× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Plotter

HGB Galerie
HGB Galerie
Fernsehbeitrag Leipzig Fernsehen
Fernsehbeitrag Leipzig Fernsehen
LVZ-Beitrag, Foto André Kempner
LVZ-Beitrag, Foto André Kempner
HGB Rundgang HGB Rundgang 2018 Diplom Ausstellung HGB Galerie hgb-rundgang-2018-diplom4-m.jpg Fernsehbeitrag Leipzig Fernsehen Fernsehen hgb-rundgang-2018-diplom1-k.jpg LVZ-Beitrag, Foto André Kempner hgb-rundgang-2018-diplom2-k.jpg Standpunkt Überlegung Atelier 1 Kostenfrage (aufs Jahr gerechnet nicht wenig) 2 Voraussetzungen: A mindestens 20 - 30 qm wegen plastischem Arbeiten B kann unrenoviert sein C muss wegen Geräten gut abgesichert werden können eventuell XY-Plotter Plotter , Drucker, Computer, Kameras, … D Luftfeuchtigkeit normal, beheizbar wegen Papierarbeiten / Büchern / Maschinen E Wasseranschluss wegen Gips / Ton F Atelier wird dreckig werden und dreckig bleiben, also keine normale Mietwohnung Gips / Ton auf Boden G Bei Plotter und Gipsarbeiten viel Lärm Werkstatt Plastisches Gestalten (mit Notizen von gestern) neue Plastik angefangen mit Bindedraht, Plastilin, Holzstücken
aktueller Zustand
aktueller Zustand
Klasse Bildende Kunst HGB Rundgang HGB Rundgang 2018 Planung Klassenausstellung zum HGB Rundgang in Hochschule noch machen Metallwerkstatt: 1 Kurs Schweißen 2 Ständer, Modelliergerüste selbst bauen Werkstatt Plastisches Gestalten: 3 Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt , allerdings nach eigenen Ansichten 4 eigenen Körper vermessen, dazu Zeichnungen / Papierarbeiten fremder Körper ist nur für kurze Zeit verfügbar, wenig Zeit zum intensiven beobachten 5 Bronzeguss; keine spezielle Arbeit 6 Plotter Plotter , Ganzkörperporträts, kleines Format, mit Skribent (auch mit eigenem Plotter möglich) Werkstatt Plastisches Gestalten (Treff mit Kommilitone Kommilitone am nächsten Tag) aktueller Zustand beuste-neu4-m.jpg Ansichten
(mit Notizen der letzten Tage) Werkstatt Plastisches Gestalten weiter mit Kommilitone Kommilitone an Plastik und Büste Büste gearbeitet Augen und Oberkörper am Modell besser zu bearbeiten als mit Spiegel Spiegelbild nächste Woche Beine ausarbeiten Kopf im Unterschied zum restlichen Körper streng zentriert Diplom Arbeit schwarze Klammern für Papierarbeiten gekauft Modell im Klassenraum für Montag aufgebaut Montag großes Foto wieder ausrollen weitere Skizzenblätter gesammelt umsetzen später im AV-Labor digitalisieren Standpunkt Geradenbild Geradenbild Kinderzeichnung Kinderzeichnung verhüllt verhüllt Anfänge der Kunst Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Im Bett.]
  • Nach Februar werde ich mir … ein Jahr Zeit geben, das Studium zu … verarbeiten.
  • Das klingt jetzt irgendwie ein bisschen komisch.
  • Aber es ist halt doch anders, als … ähm … ein Studium …
  • [Katze Ramses schreit.]
  • … wo es eher darum geht, etwas zu … ler…
  • [Katze schreit.]
  • …nen. Denn hier war ja eher, dass ich überhaupt … äh … mitbekomme, was ich [Sperren: will].
  • So. Und diese …
  • [Katze schreit.]
  • … ganzen … ähm …
  • [Schlucken.]
  • Gedanken, auch Zweifel Zweifel , zu der eigenen Person, zu den Arbeiten, auch zu den Arbeiten der anderen und zum Künstlertum überhaupt, … äh … oder offene Fragen, Bestätigung und so weiter …
  • [Schlucken.]
  • … das muss ich erst einmal sacken lassen.
  • Denke ich mir.
  • Da ist es ganz gut, erst einmal wieder Abstand zum … System zu bekommen.
  • Und auch die … ähm … Ja! … Die ganzen Notizen, die ich gemacht habe, eigentlich noch einmal durchzugehen und das … ähm …
  • Genau.
  • [Schlucken.]
  • Aktuell … ähm …
  • [Kopfkratzgeräusche.]
  • … habe ich so vor, im Februar, dass ich … ähm … neben den Notizen eben noch … ähm … gerne ohne großer … ähm … Gedankenkonstrukte …
  • [Schlucken.]
  • … an den Geradenbilder weiter arbeiten möchte.
  • Dann aber kleiner. Also, dass ich mir einen Plotter Plotter für … 30 mal 20 Zentimeter maximal … ähm … anschaffe. Und … ähm …
  • Das habe ich jetzt mal gesehen bei … bei … Dürer Albrecht Dürer ! Dass viele Arbeiten sehr sehr klein sind. Kupferstich. Stiche. Und sehr sehr detailreich. Und es auf einem sehr kleinen Format … ähm … viel zu entdecken gibt.
  • Und gäbe.
  • Und es gar nicht immer so groß sein muss. Wo ja heute eigentlich vieles, also was ich gesehen habe, auch in der Hochschule, [Sperren: groß] gemacht wird. Ob's jetzt Sinn macht oder nicht. Es ist so ein … Na ja … Es ist so ein Standardging. Irgendwie.
  • Erst einmal groß machen!
  • So. Und dabei müssen viele Arbeiten vielleicht gar nicht groß sein.
  • [Schlucken.]
  • Ich mache jetzt ja auch diese eine verhüllte Arbeit … ähm … viel zu groß. Mit 100 mal 80 Zentimetern.
  • Ist jetzt zwar nicht riesig. Aber … ähm … es könnte bei einem Porträt eigentlich … 30 mal 20 sein.
  • Zum Beispiel.
  • Also viel kleiner!
  • Ich würde dann aber eben nach dem Studium … äh … wieder … ähm … sozusagen zurückfahren. Und … äh … Dann gleichzeitig aber … ähm … sicherlich … äh … neue Felder entdecken. Und zwar: Detailreichtum!
  • Dass ich also auch mit Stiften arbeite, wo ich … ähm … auf 0,3 Millimeter oder 0,5 Millimeter komme. Oder so. Ähm … Wo ich den Radiographen noch einmal ausprobiere.
  • Jetzt.
  • Und dadurch halt, was ich bisher halt bloß in groß machen konnte auch, wegen der Strichstärke, dass ich das jetzt in klein … ähm … probieren kann.
  • [Schlucken.]
  • Und kleine Arbeiten mache.
  • [Klick.]
  • Diese kindlichen Tagebuchzeichnungen fand ich … sehr … Na ja … Während ich gezeichnet habe, halt … Das war sehr gut! Vielleicht mache ich sowas halt noch mit anderen … Nicht so dieses platte Kindliche. Mit großen runden Gesichtern. Oder so. Sondern … Weiß ich nicht … Ähm … Einfach mit den Buntstiften arbeiten!
  • So.
  • Auch wieder auf kleinem Papier.
  • [Klick.]
  • Ich denke, die verhüllten Arbeiten, dieses Motiv, das ist ausgereizt. Solange ich … äh … nicht [Sperren: spüre], etwas verhüllen zu müssen. Das war bisher, ich denke, in zwei so Schüben. Wo ich extreme Zweifel hatte. Halt an den eigenen Arbeiten.
  • Oder überheblich war! Also gedacht habe, … äh … es wären [Sperren: Meisterwerke], die ich tue. Und …
  • [Schreit.]
  • [Sperren: Ramses!]
  • [Aufnahme Abbruch.]
  • [Aufnahme wieder aufgenommen.]
  • Also in meiner Vorstellung ist das ja noch irgendwie meine Zukunft. Die verhüllten Arbeiten. So. Zeigen, gesehen werden, aber nicht … ähm …
  • Ne. Gesehen werden, aber nicht zeigen!
  • Muss ich aber eben nicht, … ähm … solange ich nicht ausstelle, solange ich jetzt meine … ähm … mein Vorgehen nicht ändere und diesen Drang auch nicht habe, … Ähm … Wird da glaube ich nichts neues entstehen.
  • Da werde ich jetzt eher diese kleinen Zeichnungen machen. Äh … Mit der Maschine arbeiten.
  • Auch mit dem Computer arbeiten! Das macht ja auch … ähm … Ja … Da … Das liegt mir auch!
  • Dabei entstehen ganz von selbst diese … ähm … ja … entstellten Porträts. Ob ich jetzt will oder nicht! Das ist … Diese Sammlung geht auch weiter.
  • Dann werde ich vielleicht noch einmal nach Werkzeugausstattung suchen. Neben der … äh … Neben dem Plotter. Was ich da noch brauche. Und bei den Bilderrahmen werde ich mich dann sehr zurückhalten. Da habe ich ja jetzt ziemlich viele angeschafft. Auch für die Prüfung.
  • [Schlucken.]
  • Da bin ich gedeckt.
  • [Schlucken.]
  • Und ich glaube, ich werde auch vieles wegschmeißen.
  • An Entwürfen, die jetzt aber nicht … ähm … Na ja, die jetzt nicht so diesen … Die jetzt nicht für sich selbst stehen können. Sondern wirklich einfach … [Sperren: unfertig] sind. Zum Beispiel. Davon habe ich ja auch viele. So. Die bringen mir, denke ich, auch in 20 Jahren nichts. So wenn ich sie mir angucke.
  • Ich habe ja genug Entwürfe, die halt auch für sich stehen. Also die alleine schon wirken. Die kann ich ja behalten. Aber ich werde auch einiges … eben …
  • [Katze meckert.]
  • … wegschmeißen.
  • [Schlucken.]
  • Ein bisschen Angst habe ich schon davor, nach dem Studium … Nicht in ein Loch zu fallen! … Sondern … ähm … [Sperren: aufzuhören]. Also … Diese …
  • Diese Gespräche. Nachts. Zum Beispiel. Diese Auseinandersetzung. Na mit meinen Themenfeldnern, die ich eben habe. Die hat's ja nur gegeben, [Sperren: weil] ich an der Hochschule war. [Sperren: Weil] ich die Werkstätten nutzen konnte. [Sperren: Weil] … äh … ich … äh …
  • [Katze meckert.]
  • … kommuniziert habe. Mit Kommilitonen. Gespräche mit Professoren hatte. Und das sind alles Sachen, die nach dem Studium, wie davor eben, wieder wegfallen. Ich weiß halt noch, wo ich in meiner Kammer war. Im Kämmerchen. In Berlin. Ähm … ähm … Mir mein Künstlersein sozusagen …
  • [Schlucken.]
  • … ähm … Na das war ein System, was halt für sich selbst existierte. Und wo ich halt immer … äh … mich selbst nach oben brachte. Nicht fallen [Sperren: konnte]. Weil ich … äh … nicht nach draußen ging. Und … äh … Immer Bestätigung durch mich selbst bekam. So. Gibt's dann auch wenig Kritik. Von außen. Was ja … Wo ich die letzten fünf Jahre gemerkt habe, dass es sehr wichtig eigentlich ist. Ähm … So diesen fremden Blick noch einmal darauf zu haben. Jetzt nicht … äh …, um zu sehen, wie kann ich etwas machen, … äh … damit es bei anderen ankommt. Sondern, wie … wie kommt denn das an, was ich … was ich … was ich … selbst darin sehe. Was ich da mache. Oder wie kommuniziere ich das. Ähm … Was ich tue.
  • Oder wie verweigere ich mich dem! Also auch das ist ja eine Art von Kommunikation.
  • [Schlucken.]
  • Und das fällt jetzt, denke ich, danach wieder weg. Ich habe in der Zwischenzeit jetzt nicht … äh …, was so oft … äh … gefordert wird, oder … äh … angestrebt wird …
  • Netzwerk!
  • Ähm … Oder eben Ausstellungen. Irgendwo machen. In kleinen Galerien. Oder … Was weiß ich.
  • Das ist eben nicht mein Ding! Das war's davor nicht. Das ist es nicht während des Studiums gewesen. Und das wird danach jetzt eben auch nicht passieren.
  • So.
  • [Katze meckert.]
  • Was ich gut fand, waren eben die Rundgänge. Da … ähm … konnte ich sozusagen ohne den Verwaltungskram zu machen, ohne groß zu werben, ohne mich zu [Sperren: bewerben] … Das ist das nervige eben daran, finde ich. Ähm … Konnte ich etwas ausstellen. Das hatten automatisch viele gesehen.
  • Ohne, dass … äh … dass es jetzt im Mittelpunkt gestanden hätte.
  • Das fällt ja …
  • [Katze meckert.]
  • … eben auch weg. So.
  • Also es wird … Ich werde Neues machen! Das ist gar keine Frage! Das sehe ich schon!
  • [Nachbarn stehen vor Wohnungstür. Reden laut.]
  • [Schlüssel wird im Schloss gedreht.]
  • Ich weiß jetzt nicht, ob ich, gefühlt, fortschreiten werde.
  • [Tür kracht zu.]
  • Ob ich eher stehen bleibe.
  • Oder ob ich es schaffe, auch in meinem eigenen System, abgekoppelten System, mir einen Arbeitsalltag … ähm …, wo ich sozusagen täglich ein paar Stunden nehme, bewusst nehme … ähm … arbeite.
  • Ohne … Genau. Und dann halt sehe, was … was passiert. Ohne jetzt halt … ähm … das dann auszustellen. Aber halt weiter etwas mache. So. Weiter überlege. Das sind …
  • Gerade auch dieses Überlegen! Dieses … ähm … Dieses Denken! Dieses Transkribieren! Das … Das [Sperren: ist] mein Ding. So. Und Damit das nicht wegfällt, muss ich mir jetzt wieder selbst Zeit vorgeben. Die von der Hochschule, mehr oder weniger, schon vorgegeben waren. Oder wenn man in so ein System eintritt, dann … dann fließt man sozusagen mit.
  • Teilweise.
  • So. Wenn man keinen Einspruch einlegt, dann passiert automatisch etwas. Man wird angesprochen. Oder man … man … Ich nutze die Möglichkeiten.
  • Das muss ich mir dann jetzt selber aufbauen. So.
  • [Aufnahme Ende.]
Standpunkt Gespräch mit mir Diplom Arbeit Geradenbild Geradenbild
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Früh, es ist noch dunkel. Überlegungen zur Maschine.]
  • Über das Arbeiten mit der Maschine. Mit dem Plotter Plotter .
  • [Schlucken.]
  • Darüber habe ich … ähm … lange Monologe vor mir selbst gehalten.
  • Denn dieser Prozess, dass ich … äh … dabei … eher … nur den Gedanken habe und die Vorarbeit mache und die …
  • [Schlucken.]
  • … eigentliche … oder die Zeit, in der dann das Bild entsteht, also Materie wird, …
  • [Schlucken.]
  • … ähm … nur daneben stehe.
  • [Klick.]
  • Da wird sozusagen der Gedanke …
  • [Schlucken.]
  • … nur noch, in Anführungszeichen, umgesetzt. Und es wird kein … Es wird keine menschliche …
  • [Schlucken.]
  • Kein Fehler mehr zugelassen. Und ein Fehler kann aber … etwas sehr …
  • [Klick.]
  • … gutes sein. Weil dadurch eben auch Sachen entstehen, die man …
  • [Schlucken.]
  • … nicht vorhersehen konnte.
  • Diese Fotocollagen oder die Spiegelzeichnungen sind sogar, glaube ich, entstanden, weil ich … äh … zwischendurch … äh … wieder spüren wollte, wie es eigentlich ist, einen Stift in der Hand zu halten. Und … ähm … Im Augenblick …
  • [Schlucken.]
  • … der Bildentstehung Teil zu sein. Davon.
  • Es hat halt zwei Seiten. Solche großen Arbeiten hätte ich … ähm … nur mit der Hand gar nicht machen können. Beziehungsweise das Handwerk Handwerk … müsste ich auch erst erlernen. Dafür.
  • [Schlucken.]
  • Und es sind Sachen entstanden, die ich eben nicht … äh … ähm … Also wo der Gedanke größer war als die Umsetzungskraft.
  • [Schnell zu Ende gesprochen, da Symbol für Batteriestatus auf Rekorder blinkt.]
  • [Aufnahme Ende.]
Standpunkt Kunstbegriff Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Wegen leichter Halsschmerzen tagsüber im Bett. Nicht mit nach Berlin gefahren. Gedanken zum gestrigen Gespräch mit Werkstattleiter über Avantgarde Avantgarde und Bedeutung von Kunst allgemein und heute.]
  • Je mehr Kunst ich sehe, in Museen, Galerien, Ausstellungen allgemein, desto … ratloser … bin ich.
  • [Klick.]
  • Mhm.
  • In den letzten Jahren habe ich ja mir sehr viel angesehen. Und … was schon deutlich wird ist, dass neuere Kunst, …
  • [Schlucke.]
  • … also sagen wir seit 100 Jahren, aber vor allem jetzt in den letzten Jahrzehnten, … ähm … sie in alle Richtungen ausschert.
  • [Pause.]
  • Alles vertreten wird.
  • Alle Meinungen.
  • Alle Stile. Alle Techniken.
  • Was auch gut ist! Ich meine, ich lebe da jetzt drinne. So. Das gefällt mir.
  • Eigentlich.
  • [Laut eingeatmet.]
  • [Pause.]
  • Die Frage ist halt: Gibt es überhaupt etwas, was … mhm … also …
  • [Schlucke.]
  • … also wo man heute sagen würde, das ist heute die … das wäre heute die Moderne?
  • Also wo etwas Neues … ähm … Wo etwas … ähm … Wie heißt das?
  • Propagiert!
  • … wird.
  • Also gesagt wird: Äh …
  • Das ist Kunst! Äh …
  • Das ändert sie!
  • Das ist tot!
  • Ähm … So muss es sein!
  • Das ist die Zukunft!
  • [Pause.]
  • Wie im Gespräch auch … äh … gestern … glaube ich … Da habe ich schon gemerkt, dass … Es [Sperren: gibt] vielleicht … also die Idee der Avantgarde … Das ist vielleicht komplett …
  • [Luft pfeift durch den Mund.]
  • … [Sperren: falsch].
  • Also ich meine, sie sind … so habe ich das jetzt gemerkt … ja auch immer irgendwie … [Sperren: gescheitert].
  • Und es kam etwas Neues. Und das Neue war plötzlich das Richtigere. Äh … Systeme … ähm … wurden beendet. Und damit hörte auch eine … ähm … Kunst auf. Und was anderes … übernahm das.
  • Also ist … ähm … der [Sperren: Drang] nach … nach etwas [Sperren: Neuem], nach [Sperren: dem] Richtigen, nach dem [Sperren: Zukünftigen], …
  • [Schlucke.]
  • Der ist vielleicht … ähm … Der ist eigentlich bloß [Sperren: vorgeschoben]!
  • Dadurch … ähm … Also der Mensch, also [Sperren: ich] neige dann ja dazu, … ähm … äh … selbst so einen Drang zu verspüren. Irgendwie so ein kribbeln. So. Das ist vielleicht das Menschliche! Ähm …
  • [Klick.]
  • Vielleicht evolutionär bedingt!
  • Dass man nach … äh … nach etwas [Sperren: Neuem], etwas [Sperren: Höherem], strebt.
  • Und dass dieser … Es ist kein Fehler! Aber vielleicht, ich sag's jetzt einfach mal so … Das dieser Fehler auch in der Kunst gemacht wird.
  • [Pause.]
  • Dabei sind doch … Ich [Sperren: bin] jetzt eben schon wieder bei … ähm … Ja. Bei Höhlenmalerei Höhlenmalerei . Äh … Oder bei anderen Anfängen der Kunst.
  • Da sind ja diese Dinge nicht …
  • [Schlucke.]
  • Ich denke: Nicht … Dass sie nicht den Drang hatten, etwas Neues zu machen.
  • Genauso wie Kinder! Oder … ähm … psychisch Kranke!
  • Sondern da geht es halt ja wirklich um … um den [Sperren: Menschen]!
  • Um das, was er erlebt! Ähm … Das auszudrücken!
  • Ob bewusst oder unbewusst. Das ist zweitrangig.
  • Und das ist ja eigentlich das, was am Ende … ähm … das ist, wo ich selbst länger vor verweile.
  • So wenn ich da Geschichten sehe!
  • Und dass eigentlich ein Pissoir Marcel Duchamp in der Kunst … ähm … Ja! Es [Sperren: ist] … äh … ähm … Es [Sperren: gribbelt] mir! Ähm … Auch beim Schwarzen Quadrat! Wenn ich darüber nachdenke.
  • Gleichzeitig lässt es einen halt irgendwie … [Pfff.] … so im Raum … ähm … alleine stehen.
  • Weil es [Sperren: abgekoppelt] ist. Es ist irgendwas theoretisches. Was … Irgendein Gehäuse, was … ähm … irgendwelche Künstler oder irgendwelche … äh … Theoretiker … ähm … sich erdacht haben. Und wo halt … Wo halt etwas [Sperren: passiert]. Was halt aber eben nicht mehr … ähm … zum …
  • [Sperren: Menschen] …
  • … vordringt.
  • [Pause.]
  • Denke ich.
  • [Pause.]
  • Deshalb komme ich auch irgendwie wieder zu dem Schluss: Ähm … Einfach das machen. was … ähm … was [Sperren: kommt]. Also was ich … ähm … Was aus mir heraus sozusagen … ähm … entsteht.
  • Ich jetzt den … äh … Drang irgendwie verspüre, weiter … ähm … diese Geradenbilder zu machen. Ohne jetzt eben diese Idee der Moderne irgendwie … ähm … äh … dadrinne sehen zu [Sperren: müssen].
  • Die ich ja auch selbst hatte!
  • An den Anfang gehen! Von dort aus etwas … äh … schaffen, was … ähm …
  • Na ja.
  • Was … Was Bedeutung hat.
  • Was das dann auch immer ist.
  • Also wenn ich den Drang spüre, das zu machen, dann spricht eigentlich nichts dagegen, einfach es zu …
  • [Sperren: Tun].
  • Also einen kleinen Plotter Plotter zu kaufen und im kleinen Format … ähm … große Arbeiten schaffen. Und das sind dann große Arbeiten, weil sie … ähm … entstehen … ähm … in … ja … stundenlanger Arbeit. Ähm … Wo der Drang aber eben nicht … äh … der ist, andere zu …
  • … zu [Sperren: überzeugen]!
  • Oder zu [Sperren: übertrumpfen]!
  • Oder überhaupt [Sperren: gesehen] zu werden!
  • Sondern halt einfach der ist: Es tun.
  • [Pause.]
  • So ich merke es halt bei mir. Ich glaube nach dem Studium möchte ich das gerne tun. So. Egal wie … wie verrissen es werden würde, wenn ich das … ähm … einen Professor zeigen würde. So. Der alles hinterfragen würde. Warum ist das … und das? Was willst du damit sagen?
  • Es sollte für mich glaube ich [Sperren: irrelevant] sein.
  • Das ist … ähm …
  • Das interessiert nicht.
  • [Pause.]
  • So, wie wenig es die Höhlenmenschen interessiert hat, … äh … wie … wie … wie ihre Zeichnungen … ähm … in … ein paar tausend Jahren angenommen werden. Oder wie wenig es Kinder interessiert, … ähm … wenn sie zeichnen. Äh … Was die Erwachsenen eigentlich darin sehen.
  • Klar. Darin gibt es immer irgendwo eine Rückkopplung.
  • Ähm … Aber ich glaube, im Kind drinne ist selbst das … der Drang es einfach zu [Sperren: machen].
  • So.
  • Ob nun mit Stift. Mit Kreide! Mit … äh … Mit Sand! Das ist ja eigentlich total egal! Das … Es entsteht halt [Sperren: etwas].
  • Etwas [Sperren: schaffen].
  • Punkt.
  • [Pause.]
  • Ohne es begründen zu tun.
  • Und dieses … äh … Selbstbildnis … Also wenn ich jetzt Geradenbilder weiter machen würde … Das Selbstbildnis wäre ja weiterhin … ähm … denke ich mir … einfach … ähm … Teil meiner Arbeit. Aber nicht weil … Eben nicht weil es Thema ist, sondern weil es … Ich bearbeite es halt gerne damit. So. Es macht mir … Doch. Es macht …
  • Ich weiß nicht warum! Aber anscheinend mache ich es gerne. Also sollte ich es doch [Sperren: tun]! Ohne da jetzt eine riesen große … ein theoretisches Konstrukt drum herum bauen zu müssen.
  • Was aber schon mehr oder weniger [Sperren: verlangt] wird. Wenn man Künstler sein will. [Sperren: Der] auch … äh … ausgestellt wird. [Sperren: Der] auch bei Wettbewerben mitmacht. Äh … [Sperren: Der] auch Beachtung findet. Wo Kataloge geschrieben werde. Immer! Sich selbst … Also selbst [Sperren: Worte] finden müssen für eine [Sperren: bildnerische] Arbeit … ist rudimentär. Heute.
  • Ich denke aber auch, ich kann den anderen Weg gehen. Und sich dem eben … eben verweigern.
  • Weil man es selbst einfach nicht … äh … ähm … äh … es nicht theoretisieren möchte. Also nicht um aufzufallen, wieder. Sondern einfach man [Sperren: wirklich] nichts … äh … nichts sagen … zu sagen hat. Weil man es eben nicht selbst … ähm … Oder das Geheimnis. Dieses … äh … äh … Diese … Diesen Schleier nicht selbst … äh … lüften möchte.
  • So.
  • [Klick.]
  • [Pause.]
  • Trotz allem. Wenn ich wieder zu solchen Gedanken komme, finde ich halt … na ja … die Zeit der Moderne … ähm … unglaublich … ähm … [Sperren: reizend]. Also wirklich … ähm …
  • [Schlucke.]
  • Da bekomme ich große Augen!
  • Auch wenn ich jetzt im Nachhinein mitbekomme: Vielleicht ist es doch für mich oder für in der heutigen Zeit, wo bereits alles ausgereizt wurde oder … oder vieles … das meiste … da ist es gar nicht mehr von Bedeutung … äh … sowas zu tun. Damals … äh … wollte man sich von etwas befreien.
  • Und dann kann jetzt vielleicht etwas kommen, was … ähm … einen Schritt weitergeht.
  • Was das [Sperren: hinter] sich lässt! Und … ähm … ähm … wieder den … dieses … eine … nicht-theoretisierte Arbeit schaffen.
  • [Klick.]
  • Was dann … äh … die Betrachter und die Bücher in ein paar Jahrzehnten darüber schreiben, das ist … äh … das ist irrelevant. Das … Irgendwas kommt da sicherlich! Als: Das war wieder eine Strömung! Oder …
  • Wo ich jetzt nicht einmal davon ausgehen würde! Es ist natürlich irgendwas anti. Also dagegen sein. So. Äh … Da belebt sich ja Kunst von. Da lebt die Kunst von. Aber ich denke jetzt, so dieser Gedanke, geht eher in eine ganz andere Richtung.
  • Wo es eigentlich keine Rolle spielt.
  • [Aufnahme Ende.]
Büste frontal
Büste frontal
Torso, erster Entwurf
Torso, erster Entwurf
Standpunkt (auch am kommenden Dienstag Klasse vorstellen) 1 Ich weiß, was ich nicht will, als was ich will. 2 Was bisher zum intensiven Arbeiten führte: Modellieren. Ob Büsten in Ton oder Geradenbilder am Computer. Ton und Computerarbeit haben den selben Hintergrund: langsam zum Ergebnis kommen, ohne bereits am Anfang Aufbau kennen zu müssen. deshalb nicht: Arbeiten mit Holz oder Stein. Weg ist weg. 3 Zum Selbstbildnis: Sehe es als Ausgangspunkt, nicht als Thema. Möchte mich nicht mit dem Thema Selbstbildnis in der Kunst auseinandersetzen und die Hintergründe verstehen. Theorie lähmt! Einfach tun und schauen. Erinnert mich an Argument der Kubisten (mal gelesen): Motive wie Geige oder Blumen nur, damit Betrachter Zugang zur Arbeit findet. 4 Selbstbildnis auch, da ich als Motiv immer zur Verfügung stehe. 5 Aber auch, weil ich den Körper spannend finde. Mehr den männlichen als den weiblichen. Meinen am meisten. 6 Zur Oberflächenbearbeitung: Entweder die Oberfläche entsteht während der Arbeit oder wird am Ende draufgesetzt. Ersteres ist mein Ziel. Das andere ist nur Effekthascherei. Im Grunde tot. Diplom Arbeit Plan: AV-Labor, heute hingehen und Termin ausmachen (Test-Ausdrucke digitale Collagen). Fragen, ob ich im Dezember eventuell wieder Plotter Plotter nutzen darf, für Ganzkörperporträts auf A2 oder A3. Werkstatt Plastisches Gestalten Büste Büste weiter gearbeitet (Bilder von letztem Arbeitstag) Büste frontal bueste-aktuell13-k.jpg Torso, erster Entwurf koerper1-k.jpg Totenschädel Totenmaske von Elke aufgebaut als Ausgangspunkt für neue Büste sehen nach Knochen die Muskeln modellieren, am Ende mein Porträt
Diplom Prüfung Prüfung Reinhardt ab 16:15 im Klassenraum (Notizen nachträglich) [+] Arbeiten schauen trotz großem Raum nicht verloren aus zwei große Arbeiten und mehrere kleine gezeigte Arbeiten erzählen auch ohne Erklärung eine Geschichte [-] Erklärungen dazu haben für mich Arbeiten zerstört vorgelesener Text nicht lebendig, immer auf Blatt gestarrt zwei gezeigte Arbeiten wirkten nicht dazugehörig => sollte mich selber im Raum bewegen, Bewegung im Raum schaffen => im Februar schlechtere Lichtverhältnisse => wenn gleicher Typus, dann selbe Größe, wirkt aufgeräumter => sollte mich nicht verteidigen (warum ich das so gemacht habe und nicht anders) => Leistung nicht abschwächen durch "Eigentlich wollte ich …" => alle Arbeiten in Beziehung setzen, sollten zusammen eine Geschichte erzählen => technischen Hintergrund (Plotter Plotter , …) nicht wichtig für Arbeit, versuchen Diskussion zu vermeiden => Wahl der Linien ebenfalls => "Lasst es auf euch wirken!"
Studienreise 中国 Diplom Theorie Aufnahme von heute früh Standpunkt Höhlenmalerei Höhlenmalerei Primitive Kunst Primitive Kunst Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Ich denke ich suche das …
  • [Pause.]
  • Oder nein. Ich suche …
  • [Pause.]
  • Nein. Ich [Sperren: möchte] …
  • [Pause.]
  • … aus dem Grund etwas machen, etwas zeichnen, etwas aufnehmen, so wie ich mir vorstelle, dass das der Grund war, warum die Höhlenmenschen …
  • [Straßenbahngeräusche.]
  • … oder jetzt in China die im Helan-Gebirge, die dort gelebt haben, diese Felszeichnungen Felszeichnung gemacht haben.
  • [Pause.]
  • Ich denke, das ist ein sehr … Ich weiß nicht, ob man das so sagt: Uriger Grund. Ähm … Einerseits wird da vielleicht etwas Religiöses dahinter gewesen sein. Oft. Aber ich denke auch einfach nur … Alltagsgeschichten. Oder Erlebnisse mit … ähm … Begegnungen mit … ähm … Tieren. Mit anderen Menschen. Dann halt ausgedrückt in … in Köpfen.
  • [Pause.]
  • Oder bei Tieren auch … äh … in kleinen Erzählungen. Oder eben im Helan-Gebirge, als ich gesehen habe, was ich jetzt denke, dass es das war, ähm … Wie ein Mensch einen anderen Menschen getötet hat. Ich weiß nicht, ob's stimmt. Aber es wirkte jetzt so. Als ich mir das angeguckt hab. Ich fand diese Zeichnung, diese Felszeichnung, fand ich sehr sehr gut.
  • Und dann …
  • [Pause.]
  • Was ich ebenfalls urig finde, was keine Geschichte erzählt in dem Sinne, sind wirklich die Handabdrücke Handabdruck .
  • [Pause.]
  • Auch ebenfalls dort gesehen.
  • Und ich weiß, dass es in Spanien, in den … in … in einer Höhle auch viele Handabdrücke geben soll. Auf andere Art dann natürlich. Im Helan-Gebirge waren die halt eingraviert. Wie man das auch immer bezeichnet. Eingeschlagen. In den Stein.
  • [Pause.]
  • Und sie zeugen halt nicht bloß davon, dass Menschen existiert haben, sondern sie zeugen vor allem davon, dass ein Individuum da war. Und diese Hand ist ja immer irgendwie, denke ich, so ein Ausdruck von … Ich weiß nicht. Ich stelle mir vor: Ähm … Ich war hier. [Sperren: Ich bin hier gewesen].
  • Es ist sowas wie so ein Gruß. Wie so ein … Handheben. Wenn man sich, … äh … weiß nicht, trifft.
  • Die Hand ist das … Irgendwie … Was … ähm … Mit dem man einer anderen Person begegnen kann. Mit der man aktiv wird. Und wenn ich mir jetzt vorstelle eben, dass so ein Handabdruck von vor tausend, zweitausend, dreitausend Jahren dort … äh … existiert. [Sperren: Immer noch.] Den eine Person hinterlassen hat. Dann ist das … [Sperren: Hammer].
  • Und genau so etwas suche ich. Für mich selbst. Eben der … der Grund … den Grund, warum die Menschen damals … ähm … etwas gemacht haben.
  • Und [Sperren: nicht], wie ich es jetzt halt erlebe … oder was ich zumindestens [Sperren: denke], dass es so ist. Ähm … Dass vieles in … äh … in der Kunst gemacht wird … ähm … Ich weiß nicht. Um ausgestellt zu werden. Um [Sperren: gesehen] zu werden. Ähm …
  • [Straßenbahngeräusche.]
  • Um Geld zu verdienen. Ähm … Um … vor anderen Leuten halt … ähm … gut dazustehen. Und sich auch ein … Na ja. Sich besser zu stellen. Ich weiß es nicht, was der Grund jetzt ist. Aber mir kommt es häufig so vor, als würden halt Sachen gemacht werden … ähm …, die … ähm … die … [Sperren: auffallen] sollen.
  • [Pause.]
  • Sei es in der [Sperren: Größe]. Sei es in der Farbigkeit. In der … In der Technik. In …
  • [Schluckgeräusch.]
  • Also in der Machart.
  • Oder in dem [Sperren: Gehabe]. Des Künstlers. Wie er sich halt vor anderen gibt. Diese Inszenierung Inszenierung .
  • Das ist mir alles so … Ich weiß nicht. Ich glaube, das erfüllt mich nicht.
  • [Motorradgeräusche.]
  • Und ich erlebe es ja eben auch bei den Geradenbildern. Wo ich mich jetzt wieder … äh … langsam frage: Warum mache ich sie. So. Was …
  • [Pause.]
  • Warum bin ich stundenlang … ähm … dabei, … äh … die Motive zu entwickeln. Und warum … ähm … bin ich dann auch stundenlang dabei, … ähm … sie … ähm … mit dem Plotter Plotter umzusetzen. Und [Sperren: warum] stelle ich sie aus? Und genau das … Nein.
  • Mir fallen [Sperren: zwei] Sachen ein, die …
  • [Pause.]
  • … wo ich denke, dass sie … dass ich mit denen bereits … äh … bei den … zum Beispiel Höhlenmenschen … angekommen bin. Und zwar bei dem sehr urigen Grund.
  • Das ist zum einen die Notizseite.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Und] das sind die Gespräche über Kunst. Die ich transkribiere. Beide haben gemeinsam, dass ich … äh … [Sperren: nicht] das Gefühl habe, mich zu verstellen.
  • Bei der Notizseite meine ganzen Gedanken, die ich … äh … zu den eigenen Arbeiten auch habe. Auch meine Standpunkte, die ich da ver… äh … veröffentliche.
  • [Autogeräusche.]
  • Im Endeffekt der [Sperren: Welt]. Auch wenn ich das auch nicht deshalb mache. Aber die ich dort halt noch einmal sozusagen in [Sperren: Stein] haue.
  • Ähm … Die kommen … Die kommen in der Wortwahl … Die kommen in … ähm … in ihrer ganzen manchmal vielleicht totalen Primitivität und [Sperren: Blödheit] … ähm … kommen sie wirklich aus [Sperren: mir].
  • [Beim Transkribieren schreit ein Mann auf der Straße herum.]
  • [Sirenen im Hintergrund.]
  • Ähm … Ich habe da keinen … keine Bücher mir davor durchgelesen. Habe mir Wörter herausgeschrieben, die ich verwenden sollte. Ähm … Das sind einfach … Das sind die Gedanken, die mir halt [Sperren: kommen].
  • [Pause.]
  • Und auch wie ich … Also dass ich … Also in welchen Ausstellungen ich war. Was ich erlebt habe. In welchen Kursen und so. Das sind [Sperren: alles] wirklich Sachen, die … die ich erlebt habe. Die ich gesehen habe. Und … ähm … ich überhöhe da meiner Meinung nach [Sperren: nichts].
  • [Straßenbahngeräusche.]
  • Und das … Damit … Mit diesen Notizen, mit diesen Tagebucheinträgen, habe ich für [Sperren: mich] schon etwas gefunden, was halt extrem, ein scheiß Wort, [Sperren: authentisch] ist.
  • Ähm … Ebenfalls ein blödes Wort: Äh … [Sperren: ehrlich] … sind.
  • Wo ich auch selbst eben nicht das Gefühle habe, dass ich … äh … nur etwas … äh … schauspielere. So [Sperren: tue] als ob.
  • [Straßenbahngeräusche.]
  • [Pause.]
  • Äh … Um … Zum Beispiel … Als Grund vor anderen zu Gefallen. Oder Geld zu verdienen. Ähm … Oder oder oder.
  • [Pause.]
  • Und das [Sperren: Selbe] ist mir eben bei den Gesprächen über Kunst mit anderen aufgefallen. Und zwar [Sperren: nicht] mit … äh … bei Gesprächen eben mit … äh … Leuten, die auch in den Kunst … im Kunstsystem drinne sind. Sondern wirklich mit Bekannten … ähm … und mit [Schluckgeräusch.] Verwandten.
  • [Pause.]
  • Ähm … Mit denen ich … [Sperren: einfach] reden kann. Ohne so zu tun, als ob … ich etwas wüsste, was sie nicht wüssten und was ich unbedingt mitteilen muss.
  • [Pause.]
  • Und ich erlebe es ja jetzt beim Transkribieren eben, dass dieses … [Sperren: Übersetzen], von der Sprache in die Schrift, diese … diese [Sperren: Intensität] noch einmal steigert.
  • Also bei der Sprache gibt es ja viele … äh … Lücken. Oder Überschneidungen. Und … Also wenn zwei reden, jetzt. Und wenn … Sobald ich das halt niederschreibe … äh … wird das halt … ähm … äh … wird jedes [Sperren: Wort] … wichtig.
  • Es fällt nichts aus. Jedes Wort hat dann … äh … ist … ist genau da halt wichtig. Dass es da war. Und jede Lücke, jede Pause, die ich dokumentiere, hat dann ebenfalls eine Wichtigkeit.
  • [Pause.]
  • Und …
  • [Pause.]
  • … mir [Sperren: gefällt] dann wiederum, dass ich es nicht erst geschrieben … also dass ich es nicht bloß niedergeschrieben hab. Weil das heißt, es könnte auch sein, dass ich mir davor Gedanken gemacht habe, [Sperren: wie] schreibe ich es. Wie bei den Notizen eben. Ähm … Auch wenn ich da jetzt sagen würde, dass es eigentlich nicht der Fall war.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Sondern] dadurch, dass es eben erst ein gesprochenes Wort war und … äh … bei Sprache ich nicht viel Zeit habe, oder … äh … davor drüber nachzudenken, wie sage ich es jetzt. Sondern es kommt einfach [Sperren: raus]. Gerade im … Gefecht. Also während eines Gespräches.
  • Anders als jetzt. Bei dieser Aufnahme zum Beispiel. Wo ich eben schon manchmal merke, wie ich überlege, wie ich den Satz jetzt … ähm … konstruieren sollte. Welche Wörter ich verwenden sollte.
  • Beim [Sperren: Gespräch] eben ist es nicht so. Da fließt das eine in das andere. Und … äh … man [Sperren: kann] gar nicht mehr drüber nachdenken, wie sage ich es jetzt. Man [Sperren: sagt] es einfach so, wie es … wie man es bereits [Sperren: kann]. Wie man es sagen [Sperren: tut].
  • [Pause.]
  • Eh schon sagen tut.
  • Und sei es noch so einfach. Seien es Wörter, die … die … ähm … die … [Sperren: blöd] sind. Wenn man sich überlegt, dass es … äh … vor einem Publikum gesagt werden würde. Oder so.
  • Ähm … Es [Sperren: kommt], wie es [Sperren: kommt].
  • Das ist dieses, ebenfalls wie bei den Notizen, dieses [Sperren: Ehrliche]. Dieses [Sperren: Authentische]. Und das noch einmal halt dann niedergeschrieben.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Wow.]
  • [Pause.]
  • Da finde ich wirklich, dass da … [Sperren: Das] ist das, was ich …
  • [Straßenbahngeräusche.]
  • … bisher bei mir gut finde. Diese beiden Sachen.
  • Bei den anderen kommen mir immer wieder Zweifel Zweifel auf. Weil da die Begründung, warum ich etwas mache, eben … ähm … sehr … sehr [Sperren: platt] sind.
  • Und ich [Sperren: denke] eben, dass … bei den Urmenschen, bei den Höhlenzeichnungen, bei Stein… äh … Zeichnungen und so …
  • [Pause.]
  • … ebenfalls dieses … dieses [Sperren: Einfache], dieses [Sperren: nur ausdrücken], was man … äh … was man [Sperren: sieht]. Was man … äh … [Sperren: denkt]. Was … äh … ähm … was man sich für eine Welt kreiert hat. Dass [Sperren: das] da noch im Vordergrund steht.
  • [Pause.]
  • Und nicht dieses … ähm … Ich denke eben … Also die haben ja nicht diese … diese Zeichnungen … äh … da gemacht, behaupte ich jetzt, um … um anderen zu gefallen. Um halt ein Wow!-Effekt zu haben. Um … äh … um … um die Technik beweisen zu können. Was man alles drauf hat.
  • [Pause.]
  • Ich glaube, das ist wirklich … Auch mit den Händen! Komme ich wieder zurück. Die Hände sind halt wirklich ein Ausdruck von … [Sperren: Ich war hier]. Und [Sperren: das] … ähm … [Sperren: war ich]. Und nicht: So sollte ich rüber kommen. Oder: Das wollten andere von mir sehen.
  • [Pause.]
  • Mit [Sperren: allen] Fehlern. Mit allen [Sperren: Dummheiten], die man äußert. Und mit allen … äh … falschen … ähm … [Sperren: Linien], die man zeichnet. Vielleicht. Auch als Kind. Äh … Wie man einen Menschen eigentlich nicht zeichnen würde. Oder wo Professor … ein Lehrer … sagen würde: Das ist falsch! Die Perspektive ist falsch! Ähm … Das ist zu klein! Das ist zu groß! Ähm … Hier stimmt die Farbe nicht!
  • Und man [Sperren: sieht] auch den Fehler. Ne?
  • Wenn man das nicht … äh … wirklich gelernt hat. Über Jahre hinweg. Man zeichnet eben nun einmal so. Dann [Sperren: gibt] es Fehler. Und dieses [Sperren: Sehen], … dass man das auch [Sperren: wahrnimmt]. Das sind [Sperren: Fehler], die sind zwar nicht gewollt, aber sie sind [Sperren: da]. Und deshalb [Sperren: ist] gerade diese Zeichnung so … extrem authentisch. Also … aus dem Leben heraus.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Das] suche ich noch.
  • [Pause.]
  • Ich denke, deshalb auch diese kindlichen Zeichnungen. Wo ich ja bisher immer eher … äh … jemanden nachahme. Und zwar das Kind.
  • [Pause.]
  • Aber ich denke … In diese Richtung würde ich gehen wollen.
  • Und ich schaffe es halt gerade bisher [Sperren: nur] … also [Sperren: gut] eben … nur mit den … Aufzeichnungen. Mit dem Tagebuch. Äh. Und mit den …
  • [Straßenbahngeräusch.]
  • … Gesprächen über Kunst. Mit … äh … anderen Menschen.
  • [Pause.]
  • Wo ich in dem Moment Moment was ich sage, sage. Und was ich transkribiere. Und das Wort steht dann fest.
  • [Pause.]
  • Und wird nicht bearbeitet.
  • [Lange Pause.]
  • Das suche ich glaube ich jetzt noch.
  • [Pause.]
  • In der bildenden Kunst.
  • [Pause.]
  • Für mich.
  • [Aufnahme Ende.]
Geradenbild Geradenbild (mit Notizen von Freitag) Blumen gekauft Versuche in Geraden umzuwandeln zwischendurch händisch versucht da oft Wert 0 und 255 nicht erreicht Graustufenbereich mit map begrenzt Winkel in x-Richtung durch map jeweils etwas erhöht Kontrast (Länge und Anzahl) erhöht einfache Konstruktion, einige Geraden stark verlängert längere Geraden zufällig Vorlage letzter Stand Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Ja.
  • Das sind ja auch Dornen. Das passt total.
  • Genau. Aber irgendwie ist das auch mit den Nägeln. Dann vielleicht auch die Füße.
  • Und die Muskel … äh … Muskelstränge dort.
  • Dieses Schlacksige.
  • Genau.
  • Genau. Dieses Gezerrte.
  • Ja.
  • Dieses … äh … Und dadurch, dass es hier abgeschnitten ist … Es sieht auch so ein bisschen … Es sieht gar nicht wie liegend aus. Es sieht wie hängend aus.
  • Es sollte ja hängend sein.
  • Ja. Und … äh … ähm … Ich denke ja, dass … äh … dass das hier, wenn du jetzt zu mir kommst …
  • Ich hab' mir das vorgestellt in der Kirche. Kirchentag oder so.
  • Nische Geradenbilder
  • Dafür gibt's eine Nische. Damit kann man Geschäft Kunstmarkt machen. Plus: Du [Sperren: kannst] das. Das ist … Da steckt auch mehr drinne. Und deswegen Erfolg Erfolg . Und deswegen …
  • [Sperren: Liebster Alexander.]
  • [Lacht.]
  • Du … Das ist super. Du zeigst mir gerade dieses zweite Bild hier. Was du gemacht hast. Geschäft … Dann diese Kunst oder Muse Muse . Und so weiter. Ist das nicht perfekt? Das ich dieses Bild gemacht habe …
  • Umgekehrt.
  • … nach … Umgekehrt. Ich hatte zuerst …
  • Zuuufall.
  • Ich wollte … Ich hatte …
  • Zuuufall.
  • Ich hatte den Drang es zu machen. Ohne mir auch bloß einen Gedanken über Geschäft, über …
  • Zuuufall.
  • [Sperren: Nein]. Warte doch mal! Und ist das nicht wunderschön, wenn man etwas schafft und danach mitbekommt: Ach, das kann ich jetzt ja auch noch verkaufen. Weil es anderen auch … Das ist … Dis … Dis … Dis wollte ich! Und … Und … Und …
  • Mhm.
  • Daran siehst du … Du siehst im [Sperren: Nachhinein] etwas, was man kaufen kann. Aber du kannst dir sicher sein, ich hatte mir im vorhinein keine Gedanken darum gemacht. Deshalb ist es für mich … äh … äh … Kann … Ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Kunst ist, für mich … also gute Kunst … höher, als wenn ich anders herum rangegangen wäre. Da wäre vielleicht …
  • Ja.
  • … was langweiliges herausgekommen.
  • Ja.
  • Wo ich mir vorher gesagt habe: Menschen würden das kaufen. Aus dem und dem Grund. Weil ich einen Markencheck gemacht habe. Oder so.
  • Ja.
  • Aber das konnte nur rauskommen, weil ich mir eben [Sperren: keine] Gedanken über die Menschen gemacht habe.
  • Ja. Ja. Und ich würde das Bild auch gar nicht Beine nennen. Weil …
  • Nee. Das …
  • Weil … äh …
  • Das war jetzt halt … hab' ich das Beine genannt?
  • Beine. Und … äh … Tinte auf Papier. Okay.
  • Ach so.
  • Aber Beine. Dreißig.
  • Nee. Nee nee nee. Das war nicht der Titel.
  • Stell dir vor, der Titel wäre wirklich …
  • Ohne Titel. [Grinst.]
  • Der Titel wäre …
  • O Punkt T Punkt.
  • … wirklich … äh … "Gekreuzigt".
  • Nee, das muss noch nicht einmal sein. Man sieht's. Es muss nicht Jesus Jesus sein. Es muss nicht gekreuzigt sein. Weißt du? Das sind Sachen, die man sieht. Das musst du im Titel nicht noch einmal erklären.
  • Aber … Gekreuzigt wäre noch krasser.
  • Gekreuzigt?
  • [Leise:] Ja.
  • Gekreuzt. Nee.
  • Nein. Gekreuzigt. Damit man auf Jesus kommt.
  • Aber du … Du kommst automatisch auf Jesus. Du siehst ihn da.
  • Du ja anscheinend nicht.
  • [Sperren: Doch]! Ich hab' ihn doch gesehen! Aber ich brauche den Titel nicht dazu.
  • Wo hast du ihn gesehen.
  • Na in der Arbeit! Hallo? Deshalb hab' ich's doch gemacht! Ich setze mich mit Jesus gleich.
  • Dann … Wirklich?
  • Das ist zu Ostern entstanden. Da habe ich Musik gehört. Da habe ich … äh … äh … Da habe ich glaube ich ein Bild von ihm gesehen. Da war ich so fasziniert von …
  • [Sperren: Achso]. Ich dachte, du warst gerade überrascht, dass meine Asso…
  • [Sperren: Nein!]
  • …ziation gewesen ist …
  • Nein! Und ich war so … Ich … Ich … Warte mal … Ich hab' … Ich … Ich hab' so eine Statue von Jesus gesehen.
  • Ja.
  • Und der gekreuzigt war. Und ich fand das so … Dieses … Dieses Leidende … Dieses Aufopfernde … Und worauf dieses ganze Christentum Gott irgendwie fußt … Dass eine Person dieses Leid … Dieses … Diese Qual von allen übernommen hat. Sich dafür geopfert hat. Und ich hab' … ich hab' mich da [Sperren: so] drinne wiedergesehen! Irgendwie. Egal ob du das jetzt glaubst oder nicht. Und wollte das unbedingt umsetzen.
  • Das mit den Füßen war also Absicht, ja?
  • Und das war zu Ostern. Natürlich war das Absicht. Ich … Ich meine … Ich … äh … Ich musste mich sogar im Liegen fotografieren und musste dann die Füße dann halt noch einmal … äh … äh … äh … übereinander tun, damit das genau so ausschaut. Ich habe mir Bilder angeschaut. Wie …
  • Aha.
  • Wie … äh … Wie das gekreuzigt überhaupt aussieht und so.
  • Dann … Respekt.
  • [Pause.]
  • Respekt.
  • Deshalb finde ich eben den Titel "Gekreuzigt" … Muss gar nicht sein. Man sieht's. Ich hab's gesehen. Du hast es ja auch gesehen. Sofort. Wenn man diesen Hintergrund hat.
  • Größe Geradenbild
  • Gut. Und das hätte ich gerne in groß. Fünfzig mal Einhundert ist mir zu klein.
  • [Nuschelt. Nicht verständlich, 3:16:30.]
  • Ich hätte das gerne … äh … Zwei Meter hätte ich es schon gerne.
  • Und schon sind wir aus dem ersten schönen Modell bei deinem zweiten.
  • Ja.
  • Wo jetzt die Geschäftsidee kommt und dann wird das Bild gemacht.
  • Ja.
  • Und schon ist [Sperren: Schluss].
  • Also wenn du mal einen … einen … jemanden suchst, der das erfolgreich vermarkten kann, dann … dann mach' es nicht selbst.
  • Nächstes Bild bitte!
  • Gut.
  • Genau.
  • Verhüllen als Reaktion auf Geschäftsgedanken
  • So. Das Verhüllen war die Reaktion darauf. Jetzt weißt du ja, warum ich es gemacht habe.
  • Ja. Weiß ich.
  • Weil genau solche Leute wie du plötzlich kamen und ich … ich mich da in eine Richtung gedrängelt habe. Und …
  • Ja.
  • … und [Sperren: nicht] wollte, dass ich jetzt nur noch etwas schaffe, …
  • Ja.
  • … weil es … ähm … weil es gekauft werden würde.
  • Ja.
  • Das war [Sperren: echt] mein Problem.
  • Ja.
  • Und das hing dann halt …
  • Du willst …
  • … in der HGB.
  • Du willst … Du hast ein Problem damit erfolgreich zu sein.
  • [Sperren: Ja]. Aber weil ich denke, dadurch zerstöre ich das, was ich als gute Kunst bezeichnen würde. In mir drinne.
  • Unbegründet.
  • Für mich ist es [Sperren: total] begründet. Weil ich …
  • Ja.
  • Geld verändert Kunstwerk
  • Weil ich … Weil ich … Weil ich … ähm … Gefühlt … Ich … ähm … Ich glaube, wenn es so weit kommt, sobald ich damit Geld verdiene, werde ich anders malen, anders zeichnen, als ich es aktuell tue. Und damit lasse ich mich sozusagen beeinflussen vom Geld. Und das möchte ich irgendwie einfach nicht.
  • Das … Also ich glaube, Gerhard Richter Gerhard Richter hat das auch gesehen, was du gerade beschrieben hast.
  • Das wollte ich vorhin schon fragen.
  • Diese Angst … äh …
  • Genau.
  • Ich …
  • Ich denke, das hat jeder, der Erfolg hat. Du.
  • Ich kann mich an ein Interview erinnern, was er aktuell macht.
  • Ja.
  • Und seine aktuelle Kunst hat [Sperren: gar nichts] mit … ähm … Öl zu tun. Hat [Sperren: nichts] mit Leinwänden zu tun. Hat nichts mit Malerei zu tun.
  • War das mit Glas? Den großen schwarzen Glasflächen?
  • Nee. Ja. Ja! Es hat mit Glas zu tun. Aber nicht schwarz.
  • Oder diese schrägen, die dann so …
  • Ja.
  • Okay.
  • Und es hat auch nichts mit Rakeltechnik zu tun.
  • Ja. Ich weiß.
  • Ich glaube … äh … Da sagt er auch, … äh … äh … dass er sich vielleicht verbrannt oder benutzt fühlt.
  • Und [Sperren: ich] fühle mich schon benutzt, [Sperren: bevor] ich überhaupt bekannt geworden bin! [Lacht.]
  • Aber … Aber … Was er macht … Er zieht sich nicht zurück. Und verhüllt verhüllt seine. Ja? Und tut jetzt so, als ob er etwas schafft, was andere nicht sehen dürfen. Sondern er wendet sich einfach einem anderen …
  • [Lacht weiter.]
  • … experimentellen Feld zu. Er sucht was Neues. Und [Sperren: da] …
  • [Lacht weiter.]
  • … hast du ein Problem. Gut, du machst gerade das mit dieser … mit dieser … äh … äh … mit dieser …
  • Kinderzeichnung Kinderzeichnung .
  • Nein nein.
  • [Lacht.] Das kommt als nächstes!
  • Du machst gerade das mit diesen Skulpturen.
  • Ja.
  • Aber ich weiß …
  • Mit der Herme Herme .
  • … nicht, ob du dazu gezwungen wurdest, oder ob das jetzt ein neues experimentelles Feld für dich ist.
  • Selbstverherrlichung und Zweifel Zweifel bei Herme
  • Die [Sperren: Herme] ist doch genau das, was du gerade sagst. Ich, der vier Meter hoch an … an … an der Decke ist. Diese Selbstverherrlichung und gleichzeitig dieser Zweifel.
  • Hast du dir das …
  • Man wurde hochgehoben von diesem Publikum.
  • Ja.
  • Und zweifelt daran! Will man das überhaupt? Und man guckt zweifelnd …
  • Hast du dir das neue Thema selbst gesucht? Oder …
  • Ja.
  • … musstest du es dir suchen.
  • Nein.
  • Weil es von dir verlangt wurde.
  • Nein. Das … Das … Das ist die [Sperren: ganze] Zeit mein Thema. Das Zweifeln. Was mache ich da. Und warum mache ich das. Und möchte ich das für das Publikum machen.
  • Okay.
  • Deshalb waren die Geradenbilder, wo ich von Anfang an erst einmal gehen wollte.
  • Ja.
  • Dann kamen die verhüllten Sachen, weil ich …
  • Ja.
  • Kinderzeichnungen
  • … ich Zweifel hatte, … äh … ähm … jetzt geht's nur noch ums Geld. Und dann kamen wir zu den Kinderzeichnungen. Wo ich wieder zum Ursprung Ursprung der Kreativität irgendwie zurück wollte.
  • Ja.
  • Wo ich mir sagte: Das kann's jetzt auch nicht gewesen sein.
  • Ja.
  • Mein Antrieb: Zweifel
  • Das ist [Sperren: alles] Zweifel. Als Überthema. Deshalb wollte ich eigentlich meine Diplomarbeit über Zweifel schreiben. Da gab's auch schon jemanden, der das gemacht hat. Aber ich denke aber … Weißt du? Deshalb … Deshalb frage ich [Sperren: euch] ja. Jetzt.
  • Weißt du …
  • Euch. Weil … Weil … Weil ich natürlich hoffe, durch eure Ansichten die ihr habt, … äh … dass es mir auch was Neues bringt. Weißt du? Wo ich einen Anschlusspunkt oder so finde.
  • Weißt du, wovor ich Angst habe?
  • [Lacht.] Dass ich keine Rente bekomme? Das kann sein.
  • Nein nein.
  • Solltest du aber.
  • Alexanders Angst
  • Ich hab' … Ich hab' in Teilen … Angst … vor … vor deiner Größe. Vor deiner Genialität Genie . Und … Ich will dich gar nicht loben!
  • [Lacht.] Tust du aber!
  • Ähm … Weil das, was du mir gerade zeigst und das, was du gerade beschrieben hast, das sieht wie eine Gesamtshow … wie ein Lebenswerk aus.
  • Das fiel mir auch auf.
  • Und das macht man erst in der Retroperspektive. Wo man im Nachhinein erkennt, dass … äh … Wie so ein roter Faden sich durchzieht.
  • Ja.
  • Bei Gerhard Richter zum Beispiel finde ich die … die Brüche zu stark. Weil er zu stark mit unterschiedlichen Materialien arbeitet. Und weil … äh … Auch bei Baselitz Georg Baselitz . Das sich das nicht wie so ein roter Faden durch durch durch die Kunst zieht.
  • Weil die vielleicht das Geschäft … ähm … doch mehr im Vordergrund haben. Bei mir ist es eben die persönliche Ebene, die nun einmal rein menschlich ist.
  • Du bist noch viel zu jung! Du bist zu jung für diese Retroperspektive. Weißt du? Äh … Du … Also … Es … Es … Es klingt ja fast schon so, als würde man posthum, wenn du mal nicht mehr da bist, … äh … nicht nur ein Werk …
  • Ja.
  • … zum Werk erklärt wird, sondern … das große Ganze!
  • Ja.
  • Gesamtwerk Fröhlich
  • Diese Gesamtshow. Das Gesamtwerk.
  • Na ich sehe eigentlich nur das Aktuelle als Werk.
  • Und davor habe ich gerade so ein bisschen Angst. Vielleicht auch unheimlichen Respekt. Und … ähm … Ich habe dich mal erlebt, wie du Orgel spielen kannst. Wie du Klavier spielen kannst. Und war davon …
  • Das macht auch Spaß.
  • … extrem begeistert.
  • Das macht Spaß!
  • So habe ich dich kennengelernt. Danach habe ich gesehen, wie … wie du programmierst. Dass du dir das selbst beigebracht hast. Da habe ich halt auch gemerkt, dass du … dass in dir unheimlich viel Potential steckt. Und wenn ich jetzt auch noch [Sperren: das] mir angucke … Das ist gar nicht so … Ich wäre so der Mensch … äh … Ein Projekt und dann das nächste. Und dann ist abgeschaltet. Und so.
  • Das ist diese Variante sag ich dir.
  • Mag ja sein. Und das, was du mir gerade zeigst … Das macht mir Angst.
  • Lebendig, da Geschäftsmodell verweigert
  • Aber ist das nicht gerade das total lebendig Spannende? Weißt du … Hätte ich dir jetzt nur Sachen ge… gezeigt, wo eine Geschäftsidee war und und dann sagst du deine Meinung dazu … Aber ist nicht gerade der [Sperren: Weg] … Wie wir gerade darüber geredet haben … Ist das nicht einzigartig? Was bloß [Sperren: so] funktionieren kann?
  • Nein.
  • Indem man [Sperren: nicht] ein Geschäft …
  • Nein.
  • … machen will? Sondern eben sein … sein … sein … sein [Sperren: Inneres] nach [Sperren: Außen] …
  • Nein.
  • … kehren möchte. Doch. Ich finde …
  • Ich werde arm sterben Sterben
  • Wenn … Wenn du so weiter machst wie bisher … und soviel Angst hast vor … vor Bekanntheit …
  • Ja.
  • Vor Erfolg.
  • Ja.
  • Wirst du genau diesen Erfolg nicht zu Lebzeiten erleben.
  • Und [Sperren: trotzdem] entsteht ganz viel bei mir. Das ist das [Sperren: Schönste].
  • Das mag sein.
  • Ich dachte, ich wäre geblockt.
  • Aber du musst …
  • Weißt du?
  • Aber du wirst [Sperren: nie] dieses Feedback haben, was dir dann vielleicht erst nach deinem Tode …
  • Das ist mir egal.
  • … dann zukommt.
  • Gefühl statt Geschäftsidee
  • Dann muss ich ehrlich sagen: Das ist mir egal. Dann … Weißt du? Aber weißt du … Weißt du, warum es mir jetzt noch egal ist? Weil ich [Sperren: während] ich [Sperren: das] schaffe, die verhüllten Arbeiten, die Kinderzeichnungen und die Geradenbilder … Weil ich da jetzt halt richtig drinne stecke gerade. Und das ist ein [Sperren: Gefühl]. Das kannst du mit einer Geschäftsidee [Sperren: nicht] aufwiegeln. Da geht's dann ums Geld. Da geht's um einen monet Claude Monet ären Erfolg. Um Begeisterung schaffen beim Publikum. [Sperren: Hier] merke ich wirklich, da passiert was in mir [Sperren: drinne]. Weißt du? Und das kriege ich [Sperren: nicht] durch Geld. Und das gefällt mir so. Das … Das will ich nicht missen.
  • [Pause.]
  • [Zeigt auf ein Bild.] Das ist ein schönes Bild. Das hängt jetzt auch bei mir. Ich werde das jetzt auch wieder zum Plotter Plotter gehen … Ich habe nächste Woche jetzt einen Termin. Da kann ich dann …
  • Weißt du …
  • Da mache ich dann wieder Geradenbilder.
  • Weißt du, was ich sagen würde? Dass du mit deinen verhüllten Bildern kokettiert … kokettiert hast.
  • Was heißt denn das?
  • Das ist mir jetzt gerade aufgefallen.
  • Ich will nicht schon wieder im Duden nachgucken.
  • Schlag' noch mal nach.
  • Nee, bitte! Sag's mir ganz kurz.
  • Größe und Herme
  • Ähm. Pass auf. Und zwar … Ich mag ja Größe. Und ich habe gerade mal geg… Du hast mir erzählt von den … äh … äh … von den Skulpturen … Oder an der Skulptur, an der du gerade arbeitest.
  • Ja. Vier Meter hoch.
  • Vier Meter hoch.
  • [Sperren: Bis] zur Decke muss es sein.
  • Groß … Groß. Groß!
  • Ja. Bis zur Decke.
  • Auch deine Beine … Selbst wenn sie mir nicht groß genug sind …
  • Die sind aber Original.
  • Ja, aber hundert Zentimeter. Und jetzt pass auf.
  • Das ist Zufall Zufall , dass das die erste Arbeit [Fußnote: Die auf der Website zu sehen ist.] ist, aber da gibt's ja noch mehr. Die sind größer.
  • Okay. Das, was ich sehe, ist halt nur … Verhüllte Arbeit, dreiundzwanzig …
  • Dreiundzwanzig. Ja.
