× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Ursprung

Raumansicht Anfang Tag
Raumansicht Anfang Tag
Raumansicht Ende Tag
Raumansicht Ende Tag
Standpunkt Diplom Arbeit Kunstkritik verhüllt verhüllt Büste Büste Geradenbild Geradenbild Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Wie gestern in einem Gespräch … Wie ich gestern in einem Gespräch mitbekam, sind in den Arbeiten …
  • [Schlucken.]
  • … viele Themen …
  • [Klick.]
  • Oder werden in den Arbeiten viele Themen behandelt, die ich gar nicht mit … ähm …bedacht habe.
  • Das sind Sachen, die … sehr abstrakt sind. Also wo ich gedanklich gar nicht mitkommen kann.
  • Ich bin da weniger Theoretiker.
  • [Schlucken.]
  • Und ich muss da sagen: Ähm … Was mich da getrieben hat, das war die [Sperren: Neugier].
  • [Schlucken.]
  • Die … ähm … Büste. Da mag viel mitschwingen. Sowas, na ja, wie die Büste über die Jahrhunderte … ähm … behandelt wurde. Was sie für die Gesellschaft bedeutet hat. Ähm … Welche Formen es davon gibt. Was das über das Selbst aussagt. Ähm … Über Inszenierung Inszenierung !
  • Was weiß ich.
  • Aber das sind alles so Sachen, die haben mich da überhaupt nicht … ähm … dazu bewegt, … ähm … diese Büste zu modellieren. Sondern das war tatsächlich die …
  • Neugier!
  • Zu … ähm … Verstehen zu wollen, wie der Kopf funktioniert. Oder wie [Sperren: ein] Kopf funktioniert.
  • Das selbe eben beim Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt .
  • Was ist … Was ist der Körper?
  • Wie … Einfach mal selbst vermessen! Einfach mal selbst … ähm … modellieren, um zu sehen …
  • [Schlucken.]
  • Oder eben um zu verstehen, wie er … wie er funktioniert.
  • Natürlich nur oberflächlich.
  • Also … Ich taste mich da sozusagen langsam heran.
  • Aber: Die [Sperren: Neugier] war's.
  • Bei den Geradenbildern und bei den verhüllten Arbeiten habe ich tatsächlich mal einen anderen Ansatz gehabt. Also egal, um welche Arbeit es sich handelt: Es spielt immer eine Rolle … ähm …
  • Ursprung Ursprung ist halt ein blödes Wort.
  • Ähm … Zu einem [Sperren: Anfang] zu kommen. Oder zu gehen. Weil ich irgendwelche Fragen habe, die, wenn ich mittendrinne anfange, nicht beantwortet bekomme.
  • Bei den Geradenbilder war es, dass ich das Gefühl hatte, … ähm … ich möchte nicht auf anderer Arbeit aufbauen. Ähm … Weil ich dann nicht verstehen kann, was meine eigene Arbeit ausdrücken kann.
  • [Schlucken.]
  • Und deshalb wollte ich eben zum … zu einem ganz einfachen Element. Mit dem ich sozusagen anfange.
  • Spielerisch.
  • Ähm … Voranzukommen.
  • Also selbst etwas zu entwickeln. Von anfang an. Wo ich so sagen … Selbst nachvollziehen kann, wie es entstanden ist.
  • So wie ich dazu gekommen bin.
  • Und das war eben die Gerade. Davor der Punkt.
  • Der Punkt, wie ich dann eben … äh … auch selbst in Texten geschrieben habe, für mich …
  • Der ist tot! Und erst die Linie, oder die Gerade, die ist die erste Bewegung.
  • Später habe ich dann von Kandinsky Wassily Kandinsky so etwas Ähnliches auch gelesen. Und … Ja. Das war sozusagen: Einfach gucken, … ähm … Beim Kleinsten sozusagen anfangen und schauen, … ähm … was sich daraus entwickelt.
  • Bei den verhüllten Arbeiten ist es wieder etwas … etwas anderes der Grund gewesen.
  • Da gibt es bestimmt auch viele Gedankengänge, … ähm … die ich alle nicht berücksichtige! Habe mich da … Oder das hat mich ja selbst beschäftigt, mit den religiösen Ansätzen der Verhüllung.
  • [Schlucken.]
  • Ähm … Dort war es eben die … ähm … der Zweifel Zweifel . So ein großes Wort. Sondern so ein …
  • Na das Hinterfragen der eigenen Arbeit. Aber eben auch die der anderen. Die ich gesehen habe.
  • Ob das … Na ja. Das war halt so meine Reaktion. Zum einen eben der Wunsch, etwas zeigen zu wollen.
  • Der Mensch hat den Wunsch gesehen zu werden. Von anderen beachtet zu werden.
  • Und gleichzeitig sich aber wieder zurückzunehmen. Ähm …
  • Warum auch immer!
  • Das kann ich jetzt ja auch viel drüber nachdenken. Ähm … Aber ich behaupte, selbst dort war es die [Sperren: Neugier] zu sehen, … ähm … was passiert, wenn ich eine Arbeit eben in eine Box reintue und ausstelle. So.
  • Ich habe viel darüber geschrieben. Aber eigentlich: Neugier ist das zentrale Motiv.
  • Und, neben der Neugier, so ein … so ein … so eine Anfangsidee.
  • Es ist ja auch wieder zu so einem Anfang. Zu zeigen, nichts zu sehen. Oder eben nichts zu sehen erst einmal. Und daraus entwickelt sich vielleicht etwas.
  • Wenn auch nur im Kopf!
  • Also bei all den Arbeiten … ähm … gibt es eine Frage nach einem [Sperren: Anfang].
  • Ob jetzt im … ähm … in der Technik. Wie bei der Plastik eben. Modellieren. Technik.
  • Dann die Büste nehmen. Ähm …
  • Wie beim grafischen Element der Linie. Woraus besteht ein Bild? Oder was wäre da der kleinste … oder die kleinste Einheit? Abgesehen vom Punkt.
  • Oder eben so ein gedanklicher Anfang. Nichts sehen. Und aus dem Nichtsehen entstehen dann erst etwas.
  • Und … ähm … Jetzt eben von dem Komplex abgesehen: Einfach [Sperren: pure Neugier].
  • Auch bei den Fotocollagen. Schauen, was passiert denn jetzt, wenn ich ein Foto zerreise und neu zusammensetze?
  • Einfach gucken, was passiert!
  • Neugier halt!
  • Und das ist vielleicht wichtig, dass ich das dann … na ja … bei dem Gespräch eben … ähm … Egal, was jetzt an Gedankengängen kommen. Die sind interessant. Das gefällt mir, was alles entstehen kann. An Zusammenhängen.
  • Da hat ja jeder … Da hat ja jeder einen anderen Zugang zu. Das ist das Schöne daran. Auch wenn ich jetzt eben nur ein einfaches Motiv wie ein Selbstbild nehme. Und Techniken, die … die ziemlich leicht zu verstehen sind. Nachzuvollziehen sind. Eigentlich. Oder Stil, der sehr einfach nachzuvollziehen ist.
  • Da gibt es halt viele unterschiedliche Ansätze, wie man da ran gehen kann.
  • Meiner ist halt anscheinend das Interesse und irgendwie immer die Suche nach irgendwie einem Anfang.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Diplom Arbeit Aufbau im Klassenraum Zustand 1 Raumansicht Anfang Tag diplomklasse2-1-m.jpg Raumansicht Ende Tag diplomklasse3-4-k.jpg Zustand 2
Werkstatt Plastisches Gestalten wenn nach fast zwei Wochen alle Tonplastiken zu trocken besprühen, mit gewässerten Stoff abdecken Diplom Arbeit HGB Rundgang HGB Rundgang 2018 für Ausstellungsreader: Projekttitel und Werkangaben (Medium, Material, Technik, Maße, Jahr) Text zur ausgestellten Arbeit (maximal 1000 Zeichen inklusive Leerzeichen) Selbstgespräch vom 6.12. eingereicht, leicht abgeändert: "- Aufnahme Anfang. Entstanden im Bett. Nachts. - Das Bett. - Schlucken. - Im Bett ist der Ursprung Ursprung aller meiner Arbeiten. Hier habe ich nicht gezeichnet. Hier habe ich … ähm … keine Büsten modelliert. Hier war der ANFANG. Der Gedanke. Und der Gedanke ist um zwei Uhr nachts vor allem … ähm … eines: Radikal radikal . Er ist nicht weich geklopft. Wie bei Kommunikation. Wie bei Tageslicht. Er ist: Klar. In der Nacht, wenn es dunkel ist um einen herum, ist der Gedanke: Grundsätzlich. Der Gedanke wirkt bei Tagesanbruch … ähm … zu STARK. Zu gewagt. Weshalb ich froh bin, dass ich nachts den Gedanken festhalte. Tagsüber transkribiere und ihn damit in meinen Arbeitsraum bringe. - Schweres Einatmen. - Die Bilder hier sind nicht etwa … ähm … radikal! Grundsätzlich! Verstörend! Es sind Selbstbildnisse. Es ist der Körper. Es ist etwas ganz … mhm … alltägliches. - Schlucken. - Aber der Grund, warum ich sie überhaupt gemacht habe, auch wenn nicht auf den ersten Blick sichtbar, … ähm … ist der Gedanke. Der in der Nacht kam. Die Striche sind nicht zufällig Striche. Dieser einfache Kopf ist nicht zufällig so einfach. So primitiv. Die Büste Büste ist nicht einfach bloß … ähm … eine Büste! - Straßenbahn Eisenbahnstraße fährt vorbei. - Hinter all diesen Arbeiten steht ein radikaler Gedanke. Er ist Ursprung. Entstanden im Bett. Nachts. - Aufnahme Ende. -" Buchprojekt Gespräche über Kunst weiter korrigiert 1 wenn nach "Und" ein "äh" -> dann "äh" wieder groß 2 wenn "Und … Und" -> dann zweites Und oder anderes Wort auch groß, als wäre es ein Satzanfang 3 hab' nicht hab 4 Anführungszeichen „“ durch \textit{} ersetzen! 5 hervorgehoben \so{} 6 kursiv \textit{} 7 Zahlen bis 12 ausschreiben
Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen!
Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen!
Spiegelbild, auf Folie
Spiegelbild, auf Folie
Ganzkörper, Collage
Ganzkörper, Collage
Kindliches Selbstporträt
Kindliches Selbstporträt
Technologien des Plastischen Vortrag von Jan Großmann Jan Großmann Werkstatt mit gesäubert, Stühle aufgestellt Friedrich-Büsten haben zugesehen Diplom Arbeit gelieferte Rahmen ausgepackt, Arbeiten gerahmt Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen! klassediplom10-m.jpg Ansichten Spiegelbild Spiegelbild , auf Folie klassediplom11-k.jpg mit Glas vor und hinter Folie Ganzkörper, Collage Collage klassediplom12-k.jpg Kindliches Selbstporträt Selstbildnis klassediplom13-k.jpg Ganzkörper in Holz geritzt kurzes Gespräch mit Kommilitone Kommilitone über Thema und Gegenstand Standpunkt Gespräch mit mir Diplom Arbeit
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Nachts. Überlegungen zum Bett.]
  • Das Bett.
  • [Schweres Einatmen.]
  • Im Bett ist der Ursprung Ursprung . Aller meiner Arbeiten. Hier habe ich nicht … gezeichnet. Hier habe ich … keine Büsten modelliert. Hier war der [Sperren: Anfang]. Hier war der Gedanke.
  • Der Ursprung sozusagen.
  • Und der Gedanke ist um ein Uhr früh, zwei, drei Uhr nachts, vor allem eines: Radikal radikal .
  • Er ist nicht … weich geklopft. Wie … bei Kommunikation. Wie … bei Sonnenschein. Sondern er ist: Klar.
  • In der Nacht, wenn es dunkel ist um einen herum, ist der Gedanke …
  • [Klick.]
  • … eindeutig. Einstimmig.
  • [Klick.]
  • Einfach ausgesprochen.
  • [Klick.]
  • Grundsätzlich.
  • [Klick.]
  • Der Gedanke wirkt bei Tagesanbruch …
  • [Klick.]
  • [Klick.]
  • … zu [Sperren: stark].
  • [Klick.]
  • Zu gewagt.
  • [Klick.]
  • Weshalb ich froh bin, dass ich nachts den Gedanken festhalte. Tagsüber transkribiere und ihn damit in …
  • [Klick.]
  • [Klick.]
  • … meinen …
  • [Klick.]
  • … Arbeitsraum bringe.
  • [Klick.]
  • Die Bilder hier … sind, betrachte ich sie selbst, nicht etwa radikal! Grundsätzlich! Verstörend!
  • Es sind … Selbstbildnisse. Es ist der Körper. Es ist etwas ganz … mhm … alltägliches.
  • [Schlucken.]
  • Aber die … der Grund, warum ich sie überhaupt gemacht habe, auch wenn er nicht auf den ersten Blick wahrnehmbar ist, oder auffällt, ist eben der Gedanke.
  • Der in der Nacht kam.
  • Die Striche, die Geradenbilder, sind nicht zufällig Geraden. Dieser einfache Kopf ist nicht zufällig so einfach. So primitiv. Die Büste Büste ist nicht einfach bloß eine Büste, sondern …
  • [Straßenbahn Eisenbahnstraße fährt vorbei.]
  • [Klick.]
  • Oder die Holzkästen, die etwas verbergen, …
  • [Klick.]
  • … sind nicht nur Verpackungsmaterial. Sondern hinter all diesen Dingen steht etwas, was ich gar nicht einmal unbedingt … erläutern muss. Aber es ist halt wichtig zu wissen, dass der Gedanke der Ursprung war, für diese … Arbeiten. Die ohne dem nicht entstanden wären.
  • [Klick.]
  • Deshalb: Das Bett.
  • [Aufnahme Ende.]
Diplom Arbeit Einzelgespräch Mark (aus Erinnerung) Überlege … Überlege … Modell in Hochschule gebracht aufgebaut, mit Ausdrucken von anderen Aufbauen Einleitung vorgelesen, scheint okay zu sein Überlege … Gedanken zum Ursprung Ursprung vorgelesen Überlege … Überlege … außer große Fotografie liegen alle Formate fest 1 Fotografie eventuell auf 2 m ziehen, ohne Rahmen, mit Klammern für Testhängungen Druck auf günstigem Papier in AV-Labor drucken 2 weitere Arbeiten versuchen in Modell unterzubringen auch in Archivboxen nach Skizzen etc. suchen, abfotografieren und in 1 : 30 ausdrucken 3 kann alle Arbeiten in seinem Büro lagern 4 da Rundgang eine Woche später, kann ich mich in Ruhe auf Ausstellung vorbereiten davor E-Mail an Kommilitonen schicken, damit Raum leer danach Wände weiß streichen 5 Modell noch einmal mit stehenden Wänden bauen 6 wenn Installation mit Büsten und Ton-/Gipsresten einfach mit Folie als Grundfläche ausprobieren 7 große Arbeiten mit Auto Anfang Januar in Hochschule transportieren Überlege … Überlege … Überlege … nicht mit Texten erschlagen, sondern auch auf Fragen eingehen aber ehrlich, mit meiner normalen Sprache / meinen Gedankengängen antworten digitale Fotocollage = Vorlage für Geradenbilder Überlege …
Diplom Arbeit Arbeitem im Modell umsetzen ausdrucken für kommendes Einzelgespräch nach Gespräch mit Alexander: Ablauf planen 1 Text vom 1.11. 2 auf einzelne Arbeiten eingehen keine offenen Fragen stellen (Ich könnte jetzt …?), sondern durch Präsentation führen A Geradenporträt Geradenbild Notiz vom 12.1.2016 mit "In den Geradenbildern sehe ich den […]" "Schon hier wird ein Ansatz erkennbar: Suche nach Ursprung Ursprung ." Ursprungsgedanke, siehe Text vom 3.11. mit Kinderzeichnungen Kinderzeichnung / Höhlenmalerei Höhlenmalerei / Art Brut Art brut Kandinsky Wassily Kandinsky zitieren mit "Der Punkt ist das erste Resultat des ersten […]" Geradenbilder = ernsthaft in die Zeit der Moderne zurückgereist, ohne es anfänglich zu merken Drang, Antwort zu finden Übergang zu verhülltem Porträt B verhülltes Porträt verhüllte Arbeiten = ernsthafte Reaktion auf Erkenntnisse, die auf Sucherei folgte nicht nur gedanklicher Ausdruck, sondern ernsthaft gefühlt Übergang zu vereinfachtem Gesicht C vereinfachtes Gesicht kindliche Zeichnungen = ernsthaft neuen Ansatz gesucht und ernsthaft erkannt, wie ich durch bloßes Nachmachen meinen Weg nicht finden werden kann Motiv Selbstporträt Selstbildnis wird selbsterklärend: Ich = Ausgangspunkt der ganzen Sucherei D deshalb: digitales Selbstporträt mit herausstechendem Auge für mich Ausdruck, wieder ungewollt, der ganzen jahrelangen Sucherei Büste Büste Elke: "Von der Seite bist Du es auf jeden Fall. Von vorne bis zur Nase auch. An den Augen stimmt aber irgendwas nicht. Es sieht gut aus, aber die Augen sind nicht Deine. Deine… schmaler..?? Ich weiß nicht."
Diplom Arbeit Frage nach dem WARUM Standpunkt Kinderzeichnung Kinderzeichnung Psychiatrie und Kunst Anfänge der Kunst Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Mittags, auf dem Bett.]
  • Ja. Es gibt … eine Frage, die mich die letzten Jahre beschäftigt hat.
  • Und zwar die Frage nach dem Ursprung Ursprung !
  • Die sich, wie ich im Nachhinein sehe, sich eben auch in meinen Arbeiten widerspiegelt.
  • [Pause.]
  • Ich habe mir zum Beispiel … ähm … Ich habe mich mit Kinderzeichnungen auseinandergesetzt. Ich habe mit einem Kind gezeichnet. Ich habe das Kind … ein … eine riesen große Papierfläche … ähm … bemalen lassen.
  • Ich habe mir in Ausstellungen … äh … von Künstlern Arbeiten angesehen, die der Stil einer Kinderzeichnung … ähm … innewohnt.
  • Dann …
  • Ein anderer Abschnitt: Ich habe mich mit psychisch Kranken beschäftigt. Ähm … Mit deren Zeichnungen und deren künstlerischer Arbeit.
  • In Wien habe ich … äh … solche Künstler treffen dürfen. Ich durfte mit ihnen sprechen!
  • Ich habe in … Lausanne … Schweiz … eine …
  • [Schlucke.]
  • … eine Sammlung von Art brut Art brut Arbeiten gesehen. Auch in anderen Städten.
  • In Paris eine … eine Art Höhle! Als Kunstwerk.
  • Was mich auch wieder zu etwas Anderem … ähm … führt: Und zwar zu … Höhlenmalereien!
  • In China habe ich Felszeichnungen Felszeichnung gesehen. Gesehen heißt nicht bloß … äh … eben mal betrachtet. Sondern dann wirklich … äh … versucht zu verstehen.
  • Ähm … Den … Den … Den Stil wahrnehmen!
  • Das, was es ausdrücken … äh … tut, … ähm … er… erleben.
  • [Pause.]
  • Das sind drei Gebiete, die in den letzten Jahren bei mir … ähm … viel bewirkt haben.
  • Und die sind … diese Bewegungen … Das sind drei, die … wo ich behaupte, dass die Frage [Sperren: Warum]? auf keinen Fall im Vordergrund steht.
  • Die die etwas machen … in dem Moment Moment … egal ob … Ich denke … Höhlenmenschen, bei Kindern, bei psychisch Kranken: Sie machen es aus bestimmt irgendwelchen Gründen. [Sperren: Aber] vielleicht … ähm … ist es gar nicht mal so [Sperren: gut], … äh … zu … zu [Sperren: wissen], was jetzt der Grund ist.
  • Alleine am Ende zählt das, was man [Sperren: sehen] kann.
  • Und das ist … war für mich … ähm … beeindruckend.
  • Auf allen drei Gebieten.
  • [Pause.]
  • Ich musste halt … [Sperren: lernen], dass, da ich auf der Suche nach etwas Ähnlichem für mich … ähm … war, … ähm … dass das gar nicht … ähm … [Sperren: möglich] ist!
  • Sich [Sperren: bewusst] anzueignen.
  • Also wie ein Kind zu zeichnen, heißt eben … äh … nicht, man [Sperren: ist] ein Kind. Und … äh … zeichnet … äh … wie ein Kind.
  • Wie ein psychisch Kranker … äh … sich zu benehmen, heißt nicht, dass man … äh … dieselbe Qualität von Arbeit am Ende schafft.
  • Ähm … Seine Hand in Farbpigmente zu tauchen und … ähm … einen Abdruck auf einer Leinwand zu hinterlassen, ist nicht das selbe, wie … ähm … Handabdrücke Handabdruck … [Sperren: tausend] Jahre alte … Handabdrücke zu sehen … äh … an … an … an Felsen!
  • [Pause.]
  • Ich [Sperren: durfte] also in diesem … äh … Verlauf der Zeit erfahren, dass das, was ich suche, nicht … ähm … [Sperren: bewusst] passieren kann. Und ich denke, dass das auch der Hintergrund ist, warum so eine Frage … [Sperren: Warum?] … ähm … mich extrem … annervt!
  • Unglaublich annervt!
  • Inzwischen.
  • Weil [Sperren: das] ist dieses mit dem [Sperren: Warum]. Das ist der fatale Fehler, den ich … äh … gemacht habe. Und den ich bestimmt immer noch mache. Ähm … Und den Menschen … ähm … allgemein machen werden.
  • Ähm … Anstatt einfach … ähm … etwas … ähm … zu akzeptieren!
  • Hinzunehmen!
  • Etwas … Und damit etwas zu schaffen, etwas zu machen, etwas zu modellieren, … äh … [Sperren: ohne] … ähm … es gleich wieder zu hinterfragen.
  • Oder bereits davor eine Art Konzept gemacht zu haben.
  • [Pause.]
  • Ich denke, dass Arbeiten erst dann, … ähm … für mich zumindestens …, etwas gewinnen. Und zwar … blödes Wort schon wieder, was ich schon einmal …
  • [Sperren: Authentizität].
  • [Pause.]
  • Also etwas, wo … wo man … wo ich spüre: [Sperren: Das] ist … Das [Sperren: kommt] wirklich aus jemandem heraus.
  • Und ist nicht bloß, … äh … weil ein Gedanke dahinter … äh … steht … Weil ein Text dazu steht … ähm … Kommt es. Sondern es [Sperren: kommt] aus dem [Sperren: Bild] heraus.
  • Und das suche ich.
  • [Pause.]
  • Ich habe mir auf drei Gebieten … ähm … von anderen, von Kindern, von psychisch Kranken, … äh … von den Höhlenmenschen, … äh … vieles angeguckt.
  • Und merke, mich … mich drängt es in … in so eine Richtung.
  • Nur ich kann es halt natürlich nicht … ähm … äh … bewusst steuern.
  • Habe ich mitbekommen.
  • Ich muss es auf mich zukommen lassen.
  • Aber zukommen lassen heißt eben, dass ich auf jeden Fall mit einer Frage aufhören tue.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Warum].
  • [Aufnahme Ende.]
(folgende Notizen von gestern) Modell 30 : 1 7 cm = 210 cm 3,33 % von Originalgröße Umrechnung 180 dpi auf 300 dpi 180 = 100 %, 1 = 0,56 %, 300 = 166 % 1. Setzung
Werkstatt Plastisches Gestalten weitergearbeitet
Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Weißt du, was ich glaube? Wonach es aussieht?
  • [Zieht Rotze hoch.] Na da sind aber Arbeiten drinne, die ich gemacht habe.
  • Ja. Das mag ja sein.
  • Gute Arbeiten!
  • Aber hier … Sechsundsiebzig mal fünfzig.
  • Das … Das ist ein Doppelporträt.
  • Weißt du, was ich glaube?
  • Von mir.
  • [Pause.]
  • Erst der Erfolg Erfolg . Dann … Dann … Von wegen … äh … ähm … Ich [Sperren: hasse] euch dafür, dass ihr …
  • Aber die Geraden …
  • … mir hier jetzt Erfolg zuschreibt.
  • [Laut:] Das hab' ich nicht gesagt!
  • Und … Pass auf … Pass auf …
  • Ich bestrafe euch!
  • Ich [Sperren: bestrafe] euch.
  • [Sperren: Nein!]
  • Ich bestrafe euch mit Verhüllung verhüllt .
  • [Sperren: Nein!] Das stimmt nicht!
  • Und weißt du? Wenn du jetzt die selbe Größe verhüllt hättest … Und zwar die Beingröße. Fünfzig mal einhundert. Dann hätte es … Wäre es vielleicht ehrlicher gewesen. [Sperren: Aber] … Du spielst mit uns. Und dann kommt auf einmal … Dreißig mal dreißig, verhüllt. [Sperren: Weil] … Weil du [Sperren: drohst] nur mit der Verhüllung. Und was kommt danach? Die [Sperren: vier] Meter! Ja? Das war sozusagen nur die … das … das … der … Zwischenschritt. Zwischen achtzig Zentimeter und vier Meter. Ja? Und … äh … Du … Du [Sperren: drohst] uns einfach nur mit der Verhüllung. Und deswegen …
  • Die wird wiederkommen! Ich bin mir ganz ganz sicher.
  • Und deswegen ist das einfach nicht ernst zu nehmen. Diese Verhüllung.
  • [Sperren: Oh] … Aber [Sperren: sowas] von ist die ernst zu nehmen.
  • Ja.
  • [Sperren: Meine] Vorstellung, als ich das gemacht habe, die war: Bis zum Lebensende ich werde das machen.
  • Ich weiß. Du hattest mir das auch mal erzählt und wolltest …
  • Und bei den Geradenbildern auch! Und bei den Kinderzeichnungen Kinderzeichnung auch! Das sind immer … Während ich es mache …
  • Okay. Gehen wir zum nächsten über! Oder hast du noch eine Frage dazu?
  • [Lacht.] Nein, du kannst zum nächsten …
  • [Pause.]
  • Kinderzeichnungen
  • Das sind die Kinder… kindlichen Zeichnungen. Die ich halt in den letzten Monaten gemacht habe. Du musst jetzt nicht alle durchgehen. Einfach … Das reicht ja. Da war ich bei Oma essen. Ähm … Da waren Fliegen. Da war ein Baum, den ich geschnitten habe.
  • Pass auf. Ähm.
  • Und … Aber … Warte mal … Aber … Nur damit du das … Das musst du jetzt immer im Zusammenhang mit den Geradenbildern, mit dem Erfolg, mit den verhüllten Arbeiten … Das komplett zurücknehmen … Und den Kinderzeichnungen, wo ich wieder versuche von vorne … naiv … anzufangen …
  • Ja. Ja.
  • Das ist so geil! Warte! Diese [Sperren: Abfolge]! Diese … Dieses … Aaah! Das gefällt mir! Tut mir leid! [Lacht.] Okay. Erzähle. Du machst das Interview.
  • Was möchtest du denn wissen?
  • Was ist dein Eindruck davon. Oder was … Was ist … äh … Was siehst du da. Ist das schon für dich Kunst? Oder ist das bloß Ge… Gekrakel. Ist das … Ist das kindisch? Ist das … Ist das ernst zu nehmen?
  • [Pause.]
  • Ähm.
  • Ist das … Ist das bescheuert? Ist das … Ist das total klar, dass das kommen musste? Ähm … äh … Erkennst du den Weg?
  • Ähm.
  • [Pause.]
  • Wenn es ausgestellt werden würde, dann würde ich ja nur diese Kinderzeichnungen sehen. Und nicht diese Entwicklung. Dort.
  • Ja.
  • Es … äh … Weil selten wird ein Ge… Gesamtwerk gezeigt. Das macht man eher posthum.
  • Ja.
  • Aber zu Lebzeiten ist das ja eher ungewöhnlich.
  • Dann müsste man auch noch Text dazu schreiben.
  • Äh.
  • Was das mit dem zu tun hat. Das sieht man ja normalerweise nicht.
  • Ähm. Wenn du …
  • Das erkennst du jetzt, weil ich es dir sage.
  • Kinderzeichnung = Kunst?
  • Wenn du jetzt jemand Fremden fragen würdest: Ist das Kunst. Würde ich halt immer sagen: Ja mensch, … Kinderzeichnung, … äh … Naivität, … ähm … Einfachheit … äh … äh …
  • Ja! Wieder zurück zum Leben! So und … Nicht so auftrumpfen hier.
  • Einfachheit, Unbekümmertheit, Leben
  • All die Stichworte würden einem einfallen. Und vor allen Dingen … äh … würden viele auch, vielleicht auch ich, denken: Äh … Nee. Ich nicht. Und das will ich auch begründen. Würden denken: Kann ich auch! Kann meine dreijährige Tochter sogar besser. Ja? Äh … Aber … äh … Eben genau diese Einfachheit, diese Unbekümmertheit, dieses … diese abstrakten Dinge im Leben. Die Kompliziertheit des Lebens können nur Kinder so vereinfacht darstellen. Und ich merke es an der Rechtswissenschaft. Das ist oft schwierig, diese komplexen großen Zusammenhänge … äh … mit kleinen Worten … äh … äh … einfach darzustellen. Deswegen haben wir auch populistische Menschen. Wie sie jetzt gerade in den USA …
  • Mhm.
  • Oder auch in Italien und so … Gerade … Oder auch in Frankreich … an die Macht kommen. Äh … Haben es momentan so einfach. Weil Menschen sich überfordert fühlen. Von …
  • Mhm.
  • … von der Schnelligkeit des Lebens. Und … Durch das … Durch die Medien … Durch das Internet wird das alles komplizierter. Ähm … Und … ähm … Ich bin kein … kein Zeichner. Ich kann weder gut zeichnen. Noch schlecht zeichnen.
  • Ich kann auch nicht gut zeichnen. [Lacht.]
  • Deshalb habe ich das …
  • Ich kann [Sperren: gar nicht] zeichnen. So. Und … ähm … Ich beneide jeden … äh … Ja. Ich hatte das mal gemacht … ähm … Mit … Mit dem vier … Mit meinem vierjährigen Neffen. Ähm … Tiere zeichnen. Ja? Und … äh … Die … Die …
  • Psychologie … Ja.
  • … gehen so unbefangen ran. Die können besser … Er kann besser ein Ti… einen Esel zeichnen. Oder ein Huhn. Als ich! Weil ich viel zu kompliziert … Eine Kuh. Ja? Weil ich viel zu kompliziert denke. Und anderen Menschen geht das genauso.
  • Mhm.
  • Da … Da kommt dieser Perfektionismus durch. Ähm … Und wenn man sagt: Zeichne doch mal bitte kindisch. Wirklich kindisch. Und nimm auch Farben die Kinder verwenden.
  • Mhm.
  • Ja? Äh …
  • Und das Blattformat. Und so weiter.
  • Genau. Dann sieht es unecht aus. Weil ich komme nicht mehr in diese Schiene rein.
  • Das …
  • Und deswegen finde ich halt … Ist das auch eine Art von Kunst … ähm … Zum einen. Äh … Sieht man es ja auch bei Kinderbuchautoren. Eben genau so zu zeichnen, wie es Kinder auch …
  • Das ist …
  • … verstehen können.
  • … schwer.
  • Und es ist schwer.
  • Also am Anfang ist es sehr sehr schwer. Wieder Sachen loszulassen.
  • Ja.
  • Ich habe sogar ein Video von mir, … äh … was ich aufgenommen habe. Wo ich gezeichnet habe. Und … äh … Wo ich halt aufnehme, … äh …
  • Ja.
  • … wie ich kindisch tue. So: [Mit hoher Stimme:] [Sperren: Naaa] … Dann mache ich [Sperren: Diiies]. Und so … Weißt du?
  • Ja.
  • Damit ich da wieder reinkomme.
  • Und weißt du? Mich würde … Mich würden diese Zeichnungen, die ich hier sehe, würden mich extrem beeindrucken, wenn ich in eine Ausstellung gehe …
  • [Sperren: Riesengroß] sehe!
  • Nein nein!
  • Ach so.
  • Nein nein. Und ich weiß … Nein. Gar nicht. Gar nicht mal.
  • [Lacht.] In meiner Vorstellung war die ganz groß.
  • Im hohen Alter wieder kindlich Zeichnen
  • Und ich weiß, der Künstler ist sechzig siebzig Jahre alt.
  • [Sperren: Ach! Oh!] Ich will siebzig Jahre alt werden und [Sperren: dann] die kindlichen Zeichnungen … [Sperren: Danke!]
  • Und dann …
  • [Lacht.]
  • Und dann …
  • Das ist eine Geschäftsidee!
  • Dann wäre ich wirklich beeindruckt.
  • [Sperren: Oh geil!]
  • Hier hat jemand, der … der gelebt hat …
  • [Sperren: Ja!]
  • Der sich entwickelt hat … Der sich …
  • Wieder zum Ursprung Ursprung zurück.
  • Der … Der auch so beeinflusst worden ist. Im Leben. Ja?
  • Ja.
  • Unsere Handschrift verändert sich zum Beispiel im Laufe …
  • Ja.
  • … des Lebens. Ja?
  • Ähm.
  • Oder wieder zur Einfachheit.
  • Zum Beispiel … Weil ja heute viele mit dem Computer schreiben, haben … können sie gar nicht mehr schreiben.
  • Ja. Ich kann nicht mehr richtig schreiben.
  • Ja. Und man hat auch keine gute Schrift mehr … Und sowas. Ähm … äh … Umso mehr würde es mich beeindrucken, wenn ich weiß, dass der Künstler eben alt ist. Ne?
  • Ich werde glaube ich gar nicht so alt.
  • Dieses Alter erreicht hat.
  • Ich werde … Mit achtzig … Ich [Sperren: verspreche] es dir … Ich werde mit achtzig noch … äh … noch einmal anfangen zumindestens ein paar kindliche Zeichnungen zu machen.
  • [Pause.]
  • Also diese Vorstellung … Weißt du? Als ganz alter Mann … Kurz vorm Sterbebrett wieder so kindlich zu zeichnen … Das kann zwar eine Angst ausdrücken. Jetzt. Aber es kann auch einfach wieder zurückgehen. So.
  • Mhm.
  • Und gleichzeitig wirst du ja Motive haben, als … als alter Mann, die ein Kind nicht hat. Ne? Du erlebst Sachen, die du dann festhältst. Oder so. Das machen ja Kinder auch nun einmal. Ihre Eindrücke und so. Du wirst sie [Sperren: anders] festhalten. Aber eben in einem sehr einfachen Stil.
  • Ja.
  • [Pause.]
  • [Schauen sich ein weiteres Geradenbild Geradenbild an.]
  • Und die ist halt bis zur Decke. Deshalb gucke ich da auch so runter. Ein bisschen.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • zerstückelte Collagen = Zweifel Zweifel
  • Das sind Collagen, die ich gemacht habe. Die haben alle … Weißt du … Auch diese … diese Collage Collage mit den Zerstückelungen. Das ist immer so dieses Zweifeln … so an … äh … äh … an dem Konzept Künstler. Weißt du … Was … Was bin ich da eigentlich jetzt. Und sich halt immer wieder so … äh … zu verformen halt.
  • Ja.
  • Hast du bei deinem HGB-Rundgang auch … äh … äh … ähm … ähm … Dinge anderer Studenten fotografiert? Das ich mir das mal angucken kann, was andere machen?
  • Zweitausendvierzehn gab's halt ein HGB-Rundgang, da habe ich ein paar … Ja. Gehe mal auf "HGB-Rundgang".
