. Es ist ein Moment. Eine Momentaufnahme.
  • [Sperren: Warte mal.] Das sagst du jetzt als jemand, der Künstler ist oder als jemand, der …
  • Nein. Ich will nur gerade sagen: Äh … Das reicht für mich nicht aus. Ja? Nur weil ich das jetzt als Kunst bezeichne. Diesen Moment. Ähm … Macht's das nicht zur Kunst. Und gehört auch nicht in diesen Trichter rein.
  • Sicht des Künstlers und Betrachters auf ein Objekt
  • Darf ich dich da ganz ganz kurz unterbrechen? Bitte.
  • Okay. Mach's.
  • Redest du jetzt als Alexander, oder redest du als jemand, der Künstler ist. Und diese Flasche hoch hält. Und … Also normalerweise Kunst macht und jetze … … Weil das ist ein [Sperren: ganz] großer Unterschied.
  • Nein nein nein nein. Also im … Ich rede jetzt als Privatperson.
  • Als Alexander.
  • Genau. Weil ich will abgrenzen. Nicht, weil jemand - egal was er ist - sagt, das ist Kunst, wird es zu Kunst.
  • [Sperren: Auch …] Auch wenn ein Künstler das sagt?
  • Auch wenn ein Künstler das sagt.
  • Auch wenn du das zwanzigmal wiederholst. Ist es dann nicht eine Kunst-Performance Performance ?
  • Künstler muss überzeugt sein, Kunst zu machen
  • Nein. Da muss man sich wieder überlegen, … äh … äh … ob in dem, was er macht, nicht doch ein Stück … [Sperren: Nein nein.] Halt. Die Abgrenzung, die ich vornehmen wollte, war eine andere. Und zwar habe ich gesagt: Der Künstler, oder derjenige der das hoch hält, muss auch selber davon überzeugt sein, dass er das mit einer gewissen Begabung oder einem gewissen Können macht. So. Und wenn du mir sagst, ein Künstler macht zwanzigmal einen … schwarzen Strich … 55/005, 1955, Kohle, Norbert Kricke, gezeigt im Kunstverein Potsdam strich-k.jpg
  • Ja.
  • … aufs Blatt Papier. Und stellt das dann in einer Sammlung aus.
  • Ja.
  • Reicht es mir nicht, dass er sagt: "Das ist Kunst". Dann landet er noch nicht in dem Trichter. Sondern er landet nur dann drinne, wenn er auch [Sperren: glaubt], dass er das mit einer gewissen Begabung oder einem gewissen Können gemacht hat.
  • Formen auch von Kindern umsetzbar, ohne Begabung und Handwerk
  • Aber ein Strich kann schon ein Baby machen. Da brauche ich keine Begabung und kein Können.
  • [Pause.]
  • Ein [Sperren: Können]. Er braucht eine Hand. Er braucht … Er muss einen Stift halten können. Ist das für dich schon ein Handwerk?
  • Also ich gebe zu … Ich gebe zu, diesen Aspekt, den ich da mit reinnehme … in diesen weiten Trichter, ja? Äh … Ist etwas, was man objektiv nicht wahrnehmen kann. Sondern was nur derjenige, in seiner subjektiven Wahrnehmung selbst entscheiden kann. Nämlich … Mache ich das, weil ich mir darüber Gedanken gemacht habe?
  • Mhm.
  • Mache ich das, weil ich mich vielleicht sogar abgrenze von anderen? Weil die … ähm … nicht auf die Idee gekommen sind. Das ist einfach [Sperren: genial]. Zum Beispiel sich auf den Moskauer … Moskauer Platz stellen und nackt auszuziehen. Oder wie es andere machen halt: Ich stelle mich auf einen großen Platz und lass hundert andere Menschen nackt ausziehen. Und mache ein Foto davon, ja? Fixierung, Performance, Roter Platz, Moskau, 2013, Pjotr Pavlenski fixierung-k.jpg
  • [Pause.]
  • Unterschied zu Kindern: Idee
  • Äh … Also die Idee, die dahinter steckt, macht's dann wieder zu dem Begriff. Er sagt, es [Sperren: ist] Kunst. Er hat sich auch … Er glaubt auch, dass es selbst Kunst ist. Weil er das mit einer gewissen Nachhaltigkeit macht. Weil er sich Gedanken …
  • Mhm.
  • … darüber gemacht hat. Weil er glaubt, andere wären nicht auf diese Idee gekommen. Damit landet er erst einmal per se in diesen weiten Trichter. Ob er dann am [Sperren: Ende] immer noch als Kunst definiert wird … das ist dann … ist dann ein Prozess. Das ist ja ganz schwierig, was am Ende übrig bleibt.
  • Okay. Ganz ganz kurz noch.
  • Ganz ganz kurz. Schmähgedicht.
  • Kritik am Interview
  • Du redest die ganze Zeit!
  • Ja deswegen werde ja auch [Sperren: ich] interviewt!
  • [Ganz laut:] [Sperren: Ja aber ich will ja Zwischenfragen stellen!] Ansonsten vergesse ich das nämlich.
  • Schmähgedicht und Kunstfreiheit
  • Deswegen … Zum Beispiel auch dieses Schmähgedicht. Schmähgedicht, Jan Böhmermann (Schwärzungen von WELT), © DW schmaehgedicht-k.jpg
  • Äh … äh … Derjenige, der das geschrieben hat, hat … war der Meinung, … äh … er … äh … dieses Schmähgedicht, das was er gemacht hat, untersteht dem Kunstbegriff. Und der Kunstfreiheit. Ja?
  • Ja.
  • Ähm … Und … äh … Rechtsanwälte mussten sich … Und Richter mussten sich dann damit beschäftigen, ob er unten am Ende, wo der Trichter am Ende rauskommt, oder wo das Gesetz ansetzt vielmehr, ob es denn auch wirklich dem … äh … äh … Kunstbegriff im Sinne des Gesetzes unterstellt.
  • Mhm.
  • Äh. Und nur weil jemand ein Gedicht schreibt und da irgendwie … äh … frech jemand … ähm … vorwirft, mit Ziegen zu ficken … äh … äh … Das reicht für mich nicht aus! Also das ist ja …
  • Was ist dabei rausgekommen?
  • Ähm. Also …
  • Ich hab's nicht mitbekommen.
  • Ich … Ich hab's auch nicht bis zum Ende verfolgt. Aber zumindestens wurde er glaube ich freigesprochen. Ähm …
  • Aus einem anderen Grund. Weil …
  • Nein. Die Gerichte haben es unter der Kunstfreiheit …
  • Okay.
  • … der noch zulässigen Form … Also … Es war eine Gratwanderung. Aber sie haben es noch darunter …
  • Satire / Gratwanderung
  • Gut. Aber eine Gratwanderung ist ja schon einmal was, was die … Na, wie heißen die, die das machen? … Ähm … Na wie … Was ist der denn? Nen … ähm … Der die Leute auf die Schippe nimmt. Und so. Das ist doch eine Gratwanderung. Zwischen … Ach Mensch, wie heißen die denn? Weißt … Weißt du …
  • Satire?
  • [Sperren: Satire!]
  • Ja.
  • Das ist doch eine Gratwanderung. Also das ist doch klar. Da wird dann die große Frage gestellt: Ist es noch Kunst oder eben nicht. Aber das ist doch dann gut! Also … Ich meine, er wandert dann ja genau dort, wo solche Fragen eben aufkommen. Die jetzt bei dem Leinwand-Bild …
  • Ja.
  • … nicht aufkommen.
  • Genau. Und jetzt muss er sich abgrenzen. Der nächste stellt sich hin und schreibt auch ein freches Gedicht. An die Bundeskanzlerin.
  • Mhm.
  • Ja? Und ist jetzt …
  • Passiert bestimmt oft.
  • … der Meinung, … ähm … auch [Sperren: ich] falle jetzt unter diesen Kunstbegriff. Das [Sperren: muss] aber nicht so sein. Weil …
  • Schmähgedicht = Kunst, da Gedichtsform?
  • [Unterbricht:] Obwohl es in Gedichtform ist? Also sozusagen Handwerk ist?
  • Ja, aber ich glaube, in dem Moment hat auch mehr eine Rolle gespielt … Und zwar, dass er eine Person im … äh … im … in der öffentlichen Wahrnehmung ist. Er ist Moderator. Er ist im Fernsehen Fernsehen aktiv. Äh … Das ist was ganz anderes, als wenn's eben … äh … der … der Bauarbeiter zu Hause verfasst und an die Bundesregierung ein Gedicht schickt … äh … Wo er halt die Bundeskanzlerin beschimpft. Ja? Also das kann sehr wohl …
  • [Unterbricht:] Aber ein Gedicht ist es.
  • Nicht jeder, der denkt, Kunst zu machen, ist Künstler
  • Aber ein Gedicht. Aber da kann man sehr wohl dazu kommen, dass das eben einfach nur noch den Tatbestand der Beleidigung erfüllt. Äh … Aber nicht mehr unter dem Begriff der Kunstfreiheit fällt. Also diese … Diese … Diese Differenzierungen … Die sind so … so … so klein. Also so … Ja wie soll ich sagen? Ähm … Man muss halt gucken. Nicht … Nicht jeder, der von sich behauptet, Kunst zu machen, oder Künstler zu sein, fällt für mich in diesen Trichter rein.
  • Okay. Darf ich ganz ganz kurz da jetzt erst einmal fragen. Bevor ich zu meiner eigentlichen Frage komme.
Haus der Kunst, München
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Liquidierung des Ghettos / Blauer Chauffeur, 1948, Andrzei Wroblewski , © Courtesy of Andrzej Wróblewski Foundation
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Feuer, Tafel 2 der Hiroshima-Tafeln, Iri&Toshi Masuki, © Haus der Kunst
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White Painting, 1951, 2 Leinwände, Rauschenberg , © Robert Rauschenberg Foundation
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Schwarze Eckfläche, 1961, Acryl auf geformter Leinwand, Enrico Castellani,
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Exodus n°1, 1951, Gouache und Wachsmalkreide auf braunem Kraftpapier, befestigt auf Papier, Karel Appel, © Haus der Kunst
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Schermo-Disegno (Kunsttheorie), Tempera auf Karton, 70 x 100 cm, 1957, Fabio Mauri
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o. T. (aus Serie Television Analyzations), 1963, Paul Thek
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Still Life #28, 1963
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Ensemble de télévision, 1962, César
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Water Walk, John Cage
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Density 10: 3: 2: 1, 1961, Karl Otto Götz
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Vorlesung Video Rewind "Video killed the TV Fernsehen Artist / 50 Jahre Videokunst und kein Ende?" 1 historischer Teil (1960 - 1965) A Malerei / TV als Bildquelle Fabio Mauri Fabio Mauri mit "Schermo" leere Bildschirme gemalt Schermo-Disegno (Kunsttheorie), Tempera auf Karton, 70 x 100 cm, 1957, Fabio Mauri schermo-k.jpg "Fini"-Bilder ("Schermo fine, anni 60") "Fine" in Malerei umgesetzt o. T. (aus Serie "Television Analyzations"), 1963, Paul Thek thek-k.jpg Paul Thek (1933 - 1988, amerikanischer Maler und Objektkünstler) Serie unter Titel "Televsion Analyzation" malte Thek TV-Bild ab u. a. Bilder mit starker Modifikation des vorgefunden Bildes (wie Vervielfachung des Motivs) "Ich bin ganz extrem daran interessiert, die neuen Bilder unserer Zeit, vor allem Fernseh- und Kinobilder, zu malen. Isoliert und umgestellt bieten diese Bilder eine reiche und für mich aufregende Quelle dessen, was ich für eine neue Mythologie halte." (Thek) Lawrence Weiner (* 1942, US-amerikanischer Künstler) gilt neben Sol LeWitt Sol LeWitt , Robert Barry, Douglas Huebler und Joseph Kosuth Joseph Kosuth als Vertreter der Konzeptkunst Konzeptkunst malerische Umsetzung der Testbilder Tom Wesselmann Tom Wesselmann (1931 - 2004, US-amerikanischer Maler, Grafiker und Objektkünstler) Still Life #28, 1963 wesselmann-k.jpg siehe auch 22.10.2014, 1.12.2014, 12.11.2014 Live-Fernsehbild in Malerei integriert B Skulptur "Deutscher Ausblick aus dem Zyklus Schwarzes Zimmer", 1958 - 1963, Wolf Vostell Wolf Vostell César (1921 - 1998) Ensemble de télévision, 1962, César cesar.jpg Schrott-Kompositionen mit Fernseher C Aktion / Happening Happening u. a. Wolf Vostell "TV Burying", 1963 Fernsehgerät mit laufenden Programm wird u. a. mit Sahnekuchen beworfen und mit Putenschnitzeln bestückt "Dé-coll/age" des TV-Programms abschließend in einem zuvor ausgehobenen Grab beerdigt D Musik Water Walk, John Cage John Cage waterwalk.jpg Solo für Television E TV Bild Generierung / Modulation Density 10: 3: 2: 1, 1961, Karl Otto Götz density-k.jpg Rasterbild 200 x 260 cm "Bekanntlich besteht das Fernsehbild aus ca. 450.000 Bildpunkten. Bei dem Modellbild 'Density 10: 3: 2: 1' wurden ca. 400.000 Bildpunkte (Elemente) geordnet und gezeichnet, wobei mit nur zwei Helligkeitsgraden operiert wurde, nämlich mit schwarzen und weißen Elementen, dafür aber mit 4 verschiedenen Dichtegraden." in Malerei umgesetztes Bildrauschen F Fotografie / Film [nicht vervollständigt] G Video [nicht vervollständigt] Anfang: 1965 mit zwei Künstlern 1 Warhol Andy Warhol mit Closed Circuit ("Outer and Inner Space") zwei Filmaufnahmen parallel gezeigt Edie Sedwick spricht und im anderen Bild kommentiert sie eigenes Videobild 2 Paik Nam June Paik mit Appropriation von TV (nicht vervollständigt)
(Aushang Klassenraum für nächstes Klassentreffen)
(Aushang Klassenraum für nächstes Klassentreffen)
I am making art, 1971, 19 min, schwarzweiß, Ton, John Baldessari
"I am making art", 1971, 19 min, schwarzweiß, Ton, John Baldessari
Space walk, 1972, 28:25 min, Farbe, Ton
Space walk, 1972, 28:25 min, Farbe, Ton
Left side, right side, 1972, 8:48 min, schwarzweiß, Ton, Joan Jonas
Left side, right side, 1972, 8:48 min, schwarzweiß, Ton, Joan Jonas