  • Mal dreiunddreißig Zentimeter. Warum denn …
  • verhüllte Arbeiten
  • [Sperren: Oh], das ist … Du bringst mich gerade auf eine Idee!
  • Warum denn nicht drei mal zwei Meter verhüllt?
  • Nein nein nein! Du bringst mich gerade auf eine Idee. Ich wollte tatsächlich mal das so groß machen. Aber wie [Sperren: du] das gerade sagst. Die Verhüllung klein. Einfach nur kleine zarte Verhüllungen. Nicht so bombastisch und riesig. Und aufwühlend. [Sperren: Nein!] Einfach nur zurücknehmend. Weißt du? Sich zurücknehmen. Nicht so … Nicht so auf … Die sind nämlich größer.
  • Sechzig mal achtzig ist immer noch kleiner als die Beine und … [Schaut auf die Website.] Größer wird's leider nicht.
  • Nein.
Animation Entwicklung Ganzkörperporträt, acht Ebenen
Animation Entwicklung Ganzkörperporträt, acht Ebenen
Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor heute 18:00 - 00:30 (maximal) am Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt arbeiten morgen zwischen 10:00 und 17:00 acht Ebenen wie bei letztem Ganzkörperporträt: Motiv 66 x 202 cm, Papier 70 x 210 cm Vorschau E-Mail von Kati, Schlüssel wurde hinterlegt Papierlänge zuschneiden, ruhig 250 cm heißt das Plott [?] oder Plot [?] Animation Entwicklung Ganzkörperporträt, acht Ebenen entwicklung-gk.gif ab ca. 18:00 Vorbereitung Vorlageformat: 67,9 x 230 cm Test 1. Ebene ohne Stift, um zu sehen, ob Blatt lang genug oder herausfällt ca. 20 cm oben und unten unbenutztes Papier Start 1. Ebene 18:35 mit 30 cm / s auf 35 cm / s erhöht HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Standpunkt Warum verspüre ich keine Scham Scham bei dem Gedanken, dass viele Menschen demnächst meinen entblößten Körper sehen werden? Ich würde mich unwohl fühlen, würde ich ein Fotografie von meinem Körper ausstellen. Warum ist mir das bei diesem Geradenporträt egal? Von Weitem ist doch auch die Körpermasse erfahrbar, auch wenn in dem jetzigen Ganzkörperporträt leicht verzerrt. Von Nahem verschwindet das Körpergefühl, es wird extrem abstrakt. Der Körper löst sich in kleine Einheiten auf. In Linien, die jede für sich einzeln existiert und nur bei Wegtreten sich mit den anderen Linien vereint. Bei einem Foto würde sich bei genauer Betrachtung auch das Abbild in kleine farbige Punkte auflösen. Ab was für einem Abstraktionsgrad wird mir unwohl? Ich weiß zwar, dass es mein Körper ist, aber ich spüre es nicht. Für mich ist es durch die Verwirklichung durch Geraden eine fremde Person. Nein, eher ein Etwas. Lebendig und gleichzeitig tot. Die Bildvorlage habe ich heute auf ein A4-Blatt ausgedruckt. Das Geschlechtsteil ist sichtbar. Eigentlich ist es nur eine helle Fläche. Aber es ist sehr konkret. Bei diesem Ausdruck habe ich sofort ein Stück Leinwand genommen, in Form einer Unterhose geschnitten und auf die betreffende Stelle gelegt. Nur verhüllt verhüllt würde ich diese Bildvorlage, die ich genauso spannend finde wie das Geradenbild, ausstellen. bei 90 min je Ebene * 8 = 720 min = 12 h 330 min = 5 1/2 h heute = 3 Ebenen heute 7 h = 420 min morgen = 4 Ebenen morgen 1 Ebene schaffe ich dann nicht eventuell nach 1. Ebene Geschwindigkeit auf 40 cm / s erhöhen wie bei anderer Maschinenzeichnung hier auch Linien in mittlerer Höhe am dicksten 1. Stiftewechsel bei 3/4 umsetzen für Ausdruck Bildmotiv auf A4 Passepartout zuschneiden lassen eventuell bei Klassenausstellung zeigen Rahmung + Passepartout ca. 30 - 40 EUR Start 2. Ebene 19:42 Plotterzeit 1 Ebene ca. 67 min bei 40 EUR Stundensatz alleine Plottzeit ca. 450 EUR + 1. Plott (450 EUR) + Bildmotiv (12 h) = 1.380 EUR Arbeitszeit + Rahmung (420 EUR) + Papier und Tuschestifte (80 EUR, zusammen mit 1. Plott) = 1.880 EUR / 100 * 119 = 2.240 EUR inklusive möglicher Mehrwertsteuer + normalerweise Kosten Zeichenmaschine * [?] (Künstler-Faktor) = [?] EUR 2. Stiftewechsel bei 1/2 Standpunkt Signierung der Arbeiten Bei vorletztem Rundgang auf Rückseite signiert und datiert, Foto von Rückseite bei damaligem Verkauf mit beigelegt. Meine Schrift ist extrem krakelig, kindlich. Ich möchte aber ungerne durch Übung einen Stil inszenieren. Wie schaut eine Friedrich-Signierung aus? Start 3. Ebene 20:46 3. Stiftewechsel bei 1/6 4. Stiftewechsel bei 2/3 Start 4. Ebene 21:52 5. Stiftewechsel bei 1/6 6. Stiftewechsel bei 2/3 Rechnung: Ebene 4 ungefähr beendet um 23:00 00:06, wenn ich erst 00:20 aus dem Raum müsste, noch Zeit für Ebene 5 umsetzen Pförtner fragen, ob das in Ordnung geht ansonsten morgen beenden 4. Ebene beendet um 22:55
Ganzkörperbild im Klassenraum aufgehangen
Ganzkörperbild im Klassenraum aufgehangen
nach sechs Ebenen
nach sechs Ebenen
Vorschau Geradenbild rahmenloser Rahmen
Vorschau Geradenbild rahmenloser Rahmen
Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor nach telefonischer Anfrage: Tuschestifte SB erst wieder in 2. KW vorrätig da nur noch sieben Stück im AV-Labor, bis dahin nur A2-Zeichnungen umsetzen, danach zwei bis drei neue Ganzkörperporträts davor aber schon großen Rahmen bestellen, da Format feststeht (von gestern ) 4. Ebene ca. 10:20 - 11:27 (67 min) Motiv für Klassenraum mit Auflage 10 Stück + 1 K. E. selbes Motiv mit unterschiedlichen Strichen etwas zwischen Unikat und Auflage schöpft Möglichkeiten der Zeichenmaschine aus Standpunkt (unkorrigierte erste Fassung) Im Vergleich zum Beispiel zum Linoldruck, wo einmal das Motiv in die Platte geritzt wird, steht bei den Plotterzeichnungen nicht das Motiv sondern lediglich die Information fest. Diese Information beruht auf einem digitalen Bild. Am Ende steht also die Vorlage mit seinen Farbpixeln fest, die für die Plotterzeichnungen ausgelesen werden. Diese Informationen können nun beliebig verarbeitet werden. So kann die Länge, der Winkel und die Anzahl der Striche je nach Farbinformation anders ausfallen. Weiterhin kann ein gesteuerter Zufall Zufall hineingebracht werden. So kann zum Beispiel die Länge und der Winkel mit jedem Aufruf etwas variieren. Ich erwähne das, um die Möglichkeiten bei einer Plotterzeichnung im Gegensatz zu anderen analogen Auflageverfahren hervorzuheben. Am Ende kommt durch die Verwendung des Plotters, von Papier und einem Stift auch ein materielles Ding heraus. Die Frage, die sich mir nun stellt, ist, ob es sich immer um ein Unikat handelt, auch wenn die Striche von Länge und Winkel immer gleich sein sollten. Denn der Stift wird immer über das Blatt gezogen, die Striche einzeln gezeichnet. Es vergeht Zeit. So als würde ein Künstler immer wieder von neuem anfangen das Motiv auf Papier zu bringen. Ich würde für den Rundgang jedoch das selbe Motiv 10 mal mit kleinen Variationen plotten lassen wollen. So kommen Themen wie Augenblick, Bewegung, Zufall und zerbrechliche Persönlichkeit (bei einem Selbstbildnis) mit ins Spiel. Und ein Verkaufsargument ist es sicherlich auch, erwähnen zu können, dass es sich zwar um eine Auflage handelt (1 Information), aber bei der Umsetzung große Abweichungen vorliegen. Der zusätzliche Aufwand ist auch überschaubar. Stiftewechsel nach 1/2 4. Ebene Standpunkt (Gedanken zum Wort Plotter Plotter / Zeichenmaschine)Sollte ich den Plotter - auch vor mir selbst - als Zeichenmaschine bezeichnen? Die Verwendung des Wortes Plotter benötigt immer eine Erklärung. Zeichenmaschine erklärt sich von selbst. Es ist eine Maschine die zeichnet. Und eine Maschine muss immer von einem Menschen mit Information gefüttert werden. Zeichenmaschine klingt auch poetisch. In meinem Kopf erscheint sofort ein Bild von einem Gerät mit Knöpfen, Kabeln, Rollen und einer Hand, die ein Stift hält und über das Blatt bewegt. Force auf 120 gf verringert, da höhere Werte nur Lärm verursachen und bei diesen Tuschestiften sonst keine Auswirkung haben Standpunkt Die Frage, warum ich das nicht händisch zeichne, erübrigt sich bei einer Auflage. Bei Einzelarbeiten kommt es hingegen immer auf die Zeichnung selbst drauf an. Bei dem aktuellen Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt gibt es Bereiche, wo kleine Punkte ganz exakt aneinander gereiht sind. So auch bei dem einen A2-Selbstporträt Selstbildnis , wo die Augen aus kleinen immer gleich ausgerichteten Linien bestehen. Hier ist die kühle Berechenbarkeit der Maschine Teil der Arbeit. am Ende nicht aufgepasst und Maschine abgestellt; dennoch nicht wie beim ersten Mal herausgefallen 5. Ebene 11:30 - 12:35 (65 min) Stiftewechsel 11:56 mit einigen Spuren zwischen zwei zu zeichnenden Strichen 6. Ebene 12:38 - [?] bei letzter Ebene Striche bei linker Brustwarze entfernt, da andere Verdickung schon als Brustwarze erkennbar Ganzkörperbild im Klassenraum aufgehangen ganzkoerper-k.jpg im Klassenraum aufgehangen nach sechs Ebenen plotheute-k.jpg linke Brustwarze ungewollt nach unten gerutscht da bei eigentlicher Position dennoch schwärzer, schaut es ein wenig nach Frauenbrust aus bei weiterem Plot aber bewusst dafür entscheiden, da Schieflage spannender linker Unterarm zu schmal, mit dicker Kante zum Bauch hin Bauchbereich mit wenigen Strichen gut rechter Arm schaut abgebrochen aus (wie bei Statue) passt aber zu Punktbereichen Punktbereiche sehr gut, auch links, wo durch leichte Verschiebung und Auftragsstärke ein Muster entsteht Wirbel im Bild demnächst verstärken heißt: mehr schwarze Bereiche, nicht nur oben und rechts insgesamt noch mehr Linien, stärkerer Kontrast leichte Kopfbeugung schaut gut aus, da irgendwie provozierend rechte Schulter mit komischem Kreis Kopfbereich mit zu wenig Linien, wirkt von Nahmen zerstückelt im linken Bereich fehlt Schwärze Liniendicke prinzipiell aber ok Arbeitsspuren, Tuscheflecken und andere Verunreinigungen sehr gut in Processing Dicke der Linien verringern oder Pixelanzahl erhöhen, entspricht ansonsten nicht dem Plot insgesamt: mehr Schwärze erzeugen und gleichzeitig eine Bewegung zulassen (kein Wirrwar) HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 für Klassenausstellung Rahmen A2 gesucht Vorschau Geradenbild gerahmt Holzrahmen, schwarz: 1 22 + 7 EUR 2 21 + 7 EUR (zu auffällige Maserung) 3 26 + 5 EUR 4 25 + 7 EUR 5 27 + 7 EUR Vorschau Geradenbild rahmenloser Rahmen mgl-rahmung2-k.jpg rahmenlos: 1 7 + 5 EUR (ab 50 EUR versandkostenfrei) 2 8 + 5 EUR 3 11 + 7 EUR bei Holzrahmen mit 24 EUR rechnen, bei rahmenlos mit 8 EUR (bei jeweils 5 Stück) Modul 4 Prüfung Arbeiten weiter gesammelt und in Dokument abgelegt
Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor Vorbereitung Plot Abstand Motiv zur Rahmung von Zeichenplotter vorgegeben: 1 cm links / rechts und 3 cm oben / unten bei Rahmenbreite 18 mm werden 9,5 mm verdeckt (rund 10 mm) bei Rahmenbreite 13 mm werden 5 mm verdeckt Abstand Motiv zum Papierrand +10 mm zusätzlich je Seite bei Papierformat 70 x 220 cm: 66 x 212 cm Motiv bei Motivformat 66 x 202 cm: 70 x 210 cm Papierformat eher 18 mm Rahmenbreite nehmen, da Rahmung sonst zu zart ca. 12:30 - 13:30 Plotter Plotter eingerichtet, Fußboden mit Papier überdeckt, Blatt auf ca. 2,30 m geschnitten, 6 Ebenen erstellt Übertragung zum Plotter je Ebene: 3 min 1. Ebene 13:37 - ABBRUCH Abbruch, da Plotter Blattende nicht erkennt und einfach weiterrollt dicke Linie gezeichnet, könnte digitale Radiergummibegrenzung sein komplett abgebrochen, Blatt neu eingelegt 30 cm / s, schneller traue ich mich bei diesem Format nicht Glück gehabt: beim zweitem Versuch scheint die abgeschnittene Papierfläche kein Einfluss auf Motivgröße zu haben 1. Ebene 13:48 - 14:56, ca. 70 min 70 min * 6 = 7 h reine Zeichenzeit Standpunkt Bei diesem Papierformat, was eigentlich noch überschaubar ist (die Höhe übersteigt nur ein wenig meine eigene Körpergröße), muss ich zukünftig über eine Stunde Vorbereitungszeit einplanen. Auch sollte die Blatthöhe immer 10 bis 30 Zentimeter größer sein, als nötig. Am Ende muss halt noch geschnitten werden. Wenn die Zeichenmaschine einmal läuft, ist alles gut. Aber bis dahin können viele unerwartete Dinge eintreten. Bei dem Format muss ich also auch viel Geduld mitbringen. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, dass der Plot abbricht und ich von vorne anfangen muss. Die Grenzen sind von Maschine, Papier und Stift festgelegt. 1. Stiftewechsel kurz vor Ende 1. Ebene Blatt nach 1. Ebene durchgefallen erneut ausgerichtet und befestigt nicht ganz exakt, da händisch eingerichtet bei Punktbereichen später sichtbar zukünftig kurz vor Ende aller anderen Ebenen: Maschine abschalten und neu starten, damit Papier nicht rausfällt 2. Ebene 15:02 - 16:06, ca. 65 min 2. Stiftewechsel bei 3/4 2. Ebene Speed auf 35 cm / s erhöht kurz vor Ende auf 15 cm / s verringert, nach letztem Strich Maschine ausgeschaltet und neu gestartet 3. Ebene 16:10 - … 3. Stiftewechsel bei 1/3 3. Ebene HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 morgen 4. bis 6. Ebene plotten, danach im Klassenraum aufhängen und entscheiden, ob beim Rundgang ausstellen ansonsten noch einmal ein Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt im Januar herstellen (Freitag ab 18:00 und Samstag bis abends) erst danach Rahmen bestellen für übermorgen A2-Motive vorbereiten im Internet nach passenden schwarzen Rahmen suchen (Holz oder Metall, eckig) darf 50 EUR inklusive Versand nicht übersteigen Arbeiten nur bei Klassenausstellung für 100 EUR verkaufen, danach für ca. 350 EUR
Ganzkörperporträt, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 27,7 x 70 cm
Ganzkörperporträt, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 27,7 x 70 cm
Vorschau Plotterzeichnung Ganzkörperporträt, Papierformat eventuell 70 x 189 cm
Vorschau Plotterzeichnung Ganzkörperporträt, Papierformat eventuell 70 x 189 cm
Materialkosten aus handschriftlichen Aufzeichnungen Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor Ganzkörperporträts vorbereitet Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt , Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 27,7 x 70 cm 2016-12-22 14-39-18-k.jpg 2 h mit Fahrtzeit und Einrichtung 50 cm / s aus Versehen Motiv um 90 Grad gedreht dadurch anfänglich ein paar Striche, die über eigentlichen Bereich hinausgehen, geplottet Motivgröße: 67,8 x 21,7 cm Blattbreite von 27,7 auf 28,0 möglich eventuell bei Rahmung als Format besser Rand wäre dann aber größer als vom Plotter Plotter normalerweise vorgegeben mögliche Rahmung: 280 x 700 mm, Holz 13 mm breit, Eiche schwarz, Floatglas für rund 80 EUR bei A2-Formaten (für Klassenraum): 420 x 594 mm, Alurahmen, Schwarz matt, Floatglas für rund 50 EUR statt Alurahmen Holz Eiche schwarz rund 65 EUR heute noch keine größere Arbeit plotten Vorschau Plotterzeichnung Ganzkörperporträt, Papierformat eventuell 70 x 189 cm 2016-12-22 15-22-40-k.jpg Papierrolle 70 cm breit, reicht für Motiv ungefähr 68 x 184 cm in mehreren Durchläufen umsetzen Rahmen Beispiel: 700 x 1890 mm, 13 mm breit, 27 mm tief, 5 mm Papierüberschneidung, schwarz, Plexiglas glänzend 3 mm dick = etwa 300 - 320 EUR vor Plot einige nicht gut positionierte Striche entfernen, da alle sehr dick und somit auffällig 0 - 1000 Grad, dadurch Bewegung, noch gebändigt Tuschestift stark auf Papier drücken Herme Herme Werkzeug für Bearbeitung Holzbüste bestellt (finanziert durch FdK F. Fröhlich FdK F. Fröhlich ) Beitel gerade Stich 3 - 25 mm breit , Beitel gerade Stich 7 - 12 mm breit, Beitel gerade Stich 5 - 18 mm breit, Bildhauerklüpfel Glockenform 80 mm - 380 g, Belgischer Brocken Riemchen 75 x 30 x 20 mm 91,10 + 22,85 (Brocken extra) = 113,95 EUR Nagelfeile für Oberflächenbearbeitung Gipsbüste gekauft demnächst anfangen Modell 1 : 10 mit Knete herzustellen Abmessung bei 4 m Sockelhöhe: 40 cm
Blatt 2016-12-10 21-11-54, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-11-54, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-18-41, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-18-41, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-16-34, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-16-34, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-15-58, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-15-58, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-12-19, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-12-19, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Persönlichkeitsrecht Allgemeines Persönlichkeitsrecht unterschiedlich stark geschützte Bereiche 1 Öffentlichkeitssphäre mit schwächstem Schutz 2 Sozialsphäre: Mensch im Austausch mit anderen Menschen dazu zählen berufliche, politische oder ehrenamtliche Tätigkeit Sphäre ist (wie gegen Veröffentlichungen) relativ schwach geschützt Ausnahmen: wenn Umstände Persönlichkeitsschutz überwiegen lassen 3 Privatsphäre: dazu zählen u. a. Leben im häuslichen Bereich, im Familienkreis, Privatleben, Sachverhalte, die typischerweise privat bleiben 4 Stärkster Schutz bei Intimsphäre: Innere Gedanken- und Gefühlswelt, Sexualbereich Eingriffe stets unzulässig Persönlichkeitsrecht besondere Bedeutung im Bereich des Äußerungsrechts häufig bei Medienberichterstattung ins Feld geführt, wenn Betroffener sich ins falsche Licht gerückt sieht über Zulässigkeit wird entschieden durch Abwägung zwischen dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht und der Meinungsäußerungsfreiheit Art. 5 GG: "1 Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur Selbstzensur findet nicht statt. 2 Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre. 3 Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung." zu Schutz der persönlichen Ehre Betroffene sind vor Verleumdung, übler Nachrede und Beleidigung geschützt zur Forschungsfreiheit "Auch Studenten können sich auf das Grundrecht berufen, wenn sie eigenständig einer forscherischen Betätigung nachgehen." in sachlicher Hinsicht ist Wissenschaft "jede Tätigkeit, die nach Inhalt und Form als ernsthafter planmäßiger Versuch zur Ermittlung der Wahrheit anzusehen ist" Sind Aufzeichnungen eines Kunststudenten Kommilitone , die als systematisch bezeichnet werden können und unter dem Hintergrund entstehen, die Frage nach Kunst allgemein und dem Forschen an der eigenen künstlerischen Aussage über ein Kunststudium zu klären, Teil der Forschungsfreiheit? Definition der Forschung ist weit auszulegen ausgeschlossen sind Praktiken, die lediglich Anschein einer wissenschaftlichen Vorgehensweise besitzen, die wissenschaftliche Standards deutlich verfehlen Forschungsfreiheit eigentlich hier nicht anwendbar Extremfall Veranstaltung filmen / aufzeichnen und veröffentlichen ohne Einwilligung der Vortragenden ist Aufzeichnung (Rekorder) und Veröffentlichung unzulässig Voraussetzungen des Urheberrecht und des Persönlichkeitsrechts (Recht am gesprochenen Wort, Recht am eigenen Bild) beachten bei mir keine Tonbandaufnahmen, lediglich handschriftliche Notizen, nur vereinzelte Zitate kein Problem, da keine Wiedergabe gesprochenes Wort Bilderproblem aber durch Museen / Galerien / Eigentümer von Kunstwerken zu erwarten Urheberrecht für Lernende Informationen aus Google Google entfernen "Beleidigte Professoren. Die Rache der Ranking-Opfer" Benotung von Dozenten bei Meinprof.de Professorenbewertung Urteile weitere Tuschestifte gekauft Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor Blatt 2016-12-10 21-11-54, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 21-11-54-m.jpg sehr dicke Linien Motivgröße wie letzte Plotterzeichnung, mit Freifläche zum Rand Blatt 2016-12-10 21-18-41, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 21-18-41-k.jpg Blatt 2016-12-10 21-16-34, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 21-16-34-k.jpg Linien etwas dünner im Mittelbereich sind Linien immer viel dicker fällt bei dünnen Linien sofort auf auf jedem Blatt im Bogen kleiner Knick im unteren Bereich Blatt 2016-12-10 21-15-58, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 21-15-58-k.jpg dicke Linien Blatt 2016-12-10 21-12-19, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 21-12-19-k.jpg sehr dicke Linien ein paar Linien, die über Rand gehen würden, entfernt 5 Plotterzeichnungen in 1 1/2 - 2 h / 5 = 18 - 24 min je Zeichnung
Blatt 2016-12-10 21-21-20, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-21-20, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 22-22-29, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 22-22-29, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 22-23-21, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 22-23-21, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-19-10, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Blatt 2016-12-10 21-19-10, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten Verlorene Form Verlorene Form weiter abgeklopft A2-Papier und acht Tuschestifte für Geradenbilder gekauft Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor 20 cm / s, 120 gf Blatt 2016-12-10 21-21-20, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 21-21-20-m.jpg sehr dicke Striche insgesamt sehr bewegt, nur Augen streng gesetzt Blatt 2016-12-10 22-22-29, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 22-22-29-k.jpg 18:30 - 18:45 = 15 min Blatt 2016-12-10 22-23-21, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 22-23-21-k.jpg 18:48 - 19:05 = 17 min 1 Stift für maximal 2 Blätter verwenden, wenn Grafiken linienärmer ansonsten 1 Stift für 1 Blatt Blatt 2016-12-10 22-17-26 19:07 - 19:24 = 17 min Blatt 2016-12-10 21-19-10, Plotterzeichnung, Tusche auf Papier, 31 2016-12-10 21-19-10-k.jpg Mundbereich nachträglich bearbeitet, eine Stelle zu leer Wie gehe ich mit nachträglicher Bearbeitung um? Vermeiden, ansonsten angeben zartere Striche als zuvor morgen weiter mit letztem Motiv mit leichten Änderungen arbeiten nur noch 4 Stifte, morgen also weitere 5-10 Stifte besorgen
Porträt, Tusche auf Papier, Plotterzeichnung, 31
Porträt, Tusche auf Papier, Plotterzeichnung, 31
kleines Porträt, Tusche auf Papier, 25 x 30 cm, Plotterzeichnung, 31
kleines Porträt, Tusche auf Papier, 25 x 30 cm, Plotterzeichnung, 31
kleines Porträt, Tusche auf Papier, 25 x 30 cm, Plotterzeichnung, 31
kleines Porträt, Tusche auf Papier, 25 x 30 cm, Plotterzeichnung, 31
Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor einfache Variante (mit einer Krümmung) HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Vorschau Geradenporträt mit Krümmung, für Tuschezeichnung im Format 42 x 59,4 cm andere Versionen oder mit 60 x 80 cm Rahmung, schwarz, mit Passepartout für HGB-Rundgang mit Aluminium-Rahmen, schwarz, rund 47 EUR + 3 EUR Materialkosten, 1/2 h Arbeitszeit, Auflage 10 Stück + 1 Künstler-Exemplar (K. E.) nicht zuschneiden, Papierformat fertig im Block kaufen Abstand zum Rand durch Plotter Plotter festgelegt Signatur Künstlersignatur , Auflage und Titel händisch mit Bleistift Linien auf zu plottenden Bereich begrenzen, so sind Ende dünn und wirken nicht abgeschnitten Vorschau Porträt, simuliert mit Tuschestift fast unbearbeitete Fotografie genommen Ganzkörper mit mehreren Kurven 17 cm dickes rauhes Klebeband um Tuschestift Porträt, Tusche auf Papier, Plotterzeichnung, 31 kurvenbild1-m.jpg 1. Plott: 11:35 - 12:00 = 30 min insgesamt ein Stift bei 67 x 39 cm Fläche 2. Plott: 12:00 - 12:20 = 20 min danach Pinselspitze nicht mehr wirklich brauchbar bei zweitem Blatt Tusche nicht mehr so stark zweites Blatt noch einmal kleiner umsetzen, mit dickeren Linien auf 25 x 30 cm zwei Porträts nebeneinander geplottet kleines Porträt, Tusche auf Papier, 25 x 30 cm, Plotterzeichnung, 31 kurvenbild2-k.jpg kleines Porträt, Tusche auf Papier, 25 x 30 cm, Plotterzeichnung, 31 kurvenbild3-k.jpg 12:48 - 13:00 = 12 min / 2 = 6 min + 5 min Bleistift Kreuz an Ecken geplottet danach mit Schneidemaschine auf 25 x 30 cm geschnitten zwischendurch unter große Schneidematte mit anderen Blättern gelegt, zum glätten umsetzen nächstes Mal verschiedene Grade von Genauigkeit ausprobieren Kurven stärker und schwächer (näher an Gerade) mit mehr Kontrast 2 x Daumennagellänge Alkohol Whisky Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Äh … äh …
  • Haben wir nun schon beantwortet.
  • [Lachen.]
  • Und zwar … Und zwar, das habe ich noch nie gehabt … äh … ähm … Ich war ein zweites Mal im Museum Pompidou und … ähm …
  • Du kriegst bald eine Jahreskarte.
  • Voraussetzungen, sich auf Kunst einlassen können
  • Da … Da war das so, dass … äh … äh … wir zu zweit da waren. Aber … ähm … Der andere der wollte sich ein anderes Mu… äh … eine andere Ausstellung zuerst anschauen. Mich hatte allerdings diese Dauerausstellung interessiert. Ähm … Und ich war alleine unterwegs. Und ich stand vor einem riesen großen Gemälde. Vielleicht sechs Meter in der Höhe, vier Meter breit. Oder so. Es war riesig gezeichnet. Ähm … Und … äh … Ich war einfach nur erschlagen, als ich davor stand. Und war auch schon dabei, daran vorbei zu laufen. Und dachte aber, ich will das ganze mal auf mich wirken lassen. Und … äh … Auf der gegenüberliegenden Seite stand ein Holzstuhl.
  • Mhm.
  • Ich hab' mich auf diesen Stuhl gesetzt und hab' fast eine Stunde vor diesem Bild gesessen.
  • Mhm.
  • Und hab' das auf mich wirken lassen.
  • Also im Normalfall wärst du daran vorbeigegangen. Aber da hast du dir dann einmal vorgenommen: Jetzt bleibe ich mal stehen und gucke mal.
  • Weil ich eben die Zeit hatte in diesem Moment Moment .
  • Okay.
  • Weil ich wusste, dass … äh … äh … äh … ähm … der andere länger in der anderen Ausstellung ist. Und ich wollte … Wahrscheinlich war mir in dem Moment auch danach, mich einfach setzen zu wollen.
  • Das ist interessant. Weil daran merkst du dann, dass … äh … dieses berühren, das kann man nicht einfach so antworten: "Das muss mich berühren". Sondern dann ist eben wieder dieser Faktor, man muss sich erst einmal Zeit nehmen. Vielleicht manchmal, um berührt …
  • Genau.
  • … zu werden. Und das machen ja die meisten … Das können ja die meisten zeitlich gar nicht machen. Weil sie eine Familie um sich herum haben.
  • Genau.
  • Dann hetzen sie eher durch. Ne? Und können sich darauf nicht einlassen. Okay. Also man kann sich berühren lassen von vielem. Schafft es aber in dem Moment vielleicht nicht. Auch in der Situation …
  • Genau. Das tolle war auf jeden Fall, dass ich … äh …
  • Beschreib' mal die Arbeit. Damit ich die vielleicht … ähm … finden kann.
  • Ähm … Ich weiß gar nicht, ob du die … ob sie sich finden lässt. Ich kann auch gar nicht mehr …
  • War's Malerei? Oder Zeichnung?
  • Es war Malerei. Und vielleicht ist das auch sehr bezeichnend, dass man sich … Obwohl, das ist jetzt schon drei Jahre …
  • Das … Das ist doch okay.
  • … her. Oder so. Dass man sich … ähm … gar nicht mehr so arg daran …
  • Das ist egal, ob du dich an den Künstlernamen erinnern kannst.
  • … erinnern kann. Ähm … Es war auf jeden Fall Malerei. Es war eher dunkel gehalten. Mit dunklen Farben. Brauntönen. Ja? Mit Erdtönen gezeichnet. Ähm … Aber ich kann dir gar nicht mal genau sagen, was ich sogar darauf … Was ich gesehen habe.
  • Mhm.
  • Verweilen verändert Wahrnehmung
  • Was es darstellen sollte. Ähm … Auf jeden Fall kann … Auf jeden Fall weiß ich aber noch, emotional hat's mich ziemlich berührt. Weil … ähm …. es hat … Je länger ich davor gesessen hab', hat es sich verändert. In meiner Wahrnehmung.
  • Okay.
  • Erst Infokärtchen lesen, dann Kunst sehen
  • Und … ähm … Was … Was viel [Sperren: schöner] gewesen ist, ist, dass ich … äh … parallel natürlich auch die Menschen beobachten konnte, die … die dort hingekommen sind. Also welche, die kurz davor standen. Welche, die vorbei gelaufen sind. Welche, die kurz … äh … halt gemacht haben und erst, bevor sie das Bild so richtig wahrgenommen haben, erst einmal gelesen haben, wie … wie ist der Titel, wie ist der …
  • Das nächste große Thema.
  • … Name. Andere, die erst einmal … äh … ähm … sich das angeschaut haben und anschließend nachlesen wollten, … äh …
  • Wie hast du das gemacht?
  • Ja es ist … Ich weiß es nicht. Wie es in dem Moment war. Ich kann's dir nicht sagen. Äh … Für mich war das aber … ähm … an dem Tag … Ich kann's dir nicht sagen, warum. Aber mich hat als erstes die Rahmung interessiert.
  • Okay.
  • Und zwar ich wollte wissen, … äh … äh … Also es war … ähm … äh … Es war … Es war ein Holzrahmen. Es war zwar draußen rumgesetzt. Da waren noch einmal zehn Zentimeter Platz.
  • Ein Schattenfugenrahmen ist das.
  • Ja genau, ein Schattenfugenrahmen.
  • Leinwand …
  • Und mich hatte interessiert, ob die Leinwand halt an der Seite bemalt gewesen ist. Oder ob … Manche Künstler machen halt einen weißen oder schwarzen Rahmen. Und …
  • Na was … Was war es? Na bei Gerhard Richter Gerhard Richter
  • Hier so ein schwarzer Rahmen. Ne? Und andere lassen halt son … son farbigen …
  • [Sperren: Für die Gesellschaft], für die große Produktion, damit's verkauft wird, wird normalerweise das Bild drumherum gemacht. Weil das die meisten heute hässlich finden, wenn dann … äh … nichts ist. Oder so.
  • Ja. Ähm … Genau.
  • Es muss … drei de aussehen.
  • Mich hatte das damals so interessiert. Und … äh … ähm … äh … Man hat gesehen, dass er halt nicht absichtlich um die Leinwand herum gemalt hat. Sondern man konnte halt so … äh … äh … die Farbreste erkennen. Am … Am Rand.
  • Okay.
  • So. Also er hat auch die Farbreste nicht überstrichen. Mit …
  • Okay.
  • … weiß oder schwarz. Und er hat auch nicht um den Rand gemalt.
  • Okay.
  • Sondern es waren einfach die [Sperren: Reste]. Und das fand ich …
  • Okay.
  • … ganz spannend.
  • Aber das heißt, er hat sozusagen schon auf der Leinwand gemalt. Viele machen das glaube ich so, dass sie die Leinwand einfach irgendwo hinlegen und danach dann erst bespannen.
  • J…
  • Es war also schon bespannt. Wenn du das jetzt so sagst.
  • Genau. Genau. Genau.
  • Okay. Weil … Es ist ja nicht negativ … Es ist ja nicht negativ, wenn's …
  • Ja.
  • … am Rand bereits bemalt ist. Das heißt ja lediglich, dass er später dann erst aufgezogen …
  • Ja.
  • … wurde.
  • Ja genau. Kann so sein. Weiß ich nicht. Ähm … ähm … Das weiß ich nicht. Aber was … Was halt auch viel schöner dabei gewesen ist, war …
  • Warte mal … Ich schaue … Ich hoffe, ich hab's nicht gelöscht [Fußnote: Die aktuelle Aufzeichnung]. [Lacht. Schaut auf den Rekorder.]
  • Alexander als Aufsichtsperson
  • … ist, dass die, … äh … dass man halt die Menschen beobachten konnte, die … äh … daran vorbei gelaufen sind. Ähm … Und wie … was die empfunden haben. Es gab auch welche, die … die mehrere Minuten davor gestanden haben. Und was das [Sperren: ganz] tolle war: auf einmal kamen Japaner auf mich zu und wollten mich zu dem Bild befragen. Weil … Die hatten mich dort sitzen sehen und dachte, ich gehöre mit zur Ausstellung. Und ich passe auf dieses Bild auf. Oder ich gebe [Sperren: Auskünfte] zu dieser Ausstellung.
  • Okay.
  • Und … äh … Hab' mir in dem Moment so total … Und das war nicht … Ist nicht nur einmal passiert. Sondern mehrmals. Ähm … Und das hat mich so reingezogen auf einmal. Und ich … äh … war dann auch ganz froh, dass … äh …
  • Du hast aber nichts dann gesagt, oder darüber gesagt.
  • Na, ich hab' halt gesagt, dass ich selber nur …
  • Wäre witzig gewesen, hättest du da irgendwas …
  • [Beide lachen. Nicht verständlich, 1:32:30.]
  • Hätt' ich machen können. Aber ich dachte dann in dem Moment: Die armen Kunststudenten Kommilitone , die da … äh … ihre paar Euro damit verdienen, dann halt diese … diese Kunst anderen erklären zu müssen. Die dann auch immer parat stehen. Ja?
  • Dir war's dann aber anscheinend in dem Moment nicht wiss… äh … äh … nicht wichtig zu wissen, wie bei den Japanern jetze … äh … was da dargestellt ist. Wie und warum, oder so. Oder?
  • Nein, also ich hab' …
  • [Sperren: Aber] … Aber … Aber du sahst jetzt so lange dort, weil du die anderen Leute beobachtet hast, weil du den Schattenfugenrahmen …
  • Genau.
  • … interessant fandest.
  • Genau.
  • Aber das Bild hast du betrachtet, sozusagen.
  • Natürlich. Das war ja der ausschlaggebende Punkt, warum ich …
  • Und was …
  • … da überhaupt geblieben bin.
  • Und was hat dich da berührt? Du hast das gesagt mit der Zeit kam das erst. Ne? Am Anfang wärst du dran vorbei gegangen, aber als du dich dann hin gesessen hast, dir die Zeit gelassen hast, dann …
  • Kriterium Größe und Maltechnik
  • Also [Sperren: Warum] ich eigentlich stehen geblieben bin, war die Größe. Die schiere …
  • Okay.
  • … Größe. Die mich in dem Moment beeindruckt hat.
  • Das würde ich jetzt wieder kritisch …
  • Und …
  • … sehen.
  • … mich hat die Maltechnik …
  • Die ist aber wichtig.
  • … interessiert. Die Maltechnik hat mich interessiert. Also … äh … Ich hab' schon geschaut, ob ich erkennen kann, … äh … in wie vielen Schichten gezeichnet worden ist. Gemalt worden ist.
  • Also ging's dir ums Handwerk Handwerk .
  • Und … äh … [Sperren: Das] war glaube ich [Stockt.] … Das Gefühl dieses … äh … dieses … äh … übergroßen Bildes.
  • Ja.
  • Anschließend halt auch dieses Interesse an dem Handwerklichen.
  • Ja.
  • Nämlich wie ist der Rahmen … äh … äh … Wie ist das ver…
  • Ja.
  • …arbeitet. Äh … äh … Sieht man die Pinselführung. Auf diesem großen …
  • Ja.
  • … Bild. Ähm … Mit welchen Pinseln überhaupt hat er …
  • Mhm.
  • … gearbeitet. Ja? Und je näher man … Das hab' ich übrigens auch bei anderen beobachten können, dass sie [Sperren: Ganz] nah bis fünf Zentimeter mit der Nase …
  • Mhm.
  • … an das Bild herangegangen sind. Wo es dann ja gar nicht mehr … äh … darum … um das große Ganze ging, sondern …
  • Mhm.
  • … wo man gucken wollte … ähm … welche Farbpigmente kann man erkennen. Oder welche …
  • Mhm.
  • … Pinselführung kann man erkennen. Und so. Äh … da gab's viele, die …
  • Das … Das ist auch spannend. Das mach' ich ja auch.
  • … da rangegangen sind. Genau. Äh.
  • Um das halt selbst zu verstehen, wie so ein Bild aufgebaut ist. Und … Und aus was es besteht. Und so.
  • [Sperren: Genau]. Genau.
  • Und welche Striche man sieht. Ob man Skizzen …
  • Erster Eindruck, das Wie und Was
  • Und da zeigt es ja wieder, dass in den Momenten eben … äh … Kunst auch viel mit Handwerk zu tun hat.
  • [Sperren: Aber] ja … Das wirkt jetzt eher so, als wäre das Interesse eher an dem … ähm … an dem Materiellen.
  • Nicht an dem Was, sondern dem Wie.
  • Ja.
  • Ja.
  • So.
  • Mag sein, dass man, also wenn man einmal …
  • [Sperren: Ist ja nicht schlimm], aber …
  • Ich glaub' … Ich glaub', das ist die nächste Stufe. Also die erste Stufe ist eben das Was. Ähm … Wenn man sich mit Kunst erstmalig beschäftigt, will man erst einmal gucken, was wird mir denn gezeigt. Ähm … Welche Wirkung hat's auf mich. Und je … Je öfter …
  • [Es läutet an der Wohnungstür.]
  • … man sich mit … … beschäftigt … Ich muss mal eben an die Tür. [Steht auf. Redet weiter.] Je öfters man sich mit Kunst beschäftigt, schaut man dann irgendwie nach dem Wie. Ne? [Wird leiser.] Also wie … wie ist … [Wird noch leiser.] … es gemacht.
  • [Aufnahme unterbrochen.]
  • Okay. Noch einmal ganz ganz kurz jetzt zu dem … Ich weiß jetzt gar nicht, wo wir geendet haben eigentlich.
  • Ja umso besser. Dadurch kannst du jetzt wieder strukturiert …
  • Neu anfan… [Sperren: Jetzt frag' ich wieder die ersten Fragen und du antwortest ganz anders.] Als hätt' ich zwei Alexanders besucht.
  • Ähm …
  • White Painting Robert Rauschenberg
  • Drei Sachen würde ich glaube ich noch machen. Einmal ganz kurz auf das White Painting bei dir im Raum zu sprechen kommen.
  • Mhm.
  • Einmal auf dein … äh … Gerhard Richter Bild …
  • Mhm.
  • … im Raum. Und einmal noch kurz zu [Sperren: meinen] Arbeiten kommen. Wie [Sperren: du] das eigentlich siehst. Was du siehst und … Ne?
  • Okay.
  • Das ist glaube ich ganz spannend.
  • Ja.
  • [Pause.]
  • Ähm … Die … White Painting wird ganz kurz werden. Ich hab' dir ja schon erklärt. Ich hab' da jetzt in München eins gesehen halt. Das ist genauso weiß. Das ist aber glaube ich bemalt weiß. Die Leinwand sieht aber am Ende genauso aus. So. Ist ein riesen großes Bild. Wie das. Nur doppelt … ähm … Das hat zwei Leinwände nebeneinander. Aber das spielt jetzt keine Rolle. Du siehst also nur weiß. So wie hier.
  • [Pause.]
  • So.
  • [Pause.]
  • Wenn du jetzt diese weiße Leinwand noch einmal weiß malen würdest, dann würde sie identisch sein. Vom Technischen, vom Handwerk her. Ja?
  • [Pause.]
  • Wo würdest du … Was würdest du jetzt denken? Was würdest du … ähm … Was wäre für dich der Unterschied. Warum ist das Kunst. Vielleicht sagst du ja selber, das ist für dich auch Kunst. Wenn du es machst. Oder denkst du jetzt schon, wenn [Sperren: ich] sage, das ist ein White Painting, das ist Kunst, oder … Gute Kunst sagen wir eher mal. Na, das ist ja schon wieder was ganz anderes …
  • Also. Mhm. Bevor es zu technisch wieder wird. Mal was ganz allgemeines. Bei mir hängt das jetzt drei Jahre, glaube ich. Oder vier Jahre. Ähm … In weiß, weil … weil ich es halt mit Ölfarben bemalen möchte und zwar … ähm … mit zehn oder zwölf Lagen. Möchte ich zeichnen. Also will … will ich malen. Mit Farben überziehen. Und Ölfarben kostet auf dieser Größe natürlich auch. Das viel größere Problem ist: Ich brauche eine Werkstatt. Ich brauche einen Raum, wo es durchtrocknen kann. Damit's halt keine Risse bildet. Mhm. Hab' ich nicht. Kann ich nur … ähm … unterm Dachgeschoss machen. Im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt. Ähm … Also ich … Wahrscheinlich wird es immer weiß bleiben.
  • Das war auch die Begründung vom dem Rauschenberger. Es ist halt …
  • [Lachen.]
  • … weiß geblieben, weil er …
  • Ich weiß halt, dass es … ähm … Bilder gibt, die total schwarz sind.
  • Ja.
  • Ich weiß auch, dass es Bilder gibt, die [Räuspert sich.] weiß sind. Übrigens Gerhard Richter hat auch …
  • Weiß i…
  • … schon … ähm … diese … diese Technik, die er anwendet. Und hat am Ende einfach weiß drüber gezogen.
  • Ja.
  • Wo man denkt: Hallo. Warum nimmst du denn vorher Grün, Rot, Blau. Wenn du es dann am Ende eh mit Weiß wieder überziehst.
  • Na ja, wenn man die Farbe sieht, dann …
  • Mhm. Na ja, hat man glaube ich gar nicht. Also er hat eine sone Serie gemacht, … ähm … die am Ende wie Schnee aussehen. Mhm. Man hat Schattierungen sehen können. Aber eher so … schwarz gräulich.
  • Okay.
  • Weil … Weil er nämlich, als er angefangen hat diese Bilder [Räuspert sich.] zu machen, … Weil er sich nicht … Wußte er gar nicht, wohin es führt. Das war ein Prozess. Und am Ende wollte er halt … ähm … so … sone Serie schaffen mit … mit … ähm … Schneelandschaften, oder was das dann auch immer darstellen soll. Also … ähm … äh … Ich weiß halt, dass es schwarz und weiß gibt. Ähm … Das Interessante ist, die, die hier herkommen, und die gucken auf diese Wand, denen erkläre ich dann auch immer, dass ich da irgendwann mal etwas draus machen will. Aber [Sperren: fast] alle Reaktionen waren immer: Weiß sieht viel cooler aus. Ich würde es weiß lassen. Und das …
  • Weiße Leinwand als Dekoration
  • Warum, von der Dekoration her, oder …?
  • Ich weiß nicht was der Grund ist. Äh … Weil die Wand ist ja auch weiß. Also wenn ich's jetzt abhänge, …
  • Das ist schon ein Unterschied. Das sieht tot aus. Jetzt sieht's lebendig, ne?
  • Ja also … Das war wirklich [Sperren: ungelogen]. Ich möchte sagen, fast jeder, der das bisher hier so hängen hat sehen, …
  • [Sperren: Ich hab's nicht gesagt].
  • … und dem ich das beschrieben habe, der hat gesagt, er würde es weiß lassen. Äh … äh … Es sieht einfach cool aus. Ja?
  • Okay.
  • Wahrscheinlich auch etwas, was man nicht erwartet. Ja? Ähm … Hat ja … Im Vergleich zur Wand ist es ja schon überproportional groß. Und man erwartet es einfach nicht, dass jemand Geld in die Hand nimmt … Und das [Sperren: hat] Geld gekostet. Diese Größe …
  • Mhm.
  • White Painting kaufen = Luxusproblem und Mut
  • … in der Qualität. Man erwartet nicht, dass jemand Geld in die Hand nimmt und etwas Weißes sich an die Wand macht. Ähm … Und das ist vielleicht auch etwas, … äh … was dann auch vielleicht ein Luxusproblem, oder auf einmal auch wieder ein … mhm … materielles Problem ist. Kaufe ich jetzt Kunst, weiße Bilder, …
  • Mhm.
  • … für sehr sehr sehr viel Geld …
  • Ja.
  • … und hänge mir das an die Wand. Das muss man sich auch leisten können!
  • Mhm.
  • Ähm … Und … äh … Mut gehört vielleicht auch dazu. Ähm … Und von daher mag es durchaus Menschen geben, die darin Kunst sehen. Ich …
  • Wir wissen jetzt beide nicht, was dieser Rauschenberg damit machen wollte.
  • Ja.
  • Ich hab' mich auch noch nicht informiert. Ich weiß, dass es im Museum hängt und das es deshalb als Kunst angesehen wird. So. Und das ist …
  • Ja.
  • … ein Museum, ein privates, wo man Eintritt bezahlen muss. Das heißt, die Kuratoren werden sich da schon sagen, dass das ein berühmtes Bild ist. Nicht weil der Gesetzgeber sagt, man muss ein Kunstwerk in … in den Räumen haben von …
  • Ja. [Leiser:] Ja.
  • … Rauschenberg.
  • Und … ähm …
  • Aber es geht ja eher um [Sperren: deinen] Zugang. Ne? Also was … Was … Was … Wenn du jetzt sowas weißes siehst, … ähm … kannst du da schon etwas empfinden? Also nachvollziehen, warum das Kunst …
  • [Sperren: Nein]. Nein.
  • … sein soll?
  • Genialität Genie
  • Nein. Für mich … äh … äh … fehlt es in dem Moment halt … ähm … an der [Sperren: Genialität]. Also an dem … diesen … ähm … an, dass da etwas … das da jemand etwas geschaffen hat, was ich zum Beispiel nicht kann. Oder auf das ich nicht gekommen wäre.
verhüllt verhüllt Werkstatt Holzwerkstatt wenn Holzbalken zwei Seiten gerade fräsen, dann immer vorne leicht andrücken, da dort Ebene etwas höher eingestellt ansonsten fräse Fräse ich schief und Holzbalken wird immer dünner (wie letztens) bei dicken Brettern: Schiebeobjekt mit kleinem Nagel zur Befestigung am Holz Lehre von Alberti bereits angefertigt breite Holzleisten damit schräg gefräst nicht ganz genau, etwa 1,5 mm länger dadurch eine Länge nicht 5 mm sondern 7 mm bei kurzen Holzleisten beachten auf Holzleiste angezeichnet fertige Leisten umsetzen für Flügeltürrahmen nach passenden Schattenfugenrahmen recherchiert zwei Leinwände für Seitenteile 20 x 50 cm bestellt am Dienstag zusammen mit Leinwand 40 x 50 cm und zwei Schattenfugenrahmen abholen einen Schattenfugenrahmen bei Alberti teilen Befestigungsmaterial für Leinwände besorgen Motiv / Malerei oder Collage Collage oder … noch offen Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor bei Kati wegen Plottertagen nachgefragt nächsten Freitag zwischen 9:00 und 15:00 Schlüssel abholen Arbeitstage: 10.12. mit kleineren Test Tuschestift 16.12 und 17.12. sowie 27.12. und 31.12. umsetzen Porträt umsetzen, mit Tuschstift und normal HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 für Rundgang-Klassenausstellung Motiv überlegen
Computerunterstützte Grafik, Strichätzung, Handdruck, 1984 / 1985, Horst Bartnig
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Ich, 1974, Litographie, Raimer Jochims
Ich, 1974, Litographie, Raimer Jochims
Klasse Bildende Kunst HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Diskussion Kiosk in Klassenraum Bezug zu Griechenland Griechen -Exkursion Dieter Roth Dieter Roth Bar, siehe Eintrag vom 22.3.2015 Mark: "Und was willst du uns damit jetzt sagen?" Diskussion über Harz 4 bei Künstlern 100-Euro-Ausstellung mehrere Kunstwerke je Student Kommilitone in Klassenraum aufhängen Preis je Bild 100 EUR eventuell nach Verkauf Fläche neu füllen umsetzen neue Geradenbilder dafür plotten, in einfachen Rahmen Kati nicht angetroffen, später wegen Plotter Plotter -Test anfragen Diplom Theorie Aussage, 5 % der Gesellschaft kommt mit Kunst in Berührung obwohl Museen für Gesellschaft offen sind und Kunst Ausdruck der Menschen ist Mark Terkessidis [Darstellungsfehler nach dem 13.12. beseitigt, notiert am 10.1.2017] bisher nichts dazu gefunden umsetzen zwei Schattenfugenrahmen und einen großen Papierblock kaufen umsetzen Plakatwand umsetzen, siehe Jacques Villegle Jacques Villegle , Rue Jacob, 5.12.1961 mit eigenen Motiven, immer wieder überkleben Kritzeleien, Skizzen, mit unterschiedlichen Stiften nachträglich teilweise aufreißen Ausstellung The Present Order GfzK Sammlung der Galerie Geradenbild Geradenbild Computerunterstützte Grafik, Strichätzung, Handdruck, 1984 / 1985, Horst Bartnig Horst Bartnig bartnig1-k.jpg erinnert an Konstellationen, 256 Möglichkeiten Ich, 1974, Litographie, Raimer Jochims Raimer Jochims jochims1-k.jpg Auflage, Titel, Signatur Künstlersignatur
Collagenstück auf Leinwand befestigt
Collagenstück auf Leinwand befestigt
Geradenbild Geradenbild Collagen vom 10.4. und 30.4. zerstört nahmen, da unfertig, nur Platz weg Collagenstück auf Leinwand befestigt geradencollagegerahmt-k.jpg Kopf ausgeschnitten, auf Keilrahmen geklebt später eventuell in Leerrahmen hängen und lackieren andere große Plotterzeichnungen ebenfalls vernichten Was mache ich eigentlich mit den fertigen Arbeiten? Die werden unterm Tisch gestapelt und höchstwahrscheinlich nie wieder hervorgeholt. Friedrich Fröhlich, faul faul oder träge Standpunkt Seit einigen Tagen entsteht nichts mehr. Der Raum ist aufgeräumt, alles Material verstaut. Nach Tagen des Nichtstuns gestern zwei Tuschestifte gekauft, lustlos herumgezeichnet. Den Stil eines anderen Künstlers kopiert, daran gescheitert. Ich sehne mich nach den Tagen zurück, wo ich fast täglich kindlich zeichnete, Geradenbilder schuf und über die Zukunft der Kunst nachdachte. Ich denke an die Sprachnotizen, die teilweise nachts entstanden, weil ich nicht mehr einschlafen konnte. Es waren Dinge unausgesprochen, mussten noch bearbeitet werden. Heute liege ich faul im Bett. Schaffe es mit viel Mühe zwei[!] Stifte zu kaufen und hege dabei die Hoffnung, dass mich die Lust wieder packen wird. Alkoholkonsum alleine wird leider nichts bringen. Es muss ein Funke da sein. Ohne ihn entsteht nichts. Wo ist er? Wenn ich darüber nachdenke, fehlt es mir zur Zeit wieder einmal an einem Ziel. Da, wo ich noch nicht bin, da wo ich hin will. Das, wo ich zumindestens in diesem Augenblick fest daran glaube, unsagbar wichtig ist. Ich erinnere mich noch gut an die Konstellationsbilder. Vier Geraden, auf einer Fläche verteilt, alle Kombinationen berechnet. Ich fühlte mich so, wie ich denke, dass es Malewitsch Kasimir Malewitsch mit dem Schwarzen Quadrat ergangen sein muss. Ich fühlte mich so nah am Anfang der Kunst! An dem Punkt, wo aus Radikalem etwas Neues entstehen kann. Muss! Davon spüre ich leider nichts mehr. Denn es gibt in Realität diese Momente des Neuen nicht. Sie existieren lediglich im eigenen Gehirn Gehirn . Endorphine werden ausgeschüttet. Sie bewegen mich zum Fortführen. Erinnert mich gerade an meine Zeit in Berlin. Wo in meiner kleinen Wohnung Dinge entstanden, nie ausgestellt wurden und ich deshalb annehmen durfte, dass sie Großes sind. Sobald sie ausgestellt werden, sind sie wieder sterblich-menschlich. Und sobald ich tausende andere Arbeiten anderer Künstler sehe, werde auch ich wieder in die Realität zurückgeholt. Jeder schafft sich sein Thema selber. Es gibt kein Ding, was unbedingt bearbeitet werden muss. Leider scheint aber genau das der Motor für mich zu sein. Auch wenn es viele nicht sehen, für mich sind die Geradenbilder, die kindlichen Zeichnungen sowie die verhüllten Arbeiten ein und das selbe. Sie sind der Versuch zum Anfang zurückzukehren, damit etwas Neues, bisher nicht gesehenes, entstehe. Nur wenn ich nicht mehr daran glaube, entsteht auch nichts mehr.
(Notizen von heute und gestern) Kunstkritik Der Künstler und seine Zeit "Der Künstler und seine Zeit", Albert Camus Albert Camus , 1958 selbst Schweigen hat gefährlichen Sinn Stimmenthaltung selbst als Entscheidung angesehen, wird bestraft oder gelobt für Künstler keine freiwillige Verpflichtung mehr Märtyrer Jesus : nähren sich von Tröstungen der Ewigkeit Löwen: nähren sich von blutigem historischen Fleisch Künstler nur Zuschauer sang zum Vergnügen, für sich selber oder um zum Beispiel Märtyrer zu ermutigen Kunst verliert durch Verpflichtung an Beteiligung Unbeschwertheit und "jene göttliche Freiheit, die Mozarts Musik atmet" heute schaffen = gefährlich schaffen jede Veröffentlichung eine Tat Frage: Wie kann man inmitten der Schergen so vieler Ideologien die Freiheit der Schöpfung erhalten? Kunst wird nicht einfach nur von Staatsgewalten bedroht Kampf findet im Inneren des Künstlers statt Kunsthass (in der Gesellschaft) wird von Künstlern selber genährt Zweifel Zweifel Zweifel der Künstler früherer Zeiten betrafen eigenes Talent Zweifel heutiger Künstler betreffen Notwendigkeit ihrer Kunst, also Existenz an sich viele Gründe für Infragestellung der Kunst durch Künstler selber zeitgenössische zeitgenössisch Künstler könnten Eindruck haben, zu lügen oder ins Blaue hinein zu sprechen (wenn Geschichte nicht berücksichtigt wird) heutige Zeit (also bei Veröffentlichung Camus Prosa) durch Einbruch der Massen gekennzeichnet Masse an erbärmlichen Lebensbedingungen fließt in Bewusstsein der Gesellschaft ein man weiß um Probleme, kann sie nicht mehr leugnen insgesamt: "freie Schaffen wird entmutigt, indem es in seinem Kern angegriffen wird, nämlich im Glauben des Schöpfers an sich selber" oft schämt sich Künstler seiner selbst und seinen Vorrechten Frage, die Künstler sich selber stellen: "Ist Kunst ein verlogener Luxus?" Kunst muss Luxus sein, wenn sie sich harten Realität verschließt allerdings wird sie zum belanglosen Zeitvertreib, wenn sie sich Forderungen der Gesellschaft anpasst wenn Künstler Gesellschaft ablehnt und sich abkapselt: drückt Kunst Ablehnung aus aus Ablehnung wird Spaß oder Formtüftelei Camus geht auf Zeichen (statt Gold findet Handel mit Zahlen statt) als der Gesellschaft grundlegende Eigenschaft ein diese Gesellschaft hat eine Moral starrer Grundsätze zu ihrer Religion gewählt Gesellschaft verlangte von Kunst eine Übung ohne großer Bedeutung, eine Zerstreuung Gesellschaft begnügte sich mit nichtssagender Kunst Oscar Wilde Oscar Wilde : ihr größtes Laster sei die Oberflächlichkeit Kunstfabrikanten (Camus Wort für Künstler) haben sich mit Verantwortungslosigkeit abgefunden L’art pour l’art L’art pour l’art : Forderung nach Verantwortungslosigkeit als Zeitvertreib "eines einsamen Künstlers" Weiterentwicklung ist Salonkunst oder rein formale Kunst schließlich siedelt sich Kunst außerhalb Gesellschaft an schneidet sich von Gesellschaft ab je mehr sich Kunst spezialisiert, desto mehr wird es nötig, sie wieder volkstümlicher zu machen Beispiel: Millionen Menschen haben Gefühl große Künstler unserer Zeit zu kennen, weil sie in Zeitung darüber gelesen haben verhüllt verhüllt "Die größte Berühmtheit besteht heute darin, Bewunderung oder Abscheu zu erregen, ohne gelesen worden zu sein" berühmte Künstler sollten wissen, dass nicht sie berühmt sind nur ein anderer unter ihren Namen, der "ihm schließlich entgleitet und vielleicht eines Tages den wahren Künstler in ihm umbringen wird" Literatur der Auflehnung aus Französischer Revolution entstanden stellte offizielle Werte in Frage aber: aufrechterhaltende und verknöcherte Ablehnung ist hohl geworden erstarrt in Vorurteil: Künstler nur groß, wenn er sich im Gegensatz zu Gesellschaft seiner Zeit befände deshalb viele Künstler schlechtes Gewissen, weil "sie es nicht sind, und verlangen, gleichzeitig beklatscht und ausgepfiffen zu werden" zeitgenössische Künstler lehnt alles ab selbst Tradition seiner Kunst bis er denkt seine eigenen Regeln schaffen zu können, hält sich schließlich für Gott Gott wird so - fern der Gesellschaft - aber nur abstrakte oder formale Werke hervorbringen können Bibliothek Diplom Theorie in Bibliothek zwei Diplomarbeiten durchgesehen 1 Benjamin Kunath über Zickzack Phantom A Titelseite (Titel, Autor, Zeichnung) B erste Seite mit "Diplomarbeit / Titel" "Vorgelegt von Name" "Betreuer: Name", "Klassenleiter: Name" "Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig" Datum C Inhaltsverzeichnis mit Einleitung Formale Beschreibung Erste Auswertung (über Funde) Persönlicher Bezug Vergleich mit Graffiti Graffiti -Tags (anderes Phänomen) Analyse Zeichen in zeitlichem Verlauf / Ort Hypothesen Auswertung Zeichnungen Technik (Stifte) Verknüpfung zu Zeichen und Schrift Künstler, die damit arbeiten (hier Hanne Darboven) Resümee Literaturverzeichnis (hier sehr kurz, da viel eigene Gedanken) Abbildungen (sehr viele, da Grundlage für Text) D zusammenfassend: sympathisch, da eher eigene Recherche und Meinung gezeigt, als Kunstbücher zitiert Arbeit dürfte sich ohne große Mühe selbst erstellen leicht zu lesen, da ohne wissenschaftlicher Begriffe, einfache Sätze 2 Eva Beatrice Förster über Mutter-Kind-Performances A Einleitung mit persönlichem Bezug zum Thema B Theoretischer Teil Künstler-Beispiele mit Arbeiten und Zitaten C Praktischer Teil eigene Arbeit vorgestellt 3 für mich Frage: Was will/kann ich? [+] eigene Arbeit mit einbeziehen auch Nicht-Kunst vorstellen / Alltag (wie Geraden in der Natur, verhüllte Gegenstände) Hypothesen / Theorien aufstellen meine Meinung / Gedankengänge aufschreiben eigene Tagebucheinträge / Standpunkte zitieren (zum Thema Zweifel, verhüllt, Kinderzeichnungen Kinderzeichnung , Geradenbilder möglich) kurzer Exkurs zu anderen Künstlern / Arbeiten / Zitate (nur nebenbei einpflegen) philosophischer Ansatz (wenn dann aber oberflächlich und immer nur in Bezug auf eigene Arbeiten, Erfahrungen, Nicht-Kunst) Text einfach schreiben, nicht verwissenschaftlichen Arbeit müsste größtenteils einfach entstehen, ohne Zwang Zwang , mit richtigem Interesse (Motivation) [-] nur über fremde Arbeiten reden viele wissenschaftliche Bücher durchlesen und zitieren (wäre ja nur Wiederholen von bereits vorhandenem Gedankengut / Wissen) Philosophie und Kunsttheorie im Vordergrund 4 Vorstellung weiteres Vorgehen 9. Semester (10.2016-2.2017): Mark fragen, ob am Ende schon Modulprüfung ablegen, dann so weit alles fertig Vorbereitung Theoriearbeit 10. Semester (2.2017-10.2017): Theoriearbeit schreiben 11. Semester (10.2017-2.2018): Diplom im Februar 2018 Standpunkt Ich verliere nichts, wenn ich noch ein Semester hinten dranhänge. Der Titel Diplom-Künstler Diplom-Künstler wird mir nach dem Studium so oder so nicht weiterhelfen. Er ist lediglich witzig und ich möchte ihn auf Visitenkarten Visitenkarte schreiben. Würde ich schon im 10. Semester mein Diplom machen, hätte ich nichts gewonnen. Ich würde ja weiterhin Aufträge bearbeiten wie bisher und hätte weiterhin viel freie Zeit. So wie es bei Mark rüberkam, sieht er kein Problem darin, was mein Diplom anbelangt. Ich zweifel zwar immer, ob ich überhaupt etwas Gutes zeigen kann, er anscheinend nicht. Schaffen werde ich es also so oder so. Wichtig ist lediglich, dass ich auch noch im 11. Semester, also kurz vorm Diplom, noch künstlerisch arbeite und innerlich nicht die Kunst schon aufgegeben habe. Der Drang etwas zu Schaffen muss weiterhin da sein. In den letzten fünf Jahren sind mir aber immer wieder Dinge eingefallen, ich glaube nicht, dass es mit der Kunst plötzlich vorbei sein wird. Und selbst wenn: Ich bräuchte keinen Abschluss. Alleine die Zeit an der Hochschule hat mich weitergebracht. Das 9., 10. und 11. Semester nutze ich nun vermehrt für Werkstattkurse. Stelle Flügeltürrahmen bei Alberti her und schaffe Friedrich-Büsten. Lerne etwas über Abgusstechniken, über Materialien allgemein. All das müsste ich ohne Studium teuer bezahlen. Auch kann ich die Zeit über noch den Plotter Plotter für kleinere Geradenbilder nutzen. Im Endeffekt gibt es dann nur noch einen festen Termin alle zwei Wochen: Die Klassentreffen. Alle anderen Kurse und Werkstatttermine kann ich so belegen, wie es mir nützt. Geldlich wird es bei elf oder zwölf Semestern auch kein Problem geben. am Dienstag ausleihen: D1853 ("Der zweifältige Sinn: Über die Ambivalenz des Zweifelns"), D1507 ("Nichts los") haben wohl einen eher theoretischen Ansatz, deshalb durchgehen danach entscheiden, welche Richtung ich einschlagen möchte
IX-VII-MMXII, Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 200 x 350 cm, Katrin König
IX-VII-MMXII, Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 200 x 350 cm, Katrin König
o. T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 70 x 195 cm, Katrin König
o. T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 70 x 195 cm, Katrin König
o. T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 100 x 80 cm, Katrin König
o. T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 100 x 80 cm, Katrin König
Ausstellung Katrin König Katrin König "Tusculaneum", installative Druckgrafik, Galerie Sybille Nütt, Dresden IX-VII-MMXII, Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 200 x 350 cm, Katrin König tusculaneum-k.png o. T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 70 x 195 cm, Katrin König tusculaneum2-k.jpg o. T., Collagraphie und Lack auf PVC-Folie, 100 x 80 cm, Katrin König tusculaneum3-k.jpg Kunstmarkt Kunstmarkt Preisliste, teilweise zuzüglich Rahmenpreise Beispiel 50 x 60 cm (Einzelstück oder da Druck in Auflage?), 600 EUR zuzüglich 70 EUR Rahmen 80 x 100 cm 2.200 EUR zuzüglich 400 EUR Rahmung große Arbeiten (2 x 3,5 m) 12.000 EUR Geradenbild Geradenbild Kinderzeichnung Kinderzeichnung große Arbeiten am interessantesten, auch für Geradenbilder und Kinderzeichnungen mehrere Platten, da industriell und eingesetzte Presse mit diesem Format Begrenzung also von außen vorgegeben und gleichzeitig erweitert, sehr klares Konzept hinter transparenten Platten teilweise aber noch weißes Papier eingeschoben, wirkt wieder nicht konsequent nachträglich freie Bereiche weiß lackiert, ebenfalls nicht konsequent, auch wenn es dadurch ruhiger wirkt bei Plotter Plotter gibt es nur Seitenbreite als Begrenzung, bei Kinderzeichnungen DIN-Format wenn Motiv auf einer Platte keinen Platz benötigt, wird Platte weggelassen kleine rechteckige Befestigungsteile nicht schön Abstandsleiste zwischen einigen Arbeiten auf Folie und Rückwand erzeugt Schatten, lenkt eher von Arbeit ab (vielleicht bei Geradenbildern doch nicht einsetzen) Signatur Künstlersignatur dann nicht auf Arbeit sondern auf Rückkarton mehrere Platten auch wegen Herstellung in Eigenarbeit, für Transport und Lagerung gut geeignet durch Verformung der PVC-Folien wird Druckgraphik skulptural[?] Lichtreflexion auch interessant
Renntierherde auf Wanderung
Renntierherde auf Wanderung
Norditalienische Steinfigur aus jüngerer Steinzeit
Norditalienische Steinfigur aus jüngerer Steinzeit
Beide Gesichter mit runden Knopfaugen und Knopfnasen, lediglich Mundwinkel zeigt Stimmung
Beide Gesichter mit runden Knopfaugen und Knopfnasen, lediglich Mundwinkel zeigt Stimmung
Dreieinigkeit, in linker Hand riesiger Reichsapfel, griechische Ikonenmalerei
Dreieinigkeit, in linker Hand riesiger Reichsapfel, griechische Ikonenmalerei
Kinderzeichnung Kinderzeichnung "Kunst und Umwelt. Eine Übersicht der europäischen Stilentwicklung", Rudolf Broby Johansen, 4. Auflage, 1964 Ding lebt länger als Mensch Form viel länger als Ding selber bildende Künstler als Augen der Menschheit Geist der jeweiligen Epoche im Kunstwerk und in Gebrauchsgegenständen Stil von "stilus", bedeutet ursprünglich Schreibgerät Stil: Handschrift einer Zeit Renntierherde auf Wanderung rentierherde-k.jpg in Adlerknochen eingeritzte Zeichnung, gefunden in Südfrankreich nur erste und letzte Tier deutlich gezeichnet Herde in Bewegung gesehen siehe Duchamp Marcel Duchamp "Akt Akt , eine Treppe herabsteigend", 1912, siehe 6.10.2014 und 3.6.2013 (unbewusst[?]) Festhalten von Zeit also nicht erst im 20. Jahrhundert so dargestellt mit Farbe Rot hat Kunst wahrscheinlich begonnen umsetzen Geraden mit roter Farbe malen Blut, Steinrot in Steinzeit nicht in Schubladen gedacht sollen Befriedigung beim Bilder herstellen, beim Betrachten und mit ihnen arbeiten empfunden haben zuerst: Kunst aus spielerischer Lust und Freude (wie bei Kindern) "Die Stimme der Unmündigen" ideoplastisch: nur Idee von Augen, Nase und Mund Schneemann: stofflich und plastisch dargestellte Idee eines Mannes Frontalgesetz: Gesetz laut Julius Lange (dänischer Kunsthistoriker) aller primitiven Kunst zu eigen Norditalienische Steinfigur aus jüngerer Steinzeit steinfigur-k.jpg stark stilisierte Gesichtszüge Zeichnungen von Kindern ebenfalls ideoplastisch Zeichnung soll dargestelltem Gegenstand nicht ähnlich sein Kind versucht es nicht einmal Kind zeichnet das, was es sich unter einem Mann vorstellt, die Idee eines Mannes Beide Gesichter mit runden Knopfaugen und Knopfnasen, lediglich Mundwinkel zeigt Stimmung kindergesicht-k.jpg Mann hat zwei Augen = zwei Augen werden gezeichnet Umbildung der bunten, verwickelten und mannigfaltigen Wirklichkeit in ein einfaches, leicht überschaubares System von geometrischen Formen laut Autor: früher glaubte man, Kreuze, Kreise, Striche oder Punkte stehen am Beginn des Kunstschaffens (wie ich mit den Geraden) heute wisse man, dass überall damit begonnen wurde, Dinge so abzubilden, wie sie ausschauen später ging man dazu über, sie zu stilisieren lebendige, unruhige Wirklichkeit wurde nachträglich in starre Ornamente umgeschafft Fotocollage Dreieinigkeit, in linker Hand riesiger Reichsapfel, griechische Griechen Ikonenmalerei Ikonenmalerei gottvater-k.jpg zu Fotocollage passend, eventuell mit mehreren Augen arbeiten? Standpunkt Bearbeite die Fotocollage nun doch nicht weiter. Liegt seid vorgestern auf dem Tisch. Zu den Geradencollagen fällt mir noch ein, dass sie vom Herstellungsprozess schon zu komplex wirken. Geraden werden ausgegeben, auf Papier gedruckt, Papier zerrissen und auf Fläche neu angeordnet. Da wirken die Fotocollagen irgendwie einfacher, nachvollziehbarer. Nur das Ergebnis erscheint mir dann doch zu wirr. Nachvollziehbar auch die Geradenbilder, nur leider bisher nur über den Plotter Plotter gute Ergebnisse erzielt.