  • Hier oben. Ja. Weil mich würde mal interessieren, was andere machen.
  • Klassenausstellung Rundgang mit Geradenporträt
  • Ach so. Da gibt es ja die Klassenwebsite. Die könnte ich dir mal zeigen.
  • Mhm.
  • [Tippgeräusche.]
  • Kannst du mal hochgehen? Die Auss… Nee nee … Da! Das.
  • [Pause.]
  • Ja.
  • [Pause.]
  • Und dann mal auf Ausstellungen.
  • [Pause.]
  • So und das war zum Beispiel die, wo das Geradenbild war. Über dem Waschbecken. So. Das sind die Arbeiten von den anderen. Da kannst du auch noch weiter gehen. Nächstes Bild. Und so.
  • [Pause.]
  • Da hängt meine! Über dem Waschbecken!
  • [Pause.]
  • Schmach von Leipzig
  • Das war die [Sperren: Schmach!] [Lacht.]
  • Was ist das hier hinten?
  • Das ist eine große Arbeit … [Lacht.]
  • Gefällt mir!
  • Äh … Der Typ gefällt mir! [Sperren: Äh!] Das wieder streichen aus dem Ding [Fußnote: Aufnahmegerät] hier!
  • Beides! Wahrscheinlich. [Lacht.]
  • [Ganz leise:] Wir waren im selben Bett in Venedig.
  • Aha.
  • Das war der.
  • Das ist … Was … Was verwendet er dafür für eine Technik?
  • Das ist einer … Der würde dir gefallen. Weil der sucht nämlich auch nach neuen Formen. Glaube ich. Irgendwie. Und das hat das mit einem Feuerlöscher Feuerlöscher rangespritzt. Und so.
  • Hat der auch einen Namen? Wie heißt der?
  • Nee. Das sage ich nicht.
  • Na sonst könnte ich mir den Namen googeln und …
  • Nein!
  • Vielleicht.
  • Nein!
  • Sogar schon Stücke von ihm sehen!
  • Nein! Du sollst von [Sperren: mir] kaufen. Nicht von ihm. [Lacht.]
  • [Lacht.]
  • Nein, aber …
  • Gefällt mir.
  • Äh … Wir hatten … Warte mal! Wir hatten … ähm … äh … Ich habe da manchmal so Zitate hin … hingehangen. Von irgendwelchen Künstlern. Oder aus Büchern, wo es … wo es dann hieß, von vor hundert Jahren, … äh …
  • Ja.
  • Äh. Ich … Ich möchte von meinen Artgenossen abgelehnt werden. Und so weiter und so fort. Und wir hatten da ganz ganz kurz Kontakt so darüber, dass er auch irgendwie so auf der Suche nach …
  • Durfte er sich aussuchen, wo … wo … wo er ausstellt?
  • Das war ein ganz großes Konfliktding. Bei mir. Denn die großen Arbeiten … die brauchen den Platz. Und die werden dann natürlich … ähm … zuerst aufgehangen.
  • Ja.
  • An der Stelle, wo sie gut aussehen.
  • Ja. Ich weiß.
  • Und da … [Sperren: Meins] war so klein, dass es mit anderen kleinen erst in der russischen Hängung sein …
  • Ja.
  • … sein … äh … sein sollte. Und deshalb habe ich es ja auch rausgenommen, während die ganze Klasse drinne war. Und dann gab's eine große Auseinandersetzung.
  • Ja.
  • Dann wurde es halt über das Waschbecken gehangen.
  • Das ist … Das ist übrigens … äh … äh … [Sperren: genial], dass er das so gewählt hat. Weil alle anderen Arbeiten sind mehr oder weniger schwarz weiß. Ja?
  • Ja. Ach ja. Das ist auch noch seine. [Fußnote: Styropor-Skulptur.]
  • Okay. Das nehme ich mal weg. So. Auf jeden Fall … Dieser Raum weiß. Schwarze Jalousien. Nur dieses Holz und so. Da fällt das natürlich auf. Wenn man sich vorgestellt hätte, hier hängt noch ein farbiges und hier …
  • Nee. Das … Das gänge gar nicht. Nee nee.
  • Und auch die Höhe. Finde ich, ist …
  • Ja.
  • … spannend. Weil … äh … Normalerweise … würde ich erwarten, dass solche großen Bilder auch höher gehängt werden.
  • Wirklich?
  • Äh … Ja.
  • Ich dachte die werden noch tiefer gehangen.
  • Äh … Also hier ist das halt das Clevere … Also noch tiefer ist schwierig. Weil … Weil dann können welche mit den Füßen dagegen stoßen.
  • Okay.
  • Und die große Kunst würde beschädigt werden. Äh … Also auch Gerhard Richter Gerhard Richter hängt höher als das hier. Äh … Und … äh … ähm …
  • Unser Gerdi.
  • Ähm … Der Vorteil ist natürlich, weil er das so flach gehängt hat, … äh … steht man direkt mittig.
  • Ja.
  • Vom Blick her.
  • Das stimmt.
  • Und dadurch wirkt es größer.
  • Größer. Ja.
  • Und deswegen ist das clever. Wie er es aufgehängt … Hätte er es auf sechzig oder auf einen Meter hoch gehängt, …
  • Ja.
  • … hätte es eine andere Wirkung gehabt. Und es hätte kleiner gewirkt.
  • Das wirkt richtig klein, wenn du davor stehst. [Fußnote: Das Geradenbild über dem Waschbecken.]
  • Richtig. Weil es ist zu hoch gehängt.
  • Ja aber es ging nichts mehr anderes.
  • Ja.
  • Und … Und das war das Einzige, was noch der …
  • Und das ist eben clever gemacht. Von ihm. Also er scheint vieles richtig zu machen.
  • [Sperren: Das] war übrigens mein … äh … meine Kritik an … an dem ganzen Ding. Oder … Oder … Oder danach wusste ich: Beim nächsten HGB-Rundgang musst du was richtig Großes machen. Weil, wenn es groß ist …
  • Ja.
  • … dann muss es irgendwo aufgehangen werden, wo … wo es zentral ist. Alles andere sortiert sich dann danach.
  • [Pause.]
  • Die hat zum Beispiel eine extra Position da bekommen. [Sperren: Da] hätte mein Bild hängen sollen. Aber das passt dann nicht mit dem schwarzweißen … äh … Glocken da oben.
  • Ja. Das war Moritz. Ne?
  • Nein. Das hier.
  • Ach so.
  • Du musst hier nicht rumraten! [Lacht.]
  • Nee. Ich dachte so … Ich frage einfach mal. [Lacht.]
  • Ja.
  • [Pause.]
  • Und das ist hier Johannes? Oder was?
  • Mensch, frag mich doch jetzt hier keine Namen ab! [Lacht.]
  • [Lacht.]
  • Die hängen da alle in der russischen Hängung. Rechts.
  • Ja. Okay.
  • Nee. Das heißt nicht russische Hängung. Sondern Petersburger Hängung Petersburger Hängung .
  • Mhm.
  • Mehr Bilder gibt's da nicht.
  • Wer war denn das jetzt hier? Der das gemacht hat?
  • Na …
  • Mehr Bilder gibt's nicht? Also …
  • Nee, anscheinend … Ich habe aber auf meiner Seite noch zwei drei Bilder …
  • [Pause.]
  • [Tippgeräusche.]
  • Hier … Die letzten Einträge sind ja von Zweitausendsiebzehn. Wo ich mir schon einmal Gedanken mache, was ich ausstellen will. [Leiser:] So kindliche Zeichnungen.
  • [Tippgeräusche.]
  • Da ist vielleicht noch ein Bild.
  • [Tippgeräusche.]
  • Das bin ich. Das ist Simon.
  • Und Simon hat das hier gemacht?
  • Nein!
  • Ach so. Warte mal. Das hier vorne. Das sieht interessant aus.
  • Die hat auch dann … ähm … den Sächsischen Preis bekommen. Oder so. Was du vorhin gesagt hattest.
  • Ja.
  • Dass halt jedes Bundesland oder so halt solche Preise vergeben muss. Soundsoviel Geld für Kunst zur Verfügung hat.
  • Ja.
  • Ausgeben muss.
  • Und … Was ist sein Werk?
  • Von ihm?
  • Mhm. Für das er den Preis bekommen hat?
  • Nee. Nicht er. Das war eine sie.
  • Ach so. Ist das eine Art Rosttechnik, die er dahinten verwendet hat?
  • Eine was für eine Technik?
  • Rost.
  • Was ist das.
  • Man kann … äh … Farben … äh …
  • Nee. Der hat das mit Feuerlöscher …
  • … mit … mit …
  • … gemacht.
  • … speziellen Chemikalien …
  • Okay.
  • … äh … rosten lassen.
  • Okay.
  • Und dann sieht das aus wie Rost.
  • Okay. Nein. Der hat das … Feuerlöscher.
  • Und eine total geniale Sache. Die ich mal … die du mal ausprobieren musst. Ähm … Zum Beispiel … Das hier zum Beispiel. Wäre viel cleverer gewesen, wenn er statt Gold …
  • Ach du meinst hier vorne.
  • Ähm.
  • Das war eine sie!
  • Ja. Auch … Nein nein. Ich meinte …
  • Ach so.
  • … schon diese … Rosttechnik. Ist speziell für Leinwände. Wo man … äh … die Farbe aufträgt, dann … ähm … irgendwelche Chemikalien und dann … ähm … chemische Prozesse entstehen.
  • Ja.
  • Und dann sieht das aus wie Rost.
  • Ja.
  • Äh … Und … Und ich hätte zum Beispiel … So einen, so was menschliches, sowas weiches, hätte ich metallisch dargestellt. Das ist ja hier dem Gold so …
  • Ja.
  • … nachempfunden. Allerdings … Gold ist zu billig, in dem Moment Moment . Ähm … Sondern …
  • Du. Die Arbeit hat mich gar nicht so interessiert.
  • Ich hätte … Ich hätte das ganze rostfarben gemacht. Ja?
  • Ja.
  • Weil es dann … ähm … Weil dieses metallische …
  • [Pause.]
  • Nee aber … Hast du noch eine?
  • Nee. Ich glaube, das war's. Was ich da drauf habe.
  • Okay. Okay okay okay.
  • Das hier war aus einer Zeitung.
  • Ja.
  • Ich war in der Zeitung!
  • Zug fährt bald nach Leipzig ab
  • Okay. Neunzehn Uhr siebzehn. Wir müssen neunzehn Uhr fünfzig los …
  • Boah. Krass. Ne?
  • Das heißt, in dreißig Miiinuten.
  • Gibt's denn noch ein Schlusswort hier eigentlich? Ich frage das jetzt …
  • Ich weiß ja nicht, was … was du noch wissen möchtest.
  • Na … Ich weiß jetzt, was du … ähm …
  • Was du … Darf ich mal eben auf deinen Notizzettel …
  • Ich muss auch noch einmal gucken.
  • Was so alles …
  • [Pause.]
  • Ähm.
  • [Blätterrascheln.]
  • Es geht nicht darum, was der Interviewpartner denkt!
  • [Lacht.] Es geht nicht darum, was der Interviewpartner denkt. Das bist [Sperren: du], oder?
  • [Lacht.]
  • [Lacht mit.]
  • [Lacht lauter.] Jetzt weißt du meine eigentliche … [Lacht.] Ich wollte meine eigene Stimme hören. [Lacht.]
  • [Blätterrascheln.]
  • Kann ich das dann hier jetzt beenden?
  • Äh … Ich weiß ja nicht, ob du noch eine Frage hast.
  • Ach so. Na … Na weil … Wie kann man … Willst du … Nee. Keine Zusammenfassung. Wir haben das jetzt ja. Du musst das jetzt nicht mehr sagen.
  • Die Schwierigkeit wird sein, aus den vielen Dingen …
  • [Lacht.]
  • … etwas zu machen!
  • Ich bin jetzt Wochen beschäftigt damit.
  • Das ist es.
  • Na ich werde jetzt erst einmal ab … Na wie heißt das … Das hier abschreiben. Oder wie heißt das?
  • Mhm. Das sind dann hier … Ja weiß ich nicht. Dreihundert Seiten …
  • [Sperren: Dreihundert?]
  • Das kannst du nicht …
  • Aber Interviews machen doch ständig die Leute. Du.
  • Aber das … Überlege mal. Wir haben jetzt hier vier Stunden gesessen. Und … äh …
  • Mit Kanzlern würde doch auch vier Stunden geredet werden.
  • Über … Ja. Aber das … Also das alles abzutippen … Ist zu viel. Das …
  • Aha.
  • Das kannst du voll …
  • Aha.
  • … vergessen.
  • Ich mache kein Diplom.
  • Ja. [Atmet tief ein.] Jaaa. Ich glaube … Ich glaube schon, … Gibt's hier auch eine Seite zwei? Wenn es eine Seite eins gibt? [Blättert.] Ähm …
  • Hier oben.
  • Ja. Ich glaube … Also alles das, was du aufgeschrieben hast … darüber haben wir auch gesprochen.
  • Ja. Denke ich auch.
  • Und zwar nicht in dieser Reihenfolge …
  • Nee. Aber das waren ja … Ich wusste halt so …
  • Aber …
  • … was so …
  • … das haben wir gemacht.
  • [Pause.]
  • Ist es okay, wenn ich … wenn ich diese mp3-Datei da auf meine Seite tue? Und ich würde deinen Namen aber noch vorher … äh … rausschneiden? Wo der auftaucht?
  • [Pause.]
  • Wenn du jetzt nicht genannt werden willst.
  • [Pause.]
  • Ich nenne dich Alexander. In der Diplomarbeit.
  • [Lacht.] Ja. Äh …
  • Das geht doch, oder?
  • Kannst du …
  • Alexander ist jetzt nicht … äh …
  • Ja. Kannst du … Kannst du machen. Ja.
  • Und die mp3-Da… Also da habe ich dich zweimal Alexander [Fußnote: Nachname aus Transkription entfernt] genannt. Jetzt dreimal!
  • [Lacht.]
  • [Lacht.] Das ich das halt einfach raus … also einfach rausschneide. Oder so. Ich weiß nicht?
  • Äh … Ja. Das solltest du schon.
  • Ich würde halt …
  • Das solltest du schon.
  • Okay.
  • Weil … Weil wir ja teilweise …
  • Genau.
  • … über private Dinge …
  • Genau. Genau.
  • … gesprochen haben. Und deswegen sollte es schon so sein.
  • Nur … Alexander … oder ein Synonym? Oder … Ist mir egal!
  • Alexander.
  • Da müsste ich jetzt aber immer deine …
  • Alexander ist okay.
  • Okay.
  • Mhm.
  • Ich meine … Dich kennst jetzt da niemand. Und so. Das ist …
  • Mhm.
  • Ich will es jetzt nicht auf meine Seite stellen, damit das andere unbedingt anhören. Sondern das ist halt … Weißt du? Dieser ganze Prozess, den siehst du da ja jetzt. Wie das da hin gekommen ist. So mit der Herme Herme und so. Das gehört einfach irgendwie mit dazu.
  • [Pause.]
  • Der eine, der das nicht wollte, mit dem hatte ich halt eine kurze Auseinandersetzung. Seine … Seine Notizen sind jetzt verhüllt. Auf der Seite. Die sind geschwärzt.
  • Ach so. Du hast schon einmal so ein Interview gefügt, oder was.
  • Nee … ähm … Einer hat mir seine Meinung gesagt. Und der fand das dann halt nicht gut, dass ich die … ähm … da raufgetan habe.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Warte mal ganz kurz.
  • [Pause.]
  • [Tippgeräusche]
  • Was war da oben, wo Alexander stand?
  • Na Alexander besuchen. Heute. In Potsdam.
  • Ach so.
  • Das ist … äh … eine Notiz, … ähm … wo sich zwei Mitarbeiter … ähm … unterhalten.
  • Ach das. Ja. Darüber … Das hattest du schon gesagt.
  • Und das ist die … äh … diese Notiz von dem Typen.
  • Mhm.
  • Der nicht …
  • Mhm.
  • … erscheinen will. Was ich nicht verstehe. Weil er bloß … ähm … mit Sebastian da markiert ist. Und nicht mit seinem vollen Namen. Und so. Aber okay.
  • Okay. Dann können wir das Interview beenden!
  • Okay.
  • [Klickgeräusche.]
  • Um neunzehn Uhr einundzwanzig.
  • [Aufnahme Ende.]
Geradenbild Geradenbild (mit Notizen von Freitag) Blumen gekauft Versuche in Geraden umzuwandeln zwischendurch händisch versucht da oft Wert 0 und 255 nicht erreicht Graustufenbereich mit map begrenzt Winkel in x-Richtung durch map jeweils etwas erhöht Kontrast (Länge und Anzahl) erhöht einfache Konstruktion, einige Geraden stark verlängert längere Geraden zufällig Vorlage letzter Stand Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Ja.
  • Das sind ja auch Dornen. Das passt total.
  • Genau. Aber irgendwie ist das auch mit den Nägeln. Dann vielleicht auch die Füße.
  • Und die Muskel … äh … Muskelstränge dort.
  • Dieses Schlacksige.
  • Genau.
  • Genau. Dieses Gezerrte.
  • Ja.
  • Dieses … äh … Und dadurch, dass es hier abgeschnitten ist … Es sieht auch so ein bisschen … Es sieht gar nicht wie liegend aus. Es sieht wie hängend aus.
  • Es sollte ja hängend sein.
  • Ja. Und … äh … ähm … Ich denke ja, dass … äh … dass das hier, wenn du jetzt zu mir kommst …
  • Ich hab' mir das vorgestellt in der Kirche. Kirchentag oder so.
  • Nische Geradenbilder
  • Dafür gibt's eine Nische. Damit kann man Geschäft Kunstmarkt machen. Plus: Du [Sperren: kannst] das. Das ist … Da steckt auch mehr drinne. Und deswegen Erfolg Erfolg . Und deswegen …
  • [Sperren: Liebster Alexander.]
  • [Lacht.]
  • Du … Das ist super. Du zeigst mir gerade dieses zweite Bild hier. Was du gemacht hast. Geschäft … Dann diese Kunst oder Muse Muse . Und so weiter. Ist das nicht perfekt? Das ich dieses Bild gemacht habe …
  • Umgekehrt.
  • … nach … Umgekehrt. Ich hatte zuerst …
  • Zuuufall.
  • Ich wollte … Ich hatte …
  • Zuuufall.
  • Ich hatte den Drang es zu machen. Ohne mir auch bloß einen Gedanken über Geschäft, über …
  • Zuuufall.
  • [Sperren: Nein]. Warte doch mal! Und ist das nicht wunderschön, wenn man etwas schafft und danach mitbekommt: Ach, das kann ich jetzt ja auch noch verkaufen. Weil es anderen auch … Das ist … Dis … Dis … Dis wollte ich! Und … Und … Und …
  • Mhm.
  • Daran siehst du … Du siehst im [Sperren: Nachhinein] etwas, was man kaufen kann. Aber du kannst dir sicher sein, ich hatte mir im vorhinein keine Gedanken darum gemacht. Deshalb ist es für mich … äh … äh … Kann … Ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Kunst ist, für mich … also gute Kunst … höher, als wenn ich anders herum rangegangen wäre. Da wäre vielleicht …
  • Ja.
  • … was langweiliges herausgekommen.
  • Ja.
  • Wo ich mir vorher gesagt habe: Menschen würden das kaufen. Aus dem und dem Grund. Weil ich einen Markencheck gemacht habe. Oder so.
  • Ja.
  • Aber das konnte nur rauskommen, weil ich mir eben [Sperren: keine] Gedanken über die Menschen gemacht habe.
  • Ja. Ja. Und ich würde das Bild auch gar nicht Beine nennen. Weil …
  • Nee. Das …
  • Weil … äh …
  • Das war jetzt halt … hab' ich das Beine genannt?
  • Beine. Und … äh … Tinte auf Papier. Okay.
  • Ach so.
  • Aber Beine. Dreißig.
  • Nee. Nee nee nee. Das war nicht der Titel.
  • Stell dir vor, der Titel wäre wirklich …
  • Ohne Titel. [Grinst.]
  • Der Titel wäre …
  • O Punkt T Punkt.
  • … wirklich … äh … "Gekreuzigt".
  • Nee, das muss noch nicht einmal sein. Man sieht's. Es muss nicht Jesus Jesus sein. Es muss nicht gekreuzigt sein. Weißt du? Das sind Sachen, die man sieht. Das musst du im Titel nicht noch einmal erklären.
  • Aber … Gekreuzigt wäre noch krasser.
  • Gekreuzigt?
  • [Leise:] Ja.
  • Gekreuzt. Nee.
  • Nein. Gekreuzigt. Damit man auf Jesus kommt.
  • Aber du … Du kommst automatisch auf Jesus. Du siehst ihn da.
  • Du ja anscheinend nicht.
  • [Sperren: Doch]! Ich hab' ihn doch gesehen! Aber ich brauche den Titel nicht dazu.
  • Wo hast du ihn gesehen.
  • Na in der Arbeit! Hallo? Deshalb hab' ich's doch gemacht! Ich setze mich mit Jesus gleich.
  • Dann … Wirklich?
  • Das ist zu Ostern entstanden. Da habe ich Musik gehört. Da habe ich … äh … äh … Da habe ich glaube ich ein Bild von ihm gesehen. Da war ich so fasziniert von …
  • [Sperren: Achso]. Ich dachte, du warst gerade überrascht, dass meine Asso…
  • [Sperren: Nein!]
  • …ziation gewesen ist …
  • Nein! Und ich war so … Ich … Ich … Warte mal … Ich hab' … Ich … Ich hab' so eine Statue von Jesus gesehen.
  • Ja.
  • Und der gekreuzigt war. Und ich fand das so … Dieses … Dieses Leidende … Dieses Aufopfernde … Und worauf dieses ganze Christentum Gott irgendwie fußt … Dass eine Person dieses Leid … Dieses … Diese Qual von allen übernommen hat. Sich dafür geopfert hat. Und ich hab' … ich hab' mich da [Sperren: so] drinne wiedergesehen! Irgendwie. Egal ob du das jetzt glaubst oder nicht. Und wollte das unbedingt umsetzen.
  • Das mit den Füßen war also Absicht, ja?
  • Und das war zu Ostern. Natürlich war das Absicht. Ich … Ich meine … Ich … äh … Ich musste mich sogar im Liegen fotografieren und musste dann die Füße dann halt noch einmal … äh … äh … äh … übereinander tun, damit das genau so ausschaut. Ich habe mir Bilder angeschaut. Wie …
  • Aha.
  • Wie … äh … Wie das gekreuzigt überhaupt aussieht und so.
  • Dann … Respekt.
  • [Pause.]
  • Respekt.
  • Deshalb finde ich eben den Titel "Gekreuzigt" … Muss gar nicht sein. Man sieht's. Ich hab's gesehen. Du hast es ja auch gesehen. Sofort. Wenn man diesen Hintergrund hat.
  • Größe Geradenbild
  • Gut. Und das hätte ich gerne in groß. Fünfzig mal Einhundert ist mir zu klein.
  • [Nuschelt. Nicht verständlich, 3:16:30.]
  • Ich hätte das gerne … äh … Zwei Meter hätte ich es schon gerne.
  • Und schon sind wir aus dem ersten schönen Modell bei deinem zweiten.
  • Ja.
  • Wo jetzt die Geschäftsidee kommt und dann wird das Bild gemacht.
  • Ja.
  • Und schon ist [Sperren: Schluss].
  • Also wenn du mal einen … einen … jemanden suchst, der das erfolgreich vermarkten kann, dann … dann mach' es nicht selbst.
  • Nächstes Bild bitte!
  • Gut.
  • Genau.
  • Verhüllen als Reaktion auf Geschäftsgedanken
  • So. Das Verhüllen war die Reaktion darauf. Jetzt weißt du ja, warum ich es gemacht habe.
  • Ja. Weiß ich.
  • Weil genau solche Leute wie du plötzlich kamen und ich … ich mich da in eine Richtung gedrängelt habe. Und …
  • Ja.
  • … und [Sperren: nicht] wollte, dass ich jetzt nur noch etwas schaffe, …
  • Ja.
  • … weil es … ähm … weil es gekauft werden würde.
  • Ja.
  • Das war [Sperren: echt] mein Problem.
  • Ja.
  • Und das hing dann halt …
  • Du willst …
  • … in der HGB.
  • Du willst … Du hast ein Problem damit erfolgreich zu sein.
  • [Sperren: Ja]. Aber weil ich denke, dadurch zerstöre ich das, was ich als gute Kunst bezeichnen würde. In mir drinne.
  • Unbegründet.
  • Für mich ist es [Sperren: total] begründet. Weil ich …
  • Ja.
  • Geld verändert Kunstwerk
  • Weil ich … Weil ich … Weil ich … ähm … Gefühlt … Ich … ähm … Ich glaube, wenn es so weit kommt, sobald ich damit Geld verdiene, werde ich anders malen, anders zeichnen, als ich es aktuell tue. Und damit lasse ich mich sozusagen beeinflussen vom Geld. Und das möchte ich irgendwie einfach nicht.
  • Das … Also ich glaube, Gerhard Richter Gerhard Richter hat das auch gesehen, was du gerade beschrieben hast.
  • Das wollte ich vorhin schon fragen.
  • Diese Angst … äh …
  • Genau.
  • Ich …
  • Ich denke, das hat jeder, der Erfolg hat. Du.
  • Ich kann mich an ein Interview erinnern, was er aktuell macht.
  • Ja.
  • Und seine aktuelle Kunst hat [Sperren: gar nichts] mit … ähm … Öl zu tun. Hat [Sperren: nichts] mit Leinwänden zu tun. Hat nichts mit Malerei zu tun.
  • War das mit Glas? Den großen schwarzen Glasflächen?
  • Nee. Ja. Ja! Es hat mit Glas zu tun. Aber nicht schwarz.
  • Oder diese schrägen, die dann so …
  • Ja.
  • Okay.
  • Und es hat auch nichts mit Rakeltechnik zu tun.
  • Ja. Ich weiß.
  • Ich glaube … äh … Da sagt er auch, … äh … äh … dass er sich vielleicht verbrannt oder benutzt fühlt.
  • Und [Sperren: ich] fühle mich schon benutzt, [Sperren: bevor] ich überhaupt bekannt geworden bin! [Lacht.]
  • Aber … Aber … Was er macht … Er zieht sich nicht zurück. Und verhüllt verhüllt seine. Ja? Und tut jetzt so, als ob er etwas schafft, was andere nicht sehen dürfen. Sondern er wendet sich einfach einem anderen …
  • [Lacht weiter.]
  • … experimentellen Feld zu. Er sucht was Neues. Und [Sperren: da] …
  • [Lacht weiter.]
  • … hast du ein Problem. Gut, du machst gerade das mit dieser … mit dieser … äh … äh … mit dieser …
  • Kinderzeichnung Kinderzeichnung .
  • Nein nein.
  • [Lacht.] Das kommt als nächstes!
  • Du machst gerade das mit diesen Skulpturen.
  • Ja.
  • Aber ich weiß …
  • Mit der Herme Herme .
  • … nicht, ob du dazu gezwungen wurdest, oder ob das jetzt ein neues experimentelles Feld für dich ist.
  • Selbstverherrlichung und Zweifel Zweifel bei Herme
  • Die [Sperren: Herme] ist doch genau das, was du gerade sagst. Ich, der vier Meter hoch an … an … an der Decke ist. Diese Selbstverherrlichung und gleichzeitig dieser Zweifel.
  • Hast du dir das …
  • Man wurde hochgehoben von diesem Publikum.
  • Ja.
  • Und zweifelt daran! Will man das überhaupt? Und man guckt zweifelnd …
  • Hast du dir das neue Thema selbst gesucht? Oder …
  • Ja.
  • … musstest du es dir suchen.
  • Nein.
  • Weil es von dir verlangt wurde.
  • Nein. Das … Das … Das ist die [Sperren: ganze] Zeit mein Thema. Das Zweifeln. Was mache ich da. Und warum mache ich das. Und möchte ich das für das Publikum machen.
  • Okay.
  • Deshalb waren die Geradenbilder, wo ich von Anfang an erst einmal gehen wollte.
  • Ja.
  • Dann kamen die verhüllten Sachen, weil ich …
  • Ja.
  • Kinderzeichnungen
  • … ich Zweifel hatte, … äh … ähm … jetzt geht's nur noch ums Geld. Und dann kamen wir zu den Kinderzeichnungen. Wo ich wieder zum Ursprung Ursprung der Kreativität irgendwie zurück wollte.
  • Ja.
  • Wo ich mir sagte: Das kann's jetzt auch nicht gewesen sein.
  • Ja.
  • Mein Antrieb: Zweifel
  • Das ist [Sperren: alles] Zweifel. Als Überthema. Deshalb wollte ich eigentlich meine Diplomarbeit über Zweifel schreiben. Da gab's auch schon jemanden, der das gemacht hat. Aber ich denke aber … Weißt du? Deshalb … Deshalb frage ich [Sperren: euch] ja. Jetzt.
  • Weißt du …
  • Euch. Weil … Weil … Weil ich natürlich hoffe, durch eure Ansichten die ihr habt, … äh … dass es mir auch was Neues bringt. Weißt du? Wo ich einen Anschlusspunkt oder so finde.
  • Weißt du, wovor ich Angst habe?
  • [Lacht.] Dass ich keine Rente bekomme? Das kann sein.
  • Nein nein.
  • Solltest du aber.
  • Alexanders Angst
  • Ich hab' … Ich hab' in Teilen … Angst … vor … vor deiner Größe. Vor deiner Genialität Genie . Und … Ich will dich gar nicht loben!
  • [Lacht.] Tust du aber!
  • Ähm … Weil das, was du mir gerade zeigst und das, was du gerade beschrieben hast, das sieht wie eine Gesamtshow … wie ein Lebenswerk aus.
  • Das fiel mir auch auf.
  • Und das macht man erst in der Retroperspektive. Wo man im Nachhinein erkennt, dass … äh … Wie so ein roter Faden sich durchzieht.
  • Ja.
  • Bei Gerhard Richter zum Beispiel finde ich die … die Brüche zu stark. Weil er zu stark mit unterschiedlichen Materialien arbeitet. Und weil … äh … Auch bei Baselitz Georg Baselitz . Das sich das nicht wie so ein roter Faden durch durch durch die Kunst zieht.
  • Weil die vielleicht das Geschäft … ähm … doch mehr im Vordergrund haben. Bei mir ist es eben die persönliche Ebene, die nun einmal rein menschlich ist.
  • Du bist noch viel zu jung! Du bist zu jung für diese Retroperspektive. Weißt du? Äh … Du … Also … Es … Es … Es klingt ja fast schon so, als würde man posthum, wenn du mal nicht mehr da bist, … äh … nicht nur ein Werk …
  • Ja.
  • … zum Werk erklärt wird, sondern … das große Ganze!
  • Ja.
  • Gesamtwerk Fröhlich
  • Diese Gesamtshow. Das Gesamtwerk.
  • Na ich sehe eigentlich nur das Aktuelle als Werk.
  • Und davor habe ich gerade so ein bisschen Angst. Vielleicht auch unheimlichen Respekt. Und … ähm … Ich habe dich mal erlebt, wie du Orgel spielen kannst. Wie du Klavier spielen kannst. Und war davon …
  • Das macht auch Spaß.
  • … extrem begeistert.
  • Das macht Spaß!
  • So habe ich dich kennengelernt. Danach habe ich gesehen, wie … wie du programmierst. Dass du dir das selbst beigebracht hast. Da habe ich halt auch gemerkt, dass du … dass in dir unheimlich viel Potential steckt. Und wenn ich jetzt auch noch [Sperren: das] mir angucke … Das ist gar nicht so … Ich wäre so der Mensch … äh … Ein Projekt und dann das nächste. Und dann ist abgeschaltet. Und so.
  • Das ist diese Variante sag ich dir.
  • Mag ja sein. Und das, was du mir gerade zeigst … Das macht mir Angst.
  • Lebendig, da Geschäftsmodell verweigert
  • Aber ist das nicht gerade das total lebendig Spannende? Weißt du … Hätte ich dir jetzt nur Sachen ge… gezeigt, wo eine Geschäftsidee war und und dann sagst du deine Meinung dazu … Aber ist nicht gerade der [Sperren: Weg] … Wie wir gerade darüber geredet haben … Ist das nicht einzigartig? Was bloß [Sperren: so] funktionieren kann?
  • Nein.
  • Indem man [Sperren: nicht] ein Geschäft …
  • Nein.
  • … machen will? Sondern eben sein … sein … sein … sein [Sperren: Inneres] nach [Sperren: Außen] …
  • Nein.
  • … kehren möchte. Doch. Ich finde …
  • Ich werde arm sterben Sterben
  • Wenn … Wenn du so weiter machst wie bisher … und soviel Angst hast vor … vor Bekanntheit …
  • Ja.
  • Vor Erfolg.
  • Ja.
  • Wirst du genau diesen Erfolg nicht zu Lebzeiten erleben.
  • Und [Sperren: trotzdem] entsteht ganz viel bei mir. Das ist das [Sperren: Schönste].
  • Das mag sein.
  • Ich dachte, ich wäre geblockt.
  • Aber du musst …
  • Weißt du?
  • Aber du wirst [Sperren: nie] dieses Feedback haben, was dir dann vielleicht erst nach deinem Tode …
  • Das ist mir egal.
  • … dann zukommt.
  • Gefühl statt Geschäftsidee
  • Dann muss ich ehrlich sagen: Das ist mir egal. Dann … Weißt du? Aber weißt du … Weißt du, warum es mir jetzt noch egal ist? Weil ich [Sperren: während] ich [Sperren: das] schaffe, die verhüllten Arbeiten, die Kinderzeichnungen und die Geradenbilder … Weil ich da jetzt halt richtig drinne stecke gerade. Und das ist ein [Sperren: Gefühl]. Das kannst du mit einer Geschäftsidee [Sperren: nicht] aufwiegeln. Da geht's dann ums Geld. Da geht's um einen monet Claude Monet ären Erfolg. Um Begeisterung schaffen beim Publikum. [Sperren: Hier] merke ich wirklich, da passiert was in mir [Sperren: drinne]. Weißt du? Und das kriege ich [Sperren: nicht] durch Geld. Und das gefällt mir so. Das … Das will ich nicht missen.
  • [Pause.]
  • [Zeigt auf ein Bild.] Das ist ein schönes Bild. Das hängt jetzt auch bei mir. Ich werde das jetzt auch wieder zum Plotter Plotter gehen … Ich habe nächste Woche jetzt einen Termin. Da kann ich dann …
  • Weißt du …
  • Da mache ich dann wieder Geradenbilder.
  • Weißt du, was ich sagen würde? Dass du mit deinen verhüllten Bildern kokettiert … kokettiert hast.
  • Was heißt denn das?
  • Das ist mir jetzt gerade aufgefallen.
  • Ich will nicht schon wieder im Duden nachgucken.
  • Schlag' noch mal nach.
  • Nee, bitte! Sag's mir ganz kurz.
  • Größe und Herme
  • Ähm. Pass auf. Und zwar … Ich mag ja Größe. Und ich habe gerade mal geg… Du hast mir erzählt von den … äh … äh … von den Skulpturen … Oder an der Skulptur, an der du gerade arbeitest.
  • Ja. Vier Meter hoch.
  • Vier Meter hoch.
  • [Sperren: Bis] zur Decke muss es sein.
  • Groß … Groß. Groß!