(Aushang Klassenraum für nächstes Klassentreffen) aushang-k.jpg Tagesplan 8:00 - 9:00 VIDEO REWIND Text weiterlesen 9:00 - 9:15 Essen 9:15 - 10:00 Text von Daniels Dieter Daniels E-Mail überfliegen, Notizen machen 10:30 zur Postfiliale, Druckereipatrone abholen 10:30 - 11:30 zur HGB, AV-Labor säubern, Arbeit in Klassenraum plan hinlegen 12:30 - 14:00 COLLAGE Collage weitermachen, am Anfang neue Papiere drucken (beide Vorlagen dreimal drucken, 500%) 15:00 - 16:30 OHME Vorlage 10 x 10 cm zuschicken (kleines 5-Minuten-Selbstporträt Selstbildnis , mindestens 1 mm tief!) Kurs Video Rewind (Vorbereitung) Abschnitt 5: "'Videoselbstporträt': literarische oder visuelle Tradition?" Betrachtung Entstehung Selbstporträt innerhalb Malerei und Zeichnung und Entwicklung bis in jüngste Zeit Raymond Bellour erläutert seine Auffassung Begriff Videoselbstporträt (1988) leitet "Autoportrait vidéo" von literarischer Selbstporträt-Tradition ab literarische Selbstporträt-Tradition gründet ihrerseits auf antike Antike Rhetorik Michel Beaujour: definiert Eigenschaften des literarischen Selbstporträts in Abgrenzung von Autobiografie Videoselbstporträt baut für Bellour auf u. a. 1 unverzögerte Rückkoppelung 2 leichtes Einfügen seiner selbst in Aufnahmen 3 Arbeit ohne Kamerapersonal 4 Möglichkeiten der Nachbearbeitung 5 allgemeiner Prozess der Subjektivierung[?] Feststellung: ichbezogene Kunst sei nicht mehr Gegenstand der Erinnerung, sondern fortgesetzte Gegenwart[?] Künstler selber verwendeten Begriff Videoselbstporträt nicht nicht wichtig auf Medium sondern auf Werkgattung zu verweisen Kritik Walter Grasskamp, Kunstkritiker: "Die Spannung, die von einer authentischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper ausgeht, überträgt sich kaum auf einen Zuschauer; im Gegenteil, wo der Zuschauer sich nicht auch selbst zu sehen bekommt … stellt sich schnell Langeweile ein. Dies ist für einen großen Teil der Videoproduktion kennzeichnen." hält anscheinend interaktive Videoinstallationen für legitimer (Text handelt mir viel zu viel von Kunstkritikern, anstatt Meinung von Künstlern dazu zu betrachten) Abschnitt 6: Kategorien der Selbstdarstellung Kategorie 1: Konzept, Körper, Störung Künstler versuchen Körper einzusetzen wie ein belebtes Instrument Körperglieder mit Gestik, Haltung, Bewegungsspektrum werden im Verhältnis zu Raum und/oder Objekt erkundet Text wird gesprochen, gesungen, Stimme begleitet modulierend Geschehen Kontrolle des Bewusstseins unterlaufen Beispiel: John Baldessari John Baldessari "I am making art", 1971, 19 min, schwarzweiß, Ton, John Baldessari iammakingart.jpg nach jeder Körperbewegung (wie Arm, Beugung Rumpf) spricht er in Kamera: "I am making art" Verlust Kontrolle: im Verlauf Video kleinere Pausen, da er neue Körperhaltungen sich erst ausdenken muss = kein "kaltes Kunststück" Kategorie 2: Abstraktion nichtfigurative oder abstrakte Werke der Selbstdarstellung anstelle Kopf und Gesicht: andere Körperteile oder Personen Beispiel: Les Levine "The artist explores his loft as a video performance Performance , moving the camera around on a dolly to explore the particularities of the space and its contents, while discussing the boredom of this kind of television and expressing a shift from estrangement to annoyance to questioning whether he had chosen the space or if it had chosen him." Space walk, 1972, 28:25 min, Farbe, Ton leslevine.jpg spricht u. a.: "I am trying to understand my relationship to this space; how I got to be in this space; why I am in this space!" Kategorie 3: "Apparat. Schwächung und Aufhebung der Autonomie" 1 Spiegel Spiegelbild , Gesicht und Hände (herkömmlichen Mittel des Selbstporträtierens) werden im Video eingesetzt Left side, right side, 1972, 8:48 min, schwarzweiß, Ton, Joan Jonas Joan Jonas joanjonas.jpg 2 Künstler behandeln und verwenden sich innerhalb Schaltkreises und mittels Apparaten als agierenden Knoten im elektronischen Netz Mimik, Gebärdensprache von Gesicht und Körper sind in apparativer Funktion eingesetzt Körperteile gehen in Fläche des Bildschirmes auf (weiter ab S. 69) Kurs Video Rewind "Video - das unspezifische Medium", Dieter Daniels "Die Bedeutung einer Video-Arbeit wird allerdings nicht dadurch erhöht, daß man sie willkürlich mit der Etikette 'Kunst' versieht." "Das Recht, sich als Video-Künstler zu fühlen, kann Ihnen allerdings niemand absprechen - und wenn Ihnen dieses Gefühl Spaß macht, dann lassen Sie es ruhig zu." (aus Begleitbuch zur Fernsehserie "Die Videomacher") Novum: Mischung von Kommerzialisierung und Kreativität von Eigenem und Fremdem Trennung von privaten und öffentlichen Medien aufgelöst Trennung in Fotografie noch erhalten: Familienalbum versus Pressefotografie in Video vermischen sich diese Bildwelten auf VHS TV Fernsehen -Sendungen privat mitgeschnitten und Kinofilme verkauft Zwischenwelt: Montage von persönlichen, künstlerischen Bildern mit öffentlichen Medien Teil vieler künstlerischer Videoarbeiten Videokunst keine Gattung wie Malerei, Zeichnung, Skulptur und Fotografie "nicht im Sinne einer reibungslosen Fortschreibung des kunsthistorischen Evolutionsmodells."[?] 1990er: Begriff "Medienkunst Medienkunst " entsteht vereinigt Kunstformen Video-, Computer-, Netzkunst net.art Video galt als Anti-TV und Strategie der Selbstermächtigung Konzept "Prosumer Konsum "
Holzstich
Holzstich
Holzstich
Holzstich
Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse Vortrag Lem umsetzen Handschuhe (für liegenden Akt Akt ), Farbpigmente wie Cadmiumrot, Phthalocyaninggrün, Ultramarinblau (für PVC-Schlauch-Dreieck-Konstellation durch Platte), Holzstichel (für Holzstich-Konstellation) besorgen geplotteter liegender Akt abmessen und Rahmengrößen (zweimal Außenrahmen, einmal Mittelteil) bestimmen Norbert Wiener (1894 - 1964, US-amerikanischer Mathematiker, Begründer Kybernetik) umsetzen Dreieck-Konstellation ausrechnen und alle Möglichkeiten in Übersicht ausdrucken PVC-Schläuche mit Farbpigmenten füllen, durch Holzplatte führen eventuell Fotografie auf Platte kaschiert (zuvor Löcher für Schläuche sägen) "Das affektive Moment Moment " Mark im Gang getroffen, Smalltalk Kurs Holzstich weiterer kleiner Holzstich auf Hirnholz Holzstich prae_holzstich.jpg Holzstich prae_holzstich2.jpg morgen drucken "Das musikalische Moment" (im Radio) "Psychologischer Moment" (im Fernsehen Fernsehen )
Transportkiste mit 36 zerlegten Stühle inklusive Schrauben
Transportkiste mit 36 zerlegten Stühle inklusive Schrauben
Fließbandarbeiter, um 1913 in Automobilfabrikation von Henry Ford
Fließbandarbeiter, um 1913 in Automobilfabrikation von Henry Ford
Kurs Praktiken des schon Fertigen in der zeitgenössischen Kunst (Vorbereitung für Referat) bisher zugeordnet 1 Urinal: Urinoir, Duchamp Marcel Duchamp , 1917 2 Flaschentrockner: Porte-Bouteilles, 1914, Duchamp 3 Fahrrad: Marcel Duchamp, Roue de Bicyclette, 1913 4 Autoreifen: Sylvie Fleury, Fountain PKW Yard, 1961, Allan Kaprow 5 Tasse (allerdings ohne Fell): Meret Oppenheim Meret Oppenheim , 1936 6 Schneeschaufel: Marcel Duchamp, In Advance of the Broken Arm, 1915 7 Stuhl: Conversation, Ange Leccia, 1987 Bertrand Lavier, Charles Eames Charles und Ray Eames Peinte, 1991 Joseph Kosuth Joseph Kosuth , One and Three Chairs, 1965 8 Kleiderbügel: Man Ray Man Ray , Equation-Obstruction, 1920 9 Hammer, Flasche: Man Ray, Le Manche dans la Manche, 1921 10 Waschmittelboxen: Brillo Boxes, Warhol Andy Warhol , 1964 11 Filzrolle: Beuys Joseph Beuys , um 1960 12 Baskettball: Du Neo Geo de Ben, Ben Vautier Ben Vautier , 1986 Jeff Koons Jeff Koons , Basketball, 1985 13 Staubsauger: Jeff Koons, New Hoover Convertibles, 1981 und 1987 Jeff Koons, New Hoover Convertibles, 1984 Jeff Koons, New Hoover De Luxe Shampoo Polishers, 1980 und 1986 14 Eimer: Jeff Koons, Pail, 1986 15 Kühlschrank: Bertrand Lavier, Brandt Haffner, 1984 Betrand Lavier, Potsdamer Platz oder Zanussi, 1996.jpg 16 Fernsehgerät (ohne Nägel): Günther Uecker Günther Uecker , TV Fernsehen auf Tisch, 1963 17 Besen: Jasper Johns, Fools House, 1962 18 Neonröhre: Jasper Johns, Lightbulb, 1960 Jasper Johns, Flashlight, 1960 Dan Flavin Dan Flavin , the diagonal of may 25, 1963 (to Constantin Brancusi), 1963 19 Coca Cola: Clive Barker, Two Cokes, 1968 20 (Wand)uhr: Arman, Paradoxe du Temps, 1960 21 Teebeutel (laut Beschreibung): Tiravanijas, 1998 22 Kuscheltier: Bertrand Lavier, Teddy, 1994 Kurs Jahrhundert des Readymade Ready-made Begriff "ready-made" fertig von der Stange, gebrauchsfertig, konfektioniert, Fertigware, ready-made solution (Schubladenlösung) industrielle Produktion ohne spezieller Nachfrage (wartet auf Käufer) 1 Produktion auf Vorrat / in Erwartung eines Absatzes Friedrich Gottlob Hoffmann (1741 - 1806, Leipziger Kunsttischler) 1. Möbelkatalog (1789): Bestellung nach Größe und Holzsorte 2. Möbelkatalog (1795): Lieferung unverzüglich in Aussicht gestellt, meiste Stücke vorrätig Transportkiste mit 36 zerlegten Stühle inklusive Schrauben thonet-stuhl.jpg Michael Thonet (1796 - 1871, deutscher Tischlermeister und Gründer der Gebrüder Thonet Bugholzmöbel-Fabrik) modulares System: Montierung Stuhl Nr. 14 (heute 214) vor Ort Prinzip IKEA IKEA : Verlagerung der arbeitsintensiven Endmontage an Konsumenten 2 Serienfertigung zur Preisreduktion Fließbandarbeiter, um 1913 in Automobilfabrikation von Henry Ford fordismus-k.jpg "Fordismus" Gegentrend: Customisation Versprechen auf Individualität Individualität "Build your own BMW" Gegeneffekt: Ausfransen von Markenidentität durch Ausweitung der Produktpalette Kofigurations-Stress als Konsumhinderniss Duchamp 1915 / 1916 von Paris nach NY, wegen Weltkrieg Präfabrikation der Ware in USA viel weiter fortgeschritten als in Europa (Kulturschock Duchamp?)
Landschaft in Öl (Versuch), Version vom 20.01.
Landschaft in Öl (Versuch), Version vom 20.01.
1985, Installation im ehemaligen Sowjetischer Pavillon, Kai-Hendrik Windeler
1985, Installation im ehemaligen Sowjetischer Pavillon, Kai-Hendrik Windeler
möglicher Aufbau EG mit 3 Flächen
möglicher Aufbau EG mit 3 Flächen
Landschaft in Öl (Versuch), Version vom 20.01. landschaft-versuch-k.jpg TV Fernsehen Interventionen Kurs Televisionen in der Kunst Vorstellung Kai-Hendrik Windeler 1985, Installation im ehemaligen Sowjetischer Pavillon, Kai-Hendrik Windeler 1985.jpg Metallkonstruktion mit 30 ausgebauten Fernsehgeräten, Stühle Videos mit Ausschnitten aus Tagesschau subjektive Wahl u. a. durch eigenes Lebensalter Prägung Fernsehbilder auf einzelnen Menschen ständig wiederholende Motive wie "Terrorakte/Explosionen", "Krieg/Bomben", "Sport/Spielergebnisse" Ausbau Geräte: Wahrnehmung Fernseher als Objekt CHC-TV, 2004 - 2007, wöchentliche Austrahlung Interaktion mit Publikum, anfänglich Kunstprojekt "It is a TV program about making a TV program" für Handschlagstempel / Prägung Papierarbeiten Schriftzug "Friedrich Fröhlich" gestalten und Hersteller schicken keine Signatur Künstlersignatur , vollständigen Namen, Schriftart "Arial" HGB Rundgang HGB Rundgang 2015 Abzug "DERZEIT KEINE AUSSTELLUNG / CURRENTLY NO EXHIBITION" abgeholt und gerahmt muss auf Pappe geklebt werden, da wellig 3 Flächen im Erdgeschoss reserviert für Geradenbilder möglicher Aufbau EG mit 3 Flächen rundgang_aufbau-k.jpg Flächen: 1 2,80 x 2,40, 2 1,70 x 2,40, 3 1,90 x 2,40 2 Verteilerkästen[?] müssen überdeckt werden Idee: mittels auf Wand gezeichneter Geraden/Raben Flächen verbinden (dominante Türen "überfliegen") mit Tageslichtprojektor an Wand projizieren und Linien einzeln abzeichnen
Imaginary Landscapes No. 4, Cage
Imaginary Landscapes No. 4, Cage
McLuhan Caged, 1968, Paik
McLuhan Caged, 1968, Paik
TV Fernsehen Interventionen Kurs Televisionen in Kunst, Technik und Ökonomie Thema "Touching Television / Participation Media width Marshall McLuhan Marshall McLuhan , John Cage John Cage and Nam June Paik Nam June Paik " Ausstellung "TELEVISION, de-, inter-, trans-", 2011, Seoul Nam Jun Paik Art Centre Entmaterialisierung durch digitale Medien Gegensatz Malerei / Fotografie / Film Gegenbewegung Participation TV / Paik touching = palpable, haptic / touching = emotional, engaging passion <=> participation 1 Walter Benjamin Walter Benjamin / Marshall McLuhan Medientheorie nicht als Informations- Technik- oder Maschinentheorie sondern als Theorie der Sinne und multimodalen Relationen von Medien zum Körper Benjamin zur Taktilität "visueller" Medien: im Dadaismus Dadaismus Kunstwerk = Geschoss, "Es stieß dem Betrachter zu. Es gewann eine taktile Qualität." McLuhan: "The television image […] is an expansion of the tactile sense […] a medium, which includes all of our senses in an in-depth interaction." (1964) Fernsehbild = unfertig (grobes Raster), erst durch Auge des Betrachters "vervollständigt" tactile-as-total (komplettkörperliche Erfahrung), not only haptic 2 Beeinflussung John Cage durch Marshall McLuhan Buch "The Medium is the Massage", McLuhan (Massage, nicht Message) Beispiel "Imaginary Landscapes", Aufführung mit Radiogeräten, Cage (12 Radiogeräte, 24 Performer, 1 Dirigent) Imaginary Landscapes No. 4, Cage imaginary-landscapes.jpg notiert x Radiogeräte kaufen, alle Sender gleichzeitig abspielen 3 Beziehung zwischen Cage / Paik Beispiel für TV-Interaktionen: "Exposition of Music - Electronic Television", 1961 "Magnet TV", 1965 (nicht mehr versteckte Änderungsmechanismen) Idee der Unbestimmtheit McLuhan Caged, 1968, Paik mcluhan-caged.jpg "Partizipations-Fernsehen" QUBE (question your tube), seit 1977 "Crystal of Resistance", Thomas Hirschhorn, Venice Art Biennale, 2011 Marie-Eve Levasseur
TV Fernsehen Interventionen Kurs Televisionen in der Kunst Umberto Eco Umberto Eco (* 1932 in Italien, italienischer Schriftsteller, Kolumnist, Philosoph, Medienwissenschaftler, Semiotiker) dctp "Entwicklungsgesellschaft für TV Programm mbH" "Abschied von Gestern", 1966 "Auto Italia Live", Künstlerorganisation "Double Dip Concession" Auswirkung Fernsehn auf Gegenwartskultur Richard Serra Richard Serra : "Television Delivers People" "You are the product of t.v."
