× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

HGB Rundgang 2016

Entwurf für großes Ganzkörperporträt, Plotterzeichnung und schwarzer Aquarellfarbe
Entwurf für großes Ganzkörperporträt, Plotterzeichnung und schwarzer Aquarellfarbe
Standpunkt Tonaufnahme HGB HGB Leipzig Rundgang 2016 Tonaufnahme verhüllte Flurarbeit abgehangen Einzelgespräch Bachmann mit Besprechung Fräse Fräse -Material angefangen danach gut zwei Stunden über fehlende Fußsohlen-Abbildungen für Aktzeichenkurse, über menschlichen Ausdauervorteil bei der Jagd nach Nahrung, über Whisky Alkohol , Wein und Geschmack, über die Moderne, über Planeten-Entdeckung, über Naturforscher, über Spezialisierung in der Wissenschaft und Zugang für Laien, über das (für mich nachvollziehbare) Unverständnis der Bevölkerung gegenüber staatlicher Kunstförderung und über Verlangen nach "ehrlichem Schaffensdrang" geredet insgesamt: sehr anregend, hat mich auch wieder im Verhüllen bestärkt notiert unbedingt: großes Geradenbild Geradenbild von Ramses herstellen (wie "Katze auf Tisch") notiert Zweifel Zweifel an der Kunst allgemein und damit Zweifel am eigenen Schaffen nicht verbergen, Problem offensiv hinaustragen Geradenbild umsetzen Idee Flügeltür für verhüllte Arbeit im kleinen Format umsetzen Entwurf für großes Ganzkörperporträt, Plotterzeichnung und schwarzer Aquarellfarbe ganzkoerper_tusche-k.jpg umsetzen 1 amorphe Formen aus Geraden (je Form unterschiedliche Winkel und Farben) 2 Idee mit Formen, die auf großem Bild aneinander gelegt sind 3 kleine quadratische Zeichnungen aus jeweils einer Linie
HGB HGB Leipzig Rundgang 2016 Ist der erste besondere Reiz (wie Stil oder Technik) gut oder schadet er nachträglich die Arbeit, weil er durch seine auffallende Art im Fokus stehen bleibt? nur Auffallen bringt mir als Künstler nichts (außer kurzfristige Befriedigung) dieses Mal vorgehen genau umgedreht: statt wie 2015 mit besonderer Technik aufzufallen, 2016 alles blockiert (so blockiert, dass sie natürlich nicht allzu sehr auffällt) "Wir haben deine Arbeit nicht gefunden!" Diskussion zwischen zwei Besuchern über das Verhüllen von Arbeiten "Was ja eigentlich schön ist, aber dafür ist die Holzplatte … [akustisch nicht verstanden]" "Ach, ich dachte, es geht hier drum" (zeigt auf den "Engel" im Holz) 1 Sekunden angesehen: 1 3 Sekunden: 1 4 Sekunden: 1 (gähnt während sie davor steht) 5 Sekunden: 5 (einer fasst die obere Holzplatte an, ein Baby klatscht mit Hand gegen Holzplatte) 7 Sekunden: 6 (einer macht Foto vom Engel) 8 Sekunden: 2 9 Sekunden: 5 10 Sekunden: 1 12 Sekunden: 1 14 Sekunden: 1 mehr als eine Minute: 1 Fotos: 2 umsetzen verhülltes Kreuz mit Blut füllen, Blut läuft langsam an den Ecken raus umsetzen Acryl-Farbe in Holzkasten fließen lassen, danach vordere Holzplatte draufdrücken, Farbe fließt an Rändern raus