  • Ja. Bis zur Decke.
  • Auch deine Beine … Selbst wenn sie mir nicht groß genug sind …
  • Die sind aber Original.
  • Ja, aber hundert Zentimeter. Und jetzt pass auf.
  • Das ist Zufall Zufall , dass das die erste Arbeit [Fußnote: Die auf der Website zu sehen ist.] ist, aber da gibt's ja noch mehr. Die sind größer.
  • Okay. Das, was ich sehe, ist halt nur … Verhüllte Arbeit, dreiundzwanzig …
  • Dreiundzwanzig. Ja.
  • Mal dreiunddreißig Zentimeter. Warum denn …
  • verhüllte Arbeiten
  • [Sperren: Oh], das ist … Du bringst mich gerade auf eine Idee!
  • Warum denn nicht drei mal zwei Meter verhüllt?
  • Nein nein nein! Du bringst mich gerade auf eine Idee. Ich wollte tatsächlich mal das so groß machen. Aber wie [Sperren: du] das gerade sagst. Die Verhüllung klein. Einfach nur kleine zarte Verhüllungen. Nicht so bombastisch und riesig. Und aufwühlend. [Sperren: Nein!] Einfach nur zurücknehmend. Weißt du? Sich zurücknehmen. Nicht so … Nicht so auf … Die sind nämlich größer.
  • Sechzig mal achtzig ist immer noch kleiner als die Beine und … [Schaut auf die Website.] Größer wird's leider nicht.
  • Nein.
Zweifel Zweifel Das Werk aus "Das Werk", Émile Zola "[Der Titel 'Im Freien'] braucht auch gar nichts zu sagen … Frauen und ein Mann ruhen in einem Wald im Sonnenschein. Genügt das denn nicht? Das reicht doch für ein Meisterwerk." "Zum Donnerwetter, das ist immer noch zu schwarz! Ich habe diesen verdammten [Eugène?] Delacroix im Auge. Und das, sieh mal an, diese Hand da, das ist [Gustave?] Courbet … Ach, wir werden alle die romantische Sauce nicht mehr los. In unserer Jugend haben wir zuviel darin herumgepatscht und haben uns dabei bis zum Kinn beschmiert. Wir brauchten eine gründliche Wäsche." Eugène Delacroix: gilt als Wegbereiter Impressionismus Impressionismus , wird aber der Spätromantik zugeordnet Gustave Courbet Gustave Courbet : französischer Maler des Realismus, u. a. "Der Ursprung der Welt Ursprung " zum Zweifel am Können (nicht am Schaffen an sich): "Zweifel hatten sich in seine Freude über eine gute Sitzung eingeschlichen und ihn untröstlich gemacht: war es richtig von ihm gewesen, der Samtjacke eine solche Leuchtkraft zu geben? Würde er den strahlenden Farbton wiederfinden, den er für seine nackte Gestalt haben wollte?" Diplom Theorie Bibliothek 2 weitere Theoriearbeiten angesehen 1 Therese Giemza: "Der zweifelhafte Sinn. Über die Ambivalenz des Zweifelns" Gestaltung inklusive Titelseite / Buchrücken selbst übernehmen Inhaltsangabe mit Titeln wie "Quelle Misère" oder "Der glückliche Sisyphos" als Untertitel dazu dann "Einleitung", "Problem und Fragestellung", "Etymologische Annäherung", "Anthropologische Voraussetzung", "Zweifel und Melancholie" Kapitel 7 mit "Zweifelhaftes Verhalten? Überlegungen zu einer möglichen Haltung zum Zweifel" in "Grübeln", "Verhaltenspsychologische Modelle", "Therapeutische Ansätze", "Aus philosophischer Sicht" unterteilt Resümee mit "Der glückliche Sisyphos" betitelt S. 4 - 34 = 30 Seiten Text nur Vorderseiten bedruckt, gutes Papier, Blocksatz, Fußnoten wie bei Latex üblich Kapiteltitel-Aufbau: Nummer//Titel//Untertitel (kleiner geschrieben) bei mehreren Zitaten aus einer Quelle: "Ebd., S. 1f." oder "Vgl. …" allgemeine Quellenangabe: Vorname Nachname: (kursiv)Titel Aufsatz(/kursiv) In: (kursiv)Titel Buch/Magazin(/kursiv). Hg. von Herausgeber, Ort, Jahr, S. 1 - 2 in Literaturverzeichnis alle Quellen angegeben, wie: Autor: Titel. Verlag, Ort, Jahr letzte Seite: "Ich versichere, dass ich die Diplomarbeit ohne fremde Hilfe selbstständig verfasst und nur die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe. […] Unterschrift, Name, Datum" 2 "Nichts los." mit Autorangabe "Ein Text von heide nord" mit großem Umschlag (größer als A3), wie bei meinen gesammelten Skizzen / Standpunkten beinhaltet zwei geklammerte Broschüren erste Broschüre: Text zweite Broschüre: Anhang ("Zusatz") schön natürliches Papier, nicht zu aufgesetzt, schöne Umschlaggestaltung mit Gedicht gestartet Thema Ironie letzter Satz Einleitung: "Der Sinn dieser Arbeit besteht darin Ihnen und nicht zuletzt mir selbst, Einblick in den vielfältigen Kosmos Kosmos eines Schaffensprozesses zu gewährleisten. Die Ironie ist Teil meiner praktischen Arbeit und deshalb auch Gegenstand des theoretischen Teils geworden." danach folgt eine Art Tagebuch, kompletter Text mit Dialogen, … Informationen sind also in Erzählung eingepflegt In Zusatz fünf Seiten für normalen Aufsatz über Ironie verwendet fünf Seiten mit Abbildungen insgesamt 38 Seiten reiner Text (sehr kleine Schrift, also bestimmt eigentlich 70 Seiten) in Erzählung Zitate und Werkverweise eingefügt, nummeriert, teilweise fett
(Kinderzeichnung), Zeichnung auf Papier, signiert und datiert, 29,7 x 42 cm, 30
(Kinderzeichnung), Zeichnung auf Papier, signiert und datiert, 29,7 x 42 cm, 30
Collage aus Abfall von Clemens, Collage auf Papier, 29,7 x 42 cm, 30
Collage aus Abfall von Clemens, Collage auf Papier, 29,7 x 42 cm, 30
Standpunkt Kinderzeichnung Kinderzeichnung Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Ähm … Für 'ne … Für 'ne Bedeutung für mich jetzt hat.
  • Bisher habe ich jetzt ja immer mit der Geraden … ähm … etwas gesucht, in der Kunst, was allem halt zu Grunde liegt. Was aller Kunst zu Grunde liegt. Mit der man prinzipiell alles machen kann. Alles darstellen kann.
  • Und …
  • [Pause.]
  • Hatte halt die Hoffnung, indem ich zu so einem … Grundobjekt … komme, dass ich von dort aus etwas … [Sperren: Neues], für mich … äh … zumindestens, … ähm … [Sperren: Sinnvolleres] … Etwas Sinnvolleres finde, als ich es bisher halt gemacht hatte.
  • [Pause.]
  • Und ich dachte eben, dass ich das mit … ähm … mit … mit einem … mit einem grafischen Element, oder meinetwegen auch eine mit Malerei gesetzte Linie, … es halt schaffen könnte.
  • So.
  • Und … äh … Ich bin jetzt aber eher zu der Erkenntnis … Es sind jetzt schon wieder zwei Jahre glaube ich rum. Wo ich eigentlich nur Geraden … ähm … äh … Bilder gemacht habe.
  • Ob nun … maschinell. Oder mit der Hand.
  • Ähm … Dass da zwar etwas Neues entsteht. Aber es ist jetzt eben nicht … ähm …
  • [Klick.]
  • Ich bin eben jetzt dadurch nicht [Sperren: näher] … ähm … zum …
  • Pfff …
  • Meinem [Sperren: Ziel] gekommen.
  • Es ist halt etwas … äh … Es ist halt eine Möglichkeit. Ähm … Etwas zu bearbeiten.
  • Auszudrücken!
  • Ähm … Motive zu zeigen.
  • Aber es ist jetzt nicht so, dass ich das Gefühl habe, dass ich damit …
  • [Pause.]
  • … dem [Sperren: Grund] näher gekommen bin.
  • [Pause.]
  • [Klick.]
  • Ich würde zwar jetze gerne weiterhin … Oder werde weiterhin sicherlich auch Geradenbilder machen. Also … ähm … plotten.
  • Zumindestens.
  • Denn … Da hab ich jetzt nicht bloß die Kenntnis. Sondern es macht eben auch Spaß! Motive … Wie Selbstporträts Selstbildnis eben … ähm … zu bearbeiten.
  • Ähm … Zwischenschritte festzuhalten.
  • Ähm … Und dann halt ein Ergebnis auszu… ähm … plotten.
  • So.
  • Und eins zwei Stunden in dem Raum halt. Und dem zusehen, wie der Stift halt hin und her bewegt wird. Und so. Das finde ich … äh … vollkommen okay.
  • Das macht auch dann in dem Moment Moment , wo es noch so 'ne kleinere Arbeit ist, Spaß.
  • Eben nicht mehr, wenn es dann halt um ein drei Meter … äh … Bild geht, wo man halt … äh … äh … zehn … äh … zwölf Stunden oder so im Raum anwesend sein muss.
  • Das macht's richtig … alle.
  • So. Aber für so kleinere Sachen … äh … auf jeden Fall weiterhin. Nur ich denke eben, dass ich … äh …
  • Mhm.
  • [Aufnahme bricht unerwartet ab.]
Kinderzeichnung Standpunkt Vom Grundelement Gerade zum Ursprung Ursprung der Kreativität und damit der Kunst: Die Kindheit. Standpunkt Da es mir selber sehr schwer fällt wie ein Kind einfach anzufangen und Formen zu finden ohne den Kopf zu bemühen, musste ich mir Kinderzeichnungen aus dem Internet besorgen, um sie als Vorlage zu missbrauchen. Entstanden sind bisher schlechte Kopien. Grund: Ich nehme einen Farbstift und schaue auf der Originalzeichnung, wo überall diese Farbe auftaucht. Ein Kind wird ganz anders vorgehen. Es wird - ohne groß zu überlegen - ständig die Stifte wechseln, je nachdem, was es gerade für geeignet empfindet. Auch kann ich keinen Kreis in einem Schwung zeichnen, sondern bedenke aktiv bestimmte Merkmale des Originals und bewege danach bewusst den Stift über das Papier. Das Ergebnis wirkt gewollt, nicht schlüssig, zusammengewürfelt. Kinderzeichnung (Internetfund) versucht zu kopieren erst mit Ölkreide, danach mit Bundstiften Ölkreide für große Kopie (wie 140 x 100 cm) geeignet (Kinderzeichnung), Zeichnung auf Papier, signiert und datiert, 29,7 x 42 cm, 30 kz2-k.jpg Ergebnis signiert und datiert, eventuell rahmen Standpunkt Hand leicht über Papier halten, Stift nicht zu stark führen, sondern Freiraum lassen] Clemens war zu Besuch aus Abfall (Reste von einem von ihm gemachten Objekt) Collage Collage hergestellt Collage aus Abfall von Clemens, Collage auf Papier, 29,7 x 42 cm, 30 collage_clemensreste_prae.jpg Reste mit Klebestreifen festgehalten auch Ölpastell-Krümelchen übertragen
geöffnet
geöffnet
Flügelrahmen mit Bild, erste Ansicht in Holzwerkstatt
Flügelrahmen mit Bild, erste Ansicht in Holzwerkstatt
Flügelrahmen im Klassenraum installiert
Flügelrahmen im Klassenraum installiert
geöffnet fluegelrahmenw4prae.jpg Friedrich Fröhlich, überzeugt von Synthese Geraden-, Selbstporträt Selstbildnis und Verhüllungsgedanke Friedrich Fröhlich, zweifelnd verhüllt verhüllt Geradenbild Geradenbild Werkstatt Holzwerkstatt Geradenporträt gerahmt Rahmenkonstruktion für Collage Collage hergestellt, inklusive Querstreben Flügelrahmen mit Bild, erste Ansicht in Holzwerkstatt fluegelrahmenw1-k.jpg umsetzen morgen leimen, übermorgen mitnehmen, Collage befestigen und weiter daran arbeiten Flügelrahmen im Klassenraum installiert fluegelrahmenw5-k.jpg Einzelgespräch Daniels Dieter Daniels Notizen für kurzes Gespräch mit Daniels wegen möglicher Hausarbeit Thema Narzissmus Narzissmus mich interessiert nicht die technisches Details zum Video/Monitor Videokunst nur in Bezug auf Selbstdarstellung Selbstdarstellung weiterhin auch in Malerei, Fotografie, Netzkunst net.art (Webcam!) … vor allem der narzisstische Aspekt 1 wie das Künstler deuten Hermine Freed Hermine Freed (Videokünstlerin): "If many artists use themselves, it is because […]" (siehe 22.4.) 2 wie Psychologen/Psychotherapeuten (u. a. Freud Sigmund Freud ) 3 Werke, die Narziss als Thema haben Narziss und Echo: Ursprung Ursprung mit Darstellungen, Deutungen 4 Werke, die mit Spiegel Spiegelbild arbeiten Parmegianino (italienischer Maler, 1503 - 1540), "Selbstbildnis im Konvexspiegel" Maler, Fotografen im Spiegel 5 eigener Hintergrund meiner vielen Selbstbildnisse vielleicht mit einpflegen: Jack Pierson (Selbstporträt Fotografien, nicht er selber) Kurs Video Rewind Vortrag 1: "Ins Universum der technischen Bilder" Vilem Flusser, Medienphilosoph übersetzt eigene Texte selber in verschiedene Sprachen Entwicklung der Menschlichkeit durch Medien behandelt Technisches Bild = gemacht durch Maschine erste technische Bilder-Erfindung = Fotografie materieller Unterschied, ontologische[?] und philosophische Unterschiede zu traditionellen Bildern traditionelle Bilder = Abstraktion von Volumen technische Bilder = Konkretisierung durch Punkte "Die Punkte in denen alles zerfällt, haben keine Dimension. Die Punkte sind grenzenlos." sind eingebildete Flächen Abstand des Betrachters nötig, ansonsten Punkte erkennbar, Motiv nicht mehr "Ich bilde mir die Festigkeit des Tisches nur ein." Festigkeit, wir können nicht erfahren, dass er aus Molekühlen besteht erst durch Wissenschaft möglich, "Lücken" im Material sichtbar zu machen Nachträglichkeit = bildgebende Verfahren erklären Natur nachträglich Vorträglichkeit = ohne Wissen, wie technische Bilder entstehen, nicht möglich Bilder zu erstellen "Lob der Oberflächlichkeit: Wir interessieren uns nur für Input und Output dieser schwarzen Kisten." Auflösung der Autorschaft durch Akt Akt des Kopierens Original wird überflüssig Vortrag 2: "Video das reflexive Medium", 2005, Spielmann [?] Video: elektronisches Medium Videosignale werden in ständiger Bewegung gehalten Video = erstes audiovisuelles Medium ohne Materialität Materialität wie bei Filmspulen instabile Zustände von Bildlichkeit Bild <> Bildlichkeit Bild = feststehend, Bildlichkeit = für kurzen Augenblick bestehend, danach wandelnd ein Gedanke: in Bildschirm eingebrannt bei Röhrenmonitoren oder Plasmabildschirmen = aus gewollter Bildlichkeit wird wieder Bild Künstler-Beispiel für eingebrannte Bilder bei Bildschirmen, Diplom-Arbeit: Christoph David umsetzen alten Röhrenmonitor (flacher) kaufen und Selbstporträt einbrennen lassen (siehe 23.11.2012, Versuch vom 24.11. - 17.12.2012) umsetzen als nächstes Projekt in Holzwerkstatt: Rahmen für gekreuzte Beine herstellen Papiergröße: 50 x 100 cm (nachschauen) + 2,5 cm je Seite zusätzlicher Rand, schwarzer Rückkarton und Rahmen Bild als raumzeitliche Einheit wie Malerei, Fotografie, analoger Film unabgeschlossener Bildtyp elektronische Bildlichkeit Materialität: Nicht-Fixiertheit Videobild existiert nicht als kohärentes Bild, Refreshin (ohne Elektrizität, kein Video) Flexible inkonsistente Formen transformativer Fluss, Zeilenstruktur "fließende Diskontinuität" korrespondiert medientechnisch mit dem Beschreiben einer Papierseite (unkonzentriert)
Kosagen, 1910 - 1911, Wassily Kandinsky
Kosagen, 1910 - 1911, Wassily Kandinsky
La Desserte (Der Esstisch) / Harmonie in Rot, 1908
La Desserte ("Der Esstisch") / "Harmonie in Rot", 1908
Stillleben mit Geige und Trauben, 1912, Pablo Picasso
Stillleben mit Geige und Trauben, 1912, Pablo Picasso
Selbstporträt (mz), Vorschau für morgige Maschinenzeichnung, 60 x 80 cm
Selbstporträt (mz), Vorschau für morgige Maschinenzeichnung, 60 x 80 cm
wichtiges Thema der Moderne: Probleme lösen Standpunkt radikal radikal Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen zuerst abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen! Standpunkt Kein Problem darstellen, sondern haben! Tagesplan 1 7:00 - 8:00 Kunstgeschichte-Buch und Notizen 2 9:00 - 10:00 Collage Collage 3 11:00 - 14:00 Holzwerkstatt (Glaszuschnitt, Flügeltüren schleifen, Abstandsleisten) 4 15:00 - 16:00 Video-Selbstbild-Buch 5 17:00 - 18:00 Collage Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst "Experimente" wenn Doktrin richtig, dass in Kunst nicht Nachahmung der Natur sondern Ausdruck des Empfindens durch Wahl der Farben und Linien zählt: Frage legitim, ob auf alle "Motive" verzichten, ausschließlich auf Wirkung von Farbtönen und Umrissen beschränken Kosagen, 1910 - 1911, Wassily Kandinsky Wassily Kandinsky kandinsky1-k.jpg erster Künstler, der damit an Öffentlichkeit trat: Wassily Kandinsky (1866 - 1944) wie deutsche Malerfreunde hatte er Zweifel Zweifel an Werten wie Fortschritt und Wissenschaft sehnte sich nach Erneuerung der Welt durch neue Innerlichkeit[?] psychologische Wirkung der reinen Farben leuchtendes Rot wirke auf Betrachter wie Ton einer Trompete Kubismus Kubismus hatte in Paris Ursprung Ursprung radikale Abwendung von abendländischer Maltradition Kubismus wollte Darstellung der Gegenstände nicht ganz abschaffen Hintergründe: 1 zeitgenössisches Unbehagen an brillanten "Schnappschüssen" der Impressionisten mit ihrem momentanen Eindruck 2 Verlangen nach mehr Ordnung, Struktur und dauerhaftem Bildaufbau Konflikt von Muster und Solidität Eindruck von Solidität: durch Modellierung erreicht, die Lichteinfall anzeigt Jugenstil / Künstler wie Seurat und Cézanne Paul Cézanne räumten Dekorativem Vorrang ein opferten dafür jahrhundertealte Praxis, jede Form durch Licht und Schatten zu modellieren Opfer konnte als Befreiung wahrgenommen werden van Gogh Vincent van Gogh und Gauguins ermutigten Künstler dazu, ausgetretenen Pfad einer überfeinerten Kunst zu verlassen einfachen Formen und Farben zuwenden Künstler begnügten sich nicht mit gesuchter Subtilität hielten Ausschau nach intensiven Farben und gewagten "barbarischen" Harmonien 1905: Gruppe junger Künstler "Wilde Tiere" / "Les Fauves" stellt in Paris aus Henri Matisse Henri Matisse (1869 - 1954) dekorative Vereinfachung studierte leuchtende Farben orientalischer Teppiche und nordafrikanischer Landschaften weniger darauf aus, Natureindruck wiederzugeben Natureindruck in ein Ornament umsetzen La Desserte ("Der Esstisch") / "Harmonie in Rot", 1908 matisse1-k.jpg Spiel der Beziehung zwischen Tapetenmuster, Tuschtuch und Gegenstände auf Tisch bildet eigentliches Thema des Bildes erinnert an Kinderzeichnung Kinderzeichnung Pablo Picasso Pablo Picasso (1881 - 1973) mit 19 Jahren nach Paris malte dort Bettler, Obdachlose, fahrendes Volk und Zirkusakrobaten begann sich mit primitiver Kunst zu beschäftigen Aufbau Gesicht oder Gegenstand auf ein paar elemantaren Formen erlernbar Cézanne riet ihm Natur durch Zylinder, Kegel und Kugeln zu sehen nahm es mit anderen Malern wortwörtlich konsequent sein, Ziel nicht Naturnachahmung, sondern die Konstruktion verschiedene Ansichten eines Objektes sind uns oft zugleich "gegenwärtig" (auch wenn wir nur eine Ansicht sehen) greift auf Methode der alten Ägypter zurück von jedem Gegenstand charakteristischste Ansicht dargestellt Stillleben Stillleben mit Geige und Trauben, 1912, Pablo Picasso picasso1-k.jpg Schnecke und Wirbel von Seite dargestellt F-Löcher dagegen von vorne Krümmung der Zargen stark übertrieben scheinbares Durcheinander beziehungsloser Fragmente, Gesamtbild wirkt jedoch nicht chaotisch Abbild eines Gegenstandes aus verschiedenen Ansichten aufbauen hat einen Nachteil: lässt sich nicht mit jedem Gegenstand gut machen Betrachter muss Objekt kennen deshalb vor allem Gitarren, Flaschen, Fruchtschalen und menschliche Gestalt verwendet Picasso ändert immer wieder seine Methoden, kein Darstellungsmittel und keine Technik befriedigte ihn lange verhüllt verhüllt Werkstatt Holzwerkstatt Glaszuschnitt (Alberti) Glas millimetergenau eingelegt Glas unten durch Hebel befestigt Schneideschieber an Glas gedrückt ohne Druck zügig geschnitten ruckartig Druck ausgeübt, damit Glas ordentlich abbricht Abstandsleisten auf richtige Höhe und Breite gehobelt[?] 45-Grad-Schnitte, danach eingelegt jeweils mittig noch mit Klebeband am Rahmen fixiert unter oberer Holzrahmenleiste dickes Brett gelegt, an dem später Nägel hängen können (dadurch Last auf gesamten Rahmen verteilt) umsetzen morgen: Rückplatte einlegen (heute noch mit Kreuz verleimt) Brett und Rückplatte an Rahmen tackern Flügeltüren noch schleifen, damit sie genau mit Holzrahmen abschließen abends: Porträt plotten, am Montag Rahmen wieder öffnen, Arbeit rein tun, im Klassenraum aufhängen Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor Selbstporträt Selstbildnis (mz), Vorschau für morgige Maschinenzeichnung, 60 x 80 cm vorschau1-k.jpg morgigen Plott vorbereitet
Werkstatt AV-Labor Geradenbild Geradenbild Hockender Akt Akt (WV 1-4) noch einmal geplottet Papiergröße: 120 x 120 cm Motivgröße: durch Plotter Plotter bestimmt (wie gestern festgelegt) Standpunkt Notizen (noch unkorrigiert) Bei der Vorstellung, dass ich für die Fingerzeichnungen das Motiv durch das Papier hab durchscheinen lassen und so immer wusste, wo ungefähr welcher Strich zu ziehen sei, komme ich mir wie ein Betrüger vor. Obwohl ich inzwischen mitbekommen habe, dass auch Maler teilweise einen Tageslichtprojektor verwenden, um das zu malende Motiv auf Leinwand vorzuskizzieren. Vor allem aber bemerke ich beim Zeichnen, dass ich ohne prüfendem Blick (der ja sein müsste, würde ich ein Selbstporträt Selstbildnis ohne Vorlage erstellen) arbeite. Ich bin also im Moment Moment des Zeichnens nicht wirklich am Motiv. Ich sehe nicht wirklich die Nase vor mir, die noch zu zeichnen ist. Ich pause sie bzw. einige Umrisslinien halt lediglich ab. Das lässt mir den zeichnerischen Augenblick fast komplett unwichtig erscheinen. So habe ich nach Vollendung auch nicht das Gefühl, wirklich gezeichnet zu haben. Zwar zeichne ich am Ende ja auch nicht Linie für Linie nach, sondern verwende das Foto hinter dem Papier nur als Anhaltspunkt für die Fingerzeichnung. Aber es ist eben doch nicht das selbe, wie wenn ich konzentriert mit wachem Auge ein Selbstporträt zeichnen würde (wie über einen Spiegel Spiegelbild ). Mein Problem ist nur: ich kann gar nicht freihändig zeichnen! Vor einigen Jahren hatte ich mal probiert bei Aktzeichenkursen Menschen zu zeichnen. Diese Stunden empfand ich jedoch als quälend langweilig (davon abgesehen, dass das Ergebnis nie stimmte). Auch fehlte mir die Motivation für mich fremde Personen zu zeichnen. Nicht der menschliche Körper im allgemeinen sondern mein eigener Körper interessiert mich. Aber selbst vorm Spiegel war mir nach einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr nach Zeichnen zu Mute. Was heißt das nun aber? 1 Ich möchte nicht nach Vorlage zeichnen, weil ich so das Motiv nicht wirklich beobachte sondern lediglich halb im schlafenden Zustand kopiere. 2 Mir wird beim Zeichnen ohne zweidimensionaler Vorlage schnell langweilig bzw. ich merke schnell, dass das Ergebnis nicht meinen Erwartungen entspricht. Gleichzeitig verspüre ich nicht den Drang Wochen lang zu üben. Das wird wohl auch der Grund sein, warum ich gerne am Computer ein Motiv entwerfe, viele Stunden herumprobiere, Ergebnisse ausdrucke, überarbeite und schließlich zu einem Ergebnis komme. Die künstlerische Arbeit liegt im ständigen Entwickeln und Verwerfen. Ein Vorgehen, was bei Freihandzeichnung zu unendlich vielen radierten Stellen führen würde (hätte vielleicht auch was?). Beim maschinellen Zeichnen liegt der künstlerische Moment (wie immer ein schönes Wort und hoch begehrt in der Hochschule) im Vorfeld der zu machenden Arbeit. Der Plottvorgang selber ist dann extrem langweilig (vor allem bei sehr großen Arbeiten). Eine Lösung wäre das Schaffen von Selbstporträts (mit Stift oder Pinsel), wo ich mir das Recht nehme ständige - und damit meine ich ständige - Korrekturen vorzunehmen. Bei Malerei würde ich ganze Bereiche wieder weiß übertünchen, bei Stiften versuchen mit dem Radierer oder einem weißen Lack die Stellen zu löschen, die mir nicht mehr gefallen. Die Korrigiermethode müsste so sein, dass ich relativ schnell, am besten wenige Momente später, die Stelle wieder neu bespielen könnte. Das Ergebnis dürfte dann wirr, unfertig und sogar teilweise zerrissen sein. Ich glaube, dass mir der Schaffensprozess dann aber Spaß machen würde. Und solange das Ergebnis nicht so ausschaut, als müsste es in den Papierkorb wandern, wäre das doch eine Überlegung, oder? 12:00 - 12:30 Vorbereitung zwei starke Pappleisten als Erweiterung der Hände benutzt, um Papier in Maschine zu rollen Papier von hinten eingezogen (mehr Platz, da Rollen nach vorne hin näher an Auflagefläche) dadurch: keine Knicke! 1. Ebene: 12:30 - 14:30 2. Ebene: 14:30 - (vergessen) 3. Ebene: (vergessen) - 18:00 Gesamtzeit: 6 1/2 Stunden (inklusive Blattzuschnitt) Standpunkt umsetzen bei Verkauf: Arbeitszeit (40 EUR / Stunde) zum eigentlichen Preis dazurechnen = 240 EUR Hintergrund: Plotterzeit ist für mich nur noch Abarbeiten, ohne künstlerischem Wert wie Rahmung von Arbeit wäre diese Tätigkeit eigentlich an andere Person abzugeben umsetzen erste fehlerfreie Plotterzeichnung "Hockender Akt" rahmen (hinter Abstandsleiste einklemmen) 1 cm um Bildbereich abschneiden (ergibt rund 122 x 122 cm) heutiges Ergebnis für möglichen Verkauf einlagern umsetzen Meerbild in 150 x 100 cm umsetzen mögliche Kurse für SS 16 benötige noch einen großen Schein (Vortrag und Hausarbeit) 1 Video Rewind Videokunst, Anfänge, Erbe und Aktualisierung in zeitgenössischen Formaten Analyse exemplarischer Beispiele (u. a. Nam June Paik Nam June Paik , Bruce Nauman Bruce Nauman , Vito Acconci, Woody und Steina Vasulka, Dara Birnbaum, Hito Steyerl, Pipilotti Rist …) theoretische Texte (Marshall McLuhan Marshall McLuhan , Rosalind Krauss, Yvonne Spielmann, Vilém Flusser …) 2 Grundlagen philosophischer Kunsttheorie Theoriebildung in "Kritik der Urteilskraft" (Immanuel Kant Immanuel Kant , 1790) bei Kunst und Ästhetik geprägt Kant Begriffe "Schöne" und "Erhabene" Martin Heidegger "Der Ursprung Ursprung des Kunstwerkes" und Walter Benjamin Walter Benjamin "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" in Gegenüberstellung zu Arbeiten von Jacques Rancière, Georges Didi-Huberman
Entwurf für großes Ganzkörperporträt, Plotterzeichnung und schwarzer Aquarellfarbe
Entwurf für großes Ganzkörperporträt, Plotterzeichnung und schwarzer Aquarellfarbe
Standpunkt HGB Rundgang HGB Rundgang 2016 Kunstmarkt Kunstmarkt verhüllt verhüllt Geradenbild Geradenbild Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Wie schaffe ich es mit möglichen Kaufinteressenten in Kontakt zu kommen? Die ja anfänglich bloß die Oberfläche … ähm … betrachtet haben. Und die für interessant, schön, … äh … befinden konnten. Die dann aber im weiteren Gespräch … äh … noch mehr wissen möchten.
  • Über die Arbeit.
  • Über die Bedeutung von Geraden.
  • Ähm … Also wie schaffe ich es die … die zu erreichen, mit denen ich noch einmal intensiveren Kontakt hatte, …
  • Okay. Ob das jetzt Kaufinteressenten sind oder nicht …
  • Also die, die sozusagen [Sperren: mehr] wissen wollen. Und diskutieren wollen darüber.
  • Das ist ja [Sperren: das], was mich selber … mir selber nützt.
  • Mir bringt es eben nichts, zum … zum Beispiel beim Rundgang auszustellen und hundert Leute stehen davor und [Sperren: bewundern] das der Technik wegen!
  • Ähm … Und gehen dann halt weiter. Machen vielleicht noch schnell nen Foto. Und stellen aufs Facebook Facebook .
  • Und das war's dann vielleicht auch schon.
  • Vielleicht auch ohne Namensangabe. Wie ich das jetzt oft gesehen hab, im Internet. Von anderen. Äh … Wo einfach nen Foto von den Arbeiten gemacht wurde, ohne zu überlegen von wem das ist und …
  • Technik … Keine Ahnung was.
  • So.
  • Die … Die interessieren mich nicht. Die will ich auch gar nicht erreichen.
  • Das bringt mir nichts.
  • So.
  • [Pause.]
  • Also wie schaffe ich es die anderen, die kleinere Gruppe, … ähm … mit der ich dann wirklich in Kontakt … in Diskussion treten kann, … ähm … zu erreichen?
  • [Pause.]
  • Ähm …
  • [Pause.]
  • Also …
  • [Pause.]
  • Idee jetzt eben: Beim nächsten Rundgang wieder zu verhüllen. Das heißt: Viele Leute gehen wieder dran vorbei.
  • Was in Ordnung ist!
  • Keiner macht ein Foto!
  • Hier haben ja drei, vier, fünf Leute von nen Foto gemacht. Aber bestimmt … Natürlich nur wegen der Oberflächenstrukturen.
  • Ne?
  • Wieder vom Holz.
  • Ähm … Die haben ja nicht die eigentliche Arbeit gesehen.
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Also dass ich da dann wieder verhülle!
  • Niemand sieht's.
  • Damit hab ich dann erstmal kein Problem.
  • [Sperren: Aber] irgendwie muss ich es schaffen, dass … dass … Ja. Dass ein paar eben …
  • Aber [Sperren: wie] sollen die darauf aufmerksam werden? Auf die …
  • Auf [Sperren: das], was ich eigentlich mache, wenn ich es [Sperren: nicht] zeige?
  • So.
  • [Pause.]
  • Da kann ich ja ganz ganz viel … ähm … äh … in meinem Arbeitsraum schaffen. Und wenn ich das dann aber nicht nach Außen zeige, kann's auch niemanden interessieren!
  • So.
  • Es [Sperren: muss] ja ein anfänglicher Reiz da sein.
  • [Pause.]
  • So.
  • Und den verwehre ich ja bisher.
  • So.
  • Es ist natürlich auch so: Beim Rundgang, klar, mag so sein, 95 Prozent oder so, keine Ahnung was, werden halt … werden das halt als … als Wochenendausflug … äh … betrachten.
  • Mit der Familie.
  • Oder … Oder als Fun, Spaß, mit Alkohol Alkohol .
  • Oder so.
  • Aber es gibt ja eben doch ein paar, die … die … Ja. Die … Ja. Wie letztes Mal. Da waren dann ja zwei hier.
  • Haben mit mir geredet.
  • Die haben's ja auch bloß daher gesehen.
  • So.
  • Die kamen ja nicht ganz zufällig hier her!
  • So.
  • Die brauchten eben nen kleinen [Sperren: Anreiz]. Nen Reiz.
  • Etwas [Sperren: sehen] mussten sie. Um halt überhaupt … ähm … Kontakt aufnehmen zu können.
  • So.
  • Wenn ich's jetzt natürlich wieder verhülle, was ich ja [Sperren: eigentlich] will, dann heißt es natürlich, dass kein Reiz stattfindet. Dass auch niemand kommen wird. Und darüber weiter reden möchte.
  • So.
  • Ähm … Also entweder ich … ähm … ich schaffe es diese Verhüllung zwar aufrecht zu erhalten [Sperren: und] gleichzeitig irgendwie … irgendwie dabei etwas … einen kleinen Wink zu geben, oder so, …
  • Das ist aber wieder so inkonsequent!
  • Oder aber eben ich nutze den Rundgang. Ihn also nicht als Partyding sehe. Halt wirklich zum Verhüllen.
  • [Sperren: Punkt].
  • Da wird nichts gezeigt!
  • Ähm … Das interessiert mich nicht. So.
  • Aber eben dann auf nen anderen Weg … ähm … ähm …
  • Ja.
  • Mit Interessierten … Mit Leuten, die … ähm … mehr darüber wissen wollen. Mit denen ich darüber reden kann.
  • Zu finden.
  • Außerhalb der Hochschule natürlich.
  • Also … Dozenten, Klassentreffen und so gibt's ja …
  • [Schlucke.]
  • … gibt's ja genug, wo schon darüber geredet wurde.
  • [Pause.]
  • Nur ich verspüre auch gar kein Interesse, keinen Drang halt, … ähm … irgendeinen dieser kleinen …
  • Wie heißen die?
  • Off-Ausstellungen …
  • Spaces.
  • Oder so … Aufzusuchen. Und dort auszustellen.
  • Pfff.
  • Weiß ich nicht.
  • Das ist halt nen anderes Publikum. Ich glaube, das ändert sich jetzt nicht. Das ist ja noch weniger verbunden mit …
  • Ahhh!