Live-Übertragung Veranstaltung, Westfernsehen
Live-Übertragung Veranstaltung, Westfernsehen
Tagesthemen mit Ulrich Wickert, Hein-Godehardt Petschulat
Tagesthemen mit Ulrich Wickert, Hein-Godehardt Petschulat
TV Fernsehen Interventionen Tagung TALKING BACK TO THE MEDIA Schnittstelle Fernsehen / Kunst Absolventen präsentieren Beschäftigung mit Medium Fernsehen Titel Zitat aus Ausstellung 1985 von Dara Birnbaum (* 1946, US-amerikanische Video-/Installationskünstlerin) Westfernsehen Rückblick, im Internet übertragen Live-Übertragung Veranstaltung, Westfernsehen westfernsehen.jpg Stefan Hurtig Vorstellung 3-Kanal-Videoinstallation "Challange" Hannes Waldschütz Tagesthemen mit Ulrich Wickert, Hein-Godehardt Petschulat tagesthemen.jpg Hein-Godehardt Petschulat
Density (organisiertes Rauschen)
Density (organisiertes Rauschen)
TV-Décoll/age no. 1, 1958 - 1963, Wolf Vostell
TV-Décoll/age no. 1, 1958 - 1963, Wolf Vostell
Lee Friedlander mit laufenden Geräte in menschenleeren Räumen
Lee Friedlander mit laufenden Geräte in menschenleeren Räumen
TV Fernsehen Interventionen Kurs Televisionen in Kunst, Technik und Ökonomie Weltmacht Fernsehen 1960er meinungsbildende Macht, über Print und Radio hinweg 1960er pro Familie rund 5 h Fernsehen ab 1957 zunehmend in Farbe (in Deutschland bis 1963 nur 1 Kanal in schwarzweiß / Abendstunden) Differenz zwischen USA und Europa weiterhin gültig USA: mit privatwirtschaftlichem / kommerziellen Boom (öffentliche Stationen marginal) Europa: Staat als Träger für Podcast-Medien gesehen TV vom Standpunkt Kunst: "hoffnungsloses Medium" kaum Phasen der Offenheit und kreativen Suchen Manifest Manifest der Futuristen Futurismus : "La Radia", 1933 "Radio-Televesiva", Vorstellung von Massenevents (siehe Fernsehstuben) Lucio Fontana Lucio Fontana mit "Das Manifest des Movimento Spaziale im Fernsehen", 1952 Umberto Eco Umberto Eco "Das offene Kunstwerk" Karl Otto Götz (1914, Hauptvertreter abstrakter Kunst und Informels in Deutschland und Lyriker des Surrealismus Surrealismus ) Density (organisiertes Rauschen) density.jpg etwas Ähnliches wie das Fernsehbild wollte er analog herstellen (handgemachte Computeranimation) TV-Décoll/age no. 1, 1958 - 1963, Wolf Vostell Wolf Vostell tv-decoll.jpg Malerei mit "live" TV-Bild Spiel mit Präsenz des Mediums / keine Beeinflussung von Fernsehbild Tom Wesselmann Tom Wesselmann , Teil des Interieurs Propeller Paintings, ca. 1964/65, Lawrence Weiner Testbild (eigentlich zum kalibrieren der Bildschirmoberfläche gedacht) Autovision, 1962 - 1964, Karl Gerstner Lee Friedlander mit laufenden Geräte in menschenleeren Räumen friedlander.jpg Verarbeitung von TV Material am Beispiel Kennedy Dennis Hopper mit "Kennedy Suite", 1963, No 1 - 8 Bruce Conner mit "Television Assassination" Andy Warhol Andy Warhol mit "Flash - November 22, 1963", 1968"
Ausgabe Januar 1973
Ausgabe Januar 1973
Andy Warhol's TV, mit Maura Moynihan, Andy Warhol
Andy Warhol's TV, mit Maura Moynihan, Andy Warhol
TV Fernsehen Interventionen Kurs Televisionen in der Kunst Andy Warhol Andy Warhol und das Fernsehen "Andy Warhol's Interview", seit 1969 Ausgabe Januar 1973 andy-warhols-interview.jpg Warhol: "[…] Tonbänder eröffnen tolle Möglichkeiten für Interviews mit den verschiedensten Berühmtheiten. Ich begann über eine Zeitschrift mit nichts als Interviews nachzudenken. Dann kam John Wilcock eines Tages vorbei und fragte mich, ob ich eine Zeitung mit ihm gründen würde. Ich sagte ja." "In the future everyone will be world-famous for 15 minutes." Shows Hintergrund: 1970er Jahre Einführung Kabelfernsehen Lokalsender entstehen 1 "Andy Warhol's Fashion" ab 1979 (10 Episoden), wöchentlich 1/2 h Themen: Mode, Makeup, Supermodels, Kleidung 2 "Andy Warhol's TV" Andy Warhol's TV, mit Maura Moynihan, Andy Warhol andy-warhols-tv.jpg 80 Episoden 3 "ANDY WARHOL'S FIFTEEN MINUTES" 1985 für MTV produziert, wöchentliche Ausstrahlung Vortrag Gerry Schum Gerry Schum Vorschläge für Aufsatz Was war die Rolle Schums? Was die der Künstler? Unterschiede Arbeiten / Arten auflisten / analysieren Übersetzung Kunst ins Fernsehen versus TV-Arbeiten Geradenbild Geradenbild Termin kommende Woche mit Hötte, Pen-Plotter Plotter verschiedene Stifte / Papiere zum Test sammeln (Kugelschreiber, Filzstifte Buntstift , Bleistifte, dickes Papier, transparentes Papier, …)
Buch Das elektrische Leben
Buch "Das elektrische Leben"
Very Slow TV
Very Slow TV
TV Fernsehen Interventionen Kurs Televisionen in Kunst, Technik und Ökonomie Fernsehfantasien Nipkow (siehe 27.10.) Patent auf Idee Television elektrisches Teleskop, 1884 Albert Robida (1848 - 1926, französischer Schriftsteller, Zeichner, Maler, Karikaturist, Journalist) lieferte Ideen für Umsetzung Buch "Das elektrische Leben" elektrische-leben.jpg humoristischer Zukunftsroman mit Zeichnungen und Texte Telefonoskope im Medienverbund Teletheater Simultantheater (1 Stück in 3 Sprachen) telefonische Zeitung Teleshopping Jules und Michel Verne: "Hier et Demain" Zukunftsvision 2889 (1000 Jahre später) nationalsozialistische Propaganda mit TV-Programm ab 1934 (ausgestrahlt in Berlin, siehe 15.1.2013) in 60-80km Umfeld übertragen künstlerische Bearbeitung: Chris Burden Chris Burden T.V., 1977 Gebhard Sengmüller mit "A Parallel Image" "Was wäre, gäbe es keine Zerlegung von Bildinformation?" Fernsehen ohne Bildzerlegung Very Slow TV vsstv.jpg
Einleitung Gerry Schum, IDENTIFICATIONS
Einleitung Gerry Schum, IDENTIFICATIONS
TV Fernsehen Interventionen Filmaufnahmen IDENTIFICATIONS Einleitung Gerry Schum Gerry Schum , IDENTIFICATIONS schum-identifications.jpg (ab 00:00) Einleitung / Überführung von Ausstellung LAND ART LAND ART zu IDENTIFICATIONS (ab 05:49, Zitat Richard Long Richard Long ) "Wenn […], dann sind es schlechte Objekte." (ab 06:03) Aufgabe der Fernsehgalerie, u. a. wertfreie Präsentation von Kunstobjekten (ab 07:10) Joseph Beuys Joseph Beuys 1. Einstellung: Ton vom "Mittagsmagazin" zu hören, Fernsehsprecher über aktuelle Milch- und Fleischpreise gestörtes Schwarzweißfernsehbild hinter Filz kurz erkennbar schlägt sich mit Boxhandschuhen ins eigene Gesicht 2. Einstellung mit Blutwurst (und Unterhaltungsmusik) ohne Erklärung nicht erkennbar: Samurai-Schwert weitere Arbeit mit diesem Motiv: Samurai-Schwert, Joseph Beuys, 1983 Multiple Multiples , Stahlklinge (handgeschmiedet und abgebrochen) in Filz eingerollt 3. Einstellung Fernsehgerät wird Filzplatte gegenübergestellt, "Filzbild gegen Filzschirm" Beitrag Reiner Ruthenbeck Reiner Ruthenbeck (Gerry Schums Idee einer "Aktionsvideo-Version" zu "Schwarzer Papierhaufen", 1970) Beitrag Daniel Buren Daniel Buren Original-Störungszeichen Südwestfunk (mit vorgeschaltetem 5 Sekunden Weißbild) im Interview: "Faktisch war es eine Möglichkeit den Eindruck zu vermitteln, die ganze Ausstellung sei 'live' und nicht aufgezeichnet." "Es wäre für mich ein großer Widerspruch gewesen, diese Sache als etwas Öffentliches zu machen und sie danach wie ein Kunstwerk zu behandeln." (ab 18:57) Gilbert & George Gilbert & George "lebende Skulpturen", "Stillstand Stillstand des Lebens in filmischer Inszenierung Inszenierung " Ger van Elk, Filmbeitrag basiert auf 1969 in London durchgeführter Aktion
Kurs Warum Denken? (nicht anwesend) Immanuel Kant Immanuel Kant (1724 - 1804) a priori = von vornherein a posteriori = im nachhinein "Kritik der reinen Vernunft" 1 Erkenntnis Frage "ob es ein(e) … von der Erfahrung … unabhängige(s) Erkenntnis gebe" Mensch sollte von der Erfahrung unabhängige Erkenntnisfähigkeit verfügen (Vernunft) Empirismus u. a. von David Hume (1711 - 1776) vertreten Erfahrungen sind Sinneseindrücke und ihre Verarbeitung im Denken "Erfahrung lehrt uns […], dass etwas so oder so beschaffen" (empirische Erkenntnis) Gegenteil "reine Vernunfterkenntnisse" oder "reine Erkenntnisse a priori" (Unabhängigkeit von jeglicher Erfahrung) Erkenntnisse nach Quelle A Erfahrung und B reiner Vernunft Mischformen möglich (im Wissen, was passiert, aber nur möglich durch früher erlangte Erkenntnisse) 2 Urteile Urteil (Aussage, Behauptung) = Subjekt mit Prädikat wahr oder falsch Urteil a priori A aus der Notwendigkeit heraus wie arithmetischer Satz: 7 + 5 = 12 B "strenge Allgemeinheit" (Regel ohne Ausnahme) 3 2 Arten von Urteilen A analytische Urteile Sie sind "Erläuterungen desjenigen […], was in unsern Begriffen […] schon gedacht" Körper = räumlich ausgedehnt B synthetische Urteile erweitern Wissen "Wenn ich sage: 'Alle Körper sind schwer’, so ist das Prädikat ['schwer'] etwas ganz anderes, als das, was ich in dem bloßen Begriff eines Körpers überhaupt denke. Die Hinzufügung eines solchen Prädikats [er]gibt also ein synthetisch[es] Urteil" Urteile a posteriori immer synthetische Urteile Kant suchte synthetische Urteile a priori (Urteile, die echte Erkenntnis enthalten, ohne sich auf Erfahrung zu stützen) synthetische Urteile a priori = Erkenntnisse, die allein der Vernunft entstammen TV Interventionen "Ready to Shoot", Abschnitt "Fernsehausstellung II, ARTSCAPES" um Auswahlgremium (5 Leiter öffentlicher Kunstinstitutionen und Kunstkritiker) erweitert vorgestellte Künstler durch Gremium festgelegt beratende und begutachtende Funktion bei Gestaltung der Produktion Zielsetzung Fernsehgalerie: Trennung von Kunstereignis und Medium (TV) aufheben / breites Publikum für bildende Künste erschließen / Sendezeit für Kunst zur Verfügung zu stellen Medium TV bisher als Kunstberichterstattung genutzt Kunst schaffen durch Kommunikationsmedien Druck, Film und Fernsehen Original/Unikat nicht mehr vorhanden Vergleich Rotationspresse und Buchverlage für Literatur / Schallplatte für Musik / Fernsehen für bildende Künste Fernsehgalerie = Gruppenausstellung auf wichtige Tendenzen konzentriert (wie Op Art, Pop-art, Land Art LAND ART ) 1 - 2 Fernsehausstellungen sollten pro Jahr ausgestrahlt werden Information zur Sendung / zum Thema / zu den Künstlern durch Kataloge / Plakate / Postkarten Ablauf Einführung mit grundlegenden Informationen (auch für Nicht-Fachpublikum verständlich) zur gezeigten Kunstrichtung sachliche Angaben und Daten sowie technische Erklärungen (soweit notwendig) Vorstellung Kunstobjekte (auch ältere Arbeiten, Projekte, Skizzen) und Künstler Künstler sollten Statements zur eigenen Arbeit geben dürfen Gegensatz zur LAND-ART-Sendung (Landschaft blieb in ihrer grundsätzlichen Erscheinungsform erhalten / nur Markierungen gesetzt) ARTSCAPES: Arbeiten mit totalem Umformungsprozess (nicht auf Naturlandschaft beschränkt) Grundschema: A Ausgangspunkt Naturlandschaft B Umformung durch technisch-künstlerische Mittel zur reinen Kunstlandschaft durch Überlagerungsprozesse mittels technischen Tricksereien auch größere Landschaften überlagert C auch Resultat vom Prozess zeigen Vorauswahl Künstler: u. a. Christo mit "Emballage Objekt" (Verdeckung kilometerlanger Küstenstreifen) Gotthard Graubner (Professor Kunstakademie Hamburg) mit "Nebelobjekt" arbeitete u. a. mit Kissen und Gazeschleiern [halbdurchsichtiges Gewebe] (überdeckt / lösten sich langsam auf) für Sendung Tal mit farbigem Nebel auffüllen und dadurch diffus / nicht mehr verortbar machen aus Redemanuskript Sendung 30.11.1970, 22:50, 1. Programm Entwicklung Fernseher / Abspielen vom Videoband im Heimbereich Übergang vom 16-mm-Filmsystem zum Videoband (nicht so anfällig) Kunstaktionen in LAND ART gingen bei imposanten Landschaften unter ("So kam es teilweise zur unbeabsichtigten Versöhnung mit der meist radikalen Idee") IDENTIFICATIONS: pure Geste, die Attitüde, das Statement des Künstlers steht im Vordergrund Gestaltung reduziert, zugunsten der Substanz des Objekts / der Idee Kunstwerk verliert Autonomie (nicht mehr vom Künstler zu trennen) Übersetzung Titel: u. a. "Identifikationen" (soll auf angestrebte Einheit zwischen Kunstobjekt und Künstler im Kunstprozess hinweisen) Richard Long Richard Long als Zitat zum Verzicht auf Kommentare: "[…] Wenn eine zusätzliche Information oder ein Kommentar notwendig sind, dann sind es schlechte Objekte."