Signatur von Karl Bergenthal oder Bildunterschrift (keine weiteren Informationen zum Hintergrund gefunden)
Signatur von Karl Bergenthal oder Bildunterschrift (keine weiteren Informationen zum Hintergrund gefunden)
o. T., 1993, Papier/Filzstift, Farbstift, 43 x 61 cm, Karl Bergenthal
o. T., 1993, Papier/Filzstift, Farbstift, 43 x 61 cm, Karl Bergenthal
Tom Duli, Leinwand/Dispersionsfarbe, 120 x 120 cm, Peter Boenicke
Tom Duli, Leinwand/Dispersionsfarbe, 120 x 120 cm, Peter Boenicke
Karneval, 23.2.1987 gezeichnet angefangen, 22.1.1988 (beendet), Papier/Filzstift, Deckfarbe, 39,5 x 55,0 cm, Robert Burda
Karneval, "23.2.1987 gezeichnet angefangen", 22.1.1988 (beendet), Papier/Filzstift, Deckfarbe, 39,5 x 55,0 cm, Robert Burda
Zigaretten, 1993, Papier/Wachskreide, 43 x 61 cm, ?den .10.2.1993? / ?Hans-Jürgen Fränzer?, Hans-Jürgen Fränzer
Zigaretten, 1993, Papier/Wachskreide, 43 x 61 cm, "?den .10.2.1993? / ?Hans-Jürgen Fränzer?", Hans-Jürgen Fränzer
Bild 1, 1992, Papier/Wachsmalkreide, 30,7 x 43,3 cm, Hans-Georg Kastilan
Bild 1, 1992, Papier/Wachsmalkreide, 30,7 x 43,3 cm, Hans-Georg Kastilan
Standpunkt Geradenbild Geradenbild Kinderzeichnung Kinderzeichnung Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Gerade bin ich in Gedanken noch einmal durchgegangen, wie ich von den Geradenbildern auf die Kinderzeichnungen gekommen bin.
  • Möchte das jetzt halt noch einmal … ähm … hier festhalten.
  • [Klick.]
  • Erst einmal ganz ganz kurz zum Hintergrund der Geradenbilder. Die [Sperren: Idee] von mir war, …
  • [Pause.]
  • … das Element zu finden, …
  • … mit dem man eigentlich [Sperren: alles] darstellen kann. In der Bildenden Kunst.
  • [Sperren: Denn], der Hintergrund ist, dass ich …
  • [Pause.]
  • … Zweifel Zweifel habe. Und hatte. Was die Wahl der Mittel anging. Die Künstler halt … ähm … wählten.
  • Ob das jetze … Also der Stil.
  • [Pause.]
  • Dass ich immer, … ähm … wenn ich bereits bei einem … mit einem fertigen Stil anfange, wie jetze, ich weiß nicht, … ähm … Kubismus Kubismus … Der ist jetzt nicht mehr aktuell. Aber hätte ich damit angefangen halt, dann hätte ich mir immer wieder die Frage gestellt, … ähm … ähm …
  • Aber wie komme ich überhaupt darauf? Mit dem Kubismus zu arbeiten?
  • So. Ähm … [Sperren: Denn] beim Kubismus, als Beispiel jetze einfach nur, is ja ganz viel davor passiert.
  • Warum es dann dazu gekommen ist.
  • So.
  • Und da ich nicht bloß etwas [Sperren: kopieren] wollte, etwas [Sperren: nachmachen] wollte, etwas …
  • … [Sperren: mitmachen] wollte, …
  • … ohne zu wissen, wie es überhaupt dazu gekommen ist, …
  • … ohne es [Sperren: gefühlt] zu haben, wie es dazu gekommen ist, …
  • … musste ich halt selber wieder von [Sperren: null] anfangen.
  • Mit der Idee dann halt eben, von dort aus dann etwas Neues zu schaffen, wo ich dahinter stehen kann.
  • Dass es mir dann eben nicht mehr [Sperren: beliebig] vorkommt.
  • So. Das war der Hintergrund dieser Geradenbilder.
  • [Pause.]
  • Das hab ich jetzt ja immerhin eins zwei Jahre lang gemacht. Eine ziemlich lange Zeit. Ähm … Hab jetzt aber, oder hab schon während dessen halt mitbekommen, dass diese Geradenbilder viel Aufmerksamkeit erzeugen.
  • Was ja gar nicht mein Hintergrund eigentlich war!
  • Und dass ich es eigentlich [Sperren: nicht] geschafft habe, … ähm … zu etwas Neuem zu kommen. Sondern ich bin halt bei den Geraden als Element stehen geblieben. Es hat … Es ist sozusagen ein eigener, …
  • … weiß nicht, ob man das so sagt, …
  • … Stil entstanden.
  • Also ein Merkmal. Dieser Arbeiten.
  • [Pause.]
  • Ich weiß aus den Kunstbüchern, dass Picasso Pablo Picasso etc. auch … ähm … Motive gewählt haben, wie zum Beispiel Porträts, Blumen, Landschaften und so weiter, um ihre Idee zu [Sperren: verdeutlichen]. Deshalb kam ich jetze gerade auf diesen Kubismus. Äh … Dass jene … Objekte eingepflegt haben, wie zum Beispiel eine Geige, damit der Zuschauer, der Betrachter halt … ähm … etwas wiedererkennt.
  • Nicht im Regen stehen bleibt.
  • Und gleichzeitig halt … Dadurch konnte man die … die … die … die Idee, dieses … dieses … dieses Stils halt mit vermitteln.
  • So.
  • Ähm …
  • Das ist es im Endeffekt bei den Geradenbildern auch geblieben.
  • Kommt mir so vor.
  • Also ich hab nicht wirklich etwas … Ich bin nicht vorangekommen. Sondern ich bin da halt stehengeblieben.
  • Bei dieser [Sperren: Vermittlung].
  • So.
  • Und … ähm … Das langweilt mich dann aber eben. Auf längere Sicht gesehen.
  • Das sieht spannend aus. Und ich … Ich habe viel ausprobiert. Auch mit … ähm … Wie ich das halt … äh … hinbekomme. Also wie ich diese Geraden zeichne. Mit dem Plotter Plotter hab ich dann halt sehr lange gearbeitet.
  • Ähm … Das war auch genau so richtig. Aber ich bin halt nicht [Sperren: vorangekommen]. Wirklich.
  • [Sperren: Dann] kam mir eben vor kurzer Zeit der neue Gedanke, anstatt … äh … zu schauen, was das [Sperren: kleinste] Element für mich halt … ähm … ähm … Sozusagen ein … ähm …
  • [Klick.]
  • Übertragen von …
  • [Pause.]
  • … der physischen Ebene … Also wo es um den … äh … um das Atom geht. Aus dem alles besteht. [Sperren: Alle] Materie besteht. Dieses Atom aus Quarks. Quarks eventuell aus Strings. Und so weiter. Also [Sperren: irgendwo] gibt es eine kleinste Einheit.
  • Das hab ich halt [Sperren: kopiert]. Oder versucht in die Bildende Kunst zu übertragen.
  • [Schlucke.]
  • Bin halt auf diese Linie gekommen. Und anstatt jetzt aber das von dieser, ich weiß nicht, ob man das so sagt, formalen Weise zu betrachten, … ähm … bin ich jetzt einen anderen Weg gegangen. Hab das von dem [Sperren: Menschen] aus betrachtet.
  • Also [Sperren: wann] fängt denn der Mensch an, … äh … zu zeichnen?
  • Zu malen?
  • Kreativ zu werden?
  • Kunst zu machen?
  • [Pause.]
  • Das fängt an, eben im [Sperren: Kindesalter] an. Also als Baby. [Sperren: Sobald] er auf die Welt kommt. Etwas [Sperren: erblickt].
  • Etwas in die Hand nimmt!
  • Etwas … ähm … pfff … Wo auch immer hinbringt. Auf Papier, oder auf nen Fußboden. Oder auf die Klamotten. Ob er das jetze [Sperren: weiß], dass er das tut oder nicht, das ist zweitrangig. Es geht erst einmal um dieses [Sperren: Moment Moment ], …
  • … ein schönes Wort! Immer verwendet. Wie ich es immer wieder betone!
  • Ähm … Wo es an… Wo der [Sperren: Mensch] anfängt, etwas … eine … etw… kreativ zu werden.
  • Etwas [Sperren: Neues] zu schaffen. Aus sich heraus. Was davor nicht da war.
  • [Pause.]
  • [Klick.]
  • Und da kam ich eben auf die Kinder. Und da auf die Kinderzeichnungen. Bin ja dann über diese, nennen wir sie Tagebuchbilder, … ähm … die ich in Athen … äh … besonders … ähm … intensiv gemacht habe. Und danach dann eben fortgeführt habe. Hier. Ähm …
  • Habe ich mich halt auf diesen Pfad begeben. Aber ich [Sperren: weiß], oder ich muss da halt [Sperren: sehen], … äh … dass ich [Sperren: niemals] … äh … ähm … ein Kind … ähm … ähm … mehr sein werde. Und somit [Sperren: niemals] wie ein Kind zeichnen … äh … kann.
  • Weil ich schon zu viele Stufen, Phasen, durchgemacht habe. Und das sozusagen vermische. Ich kann ein Kind sozusagen lediglich [Sperren: kopieren]!
  • Oder [Sperren: nachmachen].
  • Ähm … Nachmachen meine ich jetze eben, … ähm … frei nach … ähm … einer Kinderzeichnung … ähm … etwas … etwas machen. Also sozusagen den [Sperren: Stil] kopieren.
  • Aber in einer anderen Form.
  • Wiedergeben.
  • Also versuchen … [Sperren: nachzumachen].
  • Ähm … Ich werde aber nie eben ein Kind mehr sein. So.
  • [Pause.]
  • Trotzdem bin ich jetze … ähm … weiterhin eben auf diesem Pfad unterwegs. Also ich hab mir jetze, oder ich bin jetzt halt beim nachmachen.
  • Von … äh … Zeichnungen, von Kindern … ähm … Emma Emma ist glaube ich zwei drei Jahre alt, also noch sehr sehr [Sperren: frisch]. Wo die Sonne anfängt Strahlen zu bekommen. Anscheinend beeinflusst durch den Kindergarten.
  • Ähm …
  • Wo mit Stempeln gearbeitet wird. Faserstiften. Buntstiften. [Sperren: Alles] gemixt. Auf unterschiedlichem Papier. Mit unterschiedlichen Hintergründen. So. Und das … äh … mach ich gerade eben auch.
  • Ähm … Beziehungsweise ich [Sperren: versuche] … äh … dann einen Schritt doch weiter zu gehen. Und von diesem A4-Format, was anscheinend … was sehr gängig ist. Damit zu arbeiten. Es is nen handliches Format. Es gibt's in Massen. Wird nem Kind einfach vorgehalten. Und es kann anfangen zu malen. Es ist nicht zu klein.
  • Und nicht zu groß!
  • [Pause.]
  • Ähm … A… Das hab ich ja bereits … ähm … verformt. Also vergrößert. Indem ich halt mehrere A4-Blätter aneinander… ähm …geklebt habe. Und damit ein … ähm … von … A3 auf A2 … ähm … gegangen bin. Und eine Zeichnung von Emma halt in diesem Format vergrößert habe.
  • [Sperren: Frei] nach aber.
  • Also nicht kopiert.
  • Nicht nur vergrößert.
  • Und das … In meiner Vorstellung will ich halt weitermachen mit A1, A0, doppelt A0. Also [Sperren: wirklich] riesengroße … ähm … Arbeiten.
  • Aber die halt immer wieder auf dieses … auf … auf dieses eine … auf dieses [Sperren: Grundblatt] … ähm … ähm … mit … mit … auf dieses [Sperren: Überblatt], mit dem halt viele Kinder arbeiten, weil es ihnen nun einmal gegeben wird, … ähm … zurückgeht. Und zwar auf dieses A4-Format.
  • Also ganz viele A4-Blätter aneinander gereiht. Ergeben irgendwann A0. Doppelt A0. Und so weiter.
  • [Pause.]
  • Das ist sozusagen schon ein … ähm … ähm … ein erster Schritt. Von diesem bloßem Nachmachen, von dem Kopieren, wegzukommen, zu einer eigenen künstlerischen …
  • Na ja …
  • … Arbeit.
  • Sagen wir es so.
  • [Pause.]
  • Ich weiß gerade noch nicht, wohin mich das führen wird. Aber es ist eben ein anderer Weg.
  • Als bei diesen Geradenbildern.
  • Jetzt geht's vom [Sperren: Menschen] aus. Von der [Sperren: Entwicklung] des Menschen. Und davor ging es um dieses … ähm … um … um diese physikalische Idee. Und um … Und um … ähm … bildende Kunst. Also die … ähm … ähm …
  • Was kann von dieser physikalischen … äh … Sicht aus halt in der bildenden Kunst die Kopie sein?
  • Also das Gleiche.
  • Wie sagt man?
  • Ein Gleichnis.
  • [Klick.]
  • [Pause.]
  • Aktuell, seit ner Woche, seit zwei Wochen, … ähm … schaue ich mir auch … äh … Kunst … ähm … aus der Psychiatrie an.
  • Also von erwachsenen Menschen, die teilweise fünfzig, sechszig … äh … Jahre alt sind. Ähm … Irgendwelche … Probleme haben. Die behandelt werden.
  • Mit … äh … Zum Beispiel mit Medikamenten. Und … ähm … Wie [Sperren: die] zeichnen.
  • Also wie … Da hab ich jetzt halt Beispiele gesehen, wie sie gezeichnet haben, als sie noch gesund waren. Wie sie gezeichnet haben, als sie krank wurden. Wie sie gezeichnet haben, als sie Medikamente bekamen.
  • Und … Selbst da gibt es halt viele Zwischenschritte. Ähm … Je nachdem, wie lange man Medikamente bekommt. Oder so. Dann ändert sich der [Sperren: Stil] wieder.
  • Dann wird eine Sonne wieder [Sperren: kleiner].
  • Aus dem … manischen Zustand.
  • Ich hoffe, ich sag das jetzt richtig.
  • Wo halt diese … Wenn 'ne Sonne dargestellt wurde, dass sie [Sperren: riesengroß] … ähm …
  • [Sperren: Dick] aufgetragen.
  • Ähm … ähm … Gezeigt wurde. Auf dem Blatt Papier.
  • [Sperren: Übergroß].
  • Und dann halt mit … bei Hinzugabe von Medikamenten dann immer kleiner wurde.
  • Realistischer.
  • Sozusagen.
  • Für uns.
  • [Pause.]
  • Und da gibt es halt viele … ähm … Beispiele, die ich mir jetze ansehe. Auch noch. Eben … ähm …
  • Und … ähm … Von Patienten, die … äh … Das finde ich eben wichtig! Das war ja auch dieses … ähm … ähm … diese Idee von Art brut Art brut . Wenn ich's jetzt richtig ausspreche.
  • Ähm … Dieser einen Sammlung von dem einen Künstler. Der damit angefangen hat. Und wo dann auch andere … ähm … Also Museen eben entstanden, die [Sperren: genau] diese Kunst zeigte. Oder diese Zeichnungen. Diese Bilder zeigten. Von … ähm … Von Patienten.
  • Von [Sperren: Kranken].
  • Die … ähm … eben [Sperren: nicht] mit der [Sperren: Bildenden Kunst], mit dieser öffentlichen Kunst, groß in Berührung kamen.
  • Sondern die halt in ihrem eigenen [Sperren: System] … ähm … lebten. Und von [Sperren: dort] aus etwas schufen.
  • Das ist ja das, was [Sperren: mein] Problem ist. Ob jetzt bei Kinderzeichnungen, wo ich mir sagen muss: Ich werd [Sperren: nie] wieder ein Kind sein!
  • Sondern eben auch hier! Wo ich sagen muss: Ich hab schon zu viel [Sperren: gelesen]!
  • Ich hab schon zu viel von [Sperren: Gegenwartskunst Gegenwartskunst ] gesehen!
  • Von [Sperren: Kunst] allgemein!
  • Als dass ich das alles ausblenden könnte!
  • Es geht ja eben eigentlich nicht ums [Sperren: Ausblenden]. Sondern es geht eigentlich um's [Sperren: Machen].
  • Um's [Sperren: Schaffen].
  • [Pause.]
  • [Sperren: Ohne] …
  • [Pause.]
  • … so zu tun, als [Sperren: ob] man nicht anders [Sperren: könnte].
  • [Pause.]
  • Und bei den Kinderzeichnungen und bei diesen psychisch Kranken, … äh … ähm … bei den Ergebnissen, kommt es mir eben so vor, oder wird es eben auch so sein, höchstwahrscheinlich, dass diese … ähm … Bilder [Sperren: gemacht] wurden, … äh …
  • [Pause.]
  • [Sperren: Punkt].
  • [Pause.]
  • Sie wurden [Sperren: gemacht].
  • [Sperren: Punkt].
  • [Pause.]
  • Da wurde nichts versucht … ähm … anders darzustellen als man es eigentlich kann! Oder will! Es wurde einfach so [Sperren: gemacht].
  • Und jetzt kommt wieder so'n Dreh eben zur Gegenwartskunst. Also zu dem, was ich halt sehe. Es wird viel [Sperren: versucht] zu …
  • … ähm …
  • [Schlucke.]
  • … äh … [Sperren: darzustellen].
  • [Schlucke.]
  • Und wenn man etwas versucht … äh … darzustellen, dann … ähm … zeigt man eben nicht, was in einem drinne ist. Also [Sperren: wie] man es eigentlich hätte gemacht.
  • Sondern man versucht etwas so zu machen, dass [Sperren: anderen] etwas … ähm … vermittelt wird.
  • Nen Thema.
  • Nen Motiv.
  • Was auch immer!
  • Mhm.
  • Das ist halt nen [Sperren: riesen] großer Unterschied. Und das interessiert mich eigentlich gar nicht so.
  • Was interessiert es mich, anderen irgendwie meine Meinung kundzutun?
  • Wenn … Davon [Sperren: gibt's] Millionen.
  • So. Die ihre Meinung kundtun. Das ist alles …
  • … gleich nichtig.
  • Sondern [Sperren: wenn] dann ist doch … ähm … ist doch das, was in mir [Sperren: drinne] ist, …
  • Was es auch immer ist!
  • Ich hab's eben noch nicht gefunden! Ich weiß aber, dass es bei Kindern irgendwas gibt.
  • Ähm … Dass es bei psychisch Kranken, die dann zeichnen, … Dass sie genau das, was in denen drinne ist irgendwie ausdrücken können.
  • Ob das jetzt mit Medikamenten beeinflusst ist oder nicht, das ist dann wieder was anderes.
  • Aber es [Sperren: kommt aus ihnen raus].
  • Und bei mir … Mit der ganzen Erfahrung von Kunstgeschichte …
  • Ausstellungen ansehen.
  • Und so weiter. Ähm … Kommt es eben nicht mehr aus mir heraus.
  • Sondern es wird ständig von [Sperren: Draußen] eigentlich … ähm … [Sperren: in] meine Arbeit hineingetan.
  • Und das [Sperren: nervt] mich.
  • [Pause.]
  • Das ist aber nicht [Sperren: mein] Problem. Sondern ganz allgemein höchstwahrscheinlich. Bei allen, die Bildende Kunst machen. Die Kunststudenten Kommilitone sind. Und so.
  • Die sehen so [Sperren: vieles] und all das hat dann natürlich 'ne Auswirkung auf die eigene Arbeit.
  • Auf das eigene [Sperren: Tun].
  • Und eigentlich möchte ich davon eben mich befreien. Und … ähm … Mir halt sagen: Ich möchte aber schauen, was in mir schon [Sperren: drinne] ist. Ohne das, was von außen kommt.
  • [Pause.]
  • Und da sind eben diese … ähm … diese … diese Arbeiten … ähm … aus dieser Psychiatrie, aus der Psychiatrie, also diesen mehreren Büchern, die ich jetze gesehen habe, wo ich auch gerne … ähm … Wien … mir nen Haus ansehen würde. Wo Arbeiten gezeigt werden.
  • Oder in Münster gibt es nen … ähm … ein Haus.
  • Auch in … äh … Genf. Oder in der Nähe von Genf.
  • Zwei davon werde ich auf jeden Fall demnächst höchstwahrscheinlich besuchen.
  • Höchstwahrscheinlich.
  • Also werde ich besuchen.
  • [Sperren: Aufsuchen].
  • Eben das gefällt mir an diesen Sachen. Ähm … Die sind mir [Sperren: näher] an dem [Sperren: Menschen] als eben Kunst von …
  • … [Sperren: Bildenden Künstlern].
  • Ähm … Die in dem [Sperren: Kunstmarkt Kunstmarkt ] drinne sind.
  • Oder die … die … äh … die halt Kunst schaffen. Mit dem ganzen Hintergrundwissen. Was sie angesammelt haben. In der Zwischenzeit.
  • [Atme tief ein.]
  • Und [Sperren: gleichzeitig], das fand ich jetzt eben auch, was jetzt auch im Buch eben stand, fand ich's ganz witzig: Man kann seit den sechsziger, siebziger, achtziger Jahren, … äh … wo dann halt auch viele mit … äh … äh … Wo dann diese Psychedelische Kunst, oder wie das heißt, aufkam. Also die mit Drogen experimentiert haben. Und dann gezeichnet haben.
  • Oder Traum… äh … zeichnen. Und so weiter. Ähm … Man [Sperren: kann] anscheinend häufig … äh … gar nicht mehr unterscheiden zwischen … äh … Kunst von Künstlern und Kunst von …
  • … zum Beispiel [Sperren: Kranken].
  • Odern Kindern.
  • Ähm … Denn die bildenden Künstler, so kommt's mir eben auch teilweise vor, die haben sich halt … ähm … ähm … Die … Die sind … Die versuchen immer mehr so'n … Oder haben immer mehr versucht, … ähm … nen Stil mit reinzubringen, … ähm … ähm … den halt die Kinder drinne hatten.
  • So Krakelzeichnungen.
  • Ähm … Oder … äh … Also die man in einem frühen Stadium hat.
  • Oder auch … äh … jetze Höhlen… bei Höhlenmenschen. Wie sie … äh … gemalt haben. Oder … ähm … Anfang zwanzigstes Jahrhundert. Wo die eben als Vorbild die afrikanische, die sogenannte Primitive Kunst Primitive Kunst , und so hatten.
  • So … Dieser [Sperren: Versuch], sich an … äh … an Sachen zu orientieren, die … ähm … die einfacher, die primitiver scheinen.
  • [Atme tief ein.]
  • Um von dort aus etwas … äh … etwas … voranzukommen. So.
  • Und im Endeffekt gehe ich jetzt genau diesen Weg.
  • [Pause.]
  • Ich weiß nicht, was daraus wird. Eben mit diesen kindlichen Zeichnungen.
  • Ich werd's jetzt einfach sehen.
  • [Pause.]
  • So wie ich's bei den Geradenbildern gesehen habe.
  • [Aufnahme Ende.]
Standpunkt Geradenbild Kinderzeichnung Nachtrag: bei Patienten wird oftmals Hilfestellung gegeben ich weiß nicht, inwiefern Kursleiter auf Stil und Inhalt Einfluss haben Vorlesungsverzeichnis WS 16 notiert entweder noch nicht fertig zusammengetragen oder dieses Semester sehr wenige Kurse "Bildmusik" und "Plastisches Gestalten" leider am Dienstag (Klassentreffen) "Bildmusik" versuchen dennoch zu besuchen (ohne Vortrag, nur als Zuhörer) 1 "Die Zeitkapsel", Projekt, Alba D'Urbano Andy Warhol Andy Warhol : nannte Dinge, die er nicht vergessen wollte als "Leftover", legte sie in Zeitkapseln in Archiven befinden sich materielle und sichtbare Dokumente von Ereignissen Ausgangspunkt für Rekonstruktionen von Vergangenheit Erzählungen und Narrationen nehmen unterschiedlichste mediale Formate an "Was nehmen wir in den Archiven auf und welche Bedeutung geben wir diesen Dingen, Ereignissen, Prozessen dadurch?" 2 "Bildmusik", Dieter Daniels Dieter Daniels und Jan Thoben Seminar, Dienstag 14:00 - 18:00, Raum: 3.04, 14-täglich ungerade Wochen, Beginn: 11.10. seit Antike Antike stehen Malerei und Musik in Wechselbeziehung in Renaissance Renaissance diskutierte man Wettstreit der Künste als Paragone Seminar untersucht Themenfeld anhand von Theorien und künstlerischen Praktiken Beispiel Richard Wagner Richard Wagner und Max Klinger Max Klinger suchten idealisiertes Gesamtkunstwerk Gesamtkunstwerk Anfang 20. Jahrhundert Moderne Musik und abstrakte Malerei abstrakte Malerei hatten Interesse an Klangfarben und Farbklängen (Arnold Schönberg Arnold Schönberg , Wassily Kandinsky Wassily Kandinsky , Francis Picabia, Robert Delaunay) in 2. Hälfte 20. Jahrhundert entstehen Kollaborationen von Komponisten und bildenden Künstlern (John Cage John Cage , Jasper Johns, Robert Rauschenberg Robert Rauschenberg ) elektronische Medien ermöglichen hybride Künstlerlaufbahnen (Nam June Paik Nam June Paik , Laurie Anderson, Carsten Nicolai) Motive wie Johann Sebastian Bachs "Kunst der Fuge" spiegeln sich in Formensprache der Moderne (František Kupka, Georges Braque, Paul Klee Paul Klee ) und aktuell in Zeichnung und Malerei (Jorinde Voigt, Ute Pleuger, David Schnell) Klangkunst (Max Neuhaus, Bernhard Leitner, Christina Kubisch) skulpturale Musik (Terry Fox, Brian Eno, Ari Benjamin Meyers) 3 "Plastisches Gestalten I / Kopf-Intensivkurs", Steffen Bachmann Wahlpflichtkurs, Dienstag 10:00 - 17:00, wöchentlich, Bildhauerwerkstatt Trufanowstraße, 11.10. - 6.12.2016 Einführung in bildhauerisches Denken und Arbeiten modellieren Kopf nach Modell beobachten formaler und anatomischer Zusammenhänge Psychiatrie und Kunst Patienten des Alexianer-Krankenhaus, Münster 1 Karl Bergenthal Karl Bergenthal (1993 55 Jahre alt), Down-Syndrom Signatur von Karl Bergenthal oder Bildunterschrift (keine weiteren Informationen zum Hintergrund gefunden) bergenthal-signatur-k.jpg mit 15 in Kinder- und Jugendpsychiatrie aufgenommen, später weitere Einrichtungen, ab 1957 im Alexianer-Krankenhaus spricht schwer verständlich beim Malen und Theaterspiel Ausdrucksfähigkeit gefunden durch Kunsttherapie innere Ordnung, Selbstversicherung, Selbstbewusstsein, Stabilität für Zusammenleben o. T., 1993, Papier/Filzstift Buntstift , Farbstift, 43 x 61 cm, Karl Bergenthal bergenthal-k.jpg Farbe wichtiges Element: "o. T.", Papier/Buntstift, Ölkreide, 31 x 43 cm zuerst Umrisszeichnungen, benennt er als Haus, Mensch, Blume, Hexe, Baum (erinnert an Kinderzeichnungen) "o. T.", Papier/Ölkreide, 31,5 x 43 cm Übermalungen erzeugen Transparenz und Vielschichtigkeit sonnig leuchtende Farben "spiegeln […] gemütvolle und zugewandte Persönlichkeit wieder" 2 Peter Boenicke Peter Boenicke zeitweise völlig zurückgezogen freundliche und humorvolle Primärpersönlichkeit durch Kunsttherapie hervorgetreten zeichnete u. a. Tiere und Menschen mit verdrehten Gliedern Tom Duli, Leinwand/Dispersionsfarbe, 120 x 120 cm, Peter Boenicke boenicke-k.jpg Häuser und Bäume mit verkehrten Ansichten große Fahrzeuge mit kleinen, kleine mit großen Rädern 3 Robert Burda Robert Burda seit 1976 in Maltherapie, seit 1984 in Kunsttherapie fängt mit Zeichnung an, hebt Einzelheiten mit Farbe hervor eidetische Veranlagung (von sehr genauer, anschaulicher Erinnerung) kann sich über Situation erheben, malt aus Vogelperspektive tritt selber in Szenen vor Zeichnungen mit zeitlichem und räumlichen Abstand zum Dargestellten entstanden schreibt Namen hin, "als wollte er sagen: 'Ich bin dabeigewesen'" Karneval, "23.2.1987 gezeichnet angefangen", 22.1.1988 (beendet), Papier/Filzstift, Deckfarbe, 39,5 x 55,0 cm, Robert Burda burda-k.jpg Karneval-Szene: Kreis von 18 Mann, Nr. 19 Bewegungstherapeutin, Zuschauer hinten an Tischen 4 Hans-Jürgen Fränzer Hans-Jürgen Fränzer "Ich hab' die Welt gemacht. War viel Arbeit!" Zigaretten, 1993, Papier/Wachskreide, 43 x 61 cm, "?den .10.2.1993? / ?Hans-Jürgen Fränzer?", Hans-Jürgen Fränzer fraenzer-k.jpg neben alltäglichen Dingen wie Kaffee, Zigaretten und Geld auch Tiere, Menschen, Himmelskörper versichert sich durch Wiederholung aufs Neue vom Vorhandensein der Motive Signieren und Datieren immer wiederkehrende Vergewisserung seiner selbst und der Zeit, in der er lebt "Hübsch, nicht?" 5 Hans-Georg Kastilan Hans-Georg Kastilan Bild 1, 1992, Papier/Wachsmalkreide, 30,7 x 43,3 cm, Hans-Georg Kastilan kastilan-k.jpg "Westerwald", 1992, Papier/Wachsmalkreide, 30,7 x 43,3 cm "Flugzeugträger", 1992, Papier/Wachsmalkreide, 30,7 x 43,3 cm zwanzig abgezählte Blätter werden auf Stapel gelegt und nacheinander ohne Unterbrechung bemalt Reise durch Zeit und Raum wird in zeichnerischer Kurzschrift festgehalten "Biographisches wird von Hans-Georg Kastilan durch auf das Wesentliche reduzierte Symbole zu allgemein Bedeutsamem" 6 Josef König, taubstumm "o. T.", 1990, Papier/Wachskreide, 43 x 61 cm, Josef König "freundlicher und zufriedener Mensch, fröhlicher Natur" verfolgt häufig draußen Geschehen auf Krankenhausgelände fegt, hält Ordnung im Stationsgarten, kümmert sich um Stationshund Moppel
Standpunkt Geradenbild Geradenbild verhüllt verhüllt Kinderzeichnung Kinderzeichnung Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Nach längerer Zeit mal wieder ein Versuch, …
  • [Räuspere mich.]
  • zusammenzufassen. Das, was ich gerade bearbeite. Ja. Und zu gucken, was …
  • [Katze Ramses schreit.]
  • … ich da jetzt weiter machen tue.
  • Inklusive Katze.
  • [Katze schreit.]
  • Die letzten Wochen hab ich ja vor allem diese Kinderzeichnungen gemacht. Ne?
  • Falsch. Diese [Sperren: kindlichen] Zeichnungen. Sind ja keine Kinderzeichnungen!
  • Ähm … Das will ich eigentlich weiterhin machen. Das heißt, mir Notizen … ähm … machen, während ich irgendwas unternehme oder irgendwas … äh … sehe.
  • Und … Diese Notizen dann später … ähm … Nach dem Kopf nach…, genau, kindlich umsetzen. Auf nem A4-Kopierblatt.
  • Zwischendurch hat ich ja mal die Idee und auch schon eins, zweimal umgesetzt, … ähm … das mit … ähm … linierten Papier zu machen. Wie es in den … in der Schulzeit halt existierte.
  • [Schlucke.]
  • Bei Oma hab ich da ja auch einiges gefunden. Aber dann doch nicht mitgenommen.
  • Ähm … Mit Stickern hab ich jetzt … ähm … gearbeitet!
  • [Pause.]
  • Weil ich … äh … gesehen hab, dass ich das anscheinend … äh … damals auch schon gemacht hatte. Als Kind.
  • Oder meine Oma hat mir gesagt, dass ich das halt … äh … sehr [Sperren: viel] gemacht hätte.
  • Ähm …
  • [Lange Pause.]
  • Bei Emma Emma weiß ich jetze, … ähm … laut den Fotos zumindestens, dass sie sehr viel mit Stempeln arbeitet.
  • Das heißt: Das ist auch noch etwas, was ich machen … äh … kann. Ähm … Kleine Stempel verwenden. Und … Genau.
  • Mit denen arbeiten.
  • Und diesen … ähm … Farbstiften. Diesen Buntstiften eben.
  • Ich hab mir jetzt ja diese großen … äh … diese dicken … äh … Buntstifte Buntstift zu… zugelegt, die ich jetzt noch gar nicht verwendet habe.
  • Das wollt ich ja eigentlich … äh … auf Leinwand dann machen!
  • [Schlucke.]
  • Aber da hat sich die eine Mitarbeiterin … äh … Maltechnik jetzt noch nicht gemeldet. Und ich möchte halt ungern jetzt da … ähm … mit ner Leinwand schon was anfangen. Ohne zu wissen, … ähm … wie … was es mit der Grundierung auf sich hat. Und wie ich das am Ende dann gut fixieren kann.
  • Also da möchte ich eigentlich weniger Experimente eingehen.
  • Wenn das nach eins zwei Jahren oder so … äh … dann [Sperren: schmiert]!
  • Oder … ähm … [Sperren: zerfällt]!
  • Darauf hätte ich jetzt keine Lust.
  • Deshalb … äh … kann ich da noch warten.
  • Mach halt mit den anderen Buntstiften derweilen weiter.
  • [Pause.]
  • Aber …
  • [Schlucke.]
  • Ich merke, dass … äh … dass es so 'ne Art Tagebuch … Das heißt, das sind ja kleine … äh … Blätter. Das sind A4-Blätter. Auf denen ich … äh … Ja … Über 'ne Zeichnung sozusagen mein … ähm … Dass, was ich erlebe, festhalte.
  • Und [Sperren: wie] ich es erlebe auch!
  • [Pause.]
  • Nur es stellt mich nicht so zufrieden, dass ich sagen würde, das ist jetzt … ähm …
  • … ein [Sperren: Kunstwerk].
  • Das ist halt … Sowas wie nen … Tagebuch.
  • Künstlerisches Tagebuch.
  • So. Und ich würd's auch ausstellen. Oder hab's ja auch schon in der Hochschule zu der Klassenpräsentation ausgestellt.
  • Würd's auch zum Rundgang ausstellen!
  • Aber es sind jetzt nicht irgendwie Arbeiten, wo ich sagen würde, das … äh … das ist jetzt [Sperren: das Ding]. Was [Sperren: raus muss].
  • So.
  • Das ist halt wie … alle andere Kunst, Künst, … ähm … die … ähm … gesehen werden [Sperren: kann], aber nicht … äh … eigentlich nicht [Sperren: muss].
  • Für mich is das … Also für mich kommt es mir so vor, als wäre das nen Zwischenstadium. Hingegen bei den … ähm … Geradenbildern, oder bei den Verhüllt-Arbeiten, war das für mich schon so nen … so nen … ähm … Punkt, wo ich sagen würde, die [Sperren: müssen], … Also das [Sperren: will] ich zeigen, weil sie für mich halt etwas [Sperren: ausdrücken], was ich … äh … über zum Beispiel Gegenwartskunst Gegenwartskunst , also von Gegenwartskunst halte. Oder überhaupt allgemein. Und wie ich darauf reagiere.
  • Und bei den Geradenbildern halt dieser Versuch halt … äh … zum [Sperren: Grund] der Kunst zu gelangen. Was das auch immer bedeutet!
  • Ähm … Um von dort dann halt etwas [Sperren: Neues] schaffen zu können. Was halt nicht … äh … für [Sperren: mich] nicht beliebig wirkt.
  • So.
  • Also [Sperren: beides] hat nen … hat ja sozusagen 'ne …
  • [Schlucke.]
  • … ähm … Na ja. Hatte für mich halt nen [Sperren: Grund]. Warum es gemacht werden [Sperren: muss].
  • Warum [Sperren: ich] es machen muss.
  • So.
  • Und bei den Kinder… kindlichen Zeichnungen … äh … wirkt es für mich wie so nen Zwischenschritt. Also ich versuche es sozusagen [Sperren: über] diesen kindlichen Stil. Ähm … Über dieses ein bisschen [Sperren: Gekrakel]. Und trotzdem diesen Versuch halt … ähm … es gut zu machen. Versuche ich halt zu etwas zu gelangen, was ich … ähm … [Sperren: danach] machen möchte. Also was auch wieder nicht aus der Luft gegriffen ist.
  • Sondern wie bei den Geradenbildern eben … ähm … von [Sperren: Grund auf] … ähm … Ja. Ähm … Nicht durchdacht ist nur. Sondern von [Sperren: Grund auf] halt … ähm …
  • … [Sperren: Genau richtig so] …
  • Also [Sperren: wichtig] ist.
  • Für mich.
  • Was jetzt wieder richtig ist … Ja.
  • [Schlucke.]
  • Schwer zu sagen. Aber ich weiß, was ich damit sagen will. Was ich damit meine. Was in meinem Kopf drinne ist. Was mir vorschwebt. So.
  • Und die kindlichen Zeichnungen bisher, das ist halt sowas wie nen Zwischenstadium.
  • Und muss halt irgendwo anders hin gehen.
  • [Pause.]
  • Das ist ja etwas, was ich mir anders als bei den … bei den Verhüllt-Arbeiten, Geradenbildern, eben in dem Moment Moment jetzt [Sperren: nicht] vorstellen kann. Die nächsten Jahrzehnte, Jahrhunderte, zu machen.
  • Also die nächsten Jahrzehnte.
  • Hab ich ja bei den Verhüllt-Arbeiten, bei den … äh … Geradenbildern auch nicht gemacht. Aber [Sperren: während] ich es halt gemacht habe, war ich … ähm … mit dieser … hat ich diese Idee, oder war ich in diesem … ähm … ähm … War ich halt diesem … ähm … im [Sperren: Glauben], dass ich das jetze bis zum …
  • … [Sperren: Lebensende] …
  • … machen könnte. So. Weil es [Sperren: genau] richtig war.
  • Und bei den kindlichen Zeichnungen ist es eben nicht so. Das ist für mich tatsächlich nen Zwischenstadium.
  • [Pause.]
  • Wohin das auch immer führen mag. Das weiß ich jetzt nicht! Also ich probier's … Also ich [Sperren: will] halt jetzt noch was mit ner Leinwand ausprobieren. Heißt: Es größer zu machen. Ähm … Ich möchte einmal … ähm …
  • [Pause.]
  • … so eine Zeichnung … ähm … einscannen. Und zwar in einer sehr hohen Auflösung. Und dann halt [Sperren: ganz groß] ausdrucken.
  • Und schauen, was passiert! Wenn ich das halt … ähm … hinhänge. Zum Beispiel in den Klassenraum. Wenn das sozusagen [Sperren: riesengroß] ist.
  • [Schlucke.]
  • Was das dann bewirkt.
  • Ich möchte das auch nochmal mit diesem … ähm … Ach, jetzt hab ich den Namen vergessen. Mit diesen Holz… ähm … Tafeln, die mit … äh … Na. Mit Klavierscharnieren … ähm … befestigt aneinand… aneinander befestigt sind. Und die man halt … Wo man halt den Raum aufteilen kann. Oder wo man etwas Teilverhüllen kann. Was ich ja auch in der Kunstmesse Basel gesehen hatte.
  • Und dahinter dann halt so 'ne kleine kindliche Zeichnung. Die man dann halt so vom Ran.. von der Seite … Der Betrachter halt nur von der Seite sich anschauen kann. Und nicht frontal.
  • Sozusagen nen bissel so … so [Sperren: Geheimnis] drumherum gemacht.
  • [Pause.]
  • Oder je nachdem, wie ich drauf bin. Dass ich diese … diese … äh … diese Holzplatten weiter öffne. Oder eben … äh … näher zur Wand mache. Dass man halt [Sperren: mehr] sehen kann.
  • Oder halt eben [Sperren: weniger]!
  • Oder so gut wie gar nichts mehr!
  • [Pause.]
  • [Schlucke.]
  • Das sind aber nur so 'ne … ähm … so 'ne … äh … [Sperren: kleineren] Ideen. Die ich jetzt habe. Wo ich noch nicht mal sagen kann, was das … äh … bewirken wird.
  • Das ist jetzt einfach ausprobieren!
  • Ähm … Was das für mich selbst dann … ähm …
  • Mhm.
  • Was das für 'ne … Was das für mich aussagen [Sperren: könnte] … Das is zwar blöd, sowas mit "aussagen könnte" … ähm … Also was es bei mir bewirkt halt. Ob ich dann plötzlich den … den Einfall hab, ja, da will ich weitermachen. Oder eben nicht. Das ist … Das war jetzt nen Versuch. Aber … ähm … is 'ne kleine Spielerei.
  • Mehr nicht!
  • So.
  • Wird sich dann halt herausstellen, wenn ich's dann mache, im Endeffekt.
  • Bei der Vergrößerung müsst ich jetze halt schauen, … ähm … worüber ich das vergrößer.
  • Ich denke mal, ich werd's über die … ähm … über das AV-Labor machen. Das ist noch am Günstigsten.
  • Auch wenn's teuer wird, wenn's wirklich groß ist, dann kann's schon um die hundert Euro sicherlich werden. Fünfzig bis hundert Euro.
  • Je nach Papier!
  • [Pause.]
  • Aber ich würd's halt gerne einmal machen. So. Und das dann ordentlich aufhängen.
  • Genau.
  • [Pause.]
  • Schauen, was da passiert halt.
  • [Pause.]
  • Ach so! Und die würde ich halt so vergrößern, dass halt ein A… ein … ein Din-Format rauskommt.
  • Also das zweifache von A0 oder drei oder vierfach. Keine Ahnung.
  • [Schlucke.]
  • A0 hab ich heute gelernt, gelesen, is halt … äh … Breite mal Höhe, … is ungefä… is genau [Sperren: ein] Quadratmeter.
  • Wusste ich noch nicht!
  • Was ja auch wieder interessant ist! Damit eigentlich nen bissel zu arbeiten. So … So 'ne … perfekte Einheit. Oder keine Ahnung, wie man das nennen kann. A0 … Hundertzehn … hundertzehn mal achtzig. Und nen bissel mehr.
  • Okay. Also die Vergrößerung eben.
  • [Pause.]
  • Das … ähm … Da müsste ich dann halt gucken, was für nen Motiv ich vergrößern will.
  • [Sperren: Ob] diese kindlichen Zeichnungen, die ich bisher mache, schon radikal radikal genug sind.
  • Was ich nicht glaube.
  • Die sind halt schon sehr sehr … ähm … [Sperren: komplex].
  • Ähm …
  • Zwei, drei Versuche hab ich ja bereits gemacht. Mit wirklich extrem einfachen … ähm … Figuren.
  • Und mit einfachen Symbolen zu arbeiten.
  • Ich denke, da muss ich noch mal weitergehen. Also noch mal sozusagen radikaler werden. In diesem Sinne. Im inhaltlichen, im dargestellten.
  • [Pause.]
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Gut.
  • Das mache ich aber zwischendurch, so wie jetzt bisher, weiter.
  • Ähm …
  • [Pause.]
  • Ich hatte jetze … Die nicht fertigen Arbeiten sind jetzt hier im Raum zu sehen. Diese großen Geradencollagen. So. Mit diesen … ähm … ausgerissenen Papierstücken, auf denen halt … äh … die Geraden zu sehen sind. Und … äh … dann in der großen Masse ergeben sie dann halt wieder ein Motiv.
  • Wenn ich sie richtig … ähm … auf … auf … auf der Fläche verteile.
  • Is mir ja mehr oder weniger auch ganz gut gelungen. Finde ich. Auch das mit den … äh … mit den Füßen. Dass die halt … ähm … Dass da halt die Zeichnung zu sehen ist. Würde ich jetzt tatsächlich so lassen.
  • Hab mich da ja … ähm … sozusagen [Sperren: umstimmen] lassen.
  • Ähm … Aber ich bin eigentlich mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden.
  • [Pause.]
  • Es sagt mir einfach nichts.
  • [Pause.]
  • Dass ist das Problem.
  • Also ich könnt's jetzt halt noch mal machen. Oder noch mal besserer. Noch mal weiter an diesem arbeiten jetze. Um … Um sie dann fertig zu machen. Aber sie … ähm … Mir bedeutet jetze das nichts weiter.
  • So.
  • Und bei den Geraden hat ich ja nen … Halt nen theoretischen Hintergrund!
  • Und der … Ich weiß nicht! Der kommt einfach hier bei diesen Bildern jetzt auch nicht rüber.
  • So.
  • Das … Das ist jetzt … Das wirkt jetzt halt … Okay. Der hatte halt Spaß daran. Oder gar keine Ahnung was.
  • Hatte ich halt Spaß daran?
  • Hatte ich auch!
  • Aber es … es sagt nichts. Nichts mehr. Also mir fehlt die Motivation eigentlich, das weiter zu machen, auch wenn ich mir jetzt wieder sagen würde, dass es richtig gut aussehen könnte. Aber geht's am Ende ja nicht um's gut aussehen. Das ist langweilig! Da kann ich Design oder was auch immer machen.
  • Sondern irgendwie … Es [Sperren: muss] halt mehr dahinter stecken! Und bisher steckt einfach für [Sperren: mich] selbst nicht mehr dahinter.
  • Hinter diesen Geradencollagen.
  • Deshalb denk ich, werd ich da erst einmal nicht weiter machen.
  • Bei den Fotocollagen, mit diesem Selbstporträt Selstbildnis , … ähm … das sieht erst einmal … das wirkt erst einmal. Dieses … äh … Dieser Kopf, der dann so komplett … Nicht verzerrt. Sondern …
  • [Schlucke.]
  • … [Sperren: zerstückelt] im Endeffekt ist.
  • Wo dann irgendwelche Sachen woanders auftauchen. Die Nase am Kopf oder so.
  • Oben … äh … bei der Glatze und so weiter. Das … Das … Das sieht richtig gut aus. Und hat jetzt für mich auch mehr … ähm … Da kann ich mir schon wieder mehr darunter vorstellen.
  • Auch wenn jetzt nicht unbedingt so 'ne Fotocollage mein … äh … [Sperren: das] Ding ist, wo ich sage: Das will ich jetze zukünftig … äh … häufiger machen. Oder so.
  • Ich kann's mir aber vorstellen, dass ich noch einmal so eine mache.
  • Und dann aber [Sperren: groß]. Also im A0 zum Beispiel.
  • [Schlucke.]
  • Das is wirklich … ähm … Dass ich das A4 halt immer ausdrucke. Ähm … Über nen Drucker hier. Und dass ich dann halt … Muss halt gucken. Ob das jetzt mit den … ähm … mit den … mit den Druckpreisen im AV-Labor im Endeffekt günstiger wäre.
  • Dass ich das dann aber halt mal [Sperren: groß] in A0 ausprobiere. [Sperren: Einfach] mal machen!
  • So. Dann hab ich da nen Ergebnis. Aber es ist jetzt halt nicht so: Da will ich dann … äh … weiter machen. Das glaube ich nicht.
  • [Pause.]
  • Aber ein so'n großes Ding … Selbstporträt … Kann ich mir schon vorstellen.
  • [Pause.]
  • Ähm … Geradenbilder ganz allgemein: Gerade weniger.
  • [Pause.]
  • Ich weiß auch nicht. Ähm … Ich … äh … hab so das Gefühl, dass ich da halt eben nicht wirklich das erreichen kann, was ich wollte. Und zwar über diese Geraden zu etwas [Sperren: Neuem] zu finden. Wo ich … äh … dann mir sagen kann, oder selbst das Gefühl habe, … ähm … das is …
  • … das bedeutet mir wirklich etwas.
  • So.
  • Is bisher noch nicht passiert!
  • Ich muss schauen. Vielleicht fällt mir da noch was ein. Und ich mach irgendwas. Is halt nen Herumprobieren.
  • [Sperren: Aus… Ausprobieren!]
  • Aber jetzt nicht mit … ähm … Ich sehe noch nicht … noch nicht das Ergebnis.
  • [Pause.]
  • [Schlucke.]
  • Ähm … Kindliche Zeichnungen. Bin ich jetzt bereits durchgegangen.
  • Da probiere ich eben auch wieder aus.
  • Also jetzt bin ich in so einer [Sperren: Probierphase].
  • Was … ähm … Mhm. Wo ich ein bissel … ähm … die Zeit vermisse, … ähm … Und zwar die Geradenbilderzeit. Wo ich wirklich … äh … mir sehr viele Gedanken gemacht habe.
  • Notizen!
  • Ähm … Skizzen!
  • Und so weiter.
  • [Pause.]
  • Diese ganze [Sperren: Idee], die dahinter stand. So. Das … Das auszuarbeiten, das hat mir schon enorm viel Spaß gemacht. Und ich hatte so nen [Sperren: Ziel]. So.
  • Ich hatte 'ne Idee.
  • Dass sich das nicht bewahrheitet hat, bisher, is was anderes. Aber halt in dem Moment, wo ich das bearbeitet hatte, [Sperren: dieser] gefiel mir halt so.
  • Da bin ich jetzt nicht. Jetzt bin ich wieder so beim: Mal gucken.
  • Mal in diese Richtung!
  • Und in diese!
  • Mhm.
  • Da fiel mir ein, heute, dass ich das mit diesem …
  • [Schlucke.]
  • … Licht in Beton noch einmal gut umsetzen will.
  • Das heißt: Da müsste ich dann in der Holzwerkstatt einmal … ähm … also einmal dahin. Und … ähm … mit Holzplatten, die ja auf einer Seite … ähm … Na.
  • Wie heißt das?
  • Ähm …
  • Die auf einer Seite …
  • … glatt sind.
  • Also die lackiert sind. Auf einer Seite.
  • Weil wenn ich das mit in Beton gieße, da muss es ja … da will ich's ja wieder abbekommen. Und noch einmal verwenden.
  • So.
  • Und dass ich da halt die … äh … die Form … ähm … zurechtsäge. Vielleicht nicht … äh … direkt mit … äh … Schrauben rein. Sondern mit Holz, was ich drumherum wiederum befestige. Einfach damit ich das häufiger verwenden kann. Wenn ich jetzt Schrauben oder so nehme, dann nach x-mal wird es … werden die Schrauben höchstwahrscheinlich nicht mehr halten.
  • So.
  • Und dass ich mir da jetze halt das Format …
  • Schreib ich mir mal gleich auf!
  • Das Format von denen … ähm …
  • [Schreibe.]
  • Von dem Beton … ähm … Dingern mir … ausrech… also ausdenke. Wie [Sperren: groß] es sein muss. Sozusagen. Dass da 'ne Glühbirne drinne is. Und wie das im Endeffekt aussehen wird. Da werd ich dann halt mit nem … Ja. Das werde ich halt einmal austesten.
  • Dann noch ganz einfach höchstwahrscheinlich mit Schrauben.
  • Und wenn ich dann halt merke, das hat das richtige Format … Dass ich das vielleicht mehrmals umsetze noch.
  • [Pause.]
  • Und das konnte ich mir halt heute vorstellen, vielleicht bei einer Klassenausstellung … ähm … auszustellen. Und zwar mit … ähm … Mit ner Steckdosenleiste. Das sind ja dann immer so vier, fünf, sechs, sieben, acht … ähm … Na … Wie heißt denn das? Steck…
  • [Kratzen.]
  • Steckdosenmöglichkeiten.
  • Keine Ahnung.
  • Und dass ich dann halt genauso viele dann halt … äh … dranmache.
  • Und dass das so 'ne Steckdosenleiste dann vielleicht sogar ist, mit so einem roten Licht. Was dann da so leuchtet. Damit man dann immer sofort weiß: Ah, da läuft Strom durch!
  • Und dieser Strom wird halt weitergeleitet in die … äh … in die Beton… in die kleinen Betonklötze. So.
  • Und dass ich die, ich weiß nicht, irgendwie installativ halt im Raum … äh … ausbreite.
  • Oder an der Wand!
  • Also dass die jetzt nicht alle ganz gleich … Sondern halt … Ja. Weiß ich jetzt nicht. Einfach wieder ausprobieren!
  • So.
  • Die Idee gefällt mir immer noch dahinter. Ich weiß selbst nicht, was ich damals damit sagen würde wollen.
  • Aber es … Aber ich hab halt intuitiv einfach das Gefühl, dass es … dass es was Richtiges … Also …
  • So.
  • Is jetzt halt auch nicht das Ding, wo … wo ich sagen würde: Das mache ich mein Leben lang!
  • Das ist halt ein Projekt.
  • Ähm … Aber kann ich mir eben vorstellen tatsächlich das auch … ähm … auszustellen.
  • Wie diese kindlichen Zeichnungen.
  • Das heißt: Das werde ich jetze … Ich denke, das werde ich tatsächlich jetzt richtig in Angriff nehmen.
  • Beton hab ich ja auch noch!
  • Das Holz kann ich bei Al… äh … Alberti machen. Ab Oktober ist er auf jeden Fall wieder da.
  • Ähm … Steckdosenleiste … äh … Quatsch! Kabel und … äh … Glühbirne hab ich noch eine aus dem Internet.
  • Oder zwei sogar!
  • Dass ich die erstmal für nen Test verwenden kann.
  • Genau.
  • [Schlucke.]
  • Is aber jetze, wie ich wieder halt erwähnen muss, nicht etwas, wo ich sagen würde: Das … ähm … Das schafft's etwas zu zeigen, was ich jetzt … Wo ich mir sicher bin: Das [Sperren: muss] gesehen werden.
  • So.
  • Sind wir wieder beim alten Problem.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Das ist zumindestens jetzt der aktuelle Stand.
  • Sieht halt gerade, finde ich, nen bissel mau aus.
  • Also ich mach zwar was, aber es ist nicht so, dass ich … äh … eben das Gefühl hätte, das ginge … gänge in eine Richtung.
  • Das hab ich nicht. Leider.
  • Das ist halt ein Experimentieren!
  • Ein Ausprobieren!
  • So.
  • [Ziehe Nase hoch.]
  • [Klick.]
  • Und … ähm … Ausstellung angucken oder so hab ich jetzt ja extrem viel gemacht. Auch in letzter Zeit. Das ist ja jetzt seit nen paar Wochen … ähm … erstmal auf Stillstand Stillstand .
  • Ähm … Ich glaub, damit hab ich mich … ähm … etwas überanstrengt.
  • [Pause.]
  • Auch mit Basel.
  • Also die Art Basel.
  • Is natürlich 'ne Erfahrung.
  • Aber … ähm … nochmal jetze in der nächsten Zeit, sowas großes … Will ich eigentlich nicht!
  • Vielleicht was kleines. So. Mal gucken. Aber jetzt nicht … ähm … gleich wieder so groß. Mit Recherchieren und was weiß ich nicht alles.
  • [Pause.]
  • Ähm … Das geht [Sperren: rein] und sofort wieder [Sperren: raus].
  • [Pause.]
  • Da bin ich gerade nicht für zugänglich.
  • [Klick.]
  • [Sperren: Empfänglich] höchstwahrscheinlich. Nicht zugänglich.
  • [Klick.]
  • Ich mach jetzt ja auch diese Notiz hier, weil ich heute wieder dieses Buch "Die Idee Konkret" angesehen habe. Und Mondrian Piet Mondrian , Newman Barnett Newman und Flavin Dan Flavin … Und da muss ich nur durchblättern. Und wenn ich die Abbildungen sehe, dann sehe ich da 'ne …
  • … extreme [Sperren: Ruhe].
  • Irgendwie so … so 'ne totale Konzentration. Auf etwas.
  • Und das gefällt mir extrem.
  • [Schlucke.]
  • Das is … ähm … wenn das jetzt farbige Flächen sind, oder das Licht von Flavin, … Ne?
  • So von Mondrian diese … diese … äh … diese Bilder mit den … äh … Wo halt 'ne Aufteilung stattfindet. Über Linien. In mehrere Flächen, die farbig sind und so. Das … Das wirkt in sich total gut geschlossen.
  • Deshalb … Deshalb … ähm … kam ich jetzt eben darauf, dass ich eigentlich mit diesen Geraden-Collagen erst einmal nicht weitermachen will.
  • Die sind sehr [Sperren: wuschig].
  • Die sind sehr [Sperren: ungenau].
  • Da vermenge ich unterschiedlichste Sachen. Das ist echt krass!
  • Also … Es ist … Nur mal ganz kurz jetzt … Das Format schon alleine. Ist ja … Ist ja schon außergewöhnlich. Für das Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt .
  • Ähm … Dass ich das überhaupt ausdrucke, über nen Drucker, is schon … Wo die ersten Zweifel Zweifel … äh … kommen: Ist das das Richtige? Die auszudrucken?
  • Is es überhaupt das Richtige, sie halt … äh … zu reißen?
  • Das … Das seh ich nämlich auch noch nicht ganz.
  • Ähm … Ja. Das Motiv an sich, wie ich dann da stehe, wie ich mich porträtiere, … Is das das Richtige? Ist es richtig, dass man das Gesicht nicht sieht? Ist es richtig, dass die … äh … Beine … ähm … gezeichnet sind?
  • Und dass ich sie vielleicht nicht vollenden will?
  • Ich finde, es sieht halt gut aus. So. Es [Sperren: wirkt]. Aber die Frage ist: Is es deshalb das Richtige?
  • So.
  • Für mich nicht.
  • [Pause.]
  • Und da sind [Sperren: zu] viele Fragen offen! Ich verwende zu viele … Da ist zuviel unterschiedliche Technik drinne. Die eigentlich überhaupt nischt miteinander zu tun hat. Ähm … Dass man eigentlich, oder ich zumindestens, als Betrachter, erstmal überfordert bin.