  • Ich weiß es auch nicht.
  • [Pause.]
  • So.
  • Und … Internetseite?
  • Na das ist ja noch mehr Publikum. Öffentlichkeit. Show. Inszenierung Inszenierung . Also … normalerweise eben.
  • Ähm … Da will ich aber auf jeden Fall, [Sperren: wenn dann], verhüllt sein. Das ist ja nun [Sperren: das] Gebiet, Internet, wo … wo so viel getan wird und nicht ist. Da ist es ein Zeichen, zu verhüllen! Nicht zu zeigen.
  • [Pause.]
  • Aber eben auch bei so großen Partyangelegenheiten. Wie beim Rundgang. Wie ich's halt wahrgenommen hab.
  • Ja.
  • [Pause.]
  • Also was gibt's denn dann als Alternative?
  • Pfff.
  • Zu diesen Veranstaltungsorten?
  • Was gibt's da für eine Alternative?
  • [Pause.]
  • Wenn natürlich …
  • Viele Leute gehen hin und eins, zwei Leute bleiben dann halt hängen.
  • Um die geht's ja am Ende!
  • Und … äh … Die sperre ich natürlich auch aus, wenn ich … äh … mich verweigere etwas zu zeigen.
  • So.
  • Ähm … Möchte ich also meine … meine … meine Grundhaltung aufgeben? Nur um diese eins, zwei zu erreichen? Und dafür aber allen anderen sozusagen die Möglichkeit zu eröffnen, … ähm … eben mal nen Foto zu knipsen? Keine Ahnung davon eigentlich zu haben und das für schön zu empfinden? Und dann halt weiterzugehen? Und das halt so nebenbei zu betrachten?
  • Darauf hab ich eben eigentlich auch kene Lust.
  • [Schlucke.]
  • Wenn dann soll man halt … Man soll sich halt, wenn dann, ein bissel Zeit nehmen, darauf einzulassen. So.
  • [Sperren: Das] wünsch ich mir dann eigentlich.
  • [Pause.]
  • Das sind jetzt keine Meisterwerke oder so höchstwahrscheinlich. Die jetzt immer und ewig in Erinnerung bleiben in den Köpfen. Aber dass man, [Sperren: wenn man schon] sich … ähm … zu so einen Ort begibt, sieht, dass man sich darauf richtig einlässt. Auf die einzelnen Arbeiten. Selbst wenn man dann, wenn da fünfzig ausgestellt sind, wenn man dann bloß drei, vier schafft. Oder so. Aber Hauptsache man hat die halt wirklich … ähm … man hat die wirklich [Sperren: betrachtet].
  • Man hat sie wirklich [Sperren: gesehen].
  • Und nicht bloß kurz wahrgenommen.
  • [Schlucke.]
  • Und am Ende, nachdem man da war, bleibt dann so nen komisches Rauschen übrig. So. Nichts hat man wirklich vielleicht wahrgenommen, oder … Und … Aber gang ganz viel gesehen. So.
  • Oberflächlich!
  • Das wäre jetzt höchstwahrscheinlich wieder so nen Übergang zu der Verhüllung.
  • [Pause.]
  • Wo man aber … aber die vordere Platte öffnen kann.
  • Also dass der … Dass viele Besucher … ähm … daran vorbeigehen. Und [Sperren: einer], der es dann aber öffnet, der muss dafür ja schon mal davor stehen.
  • Von weitem etwas sehen, konnte er davor nicht. Konnte davor nicht bereits … ähm … sozusagen drüberschweifen und da schon entschieden haben, ob er es jetzt genau gesehen hat oder nicht.
  • Es [Sperren: nicht sehen] zu wollen oder einfach weiterzugehen, weil ihm der Weg jetzt zu lang ist. Sondern … Er [Sperren: muss] erst einmal davor stehen, um es öffnen zu können.
  • [Pause.]
  • Er öffnet jetze das Ding. Mit den Scharnieren am Rand.
  • Keine Ahnung. Wie auch immer.
  • [Schlucke.]
  • Er öffnet es. Und in [Sperren: dem] Moment Moment erst … äh … nimmt er die Arbeit war. Er steht richtig davor. Er kann sich richtig darauf konzentrieren. Er hat halt 'ne Handlung gemacht. Ähm … Er hat Zeit … Arbeit investiert er in dem Moment. Er hat ja [Sperren: Kraft] aufgewendet. Ähm …
  • Und [Sperren: jetzt] kommt sozusagen dieser Belohnungseffekt. Er [Sperren: sieht] jetzt etwas. So.
  • Ich [Sperren: denke], dass er sich dann auf jeden Fall [Sperren: mehr] auf die Arbeit einlässt, als wäre die Arbeit jetzt einfach nur … hätte sie einfach nur offen gestanden.
  • So.
  • Und nachdem er sie betrachtet hat, müsste er sie halt wieder … ähm … Wieder die Klappe schließen.
  • So.
  • Sie wieder dem … dem … ähm … ähm … dem Raum überlassen, der dann halt nicht mehr sichtbar ist.
  • Dieses … Diesen … Diesen [Sperren: inneren] Raum.
  • So.
  • Bis dann der nächste kommt und die Klappe wieder öffnet und sich darauf einlassen kann. [Sperren: Wenn] er möchte. Klar. Wenn's ihn überhaupt nicht interessiert, dann schließt er's halt wieder sofort. Klar. Aber die [Sperren: Möglichkeit] besteht jetze halt, sich intensiver damit auseinander zu setzen, als wenn die Arbeit halt … äh … immer offen steht. Und … äh … unter fünfzig Arbeiten eben … ähm … in ner Reihe aufgestellt ist.
  • Das is so nen Aufmerksamkeitsding halt.
  • [Pause.]
  • Das ist also eine Verhüllung für die … für die, die … die … ähm …
  • Nee! Ich sperre mich sozusagen gegen die, die … ähm … die just einfach mal durchziehen. Und … äh … die am Ende ein Rauschen halt haben wollen. Und … Fotos machen, die sie noch nicht einmal betiteln können. Weil sie noch nicht einmal wissen, von wem das ist. Das tritt im Internet halt …
  • Wie heißt das?
  • Instagram Instagram oder so. Da gibt's jetzt viele Fotos zu diesem Rundgang. Wo einfach überhaupt gar kein Name von dem Kunststudenten Kommilitone steht. Oder Titel. Oder was auch immer.
  • Das ist einfach nur schnell nen Foto gemacht und weitergegangen.
  • So.
  • Und das für schön empfunden.
  • Das ist eine Impression!
  • So.
  • Davon hat aber der Kunststudent eben überhaupt nichts. Also jetzt nicht wegen Aufmerksamkeit oder so. Sondern … Da wurde überhaupt nicht damit gearbeitet, oder … Da kann ja gar nicht weiter nachgeforscht werden.
  • Was wollte er denn jetzt sagen? Oder hat er vielleicht noch andere Arbeiten? Die interessant sein könnten für mich?
  • [Sperren: Geht ja gar nicht]. Wenn man, noch nicht einmal am Anfang, wo man das Foto macht, den Namen recherchiert.
  • So.
  • Das passierte aber recht häufig. Und [Sperren: die] interessieren mich einfach nicht.
  • Die will ich [Sperren: ausblenden].
  • Die … Ich will nicht bloß, dass sie … dass sie dran vorbeigehen, weil da vielleicht nen Desinteresse besteht. Ähm … Sondern ich will denen den Zugang einfach [Sperren: versperren].
  • Die sollen gar nicht die Möglichkeit haben, nen zufälliges Foto … Oder ein Foto davon zu machen, ohne Namen das dann ins Internet zu stellen.
  • Oder … Ja. So vorbeizurauschen sozusagen.
  • Vielleicht sogar noch mit … äh … Alkohol in der Hand.
  • So.
  • Ich möchte [Sperren: wenn dann] nur die haben, …
  • [Schlucke.]
  • Oder 'ne Auswahl treffen und sagen: Ähm … äh … Derjenige, der es sehen will, der [Sperren: muss] halt erst selber einen Aufwand machen.
  • Der [Sperren: muss] sich halt erst in die Position begeben, wo er sich konzentrieren kann. Auf diese eine Arbeit.
  • [Sperren: So].
  • Und wenn er sich dann nämlich wirklich auf diese eine Arbeit konzentriert, dann gibt es einen … dann ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, dass er … äh … nach dem Titel guckt. Nach dem Namen guckt. Vielleicht selbst weiter darüber nachdenkt, was das in ihm bewirkt. Und das nicht bloß oberflächlich betrachtet.
  • So.
  • Ich denke, da ist die Möglichkeit dann eben mehr gegeben.
  • So.
  • [Pause.]
  • Jetzt wäre die Frage, wie … wie … ähm … wie ist der Kasten gestaltet!
  • Gerade fällt mir sowas wie 'ne Glasrückwand oder so ein. Nur indem man halt an der Seite der verhüllten Arbeit … äh … an die Wand guckt. Wo dann der Glasspiegel angebracht ist, kann man dann …
  • Nee. Das ist schon wieder zu viel!
  • Also … Das ist gut, aber es ist … Du siehst dann immer nur [Sperren: indirekt] die Arbeit so.
  • Das ist wieder was ganz anderes, als … ähm … als … äh … Thema. Das bewirkt was anderes.
  • So.
  • [Schlucke.]
  • Na es muss schon irgendwie 'ne Handlung sein, die derjenige vollführen muss. Er muss erstmal davor stehen. Wie gesagt … Wenn's geöffnet ist, muss derjenige davorstehen, um überhaupt was sehen zu können.
  • So.
  • Jetzt geht's um das Öffnen.
  • Ähm.
  • Im digitalen Zeitalter würde man heute auf nen Touchscreen klicken. Einmal. Oder man würde auf nen Knopf drücken und irgendwas würde automatisch gehen.
  • Gefällt mir nicht!
  • Er muss also selber noch diese Handlung vollführen halt.
  • Wie bei nem Vorhang. Gibt's bestimmt … Muss ich mal nachgucken … äh … nach Kunst oder so.
  • Hat der das nicht vorgestern gesagt? Mit … Mit Arbeiten, die dann verhangen waren? Und um das sehen zu können, musste man halt den Vorhang öffnen? Und danach hat man den wieder geschlossen?
  • Muss ich nochmal nachgucken, aus welchen Jahren das halt stammt.
  • Diese Idee.
  • Und was deren Hintergrund war!
  • Das ist ganz interessant.
  • Mit nem Vorhang geht das natürlich ganz gut.
  • [Schlucke.]
  • So.
  • Aber nen Vorhang hat … macht's natürlich … ähm … hat eher so den Charakter von … ähm … Also nicht bloß vom Entdecken. Sondern das tut man ja auch, wenn man so 'ne Platte öffnet. Sondern auch schon von Weitem hat das schon so diesen Drang sozusagen höchstwahrscheinlich, das öffnen … zur Seite ziehen zu wollen.
  • Ähm … Den will ich ja gar nicht mal so in den Vordergrund … äh … stellen.
  • Diesen Drang!
  • Dieses Bedürfnis!
  • Weil das machen dann auch alle die alkoholisiert sind. Ähm … äh … Pfff … Die haben dann auch Spaß dabei, dieses Ding zur Seite zu ziehen.
  • So.
  • Dann machen's wieder alle!
  • So.
  • Dann haste damit gar nichts erreicht. Außer, dass sie davor stehen müssen, um die Arbeit sehen zu können.
  • So.
  • Das ist jetzt aber noch nicht weit genug!
  • Also dieser Entdeckerdrang sozusagen, der darf noch nicht am Anfang … ähm … geweckt werden. Also von Weitem geweckt werden. Wie durch nen Vorhang. Wo ja automatisch sowas wie … nen Gefühl von "das kann man zur Seite schieben und das will ich jetzt auch machen … Und gehe deshalb dahin" …
  • Sondern es muss am Anfang schon sich dem Blick verwehren. Ohne … Ohne dass man erkennt, offensichtlich erkennt, dass das etwas … dass es geöffnet werden kann.
  • So.
  • Also man soll da nicht hingehen des Öffnen wegen.
  • So.
  • Sondern … Ja. Nur wenn man davorsteht soll man erst mitbekommen: Man kann's auch öffnen!
  • So.
  • Und … äh … Und … Und … Ja.
  • Um mehr etwas zu erfahren.
  • Dann kommt ja auch nen Entdeckerdrang. Aber nicht eben schon am Anfang.
  • Das ist schonmal gut.
  • Kein Vorhang der zu viel … ähm … der zu viele … ähm … wieder anziehen würde. Einfach weil da ein Vorhang ist.
  • So.
  • Der zur Seite geschoben werden kann.
  • Sondern schon bei der Platte bleiben!
  • Nehmen wir mal die Holzplatte halt. Diesen Holzkasten. Platte davor. Scharniere halt so an der Seite, dass die nicht extrem auffallen. Aber die müssen natürlich da sein, damit's geöffnet werden kann.
  • Als Beispiel jetze.
  • So.
  • In den Sechzigern hätten die jetzt wahrscheinlich sowas "Bitte öffnen!" … nen Schild "Bitte öffnen!" da gehabt. Ähm …
  • Will ich nicht!
  • Das … Das wäre mir halt zu platt.
  • [Pause.]
  • Nehmen wir statt so etwas … ähm … äh … nen Griff. Es wieder …
  • Nee. Passt dann nicht wieder zu nem … zu nen Holzkasten. Wenn da … Der wäre jetzt ja nicht zugenagelt, die obere Fläche. Das geht ja dann … Das wäre dann wieder nur eine Inszenierung mit den Nägeln. Sondern man muss es ja sozusagen [Sperren: öffnen] können.
  • Soll man den … Ist die ganze Konstruktion sozusagen abnehmbar und dahinter ist dann das Bild an der Wand befestigt? Also dass man wirklich die ganze Konstruktion, die den Blick sozusagen erst einmal verwehrt, abnehmen kann?
  • Wäre ja auch noch 'ne Möglichkeit.
  • Und nicht bloß da vorne irgendwie so nen Guckding.
  • [Pause.]
  • Aber wie macht man darauf aufmerksam, dass man die ganze … die ganze … ähm … [Sperren: Hülle] … ähm … abnehmen kann?
  • [Pause.]
  • Mhm.
  • Über den Titel?
  • Würde ich eigentlich auch nicht machen.
  • Sagen wir mal …
  • Na warte mal!
  • Nen Titel könnte auch schon mal was sagen. Ne? Das wäre ja jetzt nicht Titel "Verhüllte Arbeit" oder so. Sondern …
  • Wie der Professor das jetzt eigentlich sehen … gerne hätte gesehen … Würde es zum Beispiel, wäre da jetzt nen Selbstporträt Selstbildnis dahinter, würde es halt "Selbstporträt" heißen. Im Titel.
  • So.
  • Sagen wir mal, der Titel, das Schildchen, ist so daneben. Dann … Dann … äh … Dann wird ja höchstwahrscheinlich schon mal nen bissel klarer werden: Da ist nen Selbstporträt. Das wird jetzt nicht der Kasten sein irgendwie!
  • Da muss auch was dahinter sein, was man auch sehen kann!
  • So.
  • Ich wollt's ja nicht Selbstporträt bisher nennen. Weil niemand kann's sehen und ich will mich den Blick auch verwehren.
  • So.
  • Und … ähm … Okay. Titel kann man schon mal sagen "Selbstporträt" oder "Landschaft". Oder so.
  • So.
  • Und jetzt muss es aber eben noch diesen einen Moment geben, wo man sagt, … ähm … da muss man jetzt rangehen und es bewegen, damit man's jetzt sehen kann.
  • So.
  • Ähm … Am Intuitivsten wäre es natürlich, oder am eingänglichsten, ohne es groß erklären zu müssen, wäre es mit Scharnieren oder nem Knauf oder so.
  • Mit nem [Sperren: Türknauf]. So.
  • [Schlucke.]
  • Das wäre natürlich auch 'ne Möglichkeit. Nicht mehr … Nicht so nen primitiver Holzkasten. Sondern so 'ne … 'ne …
  • Wie nennt man das?
  • Kartusche?
  • Nee, wie heißen die?
  • So nen kleiner schön gemachter Kasten halt!
  • Mit 45-Grad-Schnitt und so. Und … ähm … Deckel kann man sozusagen zur Seite schieben. Oder zur Seite hin öffnen.
  • So.
  • [Pause.]
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Das Ding ist natürlich, ich lege dann in die Verhüllung [Sperren: so] viel rein an … ähm … also an … an Tat, dass … dass die Arbeit, die da drinne ist, irgendwie als Teil … als Teil gesehen wird von [Sperren: dieser] … von [Sperren: dieser] Verhüllung. Von diesem ganzen drumherum!
  • Und eigentlich ist ja dieses Drumherum nur für mich der … ähm … Hab ich ja nur gemacht, damit [Sperren: nur] Leute, die wirklich davor stehen und sich konzentrieren können, prinzipiell, dass sie sich sozusagen konzentrieren.
  • So.
  • Und dass nicht … Oder dass nicht die Verhüllung … Also sagen wir, es wäre so 'ne Verhüllung wie … Ich glaube, das war die … die …
  • … der "Ursprung Ursprung der Welt". Oder so.
  • Wenn da jetzt nen Vorhang ist, oder so, … Dahinter ist ja was Erotisches. Oder so. Und dieser Vorhang verhüllt das. Dann ist ja schon dieser Vorhang … äh … ist ja [Sperren: Teil] dieser Arbeit. Weil … Weil … Ja. Man [Sperren: lüftet] sozusagen etwas.
  • Oder man guckt durch ein kleines Guckloch durch!
  • Dann ist das durch dieses Guckloch gucken auch wieder Teil der Arbeit. Wenn dahinter … äh … diese Arbeit … also die Arbeit genau [Sperren: das] thematisiert.
  • Also dass da irgendwas ist, was heimlich ist! Oder was man normalerweise nicht öffentlich zeigen darf. Oder so.
  • Und bei [Sperren: mir] geht's ja jetzt darum: Ich zeig eigentlich ganz … Weiß nicht … Selbstporträts. Den Geradenkreis, wo ich gerade viel ausprobiere. Und so. Das sind jetzt ja nicht Arbeiten, die irgendwie … äh …
  • [Schlucke.]
  • … die … die verhüllt werden müssten, sollten, … ähm … weil … weil … weil das Motiv genau das bedarf!
  • Also weil da [Sperren: Spannung] entsteht … äh … dabei!
  • So zwischen … zwischen …
  • Das ist geheim! Und nur [Sperren: ich] sehe es jetzt!
  • Oder ich … Niemand kann halt sehen, wie ich es mir ansehe. So. Wenn's halt irgendwas … Pfff … Etwas ist, was man normalerweise nicht in der Öffentlichkeit sehen würde. Oder auch zeigen würde, dass man sich das anguckt.
  • So.
  • Ähm …
  • Also in so 'ne dunkle Kammer so hinein.
  • Das ist es ja eben nicht!
  • So.
  • Das sind [Sperren: ganz] normale Bilder, die für [Sperren: sich] wirken sollten. So. Also wo ich dann halt sagen würde, wenn's nen Interessenten geben sollte, der sich das gerne in sein Haus hängen würde, dann hängt der sich das ja auch gerne so in sein Haus. Also jetzt so … Oder er kann das natürlich dann auch mit dieser … mit dieser … ähm … mit dieser Vorrichtung machen! Dass er das zwar aufhängt, aber immer nur, wenn er das öffnet, sieht er das selber. Und konzentriert sich … Und kann sich einen Moment darauf konzentrieren. Und einen Stuhl davor hinstellen. Und … äh … die Arbeit sehen.
  • [Schlucke.]
  • Aber wichtig ist halt, dass diese … diese … diese Verhüllung, diese [Sperren: Form] der Verhüllung, eben nicht … ähm … zum … als [Sperren: Teil] der Arbeit gesehen wird, die [Sperren: drinne] ist.
  • So.
  • Dieses … Das ist [Sperren: wirklich] bloß die Vorrichtung dafür, dass die … äh … die … dass die Besucher … ähm … nicht einfach vorbeigehen, oder eben mal so sich das angucken. Und für sich als schön empfinden. Und das war's dann.
  • So.
  • Sondern sich wirklich konzentrieren [Sperren: können]. So die Möglichkeit gegeben wird. In dem ganzen Wusel, der da existiert.
  • Darum geht's ja auch. Wenn da zwanzig, dreißig Leute in dem … in so nem Raum sind, in dem fünfzig Arbeiten oder so präsentiert werden, dann [Sperren: kannst] du dich nicht, also [Sperren: ich] zumindestens nicht, ohne dieses ganze Stimmengewirre und diese ganzen Reize, diese ganzen … äh … ganzen Farben, die auf einen niederprallen, … Sich [Sperren: da] zu konzentrieren auf [Sperren: eine] Arbeit ist sehr sehr schwer.
  • Oder da stellt sich jemand vor einen! Und man hat dann die Sicht leicht versperrt.
  • Und so weiter und so fort!
  • Das ist … Darum geht's mir. Das wäre jetzt erstmal mein Thema. Dieses … Dass die Person sich darauf konzentrieren kann.
  • So.
  • Und … Das ist aber nicht … Dass es aber nicht als Teil der Arbeit gesehen wird. Der eigentlichen Arbeit.
  • [Pause.]
  • Das ist jetzt halt das nächste Problem! Wie [Sperren: schaffe] ich das?
  • [Pause.]
  • Wie geht das?
  • [Pause.]
  • Na okay. Darum kann ich mich ja jetzt gleich noch später drum kümmern.
  • Erstmal geht's um diesen Akt Akt des Öffnens. [Sperren: Wie] könnte der aussehen?
  • [Schlucke.]
  • Mit nem Knauf.
  • So.
  • Normalerweise würden sich Leute höchstwahrscheinlich sagen: Hui, das ist ein Kunstwerk! Das darf man nur betrachten!
  • Das muss ich jetzt erstmal außer … außer betracht lassen. So. Dieses … Ja. [Sperren: Darf man's] jetzt oder nicht?
  • Das will ich ja gar nicht!
  • Dieses … Dieses … äh … Dass der sich unwohl fühlt dabei.
  • Das will ich nicht.
  • Der soll wissen: Okay, das ist jetzt halt nen Ding, was man öffnen kann. Und Punkt. Da ist jetzt nicht die Frage, ob das schon die Kunst ist oder so.
  • Das ist zum Öffnen da.
  • So.
  • [Pause.]
  • Das wäre wichtig. Dass das rüberkommt. Ist die Frage, ob das ohne Hinweisschild geht oder so.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Komplizierte Variante wäre halt mit … mit Hinweisschild.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Sagen wir mal, das Problem haben wir jetzt auch schon gelöst.
  • Gibt's gar keine Frage mehr!
  • Er kann davor stehen, sich sagen … Kein unwohlgutes Gefühl … Er kann's halt öffnen. Und das ist dafür da. Punkt. So.
  • [Pause.]
  • Dann öffnet er es.
  • [Pause.]
  • Er öffnet es.
  • Und sieht in [Sperren: dem Moment] die Arbeit, die drinne ist.
  • Ist jetzt wieder die Frage wegen Ausleuchtung. Oder ist das dann so hell, dass es … Na ja … Müsste es dann halt so weit öffnen, dass es … Es soll sozusagen nicht dieses Gefühl von "Man guckt jetze durch nen Schlüsselloch durch" irgendwie … Und sieht da was geheimes. Sondern er kann's halt richtig richtig öffnen. So dass es richtig breit gefächert ist und er halt nochmal … äh … nen Meter nach hinten treten kann und sieht es dann immer noch.
  • Oder sieht es dann noch sehr sehr gut. Darf dann sozusagen kein Blick … äh … weg.
  • Und er muss dann natürlich, nachdem er es geöffnet hat, es auch wieder schließen.
  • So.
  • Auch wieder ohne Scheu.
  • [Sperren: Weil's] ja Kunst sein könnte.
  • Und zwar schließen, damit's dann andere wieder … ähm … öffnen können.
  • Und das dann nicht die ganze Zeit offen ist. Dann hätte … Dann hätte … Dann wäre die Wirkung ja nicht mehr da.
  • [Pause.]
  • Vielleicht sollt ich erstmal, anstatt jetzt so … äh … als … ähm … für 'ne Idee für nen Ausstellungsraum betrachten, wie für den Rundgang, eher jetzt vorstellen, was ist, wenn jemand schon so eine Arbeit hat!
  • Oder bei mir jetzt zum Beispiel. Wenn ich das bei mir aufhänge, so … so … Vielleicht sollt ich da mal so 'ne Testarbeit einfach machen. Mit ner guten Arbeit natürlich.
  • So.
  • Und nen guten Bilderrahmen.
  • Dass ich das mal hier mache. Einfach ausprobieren, mit so nem … ähm … mit so ner kleinen Tür, zum öffnen.
  • Nur, wenn das dann sozusagen nicht mehr als Deko verstanden wird, auch von mir selber, … Ist ja dann verschlossen! Also kann ich's nicht mehr als Deko verstehen. Sondern nur, wenn du dann davor stehst und diesen Kasten öffnest, … Und dich hinsetzt. Und es betrachtest. Ähm … [Sperren: Dann] nimmst du die Arbeit war und … und eins, zwei, drei Minuten später irgendwie, nachdem du's wieder genossen hast, schließt du die Arbeit wieder.
  • So.
  • Dann kannste wieder den Alltag machen. Oder was anderes.
  • So.
  • [Pause.]
  • Die Arbeit wird dann also nie als … als …
  • Die ist jetzt [Sperren: da], ich sehe sie ja [Sperren: ständig], wenn ich dran vorbeigehe …
  • Man [Sperren: kann] sich nicht ständig daran … äh … daran … ähm … das nicht [Sperren: ständig] genie Genie ßen! Irgendwann flaut es halt ab.
  • So.
  • Das wird halt aufrechterhalten, ne? [Sperren: Nur] wenn man's sich bewusst macht … Also nur wenn man sich nen Moment Zeit nimmt und sich betrachtet, … Ja. Das macht's auf jeden Fall aus.
  • Also dass ich das mal hier einfach ausprobiere.
  • Mir 'ne Konstruktion hier überlege, wie es am besten … ähm …
  • Ich denke mal, das wäre dann nicht mit …
  • [Sperren: Na ja]! Das wäre dann die Frage. Soll der … Also … Soll die eigentliche Arbeit schön gerahmt sein mit Glas und so weiter? Ähm … Und da drinne sein? Also mit dem Rahmen? Oder soll der … soll die Verhüllung, diese … diese … dieser Kasten [Sperren: im] Rahmen sein und da [Sperren: drinne] ist dann nochmal die Arbeit?
  • Oder … Oder soll das [Sperren: gesamte] Ding umschlossen sein von … von … von so nem Kasten?
  • Ähm … Da fällt mir halt bloß erstmal ein … Wenn der Kasten halt alles umschließt, auch den Rahmen und so weiter und man sieht's halt nur, wenn man den öffnet, dann … äh … dann muss man sich halt überlege, wie sieht der Kasten aus, wenn der einfach nur so an der Wand hängt!
  • Es soll jetzt natürlich nicht total [Sperren: hässlich] aussehen. Ne?
  • Ja.
  • Oder [Sperren: schäbig] oder so.
  • Wenn man's sich an die Wand hängt, dann muss es ja bereits 'ne Eigenwirkung haben. 'Ne Gute.
  • So.
  • Das soll jetzt ja nicht unbedingt den Raum hässlicher machen!
  • [Pause.]
  • So.
  • Ähm …
  • [Pause.]
  • Ich weiß … Das hat jetzt halt alles seine Vor- und Nachteile. Ne? Wenn bloß dieser Holzkasten da ist, dann geht … dann merkt man wirklich, … äh … die gesamte Arbeit inklusive der Rahmung so, das ist halt da drinne. Das … Das muss man dann erst mal erfahren können. So. Und wenn ich halt den Rahmen rausnehme und die Verhüllung … äh … auch schon rein, die man dann auch öffnen kann, dann ist es … ist es konzentriert. Auf die [Sperren: eigentliche] Arbeit.
  • Ne?
  • Dann wird ja nicht der Bilderrahmen verhüllt, sondern nur noch die eigentliche Arbeit.
  • Dann ist es also konzentrierter!
  • Dann geht's [Sperren: wirklich] darum, … ähm … die Arbeit zu sehen. Und es hat natürlich auch … äh … im Räumlichen jetzt betrachtet … Wenn ich in den Raum gehe, sieht es natürlich schon besser aus, wenn ein Holzkasten [Sperren: in] einer Struktur, also wie … im Bilderrahmen, im Schattenfugenrahmen, sich befindet. So. Dann hat's bereits so nen …
  • [Schlucke.]
  • Dann ist bereits von … äh … Dann ist sofort klar, das ist [Sperren: irgendwas] mit Kunst.
  • So.
  • Wenn's so gerahmt ist. Ne? Das sieht dann nicht so aus, als hätte da jemand was … ähm … hängen lassen und das wird irgendwann mal gelüftet. Sondern es wird schon so wahrgenommen als … als mögliche Arbeit.
  • So.
  • Und … Und … Es regt vielleicht noch mehr dazu an, es dann auch zu öffnen.
  • Da ist noch … Diese Arbeit sehe ich noch nicht. Aber alles, was um die Arbeit herum ist, ist bereits sichtbar. Und es regt mich noch mehr an sozusagen den Kasten dann zu öffnen.
  • [Pause.]
  • Mir gefällt jetzt halt irgendwie [Sperren: beides].
  • Dass da drinne das dann auch noch mit dem Rahmen ist. So richtig … richtig ordentlich.
  • Mhm.
  • Schwer.
  • [Lange Pause.]
  • Na gehen wir jetzt mal davon aus, dass der Schattenfugenrahmen außerhalb ist. Und eben der Holzkasten wird wie 'ne dicke Leinwand so da rein… ähm … da hinten dann befestigt. Okay.
  • So.
  • Schattenfugenrahmen dann höchstwahrscheinlich weiß.
  • Also weißen.
  • So.
  • Holzkasten natura.
  • Mit, sagen wir, entweder 'ne Flügeltür wäre jetzt möglich, … So … Also dass man … Das ist eigentlich noch besser, als es von der Seite so zu öffnen. Sondern … Ja. Du stehst dann davor und nimmst [Sperren: beide] Hände und öffnest sie halt zum [Sperren: Rand] hin.
  • Also [Sperren: vom] Zentrum [Sperren: zum] Rand hin.
  • Von [Sperren: beiden] Seiten.
  • [Schlucke.]
  • Das heißt, du lässt dich in dem Moment schon mehr darauf ein, dass im Zentrum jetzt etwas erscheint. Du öffnest es gleichzeitig. So. Das ist so nen …
  • Das ist so 'ne Offenbarung dann höchstwahrscheinlich!
  • So [Sperren: vor] mir lüftet sich etwas.
  • Das ist was anderes, als wenn's halt so einmal von der Seite wie 'ne normale Tür geöffnet wird. So. Dann lugt so der linke Bereich bereits heraus. Und dann sieht man halt immer mehr, aber es ist halt so 'ne [Sperren: Richtung] vorgegeben. Und … äh … der Blick ist halt nicht vom Zentrum aus, sondern eben von links nach rechts.
  • [Sperren: Dann] mag ich das jetzt natürlich mehr, wenn … wenn sich das Auge bereits im Zentrum konzentriert. Weil dort ja sozusagen das erste … die ersten … ähm … Sachen sichtbar werden. Wenn's 'ne Flügeltür ist und man öffnet sie so.
  • Das ist jetzt auf jeden Fall 'ne Überlegung, das so zu machen. Mit einer Flügeltür.
  • [Pause.]
  • So.
  • [Schlucke.]
  • Ich meine, das mit den … Es müssen jetzt kene billigen Knöpfe sein oder so. Ähm … Woran man ziehen kann. Es ist ja bei Möbeln auch oft so, dass das … ähm … ähm … unten … ähm … so 'ne kleine …
  • Wie nennt man das?
  • Einkerbung.
  • Also wo man halt … ähm … den Finger dahinter schieben kann. Und den zieht man dann nach vorne. Das ist dann ohne Knauf sondern sone … sone kleine Anhebung … Einhebung oder so. Ähm …
  • Ja. Und damit kann man dann die ganze Tür nach vorne bewegen.
  • Das ist jetzt halt 'ne Flügeltür. Ne?
  • So.
  • Musste halt linke und rechte Hand benutzen. Also jeweils nen Finger oder so.
  • Ja.
  • Und öffnest es dann halt so.
  • Und das [Sperren: erste] was du siehst, das ist im Zentrum. Und dein Auge ist auch darauf gerichtet. Und nicht von links nach rechts, oder rechts nach links. Oder so. Von oben nach unten. Oder so.
  • [Sperren: Nee]. [Sperren: Genau] im Zentrum. Punkt.
  • Das ist gut.
  • Das ist sehr sehr gut.
  • So.
  • [Pause.]
  • Das Holz jetzt auch, Multiplex Birke, gefällt mir eigentlich. Und … ähm … dieser Griff oder was das dann ist, muss natürlich auch super gearbeitet sein. Dass es … Ja. Dass …
  • Ja. Das soll sogar [Sperren: handwerklich] gut rüberkommen. Ne?
  • Das … Das soll jetzt nicht billig sein. Das soll jetzt nicht schon künstlerisch sein oder irgendwie … Äh … Wie das jetzt in ist. Sondern das soll einfach handwerklich [Sperren: top] sein.
  • [Sperren: Ohne] 'ne Frage zu stellen!
  • Das wäre dann zum Beispiel auch … Ja … Dass ich … Dass ich mit 45 Grad arbeite. Und das jetzt nicht … Dass es gar nicht als Kasten mit Hohlraum wirken muss. Es ist wirklich … Es ist schon klar. Das ist das Handwerk Handwerk drumherum.
  • So.
  • Wie der Bilderrahmen! Der Schattenfugenrahmen! Der darf ja auch nicht weiter auffallen.
  • So.
  • Der muss einfach gut sein. Punkt.
  • Der steht nicht im Zentrum.
  • So wenig wie halt diese … ähm … diese … ja … diese … ja … diese …
  • Ähm.
  • … diese Holzplatte im Zentrum stehen sollte.
  • Oder die Holzleisten, die am Rand sind.
  • So.
  • Das ist gut. Okay.
  • [Pause.]
  • Dann öffne ich das.
  • Zu beiden Seiten eben hin.
  • Und … äh … Ja, der Schattenfugenrahmen ist halt … ähm … Der ist jetzt nicht … Der ist jetzt nicht [Sperren: so] dick, dass … dass die Türen nicht weit geöffnet werden können. Sondern die Türen kannste wirklich dann …
  • Was ist das dann?
  • 90 … Um 180 Grad halt … äh … dreht … äh … aufziehen …
  • Das heißt … äh … Die sind wirklich kompl… Die sind richtig … Die sind über den Rand des Schattenfugenrahmens so hinaus dann geöffnet.
  • Vielleicht.
  • Ich weiß jetzt nicht … ähm … Das ist jetzt wieder so 'ne Frage halt … ähm … wegen Farbe.
  • Sollen die jetzt weiß lackiert sein? Innen?
  • Also damit es nicht so auffällt?
  • Damit der Blick jetzt nicht da so abwandert?
  • Ähm … Muss ich gucken, wie das aussieht!
  • Unten und oben sieht man ja eh noch den Schattenfugenrahmen. Ne? Wenn die … Wenn die …
  • [Schlucke.]
  • … Dinger nur zur Seite eben aufgehen.
  • [Pause.]
  • Weiß ich jetzt nicht.
  • [Pause.]