Was macht eigentlich unsere Zuhause heute so anders, so anziehend?, 1956, Collage auf Papier, Richard Hamilton
Was macht eigentlich unsere Zuhause heute so anders, so anziehend?, 1956, Collage auf Papier, Richard Hamilton
Still Life #28, 1963, Tom Wesselmann
Still Life #28, 1963, Tom Wesselmann
Exposition of Music - Electronic Television, 1963, Nam June Paik (Rekonstruktion 1989), © Dieter Daniels
Exposition of Music - Electronic Television, 1963, Nam June Paik (Rekonstruktion 1989), © Dieter Daniels
Installation, 1963, Wolf Vostell
Installation, 1963, Wolf Vostell
(Notizen der letzten Tage) TV Fernsehen Interventionen Katalog LAND ART LAND ART Anfänge Verweis Fernsehen in der Kunst Was macht eigentlich unsere Zuhause heute so anders, so anziehend?, 1956, Collage Collage auf Papier, Richard Hamilton Richard Hamilton richardhamilton.jpg Richard Hamilton (1922 - 2011, britischer Maler und Grafiker) Still Life #28, 1963, Tom Wesselmann Tom Wesselmann tom-wesselmann.jpg Tom Wesselmann (1931 - 2004, US-amerikanischer Maler, Grafiker und Objektkünstler) Exposition of Music - Electronic Television, 1963, Nam June Paik (Rekonstruktion 1989), © Dieter Daniels Dieter Daniels paik-1963.jpg Modifikationen, die Bild des laufenden Fernsehprogramms verzerren Installation, 1963, Wolf Vostell Wolf Vostell wolf-vostell-1963.jpg Wolf Vostell (1932 - 1998, deutscher Maler, Bildhauer Bildhauerei und Happening Happening -Künstler) Einführender Text zur Fernsehausstellung LAND ART 1 Künstler beziehen immer mehr die Medien Film, Fernsehen und Fotografie in eigenes Werk ein Ausnutzung der Kommunikationsmöglichkeiten von Massenmedien dabei nicht Hauptgrund Künstler möchten die Medien und deren Eigenschaften (großer Teil unserer visueller Erfahrung basiert auf jenen) hinterfragen (für Vortrag Beispiele Hamilton, Wesselmann, Paik, Vostell erwähnen) 2 Beispiel Jan Dibbets mit "Korrektion der Perspektive" Arbeit nur durch Reproduktion (Fotografie) verständlich fotografische Perspektive zeigt Quadrat in Natur Kunstwerk nicht im realen Raum, nur als fotografische Wiedergabe erlebbar 3 LAND ART und Motive der Künstler nicht nur auf Leinwand gemalte Landschaft sondern Landschaft selber wird zum Kunstobjekt (für Vortrag Hintergründe LAND ART) 4 Welt aus neuen Perspektiven erlebbar (Satellitenbilder) dadurch neue Formen erkennbar (Autobahn nicht mehr funktional wahrnehmbar, nur noch als "künstliche Markierung in der Landschaft" gesehen) Aufruf: "Es wird Zeit, dass wir jeden Graben, den wir ziehen, jede Strasse, die wir bauen, jedes Feld, das gepflügt wird, als Gestaltungsprozesse unserer Umwelt begreifen, - Gestaltungsprozesse, die über die rein praktischen und funktionalen Anlässe dieser Vorgänge hinausgehen." 5 Beispiel zu "künstliche Markierung in Landschaft", Arbeit Dennis Oppenheim "Timetrack" "Das Dreieck - Atelier, Galerie, Sammler -, in dem sich Kunst bisher abgespielt hat, wird gesprengt." 6 Konseqzenzen der Umstrukturierung im Kunstschaffen Kritik an Nicht-Honorierung bei Ausstellungsbeteiligung von Künstlern (Gegenbeispiele Schriftsteller, Schauspieler, Komponisten) 7 Hintergrund Idee Fernsehgalerie breites Publikum mit aktuellen Tendenzen des internationalen Kunstgeschehens direkt konfrontieren 8 Vorteile Fernsehen gegenüber Galerien und Museen (Besucherzahlen / potentielles Publikum wird nicht erreicht) Vergleich Situation Bildende Kunst mit Situation Literatur vor Gutenberg "Die meisten Kunstpublikationen sind heute im Augenblick ihres Erscheines nichts anderes als ein Nachruf auf vergangene Kunstrichtungen." 9 Ablauf Fernsehgalerie auf "Dramatisierung durch Kameraeinstellungen und Filmmontagen wurde verzichtet"
TV Fernsehen Interventionen Bibliothek Katalog zur Ausstellung LAND ART LAND ART (nicht hinterlegt) Ausstellung Szenario (what is the) Mark Hamilton, Kunstverein Leipzig Kunstverein Leipzig Mark Hamilton (* 1968, britischer Künstler) Auseinandersetzung mit materiellen und ideologischen Veränderungen bearbeitet kunstgeschichtliche und soziopolitische Phänomene übernimmt existierende Artefakte, dekonstruiert und analysiert sie und führt sie in einen neuen Kontext ein (Arbeiten ohne Erklärung ohne erkennbarer Bedeutung)
(mit Notizen der vergangenen Tage) Geradenbild Geradenbild 30 Bilder aus Reihe Versuchsanordnung auf A0 geplottet mittels Klammern an Wand befestigt (auch für Präsentation in Klasse so durchführen) Geradenbilder im Klassenraum installiert Einzelgespräch Ohme Bereich Himmel / Meer zusammengefügt TV Fernsehen Interventionen zu "Self Burial", Keith Arnatt "Selbstbestattung", davor "The Disappearance of the Artist" Bezug auf Idee vom Verschwinden des Kunstgegenstandes "Tod Sterben der Kunst" extremer Reduktionismus der Moderne Gedanke von endgültiger Geste Wenn Kunstgegenstand verschwindet, muss auch der Künstler verschwinden Standbilder als "technische Panne" (damals nicht unüblich) geschaltet Tonspur des Programms lief während Intervention normal weiter zu "Feuer" (Ursprungsarbeit), Jan Dibbets Projektionsfläche verbrannt nicht für Fernsehgalerie hergestellt Film auf Leinwand projiziert, die ebenfalls angezündet wurde Ende Film und Verschwinden realer Leinwand als Bildträger fielen gleichzeitig zusammen zu "TV as a Fireplace": zwischen Weihnachten und Silvester 1969 ausgestrahlt (jeweils rund 2:45 Minuten) Schum: "Das Dreieck Atelier-Galerie-Sammler, in dem sich Kunst bisher abgespielt hat, wird gesprengt. Anstelle des rein privaten Kunstbesitzes tritt mehr und mehr die Kommunikation mit einem größeren Publikum durch Publikationen oder das Fernsehen." Ziele Fernsehgalerie: durch marktwirtschaftliche Kräfte eingeführte Trennung zwischen Kunstwerk und allgemeiner Öffentlichkeit abschaffen
He Joe, 1966, Samuel Beckett
He Joe, 1966, Samuel Beckett
Slow Angle Walk, 1969, Bruce Naumann
Slow Angle Walk, 1969, Bruce Naumann
TV Fernsehen Interventionen Kurs Televisionen in der Kunst Samuel Beckett (1906 - 1989, irischer Schriftsteller) "Künstler gehen ja nie in Rente, aber das wissen Sie ja schon." 1. Stück bei Fernsehspiele: "Hey Joe" He Joe, 1966, Samuel Beckett hey-joe.jpg ohne Schnitt, Sprache über Lautsprecher (Darsteller soll auf Stimme reagieren, nicht nur auswendig lernen) vom Theater übernommen: kein Schnitt vom Film: Kamerafahrt "Geistertrio": Stimme aus Off spricht auch zum Zuschauer Beethoven Ludwig van Beethoven Klaviertrio D-Dur op. 70,1 ("Geistertrio") Schüler Carl Czerny: "Der Charakter dieses, sehr langsam vorzutragenden Largo ist geisterhaft schauerlich, gleich einer Erscheinung aus der Unterwelt" "Quadrat" (1. Aufnahme farbig, 2. schwarzweiß) Slow Angle Walk, 1969, Bruce Naumann slow-angle-walk.jpg "Die Kamera liegt auf der Seite und registriert eine Stunde lang, was im Atelier geschieht. Der Darsteller, Nauman Bruce Nauman selbst, bewegt sich mit gestreckten Beinen kreuz und quer durch den Raum, ohne sich um die Logik der geraden Linie zu kümmern." "Live-Taped Video Corridor", 1970, Bruce Naumann Stan Douglas "Monodramas", 1987 - 1991 kurze Handlungen ohne richtiger Narration Narration als Werbeunterbrechung gedacht
Eröffnung LAND ART, Studio C des SFB
Eröffnung LAND ART, Studio C des SFB
Edinson's Telephonoscope (transmits light as well as sound)
Edinson's Telephonoscope (transmits light as well as sound)
TV Fernsehen Interventionen (Recherche) "Ready to Shoot - Fernsehgalerie Gerry Schum Gerry Schum " Insellage Berlin: Kritiker und Ausstellungsbesucher konnten nur in Ausnahmefällen aus Westdeutschland anreisen Eberhard Roters (Kunstverein Berlin) mit Gutachten zur Fernsehgalerie: "Dies ist besonders für die Berliner Situation von nicht zu unterschätzender Bedeutung, weil dadurch ein interessiertes Publikum erreicht werden kann, das von sich aus nicht die Möglichkeit hat, die kulturellen Ereignisse in der Bundesrepublik und im Ausland zu verfolgen." Eröffnung Fernsehausstellung in der Akademie der Künste, Berlin (oder im Studio des SFB?) Monitore, Bild- und Tonaufzeichnungsgeräte, Mischpult für Bildregie, Arbeitsplatz Fernsehansager in Live-Übertragung sichtbar technischer Aufzeichnungs- und Reproduktionsapparat ist sichtbarer Bestandteil Fernsehausstellung ohne Bühne / Podest einbezogen nur Künstler, die zur "progessiven Veränderung des kulturellen und sozialen Lebens" beitragen Objekte und Tendenzen mit vorwiegend ästhetischem Gehalt: entsprachen nicht Konzeption der Fernsehgalerie Kunst als lebendiger Prozess verstanden Film zeigt keine Endprodukte, sondern Entstehungsprozesse mit Rückkopplung zum Kunstkonsumenten Eröffnung LAND ART LAND ART , Studio C des SFB fernsehgalerie-eroeffnung.jpg notiert 2 Lautsprecherpaare auf Gang aufstellen, Besucher geht in eine Richtung und hört "ich" - "bin" läuft er zurück: "bin" - "ich" Kurs Televisionen in Kunst, Technik und Ökonomie Technikgeschichte 3-fache-Erfindung der Television A Prähistorie seit Mitte 19. Jahrhundert (ohne Resultate, nur als Patente und Science Fiction) B Fernsehen, Film, Radio 1920 - 1930er C [?] Phonograph (Schall-, Klangschreiber) Gerät zur akustisch-mechanischen Aufnahme und Wiedergabe von Schall 21.11.1877 von Thomas Alva Edison angekündigt, 8 Tage später vorgeführt 1880er: Televisionsidee (Bild aufzeichnen, per Draht übermitteln, wieder abspielen) Diorama (Durchscheinbild) Übergang von Fotografie zu Film "Medienmalerei", Tag/Nachtbilder point-to-point: Information/Bild/Ton an eine andere Stelle übertragen one-to-many: ein Sender, viele Empfänger George du Maurier (1834 - 1896, britischer Autor und Zeichner) Edinson's Telephonoscope (transmits light as well as sound) telephonoscope.jpg "Elektrisches Teleskop", Paul Niphow, 1884 Nipkow-Scheibe Ideengeschichte versus Technikrealität
Self Burial (Television Interference Project), 1969, Keith Arnatt
Self Burial (Television Interference Project), 1969, Keith Arnatt
TV as a Fire Place, Jan Dibbets, 1969
TV as a Fire Place, Jan Dibbets, 1969
TV Fernsehen Interventionen "Ready to Shoot - Fernsehgalerie Gerry Schum Gerry Schum " Wevers Name taucht im Fernsehbeitrag nicht auf "Er fand, mein Name alleine sähe [in einem Abspann] 'blöd' aus und außerdem wisse sowieso jeder, dass wir die Produktion gemeinsam gemacht hätten." Schum und Wever funktionierten Mercedes-Transporter zu Wohn- und Arbeitsort um "Das 'Büro' im Wagen wurde so klein wie möglich gehalten; wir wollten mit zwei Aktenordnern auskommen." später Autodach als Plattform für Aufnahmen, Toilette als Dunkelkammer genutzt Self Burial (Television Interference Project), 1969, Keith Arnatt self-burial.jpg TV-Intervention mit Keith Arnatt "Self Burial" (1930 - 2008, englischer Konzeptkünstler und Fotograf) "Eine Einordnung in ein Kunstprogramm widerspräche diesem Projekt. […] Wichtig war, dass die Arbeit als Intervention im 'normalen' Fernsehprogramm realisiert würde." 1969 im WDR ausgestrahlt, ohne Ankündigung und Kommentar 1 Woche lang, jeden Abend 2 aufeinanderfolgende Bilder gezeigt am Schluß der Serie erfolgt Auflösung durch Interview mit Keith Arnatt "Ursprünglich ein Kommentar zum Begriff des 'Verschwindens des Kunst-Objekts'. Es erschien als logische Folge, daß auch der Künstler verschwinden solle." durch guten WDR-Kontakt sollte Fernsehgalerie zukünftig im WDR ausgestrahlt werden scheiterte an geringen finanziellen Mitteln des regionalen Senders TV as a Fire Place, Jan Dibbets, 1969 tv-as-a-fire-place.gif Arbeit von Jan Dibbets an WDR vermittelt am Ende des Sendeprogramms (24.-31.12.1969) 3 Minuten Kaminfeuer gezeigt Grundidee Artscapes: keine Kunstwerke als Resultat eines Schaffensprozess zeigen, sondern Künstlern Forum bieten, Idee von Kunst Ausdruck zu verleihen
Roden Crater, Arizona, James Turrell
Roden Crater, Arizona, James Turrell
Star Axis, New Mexico, seit 1971, Charles Ross
Star Axis, New Mexico, seit 1971, Charles Ross