Friedrich Fröhlich, überzeugt von seiner Kunst (1 x Wein, 5 x Ouzo) HGB HGB Leipzig Rundgang 2016 Standpunkt (Sprachnotiz von gestern Abend) Tonaufnahme Zusammenfassung: Gefühl auszustellen aber nicht teilzunehmen Verhüllung verhüllt nehme ich selber nicht als künstlerische Arbeit wahr Stimmungsschwankung im Modus des Gesehenwerdens (Reaktion erwartet, aber es kann keine Reaktion auf eigentliche Arbeit erfolgen = sehr unzufrieden) ich befriedige eigenes Bedürfnis nach Erfahren von Besucher-Reaktion nicht Zustand hinnehmen: nicht gut, da sich Desinteresse am Zeigen überhaupt einstellen würde = kein Bezug mehr zur eigenen Ausstellung es sollte schon eine innere (positive oder negative) Regung in mir stattfinden es wäre gut, würde Verhüllung selber zu einer Besucher-Reaktion führen (kann durch Titel unterstützt werden) Besucher können[!] nur darauf reagieren, was sie sehen = anfänglich immer sehr oberflächlich kleinteilige Arbeiten: näher herantreten, länger betrachten großflächige Arbeiten: schon von weitem erfahrbar am Ende aber kein wirklicher "Vorteil" für kleinteilige Arbeiten denn: Verweildauer hat nichts[!] mit immaterieller Auseinandersetzung zu tun Reicht dem Künstler eine oberflächliche Betrachtung seiner Arbeit? Rundgang für "tiefere" Auseinandersetzung eventuell nicht geeignet (wird als Event / Party / Familienausflug gesehen) augenscheinlich nicht mit Arbeiten befasst, nur an Oberfläche gekratzt = sehe das nicht negativ, denn das ist normal greift aber meine Kritik an Gegenwartskunst Gegenwartskunst auf: ich sehe, kann aber (ohne Text) nichts damit anfangen / keine Regung ohne Ausdruck, der sofort spürbar ist viele Arbeiten funktionieren eigentlich nicht nur durchs Betrachten wiederum habe ich ein Problem mit erklärenden Texten, da für mich eine Arbeit ohne diesen auch "funktionieren" sollte Ziel: solange verhüllen, wie ich es selber nicht schaffe, es "besser" zu machen oberflächliches Betrachten bringt mir nur kurzfristig etwas (siehe Geradenbilder letzter Rundgang) Geradenbilder wurden wegen besonderer Technik / grafischem Element intensiv beäugt = oberflächlich kurzfristige Befriedigung durch Reaktion, aber langfristige Auseinandersetzung vermisst Marios Marios Porträt mit geschlossenen Augen, leicht lächelnd, träumend kommt gut an, ist aber eher effekthascherisch ich brauche keinen Zuspruch, nur weil Oberfläche neu, anders ist (das geht in Richtung Design / Produkt / Auffallen / Konsumenten / Bindung / Wettbewerb) Aufsicht Gespräch mit Besucher über Verhüllung / Oberflächenbetonung / Wirkung / Parallele zur katholischen Kirche Konsum Konsum / schnell fotografieren, dabei keine wirkliche Auseinandersetzung mit Arbeit möglich Inszenierung Inszenierung eigener Person mit Kunst (Bilder horten / veröffentlichen) erste gute Auseinandersetzung mit Besucher all meine Gedanken zur Verhüllung wurden vom Besucher selber angesprochen 1 Sekunde angeschaut: 1 2 Sekunden: 1 4 Sekunden: 1 5 Sekunden: 3 (genaue Oberflächenbetrachtung) 7 Sekunden: 2 8 Sekunden: 3 10 Sekunden: 2 12 Sekunden: 1 14 Sekunden: 1 ("Engel" in Oberfläche entdeckt) Wie direkter auf Verhüllung der eigentlichen Arbeit verweisen, ohne Titel oder Text?