  • Oder eben Schattenfugenrahmen oder Bilderrahmen ist halt [Sperren: Teil] dieser … also ist [Sperren: in] dieser Verhüllung drinne. Ist jetzt natürlich auch noch 'ne Möglichkeit. Dann hab ich das Problem nicht mehr, … äh … dass … dass [Sperren: um] die Arbeit herum es etwas …
  • Nicht wuschig.
  • Aber so … So das Auge ablenken könnte. Ne?
  • Sondern … Wenn … Wenn der Bilderrahmen halt komplett … äh … sichtbar ist, dann lenkt er diesen Blick nochmal so aufs Zentrum. Und es lenkt nichts ab.
  • Wenn jetzt aber die Türen halt [Sperren: über] diesen Schattenfugenrahmen links und rechts [Sperren: hinausgehen], dann gibt's ja diesen Schattenfugenrahmen … ähm … als Begrenzung nur noch oben unten unten. Links und rechts ist es gar nicht mehr sichtbar.
  • So.
  • [Pause.]
  • Oder vielleicht ist gerade [Sperren: das] gut! Dass … Dass es … Dass es nicht [Sperren: zu] gut aussieht. Denn dann schließt man das auch wieder. Weil … Weil das besser im geschlossenen Zustand … im Gesamten … aussieht. So.
  • Von weitem.
  • Dass man … Ja!
  • Nee!
  • Dass man das Gefühl hat, das ist jetzt nicht mehr … es sieht … es ist nicht mehr fertig. So. Es muss wieder [Sperren: ordentlich] gemacht werden.
  • [Pause.]
  • Also es ist jetzt [Sperren: Unordnung]. Man sieht halt nur noch die Hälfte des Schattenfugenrahmens. Und … äh … Wenn man jetze wieder weggeht und … äh … sein normales Geschäft jetzt macht, dann will man's wieder schließen. Weil ansonsten das unordentlich aussehen würde.
  • So.
  • Es würde nicht fertig aussehen.
  • Nicht [Sperren: vollendet]!
  • Vollendet ist es dann wieder, wenn's geschlossen ist.
  • [Pause.]
  • Eigentlich ist das gut!
  • [Pause.]
  • Jup.
  • [Pause.]
  • Eigentlich ist es gut.
  • [Pause.]
  • So.
  • Okay. Gehen wir jetzt davon aus. Schattenfugenrahmen drumherum. Holzkasten drinne. Ähm … 'Ne … 'Ne Flügeltür. Also man kann se vom Zentrum … muss man beide Hände nehmen, sie öffnen. Ohne Knauf. Sondern unten gibt's halt … Oder … Pfff … Oder in der Mitte …
  • Keine Ahnung.
  • … gibt's halt so 'ne kleinen … ähm … Einkerbungen. Wo man halt die Finger … ähm … ähm … schieben kann und dann halt rausziehen kann. So wie bei modernen Möbeln oft.
  • Wie ich's jetzt oft gesehen habe.
  • Ähm … Oder bei Küchenzeilen. Wo häufig auch kene … kene Knäufe mehr gibt so.
  • [Schlucke.]
  • Okay. Das ha'm wir jetze.
  • Wegen Farbe mach ich mir jetzt noch keine Gedanken.
  • Vom Schattenfugenrahmen höchstwahrscheinlich weiß.
  • Denn dieser … äh … Holzkasten hat ja auch bereits nen … Also wenn ich's jetzt naturbelassen, … ähm … Hat bereits 'ne Farbe.
  • So.
  • Oder weiß ich das auch?
  • Wäre jetzt auch die Frage!
  • Weiß lackieren?
  • [Pause.]
  • Nee.
  • Nee.
  • Nee nee.
  • Ich glaub nicht.
  • Ich weiß es jetzt noch nicht.
  • Erstmal sagen wir mal: Ich lass das Holz.
  • So.
  • Schattenfugenrahmen aber weiß. Damit da nen kleiner Kontrast da ist. Das sieht dann auch gut aus. So handwerklich auch.
  • Genau.
  • So.
  • Dann [Sperren: öffne] ich es.
  • [Pause.]
  • Aber ich sollte es lackieren!
  • Zum saubermachen … Also zum schützen.
  • Wenn man jetze mit den Händen immer rangeht … Dass man den Dreck wieder abbekommt.
  • So.
  • [Schlucke.]
  • [Pause.]
  • Dann hab ich's geöffnet.
  • So.
  • Die Türen kann man halt um 180 Grad öffnen.
  • Ne?
  • So richtig schön weit!
  • So.
  • Die stehen ja nicht mehr hervor. Die … Die … äh … nehmen nicht mehr [Sperren: Licht] weg. So. Die sind wirklich dann … Das Licht kann also wirklich von den Seiten dann draufkommen. Ohne irgendwelcher störender Schatten.
  • Was ja auch ganz wichtig …
  • [Pause.]
  • So.
  • Dann stehe ich davor.
  • [Schlucke.]
  • [Pause.]
  • Und [Sperren: jetzt] wäre es natürlich am besten …
  • Das ist jetzt die Frage!
  • So nen normaler Bilderrahmen mit Glas. Das Glas ist … ist ja oft schon so 'ne Barriere.
  • Es spiegelt sich vielleicht. Je nachdem, was es für nen Glas ist.
  • Also man spiegelt sich bereits. Das lenkt ja wieder ab, ne?
  • Man kann nicht ganz nah rangehen. Ähm …
  • Ob ich das dann [Sperren: ohne] Glas mache … Ich meine, das Bild ist ja an sich erstmal 365 Tage geschützt. Ne? In so nem Raum drinne.
  • Ist auch mit guter Belüftung, ne?
  • So. Es gibt jetzt nischt … Also von Feuchtigkeit oder so. Was sich ansammeln könnte. Das ist ja auch positiv.
  • Ähm … Ja. Aber es müsste halt gut befestigt sein und so.
  • Und … ähm … Das Glas … Also man öffnet es …
  • Ne? Das wäre jetzt der Unterschied. Wenn man es öffnet, … äh … diese Flügeltüren, dann öffnet man gleichzeitig … dann öffnet man [Sperren: alle] Barrieren!
  • Zu der … Zu der [Sperren: Kunst]. Zu der Arbeit, die drinne ist.
  • So.
  • Also es gibt [Sperren: nichts] mehr zwischen einem und der Arbeit.
  • [Sperren: Das] hat eigentlich auch was!
  • Ja.
  • Es gibt [Sperren: nichts] mehr zwischen einem und dieser Kunst. Man kann … Man kann richtig reintauchen.
  • Wenn die Kunst in nem Bilderrahmen drinne ist, wie normalerweise, dann gibt's halt diese Barriere. Also dieser Zwischenbereich halt.
  • Das [Sperren: Glas].
  • Was halt die Luft vor und die Luft danach … ähm … [Sperren: abtrennt].
  • Das sozusagen den Betrachter auf der [Sperren: einen] Seite lässt und die Kunst ist auf der [Sperren: anderen] Seite. Man kann [Sperren: nie] eins werden.
  • So.
  • Wenn man das jetzt mal so sieht.
  • Wenn man das so ausdrücken will.
  • [Pause.]
  • Genau.
  • Und wenn's da gar kein Glas mehr gibt und du öffnest es dann, dann kannste richtig reintauchen.
  • Es gibt [Sperren: keine] störenden Effekte oder so.
  • [Sperren: Du bist drinne].
  • Punkt.
  • Das ist sehr sehr gut!
  • Ja.
  • [Pause.]
  • Auch wenn's 'ne Zeichnung oder so ist. Die ist ja dann geschützt normalerweise. So.
  • [Schlucke.]
  • Man darf halt nicht niesen in dem Moment!
  • [Pause.]
  • Dann … Dann … Das ist nicht gut.
  • Das …
  • Jetzt wieder die Überlegung halt, wenn's jetzt in ner Ausstellung ist, ne? Kannste nicht davon ausgehen, dass niemand davor gähnt. Und dann seine Partikel da hinterlässt.
  • Da muss ich nochmal gucken!
  • So.
  • Aber im Privaten … ähm … Auf jeden Fall so [Sperren: rein lassen]. So. Einfach nur [Sperren: rein] die Arbeit. Ohne … Ohne … Ohne [Sperren: Schicht] davor.
  • Man kann sie direkt erleben!
  • Das ist gut.
  • [Pause.]
  • Das ist sehr sehr gut.
  • [Pause.]
  • Ist halt jetzt auch nochmal die Frage, wie der … wie der gestaltet ist.
  • Ähm … Hab ich den schwarz gefärbt? Oder … ähm … Nochmal mit so nem Karton ausgelegt? Wie er … Wie das normalerweise bei … ähm … Rahmen gemacht wird. Wo eine Einlegetiefe existiert. Also wo …
  • Na wie heißt das?
  • Na ja. Doch. Ähm … Wo halt richtig Luft im Rahmen drinne ist, wird ja dann auch die Rückwand und werden die Seiten mit nem Karton kaschiert. So.
  • Glaube ich.
  • Mache ich das dann auch?
  • Oder ist das auch bloß das Holz?
  • Oder lackiere ich das? Also matt natürlich.
  • Schwarz? Weiß?
  • Keine Ahnung!
  • Weiß ich jetzt nicht.
  • Das … Das ist ja auch nochmal was. Was ich … Was ich austüfteln kann.
  • Genau. So.
  • [Pause.]
  • Man hat's dann geöffnet. Man sieht's. Man kann sich darauf einlassen.
  • Und da das dann ja unordentlich ausschaut, wenn man wieder wegtritt, …
  • Wenn man davor steht, dann lässt man sich ja auf die Arbeit ein. Dann sieht man eh nicht die [Sperren: Unordnung] drumherum.
  • So.
  • Also dass der Schattenfugenrahmen nicht mehr richtig sichtbar ist. Und dass die Dinger da halt … die Flügeltüren so da rübergehen.
  • Das sieht man glaube ich in dem Moment gar nicht mal.
  • Das nimmt man gar nicht wahr!
  • Da kann man [Sperren: ganz ganz] nah rangehen und, wenn das jetzt nen Geradenbild ist, jeden Strich verfolgen und … ähm …
  • Ja.
  • Du siehst jede [Sperren: Welle], die in der Arbeit drinne ist.
  • Das ist sehr sehr gut.
  • Du kannst das Motiv … Du kannst auch ein bissel weiter wegtreten und das Motiv dann nochmal richtig sehen.
  • Das ist sehr sehr gut.
  • Und dann …
  • Und dann …
  • Da dann aber normalerweise wieder Unordnung herrschen würde, wenn du das jetze so offen lässt, … Das sieht halt … Da ist was geöffnet, was eigentlich zu muss.
  • So.
  • Der Schattenfugenrahmen ist nicht komplett sichtbar. Das sieht [Sperren: unfertig] aus.
  • So.
  • Außerdem … Wegen Staub und so … Will man das dann ja auch wieder schützen!
  • Also das ist auch nen guter Grund, ne? Also wenn … wenn's jetzt jemand gekauft hat. Oder wenn ich's jetzt hier habe. Zum Beispiel. Dann will ich's ja schützen und so.
  • Schützen heißt, dass ich es, nachdem ich es betrachtet habe, auch wieder schließe.
  • Anders als beim Bilderrahmen mit dem Glas. Da ist es [Sperren: immer] geschützt. Ob ich davor stehe oder nicht. Das macht's dann halt wieder … so … so nebenbei. So [Sperren: beiläufig] mal nachgucken. Ohne … Ohne sich Gedanken machen zu müssen. Ähm … ähm … ähm … W… W… Wi…
  • Ist die Arbeit dadurch beschädigt, wenn sie die ganze Zeit so offen da liegt?
  • Na ja. Okay. UV-Licht spielt dann sicherlich auch noch 'ne Rolle. Das wäre dann auch kein Problem.
  • Auch interessant. Ich schütze es sozusagen auch vor … vor dem [Sperren: Sonnenlicht]. Die sind ja ein bissel anfällig. So oder so. Wird irgendwann passieren.
  • Ich glaube …
  • [Schlucke.]
  • … es gibt halt Glas, was das abblocken kann. Aber ich glaube auch nicht alles. So.
  • Wird ja auch immer gesagt. Dass man die nicht in … äh … so hängen soll, dass die Sonne immer raufkommt.
  • So.
  • Sondern … Genau. So.
  • Das wäre jetzt auch nicht das Problem.
  • Dann …
  • Man hat sich's angeguckt.
  • Man durfte es wieder entdecken. Erfahren!
  • [Pause.]
  • Man konnte sich darauf einlassen. Und [Sperren: dann] nimmt man wieder beide Hände, die Finger, und schließt von [Sperren: beiden] Seiten wieder den Kasten zu.
  • Und das Bild wird zum Zentrum hin immer kleiner. Der Blick bleibt ja dann im Zentrum. So. Der wandert ja nicht von links nach rechts oder von rechts nach links. Sondern von [Sperren: beiden] Seiten schließt sich das ja. Der Blick kann sozusagen im Zentrum bleiben.
  • Das heißt, man … man nutzt … Das ist wie beim … beim Sonnenuntergang. Vielleicht. Man nimmt noch so den [Sperren: letzten] Moment …
  • Man kann noch den letzten Moment wahrnehmen, wo die Sonne … ähm … sichtbar ist. Wo noch 'ne Rötung …
  • Nee!
  • Nicht die Rötung! Also nicht die Nachwirkung! Sondern die [Sperren: Sonne].
  • Dieser Kreis an sich.
  • Wo noch ein bissel was über dem Meer hinausguckt.
  • So.
  • Dieses [Sperren: letzte] Aufglitzern.
  • Aufblitzen!
  • Das ist ja dann auch … Wenn du das mit den Flügeltüren schließt, du kriegst noch im Zentrum so dieses [Sperren: letzte] bisschen … äh … was von der Arbeit erfahrbar ist, ab.
  • Dann macht's [Sperren: Klick].
  • Höchstwahrscheinlich.
  • Und der Kasten ist geschlossen.
  • [Pause.]
  • Da ist's halt wieder vorbei und man kann sich wieder um andere Sachen kümmern.
  • So.
  • Die Arbeit ist [Sperren: bis] zum nächsten Besuch, bis zum [Sperren: intensiven] Besuch, zumindestens intensiver als normalerweise, als wenn es immer offen stehen würde, halt wieder für sich. Ja.
  • Ist sozusagen in Ruhe gelassen.
  • Das finde ich sehr sehr gut.
  • [Pause.]
  • Ob das jetzt für Ausstellungen ist oder nicht … Das ist jetzt erstmal egal. Es geht jetzt erstmal darum, es einmal umzusetzen.
  • Für [Sperren: mich].
  • Richtig ordentlich.
  • Also … Wegen dem 45-Grad schneiden müsste ich halt dann eben doch auf Alberti warten. Jetzt sind … äh … Semesterferien.
  • Sind die schon?
  • Muss ich mal nachgucken.
  • [Pause.]
  • Vielleicht sind sie auch nicht. Dann hätte ich jetzt die Möglichkeit …
  • Ich muss da mal … Ich muss ja eh nochmal in die HGB.
  • Diese Verhüllung abmachen. In den Klassenraum stellen. Von dem Flur.
  • Dann schaue ich mal, ob der vielleicht da ist.
  • [Pause.]
  • Also dass ich [Sperren: einmal] so nen … Wie ich ihn mir vorgestellt habe …
  • Mache.
  • Mit den Flügeltüren.
  • [Schlucke.]
  • Und wirklich handwerklich so, dass es da nichts zu bemängeln gibt. So.
  • Auch vor mir selber natürlich.
  • Aber ich glaube, das ist da kein Problem. Der hat ja glaube ich auch … Da kann man ja auch die Bilderrahmen machen. Die müssen ja immer gut aussehen. Der hat das Werkzeug dafür.
  • Das ist sehr sehr gut.
  • [Pause.]
  • Und wie ich jetzt den [Sperren: Innenraum] ausstatte, ne?
  • Ob ich das jetzt schwarz lackiere oder so …
  • Nee. Das ist … Erstmal geht's um den Kasten. Den vor sich zu haben.
  • 'Ne Arbeit einfach mal reinzuhängen. So. Und in dem Moment entscheidet sich ja dann … ähm …
  • Auch der Schattenfugenrahmen. Will ich den weiß haben? Soll ich den weiß färben? Will ich das Holz noch behandeln? Oder den Innenraum noch schwärzen?
  • Keine Ahnung!
  • Da gibt's ja …
  • Oder mit Stoff verlegen.
  • Keine Ahnung!
  • So.
  • Das … Das ergibt sich dann alles, wenn ich davor stehe und diesen Akt halt vollführe. Mit dem Öffnen. Ähm … Mit dem Ansehen und mit dem … äh … Schließen und so.
  • Was … Was … Was halt … Wie's halt am Besten ist.
  • Das wird sich dann ergeben!
  • [Pause.]
  • Die … Die Möglichkeiten hab ich dann ja auch, das umzusetzen in dem Moment.
  • So.
  • Das ist natürlich … Das greift jetzt natürlich … [Sperren: Diese] Art der Verhüllung …
  • Also wo man sie öffnen kann, wo man sich drauf einlassen kann, auf die Arbeit.
  • … greift wieder was anderes auf. Ne?
  • Also dass es jetzt nicht mehr diese … meine Generalkritik …
  • Mache ich ja gerne. Also null oder eins.
  • Äh … An Gegenwartskunst Gegenwartskunst . Die ich eigentlich selber eigentlich nicht verstehe.
  • Eigentlich [Sperren: nie]. Wenn ohne Titel oder so.
  • Wenn das wirklich Gegenwartskunst ist. Ne? Also was jetzt …
  • [Schlucke.]
  • Wo nischt gegenständlich ist.
  • Das will ich jetzt ja auch wieder ausklammern. Wo ich … Wo ich … Wo ich nen Reiz habe. Womit ich was anfangen kann. Will ich jetzt auch ausklammern.
  • Sondern wo irgend nen Gegenstand auf dem Boden liegt, der … der im Alltag … Mit dem ich eigentlich überhaupt nichts anfangen kann. Also dass ist für mich dieser Gegenstand und der regt in mir nichts.
  • So.
  • Um [Sperren: das] geht's mir halt. Das ganze Zeug, … ähm … mit dem ich selber nichts anfangen kann … Dass ich das halt auch in der Verhüllung irgendwie ausdrücken kann.
  • Wenn's so 'ne radikale Verhüllung ist, ne?
  • Also ein komplettes [Sperren: Ablehnen] des [Sperren: Gesehenwerdens].
  • So.
  • Das ist natürlich nen anderes Thema, ne? Als eben bei dem dann doch wieder öffnen können und schließen können.
  • So.
  • Hat zwar auch Überthema "Verhüllung", so.
  • Ob man es jetzt auch [Sperren: Enthüllung], oder [Sperren: Verhüllung] …
  • Aber … ähm … Na ja. Die … Die Idee, komplette Abschottung, … Auch vor mir selber, ne? Wenn ich's jetzt nicht mehr öffne. Zum Beispiel bei … der Arbeit, die im Klassenraum hängt. Die öffne ich ja nicht nochmal.
  • So.
  • Oder eben … Die [Sperren: Möglichkeit] geben, es zu öffnen.
  • Ob jetze im … im … im öffentlichen Bereich, oder ob's da noch geschlossen ist. Mit Vorhängeschloss oder so.
  • Oder wie auch immer. Wo man also merkt: Da kann niemand ran. So.
  • Und dann erst im Privaten, oder wenn's jemand gekauft hat … Dass er dann die Möglichkeit hat, es zu sehen. Und alle anderen haben halt nur diesen Holzkasten vor sich gehabt.
  • Hat ja auch was!
  • Von der Idee her.
  • So.
  • Privileg sozusagen.
  • Schürt natürlich bei denen, die's nicht sehen, nen kleines … kleines Hassgefühl. Keine Ahnung.
  • So nen … Nee. Nicht Hass. Sondern …
  • Nicht beleidigt. Sondern …
  • [Sperren: Neidisch].
  • Neid, genau.
  • So.
  • Ich darf's nicht sehen. Und dieser Arschkünstler …
  • So.
  • Aber auch für mich selber halt. Wenn ich's hier einmal ausprobiere … Dass ich das hier in meinem Raum halt … dann … dann aufbaue. An die Wand … äh … hänge und dann halt selber mal gucke, was das bei mir dann bewirkt.
  • Und … ähm … Vielleicht dann auch mal einfach in den Klassenraum hängen.
  • Dann halt geschlossen.
  • Und schauen, wie … wie das intuitiv aufgenommen wird.
  • Ne?
  • Ohne Erklärung oder so.
  • Ob dieser [Sperren: Drang] besteht, es zu öffnen. Wenn ich das halt irgendwie so zusperre, … äh … dass man's nicht öffnen kann. Was es bewirkt in einem. So.
  • Dieser [Sperren: Drang] es öffnen zu wollen, es aber nicht zu können.
  • Und dann nochmal mit dem Verweis, wenn es jetzt im … äh … in einem Raum … in einem Rahmen ist, wo es jetzt nicht … äh … so massenhaft Leute vorbei schlendern oder vorbeiziehen, …
  • Nach Reizen [Sperren: hungern]!
  • Wo ich nicht mitmachen will.
  • [Schlucke.]
  • Oder … ähm … Ja. Genau. Was das dann halt bewirkt.
  • So.
  • Wenn man das weiß, als Hintergrund.
  • [Schlucke.]
  • Na dann lass mich das mal ausprobieren!
  • Nebenbei kann ich natürlich immer noch diese … ähm … diese [Sperren: Totalverweigerung] umsetzen.
  • Die gefällt mir immer noch!
  • Es muss … Es ist jetzt ja wieder so nen [Sperren: Dilemma] zwischen … ähm …
  • Ich möchte … Also ich [Sperren: will] natürlich … ähm …
  • Mhm …
  • Ich will natürlich nicht bloß selber … Also …
  • Pfff.
  • [Sperren: Na ja!] Bei dem Hintergrund … Wenn's jetzt jemand kaufen soll. Oder so.
  • [Sperren: Niemand] wird's kaufen, wenn da … wenn da nicht … äh … wenn er nicht die Arbeit …
  • [Sperren: Außer] er sieht jetzt in der [Sperren: Verhüllung] die Arbeit. Das wäre natürlich auch wieder die Frage, ne?
  • Ist natürlich auch wieder für mich … äh … äh … viel interessanter eigentlich. Wenn jetzt [Sperren: andere], auch wenn ich's nicht tue, in der [Sperren: Verhüllung] die Arbeit sehen. Und [Sperren: das] halt so gut finden und es kaufen.
  • Dann muss ich gar nichts zeigen.
  • Dann ist's wirklich … Dann kann ich für mich bleiben. Und kann … äh … Ja. Kann [Sperren: frei] agieren. Ohne immer in Gedanken zu sein, wie könnten die [Sperren: anderen] das wahrnehmen.
  • Dann geht's wirklich nur noch um [Sperren: meinen] … [Sperren: Das], was ich ausdrücken will, drücke ich aus und niemand wird es jemals in …
  • Ja. Mich [Sperren: interessiert] es dann vielleicht auch gar nicht!
  • So.
  • Wie das andere wahrnehmen tun.
  • Da wäre es dann natürlich am besten, wenn das so ist, dann … dass die … die [Sperren: Verhüllung] … Das Thema der Verhüllung … ähm … Dieses [Sperren: Sperren] … äh … kaufen.
  • [Sperren: Deshalb] und nicht wegen der Arbeit [Sperren: drinne].
  • Die sie dann halt für sich selber im Privaten sehen können … äh … Oder so.
  • [Pause.]
  • Ich meine, ne? Es ist jetzt kein Problem [Sperren: beide] Stränge zu machen. Wie ich halt vorhatte auch … äh … zu überlegen, Arbeiten zu machen, denen ich einen Titel wie "Selbstporträt" oder "Landschaft in Blau" gebe, wenn das Bild da drinne ist, was verhüllt ist, …
  • Das macht ja wieder was ganz anderes auf!
  • So.
  • Das ist … ähm … Also es ist [Sperren: echt] krass, was man so mit Verhüllung, … äh … je nachdem … Was kleinste Änderungen be… be… Greifen ganz andere Themen auf.
  • So.
  • Und … Es spricht ja nichts dagegen, das zu machen.
  • Ich meine, ich lebe ja noch nen bissel.
  • Und ich … äh … glaube halt auch nicht, dass ich diese radikale Verhüllung für immer und ewig …
  • [Räuspere mich.]
  • … äh … machen werde. Auch wenn ich's jetzt natürlich [Sperren: dachte]. Als ich sie gemacht habe!
  • Das … Das finde ich aber eben auch wichtig.
  • In dem Moment nicht projektbezogen denken, sondern … sondern davon [Sperren: überzeugt] sein, das ist es jetzt, was ich machen will.
  • Und Punkt.
  • So.
  • Ohne Zeit und Raum.
  • [Aufnahme Ende.]
HGB Rundgang 2016 verhüllte Flurarbeit abgehangen Einzelgespräch Bachmann mit Besprechung Fräse Fräse -Material angefangen danach gut zwei Stunden über fehlende Fußsohlen-Abbildungen für Aktzeichenkurse, über menschlichen Ausdauervorteil bei der Jagd nach Nahrung, über Whisky, Wein und Geschmack, über die Moderne, über Planeten-Entdeckung, über Naturforscher, über Spezialisierung in der Wissenschaft und Zugang für Laien, über das (für mich nachvollziehbare) Unverständnis der Bevölkerung gegenüber staatlicher Kunstförderung und über Verlangen nach "ehrlichem Schaffensdrang" geredet insgesamt: sehr anregend, hat mich auch wieder im Verhüllen bestärkt notiert unbedingt: großes Geradenbild von Ramses Ramses herstellen (wie "Katze auf Tisch") notiert Zweifel Zweifel an der Kunst allgemein und damit Zweifel am eigenen Schaffen nicht verbergen, Problem offensiv hinaustragen Geradenbild umsetzen Idee Flügeltür für verhüllte Arbeit im kleinen Format umsetzen Entwurf für großes Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt , Plotterzeichnung und schwarzer Aquarellfarbe ganzkoerper_tusche-k.jpg umsetzen 1 amorphe Formen aus Geraden (je Form unterschiedliche Winkel und Farben) 2 Idee mit Formen, die auf großem Bild aneinander gelegt sind 3 kleine quadratische Zeichnungen aus jeweils einer Linie
Ganzkörperporträt mit Fotodruck auf Folie (Entwurf)
Ganzkörperporträt mit Fotodruck auf Folie (Entwurf)
(mit Notizen der letzten vier Tage) Standpunkt Geradenbild Geradenbild verhüllt verhüllt Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Ich werde jetzt nochmal versuchen, meine Gedanken zu den verhüllten Arbeiten zu verschriftlichen. Und hier auch nochmal kurz … ähm … gedanklich wiederzugeben.
  • [Pause.]
  • Das wird immer wieder ergänzt.
  • Höchstwahrscheinlich.
  • So. Zum [Sperren: Ursprung Ursprung ]. Für mich selber noch einmal. Es hatte ja angefangen … Tja. Müsste ich halt nochmal recherchieren. Vor ein paar Jahren?
  • Eins, zwei, drei Jahren.
  • Ähm … Wo ich irgendwie … ja … in einer Schaffenskrise war.
  • [Pause.]
  • Und halt mit … merkte …
  • [Sperren: Nee]. Das war eben anders!
  • Das war ja das …
  • [Sperren: Okay]. Es hatte glaube ich eher [Sperren: so] angefangen, dass ich sehr [Sperren: überzeugt] von einigen meiner Arbeiten war.
  • Also wenn ich in meinem stillen Kämmerchen sozusagen bin und die ganze Zeit was produziere, niemand kann's kritisieren, weil ich's nicht nach außen zeige, … Also nur [Sperren: ich] sehe es.
  • Nur [Sperren: ich] bewerte es!
  • [Schlucke.]
  • Und das fällt natürlich dann … Also nicht natürlich. Es fällt manchmal ziemlich deutlich aus. Und zwar, dass es sehr sehr sehr sehr sehr sehr gut ist.
  • [Pause.]
  • Ob ich dabei nun Alkohol Alkohol getrunken hatte oder nicht, das weiß ich jetzt nicht mehr!
  • So. Und … Wenn ich dann so überzeugt von etwas bin, das gefällt mir ja. Das schüttet irgendwelche … ähm … äh … Sachen in meinem … äh … Körper aus. Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Merke ich dann aber Stunden oder Tage später, das, was ich mir zusammengereimt habe, oder das, was ich so gelobt habe, was ich so gut fand, …
  • Das finde ich zwar gut. Aber es ist am [Sperren: Ende] eine Arbeit unter … so …
  • Jetzt kommt halt eine mögliche Begründung.
  • Unter [Sperren: Millionen] von Künstlern.
  • Die [Sperren: heute] leben.
  • Die gelebt haben.
  • Die noch kommen werden!
  • Also [Sperren: extrem] viele Künstler, die [Sperren: extrem] viel produzieren!
  • Extrem viele Themen haben! Ähm … Extrem viele Meinungen vertreten. Ähm … Vorstellungen von dem, was [Sperren: Kunst] sei.
  • Was gute Kunst sei und was keine gute Kunst sei!
  • So. Und dass das halt nur eine einzige Position ist und ich war halt von meiner einzigen Position überzeugt.
  • So.
  • Und dass mich das halt, in dem Moment Moment , wo ich darüber nachdenke, wieder … mich wieder auf den Boden zurückbringt.
  • [Pause.]
  • Also ich mir wieder sagen kann oder [Sperren: muss], … ähm … [Sperren: Stopp]! Ähm … Ich war zwar überzeugt, …
  • Ich [Sperren: bin] zwar überzeugt, …
  • Aber gleichzeitig weiß ich halt, es ist … ähm … nichts, was die Welt jetzt revolutionieren wird.
  • [Sperren: So]!
  • Wenn das jetzt nen Ziel gewesen wäre. Davon.
  • [Schlucke.]
  • Ähm …
  • Das ist halt ein möglicher Ansatz. Ich [Sperren: glaube], so hat das angefangen. Es kann aber auch genauso gut sein, dass ich mir … dass ich eben in einer kleinen … äh … Schaffenskrise war. Beziehungsweise das halt hinterfragt hatte.
  • [Sperren: Warum mache ich das?]
  • [Sperren: Warum mache ich das?]
  • [Sperren: Warum mache ich das?]
  • Ähm … Hat doch eh kein Sinn!
  • Und dass ich das deshalb dann verhüllt habe, weil … [Sperren: Genau]! Das ist ja meine aktuelle Idee jetzt auch noch, … ähm … [Sperren: Weil] ich diesen Schaffensdrang habe. Also etwas kreieren [Sperren: möchte].
  • [Sperren: Obwohl] ich gleichzeitig weiß, das ist jetzt nicht weiter … ähm … wichtig.
  • [Pause.]
  • Was auch immer "wichtig" bedeutet.
  • Aber so gefühlt halt wichtig.
  • Also dieser [Sperren: Drang] ist da. Das wird halt höchstwahrscheinlich irgendwas evolutionäres sein. Ansonsten wäre ja gar nichts … ähm … Also wäre der Mensch nicht das, was er heute ist.
  • [Sperren: Hätte] er irgendeinen Schaffensdrang nicht, etwas aufzubauen, ein Haus zu bauen, Tiere zu … zu sammeln, … ähm … Nutzen daraus zu ziehen, zu handeln, und so weiter und so fort … Also das ganze Handeln und Tun. Ähm … Das ist ja irgendwie nen Drang in uns drinne. Und … ähm … Der ist halt biologisch jetzt so. Das muss ich akzeptieren!
  • Das [Sperren: will] ich akzeptieren!
  • Das [Sperren: mag] ich ja!
  • Ich mag ja dieses Gefühl, wenn ich etwas mache, wenn ich etwas schaffe und ich sehe halt dahinter einen Sinn. Oder fühle mich halt in dem Moment, während ich tätig bin, sehr lebendig.
  • So.
  • Ähm …
  • Und diese … diese … diese …
  • [Sperren: Diskrepanz] nennt man das, höchstwahrscheinlich.
  • Zwischen … ähm … diesem [Sperren: Verlangen], etwas zu tun und [Sperren: gleichzeitig] diesem Wissen, auf der gedanklichen Ebene eben, … äh … Das ist aber nicht … Also dass ich es halt mache, weil es diesen [Sperren: Trieb] gibt. Aber es macht's nicht unbedingt sinnvoll. Also auf einer … einer höheren Ebene.
  • Es mag zwar sinnvoll jetze im aktuellen Geschehen sein. Weiß ich nicht, wenn man's wirtschaftlich sieht. Man kann's verkaufen, man bekommt Geld dafür. Man kann sich die Wohnung leisten.
  • Essen leisten!
  • Und so weiter.
  • Ähm … Oder man sieht es auch noch einmal auf ner anderen und sagt: Man bekommt halt Lob dafür, Kritik dafür, kann ausstellen, wird gesehen. Und das spricht wieder andere Dinge in einem auf positiver … ähm … auf positiver Weise an. Man kann auch sagen, man kann … ähm … seine eigene Meinung kund tun. Nach außen.
  • Ähm … Einfach bloß dem Trieb halt, etwas schaffen zu wollen, Ausdruck zu verleihen.
  • So.
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Also es ist halt … Genau.
  • [Sperren: Deshalb] diese Verhüllung.
  • Ich [Sperren: hab] den Drang. Ich will den ja nicht unterbinden. Ich möchte es jetzt nicht … Ja, ich möchte es mir ja nicht verbieten. Dann geht's mir ja nicht gut. Dann fühle ich mich eingezwängt.
  • Dann kommt mir das Leben sofort total sinnlos vor.
  • Sondern ich lass dem halt freien Lauf!
  • Tue es einfach. Ähm … Weiß aber im Hinterkopf immer schon, … ähm … Gehe sozusagen sachte ran. Oder wenn das Ergebnis da ist, du kannst dich freuen. Oder ich tu's dann automatisch.
  • Bin begeistert davon!
  • Siehe darin nen riesen großes Ding! Will das ein [Sperren: Leben] lang machen.
  • Ähm … Weiß … Oder sollte mir dann aber immer gleichzeitig sagen, dass es …
  • [Sperren: Nimm dich wieder zurück].
  • So.
  • Das haste jetzt kreiert. Aber es ist …
  • Na ja, wie soll ich das sagen?
  • Es ist ja für das [Sperren: eine] Leben jetzt gut. Wenn ich so denke. Und wenn ich auch danach handel.
  • Aber wenn ich mir … Jetze weg von der Erde gehe. Von … Vom Weltall Kosmos die Erde aus betrachtet … Wir sind ja ein Teil davon, aber jetze sozusagen wegfliege.
  • Immer weiter weg.
  • Die Erde wird immer kleiner kleiner kleiner kleiner.
  • Irgendwann ist sie gar nicht mehr zu sehen.
  • Und … Um … Um einen herum ist halt nur noch …
  • [Sperren: Leere].
  • Sterne. Vereinzelt.
  • Galaxien sieht man vielleicht ganz ganz weit weg.
  • Oder man kommt irgendwann, nach Jahren, Billion keine Ahnung was Jahren, irgendwann mal, in ner neuen Galaxie an. Und …
  • [Schlucke.]
  • Eher Millionen werden es sein. Oder Tausende. Kann ich mir jetzt nicht vorstellen, dass das so weit weg ist!
  • [Sperren: Zumindestens] ist es nen riesen großer Raum. In dem riesen großen Raum gibt es einen winzigen … nen … Ja! Schon einen … [Sperren: Punkt].