Land Art LAND ART Ende 1960er in USA entstanden Kunstströmung 1968 bei Ausstellung als "Earth Works" bezeichnet deutsche Bezeichnung "Land Art" 1969 von Gerry Schum Gerry Schum geprägt Umwandlung von geografischen Strukturen in Kunstwerk vom kleinsten Maßstab bis zu ganzen Landstrichen Roden Crater, Arizona, James Turrell James Turrell roden-crater.jpg mit vorgefundenen Naturmaterialien oder Eingriffen mit Baugerät und Beton Minimalismus Minimalismus (um Objektivität bemüht) versus Land Art (romantische, gesellschaftskritische Komponente) Kunstwerke teilweise als Spekulationsobjekte betrachtete Land Art ist kein neues Konsumgut, nicht ausstellbar in Galerien / Museen zu Beginn keine Foto- oder Filmaufnahmen gestattet (Vergänglichkeit Vergänglichkeit ) Star Axis, New Mexico, seit 1971, Charles Ross star-axis.jpg Projekte beziehen Landschaft, künstliche Bauwerke und Sonne in Werk ein Land Art ("Es geht um Kunst, nicht um Landschaft") versus Natur Kunst (in Ökologiebewegung entstanden) TV Fernsehen Interventionen Bibliothek "Ready to Shoot - Fernsehgalerie Gerry Schum" Ausgangspunkt: Fernsehen mit breiter öffentlicher Wirkung für Kunst nutzen Rezeption von Kunst stärker demokratisieren entstanden im institutionskritischen Geist der 1960er nicht nur Dokumentation von Kunst, sondern Kunst selber Scheitern Erfolg des Projekts durch Absprung des öffentlich rechtlichen Fernsehsenders nach der 2. Sendung Schum und Wevers Übergang zur Videokunst: galerie schum, Düsseldorf (1971 - 1973) notiert Videoaufzeichnung: schlaffer Luftballon wird durch Aufblasgerät mit Luft gefüllt Schriftzug "Friedrich Fröhlich" immer besser sichtbar Luftballon platzt notiert Glasvitrine auf Sockel mit aufgeblasenem Luftballon (Schriftzug "Friedrich Fröhlich") und daneben gelegter spitzer Nadel Voraussetzungen für Projektentstehung: 1960er Jahre Kulturredaktionen hatten Raum für Experimente Generationswechsel in Redaktionen Abwesenheit von Erfolgskontrolle (Einschaltquoten bei dritten Programmen nicht erfasst, oder nur annähernd ermittelt) Einführung der dritten Programme als "Bildungs- und Minderheitenprogramme" ab 1973 Einschaltquoten erfasst und Desinteresse beim Publikum in Sachen Kunstsendungen erkannt Mischung aus Bekanntem, Erkennbarem und Neuem musste ab da angeboten werden Willi Bongard (Kunst- und Wirtschaftsjournalist): "Die Galerie [ist] ein Sanktuarium, in das nur wenige sich überhaupt hineingetrauen." Dokumentation Vorbereitung / Dreharbeiten Richard Long Richard Long , Jan Dibbets, Marinus Boezem Geradenbild Geradenbild Einzelgespräch Ohme Programmcode für Geradenbilder optimiert
Filz-TV, 1970, Joseph Beuys
Filz-TV, 1970, Joseph Beuys
Schwarzer Papierhaufen, 1970, Reiner Ruthenbeck
Schwarzer Papierhaufen, 1970, Reiner Ruthenbeck
Die platonische Höhle, Jan Saenredam (Kupferstich nach Ölgemälde von Cornelis van Haarlem)
Die platonische Höhle, Jan Saenredam (Kupferstich nach Ölgemälde von Cornelis van Haarlem)
Auch ein Höhlengleichnis (II), 1984 / 1989, Timm Ulrichs
Auch ein Höhlengleichnis (II), 1984 / 1989, Timm Ulrichs
TV Fernsehen Interventionen Kurs Televisionen in der Kunst (Vorbereitung) "Identifications", vormals "Artscapes", Fernsehausstellung II, 1970 20 Kurzbeiträge über internationale Künstler Beiträgen 35 Sekunden bis 5 Minuten lang eigene Werke und Aktionen vor Filmkamera präsentiert 30.11.1970 vom Südwestfunk Baden-Baden fast ohne erläuternden Kommentar ausgestrahlt Reihenfolge Ausstrahlung nach Herkunftsland (Deutschland, Frankreich, England, Niederlande, Italien, USA) vor Fernsehausstrahlung Premiere im Kunstverein Hannover am 20.11.1970 Beginn mit 6-minütiger Ansprache Schum "Das Kunstobjekt verliert seine Autonomie, ist nicht mehr vom Produzenten, also vom Künstler zu trennen. […] Im Fernsehobjekt kann der Künstler sein Objekt reduzieren auf die Attitüde, auf die bloße Geste als Hinweis auf seine Konzeption. Das Kunstobjekt stellt sich dar als die Einheit von Idee, Visualisierung und dem Künstler als Demonstranten." Filz-TV, 1970, Joseph Beuys beuys.jpg Beuys Soziale Plastik schließt menschliches Handeln mit ein, das auf Strukturierung und Formung der Gesellschaft ausgerichtet ist Politik und Wirtschaft sozial und kreativ von jedem gestaltbar notwendige Fähigkeiten: 1 Spiritualität 2 Offenheit 3 Kreativität 4 Fantasie Gesellschaft als Kunstwerk betrachtet Kunstbegriff nicht mehr nur auf materiell fassbare Artefakt beschränkt "Jeder Mensch ist ein Künstler" Beitrag "Filz-TV": kritische Auseinandersetzung der Wirkung TV auf Individuum Reiner Ruthenbeck Reiner Ruthenbeck (* 1937, deutscher Bildhauer Bildhauerei und Konzeptkünstler) Schwarzer Papierhaufen, 1970, Reiner Ruthenbeck schwarzerpapierhaufen.jpg füllte Bildraum mit wachsenden Haufen aus zerknülltem schwarzen Papier Klaus Rinke (* 1939, deutscher Künstler) ließ gefüllte Wassertonne in Richtung des Betrachters umfallen Rinke: "natürlich banal, aber vom plastischen Prozeß aus gesehen ganz neu für die Kunst - nicht etwa als symbolische Handlung, sondern als Plastik, fast schon als traditionelle Plastik" Ulrich Rückriehm (* 1938, Bildhauer) Steinskulptur "Dolomitstein gespalten (Hammer und Eisenkeile)", 1968 Stück für Stück abgehoben und auf Boden geworfen (zuvor geschlossene, aber geteilte Form => Ansammlung von Bruchstücken) Daniel Buren Daniel Buren (* 1938, französischer Maler und Bildhauer) weitere Künstler: Gilbert & George Gilbert & George , Ger van Elk, Giovanni Anselmo, Alighiero Boetti , Pier Paolo Calzolari, Gino de Dominicis, Mario Merz Mario Merz , Gilberto Zorio, Garry Kuehn , Keith Sonnier Keith Sonnier , Richard Serra Richard Serra , Franz Erhard Walther, Lawrence Weiner Kurs Warum denken? Grundlagen und Konzeptionen des Denkens mit Platon Platon Sonnen-, Linien-, Höhlengleichnis Höhlengleichnis (Auszüge aus: "Der Staat") Sonnengleichnis: (platonische) Sokrates Sokrates versucht das Gute zu veranschaulichen Sonne = Quelle des Lichts (in geistiger Welt) das Gute = Quelle von Wahrheit und Wissen Liniengleichnis hierarchische Unterteilung des Erkenntnisweges 1 Meinen mit A Vermuten (Schatten / Spiegelbilder Spiegelbild ) B Fürwahrhalten (reale Dinge) 2 Erkennen mit A Verstand / Nachdenken (mathematische Formen) B Vernunft / Denken (Ideen) Die platonische Höhle, Jan Saenredam (Kupferstich nach Ölgemälde von Cornelis van Haarlem) hoehlengleichnis.jpg Auch ein Höhlengleichnis (II), 1984 / 1989, Timm Ulrichs hoehlengleichnis2.jpg Höhlengleichnis Personen sind so befestigt, dass sie nur gegen eine Wand schauen können auf Wand sind Schattenspiele sichtbar, die für sie die Realität darstellen hinter befestigten Personen gehen Menschen mit Bildwerken entlang Schatten wird durch Feuer hinter ihnen erzeugt Echo von Geräuschen an Rückwand Leben Gebildeter versus Leben Ungebildeter Beschreibung beschwerlicher Weg zum wahrhaften Sein
Land Art, Gerry Schum
Land Art, Gerry Schum
A CIRCLE IN ANTARCTICA, 2012, Richard Long
A CIRCLE IN ANTARCTICA, 2012, Richard Long
A Hole in the Sea (Ausschnitt), 1969, Barry Flanagan
A Hole in the Sea (Ausschnitt), 1969, Barry Flanagan
Floating Island to Travel Around Manhattan Island, New York, 1970/2005, Robert Smithson
"Floating Island to Travel Around Manhattan Island", New York, 1970/2005, Robert Smithson
TV Fernsehen Interventionen Kurs Televisionen in der Kunst (Vorbereitung) u. a. bei Pop-Künstlern wie Richard Hamilton Richard Hamilton (1922 - 2011, britischer Maler und Grafiker) und Tom Wesselmann Tom Wesselmann (1931 - 2004, US-amerikanischer Maler, Grafiker und Objektkünstler) tauchte Fernsehgerät als Motiv in Werken auf Einbindung Fernsehgerät in Installationen ab 1963 durch Nam June Paik Nam June Paik wie auch Wolf Vostell Wolf Vostell Gerry Schum Gerry Schum (Regisseur, Produzent und Kameramann Fernsehgalerie) entwickelte mit Partnerin Ursula Wevers Fernsehausstellung I, 1968 - 1969 strebte direkte Vermittlung Kunst an Massenpublikum an (ohne Umweg Kunstmarkt Kunstmarkt /Museum) strebte künstlerische Intervention im heimischen Wohnzimmer an produzierten Formate auf 16-mm-Film, dennoch für Fernsehbildschirm konzipiert (auf Videoformat umkopiert als techn. Voraussetzungen gegeben) Land Art, Gerry Schum landart.jpg im SFB-Berlin (Sender Freies Berlin, 1953 - 2003; West-Berlin, ab 1990 ganz Berlin) unkommentiert ausgestrahlt Schum wollte Kunst nicht erklären 28.3.1969 im Studio C des Senders Freies Berlin eröffnet 15.4.1969 im ersten Programm um 22:15 ausgestrahlt Beiträge von europäischen und amerikanischen Künstlern eingeblendeten englischen Titel in deutscher Sprache durch Off-Stimme begleitet Thema: Kunst in der Landschaft / subtile Eingriffe in die Landschaft Titel und Ortsangaben beschreiben Handlungen und Markierungen u. a. Luftaufnahmen und Detailaufnahmen wechseln mit jeder Arbeit mit längeren Kamerafahrten und Kameraschwenks (Weite Naturraum in Fernsehen übertragen) Ton: Natur-, Aufnahme- und Umgebungsgeräusche (Flugzeug), Atmen der Akteure Fernsehgalerie Gerry Schum mit sieben (ursprünglich acht) Künstlern 1 Richard Long Richard Long (* 1945, britischer Land-Art-Künstler) "Sculptures" A CIRCLE IN ANTARCTICA, 2012, Richard Long circle-antarctica.jpg konzeptionelle Wanderungen, fotografisch und textlich dokumentiert schafft temporäre Stein- oder Holzskulpturen, nach fotografischer Dokumentation entfernt oder natürlicher Verwitterung überlassen vertreten mit "Walking A Straight 10 Miles Forward And Back Shooting Every Half Mile", England 2 Barry Flanagan Barry Flanagan (1941 - 2009, britischer Bildhauer Bildhauerei ) A Hole in the Sea (Ausschnitt), 1969, Barry Flanagan hole.jpg 3 Dennis Oppenheim (1938 - 2011, US-amerikanischer Land-, Body-Art- und Installationskünstler) vertreten mit "Timetrack Following the Time Border Between Canada and USA", Kanada 4 Robert Smithson Robert Smithson (1938 - 1973, US-amerikanischer Maler und Land-Art-Künstler) "Floating Island to Travel Around Manhattan Island", New York, 1970/2005, Robert Smithson robert-smithson.jpg vertreten mit "Fossil Quarry Mirror with Four Mirror Displacements", USA 5 Marinus Boezem (* 1934, niederländischer Konzeptkünstler und Bildhauer), "Sand Fountain", Frankreich Thematik: Licht, Beobachtung, Perspektive und Raum 6 Jan Dibbets (* 1941, niederländischer Konzeptkünstler), "12 Hours Tide Object with Correction of Perspective", Holland 7 Walter de Maria Walter De Maria , "Two Lines Three Circles in the Desert", USA 8 nicht ausgestrahlt: Michael Heizer, "Coyote", USA
TV Fernsehen Interventionen Kurs Televisionen in Kunst, Technik und Ökonomie Einführungsveranstaltung Themen u. a. Prähistorie des Fernsehens im 19. Jahrhundert Fernsehen, Film und Radio in den 1920er bis 1930er Jahren Künstlerexperimente im Kampf mit der Kiste in den 1960er Jahren Konstellationen von Theorie und Praxis bei Marshall McLuhan Marshall McLuhan und Nam June Paik Nam June Paik Formate und Sendungen zwischen Kunst und Massenmedium Kooperationsmodelle von Kunst und Massenmedium (Gerry Schum Gerry Schum , Samuel Beckett, Nam June Paik, Dara Birnbaum) aktuelle Hybridisierung von TV und Internet historische Künstlerpositionen u. a. Gerry Schum (TV Sendungen der "Fernsehgalerie"), Samuel Beckett ("Fernsehspiele"), Dara Birnbaum ("Wonder Woman"), General Idea ("Pilot") kleiner Schein mit Vortrag, großer Schein zuzüglich Hausarbeit Ausstellungsgespräch am 16.10. um 17:00 mit Kai-Hendrik Windeler zur Installation "1985", ehemaliger Sowjetischer Pavillon 19:00 Videoscreening "Videogramme einer Revolution, 1993", KV Leipzig Klasse Bildende Kunst Frühstück Exkursionen Berlin (18.11. bis 19.11.) / Venedig (11.5.2015) zu nächstem Klassentreffen aktuelle Arbeit (Original) mitbringen eventuell Geradenbilder auf A0 plotten 2.12. und 16.12. Atelierbesuche Kommilitonen HGB-Rundgang "Künstlerstatement/-haltung" Wie verhalten sich Künstler im aktuellen gesellschaftlichen Umfeld? "Alles eilt. Wie wir Zeit erleben." Kurs Marcel Duchamp Marcel Duchamp und die Folgen Einführungsveranstaltung (wegen ungeplant langem Klassentreffen verpasst) Blockveranstaltung vom 26. bis 28.11. Einführung in Werk und Ideen sowie Wirkungsgeschichte Themengruppen 1 "Große Glas", Ende oder Neuanfang der Malerei, Zerstörung als (Un-)Vollendung 2 Readymades, Komplexität einer einfachen Idee, "Zeitbombe" in Kunst 20./21. Jahrhundert 3 (Präzisions-)Optik und Kinetik, Dimensionen des Sehens, Perspektive, Physiologie und Augentäuschung 4 Zufall Zufall als Methode, Unvorhersehbarkeit als Kreativität, Indifferenz, Autorschaft 5 (Para-)Wissenschaft, Referenzen zu Physik, Mathematik, Geometrie und Experiment in Naturwissenschaft 6 Rrose Selavy und die Junggesellen, Kunst & Gender, Transformationen des Selbst 7 Blickregime und Körperabformung, Taktilität, Pornografie Pornografie , Etant donnes 8 Schachteln und Notizen, Reproduktionen und Repliken, Selbstdokumentation als Künstlerstrategie 9 Künstler als "Lebenskunstwerk" - höchste Form der Kunst? Kurs Zur Aktualität von Gründungsmythen der Kunst Einführungsveranstaltung antike Antike Gründungsmythen der Kunst und ihr Fortwirken in Mittelalter und Renaissance Renaissance u. a. Naturkunde des Plinius Plinius der Ältere (Malerei als Augentäuschung und der Ursprung Ursprung der Malerei im Schatten) Metamorphosen Ovids (Erfindung der Skulptur durch Pygmalion Pygmalion ) (siehe 14.5.2013)