verhüllte Arbeit, 30, 60 x 80 cm, verschiedene Materialien, WV 4
verhüllte Arbeit, 30, 60 x 80 cm, verschiedene Materialien, WV 4
verhüllte Arbeit, 30, 60 x 80 cm, verschiedene Materialien
verhüllte Arbeit, 30, 60 x 80 cm, verschiedene Materialien
Aufbau Werkverzeichnis (passwortgeschützt)
Aufbau Werkverzeichnis (passwortgeschützt)
(Notizen vom 11.-12.2.) HGB HGB Leipzig Rundgang 2016 Tonaufnahme verhüllte Arbeit, 30, 60 x 80 cm, verschiedene Materialien, WV 4 verhuelltrahmen2.jpg verhüllte Arbeit, 30, 60 x 80 cm, verschiedene Materialien prae_flurarbeit.jpg Flurarbeit aufgehangen verhüllte Arbeit im Fernsehbeitrag Aufsicht 12.2. mit Beobachtungen Besucher gehen vorbei: 6 Besucher stehen 1 Sekunde davor: 2 2 Sekunden: 1 3 Sekunden: 5 (intensives Betrachten der Holzstruktur) 4 Sekunden: 1 5 Sekunden: 1 6 Sekunden: 2 komplette Ausstellungsecke übersehen: 3 Foto der verhüllten Arbeit gemacht: 1 von links genähert: 4 von rechts: 1 (eigentlich optimal) allgemein: kleinere Arbeiten mit Details (wie Schrift) und "interessanter Materialität Materialität ": Besucher bleiben länger stehen bei allen Arbeiten: meist nur sehr oberflächlich betrachtet, schnell Fotos gemacht, sofort weiter gegangen "Süß!" Will das der Künstler? Was bringt ihm das? Aufbau Werkverzeichnis (passwortgeschützt) werkverzeichnis.jpg
HGB HGB Leipzig Rundgang 2016 Flurarbeit mit Abstandsholz befestigt schaut insgesamt etwas schräg aus (ist eigentlich gerade, wird aber durch leicht schräge Plakate gekippt) eventuell aber sogar gut / verhüllte Arbeiten sind ja eine Einschnitt in den gängigen Ausstellungsbetrieb Klasse Bildende Kunst Einzelgespräch Mark Helmut Mark ich soll ein Werkverzeichnis Werkverzeichnis erstellen Überlegung Betitelung / Angaben verhüllter Arbeit Ergebnisse: 1 "Friedrich Fröhlich / Verhülltes Selbstporträt Selstbildnis / 2015/2016" 2 "Friedrich Fröhlich / Selbstporträt / 2016" (nur innere Arbeit erwähnt, aber mit Möglichkeit Holzkasten als Selbstporträt zu sehen) 3 "Friedrich Fröhlich / Selbstporträt (verhüllt verhüllt ) / 2015 (2016)" (Angaben für äußere und innere Arbeit) 4 "Friedrich Fröhlich / Selbstporträt / 2015/2016" 5 "Friedrich Fröhlich / verhülltes Selbstporträt / 2016" 6 "Friedrich Fröhlich / (verhülltes Selbstporträt, 2016)" (als Arbeitstitel verstanden) 7 "Friedrich Fröhlich / (verhülltes Selbstporträt) / 2016" 8 "Friedrich Fröhlich / Verhüllte Zeichnung / 2016" (warum muss "Zeichnung" betont werden?) letztendlich: 9 "Friedrich Fröhlich / Verhüllte Arbeit / 2016" Materialangaben: "verschiedene Materialien, 60 x 80 cm" störend: Kommilitone Kommilitone hat nachträglich seine riesige Arbeit ins Zentrum einer ganzen Wand gerückt, wodurch meine kleinere verhüllte Arbeit wie ein Anhängsel wirkt ich musste daraufhin meine Arbeit weiter zur Ecke hin verschieben / missgelaunt Frage: Warum wird materiell großen Arbeiten mehr Raum zugebilligt als kleineren Arbeiten, die aber - um wirken zu können - vielleicht viel Freiraum um sich herum bräuchten? Ergebnis: einfach selber riesige Arbeit machen, kann ja nicht mehr abgeschnitten oder in die Ecke platziert werden