  • Wenn man's im großen sieht ist es nur ein Punkt.
  • Für uns ist es eine [Sperren: Kugel].
  • Aber … Wenn man's von ganz ganz weit weg sieht, ist es nur noch nen Punkt. Und auf diesem Punkt grassieren halt extrem viele Gedanken.
  • Extrem viel passiert dort. An … An … ähm … Da schaffen Menschen mit ihren Händen etwas. Sie denken! Sie sprechen!
  • Sie führen Kriege.
  • Sie haben Frieden!
  • Da passiert so viel.
  • [Schlucke.]
  • Und sobald man aber von der Erde, denke ich mir, weggeht und sich von ihr abkapselt, ist das irgendwie … Weiß ich nicht …
  • Wo ich mir auch schonmal 'ne kleine Arbeit ausgedacht hatte …
  • Ist das sowas wie ein [Sperren: Theater]. Also eine Aufführung. Ein Schauspiel.
  • So.
  • Vorhang kann man halt zumachen. Dann spielt's sich dahinter meinetwegen weiter ab, aber es ist halt … ähm … Es hat halt nicht mehr die Bedeutung, die wir dem selbst beimessen würden … Tun. Solange wir Teil davon sind.
  • So.
  • Und …
  • Diesen Drang halt etwas von oben, oder etwas weiter weg zu sehen, hab ich halt irgendwie. Das relativiert die eigene Arbeit. Das eigene Handeln.
  • [Sperren: Aber] eben auch das Tun der anderen.
  • Also … Ich kritisiere mich dann nicht bloß selber. Oder stufe mich selber herab. Sondern für mich ist … Also ich sehe dann [Sperren: alles], was die Menschen machen, eben gelassener.
  • Oder verstehe halt nicht, wenn sie sich über [Sperren: irgendwas] groß aufregen.
  • Oder so.
  • Ähm … Wenn man einfach mal nen Schritt sozusagen zurücknimmt und das mal von einer neutraleren Sicht aus betrachtet, …
  • [Schlucke.]
  • So.
  • Und diesen Gedanken, sich zurücknehmen oder einen Schritt zurück zu gehen und … ähm … sich selber zu betrachten, das Handeln zu sehen, … ähm … der steckt halt in der verhüllten Arbeit mit drinne.
  • [Pause.]
  • Ich hab den Drang. Ich mache es. Wie schon gesagt.
  • Ähm … Jetzt kommt aber der nächste Schritt: Ich [Sperren: verhülle] es.
  • Das heißt: Ich … ähm … Ich zeige vor mir selber, … ähm … dass ich verstanden habe, dass das, was ich gemacht habe, eben jetzt nicht … ähm … die Welt sehen muss. Dass es die Welt nicht sehen muss.
  • Wie vieles … Oder vieles …
  • [Sperren: Alles] muss die Welt nicht sehen!
  • So.
  • Darum geht's gar nicht mal. Sondern ich kann für mich selbst dann sagen: Ich muss jetzt nicht auch noch sozusagen rumbrüllen.
  • So.
  • Auch wenn ich natürlich das Verlangen danach habe. Wie gesagt. Das … Das steckt in uns irgendwie anscheinend drinne. Oder in den meisten Menschen.
  • [Sperren: Die] haben überlebt!
  • So.
  • Andere, die das nicht hatten, damals, als es die soziale Gesellschaft noch nicht gab, … Na ja … Die sind verhungert oder so. Heute gibt's da ja Hilfsmittel von der Regierung, also vom Staat. Von … Von … Von Gruppierungen und so. Die dann die Leute noch unterstützen.
  • Das ist auch okay.
  • Gut so!
  • Das ist unser Menschenbild halt. Also das gehört dazu.
  • So.
  • Also ich nehme mich sozusagen wieder zurück. Und gebe damit natürlich wieder nen Statement. Nach draußen. Also … ähm … Ich sage sozusagen, dass ich … ähm … dass das, was ich mache … ähm …
  • [Schlucke.]
  • … die Welt nicht unbedingt sehen muss. Ich hab den Drang, deshalb mache ich's. Deshalb muss sie es aber nicht sehen.
  • Und ich hab natürlich den Drang es zu … Eigentlich zu zeigen. Also nach [Sperren: draußen] zu gehen und es zu präsentieren. Nämlich um Feedback zu bekommen. Um … Um mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen. Ähm …
  • Meinungen auszutauschen. Und so weiter.
  • Und … ähm … Das kann ich zwar dann immer noch haben. Zwar dann nicht über die eigentliche Arbeit, die ja verhüllt ist. Aber über die Verhüllung an sich. So.
  • Ich kann sozusagen zum … zu dem Thema, was über allem steht, über mir oder über der Arbeit, … Über [Sperren: dieses] Thema kann ich dann reden.
  • So.
  • Also über das Sich-Zurücknehmen. Und … ähm … ähm … Nicht für so wichtig erachten, wie man sich im Alltag höchstwahrscheinlich selber sieht. Ähm …
  • [Pause.]
  • Also ich weiß jetzt halt nicht mehr ganz genau, was der [Sperren: Ursprung] dieser Idee war. Ob er halt aus ner Krise hervorkam. Oder halt … Ja. Aus … Daraus, dass ich … ähm … 'ne Schaffenskrise hatte. Oder ob ich … äh … wirklich schon diesen Gedanken hatte, weil ich … Also ich hab den Drang etwas zu tun. Aber ich verhülle es, um zu zeigen, dass dieser Drang zwar in mir drinne steckt, aber … ähm … ich dem sozusagen Herr werde. Sein möchte.
  • So. Das weiß ich jetzt nicht genau.
  • Aber vielleicht geht's jetzt auch gar nicht mehr darum. Sondern es geht jetzt darum: Warum verhülle ich sie [Sperren: jetzt] noch.
  • So.
  • Und da spielt eben der Gedanke, der letzte, der letztgenannte, eben 'ne sehr große … ähm … Rolle.
  • [Schlucke.]
  • Ähm … Und das ist mir jetzt halt eben auch … Ja. Ich hab jetzt eben auch über nen Jahr an diesen Geraden gearbeitet. Davor hatte ich ja auch schonmal … ähm … nen paar Wochen oder Monate oder so … mit Geraden gearbeitet. Da noch sehr sehr viel mit Zufall Zufall gearbeitet. So Geradenwolken kreiert. So Verläufe und so weiter.
  • Ähm … Und … In Basel bin ich dann halt vor über einem Jahr wieder darauf gekommen.
  • Ich weiß jetzt auch nicht, was der Grund war.
  • Es waren Raben oder so!
  • Dass ich … ähm … die Raben halt … Das Wesen der Raben darstellen wollte. Wie sie fliegen. Animation vielleicht machen. Oder oder oder. Und da kam ich ja vor über nem Jahr drauf. Und hab seitdem an den Geraden gearbeitet. Und bin halt immer weiter … ähm … zum [Sperren: Ursprung] gegangen.
  • Also nicht mehr … ähm … von … von einem Motiv ausgehen. Das war so dieser Anfangsgedanke dabei, ne?
  • Raben zu … in Geradenform … ähm … darzustellen.
  • Oder dann ging's ja weiter mit Totenschädel Totenmaske . Und … ähm … Selbstbildnis. Katzen. Katzenbildnissen. Und so weiter. Ähm … äh … in Geraden umzuwandeln.
  • Und jetzt ging es halt … Das war halt vor zwei Monaten oder so. Also noch relativ … äh … kurz. Ging ich halt immer weiter … ähm … auf den [Sperren: Grund] der [Sperren: Sache].
  • Würd ich jetzt mal so sagen.
  • Also … ähm … Nicht die Gerade benutzen, um etwas darzustellen. Sondern die Gerade an [Sperren: sich] betrachten.
  • Also [Sperren: was] ist die Gerade? Und das, was sie ist, darzustellen.
  • Oder das, was sie sein kann, darzustellen.
  • Also [Sperren: weg] vom … weg vom Fremden. Hin zum Eigenen. Also: Was [Sperren: ist] … Was ist die Gerade?
  • So.
  • Und da sind ja dann unter anderem die Konstellationen entstanden.
  • Ähm … Ob jetzt in Schlauchform, ob jetzt eben auf Leinwand gemalt, oder auf Holz, oder gezeichnet, oder oder oder. Ob jetzt Computeranimation, kleine Filmchen und so. Wo ja im Mittelpunkt … ähm … eben die Gerade … Aber schon in Verbindung mit ein paar anderen.
  • Wo ich sozusagen schaue, … ähm … was bewirkt es, wenn eine Gerade, die … ähm … horizontal auf einer … einer Fläche ist. Also für uns horizontal ist. Was ist, wenn sie auf eine vertikale trifft?
  • Was passiert mit den beiden?
  • Wo ist die Spannung zwischen denen?
  • Ähm … Welche beeinflusst die andere mehr?
  • Also wird eine aktiver? Also die passiv Liegende?
  • Oder wird die, die steht, die Aktive, die vertikale, … Wird die halt ruhiger dadurch?
  • So.
  • Und … Ja. Ich bin sozusagen zum Grund, was halt … Zum Grund vorgestoßen. Was halt die Gerade an sich ist. Und was sie in Verbindung mit anderen ist, vor allem. Ähm … Was das bewirkt, wenn … ähm … mehrere aufeinander treffen. So.
  • Und da bin ich so tief reingegangen, dass ich mir mit ner anderen … ähm … mit nem anderen Hintergrund jetze …
  • Nee. Dass ich in Zweifel Zweifel gekommen bin.
  • Was … Was hab ich jetzt davon, wenn ich jetze zum Grund vorgestoßen bin? Oder weiter zum Grund vorstoße? Ich hab bestimmt noch nicht das Letzte gefunden davon. Es gibt bestimmt noch viele Gedanken und viele Sachen umzusetzen, wo man nur [Sperren: eine] Gerade zeigt. Und irgendwie das Wesen präsentieren kann. Zeigen kann.
  • [Pause.]
  • Ähm … Aber da ich jetzt … Jetzt war ich halt wieder in vielen Ausstellungen und so. Und … ähm … Hab halt wieder Kunst aus den Sechzigern gesehen. Aus den Zwanzigern, Dreißigern und so. Am Anfang halt das mit dem … mit dem Malewitsch Kasimir Malewitsch .
  • Das Schwarze Quadrat Schwarze Quadrat !
  • Der von null anfangen wollte. Etwas Neues kreieren wollte, schaffen wollte!
  • Und … ähm … Aber auch Mondrian Piet Mondrian zum Beispiel. Ähm … Der dann mit der Zeit zum … zu den einfachen … zu der Form, zu der Linke, zu der Farbe gekommen ist. Am Ende.
  • Und … Aber auch in den Sechzigern. Wo ich halt mitbekommen habe, wie viel die auch [Sperren: neu] erfunden haben. Nicht entdeckt, eben erfunden haben. Was … Also was die alles in die Kunst hineingebracht haben! Was für Ideen! An Vorstellungen!
  • Was es davor einfach noch nicht gab.
  • So.
  • Das war halt immer wieder was Neues. Das waren halt immer wieder neue Techniken und so. Das ist halt natürlich extrem spannend!
  • Wenn man da vieles ausprobieren kann.
  • So.
  • Und … ähm …
  • [Schlucke.]
  • Wir leben jetzt halt in einer Zeit, wo ich denke, dass es das halt eben nicht mehr geben kann.
  • Ich hab's zumindestens noch nicht gefunden jetze.
  • Also es … Ich hab selber den Drang nicht. Höchstwahrscheinlich weil es einfach nicht die Zeit ist, wo … ähm … wo es … wo so ein Drang aufkommt, etwas … äh … Neues zu schaffen.
  • Oder der Sache auf den Grund zu gehen!
  • Sondern heute ist halt alles … Ja. Sehr subjektiv!
  • Ja!
  • Jeder denkt sich halt sein eigenes Ding.
  • Und … ähm … handelt danach.
  • Oder macht danach halt Kunst.
  • Und dadurch ist die Kunst halt extrem … ähm … Also hundert Prozent vielschichtig. Es gibt keine Strömung. Keine Richtung.
  • Es gibt kleine Gruppen! Kollektive!
  • Oder so. Aber die meisten Künstler arbeiten jetzt eher alleine. Die reden jetzt zwar mit anderen vielleicht. Aber jeder hat halt so sein [Sperren: Thema]. Seine [Sperren: Technik]. Und das verfolgt der halt irgendwie.
  • Und will damit halt [Sperren: irgendwas] darstellen.
  • So.
  • Und … ähm … Das ist jetzt halt der Hintergrund. Warum ich das in Frage gestellt habe. Diesen Drang, den ich bisher halt noch verspürt hatte, … ähm … dieser Geraden auf den Grund zu gehen, …
  • Nicht der Geraden. Sondern halt dem … Dem … Was eigentlich … Was Malerei, was Zeichnung …
  • Was Kunst zu Grunde liegt!
  • So.
  • Was ist so das kleinste Teilchen?
  • So wie jetzt parallel halt, Parallele gezogen zu unserer Welt: Was ist das kleinste Teilchen?
  • Nen Atom?
  • Quarks!
  • Strings!
  • Oder irgendetwas Anderes.
  • [Sperren: Was gibt es da].
  • Sozusagen.
  • So.
  • Und … ähm … Diesen Gedanken aber von [Sperren: null] anzufangen, … Eben. Den hatten die schon vor hundert Jahren!
  • Zum Teil. Der kam auch immer später wieder auf.
  • Es ist sozusagen nichts, was jetzt sozusagen … Ich bin zwar grundsätzlich …
  • Radikal radikal !
  • Blödes Wort.
  • Aber ich bin … Ich hab halt versucht, etwas auf den Grund zu gehen. Aber gleichzeitig weiß ich halt die ganze Zeit, … ähm … das ist jetzt nichts, was wirklich mich voranbringen wird. Ich werde dadurch nicht irgendwas [Sperren: Neues] schaffen. Etwas für [Sperren: mich] schaffen können.
  • Ähm … Das ist der falsche Weg!
  • So.
  • Weil diesen Weg sind sie schon vor [Sperren: hundert] Jahren gegangen. Und sie sind … Haben da bereits Ergebnisse geschaffen. Und danach ging es aber irgendwie anders weiter.
  • So.
  • Ist jetzt ja nicht bloß das Schwarze Quadrat … äh … nach der Ausstellung in …
  • Wo war das?
  • Russland.
  • … übrig geblieben. Sondern es kamen dann halt noch ganz viele andere Kunstströmungen und so.
  • [Pause.]
  • Was ja auch okay ist!
  • So.
  • Soll ja keine Diktatur …
  • Soll ja keine [Sperren: Kunst-Diktatur] werden!
  • So.
  • Wo einer sagt, was … ähm … stimmt und alle anderen müssen folgen.
  • Aber man kann doch für sich selber festlegen, … ähm … ähm … ähm … welchen … welchen Ideen will man folgen.
  • So.
  • Oder hat man überhaupt welche?
  • Hat man 'ne Vorstellung von der Kunst?
  • Was es sein [Sperren: sollte]?
  • Und dem kann man dann ja folgen.
  • So.
  • Ob das jetzt stimmt und ob das auch andere machen, das ist glaube ich irrelevant.
  • Also das ist halt sehr sehr subjektiv. Solange man aber selbst überzeugt ist, davon, ist doch alles perfekt. Dann hat man nen Schaffensdrang. Und man … Man hat eine Idee und man … ähm … Dann hält man das ja lange durch.
  • Etwas zu machen. Wenn man halt selber dahinter steht.
  • So.
  • Gut.
  • Das auch immer mal wieder hinterfragen!
  • Okay.
  • Aber im allgemeinen eben doch dahintersteht.
  • [Pause.]
  • Ja. Und jetzt war bei mir eben das Problem: Ich weiß nicht mehr, ob ich hinter dieser Idee … ähm … stehen kann, etwas für mich zu finden, indem ich zuerst auf den Grund … zum Grund hin tauche. Und zwar zu einem Urelement. Was für mich die Gerade ist.
  • Dass davor der Punkt war, das ist klar.
  • Ähm … Der ist aber für mich erstmal tot. Und erst wenn man [Sperren: zwei] Punkte miteinander verbindet entsteht [Sperren: Bewegung]. Wenn die Gerade auf dem Papier oder sonstwo gezeigt wird. Das ist der [Sperren: erste] … Das ist der … Ja. Das ist das erste Leben, was kreiert wird.
  • Das [Sperren: Leben].
  • So.
  • Selbst … ähm … 'ne horizontale Gerade, 'ne passive, … ähm … nen passiver Moment, ist ja … hat trotzdem 'ne Bewegung drinne. Ist halt eine, die nicht … Die ist halt passiv. So. Die still liegt. Aber da [Sperren: könnte] noch etwas mehr sein.
  • Oder man kann das Papier drehen!
  • In dem Moment wird's 'ne radikale … Also genau das Gegenteil von ner passiven! Es wird 'ne aktive Bewegung.
  • Nun gut.
  • Kam ich halt jetzt wieder drauf … Zu ner Sinnfrage. Warum ich das mache. Oder ob das überhaupt Sinn macht, das so anzugehen, um etwas für mich selbst zu finden.
  • Ich denke aber, es war [Sperren: genau] richtig, diesen Weg zu gehen. Weil ich eben … Das ist jetzt halt dieser andere Teil. Das war jetzt der Kunst wegen, ne?
  • Kunst untersuchen. Oder die Materialien, die Techniken, untersuchen. Und da eben die Kunst selber zum Thema zu machen.
  • Und der andere Weg wäre ja, die … ähm … etwas von außerhalb der Kunst zu nehmen. Und das zum Thema zu machen. In der Kunst.
  • Wie jetzt politische … politische Situationen oder so. Also politische Kunst. Äh … Zu machen, wo man halt seine Meinung zu etwas, was die Menschen halt irgendwie gerade interessiert halt auszudrücken. Damit zu arbeiten.
  • Ja. Und mit den anderen da halt in Kontakt zu kommen.
  • Das ist halt … Das ist aber irgendwie überhaupt nicht mein Ding!
  • Das interessiert mich gar nicht!
  • Da merke ich, dass ich persönlich eben dadrüber stehe. Und überhaupt nicht den Drang habe, anderen meine Meinung, meine politische, aufzudrängen. Oder überhaupt zu äußern.
  • So.
  • [Schlucke.]
  • Ähm …
  • [Pause.]
  • So.
  • Und deshalb war das halt gut, dass ich das mit den Geraden jetzt probiert habe. Dass ich halt … Ich werd das jetzt höchstwahrscheinlich auch weiter jetzt machen.
  • Auch jetzt rein vom Motiv her … Mich selbst zu nehmen. Ich meine, Künstler machen das ja gerne.
  • Haben es immer gerne gemacht.
  • Zumindestens vor einhundert, zweihundert Jahren.
  • Dreihundert. Keine Ahnung.
  • Sich halt selbst mit ins Bild zu bringen und … Dagegen spricht ja auch gar nichts. Das will ich auch weiterhin machen.
  • Ähm … Entsteht ja gerade viel. Auch außerhalb des Plotters.
  • Ähm … Und trotzdem war das halt so nen Moment, wo ich halt merkte, … ähm … es ist Zeit, … äh … das, wovon ich jetzt [Sperren: total] überzeugt war, und zwar von den Geradenbildern, von der [Sperren: Idee] der Geraden, … ähm … Dass sie das ist, was alles ausmacht. Dass sie …
  • Das, was die Welt zusammenhält!
  • Das wäre jetzt wieder so nen Gleichnis. So nen … Zu unserer realen Welt.
  • [Pause.]
  • Was das auch immer ist.
  • [Schlucke.]
  • Ich war halt [Sperren: so] überzeugt davon. Und komme jetzt langsam an einen Punkt, wo ich wieder leicht darüber stehen kann. Und merke: Es ist … Ich [Sperren: dachte] es wäre radikal.
  • Es wäre revolutionär!
  • Es wäre grundsätzlich!
  • [Sperren: Aber] eigentlich … ähm … Das war's in dem Moment auch für mich.
  • Aber [Sperren: eigentlich] ist es jetzt … Es ist [Sperren: eine] Möglichkeit etwas zu bearbeiten.
  • [Sperren: Eine] … [Sperren: Ein] Thema, was man haben kann.
  • Unter [Sperren: Milliarden] von anderen. Unendlich viele Themen.
  • So.
  • Also ich hab's jetzt sozusagen … Ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich es wieder relativiere. Was ich tue. Das hemmt natürlich erstmal den Schaffensdrang. Weil ich schaffe etwas, wenn ich … wenn ich das Gefühl habe, etwas … ähm … etwas …
  • Noch nicht einmal anderen zu zeigen! Sondern mir selber zu verdeutlichen. So.
  • Das wird dadurch gehemmt. Erstmal. Aber ich glaube, das ist jetzt nicht das Problem. Es geht ja immer irgendwie weiter.
  • Und indem ich das jetzt aber wieder relativiere, oder relativiert habe, zum Teil zumindestens, … Ich bin jetzt noch in so ner Übergangsphase. Ich weiß noch nicht, in welche Richtung es jetzt geht.
  • [Schlucke.]
  • Ähm … Ja. Tauchte eben der Gedanke der [Sperren: Verhüllung] wieder auf.
  • So.
  • Dass ich … äh … Ich hatte den [Sperren: Drang] es zu tun, aber jetze merke ich, es ist eben doch nicht … Es ist nicht [Sperren: das] wichtige. Es ist nicht [Sperren: das], was andere sehen [Sperren: müssen].
  • Es ist noch nicht einmal das, was [Sperren: ich] sehen muss.
  • Und … Noch etwas Zweites. Ich war halt überzeugt davon, dass es richtig gut ist. und … Ich meine ich hab dann auch von anderen … ähm … Lob und so weiter bekommen. Ähm …
  • Einer dieser Collagen hat jemand gekauft!
  • Egal wie viel das jetzt … Das war bestimmt nicht viel Geld. Aber es war … Jemand hat sozusagen Geld dafür ausgegeben. Hat sozusagen sein … Hat damit gezeigt, auch mit Worten, aber eben auch mit Geld, … ähm … ähm …
  • Das bedeutet heutzutage ja doch mehr!
  • Ähm … Geld. Also wenn man etwas kauft, dann sagt man dem anderen eben doch: Es ist einem [Sperren: so] wichtig. Sonst würde man das Geld nicht ausgeben. Wenn man jetzt nicht unbedingt Millionär ist.
  • Oder Milliardär!
  • So.
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Also indem mich halt andere da bestärkt haben … Ich hab mich selber auch bestärkt indem, was ich da mache. Mit den Geraden. Ist es halt extrem …
  • [Sperren: Aufgebläht].
  • Ähm … Ich mag das Gefühl!
  • Ähm … Gleichzeitig kann ich jetzt aber … ähm … einen Schritt zurückgehen. Also das von oben betrachten. Und … ähm … sage mir: Es ist die Zeit gekommen, diese Arbeiten vor Blicken anderer und vor meinen eigenen zu verhüllen.
  • [Pause.]
  • Deshalb macht es jetzt wieder Sinn, Holzkästen …
  • Größe und so weiter halt vom Material abhängig … Von der Arbeit abhängig, die ich verhüllen möchte.
  • … zu verhüllen.
  • Also in Holzkästen reinzutun. Zuzutackern. Zu nageln. Zu kleben.
  • So.
  • Das ist die Zeit jetzt wieder dafür gekommen.
  • Obwohl ich in der Verhüllung nicht die eigene Arbeit sehen wollte …
  • Na ja, was man als Kunst bezeichnen würde … Ich mag den Begriff nicht.
  • Aber als Arbeit … ähm … Bin ich ja, zumindestens jetzt am Anfang, immer der Meinung, dass … Die eigentliche Arbeit ist ja in der Box drinne.
  • Die eigentliche Arbeit sieht aber niemand. Deshalb wird in dem Moment, wo ich das ausstelle, die Box, wird die Box zur Arbeit.
  • Wird die Box zur Kunst.
  • Wird die Verhüllung zur Kunst!
  • Und um die eigentliche Arbeit, um die eigentliche Kunst, geht es gar nicht mehr.
  • So.
  • Das kann ich unterstützen, diesen Gedanken, indem ich zum Beispiel diese Holzbox auch signiere. Egal wo.
  • Von hinten!
  • Von vorne!
  • Keine Ahnung was.
  • Ähm … Oder aber ich kann halt … ähm … mich ein bisschen zurücknehmen. Es zwar seinem … äh … Lauf lassen. Ähm … Aber es nicht weiter unterstützen. Vom Gedanken her.
  • So.
  • Der kommt höchstwahrscheinlich automatisch auf, beim Betrachter.
  • [Pause.]
  • Die Frage kam ja dann auch schon mehrmals!
  • Aber ist dann nicht die Verhüllung die eigentliche Arbeit? Die Kunst?
  • So.
  • Ähm … Ich denke aber, es ist gut, es nicht zu signieren.
  • Diese Holzbox.
  • So.
  • Auch wenn ich jetzt natürlich … Das ist jetzt … Ich hoffe, ich hab jetzt gerade meinen … Ich bin jetzt nicht zu wirr hier durchgegangen.
  • Weil wenn ich das mir jetzt nochmal anhöre, will ich ja weiterkommen damit.
  • Ähm …
  • [Lange Pause.]
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Vor ein paar Jahren, wo ich damit angefangen habe, hatte ich eine ganz einfache Holzbox konstruiert. So.
  • Davon hab ich ja noch mehrere. Also es ist …
  • Pappeldecke, Holzleisten und zugetackert.
  • Geklebt und … ähm … die letzte Platte dann zugetackert.
  • Es ist nicht bloß 'ne einfache Konstruktion. Und das ist ja okay. Ich mach's ja jetzt genau so wieder. Ähm … Aber es sieht halt [Sperren: extrem billig] aus. Diese Box.
  • Was den … ähm … Was die Idee unterstützt, dass die Box keinen Wert haben sollte.
  • Nicht … ähm … materiell und ästhetisch.
  • Ähm … Aber es … ähm … Irgendwie befriedigt es mich eben doch nicht, wenn ich so eine billige Box sehe. Ob's nun gerahmt ist oder ich mir irgendwo hinstelle. Es ist halt wirklich … Es ist … Das ist nen [Sperren: lustloses] Ablegen. Ähm …
  • So, als hätte das halt keinen Wert.
  • Als hätte die Verhüllung keinen Wert.
  • So mal eben schnell machen, ohne darauf zu achten, wie es jetzt aussieht. Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Und dann ablegen.
  • So.
  • Das kommt zwar dem [Sperren: Ursprungsgedanken] am nächsten.
  • Am nächsten.
  • Ähm … Sie eben so zu gestalten, dass man merkt … Oder sich sagt: Das ist doch nicht die Kunst!
  • Nein! Die steckt ja drinne!
  • Aber jetzt bin ich irgendwie, seit eins, zwei, drei Wochen, auf diesem … Jetzt finde ich inzwischen die Verhüllung richtig spannend.
  • Und was man … [Sperren: Wie] man verhüllen kann!
  • Diese eine jetze, diese eine Verhüllung, wo ich 'ne Arbeit verhüllt habe, das ist ja auch wieder 'ne Holzbox. Jetzt aber mit nem besseren Deckel.
  • Also er sieht einfach optisch besser aus. Das ist jetzt nicht Pappel. Rau und … ähm … Ist ja sehr anfällig und sehr hell. Sondern das ist jetzt, glaube ich, Birke.
  • Muss ich nochmal nachgucken dann.
  • Sieht auch von der Maserung, Holzmaserung, wie das auch immer heißt, tausend mal besser aus.
  • Auch jetzt mit den Nägeln!
  • Äh … Wirkt das nochmal so … [Sperren: bewusster]. Also … Nicht nur bewusster, sondern halt … ähm … Ich lasse mich halt auf den Moment des Verhüllens ein. Und mach das nicht mal eben so ganz schnell.
  • So wie bei dem Tackern! Obwohl das bestimmt genauso lange dauert. Bei dem Tackern achte ich ja auch darauf, dass der Abstand … äh … zwischen diesen einzelnen Löchern … äh … stimmt.
  • Das messe ich ja auch nach.
  • Oder … So per Auge.
  • Es dauert also auch!
  • Aber es sieht am Ende halt viel viel beiläufiger aus.
  • So.
  • Und … Diesen einen Kasten hab ich jetzt ja hier in den Bilderrahmen reingetan. Das sieht schonmal sehr sehr gut aus. Das hebt sich ja leicht nach vorne. Und auch nach hinten so raus.
  • Also nach vorne hebt es sich halt von der Höhe raus. Und nach hinten … äh … geht es über den Bereich, wo eigentlich … äh … schon die … schon … schon der Rückkarton wäre, geht das da noch weiter hinaus. Diese … Dieser Holzkasten. Und das sieht super aus!
  • Da will ich auf jeden Fall auch weitermachen damit.
  • Ähm …
  • Das hat jetzt nämlich für sich schon etwas. Das ist jetzt nicht, dass ich es jetzt einfach im Regal verstauben tue. Sondern es ist jetzt auch ein … Ich stelle es gerne aus. Weil es so schon für mich zumindestens wirkt. Auch mit den kleinen … ähm … ähm … Mit dem kleinen Abstand!
  • Das ist glaube ich nur nen Millimeter.
  • Oder so.
  • Zu der … äh … Zu den Bilderleisten. Das heißt, da gibt's so 'ne leichte Vertiefung. So. Das macht's noch viel viel plastischer.
  • Das sieht perfekt aus!
  • Wenn ich [Sperren: so] rangehe und das jetzt schon [Sperren: lobe], diese Verhüllung, was ich da gemacht habe, …
  • Dann müsste ich [Sperren: die] eigentlich schon wieder verhüllen!
  • Und zwar: [Sperren: ganz billig].
  • [Pause.]
  • Das wäre dann der nächste Gedanke: Wann kommt es so weit, dass ich selbst die Verhüllung wieder verhüllen muss? Weil ich von der Verhüllung so überzeugt bin?
  • Irgendwann wäre dann nen riesen großer … ähm … Holzkasten da, der aus hunderten … äh … Kästen besteht. Die halt immer größer werden, weil sie immer wieder verhüllt werden mussten.
  • [Pause.]
  • Interessanter, spannender, lustiger Gedanke.
  • [Sperren: Muss] ich bestimmt bald aufgreifen, wenn ich so weitermache.
  • [Schlucke.]
  • Zumindestens hab ich halt gemerkt: Es gibt viele Möglichkeiten etwas zu verhüllen. 'Ne Arbeit zu verhüllen. Ähm …
  • Qualitative Unterschiede gibt's da und natürlich auch so 'ne … so 'ne … ähm … na …
  • Verhüllung ist ja nicht gleich Verhüllung!
  • Sondern … ähm … Es erzeugt beim Betrachter und bei mir auch etwas. Also es …
  • Verstecke ich etwas? Ähm … ähm … Klebe ich etwas zu, was man wieder aufreizen könnte?
  • Wie jetzt … Oder beim Briefumschlag. Den kann ich ja auch zukleben. Etwas rein tun. Aber du kannst den halt relativ schnell wieder öffnen.
  • Verschraube ich es?
  • Nagel ich es?
  • Was ja schon wieder schwerer ist zu öffnen.
  • Ähm … Aber ich nagel etwas, um sozusagen diesen Gedanken, [Sperren: dass] es geöffnet werden [Sperren: könnte], [Sperren: würde] ich die Box … also würde ich da mit ner Zange rangehen … Den lasse ich da ja weiter bestehen.
  • Und beim Schrauben geht's noch zu schnell. Beim Nagel find ich das jetzt ganz optimal. Zwischen … ähm … zu … zu distanziert verhüllen.
  • Also dass da eigentlich gar nicht mehr an eine Möglichkeit des Öffnens gedacht wird.
  • Und dem zu … zu schnellem … äh … äh … ähm … Gedanken des Enthüllens.
  • [Schlucke.]
  • Ist das halt nen ganz guter Mittelweg. Finde ich.
  • Gerade.
  • Jetzt.
  • Nun gut. Und jetzt will ich das nochmal mit nem … mit nem … nem Schattenfugenrahmen ausprobieren. Also wo man ja normalerweise Leinwände reintun.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Jetzt] muss ich mal überlegen. Wäre das dann beim Schattenfugenrahmen, wenn ich … wenn ich 'ne Papierarbeit, Fotografie oder Zeichnung oder so, … äh … verhüllt habe und dann diese Verhüllung [Sperren: in] einen Rahmen reingetan habe, … Das passt ja noch. In nen Rahmen kommt ja normalerweise irgendwie so nen 2d-Objekt rein.
  • Müsste dann nicht bei nem Schattenfugenrahmen … Die werden ja nun mal eher für … Kenne ich jetzt zumindestens so … Für Leinwände benutzt … ähm …
  • Müsste ich da jetzt in die Verhüllung, in diesen Holzkasten, jetzt auch irgendwie 'ne Leinwand-Arbeit reintun?
  • Das ist jetzt … Ist jetzt wieder 'ne sehr sehr interessante Frage!
  • Also wie weit gehe ich sozusagen!
  • Na ja. [Sperren: Müsste] ich eigentlich. Sonst müsste ich diese äußere Form, mit dem Schattenfugenrahmen, jetzt nicht nehmen.
  • Ich muss es jetzt zwar nicht definitiv so sagen: Ja, da ist jetzt 'ne Leinwand drinne!
  • Sondern es ist … äh … Da … Die Arbeit, die verhüllt ist, … ähm … Dazu würde ich halt einen, wenn ich sie nicht verhüllt hätte, einen Schattenfugenrahmen nehmen.
  • Das ist sehr wichtig!
  • Okay.
  • Weil dann kann ich nämlich den Schattenfugenrahmen, den ich habe, gar nicht nehmen. Weil ich gar nicht jetzt nen Leinwandbild in diesem Format habe.
  • Das müsste größer sein!
  • Das müsste … Da muss ich mir nen Schattenfugenrahmen 60 mal 60 zum Beispiel hohlen. Damit da 50 mal 50 Zentimeter Leinwand reinpasst.
  • Das sollte ich dann auf jeden Fall machen!
  • Also nicht so nen Schnellschussding hier. Mit … äh … eben mal irgend 'ne Papierarbeit in Schattenfugenrahmen … Holzkasten … reintun.
  • [Pause.]
  • Ich hab ja einige Konstellationen auf Leinwand.
  • Oder die eine Verhüllung …
  • [Sperren: Hui!]
  • Das darf ich jetzt gar nicht erzählen hier!
  • Nicht bloß [Sperren: ich] höre es an, sondern höchstwahrscheinlich auch mein Publikum!
  • [Pause.]
  • Wenn's dann eins irgendwann mal geben sollte.
  • Wenn ich die Aufnahmen hier dann nicht längst gelöscht habe.
  • [Pause.]
  • Nun gut.
  • Das mit den Schattenfugenrahmen …
  • [Schlucke.]
  • Guter Gedanke.
  • Überdenke ich nochmal, [Sperren: was] rein muss. Was rein sollte.
  • Muss ja nicht! Kann ja auch nen Papier rein tun. Muss aber schon dahinter stehen. Was es heißt, einen Schattenfugenrahmen zu nehmen. Soll ja nicht bloß ästhetisch gut aussehen.
  • Ähm …
  • Noch was anderes ist jetzt … ähm … Das setze ich jetzt gleich morgen um. 'Ne sehr gute Papierarbeit …
  • Die ich zumindestens als sehr gut empfinde.
  • [Schlucke.]
  • [Sperren: Wirklich] gut.
  • Also für mich.