Untitled (Lover Boys), Felix Gonzalez-Torres, 1991, © Peter Muscato
Untitled (Lover Boys), Felix Gonzalez-Torres, 1991, © Peter Muscato
Trueman Show
Trueman Show
Ingwerrhizome
Ingwerrhizome
Vordiplom Vordiplom zu spät zu spät (wollte nicht warten, musste warten) portfolio.pdf vorbereiten (neue Version mit einfacher Übersicht Arbeiten seit Studiumbeginn) Rundmail an Kurs schicken wegen Vervollständigung Ausstellungs-Website Prüfungssimulation, Teil 1 (20 Minuten zur freien Verfügung, danach 10 Minuten Fragen) 1. Studentin Kommilitone : Module / Ausstellungsräume / System / Ordnungen / Arbeitsstätte wenn nur ein Modul gezeigt wird: verstehen Besucher die Arbeit? Zeichenraum: bis wann Zeichnung, ab wann Raumobjekt? Holz- oder Stahlkonstruktion kann auch Zeichencharakter haben 2. Studentin: Tagebücher einer verstorbenen Person (ab 1926) da beteiligte Personen noch leben, Tagebücher in Tresor verschlossen damit arbeiten: fiktiv, Fantasie anregen welchen Zugang haben Besucher zur Arbeit (politische … Relevanz)? Möglichkeitsräume Hört Privatheit nach dem Tod Sterben auf? Wer bestimmt das? Würde man selber wollen, dass nach dem eigenen Tod private Gedanken veröffentlicht werden? 3. Studentin: Performance Performance / Gegenüber Gratwanderung zwischen toter Struktur (alle Bewegungen sind festgelegt) und Freiheit gewählte Freiheitsgrade erzeugen Spannung, auch für Tänzer bis 14:15 Pause (kurz ein Buch zu / Arbeiten von Félix González-Torres besprochen) Untitled (Lover Boys), Felix Gonzalez-Torres Felix Gonzalez-Torres , 1991, © Peter Muscato lover-boys.jpg 4. Studentin: "nicht identifizierbare Objekte" Mythen selbst kreieren Was bedarf es, damit der Mensch eine erfundene Geschichte für real hält? Trueman Show trueman-show.jpg Christian Jankowski Christian Jankowski als Fernseh-Pfarrer [nichts dazu gefunden] 5. Student: Raumakustik - Klangraum / Vermischung realer und virtueller Realität Anthony Moore, britischer Experimentalmusiker, Komponist und Produzent als Pionier kann man Kunst machen, die bei Nachahmung von anderen Künstlern nur Langeweile erzeugt (wie Nam June Paik Nam June Paik 's TV Fernsehen -Buddha, 1974) 6. Studentin: Rhizom Ingwerrhizome ingwer.jpg kein Anfang, kein Ende (Hund in Handy bellt) Julia Neuenhausen 7. Student: Schnittstelle Beton "Ich glaube, ich interessiere mich für […]" UN-Urbanismus 8. Student: Dokumentarfilm: Einsamkeit im Alter Abhängigkeitsverhältnis bei Geschenken 9. Studentin 10. Studentin: Videoinstallation Selbst 11. Student: Ich Mythos Mythos Künstlerleben der Künstler und sein Atelier Künstler-Inszenierung Inszenierung in Presseberichten, in Dokumentationen Bjørn Melhus Bjørn Melhus , Videokünstler 12. Studentin: Installation / Schmerz Verfall in Gießharz konservieren: entzieht Potential auf neues Leben (Handy-Hund bellt erneut) Selbst "Das Ich definiert man über das Andere" kurzes Gespräch mit Lahr über Inszenierungen im Leben, aushöhlen, entblößen, Künstler, seine Krisen, Zweifel Zweifel , Faktoren für das Herausfinden von "guter" Kunst und mehr
Arbeit von Katrin Eßer, STANDBY, Ausstellung im 2. Studienjahr, Halle 14
Arbeit von Katrin Eßer, STANDBY, Ausstellung im 2. Studienjahr, Halle 14
Urkunden-Kit, STANDBY
Urkunden-Kit, STANDBY
Screenshot Website 250-jahre-zukunft.de
Screenshot Website 250-jahre-zukunft.de
Kurs Standby (es folgt eine Auflistung an Tätigkeiten der vergangenen Tage, rekonstruiert mit Hilfe des Terminplaners) [Kalenderblätter fehlen] 13.2. 11:00 - 14:30 Aufsicht in HALLE 14 Spinnerei Arbeit von Katrin Eßer, STANDBY, Ausstellung im 2. Studienjahr, Halle 14 standby-ausstellung.jpg 14.2. 14:30 - 18:00 Aufsicht zwischendurch immer wieder ü-Pünktchen auf Flyern und Plakaten entfernt 15.2. 11:00 - 14:30 Aufsicht Urkunden Urkunde -Kit, STANDBY standby-ausstellung-2.jpg HGB Rundgang HGB Rundgang 2014 Arbeit an Website "250 Jahre Zukunft" zum 250-jährigen Bestehen der Hochschule 15:15 Treff mit Martin am Haupteingang, HGB Rundgang letzte Änderungen Website Überlegung Browsereinstellungen im Computerkabinett zu ändern (neue Startseite 250-jahre-zukunft.de) Friedrich-Fröhlich-Werbung verteilt und ausgelegt Verteilung Flyer "250-jahre-zukunft.de" Screenshot Website 250-jahre-zukunft.de 250-jahre-hgb.jpg Statistik vom 26.2.2014: 129 Besucher Kurs TV Fernsehen Interventionen Weiterarbeit am Aufsatz "Das Ende des Fernsehens" E-Mail wegen Intervention im Computerkabinett erhalten: "Leider musste ich feststellen, das die Standardwebseiten bei einigen Browsern im Raum 1.31 verändert wurden und nun auf die Domäne www.xn--hgb-eipzig-d0b.de verweisen […]. Ich bitte Sie hiermit zeitnah zu einem persönlichen Gespräch."
Pierre Bourdieu
Pierre Bourdieu
Freakstars 3000, DVD
Freakstars 3000, DVD
TV Fernsehen Interventionen Kurs TV Interventionen Pierre Bourdieu, frz. Soziologe "Über das Fernsehen", 1998 Pierre Bourdieu pierre-bourdieu.jpg Vorträge, die im Privatfernsehen ausgestrahlt wurden Präsentationsform selbst festgelegt, ohne Einmischung des Senders 4 Kapitalsorten: ökonomisches Kapital Kapital , kulturelles Kapital, soziales Kapital, symbolisches Kapital soziales Kapital: Substrat ist Netz sozialer Beziehungen (Freundeskreis etc.) Struktur der Gesellschaft erklären symbolisches Kapital: Gegenpart zum ökonomischen Kapital vieles lässt sich nicht in monet Claude Monet ären Verhältnissen ausdrücken "Image" symbolische Gewalt: anerkannte Gewalt, Unterschied zwischen nackter und symbolischer Gewalt Habitus: Ausdruck für Auftreten oder Benehmen eines Menschen, Vorlieben und Gewohnheiten Fernsehen in Frankreich der 1990er staatliche und private Sender, Privatisierung im Kommen primitive Eigenschaften des Menschen werden durch Fernsehen geweckt Fernsehen bietet große Möglichkeit der Demokratisierung Vorträge kein persönlicher Angriff, sondern Kritik am System Fernsehen "Das Fernsehstudio und seine Kulissen" Nachrichten und Talksendungen im Blickpunkt: unsichtbare Zensur Selbstzensur Themen gegeben Konformismus Konformismus , Selbstzensur, Stellenunsicherheit (Journalisten, Reporter) ökonomische Abhängigkeiten Sponsoren, "unsichtbare Mechanismen" Themen werden zwar berührt, aber nicht kritisch behandelt, Infotainment Boulevardisierung journalistischer Beiträge "Verstecken durch Zeigen" "Brille des Journalisten" Dramatisierung alltäglicher Tristesse Jagd auf und Fokus auf Ungewöhnliches Gegenbeispiel "24 h Berlin" "Ein Tag im Leben. Menschen, Geschichten, Wirklichkeit. 24 Stunden - so wie sie sind." Journalisten "in-Formation" "zirkuläre Zirkulation der Nachricht" homogene Produkte / Quellen und Wettbewerb wechselseitige Bespielung Fernsehen schreibt Realität vor Konflikte entstehen "Wirklichkeitseffekt" Dringlichkeit und "fast-thinking", Zeitdruck durch Einschaltquote Widersprüche und Spannungen Zwänge durch Beziehungen: Konkurrenz, Einverständnis faktische Gefangenheit (nur scheinbare Autonomie und Möglichkeiten) Suche nach Möglichkeiten Problem Einschaltquote zu entgehen YouTube YouTube -Stars im Internet ist Einschaltquote oft wichtiger als das Thema Informationen für Leistungsnachweis / großer Schein Diskussionsstränge aus Seminar einpflegen Beitrag zum "Ende des Fernsehen" schreiben mit eigenen Ansätzen, Beispielen, Kategorisierungen Christoph Schlingensief Christoph Schlingensief "Bitte liebt Österreich" 12 anmoderierte Asylbewerber beziehen Container Containerspiele öffentliche Asylverfahren Übertragung aus dem Container rund um die Uhr im Internet Sieger: Geldgewinn und Einheirat in Wahlheimat möglich "talk 2000", im Privatfernsehen gezeigt führt vor, wie wenig es noch um Inhalte geht Inszenierung Inszenierung , keine Talkshow Sensationsgeilheit bei Sendungen wie "Andreas Türck" Austauschbarkeit der Sendungen/Themen/Moderatoren Talk 2000 "Tiere die besseren Menschen?": in Sendung spielt Thema aber keine Rolle mehr Schlingensief verlässt Sendung, Moderation muss Gast übernehmen Schweigen teil der Sendung: Dauerberieselung unterbrochen stellt auch Gäste bloß (Beate Use, Thema "Ansteckung durch Sex ohne Kondom in Filmen") schafft davor aber erst eine Vertrauensbasis unerwartete Übergriffe (auch inszeniert) U3000: "Aus einer regulären U-Bahn der Linie 7, Britz-Süd nach Berlin-Spandau, zeigt Schlingensief, die hässliche Fratze der Spaßgesellschaft." Freakstars 3000 Freakstars 3000, DVD freakstars3000.jpg in Behindertenwohnheim Leute akquiriert Castingshow Anspruch: Behinderte in Gesellschaft über das TV mit einbinden "Ihr seid krank, wir gesund" "Problem der Nicht-Behinderten" Andy Warhol Andy Warhol Vorreiter mit "Andy Warhol's T.V.", aber nicht so radikal radikal "Retro Soap Opera", ab 1937 Umschaltung vom Schwarzweiß- zum Farbbild mit Countdown im französischen TV SMC TV, 2004 - 2007 "reality meta show" Artikel auf frieze.com: "Broadcast News"
Logo Kanal X, 1990 - 1991
Logo Kanal X, 1990 - 1991
Money Back Products, 1999
"Money Back Products", 1999
Friedrich Fröhlich Promo, 2013, YouTube
Friedrich Fröhlich Promo, 2013, YouTube
Kurs Sensorik und Aktorik Pulssignal Änderung des Tastverhältnisses im Wechsel: kurze Zeit 5V, danach 0V (LED = Helligkeitsänderung) analogWrite(); nur ein paar Pins dafür verwendbar belastet Prozessor nicht stark Funktion, im Kiloherz-Bereich (Umschalten nicht sichtbar) Aufgabe: Verbindung zwischen Rechner und Arduino Arduino herstellen Rückmeldefunktion (Fehlersuche, Videoinstallation steuern etc.) Verbindung zu Processing oder PureData "Serial" Serial.begin(57600); Bandrate: 300 - 115200 Rate = Zeichen pro Sekunde Serial.println(); Zeichenkette wird aufgebrochen und einzeln übermittelt wenn in Zeichenkette Zahl beinhaltet, dann print(); Shift+Alt+7 = Backslash analogRead(0): analoge Pin 0 auslesen analoge Pins etwas ungenau (nur mit ungefähren Werten arbeiten) Daten vom Rechner empfangen Serial.read(); Text zurückgeben, wenn gesendet wurde (einfaches Echo) int cmd=Serial.read(); und Serial.println(cmd); -1 bedeutet: kein Wert im "Serial Monitor" Daten zu Mikrocomputer senden "abc" = 97, 98 und 99 ASCII-Werte (Code des Zeichens) 123 = 3 * 1 + 2 * 10 + 1 * 100 Übungsaufgabe LED dimmen mittels Zahlenübergabe "r" für rote LED und "g" für grüne LED cmd = 'g'; oder cmd = (Ascii-Code von "g") cmd = cmd-48 (Zahlen 0 bis 9) wert = wert*10+cmd; (wert am Anfang = 0) switch(cmd) und case "r" PureData: Daten einlesen Processing: Import Library: Serial 1/0 import processing.serial.