HGB HGB Leipzig Rundgang 2016 Flurarbeit verhüllt verhüllt (Rückseite geleimt) testweise aufgehangen untere rechte Ecke noch mit Pappe verstärkt von Wand rücken Klasse Bildende Kunst Lob von Mark Helmut Mark bei Hängung Arbeiten mit Dozent Dozent diesmal keine brenzlige Situation gehabt Titelfrage ungeklärt soll morgen meinen finalen Vorschlag machen Angabe Name auf Teilnehmerliste ebenfalls entfernen lassen? A Angaben, auf verhüllte Arbeit bezogen: "Friedrich Fröhlich" und Jahresangabe ("30") B Angaben, die verhüllte Arbeit umreißen: Untergrund ("Papier") und "Pigmentestifter" ("Tinte") 1 Format 2 Technik ("Zeichnung") C Angaben, die verhüllte Arbeit "zeigen": Titel ("Selbstporträt Selstbildnis ", "Blaue Farbe auf rotem Grund") D Angaben, auf Verhüllung bezogen: Maße Holzkasten und Maße Glasscheibe (Teil der Verhüllung) Materialangaben wie Sperrholzplatten, Holzleisten, Leim Mischform bei Materialangabe: "Sperrholzplatten, Holzleisten, Leim, Papier, Tinte" oder "Sperrholzplatten, Holzleisten, Leim, Zeichnung" oder "Sperrholzplatten, Holzleisten, Leim, Selbstporträt" Frage: bezieht sich "Friedrich Fröhlich" und "30" auf die Verhüllung oder die verhüllte Arbeit? Geradenbild Geradenbild mit Benedikt und Liebert wegen möglicher kompletter Raumbelegung in Semesterferien geredet Idee: große Arbeiten plotten, dafür einen Tisch vor und einen Tisch hinter Plotter Plotter stellen in dieser Zeit Drucker im AV-Labor durch Mitarbeiter nicht nutzbar Anfang März sind eventuell zwei Wochen frei, die ich nutzen kann dazu: Canon Museo (Max oder anderes Papier) auf Rolle kaufen (1,27 x 15 m, ca. 250 - 300 EUR) Großpackung farbige Stifte (120 Stück, 120 EUR, jeweils zwölfmal blau, schwarz, rot, grün, orange, dunkelrot, grasgrün, violett, rosa und türkis) Materialkosten von 400 EUR mit freundlicher Unterstützung der Fdk F. Fröhlich FdK F. Fröhlich finanzieren
Entwurf Geradenkreis
Entwurf Geradenkreis
Geradenbild Geradenbild (Notizen von gestern) zukünftig auch mit farbigen Stiften plotten aktuell: Orange, Rot, Violett, Cyan, Blau, Pink, Grün, Gelbgrün Entwurf Geradenkreis kreisfarbig-k.jpg bei Überlagerung von Geraden wird Ergebnis schwarz, Entwurf also eher für Farbdruck geeignet Entwurf farbige Geraden mit welliger Struktur (für Plott geeignet) Entwurf schwarze Geraden mit aufhellendem Zentrum (für Plott geeignet) Format auf 120 x 120 cm, wenn Testplott gut für Tischunterkonstruktion zur Aufbewahrung von Papierarbeiten bis 160 x 130 cm Platten und Holzleisten bestellt zwei Platten Multiplex Birke a 140 x 73 cm und acht Holzleisten (viermal 140 x 3 x 1,5 cm, viermal 73 x 3 x 1,5 cm) umsetzen morgen durch Platten jeweils vier Löcher mit Durchmesser 2,5 cm bohren Tischbeine durch Löcher in den Platten führen, Platten liegen dann auf Tisch-Querstreben auf HGB HGB Leipzig Rundgang 2016 riesige Wühler-Fotografien im Eingangsbereich der HGB entdeckt
Sperrholzplatten mit Holzleisten verleimt
Sperrholzplatten mit Holzleisten verleimt
HGB HGB Leipzig Rundgang 2016 verhüllt verhüllt (mit Notizen der letzten Tage) Sperrholzplatten mit Holzleisten verleimt verhuellt_rundgang-k.jpg umsetzen für mehr Stabilität: 3 mm statt 4 mm Sperrholzplatten verwenden 30 mm - 40 mm statt 20 mm breite Holzleisten auf Glas kleben Holzleisten zuvor mit kleiner Rille versehen, damit überflüssiger Kleber rein läuft und nicht über den Leistenrand quillt Flurarbeit weiter bearbeitet statt Plakate abmachen: diese als Rahmung nutzen um Holzkasten 4 cm Freibereich markiert morgen mit Cutter abschneiden