  • Die ich auf jeden Fall normalerweise normal rahmen würde wollen. Und aufhängen würde wollen. [Sperren: Die] werde ich höchstwahrscheinlich verhüllen. Eine andere Arbeit, wo ich das auch schon machen wollte, da kam mir schon nen bissel nen …
  • Nicht [Sperren: Schmerzgefühl].
  • Aber so nen: Will ich das wirklich machen?
  • Weil …
  • Ich die Arbeit selber so mag!
  • Und wenn ich sie jetzt verhülle, dann kann ich sie ja selber nicht mehr sehen!
  • [Schlucke.]
  • Ähm …
  • Das tut, was auch immer wehtun bedeutet, … Das tut schon irgendwie nen bissel weh. Sowas dann wegzuschließen. Auch wenn es natürlich nicht verbrannt ist!
  • Das heißt, ich könnte es wieder rausholen. Aber die … die … die Idee ist ja schon, dass es dann [Sperren: ewig] und [Sperren: immer] … ähm … Solange die Welt existiert … verhüllt bleibt.
  • Es [Sperren: nie] wieder herausgeholt wird.
  • Ein Motiv, ein Gedanke, dargestellt ist, der [Sperren: nie] wieder gesehen wird.
  • [Sperren: Obwohl] er eigentlich da ist!
  • Das ist ja der Hintergedanke.
  • Und deshalb [Sperren: schmerzt] es halt bei einigen.
  • Aber das ist doch gut! Nur das sind dann glaube ich die verhüllten Arbeiten, oder die Verhüllungen, die meiner Idee am nächsten kommen. Und zwar von dem, von dem ich überzeugt bin, obwohl ich mir der Nicht-Bedeutung durchaus bewusst bin, … Wenn man das so sagt.
  • Gerade [Sperren: die] zu verhüllen!
  • So.
  • Um wieder zurückzukommen.
  • Wieder … ähm … Mich zurückzunehmen. So.
  • Mich nicht zu wichtig zu nehmen.
  • [Schlucke.]
  • Zumindestens kam mir dieser Schmerzgedanke bei einer Arbeit, die ich jetzt verhüllen wollte. Und aber jetzt eben auch bei dieser doppelten Arbeit. Also der Arbeit, die auf zwei Papieren drauf ist.
  • So.
  • Sie ist dann weg.
  • Damit muss ich dann jetzt noch arbeiten.
  • Ähm … Wie sich das anfüllt. Etwas zu verschließen und es kommt nicht mehr hervor.
  • Gerade hab ich mir aber Gedanken gemacht zu: Wie mache ich die Verhüllung bei [Sperren: zwei] Papieren?
  • Die zusammengehören.
  • 'Ne Doppelarbeit also. Oder wie man das bezeichnet.
  • Und da find ich den Gedanken ganz gut … Ich würde sie ja normalerweise nebeneinander zeigen. Ob das jetzt Zeichnungen, Fotografie oder sonstwas ist. Solange sie eben zusammengehören, würde ich sie zusammenzeigen. Also nebeneinander, übereinander, wie auch immer. In dem Fall wäre das nebeneinander.
  • Das eine Motiv gehört links, das andere gehört rechts hin, im Normalen. Wenn man das so sehen würde.
  • Und dass ich diesen … diese … ähm … diese Anordnung eben auch in der Verhüllung nach Außen immer noch sichtbar mache.
  • Man sieht die Arbeit zwar nicht, aber es hat nen Grund, warum die zwei Holzboxen genau so angeordnet sind. So nebeneinander angeordnet sind.
  • Da wird sozusagen klar: Das ist 'ne zweiteilige Arbeit.
  • So.
  • Aber trotzdem lässt sie natürlich immer noch offen, was da drauf ist.
  • Was ist es für'n Material?
  • Was für 'ne Technik?
  • Thema und so weiter!
  • Das ist alles … Hab ich ja nicht … ähm … ähm … offengelegt.
  • So.
  • Und anstatt jetzt zwei Holzboxen, die man irgendwie markieren müsste, dass sie zusammengehören, halt nebeneinander an der Wand zu befestigen, …
  • Befestigen ist ja auch nochmal 'ne Frage!
  • An der Wand befestigen?
  • Oder einfach auf dem Boden hinlegen?
  • Anlehnen an die Wand?
  • Oder oder oder oder!
  • Stapeln!
  • Und so weiter.
  • Okay.
  • Aber sagen wir jetzt, ich würde sie an die Wand … ähm … befestigen. Ähm … Dann … In meiner Vorstellung würd ich sie halt gerne nebeneinander haben. Und zwar, dass ich sie mit einem …
  • Jetzt hab ich den Namen schon wieder vergessen!
  • Ahhh!
  • Flügelscharnier.
  • Also was auch bei Flügel … ähm … bei … bei Flügeln halt ist. Damit man das aufklappen kann. Und wieder zuklappen kann. Den Deckel.
  • Das sind diese langen Bronze … Keine Ahnung.
  • Metall… äh … Teile. Wo halt auf beiden Seiten … auf beiden Holzelementen das festgeschraubt wird. Und dann kann man's halt auf und zu klappen.
  • So.
  • Und dass ich diese beiden Holzkisten aneinander … so aneinander befestige, dass man sie aufklappen kann. Das heißt, dass sie dann nebeneinander sind. Es gibt 'ne linke … äh … Holzkiste.
  • Und 'ne rechte!
  • Und die kann man dann halt an der Wand befestigen.
  • Und man kann sie dann halt …
  • Ja! Zum Transportieren … Oder um das überhaupt zu lagern … Zusammenklappen.
  • Also man weiß immer: Sie gehören zusammen.
  • [Pause.]
  • Und da kam mir heute halt wieder dieser Gedanke: [Sperren: Was] ist bei dem Triptychon Triptychon ?
  • Das ist ja 'ne dreigeteilte Arbeit.
  • So.
  • Da gehört jedes Teil auch zusammen. Ähm … Bei dieser Arbeit, die ich jetzt hier habe, bei diesem liegenden Akt Akt , … ähm … gibt es einen Mittelteil, der ist in dem Fall nicht doppelt so groß, wie die Seitenteile. Das heißt wie bei nem … ähm … Altar.
  • Damals glaube ich üblich, dass man …
  • Ja, man konnte sie auch zuklappen.
  • Es gab 'ne Außenseite mit Bild und … äh … diesen Innenbereich. Der immer bloß zu bestimmten Tagen oder so geöffnet wurde.
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Aber eben auch wie bei anderen Triptychons hat es jetzt nicht mehr diesen … ähm … das Ziel gehabt, dass man es auf und zuklappen kann. Aber so dieser … diese Idee, dass man … oder diese Dreiteilung an sich und die Bedeutung, die man der beimisst, … ähm … die erhält man ja auch weiterhin. Egal ob man das jetzt zuklappen kann oder nicht.
  • So.
  • Und bei der Verhüllung hatte ich ja schon den Gedanken, dass ich … dass ich die Verhüllung so gestalte, dass man es zuklappen kann. Also dass es … ähm … 'ne mittlere Box gibt. Die doppelt so lang ist … äh … wie die Seitenboxen.
  • Dass man die Seitenboxen halt von beiden Seiten mit so nem Scharnier halt … ähm … darein … äh … darüber klappen kann.
  • Und dass man das halt wieder an der Wand befestigen kann.
  • Im Zu-Modus.
  • Und im offenen Modus!
  • Und dann ist sofort klar, das ist ein Triptychon. Das ist nicht bloß 'ne zweigeteilte Arbeit, oder 'ne dreigeteilte Arbeit, sondern es ist 'ne besondere Art der Dreiteilung.
  • Und zwar … Ja. Das ist halt wie bei nem Altar. Irgendwie … Irgendwie etwas Würdevolleres.
  • So.
  • Ähm … Bei der Arbeit ist es jetzt aber eben so, dass das mittlere Teil jetzt nicht doppelt so groß … lang ist. Das heißt, da wäre jetzt die Frage: Kann oder möchte ich jetzt die Holzbox, die den mittleren Teil verhüllt, … ähm … größer machen, als eben das Papier eigentlich ist?
  • Als die Arbeit eigentlich lang ist?
  • Das heißt, da gibt es in der Box nen großen Freiraum. Aber nach außen hin … äh … nimmt das ja niemand wahr!
  • Und … ähm … Das ist jetzt ja die Frage. Was möchte ich eher? Dass die Box die Größe der Arbeit wiedergibt?
  • Wie ja bisher! Da sind die Boxen so groß … Also etwas größer, wegen den Holzleisten und so. Und wegen nem kleinen Sicherheitsabstand zum Rand. Ähm … Also dass sie so ungefähr so groß ist wie die Arbeit?
  • [Sperren: Oder] kann ich das auch … ähm … kann ich diese Bedingung, oder Festlegung, die ich mir ja selber nur gegeben habe, auch aufgeben? Und mir halt sagen: Die Box muss so groß sein, soll so groß sein, wie sie [Sperren: muss]?
  • Wie sie genau … ähm … hier … ähm … Wie es sein … Also man sieht man [Sperren: Ende] ja nur die Holzboxen. Und dann geht's darum, was bewirken die Holzboxen beim Betrachter.
  • Und wenn jetzt die Holzbox nun einmal größer sein muss, damit so dieser Gedanke, den ich … äh … den ich … ähm … ja schon irgendwie vermitteln möchte, auch wenn ich ihn nicht ausdrücke, …
  • Also dass es nen Triptychon ist.
  • Dass man das zusammenklappen kann. Und so weiter!
  • Ähm … Ja. Dann muss die Box eben größer sein!
  • So. Als die Arbeit drinne eigentlich ist.
  • [Pause.]
  • Jetzt muss ich mir halt noch überlegen, wie ich damit umgehe. Weil das … Es wird halt immer [Sperren: vielfältiger]. Je mehr … ähm … Je mehr … ähm … unterschiedliche Arbeiten ich da rein bringen möchte. Wenn das jetzt immer nur Einzelarbeiten wären, als einfach bloß Papiere, die ich dann …
  • Das geht ganz schnell!
  • Ähm … Sobald … Wenn jetzt aber noch irgendwelche Skulpturen oder so reinkommen würden, dann müsste ich mir ja wieder Gedanken machen, wie mache ich das.
  • Dass es halt … ähm … Dass man weiß, wie es steht.
  • Oder [Sperren: muss] es da 'ne bestimmte … ähm … nen bestimmten Aufbau geben?
  • Oder 'ne bestimmte Größe?
  • Oder was auch immer.
  • Keine Ahnung.
  • Okay. So ein Gedanke kam jetzt eben bei dem Triptychon.
  • [Schlucke.]
  • Also ich fänd's geil, wenn man das zuklappen kann. Vielleicht sollte ich das dann einfach mal ausprobieren.
  • Jetzt aber noch nicht mit dem Triptychon. Weil's ja jetzt noch ausgestellt wird. Im Februar.
  • Ähm … [Sperren: Einmal] wenigstens zeigen.
  • Und [Sperren: dann] verhüllen!
  • [Pause.]
  • Es ist noch nicht radikal dadurch. Aber … Okay. Ich bin noch Student Kommilitone !
  • Ich darf das!
  • Ich darf überhaupt [Sperren: alles]!
  • Ich darf's auch wieder enthüllen. Wenn ich's irgendwann will!
  • [Pause.]
  • Ich [Sperren: muss] auch nicht immer ent… äh … verhüllen. Solange ich aber das Gefühl halt habe, das ist halt … ähm … jetzt das Richtige es zu tun, dann mache ich es natürlich.
  • So.
  • Aber ich kann das mit den Scharnieren auf jeden Fall schonmal bei dieser zweigeteilten Arbeit ausprobieren. Die ich jetzt niemanden zeigen werde.
  • [Pause.]
  • Die ist jetzt abgeschlossen. Ich finde sie sehr gut.
  • Ähm …
  • Haben auch schon nen paar Leute gesehen.
  • Ähm …
  • Die Arbeiten. Also die doppelte Arbeit. Aber sie ist … Es ist eigentlich genau die richtige Arbeit zum verhüllen.
  • Die finde ich [Sperren: so] gut, die [Sperren: muss] verhüllt werden!
  • [Pause.]
  • Das ist sozusagen sowas wie … wie …
  • Wie heißt das?
  • Prädikat?
  • Nee!
  • Wie nen …
  • Na!
  • Mensch, wie heißt das?
  • Prädikat …, Prä…
  • Na ich glaub schon. Wie nen … Wie nen …
  • Na ja. Wie auch immer!
  • [Schlucke.]
  • [Pause.]
  • Schattenfugenrahmen also nochmal überlegen welche Größe. Oder sollte ich da nen Leinwandbild reintun?
  • Und halt dieses doppelte Bild mit dem Scharnier … Das mache ich dann halt morgen.
  • So.
  • Jetzt muss ich nochmal überlegen, … ähm … ganz allgemein, zu dieser Verhüllung, wenn ich das hier schon so zusammenfassen möchte …
  • Ich bin … Ich hab den Ursprung jetzt also … ähm … nochmal … bin dem nochmal nachgegangen. Was er gewesen sein kann. Muss ich in den Notizen nochmal nachkramen, ob das jetzt wirklich so war, oder ob ich es mir jetzt im Nachhinein nur eingebildet habe.
  • Gibt's jetzt mehrere Möglichkeiten!
  • Ähm …
  • Dann … äh … Ja. Die Gedanken … [Sperren: Warum] ich eben etwas verhüllen [Sperren: möchte]. Und zwar [Sperren: jetzt] noch verhüllen möchte. Egal wie der Ursprungsgedanke war. Warum ich es [Sperren: jetzt] tue.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Was] ich verhüllen möchte.
  • Hab ich eigentlich geklärt. Und zwar nicht jeden Mist, sondern wovon ich selbst überzeugt bin. Zumindestens bei diesem … ähm … diesen Verhüllungsaktionen wäre das jetzt halt Teil der Arbeit.
  • [Sperren: Das] zu verhüllen, wovon ich selbst überzeugt bin.
  • [Sperren: Sehr] überzeugt bin.
  • [Sperren: Zu] überzeugt bin!
  • [Pause.]
  • Was noch ungeklärt ist, ist noch das mit den … ähm … Wie zeigt man eine verhüllte Arbeit?
  • Jetzt gehe ich ja immer noch davon aus, dass ich das … dass das ganz normal an der Wand wie nen Bild hängt.
  • Wobei ich das ja vor zwei, drei Jahren …
  • Zwei Jahren!
  • Grundstudium … ähm …
  • 'Ne verhüllte Arbeit auch schon hinge… äh … hinge… ähm … Nicht hingelegt. Sondern an die Wand gelehnt habe.
  • Im Raum.
  • Und als dann andere Kunststudenten kamen und sich die Arbeiten von unserer Klasse ansehen wollten, und jeder halt seine Arbeit kurz umreißen sollte, … ähm … war halt …
  • Da war für [Sperren: mich] das Lustige, dass … ähm … dass halt … ähm … sich die anderen Studierenden [Sperren: vor] meine Arbeit einfach hingesetzt haben!
  • Also die war sozusagen in deren Rücken!
  • Die haben die halt nicht als [Sperren: Arbeit] wahrgenommen!
  • [Sperren: Genau] das, was ich wollte. Es ist etwas da, … ähm … aber niemand nimmt es als Kunst war.
  • [Sperren: Genau].
  • [Sperren: Das] war ja nochmal nen ganz großer Gedanke damals. Dass ich … Dass ich es schaffe, mich zu zeigen, und gleichzeitig nicht wirklich … nicht wirklich gesehen werde.
  • Dass es nicht als [Sperren: Kunst] gesehen wird. Dass also nicht [Sperren: ich] gesehen werde. Dass es halt irgendwie … Na ja. Da ist halt noch irgendwie was verpackt. Und … ähm … Da achtet ja niemand drauf dann. Oder hat den Drang, es unbedingt zu öffnen.
  • Da ist halt noch etwas unfertig.
  • [Sperren: So] wollte ich das eigentlich haben. Und das hat sich dann ja in dem Moment damals … ähm … sehr sehr gut … ähm … gezeigt. Dass es funktioniert.
  • [Pause.]
  • Diese Idee, die verfällt natürlich, sobald ich Verhüllungen jetzt noch rahme, in Schattenfugenrahmen reintue, oder als … oder … oder halt aneinander befestige. Damit man sie aufklappen kann. Oder so.
  • Da muss ich halt jetzt wieder gucken. Was … ähm … Also ausprobieren erstmal. Was … ähm …
  • [Sperren: Was] ist mir wichtig daran.
  • [Sperren: Soll] sie unerkannt bleiben? Wie ich's am Anfang wollte? Oder kann man auch sehen, dass es was mit Kunst zu tun hat und … ähm … Dass man sich dann Gedanken macht über die Verhüllung.
  • So.
  • [Sperren: Möchte] ich so weit gehen?
  • Oder möchte ich es halt … Ja …
  • Radikal ist jetzt falsch.
  • Nen anderen Weg gehen! Und halt … ähm … sagen, man soll es nicht mal als Kunst wahrnehmen.
  • Obwohl's … Obwohl da halt eigentlich eine drinne ist.
  • [Pause.]
  • So. Okay. Die Befestigung bin ich jetzt auch noch nicht nachgegangen.
  • Ähm … Der bin ich noch nicht nachgegangen.
  • Material … okay. Arbeite ich jetzt halt mit Holz. Kann auch irgendwann mal was anderes sein.
  • Holz war jetzt am Anfang auf jeden Fall das mit der Verpackung. Wird halt … ähm … So wird halt Kunst auch verpackt. Also mit Spanplatten. Oder MDF. Oder HDF. Oder was auch immer.
  • Um sie halt zu transportieren so. Das war ja mein damaliger Grund, warum ich das mit dem Holz gemacht hab. Und nicht mit Briefumschlägen oder so.
  • Ähm …
  • [Pause.]
  • Was ist noch ungeklärt?
  • Was muss ich noch sagen zu den Verhüllungen?
  • [Pause.]
  • Also ich hab jetzt auf jeden Fall noch nicht … ähm … nen Text geschrieben, oder mir noch nicht zurecht gelegt, wie ich das jetzt zum Beispiel bei ner Vorstellung vor der Klasse … ähm … zeigen würde.
  • Ich glaube, da stottere ich dann eher wieder rum!
  • Aber ich möchte jetzt auch noch nicht nen Text dazu schreiben. Das ist noch zu früh! Ich bin ja noch dabei!
  • Auch wenn das jetzt schon wieder sehr sehr lange geht. Ähm … Es erstmal zu [Sperren: finden], was ich da will.
  • So.
  • Da kann ich noch nicht irgendwie was in [Sperren: Stein] meißeln.
  • Ich muss es halt so schaffen, wenn ich es präsentiere, dass da keine Fragen, die ich nicht haben [Sperren: möchte] auftauchen.
  • So.
  • Keine [Sperren: bohrenden] Fragen. Die halt wieder … Die mich bloß wieder in die nächste Krise höchstwahrscheinlich führen.
  • Sensibel!
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Was gab's denn da jetzt noch?
  • Irgendwas war mir noch eingefallen jetzt.
  • [Pause.]
  • Okay. Das jetzt mit der Musik in so Boxen … Das … Das ist ein ganz anderes Thema.
  • Das … ähm … Das möchte ich erstmal nicht angehen.
  • [Pause.]
  • Mit in Beton gießen … Etwas, was man draußen dann nicht mehr sieht, fand ich auch gut!
  • Hab ich ja schon mit ner Glühbirne umgesetzt.
  • Stromkabel hängt halt raus.
  • Is aber wieder nen ganz ganz anderes Thema.
  • Hat nicht wirklich mit der Verhüllung von etwas zu tun.
  • Also schon!
  • Aber eben nicht … ähm … Es ist kein persönliches … ähm … Thema. Persönliches Statement. So. Da geht's um was [Sperren: ganz ganz] anderes.
  • [Pause.]
  • Genau. Dann mach ich morgen einfach erstmal weiter.
  • [Aufnahme Ende.]
verhüllt Nachtrag: Ursprung / Gedanken dazu hier: (nicht bearbeitet, Version Februar 2013) weitere Gedanken zur Verhüllung: (nicht bearbeitet, Version Februar 2013) Idee Verhüllung in Schattenfugenrahmen (zwangsweise verhüllte Leinwand oder Inhalt unabhängig von äußerer Erscheinung?) umsetzen (morgen Material besorgen) zwei zusammenhängende Papierarbeiten verhüllen zwei Holzkisten mit zwei Möbelbändern aneinander "binden" (wenn Arbeiten zwar zusammen gehören, aber auch einzeln gezeigt werden könnten) bei Triptychon eventuell Stangenscharnier verwenden, mittlerer Teil doppelt so lang wie Seitenteile, damit zuklappbar Motive auf Fotoabzügen testweise mit transparenten und deckenden Klebebändern, Korrigierflüssigkeit und Acrylfarbe verhüllt Geradenbild für Rundgang Triptychon-Bilderrahmen bestellt (FdK F. Fröhlich FdK F. Fröhlich um rund 500 EUR erleichtert) Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt mit Fotodruck auf Folie (Entwurf) gkportraitfoto-k.jpg eventuell vier kleinere Arbeiten auf Flurwand zeigen unterschiedliche Ganzkörperporträts plotten, Auszügen von fotografischem Selbstporträt Selstbildnis (wie Kopf, Hände, Beine und Brust) auf Folie drucken und über Plotterarbeit legen umsetzen kommende Woche bei Kati wegen Plotternutzung anfragen
Composition A XI, 1923, Öl auf Leinwand, László Moholy-Nagy, © Hattula Moholy-Nagy / VEGAP
Composition A XI, 1923, Öl auf Leinwand, László Moholy-Nagy, © Hattula Moholy-Nagy / VEGAP
Licht-Raum-Modulator, 1922 - 1930, Replik 1970, László Moholy-Nagy, Bauhaus-Archiv Berlin
Licht-Raum-Modulator, 1922 - 1930, Replik 1970, László Moholy-Nagy, Bauhaus-Archiv Berlin
Green Light Corridor, 1970, Bruce Nauman, © Guggenheim Museum, New York / Wilfried Petzi
Green Light Corridor, 1970, Bruce Nauman, © Guggenheim Museum, New York / Wilfried Petzi
Projections, New York, 2004, Jenny Holzer
Projections, New York, 2004, Jenny Holzer
Fachwerk, 2009, Lichtinstallation mit LED-hinterleuchteten Profilstangen, Daniel Hausig,
Fachwerk, 2009, Lichtinstallation mit LED-hinterleuchteten Profilstangen, Daniel Hausig,
Lichtkunst 4 László Moholy-Nagy László Moholy-Nagy (Bauhaus Bauhaus , siehe 16.9.2014) Composition A XI, 1923, Öl auf Leinwand, László Moholy-Nagy, © Hattula Moholy-Nagy / VEGAP nagy-k.jpg nichtgegenständliche Malerei, u. a. beeinflusst von Kasimir Malewitsch Kasimir Malewitsch Licht-Raum-Modulator, 1922 - 1930, Replik 1970, László Moholy-Nagy, Bauhaus-Archiv Berlin nagy2-k.jpg kinetische Plastik u. a. mit drei beweglichen auf rotierender Scheibe angeordnete Konstruktionen aus Metall bzw. Glas bringt im abgedunkelten Raum mit farbigem und weißem Licht Schattenbildungen hervor "Ein Lichtspiel Schwarz Weiss Grau" 5 Bruce Nauman Bruce Nauman Green Light Corridor, 1970, Bruce Nauman, © Guggenheim Guggenheim Museum, New York / Wilfried Petzi nauman-licht-k.jpg Kunstlehre Langsames Licht / Slow Light, Yvonne Ziegler "Jeder Mensch denkt, er wüsste, was Licht ist. Ich habe mein ganzes Leben damit verbracht, herauszufinden, was Licht ist, und weiß es immer noch nicht." (Albert Einstein) A Allgemein Licht = immateriell, weder greif- noch begreifbar zentralen Bedeutung für Leben auf der Erde Licht nur sichtbar, wenn es auf Materie trifft / Materie nur erfahrbar, wenn Licht auftrifft B Bildnisse für Ursprung Ursprung der Malerei (siehe Gründungsmythos) spielte Licht wichtige Rolle Malerei: farbliche Erscheinung von Gegenständen, Personen und Natur darstellen / natürliches Licht (wie Sonnenstrahlen, Blitz, Regenbogen, Wolkenlichtstimmungen, Feuer) festhalten Malerei kann Licht nur mittels Farbe darstellen 1920er: Künstler arbeiteten erstmals mit Licht reflektierenden Materialien (u. a. Edelstahl, Aluminium, Glas, Plexiglas, Spiegel Spiegelbild ) reales Licht wurde in Kunst eingeführt C Lichtkunst mit Kunstlicht 1900: Herstellung und Verbreitung von Glühlampen in Städten (Straßenbeleuchtung, Lichtreklame, Wohnhäuserlicht) künstliches / elektrisches Licht seit dem auch von Künstlern genutzt (erschwinglich) erste Lichtkunstarbeiten: abstrakte Avantgardefilme von Walter Ruttmann, Viking Eggeling, Hans Richter Hans Richter und reflektorische Farblichtspiele von Kurt Schwerdtfeger und Ludwig Hirschfeld-Mack Weiterentwicklung Geißlerschen Röhre zur Neonröhre (Georges Claude, 1909) Füllung mit Edelgas, farbiges Licht wurde erzeugt, individuelle Formungen von Glasröhren möglich 1946: abstrakte Bilder mit Neonröhren, Gyula Kosice 1951: Lucio Fontana Lucio Fontana : erste Neonlichtinstallation (Ambiente spaziale) Projections, New York, 2004, Jenny Holzer jenny-holzer-k.jpg aktuelle Lichtkunst mit Leuchtdioden, organischen Leuchtdioden und Elektrolumineszensfolien: Jenny Holzer , Ruth Schnell , Daniel Hausig Fachwerk, 2009, Lichtinstallation mit LED-hinterleuchteten Profilstangen, Daniel Hausig, daniel-hausig-k.jpg noch bearbeiten: "Lichtkunst", Matthias Wagner K
3 Stoppagen, Duchamp, © Succession Marcel Duchamp / ADAGP
3 Stoppagen, Duchamp, © Succession Marcel Duchamp / ADAGP
Draft Pistons, Fotoserie, 1914, Duchamp
Draft Pistons, Fotoserie, 1914, Duchamp
Shooting Picture, 1961, Niki de Saint Phalle, © The estate of Niki de Saint Phalle
Shooting Picture, 1961, Niki de Saint Phalle, © The estate of Niki de Saint Phalle
Kunstgeschichte Kurs Marcel Duchamp Marcel Duchamp und die Folgen Zufall Zufall bei Duchamp (siehe auch 29.10.2012) ohne kausaler Erklärung, Verzicht auf Erklärung "Was nicht produziert wird, ist immer besser als das, was produziert wird" Kunst ist nicht das, was man sieht "Ich will voller Gedanken und zugleich gedankenlos sein.", Max Stirner These, man sei alleine auf der Welt, alles andere nur Vorstellung das Rationale lässt nichts Unvorhergesehenes zu Natur und Zufall / Wechselwirkung "Das Wort Gesetz ist gegen meine Prinzipien und daher mußte ich den Dingen eine andere Erklärung geben, eine Art Pseudoerklärung." Duchamp'scher Zufall: etwas passiert, was nicht planbar ist Zufall = gültiger Wert zieht diese Form der Wissenschaft vor "fröhliche Physik": Entwurf der Realität, die möglich wird, sobald physikalische und chemische Gesetze gelockert werden "Die Akademie des Flaneurs" sich durch den Raum bewegen für Inspiration Schönheit der Indifferenz Werke mit Bezug zum Zufall 3 Stoppagen, Duchamp, © Succession Marcel Duchamp / ADAGP stoppagen.jpg Glasscheiben (Träger) mit draufgeklebten Streifen Leinwand (Träger der Malerei), darauf Faden hat 1 Meter Fäden von 1 Meter Höhe auf Leinwand fallen lassen, danach fixiert Lineale aus Holz modifiziert mit neuer Linienform der Fäden (Schablonen) gewelltes Lineal (weiterhin 1 Meter) als neue Maßeinheit Netzwerk der Stoppagen, 1914 fixer Punkt, gewellte Lineale angesetzt, Linie gezeichnet, neunmal nummerierte Punkte zwei Aktfiguren von älterer (kubistischer) Arbeit ("young man und girl in spring", 1911 ) als Träger verwendet Verbindung vom männlichen und weiblichen Wesen Stoppagen verbunden, verwissenschaftlicht Draft Pistons, Fotoserie, 1914, Duchamp draftpistons.jpg Stoff mit gepunktetem Muster vor geöffnetem Dachausstieg (Luftzug erzeugt neue Form, fotografisch fixiert) geplanter Zufall "Das große Glas" u. a. 1 drei mögliche durch Wind veränderte "Blicke" in Wolke integriert 2 neunmal mit Spielzeugpistole gegen Glas geschossen, zufällige Positionen markiert und gebohrt Verbindung Junggesellen mit Produktionsstätte Köpfe der neun Junggesellen durch schräg fotografiertes Stoppagen-Netzwerk positioniert (Tiefenstaffelung) Musik Komposition "Erratum Musical", 1913 Noten zufällig aus Hut gezogen Nachbau Cage John Cage über Duchamp: "Für mich war Schach ein Vorwand, um in seiner Nähe zu sein." 15. Jahrhundert: Leonardo da Vinci Leonardo da Vinci : Traktat der Malerei (in Stein und Mauern schon Figuren in sich) 17. Jahrhundert: Florentiner Mosaik (vorgefundene Struktur geordnet zu Motiven) 18. Jahrhundert: Alexander Cozens, Publikation über Landschaftskompositionen, Tintenfleck als AUsgangspunkt 19. Jahrhundert: Aufkommen Klecksografie u. a. Victor Hugo, Justus Kerner durch avantgardistische Künstlergruppen wie Dadaisten Dadaismus oder Surrealisten Surrealismus wird Zufall als Methode schnell wichtiger Bestandteil in Kunst Max Ernst Max Ernst durch Zufall zum Bild gefunden, Entwicklung Kompositionen John Cage notiert Orgelprojekt Halberstadt Halberstadt aufsuchen akzeptiert nicht präexistenten Zufall stellt "Fragen", die Prozess mit unklarem Ausgang auslösen "I Ching" ("Buch der Wandlungen", chinesische Orakelsammlung) Ursprung Ursprung : durch Zufallsoperationen wie Münzwürfe bestimmte Orakeltexte und Handlungsmöglichkeiten ermittelt Point-Drawing-Method (Unebenheiten im Notenpapier eingefärbt, in Noten umgewandelt) "Drip Paintings", Jackson Pollock Jackson Pollock Farbe wird auf Leinwand geschleudert körperliche Bewegung erzeugt "kontrollierten Zufall" (Unschärfe) Shooting Picture, 1961, Niki de Saint Phalle, © The estate of Niki de Saint Phalle shootingpaintings.jpg Niki de Saint Phalle (1930 - 2002, Malerin und Bildhauerin) "Shooting Paintings" bewusste Farbwahl, nur Schießen (und damit Menge Farbe) zufällig Gerhard Richter Gerhard Richter übermalte Fotografien benutzte Privatfotos, wegen u. a. Unschärfe aussortiert Mischung Ölfarbe und Fotopapier einziges Auswahlkriterium = Auswahl Foto Farbtafeln Geradenbild Geradenbild Papier für Pen-Plotter Plotter Aquarellpapier (mit glatten und abgerissenen Rändern), 48 x 62,5 cm für 1,30 EUR Glitzerpapier (Fotopapier), gold / silber, 50 x 70 für 6 EUR unterschiedliche Farbpapier, u. a. gepunktet / sichtbaren Fasern, 50 x 70 für 6 EUR gold / silber Glanzpapier matt/glänzend (Spiegel Spiegelbild ) 4,50 EUR / 6 EUR 3D-Folie (glatt, kleine runde Verzerrungen), 50 x 70 cm für 3,50 EUR Blümchen-/ Punktepapier A4 Farbpapier mit sichtbarer Struktur, 0,20 EUR farbliche Filzplatten 30 x 45 cm für 2,50 EUR Kunstgeschichte Kurs Marcel Duchamp und die Folgen Vortrag Quantenphysik Kosmos / Determinismus Kausalitätstheorie Demokrit: beschreibt Gesamtnatur als riesige Maschine, lückenlos erklärbar / voraussagbar Kant Immanuel Kant : "Alle Veränderungen geschehen nach dem Gesetz der Verknüpfung von Ursache und Wirkung" Determinismus: "keine Freiheit" impliziert, dass sich Welt nur auf eine Weise weiter entwickelt kann weicher Determinismus: ohne Handlungsalternativen (am Ende nur eine möglich), aber Wahl der Handlung frei Zusammenfall freier Wille und Notwendigkeit Libet-Experiment Benjamin Libet (Physiologe), Versuchsreihen 1979 Messung zeitlicher Abstand zwischen Nervenaktivität im Gehirn Gehirn (geht Handbewegung voraus) und erst danach erfolgenden Bewusstwerden Quantentheorie Doppelspaltexperiment / Verschränkung Quanten = natürliches Phänomen (u. a. Verantwortlich für zufälligen Verfall von Atomen) können mehrere Zustände gleichzeitig haben Eigenschaften von Wellen (wie Ausbreitung von Licht) und Teilchen im unscharfen Zustand (Ort und Zustand nicht messbar) Wahrscheinlichkeit Zufall in der Kunst Versuch menschlichen Handlungs- und Bewusstseinsspektrum um einen Faktor zu erweitern außerhalb des menschlichen Vermögens menschlicher Zufall: Überschneidung von Kausalketten Vortrag Marcel Duchamp und die (Para-)Wissenschaft TOM TIT, La Science Amusante Wissenschaft Duchamps: Willkühr und Laune Grundstock pseudo-wissenschaftlicher Aufbau "Das Rad" damals in physikalischen Versuchsanordnungen verwendet (Fliehkräfte demonstriert, mit gerader Gabel) (gedanklich abwesend) Abhängigkeit der Wissenschaft von der Gesellschaftsform Darstellung einer vermeintlich chaotischen Wirklichkeit mit Hilfe mathematischer Modelle auf philosophischer Ebene: Entmystifizierung durch Wissenszuwachs Tom Sachs (* 1966, US-amerikanischer Künstler) Christoph Keller (* 1967, deutscher Künstler) Kurs Warum Denken? Charles Sanders Peirce (1839 - 1914, US-amerikanischer Mathematiker, Philosoph, Logiker) "Exhibiting Reasoning - Zur graphischen Praxis Charles Sanders Peirce", Meyer-Krahmer Zeichnung als Darstellungsmethode im philosophischen Bereich Bedeutung Schriftbild auf Bedeutung von Inhalt Beispiel: ein Gedicht in sechs unterschiedliche Handschriften geschrieben, um Wirkung herauszubekommen Vortrag Zeichenbegriff bei Charles Sanders Peirce Pragmatizismus Erkenntnistheorie Pragma = Handlung Gedanken zu Grundsetzen des Erkennenkönnens Semiotik: Wissenschaft von Zeichensystemen Semiotisches Dreieck: 1 (materielles) Zeichen <=> 2 Objekt, auf das sich Zeichen bezieht <=> 3 Interpretant <=> 1 Zeichen es gibt kein Wissen ohne Repräsentation (Darstellung) "Die Kunst des Räsonierens", aus "Semiotische Schriften" drei verschiedene Geisteszustände 1 Zustand Gefühl (im träumerischen Zustand) 2 Sinn für Reaktion (entsteht durch Unterbrechung von Gefühl durch ein anderes) 3 Geisteszustand Denken drei Weisen, in denen "wir an einem Ding interessiert sein können" 1 primäres Interesse 2 sekundäres Interesse (wegen seiner Reaktion auf andere Dinge) 3 vermitteltes Interesse (insofern es dem Verstand Idee von einem Ding vermittelt) drei Arten von Zeichen 1 Similes oder Ikons dargestellte Dinge werden nachgeahmt (Fotografie) 2 Indikatoren oder Indizes zeigen etwas über Dinge, weil physisch mit ihnen verbunden (wie Wegweiser) 3 Symbole oder allgemeine Zeichen mit ihrer Bedeutung durch ihre Verwendung verknüpft (überfordert) alles ist zeichenhaft abhängig davon, wie es wahrgenommen wird (gedanklich abwesend)