*; Reference > Libraries > Serial println(Serial.list()); gibt Liste aller Anschlüsse wieder Nummer verwenden Serial arduino; arduino = new Serial(this,Serial.list()0, 57600); arduino.write("120r255g"); TV Fernsehen Interventionen Kurs TV Interventionen Piratenfernsehsender "Kanal X", Leipzig, DDR DDR "Das ganze Ding ist ein Kunstwerk" Logo Kanal X, 1990 - 1991 kanal-x.jpg "Kanal X auf Sendung!" improvisierte Studioeinrichtung Publikum wird einbezogen Beweis: ohne großem Aufwand Fernsehsender aufbauen Yes-Men Künstler-Aktivisten-Gruppe mediale Aufmerksamkeit für politische Aktionen erzeugen "World Trade Organization" Fake-Organisation, ernstgenommen, Einladungen zu Konferenzen Website "Acceptable Risk" Risiken gegenüber Bevölkerung kann monetarisiert werden Interview im BBC keine Konsequenzen, da Firmen negative Öffentlichkeit vermeiden wollen Ausgabe "New York Times" (gefakt) Attac bezieht sich darauf mit "DIE ZEIT" Allan Kaprow, US-amerikanischer Künstler und Kunsttheoretiker der Aktionskunst "Das Happening Happening der falschen Photos" Mel Chin: "in the name of the place" Mainstream Fernsehen: "Take a good look" mit Ernie Kovacs "Es ist nichts mit Ihrem Fernseher falsch" TV Apparitions Matthieu Laurette Multimedia-Künstler im TV "Money Back Products", 1999 matthieu-laurette.jpg beweisen, dass man von Cashback-Aktionen und [nicht lesbar] Konsum Konsum leben kann Auftritt 1993 in "Herzblatt" wird zur Einladung seiner Ausstellungseröffnung erhoben (bei Ausstrahlung im TV) T-Shirt "AS SEEN ON TV" "Laurette Bank unlimited", 1991 - 2000 Rémi Gaillard (mediale Inszenierung Inszenierung seiner Aktionen seit 1999, YouTube YouTube -Star, Unterbrechung des laufenden Programms durch unautorisierte Auftritte) Jon Lajoie (spielt Rollen, überzeichnet dabei Klischee Klischee und Rollenbilder) "Mainstream Media Commercial": parodistischer Werbeclip, Auseinandersetzung mit Belanglosigkeit in US-amerikanischen Mainstream-Medien Friedrich Fröhlich Promo Chris Burden , 2013, YouTube chris-burden-promo.jpg Videosoftware "AVS Video Editor" gekauft Namen Leonardo da Vinci Leonardo da Vinci , Michelangelo Michelangelo Buonarroti , Rembrandt Rembrandt van Rijn , Vincent van Gogh Vincent van Gogh , Pablo Picasso Pablo Picasso , Chris Burden und Friedrich Fröhlich 2x eingespielt letzte Frame: "Videoanzeige bezahlt von Friedrich Fröhlich © 2013" Erscheinungsbild (Farben, Schriftart, Videoformat) richtet sich nach YouTube "Chris Burden Promo" sozusagen in das "neue TV" übertragen Google Google Adwords Videoanzeige erstellt, "In-Stream-Videoanzeige" Werbevideo wird vor dem Video, welches User sehen möchte, angezeigt (ähnlich Fernsehwerbung)
Five Day Locker Piece, 1971
"Five Day Locker Piece", 1971
A Tale of Two Cities, 1981
"A Tale of Two Cities", 1981
Friedrich Fröhlich Promo, 2013
Friedrich Fröhlich Promo, 2013
Helmut Kohl (CDU) bei traditioneller Neujahrsansprache, 1986/1987
Helmut Kohl (CDU) bei traditioneller Neujahrsansprache, 1986/1987
TV Fernsehen Interventionen Kurs TV Interventionen "Das Bild und das Sichtbare" Sichtbare = Raum der Möglichkeiten Bild = begrenzt Malerei (Beispiel Claude Monet Claude Monet ): Blicke weisen auf Bereich außerhalb des Bildes hin Paläofernsehen: Geschichte in sich geschlossen, aber auch Stimmen aus dem Off "Bild" zwischen zwei Frames bei Filmstreifen: das Sichtbare Paläofernsehen: endet Mitte der 1980er Jahre Zuschauer wird erzogen, ohne Rückkanal Neofernsehen: Sendungen durchdringen sich gegenseitig, Zuschauer wird einbezogen, Interaktion, Mitgestaltung suggeriert Erweiterung vom Wohnraum des Zuschauers Abbild im Fernsehen: Erweiterung / Verlängerung des Sofas Film: gesetzter Rahmen mit Anfang und Ende Monitoring: kein Bild mehr, sondern Bildfluss Ende klassisches Neofernsehen: keine Linearität mehr, "Hybrit-TV" Second-Screen: neben Fernsehen läuft am Bildschirm Twitter zum Austausch (simultan, Beispiel "Tatort") Chris Burden Chris Burden , Interventionskünstler Zusammenarbeit mit Robert Irwin (Lichtinstallationen) "Five Day Locker Piece", 1971 five-day-locker-piece.jpg Abschlussarbeit; fünf Tage eingeschlossen in einem Spind; Flasche für Trinkwasser und Flasche für Urin "Shot", 1971 weitere Beispiele: "Bed Piece", "Trans-fixed" C.B.T.V (Chris Burden Television) mechanischen Fernseher nachgebaut, um Komplexität vom technischem Gerät zu verstehen (von John Logie Baird) "A Tale of Two Cities", 1981 tale.jpg mit Spielzeug-Figuren Chris Burden TV Interventionen TV Hijack, 1972 Interview mit eigener Film-Crew Entführung der Moderatorin vorgetäuscht, Sender bricht Übertragung ab Interventionen in Werbeblöcken USA: Verbot Werbezeit als Einzelperson zu kaufen, mit Sponsor und später als "Chris Burden-Artist" möglich nicht ästhetisch, sondern strukturell "Chris Burden Promo", 1976 sein Name taucht neben großen Künstlern wie Leonardo da Vinci Leonardo da Vinci auf notiert Chris Burdens Video nehmen und durch eigenen Namen erweitern (dadurch wird er als bekannt geadelt) Friedrich Fröhlich Promo, 2013 friedrich-froehlich-promo.gif ungeplante Intervention: Kohls wiederholte Neujahrsrede Helmut Kohl (CDU) bei traditioneller Neujahrsansprache, 1986/1987 kohl-neujahrsrede.jpg Nam June Paik Nam June Paik , "Exposition of Music - Electronic Television", 1963 am Bildeingang Tonsignal angelegt, dadurch interaktive Bilder erzeugt (kleiner Punkt im Zentrum wird durch Klang gestört) ohne aktiven Eingriff in technisches Gerät: "Magnet TV", 1965 "Global Groove", Vision eines weltweiten Channel-Zappin Vortrag "Das Ende des Fernsehens" gehalten
Theodor W. Adorno, Medienkritik
Theodor W. Adorno, Medienkritik
TV Fernsehen Interventionen Kurs TV Interventionen ab 9.1. "still (not) moving" mit Yvon Chabrowski, David Claerbout, Albrecht Pischel Trend: Foto ankündigen, heimlich aber Film drehen Theodor W. Adorno, Medienkritik adorno.jpg "Prolog zum Fernsehen" "Jene fatale 'Nähe' des Fernsehens […] um die Familienangehörige und Freunde, die sich sonst nichts zu sagen wüßten, stumpfsinnig sich versammeln […]" Bewußtsein des Publikums wird okkupiert Instrument der Macht Duplikat der Welt im Fernsehen Dinge so dargestellt, wie man sie in Realität haben würde wollen Medium der Anpassung "Triebökonomie" (Sigmund Freud Sigmund Freud , Lustprinzip) Fernsehen: großer Einfluss auf Bevölkerung / Steuerung der Inhalte, moralischen Vorstellung Mißverhältnis zwischen kleinen Menschen (im Gerät) und lauter Stimme (heute keine Hinterfragung mehr) künstlerisch inszenierte Welt / Distanzlosigkeit: "bedrohender Umstand" reale Entfremdung zwischen Menschen durch stumpfes Nebeneinandersitzen bei Raumbeleuchtung und Essen: integriert in Wohnzimmeratmosphäre unbewusste Beeinflussung Soap-Opera: Seifen- und Waschmittelhersteller Procter & Gamble präsentierte Radioserie für Hausfrauen (Namensgebung) Auswirkungen des Fernsehens Wirkungsforschung Zuschauern wird gezeigt, wie sie sich zu benehmen haben / angepasstes Verhalten / Konformismus Konformismus Fernsehen = omnidirektional unterbewusst Wünsche erzeugen, die vorher gar nicht existierten "Fernsehen als Ideologie" umgekehrte Psychoanalyse Stereotypen im TV unterschwellige Botschaften werden vermittelt Defizit beim Text: Mißtrauen an Subkulturen, Adorno geht von totalitärer Kulturindustrie aus
Video AG53:CJ13, Clive Jackson, 2013
Video "AG53:CJ13", Clive Jackson, 2013
Video One Last Goodbye, Cecilia Stenbom, 2012
Video "One Last Goodbye", Cecilia Stenbom, 2012
langsames Ende auch bei einzelnen Sendern
langsames Ende auch bei einzelnen Sendern
TV Fernsehen Interventionen Kurs TV Interventionen (gestern Einzelgespräch wegen Vortrag "Das Ende des Fernsehens") Erwähnung Projekt zum Ende des analogen Fernsehens in Großbritannien: "Analogue Is Not Digital" Ausstellung "DEATH OF ANALOGUE SCREENING", Northern Gallery for Contemporary Art Neu-Interpretation vom Tod Sterben des analogen Fernsehens Video "AG53:CJ13", Clive Jackson, 2013 death-of-analogue-screening.jpg Arbeit "AG53:CJ13" mit BBC-Logo "Fledermausflügel" (1953 - 1960): Visualisierung des Übergangs vom analogen zum digitalen Fernsehen Video "One Last Goodbye", Cecilia Stenbom, 2012 one-last-goodby.jpg Cecilia Stenbom verabschiedet analoges Fernsehen mit analogen Übergangseffekten und mit Abbildern von Fernsehgeräten aus Produktkatalogen "First/Last", James Hutchinson, 2013" Collage Collage mit gescheitertem Start der BBC2 wegen Stromausfall in London, mit Testsignalen einer Sendestation und mit mit Aufnahmen von der letzten analogen Übertragung von BBC2 "malerische 30-minütige Meditation über die zyklische Natur der Entwicklung der Medien." Sneha Solanki notiert (Website interessant, da für jedes Projekt eine eigene HTML-Seite mit individueller Gestaltung existiert) Beispiel für angekündigtes Ende, uninszeniert, über längeren Zeitraum: analoges Fernsehen in Großbritannien zwischen 2007 und 2012 digitales Fernsehen eingeführt nur in einer Stadt noch analoges Fernsehen langsames Ende auch bei einzelnen Sendern ende-tv2.jpg Kurs Standby Test mit offenen und geschlossenen Augen: durchsichtige Farbfolien für Arbeit "wach' ich oder träum' ich" über Monitor gelegt Augen bei Porträt ausschneiden und Fläche glätten mit "Patch-Tool" oberste von 2 Augen-Ebenen auf "Darken" stellen Ränder der Ebenen unscharf: "Erase-Tool", Hardness 0% Augen mittels "Hue/Saturation"/"Colorize" färben (je nach Farbfolie) Testfoto bestellen (danach dann Porträt mit offenen und geschlossenen Augen auf Aluminium-Kreis aufziehen)
The end of analog TV
"The end of analog TV"
Charles Sanders Peirce um 1870
Charles Sanders Peirce um 1870
TV Fernsehen Interventionen Kurs TV Interventionen Vorbereitung Vortrag über "Philosophie des Fernsehens", Oliver Fahle und Lorenz Engell Systemtheorie: "basale Selbstreferenz" (auf ein Ereignis folgt mit Bestimmtheit ein zweites, oder geht ihm voraus, oder ist zugleich mit ihm gegeben) Beispiel: Eintreten eines Ereignisses (wie erste Folge einer neuen Serie, Unterbrechung des Programms) ist selbst ein Ereignis "Der Fernseher fällt aus, und ich erschrecke; nicht wegen des dunklen Bildschirms, sondern wegen des Eintreffens von überhaupt irgend etwas. Das Fernsehen kann so hervorragend statt von eigentlichen Ereignissen von deren bloßer Ankündigung leben." Ereignisse vergehen im Moment Moment des Eintretens wieder, keine zeitliche Erstreckung Ende ist ein Ereignis (kein Zustand) dem Ereignis liegt die Endhaftigkeit oder Endlichkeit zugrunde Überwindung / Aussetzung der Endlichkeit im Fernsehen: durch ein Aneinanderreihen von Ereignissen Ereignis wird zum Programmfluss / Ereigniskette findet unendlich lange statt Ende eines Ereignisses ist wiederum ein Ereignis (für ein "richtiges" Ende darf dieses Ereignis kein Grundstock für Beginn und Eintreten eines neuen Ereignisses sein) Ende des Fernsehens: wäre ein Selbstreferenz-Unterbrecher Ereignis Endes: nicht anschlussfähig, nicht selbstreferentiell, nicht wiederholbar, unverknüpfbar, nicht fortsetzungs- oder wandlungsfähig (verwirrt) "The end of analog TV" ende-tv.jpg Ende wäre Ereignis der Unmöglichkeit Abschnitt "Wirklichkeits- und Möglichkeitsaspekt" Paradoxie: eine Aussage, die scheinbar oder tatsächlich einen unauflösbaren Widerspruch enthält jedes Ereignis benötigt ein System wenn System aufhören soll zu existieren, muss Ereignis in anderem System weiterexistieren (wie als Gedanke im Bewußtsein von Zuschauern) Ende im eigenen System nicht möglich System, welches das eigene Ende bemerkt, erleidet das Ende (kann also folglich nicht das Ende sein) (verwirrt) Kapitel "Das Ende als Zeichen" Systemtheorie beschäftigt sich wenig mit der Endlichkeit des Systems Unterpunkt bei Systemtheorie: Zeichentheorie (Wissenschaft, die sich mit Zeichensystemen aller Art befasst) Zeichen = kleinste Einheit in einem System Charles Sanders Peirce um 1870 charles-sanders-peirce.jpg Charles Sanders Peirce Zeichen (nach Peirce) nur denkbar als Nachfolger ihnen jeweils vorausgehender Zeichen und als Voraussetzung ihnen jeweils nachfolgender Zeichen ergeben deshalb Bedeutung und Sinn Zeichen sind zeitlich Zeichen in Vorgänger-Nachfolger-Relation: "rhematische" Zeichen Zeichen als Teil einer Kausal- oder Finalkette: "dicentische" Zeichen (produzieren "geschlossene" Zusammenhänge) Interpretanten des ersten Zeichens: alle Zeichen, die vorausgesetzte Zeichen aufnehmen, fortsetzen, reproduzieren, verändern oder weiterführen Sinn der vorhergehenden Zeichen = darauffolgendes Zeichen, welches dadurch Sinn erhält Beispiel Film: alle Bilder bekommen ihren Sinn im letzten Bild (danach kommt nichts mehr) Fernsehen: letztes Bild gibt es nicht "Wie schafft es ein System von Zeichenereignissen, wie das Fernsehen eines ist, sich selbst ein Ende zu setzen, vom Jenseits dieses Endes her auf sich zurückzusehen, sein Nicht-mehr-sein-Können ins Auge zu fassen und, zurückgeeilt, sich im gegenwärtig ablaufenden Zeichenprozess als Zeichen und als Ereignis zur Verfügung zu stellen?" Lehre vom Interpretanten: Zeichenkette kennt keinen Abschluß, letzte Zeichen sind so unmöglich wie letzte Ereignisse, und genauso wie ein Ende der Zeit selbst Der finale Interpretant sagt, wie unendliche Zeichenkette weitergehen wird (damit schließt er ein weiteres Nachdenken aus) Kapitel "Des Fernsehens letztes Zeichen" finale Interpretant (wie beim Reporter "This is the End"): in genau diesem Augenblick überzeugend, nachträglich jedoch fehlbar Prüfung der Endlichkeit des Fernsehens: Endereignisse im Fernsehen weisen charakteristische Verdoppelung auf das mögliche Ende bewegt sich neben einem realen Weiterlaufen der Ereignisse und in einem spürbaren Spannungsverhältnis zu ihnen möglicher Systemzustand <> wirklicher Systemzustand "Gleichzeitigkeit des Verschiedenen": zwei parallel laufende Ereignisketten (wie im Live-Fernsehen) Ergebnis: 1 Ende des Fernsehens ist immer ein Ereignis des Fernsehens selbst (nie außerhalb des Fernsehens angesiedelt) 2 Fernsehen kann nur möglichen realen Weiterverlauf aufzeigen 3 anderes als bei Romanen und Filmen: bei TV Ende niemals am Ende zu finden (sondern im Lauf der Ereignisse) 4 Ereignis des Endes und Ende des Ereignisses treffen gleichzeitig ein ("Möglichkeits- und Wirklichkeitsperspektive sowie dynamischer und finaler Interpretant müssen nebeneinander und nicht nacheinander auftreten") 5 Ende des Fernsehens nur durch Einbruch aus der Außenwelt möglich "Die einzige Möglichkeit des Fernsehens zu enden ist, auf sein Ende zu reflektieren - immer vorausgesetzt, es tritt nicht ein." (verwirrt)