  • Glaube ich jetzt zumindestens.
  • Auch jetze was halt die … äh … die Plastizität angeht.
  • Das ist ja durch das ständige … äh … äh … Blätterdrübertun … Wölbt sich das mal mehr, mal weniger. Da is nen richtiger Klumpen dabei.
  • [Schlucke.]
  • Das is ja auch wieder 'ne neue Ebene, die da aufgemacht wird!
  • Die normalerweise eigentlich … Ja! Die wieder [Sperren: eins] zu viel ist!
  • So.
  • Von den ganzen Sachen, wo ich mich halt frage: Äh … [Sperren: Muss] das sein?
  • So.
  • Und das viel mir jetzt eben wieder ein, wo ich diesen … äh … äh … die "Idee Konkret", das Buch, oberflächlich, … Den Flavin und den Mondrian einfach nochmal durchgeblättert hab. Und sofort wieder … [Sperren: Da] ist … [Sperren: Da] ist 'ne Konzentration drinne!
  • Das wird auf den [Sperren: Punkt] gebracht!
  • Was die jetzt ausdrücken wollten. Egal, was beim Betrachter ankommt. Die Arbeiten [Sperren: wirken] einfach auf den Punkt gebracht.
  • So, als … als … Ne? Punkt.
  • Da gibt's einfach nichts mehr zu sagen!
  • Und das tun eben die Geradencollagen [Sperren: nicht].
  • Die Geradenbilder … Wenn sie dieses Motiv haben … Dann eher auch nicht.
  • Die Konstellationsarbeiten … Oder eher Tests … Is ja bisher noch nicht mehr rausgekommen. Schon eher! Aber es wirkt noch nicht so wirklich … Es wirkt noch zu autodidaktisch. Oder … ähm …
  • Nee. Wie war das Wort?
  • Nicht autodidaktisch. Sondern … Zu didaktisch. Also zu lehrhaft. Ähm …
  • Das ist auch noch nicht das richtige!
  • Das ist noch was ganz anderes!
  • Wo ja auch noch eh diese … dieses Material … äh … komplett in Frage steht. Worauf machen. So ungefähr.
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Ich blättere die jetzt eben nochmal durch. Guck's mir noch einmal an. Vielleicht kommt da was. Ein Blitz!
  • Mhm.
  • Das … Wieder ein Problem! Das Problem ist natürlich bei solchen Arbeiten: Die sind so minimalistisch, so … so … so einfach im Material. Also die Farben sind höchstwahrscheinlich ganz gängig. Die … Weiß nicht, das Licht, die Glühbirne, die Leuchtstoffröhre ganz gängig.
  • Ähm … Leinwand ganz gängig! Auch Papier ganz gängig!
  • Also es sind sehr sehr einfache Materialien verwendet worden. Und … ähm … Das ist … Du kommst sehr schnell zum [Sperren: Kopieren].
  • Dass … äh … Dass du die Arbeiten anderer kopierst. Wenn du halt auf diesem … Wenn du mit sehr einfachen Formen arbeitest. Weil das einfach, denke ich mir, sehr oft gemacht wurde. So.
  • Weiß nicht … Seit fünfzig Jahren? Seit hundert Jahren?
  • Weiß ich jetzt nicht genau.
  • Und … ähm … Dass da was [Sperren: Neues] kommt, wo du sagst: Das … Das hat Mehrwert. Auch für dich selbst. Und … ähm … Sagt halt etwas aus!
  • Egal was!
  • So.
  • Was halt wichtig ist: Es muss gesehen werden. Das ist ja immer so meine Hintergrundidee.
  • [Sperren: Wenn] ausstellen, dann muss es wirklich … ähm … für mich was bedeuten.
  • So.
  • Dass es andere sehen [Sperren: müssen].
  • Sollten.
  • Ähm … Krass. Da komme ich jetzt schon wieder zu den verhüllten Arbeiten!
  • Jetzt nicht als … ähm … als … ähm … Dass ich in ner Krise bin. Sondern die sind nach Außen hin total [Sperren: einfach].
  • Vielleicht hab ich da noch nicht die richtige Form gefunden. Vielleicht stimmen die Platten noch nicht. Da fiel mir jetzt halt auch ein: Diese … Diese … Also diese … äh … Die Verpackung … Na, was ist das …
  • Sperrholzplatten!
  • Das sind kene normalen Sperrholzplatten. Das sind so 'ne großen Fetzen von Holz. Keine Ahnung. Ähm … Aneinandergepresst einfach. Und dann halt … ähm … gesägt. Wird häufig verwendet, glaube ich, auch im Bau.
  • [Schlucke.]
  • Mit großen Schrauben und so.
  • Dass ich da mal schaue, was … ähm … Dass ich das mal bei Alberti gucke. Irgendsolche Platten zu verwenden.
  • Große Schrauben!
  • Und … äh … Leisten, die das festmachen.
  • Ich weiß es nicht!
  • Irgendwie sowas, wo ich dann halt sage: Das kommt noch mehr wie 'ne … Na, es muss noch nicht mal … Na, es [Sperren: kann] wie 'ne Verpackung rüberkommen. Aber eben so, dass es richtig [Sperren: zu] ist.
  • So.
  • [Pause.]
  • Aber das sind Arbeiten … Das sind Arbeiten, die sehr [Sperren: konzentriert] sind.
  • Eigentlich.
  • Das … Das gefällt mir wieder total!
  • [Pause.]
  • [Sperren: Die] sagen zum Beispiel für mich was aus.
  • Ich will's jetzt gar nicht mal auf den Punkt bringen, aber das ist … das ist …
  • Sagt man da konkret?
  • [Pause.]
  • Okay. Aufschreiben. Neben den Betondings nochmal versuchen …
  • [Geräusch vom Schreiben auf Papier.]
  • Ähm … Also mit welchem Holz ich das mache. Mit welchen Schrauben.
  • Wie das halt aussehen soll. Am Ende.
  • Was rüberkommen soll. So.
  • [Schlucke.]
  • [Pause.]
  • Weil die, die jetzt im Klassenraum hingen, beim Rundgang, … Da bin ich noch nicht wirklich zufrieden.
  • Ich finde sie zwar gut, aber dass es halt zweigeteilt ist, dass es halt durchgesägt ist, … Es ist kein wirklicher Kasten.
  • Sondern das Glas halt dazwischenliegt.
  • Öffnet natürlich was ganz neues! So auf Betrachterebene … So auf Betrachterseite.
  • Die Seite hinter dem Glas, also wo die Kunst ist, dass die geteilt ist. Dass die getrennt ist.
  • Ähm … Wäre ich jetzt … Weiß ich nicht … Ist jetzt schon wieder zu kompliziert.
  • [Pause.]
  • Ja! Das ist zu kompliziert!
  • Hast ja auch gesehen bei den … ähm … bei einigen Besuchern, die dann … ähm … sich das halt … ähm … genau angeguckt haben, von der Seite. Und die das mit der Zeit vielleicht verstanden haben. Von sich aus dann. Aber … Aber …
  • Aber das macht's … Da geht's dann eher wieder um … um … um die Technik!
  • Und nicht um … Ja … Nicht um den [Sperren: Inhalt].
  • Oder man wird abgelenkt!
  • So.
  • Durch … Durch das [Sperren: Wie] es gemacht ist. Anstatt dass man sich sofort Gedanken machen würde … Oder 'ne Empfindung kommen würde.
  • [Pause.]
  • Weil man gar nicht erst … äh … das in Frage stellt. Oder eine Frage stellen würde zum Material.
  • So.
  • Dann wäre das vielleicht wichtig!
  • Dass … äh … Dass die Idee, dass ich 'ne Arbeit verhülle, wichtig ist. Ohne dass das Material, was ich verwende, ohne die Technik, also ohne auch die Schrauben, oder Nägel oder so, dass das halt [Sperren: Fragen] aufwirft.
  • Sondern dass es zuerst … [Sperren: Ohne] dass 'ne Frage beim Betrachter aufkommt.
  • Das wäre da zum Beispiel nen Ziel.
  • [Pause.]
  • Also schaue ich auch noch einmal nach. Wie ich das machen kann.
  • So. Sind wir wieder bei den verhüllten Arbeiten gelandet.
  • Aber mehr als das Ausprobieren, was ich mir jetze aufgeschrieben hab, … Und zwar auf sehr sehr unterschiedlichen Gebieten! Jetzt vermengen sich ja sozusagen mehrere Sachen.
  • 'Ne Verhülltarbeiten noch einmal ausprobieren.
  • Das mit den … äh … dem Licht im Beton. Was ja auch 'ne Art von Verhüllung ist.
  • Von Licht.
  • Wo nen neuer Raum kreiert wird. Der beleuchtet ist. Den aber niemand sehen wird.
  • Wo Strom verbraucht wird. Energie ausgegeben wird. Für etwas, was nicht sichtbar ist.
  • [Pause.]
  • Aber eben auch diese kindlichen Zeichnungen. Ähm … Da halt weitergucken.
  • Wie vergrößern?
  • Ob überhaupt vergrößern!
  • Auf welchem Material?
  • Und so weiter und so fort.
  • Das sind halt ganz unterschiedliche Sachen jetze, die aber … die in keine Richtung gehen.
  • So.
  • Wo ich … äh … Sagen wir, es wäre Diplom. Wo ich sagen würde: Das ist halt das, woran ich gerade arbeite.
  • Da hab ich meine Ziele!
  • Das kann ich jetzt zum Beispiel gar nicht mehr sagen.
  • Aber bei den Geradenbildern … Als ich die jetzt über die letzten eins, zwei Jahre bearbeitet hatte, war das anders.
  • So.
  • Aber die haben jetzt halt erstmal 'ne Pause.
  • Auch jetzt von der Technik her. Mit dem Plotten.
  • Es ist halt [Sperren: begrenzt].
  • Für [Sperren: mich].
  • So.
  • Ähm … Das schreckt mich schon ein bisschen ab, wenn ich weiß, dass der Plotter Plotter nicht ewig zur Verfügung steht.
  • Ähm … Auch die Räumlichkeit ist nicht perfekt. Auch wenn mir da sehr sehr viel … äh … ent… äh … entgegengekommen wurde.
  • Nee. Entgegengekommen wurde. Doch. Richtig.
  • Aber es ist jetzt halt nicht so nen Arbeitsumfeld, wo ich sagen würde: Da experimentiere ich einfach mal so zwischendurch.
  • Das ist immer mit sehr viel Vorbereitung.
  • Und … ähm … überhaupt bei den Geradenbildern, Plotterzeichnungen, bietet sich auf jeden Fall an, mir jetze, da jede Gerade alleine gemacht wird, …
  • Die Gedanken dazu muss ich jetzt ja nicht wiederholen. Hab ich ja schon niedergeschrieben.
  • Aber dass ich, was ich ja dann wieder kritisiert hatte, auch bei den Plotterzeichnungen, dass ich eigentlich in einem [Sperren: Standby] bin. Da sein muss, aber nichts machen kann.
  • Jetzt so wirklich.
  • Dass es mich nicht wirklich erfüllt hat!
  • Bei den Geradencollagen war das anders. Weil ich da die ganze Zeit mit den Händen arbeiten musste. So.
  • Ähm … Das heißt, dass ich da noch, ich weiß nicht, was finden muss, wie bei den kindlichen Zeichnungen, wo ich halt eben selber die machen muss. Oder mache. So.
  • [Pause.]
  • Ich weiß nicht. Die Geradenbilder sind jetzt zumindestens pausiert.
  • Vielleicht noch nen Porträt oder so. Oder zwischendurch mal. Beim Fräsen. Mit diesem Nussbaumholz. Was ja sehr schwer zu bekommen ist. Anscheinend.
  • Aber da nochmal nen Porträt … Das ist kein Problem.
  • So. Aber es ist jetzt nicht so, dass ich sagen würde: [Sperren: Da] … [Sperren: Da] stecke ich jetzt alle Energie rein.
  • Da ist meine Motivation eben nicht so groß.
  • [Pause.]
  • Also das ist jetzt halt ein [Sperren: Ausprobieren]. Ohne genauem … äh … Ziel.
  • Ohne etwas im Kopf zu haben.
  • Was ich jetzt machen [Sperren: will].
  • [Pause.]
  • [Sperren: Einfach machen].
  • [Pause.]
  • Ohne gleich wieder alles in Frage zu stellen.
  • Sondern Machen, danach Fragen stellen, danach Infrage stellen und danach dann weiter etwas anderes machen. Oder formen.
  • Also weitergehen.
  • Einfach weitergehen.
  • [Aufnahme Ende.]
Konstellationen, A4-Ausdruck mit handschriftlichen Notizen, 21 x 29,7 cm, 30
Konstellationen, A4-Ausdruck mit handschriftlichen Notizen, 21 x 29,7 cm, 30
Kunstbegriff Beuys, in Holzwerkstatt entdeckt
Kunstbegriff Beuys, in Holzwerkstatt entdeckt
Werkstatt Holzwerkstatt (siehe auch Einzelgespräch Mark am 9.12.2015: "Rahme es!" ) Konstellationen, A4-Ausdruck mit handschriftlichen Notizen, 21 x 29,7 cm, 30 konstellationa4-prae.jpg A4-Blatt (Konstellationen) im Holzfurnier-Rahmen befestigt zuerst mitgelieferte Abstandsleisten (Kunststoff mit Klebeseite) befestigt nicht sauber und zu schmal, Rückkarton rutscht durch umsetzen bei Alberti Holzleiste Eiche ausgesucht, sägt sie morgen zurecht morgen Rückkarton 3 mm sägen und Rahmung fertig machen Standpunkt Kunstbegriff Beuys Joseph Beuys , in Holzwerkstatt entdeckt kuenstler-k.jpg "Ich gehe davon aus, daß prinzipiell jeder Mensch ein Künstler dann ist, wenn man den Kunstbegriff, mit dem man arbeitet, so stark erweitert, daß er praktisch den Selbstbestimmungsprozeß und den Denkprozeß einschließt, den ja jeder Mensch hat … Damit sage ich nichts aus über die Qualität. […] So kann ich begründen, daß nur aus der Kreativität und nur aus der Kunst ein revolutionärer Vorgang hervorgehen kann, denn woraus soll er denn sonst hervorgehen? Er kann nur aus dem menschlichen Denken stammen und das Denken ist ein Ergebnis menschlicher Kreativität […]." (Beuys) Themen für eventuell Einzelgespräch mit Mark: 1 Fotocollagen ("Oma" zeigen) Frage nach Untergrund (Leinwand oder Papier) andere Künstler 2 Styroporkopf / Fotocollage (siehe E-Mail an Bachmann) dazu: zuvor Fotos von Gesicht machen und analysieren (welche Bereiche / Züge treten hervor?) 3 Geradencollage Gedanken zu gezeichneten Füßen, zum nicht definierten Kopfbereich, allgemein zur Arbeit 4 Konstellationen gerahmt zeigen (in Bezug auf Dezember-Einzelgespräch) Standpunkt Kunstbegriff Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Von Dieter Roth Dieter Roth gerade eine Arbeit im Internet gesehen.
  • Ähm … Hat mich daran erinnert, dieses …
  • Nee. Ich fang anders an. Ähm …
  • Mich stört ja vor allem …
  • Vor allem stört ja immer irgendwas.
  • Mich stört ja vor allem dieses … äh … klinische. Wenn etwas jetzt zu sauber ist. Wie bei den Plotterzeichnungen. Wäre das zum Beispiel so.
  • Wo man extrem aufpassen muss, dass da nichts knickt. Und so weiter. Das ist alles so … Es ist anstrengend.
  • Und … äh … Es ist aber irgendwie … kein … kein schönes Anstrengend. Das ist halt ständig vorsichtig sein. So ungefähr.
  • Und jetzt hab ich halt von ihm wieder was gesehen. Ähm … War ja auch in Berlin in dieser Ausstellung.
  • Und … ähm … Mir gefällt so dieses … ähm … Weiß nicht. Einfach …
  • Also … [Sperren: tun].
  • Ähm … Intuitiv … Vielleicht zusammenhauen. Ähm …
  • Zusammenbasteln.
  • Unterschiedlichste Materialien. Was es so alles gibt.
  • Jetzt nicht bloß so künstlerische … äh … Also Kunstmaterial. Sondern … ähm … Na ja. Aus dem Alltag. Einfach. So Sachen rausnehmen.
  • Und reintun.
  • [Sperren: Egal] … Also vielleicht noch in dem Moment Moment gar nicht überlegen: Hält das jetze?
  • Äh … Wie is das mit dem Licht? Mit … Mit UV … ähm … Strahlung. Ähm … Vergilbt es mit der Zeit?
  • Und so weiter.
  • Das ist alles so … Das ist ja irgendwie ein riesen großes Thema.
  • [Schlucke.]
  • Beim Studium schon. Halt … ähm … äh … Eigentlich muss … Also sich ständig halt darüber Gedanken machen … Ist das das richtige Papier? Ist das säurefrei? Äh … Kann man das mit den Stiften machen? Ist da Tinte oder Tusche? Oder was auch immer drinne!
  • Ähm … Was sind das für Pigmente? Ähm … Überdauert das hundert Jahre? Zweihundert Jahre?
  • Dreihundert Jahre?
  • Keine Ahnung.
  • Und … ähm … Wie muss man das rahmen halt. Damit das … äh … Also wie muss man das da befestigen? Dass das dann … ähm … Wenn's später mal rausgenommen wird, wieder … ähm … nicht kaputt geht. Oder keine Knicke reinkommen.
  • Und so weiter und so fort.
  • [Pause.]
  • Und … äh … Ich hab jetzt halt so … Auch weil ich gerade so in … ähm … so viel mir Notizen mache … Jetze auch … ähm … handschrifliche. Kleinere Skizzen und so weiter. Oder halt ausdrucken … Auf A4 aus… ausdrucken. Nochmal was rauf… äh … skizziere.
  • Oder mir Notizen eben mache. Was ich jetzt aber eben nicht mache, … ähm … [Sperren: um] sie zu machen. Also um daraus eine Arbeit dann zu machen. Sondern das ist halt nen Prozess halt.
  • Irgendwie.
  • Ähm … Irgendwie is das halt einfach so.
  • Ich nehme halt einen Stift. Ich zerschneide halt etwas. Und so weiter. Das macht mir halt Spaß!
  • So dieses … Dieses … Dieses collagieren.
  • Also jetze nicht … ähm … wie bei den Fotocollagen hier so, sondern einfach … ähm … ja … Pfff … Das Material halt was ich habe benutzen. Und halt … ähm … verfremden.
  • Erweitern!
  • Und aber dabei noch gar nicht mal daran denken, dass das jetze …
  • … [Sperren: Kunst] …
  • … sein könnte. Sondern … Na ja … Dass das halt so während der Arbeit … So … Das gefällt mir.
  • Und … ähm …
  • Äh … Dass ich da vielleicht einfach … äh … zwei drei große … äh … Platten … ähm … also Karton … ähm … Papier … Dickes Papier. Karton. Halt an die Wand befestige. Nebeneinander. So dass das 'ne riesen große Fläche eigentlich ist.
  • Und … äh … Die dann halt langsam [Sperren: fülle].
  • Also einfach mit … äh … Weiß nicht … Das, was mir gerade in den Sinn kommt. Ähm … Darauf skizziere. Dass ich da … ähm … nen Ausdruck … ähm … raufkleben kann.
  • 'Ne Notiz!
  • Ähm … Nen Foto!
  • Ähm … äh … [Sperren: dran pinnen] kann.
  • Äh … Oder mit Klebestreifen!
  • Oder … Oder … Oder mit … äh … unterschiedlichsten Farben! Mit … Mit … äh … [Sperren: reinen Pigmenten] … rübergehen kann.
  • Und so weiter.
  • Also einfach so zum … zum [Sperren: Ausprobieren]. Und das, was mir eben einfällt, in dem Moment … ähm … da einfach [Sperren: machen].
  • So.
  • [Aufnahme bricht unerwartet ab.]
Te Rerioa (Tagträumen), 1897, Paul Gauguin
Te Rerioa (Tagträumen), 1897, Paul Gauguin
1 x für die Kunst geblutet für die Kunst geblutet Standpunkt Der Arbeitsvorgang ist wie die Gerade auch vor allem eines: Bewegung, Veränderung. Anders als bei den Plotterzeichnungen oder den Konstellationen sitze ich nicht auf einem Stuhl und bewege nur zaghaft den Arm (um die Computer-Maus zu bewegen, die digital Geraden erzeugt oder den feinen Pinsel, mit dem ich versuche eine Geraden-Konstellation auf Holz oder Leinwand zu malen). Die Veränderung ist nicht mehr nur Teil der Vorbereitung, wo ich stundenlang das Motiv bearbeite, damit die Geraden am Ende richtig gesetzt sind. Die Veränderung taucht bei den Collagen in dem Übereinanderlegen von Papierstücken auf. Ältere Zustände sind nicht gelöscht sondern Teil der Arbeit und zeigen sich durch leichte Verdickung. Korrektur ist Bewegung! Kurs Grundlagen philosopischer Kunsttheorie Kant Immanuel Kant Geschmacksurteil kein Erkenntnisurteil (ist logisch) Geschmacksurteil = ästhetisches Urteil immer subjektiv, "Die Sache ist schön." (nicht verständlich) Interesse / Wohlgefallen an Existenz von Gegenstand schön = von Lust / Unlust geprägt über Sinne => Vorstellung über Objekt erfahrbar Angenehme unterscheidet sich vom Guten (nicht verständlich) drei Arten des Wohlgefallens (nicht verständlich) angenehm = Privatgefühl subjektive Meinungsäußerung, keine Allgemeingültigkeit schön = nicht (nicht verständlich) Anspruch auf subjektive Allgemeinheit[?] reiner und (nicht verständlich) Begriff ästhetische Idee (nicht verständlich) Was ist zuerst: Lust oder Beurteilung? Lust ver… (nicht verständlich( mit Urteilsvermögen Einbildungskraft und Verstand kooperieren (Kurs nicht weiter besuchen) (Wühler hat mich angelächelt) umsetzen Einmal-Handschuhe kaufen, Mittwoch an Collage Collage weiterarbeiten verhüllt verhüllt Werkstatt Holzwerkstatt Schnitzbeitel geschliffen, Fläche zuvor geölt Rahmen befestigt um Scharnier-Bereiche aus Holz zu stechen[?] testweise Scharniere angelegt, korrigiert und festgeschraubt Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Paul Gauguin Paul Gauguin (1848 - 1903) van Gogh Vincent van Gogh sehnte sich nach Kameradschaft, ähnlich Präraffaeliten überredete Gauguin nach Arles zu kommen Zusammenleben scheitert, Gauguin flieht nach Paris zwei Jahre später nach Tahiti Überzeugung, dass Kunst Gefahr läuft, in glatter Routine und Oberflächlichkeit zu versanden Verstand und Erfahrung des Abendlandes hat Menschen das Wertvollste geraubt: starkes, intensives Gefühlsleben und Unmittelbarkeit des Ausdrucks Te Rerioa (Tagträumen), 1897, Paul Gauguin gauguin1-k.jpg Künstler jener Zeit waren unsicher, was eigentlich ihr Stil sei misstrauten allen lehrbaren Regeln und bloßer Virtuosität Sehnsucht nach Kunst, die nicht aus angelernten Kunstkniffen bestand Stil sollte kraftvoll, naturgegeben, leidenschaftlich sein Impressionisten: im Vergleich zu Gauguin, der sich nach Naivität und Intensität sehnte, verfeinerte Kunst alte Freunde verstanden Gauguins rohe und primitive Kunst Primitive Kunst nicht in Farbe und Zeichnung wollte er barbarisch sein versuchte sich in Anschauung Eingeborener einzufühlen, Dinge mit ihren Augen zu sehen vereinfachte Umrisse der Gestalten große Flächen in starken Farben angelegt = räumliche Wirkung genommen Gauguin: Unmittelbarkeit und Schlichtheit als Ziel Sehnsucht danach "so leidenschaftlich und so echt wie die Cézannes nach einer neuen Harmonie und die van Goghs nach einer neuen Ausdrucksform" Lösung Cézanne Paul Cézanne führte zum Kubismus Kubismus (in Frankreich entstanden) Lösung van Goghs zum Expressionismus Expressionismus (hauptsächlich in Deutschland) Lösung Gauguins zu verschiedenen Formen des Primitivismus alles Versuche, "den toten Punkt zu überwinden, an dem die Künstler angelangt waren" Was ist der tote Punkt genau?
kleine Vorschau Selbstporträt (Ausdruck)
kleine Vorschau Selbstporträt (Ausdruck)
Die Dornenkrönung, 1620, Anthonis van Dyck, Museo del Prado, Madrid
Die Dornenkrönung, 1620, Anthonis van Dyck, Museo del Prado, Madrid
Ecce Homo, 1526, Quentin Massys, Dogenpalast, Venedig
Ecce Homo, 1526, Quentin Massys, Dogenpalast, Venedig
erstes Wandelbild mit heiligem Antonius (rechts) und heiligem Sebastian (links), Isenheimer Altar, Matthias Grünewald
erstes Wandelbild mit heiligem Antonius (rechts) und heiligem Sebastian (links), Isenheimer Altar, Matthias Grünewald
Self, 2001, Marc Quinn
Self, 2001, Marc Quinn
kleine Vorschau Selbstporträt Selstbildnis (Ausdruck) praesp.jpg Geradenbild Geradenbild (siehe auch Dreinagelkruzifix vom 12.1. , Kreuzigung Jesus vom 17.10.2012 ) Standpunkt "Das Leiden Friedrich Fröhlichs war groß von der Bitterkeit der Schmerzen und Schmach der Verspottung, aber überreich fruchtbar an Heil und Nutzen" (frei nach Jacobus de Voragine, "Von der Passion des Herrn", Legenda Aurea) Motiv in Anlehnung an Kreuzigung Jesu übereinandergeschlagene Füße, dünne, knochige Beine dicke Geraden als Stacheln, hart, wehtuend, durchschlagend Kunstgeschichte Die Dornenkrönung, 1620, Anthonis van Dyck, Museo del Prado, Madrid dornenkroenung-k.jpg Geraden mit Verweis auf Dornenkrone, dritte Verspottung im Haus des Pilatus Soldaten setzen Jesus Dornenkranz auf und grüßen ihn: "Heil dir, König der Juden!" Ecce Homo, 1526, Quentin Massys, Dogenpalast, Venedig eccehomo-k.jpg nach Verspottungen lässt Pilatus Jesus vorführen / Hohenpriester und ihre Diener schreien: "Ans Kreuz mit ihm!" weit verbreitetes Symbol Passion: Hammer und Nägel umsetzen Motiv gekreuzte Beine eventuell für Holzfräsung nutzen Isenheimer Altar erstes Wandelbild mit heiligem Antonius (rechts) und heiligem Sebastian (links), Isenheimer Altar, Matthias Grünewald Matthias Grünewald schaubild-k.jpg Konservierung und Bewahrung lebendiger Formen: Marc Quinn Marc Quinn (britischer Künstler) "Self": Selbstbildnis, realisiert mit 4,5 Liter seines Blutes in Abguss seines Kopfes gefüllt bei Minustemperaturen aufbewahrt Self, 2001, Marc Quinn quinn-k.jpg Tradition Künstler, von Dürer Albrecht Dürer über Rembrandt Rembrandt van Rijn bis van Gogh Vincent van Gogh (und hier Quinn): Darstellung eigener Person als heroische Gestalt, als Jesus oder antike Antike christliche Märtyrer (passt ja zu mir!) Standpunkt Geradenbild Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Einen Geradenausdruck einmal testweise …
  • [Räuspere mich.]
  • … in kleine Teile schneiden.
  • Entweder quadratisch oder … halt rechteckig. Also mit längerer Seite.
  • [Pause.]
  • Und neu zusammensetzen.
  • Wie bei einer Collage Collage !
  • Und einfach mal schauen, was dann dabei rauskommt.
  • Eventuell dann halt überlegen, das in … mit dem Plotter Plotter
  • [Auto hupt.]
  • … nochmal umzusetzen.
  • [Ziehe Nase hoch.]
  • Also nicht digital sondern einmal ein Ergebnis plotten. Wie ein Selbstporträt. Und das dann in kleine Teile schneiden.
  • Und neu anordnen.
  • [Sperren: Händisch].
  • [Aufnahme Ende.]
Selbstporträt (Schnellzeichnung), Plotterzeichnung, 29,7 x 42 cm, 30
Selbstporträt (Schnellzeichnung), Plotterzeichnung, 29,7 x 42 cm, 30
Werkstatt AV-Labor Geradenbild Geradenbild Selbstporträt Selstbildnis (Schnellzeichnung), Plotterzeichnung, 29,7 x 42 cm, 30 wv1-8-prae.jpg mit 85 cm/s Selbstporträt geplottet Auflage: 10 + 1 K. E. jeweils rund 5:30 Minuten Plottzeit mögliche Titel: "Schnellporträt", "5 1/2 min-Porträt", "5-Minuten-Porträt", "5-min-Porträt", "5-min-Selbstporträt", "85-cm/s-Porträt", "Schnellzeichnung (mz)" Schnellzeichnung Aufnahme jeweils signiert, datiert, nummeriert Schnellzeichnung, also kleines Format mit wenigen Geraden, ist für Auflage-Gedanke gut geeignet Geradenpositionen, Winkel, Längen immer gleich, durch Stift aber unterschiedlich im Aussehen umsetzen K. E. ordentlich rahmen (schlanker Holzrahmen, Abstandsleiste, Papier schwebend, Ränder sichtbar) mögliche Rahmung: 31,7 x 44 cm, Abstandsleiste, Eiche Natur, Optiwhite Floatglas = ca. 100 EUR umsetzen Korrekturroller kaufen, um händische Zeichnungen anzufertigen, wo ich ständig fehlerhafte Striche korrigieren kann (Korrekturband Teil der Arbeit)
Werkstatt AV-Labor Geradenbild Geradenbild Hockender Akt Akt (WV 1-4) noch einmal geplottet Papiergröße: 120 x 120 cm Motivgröße: durch Plotter Plotter bestimmt (wie gestern festgelegt) Standpunkt Notizen (noch unkorrigiert) Bei der Vorstellung, dass ich für die Fingerzeichnungen das Motiv durch das Papier hab durchscheinen lassen und so immer wusste, wo ungefähr welcher Strich zu ziehen sei, komme ich mir wie ein Betrüger vor. Obwohl ich inzwischen mitbekommen habe, dass auch Maler teilweise einen Tageslichtprojektor verwenden, um das zu malende Motiv auf Leinwand vorzuskizzieren. Vor allem aber bemerke ich beim Zeichnen, dass ich ohne prüfendem Blick (der ja sein müsste, würde ich ein Selbstporträt Selstbildnis ohne Vorlage erstellen) arbeite. Ich bin also im Moment Moment des Zeichnens nicht wirklich am Motiv. Ich sehe nicht wirklich die Nase vor mir, die noch zu zeichnen ist. Ich pause sie bzw. einige Umrisslinien halt lediglich ab. Das lässt mir den zeichnerischen Augenblick fast komplett unwichtig erscheinen. So habe ich nach Vollendung auch nicht das Gefühl, wirklich gezeichnet zu haben. Zwar zeichne ich am Ende ja auch nicht Linie für Linie nach, sondern verwende das Foto hinter dem Papier nur als Anhaltspunkt für die Fingerzeichnung. Aber es ist eben doch nicht das selbe, wie wenn ich konzentriert mit wachem Auge ein Selbstporträt zeichnen würde (wie über einen Spiegel Spiegelbild ). Mein Problem ist nur: ich kann gar nicht freihändig zeichnen! Vor einigen Jahren hatte ich mal probiert bei Aktzeichenkursen Menschen zu zeichnen. Diese Stunden empfand ich jedoch als quälend langweilig (davon abgesehen, dass das Ergebnis nie stimmte). Auch fehlte mir die Motivation für mich fremde Personen zu zeichnen. Nicht der menschliche Körper im allgemeinen sondern mein eigener Körper interessiert mich. Aber selbst vorm Spiegel war mir nach einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr nach Zeichnen zu Mute. Was heißt das nun aber? 1 Ich möchte nicht nach Vorlage zeichnen, weil ich so das Motiv nicht wirklich beobachte sondern lediglich halb im schlafenden Zustand kopiere. 2 Mir wird beim Zeichnen ohne zweidimensionaler Vorlage schnell langweilig bzw. ich merke schnell, dass das Ergebnis nicht meinen Erwartungen entspricht. Gleichzeitig verspüre ich nicht den Drang Wochen lang zu üben. Das wird wohl auch der Grund sein, warum ich gerne am Computer ein Motiv entwerfe, viele Stunden herumprobiere, Ergebnisse ausdrucke, überarbeite und schließlich zu einem Ergebnis komme. Die künstlerische Arbeit liegt im ständigen Entwickeln und Verwerfen. Ein Vorgehen, was bei Freihandzeichnung zu unendlich vielen radierten Stellen führen würde (hätte vielleicht auch was?). Beim maschinellen Zeichnen liegt der künstlerische Moment (wie immer ein schönes Wort und hoch begehrt in der Hochschule) im Vorfeld der zu machenden Arbeit. Der Plottvorgang selber ist dann extrem langweilig (vor allem bei sehr großen Arbeiten). Eine Lösung wäre das Schaffen von Selbstporträts (mit Stift oder Pinsel), wo ich mir das Recht nehme ständige - und damit meine ich ständige - Korrekturen vorzunehmen. Bei Malerei würde ich ganze Bereiche wieder weiß übertünchen, bei Stiften versuchen mit dem Radierer oder einem weißen Lack die Stellen zu löschen, die mir nicht mehr gefallen. Die Korrigiermethode müsste so sein, dass ich relativ schnell, am besten wenige Momente später, die Stelle wieder neu bespielen könnte. Das Ergebnis dürfte dann wirr, unfertig und sogar teilweise zerrissen sein. Ich glaube, dass mir der Schaffensprozess dann aber Spaß machen würde. Und solange das Ergebnis nicht so ausschaut, als müsste es in den Papierkorb wandern, wäre das doch eine Überlegung, oder? 12:00 - 12:30 Vorbereitung zwei starke Pappleisten als Erweiterung der Hände benutzt, um Papier in Maschine zu rollen Papier von hinten eingezogen (mehr Platz, da Rollen nach vorne hin näher an Auflagefläche) dadurch: keine Knicke! 1. Ebene: 12:30 - 14:30 2. Ebene: 14:30 - (vergessen) 3. Ebene: (vergessen) - 18:00 Gesamtzeit: 6 1/2 Stunden (inklusive Blattzuschnitt) Standpunkt umsetzen bei Verkauf: Arbeitszeit (40 EUR / Stunde) zum eigentlichen Preis dazurechnen = 240 EUR Hintergrund: Plotterzeit ist für mich nur noch Abarbeiten, ohne künstlerischem Wert wie Rahmung von Arbeit wäre diese Tätigkeit eigentlich an andere Person abzugeben umsetzen erste fehlerfreie Plotterzeichnung "Hockender Akt" rahmen (hinter Abstandsleiste einklemmen) 1 cm um Bildbereich abschneiden (ergibt rund 122 x 122 cm) heutiges Ergebnis für möglichen Verkauf einlagern umsetzen Meerbild in 150 x 100 cm umsetzen mögliche Kurse für SS 16 benötige noch einen großen Schein (Vortrag und Hausarbeit) 1 Video Rewind Videokunst, Anfänge, Erbe und Aktualisierung in zeitgenössischen Formaten Analyse exemplarischer Beispiele (u. a. Nam June Paik Nam June Paik , Bruce Nauman Bruce Nauman , Vito Acconci, Woody und Steina Vasulka, Dara Birnbaum, Hito Steyerl, Pipilotti Rist …) theoretische Texte (Marshall McLuhan Marshall McLuhan , Rosalind Krauss, Yvonne Spielmann, Vilém Flusser …) 2 Grundlagen philosophischer Kunsttheorie Theoriebildung in "Kritik der Urteilskraft" (Immanuel Kant Immanuel Kant , 1790) bei Kunst und Ästhetik geprägt Kant Begriffe "Schöne" und "Erhabene" Martin Heidegger "Der Ursprung Ursprung des Kunstwerkes" und Walter Benjamin Walter Benjamin "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" in Gegenüberstellung zu Arbeiten von Jacques Rancière, Georges Didi-Huberman
Entwurf Selbstporträt
Entwurf Selbstporträt
Werkstatt AV-Labor Geradenbild Geradenbild überlegen wie ich mit Rändern bei Plotterzeichnungen umgehe 1 ich schneide das Papier am Anfang bereits zu dabei ist dann durch Plotter Plotter vorgegebener Rand sowie Rollspuren Teil der Arbeit [+] sehr einfaches, nachvollziehbares Konzept [+] alle Geraden haben einen sichtbaren Anfangs- und Endpunkt [-] Papierrand muss ich die ganze Zeit vorsichtig behandeln bei größeren Formaten werden immer Knitter am Rand sein, da Papier in Plotter legen nicht gerade einfach Lösung: größeres Papier erst nach Einlegen in der Länge zuschneiden (Tischplatte hinter Plotter stellen) davor Schneidestellen mit Bleistift markieren oder: beim Rollbereich ein Blatt Papier darüberlegen, damit eigentliches Papier darübergleiten kann! Papierbreite steht bereits beim Einlegen fest [-] bei Randbereichen werden manchmal Linien gezeichnet, weil sich dort Papier nach oben bewegt Lösung: Stift nicht zu tief ansetzen (schauen, dass Striche dennoch stark sind) heute: dieses Vorgehen anwenden Entwurf Selbstporträt Selstbildnis wv1-7-k.jpg Plotterzeichnung: Papier in Maschine legen, Ränder für Format 75 x 100 cm markieren lassen, danach manuell zuschneiden danach wieder in Maschine legen und Zeichnung plotten 12:30 - 13:00: Vorbereitung / Papier schneiden 13:00 - 14:45: 1. Ebene 15:15 - 17:00: 2. Ebene Klebestreifen für Befestigung Stift an Maschine: ca. 18,5 cm 2 ich schneide erst nachträglich das Papier zu freier Rand und Rollspuren nicht zwingend Teil der Arbeit [+] Ränder muss ich nicht vorsichtig behandeln [-] dadurch Plottvorgang nicht mehr Teil der Arbeit [-] größere Geraden sind einfach abgeschnitten
Selbstporträt, Fingerzeichnung, Tinte auf Papier, 29,7 x 42 cm, 30 (WV 8-4)
Selbstporträt, Fingerzeichnung, Tinte auf Papier, 29,7 x 42 cm, 30 (WV 8-4)
Standpunkt (noch unkorrigierte Gedanken) Nachdem ich mich nun einige Zeit mit dem menschlichen Körper beschäftigt habe (was ich auch weiterhin tun werde) stellt sich mir nun die Frage, was das Element Gerade bei gegenständlichen Motiven noch für eine Bedeutung hat. Es gibt zwei Richtungen, die eingeschlagen werden können. Zum einen kann ich mich mit dem Element Gerade beschäftigen und zum anderen kann ich die Gerade als Grundlage zum Beispiel für Betrachter erkennbare Motive verwenden. Zur ersten Kategorie zählen sicherlich die Konstellation-Arbeiten. Dort werden die Geraden in Bezug aufeinander sowie in Hinblick auf den verwendeten Untergrund sowie der verwendeten Farbe untersucht. Auch die Untersuchung der einzelnen Geraden (eine Gerade auf einem länglichen Papier oder einer Leinwand) zählt hier hinein. Zur zweiten Kategorie zählen die Körperstudien. Dort ist die Geraden so etwas wie in der Malerei die Farbe: etwas, was da sein muss, damit überhaupt ein Bild sichtbar werden kann. Es stellt ein Grundmittel dar, welches jedoch nicht mehr im Vordergrund der Betrachtung steht. Ich denke, dass bei den meisten Malereien (und auch Zeichnungen etc.) die Technik komplett in den Hintergrund rückt. Sie ist zwar da, hat aber nichts mehr mit dem Dargestellten zu tun, mit einem Äußerungswunsch durch den Künstler. Im Unterschied zur Geraden (egal ob sie gezeichnet, gemalt, geritzt ist) ist die Materie (wie Ölfarbe) nie gleichzeitig Element. Bzw. die Geradenbilder bestehen nicht wirklich aus Pigmenten sondern aus kleinen künstlerischen Einheiten. Sie sind Technik und Motiv zugleich. Das Motiv wird jedoch wieder durch ein übergeordnetes Motiv (wie dem des menschlichen Körpers) überlagert. Das Übergeordnete muss sich - ansonsten wäre es sinnlos mit Geraden zu arbeiten - immer gedanklich mit der Gerade verbinden lassen können. Die Gerade als Grundelement. Die Gerade als etwas, aus dem alles Sichtbare (Materie) und Unsichtbare (Zeit, Gedanken, Emotionen) besteht. Die Gerade gesehen als ständig in Bewegung befindliches Ding, welches tote wie lebende Materie durchströmt. Das Selbstporträt Selstbildnis ist sehr gut geeignet, die Gerade als Gedankenkonstrukt und das, was das menschliche Wesen ist/sein könnte, zu verbinden. Der sich ständig wandelnde Körper. Der aus dem Zustand des Nichtseins entstehende Körper (Geburt) und der mit dem Tot sich in seine Bestandteile auflöst und Teil anderer lebender und (fälschlicher Weise als solche bezeichnet) toter Formen wird. Die Gerade als Ausdruck des sich ständig wandelnden eigenen Weltbildes, des sehr fragilen Zustandes zwischen Sein und Nichtsein. Die Gerade als Teil des Selbstbewusstseins, welches ständig attackiert wird und droht auseinanderzubrechen. Natürlich - und das ist Grundlage meines heute aufkommenden Zweifels - wird durch die Verwendung der Geraden in allen möglichen Motiven (da sie nun einmal Grundelement sind, ist das halt so) die Wahl des Motivs schnell beliebig. Oder ich sollte die Gerade wirklich nur als so etwas wie die Farbe in der Malerei sehen. Es ist mein Mittel, um etwas anderes auszudrücken. Mit dem Vorteil, dass dieses Mittel gleichzeitig immer Teil der Arbeit sein wird. Geradenbild Geradenbild (Thema = Linienbild?) acht Fingerzeichnungen, u. a. WV 8-3 , WV 8-7 , WV 8-4 Selbstporträt, Fingerzeichnung, Tinte auf Papier, 29,7 x 42 cm, 30 (WV 8-4) fz-portrait3-k.jpg Vorlage Foto von WV 1-6 einige Bereiche mit kleinem Finger detaillierter nachgezeichnet Finger mit mehr Druck = Hauptlinie bzw. andere Linien nur geritzt (ohne Tintenfluss) teilweise Dopplung von Linien mit Bleistift signiert (FR 30) mit offener Frage, wie Signierung bei fertigen Plotterzeichnungen nächste Schritt: Signierung mit kleinem Finger, wie Motiv selber nicht ganz genau
Selbstporträt (WV 1-6), Plotterzeichnung auf Papier, 75 x 100 cm
Selbstporträt (WV 1-6), Plotterzeichnung auf Papier, 75 x 100 cm
Draufsicht mit Markierung Knicke / Rollränder / Schmutzstellen
Draufsicht mit Markierung Knicke / Rollränder / Schmutzstellen
Werkstatt AV-Labor Geradenbild Geradenbild Holzleiste an oberen Rand von Körperstudie befestigt und Konstruktion im Klassenraum aufgehangen beim Aufrollen vom gestrigen Plott kleine Knicke im Papier verursacht (nicht im Motiv) zukünftig nur noch in vorheriger Rollrichtung wieder einrollen! umsetzen heute Abend mit Testpapier probieren mittels Bügeleisen Knicke zu entfernen wenn es funktioniert: im April, wenn Tische im Klassenraum wieder installiert, dort Papier ausbreiten und Knicke entfernen in der selben Woche: Leiter besorgen, Arbeit aufhängen und eventuell Einzelgespräch mit Mark vereinbaren Selbstporträt Selstbildnis (WV 1-6), Plotterzeichnung auf Papier, 75 x 100 cm wv2-12-k.jpg 1 Ebene 1/2: 10:20 - 11:50 erster Stiftwechsel: 11:40 2 Ebene 2/2: 11:50 - 13:10 zweiter Stiftwechsel: ca. 12:45 Gesamtzeit: ca. 3 Stunden (Vorbereitung) und 1 Stunde (Nachbereitung) umsetzen Ordnung schaffen: 1 heutige Plotterzeichnung auf 75 x 100 cm zurechtschneiden = fertig, im Atelier lagern 2 hockende Körperstudie: ausbreiten, genaue Maße nehmen (Bildbereich und Papiergröße), Foto machen bei Einzelgespräch mit Mark anhand Testplott (der aktuell im Klassenraum hängt) Größe freier Rand festlegen, umsetzen = danach für Rahmung fertig Arbeit in Hochschule belassen, da nach Rahmenherstellung bei Alberti rahmen 3 große stehende Körperstudie: in Hochschule belassen, für Einzelgespräch bei Mark aufhängen (und gleichzeitig Abmessung Bildbereich und Papiergröße festhalten) nach Gespräch entscheiden: Rahmen (Alberti) oder noch einmal eine neue Version anfertigen Inventarnummer vergeben: 1 hockende Körperstudie: 2-4 2 große stehende Körperstudie: WV 2-5 3 Selbstporträt: WV 2-6 zu WV 2-6 : Bildgröße = ca. 119,5 cm (maximal) x 119,5 cm (einige Geraden gehen weiter, bis maximal 120 cm!) Papiergröße = Bildgröße + jeweils 2 cm (dann noch 1 - 2 cm Platz bis zum wirklichen Papierrand) Papiergröße = 124 x 124 cm, Bildgröße = 120 x 120 cm Mark fragen: mit 2 cm Rand, weniger oder gar keinen? Draufsicht mit Markierung Knicke / Rollränder / Schmutzstellen wv2-10-k.jpg umsetzen Kati fragen, ob generell 1 Freitag 17:00 - 24:00 (6 h Arbeitszeit + 1 h Vor-/Nachbereitung) und 2 Samstag 09:00 - 17:00 (7 h Arbeitszeit + 1 h Vor-/Nachbereitung) möglich 2-Tage-Arbeiten (13 h) = 80 x 200 cm mit vier Ebenen (zwei je Tag) 1-Tage-Arbeiten (4 - 6 h) = 75 x 100 cm oder auch 120 x 120 cm mit zwei Ebenen dann stört Mitarbeiter Maschinenlärm nicht mehr und ich kann den ganzen Raum nutzen
Körperstudie (WV 1-5), Plottvorgang
Körperstudie (WV 1-5), Plottvorgang
Körperstudie, Entwurf für heutigen Plott
Körperstudie, Entwurf für heutigen Plott
Körperstudie (WV 1-5), Plottvorgang plottvorgang_prae.jpg Werkstatt AV-Labor Geradenbild Geradenbild Vorbereitung gestern: 1 aufgesplittet in vier Teile 2 Bildgröße: 80 x 240 cm Radierer sehr ungenau, deshalb stückchenweise bearbeitet 3 Blattgröße: 100 x 260 cm 4 für Plottvorgang Blattgröße: größer als 120 x 280 cm nach letztem Durchgang: um vorgesehene Blattgröße Rechteck plotten für späteres einfacheres Ausschneiden Körperstudie, Entwurf für heutigen Plott gkpl-k.jpg Standpunkt Mir gefällt die Hochschule am Freitag in den Semesterferien. Fast keiner auf den Fluren unterwegs. Sich mit einigen Leuten kurz über Arbeiten u. a. unterhalten und sehen, wie sich das Gebäude zum Abend hin immer weiter leert. C. im Raum angetroffen. Standpunkt Plotten ist eine ziemlich eintönige Arbeit. Es geht 11 Stunden darum, im Raum anwesend zu sein, um immer wieder die Qualität der Linien zu begutachten, Stifte zu wechseln und insgesamt viermal den Plottvorgang zu starten. Der Künstler hat hier nichts mehr zu tun. Die künstlerische Arbeit liegt im Zeichnen am Computer, im immer wieder Entwürfe ausdrucken, betrachten und Änderungen durchführen. Dieser Prozess - auch wenn der Computer für mich noch zu viel Zeit einnimmt - lässt die Tage wie Stunden ausschauen. Das genaue Gegenteil vom Plottvorgang. Dieser erinnert mich an den Wachmann der HGB. Anwesend sein, kontrollieren, warten. Kann auch etwas haben, aber für mich ist diese Arbeit damit an andere Personen abgebbar (sollte ich die geldlichen Voraussetzungen dafür haben). Wie auch bei Simon (gestern ein Gespräch mit ihm darüber gehabt) gibt es einen Arbeitsvorgang, der keinen Künstler mehr benötigt (anders als beim händischen Zeichnen oder Malen). Ich werde eventuell doch erst einmal kein zweites Blatt anfertigen, die Vorlage jedoch behalten. So kann ich im Fall eines Ankaufs das selbe Motiv für mich selber noch einmal plotten (Künstler-Exemplar). 1 09:00 - 10:15 Vorbereitung Papier zugeschnitten Plotter Plotter zwischen zwei Tische gestellt Freiraum zwischen Plotter und Tische mit Klebebändern verbunden Einstellungen: 25 cm/s, 160 gf - 250 gf 2 10:15 - 12:41 (135 Minuten): 1. Ebene etwas schwacher Tintenauftrag erster Stiftwechsel: 11:45 3 12:45 - 15:07: 2. Ebene zweiter Stiftwechsel: ca. 14:30 4 15:19 - 17:44: 3. Ebene da Blatt beim manuellen Rückfahren falsch gerollt wurde (zu schnell gefahren), hat Plotter Blatt nicht mehr erkannt manuell Blatt zurückgeschoben nach ersten Linien gesehen: um 5 mm nach links verschoben korrigiert, nun leicht schief, aber anscheinend nur noch 3 mm verschoben vierte Ebene wird ebenfalls verrückt sein Frage bleibt bis zum Schluss offen, ob Motiv(schärfe) darunter leidet dritter Stiftwechsel: ca. 15:30 (sicherheitshalber) vierter Stiftwechsel: 17:35 5 17:49 - 20:30 4. Ebene fünfter Stiftwechsel: ca. 18:00 (nicht schwarz genug) sechster Stiftwechsel: 19:30 Rechteck mit Bleistift um maximale Blattgröße gezogen (110 x 290 cm) späterer Anhaltspunkt für eventuell kleineren Ausschnitt (mit Mark Einzelgespräch ausmachen!) Öffnungszeiten HGB: Freitag bis 24:00, Samstag 10:00 - 17:00
Finger - Stift
Finger - Stift
Erste Ergebnisse
Erste Ergebnisse
Wolkenbild, Entwurf
Wolkenbild, Entwurf
Geradenbild Geradenbild 1 Finger - Stift Finger - Stift handstift-m.jpg mit Klebeband Stifte mit schwarzer Tinte an Fingern der linken Hand (Zeichenhand) befestigt Längenverhältnisse von Fingern übernommen Erste Ergebnisse handstift2-k.jpg Grundidee: im Gegensatz zur Maschinenzeichnung sollte händische Zeichnung Eigenschaften aufweisen, die die Maschine nicht so einfach übernehmen kann saubere, realistische Zeichnung kann mit Maschine umgesetzt werden Handzeichnung fängt mit einem Finger an > geht über Hand weiter > danach über Arm > ganzer Körper > Bewegung im Raum umsetzen eventuell mit Tageslichtprojektor Selbstporträt Selstbildnis auf Papier projizieren und mit Fünf-Finger-Stiften umsetzen 2 Wolkenbild Wolkenbild, Entwurf wolken-k.jpg Entwürfe für Plotterzeichnungen Vorlage: Foto, Blick aus Flugzeug, Ausflug Nizza-Barcelona-London, nicht bearbeitet relativ kleine Geraden, erinnert an van Gogh Vincent van Gogh , Geraden fließen umsetzen auf 100 x 100 cm plotten (Bildgröße mit vereinzelten Geraden, die außerhalb geplottet werden)
Tate Modern
Tate Modern
Weaving, 1957, Holzschnitt auf Papier, Lygia Pape
Weaving, 1957, Holzschnitt auf Papier, Lygia Pape
The workers maypole. An offering for May day, Andrea Bowers
The workers maypole. An offering for May day, Andrea Bowers
Achrome, 1958, Piero Manzoni
Achrome, 1958, Piero Manzoni
Untitled, Druck auf Leinwand, 2011
Untitled, Druck auf Leinwand, 2011
Pencil Mask, 1972, Rebecca Horn
Pencil Mask, 1972, Rebecca Horn
Babel, 2001, Cildo Meireles
Babel, 2001, Cildo Meireles
Fountain 1917, Kopie von 1964, Porzellan, Marcel Duchamp
Fountain 1917, Kopie von 1964, Porzellan, Marcel Duchamp
notiert (Notiz vom 7.3. / Flughafen London: bedruckte lichtdurchlässige Folie an Stahlkonstruktion befestigen und durch darüber befindlichen streng parallel angeordneten Neonröhren leuchten lassen Neonröhren = Energie, die tote Materie zum Leben erweckt statt Fotografie > Geraden ) Ausstellung Sammlung Tate Modern, London Standpunkt Jede Kunst hat seine Zeit. Zeit für Plotterkunst eigentlich schon (fast?) abgelaufen? Immerhin eine Jahrzehnte alte Technik, ansonsten überhaupt nicht mehr im Einsatz. Im Vergleich zu Arbeiten in der Tate schauen viele (oder gar alle?) Arbeiten beim HGB Rundgang HGB Rundgang irgendwie … wie Krümelkacke aus. Zarte Versuche, unentschlossen, wirken unfertig, nicht auf den Punkt gebracht. (Meine Arbeiten mit eingeschlossen.) Tate Modern tate-k.jpg notiert Konstellation mit farblichem Verlauf in Acryl / Leinwand 40 x 40 cm umsetzen mehrere Abstufungen in Döschen mischen eventuell auch Farbverlauf im Hintergrund (vorher in PS Entwurf erstellen) Weaving, 1957, Holzschnitt auf Papier, Lygia Pape lygia-pape-k.jpg "Abstract in White, Green, Black, Blue, Red, Grey and Pink, ca. 1963, Victor Pasmore The workers maypole. An offering for May day, Andrea Bowers Andrea Bowers andrea-bowers-k.jpg "Coal Bunkers", 1974, 9 Schwarzweiß-Fotografien, Bernd und Hilla Becher Achrome, 1958, Piero Manzoni Piero Manzoni achrome-k.jpg "Jazzmen", 1961, bedrucktes Papier auf Leinwand, Jacques de la Villeglé Untitled, Druck auf Leinwand, 2011 wadeguyton-k.jpg mit Baseler Arbeit konnte ich weniger anfangen, hier sieht man jedoch den "gewollten Fehler", einen zeitlichen Verlauf Pencil Mask, 1972, Rebecca Horn Rebecca Horn pencil-mask-k.jpg Babel, 2001, Cildo Meireles cildo-meireles-k.jpg erinnert mich an Nam June Paik Nam June Paik / Fernseherturm "Black Wall", 1959, bemaltes Holz, Louise Nevelson, "From Surface to Surface", 1971, wiederholt 1986, Susumu Koshimizu Fountain 1917, Kopie von 1964, Porzellan, Marcel Duchamp duchamp-fountain-k.jpg "Cadeau", 1921, Auflage 1972, Man Ray Man Ray notiert Leinwand mit vielen Geraden, wo Farbe nach unten fließt (leicht wässrig)
Matisse Museum
Matisse Museum
Océanie le ciel, 177 x 370 cm, 1946
Océanie le ciel, 177 x 370 cm, 1946
Baigneuse dans le Roseaux, 1952
Baigneuse dans le Roseaux, 1952
Saint Dominique, 1949 - 1950, 300 x 134,5 cm (eventuell falsche Abbildung)
Saint Dominique, 1949 - 1950, 300 x 134,5 cm (eventuell falsche Abbildung)
Ausstellung Henri Matisse Henri Matisse Matisse Museum, Nizza Standpunkt Solche Ausstellungen gefallen mir. Denn man erkennt schnell: Ein Künstler hat nie nur in dem Stil oder das Thema bearbeitet, mit dem er später bekannt wurde und womit in allen möglichen Ausstellungen auf ihn aufmerksam gemacht wird. Viele Künstler probieren alle möglichen Techniken aus, Themen, Stile. Das sollte ich nicht vergessen und mich selber nicht zu sehr in eine Richtung drängen. Matisse Museum matisse-museum-k.jpg Henri Matisse: Wegbereiter und Vertreter des Fauvismus Fauvismus (erste Bewegung Klassischer Moderne) Fauvismus: Farbgebung soll nicht mehr der illusionistischen Darstellung eines Gegenstandes dienen malerische Aussage entstand aus Zusammenklang der Farbflächen, typisch leuchtende Farben Farbe über Schablone direkt auf unbehandelte[?] Leinwand Océanie le ciel, 177 x 370 cm, 1946 quame-k.jpg viel in Auflagen gearbeitet notiert Werkverzeichnis Werkverzeichnis : zusätzliche Spalte "Einordnung" mit u. a. "Skizze, Zwischenzustand, fertige Arbeit, unsicher" Baigneuse dans le Roseaux, 1952 matisse-1952-k.jpg gefärbtes Papier (mit Pinsel) in Form geschnitten und aufgeklebt (anscheinend aber nicht durch ihn) neben Klebung auch mittels Nägel und Büroklammern befestigt weißer Papierhintergrund ist mit Wasserflecken, Kratzern, Schmutz überzogen (wegen Thema Umgang mit Alterung / Verschmutzung) "Nu Couche", 1906 Motiv über mehrere Papiere gezeichnet notiert Gankörperporträt: maximale Plotterbreite nutzen, Höhe dann 3 - 4 m; überlegen! Saint Dominique, 1949 - 1950, 300 x 134,5 cm (eventuell falsche Abbildung) dominique-k.jpg Papier auf Keilrahmen[?] / auf Leinwand geklebt mehrere Papiere aufgeklebt (auch für Plotterzeichnungen bedenken!) Matisse in der Natur:
Standpunkt Geradenbild Geradenbild Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Jetzt kann ich nicht mehr einschlafen.
  • Weil ich mir die ganze Zeit darüber Gedanken mache, …
  • [Schlucke.]
  • Wie ich die riesengroßen, für mich zumindestens riesengroßen, Arbeiten …
  • … geplotteten … Also wie ich die Plotterzeichnungen …
  • … [Sperren: rahme].
  • [Pause.]
  • Dabei geht es ja nicht bloß um … um … ähm … um die Rahmung. Sondern es geht auch um das Glas.
  • Um die … äh … Abstandsleiste!
  • Um jetzt vor allem um … Wie befestige ich überhaupt dann diese Zeichnung … Also das Papier, was ja ziemlich … Was jetzt nicht sehr dick ist. Ähm … Wie befestige ich das im Rahmen.
  • So.
  • Man kann es einklemmen.
  • [Pause.]
  • Zwischen den Abstandsleisten.
  • Dadurch nimmt aber die Arbeit … Die Arbeit, das Papier, dann wieder schaden. Beziehungsweise es wird halt ner anderen … Es wird nach zehn, fünfzehn Jahren vielleicht dann anders aussehen. Dieser Bereich. Ab … Wo die Abstandsleisten drüber waren. Als … der, der frei lag.
  • Es wird auf jeden Fall Abdruck geben.
  • [Pause.[
  • Und damit ist ja noch lange nicht gesagt, dass das Papier sich nicht … ähm … im Zentrum … Wenn das jetzt ein Meter dreißig oder so … äh …
  • Zum Quadrat!
  • … ist. Ähm … Dass es sich dort halt … ähm … [Sperren: biegt].
  • Nach [Sperren: vorne] nämlich.
  • [Pause.]
  • Was ich jetzt einfach mal stark vermuten würde. Auch wenn man es gerade so einklemmt.
  • So.
  • Alternative … Auch wenn das erst einmal am einfachsten klingt … Wäre eben, dass es frei schwebend ist.
  • Also dass das Papier nicht … äh … bis zum … bis unter die Abstandsleisten geht. Sondern nur bis kurz davor.
  • Und das heißt dann aber: Irgendwie muss ich's anders befestigen. So. Da … Da wird immer so … äh … äh … Wie nen Japanpapier …
  • Und … ähm … Was war das für nen Kleber?
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Irgend nen Leim. Oder ich weß es nich mehr ganz genau. Den man sich auch selbst zumischen kann.
  • Ähm … Und das Japanpapier is halt sehr sehr … ähm … [Sperren: dünn].
  • Und gleichzeitig sehr … ähm … stabil.
  • Und … ähm … Wie ich das verstanden habe, macht man das halt … ähm … zur Hälfte … ähm … hinten auf der Arbeit drauf.
  • Mit diesem Kleber oder Leim. Was das auch immer ist.
  • Äh … Der aber eben wieder wasserlöslich ist.
  • Das ist eben wichtig.
  • Und den anderen Teil … Man knickt's dann. Kommt dann auf die Rückplatte.
  • [Pause.]
  • So.
  • Ähm … Wäre erst einmal, denk ich mir, soweit kein Problem.
  • Außer …
  • … ich will die Arbeit schneller … ähm … wieder abbekommen.
  • [Pause.]
  • Und ich will mit ner … ähm … zweiten Rückplatte arbeiten. Also dass die Arbeit halt nicht direkt … äh … dran klebt. An der Rückplatte. Sondern eben leicht schwebt.
  • Zumindestens ein Millimeter… ähm … oder so. Dass es halt nicht so gedetscht da ausschaut.
  • Das heißt, da bräuchte ich noch 'ne Zwischenplatte.
  • Und … ähm … Ich kann … Das hab ich jetzt verstanden … Mit dem Japanpapier … Was ich noch nirgends so wirklich gefunden habe. Zum Kaufen. Außer schon irgendwie wieder in Rollen oder so.
  • Dann noch nicht sehr günstig.
  • Ähm … Kann ich das halt … ähm … ähm … Also kann ich das überschlagen? Über diese vordere … ähm … Platte? Die nen bissel kleiner is. Als … ähm … das Papier.
  • Damit man die nich sieht.
  • Und jetzt geht's aber zum Beispiel darum, wie krieg ich diese Platte wiederum an die hintere … äh … Platte von dem Bilderrahmen!
  • So.
  • Und … Ich kann das [Sperren: kleben]. Aber dann werde ich die Arbeit … aber nicht mehr abbekommen. Nicht mehr so einfach, zumindestens.
  • Ähm …
  • [Pause.]
  • Wobei ich muss das korrigieren.
  • Die könnte man dann doch abbekommen. Weil man käme mit dem Cutter dann … äh … von … äh … von der Seite her … Das da einfach abschneiden. Das ist ja Japanpapier.
  • [Sperren: Durchschneiden].
  • Dieses Japanpapier. Das sozusagen nicht an dem … an den Rändern klebt. Sondern halt wirklich bloß flächig … ähm … vorne beziehungsweise hinten …
  • [Pause.]
  • Das würde also gehen. Aber …
  • … das … ähm … Na ja.
  • Nicht der Bilderrahmen ist dann beschädigt, danach. Sondern halt die Rückleiste. Äh … Die Rückwand. Und … ähm … Diese leichte Erhebung. Wenn die jetze fest aneinander geklebt sind. krieg ich die halt nicht mehr ab. Dann ist das … Die muss ich dann halt … äh … zerstören.
  • Höchstwahrscheinlich.
  • Also is eigentlich kene gute Lösung.
  • Da müsste sozusagen eher angeschraubt sein. Und das würde aber wieder heißen, dass so 'ne Schraube … ähm … auf der Seite, wo …
  • … das Papier … äh … hängt, halt rausguckt. Beziehungsweise überhaupt da ist.
  • Als wenn da jetze kein großer Abstand ist.
  • Das müsste ich überkleben. Und zweitens müsste dann diese … ähm … diese … diese … ähm … diese Platte viel viel dicker sein. Als ein Millimeter.
  • Weil so'n … äh … so 'ne Schraube oder was dann auch immer is … Och … ähm … Der Kopf hat ja 'ne bestimmte Dicke. Und wenn ich da jetze 'ne kleine … is 'ne Nutte. Oder wie das heißt, reinmache … Dass der eben nich mehr hinausguckt.
  • Dann … ähm … Dann muss die Platte einfach dicker sein. Ansonsten … geht die Schraube … einfach [Sperren: durch].
  • Die [Sperren: bricht] durch.
  • [Pause.]
  • Das will ich aber nich. Also [Sperren: dicker] machen. Als ein Millimeter.
  • Oder zwei.
  • [Pause.]
  • So.
  • [Lange Pause.]