HGB HGB Leipzig Rundgang 2016 verhüllt verhüllt Bilderrahmen für Klassenarbeit geliefert bekommen eine Holzleiste bei Alberti zurechtgesägt, alle Leisten in Arbeitsraum geschafft Leisten für Vorderseite auf Glasplatte geklebt (zur genauen Positionsbestimmung unter Glas Holzplatte gelegt) umsetzen verhülltes Kreuz genagelt (noch einmal komplett neu sägen, da zu ungenau gearbeitet) als Vorschau im Klassenraum befestigt Pinselborsten von verhüllter Arbeit für Klassenraum entfernt, danach Holzplatte seidenmatt lackiert in Ritzen teilweise Ansammlung Lack, erzeugt eine milchige Färbung (nicht gut, nächstes Mal mit Lackspray arbeiten!) bei Ohme Multiplexplatte (mit weißer Oberfläche) für weiteren Frästest abgegeben (Motiv: kleines Selbstbildnis)
Standpunkt verhüllt verhüllt "Den Optimismus, das Kunst etwas kann, was allen anderen Gebieten versagt bleibt, möchte ich mein Eigen nennen. Die Energie, die Kunst inne hat und die unbedingt hinausgetragen werden will, möchte ich finden. Der Weg dorthin wird die Verhüllung sein." (mit Notizen von gestern) HGB HGB Leipzig Rundgang 2016 Alberti wegen Zuschnitt verhülltes Kreuz aufgesucht bei Ohme Fräsarbeit abgeholt und gesäubert umsetzen sollten Holzleisten auf Glas doch nicht halten (recht schwer) bei Spiegel- und Glasschleiferei wegen Bohrung von Löchern anfragen Klasse Bildende Kunst Vorbereitung Rundgang Fräsarbeit schwarz getüncht, danach mit Walze weiß übermalt Rückseite mit Waschbenzin gereinigt Ergebnis überraschend gut morgen lackieren, danach Ohme und Bachmann zeigen umsetzen statt schwarz tünchen: durch Rauch bzw. oberflächliches leichtes Verbrennen dunkle Flächen erzeugen Einzelgespräch Alberti Außenmaße Holzplatten für verhülltes Kreuz skizziert bei Alberti gesägt, auch für Klassenarbeit (45°-Schnitte) Holzbearbeitung sehr präzise ausführbar, da gute Werkstattausstattung
drei Körperstudien (mz), Tusche auf Papier, jeweils ca. 42 x 110 cm
drei Körperstudien (mz), Tusche auf Papier, jeweils ca. 42 x 110 cm
Standpunkt (von morgen ) mit 1 x Daumennagellänge Alkohol Whisky Ich frage mich: Kann das schon alles sein? Kann Kunst etwas, was andere Formen des Ausdrucks nicht können? Betrachte ich die Vorlagen, mit denen ich Geradenbilder erzeuge, sehe ich das selbe, was ich im Ergebnis sehe: etwas, was für sich alleine wirkt, auch ohne Begründung, ohne Titel. Es zieht mich irgendwie an, ich kann es nicht erklären. Diese beiden Bilder sind zum Beispiel solche Vorlagen. Durch Veränderung der Fotos schaffe ich Spannung in den Geradenbildern. Würde ich lediglich die Fotos, wie sie mit der Kamera aufgenommen werden, übersetzen, würde ein sehr langweiliges Bild bei heraus kommen. Die Vorlagen schaffen es durch die digitale Bearbeitung (zum Teil recht extrem), dass sie als Kunst verkauft werden könnten (würde ich sie als solche benennen). Vielleicht rahme ich sie sogar. Einfach so, für mich. Und dennoch stellt sich da für mich die Frage: wenn unbewusst Kunst entstehen kann oder zu solcher erklärt werden kann, warum versuche ich dann mit viel Mühe - vom Betrachter als gleichwertig angesehen - Geradenbilder zu erzeugen? Was schaffen die Geradenbilder, was die Vorlagen nicht schaffen? Was vermögen sie auszudrücken? Sicherlich, ich habe gelernt Bewegung mit Geraden zu erzeugen. Dafür gibt es mehrere Ansätze. Zum Beispiel Dopplung aller Geraden, leichte Verschiebung