Philosophie des Fernsehens, Oliver Fahle und Lorenz Engell
"Philosophie des Fernsehens", Oliver Fahle und Lorenz Engell
RBI, Auslandssender des Rundfunks der DDR, 2.10.1990 (Verabschiedung Radiosender und DDR)
RBI, Auslandssender des Rundfunks der DDR, 2.10.1990 (Verabschiedung Radiosender und DDR)
DFF1 (staatlichen Fernsehprogramm) Closedown 1990
DFF1 (staatlichen Fernsehprogramm) Closedown 1990
Sylvesternacht, Leinwand vor Brandenburger Tor
Sylvesternacht, Leinwand vor Brandenburger Tor
TV Fernsehen Interventionen Kurs TV Interventionen Vorbereitung Vortrag "Philosophie des Fernsehens", Oliver Fahle und Lorenz Engell philosophie-des-fernsehens.jpg Abschnitt "Das Ende des Fernsehens" Im Fernsehen enden Dinge selten eher Verweise, wie es in Sendung, in Folge, in Ausgabe weitergeht Fernsehen gilt als endlos (Serialität), im Gegensatz zum Film oder Buch (mit Schluss) Serialität = Grundkonzept "Bilder der Endlichkeit" Beispiele für End-Ereignisse im Fernsehen 1 2.10.1990, 23:59: DDR DDR -Fernsehen verabschiedet sich von Zuschauern (00:00 mit bundesdeutscher Flagge und gemeinsamer Nationalhymne neue Zeit eingeleitet) End-Ereignis wurde inszeniert mit direktem Übergang zur neuen Phase um Null Uhr Ereignis vermittelt: vorher televisive Inszenierung Inszenierung , nach Verabschiedung vom Fernsehen "kam der Atem der Geschichte selbst" (wiederum im Fernsehen) End-Szenarium nicht eingetreten: Teile des DDR-Fernsehens wurden übernommen (Serien und Akteure) RBI, Auslandssender des Rundfunks der DDR, 2.10.1990 (Verabschiedung Radiosender und DDR) rbi.jpg DFF1 (staatlichen Fernsehprogramm) Closedown 1990 dff1.jpg 2 11.9.2001: Reporter mit Ausspruch "This is the end" (World Trade Center) Reporter mit Verweis auf Tote, auch mit Erwartung des eigenen Todes, dem Ende der Live-Übertragung und damit das Ende der Welt "Apocalypse Now", Francis Ford Coppola (US-amerikanischer Regisseur und Produzent) End-Szenarium nicht eingetreten: Reporter und Live-Übertragung überlebten, WTC wird (anders) wieder aufgebaut, Welt dreht sich weiter Möglichkeit vom Ende der Aufzeichnung existierte jeweils nur in kurzem Augenblick 3 weitere Beispiele: Fernsehmoderator tötete sich durch Kopfschuß vor laufender Kamera selber Beispiele mit Adriano Celentano (it. Sänger, Schauspieler, Musik-, Film-, und Fernsehproduzent) A forderte einmal Zuschauer zum Abschalten des Fernsehens auf B schaltete Studiolicht aus C verließ die Bühne Beispiel Ernie Kovacs (50iger Jahre) Sylvesternacht, Leinwand vor Brandenburger Tor sylvester.jpg Beispiel Silvesternacht Brandenburger Tor: Monitorwand bricht zusammen, während auf den zusammenbrechenden Monitoren genau dieses Bild zu sehen ist Ende vom ganzen Fernsehen und Ende von einer seiner Formen Frage nicht "Was kommt nach dem Fernsehen" sondern "Kann das Fernsehen ein Konzept des eigenen Endes entwickeln?" unendliche Fortdauer durch Iteration (lateinisch iterare: "wiederholen") und Variation dynamische kontinuierliche Umfornung, schlichte Wiederholung, Reihung Serialität bedeutet Unendlichkeit wenn Serialität wichtiger Grundzug des Fernsehens, kann Ende nicht erörtert werden Ende nur in Verbindung mit Fernsehen = Live-Übertragung möglich klassisches Fernsehen: Rituale der Beendigung (wie Nationalhymne zum Sendeschluss) heute existiert kein Sendeschluss mehr Ende <> Ende Sendung, Programm, Abend Ende = im Laufe der Geschehnisse ein abrupter Schluss (wie Abbruch Live-Übertragung oder Aufforderung zum Ausmachen des Geräts), Ereignis aus Außenwelt bricht in Fernsehen ein Kapitel "Das Ereignis des Endes und das Ende des Ereignisses" Hat das Fernsehen ein Konzept vom Ende? Kann sich Fernsehen selber in Frage stellen? Fernsehen als System begreifen, mit Möglichkeit Frage vor dem eigentlichen Ende zu stellen "Re-Entry" (Erkenntnistheorie), Spencer Brown Vorstellung: System verlässt sich selber, betrachtet sich als Ganzes von außen und kehrt mit Ergebnis Beobachtung seiner selbst in sich re-importieren, Konzept seiner selbst entwickeln temporales System = System mit Anfang und Ende Fragestellung: Kann Fernsehen ein temporales System sein? (weiter ab S. 143)
Raum unter der Treppe, Fischli/Weiss, 1993, Rauminstallation
"Raum unter der Treppe", Fischli/Weiss, 1993, Rauminstallation
Kurs Standby Skizzen zu Arbeiten vorgestellt u. a. menschengroßer Kokon Kokon , Kunstharz Thema Collage Collage Richard Prince, Ausschnitte von Werbeplakaten abfotografiert Anita Witek "Bartleby oder die Kontingenz:", Giorgio Agamben Ausstellung Spinnerei Spinnerei von Philipp Köhler Alltags-Gegenstand / Kunstprodukt "Raum unter der Treppe", Fischli/Weiss, 1993, Rauminstallation raumunterdertreppe.jpg Ausstellung mit große Installation: eingezogene Wand (Kunst) von Besuchern nicht wahrgenommen und weitergenutzt verhüllt verhüllt Kann eine Spanplattenbox ausgestellt werden, ohne das sie selber zum Kunstwerk erklärt wird? Kommilitone Kommilitone sammelt Sprüche aus dem öffentlichen Raum (u. a. Klosprüche, Graffiti Graffiti ) TV Fernsehen Interventionen Kurs TV Interventionen 1 medientheoretischer Teil 2 historische TV-Interventionen 3 aktuelle Projekte Theodor W. Adorno Theodor W. Adorno , Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und Komponist u. a. inhaltsanalytische Untersuchungen über Fernsehserien Kann man im heutigen Fernsehen, in der es (fast) keine Regeln mehr zu geben scheint, noch so weit von der Norm abweichen, sodass eine Aktion als Kunst wahrgenommen wird? 10-Seiten-Aufsatz für einen großen Schein 25-Minuten-Referat vorbereiten über Buch von Lorenz Engell (Medienwissenschaftler und Professor für Medienphilosophie) für Einzelgespräch - vor dem eigentlichen Referat - bei Daniels Dieter Daniels per E-Mail melden Kurs Standby Vorstellung Kaufhaus Held Kaufhaus Held mit Fotos Diskussion Vor- und Nachteile, Unter- und/oder Obergeschoss Halle 14 Vorteile: definierter Kunstraum, Infrastruktur, Heizlüfter doch kein Problem (bei 300 - 600 EUR Mehrausgaben) Abstimmung Ausstellungsraum Vorankündigung: Gründungstag HGB am 6.2.2014 Thema Veranstaltungsversicherung Vorstellung Flyer/Plakate gemacht, aber nicht gewusst warum: "[es] sollte [halt] da sein … ich weiß aber nicht warum." Kurs Philosophie Abholung Text "Klatschen Klatschen . Wenn aus Bewunderung Gesetz wird" (Kommentar Professor: "Schönes Thema, unterhaltsam dargestellt")
Chris Burden The TV Commercials, 1973 - 1977
Chris Burden "The TV Commercials", 1973 - 1977
Gerry Schum Fernsehgalerie, 1969
Gerry Schum Fernsehgalerie, 1969
Website The Yes Men
Website "The Yes Men"
TV Fernsehen Interventionen Kurs TV Interventionen Einführungsveranstaltung Blog zum Seminar mit Prof. Daniels Dieter Daniels und Petschulat 2015 Ausstellung in Bonn geplant mit Arbeiten aus den 1960er Jahren und vom Ende der TV-Ära, Seminar in Vorbereitung darauf Wenn es Fernsehen gibt: Was ist eine Intervention? Frage "Wer guckt noch Fernsehen?" - niemand meldet sich Neue Medien, YouTube YouTube -Stars (TV im herkömmlichen Sinne stirbt aus) Interventions-Prinzip: künstlerische Arbeit funktioniert als Unterbrechung, Störung heute unterbricht sich das Fernsehen selber ständig (geht heute überhaupt noch Intervention?) Chris Burden Chris Burden "The TV Commercials", 1973 - 1977 burden.jpg Gerry Schum Gerry Schum Fernsehgalerie, 1969 fernsehgalerie.jpg "Veränderung des Fernsehens" vom Paläo-Fernsehen (Zuschauer an die Hand genommen) zum Neo-Fernsehen (TV promoted sich selber) Ausblick: Wohin geht Fernsehen? Strategien? Website "The Yes Men" yesmen.jpg
Tropenexpress
Tropenexpress
Kunstgeschichte Kurs video! Geschichte vom Fernseher 24.12.1883 erfunden von Paul Nipkow Manfred von Ardenne: zur Bildröhre umgebaut, 1927 Kineskop von Vladimir Zworykin, 1929 erste deutsche Fernsehübertragung aus der Krolloper, 18. April 1934 (Unterhaltungs-, Informations und Propagandaprogramme) erster Telefunken-Röhrengerät 1934 in Fernsehstuben Fernsehansagerin: Ursula Patschke, ab 1934 Fernsehübertragung von der Olympiade in Berlin, 1936 Tropenexpress b_hgbleipzig-k.jpg Buntes für die Fernseh-Nation Videojukebox, USA, 1941 (kleine Clips werden synchron zum Ton abgespielt) Ampex-Maschine 1956 (erster Videorekorder) "Das Fernsehspiel Fernsehen ", Live-Kunstform erste Heimvideoanlage: USA 1960 Telstar 1962 (Fernsehübertragungssatellit, live weltweit) 1967: deutsches Farbfernsehen auf Funkausstellung vorgestellt 1970er Jahre: analoge Videorekorder zum Aufzeichnen von Farbvideo Videokonferenzen ab den 1980er Jahre
Kunstgeschichte Kurs Zufall Zufall - Beifall - Abfall nächster Montag: 10-Minuten-Vortrag mit Konzeption zur Ausstellung "Erfolg Erfolg und Scheitern" Tod Sterben und Kunst im Dritten Reich Drittes Reich erster Fernsehfunk Fernsehen weltweit ausgestrahlt 2 Quellen: A Lehre Darwins zur Überlegenheit (arische Herrenrasse) und B Hygienegedanke (Entdeckung von bakteriellen Ursachen), "Volkskörper" ist befallen, jüdische Verschwörung, Ausrottung des jüdischen Volkes Film "Fernsehen im Dritten Reich / Deutscher Fernseh-Rundfunk", ab 1935 "Ewige Schönheit - Film und Todessehnsucht im Dritten Reich", Deutschland, 2003 A "Angst" (Dr. Mabuse) B "Die neue Größe" C "Das Dritte Reich" (Soldatenhalle "Das Wort auf Stein" ) D "Der Körper" E "Schönheit der Arbeit" F "Blut und Boden" G "die Volksgemeinschaft" H "Der Tod" I "Der Jude" Film "Der ewige Jude" J "Der Krieg" K "Das Ende"
Der weiße Hai, 1975
Der weiße Hai, 1975
Kunstgeschichte Kurs video! Rainer Werner Fassbinder: Vertreter des neuen deutschen Films greift Jugend- und Protestbewegung in seinen Filmen auf "Katzelmacher", 1969 Wim Wenders: Reflexion auf die medialen Mittel selbst (Fotografie, Pop, Fernsehen Fernsehen , Telefon, Reisen) melancholischer Hintergrund starkes Verhältnis zur Popmusik "Alice in den Städten", 1974: resignative Schwermut fassbare Stimmungstiefe Katastrophenfilme von Steven Spielberg Angst vor Weltuntergang, vor atomarem Overkill Der weiße Hai, 1975 b_hgbleipzig-24-m.jpg Spiel mit den realen und eingebildeten Gefahren 2 Sphären: Ozean (geheimnisvoll) und Überwasser (sichtbar) Spiel mit politischen Dimensionen: Freizeit = Ablenkung von Problemen Chris Marker James Cameron: "Terminator 2", 1991 Eintritt in das digitale Zeitalter Fragen: 1 Verhältnis zwischen Mensch und Maschine? 2 Was ist künstliches Bewusstsein? 3 Was ist virtueller Raum?