  • Ich hab jetzt halt gemerkt, es bringt nichts, … ähm … die ganze Zeit darüber nachzudenken, wie ich das generell mache.
  • Denn dafür bin ich einfach nich ausgebildet.
  • Oder werde ich mich ja auch nich ausbilden. Und ich hab auch keine Lust eben jetze tagelang … mir … mir … ähm … um den Bilderrahmen Gedanken zu machen.
  • Wie hänge ich die Arbeit auf.
  • Ähm … Das is nich … Ich sehe darin halt nich meine Aufgabe. Das is eigentlich so'n bissel wie beim Plotten. Ähm …
  • Die ganze Arbeit, die ich … Also die künstlerische Arbeit. Die hat [Sperren: davor] stattgefunden.
  • So.
  • Das Plotten is halt wie … ähm … äh … Weiß ich nich. Wie …
  • Wie 'ne Fotografie drucken.
  • [Schlucke.]
  • Ich denke mal, Drucker … Also Linoldruck oder so. Die sehen das vielleicht nen bissel anders. Weiß ich jetzt nich.
  • Aber … ähm … Da geht's halt einfach um das … um das [Sperren: Einstellen] großer Papiere. Zwischen halt ner Maschine.
  • Anschmeißen.
  • Daten rüberschicken.
  • Ähm … Stifte einhängen.
  • Äh … Alles korrigieren. [Sperren: Immer wieder].
  • Ähm … Austauschen. Äh … Kontrollieren.
  • Ähm … [Sperren: Anwesend sein].
  • [Sperren: Acht Stunden lang!]
  • Am Tag.
  • [Schlucke.]
  • Das ist halt jetzt kene … ähm … Das is nich … Das is ja … Das is wirklich dann so … Ich …
  • Verwaltungsarbeit.
  • Sondern halt … ähm … Handwerk Handwerk . Oder … Na ja. Halt eben absetzen.
  • So.
  • [Pause.]
  • Is jetzt nich mein Ding. Ich mach's halt. Also deshalb kommt für mich halt 'ne größere Auflage gar nich in Frage. Bei diesen … äh … Bei den größeren Arbeiten.
  • Die ich jetzt vorhabe.
  • Das is total quatsch. Wenn ich einen Tag lang bloß für eine Arbeit brauche. Und da hab ich noch nicht einmal den Rahmen drinne. Sondern wirklich bloß das Papier.
  • Und … Hätte ich jetzt 'ne [Sperren: Zwanziger-Auflage, wäre ich [Sperren: einen] Monat lang nur beschäftigt. Eigentlich damit. Die Abzüge zu machen.
  • Also was ich mir jetzt halt gesagt hab, ist, dass es … äh … in Ordnung is, zwei Abzüge zu machen.
  • Eins dann für den Verkauf. Eventuell.
  • Also wäre für den Verkauf.
  • Und eins behalte ich dann.
  • Ähm … Das wären sozusagen zwei Tage Plotterzeit. Bei diesem Eins-Zwanzig-Format.
  • Bei der Körperstute … äh … Studie. Stehend. Die ein bissel größer is. Wird das länger dauern. Das wären dann bestimmt drei vier Tage schon.
  • Ähm … Is nich ohne!
  • [Pause.]
  • Ich würd's jetzt aber einmal machen wollen. So. Einfach damit ich von beidem … zwei Blätter hab. Also selbe Prinzip halt. Eins behalten halt.
  • So.
  • [Pause.]
  • Das is sozusagen 'ne Auflage von … der … Zwei Stück.
  • Einfach wegen der [Sperren: Zeit] auch.
  • Das macht keinen Sinn … äh … da was … mehr … also mehr zu machen. Gleichzeitig bietet natürlich der Plotter Plotter … ähm … die … die Plotterzeichnung die [Sperren: Möglichkeit] überhaupt … äh … etwas zu verdoppeln.
  • So.
  • Is ja jetzt bei … Malerei nich so!
  • Ähm … Die macht man [Sperren: einmal]. Und dann verkauft man's oder eben nicht. Fertig.
  • Und beim Plotter sind ja die Daten [Sperren: da]. Das geht dann halt um die [Sperren: Zeit].
  • Die das brauch. Ähm … Bis er ein Blatt weitergezeichnet hat.
  • [Pause.]
  • Also fest steht sozusagen: Solange ich das … äh … selber mache, … ähm …
  • … werde ich maximal zwei Stück eben machen. Ich denke im Normalfall wird es bei einem bleiben. Aber zwei wenn ich jetzt halt …
  • Auf jeden Fall mir sicher bin, dass ich eins behalten will. Selbst wenn's verkauft wird.
  • [Pause.]
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Und beim Bilderrahmen, wo ich das jetzt auch noch mit der Verhüllung verhüllt ausprobieren will, … Weiß ich jetzt schon, dass ich … also [Sperren: eins] dieser zwei Abzüge auf jeden Fall erst einmal da … da drinne belassen werde.
  • [Sperren: Gut verpackt!]
  • Das erst gar nicht anrühren.
  • Und dass ich dann halt eben bloß eins erst mache.
  • Und zwar bei Alberti.
  • Ähm … Das wird bestimmt 'ne Woche dauern. Eine Rahmung.
  • Mit der ganzen Vorbereitung. Mit … ähm … Mit auch … ähm … dem Anbringen von der Arbeit dann da drauf.
  • Ähm … Das ganze Material beschaffen und so. Das is also richtig viel Arbeit!
  • [Pause.]
  • Und das mache ich dann ken zweites Mal!
  • [Pause.]
  • Das is genau [Sperren: einmal].
  • Höchstwahrscheinlich.
  • Pro … Also … Ich kann's jetzt mir halt zweimal vorstellen. Für zwei so 'ne großen Arbeiten. So.
  • Ähm … [Sperren: Hockender Akt Akt ].
  • Also hockende Körperstudie. Und … stehender … stehende Körperstudie.
  • Mehr glaube ich ist da nich drinne!
  • So.
  • [Pause.]
  • Wenn … Auch bei Verkauf oder so. Ich glaub, das wäre etwas, was ich einfach dann … ähm … abgeben würde. An 'ne Bilderrahmen-Werkstatt.
  • An … äh … nen Tischler.
  • Auch jetzt wegen den … äh … wegen der Verhüllung. Wenn das jetzt gut ist. Gut ausschaut. Ähm … Dann auch mal … meiner Idee entspricht. Ähm …
  • Was ich bisher noch [Sperren: denke] eben. Das auf jeden Fall ausprobieren. Selber.
  • Ähm … Aber das wäre dann halt abzugeben. Das macht … Also da wär ich ja … ähm … Das is n… Nen [Sperren: halber Monat]!
  • Äh … Würde dann pro Arbeit eigentlich … äh … draufgehen. Mit dem … äh … Plott. Ganze Vorbereitung.
  • Bilderrahmen.
  • Hängung!
  • [Pause.]
  • Da komme ich ja zu gar nischt mehr.
  • [Pause.]
  • Und ich mach schon wenig!
  • [Pause.]
  • [Schlucke.]
  • Wird dann natürlich für den Käufer … äh … [Sperren: teurer]. Aber okay. So nen Format is eh nicht günstig.
  • [Pause.]
  • Wenn ich alleine … Okay, Papier geht noch. Ähm … Achtzig … Eins zwei drei vier fünf … Weiß nich. Sind … zwanzig Euro. Oder so. Und das geht wirklich. Das war jetzt nicht so ganz teuer. Wie … ähm … Wie das Museo.
  • Dann aber … Dann noch die Stifte. Is … Sagen wir mal, auch noch mal zehn Euro. Oder dreißig Euro. Das is jetzt noch gar nichts!
  • Das is jetzt erst einmal das einfach mal …
  • Jetzt gehe ich davon aus, dass ich die Maschine einfach habe.
  • Also wie in der Hochschule.
  • Danach … Nach der Hochschule gibt's die nicht mehr für mich.
  • Das is auch nochmal nen riesen Ding!
  • [Pause.]
  • [Schlucke.]
  • Ähm … Dann jetzt eben aber zum Bilderrahmen. Zum [Sperren: Glas]. Der kostet also … Wenn ich das jetze … äh … selbst ohne der Verhüllung mache … Und Alu und so weiter … Und so fort … Sind das ganz schnell dreihundert, vierhundert Euro.
  • Sagen wir vierhundert für … für dieses Format mit Abstandsleiste.
  • Und da is noch [Sperren: nischt] mit … äh … Dass die Arbeit da jetzt wirklich professionell … äh … aufgehangen wurde.
  • So.
  • Wenn's da jetzt 'ne reine Einrahm…
  • Wären es da jetzt noch einmal zweihundert Euro mehr. Ich denke mal am Ende wird die Rahmung insgesamt, komplett, … äh … Wenn das gut ist mit der Verhüllung … Alleine tausend Euro kosten.
  • [Pause.]
  • Wenn ich das abgebe.
  • So.
  • Mit dem ganzen Material halt dann.
  • Und dann natürlich auch müssen die darauf achten, säurefreien Rückkarton und so weiter … ähm … Mit Japanpapier … äh … befestigen. Also die haben halt extrem viele Kosten. Extrem viel Zeit geht da drauf.
  • Wenn's gut gemacht werden soll.
  • So.
  • Sagen wir tausend Euro eben sind sicher die Ausgaben.
  • Und da ich … äh … die Arbeit bestimmt nich unter diesen Wert, … äh … den … den das Drumherum …
  • [Schlucke.]
  • … wert ist, mache.
  • Also mindestens plus tausend Euro für die [Sperren: Arbeit]. Plus … Ich denke mal … Das [Sperren: doppelte]. Einfach weil ich eben auch nochmal … Wenn das ein ganzer Tag ist, sind das vierhundert Euro. Wenn ich nen Stundensatz von vier… äh … von … von vierzig Euro weiterhin arbeite. Also dann zusammen … Wirklich einen Gelderwerb sehen würde. Und sagen würde, da will ich über den Monat gut kommen.
  • Wie ich … Wie jeder normale, der dann halt arbeitet.
  • Würd ich dann halt auch die Plotterzeit, … äh … die ja sozusagen … ähm … Handwerk, also [Sperren: Arbeitszeit], ist. [Sperren: Wirklich].
  • Jetzt nicht die … künstlerische Arbeitszeit. Sondern die … die … Das [Sperren: muss] gemacht werden.
  • Arbeitszeit.
  • So.
  • [Schlucke.]
  • Sind das schon mal vierhundert, fünfhundert Euro eben. Noch mal mehr. Die ich einfach … ähm … anschlagen würde. Ohne daran jetzt die [Sperren: Kunst] … äh … zu betrachten.
  • Das sind also 1500 schon mal mit dem Bilderrahmen. Wenn der hergestellt wird.
  • [Pause.]
  • Und dann nochmal eben … Jetzt kommt eben erst die künstlerische Arbeit. Ähm … Wenn ich die selbst … Also bei dem Format … Ist ja noch größer. Noch einmal 1500 festlege … Mit den ganzen … äh … Wochen … Also zwei Wochen, die ich jetze gebraucht habe, eben damit diese … damit … damit der [Sperren: Entwurf] … äh … genau so … äh … ist. Is ja ständig hin und hergegangen. Das is … Das is das Ding, was ich … was mir richtig gefallen hat. Aber das braucht halt [Sperren: Zeit].
  • So.
  • [Pause.]
  • Ähm … Und gar nicht mal jetzt eingerechnet die ganze … ähm … Was alles da noch … ähm … an allgemeinerer Zeit sozusagen drinne is. Also mit der …
  • … Geraden an sich. Mit der ganzen Technik. Sich damit vertraut machen. Und so weiter. So… Sozusagen die [Sperren: Ausbildung] dahin.
  • Die lass ich jetzt mal außen vor.
  • [Schlucke.]
  • Dann bin ich … ähm … ganz schnell bei dreitausend Euro.
  • [Sperren: Nur] für [Sperren: eine] dieser Arbeit.
  • [Pause.]
  • Und hab eigentlich … Hab von den dreitausend plus tausend Euro … 1500 … Also genau die Hälfte ist sozusagen für die [Sperren: Kunst].
  • Und das Andere is Rahmung und halt … äh … Handwerk.
  • Handwerk halt.
  • Ich weiß nich, ob das Verhältnis so gut ist.
  • Eigentlich nich.
  • [Atme laut ein.]
  • Ne?
  • Oder so is vielleicht das Leben dann.
  • Als [Sperren: Künstler].
  • [Schlucke.]
  • Wenig Ein… Einnahmen für sehr viel Arbeit.
  • Keine Ahnung.
  • [Schlucke.]
  • [Pause.]
  • Und das is dann natürlich eben wieder die Frage: Gibt jemand dreitausend aus? Für eine [Sperren: Plotterzeichnung]?
  • Was ja auch nochmal dazu kommt.
  • Das is ja … Es is zwar für [Sperren: mich] jetze … ähm … Für mich [Sperren: muss] es jetzt der Plotter sein. Einfach aus dem Grund: Er kann das … Oder er macht das, was [Sperren: ich] mit der Hand über Wochen, [Sperren: Monate], hätte machen müssen.
  • Und das wäre dann bestimmt einiges [Sperren: teurer].
  • Das heißt, es kann bloß so günstig sein, [Sperren: weil] ich eben … äh … Weil das Plotten selber … ähm … [Sperren: nur] ein Tag brauch. Und [Sperren: nur] dieser eine Tag sozusagen dann bezahlt werden muss.
  • [Pause.]
  • Ähm … Also neben … neben der künstlerischen Arbeit, die ich dann natürlich nochmal zusätzlich festlege.
  • So. Keine Frage.
  • [Pause.]
  • Das wäre mit Rahmen. Ohne Rahmen 1500. Das geht dann wieder.
  • Aber niemand kauft bloß die Zeichnung. Sondern auch … Das will er sich aufhängen.
  • [Lange Pause.]
  • Ich weiß, dass ich keine tausend Euro für … den Bilderrahmen … Wenn das perfekt sein sollte, … [Sperren: nicht] ausgeben werden [Sperren: kann].
  • Nicht [Sperren: will].
  • Deshalb is es ganz gut, eben zwei Exemplare zu machen. Dass ich das eine nochmal richtig verpacke. Und das auf jeden Fall keinen Schaden nimmt. Und dass ich mit dem, was ich [Sperren: mir] dann sozusagen … ähm … Was ich dann behalten würde, prinzipiell, dass ich … Ja. Das halt [Sperren: selbst] mache. Und mit kleinen Fehlern rechnen muss.
  • Also mit … [Sperren: Kratzern].
  • Und der Bilderrahmen wird definitiv nicht perfekt sein. Was ich dann aber erwarten würde, wenn's jemand macht, der dazu ausgebildet ist.
  • Und die Arbeit wird auch höchstwahrscheinlich nen bissel …
  • Also irgendwo wird noch 'ne Falte reinkommen.
  • Irgendwo wird nen Kratzer sein.
  • Ähm … Irgendwo wird nen Fleck einfach reinkommen. Egal, wie ordentlich ich versuche zu arbeiten.
  • Bei diesem Format werd ich das mit [Sperren: meinen] Mitteln gar nicht anders hinbekommen. So.
  • Damit muss ich einfach rechnen.
  • [Pause.]
  • So. Wenn das dann aber jetzt eben die Arbeit ist, die ich dann behalte, dann is das … für mich jetzt … nicht so ganz tragisch. Wenn's jemand anderes haben will, der gibt so viel für 'ne Arbeit aus, der will das natürlich dann eigentlich perfekt haben.
  • [Pause.]
  • Das is … Da gab's kenen … Da gab's … Da sollte es kein Schluder sozusagen geben.
  • Keine … Keine Fehler, die eigentlich nicht sein sollten.
  • So.
  • [Pause.]
  • Andere Fehler, die … ähm … da sind und die … ähm … [Sperren: Teil] der Arbeit sind, ist zum Beispiel eben das mit dem Stift. Dass das da … ähm … manchmal leicht nachlässt. Und ich dann erst eben austausche.
  • Oder … Oder kleine … ähm … Aussetzer. Die es da gibt. Oder … Aber wirklich minimal jetze.
  • Nicht große. Das hätte ich jetzt noch nich eingesehen. Aber die sind einfach dann vom Papier … [Sperren: passiert] das halt.
  • In Verbindung mit dem Papier. Mit dieser … ähm … Mit diesem Stift. Das kann einfach sein. So.
  • Das ist [Sperren: Teil] der Arbeit. Sozusagen.
  • Aber eben nich so 'ne Schusselfehler, sondern so 'ne Fehler, die halt auf … Na ja.
  • Der hat keine Ahnung davon!
  • Ähm … Zurückzuführen sind.
  • Die sollten … Die [Sperren: dürfen] eben nicht sein. Bei dem Preis.
  • Überhaupt nicht dürften die eigentlich sein.
  • Bei der, die ich jetzt aber selber rahme, muss ich damit rechnen, dass da auch etwas auftaucht.
  • Kann damit selber auch prinzipiell leben!
  • Deshalb rahm ich's sozusagen nur eine einzige Arbeit.
  • [Pause.]
  • Zumindestens der … die hockende … die hockende Körperstudie.
  • Und überlege mir dann halt nochmal, wenn das bei [Sperren: dem] Format geklappt hat, ob ich das eben bei der … bei der … äh … Körperstudie stehend … äh … mache.
  • Die ja nun mal zwei Meter zwanzig … [Sperren: hoch] is.
  • Also um einiges [Sperren: größer].
  • Nochmal!
  • Und damit auch [Sperren: schwerer]. Und … Dazu kommt dann noch der Transport.
  • [Pause.]
  • Und … Das wird wiederum nicht günstig.
  • [Pause.]
  • Da biste auch ganz schnell bei dreißig, vierzig, fünfzig zusätzlich. Wenn ich jetzt selbst mit anpacke.
  • [Pause.]
  • Du bist bei achtzig Euro. Bei hundert bis … Sogar … Wenn da … Wenn die Spedition das mittransportiert.
  • Innerhalb Leipzig. Meinetwegen auch auß…
  • [Schlucke.]
  • [Pause.]
  • Davon abgesehen eben … Weil ich das halt nicht ausgeben will jetze … Den Transport … Zumindestens eher … eben [Sperren: nicht] für mei… für die, die ich … äh … sozusagen einbehalte. Das is … Dafür hab ich das Geld jetzt einfach nich. Dafür [Sperren: will] ich's nicht ausgeben.
  • Das was ich habe. Das will ich für Materialien ausgeben.
  • Für … Für das, damit ich überhaupt … Damit ich arbeiten [Sperren: kann]. Nicht damit ich irgendwas groß transportieren kann.
  • Was kleineres ist okay. Versandkosten. Aber nicht so nen riesen Batzen dann gleich.
  • [Lange Pause.]
  • [Klick.]
  • Is eben dann die Frage: [Sperren: Wohin] mit dieser Arbeit, wenn sie noch nicht mal in meine Wohnung reinpasst?
  • Oder wenn es sehr sehr schwer ist, hier einen Platz zu finden, ohne, dass ich mich eingeengt fühle.
  • [Pause.]
  • Jetzt wäre die Frage: Warum rahme ich es überhaupt?
  • Na ja. Weil ich's mit der Verhüllung ausprobieren will.
  • Okay. Andere … Anderer [Sperren: Vorschlag].
  • [Schlucke.]
  • Ich rahme das ein-Meter-zwanzig-Bild, diese zwei Blätter, noch überhaupt nicht. Beide sozusagen nur verpackt. Ich … Weil ich jetzt noch ein Testplott habe. Also den Ersten, wo halt kleine Fehler drinne sind. Den ich ja nicht sozusagen rahmen [Sperren: will]. Den ich aber sehr gut zum Ausstellen, also zum [Sperren: Zeigen] nehmen kann.
  • Und zwar auch zum Zeigen, dann eben prinzipiell, dann … Nehmen wir einen Käufer. Das wäre etwas, was er nicht gesehen hat. Das wäre nen Exemplar, was ich verkaufen würde … So.
  • Dann weiß er ja zumindestens schon einmal ungefähr, … ähm … wie … wie es ausschaut. Wenn er dann wirklich daran Interesse hat, dann kann ich das auch auspacken. Das ist ja kein Problem.
  • So.
  • Das würde heißen, dass ich die Arbeit vielleicht erst gar nicht … ähm … rahme. Weil die einfach zu groß ist. Und ich jetzt gar nicht weiß, wie ich das bei mir selber eben aufhängen soll.
  • Und mit dem Transport! Das ist alles offen.
  • [Schlucke.]
  • Ich [Sperren: will] das aber auf jeden Fall auch ausprobieren. Mit der Verhüllung. So.
  • Ähm …
  • Wenn ich dann weiß, dass … Deshalb wäre das glaube ich eh gut … Da kann so vieles noch … ähm … passieren. Oder ich kann mit so viel noch unzufrieden sein, was … was jetzt das Holz anbelangt. Was die Konstruktion an… anbelangt. Bei so einer Flügeltür.
  • Ähm … Bei dem Griff! Und so weiter und so fort. Also das ist Quatsch. Wäre da … Jetzt gleich so nen riesen großes Ding zu machen. Und dann sehe ich da alles, was falsch ist.
  • Dass heißt, es macht Sinn, 'ne kleine Version herzustellen. Also bilderrahmenmäßig. Inklusive der Flügeltür.
  • Und halt 'ne kleinere Arbeit. So da erst einmal reinzutun. So.
  • Und von dieser kleinen Version, von diesem Bilderrahmen mit Flügeltür, würd's dann ein paar höchstwahrscheinlich geben. Und zwar als Testobjekte. Die werden das sein. Geht nicht anders. Da wird … Da wird mir immer irgendwas nicht gefallen.
  • [Schlucke.]
  • Gut, das Format …
  • [Pause.]
  • Gut, das Format … Ist bestimmt sechszig mal achtzig. Dadrunter ist zu klein. Das wäre wieder so 'ne Feinarbeit. Darum geht's ja jetzt erstmal nicht. Sondern … Ja. Sechzig mal achtzig. Ist glaube ich ganz gut.
  • [Pause.]
  • Sechzig mal achtzig.
  • [Pause.]
  • Dann wäre die Arbeit sozusagen fünfzig mal siebzig.
  • Keine Ahnung!
  • Also zumindestens kleiner. Die dann halt reinpasst. Und die … Und dieses Format … Das kann ich dann auch selbst … ähm … mit Papier und eben Kleber, Kleister, oder was es war, leimen.
  • Mit Abstandsplatte befestigen bin ich mir jetzt ganz sicher.
  • Das ist nen Format, was ich selbst händeln kann.
  • Das Glas wird dann auch nicht ewig teuer sein. Der Bilderrahmen auch nicht. Rechne ich dann mit hundert Euro. Bilderrahmen fünfzig, vierzig, dreißig. Glas, wenn's halt … ähm … ähm … dieses … äh … Op-White-Glass ist … Damit die Arbeit selbst nicht grünlich wirkt.
  • Das ist überschaubar!
  • Und Transport ist dann auch überhaupt kein Problem. Straßenbahn Eisenbahnstraße . Punkt.
  • [Pause.]
  • Okay.
  • Hab ich nen riesen großes Problem gerade gelöst.
  • Plotten mache ich weiterhin diese großen Arbeiten. Das ist nicht das Problem. Das ist Papier. Ich kann's jetze … ähm … Ich hab jetzt sozusagen gelernt, die letzten zwei Tage, wie ich das … äh … händeln muss. Ähm …
  • Also es sozusagen in den Plotter hineinstecken kann.
  • [Sperren: Alleine].
  • Das ist ja ganz wichtig dann. Vor allem am Wochenende, wenn ich da arbeiten kann. Bin ich auch alleine. Muss ich das auch so hinbekommen. Und ich hab jetzt das Maximal… ähm … die Maximalbreite genommen. Das heißt: Es kann gar nichts mehr schiefgehen!
  • Was das anbelangt. Das weiß ich. Da weiß ich jetzt einfach, wie es jetzt funktioniert. Wie ich es machen kann.
  • Mit welchen Hilfsmitteln.
  • Mit Stühlen!
  • Mit … ähm … Abdeckung!
  • Und so weiter und so fort.
  • Mit langsam Reinziehen! Was weiß ich.
  • [Schlucke.]
  • Und die Länge ist dann … ähm … gar nicht mehr so wild. Ähm … Auch weil ich jetze … gestern schon … ähm … geübt, gelernt habe, wie ich das halt, … äh … wenn der Plotter fertig ist, ordentlich aufrollen kann.
  • So. Und da spielt die Länge dann gar keine Rolle mehr.
  • Gerade auch wenn ich … ähm … diesen Plotter zwischen zwei Tischen mache. Und das sozusagen auf einer Ebene ist. Das … Das ist gar kein Problem mehr.
  • Also … Plotten kann ich so groß, wie ich [Sperren: will].
  • Wie ich das vorhabe für … Wie ich die Arbeit haben will. Das ist ganz ganz wichtig. Dass ich die Arbeit jetzt nicht an den … ähm … Möglichkeiten, die ein Bilderrahmen mir gibt, … ähm … sozusagen richte. Sondern so wie [Sperren: ich] es haben will. So. Wie es für [Sperren: mich] gut aussieht.
  • Wie es [Sperren: wirkt].
  • Wie es … Wie es so rüberkommt, dass ich sagen: Das ist gut so.
  • [Schlucke.]
  • Und was Rahmung anbetrifft … Denke ich jetzt noch nicht daran, das zu rahmen. Diese Große. Zumindestens nicht für mich.
  • Erst einmal nicht.
  • Sondern, dass ich eben ein kleines … äh … Bild rahme.
  • Sechzig mal achtzig.
  • Da kann ich prinzipiell auch … Was ich eigentlich auf hundert mal siebzig … äh … Das will ich eigentlich so groß machen.
  • Vielleicht, dass ich davon … von diesem … diesem Porträt …
  • [Gähne.]
  • [Pause.]
  • [Gähne.]
  • … nochmal 'ne kleinere Variante mache. Also mit nen paar weniger Strichen.
  • Muss ich gucken. Wie das aus…
  • [Schlucke.]
  • … aussieht. Das hab ich … Das hab ich …
  • [Gähne.]
  • Fünfundsiebzig.
  • Aber dass ich eben sechzig mal achtzig Bilderrahmen mache. [Sperren: Mit] dieser Flügeltür.
  • Das richtig ordentlich. Mit anbringen. Und so weiter.
  • Und davon halt wirk… werden es drei vier Tests werden. Das ist dann auch in Ordnung.
  • [Gähne.]
  • Die Rahmen kann ich ja auch hinhängen. Is kein Problem.
  • [Pause.]
  • Okay. Das Problem hab ich gelöst.
  • Jetzt is nur noch das Problem mit dem …
  • … mit dem … ähm …
  • … mit den Zinken an der Tür.
  • [Aufnahme Ende.]
Standpunkt Geradenbild Geradenbild Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Weil mich dieses ganze Drumherum, um die eigentliche Arbeit, schon ein bissel annervt …
  • Ähm … Also das mit den Bilderrahmen. Dass das extrem … so viel [Sperren: Zeit verschlingt].
  • Und auch so viel [Sperren: Geld] verschlingen wird!
  • Und … äh … dieser Plotter Plotter … ähm … Druck … Also dieser ganze Tag, der sozusagen draufgeht, nur um halt [Sperren: anwesend] zu sein. Und ständig zu kontrollieren.
  • Ob noch … äh … die … die Maschine funktioniert. Die … äh … Der … äh … Die Stifte ausgetauscht werden müssen.
  • Das Papier in Ordnung ist!
  • Und so weiter.
  • Da freue ich mich halt um so mehr, jetzt wieder bei den Gedanken, dass ich … äh … ähm …
  • [Schlucke.]
  • … eine Linie …
  • [Sperren: Male].
  • Also wirklich mit der Hand!
  • Einen Pinsel in die Hand nehme. Ölfarbe nehme. Und über eine lange Leinwand, die ich davor herstelle, …
  • Also dieses Format …
  • Auch mit dem Keilrahmen. Was jetzt aber nicht ewig dauern wird.
  • Ähm … Dass ich die dann eben rüberziehe, über die Leinwand.
  • So dieser … Dieser … Dieser … So dieser [Sperren: Akt Akt ] mit der eigenen Hand.
  • [Pause.]
  • Der gefällt mir einfach.
  • Das ist weg von … von diesen … ähm … [Sperren: theoretischem] …
  • Von dem … äh … Von der ganzen … äh … [Sperren: Denkarbeit].
  • Äh … Von der ganzen [Sperren: Kontrolle]. Von dem ganzen Handwerk Handwerk .
  • Halt … Ja. Das ist in dem Moment Moment eben … Das wäre jetzt für mich …
  • [Pause.]
  • … die bessere Kunst.
  • So.
  • Pinsel in Öl tunken.
  • [Schlucke.]
  • In Ölfarbe.
  • Und über eine lange Leinwand, ich weiß nicht, eins zwei Meter lang, breit vielleicht fünfzehn Zentimeter, oder so, … äh …
  • Einen ganz dicken Stich ziehen.
  • Und [Sperren: diesen] Moment eben dieses Ziehens … Dass der … Dass der eben die bessere Kunst eben für mich selber ist.
  • Schon alleine der [Sperren: Gedanke] daran, der reicht mir gerade! Dass ich es machen [Sperren: werde].
  • [Aufnahme Ende.]
Werkstatt AV-Labor umsetzen Körperstudie von gestern mit Plotterbreite/-höhe 1196 mm und Blattbreite/-höhe 1300 mm (oder 1250 mm) umsetzen Anfangspunkte bei eigentlich außerhalb liegenden Geraden somit Teil der Arbeit Rollspuren ebenfalls sichtbar vor Beginn Fadenkreuz zum späteren einfachen Beschneiden einfügen (Nachtrag: geht gar nicht) stattdessen: lange Gerade oben und unten 1 mm außerhalb endgültigem Blattbereich Standpunkt Plotterzeichnungen werden, solange ich handelsübliche Stifte verwende, immer leichte Unregelmäßigkeiten im Tintenfluss aufweisen. Auch gibt es kleine Auslasser, die anscheinend vom Papier herrühren. Was für mich nicht mehr akzeptabel wäre, sind große Aussetzer. Auch Knicke im Papier will ich vermeiden. umsetzen nach Buchmesse / Meisterausstellung (ab 20.3.) zu Alberti wegen Herstellung Rahmung / verhüllender Flügeltür für hockende Studie erste Ebene: 10:45 - 13:15, inklusive teilweise doppeltem Plott (zu wenig Tinte) gute Entscheidung mit mehreren Ebenen zu arbeiten eventuell statt drei Ebenen zehn Ebenen damit flächige Unregelmäßigkeiten gar nicht mehr auffallen, doppelter Plott dann nicht notwendig schwache Linien (eigentlich ungewollt) erzeugen Räumlichkeit zweite und dritte Ebene: 13:15 - 16:45 Gesamtzeit: 6 h Bildbereich: 1196 mm + 2 * 10 mm Rollenbreite + 2 * 10 mm zusätzlicher Abstand = 1236 mm, gerundet 120 cm (zusätzlicher Abstand nur 0,5 cm je Seite) oder Blattmaße: 124 cm Kati ist der Meinung, ich wäre zu streng, was korrekte Rahmung im restauratorischen Hinblick. Wichtiger ist am Ende die sichtbare Ebene, wie Rahmung, Passepartout, Abstandsleiste, die die Arbeit unterstützt. ein Stück Versandhülsen, Durchmesser 20 cm, Länge 167 cm (für zweimal hockende Körperstudie) zwei Stück Versandhülsen, Durchmesser 20 cm, Länge 124 cm (für zweimal stehende Körperstudie, zweimal Narzisse, …) zwischen Arbeit und Versandhülse (säurefreies) Seidenpapier legen, mit Abstand zur Wand durch umschließendes Papierband bei kleineren Arbeiten (bis 80 x 100 cm) Mappen selber herstellen (Graukarton besorgen) und unter Arbeitstisch legen
Ergebnis Körperstudie, ca. 120 x 120 cm (Test, da Geraden teilweise leicht gebogen)
Ergebnis Körperstudie, ca. 120 x 120 cm (Test, da Geraden teilweise leicht gebogen)
Werkstatt AV-Labor 11.3. und 12.3. kann ich großes Format plotten (Tische vor und hinter Plotter Plotter stellen) deswegen heute noch zehn Stifte (schwarz) bestellen und in HGB liefern lassen Ergebnis Körperstudie, ca. 120 x 120 cm (Test, da Geraden teilweise leicht gebogen) gk16.jpg Papier von Hahnemühl 1 Tusche trocknet zu langsam = Rollspuren sichtbar umsetzen mittlere Rolle kann (höchstwahrscheinlich) auch ausgelassen werden 2 knickt bei großen Formaten sehr leicht umsetzen beim Bewegen immer Holzleiste an beiden Enden mit Klammern befestigen 3 kleine parallele Unebenheiten im Papier (vom Hersteller) muss ich hinnehmen, ansonsten Museo bevorzugen 4 gut sichtbar (gewollt): Druck im Papier durch Rollen Ziel: seitliche Rollenspuren sollen Teil der Arbeit heißt: Papier muss sich Rollenposition unterordnen (nur neun Position möglich) Rollenpositionen ca: 18 cm, 33 cm, 50 cm, 68 cm, 85 cm, 107 cm, 135 cm, 169 cm mögliche Papierbreiten (mit Rollenbereich): 50 cm, 80 cm, 100 cm, 120 cm (Maximum) Vorgehen: Papier 1 cm je Seite breiter, damit Rollen das Papier bei leichter Schieflage immer noch halten Papier vor Plott zurechtschneiden (bei großen Formaten schon bei Papierrolle noch zu schneidende Stellen markieren, bei ausgerolltem Zustand dann entlang der Markierungen schneiden) eventuell bei Standardformaten wie 120 x 120 cm vorher eine Schablone zurechtschneiden / oder Glas[?] umsetzen Korrektur: Papier doch erst nach Plott zurechtschneiden, da zuviel schief gehen kann dabei wären Rollspuren kein Teil der Arbeit mehr (das wäre dann nur noch gespielt) aber kleinen freien Rand belassen (Geraden enden kurz davor) Fadenkreuz erstellen, damit ich Papier später schnell zurechtschneiden kann! maximale Plottbreite: 1196 mm bei Radiergummi werden Geraden (mit zwei Koordinaten) manchmal krumm unterbinden: 1 alles markieren 2 Objekt > Umwandeln > "Kontur" 3 Radierer (keine neuen Zwischenpunkte werden eingefügt) Fehler: Keine Linien mehr, sondern Rechtecke (wird dann doppelt geplottet) so funktioniert es: 1 alle Linien markieren 2 Konturfarbe löschen, Flächenfarbe festlegen 3 Rechteck ziehen (so groß die Bildfläche sein soll) 4 Rechteck Konturfarbe und Flächenfarbe: löschen 5 Rechteck (im Vordergrund) und alle Linien markieren 6 "Pathfinder" > "Schnittmengenfläche" doch nicht, da jetzt alle sich schneidenden Linien aufgeteilt sind! Lösung: 1 Radierer verwenden 2 "Pfade vereinfachen" mit "Gerade Linie" und Winkelschwellwert auf 180° interessanter Fehler drei Stifte verplottet Gesamtzeit: 7 h (105 Minuten je Plottvorgang * 3 + Vorbereitungszeit) Arbeiten lagern umsetzen auch wenn nicht empfohlen: größere Arbeiten (wie mit 2 m Länge) in Pappröhre lagern mit Pergaminpapier umschließen, mit Abstand zur Röhrenwand Pappröhre d = 200 mm (ca. 16 EUR)
Geradenbild Geradenbild A Überlegungen zu Auflagen 1 eine Plotterzeichnung (für Verkauf) und ein Künstler-Expemplar oder 2 kleinere Version für Verkauf anfertigen (Papier und feinere Mine), Auflage beispielsweise fünf, zehn oder hundert zu 2: doch nicht, da einfaches Skalieren nicht möglich (Mine) also 3 eins bis fünf Plotterzeichnungen zum Verkauf und ein Künstler-Exemplar (alle selbe Größe) Daten (.ai) bis zum letzten geplotteten Blatt behalten, ebenfalls Einstellungen (Speed, Force), danach löschen eigentlich: unendlich viele Plotts möglich, da Daten digital vorliegend ich möchte aber nicht ständig mit Duplizieren beschäftigt sein (ein Plott dauert mit Vorbereitungszeit bei zwei Metern Länge sicherlich eins bis zwei Arbeitstage) große Auflage also nur möglich, wenn dieser Schritt in Auftrag gegeben wird bei Auflage: Ergebnisse unterscheiden sich nur minimal durch Stifteigenschaften / Tintenstand / Wechseln des Stiftes Ergebnis: doch jeweils nur ein Verkaufs-Exemplar und ein Künstler-Exemplar herstellen in Ausnahmefällen (bei kleineren Arbeiten) eventuell höhere Auflage weitere Überlegung: Varianten eines Motivs erstellen (bei Druck wäre das Farbwahl, bei Plotts Speed, Force, Farbwahl, Geradenwinkel, Geradenlänge, …) Varianten nur[!], wenn für Arbeit schlüssig B Überlegungen zur Blattgröße statt im Nachhinein Blatt zurechtzuschneiden, bereits vor Plott festlegen vom Plotter Plotter festgelegte Randbereiche wären dann Teil der Arbeit inklusive Rollenspuren am Rand (wie von Mark im Einzelgespräch vorgeschlagen)
Gedicht vom Nichtkünstler, 19.2.2016
Gedicht vom Nichtkünstler, 19.2.2016
Standpunkt Kunstbegriff Relevanz der Kunst Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Vielleicht blockiert mich ja auch einfach nur der Begriff.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Künstler].
  • Zu sein.
  • Oder … [Sperren: Kunststudent Kommilitone ].
  • Also … [Sperren: Kunst] zu machen.
  • [Pause.]
  • Vielleicht sollte ich mich einfach … Friedrich Fröhlich …
  • … Nicht-Künstler, oder …
  • Einfach nur Friedrich Fröhlich, ohne Anhang.
  • Dass ich selber nicht sage, ich mache Kunst. Denn ich weiß nicht, was Kunst ist. Und …
  • Diese Definitionsschwierigkeit und dann dieser … dieser ständige Sinnes… also Sinn…
  • [Pause.]
  • Ähm …
  • Dieses … Diese [Sperren: Sinnkrise] halt. Ähm … Ist es denn halt … ähm … wichtig? Hat es 'ne Relevanz?
  • Was ich mache.
  • Und … Ich behaupte eben bei dem, was ich bei anderen auch sehe, hat sie eigentlich überhaupt nicht. So. Es [Sperren: gibt] nicht wirklich eine Begründung, warum man Kunst machen …
  • … macht. Oder machen [Sperren: sollte]. Warum andere etwas [Sperren: sehen] sollten. Was eine Person gemacht hat.
  • Ich seh's einfach nicht!
  • Ähm … Es gibt andere … äh … Gebiete. Ähm … Die … Die auf … äh … irgendwelche Unstimmigkeiten hinweisen können und [Sperren: mehr] ändern können. Wie zum Beispiel Journalismus. Oder …
  • … ähm …
  • Nehmen wir zum Beispiel Fotografie. Ähm … Reportage.
  • Ähm … Die können halt … äh … [Sperren: direkter] auf … auf … auf ein Problem zum Beispiel hinweisen. Was in der Welt existiert. So.
  • Dafür bedarf es keine … keine Kunst! Und es bedarf vor allem nicht diesen einzelnen [Sperren: Künstler].
  • Der sozusagen … äh … ein Thema, was er sich persönlich zu Herzen nimmt halt, [Sperren: hinaus trägt]. In die Welt. So.
  • Und warum wird das halt eben … äh … [Sperren: größer] gemacht? Ähm … ähm … Als … Als … Als die … die persönlichen Ansichten. Das ist ja auch nichts anderes! Von Anderen.
  • Von den [Sperren: anderen] Millionen von Menschen.
  • So.
  • Also ich … Da komme ich halt immer in so 'ne … so 'ne … äh … Sinnkrise.
  • [Schlucke.]
  • Was soll das!
  • Ähm … Und das Interessante ist ja erstens, dass ich … ähm … mich … mich halt nicht … Also [Sperren: mein] Tun nicht … äh … nicht … ähm … bloß hinterfrage, sondern eben von [Sperren: Allem].
  • Also das ist jetzt nicht, was nur persönlich ist. So. Das ist wichtig zu wissen. Für mich selber.
  • Und …
  • [Pause.]
  • Und zweitens … ähm … merke ich aber immer wieder, dass dieses Feld … Egal, wie man das nennt.
  • Künst!
  • Kunst!
  • Kreativ!
  • Äh … Is nen schreckliches Wort. Aber okay.
  • Also dieses Feld, in dem sich halt Künstler bewegen, … ähm … mit denen … mit dem Material, mit dem sie arbeiten. Mit den Techniken und so weiter und so fort. Das, was sie schaffen. Ähm …
  • Da fühle ich mich … ähm … in dem Moment Moment , wo ich selber etwas schaffe, extrem … [Sperren: wohl].
  • Das ist, … äh … Da merke ich dann halt immer, dass es das ist, was ich machen [Sperren: will].
  • So. Das ist … Zum Beispiel, wenn ich mir jetzt hier diese Konstellation angucke. Äh … Die ich auf Holz gemalt habe. Oder dieses eine … ähm … Foto auf Leinwand. Was ich halt bloß weiß übermalt habe. Dass man halt nur noch die Ränder sehen kann.
  • Vom Foto.
  • Die Ergebnisse selber, … Also ich weiß, als ich's gemacht habe, mit den Konstellationen, extremst … äh … ähm … davon [Sperren: überzeugt] war. Dass das [Sperren: wichtig] ist. Das war für mich so was wie Grundlagenforschung. Und halt … Materialforschung.
  • Ähm … Und halt … äh … Es ging mir ja auch darum, … Um diese Idee umzusetzen.
  • Jetzt im Nachhinein … Weiß ich aber, dass … Weiß ich eben, dass dieses … dieser [Sperren: Moment], wo ich das geschaffen habe, wo ich nen Pinsel in der Hand hatte. Wo ich das gemalt habe. Wo ich … äh …
  • … da Sachen ausgerechnet habe. Wo ich mir Notizen, Skizzen, gemacht habe. Und so weiter.
  • Dass der halt genau das ist, was ich [Sperren: will].
  • So.
  • Also der Moment.
  • Ähm … Des Schaffens.
  • [Pause.]
  • Und … Dass ich dann im Nachhinein … ähm … etwas wieder hinterfrage, oder was ja dann hauptsächlich das Problem ist, … Im [Sperren: vorhinein] das bereits mache. Und ich dann überhaupt nicht mehr dazu komme, etwas auszuüben. Etwas auszuführen. Ähm … Das ist halt … 'ne andere Geschichte.
  • Nur mir geht's halt darum, mir auch selber bewusst zu machen, dass es nicht daran liegt, dass ich jetze … ähm … mit … äh … [Sperren: Künst…]
  • … [Sperren: Kunst] …
  • Keine Ahnung was. Nichts anfangen könnte.
  • Also mit dem Ausdrucksmittel. Oder … Mit dem … Mit der Hand schaffen. Oder mit … äh … Technik arbeiten. Ein Plotter Plotter ist nun einmal so etwas.
  • Etwas zu erkunden. Entdeckungsdrang.
  • Und so weiter.
  • Das ist … Das ist überhaupt nicht das Problem bei mir. Sondern das ist dann wirklich die große Frage, … ähm … [Sperren: Was bringt das jetzt anderen eben zu zeigen?]
  • Also was ist daran wirklich so relevant, … äh … dass es andere sehen [Sperren: müssen].
  • So.
  • Und wie gesagt … Das ist nichts, was mit meinen eigenen Arbeiten eigentlich zu tun hat. Es [Sperren: blockiert] mich natürlich dann.
  • Am Ende.
  • [Sperren: Persönlich]. So. Niemand anderen.
  • Aber ich hinterfrage eben nicht nur [Sperren: meine] Arbeiten. Sondern ganz allgemein. Wenn ich halt Gegenwartskunst Gegenwartskunst … äh … sehe, die ich häufig, wenn sie Gegenwartskunst ist, überhaupt nicht verstehen kann. So.
  • Außer eben mit Beipackzettel. Mit Titel.
  • Mit langen Erklärungen.
  • Und selbst dann ist es häufig für mich noch so okay. Aber man hätt's aber genauso gut anders machen können.
  • Also … Gut.
  • [Pause.]
  • Also es ist halt diese Hinterfragung. Dieses ständig … ähm … Also ständig in Frage stellen. Zweifel Zweifel haben. Daran.
  • Äh … Was die Bedeutung halt dessen ist.
  • So.
  • [Pause.]
  • [Schlucke.]
  • Und ich stelle doch aber nur so 'ne großen … ähm … Also erst einmal dieser … äh … äh … dieses … äh … dieses … dieses … äh … [Sperren: Schaffen]. Diese [Sperren: Tätigkeit].
  • Pinsel in der Hand haben.
  • Leinwand.
  • Äh … Zu besorgen und … äh … etwas zu fertigen.
  • Ähm … Der hat ja erst einmal nichts mit Kunst zu tun. Also zum… Was auch immer Kunst ist!
  • Eben.
  • Der hat halt nichts mit etwas zu tun, wo er am Ende dann das riesengroße Ding rauskommen müsste. So 'nen Meisterwerk.
  • Sagen wir's so.
  • Was auch immer wieder nen Meisterwerk ist.
  • In der heutigen Zeit!
  • Ähm …
  • [Pause.]
  • Es sind ja erst einmal bloß … ähm … Mittel, etwas … sich auszudrücken. [Sperren: Egal], was es für nen Thema is.
  • [Sperren: Egal], ob man überhaupt nen Thema hat!
  • [Sperren: Egal], ob man etwas überhaupt ausdrücken kann.
  • So.
  • Ähm … Also das sind ja zwei unterschiedliche Sachen. Und … So. Und jetzt kann ich mir halt sagen, … ähm … Oder würde ich mich jetzt halt fragen: Kann ich nicht … ähm … einfach dieses Wort Kunst, … äh … diese Bezeichnung [Sperren: Künstler], wie auch …
  • … [Sperren: Kunststudent] …
  • … ähm … einfach bei mir [Sperren: streichen]?
  • Äh … Denn das sind ja die Begriffe, die ich ständig mich wieder zu dem Hinterfragen führen. Denn … äh … Wenn ich halt irgendwas mit Kunst … äh … sehe. Oder so. Dann … Dann … ähm … Dann … Dann steck ich diese Arbeit, die ich sehe, bereits in eine … ähm … Hab ich eine [Sperren: Erwartung].
  • Daran, dass in dieser Arbeit … etwas für mich Gehaltvolles … äh …
  • Was es auch immer ist!
  • Ähm … Drinne ist. So.
  • Ähm … Dass es etwas [Sperren: bewirkt].
  • [Schlucke.]
  • Und … Ich find eben … Weiß jetzt nicht gerade. Kann mich irgendwie an gar nichts erinnern, eben, von aktuellen Arbeiten, so … Auch bei anderen … ähm … Wo ich wirklich sagen würde: Das hat … Das hat … Das hat … Das hat etwas [Sperren: bewirkt].
  • In mir.
  • So. Das … Das … Das wäre sozusagen 'ne Arbeit, die halt … Wo ich sage, das is für [Sperren: mich] Kunst.
  • So.
  • Das [Sperren: kann] etwas, was … was … äh … bloße Gestaltung, was bloße … ähm … bloße … ähm …
  • Weiß ich nicht.
  • Bloßer [Sperren: Drang] … ähm … Spaß zu haben, … ähm … äh …
  • [Sperren: Herumzuschreien].
  • [Sperren: Herumzupoltern]!
  • Äh … Seine persönliche Sicht in die Welt zu … äh … [Sperren: drängen] …
  • Ähm … Also dass es [Sperren: mehr] hat als das.
  • [Pause.]
  • So.
  • Und solange es eben bloß Gestaltung ist, oder irgend so ein [Sperren: Wirrwar]. Und so'n persönliches Ding. Irgendwie. Was … äh … äh … Was jeder Mensch ja hat. So. Dafür bedarf's eben keine Kunst!
  • Finde ich.
  • Ähm … Solange hinterfrage ich das.
  • [Pause.]
  • Bei mir und bei anderen.
  • [Klick.]
  • Äh … Zum Wort [Sperren: Gestaltung] fällt mir jetzt noch eben … äh … [Sperren: Design] … Ne? So.
  • Ähm … Also etwas, was halt … ähm … ästhetisch … ähm … anspricht. Was halt … ähm … anders sein kann. So. Ähm … Aber was halt trotzdem dem Auge sozusagen … äh … ähm … [Sperren: gefällt].
  • Oder selbst wenn's einem [Sperren: nicht] gefällt. Aber es ist halt etwas, was halt irgendwie stimmig ist. So.
  • Und ich weiß … Ich denke, ich kenn mich da ja jetzt nicht genau aus, aber ich denke, dass halt [Sperren: Design] jetzt nicht den Anspruch hat, etwas …
  • … zu hinterfragen.
  • Oder so. Die wollen halt etwas … ähm … ähm … etwas mit dem Design … Also ein … ein … ein Thema, … ähm … was … Ob das jetzt Text ist. Oder ob das Produkt ist. Oder so …
  • Ähm … Wollen sie halt durch diesen … durch … durch das Design noch einmal … ähm … ähm …
  • [Pause.]
  • [Sperren: Bestärken].
  • Also … unter… unterstützen.
  • Diese Idee des Produktes. Oder des Textes.
  • So.
  • Und … ähm … [Sperren: Kunst] … Ein [Sperren: Kunstwerk], eine Arbeit, eine künstlerische Arbeit, … äh … So hab ich's jetzt zwar genommen … Soll ja eher für [Sperren: sich] … äh … [Sperren: selbst] stehen können.
  • Also nicht … äh … einen Text be… begleiten.
  • Einen Text aufwerten. Oder ein Produkt aufwerten.
  • So.
  • Oder nicht … Noch nicht einmal aufwerten, sondern einfach bloß [Sperren: begleiten] eben.
  • Genau.
  • Das ist ein gutes Wort.
  • [Pause.]
  • So. Sondern die Kunst soll halt eigentlich … äh … für sich selbst stehen können!
  • Also sie … Die Arbeit, die soll eigentlich …
  • [Pause.]
  • … [Sperren: Gestaltung] und [Sperren: Inhalt] … Also der Text sein. Und das Produkt sein.
  • [Pause.]
  • Ich denke, … äh … also jetzt, wenn ich darüber halt nachdenke, dass das so der Unterschied zwischen diesen beiden Sachen ist. So.
  • Und …
  • [Pause.]
  • Mir verlangt es natürlich dann, wenn ich auch diese Gedanken eben habe, dass ich, wenn ich etwas schaffe, dass es eben [Sperren: wirklich] einen [Sperren: Inhalt], egal ob das jetzt andere ver… nachvollziehen können, verstehen können, ohne Text. So. Dann nur mit. Oder wie auch immer. Aber dass es für [Sperren: mich] halt selber … ähm … äh …
  • Ein [Sperren: Drang] existiert, …
  • [Pause.]
  • … etwas … [Sperren: festhalten zu wollen].
  • Auf Papier.
  • Video.
  • Ähm … Eine Schrift. Auf Leinwand. Selbst Notizen oder Skizzen … Was auch immer!
  • Ähm … Dieser Drang, oder … Ne? Dieses [Sperren: Gefühl], … ähm … hätte ich halt gerne. Dass das … äh … wichtig ist. Das zu tun. So.
  • [Pause.]
  • Ähm … Manchmal … äh … hab ich den eben. Merk ich jetze wieder, wenn ich darüber nachdenke, … ähm … Auch was halt anfänglich bei diesen Geraden … äh … Diese ganze Idee. Dieses Konstrukt, was ich da hatte. Und immer noch immer habe. Ähm … Was die Gerade für mich bedeutet.
  • Ähm … Es ist ja da. So. Ich hab dem … äh … Also ich … Ich hab den ja nicht nachträglich jetze gesagt, … äh … Jetzt muss ich das irgendwie begründen! Also … äh … denke ich mir was aus, was 'ne Gerade sein [Sperren: könnte]. So.
  • Sondern diese Idee der Geraden war ja relativ … äh … Also wenn ich jetzt meine Notizen mir noch einmal angucken würde, eigentlich ja am Anfang immer mit dabei.
  • So. Ich war fasziniert davon, … ähm … äh … was … ähm … be… Oder … meine Gedanken halt … äh … zum … zu [Sperren: Allem]. Und vom [Sperren: Nichts]. Äh … So.
  • Was Materie is. Ähm … ähm … Dass eigentlich ja alles … ähm …
  • [Schlucke.]
  • … aus den selben Teilchen …
  • Ob's jetzt Teilchen sind, oder nicht … Also aus einer kleinsten Einheit irgendwie besteht. Alles Materielle.
  • Ähm … Alle Materie. Äh …
  • Ob [Sperren: Stein]. Oder [Sperren: Mensch].
  • Ob … äh … [Sperren: lebendig]. Oder als [Sperren: tot] gesehen.
  • Obwohl das Tote dann auch lebendig [Sperren: innerlich] ist.
  • Da bewegt sich ja die ganze Zeit sozusagen etwas.
  • Ähm … Egal.
  • Aber das … Das war halt so nen … Diese Idee … Diese Idee … Diese Vorstellung, dass … dass … dass … dass die Welt … äh … so ist, im Inneren.
  • Ähm … Die hat mich halt … Oder die fasziniert mich!
  • So.
  • Und … ähm … Da war halt die Gerade … Oder ist die gerade halt nen … finde ich … im Künstlerischen, im Bildnerischen Bereich halt, 'ne sehr gute Möglichkeit, das halt … äh … zu transportieren.
  • Diese Gedanken.
  • Ich bin eben kein Wissenschaftler. Der das jetzt irgendwie lange Aufsätze da verfassen würde. Ähm …
  • Ich [Sperren: merke] halt eben, dass, wenn ich ein Bild schaffe, … ähm … dass … dass ich in dem Moment halt … äh … [Sperren: komplett] davon eingenommen bin.
  • So.
  • Und das ist ja nen guter Zustand.
  • Das bedeutet ja was.
  • Also dass ich nicht … äh … gelangweilt bin. Oder so. Sondern dass ich darin aufgehe. In dem Moment.
  • Ob ich's danach noch so sehe, ist was anderes. Eben.
  • So. Das ist dann aber eher diese Sinnfrage.
  • [Pause.]
  • Also ich hätte jetzt die Möglichkeit, noch einmal zusammengefasst, … ähm … mich aus diesen vom [Sperren: Menschen] geschaffenen Kunstkontext, von diesen … von diesem [Sperren: etwas]. Von diesem [Sperren: Wesen].
  • Von dieser … ähm … [Sperren: Struktur] … Von dieser [Sperren: Blase] … Was auch immer es ist!
  • Halt … ähm … äh … zu entfernen.
  • Innerlich.
  • Zu sagen, ich bin kein Künstler. Ich bin kein Kunststu… Also ich bin jetzt offiziell Kunststudent. Äh … Ich bin halt Student. An der Hochschule für Grafik und Buchkunst. Okay.
  • Also sagen wir: Ich bin kein Künstler. So.
  • Oder ich will kein Künstler sein.
  • Ich weiß nämlich nicht, was Kunst ist.
  • Ich lege Kunst zu … zu viel … zu viel … zu viel Kraft … äh … rein. Was ich selber nicht schaffen kann. Und wo ich halt auch … nicht das in anderen Arbeiten sehen kann.
  • [Sperren: Obwohl] ich mir halt sage: Einfach müsste das drinne sein.
  • So.
  • [Sperren: Wenn] schon, [Sperren: denn] schon.
  • [Pause.]
  • So.
  • Also … Ich bin … ähm … Das war jetzt ja die … Schon vor zwei drei Jahren irgendwie so dieses … dieser Gedanke, ich bin [Sperren: Künst… Kün…]
  • Ne?
  • [Sperren: Kunst].
  • [Sperren: …ler].
  • Ich mache [Sperren: Künst].
  • Und bin …
  • … [Sperren: Kunstler].
  • Also dass ich … ähm … äh …
  • … [Sperren: Kunstler] bin.
  • Also mir fehlen sozusagen noch die … noch die I-Pünktchen.
  • Zwei davon!
  • Über'm U.
  • [Pause.]
  • [Schlucke.]
  • Um halt einer zu sein. Aber das ist gleichzeitig jetzt natürlich 'ne … 'ne Herunter… äh … Setzung. So.
  • Meiner Person.
  • Oder meines Schaffens.
  • Will ich ja eigentlich auch nich.
  • Ich [Sperren: muss] mich jetzt ja nich klein machen!
  • So.
  • Ähm … Also gar nicht erst den Begriff Künstler in den Mund nehmen. Sondern … Ich …
  • [Pause.]
  • … [Sperren: schaffe] halt etwas.
  • Ich [Sperren: arbeite].
  • Ne?
  • Ich … äh … Ich [Sperren: denke].
  • Ich [Sperren: handle].
  • Ich [Sperren: schaffe] halt etwas.
  • So.
  • Okay.
  • Egal, was für nen Begriff jetze. Was ich jetze aber als Problem dann halt wieder sehen könnte, ist, dass …
  • [Sperren: Immer bloß Probleme!]
  • [Sperren: Probleme!]
  • [Sperren: Probleme!]
  • Dass ich … ähm … dann vielleicht den [Sperren: Anspruch] verliere.
  • [Pause.]
  • Etwas zu schaffen, was … [Sperren: relevant] ist.
  • [Pause.]
  • Ob ich's jemals hinbekomme, oder nicht. Das ist was anderes. Aber halt diesen … diesen [Sperren: Drang] dahin. Dass der natürlich dann wegfallen könnte. Also wenn ich mich jetzt als …
  • … wieder das Wort Künstler …
  • Als [Sperren: Hobbykünstler Hobbykünstler ] sehen würde. So hab ich auch schon mal 'ne Zeit lang probiert.
  • Auch 'ne Website dazu gestaltet. Und so. Hobbykünstler Friedrich Fröhlich.
  • Dann … äh … fällt natürlich dieses ganze … äh … [Sperren: Strenge] … ab.
  • [Pause.]
  • Also zum einen das ganze [Sperren: Gehabe].
  • Künstler mit vielleicht nem kleinen [Sperren: Bart].
  • Und nen [Sperren: Hut].
  • Und was weiß ich nicht alles.
  • Vernissage Vernissage . Und keine Ahnung was.
  • Wie ein Künstler in der … In der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
  • Als [Sperren: was] er wahrgenommen wird.
  • So. Also dieses ganze Gehabe fällt ab.
  • Man ist sozusagen … Oder ich wäre davon be… befreit.
  • Von diesem ganzen [Sperren: Tun].
  • So tun als ob.
  • Und könnte endlich [Sperren: sein].
  • [Pause.]
  • Und … [Sperren: arbeiten].
  • Einfach machen.
  • [Pause.]
  • So.
  • Gleichzeitig kann dann natürlich … kann's natürlich dann passieren, hab ich jetzt natürlich auch beim Präsentieren, also vom Hobbykünstler Friedrich Fröhlich, gemerkt, …
  • Man … Man geht … [Sperren: Ich] gehe dann halt viel viel labscher mit … äh … mit … ähm … mit einem Thema um. Also ich … Ich gl…
  • Dann …
  • Dann is es halt oberflächlicher. So.
  • Die eigene Auseinandersetzung auch damit. Ne?
  • Dann hab ich selbst eben nicht mehr den … äh … Anspruch, … ähm … etwas wirklich für mich selbst zu begründen. Oder zu … zu er… erkunden. So.
  • Sondern bleib halt ziemlich schnell an … Also bleib an der Oberfläche halt hängen. Und … äh … denke nicht zu tief weiter drüber nach.
  • [Sperren: Weil] ich ja nicht vor hab jetzt irgendwie was Tief… Sinniges … Gründiges zu machen.
  • Sondern ich bin halt Hobbykünstler. So.
  • [Schlucke.]
  • Und das birkt dann wiederum halt die Gefahr, dass ich in noch 'ne größere Krise … äh … komme. Weil ich dann noch nicht einmal [Sperren: irgendetwas] hab, wo ich sozusagen sagen würde, … äh … Damit beschäftige ich mich jetzt wirklich.
  • Ich glaub, das kann's auch gar nicht geben!
  • Also ich mein, ich beschäftige mich jetzt ja nicht mit irgend nem Thema hier. Äh … Oder mit irgend ner Idee. Äh … Die … Die sich mein Kopf reingefressen hat. Weil ich mir gesagt hab, ich … ich will Künstler [Sperren: sein].
  • Also muss ich das jetzt tun. So.
  • Sondern …
  • Das passiert ja einfach so. Das ist … Das ist … angelernt. Oder keine Ahnung was.
  • Das [Sperren: steckt] halt in mir drinne.
  • Ähm … Sich dann mit etwas näher zu befassen.
  • [Sperren: Egal], auf welchem Niveau. Ich würd halt schon sagen: Ziemlich intensiv.
  • Eigentlich.
  • So.
  • [Pause.]
  • Ähm … Das kann ich ja durch nen Begriff wie Hobbykünstler gar nicht eigentlich ablegen. So.
  • Das is dann einfach weiterhin da.
  • Man kann sich halt … äh … lediglich … äh … damit … äh … Oder [Sperren: ich] kann, nicht man, … äh … diese … diese Erwartungshaltung … äh … von [Sperren: anderen] und von [Sperren: mir selber] … Dass das, was ich halt tue, … äh … anbelangt, … ähm … Davon kann ich mich halt … ähm … freistellen.
  • [Pause.]
  • Is jetzt die Frage. Is das gut?
  • Is das nur … ähm … Pfff … Is das … Is das … ähm … Na. Wie heißt das?
  • Ähm …
  • [Klick.]
  • [Sperren: Feige]?
  • [Pause.]
  • Kann's ja auch sein.
  • Dass ich mich … äh … einem … einem Begriff nicht stellen … äh … äh … [Sperren: möchte].
  • [Pause.]
  • Fehlt mir vielleicht der Mut dazu?
  • [Pause.]
  • Das kann auch sein. Und … Dieses sozusagen nach unten stellen, also sich … äh … kleiner machen, als man ist. Ähm … Kann ja auch in diese Richtung ab… äh … abgehen. Ne? So.
  • Ich will kein … Na ja … Ich will keine [Sperren: Haltung]. Vielleicht.
  • Na ja.
  • Ich [Sperren: will] ja!
  • So.
  • Das ist nicht das Problem!
  • Aber ich seh sie halt nicht!
  • [Pause.]
  • Nicht nur bei mir! So. Ich sehe sie halt nicht!
  • [Sperren: Wirklich!]
  • So.
  • Man kann alles irgendwie begründen. Und … äh … sich die schönsten Webseiten machen. Die am professionellsten aussehen. Und … Was weiß ich nicht alles. Nach Außen kannste der Große sein. Aber … Wenn du das nicht wirklich [Sperren: fühlst], glaube ich, …
  • Da kracht dir irgendwann 'ne Welt zusammen. Würde ich sagen. Oder ich fühle mich dann zumindestens nicht … äh … nicht wohl.
  • [Pause.]
  • Ich … Wenn's jetzt andere können, dann is das okay.
  • Geht ja hier jetzt nur um [Sperren: mich].
  • [Sperren: Mich!]
  • [Sperren: Mich!]
  • [Pause.]
  • Ähm … Sich jetzt Hobbykünstler zu nennen ist natürlich dann wieder sowas wie … äh … Pfff.
  • Vielleicht kommt das wieder wie 'ne Arbeit halt rüber. Wie diese … äh … verhüllten Arbeiten.
  • Dass plötzlich diese Sperrholzboxen halt natürlich als Arbeit wahrgenommen würden. Und nicht das, was eigentlich drinne ist.
  • Und genauso … Na. Hobbykünstler.
  • Friedrich Fröhlich.
  • Hobbykünstler.
  • Wird das sofort … Du bist Künstler!
  • So. Ähm … Weil wer bezeichnet auf ner Visitenkarte Visitenkarte in der Öffentlichkeit, auf Vernissagen, …
  • Keine Ahnung.
  • Als Hobbykünstler?
  • So.
  • [Pause.]
  • Das kann bloß 'ne Arbeit sein!
  • Das kann bloß 'ne Auseinandersetzung mit halt … äh … der eigenen … äh … Nicht Person. Also Person auch.
  • Aber mit dem eigenen … [Sperren: Beruf] … Mit der eigenen Berufung.
  • [Sperren: Nee].
  • Mit dem … Mit dem eigenen [Sperren: Tun].