gegenüber der "Originalgeraden" oder Drehung um bis zu 360 Grad (anstatt nur 180 Grad, was ja bei Geraden rein visuell bereits eine volle Umdrehung bedeutet). Ich habe auch ein theoretisches Gerüst herum aufgebaut. Jenes stellt für mich die Grundlage aller Geradenbilder da. Ist also nicht lediglich schönes Beiwerk. Kann ich meine Idee der Geraden vermitteln, ohne darüber reden zu müssen? Mir ist - leider und gleichzeitig nicht leider - aufgefallen, dass die Geradenbilder zum Teil bewundert wurden. Entweder der Technik wegen (einige Betrachter gingen ganz nah ran, um zu verstehen, wie die Bilder entstanden sein könnten, ein anderer versuchte seiner Begleitung zu erklären, wie der Künstler Linie für Linie mit der Hand gezeichnet haben muss). Oder wegen dem ungewöhnlichen Umstand, dass alle Bilder nur aus einem grafischen Element bestehen. Aufmerksamkeit können sie erzeugen, nur reicht mir das? Ich möchte ja niemandem meine Ansichten aufdrängen. Das gefällt mir bei anderer Kunst überhaupt nicht. Auch denke ich, dass die persönliche Meinung des Künstlers so irrelevant ist, wie die vom Betrachter. Warum müssen Künstler ihre hinausschreien? Wem bringt das was? Meistens verstehe ich das Dargestellte eh nicht und wundere mich, sobald ich den Begleittext dazu gelesen habe, was dieser mit der Arbeit und die Arbeit mit dem Begleittext zu tun haben soll. Was aber vermisse ich, wenn ich den Betrachter nicht belehren möchte oder meine Ansicht zum Weltgeschehen äußern möchte? Was muss für eine Zutat hinzugefügt werden, damit aus rein Ästhetischem etwas Großes (was das auch immer ist) wird? Gibt es das "Große" überhaupt? Ist am Ende nicht alles vom Künstler erzeugte menschlich und damit nicht besser oder schlechter als all das andere? Wieder einmal komme ich zu dem Schluss, dass ich einen Kampf mit mir selber führe. Ich bin gerne und häufig im Schaffensrausch, gleichzeitig ist mir aber das Erzeugte nicht wichtig genug (was auch immer wichtig genug wäre), um es unbedingt zeigen zu wollen. Zeigen ohne gesehen zu werden. Verhüllen also wieder die Lösung meines Dilemmas? Das kann natürlich als Kritik an Kunst allgemein verstanden werden. Es ist also mein Kommentar zum Kunstgeschehen. Dem von heute, gestern und vermutlich auch morgen. Standpunkt Tonaufnahme Nachtrag: "Richtig" heißt, dass es mir nicht mehr wie eine oberflächliche Spielerei ("lalala") vorkommt. Spielen ist wichtig in der Kunst! Aber es sollte wenn dann eine ausdauernde und damit tiefgründige[?] Spielerei sein. ausdauernd = im Schaffensrausch sein[?] HGB HGB Leipzig Rundgang 2016 Reaktion Mark Helmut Mark wegen meiner Einreichung (verhüllte Arbeit) für Pressematerial HGB-Rundgang: "für ein pressefoto waere ein etwas 'signifikanteres' Motiv vorteilhafter. z. b. ein foto einer deiner Porträtzeichnungen. […]" Meine Antwort: "Da muss ich mich dann innerlich winden, weil ich ja bei diesem Rundgang eben ZEIGEN möchte, aber gleichzeitig nicht GESEHEN werden will. […]" Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor drei Körperstudien geplottet drei Körperstudien (mz), Tusche auf Papier, jeweils ca. 42 x 110 cm drei1.jpg Größe je ca. 42 x 110 cm 1 mit 360°-Drehung da sich nach 180° Geraden visuell noch einmal um 360° drehen, entsteht Windungseffekt 2 stachelig, Winkelabweichung maximal 360° 3 durch Dopplung der Geraden entsteht sichtbare Bewegung (nicht nur theoretisch) Fokus auf Brustbereich durch Festlegung Mittelpunkt der Drehung (-1°) umsetzen Ergebnisse oben und unten zwischen Holzleisten klemmen statt klemmen: jeweils drei Nägel durch Holzleisten, Blatt sicherheitshalber an Löchern mit Klebestreifen festigen Konstruktion mit Schnur an Wand befestigen bei Alberti wegen 45°-Sägen angefragt am 1.2. Treff vereinbart