Kurs Warum Denken? Handout Begriffserklärung Kant Immanuel Kant "Kritik der reinen Vernunft" 1 Kritik griechische Griechen Beurteilungskunst Prüfung insbesondee der Grundlagen unserer Erkenntnisse und unserem Erkenntnisvermögen 2 Vernunft oberstes Erkenntnisvermögen 3 a priori lateinisch "von dem Früheren her", rein, das von "Natur" oder dem Wesen aus hervorgehende, angeborene, das von der Erfahrung unabhängige (analytisch), nicht aus der Erfahrung stammende aber die Erfahrung erst ermöglichende, allgemeingültige, notwendige Erkenntnis 4 a posteriori lateinisch "vom Späteren her" Kant probiert[?] mit diesem Begriff die transzendental-logischen Fragen nach dem Ursprung Ursprung und den Möglichkeiten unserer Erkenntnis durch die Sinne gegeben (empirisch) zufällige Erkenntnis 5 empirisch aus der Erfahrung begründet sagt aus, dass der Ursprung des Wissens aus der Beobachtung und dem Experiment kommt 6 Erkenntnis durch die Sinne, den Verstand und die Vernunft laut Kant müssen alle drei Erkenntnisse zusammen spielen, um systematisch geordnetes Wissen hervorzubringen im Erkenntnisprozess unterscheidet man zwischen dem erkennenden Bewusstsein (Subjekt) und dem zu erkennenden Gegenstand (Objekt) 7 Erfahrung allgemein das mit den Organen der Sinneswahrnehmung Erkundete im Gegensatz zu dem "bloß" gedachten (Rational), dem aus Autorität angenommenen (Dogma), dem geschichtlich überlieferten (Tradition) Erfahrung ist im wissenschaftliche Denken der Weg (Methode) und auch die Wahrnehmung (Beobachtung, Experiment) 8 transzendent lateinisch "hinüberschreitend" Grenzen der Erfahrung überschreitend außerhalb der Grenzen der natürlichen außerhalb der mit den Sinnen erkennbaren Welt liegend über den Bereich des menschlichen Bewusstseins hinausgehend 9 Ästhetik griechisch "sinnlich wahrnehmbar", "empfindend", "wahrnehmend" 10 analytisch griechisch "dem Auflösen dienende Kunst" Verfahren von Zerlegen, Zergliedern "die Analytik entdeckt durch Zergliedern alle Handlungen der Vernunft, die wir beim Denken überhaupt ausüben" (empirisch) 11 synthetisch zusammensetzend, verknüpfend, vom Allgemeinen zum Besonderen fortschreitend im Gegenteil zu analytisch nicht von der Erfahrung abhängig 12 Raum "notwendige Vorstellung a priori, die allen äußeren Anschauungen zugrunde liegt" er (Raum) beruht auf unserem Anschauungsvermögen, das uns das Erfahren äußerer Dinge ermöglicht 13 Zeit "[…] Zeit ist nichts anderes als die Form des inneren Sinnes, die Anschauung unserer selbst und unserem inneren Zustand […] Zeit ist die formale Bedingung a priori aller Erscheinung überhaupt." (nacheinander)
(mit Notizen der vergangenen Tage) Geradenbild Geradenbild 30 Bilder aus Reihe Versuchsanordnung auf A0 geplottet mittels Klammern an Wand befestigt (auch für Präsentation in Klasse so durchführen) Geradenbilder im Klassenraum installiert Einzelgespräch Ohme Bereich Himmel / Meer zusammengefügt TV Fernsehen Interventionen zu "Self Burial", Keith Arnatt "Selbstbestattung", davor "The Disappearance of the Artist" Bezug auf Idee vom Verschwinden des Kunstgegenstandes "Tod Sterben der Kunst" extremer Reduktionismus der Moderne Gedanke von endgültiger Geste Wenn Kunstgegenstand verschwindet, muss auch der Künstler verschwinden Standbilder als "technische Panne" (damals nicht unüblich) geschaltet Tonspur des Programms lief während Intervention normal weiter zu "Feuer" (Ursprungsarbeit), Jan Dibbets Projektionsfläche verbrannt nicht für Fernsehgalerie hergestellt Film auf Leinwand projiziert, die ebenfalls angezündet wurde Ende Film und Verschwinden realer Leinwand als Bildträger fielen gleichzeitig zusammen zu "TV as a Fireplace": zwischen Weihnachten und Silvester 1969 ausgestrahlt (jeweils rund 2:45 Minuten) Schum: "Das Dreieck Atelier-Galerie-Sammler, in dem sich Kunst bisher abgespielt hat, wird gesprengt. Anstelle des rein privaten Kunstbesitzes tritt mehr und mehr die Kommunikation mit einem größeren Publikum durch Publikationen oder das Fernsehen." Ziele Fernsehgalerie: durch marktwirtschaftliche Kräfte eingeführte Trennung zwischen Kunstwerk und allgemeiner Öffentlichkeit abschaffen
TV Fernsehen Interventionen Kurs Televisionen in Kunst, Technik und Ökonomie Einführungsveranstaltung Themen u. a. Prähistorie des Fernsehens im 19. Jahrhundert Fernsehen, Film und Radio in den 1920er bis 1930er Jahren Künstlerexperimente im Kampf mit der Kiste in den 1960er Jahren Konstellationen von Theorie und Praxis bei Marshall McLuhan Marshall McLuhan und Nam June Paik Nam June Paik Formate und Sendungen zwischen Kunst und Massenmedium Kooperationsmodelle von Kunst und Massenmedium (Gerry Schum Gerry Schum , Samuel Beckett, Nam June Paik, Dara Birnbaum) aktuelle Hybridisierung von TV und Internet historische Künstlerpositionen u. a. Gerry Schum (TV Sendungen der "Fernsehgalerie"), Samuel Beckett ("Fernsehspiele"), Dara Birnbaum ("Wonder Woman"), General Idea ("Pilot") kleiner Schein mit Vortrag, großer Schein zuzüglich Hausarbeit Ausstellungsgespräch am 16.10. um 17:00 mit Kai-Hendrik Windeler zur Installation "1985", ehemaliger Sowjetischer Pavillon 19:00 Videoscreening "Videogramme einer Revolution, 1993", KV Leipzig Klasse Bildende Kunst Frühstück Exkursionen Berlin (18.11. bis 19.11.) / Venedig (11.5.2015) zu nächstem Klassentreffen aktuelle Arbeit (Original) mitbringen eventuell Geradenbilder auf A0 plotten 2.12. und 16.12. Atelierbesuche Kommilitonen HGB-Rundgang "Künstlerstatement/-haltung" Wie verhalten sich Künstler im aktuellen gesellschaftlichen Umfeld? "Alles eilt. Wie wir Zeit erleben." Kurs Marcel Duchamp Marcel Duchamp und die Folgen Einführungsveranstaltung (wegen ungeplant langem Klassentreffen verpasst) Blockveranstaltung vom 26. bis 28.11. Einführung in Werk und Ideen sowie Wirkungsgeschichte Themengruppen 1 "Große Glas", Ende oder Neuanfang der Malerei, Zerstörung als (Un-)Vollendung 2 Readymades, Komplexität einer einfachen Idee, "Zeitbombe" in Kunst 20./21. Jahrhundert 3 (Präzisions-)Optik und Kinetik, Dimensionen des Sehens, Perspektive, Physiologie und Augentäuschung 4 Zufall Zufall als Methode, Unvorhersehbarkeit als Kreativität, Indifferenz, Autorschaft 5 (Para-)Wissenschaft, Referenzen zu Physik, Mathematik, Geometrie und Experiment in Naturwissenschaft 6 Rrose Selavy und die Junggesellen, Kunst & Gender, Transformationen des Selbst 7 Blickregime und Körperabformung, Taktilität, Pornografie Pornografie , Etant donnes 8 Schachteln und Notizen, Reproduktionen und Repliken, Selbstdokumentation als Künstlerstrategie 9 Künstler als "Lebenskunstwerk" - höchste Form der Kunst? Kurs Zur Aktualität von Gründungsmythen der Kunst Einführungsveranstaltung antike Antike Gründungsmythen der Kunst und ihr Fortwirken in Mittelalter und Renaissance Renaissance u. a. Naturkunde des Plinius Plinius der Ältere (Malerei als Augentäuschung und der Ursprung Ursprung der Malerei im Schatten) Metamorphosen Ovids (Erfindung der Skulptur durch Pygmalion Pygmalion ) (siehe 14.5.2013)
Geradenbild Geradenbild einige einfache Tests zur Bildwirkung erstellen mindestens in 50 x 50 cm ausdrucken / mattes Papier / von weitem anschauen (Entstehung Fläche) Tests: 1 Geraden zufällig auf Blatt verteilt (beginnen und enden im ausdruckbaren Bereich) 2 Gerade mit aktiver / passiver Bewegung 3 mit PHP erstelltes Bild aus Fotografie (mit unterschdlichen Geradenlängen / Haufenbildungen) mit Processing: einfaches System mit Himmel-/Meer-Verzerrung erstellen (mit simplem Raster) mathematisches Symbol für Goldenen Schnitt: Phi Phi (rund 1,618) = (sqrt(5) + 1) / 2 streckeA = gesamtStrecke / Phi (0,618 * gesamtStrecke) streckeB = gesamtStrecke - gesamtStrecke / Phi (0,382 * gesamtStrecke) Kunstlehre Linie / Op-Art OP-Art Gestaltungs- und Formelemente Bild: 1 Punkt 2 Linie 3 Fläche 4 Format 5 Farbe Punkt = Ort, Linie = Weg Funktion der Linie: 1 Umrissform Fläche / Körper / Raum durch Abgrenzung von Umgebung 2 eigenständiges Element 3 als Form für bestimmten Gegenstand stehen (wie Sonnenstrahl) viele feine, kurze Linien (Striche) spiegeln Oberflächenbeschaffenheit eines Körpers oder Struktur wieder darstellen von Bewegungen, Richtungen und Geschwindigkeiten Op-Art (optische Kunst), Stilrichtung der 1960er Jahre Ursprung Ursprung im Bauhaus Bauhaus und russischen Konstruktivismus Konstruktivismus 1 kinetische Op-Art (3D) 2 statische Op-Art (2D) präzise abstrakte Formmuster und geometrischer Farbfiguren Bewegung, Flimmereffekte und optische Täuschungen Wassily Kandinsky Wassily Kandinsky und Klee Paul Klee : Linie als dynamischen Punkt begriffen "Sie ist die Spur des sich bewegenden Punktes, also sein Erzeugnis" (Kandinsky) Zeichnen und Malen = Reise des dynamischen Punktes (Paul Klee) "Über den toten Punkt hinweggesetzt sei die erste bewegliche Tat (Linie)." Linienformen: 1 gerade 2 gebogen 3 gewellt 4 geknickt Eigenschaften: 5 dünn / dick 6 gleich / ungleich breit 7 von einer oder beiden Seiten begrenzt 8 durchgängig oder gestrichelt 9 unterbrochen 10 geometrischen oder organischen Ursprungs "Die Linie, so Klee, ist 'Gedanke', und der Gedanke ist 'Medium zwischen Erde und Kosmos Kosmos '. Die Linie, die sichtbar macht, ist Mittler zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt. Die Linie ist aber auch 'die erste bewegliche Tat', ein primum movens - und damit schöpferisch. Die Linie gestaltet, sie wird Kunst. ‚Kunst', folglich, 'ist ein Schöpfungsgleichnis'" (nicht verstanden)
Chorumgang, Kathedrale von Saint-Denis
Chorumgang, Kathedrale von Saint-Denis
Gelmeroda IX, Lyonel Feininger, 1926, © VG Bild-Kunst
"Gelmeroda IX", Lyonel Feininger, 1926, © VG Bild-Kunst
Kurs Von der Eingabe zur Ausgabe Raw-Converter: Raw-Dateien kompatibel mit alten Bildbearbeitungsprogrammen machen .xmp-Datei: festgehalten, was in einer Original-Datei verwendet wurde PS > Zusatzmodule > Camera Raw Adobe Bridge: synchronisiertes Farbmanagement Alt+Apfel+Umschalttaste "Gerade-Ausrichten-Werkzeug" "Bereichsreparatur" (Staubkörner entfernen) In Graustufen konvertieren, mit Farbfiltern nachträglich aufbereiten (wie Rotfilter) Objektivkorrektur aktivieren: wenn Linien durch Objektiv krumm Objektiv-Vignettierung: zum Rand hin dunkler werden wird berichtigt Adobe Photoshop Lightroom bei Farbstich neutrales Bild erhalten: 1 Hintergrund-Ebene kopieren 2 Filter > Weichzeichnungsfilter > "Durchschnitt berechnen" 3 Bild > Korrekturen > Umkehren 4 Ebene "Ineinanderkopieren" Aufhellen: Hintergrund kopieren, "Negativ multiplizieren" nur bestimmten Bereich aus Filter "ausklammern": 1 Ebenenmaske hinzufügen 2 Schwarz als Farbe wählen 3 Pinsel auswählen alt-Taste auf Ebenenmaske: nur ausgelassener Bereich für Korrekturen wird angezeigt Kopierstempel: ganze Objekte entfernen (wie Straßenlampe vor Himmel) Ausbessern-Werkzeug: Struktur bleibt bestehen, nur Helligkeit wird verändert Reparaturpinsel-Werkzeug Bild > Korrektur > Tiefen/Lichter (Tiefen und Höhen verändern) Ebene bearbeiten, ohne Ebene zu verändern: Ebene > Smart-Objekte > "In Smart-Objekt konvertieren" "Tonwertkorrektur" (R, G, B einzeln ändern), Histogramm Quellbilder möglichst übereinanderlegen (automatisiert): Skripte > Ebenen laden auch gut für: nur den "schärfsten" Pixel aus allen Bildern herausnehmen, um ein gesamt-scharfes Bild herzustellen (wenn mit Tiefenschärfe gearbeitet wurde, was eigentlich immer der Fall ist) Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Abt Suger von Saint-Denis (1081 - 1151, französischer Kirchenfürst und Staatsmann) "Ausgewählte Schriften", Abt Suger von Saint-Denis: "Die Errichtung von Bauwerken" Chorumgang, Kathedrale Kathedrale von Saint-Denis abteikirche.jpg bedeutendstes Werk: Kathedrale von Saint-Denis Mittelalter: Kunst = Auftragskunst keine Trennung zwischen Staat und Kirche Kleriker (Angehörige des geistlichen Standes) führten bei Ambitionen auch politische Rollen aus Kirchenraum nach Geschlechtern getrennt (Frauen hinten, Männer vorne) Geltungsbewusstsein von Abt Suger: damals selten, kritisiert und abgemahnt (nur deshalb können wir heute aber darüber lesen) Edelstein/Gold in Abteikirche gilt als Selbstzweck (Ablenkung vom Glauben befürchtet) Kathedrale = Abbild des Himmels Himmelreich als Himmelsstadt / Himmelsburg vorgestellt Kirchenmusik: zu viel Theatralik lenkt vom Religiösem Auftrag ab Glasbilder "Gelmeroda IX", Lyonel Feininger, 1926, © VG Bild-Kunst feininger.jpg Ursprung Ursprung mit göttlicher Architektur: Feininger "Gelmeroda IX, 1926" (heute Lichtskulptur an der Feininger-Kirche Gelmeroda), Monet Claude Monet "Kathedrale von Rouen" Naumburger Meister Naumburger Dom : keine Vita, kein Abbild = "verhüllt verhüllt ", nur durch Werke bekannt
Gordon Matta-Clark (1943 - 1978)
Gordon Matta-Clark (1943 - 1978)
Splitting, Gordon Matta-Clark, 1972
"Splitting", Gordon Matta-Clark, 1972
Window Blowout, 1976
"Window Blowout", 1976
Bibliothek Eigenschaften Künstler-Kataloge Bibliothek A gelber Aufkleber Buchrücken, verpixelte Schriftart, Beispiel "4:3288 Fronius" B Aufkleber letzte Innenseite unten: "HGB Leipzig", "00010168", Strichcode C letzte Papier-Innenseite: runder Stempel mit "Hochschule für Grafik und Buchkunst" sowie "Bibliothek", 14.2.86, z 10168, 4 3288, 150.60; Zahlenbedeutung herausfinden, stattfindende Bibliotheksinventur? Ausleih-Quittung vom ehemaligen Studenten "Raffler, Marko" in Buch "Hans Fronius" gefunden notiert originale Ausleih-Quittungen nachempfinden mit falschen Namen und in Bücher der Bibliothek legen (Ausleiher vielleicht aktuelle berühmte Künstler oder unbekannte Menschen, die ein fiktives Buch von mir ausgeliehen haben) Kunstbegriff Buch "Kunst und Wirklichkeit", Udo Kultermann Conrad Fiedler strebte dahin - laut Wilhelm von Bode -, Kunstwerke so zu lesen, wie sie geschrieben waren Bedürfnis, nicht den Launen des Publikums nachgeben Förderer einiger Künstler: Hans von Marées (deutscher Zeichner, Grafiker und Maler des Idealismus ), Adolf von Hildebrand Adolf von Hildebrand (Bildhauer Bildhauerei ), Arnold Böcklin Arnold Böcklin (schweizerischer Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer des Symbolismus Symbolismus ), Hans Thoma (deutscher Maler und Graphiker) Fiedler musste nicht unter Zwang Zwang einer Anstellung arbeiten notiert Universität Leipzig Universität Leipzig : in Studiengänge wie Medizin, Philosophie, Jura, Psychologie einschreiben; später in eigener Biografie nur mit "bis"-Angabe arbeiten: "bis 2014 Studium der Medizin, bis 2018 Studium der Psychologie" (Nachteile wegen BAföG?) Schönheit nicht länger ein Kriterium der Kunst Fiedler sucht nach dem "Eigentlichen der Kunst selbst", Verhältnis Kunst und Natur, Ursprung Ursprung der künstlerischen Tätigkeit Neukantianismus: philosophische Bewegung, auf Schriften von Immanuel Kant Immanuel Kant gründend kunsttheoretische Schriften Goethes (mit Fragezeichen und Unkonzentriertheit abgebrochen) Treffen mit Simon wegen Container Containerspiele -Bespielung am Donnerstag Vortrag 1 Minute zu spät zu spät Gordon Matta-Clark Gordon Matta-Clark (1943 - 1978) gordon-matta-clark.jpg "Öffnungen in der Stadt: Gordon Matta-Clark", Philip Ursprung Architekt und Konzeptkünstler Auseinandersetzung mit urbanem Raum und politischen Transformationsprozessen / Intervention und Dekonstruktion mit Beginn Künstlertätigkeit Namesänderung zu "Matta-Clark" als Abgrenzung vom Vater (davor nur Gordon Matta) Karriere geplant / Galeristenkontakte Karriereende angekündigt notiert Anfang und Ende Berufsbezeichnung eigener Person planen und verkünden (auch in Biografie mit zum Beispiel: 2013 - 2020 bildender Künstler, 2020 - 2021 Mathematiker) Geschenke an die Kunstwelt verschickt (die meisten schmissen sein Geschenk an sie weg :-)) 1.1.1971 Ausstellungsraum: er wollte das Fundament vom Gebäude freilegen (da das nicht geht, Baum gepflanzt) "Splitting", Gordon Matta-Clark, 1972 splitting.jpg Haus (Vermittlung einer Galeristin) zersägt und eine Hälfte leicht geneigt (3 Monate später abgerissen) "Window Blowout", 1976 window-blowout.jpg Beteiligung an Ausstellung "Idea as Model", 1976 "The Wall": wollte Berliner Mauer "durchschneiden", von Aktion abgeraten (stattdessen Bierwerbung an Mauer angebracht mit Schriftzug "FROM USSR MIT LOVE" 20 x selbstkasteit selbstkasteit Peter Eisenman: "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" (Stelen bröckeln und müssen restauriert werden) 9 x selbstkasteit
Erfindung der Zeichenkunst, 1683
Erfindung der Zeichenkunst, 1683
Joseph-Benoît Suvée Invention of the Art of Drawing, 1791
Joseph-Benoît Suvée "Invention of the Art of Drawing", 1791
Kurs DTP mehr als 30 Minuten zu spät zu spät Transparenzen Druckermasken: Schnittmarken, Passermarken, Farbkontrollstreifen, Seiteninformation Grafiken > Datei senden: Auflösung reduzieren (Auflösung vom Drucker wird genommen) Hardwarekalibrierung bei Fotografie empfehlenswert Datei > Verpacken (InDesign Daten an Druckerei senden) PDF exportieren alt+n = Tilde (Welle) drucksichere PDFs erstellen: PostScript erstellen, danach durch den Distiller Drucker: "PostScript-Datei", PPD: "geräteunabhängig" Scribus Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Joachim von Sandrart (1606 - 1688) wichtigster deutscher Kunstschriftsteller neben Dürer Albrecht Dürer und Winckelmann Maler, Autor, Kunstsammler Beteiligung an der Gründung der Kunstakademien Nürnberg und Augsburg Erfindung der Zeichenkunst, 1683 sandrart.jpg "Teutsche Academie der Edlen Bau-, Bild- und Mahlerey-Künste" Inhalte: 1 allgemeine Abhandlungen zur Antiken Architektur und Skulptur, Theorie und Vorbildern der Malerei 2 Viten antiker und moderner Künstler verschiedener Länder 3 Berichte über Künstler, Kunstwerke und Sammlungen erste enzyklopädische Kunstgeschichte in deutscher Sprache Vorbild Antike Antike , Sehnsucht nach blühender Kunstproduktion "Eine netzbasierte Forschungsplattform zur Kunst- und Kulturgeschichte des 17. Jahrhunderts" kommentierte, angereicherte Online-Edition der "Teutschen Academie" Bildvergleiche 1 Bartolomé Esteban Murillo: "Die Erfindung der Malkunst", ca. 1670, Inschrift (frei übersetzt): "Vom Schatten rührt die Schönheit her, die Du in dem berühmten Gemälde bewunderst" 2 David Allan, "Origin of Painting", 1775 3 Jean-Baptiste Regnault "L'origine de la peinture", 1786 4 Joseph-Benoît Suvée "Invention of the Art of Drawing", 1791 Joseph-Benoît Suvée "Invention of the Art of Drawing", 1791 invention.jpg 5 Karl Friedrich Schinkel "Erfindung der Malerei", 1830 Paul Chan (* 1973 in Hongkong) Künstler lässt sich nicht fotografieren "1st Light" Gründe, warum das Motiv über Jahrhunderte hinweg immer wieder auftaucht: 1 Faszination am Ursprung Ursprung 2 Ursprung der eigenen Technik 3 Studien an Licht/Räumlichkeit Scherenschnitt
Diana und Actaeon von Giuseppe
Diana und Actaeon von Giuseppe
Leda und der Schwarm, Kopie des verlorenen Gemäldes von Michelangelo
Leda und der Schwarm, Kopie des verlorenen Gemäldes von Michelangelo
Die Schaukel, Jean-Honoré Fragonard, 1767
"Die Schaukel", Jean-Honoré Fragonard, 1767
Bad Boy, Eric Fischl
"Bad Boy", Eric Fischl
Kunstgeschichte Kurs Zufall Zufall - Beifall - Abfall ein paar Minuten zu spät zu spät Kunst und Pornografie Pornografie - Geschichte "In der Liebe ist der Realismus genauso wenig wert wie in der Kunst. Auf der erotischen Ebene wird die Nachahmung der Natur zur Nachahmung des Tieres." (Joséphin Péladan) Musik im Hintergrund aus "Tristan und Isolde" von Wagner Arthur Schopenhauer Arthur Schopenhauer : was ich wahrnehme ist mein Körper / mein Leib; mein Leib = die Vorstellung Futuristen Futurismus lehnten Schopenhauer ab (Maschine wird verehrt) Georges Bataille: "Die Erotik" (1994, deutsche Ausgabe): "Die Erotik zeigt die Kehrseite einer Fassade, deren einwandfreies Äußeres nie in Abrede gestellt wird: Auf der Kehrseite enthüllen sich Gefühle, Körperteile und Gewohnheiten, derer wir uns gewöhnlich schämen" Diana und Actaeon von Giuseppe actaeon.jpg Actaeon überrascht die keusche Diana beim Baden; ihm wachsen Hörner und wird dadurch vom Jäger zum Opfer (wird von seinen Jagdhunden zerrissen) Definition Kunst und Pornografie Rechtslage Pornografie, Weltkarte Höhle von Lascaux Höhlenmalerei (Frankreich): Strichmännchen mit erigiertem Glied Venus von Willendorf Venus von Willendorf : Venusfigurine aus der jüngeren Altsteinzeit Phallische Symbole bei Google Google Bilder Zepter (Zeugungsfähigkeit) und Reichsapfel (Metaphorik der Fruchtbarkeit, Hoden) griechische Griechen Vasen mit Sexualpraktiken Leda und der Schwarm, Kopie des verlorenen Gemäldes von Michelangelo Michelangelo Buonarroti leda.jpg Sex mit Tieren Münzen mit pornografischen Motiven (als Chips für Bordelle, Spekulation) florentiner Maler Sandro Botticelli: "Die Geburt der Venus" 1485 Leonardo da Vinci Leonardo da Vinci : anatomische Darstellung von einem Geschlechtsakt Schoßhündchen im Rokoko: auch zu sexuellen Zwecken dressiert "Die Schaukel", Jean-Honoré Fragonard, 1767 schaukel.jpg Sinnbild des Rokoko "Der Ursprung der Welt Ursprung ", Gustave Courbet Gustave Courbet , 1866 Otto Muehl: österreichischer Aktionskünstler und Vertreter des Wiener Aktionismus Wiener Aktionismus Jef Koons Jeff Koons : "Made in Heaven" "Bad Boy", Eric Fischl badboy.jpg Filme: "Die Sünderin" (1951) , "Das Schweigen" (1976) , "Im Reich der Sinne" (1976) , "9 Songs" (2004) Kurs Positionen Ruprecht von Kaufmann, Zeichnung und Anatomie "Warum figürliche Malerei? Warum mit Anatomie auseinandersetzen?" Grundverständnis des eigenen Körpers, komplexes System verstehen lernen wie Bewegung im Bild dargestellt werden kann notiert Kurzvideo: "Ich kann fliegen!" (Absturz nicht filmen / nur den anscheinend vorhandenen Erfolg Erfolg ) 13 x selbstkasteit selbstkasteit
Plinius der Ältere
Plinius der Ältere
Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte Wer war Plinius Plinius der Ältere ? Gaius Plinius Secundus Maior (kurz Plinius der Ältere) Quellentext: Plinius Secundus der Ältere, Gaius, "Naturkunde [Naturalis Historia]", Buch XXXV, Farben, Malerei, Plastik, Herausgeber und Übersetzer Roderich König, München 1977 23 - 79 n. Chr. Offizier, Staatsmann, Vertrauter römischer Kaiser, Universalgelehrter, Fachschriftsteller Plinius der Ältere plinius.jpg von den älteren Schriften sind nur die 37 Bücher seiner "Naturalis Historia" erhalten Enzyklopädie des naturkundlichen Wissens des Altertums (zwischen Frühgeschichte und Mittelalter) Quelle geistiger Kenntnisse antiker Kunst, Geographie, Astronomie Kosmos , Biologie, Pharmazie und Medizin Buch 35: Farben, Malerei und Plastik (Bücher 33-37: Vorkommen und Gewinnung von Metallen und Steinen) / aber auch: Anwendung in der Kunst u. a. mit folgenden Themen: Allgemeines über Malerei, vor allem Porträt; Ursprung Ursprung und Geschichte der Malerei, Pigmente, Geschichte der Pinselmalerei, Tonplastik, Erdarten, Ziegelsteine, Kreide Bänderübersicht: (Band 2) Kosmologie, (Band 3-6) Geographie, (Band 7) Anthropologie, (Band 8-11) Zoologie, (Band 12-19) Botanik, (Band 20-32) Medizin und Pharmakologie, (Band 33-37) Metallurgie, Mineralogie und Kunstgeschichte Porträts: "[…] meiner Ansicht nach gibt es keinen größeren Beweis von Glückseligkeit, als wenn alle stets zu erfahren trachten, wie jemand ausgesehen hat." (S. 19) "er [M. Varro] wollte nicht, dass ihre Gestalten verloren gingen und die Vergänglichkeit Vergänglichkeit der Zeit etwas gegen Menschen vermöge" eigene Porträts auf Schildern an heiligen und öffentlichen Stellen auf in Kriegen verwendeten Schildern Porträts von tapferen Kriegern Frage nach Ursprung der Malerei: ungelöst; Ägypter behaupteten, sie hätten die Malerei 6.000 Jahre vor den Griechen Griechen gehabt heute bekannt: Menschen der Altsteinzeit künstlerisch tätig (Höhlenmalerei Höhlenmalerei in Spanien, Frankreich und Afrika) einfarbige Malerei (griechisch "monochromaton") "alle jedoch sagen, man habe den Schatten eines Menschen mit Linien nachgezogen, deshalb sei die erste Malerei so beschaffen gewesen, die nächste habe je nur eine Farbe verwendet […]" (S. 23) Bibliothek "Kunst als Konzept": Friedrich Friedl
Große Zylinderskulptur II (1981), Heinz-Günter Prager
Große Zylinderskulptur II (1981), Heinz-Günter Prager
Kurs DTP 1:√2: Papierformat Din (deshalb 210 x 297 mm bei A4) Seitenformat - Stege = Satzspiegel Bezugspunkt (für Koordinaten und Transformationen) alt-Taste drücken beim transformieren: Objekt wird gleichzeitig kopiert Farbraum-Profile mein Hauptfragewort: Warum? KeyColor = Schlüsselfarbe (meist schwarz) Tiefschwarz in CMYK: wenn ich im RGB-Modus schwarz auswähle ("weiches" Schwarz) 100 % KeyColor: schwarz (reines Schwarz) Proof = Prüfdruck cmd+Umschaltetaste+(ö oder ä): Objekt in Vorder- oder Hintergrund Bilder plazieren: cmd+D Bibliothek "Kunst als Konzept" / konkrete und geometrische Tendenzen seit 1960 im Werk deutscher Künstler aus Ost- und Südosteuropa Große Zylinderskulptur II (1981), Heinz-Günter Prager prager.jpg Heinz-Günter Prager: "Mensch und Skulptur sind stabile Größen. Ihre Distanz zueinander bildet die instabile Größe, denn sie bedeutet Zeit und Raum" Ausstellungsreihe "konkret" in Nürnberg: Positionsbestimmung im Streit zwischen "Kopf"-Kunst und "Bauch"-Kunst Aus dem "Manifest Manifest der konkreten Kunst" (1930): "Das Kunstwerk sollte genau konzipiert und geistig geformt sein, bevor es ausgeführt wird" / "es sollte keine […] Sentimentalität enthalten" / "wir beabsichtigen, Lyrizismus, Dramatik, Symbolismus Symbolismus und dergleichen zu vermeiden" / "[…] Das Gemälde keine andere Bedeutung als sich selbst" / "[…] nicht impressionistisch, sondern genau" / "absolute Klarheit sollte angestrebt werden" Oscar Wilde Oscar Wilde : "Kunst fängt da an, wo Natur aufhört" "Jede Wahrheit, auch im Bereich der bildenden Künste, von nun an als relative Größe betrachten" Picasso Pablo Picasso : "Die Natur ist eine Wirklichkeit, aber meine Leinwand ist auch eine Wirklichkeit" notiert 2 Gesichtsausdrücke: langsame Veränderung, filmen und im VB-Programm einspeisen; was passiert? notiert Christians Porträt (Vorder- und Rückansicht) per Zufall Zufall zusammenbringen Wie schaut's aus? Suprematismus Suprematismus (von Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch Kasimir Malewitsch initiiert): "Befreiung von der Dingwelt" (weiter auf S. 51 mit der "De Stijl De Stijl "-Bewegung) Kurs Kunst und Geschichte Grundkurs 1: "Kunst als Medium - eine interdisziplinäre Einführung" Hauptthema: Kunst - wo fängt sie an? Ursprung Ursprung der Malerei im Schatten - Plinius Plinius der Ältere (23 n. Chr. - 79 n. Chr.) Aufgabe bearbeiten: "Wer war Plinius, um was geht es in seiner Naturkunde / Vorstellung des Textausschnitts" Themen: A Illusion Illusionsmalerei B Kunst zum Verlieben C Mittelalter: gotische Kathedralen Kathedrale (Naumburg a. d. Saale / Stifterfiguren / Blickbeziehungen); hinfahren? D Renaissance Renaissance (mit da Vinci) E Erfindung Fotografie, Telegrafie und was das mit Kunst zu tun hat Videonale Bonn / "Der Bonner Videonale e.V. begann seine Arbeit 1984 mit der Organisation eines alle zwei Jahre stattfindenden internationales Festivals und Wettbewerbs für Kunstvideos." ZKM Karlsruhe besichtigen? "Vor dem Hintergrund der künstlerischen und medientechnischen Entwicklung im Laufe des 20. Jahrhunderts fördert Medien Kunst Netz das Verständnis für historische und aktuelle Bezüge der künstlerischen Arbeit in und mit den Medien." "SEE THIS SOUND setzt sich mit der Verbindung von Bild und Ton in Kunst, Medien und Wahrnehmung auseinander." Farbe-Ton-Analogien
Schlummernde Venus, um 1508/10, Giorgione
Schlummernde Venus, um 1508/10, Giorgione
Kunstgeschichte Kurs Kunst und Geschichte "Narration Narration ": häufig verwendetes Wort an der HGB Darstellung von nackten Frauen in der Kunst Auswahl von männlichen Künstlern "Venus von Urbino", Tizian, 1538 Venus: römische Römer Göttin der Liebe in italienischer Hochrenaissance entstanden Maler die Wert auf Farbigkeit legen Schlummernde Venus, um 1508/10, Giorgione b_hgbleipzig-25-m.jpg Tizian war Schüler von Giorgione Regeln der Komposition durchbrochen Hand, Truhe, Ring: Symbole für die Ehe? Wie wird der Frauenkörper dargestellt? Nachdenken über menschliche Körper "Der Ursprung der Welt Ursprung ", Gustave Courbet Gustave Courbet , 1866 ehrlicher und unverfälschter Blick auf die Welt Egon Schiele Egon Schiele : Behandlung der Körperlichkeit; Unterschiede zur Venus neues Wort kreiert: "Sitzschneider", statt "Schneidersitz" Blicke wandern umher, kein Fixpunkt, Weglassung des Hintergrundes, Mensch im Mittelpunkt, Reduktion, Betrachter = Eindringling Aktmodelle u. a. Prostituierte und Minderjährige Jeff Koons Jeff Koons : es geht explizit um den Akt Akt