  • Mit dem eigenen Schaffen.
  • Also mit dem [Sperren: Künstlerischen].
  • Sein.
  • [Pause.]
  • So.
  • Ähm … Und ich will jetzt … Also. Okay.
  • Das ist natürlich auch nen Thema. So. Ein [Sperren: großes] Thema sicherlich.
  • Was ist ein Künstler?
  • Was ist Kunst?
  • So.
  • Ich meine, das ist ja … Ne? Wenn ich … äh … jetzt auf diesem Gebiet unterwegs bin … äh … Kann das natürlich 'ne riesen große Frage sein.
  • Also dass ich nicht bloß die ganze Zeit … ähm … meine Sachen hinterfrage, sondern dass ich einfach [Sperren: diese] Frage, …
  • [Sperren: Was ist denn Kunst?]
  • [Sperren: Was ist ein Künstler!]
  • Ähm …
  • Ähm …
  • Und dieses … äh … Dieses [Sperren: Scheitern Erfolg ] an der Beantwortung und auch … äh …
  • Dieses ständige Hinterfragen!
  • Bei Kunstwerken.
  • Dass [Sperren: das] … Dass ich ja [Sperren: das] eigentlich auf… Vielleicht zu meiner Arbeit machen kann. So.
  • Ich meine … Wer kennt sich denn da nicht besser aus, als der, der das macht!
  • Ne?
  • [Pause.]
  • Mich würde jetzt halt … äh … Na ja. Irgendwie stören, wenn ich jetzt sone … sone Kenn… sone konzeptuelle Sache … mache.
  • Dazu.
  • Ich kann mir eben nicht vorstellen, oder …
  • Performance Performance !
  • Oder keine Ahnung was. Was alles mit Scheitern … Was … Wie man das halt … äh … zeigen kann. So.
  • Ich mag's ja, wenn ich jetze so'n … mir so'n … mir so'n Überthema zu geben. Und das dann abzuarbeiten. Oder so. Und das ist …
  • Weiß nicht. Ob das eben so 'ne … Ob das 'ne Aufgabe für jemanden … für nen Künstler sein kann?
  • [Sperren: Sollte]. Auch wenn sich's sicherlich viele tun. Auch mit dem projektbezogenen Arbeiten. Und so.
  • [Pause.]
  • Ähm …
  • [Sperren: Scheitern].
  • Mit Geradenbildern umgesetzt.
  • [Sperren: Scheitern].
  • Erfolg.
  • Geraden.
  • Geraden!
  • Ich weiß es nicht!
  • Ich glaub, das kann ich gar nicht mir so … mir so aufzwängen. So'n Thema.
  • Auch wenn das natürlich nen spannendes Thema ist. Oder Thema mich ja eigentlich eben … äh … extrem … ähm … beeinflusst.
  • [Pause.]
  • Und … Ich merke … Sehr sehr viele Gedanken dazu immer wieder mache.
  • Immer wieder zu so'ner Sinnhinterfragung halt komme.
  • So.
  • Is es ein Thema, was ich umsetzen könnte? Ich beschäftige mich damit ziemlich viel.
  • Das hindert mich daran andere Sachen immerhin zu machen. So.
  • Und … Wenn ich dieses [Sperren: Hindern] sozusagen als [Sperren: Arbeit] … äh … Also in einer Arbeit umwandle. [Sperren: Ins] Arbeiten eben … Mich hinzusetzen. Nen Pinsel in die Hand zu nehmen. Und das dann auszudrücken.
  • [Pause.]
  • Tja.
  • Is halt was ganz anderes. Jetze. Als was ich mir … Ich würd halt gerne schon irgendwie was … Was Bildnerisches. Oder was auch immer machen.
  • Also etwas …
  • Mit Motiv!
  • Oder selbst wenn's was Abstraktes ist.
  • Was man halt sich ansehen kann. Was man auch teilweise … ähm …
  • [Pause.]
  • [Sperren: Genie Genie ßen] kann.
  • Also was halt 'ne Ästhetik hat. Was ja alles irgendwie hat. Aber halt etwas, was man sich auch gerne anschaut. So.
  • Und gleichzeitig aber … ähm … auch sehr viel noch dahinter steckt. Ob das jetzt jeder … äh … mitbekommt. Oder nicht.
  • Das ist was anderes!
  • Aber dass … dass da halt noch sehr viel …
  • Fragen!
  • Drinne immer sind. Die offen bleiben. Vielleicht.
  • Ich muss ja nicht alles beantworten.
  • Das macht's ja dann erst …
  • Das macht's ja langweilig. Wenn alles beantwortbar ist.
  • Also dass dann noch [Sperren: mehr] dahinter steckt. Als [Sperren: nur] die Oberflächen.
  • Nur … Nur das ästhetisch Schöne.
  • [Pause.]
  • Na ja. Dass halt … Also …
  • [Pause.]
  • Also schwierig halt. Diese beiden Sachen … Dieses ständige Hinterfragen … Wenn ich das nicht als Arbeit mir nehmen [Sperren: will].
  • Gibt's ja bestimmt schon einige Künstler, die das gemacht haben.
  • Ähm … Das Hinterfragen auch der eigenen Person. Oder so. Ähm …
  • [Pause.]
  • Okay.
  • Das mache ich ja nun [Sperren: ständig]. Höchstwahrscheinlich.
  • Mit den Selbstporträts Selstbildnis .
  • Oder: Was bin ich?
  • So ungefähr. Was ich jetze ja auch viele Fragen … Was ja auch irgendwie in ist. In den Magazinen und so. Das … Das zu hinterleuchten.
  • Ähm … Das Individuum … ähm … in den Vordergrund … äh … zu rücken.
  • [Pause.]
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Ja. Das bleibt am Ende irgendwie wieder so. Dieses [Sperren: Selbstporträt].
  • [Pause.]
  • Ich bin [Sperren: ich].
  • Und das ist mein Selbstporträt.
  • Punkt.
  • [Lange Pause.]
  • Ich glaub nicht, dass ich jeden Tag … äh … den [Sperren: Drang] hab, mich selbst darzustellen.
  • Hab ich eigentlich gar nicht. Is halt … ähm … Ich mag's halt … ähm … Mich darzustellen.
  • Mein Gesicht zu nehmen.
  • Zu foto… fotografieren. Zu bearbeiten.
  • Mhm.
  • Die Änderungen über die Jahre hinweg zu sehen.
  • Wie ich damals ausschaute. Was ich damals erlebt hab.
  • Was ich heut …
  • Was ja jeder Mensch irgendwie dann … äh … mit Erinnerung … So …
  • Mache ich dann ja auch nichts anderes.
  • Das [Sperren: Wesen] irgendwie darzustellen.
  • Konflikte.
  • [Sperren: Innere].
  • [Pause.]
  • Ich würd's halt … Der … Na ja. Ich will's halt eigentlich nicht als … ähm … Ich möchte daraus kein [Sperren: Thema] machen. So.
  • Das … hat wieder sowas [Sperren: Zwanghaftes].
  • Das …
  • [Aufnahme Ende.]
Standpunkt Gedicht vom Nichtkünstler, 19.2.2016 gedicht.jpg Standpunkt "Malerei ist nicht dazu da Wohnungswände zu schmücken. Sie ist eine Waffe des offensiven und defensiven Kampfes gegen den Feind." (Picasso Pablo Picasso ) dem ersten Satz möchte ich gerne zustimmen ob Malerei oder andere Form des Ausdrucks: es sollte nicht nur Dekoration, "schön", "interessant" sein (aktuell mein Hauptproblem bei HGB Rundgang HGB Rundgang neben Hinterfragung Gegenwartskunst) Was aber ist ein heutiger Feind? Man selber? Das Abgesichertsein und damit einhergehende Schläfrigkeit (siehe Schlaraffenland)? Der Tod Sterben als Feind, der aber nie besiegt werden kann (=aussichtslos) / will (=unerträgliche Vorstellung ewigen Lebens)? Nicht: Was KÖNNTE mein Feind sein (also ausgedacht, nachträglich dazu auserkoren = Sinnhaftigkeit hinterfragbar), sondern: Was IST mein Feind? Motiv der Trägheit, Schläfrigkeit, versorgt sein umsetzen Trägheit in Geradenbild Geradenbild (Selbstporträt, eventuell mit Totenschädel Totenmaske , Kopf zur Seite geneigt, abstützend) umsetzen
Entwurf für großes Ganzkörperporträt, Plotterzeichnung und schwarzer Aquarellfarbe
Entwurf für großes Ganzkörperporträt, Plotterzeichnung und schwarzer Aquarellfarbe
Standpunkt HGB Rundgang HGB Rundgang 2016 Kunstmarkt Kunstmarkt verhüllt verhüllt Geradenbild Geradenbild Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Wie schaffe ich es mit möglichen Kaufinteressenten in Kontakt zu kommen? Die ja anfänglich bloß die Oberfläche … ähm … betrachtet haben. Und die für interessant, schön, … äh … befinden konnten. Die dann aber im weiteren Gespräch … äh … noch mehr wissen möchten.
  • Über die Arbeit.
  • Über die Bedeutung von Geraden.
  • Ähm … Also wie schaffe ich es die … die zu erreichen, mit denen ich noch einmal intensiveren Kontakt hatte, …
  • Okay. Ob das jetzt Kaufinteressenten sind oder nicht …
  • Also die, die sozusagen [Sperren: mehr] wissen wollen. Und diskutieren wollen darüber.
  • Das ist ja [Sperren: das], was mich selber … mir selber nützt.
  • Mir bringt es eben nichts, zum … zum Beispiel beim Rundgang auszustellen und hundert Leute stehen davor und [Sperren: bewundern] das der Technik wegen!
  • Ähm … Und gehen dann halt weiter. Machen vielleicht noch schnell nen Foto. Und stellen aufs Facebook Facebook .
  • Und das war's dann vielleicht auch schon.
  • Vielleicht auch ohne Namensangabe. Wie ich das jetzt oft gesehen hab, im Internet. Von anderen. Äh … Wo einfach nen Foto von den Arbeiten gemacht wurde, ohne zu überlegen von wem das ist und …
  • Technik … Keine Ahnung was.
  • So.
  • Die … Die interessieren mich nicht. Die will ich auch gar nicht erreichen.
  • Das bringt mir nichts.
  • So.
  • [Pause.]
  • Also wie schaffe ich es die anderen, die kleinere Gruppe, … ähm … mit der ich dann wirklich in Kontakt … in Diskussion treten kann, … ähm … zu erreichen?
  • [Pause.]
  • Ähm …
  • [Pause.]
  • Also …
  • [Pause.]
  • Idee jetzt eben: Beim nächsten Rundgang wieder zu verhüllen. Das heißt: Viele Leute gehen wieder dran vorbei.
  • Was in Ordnung ist!
  • Keiner macht ein Foto!
  • Hier haben ja drei, vier, fünf Leute von nen Foto gemacht. Aber bestimmt … Natürlich nur wegen der Oberflächenstrukturen.
  • Ne?
  • Wieder vom Holz.
  • Ähm … Die haben ja nicht die eigentliche Arbeit gesehen.
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Also dass ich da dann wieder verhülle!
  • Niemand sieht's.
  • Damit hab ich dann erstmal kein Problem.
  • [Sperren: Aber] irgendwie muss ich es schaffen, dass … dass … Ja. Dass ein paar eben …
  • Aber [Sperren: wie] sollen die darauf aufmerksam werden? Auf die …
  • Auf [Sperren: das], was ich eigentlich mache, wenn ich es [Sperren: nicht] zeige?
  • So.
  • [Pause.]
  • Da kann ich ja ganz ganz viel … ähm … äh … in meinem Arbeitsraum schaffen. Und wenn ich das dann aber nicht nach Außen zeige, kann's auch niemanden interessieren!
  • So.
  • Es [Sperren: muss] ja ein anfänglicher Reiz da sein.
  • [Pause.]
  • So.
  • Und den verwehre ich ja bisher.
  • So.
  • Es ist natürlich auch so: Beim Rundgang, klar, mag so sein, 95 Prozent oder so, keine Ahnung was, werden halt … werden das halt als … als Wochenendausflug … äh … betrachten.
  • Mit der Familie.
  • Oder … Oder als Fun, Spaß, mit Alkohol Alkohol .
  • Oder so.
  • Aber es gibt ja eben doch ein paar, die … die … Ja. Die … Ja. Wie letztes Mal. Da waren dann ja zwei hier.
  • Haben mit mir geredet.
  • Die haben's ja auch bloß daher gesehen.
  • So.
  • Die kamen ja nicht ganz zufällig hier her!
  • So.
  • Die brauchten eben nen kleinen [Sperren: Anreiz]. Nen Reiz.
  • Etwas [Sperren: sehen] mussten sie. Um halt überhaupt … ähm … Kontakt aufnehmen zu können.
  • So.
  • Wenn ich's jetzt natürlich wieder verhülle, was ich ja [Sperren: eigentlich] will, dann heißt es natürlich, dass kein Reiz stattfindet. Dass auch niemand kommen wird. Und darüber weiter reden möchte.
  • So.
  • Ähm … Also entweder ich … ähm … ich schaffe es diese Verhüllung zwar aufrecht zu erhalten [Sperren: und] gleichzeitig irgendwie … irgendwie dabei etwas … einen kleinen Wink zu geben, oder so, …
  • Das ist aber wieder so inkonsequent!
  • Oder aber eben ich nutze den Rundgang. Ihn also nicht als Partyding sehe. Halt wirklich zum Verhüllen.
  • [Sperren: Punkt].
  • Da wird nichts gezeigt!
  • Ähm … Das interessiert mich nicht. So.
  • Aber eben dann auf nen anderen Weg … ähm … ähm …
  • Ja.
  • Mit Interessierten … Mit Leuten, die … ähm … mehr darüber wissen wollen. Mit denen ich darüber reden kann.
  • Zu finden.
  • Außerhalb der Hochschule natürlich.
  • Also … Dozenten, Klassentreffen und so gibt's ja …
  • [Schlucke.]
  • … gibt's ja genug, wo schon darüber geredet wurde.
  • [Pause.]
  • Nur ich verspüre auch gar kein Interesse, keinen Drang halt, … ähm … irgendeinen dieser kleinen …
  • Wie heißen die?
  • Off-Ausstellungen …
  • Spaces.
  • Oder so … Aufzusuchen. Und dort auszustellen.
  • Pfff.
  • Weiß ich nicht.
  • Das ist halt nen anderes Publikum. Ich glaube, das ändert sich jetzt nicht. Das ist ja noch weniger verbunden mit …
  • Ahhh!
  • Ich weiß es auch nicht.
  • [Pause.]
  • So.
  • Und … Internetseite?
  • Na das ist ja noch mehr Publikum. Öffentlichkeit. Show. Inszenierung Inszenierung . Also … normalerweise eben.
  • Ähm … Da will ich aber auf jeden Fall, [Sperren: wenn dann], verhüllt sein. Das ist ja nun [Sperren: das] Gebiet, Internet, wo … wo so viel getan wird und nicht ist. Da ist es ein Zeichen, zu verhüllen! Nicht zu zeigen.
  • [Pause.]
  • Aber eben auch bei so großen Partyangelegenheiten. Wie beim Rundgang. Wie ich's halt wahrgenommen hab.
  • Ja.
  • [Pause.]
  • Also was gibt's denn dann als Alternative?
  • Pfff.
  • Zu diesen Veranstaltungsorten?
  • Was gibt's da für eine Alternative?
  • [Pause.]
  • Wenn natürlich …
  • Viele Leute gehen hin und eins, zwei Leute bleiben dann halt hängen.
  • Um die geht's ja am Ende!
  • Und … äh … Die sperre ich natürlich auch aus, wenn ich … äh … mich verweigere etwas zu zeigen.
  • So.
  • Ähm … Möchte ich also meine … meine … meine Grundhaltung aufgeben? Nur um diese eins, zwei zu erreichen? Und dafür aber allen anderen sozusagen die Möglichkeit zu eröffnen, … ähm … eben mal nen Foto zu knipsen? Keine Ahnung davon eigentlich zu haben und das für schön zu empfinden? Und dann halt weiterzugehen? Und das halt so nebenbei zu betrachten?
  • Darauf hab ich eben eigentlich auch kene Lust.
  • [Schlucke.]
  • Wenn dann soll man halt … Man soll sich halt, wenn dann, ein bissel Zeit nehmen, darauf einzulassen. So.
  • [Sperren: Das] wünsch ich mir dann eigentlich.
  • [Pause.]
  • Das sind jetzt keine Meisterwerke oder so höchstwahrscheinlich. Die jetzt immer und ewig in Erinnerung bleiben in den Köpfen. Aber dass man, [Sperren: wenn man schon] sich … ähm … zu so einen Ort begibt, sieht, dass man sich darauf richtig einlässt. Auf die einzelnen Arbeiten. Selbst wenn man dann, wenn da fünfzig ausgestellt sind, wenn man dann bloß drei, vier schafft. Oder so. Aber Hauptsache man hat die halt wirklich … ähm … man hat die wirklich [Sperren: betrachtet].
  • Man hat sie wirklich [Sperren: gesehen].
  • Und nicht bloß kurz wahrgenommen.
  • [Schlucke.]
  • Und am Ende, nachdem man da war, bleibt dann so nen komisches Rauschen übrig. So. Nichts hat man wirklich vielleicht wahrgenommen, oder … Und … Aber gang ganz viel gesehen. So.
  • Oberflächlich!
  • Das wäre jetzt höchstwahrscheinlich wieder so nen Übergang zu der Verhüllung.
  • [Pause.]
  • Wo man aber … aber die vordere Platte öffnen kann.
  • Also dass der … Dass viele Besucher … ähm … daran vorbeigehen. Und [Sperren: einer], der es dann aber öffnet, der muss dafür ja schon mal davor stehen.
  • Von weitem etwas sehen, konnte er davor nicht. Konnte davor nicht bereits … ähm … sozusagen drüberschweifen und da schon entschieden haben, ob er es jetzt genau gesehen hat oder nicht.
  • Es [Sperren: nicht sehen] zu wollen oder einfach weiterzugehen, weil ihm der Weg jetzt zu lang ist. Sondern … Er [Sperren: muss] erst einmal davor stehen, um es öffnen zu können.
  • [Pause.]
  • Er öffnet jetze das Ding. Mit den Scharnieren am Rand.
  • Keine Ahnung. Wie auch immer.
  • [Schlucke.]
  • Er öffnet es. Und in [Sperren: dem] Moment Moment erst … äh … nimmt er die Arbeit war. Er steht richtig davor. Er kann sich richtig darauf konzentrieren. Er hat halt 'ne Handlung gemacht. Ähm … Er hat Zeit … Arbeit investiert er in dem Moment. Er hat ja [Sperren: Kraft] aufgewendet. Ähm …
  • Und [Sperren: jetzt] kommt sozusagen dieser Belohnungseffekt. Er [Sperren: sieht] jetzt etwas. So.
  • Ich [Sperren: denke], dass er sich dann auf jeden Fall [Sperren: mehr] auf die Arbeit einlässt, als wäre die Arbeit jetzt einfach nur … hätte sie einfach nur offen gestanden.
  • So.
  • Und nachdem er sie betrachtet hat, müsste er sie halt wieder … ähm … Wieder die Klappe schließen.
  • So.
  • Sie wieder dem … dem … ähm … ähm … dem Raum überlassen, der dann halt nicht mehr sichtbar ist.
  • Dieses … Diesen … Diesen [Sperren: inneren] Raum.
  • So.
  • Bis dann der nächste kommt und die Klappe wieder öffnet und sich darauf einlassen kann. [Sperren: Wenn] er möchte. Klar. Wenn's ihn überhaupt nicht interessiert, dann schließt er's halt wieder sofort. Klar. Aber die [Sperren: Möglichkeit] besteht jetze halt, sich intensiver damit auseinander zu setzen, als wenn die Arbeit halt … äh … immer offen steht. Und … äh … unter fünfzig Arbeiten eben … ähm … in ner Reihe aufgestellt ist.
  • Das is so nen Aufmerksamkeitsding halt.
  • [Pause.]
  • Das ist also eine Verhüllung für die … für die, die … die … ähm …
  • Nee! Ich sperre mich sozusagen gegen die, die … ähm … die just einfach mal durchziehen. Und … äh … die am Ende ein Rauschen halt haben wollen. Und … Fotos machen, die sie noch nicht einmal betiteln können. Weil sie noch nicht einmal wissen, von wem das ist. Das tritt im Internet halt …
  • Wie heißt das?
  • Instagram Instagram oder so. Da gibt's jetzt viele Fotos zu diesem Rundgang. Wo einfach überhaupt gar kein Name von dem Kunststudenten Kommilitone steht. Oder Titel. Oder was auch immer.
  • Das ist einfach nur schnell nen Foto gemacht und weitergegangen.
  • So.
  • Und das für schön empfunden.
  • Das ist eine Impression!
  • So.
  • Davon hat aber der Kunststudent eben überhaupt nichts. Also jetzt nicht wegen Aufmerksamkeit oder so. Sondern … Da wurde überhaupt nicht damit gearbeitet, oder … Da kann ja gar nicht weiter nachgeforscht werden.
  • Was wollte er denn jetzt sagen? Oder hat er vielleicht noch andere Arbeiten? Die interessant sein könnten für mich?
  • [Sperren: Geht ja gar nicht]. Wenn man, noch nicht einmal am Anfang, wo man das Foto macht, den Namen recherchiert.
  • So.
  • Das passierte aber recht häufig. Und [Sperren: die] interessieren mich einfach nicht.
  • Die will ich [Sperren: ausblenden].
  • Die … Ich will nicht bloß, dass sie … dass sie dran vorbeigehen, weil da vielleicht nen Desinteresse besteht. Ähm … Sondern ich will denen den Zugang einfach [Sperren: versperren].
  • Die sollen gar nicht die Möglichkeit haben, nen zufälliges Foto … Oder ein Foto davon zu machen, ohne Namen das dann ins Internet zu stellen.
  • Oder … Ja. So vorbeizurauschen sozusagen.
  • Vielleicht sogar noch mit … äh … Alkohol in der Hand.
  • So.
  • Ich möchte [Sperren: wenn dann] nur die haben, …
  • [Schlucke.]
  • Oder 'ne Auswahl treffen und sagen: Ähm … äh … Derjenige, der es sehen will, der [Sperren: muss] halt erst selber einen Aufwand machen.
  • Der [Sperren: muss] sich halt erst in die Position begeben, wo er sich konzentrieren kann. Auf diese eine Arbeit.
  • [Sperren: So].
  • Und wenn er sich dann nämlich wirklich auf diese eine Arbeit konzentriert, dann gibt es einen … dann ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, dass er … äh … nach dem Titel guckt. Nach dem Namen guckt. Vielleicht selbst weiter darüber nachdenkt, was das in ihm bewirkt. Und das nicht bloß oberflächlich betrachtet.
  • So.
  • Ich denke, da ist die Möglichkeit dann eben mehr gegeben.
  • So.
  • [Pause.]
  • Jetzt wäre die Frage, wie … wie … ähm … wie ist der Kasten gestaltet!
  • Gerade fällt mir sowas wie 'ne Glasrückwand oder so ein. Nur indem man halt an der Seite der verhüllten Arbeit … äh … an die Wand guckt. Wo dann der Glasspiegel angebracht ist, kann man dann …
  • Nee. Das ist schon wieder zu viel!
  • Also … Das ist gut, aber es ist … Du siehst dann immer nur [Sperren: indirekt] die Arbeit so.
  • Das ist wieder was ganz anderes, als … ähm … als … äh … Thema. Das bewirkt was anderes.
  • So.
  • [Schlucke.]
  • Na es muss schon irgendwie 'ne Handlung sein, die derjenige vollführen muss. Er muss erstmal davor stehen. Wie gesagt … Wenn's geöffnet ist, muss derjenige davorstehen, um überhaupt was sehen zu können.
  • So.
  • Jetzt geht's um das Öffnen.
  • Ähm.
  • Im digitalen Zeitalter würde man heute auf nen Touchscreen klicken. Einmal. Oder man würde auf nen Knopf drücken und irgendwas würde automatisch gehen.
  • Gefällt mir nicht!
  • Er muss also selber noch diese Handlung vollführen halt.
  • Wie bei nem Vorhang. Gibt's bestimmt … Muss ich mal nachgucken … äh … nach Kunst oder so.
  • Hat der das nicht vorgestern gesagt? Mit … Mit Arbeiten, die dann verhangen waren? Und um das sehen zu können, musste man halt den Vorhang öffnen? Und danach hat man den wieder geschlossen?
  • Muss ich nochmal nachgucken, aus welchen Jahren das halt stammt.
  • Diese Idee.
  • Und was deren Hintergrund war!
  • Das ist ganz interessant.
  • Mit nem Vorhang geht das natürlich ganz gut.
  • [Schlucke.]
  • So.
  • Aber nen Vorhang hat … macht's natürlich … ähm … hat eher so den Charakter von … ähm … Also nicht bloß vom Entdecken. Sondern das tut man ja auch, wenn man so 'ne Platte öffnet. Sondern auch schon von Weitem hat das schon so diesen Drang sozusagen höchstwahrscheinlich, das öffnen … zur Seite ziehen zu wollen.
  • Ähm … Den will ich ja gar nicht mal so in den Vordergrund … äh … stellen.
  • Diesen Drang!
  • Dieses Bedürfnis!
  • Weil das machen dann auch alle die alkoholisiert sind. Ähm … äh … Pfff … Die haben dann auch Spaß dabei, dieses Ding zur Seite zu ziehen.
  • So.
  • Dann machen's wieder alle!
  • So.
  • Dann haste damit gar nichts erreicht. Außer, dass sie davor stehen müssen, um die Arbeit sehen zu können.
  • So.
  • Das ist jetzt aber noch nicht weit genug!
  • Also dieser Entdeckerdrang sozusagen, der darf noch nicht am Anfang … ähm … geweckt werden. Also von Weitem geweckt werden. Wie durch nen Vorhang. Wo ja automatisch sowas wie … nen Gefühl von "das kann man zur Seite schieben und das will ich jetzt auch machen … Und gehe deshalb dahin" …
  • Sondern es muss am Anfang schon sich dem Blick verwehren. Ohne … Ohne dass man erkennt, offensichtlich erkennt, dass das etwas … dass es geöffnet werden kann.
  • So.
  • Also man soll da nicht hingehen des Öffnen wegen.
  • So.
  • Sondern … Ja. Nur wenn man davorsteht soll man erst mitbekommen: Man kann's auch öffnen!
  • So.
  • Und … äh … Und … Und … Ja.
  • Um mehr etwas zu erfahren.
  • Dann kommt ja auch nen Entdeckerdrang. Aber nicht eben schon am Anfang.
  • Das ist schonmal gut.
  • Kein Vorhang der zu viel … ähm … der zu viele … ähm … wieder anziehen würde. Einfach weil da ein Vorhang ist.
  • So.
  • Der zur Seite geschoben werden kann.
  • Sondern schon bei der Platte bleiben!
  • Nehmen wir mal die Holzplatte halt. Diesen Holzkasten. Platte davor. Scharniere halt so an der Seite, dass die nicht extrem auffallen. Aber die müssen natürlich da sein, damit's geöffnet werden kann.
  • Als Beispiel jetze.
  • So.
  • In den Sechzigern hätten die jetzt wahrscheinlich sowas "Bitte öffnen!" … nen Schild "Bitte öffnen!" da gehabt. Ähm …
  • Will ich nicht!
  • Das … Das wäre mir halt zu platt.
  • [Pause.]
  • Nehmen wir statt so etwas … ähm … äh … nen Griff. Es wieder …
  • Nee. Passt dann nicht wieder zu nem … zu nen Holzkasten. Wenn da … Der wäre jetzt ja nicht zugenagelt, die obere Fläche. Das geht ja dann … Das wäre dann wieder nur eine Inszenierung mit den Nägeln. Sondern man muss es ja sozusagen [Sperren: öffnen] können.
  • Soll man den … Ist die ganze Konstruktion sozusagen abnehmbar und dahinter ist dann das Bild an der Wand befestigt? Also dass man wirklich die ganze Konstruktion, die den Blick sozusagen erst einmal verwehrt, abnehmen kann?
  • Wäre ja auch noch 'ne Möglichkeit.
  • Und nicht bloß da vorne irgendwie so nen Guckding.
  • [Pause.]
  • Aber wie macht man darauf aufmerksam, dass man die ganze … die ganze … ähm … [Sperren: Hülle] … ähm … abnehmen kann?
  • [Pause.]
  • Mhm.
  • Über den Titel?
  • Würde ich eigentlich auch nicht machen.
  • Sagen wir mal …
  • Na warte mal!
  • Nen Titel könnte auch schon mal was sagen. Ne? Das wäre ja jetzt nicht Titel "Verhüllte Arbeit" oder so. Sondern …
  • Wie der Professor das jetzt eigentlich sehen … gerne hätte gesehen … Würde es zum Beispiel, wäre da jetzt nen Selbstporträt Selstbildnis dahinter, würde es halt "Selbstporträt" heißen. Im Titel.
  • So.
  • Sagen wir mal, der Titel, das Schildchen, ist so daneben. Dann … Dann … äh … Dann wird ja höchstwahrscheinlich schon mal nen bissel klarer werden: Da ist nen Selbstporträt. Das wird jetzt nicht der Kasten sein irgendwie!
  • Da muss auch was dahinter sein, was man auch sehen kann!
  • So.
  • Ich wollt's ja nicht Selbstporträt bisher nennen. Weil niemand kann's sehen und ich will mich den Blick auch verwehren.
  • So.
  • Und … ähm … Okay. Titel kann man schon mal sagen "Selbstporträt" oder "Landschaft". Oder so.
  • So.
  • Und jetzt muss es aber eben noch diesen einen Moment geben, wo man sagt, … ähm … da muss man jetzt rangehen und es bewegen, damit man's jetzt sehen kann.
  • So.
  • Ähm … Am Intuitivsten wäre es natürlich, oder am eingänglichsten, ohne es groß erklären zu müssen, wäre es mit Scharnieren oder nem Knauf oder so.
  • Mit nem [Sperren: Türknauf]. So.
  • [Schlucke.]
  • Das wäre natürlich auch 'ne Möglichkeit. Nicht mehr … Nicht so nen primitiver Holzkasten. Sondern so 'ne … 'ne …
  • Wie nennt man das?
  • Kartusche?
  • Nee, wie heißen die?
  • So nen kleiner schön gemachter Kasten halt!
  • Mit 45-Grad-Schnitt und so. Und … ähm … Deckel kann man sozusagen zur Seite schieben. Oder zur Seite hin öffnen.
  • So.
  • [Pause.]
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Das Ding ist natürlich, ich lege dann in die Verhüllung [Sperren: so] viel rein an … ähm … also an … an Tat, dass … dass die Arbeit, die da drinne ist, irgendwie als Teil … als Teil gesehen wird von [Sperren: dieser] … von [Sperren: dieser] Verhüllung. Von diesem ganzen drumherum!
  • Und eigentlich ist ja dieses Drumherum nur für mich der … ähm … Hab ich ja nur gemacht, damit [Sperren: nur] Leute, die wirklich davor stehen und sich konzentrieren können, prinzipiell, dass sie sich sozusagen konzentrieren.
  • So.
  • Und dass nicht … Oder dass nicht die Verhüllung … Also sagen wir, es wäre so 'ne Verhüllung wie … Ich glaube, das war die … die …
  • … der "Ursprung Ursprung der Welt". Oder so.
  • Wenn da jetzt nen Vorhang ist, oder so, … Dahinter ist ja was Erotisches. Oder so. Und dieser Vorhang verhüllt das. Dann ist ja schon dieser Vorhang … äh … ist ja [Sperren: Teil] dieser Arbeit. Weil … Weil … Ja. Man [Sperren: lüftet] sozusagen etwas.
  • Oder man guckt durch ein kleines Guckloch durch!
  • Dann ist das durch dieses Guckloch gucken auch wieder Teil der Arbeit. Wenn dahinter … äh … diese Arbeit … also die Arbeit genau [Sperren: das] thematisiert.
  • Also dass da irgendwas ist, was heimlich ist! Oder was man normalerweise nicht öffentlich zeigen darf. Oder so.
  • Und bei [Sperren: mir] geht's ja jetzt darum: Ich zeig eigentlich ganz … Weiß nicht … Selbstporträts. Den Geradenkreis, wo ich gerade viel ausprobiere. Und so. Das sind jetzt ja nicht Arbeiten, die irgendwie … äh …
  • [Schlucke.]
  • … die … die verhüllt werden müssten, sollten, … ähm … weil … weil … weil das Motiv genau das bedarf!
  • Also weil da [Sperren: Spannung] entsteht … äh … dabei!
  • So zwischen … zwischen …
  • Das ist geheim! Und nur [Sperren: ich] sehe es jetzt!
  • Oder ich … Niemand kann halt sehen, wie ich es mir ansehe. So. Wenn's halt irgendwas … Pfff … Etwas ist, was man normalerweise nicht in der Öffentlichkeit sehen würde. Oder auch zeigen würde, dass man sich das anguckt.
  • So.
  • Ähm …
  • Also in so 'ne dunkle Kammer so hinein.
  • Das ist es ja eben nicht!
  • So.
  • Das sind [Sperren: ganz] normale Bilder, die für [Sperren: sich] wirken sollten. So. Also wo ich dann halt sagen würde, wenn's nen Interessenten geben sollte, der sich das gerne in sein Haus hängen würde, dann hängt der sich das ja auch gerne so in sein Haus. Also jetzt so … Oder er kann das natürlich dann auch mit dieser … mit dieser … ähm … mit dieser Vorrichtung machen! Dass er das zwar aufhängt, aber immer nur, wenn er das öffnet, sieht er das selber. Und konzentriert sich … Und kann sich einen Moment darauf konzentrieren. Und einen Stuhl davor hinstellen. Und … äh … die Arbeit sehen.
  • [Schlucke.]
  • Aber wichtig ist halt, dass diese … diese … diese Verhüllung, diese [Sperren: Form] der Verhüllung, eben nicht … ähm … zum … als [Sperren: Teil] der Arbeit gesehen wird, die [Sperren: drinne] ist.
  • So.
  • Dieses … Das ist [Sperren: wirklich] bloß die Vorrichtung dafür, dass die … äh … die … dass die Besucher … ähm … nicht einfach vorbeigehen, oder eben mal so sich das angucken. Und für sich als schön empfinden. Und das war's dann.
  • So.
  • Sondern sich wirklich konzentrieren [Sperren: können]. So die Möglichkeit gegeben wird. In dem ganzen Wusel, der da existiert.
  • Darum geht's ja auch. Wenn da zwanzig, dreißig Leute in dem … in so nem Raum sind, in dem fünfzig Arbeiten oder so präsentiert werden, dann [Sperren: kannst] du dich nicht, also [Sperren: ich] zumindestens nicht, ohne dieses ganze Stimmengewirre und diese ganzen Reize, diese ganzen … äh … ganzen Farben, die auf einen niederprallen, … Sich [Sperren: da] zu konzentrieren auf [Sperren: eine] Arbeit ist sehr sehr schwer.
  • Oder da stellt sich jemand vor einen! Und man hat dann die Sicht leicht versperrt.
  • Und so weiter und so fort!
  • Das ist … Darum geht's mir. Das wäre jetzt erstmal mein Thema. Dieses … Dass die Person sich darauf konzentrieren kann.
  • So.
  • Und … Das ist aber nicht … Dass es aber nicht als Teil der Arbeit gesehen wird. Der eigentlichen Arbeit.
  • [Pause.]
  • Das ist jetzt halt das nächste Problem! Wie [Sperren: schaffe] ich das?
  • [Pause.]
  • Wie geht das?
  • [Pause.]
  • Na okay. Darum kann ich mich ja jetzt gleich noch später drum kümmern.
  • Erstmal geht's um diesen Akt Akt des Öffnens. [Sperren: Wie] könnte der aussehen?
  • [Schlucke.]
  • Mit nem Knauf.
  • So.
  • Normalerweise würden sich Leute höchstwahrscheinlich sagen: Hui, das ist ein Kunstwerk! Das darf man nur betrachten!
  • Das muss ich jetzt erstmal außer … außer betracht lassen. So. Dieses … Ja. [Sperren: Darf man's] jetzt oder nicht?
  • Das will ich ja gar nicht!
  • Dieses … Dieses … äh … Dass der sich unwohl fühlt dabei.
  • Das will ich nicht.
  • Der soll wissen: Okay, das ist jetzt halt nen Ding, was man öffnen kann. Und Punkt. Da ist jetzt nicht die Frage, ob das schon die Kunst ist oder so.
  • Das ist zum Öffnen da.
  • So.
  • [Pause.]
  • Das wäre wichtig. Dass das rüberkommt. Ist die Frage, ob das ohne Hinweisschild geht oder so.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Komplizierte Variante wäre halt mit … mit Hinweisschild.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Sagen wir mal, das Problem haben wir jetzt auch schon gelöst.
  • Gibt's gar keine Frage mehr!
  • Er kann davor stehen, sich sagen … Kein unwohlgutes Gefühl … Er kann's halt öffnen. Und das ist dafür da. Punkt. So.
  • [Pause.]
  • Dann öffnet er es.
  • [Pause.]
  • Er öffnet es.
  • Und sieht in [Sperren: dem Moment] die Arbeit, die drinne ist.
  • Ist jetzt wieder die Frage wegen Ausleuchtung. Oder ist das dann so hell, dass es … Na ja … Müsste es dann halt so weit öffnen, dass es … Es soll sozusagen nicht dieses Gefühl von "Man guckt jetze durch nen Schlüsselloch durch" irgendwie … Und sieht da was geheimes. Sondern er kann's halt richtig richtig öffnen. So dass es richtig breit gefächert ist und er halt nochmal … äh … nen Meter nach hinten treten kann und sieht es dann immer noch.
  • Oder sieht es dann noch sehr sehr gut. Darf dann sozusagen kein Blick … äh … weg.
  • Und er muss dann natürlich, nachdem er es geöffnet hat, es auch wieder schließen.
  • So.
  • Auch wieder ohne Scheu.
  • [Sperren: Weil's] ja Kunst sein könnte.
  • Und zwar schließen, damit's dann andere wieder … ähm … öffnen können.
  • Und das dann nicht die ganze Zeit offen ist. Dann hätte … Dann hätte … Dann wäre die Wirkung ja nicht mehr da.
  • [Pause.]
  • Vielleicht sollt ich erstmal, anstatt jetzt so … äh … als … ähm … für 'ne Idee für nen Ausstellungsraum betrachten, wie für den Rundgang, eher jetzt vorstellen, was ist, wenn jemand schon so eine Arbeit hat!
  • Oder bei mir jetzt zum Beispiel. Wenn ich das bei mir aufhänge, so … so … Vielleicht sollt ich da mal so 'ne Testarbeit einfach machen. Mit ner guten Arbeit natürlich.
  • So.
  • Und nen guten Bilderrahmen.
  • Dass ich das mal hier mache. Einfach ausprobieren, mit so nem … ähm … mit so ner kleinen Tür, zum öffnen.
  • Nur, wenn das dann sozusagen nicht mehr als Deko verstanden wird, auch von mir selber, … Ist ja dann verschlossen! Also kann ich's nicht mehr als Deko verstehen. Sondern nur, wenn du dann davor stehst und diesen Kasten öffnest, … Und dich hinsetzt. Und es betrachtest. Ähm … [Sperren: Dann] nimmst du die Arbeit war und … und eins, zwei, drei Minuten später irgendwie, nachdem du's wieder genossen hast, schließt du die Arbeit wieder.
  • So.
  • Dann kannste wieder den Alltag machen. Oder was anderes.
  • So.
  • [Pause.]
  • Die Arbeit wird dann also nie als … als …
  • Die ist jetzt [Sperren: da], ich sehe sie ja [Sperren: ständig], wenn ich dran vorbeigehe …
  • Man [Sperren: kann] sich nicht ständig daran … äh … daran … ähm … das nicht [Sperren: ständig] genie Genie ßen! Irgendwann flaut es halt ab.
  • So.
  • Das wird halt aufrechterhalten, ne? [Sperren: Nur] wenn man's sich bewusst macht … Also nur wenn man sich nen Moment Zeit nimmt und sich betrachtet, … Ja. Das macht's auf jeden Fall aus.
  • Also dass ich das mal hier einfach ausprobiere.
  • Mir 'ne Konstruktion hier überlege, wie es am besten … ähm …
  • Ich denke mal, das wäre dann nicht mit …
  • [Sperren: Na ja]! Das wäre dann die Frage. Soll der … Also … Soll die eigentliche Arbeit schön gerahmt sein mit Glas und so weiter? Ähm … Und da drinne sein? Also mit dem Rahmen? Oder soll der … soll die Verhüllung, diese … diese … dieser Kasten [Sperren: im] Rahmen sein und da [Sperren: drinne] ist dann nochmal die Arbeit?
  • Oder … Oder soll das [Sperren: gesamte] Ding umschlossen sein von … von … von so nem Kasten?
  • Ähm … Da fällt mir halt bloß erstmal ein … Wenn der Kasten halt alles umschließt, auch den Rahmen und so weiter und man sieht's halt nur, wenn man den öffnet, dann … äh … dann muss man sich halt überlege, wie sieht der Kasten aus, wenn der einfach nur so an der Wand hängt!
  • Es soll jetzt natürlich nicht total [Sperren: hässlich] aussehen. Ne?
  • Ja.
  • Oder [Sperren: schäbig] oder so.
  • Wenn man's sich an die Wand hängt, dann muss es ja bereits 'ne Eigenwirkung haben. 'Ne Gute.
  • So.
  • Das soll jetzt ja nicht unbedingt den Raum hässlicher machen!
  • [Pause.]
  • So.
  • Ähm …
  • [Pause.]
  • Ich weiß … Das hat jetzt halt alles seine Vor- und Nachteile. Ne? Wenn bloß dieser Holzkasten da ist, dann geht … dann merkt man wirklich, … äh … die gesamte Arbeit inklusive der Rahmung so, das ist halt da drinne. Das … Das muss man dann erst mal erfahren können. So. Und wenn ich halt den Rahmen rausnehme und die Verhüllung … äh … auch schon rein, die man dann auch öffnen kann, dann ist es … ist es konzentriert. Auf die [Sperren: eigentliche] Arbeit.
  • Ne?
  • Dann wird ja nicht der Bilderrahmen verhüllt, sondern nur noch die eigentliche Arbeit.
  • Dann ist es also konzentrierter!
  • Dann geht's [Sperren: wirklich] darum, … ähm … die Arbeit zu sehen. Und es hat natürlich auch … äh … im Räumlichen jetzt betrachtet … Wenn ich in den Raum gehe, sieht es natürlich schon besser aus, wenn ein Holzkasten [Sperren: in] einer Struktur, also wie … im Bilderrahmen, im Schattenfugenrahmen, sich befindet. So. Dann hat's bereits so nen …
  • [Schlucke.]
  • Dann ist bereits von … äh … Dann ist sofort klar, das ist [Sperren: irgendwas] mit Kunst.
  • So.
  • Wenn's so gerahmt ist. Ne? Das sieht dann nicht so aus, als hätte da jemand was … ähm … hängen lassen und das wird irgendwann mal gelüftet. Sondern es wird schon so wahrgenommen als … als mögliche Arbeit.
  • So.
  • Und … Und … Es regt vielleicht noch mehr dazu an, es dann auch zu öffnen.
  • Da ist noch … Diese Arbeit sehe ich noch nicht. Aber alles, was um die Arbeit herum ist, ist bereits sichtbar. Und es regt mich noch mehr an sozusagen den Kasten dann zu öffnen.
  • [Pause.]
  • Mir gefällt jetzt halt irgendwie [Sperren: beides].
  • Dass da drinne das dann auch noch mit dem Rahmen ist. So richtig … richtig ordentlich.
  • Mhm.
  • Schwer.
  • [Lange Pause.]
  • Na gehen wir jetzt mal davon aus, dass der Schattenfugenrahmen außerhalb ist. Und eben der Holzkasten wird wie 'ne dicke Leinwand so da rein… ähm … da hinten dann befestigt. Okay.
  • So.
  • Schattenfugenrahmen dann höchstwahrscheinlich weiß.
  • Also weißen.
  • So.
  • Holzkasten natura.
  • Mit, sagen wir, entweder 'ne Flügeltür wäre jetzt möglich, … So … Also dass man … Das ist eigentlich noch besser, als es von der Seite so zu öffnen. Sondern … Ja. Du stehst dann davor und nimmst [Sperren: beide] Hände und öffnest sie halt zum [Sperren: Rand] hin.
  • Also [Sperren: vom] Zentrum [Sperren: zum] Rand hin.
  • Von [Sperren: beiden] Seiten.
  • [Schlucke.]
  • Das heißt, du lässt dich in dem Moment schon mehr darauf ein, dass im Zentrum jetzt etwas erscheint. Du öffnest es gleichzeitig. So. Das ist so nen …
  • Das ist so 'ne Offenbarung dann höchstwahrscheinlich!
  • So [Sperren: vor] mir lüftet sich etwas.
  • Das ist was anderes, als wenn's halt so einmal von der Seite wie 'ne normale Tür geöffnet wird. So. Dann lugt so der linke Bereich bereits heraus. Und dann sieht man halt immer mehr, aber es ist halt so 'ne [Sperren: Richtung] vorgegeben. Und … äh … der Blick ist halt nicht vom Zentrum aus, sondern eben von links nach rechts.
  • [Sperren: Dann] mag ich das jetzt natürlich mehr, wenn … wenn sich das Auge bereits im Zentrum konzentriert. Weil dort ja sozusagen das erste … die ersten … ähm … Sachen sichtbar werden. Wenn's 'ne Flügeltür ist und man öffnet sie so.
  • Das ist jetzt auf jeden Fall 'ne Überlegung, das so zu machen. Mit einer Flügeltür.
  • [Pause.]
  • So.
  • [Schlucke.]
  • Ich meine, das mit den … Es müssen jetzt kene billigen Knöpfe sein oder so. Ähm … Woran man ziehen kann. Es ist ja bei Möbeln auch oft so, dass das … ähm … ähm … unten … ähm … so 'ne kleine …
  • Wie nennt man das?
  • Einkerbung.
  • Also wo man halt … ähm … den Finger dahinter schieben kann. Und den zieht man dann nach vorne. Das ist dann ohne Knauf sondern sone … sone kleine Anhebung … Einhebung oder so. Ähm …
  • Ja. Und damit kann man dann die ganze Tür nach vorne bewegen.
  • Das ist jetzt halt 'ne Flügeltür. Ne?
  • So.
  • Musste halt linke und rechte Hand benutzen. Also jeweils nen Finger oder so.
  • Ja.
  • Und öffnest es dann halt so.
  • Und das [Sperren: erste] was du siehst, das ist im Zentrum. Und dein Auge ist auch darauf gerichtet. Und nicht von links nach rechts, oder rechts nach links. Oder so. Von oben nach unten. Oder so.
  • [Sperren: Nee]. [Sperren: Genau] im Zentrum. Punkt.
  • Das ist gut.
  • Das ist sehr sehr gut.
  • So.
  • [Pause.]
  • Das Holz jetzt auch, Multiplex Birke, gefällt mir eigentlich. Und … ähm … dieser Griff oder was das dann ist, muss natürlich auch super gearbeitet sein. Dass es … Ja. Dass …
  • Ja. Das soll sogar [Sperren: handwerklich] gut rüberkommen. Ne?
  • Das … Das soll jetzt nicht billig sein. Das soll jetzt nicht schon künstlerisch sein oder irgendwie … Äh … Wie das jetzt in ist. Sondern das soll einfach handwerklich [Sperren: top] sein.
  • [Sperren: Ohne] 'ne Frage zu stellen!
  • Das wäre dann zum Beispiel auch … Ja … Dass ich … Dass ich mit 45 Grad arbeite. Und das jetzt nicht … Dass es gar nicht als Kasten mit Hohlraum wirken muss. Es ist wirklich … Es ist schon klar. Das ist das Handwerk Handwerk drumherum.
  • So.
  • Wie der Bilderrahmen! Der Schattenfugenrahmen! Der darf ja auch nicht weiter auffallen.
  • So.
  • Der muss einfach gut sein. Punkt.
  • Der steht nicht im Zentrum.
  • So wenig wie halt diese … ähm … diese … ja … diese … ja … diese …
  • Ähm.
  • … diese Holzplatte im Zentrum stehen sollte.
  • Oder die Holzleisten, die am Rand sind.
  • So.
  • Das ist gut. Okay.
  • [Pause.]
  • Dann öffne ich das.
  • Zu beiden Seiten eben hin.
  • Und … äh … Ja, der Schattenfugenrahmen ist halt … ähm … Der ist jetzt nicht … Der ist jetzt nicht [Sperren: so] dick, dass … dass die Türen nicht weit geöffnet werden können. Sondern die Türen kannste wirklich dann …
  • Was ist das dann?
  • 90 … Um 180 Grad halt … äh … dreht … äh … aufziehen …
  • Das heißt … äh … Die sind wirklich kompl… Die sind richtig … Die sind über den Rand des Schattenfugenrahmens so hinaus dann geöffnet.
  • Vielleicht.
  • Ich weiß jetzt nicht … ähm … Das ist jetzt wieder so 'ne Frage halt … ähm … wegen Farbe.
  • Sollen die jetzt weiß lackiert sein? Innen?
  • Also damit es nicht so auffällt?
  • Damit der Blick jetzt nicht da so abwandert?
  • Ähm … Muss ich gucken, wie das aussieht!
  • Unten und oben sieht man ja eh noch den Schattenfugenrahmen. Ne? Wenn die … Wenn die …
  • [Schlucke.]
  • … Dinger nur zur Seite eben aufgehen.
  • [Pause.]
  • Weiß ich jetzt nicht.
  • [Pause.]
  • Oder eben Schattenfugenrahmen oder Bilderrahmen ist halt [Sperren: Teil] dieser … also ist [Sperren: in] dieser Verhüllung drinne. Ist jetzt natürlich auch noch 'ne Möglichkeit. Dann hab ich das Problem nicht mehr, … äh … dass … dass [Sperren: um] die Arbeit herum es etwas …
  • Nicht wuschig.
  • Aber so … So das Auge ablenken könnte. Ne?
  • Sondern … Wenn … Wenn der Bilderrahmen halt komplett … äh … sichtbar ist, dann lenkt er diesen Blick nochmal so aufs Zentrum. Und es lenkt nichts ab.
  • Wenn jetzt aber die Türen halt [Sperren: über] diesen Schattenfugenrahmen links und rechts [Sperren: hinausgehen], dann gibt's ja diesen Schattenfugenrahmen … ähm … als Begrenzung nur noch oben unten unten. Links und rechts ist es gar nicht mehr sichtbar.
  • So.
  • [Pause.]
  • Oder vielleicht ist gerade [Sperren: das] gut! Dass … Dass es … Dass es nicht [Sperren: zu] gut aussieht. Denn dann schließt man das auch wieder. Weil … Weil das besser im geschlossenen Zustand … im Gesamten … aussieht. So.
  • Von weitem.
  • Dass man … Ja!
  • Nee!
  • Dass man das Gefühl hat, das ist jetzt nicht mehr … es sieht … es ist nicht mehr fertig. So. Es muss wieder [Sperren: ordentlich] gemacht werden.
  • [Pause.]
  • Also es ist jetzt [Sperren: Unordnung]. Man sieht halt nur noch die Hälfte des Schattenfugenrahmens. Und … äh … Wenn man jetze wieder weggeht und … äh … sein normales Geschäft jetzt macht, dann will man's wieder schließen. Weil ansonsten das unordentlich aussehen würde.
  • So.
  • Es würde nicht fertig aussehen.
  • Nicht [Sperren: vollendet]!
  • Vollendet ist es dann wieder, wenn's geschlossen ist.
  • [Pause.]
  • Eigentlich ist das gut!
  • [Pause.]
  • Jup.
  • [Pause.]
  • Eigentlich ist es gut.
  • [Pause.]
  • So.
  • Okay. Gehen wir jetzt davon aus. Schattenfugenrahmen drumherum. Holzkasten drinne. Ähm … 'Ne … 'Ne Flügeltür. Also man kann se vom Zentrum … muss man beide Hände nehmen, sie öffnen. Ohne Knauf. Sondern unten gibt's halt … Oder … Pfff … Oder in der Mitte …
  • Keine Ahnung.
  • … gibt's halt so 'ne kleinen … ähm … Einkerbungen. Wo man halt die Finger … ähm … ähm … schieben kann und dann halt rausziehen kann. So wie bei modernen Möbeln oft.
  • Wie ich's jetzt oft gesehen habe.
  • Ähm … Oder bei Küchenzeilen. Wo häufig auch kene … kene Knäufe mehr gibt so.
  • [Schlucke.]
  • Okay. Das ha'm wir jetze.
  • Wegen Farbe mach ich mir jetzt noch keine Gedanken.
  • Vom Schattenfugenrahmen höchstwahrscheinlich weiß.
  • Denn dieser … äh … Holzkasten hat ja auch bereits nen … Also wenn ich's jetzt naturbelassen, … ähm … Hat bereits 'ne Farbe.
  • So.
  • Oder weiß ich das auch?
  • Wäre jetzt auch die Frage!
  • Weiß lackieren?
  • [Pause.]
  • Nee.
  • Nee.
  • Nee nee.
  • Ich glaub nicht.
  • Ich weiß es jetzt noch nicht.
  • Erstmal sagen wir mal: Ich lass das Holz.
  • So.
  • Schattenfugenrahmen aber weiß. Damit da nen kleiner Kontrast da ist. Das sieht dann auch gut aus. So handwerklich auch.
  • Genau.
  • So.
  • Dann [Sperren: öffne] ich es.
  • [Pause.]
  • Aber ich sollte es lackieren!
  • Zum saubermachen … Also zum schützen.
  • Wenn man jetze mit den Händen immer rangeht … Dass man den Dreck wieder abbekommt.
  • So.
  • [Schlucke.]
  • [Pause.]
  • Dann hab ich's geöffnet.
  • So.
  • Die Türen kann man halt um 180 Grad öffnen.
  • Ne?
  • So richtig schön weit!
  • So.
  • Die stehen ja nicht mehr hervor. Die … Die … äh … nehmen nicht mehr [Sperren: Licht] weg. So. Die sind wirklich dann … Das Licht kann also wirklich von den Seiten dann draufkommen. Ohne irgendwelcher störender Schatten.
  • Was ja auch ganz wichtig …
  • [Pause.]
  • So.
  • Dann stehe ich davor.
  • [Schlucke.]
  • [Pause.]
  • Und [Sperren: jetzt] wäre es natürlich am besten …
  • Das ist jetzt die Frage!
  • So nen normaler Bilderrahmen mit Glas. Das Glas ist … ist ja oft schon so 'ne Barriere.
  • Es spiegelt sich vielleicht. Je nachdem, was es für nen Glas ist.
  • Also man spiegelt sich bereits. Das lenkt ja wieder ab, ne?
  • Man kann nicht ganz nah rangehen. Ähm …
  • Ob ich das dann [Sperren: ohne] Glas mache … Ich meine, das Bild ist ja an sich erstmal 365 Tage geschützt. Ne? In so nem Raum drinne.
  • Ist auch mit guter Belüftung, ne?
  • So. Es gibt jetzt nischt … Also von Feuchtigkeit oder so. Was sich ansammeln könnte. Das ist ja auch positiv.
  • Ähm … Ja. Aber es müsste halt gut befestigt sein und so.
  • Und … ähm … Das Glas … Also man öffnet es …
  • Ne? Das wäre jetzt der Unterschied. Wenn man es öffnet, … äh … diese Flügeltüren, dann öffnet man gleichzeitig … dann öffnet man [Sperren: alle] Barrieren!
  • Zu der … Zu der [Sperren: Kunst]. Zu der Arbeit, die drinne ist.
  • So.
  • Also es gibt [Sperren: nichts] mehr zwischen einem und der Arbeit.
  • [Sperren: Das] hat eigentlich auch was!
  • Ja.
  • Es gibt [Sperren: nichts] mehr zwischen einem und dieser Kunst. Man kann … Man kann richtig reintauchen.
  • Wenn die Kunst in nem Bilderrahmen drinne ist, wie normalerweise, dann gibt's halt diese Barriere. Also dieser Zwischenbereich halt.
  • Das [Sperren: Glas].
  • Was halt die Luft vor und die Luft danach … ähm … [Sperren: abtrennt].
  • Das sozusagen den Betrachter auf der [Sperren: einen] Seite lässt und die Kunst ist auf der [Sperren: anderen] Seite. Man kann [Sperren: nie] eins werden.
  • So.
  • Wenn man das jetzt mal so sieht.
  • Wenn man das so ausdrücken will.
  • [Pause.]
  • Genau.
  • Und wenn's da gar kein Glas mehr gibt und du öffnest es dann, dann kannste richtig reintauchen.
  • Es gibt [Sperren: keine] störenden Effekte oder so.
  • [Sperren: Du bist drinne].
  • Punkt.
  • Das ist sehr sehr gut!
  • Ja.
  • [Pause.]
  • Auch wenn's 'ne Zeichnung oder so ist. Die ist ja dann geschützt normalerweise. So.
  • [Schlucke.]
  • Man darf halt nicht niesen in dem Moment!
  • [Pause.]
  • Dann … Dann … Das ist nicht gut.
  • Das …
  • Jetzt wieder die Überlegung halt, wenn's jetzt in ner Ausstellung ist, ne? Kannste nicht davon ausgehen, dass niemand davor gähnt. Und dann seine Partikel da hinterlässt.
  • Da muss ich nochmal gucken!
  • So.
  • Aber im Privaten … ähm … Auf jeden Fall so [Sperren: rein lassen]. So. Einfach nur [Sperren: rein] die Arbeit. Ohne … Ohne … Ohne [Sperren: Schicht] davor.
  • Man kann sie direkt erleben!
  • Das ist gut.
  • [Pause.]
  • Das ist sehr sehr gut.
  • [Pause.]
  • Ist halt jetzt auch nochmal die Frage, wie der … wie der gestaltet ist.
  • Ähm … Hab ich den schwarz gefärbt? Oder … ähm … Nochmal mit so nem Karton ausgelegt? Wie er … Wie das normalerweise bei … ähm … Rahmen gemacht wird. Wo eine Einlegetiefe existiert. Also wo …
  • Na wie heißt das?
  • Na ja. Doch. Ähm … Wo halt richtig Luft im Rahmen drinne ist, wird ja dann auch die Rückwand und werden die Seiten mit nem Karton kaschiert. So.
  • Glaube ich.
  • Mache ich das dann auch?
  • Oder ist das auch bloß das Holz?
  • Oder lackiere ich das? Also matt natürlich.
  • Schwarz? Weiß?
  • Keine Ahnung!
  • Weiß ich jetzt nicht.
  • Das … Das ist ja auch nochmal was. Was ich … Was ich austüfteln kann.
  • Genau. So.
  • [Pause.]
  • Man hat's dann geöffnet. Man sieht's. Man kann sich darauf einlassen.
  • Und da das dann ja unordentlich ausschaut, wenn man wieder wegtritt, …
  • Wenn man davor steht, dann lässt man sich ja auf die Arbeit ein. Dann sieht man eh nicht die [Sperren: Unordnung] drumherum.
  • So.
  • Also dass der Schattenfugenrahmen nicht mehr richtig sichtbar ist. Und dass die Dinger da halt … die Flügeltüren so da rübergehen.
  • Das sieht man glaube ich in dem Moment gar nicht mal.
  • Das nimmt man gar nicht wahr!
  • Da kann man [Sperren: ganz ganz] nah rangehen und, wenn das jetzt nen Geradenbild ist, jeden Strich verfolgen und … ähm …
  • Ja.
  • Du siehst jede [Sperren: Welle], die in der Arbeit drinne ist.
  • Das ist sehr sehr gut.
  • Du kannst das Motiv … Du kannst auch ein bissel weiter wegtreten und das Motiv dann nochmal richtig sehen.
  • Das ist sehr sehr gut.
  • Und dann …
  • Und dann …
  • Da dann aber normalerweise wieder Unordnung herrschen würde, wenn du das jetze so offen lässt, … Das sieht halt … Da ist was geöffnet, was eigentlich zu muss.
  • So.
  • Der Schattenfugenrahmen ist nicht komplett sichtbar. Das sieht [Sperren: unfertig] aus.
  • So.
  • Außerdem … Wegen Staub und so … Will man das dann ja auch wieder schützen!
  • Also das ist auch nen guter Grund, ne? Also wenn … wenn's jetzt jemand gekauft hat. Oder wenn ich's jetzt hier habe. Zum Beispiel. Dann will ich's ja schützen und so.
  • Schützen heißt, dass ich es, nachdem ich es betrachtet habe, auch wieder schließe.
  • Anders als beim Bilderrahmen mit dem Glas. Da ist es [Sperren: immer] geschützt. Ob ich davor stehe oder nicht. Das macht's dann halt wieder … so … so nebenbei. So [Sperren: beiläufig] mal nachgucken. Ohne … Ohne sich Gedanken machen zu müssen. Ähm … ähm … ähm … W… W… Wi…
  • Ist die Arbeit dadurch beschädigt, wenn sie die ganze Zeit so offen da liegt?
  • Na ja. Okay. UV-Licht spielt dann sicherlich auch noch 'ne Rolle. Das wäre dann auch kein Problem.
  • Auch interessant. Ich schütze es sozusagen auch vor … vor dem [Sperren: Sonnenlicht]. Die sind ja ein bissel anfällig. So oder so. Wird irgendwann passieren.
  • Ich glaube …
  • [Schlucke.]
  • … es gibt halt Glas, was das abblocken kann. Aber ich glaube auch nicht alles. So.
  • Wird ja auch immer gesagt. Dass man die nicht in … äh … so hängen soll, dass die Sonne immer raufkommt.
  • So.
  • Sondern … Genau. So.
  • Das wäre jetzt auch nicht das Problem.
  • Dann …
  • Man hat sich's angeguckt.
  • Man durfte es wieder entdecken. Erfahren!
  • [Pause.]
  • Man konnte sich darauf einlassen. Und [Sperren: dann] nimmt man wieder beide Hände, die Finger, und schließt von [Sperren: beiden] Seiten wieder den Kasten zu.
  • Und das Bild wird zum Zentrum hin immer kleiner. Der Blick bleibt ja dann im Zentrum. So. Der wandert ja nicht von links nach rechts oder von rechts nach links. Sondern von [Sperren: beiden] Seiten schließt sich das ja. Der Blick kann sozusagen im Zentrum bleiben.
  • Das heißt, man … man nutzt … Das ist wie beim … beim Sonnenuntergang. Vielleicht. Man nimmt noch so den [Sperren: letzten] Moment …
  • Man kann noch den letzten Moment wahrnehmen, wo die Sonne … ähm … sichtbar ist. Wo noch 'ne Rötung …
  • Nee!
  • Nicht die Rötung! Also nicht die Nachwirkung! Sondern die [Sperren: Sonne].
  • Dieser Kreis an sich.
  • Wo noch ein bissel was über dem Meer hinausguckt.
  • So.
  • Dieses [Sperren: letzte] Aufglitzern.
  • Aufblitzen!
  • Das ist ja dann auch … Wenn du das mit den Flügeltüren schließt, du kriegst noch im Zentrum so dieses [Sperren: letzte] bisschen … äh … was von der Arbeit erfahrbar ist, ab.
  • Dann macht's [Sperren: Klick].
  • Höchstwahrscheinlich.
  • Und der Kasten ist geschlossen.
  • [Pause.]
  • Da ist's halt wieder vorbei und man kann sich wieder um andere Sachen kümmern.
  • So.
  • Die Arbeit ist [Sperren: bis] zum nächsten Besuch, bis zum [Sperren: intensiven] Besuch, zumindestens intensiver als normalerweise, als wenn es immer offen stehen würde, halt wieder für sich. Ja.
  • Ist sozusagen in Ruhe gelassen.
  • Das finde ich sehr sehr gut.
  • [Pause.]
  • Ob das jetzt für Ausstellungen ist oder nicht … Das ist jetzt erstmal egal. Es geht jetzt erstmal darum, es einmal umzusetzen.
  • Für [Sperren: mich].
  • Richtig ordentlich.
  • Also … Wegen dem 45-Grad schneiden müsste ich halt dann eben doch auf Alberti warten. Jetzt sind … äh … Semesterferien.
  • Sind die schon?
  • Muss ich mal nachgucken.
  • [Pause.]
  • Vielleicht sind sie auch nicht. Dann hätte ich jetzt die Möglichkeit …
  • Ich muss da mal … Ich muss ja eh nochmal in die HGB.