(mit Notizen von morgen) Tonaufzeichnung HGB HGB Leipzig Rundgang 2016 Siebdruckplatte 55 x 75 cm für Fräse Fräse vorbereitet mit Ohme Programm-Code besprochen / Fehler behoben zwei Ganzkörperporträts (für Plotterdruck und Druck auf Folie) geplottet morgen zwei weitere plotten und Körperstudie (1 m lang bzw. längste Variante bei 42 cm breitem Papier) und Siebdruckplatte bei Ohme abliefern kurzes Gespräch mit Bachmann geführt er schlägt zweischichtige Kunststoffplatten vor (vordere Schicht = weiß, hintere = schwarz, dadurch gute Ergebnisse möglich) informiert mich, sobald Testplatten bestellt und angekommen sind Kunstkritik Vorlesung Relevanz der Kunst / Kunst der Relevanz (Mitschnitt durchgearbeitet, mit persönlichen Ansichten Beteiligter) "postsouveräne Moderne" wirkt nicht auf etwas, sondern befindet sich innerhalb von Dingen, Verhältnissen, Relationen und Interaktion diese prägen, strukturieren und machen die Postmoderne Postmoderne aus Freiheit ist Teil der Postmoderne / wird von ihr vorausgesetzt radikal radikal Radikal zu sein bedeutet Terror Kritik an etwas ermöglicht ein bisschen anders zu sein, aber immer noch mitten im "Spiel der Kräfte", also nicht außerhalb Wie kann eine zeitgenössisch zeitgenössisch künstlerische Praxis aussehen, die sich gesellschaftlicher Verantwortung entzieht? Teilnehmer will keinen "Leitfaden" für relevante Kunst vorstellen (wäre sehr angreifbar gewesen) möchte Frage in Bestandteile auflösen, keine Antwort liefern Kunst aus materialistischer Perspektive[?] im gesellschaftlichem Kontext: Tendenzen politischer Haltung als Spuren in Kunst wiederzufinden (auch ohne Intention Intention des Künstlers) Aufteilung künstlerischer Praxis in gut und schlecht zu einfach gedacht Für wen oder was macht man Kunst? Wer darf über Relevanz meiner Kunst urteilen? Gegen wen richtet man sich mit seiner Position? Teilnehmer findet es schwer, über relevante Strömungen / Praxen zu sprechen Adorno Theodor W. Adorno : Kampf zwischen Befürwortern und Gegnern / Kunstwerken und "entkunsteten Dingen" verhüllt verhüllt notiert statt "Dilemma" Wort "Kampf" verwenden: "innerer Kampf zwischen (allzu menschlichem) Verlangen nach gehört zu werden und gleichzeitiger Infragestellung der eigenen (aber auch aller) künstlerischer Relevanz" Tonaufzeichnung Relevanz eigener künstlerischer Arbeiten bei Studenten: laut Meinung nicht geändert Themen haben sich nicht geändert (Fragen nach Selbstorganisation, nach Arbeitsbegriff, Politizität des kulturellen Schaffens, nach Kreativität) lediglich Konditionen, unter denen das stattfinden kann, haben sich geändert Kunstausbildung und Kunst sollen seit Bologna Effizienzkriterien gehorchen Selbstverantwortung steigt (Selbstorganisation und Administration, Verantwortung für gesellschaftliche Rolle etc.) wie kann dieses System für Unvorhersehbarkeit / neue Rollen / neue Aufgaben geöffnet werden? Hochschule = Unmöglichkeitsraum, wo angenommene Regeln außer Kraft gesetzt und neu geordnet werden können notiert insgesamt: überladen mit Fachbegriffen und Wörtern, die etwas eigentlich einfaches kompliziert machen meistens gar nichts verstanden, da mit für mich Neuwortbildungen überschüttet Tonaufzeichnung 1 x Daumennagellänge Alkohol Whisky