  • Diese Verhüllung abmachen. In den Klassenraum stellen. Von dem Flur.
  • Dann schaue ich mal, ob der vielleicht da ist.
  • [Pause.]
  • Also dass ich [Sperren: einmal] so nen … Wie ich ihn mir vorgestellt habe …
  • Mache.
  • Mit den Flügeltüren.
  • [Schlucke.]
  • Und wirklich handwerklich so, dass es da nichts zu bemängeln gibt. So.
  • Auch vor mir selber natürlich.
  • Aber ich glaube, das ist da kein Problem. Der hat ja glaube ich auch … Da kann man ja auch die Bilderrahmen machen. Die müssen ja immer gut aussehen. Der hat das Werkzeug dafür.
  • Das ist sehr sehr gut.
  • [Pause.]
  • Und wie ich jetzt den [Sperren: Innenraum] ausstatte, ne?
  • Ob ich das jetzt schwarz lackiere oder so …
  • Nee. Das ist … Erstmal geht's um den Kasten. Den vor sich zu haben.
  • 'Ne Arbeit einfach mal reinzuhängen. So. Und in dem Moment entscheidet sich ja dann … ähm …
  • Auch der Schattenfugenrahmen. Will ich den weiß haben? Soll ich den weiß färben? Will ich das Holz noch behandeln? Oder den Innenraum noch schwärzen?
  • Keine Ahnung!
  • Da gibt's ja …
  • Oder mit Stoff verlegen.
  • Keine Ahnung!
  • So.
  • Das … Das ergibt sich dann alles, wenn ich davor stehe und diesen Akt halt vollführe. Mit dem Öffnen. Ähm … Mit dem Ansehen und mit dem … äh … Schließen und so.
  • Was … Was … Was halt … Wie's halt am Besten ist.
  • Das wird sich dann ergeben!
  • [Pause.]
  • Die … Die Möglichkeiten hab ich dann ja auch, das umzusetzen in dem Moment.
  • So.
  • Das ist natürlich … Das greift jetzt natürlich … [Sperren: Diese] Art der Verhüllung …
  • Also wo man sie öffnen kann, wo man sich drauf einlassen kann, auf die Arbeit.
  • … greift wieder was anderes auf. Ne?
  • Also dass es jetzt nicht mehr diese … meine Generalkritik …
  • Mache ich ja gerne. Also null oder eins.
  • Äh … An Gegenwartskunst Gegenwartskunst . Die ich eigentlich selber eigentlich nicht verstehe.
  • Eigentlich [Sperren: nie]. Wenn ohne Titel oder so.
  • Wenn das wirklich Gegenwartskunst ist. Ne? Also was jetzt …
  • [Schlucke.]
  • Wo nischt gegenständlich ist.
  • Das will ich jetzt ja auch wieder ausklammern. Wo ich … Wo ich … Wo ich nen Reiz habe. Womit ich was anfangen kann. Will ich jetzt auch ausklammern.
  • Sondern wo irgend nen Gegenstand auf dem Boden liegt, der … der im Alltag … Mit dem ich eigentlich überhaupt nichts anfangen kann. Also dass ist für mich dieser Gegenstand und der regt in mir nichts.
  • So.
  • Um [Sperren: das] geht's mir halt. Das ganze Zeug, … ähm … mit dem ich selber nichts anfangen kann … Dass ich das halt auch in der Verhüllung irgendwie ausdrücken kann.
  • Wenn's so 'ne radikale Verhüllung ist, ne?
  • Also ein komplettes [Sperren: Ablehnen] des [Sperren: Gesehenwerdens].
  • So.
  • Das ist natürlich nen anderes Thema, ne? Als eben bei dem dann doch wieder öffnen können und schließen können.
  • So.
  • Hat zwar auch Überthema "Verhüllung", so.
  • Ob man es jetzt auch [Sperren: Enthüllung], oder [Sperren: Verhüllung] …
  • Aber … ähm … Na ja. Die … Die Idee, komplette Abschottung, … Auch vor mir selber, ne? Wenn ich's jetzt nicht mehr öffne. Zum Beispiel bei … der Arbeit, die im Klassenraum hängt. Die öffne ich ja nicht nochmal.
  • So.
  • Oder eben … Die [Sperren: Möglichkeit] geben, es zu öffnen.
  • Ob jetze im … im … im öffentlichen Bereich, oder ob's da noch geschlossen ist. Mit Vorhängeschloss oder so.
  • Oder wie auch immer. Wo man also merkt: Da kann niemand ran. So.
  • Und dann erst im Privaten, oder wenn's jemand gekauft hat … Dass er dann die Möglichkeit hat, es zu sehen. Und alle anderen haben halt nur diesen Holzkasten vor sich gehabt.
  • Hat ja auch was!
  • Von der Idee her.
  • So.
  • Privileg sozusagen.
  • Schürt natürlich bei denen, die's nicht sehen, nen kleines … kleines Hassgefühl. Keine Ahnung.
  • So nen … Nee. Nicht Hass. Sondern …
  • Nicht beleidigt. Sondern …
  • [Sperren: Neidisch].
  • Neid, genau.
  • So.
  • Ich darf's nicht sehen. Und dieser Arschkünstler …
  • So.
  • Aber auch für mich selber halt. Wenn ich's hier einmal ausprobiere … Dass ich das hier in meinem Raum halt … dann … dann aufbaue. An die Wand … äh … hänge und dann halt selber mal gucke, was das bei mir dann bewirkt.
  • Und … ähm … Vielleicht dann auch mal einfach in den Klassenraum hängen.
  • Dann halt geschlossen.
  • Und schauen, wie … wie das intuitiv aufgenommen wird.
  • Ne?
  • Ohne Erklärung oder so.
  • Ob dieser [Sperren: Drang] besteht, es zu öffnen. Wenn ich das halt irgendwie so zusperre, … äh … dass man's nicht öffnen kann. Was es bewirkt in einem. So.
  • Dieser [Sperren: Drang] es öffnen zu wollen, es aber nicht zu können.
  • Und dann nochmal mit dem Verweis, wenn es jetzt im … äh … in einem Raum … in einem Rahmen ist, wo es jetzt nicht … äh … so massenhaft Leute vorbei schlendern oder vorbeiziehen, …
  • Nach Reizen [Sperren: hungern]!
  • Wo ich nicht mitmachen will.
  • [Schlucke.]
  • Oder … ähm … Ja. Genau. Was das dann halt bewirkt.
  • So.
  • Wenn man das weiß, als Hintergrund.
  • [Schlucke.]
  • Na dann lass mich das mal ausprobieren!
  • Nebenbei kann ich natürlich immer noch diese … ähm … diese [Sperren: Totalverweigerung] umsetzen.
  • Die gefällt mir immer noch!
  • Es muss … Es ist jetzt ja wieder so nen [Sperren: Dilemma] zwischen … ähm …
  • Ich möchte … Also ich [Sperren: will] natürlich … ähm …
  • Mhm …
  • Ich will natürlich nicht bloß selber … Also …
  • Pfff.
  • [Sperren: Na ja!] Bei dem Hintergrund … Wenn's jetzt jemand kaufen soll. Oder so.
  • [Sperren: Niemand] wird's kaufen, wenn da … wenn da nicht … äh … wenn er nicht die Arbeit …
  • [Sperren: Außer] er sieht jetzt in der [Sperren: Verhüllung] die Arbeit. Das wäre natürlich auch wieder die Frage, ne?
  • Ist natürlich auch wieder für mich … äh … äh … viel interessanter eigentlich. Wenn jetzt [Sperren: andere], auch wenn ich's nicht tue, in der [Sperren: Verhüllung] die Arbeit sehen. Und [Sperren: das] halt so gut finden und es kaufen.
  • Dann muss ich gar nichts zeigen.
  • Dann ist's wirklich … Dann kann ich für mich bleiben. Und kann … äh … Ja. Kann [Sperren: frei] agieren. Ohne immer in Gedanken zu sein, wie könnten die [Sperren: anderen] das wahrnehmen.
  • Dann geht's wirklich nur noch um [Sperren: meinen] … [Sperren: Das], was ich ausdrücken will, drücke ich aus und niemand wird es jemals in …
  • Ja. Mich [Sperren: interessiert] es dann vielleicht auch gar nicht!
  • So.
  • Wie das andere wahrnehmen tun.
  • Da wäre es dann natürlich am besten, wenn das so ist, dann … dass die … die [Sperren: Verhüllung] … Das Thema der Verhüllung … ähm … Dieses [Sperren: Sperren] … äh … kaufen.
  • [Sperren: Deshalb] und nicht wegen der Arbeit [Sperren: drinne].
  • Die sie dann halt für sich selber im Privaten sehen können … äh … Oder so.
  • [Pause.]
  • Ich meine, ne? Es ist jetzt kein Problem [Sperren: beide] Stränge zu machen. Wie ich halt vorhatte auch … äh … zu überlegen, Arbeiten zu machen, denen ich einen Titel wie "Selbstporträt" oder "Landschaft in Blau" gebe, wenn das Bild da drinne ist, was verhüllt ist, …
  • Das macht ja wieder was ganz anderes auf!
  • So.
  • Das ist … ähm … Also es ist [Sperren: echt] krass, was man so mit Verhüllung, … äh … je nachdem … Was kleinste Änderungen be… be… Greifen ganz andere Themen auf.
  • So.
  • Und … Es spricht ja nichts dagegen, das zu machen.
  • Ich meine, ich lebe ja noch nen bissel.
  • Und ich … äh … glaube halt auch nicht, dass ich diese radikale Verhüllung für immer und ewig …
  • [Räuspere mich.]
  • … äh … machen werde. Auch wenn ich's jetzt natürlich [Sperren: dachte]. Als ich sie gemacht habe!
  • Das … Das finde ich aber eben auch wichtig.
  • In dem Moment nicht projektbezogen denken, sondern … sondern davon [Sperren: überzeugt] sein, das ist es jetzt, was ich machen will.
  • Und Punkt.
  • So.
  • Ohne Zeit und Raum.
  • [Aufnahme Ende.]
HGB Rundgang 2016 verhüllte Flurarbeit abgehangen Einzelgespräch Bachmann mit Besprechung Fräse Fräse -Material angefangen danach gut zwei Stunden über fehlende Fußsohlen-Abbildungen für Aktzeichenkurse, über menschlichen Ausdauervorteil bei der Jagd nach Nahrung, über Whisky, Wein und Geschmack, über die Moderne, über Planeten-Entdeckung, über Naturforscher, über Spezialisierung in der Wissenschaft und Zugang für Laien, über das (für mich nachvollziehbare) Unverständnis der Bevölkerung gegenüber staatlicher Kunstförderung und über Verlangen nach "ehrlichem Schaffensdrang" geredet insgesamt: sehr anregend, hat mich auch wieder im Verhüllen bestärkt notiert unbedingt: großes Geradenbild von Ramses Ramses herstellen (wie "Katze auf Tisch") notiert Zweifel Zweifel an der Kunst allgemein und damit Zweifel am eigenen Schaffen nicht verbergen, Problem offensiv hinaustragen Geradenbild umsetzen Idee Flügeltür für verhüllte Arbeit im kleinen Format umsetzen Entwurf für großes Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt , Plotterzeichnung und schwarzer Aquarellfarbe ganzkoerper_tusche-k.jpg umsetzen 1 amorphe Formen aus Geraden (je Form unterschiedliche Winkel und Farben) 2 Idee mit Formen, die auf großem Bild aneinander gelegt sind 3 kleine quadratische Zeichnungen aus jeweils einer Linie
verhüllte Arbeit, 30, 60 x 80 cm, verschiedene Materialien, WV 4
verhüllte Arbeit, 30, 60 x 80 cm, verschiedene Materialien, WV 4
verhüllte Arbeit, 30, 60 x 80 cm, verschiedene Materialien
verhüllte Arbeit, 30, 60 x 80 cm, verschiedene Materialien
Aufbau Werkverzeichnis (passwortgeschützt)
Aufbau Werkverzeichnis (passwortgeschützt)
(Notizen vom 11.-12.2.) Standpunkt HGB Rundgang HGB Rundgang 2016 verhüllt verhüllt Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Heute beginnt ja die Ausstellung in der HGB.
  • Und ich merke, dass ich gar keinen Bezug habe zu der Arbeit, die ich jetzt zeige. Beziehungsweise zu der Verhüllung.
  • Also dass ich mich jetzt irgendwie … ähm … freue. Oder … Ja.
  • Unbedingt sehen will, wie die Leute das aufnehmen.
  • [Pause.]
  • Daran merke ich jetzt halt, dass ich ja auch in der Verhüllung nicht die Arbeit sehe. Also da ein riesengroßes Konstrukt herumbaue. Ein Gedankliches. Was ich jetzt allen unbedingt zeigen will.
  • Sagen will!
  • [Pause.]
  • Sondern dass die … Ja … Arbeit eigentlich drinne ist. Nicht sichtbar ist. Und da sie nicht gesehen werden kann, ist mir eben die Reaktion von dem Publikum irgendwie auch egal.
  • So.
  • Und jetzt ist die Frage: Ist das gut oder nicht?
  • Und … Bis jetzt finde ich das eben sehr gut.
  • Das ist ja im Endeffekt das [Sperren: Ziel] gewesen.
  • Ähm … [Sperren: Teilhaben] zu können.
  • Etwas aufzubauen.
  • Etwas zu schaffen.
  • Und gleichzeitig aber dieses ganze … äh … Drumherum, dieses … Herumwühlen, … ähm … äh … diese Schar von Publikum, die da durch… äh … rennt und … so weiter. Das kann ich ja alles ausblenden.
  • Dieses ganze … ähm …
  • Diese ganze …
  • [Pause.]
  • … [Sperren: Show]. Die um … ähm … Kunst gemacht wird.
  • Was ja dann besonders halt beim ersten Tag … äh … sichtbar wird.
  • Wo viele dann mit nem … mit nem alkoholischen Getränk herumlaufen. Und eher [Sperren: Partystimmung] ist. Als das … Weiß nicht … Ernsthaft jetzt Kunst betrachtet wird.
  • [Pause.]
  • Was jetzt … ähm … die Betitelung anbelangt und die Maßangaben und so … Bin ich mir immer noch sehr unsicher.
  • [Pause.]
  • Denn zum einen wollte ich eben die … ähm … den Holzkasten, also die Verhüllung, gar nicht … äh … drinne vorkommen lassen. W… Weil das ja nicht die Arbeit ist!
  • Für mich.
  • Gleichzeitig wollte ich aber auch nicht … äh … die eigentliche Arbeit … äh … ähm … nach Außen tragen.
  • Also Information liefern, was [Sperren: drinne] ist.
  • [Pause.]
  • Was für eine Arbeit … Also ob's 'ne Zeichnung, 'ne Fotografie ist. Oder Themen …
  • Spezifisch jetze. Ob's nen Selbstporträt Selstbildnis ist. Ob's 'ne Landschaft ist. Etc. etc.
  • Und das hätte bedeutet, dass ich eigentlich eben gar keinen Titel … ähm … gehabt hätte. Also noch nicht einmal o. T.
  • [Sperren: Wirklich] nichts!
  • [Pause.]
  • Da gibt es sehr … also einfach … 'ne Leerzeile.
  • Sozusagen.
  • Ähm … Das Selbe wäre dann beim Namen gewesen. Teilnehmerliste. Hätte mein Name auch weg müssen. Weil mein Name is ja sozusagen mit der Arbeit, die drinne ist, verbunden. Das heißt: Der Name ist auch [Sperren: in] der … [Sperren: in] der Verhüllung drinne.
  • So.
  • Und das Selbe wäre auch mit dem [Sperren: Jahr] gewesen. Da ging's dann ja nicht um … Wann ich die … Wann ich … ähm … Wann ich den Holzkasten gezimmert habe. Äh … Und wann ich die Arbeit reingetan habe. Wann ich sie verhüllt hab. Sondern [Sperren: wann] ich die Arbeit gemacht habe. Die drinne ist. So.
  • [Pause.]
  • Wäre dann eigentlich auch nicht sichtbar gewesen. Und die [Sperren: Größe] auch nicht. Wenn jetzt die Verhüllung eben sechzig mal achtzig Zentimeter ist, ist ja die eigentliche Arbeit zumindestens ein bisschen kleiner.
  • Und … ähm … Ich wollte aber eben nicht die … ähm … Maße von der Arbeit nennen. [Sperren: Aber] auch nicht die Maße von der Verhüllung.
  • Da es ja oft … Da ich sie nicht hoch… äh … sterilisieren wollte. Diese Verhüllung. Zur Arbeit.
  • Zur [Sperren: Kunst]!
  • Tja.
  • Und jetzt ist dabei herausgekommen, … ähm … dass ich … doch den … äh … Titel "verhüllte Arbeit" nehme.
  • [Pause.]
  • Das ist … Da bin ich jetzt noch nicht so ganz zufrieden. Der Titel ist jetzt … ähm … Ja. Er kann zumindestens … äh … zeigen, dass noch 'ne Arbeit drinne ist. Also dass die eigentliche Arbeit eben drinne ist. Dass die Verhüllung nur die Verhüllung ist. Und nicht als [Sperren: Kunst] selber jetzt gesehen wird.
  • Also [Sperren: verhüllte] Arbeit. [Sperren: Verhüllte] Kunst.
  • So.
  • Gleichzeitig ist es natürlich sehr … Weiß nicht … Sehr platt. Und ich kann jetzt auch mit dem Namen "verhüllt" in Beziehung mit dem Holzkasten … gerade nicht so viel anfangen. So "verhüllt" hat noch was weiches. Sowas … äh … Ja. So nen zarten Überzug. So.
  • Ähm … Ein Hauch … ähm … Wenn der Wind weht. Ähm … [Sperren: bewegt] sich das … Ja, man sieht vielleicht noch 'ne Struktur. Oder so.
  • Der Holzkasten is ja sehr sehr … äh … starr. Und sehr … sehr [Sperren: robust]. Und … ähm … verhindert sozusagen hundert Prozent … ähm … an der Arbeit teilnehmen zu können.
  • Also der Name "verhüllt", mit dem bin ich noch nicht so ganz eins. Hab jetzt aber eben auch keinen anderen guten gefunden.
  • Ähm … Nur … Aber ich bin erst einmal zufrieden, dass ich es jetzt doch nicht eben Selbstporträt, wenn da jetzt eins drinne ist, genannt habe.
  • [Sperren: Und] Selbstporträt is so nen … Würde auch heißen, dass der Betrachter … Klar, bei dem kann viel mehr entstehen dabei. Das ist … äh … keine Frage. Ähm … Dass er eben auch in diesem Holzkasten selber schon denken könnte, das es jetzt das Selbstporträt.
  • Und das zu verhindern, war so der Zwischenschritt: [Sperren: verhülltes] Selbstporträt. Dann wäre wieder klar: Der Kasten ist nicht das Selbstporträt. Sondern [Sperren: drinne] ist ein Selbstporträt.
  • Und gleichzeitig hätte ich aber eben mit sowas wie "Selbstporträt" für [Sperren: mich] jetzt bei dieser Arbeit schon zu viel … ähm … offenbart. Der Betrachter hätte … zwar viel … Hätte vielleicht viel länger davor gestanden.
  • Bei ihm wäre mehr abgegangen. Im Ge… Im Kopf.
  • Aber ich wollte halt so 'ne … so 'ne … so 'ne [Sperren: Blockade] einfach haben. So 'ne …
  • Du kannst davor stehen, aber …
  • Du nimmst einfach nichts wahr!
  • Das ist … Da ist [Sperren: nichts]. [Sperren: Null].
  • [Pause.]
  • Und gehst dann halt weiter.
  • [Pause.]
  • So.
  • Das war halt die Idee. Und … Die hab ich jetzt halt besser mit dem Titel "Verhüllte Arbeit" halt umsetzen können.
  • Verdeutlichen können.
  • Auch wenn mir halt der Titel noch nicht so ganz gefällt. Muss ich halt später ändern.
  • Die Maßangaben … Tja.
  • Ich hätt's jetzt ganz kompliziert machen können. Und zwar mit Klammern. Zwei Maßangaben. Oder eben … ähm … nach der Maßangabe von dem Holzkasten beziehungsweise vom Rahmen halt … ähm … Dahinter dann schreiben: Vom Holzkasten oder von der Verhüllung … ähm …
  • Beim Jahr hätte ich auch in Klammern dann wieder schreiben müssen: Jahr der Verhüllung.
  • Etc. etc.!
  • Das hätte … Das hätte diesen … diesen Beipackzettel sozusagen [Sperren: extrem] verkompliziert.
  • Und … ähm … Na ja. Da hab ich mich jetzt einfach aufs einfachste … äh … also der Einfachheit halber … ähm … dazu entschlossen, einfach die Maße vom Holzkasten zu nehmen. Sechzig mal achtzig.
  • Und. Ja. 2016. Auch nicht dreißig. Sondern ein Jahr. Also mein Lebensjahr. Also … Eben die [Sperren: große] Jahresbezeichnung.
  • 2016 nach Christi.
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Einfach damit jetzt diese Jahresangabe … Also wäre es dreißig gewesen, nicht zu sehr in den Vordergrund rückt. Was mit der Verhüllung erst einmal [Sperren: nichts] zu tun hat.
  • Wirklich.
  • Also klar. Hintergründig ja. Ich bin's ja. Ich hab's ja gemacht. Und so. Mit dreißig. Aber … Ne?
  • Eigentlich eben nicht.
  • So.
  • Und die Maßangabe eben auch nicht um es zu verkomplizieren. Ähm … Jetzt keine. Die Innere nicht genannt. Oder Materialangaben.
  • Jetzt: "Verschiedene Materialien".
  • Der Titel … Also dass … äh … das ganz undeutlich wird … Das ist … ähm … Ist damit jetzt nur der Holzkasten gemeint? Oder was ist da drinne? So. Kann jetzt noch alles sein. Sozusagen.
  • [Pause.]
  • Also das ist so'n Zwischenweg jetzt gewesen. Bin mit dem Titel nicht zufrieden. Nicht [Sperren: wirklich]. Aber es war jetzt der beste Weg. [Sperren: Besser] als eben gar nichts zu sagen. Und … ähm … Dann hätte der Betrachter noch weniger das … äh … das Gefühl gehabt: Da ist noch etwas dahinter. Was … äh … vor ihm … äh … Was seinem Blick … ähm … versperrt ist.
  • Was mir aber wichtig ist, dass er das weiß!
  • Das heißt, dass … Der Titel ist ein Zwischenweg. Die Maßangabe ist ein Zwischenweg. Einfach um es nicht zu komplizieren.
  • Die Jahresangabe nicht mit dreißig. Damit da nicht was [Sperren: Neues] aufgemacht wird. Was nichts mit der Arbeit zu tun hat.
  • Also es ist ein Zwischenweg. Diese ganzen Angaben. So.
  • Hab aber bisher eben noch nichts … ähm … besseres gefunden. Was es noch mehr auf den Punkt bringt. Oder was noch einmal die Idee mehr in den Vordergrund bringt. Was … Vielleicht was … Was [Sperren: ganz] Neues aufmacht. So der Titel. Der sozusagen die Arbeit noch größer macht!
  • Ähm … Das hab ich noch nicht … Der [Sperren: Titel] gibt jetzt halt die Arbeit irgendwie wieder. Ohne sie [Sperren: besser] zu machen. So. Er macht sie aber auch nicht schlechter. Finde ich.
  • [Pause.]
  • Gut. Da hab ich ja noch genug Zeit. Um mir über sowas Gedanken zu machen.
  • [Pause.]
  • Das verhüllte Kreuz will ich jetzt noch einmal richtig machen. Also noch einmal zur Holzwerkstatt gehen und … ähm … Also ordentlich machen.
  • [Pause.]
  • Das heißt: Noch einmal nen Holz kaufen. Äh … Nen Kreuz kaufen. Und dann das richtig exakt … Also [Sperren: richtig] exakt arbeiten und vielleicht jetzt gar nicht mal leimen. Die Stücke.
  • Sondern [Sperren: wirklich] nur durch die Nägel auf beiden Seiten festhalten.
  • Das …
  • Ähm …
  • Dann sind die Nägel eben kein [Sperren: Beiwerk] mehr. Also so nen [Sperren: Schmuckelement]. Sondern die haben dann wirklich die [Sperren: Funktion].
  • Auch. Den … ähm … Den Kasten festzuhalten. Zu… Zusammen zu halten. Und damit das Kreuz zu verhüllen. Die selbe Idee ist ja dann jetzt auch noch eben bei … ähm … anderen verhüllten Arbeit … Dass ich nicht mit … mit Leim arbeite. Auch wenn das [Sperren: richtig] gut hält.
  • Natürlich.
  • Beziehungsweise ich würde damit arbeiten. Wenn ich jetzt keine Nägel da noch reinhauen würde. Wie jetzt bei der im Klassenraum … Die ich da zeige. Da sind ja keine Nägel drinne. Das heißt: Der Leim [Sperren: muss] … [Sperren: ist zwingend] notwendig. Sozusagen. Dass es gehalten wird.
  • Aber sobald ich halt eben dieses Element … äh … Nagel mit reinbringe, … ähm … Dieses [Sperren: zunageln]. Ähm … Is ja auch spannend.
  • Nicht zuschrauben. Nicht zukleben. Zunageln!
  • Auch jetzt die Geschichte des Nagels. Wie lange schon Nägel benutzt werden!
  • Is ja auch sehr sehr altes … Glaub sogar das älteste … ähm … Hab ich gelesen. Das älteste … ähm … Die älteste [Sperren: Form], … ähm … etwas zu verbinden.
  • [Pause.]
  • Zunageln.
  • [Pause.]
  • Ähm … Aber dass eben der Nagel kein Schmuckelement dann ist. Sondern wirklich den Kasten zusammenhält. Das wäre glaube ich ganz wichtig. Das bringt's dann wieder auf den Punkt. Und macht da jetzt nicht so nen … Es ist weniger Inszenierung Inszenierung . Eigentlich … Genau.
  • Es ist weniger Inszenierung. So.
  • Inszenierung ist es ja am Ende immer noch ein bissel.
  • Aber eben nicht so 'ne aufgesetzte.
  • [Pause.]
  • Genau.
  • Und dass ich jetzt halt dieses … äh … dieses … äh … Kreuz halt mache. Dieses verhüllte Kreuz.
  • Ähm … Titel ist wieder dann die Frage. Einfach bloß benennen?
  • Verhülltes Kreuz.
  • Ähm … Soll ich was … Soll ich nen anderes Fass aufmachen?
  • [Sperren: Wobei] ich … Ich will ja nich … Ich … Na ja … Ich mag's ja eben nicht so, wenn … Warum jetzt so nen riesen großes Ding da draus machen. Es ist halt nen Kreuz, was halt verhüllt ist. Oder jetzt nen anderes Wort für verhüllt. Aber was halt nicht mehr sichtbar ist. Durch nen Holzkasten, der drumherum gebaut ist. Der die Form des Kreuzes … äh … ähm … aber wieder hat.
  • Also [Sperren: warum] da jetze noch mal was [Sperren: riesengroßes] drumherum bauen?
  • So. Ganz ganz … ähm … [Sperren: einfach]. Ähm … Betrachten.
  • Betiteln.
  • Ohne … [Sperren: riesig] … etwas … Ja. Aufzublähen!
  • Also diese Arbeiten auch noch aufzublähen.
  • [Pause.]
  • Is … Für mich jetze irgendwie nen guter … guter Weg. Finde ich.
  • [Pause.]
  • Äh … Dann noch einmal jetzt meine Idee zu dem … äh … ähm … Diptychon Diptychon .
  • Wo ich jetze gestern halt überlegt hatte, … ähm … wo jetzt Mark meinte, ich soll nen Werkverzeichnis Werkverzeichnis jetzt schon anfertigen. Und nicht erst in zehn Jahren oder so.
  • Ähm … Und meine Frage dann eben war ja: Was tut man denn da alles rein? So … Denn … äh … Diesen … Diesen … ähm … Diesen einen Schritt halt zu sagen: Das ist eine [Sperren: Arbeit]. Die [Sperren: komplett] fertig ist. Und die da rein soll.
  • Und halt zwischen dem, … ähm … sie ist [Sperren: fertig]. Aber weiß ich jetzt nicht, ob die jetze präsentierwürdig ist. Also ob sie jetzt andere sehen müssen.
  • [Sperren: Sollten]!
  • Was sie jetzt aussagt. Oder so.
  • Ähm … Also … Ab [Sperren: wann] sozusagen kommt sowas in ein Werkverzeichnis rein?
  • [Pause.]
  • So. Und … ähm …
  • Ich glaub jetze ist es eben nicht mehr … gar nicht mehr wichtig zu sagen, … ähm … Die hat jetzt 'ne Aussage oder so. Und deshalb kommt sie da rein. Also sie ist jetzt fertig. Jetzt von … Materiell halt. Technisch. Richtig … äh … gut gemacht.
  • So dass ich da nicht mehr meckern kann. Äh … Format. Vom … Von der Verpackung. Und so weiter her.
  • Sondern dass es aber eben auch nicht wichtig ist, jetze, dass sie jetze die große Aussage hat. Oder eine Aussage. So wie jetzt bei diesen Linienbündeln. Bildern. Diese farbigen. Wo ich halt Formen gehabt habe.
  • Was ich sehr … Was ich eben [Sperren: gut] finde!
  • So.
  • Und das würde ich mir hinhängen.
  • Ich muss halt das Format jetzt … äh … genau gucken. Jetzt nicht das Blattmaß nehmen. Sondern das muss ich abändern. Das muss ich abschneiden. Das ist halt richtig … So würde ich es dann halt sagen … So würde ich es dann rahmen.
  • Das ist ja … Das Werkverzeichnis wird ja jetzt nicht veröffentlicht. Das ist ja nur für mich jetzt als Übersicht. Was sehe ich als fertige Arbeit an. Was ist für mich halt … ähm … jetzt schon … ähm … Ja. Was könnte jetzt sozusagen diesen Raum hier verlassen. Den Arbeitsraum.
  • [Pause.]
  • Ähm … Womit ich jetzt gar kein Problem habe, sind zum Beispiel die Arbeiten vom letzten Rundgang. Also die großen zumindestens. Die Geradenbilder.
  • Der Totenschädel Totenmaske .
  • Das Selbstbildnis.
  • Das Porträt von Marios Marios .
  • Ähm … Die sind für mich genauso … ähm … Können sie da aufgenommen werden.
  • Diese ganzen kleinen Plotterarbeiten muss ich halt wegen dem Format noch gucken. Da hab ich jetzt ja bisher noch gar nichts angeschnitten. Ähm … Das ist jetzt noch einmal 'ne Arbeit.
  • Aber es macht mir dann ja eigentlich auch Spaß!
  • Das auch noch einmal zu beenden. Sozusagen.
  • Genau.
  • [Pause.]
  • Na ja. Und dass ich jetzt halt [Sperren: vielleicht] … Jetzt ist die Frage halt: [Sperren: Warum] Werkverzeichnis anlegen?
  • So für sich nur?
  • Warum jetzt das alles digitalisieren wieder?
  • Warum … ähm … [Sperren: archivieren]?
  • Also …
  • Pfff …
  • Warum das jetzt so professionalisieren?
  • Warum jetzt nicht einfach nur machen? Und … ähm … Pfff … Solange das jetzt … Weiß ich eben nicht.
  • Solange es jetzt nicht um's Zeigen, um's Präsentieren, um's Ausstellen geht, …
  • Um [Sperren: gesehen zu werden].
  • Um 'ne Galerie zu finden. Oder so.
  • [Sperren: Warum] jetzt diesen ganzen Aufwand rein?
  • So.
  • Das … ähm …
  • Weiß ich jetzt halt noch nicht. Ob das eher wieder so … so mich … ähm … hindert. Äh … ähm … Am [Sperren: Schaffen].
  • Oder ob das vielleicht … Vielleicht … Das wäre jetzt der positive Effekt. Der sein könnte. Ähm … [Sperren: Wirklich] dazu führt, dass ich mir jede Arbeit noch einmal [Sperren: ganz genau] angucke. Und halt … ähm … dann sage: Ja, die ist fertig!
  • Die … Die trage ich da ein!
  • So. Also … ähm … Das ist so wie … höchstwahrscheinlich … Wenn Maler seine Signatur Künstlersignatur rauf gibt. Wenn … Oder wenn er das … ähm … Also wenn er dann noch die letzte Schutzschicht drüber tut. So das ist dieses Zeichen: Die Arbeit ist fertig. Sie kann jetzt sozusagen gehangen werden. So.
  • Und … Signieren … Durch das Datieren ebenfalls.
  • Und … ähm … Ich hab's jetzt ja noch …
  • [Pause.]
  • Ich hab jetzt halt noch so dieses … ähm … So'n … So'n inneres Hemmnis eben etwas zu datieren. Zu signieren!
  • Wirklich!
  • Also ich hab jetzt vielleicht angegeben, in welchem Jahr ich das gemacht habe. Meinen Namen dahinter gemacht. Aber ich sehe es jetzt nicht wirklich als Signierung. Ähm … Pfff … Das ist jetzt … Krakelschrift.
  • Jetzt nicht irgendwie was … ähm … Ja.
  • Was wirklich so'n … So'n Zeichen für die Beendigung wäre.
  • [Pause.]
  • Und vielleicht ist da so nen Werkverzeichnis, wo ich mir halt wirklich dann Gedanken mache … Tue ich's rein?
  • Oder nicht?
  • Vielleicht ist das so 'ne Art …
  • Wie heißt das?
  • So'n … ähm … Zu sagen eben, dass das fertig ist. Punkt.
  • [Pause.]
  • Vielleicht probiere ich's einfach mal bei zehn, zwanzig, dreißig Arbeiten aus.
  • Ähm … Ich hab ja schon viele … ähm … gescannt. In ner guten Qualität. Also am Bild liegt's jetzt nicht. So, dass ich mir die angucke. Äh … Das Format noch einmal … ähm … mir überlege. Ähm .. zurechtschneide.
  • Und … ähm … Dann halt eben sage: Rein oder nicht rein.
  • So.
  • Dass ich die vielleicht dann sogar in nen extra …
  • … Kasten reintue. Ähm … Ja.
  • Wo ich einfach dann so fertige Arbeiten drinne hab.
  • [Pause.]
  • Später kann ich die ja immer noch … ähm … Ja. Wieder raus tun. Oder mir da eben halt Gedanken drüber machen.
  • Ähm … Ob's gut ist oder nicht.
  • [Sperren: Was] jetzt die …
  • [Gähne.]
  • … die Nummerierung … Also die Inventarnummer angeht …
  • Wieder [Sperren: riesengroße] Frage. Ähm …
  • Vor allem jetze, wenn ich halt nachträglich sage, dass das fünfzig Arbeiten sind, die ich hier habe, wo ich sagen würde, die sollen rein, … ähm … Die Nummerierung wäre ja jetzt … so von der Verwaltung her … Inventarnummer wäre jetzt sozusagen: Wann ich's reintue.
  • So.
  • Und das macht's natürlich ganz durcheinander!
  • Ne?
  • Also je nachdem, was ich jetzt sichte. Zuerst. Bekommt's halt 'ne … 'ne Inventarnummer. So. Die Nummer eins, zwei zum Beispiel … Einfach mal nen Selbstporträt … Ein Bild von zweitausend… äh … fünfzehn. Beziehungsweise mit neunundzwanzig. Obwohl dass davor ja .. Davor schon Sachen entstanden sind. Die ich reintun würde.
  • Glaube ich.
  • Da denke ich jetzt überhaupt nicht an Autogrammkarten Autogrammkarte .
  • Visitenkarten Visitenkarte !
  • Und so weiter und so fort.
  • Das ist für mich jetzt … Das kommt da glaube ich gar nicht drinne vor.
  • Das ist für mich jetzt … Nachträglich sehe ich das als Spielerei an.
  • Aber es gibt schon noch nen paar Arbeiten, die davor sind … Die ich reintun würde. Und die hätten jetzt halt 'ne Inventarnummer, die sozusagen [Sperren: höher] ist.
  • Ist dann auch durcheinander.
  • Sodass zwischendurch ich etwas sichte, was ich rein tue. Was … Ich weiß nicht … Was vom Stil her zu den anderen gar nicht passt.
  • Ich kann's natürlich umordnen … Umsortieren und so. Hab das ja programmiert. Das ist nicht das Problem.
  • Aber … Na ja.
  • Würd… Würde ich gerne noch einmal gucken. Wie jetze andere damit umgehen. Was … Was die Inventarnummer sagt.
  • Ob es nur sagt, [Sperren: wann] es reingetan wurde.
  • Wann es gesichtet wurde.
  • Oder ob es auch schon 'ne Aussage darüber trifft, … ähm … in welchem Zusammenhang halt diese Arbeit zu anderen Arbeiten … Oder wie die Arbeit zu anderen Arbeiten steht. Die auch in diesem Werkverzeichnis drinne sind.
  • Ne? Ob das so 'ne Art Gruppe sozusagen auch bildet.
  • [Pause.]
  • Oder ich tu's erst einmal rein. Und mache mir über diese Inventarnummer noch keine Gedanken. Das kann ich jetzt immer noch ändern. Dann. Sol.
  • Das muss jetzt nicht ganz feststehen.
  • [Pause.]
  • Genau. Aber halt noch so zehn, zwanzig, dreißig Stück mal überlegen, … ähm … Was bringt mir die Inventarnummer!
  • Hat sie mir jetzt was gebracht?
  • Hat das etwas gefestigt?
  • Konnte ich dadurch Entscheidungen fällen?
  • Oder war das jetze irgendwie so'n Beiwerk, was einfach nicht sein muss, weil ich … ähm … nun mal Friedrich Fröhlich bin und … äh … keine Galerie hinter mir habe. Oder … äh … Ist das eher … Würde ich das eher eben betrachten als die Aufgabe von … Ja … Von … Von ner Galerie.
  • Oder von jemand anderem!
  • Oder wenn man mal …
  • … bekannt …
  • … sein sollte?
  • Dass das dann halt [Sperren: deren] Sache ist. Das zu datieren. Zu nummerieren. In ein Werkverzeichnis reinzutun.
  • Dass es mir eher um das [Sperren: Schaffen] gehen sollte. Und nicht um dieses gleich Archivieren!
  • So.
  • Was ja auch 'ne Menge Zeit ist.
  • Ne?
  • Die da drauf geht.
  • So.
  • Ich hab jetzt schon sehr viel Zeit, die ich nicht mit … äh … mit dem Arbeiten zubringe. Sondern die ich einfach für mich nutze. Zum [Sperren: Denken] und so weiter.
  • [Pause.]
  • Muss ich schauen.
  • [Aufnahme Ende.]
HGB Rundgang 2016 verhüllt verhüllte Arbeit, 30, 60 x 80 cm, verschiedene Materialien, WV 4 verhuelltrahmen2.jpg verhüllte Arbeit, 30, 60 x 80 cm, verschiedene Materialien prae_flurarbeit.jpg Flurarbeit aufgehangen verhüllte Arbeit im Fernsehbeitrag Aufsicht 12.2. mit Beobachtungen Besucher gehen vorbei: 6 Besucher stehen 1 Sekunde davor: 2 2 Sekunden: 1 3 Sekunden: 5 (intensives Betrachten der Holzstruktur) 4 Sekunden: 1 5 Sekunden: 1 6 Sekunden: 2 komplette Ausstellungsecke übersehen: 3 Foto der verhüllten Arbeit gemacht: 1 von links genähert: 4 von rechts: 1 (eigentlich optimal) allgemein: kleinere Arbeiten mit Details (wie Schrift) und "interessanter Materialität Materialität ": Besucher bleiben länger stehen bei allen Arbeiten: meist nur sehr oberflächlich betrachtet, schnell Fotos gemacht, sofort weiter gegangen "Süß!" Will das der Künstler? Was bringt ihm das? Aufbau Werkverzeichnis (passwortgeschützt) werkverzeichnis.jpg
HGB Rundgang HGB Rundgang 2016 Flurarbeit verhüllt verhüllt (Rückseite geleimt) testweise aufgehangen untere rechte Ecke noch mit Pappe verstärkt von Wand rücken Klasse Bildende Kunst Lob von Mark bei Hängung Arbeiten mit Dozent Dozent diesmal keine brenzlige Situation gehabt Titelfrage ungeklärt soll morgen meinen finalen Vorschlag machen Angabe Name auf Teilnehmerliste ebenfalls entfernen lassen? A Angaben, auf verhüllte Arbeit bezogen: "Friedrich Fröhlich" und Jahresangabe ("30") B Angaben, die verhüllte Arbeit umreißen: Untergrund ("Papier") und "Pigmentestifter" ("Tinte") 1 Format 2 Technik ("Zeichnung") C Angaben, die verhüllte Arbeit "zeigen": Titel ("Selbstporträt Selstbildnis ", "Blaue Farbe auf rotem Grund") D Angaben, auf Verhüllung bezogen: Maße Holzkasten und Maße Glasscheibe (Teil der Verhüllung) Materialangaben wie Sperrholzplatten, Holzleisten, Leim Mischform bei Materialangabe: "Sperrholzplatten, Holzleisten, Leim, Papier, Tinte" oder "Sperrholzplatten, Holzleisten, Leim, Zeichnung" oder "Sperrholzplatten, Holzleisten, Leim, Selbstporträt" Frage: bezieht sich "Friedrich Fröhlich" und "30" auf die Verhüllung oder die verhüllte Arbeit? Geradenbild Geradenbild mit Benedikt und Liebert wegen möglicher kompletter Raumbelegung in Semesterferien geredet Idee: große Arbeiten plotten, dafür einen Tisch vor und einen Tisch hinter Plotter Plotter stellen in dieser Zeit Drucker im AV-Labor durch Mitarbeiter nicht nutzbar Anfang März sind eventuell zwei Wochen frei, die ich nutzen kann dazu: Canon Museo (Max oder anderes Papier) auf Rolle kaufen (1,27 x 15 m, ca. 250 - 300 EUR) Großpackung farbige Stifte (120 Stück, 120 EUR, jeweils zwölfmal blau, schwarz, rot, grün, orange, dunkelrot, grasgrün, violett, rosa und türkis) Materialkosten von 400 EUR mit freundlicher Unterstützung der Fdk F. Fröhlich FdK F. Fröhlich finanzieren
Standpunkt (von vorgestern) HGB Rundgang HGB Rundgang 2016 verhüllt verhüllt Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Die Verhüllt-Arbeiten, die sind eigentlich explizit für die Öffentlichkeit gemacht.
  • Also, dass sie … äh … fremde Leute sehen. Anders als bei den Geradenbildern. Oder überhaupt. Äh … Die Arbeiten, die ich sonst gemacht habe.
  • Die ja … Wo es mir immer schon gereicht hat, wenn [Sperren: ich] sie gesehen hab. Oder eins zwei drei andere Leute.
  • [Schlucke.]
  • Ähm … Und ich da gar nicht den Drang hatte, also habe, … ähm … sie auszustellen. Das brauche ich einfach nicht. Um sie zu schaffen. Da ist der Drang einfach nicht … ähm … äh … da, sie zu zeigen.
  • Das ich sehr gut finde. Dass sie nicht … ähm … Dass ich sie nicht gemacht habe, … ähm … um sie zu zeigen. Sondern halt eher gemacht habe, weil ich halt das Verlangen hatte, sie zu machen.
  • Selbstzweck. Oder so.
  • Und bei den Verhüllt-Arbeiten ist es nun aber anders. Die … ähm …
  • [Schlucke.]
  • Zum einen … ähm … brauche ich selber auch ein paar, die ich mir immer wieder angucken kann. Einfach um mich wieder dann sozusagen runter zu holen. Ähm … Von dieser … ähm … Von diesem Überzeugtsein, was man macht. Und dann wieder im Hinblick auf die … äh … auf die … äh … auf die große Zeit, die vor einem war. Die gerade ist und die in der Zukunft sein wird.
  • [Schlucke.]
  • Und wo man keine Rolle mehr spielen wird.
  • Also ich selber brauche das auch immer wieder so als … äh … [Sperren: Zeichen]. So wie andere ein Kreuz über der Tür brauchen. Oder so. Ähm … Sozusagen eine Glaubens… äh … Frage. Oder …
  • Na. Ein Statement halt so vor sich selber!
  • Und … ähm … Ich brauche selber ein paar. Aber eigentlich, wenn ich halt weiter verhülle, …
  • [Schlucke.]
  • … haben diese Verhüllungen kein … kein … ähm … kein [Sperren: Sinn] halt. Wenn ich jetze hier fünfzig Stück aufhängen bei mir würde. Denn ich will ja … äh … Oder ich hab ja diesen Drang zu arbeiten.
  • Ich brauche bloß ein paar Hinweise immer wieder darauf. Um … ähm … Um mich wieder … ähm … Um wieder runter zu kommen.
  • Das heißt, … ähm … diese fünfzig … äh … Stück, … äh … wenn die da sind, die … die sind da, um … ja … um ein Statement … Also um meine Ansicht über … äh … Kunst …
  • Über, meinetwegen, … über zeitgenössische zeitgenössisch Kunst …
  • Ich lebe ja nun einmal [Sperren: jetzt].
  • Deshalb reagiere ich darauf.
  • Ähm … In die Welt zu transportieren.
  • So.
  • Und das Lustige ist halt, … äh … ich … äh … ähm … Die Arbeiten, wo ich gar keinen Drang habe, sie zu zeigen, … ähm … zeige ich zwar, aber sie können halt eben nicht gesehen werden.
  • Deshalb ist da … äh … gar kein Widerspruch erst einmal.
  • Und … ähm … Ich hab aber gleichzeitig diesen Drang halt, diese Verhüllung … ähm … zu zeigen. Die ja für mich erst einmal … äh … keine Arbeit an sich darstellt.
  • Also keine … Also kein [Sperren: Kunstwerk]. Äh … In dem Sinne.
  • Auch wenn es dann natürlich dazu kommen wird!
  • Das weiß ich jetzt schon.
  • Auch … äh … Je mehr ich darüber halt nachdenke. Und … äh … Je mehr ich die Nägel, die ich benutze, … oder die Holzplatten halt mit … ähm … auflade. Mit … ähm … Gedanken.
  • [Schlucke.]
  • Ähm … Aber ich kann sozusagen die Kunst, die ich eigentlich nicht zeigen will … ähm … die zeige ich nicht. Also die kann nicht gesehen werden. Aber … Ich zeige sie. Und … ähm … die Verhüllung, die explizit … äh … zum Teil, zum größten Teil halt für halt andere gemacht ist.
  • Also ich … Die … Die war ja dann nicht bloß vor mir selber zu verhüllen. Sondern eben auch vor anderen. So.
  • Und … Das bekomme ich halt nur hin, wenn ich die Arbeiten auch nach außen transportiere.
  • So.
  • Der Rundgang HGB ist jetzt halt nur …
  • [Schlucke.]
  • … ein kleiner Klacks. Das ist klar.
  • Ähm … Ich muss jetzt halt lediglich, wenn ich mir jetzt überlege, das … ähm … auszustellen, … ähm … Denn es macht jetzt eben keinen Sinn fünfzig Verhüllungen zu machen und die stapeln nicht dann bei mir. So.
  • Daran … ähm … blühe ich ja sozusagen selber auch nicht mehr auf.
  • [Schlucke.]
  • Ähm … Ja … Wie ich sie nach … nach … Wie ich sie rausbekomme. So.
  • [Pause.]
  • Was mich dann erst … Also was ich dann erst einmal überlegen muss, so oder so: Was will ich damit … ähm … eigentlich sagen.
  • Also das ist eine sehr konzeptuelle Arbeit. Das ist klar. Das ist jetze nicht … ähm … nicht eben … Also bei den Geradenbildern steht ja auch ein … ähm … eine große Idee dahinter. Aber die eigentlichen Arbeiten, also wenn das jetze Porträts sind oder so, die sind halt eher so sinnlich. Also du nimmst sie halt war. Du siehst sie. Du kannst damit was anfangen. Und kannst dich da so reinbegeben. Ohne jetzt … ähm … alles erklärt zu wissen.
  • Die … Die funktionieren da glaube ich … Wenn da ein Motiv drauf ist, für sich selbst. Ohne Erklärung. Denke ich mir.
  • Jetzt … äh … Ja.
  • [Schlucke.]
  • So. Und … ähm … Bei diesen Verhüllungs-Arbeiten. Die sind … Die … Das … Das ist ein Konzept eher. Das ist keine … Wie ich sie sehe … Nicht die Kunst. Die eigentliche. Das ist ein [Sperren: Konzept]. Und … Ich muss es jetzt halt schaffen, für mich jetzt dieses Konzept auf einen Punkt zu bringen.
  • Also ich habe jetzt ja noch mehrere Sachen da hinein … ähm … hinein … ähm … gemischt. Also wie es halt anfing. Mit der übertriebenen Selbstinszenierung Inszenierung , die ich halt loswerden wollte.
  • Und dann halt aber, wie ich, das fand ich dann ja noch interessanter, selbst geschafft hatte, aus der persönlichen … äh … Krise, dem persönlichen Problem, auf das … äh … auf eine Kritik der Gegenwartskunst Gegenwartskunst zu kommen.
  • Also das diese persönliche Krise jetzt natürlich nicht nur in meinen vier Wänden existiert. Oder da entstanden ist. Sondern sie ist halt in Verbindung mit dem da draußen entstanden. Und das da Draußen ist nun einmal die zeitgenössischen Kunst.
  • So. Was ich halt sehen kann. Was andere machen.
  • Damit habe ich ja schon einmal eine Brücke geschlagen zu … zu den da draußen. Also zur Kunst da draußen.
  • [Schlucke.]
  • Muss es jetzt halt nur schaffe, das … ähm … ähm … na ja, ganz kurz und knapp halt … ähm … für mich selber und auch für andere dann halt … ähm … darzulegen.
  • Egel, wie … äh … wie ich das jetze … ähm … Das ist ja ein riesen großer Batzen, eigentlich. Dann noch einmal richtig ausführlich aufschreibe und mir darüber Gedanken mache.
  • Aber dass ich es halt schaffe, … ähm … dieses ganze riesengroße Ding halt ganz kurz zu erklären. Auch wenn da noch Fragen offen bleiben.
  • Oder so.
  • So. Und wenn ich das halt habe. Also … Das auf den Punkt gebracht habe, kann ich prinzipiell das auch nach Außen tragen. Also neben dem Rundgang, wo ich jetzt ja für mich selbst dann verantwortlich bin, wenn ich da 'ne … ähm … Fläche miete, was für mich ganz praktisch ist. Da muss ich niemandem etwas erklären. Sozusagen.
  • Ähm … Bei einer Ausstellungsbeteiligung, wenn das jetzt sowas wäre, müsste ich dann halt … ähm … sowas einreichen. So ein Konzept.
  • Und …
  • [Schlucke.]
  • Und … halt auch mit der … ähm … mit der Idee, warum ich es genau so verhüllt hab. Da gibt's ja … Da hab ich ja inzwischen auch unterschiedliche Arten. Mit Rahmen. Ohne.
  • Schattenfugenrahmen. Komplett … ähm … verhüllt.
  • Mit … äh … ja … Glas dazwischen. Und so weiter.
  • Also … Hat ja alles irgendwie eine andere … 'ne andere … ähm … nen anderen Themenschwerpunkt.
  • Oder auch mit dem Titel zum Beispiel. Mit der Technikangabe. Wo ich jetzt ja noch dieses Problem habe … ähm … Mir überlegen zu wollen, zu müssen, … äh … gebe ich an, dass da ein Porträt drinne ist?
  • Ähm … Ist das schon zu viel? Geht das von meiner eigentlichen Idee weg?
  • Geb ich wenigstens an, … äh … dass es da Fotografie drinne ist? Oder ist das auch schon zu viel?
  • Obwohl Fotografie ja erst einmal nichts … noch nicht halt … ähm … mein eigenes Thema wiedergibt. Es ist halt nur eine Technik.
  • So.
  • Das Thema wäre das Porträt. Zum Beispiel. Das würde ich dann ja noch nicht verraten. Aber schon einmal die Technik. Und … Das ist halt die Frage. Ist das schon wieder ein Zuviel? Oder ist das ein Mittelweg zwischen … ähm … noch nicht wirklich Verraten, was ich … ähm … was ich verhülle? Und halt dem, dass halt der Betrachter trotzdem … ähm …
  • [Schlucke.]
  • … davor stehen bleibt und halt … ähm … ja … leicht gebannt ist. Also zumindestens sich da mit identifizieren kann. Also sich etwas vorstellen kann. Und nicht sofort weitergeht, weil er … weil es komplett 'ne Sperre ist.
  • Diese … äh … äh … Diese Spanplattenbox.
  • Da muss ich halt noch überlege. Das ist klar. Das mache ich ja jetze eh wegen dem Rundgang noch einmal.
  • Da geht's ja jetze … Das ist ja jetzt das Thema mit dem Professor.
  • Genau.
  • Also … ähm … ähm … Die verhüllten Arbeiten sind eigentlich für das da Draußen gemacht.
  • Zum [Sperren: zeigen].
  • Möchten ausgestellt werden!
  • [Sperren: Sollen] ausgestellt werden!
  • Anders als bei allen anderen, die ich bisher gemacht hab, ist dass das Ziel davon.
  • Eigentlich.
  • [Aufnahme Ende.]
Siebdruckplatte für Ohme im Klassenraum hinterlegt, einen Bilderrahmen "liegender Akt Akt " abgeholt Geradenbild Geradenbild Glasscheibe zwischen Plotterzeichnung und Foliendruck kein Problem, Bildtiefe +- 0,5 mm in Ordnung Werkstatt AV-Labor 1 einmal Selbstporträt Selstbildnis mit rot, grün und blauer Farbe leichte Drehung grüner und blauer Farbe (um -0,5° und -1°) Standpunkt Mit der Verdreifachung der Geraden und der leichten Drehung möchte ich die Bewegung, die der Geraden theoretisch inne liegt, auch materiellen Ausdruck verleihen. Ob mir das gelingt, wird das Ergebnis zeigen. Ergebnis mit RGB: unzufrieden, da überfüllt und zu verwaschen bei zweitem Plott Zentrum im Auge, nur rot (0°) und blau (-1°) 2 Selbstporträt einmal in rot und blau, leichte Drehung, Auge im Zentrum Kunstkritik Relevanz der Kunst "Die Frage nach der Relevanz" Soll Kunst den Wissenschaften assistieren oder sind künstlerische Denk- und Wahrnehmungsanregungen eigene Wissensformen? Plato: das Schöne, das Wahre und das Gute umreißen unzertrennliche Trias schön <=> gut <=> wahr schön = angenehm? gut = wertvoll? wahr = das Richtige? heute neuer Überbegriff: Relevanz Tendenz gegenwärtiger Künste: "Artistic Research" prüft Erkenntnisleistung und Wissenschaftsfähigkeit der Künste Können sich durch künstlerische Denk- und Wahrnehmungsanregungen eigene Wissensformen entwickeln? Kunst dabei nicht als Zuarbeiter der Wissenschaft gesehen nicht Kunstwerk sondern die Recherche beansprucht dabei Relevanz [?] Deutscher Kulturrat Kunst spiegelt gesellschaftliche Debatten wieder bietet Reibungsflächen zur Auseinandersetzung mit Wirklichkeit Kunst = Ausdruck menschlichen Daseins Diskurse der Gesellschaft in Kunst sichtbar Den meisten Künstlern wird das doch total egal sein, oder? Förderung sei keine Subvention sondern Investition "Systemrelevante Kunst" Kunst an sich ("bei aller subjektiven Wertschätzung") unbedeutend Kunst kann aber aufmerksam machen, Missstände aufdecken, zum Denken anregen Schafft es die Kunst des 21. Jahrhundert auch, über die Unverbindlichkeit des rein Formalen, Strukturierten und Informellen hinauszuwachsen und wieder Stellung zu beziehen?
(mit Notizen von morgen) HGB Rundgang HGB Rundgang 2016 Siebdruckplatte 55 x 75 cm für Fräse Fräse vorbereitet mit Ohme Programm-Code besprochen / Fehler behoben zwei Ganzkörperporträts (für Plotterdruck und Druck auf Folie) geplottet morgen zwei weitere plotten und Körperstudie (1 m lang bzw. längste Variante bei 42 cm breitem Papier) und Siebdruckplatte bei Ohme abliefern kurzes Gespräch mit Bachmann geführt er schlägt zweischichtige Kunststoffplatten vor (vordere Schicht = weiß, hintere = schwarz, dadurch gute Ergebnisse möglich) informiert mich, sobald Testplatten bestellt und angekommen sind Kunstkritik Vorlesung Relevanz der Kunst / Kunst der Relevanz (Mitschnitt durchgearbeitet, mit persönlichen Ansichten Beteiligter) "postsouveräne Moderne" wirkt nicht auf etwas, sondern befindet sich innerhalb von Dingen, Verhältnissen, Relationen und Interaktion diese prägen, strukturieren und machen die Postmoderne Postmoderne aus Freiheit ist Teil der Postmoderne / wird von ihr vorausgesetzt radikal radikal Radikal zu sein bedeutet Terror Kritik an etwas ermöglicht ein bisschen anders zu sein, aber immer noch mitten im "Spiel der Kräfte", also nicht außerhalb Wie kann eine zeitgenössisch zeitgenössisch künstlerische Praxis aussehen, die sich gesellschaftlicher Verantwortung entzieht? Teilnehmer will keinen "Leitfaden" für relevante Kunst vorstellen (wäre sehr angreifbar gewesen) möchte Frage in Bestandteile auflösen, keine Antwort liefern Kunst aus materialistischer Perspektive[?] im gesellschaftlichem Kontext: Tendenzen politischer Haltung als Spuren in Kunst wiederzufinden (auch ohne Intention Intention des Künstlers) Aufteilung künstlerischer Praxis in gut und schlecht zu einfach gedacht Für wen oder was macht man Kunst? Wer darf über Relevanz meiner Kunst urteilen? Gegen wen richtet man sich mit seiner Position? Teilnehmer findet es schwer, über relevante Strömungen / Praxen zu sprechen Adorno Theodor W. Adorno : Kampf zwischen Befürwortern und Gegnern / Kunstwerken und "entkunsteten Dingen" verhüllt verhüllt notiert statt "Dilemma" Wort "Kampf" verwenden: "innerer Kampf zwischen (allzu menschlichem) Verlangen nach gehört zu werden und gleichzeitiger Infragestellung der eigenen (aber auch aller) künstlerischer Relevanz" Relevanz eigener künstlerischer Arbeiten bei Studenten: laut Meinung nicht geändert Themen haben sich nicht geändert (Fragen nach Selbstorganisation, nach Arbeitsbegriff, Politizität des kulturellen Schaffens, nach Kreativität) lediglich Konditionen, unter denen das stattfinden kann, haben sich geändert Kunstausbildung und Kunst sollen seit Bologna Effizienzkriterien gehorchen Selbstverantwortung steigt (Selbstorganisation und Administration, Verantwortung für gesellschaftliche Rolle etc.) wie kann dieses System für Unvorhersehbarkeit / neue Rollen / neue Aufgaben geöffnet werden? Hochschule = Unmöglichkeitsraum, wo angenommene Regeln außer Kraft gesetzt und neu geordnet werden können notiert insgesamt: überladen mit Fachbegriffen und Wörtern, die etwas eigentlich einfaches kompliziert machen meistens gar nichts verstanden, da mit für mich Neuwortbildungen überschüttet Standpunkt Diplom Arbeit verhüllt Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Gerade musste ich grinsen, bei der Vorstellung, dass ich … äh … auch beim Diplom dann … äh … lediglich verhüllte Arbeiten zeige.
  • Und über etwas spreche, was niemand sehen kann!
  • Also dass ich mich selbst dort dann dem Zeigen verwehre.
  • [Kratze mich am Hinterkopf.]
  • [Klick.]
  • Jetzt überlege ich halt gerade: Geht das denn?
  • Ähm … Diese Prüfung zu machen. Wo es ja um die eigene künstlerische Arbeit geht. Ähm … Ohne, dass halt … die Professoren, die … äh … Prüfer, dann etwas sehen können?
  • Worüber sie reden könnten?
  • Weil sie können ja noch nicht einmal … äh … dann über meine Arbeit reden. Oder ich kann nichts wirklich darüber erzählen!
  • Oder mit denen das diskutieren! Weil's einfach …
  • [Schlucke.]
  • … nicht sichtbar ist.
  • [Pause.]
  • Dann könnte also lediglich die Verhüllung sozusagen … ähm … Thema dieser … Diplomarbeit sein.
  • Was ich gar nicht einmal so schön fände! Vielleicht. Sondern, dass eigentlich zur Diplomarbeit schon … äh … das, was ich halt eigentlich behandeln, gehört.
  • Sagen wir jetzt zum Beispiel die Geradenbilder.
  • Und dass ich das aber eben nicht zeige. Sondern eben dann: [Sperren: verhülle].
  • Aber dass die Verhüllung eigentlich gar nicht … ähm … die Arbeit ist, die ich da vorstellen will.
  • [Schlucke.]
  • Vielleicht dass dann im Endeffekt während dieser Runde … äh …, dann natürlich von deren Seite aus, gesagt wird, dass … äh … über meine eigentliche Arbeit nicht geredet werden kann. Da können sie gar nichts machen.
  • Sie können auch nichts benoten. Oder wie das dann abgeht. Sondern dass wir halt überschwenken müssen zu dem, was sie sehen.
  • Und zwar: [Sperren: nichts].
  • Beziehungsweise … Die Holzkästen.
  • Zum Beispiel.
  • [Pause.]
  • Wenn ich mich dann dem verweigere, darüber etwas zu sagen, …
  • Besteht man dann das Diplom oder nicht?
  • [Klick.]
  • Die Vorstellung ist zumindestens … witzig!
  • [Aufnahme Ende.]
1 x Daumennagellänge Alkohol Whisky
Ganzkörperporträt mit Fotodruck auf Folie (Entwurf)
Ganzkörperporträt mit Fotodruck auf Folie (Entwurf)
(mit Notizen der letzten vier Tage) Standpunkt Geradenbild Geradenbild verhüllt verhüllt Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Ich werde jetzt nochmal versuchen, meine Gedanken zu den verhüllten Arbeiten zu verschriftlichen. Und hier auch nochmal kurz … ähm … gedanklich wiederzugeben.
  • [Pause.]
  • Das wird immer wieder ergänzt.
  • Höchstwahrscheinlich.
  • So. Zum [Sperren: Ursprung Ursprung ]. Für mich selber noch einmal. Es hatte ja angefangen … Tja. Müsste ich halt nochmal recherchieren. Vor ein paar Jahren?
  • Eins, zwei, drei Jahren.
  • Ähm … Wo ich irgendwie … ja … in einer Schaffenskrise war.
  • [Pause.]
  • Und halt mit … merkte …
  • [Sperren: Nee]. Das war eben anders!
  • Das war ja das …
  • [Sperren: Okay]. Es hatte glaube ich eher [Sperren: so] angefangen, dass ich sehr [Sperren: überzeugt] von einigen meiner Arbeiten war.
  • Also wenn ich in meinem stillen Kämmerchen sozusagen bin und die ganze Zeit was produziere, niemand kann's kritisieren, weil ich's nicht nach außen zeige, … Also nur [Sperren: ich] sehe es.
  • Nur [Sperren: ich] bewerte es!
  • [Schlucke.]
  • Und das fällt natürlich dann … Also nicht natürlich. Es fällt manchmal ziemlich deutlich aus. Und zwar, dass es sehr sehr sehr sehr sehr sehr gut ist.
  • [Pause.]
  • Ob ich dabei nun Alkohol Alkohol getrunken hatte oder nicht, das weiß ich jetzt nicht mehr!
  • So. Und … Wenn ich dann so überzeugt von etwas bin, das gefällt mir ja. Das schüttet irgendwelche … ähm … äh … Sachen in meinem … äh … Körper aus. Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Merke ich dann aber Stunden oder Tage später, das, was ich mir zusammengereimt habe, oder das, was ich so gelobt habe, was ich so gut fand, …
  • Das finde ich zwar gut. Aber es ist am [Sperren: Ende] eine Arbeit unter … so …
  • Jetzt kommt halt eine mögliche Begründung.
  • Unter [Sperren: Millionen] von Künstlern.
  • Die [Sperren: heute] leben.
  • Die gelebt haben.
  • Die noch kommen werden!
  • Also [Sperren: extrem] viele Künstler, die [Sperren: extrem] viel produzieren!
  • Extrem viele Themen haben! Ähm … Extrem viele Meinungen vertreten. Ähm … Vorstellungen von dem, was [Sperren: Kunst] sei.
  • Was gute Kunst sei und was keine gute Kunst sei!