HGB HGB Leipzig Rundgang 2016 schwarzer Bereich um Arbeit: 13 cm (Gesamtgröße ungefähr 105 x 105 cm) eventuell doch kein quadratisches Format nehmen (zu statisch) Porträt verhüllt verhüllt Tonaufzeichnung für Rundgang eventuell verhülltes Porträt Daten zur verhüllten Arbeit: "Selbstporträt Selstbildnis // Friedrich Fröhlich // Fotografie, Sperrholzplatten, Holzleisten, Bilderrahmen" Nachtrag: ohne[!] Angaben der Verhüllung, da Verhüllung wie normalerweise Bilderrahmen nicht zur eigentlichen Arbeit gehören also: "Selbstporträt // Friedrich Fröhlich // Fotografie" oder immer nur eine Information zur Arbeit, wie "Selbstporträt // Friedrich Fröhlich" oder "Fotografie // Friedrich Fröhlich"
Infokärtchen für verhüllte Arbeit
Infokärtchen für verhüllte Arbeit
Friedrich Fröhlich, zufrieden Geradenbild Geradenbild Tonaufzeichnung HGB HGB Leipzig Rundgang 2016 erste Entwürfe für verhüllte Arbeit im Flur Entwurf 1 Wandfarbe um Verhüllung verhüllt schwarz (zuvor testweise mit dunklem Papier bekleben) Infokärtchen für verhüllte Arbeit kaertchen2.jpg Infokärtchen: "verhüllte Arbeit (groß) // Friedrich Fröhlich (groß) // Sperrholzplatten, Holzleisten, Nägel, Zeichnung (klein)" Entwurf 2 zusätzliche Kosten: Spedition 25 + 6 + 15 = 46 EUR Transportkosten + 100 EUR Materialkosten Vorgehen: Holzleisten an Rückplatte befestigen (Schrauben) Holzleisten nicht nur am Rand, sondern auch zwischen den drei Bildteilen (heißt: zwei Holzleisten zusätzlich) an Innenseite der Holzleisten Ösenschrauben befestigen (je Bildteil insgesamt zwei oder vier Stück), Bildteile mittels dadurch gezogene Stricke befestigen Vorderplatte drauflegen und festschrauben hinter Rückplatte im oberen und mittleren Holzleistenbereich vier stabile Haken schrauben o. T. verhüllt kleine Testverhüllung mit weißen Bilderrahmen umgesetzt E-Mail an Mark Helmut Mark Standpunkt Der Holzkasten geht DURCH das Glas hindurch. Das heißt auch: Das Glas wird zum Teil von der Verhüllung "verschluckt". Über dem Glas ist der eine Teil vom Kasten, unter dem Glas der andere. Holzleisten an Glas geklebt (bei ordentlicher Arbeit dann mit gutem Kleber). Sollte ich diese Variante nehmen, würde ich die Holzplatten zuschneiden lassen. Das heißt: der Betrachter sieht keine störenden Abstufungen. Auch die Holzleisten würden dann natürlich gleich sein. Finde diese Variante (mache noch mehr) sehr interessant, weil sie die Betrachterseite IN die Verhüllung integriert. Zwischen Kunst und Betrachter liegt normalerweise das Glas, die Verhüllung hebt diese Barriere irgendwie auf (finde ich). Eine Überlegung wäre jetzt noch das Glas an sich. So könnte ich mir auch Grauglas vorstellen … So spiegelt sich der Betrachter noch am Rand, in der Mitte (Holzkasten) wird die Spiegelung 'verschluckt'. Auch würde dann mehr das DRAUSSEN und INNEN zum Thema werden. Mal schauen. Vielleicht nicht gleich zu viel Neues reinbringen. Geradenbild im Klassenraum liegenden Akt gerahmt, morgen ersten Teil in Atelier bringen (Straßenbahn Eisenbahnstraße )