  • So. Und dass das halt nur eine einzige Position ist und ich war halt von meiner einzigen Position überzeugt.
  • So.
  • Und dass mich das halt, in dem Moment Moment , wo ich darüber nachdenke, wieder … mich wieder auf den Boden zurückbringt.
  • [Pause.]
  • Also ich mir wieder sagen kann oder [Sperren: muss], … ähm … [Sperren: Stopp]! Ähm … Ich war zwar überzeugt, …
  • Ich [Sperren: bin] zwar überzeugt, …
  • Aber gleichzeitig weiß ich halt, es ist … ähm … nichts, was die Welt jetzt revolutionieren wird.
  • [Sperren: So]!
  • Wenn das jetzt nen Ziel gewesen wäre. Davon.
  • [Schlucke.]
  • Ähm …
  • Das ist halt ein möglicher Ansatz. Ich [Sperren: glaube], so hat das angefangen. Es kann aber auch genauso gut sein, dass ich mir … dass ich eben in einer kleinen … äh … Schaffenskrise war. Beziehungsweise das halt hinterfragt hatte.
  • [Sperren: Warum mache ich das?]
  • [Sperren: Warum mache ich das?]
  • [Sperren: Warum mache ich das?]
  • Ähm … Hat doch eh kein Sinn!
  • Und dass ich das deshalb dann verhüllt habe, weil … [Sperren: Genau]! Das ist ja meine aktuelle Idee jetzt auch noch, … ähm … [Sperren: Weil] ich diesen Schaffensdrang habe. Also etwas kreieren [Sperren: möchte].
  • [Sperren: Obwohl] ich gleichzeitig weiß, das ist jetzt nicht weiter … ähm … wichtig.
  • [Pause.]
  • Was auch immer "wichtig" bedeutet.
  • Aber so gefühlt halt wichtig.
  • Also dieser [Sperren: Drang] ist da. Das wird halt höchstwahrscheinlich irgendwas evolutionäres sein. Ansonsten wäre ja gar nichts … ähm … Also wäre der Mensch nicht das, was er heute ist.
  • [Sperren: Hätte] er irgendeinen Schaffensdrang nicht, etwas aufzubauen, ein Haus zu bauen, Tiere zu … zu sammeln, … ähm … Nutzen daraus zu ziehen, zu handeln, und so weiter und so fort … Also das ganze Handeln und Tun. Ähm … Das ist ja irgendwie nen Drang in uns drinne. Und … ähm … Der ist halt biologisch jetzt so. Das muss ich akzeptieren!
  • Das [Sperren: will] ich akzeptieren!
  • Das [Sperren: mag] ich ja!
  • Ich mag ja dieses Gefühl, wenn ich etwas mache, wenn ich etwas schaffe und ich sehe halt dahinter einen Sinn. Oder fühle mich halt in dem Moment, während ich tätig bin, sehr lebendig.
  • So.
  • Ähm …
  • Und diese … diese … diese …
  • [Sperren: Diskrepanz] nennt man das, höchstwahrscheinlich.
  • Zwischen … ähm … diesem [Sperren: Verlangen], etwas zu tun und [Sperren: gleichzeitig] diesem Wissen, auf der gedanklichen Ebene eben, … äh … Das ist aber nicht … Also dass ich es halt mache, weil es diesen [Sperren: Trieb] gibt. Aber es macht's nicht unbedingt sinnvoll. Also auf einer … einer höheren Ebene.
  • Es mag zwar sinnvoll jetze im aktuellen Geschehen sein. Weiß ich nicht, wenn man's wirtschaftlich sieht. Man kann's verkaufen, man bekommt Geld dafür. Man kann sich die Wohnung leisten.
  • Essen leisten!
  • Und so weiter.
  • Ähm … Oder man sieht es auch noch einmal auf ner anderen und sagt: Man bekommt halt Lob dafür, Kritik dafür, kann ausstellen, wird gesehen. Und das spricht wieder andere Dinge in einem auf positiver … ähm … auf positiver Weise an. Man kann auch sagen, man kann … ähm … seine eigene Meinung kund tun. Nach außen.
  • Ähm … Einfach bloß dem Trieb halt, etwas schaffen zu wollen, Ausdruck zu verleihen.
  • So.
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Also es ist halt … Genau.
  • [Sperren: Deshalb] diese Verhüllung.
  • Ich [Sperren: hab] den Drang. Ich will den ja nicht unterbinden. Ich möchte es jetzt nicht … Ja, ich möchte es mir ja nicht verbieten. Dann geht's mir ja nicht gut. Dann fühle ich mich eingezwängt.
  • Dann kommt mir das Leben sofort total sinnlos vor.
  • Sondern ich lass dem halt freien Lauf!
  • Tue es einfach. Ähm … Weiß aber im Hinterkopf immer schon, … ähm … Gehe sozusagen sachte ran. Oder wenn das Ergebnis da ist, du kannst dich freuen. Oder ich tu's dann automatisch.
  • Bin begeistert davon!
  • Siehe darin nen riesen großes Ding! Will das ein [Sperren: Leben] lang machen.
  • Ähm … Weiß … Oder sollte mir dann aber immer gleichzeitig sagen, dass es …
  • [Sperren: Nimm dich wieder zurück].
  • So.
  • Das haste jetzt kreiert. Aber es ist …
  • Na ja, wie soll ich das sagen?
  • Es ist ja für das [Sperren: eine] Leben jetzt gut. Wenn ich so denke. Und wenn ich auch danach handel.
  • Aber wenn ich mir … Jetze weg von der Erde gehe. Von … Vom Weltall Kosmos die Erde aus betrachtet … Wir sind ja ein Teil davon, aber jetze sozusagen wegfliege.
  • Immer weiter weg.
  • Die Erde wird immer kleiner kleiner kleiner kleiner.
  • Irgendwann ist sie gar nicht mehr zu sehen.
  • Und … Um … Um einen herum ist halt nur noch …
  • [Sperren: Leere].
  • Sterne. Vereinzelt.
  • Galaxien sieht man vielleicht ganz ganz weit weg.
  • Oder man kommt irgendwann, nach Jahren, Billion keine Ahnung was Jahren, irgendwann mal, in ner neuen Galaxie an. Und …
  • [Schlucke.]
  • Eher Millionen werden es sein. Oder Tausende. Kann ich mir jetzt nicht vorstellen, dass das so weit weg ist!
  • [Sperren: Zumindestens] ist es nen riesen großer Raum. In dem riesen großen Raum gibt es einen winzigen … nen … Ja! Schon einen … [Sperren: Punkt].
  • Wenn man's im großen sieht ist es nur ein Punkt.
  • Für uns ist es eine [Sperren: Kugel].
  • Aber … Wenn man's von ganz ganz weit weg sieht, ist es nur noch nen Punkt. Und auf diesem Punkt grassieren halt extrem viele Gedanken.
  • Extrem viel passiert dort. An … An … ähm … Da schaffen Menschen mit ihren Händen etwas. Sie denken! Sie sprechen!
  • Sie führen Kriege.
  • Sie haben Frieden!
  • Da passiert so viel.
  • [Schlucke.]
  • Und sobald man aber von der Erde, denke ich mir, weggeht und sich von ihr abkapselt, ist das irgendwie … Weiß ich nicht …
  • Wo ich mir auch schonmal 'ne kleine Arbeit ausgedacht hatte …
  • Ist das sowas wie ein [Sperren: Theater]. Also eine Aufführung. Ein Schauspiel.
  • So.
  • Vorhang kann man halt zumachen. Dann spielt's sich dahinter meinetwegen weiter ab, aber es ist halt … ähm … Es hat halt nicht mehr die Bedeutung, die wir dem selbst beimessen würden … Tun. Solange wir Teil davon sind.
  • So.
  • Und …
  • Diesen Drang halt etwas von oben, oder etwas weiter weg zu sehen, hab ich halt irgendwie. Das relativiert die eigene Arbeit. Das eigene Handeln.
  • [Sperren: Aber] eben auch das Tun der anderen.
  • Also … Ich kritisiere mich dann nicht bloß selber. Oder stufe mich selber herab. Sondern für mich ist … Also ich sehe dann [Sperren: alles], was die Menschen machen, eben gelassener.
  • Oder verstehe halt nicht, wenn sie sich über [Sperren: irgendwas] groß aufregen.
  • Oder so.
  • Ähm … Wenn man einfach mal nen Schritt sozusagen zurücknimmt und das mal von einer neutraleren Sicht aus betrachtet, …
  • [Schlucke.]
  • So.
  • Und diesen Gedanken, sich zurücknehmen oder einen Schritt zurück zu gehen und … ähm … sich selber zu betrachten, das Handeln zu sehen, … ähm … der steckt halt in der verhüllten Arbeit mit drinne.
  • [Pause.]
  • Ich hab den Drang. Ich mache es. Wie schon gesagt.
  • Ähm … Jetzt kommt aber der nächste Schritt: Ich [Sperren: verhülle] es.
  • Das heißt: Ich … ähm … Ich zeige vor mir selber, … ähm … dass ich verstanden habe, dass das, was ich gemacht habe, eben jetzt nicht … ähm … die Welt sehen muss. Dass es die Welt nicht sehen muss.
  • Wie vieles … Oder vieles …
  • [Sperren: Alles] muss die Welt nicht sehen!
  • So.
  • Darum geht's gar nicht mal. Sondern ich kann für mich selbst dann sagen: Ich muss jetzt nicht auch noch sozusagen rumbrüllen.
  • So.
  • Auch wenn ich natürlich das Verlangen danach habe. Wie gesagt. Das … Das steckt in uns irgendwie anscheinend drinne. Oder in den meisten Menschen.
  • [Sperren: Die] haben überlebt!
  • So.
  • Andere, die das nicht hatten, damals, als es die soziale Gesellschaft noch nicht gab, … Na ja … Die sind verhungert oder so. Heute gibt's da ja Hilfsmittel von der Regierung, also vom Staat. Von … Von … Von Gruppierungen und so. Die dann die Leute noch unterstützen.
  • Das ist auch okay.
  • Gut so!
  • Das ist unser Menschenbild halt. Also das gehört dazu.
  • So.
  • Also ich nehme mich sozusagen wieder zurück. Und gebe damit natürlich wieder nen Statement. Nach draußen. Also … ähm … Ich sage sozusagen, dass ich … ähm … dass das, was ich mache … ähm …
  • [Schlucke.]
  • … die Welt nicht unbedingt sehen muss. Ich hab den Drang, deshalb mache ich's. Deshalb muss sie es aber nicht sehen.
  • Und ich hab natürlich den Drang es zu … Eigentlich zu zeigen. Also nach [Sperren: draußen] zu gehen und es zu präsentieren. Nämlich um Feedback zu bekommen. Um … Um mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen. Ähm …
  • Meinungen auszutauschen. Und so weiter.
  • Und … ähm … Das kann ich zwar dann immer noch haben. Zwar dann nicht über die eigentliche Arbeit, die ja verhüllt ist. Aber über die Verhüllung an sich. So.
  • Ich kann sozusagen zum … zu dem Thema, was über allem steht, über mir oder über der Arbeit, … Über [Sperren: dieses] Thema kann ich dann reden.
  • So.
  • Also über das Sich-Zurücknehmen. Und … ähm … ähm … Nicht für so wichtig erachten, wie man sich im Alltag höchstwahrscheinlich selber sieht. Ähm …
  • [Pause.]
  • Also ich weiß jetzt halt nicht mehr ganz genau, was der [Sperren: Ursprung] dieser Idee war. Ob er halt aus ner Krise hervorkam. Oder halt … Ja. Aus … Daraus, dass ich … ähm … 'ne Schaffenskrise hatte. Oder ob ich … äh … wirklich schon diesen Gedanken hatte, weil ich … Also ich hab den Drang etwas zu tun. Aber ich verhülle es, um zu zeigen, dass dieser Drang zwar in mir drinne steckt, aber … ähm … ich dem sozusagen Herr werde. Sein möchte.
  • So. Das weiß ich jetzt nicht genau.
  • Aber vielleicht geht's jetzt auch gar nicht mehr darum. Sondern es geht jetzt darum: Warum verhülle ich sie [Sperren: jetzt] noch.
  • So.
  • Und da spielt eben der Gedanke, der letzte, der letztgenannte, eben 'ne sehr große … ähm … Rolle.
  • [Schlucke.]
  • Ähm … Und das ist mir jetzt halt eben auch … Ja. Ich hab jetzt eben auch über nen Jahr an diesen Geraden gearbeitet. Davor hatte ich ja auch schonmal … ähm … nen paar Wochen oder Monate oder so … mit Geraden gearbeitet. Da noch sehr sehr viel mit Zufall Zufall gearbeitet. So Geradenwolken kreiert. So Verläufe und so weiter.
  • Ähm … Und … In Basel bin ich dann halt vor über einem Jahr wieder darauf gekommen.
  • Ich weiß jetzt auch nicht, was der Grund war.
  • Es waren Raben oder so!
  • Dass ich … ähm … die Raben halt … Das Wesen der Raben darstellen wollte. Wie sie fliegen. Animation vielleicht machen. Oder oder oder. Und da kam ich ja vor über nem Jahr drauf. Und hab seitdem an den Geraden gearbeitet. Und bin halt immer weiter … ähm … zum [Sperren: Ursprung] gegangen.
  • Also nicht mehr … ähm … von … von einem Motiv ausgehen. Das war so dieser Anfangsgedanke dabei, ne?
  • Raben zu … in Geradenform … ähm … darzustellen.
  • Oder dann ging's ja weiter mit Totenschädel Totenmaske . Und … ähm … Selbstbildnis. Katzen. Katzenbildnissen. Und so weiter. Ähm … äh … in Geraden umzuwandeln.
  • Und jetzt ging es halt … Das war halt vor zwei Monaten oder so. Also noch relativ … äh … kurz. Ging ich halt immer weiter … ähm … auf den [Sperren: Grund] der [Sperren: Sache].
  • Würd ich jetzt mal so sagen.
  • Also … ähm … Nicht die Gerade benutzen, um etwas darzustellen. Sondern die Gerade an [Sperren: sich] betrachten.
  • Also [Sperren: was] ist die Gerade? Und das, was sie ist, darzustellen.
  • Oder das, was sie sein kann, darzustellen.
  • Also [Sperren: weg] vom … weg vom Fremden. Hin zum Eigenen. Also: Was [Sperren: ist] … Was ist die Gerade?
  • So.
  • Und da sind ja dann unter anderem die Konstellationen entstanden.
  • Ähm … Ob jetzt in Schlauchform, ob jetzt eben auf Leinwand gemalt, oder auf Holz, oder gezeichnet, oder oder oder. Ob jetzt Computeranimation, kleine Filmchen und so. Wo ja im Mittelpunkt … ähm … eben die Gerade … Aber schon in Verbindung mit ein paar anderen.
  • Wo ich sozusagen schaue, … ähm … was bewirkt es, wenn eine Gerade, die … ähm … horizontal auf einer … einer Fläche ist. Also für uns horizontal ist. Was ist, wenn sie auf eine vertikale trifft?
  • Was passiert mit den beiden?
  • Wo ist die Spannung zwischen denen?
  • Ähm … Welche beeinflusst die andere mehr?
  • Also wird eine aktiver? Also die passiv Liegende?
  • Oder wird die, die steht, die Aktive, die vertikale, … Wird die halt ruhiger dadurch?
  • So.
  • Und … Ja. Ich bin sozusagen zum Grund, was halt … Zum Grund vorgestoßen. Was halt die Gerade an sich ist. Und was sie in Verbindung mit anderen ist, vor allem. Ähm … Was das bewirkt, wenn … ähm … mehrere aufeinander treffen. So.
  • Und da bin ich so tief reingegangen, dass ich mir mit ner anderen … ähm … mit nem anderen Hintergrund jetze …
  • Nee. Dass ich in Zweifel Zweifel gekommen bin.
  • Was … Was hab ich jetzt davon, wenn ich jetze zum Grund vorgestoßen bin? Oder weiter zum Grund vorstoße? Ich hab bestimmt noch nicht das Letzte gefunden davon. Es gibt bestimmt noch viele Gedanken und viele Sachen umzusetzen, wo man nur [Sperren: eine] Gerade zeigt. Und irgendwie das Wesen präsentieren kann. Zeigen kann.
  • [Pause.]
  • Ähm … Aber da ich jetzt … Jetzt war ich halt wieder in vielen Ausstellungen und so. Und … ähm … Hab halt wieder Kunst aus den Sechzigern gesehen. Aus den Zwanzigern, Dreißigern und so. Am Anfang halt das mit dem … mit dem Malewitsch Kasimir Malewitsch .
  • Das Schwarze Quadrat Schwarze Quadrat !
  • Der von null anfangen wollte. Etwas Neues kreieren wollte, schaffen wollte!
  • Und … ähm … Aber auch Mondrian Piet Mondrian zum Beispiel. Ähm … Der dann mit der Zeit zum … zu den einfachen … zu der Form, zu der Linke, zu der Farbe gekommen ist. Am Ende.
  • Und … Aber auch in den Sechzigern. Wo ich halt mitbekommen habe, wie viel die auch [Sperren: neu] erfunden haben. Nicht entdeckt, eben erfunden haben. Was … Also was die alles in die Kunst hineingebracht haben! Was für Ideen! An Vorstellungen!
  • Was es davor einfach noch nicht gab.
  • So.
  • Das war halt immer wieder was Neues. Das waren halt immer wieder neue Techniken und so. Das ist halt natürlich extrem spannend!
  • Wenn man da vieles ausprobieren kann.
  • So.
  • Und … ähm …
  • [Schlucke.]
  • Wir leben jetzt halt in einer Zeit, wo ich denke, dass es das halt eben nicht mehr geben kann.
  • Ich hab's zumindestens noch nicht gefunden jetze.
  • Also es … Ich hab selber den Drang nicht. Höchstwahrscheinlich weil es einfach nicht die Zeit ist, wo … ähm … wo es … wo so ein Drang aufkommt, etwas … äh … Neues zu schaffen.
  • Oder der Sache auf den Grund zu gehen!
  • Sondern heute ist halt alles … Ja. Sehr subjektiv!
  • Ja!
  • Jeder denkt sich halt sein eigenes Ding.
  • Und … ähm … handelt danach.
  • Oder macht danach halt Kunst.
  • Und dadurch ist die Kunst halt extrem … ähm … Also hundert Prozent vielschichtig. Es gibt keine Strömung. Keine Richtung.
  • Es gibt kleine Gruppen! Kollektive!
  • Oder so. Aber die meisten Künstler arbeiten jetzt eher alleine. Die reden jetzt zwar mit anderen vielleicht. Aber jeder hat halt so sein [Sperren: Thema]. Seine [Sperren: Technik]. Und das verfolgt der halt irgendwie.
  • Und will damit halt [Sperren: irgendwas] darstellen.
  • So.
  • Und … ähm … Das ist jetzt halt der Hintergrund. Warum ich das in Frage gestellt habe. Diesen Drang, den ich bisher halt noch verspürt hatte, … ähm … dieser Geraden auf den Grund zu gehen, …
  • Nicht der Geraden. Sondern halt dem … Dem … Was eigentlich … Was Malerei, was Zeichnung …
  • Was Kunst zu Grunde liegt!
  • So.
  • Was ist so das kleinste Teilchen?
  • So wie jetzt parallel halt, Parallele gezogen zu unserer Welt: Was ist das kleinste Teilchen?
  • Nen Atom?
  • Quarks!
  • Strings!
  • Oder irgendetwas Anderes.
  • [Sperren: Was gibt es da].
  • Sozusagen.
  • So.
  • Und … ähm … Diesen Gedanken aber von [Sperren: null] anzufangen, … Eben. Den hatten die schon vor hundert Jahren!
  • Zum Teil. Der kam auch immer später wieder auf.
  • Es ist sozusagen nichts, was jetzt sozusagen … Ich bin zwar grundsätzlich …
  • Radikal radikal !
  • Blödes Wort.
  • Aber ich bin … Ich hab halt versucht, etwas auf den Grund zu gehen. Aber gleichzeitig weiß ich halt die ganze Zeit, … ähm … das ist jetzt nichts, was wirklich mich voranbringen wird. Ich werde dadurch nicht irgendwas [Sperren: Neues] schaffen. Etwas für [Sperren: mich] schaffen können.
  • Ähm … Das ist der falsche Weg!
  • So.
  • Weil diesen Weg sind sie schon vor [Sperren: hundert] Jahren gegangen. Und sie sind … Haben da bereits Ergebnisse geschaffen. Und danach ging es aber irgendwie anders weiter.
  • So.
  • Ist jetzt ja nicht bloß das Schwarze Quadrat … äh … nach der Ausstellung in …
  • Wo war das?
  • Russland.
  • … übrig geblieben. Sondern es kamen dann halt noch ganz viele andere Kunstströmungen und so.
  • [Pause.]
  • Was ja auch okay ist!
  • So.
  • Soll ja keine Diktatur …
  • Soll ja keine [Sperren: Kunst-Diktatur] werden!
  • So.
  • Wo einer sagt, was … ähm … stimmt und alle anderen müssen folgen.
  • Aber man kann doch für sich selber festlegen, … ähm … ähm … ähm … welchen … welchen Ideen will man folgen.
  • So.
  • Oder hat man überhaupt welche?
  • Hat man 'ne Vorstellung von der Kunst?
  • Was es sein [Sperren: sollte]?
  • Und dem kann man dann ja folgen.
  • So.
  • Ob das jetzt stimmt und ob das auch andere machen, das ist glaube ich irrelevant.
  • Also das ist halt sehr sehr subjektiv. Solange man aber selbst überzeugt ist, davon, ist doch alles perfekt. Dann hat man nen Schaffensdrang. Und man … Man hat eine Idee und man … ähm … Dann hält man das ja lange durch.
  • Etwas zu machen. Wenn man halt selber dahinter steht.
  • So.
  • Gut.
  • Das auch immer mal wieder hinterfragen!
  • Okay.
  • Aber im allgemeinen eben doch dahintersteht.
  • [Pause.]
  • Ja. Und jetzt war bei mir eben das Problem: Ich weiß nicht mehr, ob ich hinter dieser Idee … ähm … stehen kann, etwas für mich zu finden, indem ich zuerst auf den Grund … zum Grund hin tauche. Und zwar zu einem Urelement. Was für mich die Gerade ist.
  • Dass davor der Punkt war, das ist klar.
  • Ähm … Der ist aber für mich erstmal tot. Und erst wenn man [Sperren: zwei] Punkte miteinander verbindet entsteht [Sperren: Bewegung]. Wenn die Gerade auf dem Papier oder sonstwo gezeigt wird. Das ist der [Sperren: erste] … Das ist der … Ja. Das ist das erste Leben, was kreiert wird.
  • Das [Sperren: Leben].
  • So.
  • Selbst … ähm … 'ne horizontale Gerade, 'ne passive, … ähm … nen passiver Moment, ist ja … hat trotzdem 'ne Bewegung drinne. Ist halt eine, die nicht … Die ist halt passiv. So. Die still liegt. Aber da [Sperren: könnte] noch etwas mehr sein.
  • Oder man kann das Papier drehen!
  • In dem Moment wird's 'ne radikale … Also genau das Gegenteil von ner passiven! Es wird 'ne aktive Bewegung.
  • Nun gut.
  • Kam ich halt jetzt wieder drauf … Zu ner Sinnfrage. Warum ich das mache. Oder ob das überhaupt Sinn macht, das so anzugehen, um etwas für mich selbst zu finden.
  • Ich denke aber, es war [Sperren: genau] richtig, diesen Weg zu gehen. Weil ich eben … Das ist jetzt halt dieser andere Teil. Das war jetzt der Kunst wegen, ne?
  • Kunst untersuchen. Oder die Materialien, die Techniken, untersuchen. Und da eben die Kunst selber zum Thema zu machen.
  • Und der andere Weg wäre ja, die … ähm … etwas von außerhalb der Kunst zu nehmen. Und das zum Thema zu machen. In der Kunst.
  • Wie jetzt politische … politische Situationen oder so. Also politische Kunst. Äh … Zu machen, wo man halt seine Meinung zu etwas, was die Menschen halt irgendwie gerade interessiert halt auszudrücken. Damit zu arbeiten.
  • Ja. Und mit den anderen da halt in Kontakt zu kommen.
  • Das ist halt … Das ist aber irgendwie überhaupt nicht mein Ding!
  • Das interessiert mich gar nicht!
  • Da merke ich, dass ich persönlich eben dadrüber stehe. Und überhaupt nicht den Drang habe, anderen meine Meinung, meine politische, aufzudrängen. Oder überhaupt zu äußern.
  • So.
  • [Schlucke.]
  • Ähm …
  • [Pause.]
  • So.
  • Und deshalb war das halt gut, dass ich das mit den Geraden jetzt probiert habe. Dass ich halt … Ich werd das jetzt höchstwahrscheinlich auch weiter jetzt machen.
  • Auch jetzt rein vom Motiv her … Mich selbst zu nehmen. Ich meine, Künstler machen das ja gerne.
  • Haben es immer gerne gemacht.
  • Zumindestens vor einhundert, zweihundert Jahren.
  • Dreihundert. Keine Ahnung.
  • Sich halt selbst mit ins Bild zu bringen und … Dagegen spricht ja auch gar nichts. Das will ich auch weiterhin machen.
  • Ähm … Entsteht ja gerade viel. Auch außerhalb des Plotters.
  • Ähm … Und trotzdem war das halt so nen Moment, wo ich halt merkte, … ähm … es ist Zeit, … äh … das, wovon ich jetzt [Sperren: total] überzeugt war, und zwar von den Geradenbildern, von der [Sperren: Idee] der Geraden, … ähm … Dass sie das ist, was alles ausmacht. Dass sie …
  • Das, was die Welt zusammenhält!
  • Das wäre jetzt wieder so nen Gleichnis. So nen … Zu unserer realen Welt.
  • [Pause.]
  • Was das auch immer ist.
  • [Schlucke.]
  • Ich war halt [Sperren: so] überzeugt davon. Und komme jetzt langsam an einen Punkt, wo ich wieder leicht darüber stehen kann. Und merke: Es ist … Ich [Sperren: dachte] es wäre radikal.
  • Es wäre revolutionär!
  • Es wäre grundsätzlich!
  • [Sperren: Aber] eigentlich … ähm … Das war's in dem Moment auch für mich.
  • Aber [Sperren: eigentlich] ist es jetzt … Es ist [Sperren: eine] Möglichkeit etwas zu bearbeiten.
  • [Sperren: Eine] … [Sperren: Ein] Thema, was man haben kann.
  • Unter [Sperren: Milliarden] von anderen. Unendlich viele Themen.
  • So.
  • Also ich hab's jetzt sozusagen … Ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich es wieder relativiere. Was ich tue. Das hemmt natürlich erstmal den Schaffensdrang. Weil ich schaffe etwas, wenn ich … wenn ich das Gefühl habe, etwas … ähm … etwas …
  • Noch nicht einmal anderen zu zeigen! Sondern mir selber zu verdeutlichen. So.
  • Das wird dadurch gehemmt. Erstmal. Aber ich glaube, das ist jetzt nicht das Problem. Es geht ja immer irgendwie weiter.
  • Und indem ich das jetzt aber wieder relativiere, oder relativiert habe, zum Teil zumindestens, … Ich bin jetzt noch in so ner Übergangsphase. Ich weiß noch nicht, in welche Richtung es jetzt geht.
  • [Schlucke.]
  • Ähm … Ja. Tauchte eben der Gedanke der [Sperren: Verhüllung] wieder auf.
  • So.
  • Dass ich … äh … Ich hatte den [Sperren: Drang] es zu tun, aber jetze merke ich, es ist eben doch nicht … Es ist nicht [Sperren: das] wichtige. Es ist nicht [Sperren: das], was andere sehen [Sperren: müssen].
  • Es ist noch nicht einmal das, was [Sperren: ich] sehen muss.
  • Und … Noch etwas Zweites. Ich war halt überzeugt davon, dass es richtig gut ist. und … Ich meine ich hab dann auch von anderen … ähm … Lob und so weiter bekommen. Ähm …
  • Einer dieser Collagen hat jemand gekauft!
  • Egal wie viel das jetzt … Das war bestimmt nicht viel Geld. Aber es war … Jemand hat sozusagen Geld dafür ausgegeben. Hat sozusagen sein … Hat damit gezeigt, auch mit Worten, aber eben auch mit Geld, … ähm … ähm …
  • Das bedeutet heutzutage ja doch mehr!
  • Ähm … Geld. Also wenn man etwas kauft, dann sagt man dem anderen eben doch: Es ist einem [Sperren: so] wichtig. Sonst würde man das Geld nicht ausgeben. Wenn man jetzt nicht unbedingt Millionär ist.
  • Oder Milliardär!
  • So.
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Also indem mich halt andere da bestärkt haben … Ich hab mich selber auch bestärkt indem, was ich da mache. Mit den Geraden. Ist es halt extrem …
  • [Sperren: Aufgebläht].
  • Ähm … Ich mag das Gefühl!
  • Ähm … Gleichzeitig kann ich jetzt aber … ähm … einen Schritt zurückgehen. Also das von oben betrachten. Und … ähm … sage mir: Es ist die Zeit gekommen, diese Arbeiten vor Blicken anderer und vor meinen eigenen zu verhüllen.
  • [Pause.]
  • Deshalb macht es jetzt wieder Sinn, Holzkästen …
  • Größe und so weiter halt vom Material abhängig … Von der Arbeit abhängig, die ich verhüllen möchte.
  • … zu verhüllen.
  • Also in Holzkästen reinzutun. Zuzutackern. Zu nageln. Zu kleben.
  • So.
  • Das ist die Zeit jetzt wieder dafür gekommen.
  • Obwohl ich in der Verhüllung nicht die eigene Arbeit sehen wollte …
  • Na ja, was man als Kunst bezeichnen würde … Ich mag den Begriff nicht.
  • Aber als Arbeit … ähm … Bin ich ja, zumindestens jetzt am Anfang, immer der Meinung, dass … Die eigentliche Arbeit ist ja in der Box drinne.
  • Die eigentliche Arbeit sieht aber niemand. Deshalb wird in dem Moment, wo ich das ausstelle, die Box, wird die Box zur Arbeit.
  • Wird die Box zur Kunst.
  • Wird die Verhüllung zur Kunst!
  • Und um die eigentliche Arbeit, um die eigentliche Kunst, geht es gar nicht mehr.
  • So.
  • Das kann ich unterstützen, diesen Gedanken, indem ich zum Beispiel diese Holzbox auch signiere. Egal wo.
  • Von hinten!
  • Von vorne!
  • Keine Ahnung was.
  • Ähm … Oder aber ich kann halt … ähm … mich ein bisschen zurücknehmen. Es zwar seinem … äh … Lauf lassen. Ähm … Aber es nicht weiter unterstützen. Vom Gedanken her.
  • So.
  • Der kommt höchstwahrscheinlich automatisch auf, beim Betrachter.
  • [Pause.]
  • Die Frage kam ja dann auch schon mehrmals!
  • Aber ist dann nicht die Verhüllung die eigentliche Arbeit? Die Kunst?
  • So.
  • Ähm … Ich denke aber, es ist gut, es nicht zu signieren.
  • Diese Holzbox.
  • So.
  • Auch wenn ich jetzt natürlich … Das ist jetzt … Ich hoffe, ich hab jetzt gerade meinen … Ich bin jetzt nicht zu wirr hier durchgegangen.
  • Weil wenn ich das mir jetzt nochmal anhöre, will ich ja weiterkommen damit.
  • Ähm …
  • [Lange Pause.]
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Vor ein paar Jahren, wo ich damit angefangen habe, hatte ich eine ganz einfache Holzbox konstruiert. So.
  • Davon hab ich ja noch mehrere. Also es ist …
  • Pappeldecke, Holzleisten und zugetackert.
  • Geklebt und … ähm … die letzte Platte dann zugetackert.
  • Es ist nicht bloß 'ne einfache Konstruktion. Und das ist ja okay. Ich mach's ja jetzt genau so wieder. Ähm … Aber es sieht halt [Sperren: extrem billig] aus. Diese Box.
  • Was den … ähm … Was die Idee unterstützt, dass die Box keinen Wert haben sollte.
  • Nicht … ähm … materiell und ästhetisch.
  • Ähm … Aber es … ähm … Irgendwie befriedigt es mich eben doch nicht, wenn ich so eine billige Box sehe. Ob's nun gerahmt ist oder ich mir irgendwo hinstelle. Es ist halt wirklich … Es ist … Das ist nen [Sperren: lustloses] Ablegen. Ähm …
  • So, als hätte das halt keinen Wert.
  • Als hätte die Verhüllung keinen Wert.
  • So mal eben schnell machen, ohne darauf zu achten, wie es jetzt aussieht. Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Und dann ablegen.
  • So.
  • Das kommt zwar dem [Sperren: Ursprungsgedanken] am nächsten.
  • Am nächsten.
  • Ähm … Sie eben so zu gestalten, dass man merkt … Oder sich sagt: Das ist doch nicht die Kunst!
  • Nein! Die steckt ja drinne!
  • Aber jetzt bin ich irgendwie, seit eins, zwei, drei Wochen, auf diesem … Jetzt finde ich inzwischen die Verhüllung richtig spannend.
  • Und was man … [Sperren: Wie] man verhüllen kann!
  • Diese eine jetze, diese eine Verhüllung, wo ich 'ne Arbeit verhüllt habe, das ist ja auch wieder 'ne Holzbox. Jetzt aber mit nem besseren Deckel.
  • Also er sieht einfach optisch besser aus. Das ist jetzt nicht Pappel. Rau und … ähm … Ist ja sehr anfällig und sehr hell. Sondern das ist jetzt, glaube ich, Birke.
  • Muss ich nochmal nachgucken dann.
  • Sieht auch von der Maserung, Holzmaserung, wie das auch immer heißt, tausend mal besser aus.
  • Auch jetzt mit den Nägeln!
  • Äh … Wirkt das nochmal so … [Sperren: bewusster]. Also … Nicht nur bewusster, sondern halt … ähm … Ich lasse mich halt auf den Moment des Verhüllens ein. Und mach das nicht mal eben so ganz schnell.
  • So wie bei dem Tackern! Obwohl das bestimmt genauso lange dauert. Bei dem Tackern achte ich ja auch darauf, dass der Abstand … äh … zwischen diesen einzelnen Löchern … äh … stimmt.
  • Das messe ich ja auch nach.
  • Oder … So per Auge.
  • Es dauert also auch!
  • Aber es sieht am Ende halt viel viel beiläufiger aus.
  • So.
  • Und … Diesen einen Kasten hab ich jetzt ja hier in den Bilderrahmen reingetan. Das sieht schonmal sehr sehr gut aus. Das hebt sich ja leicht nach vorne. Und auch nach hinten so raus.
  • Also nach vorne hebt es sich halt von der Höhe raus. Und nach hinten … äh … geht es über den Bereich, wo eigentlich … äh … schon die … schon … schon der Rückkarton wäre, geht das da noch weiter hinaus. Diese … Dieser Holzkasten. Und das sieht super aus!
  • Da will ich auf jeden Fall auch weitermachen damit.
  • Ähm …
  • Das hat jetzt nämlich für sich schon etwas. Das ist jetzt nicht, dass ich es jetzt einfach im Regal verstauben tue. Sondern es ist jetzt auch ein … Ich stelle es gerne aus. Weil es so schon für mich zumindestens wirkt. Auch mit den kleinen … ähm … ähm … Mit dem kleinen Abstand!
  • Das ist glaube ich nur nen Millimeter.
  • Oder so.
  • Zu der … äh … Zu den Bilderleisten. Das heißt, da gibt's so 'ne leichte Vertiefung. So. Das macht's noch viel viel plastischer.
  • Das sieht perfekt aus!
  • Wenn ich [Sperren: so] rangehe und das jetzt schon [Sperren: lobe], diese Verhüllung, was ich da gemacht habe, …
  • Dann müsste ich [Sperren: die] eigentlich schon wieder verhüllen!
  • Und zwar: [Sperren: ganz billig].
  • [Pause.]
  • Das wäre dann der nächste Gedanke: Wann kommt es so weit, dass ich selbst die Verhüllung wieder verhüllen muss? Weil ich von der Verhüllung so überzeugt bin?
  • Irgendwann wäre dann nen riesen großer … ähm … Holzkasten da, der aus hunderten … äh … Kästen besteht. Die halt immer größer werden, weil sie immer wieder verhüllt werden mussten.
  • [Pause.]
  • Interessanter, spannender, lustiger Gedanke.
  • [Sperren: Muss] ich bestimmt bald aufgreifen, wenn ich so weitermache.
  • [Schlucke.]
  • Zumindestens hab ich halt gemerkt: Es gibt viele Möglichkeiten etwas zu verhüllen. 'Ne Arbeit zu verhüllen. Ähm …
  • Qualitative Unterschiede gibt's da und natürlich auch so 'ne … so 'ne … ähm … na …
  • Verhüllung ist ja nicht gleich Verhüllung!
  • Sondern … ähm … Es erzeugt beim Betrachter und bei mir auch etwas. Also es …
  • Verstecke ich etwas? Ähm … ähm … Klebe ich etwas zu, was man wieder aufreizen könnte?
  • Wie jetzt … Oder beim Briefumschlag. Den kann ich ja auch zukleben. Etwas rein tun. Aber du kannst den halt relativ schnell wieder öffnen.
  • Verschraube ich es?
  • Nagel ich es?
  • Was ja schon wieder schwerer ist zu öffnen.
  • Ähm … Aber ich nagel etwas, um sozusagen diesen Gedanken, [Sperren: dass] es geöffnet werden [Sperren: könnte], [Sperren: würde] ich die Box … also würde ich da mit ner Zange rangehen … Den lasse ich da ja weiter bestehen.
  • Und beim Schrauben geht's noch zu schnell. Beim Nagel find ich das jetzt ganz optimal. Zwischen … ähm … zu … zu distanziert verhüllen.
  • Also dass da eigentlich gar nicht mehr an eine Möglichkeit des Öffnens gedacht wird.
  • Und dem zu … zu schnellem … äh … äh … ähm … Gedanken des Enthüllens.
  • [Schlucke.]
  • Ist das halt nen ganz guter Mittelweg. Finde ich.
  • Gerade.
  • Jetzt.
  • Nun gut. Und jetzt will ich das nochmal mit nem … mit nem … nem Schattenfugenrahmen ausprobieren. Also wo man ja normalerweise Leinwände reintun.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Jetzt] muss ich mal überlegen. Wäre das dann beim Schattenfugenrahmen, wenn ich … wenn ich 'ne Papierarbeit, Fotografie oder Zeichnung oder so, … äh … verhüllt habe und dann diese Verhüllung [Sperren: in] einen Rahmen reingetan habe, … Das passt ja noch. In nen Rahmen kommt ja normalerweise irgendwie so nen 2d-Objekt rein.
  • Müsste dann nicht bei nem Schattenfugenrahmen … Die werden ja nun mal eher für … Kenne ich jetzt zumindestens so … Für Leinwände benutzt … ähm …
  • Müsste ich da jetzt in die Verhüllung, in diesen Holzkasten, jetzt auch irgendwie 'ne Leinwand-Arbeit reintun?
  • Das ist jetzt … Ist jetzt wieder 'ne sehr sehr interessante Frage!
  • Also wie weit gehe ich sozusagen!
  • Na ja. [Sperren: Müsste] ich eigentlich. Sonst müsste ich diese äußere Form, mit dem Schattenfugenrahmen, jetzt nicht nehmen.
  • Ich muss es jetzt zwar nicht definitiv so sagen: Ja, da ist jetzt 'ne Leinwand drinne!
  • Sondern es ist … äh … Da … Die Arbeit, die verhüllt ist, … ähm … Dazu würde ich halt einen, wenn ich sie nicht verhüllt hätte, einen Schattenfugenrahmen nehmen.
  • Das ist sehr wichtig!
  • Okay.
  • Weil dann kann ich nämlich den Schattenfugenrahmen, den ich habe, gar nicht nehmen. Weil ich gar nicht jetzt nen Leinwandbild in diesem Format habe.
  • Das müsste größer sein!
  • Das müsste … Da muss ich mir nen Schattenfugenrahmen 60 mal 60 zum Beispiel hohlen. Damit da 50 mal 50 Zentimeter Leinwand reinpasst.
  • Das sollte ich dann auf jeden Fall machen!
  • Also nicht so nen Schnellschussding hier. Mit … äh … eben mal irgend 'ne Papierarbeit in Schattenfugenrahmen … Holzkasten … reintun.
  • [Pause.]
  • Ich hab ja einige Konstellationen auf Leinwand.
  • Oder die eine Verhüllung …
  • [Sperren: Hui!]
  • Das darf ich jetzt gar nicht erzählen hier!
  • Nicht bloß [Sperren: ich] höre es an, sondern höchstwahrscheinlich auch mein Publikum!
  • [Pause.]
  • Wenn's dann eins irgendwann mal geben sollte.
  • Wenn ich die Aufnahmen hier dann nicht längst gelöscht habe.
  • [Pause.]
  • Nun gut.
  • Das mit den Schattenfugenrahmen …
  • [Schlucke.]
  • Guter Gedanke.
  • Überdenke ich nochmal, [Sperren: was] rein muss. Was rein sollte.
  • Muss ja nicht! Kann ja auch nen Papier rein tun. Muss aber schon dahinter stehen. Was es heißt, einen Schattenfugenrahmen zu nehmen. Soll ja nicht bloß ästhetisch gut aussehen.
  • Ähm …
  • Noch was anderes ist jetzt … ähm … Das setze ich jetzt gleich morgen um. 'Ne sehr gute Papierarbeit …
  • Die ich zumindestens als sehr gut empfinde.
  • [Schlucke.]
  • [Sperren: Wirklich] gut.
  • Also für mich.
  • Die ich auf jeden Fall normalerweise normal rahmen würde wollen. Und aufhängen würde wollen. [Sperren: Die] werde ich höchstwahrscheinlich verhüllen. Eine andere Arbeit, wo ich das auch schon machen wollte, da kam mir schon nen bissel nen …
  • Nicht [Sperren: Schmerzgefühl].
  • Aber so nen: Will ich das wirklich machen?
  • Weil …
  • Ich die Arbeit selber so mag!
  • Und wenn ich sie jetzt verhülle, dann kann ich sie ja selber nicht mehr sehen!
  • [Schlucke.]
  • Ähm …
  • Das tut, was auch immer wehtun bedeutet, … Das tut schon irgendwie nen bissel weh. Sowas dann wegzuschließen. Auch wenn es natürlich nicht verbrannt ist!
  • Das heißt, ich könnte es wieder rausholen. Aber die … die … die Idee ist ja schon, dass es dann [Sperren: ewig] und [Sperren: immer] … ähm … Solange die Welt existiert … verhüllt bleibt.
  • Es [Sperren: nie] wieder herausgeholt wird.
  • Ein Motiv, ein Gedanke, dargestellt ist, der [Sperren: nie] wieder gesehen wird.
  • [Sperren: Obwohl] er eigentlich da ist!
  • Das ist ja der Hintergedanke.
  • Und deshalb [Sperren: schmerzt] es halt bei einigen.
  • Aber das ist doch gut! Nur das sind dann glaube ich die verhüllten Arbeiten, oder die Verhüllungen, die meiner Idee am nächsten kommen. Und zwar von dem, von dem ich überzeugt bin, obwohl ich mir der Nicht-Bedeutung durchaus bewusst bin, … Wenn man das so sagt.
  • Gerade [Sperren: die] zu verhüllen!
  • So.
  • Um wieder zurückzukommen.
  • Wieder … ähm … Mich zurückzunehmen. So.
  • Mich nicht zu wichtig zu nehmen.
  • [Schlucke.]
  • Zumindestens kam mir dieser Schmerzgedanke bei einer Arbeit, die ich jetzt verhüllen wollte. Und aber jetzt eben auch bei dieser doppelten Arbeit. Also der Arbeit, die auf zwei Papieren drauf ist.
  • So.
  • Sie ist dann weg.
  • Damit muss ich dann jetzt noch arbeiten.
  • Ähm … Wie sich das anfüllt. Etwas zu verschließen und es kommt nicht mehr hervor.
  • Gerade hab ich mir aber Gedanken gemacht zu: Wie mache ich die Verhüllung bei [Sperren: zwei] Papieren?
  • Die zusammengehören.
  • 'Ne Doppelarbeit also. Oder wie man das bezeichnet.
  • Und da find ich den Gedanken ganz gut … Ich würde sie ja normalerweise nebeneinander zeigen. Ob das jetzt Zeichnungen, Fotografie oder sonstwas ist. Solange sie eben zusammengehören, würde ich sie zusammenzeigen. Also nebeneinander, übereinander, wie auch immer. In dem Fall wäre das nebeneinander.
  • Das eine Motiv gehört links, das andere gehört rechts hin, im Normalen. Wenn man das so sehen würde.
  • Und dass ich diesen … diese … ähm … diese Anordnung eben auch in der Verhüllung nach Außen immer noch sichtbar mache.
  • Man sieht die Arbeit zwar nicht, aber es hat nen Grund, warum die zwei Holzboxen genau so angeordnet sind. So nebeneinander angeordnet sind.
  • Da wird sozusagen klar: Das ist 'ne zweiteilige Arbeit.
  • So.
  • Aber trotzdem lässt sie natürlich immer noch offen, was da drauf ist.
  • Was ist es für'n Material?
  • Was für 'ne Technik?
  • Thema und so weiter!
  • Das ist alles … Hab ich ja nicht … ähm … ähm … offengelegt.
  • So.
  • Und anstatt jetzt zwei Holzboxen, die man irgendwie markieren müsste, dass sie zusammengehören, halt nebeneinander an der Wand zu befestigen, …
  • Befestigen ist ja auch nochmal 'ne Frage!
  • An der Wand befestigen?
  • Oder einfach auf dem Boden hinlegen?
  • Anlehnen an die Wand?
  • Oder oder oder oder!
  • Stapeln!
  • Und so weiter.
  • Okay.
  • Aber sagen wir jetzt, ich würde sie an die Wand … ähm … befestigen. Ähm … Dann … In meiner Vorstellung würd ich sie halt gerne nebeneinander haben. Und zwar, dass ich sie mit einem …
  • Jetzt hab ich den Namen schon wieder vergessen!
  • Ahhh!
  • Flügelscharnier.
  • Also was auch bei Flügel … ähm … bei … bei Flügeln halt ist. Damit man das aufklappen kann. Und wieder zuklappen kann. Den Deckel.
  • Das sind diese langen Bronze … Keine Ahnung.
  • Metall… äh … Teile. Wo halt auf beiden Seiten … auf beiden Holzelementen das festgeschraubt wird. Und dann kann man's halt auf und zu klappen.
  • So.
  • Und dass ich diese beiden Holzkisten aneinander … so aneinander befestige, dass man sie aufklappen kann. Das heißt, dass sie dann nebeneinander sind. Es gibt 'ne linke … äh … Holzkiste.
  • Und 'ne rechte!
  • Und die kann man dann halt an der Wand befestigen.
  • Und man kann sie dann halt …
  • Ja! Zum Transportieren … Oder um das überhaupt zu lagern … Zusammenklappen.
  • Also man weiß immer: Sie gehören zusammen.
  • [Pause.]
  • Und da kam mir heute halt wieder dieser Gedanke: [Sperren: Was] ist bei dem Triptychon Triptychon ?
  • Das ist ja 'ne dreigeteilte Arbeit.
  • So.
  • Da gehört jedes Teil auch zusammen. Ähm … Bei dieser Arbeit, die ich jetzt hier habe, bei diesem liegenden Akt Akt , … ähm … gibt es einen Mittelteil, der ist in dem Fall nicht doppelt so groß, wie die Seitenteile. Das heißt wie bei nem … ähm … Altar.
  • Damals glaube ich üblich, dass man …
  • Ja, man konnte sie auch zuklappen.
  • Es gab 'ne Außenseite mit Bild und … äh … diesen Innenbereich. Der immer bloß zu bestimmten Tagen oder so geöffnet wurde.
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Aber eben auch wie bei anderen Triptychons hat es jetzt nicht mehr diesen … ähm … das Ziel gehabt, dass man es auf und zuklappen kann. Aber so dieser … diese Idee, dass man … oder diese Dreiteilung an sich und die Bedeutung, die man der beimisst, … ähm … die erhält man ja auch weiterhin. Egal ob man das jetzt zuklappen kann oder nicht.
  • So.
  • Und bei der Verhüllung hatte ich ja schon den Gedanken, dass ich … dass ich die Verhüllung so gestalte, dass man es zuklappen kann. Also dass es … ähm … 'ne mittlere Box gibt. Die doppelt so lang ist … äh … wie die Seitenboxen.
  • Dass man die Seitenboxen halt von beiden Seiten mit so nem Scharnier halt … ähm … darein … äh … darüber klappen kann.
  • Und dass man das halt wieder an der Wand befestigen kann.
  • Im Zu-Modus.
  • Und im offenen Modus!
  • Und dann ist sofort klar, das ist ein Triptychon. Das ist nicht bloß 'ne zweigeteilte Arbeit, oder 'ne dreigeteilte Arbeit, sondern es ist 'ne besondere Art der Dreiteilung.
  • Und zwar … Ja. Das ist halt wie bei nem Altar. Irgendwie … Irgendwie etwas Würdevolleres.
  • So.
  • Ähm … Bei der Arbeit ist es jetzt aber eben so, dass das mittlere Teil jetzt nicht doppelt so groß … lang ist. Das heißt, da wäre jetzt die Frage: Kann oder möchte ich jetzt die Holzbox, die den mittleren Teil verhüllt, … ähm … größer machen, als eben das Papier eigentlich ist?
  • Als die Arbeit eigentlich lang ist?
  • Das heißt, da gibt es in der Box nen großen Freiraum. Aber nach außen hin … äh … nimmt das ja niemand wahr!
  • Und … ähm … Das ist jetzt ja die Frage. Was möchte ich eher? Dass die Box die Größe der Arbeit wiedergibt?
  • Wie ja bisher! Da sind die Boxen so groß … Also etwas größer, wegen den Holzleisten und so. Und wegen nem kleinen Sicherheitsabstand zum Rand. Ähm … Also dass sie so ungefähr so groß ist wie die Arbeit?
  • [Sperren: Oder] kann ich das auch … ähm … kann ich diese Bedingung, oder Festlegung, die ich mir ja selber nur gegeben habe, auch aufgeben? Und mir halt sagen: Die Box muss so groß sein, soll so groß sein, wie sie [Sperren: muss]?
  • Wie sie genau … ähm … hier … ähm … Wie es sein … Also man sieht man [Sperren: Ende] ja nur die Holzboxen. Und dann geht's darum, was bewirken die Holzboxen beim Betrachter.
  • Und wenn jetzt die Holzbox nun einmal größer sein muss, damit so dieser Gedanke, den ich … äh … den ich … ähm … ja schon irgendwie vermitteln möchte, auch wenn ich ihn nicht ausdrücke, …
  • Also dass es nen Triptychon ist.
  • Dass man das zusammenklappen kann. Und so weiter!
  • Ähm … Ja. Dann muss die Box eben größer sein!
  • So. Als die Arbeit drinne eigentlich ist.
  • [Pause.]
  • Jetzt muss ich mir halt noch überlegen, wie ich damit umgehe. Weil das … Es wird halt immer [Sperren: vielfältiger]. Je mehr … ähm … Je mehr … ähm … unterschiedliche Arbeiten ich da rein bringen möchte. Wenn das jetzt immer nur Einzelarbeiten wären, als einfach bloß Papiere, die ich dann …
  • Das geht ganz schnell!
  • Ähm … Sobald … Wenn jetzt aber noch irgendwelche Skulpturen oder so reinkommen würden, dann müsste ich mir ja wieder Gedanken machen, wie mache ich das.
  • Dass es halt … ähm … Dass man weiß, wie es steht.
  • Oder [Sperren: muss] es da 'ne bestimmte … ähm … nen bestimmten Aufbau geben?
  • Oder 'ne bestimmte Größe?
  • Oder was auch immer.
  • Keine Ahnung.
  • Okay. So ein Gedanke kam jetzt eben bei dem Triptychon.
  • [Schlucke.]
  • Also ich fänd's geil, wenn man das zuklappen kann. Vielleicht sollte ich das dann einfach mal ausprobieren.
  • Jetzt aber noch nicht mit dem Triptychon. Weil's ja jetzt noch ausgestellt wird. Im Februar.
  • Ähm … [Sperren: Einmal] wenigstens zeigen.
  • Und [Sperren: dann] verhüllen!
  • [Pause.]
  • Es ist noch nicht radikal dadurch. Aber … Okay. Ich bin noch Student Kommilitone !
  • Ich darf das!
  • Ich darf überhaupt [Sperren: alles]!
  • Ich darf's auch wieder enthüllen. Wenn ich's irgendwann will!
  • [Pause.]
  • Ich [Sperren: muss] auch nicht immer ent… äh … verhüllen. Solange ich aber das Gefühl halt habe, das ist halt … ähm … jetzt das Richtige es zu tun, dann mache ich es natürlich.
  • So.
  • Aber ich kann das mit den Scharnieren auf jeden Fall schonmal bei dieser zweigeteilten Arbeit ausprobieren. Die ich jetzt niemanden zeigen werde.
  • [Pause.]
  • Die ist jetzt abgeschlossen. Ich finde sie sehr gut.
  • Ähm …
  • Haben auch schon nen paar Leute gesehen.
  • Ähm …
  • Die Arbeiten. Also die doppelte Arbeit. Aber sie ist … Es ist eigentlich genau die richtige Arbeit zum verhüllen.
  • Die finde ich [Sperren: so] gut, die [Sperren: muss] verhüllt werden!
  • [Pause.]
  • Das ist sozusagen sowas wie … wie …
  • Wie heißt das?
  • Prädikat?
  • Nee!
  • Wie nen …
  • Na!
  • Mensch, wie heißt das?
  • Prädikat …, Prä…
  • Na ich glaub schon. Wie nen … Wie nen …
  • Na ja. Wie auch immer!
  • [Schlucke.]
  • [Pause.]
  • Schattenfugenrahmen also nochmal überlegen welche Größe. Oder sollte ich da nen Leinwandbild reintun?
  • Und halt dieses doppelte Bild mit dem Scharnier … Das mache ich dann halt morgen.
  • So.
  • Jetzt muss ich nochmal überlegen, … ähm … ganz allgemein, zu dieser Verhüllung, wenn ich das hier schon so zusammenfassen möchte …
  • Ich bin … Ich hab den Ursprung jetzt also … ähm … nochmal … bin dem nochmal nachgegangen. Was er gewesen sein kann. Muss ich in den Notizen nochmal nachkramen, ob das jetzt wirklich so war, oder ob ich es mir jetzt im Nachhinein nur eingebildet habe.
  • Gibt's jetzt mehrere Möglichkeiten!
  • Ähm …
  • Dann … äh … Ja. Die Gedanken … [Sperren: Warum] ich eben etwas verhüllen [Sperren: möchte]. Und zwar [Sperren: jetzt] noch verhüllen möchte. Egal wie der Ursprungsgedanke war. Warum ich es [Sperren: jetzt] tue.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Was] ich verhüllen möchte.
  • Hab ich eigentlich geklärt. Und zwar nicht jeden Mist, sondern wovon ich selbst überzeugt bin. Zumindestens bei diesem … ähm … diesen Verhüllungsaktionen wäre das jetzt halt Teil der Arbeit.
  • [Sperren: Das] zu verhüllen, wovon ich selbst überzeugt bin.
  • [Sperren: Sehr] überzeugt bin.
  • [Sperren: Zu] überzeugt bin!
  • [Pause.]
  • Was noch ungeklärt ist, ist noch das mit den … ähm … Wie zeigt man eine verhüllte Arbeit?
  • Jetzt gehe ich ja immer noch davon aus, dass ich das … dass das ganz normal an der Wand wie nen Bild hängt.
  • Wobei ich das ja vor zwei, drei Jahren …
  • Zwei Jahren!
  • Grundstudium … ähm …
  • 'Ne verhüllte Arbeit auch schon hinge… äh … hinge… ähm … Nicht hingelegt. Sondern an die Wand gelehnt habe.
  • Im Raum.
  • Und als dann andere Kunststudenten kamen und sich die Arbeiten von unserer Klasse ansehen wollten, und jeder halt seine Arbeit kurz umreißen sollte, … ähm … war halt …
  • Da war für [Sperren: mich] das Lustige, dass … ähm … dass halt … ähm … sich die anderen Studierenden [Sperren: vor] meine Arbeit einfach hingesetzt haben!
  • Also die war sozusagen in deren Rücken!
  • Die haben die halt nicht als [Sperren: Arbeit] wahrgenommen!
  • [Sperren: Genau] das, was ich wollte. Es ist etwas da, … ähm … aber niemand nimmt es als Kunst war.
  • [Sperren: Genau].
  • [Sperren: Das] war ja nochmal nen ganz großer Gedanke damals. Dass ich … Dass ich es schaffe, mich zu zeigen, und gleichzeitig nicht wirklich … nicht wirklich gesehen werde.
  • Dass es nicht als [Sperren: Kunst] gesehen wird. Dass also nicht [Sperren: ich] gesehen werde. Dass es halt irgendwie … Na ja. Da ist halt noch irgendwie was verpackt. Und … ähm … Da achtet ja niemand drauf dann. Oder hat den Drang, es unbedingt zu öffnen.
  • Da ist halt noch etwas unfertig.
  • [Sperren: So] wollte ich das eigentlich haben. Und das hat sich dann ja in dem Moment damals … ähm … sehr sehr gut … ähm … gezeigt. Dass es funktioniert.
  • [Pause.]
  • Diese Idee, die verfällt natürlich, sobald ich Verhüllungen jetzt noch rahme, in Schattenfugenrahmen reintue, oder als … oder … oder halt aneinander befestige. Damit man sie aufklappen kann. Oder so.
  • Da muss ich halt jetzt wieder gucken. Was … ähm … Also ausprobieren erstmal. Was … ähm …
  • [Sperren: Was] ist mir wichtig daran.
  • [Sperren: Soll] sie unerkannt bleiben? Wie ich's am Anfang wollte? Oder kann man auch sehen, dass es was mit Kunst zu tun hat und … ähm … Dass man sich dann Gedanken macht über die Verhüllung.
  • So.
  • [Sperren: Möchte] ich so weit gehen?
  • Oder möchte ich es halt … Ja …
  • Radikal ist jetzt falsch.
  • Nen anderen Weg gehen! Und halt … ähm … sagen, man soll es nicht mal als Kunst wahrnehmen.
  • Obwohl's … Obwohl da halt eigentlich eine drinne ist.
  • [Pause.]
  • So. Okay. Die Befestigung bin ich jetzt auch noch nicht nachgegangen.
  • Ähm … Der bin ich noch nicht nachgegangen.
  • Material … okay. Arbeite ich jetzt halt mit Holz. Kann auch irgendwann mal was anderes sein.
  • Holz war jetzt am Anfang auf jeden Fall das mit der Verpackung. Wird halt … ähm … So wird halt Kunst auch verpackt. Also mit Spanplatten. Oder MDF. Oder HDF. Oder was auch immer.
  • Um sie halt zu transportieren so. Das war ja mein damaliger Grund, warum ich das mit dem Holz gemacht hab. Und nicht mit Briefumschlägen oder so.
  • Ähm …
  • [Pause.]
  • Was ist noch ungeklärt?
  • Was muss ich noch sagen zu den Verhüllungen?
  • [Pause.]
  • Also ich hab jetzt auf jeden Fall noch nicht … ähm … nen Text geschrieben, oder mir noch nicht zurecht gelegt, wie ich das jetzt zum Beispiel bei ner Vorstellung vor der Klasse … ähm … zeigen würde.
  • Ich glaube, da stottere ich dann eher wieder rum!
  • Aber ich möchte jetzt auch noch nicht nen Text dazu schreiben. Das ist noch zu früh! Ich bin ja noch dabei!
  • Auch wenn das jetzt schon wieder sehr sehr lange geht. Ähm … Es erstmal zu [Sperren: finden], was ich da will.
  • So.
  • Da kann ich noch nicht irgendwie was in [Sperren: Stein] meißeln.
  • Ich muss es halt so schaffen, wenn ich es präsentiere, dass da keine Fragen, die ich nicht haben [Sperren: möchte] auftauchen.
  • So.
  • Keine [Sperren: bohrenden] Fragen. Die halt wieder … Die mich bloß wieder in die nächste Krise höchstwahrscheinlich führen.
  • Sensibel!
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Was gab's denn da jetzt noch?
  • Irgendwas war mir noch eingefallen jetzt.
  • [Pause.]
  • Okay. Das jetzt mit der Musik in so Boxen … Das … Das ist ein ganz anderes Thema.
  • Das … ähm … Das möchte ich erstmal nicht angehen.
  • [Pause.]
  • Mit in Beton gießen … Etwas, was man draußen dann nicht mehr sieht, fand ich auch gut!
  • Hab ich ja schon mit ner Glühbirne umgesetzt.
  • Stromkabel hängt halt raus.
  • Is aber wieder nen ganz ganz anderes Thema.
  • Hat nicht wirklich mit der Verhüllung von etwas zu tun.
  • Also schon!
  • Aber eben nicht … ähm … Es ist kein persönliches … ähm … Thema. Persönliches Statement. So. Da geht's um was [Sperren: ganz ganz] anderes.
  • [Pause.]
  • Genau. Dann mach ich morgen einfach erstmal weiter.
  • [Aufnahme Ende.]
verhüllt Nachtrag: Ursprung / Gedanken dazu hier: (nicht bearbeitet, Version Februar 2013) weitere Gedanken zur Verhüllung: (nicht bearbeitet, Version Februar 2013) Idee Verhüllung in Schattenfugenrahmen (zwangsweise verhüllte Leinwand oder Inhalt unabhängig von äußerer Erscheinung?) umsetzen (morgen Material besorgen) zwei zusammenhängende Papierarbeiten verhüllen zwei Holzkisten mit zwei Möbelbändern aneinander "binden" (wenn Arbeiten zwar zusammen gehören, aber auch einzeln gezeigt werden könnten) bei Triptychon eventuell Stangenscharnier verwenden, mittlerer Teil doppelt so lang wie Seitenteile, damit zuklappbar Motive auf Fotoabzügen testweise mit transparenten und deckenden Klebebändern, Korrigierflüssigkeit und Acrylfarbe verhüllt Geradenbild für Rundgang Triptychon-Bilderrahmen bestellt (FdK F. Fröhlich FdK F. Fröhlich um rund 500 EUR erleichtert) Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt mit Fotodruck auf Folie (Entwurf) gkportraitfoto-k.jpg eventuell vier kleinere Arbeiten auf Flurwand zeigen unterschiedliche Ganzkörperporträts plotten, Auszügen von fotografischem Selbstporträt Selstbildnis (wie Kopf, Hände, Beine und Brust) auf Folie drucken und über Plotterarbeit legen umsetzen kommende Woche bei Kati wegen Plotternutzung anfragen
Standpunkt Kunstbegriff Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Während ich ein Bild mache …
  • Das heißt bei den Konstellationen: Als ich die Leinwand genommen habe. Ähm … Die Linien vorgezeichnet habe. Die Ränder … ähm … vorskizziert habe.
  • Dann die Farbe genommen habe. Auf die Leinwand gebracht habe.
  • Mit ganz kleinen Pinselstrichen die Ränder halt … ähm … ähm … nachgezogen habe.
  • Äh … Bei den Schlauchbildern die Farbpigmente reintue. Ähm … Die Leinwand vorbereite!
  • Löcher reinbohren!
  • Und so weiter und so fort.
  • Dass dieser … Dass dieser ganze … ähm … äh … Arbeitsaufwand, mir in dem Moment Moment richtig [Sperren: gefällt].
  • Also: gut tut. Also ich dabei sozusagen auch aufgehe.
  • [Sperren: Einfach] bloß das [Sperren: Tun]. Sozusagen.
  • Dass mit der Hand etwas Entstehenlassen.
  • Oder auch … äh … selbst das bloße Ausdenken … ähm … am Computer!
  • Ähm … Die … ähm … Die … Die Ganzkörperporträts. Ähm … Also die … Vorher die Fotos halt von mir selbst machen. Dann … ähm … im Computer bearbeiten.
  • Und dann halt … äh … solange … ähm … das durchzuführen, bis ich halt mit dem Ergebnis, was ich da sehe, auf dem Bildschirm, zufrieden bin. Und das dann halt zum Plotter Plotter zum Beispiel zu schicken.
  • So. Das ist ja … Da kann ich ja auch [Sperren: Stunden] … äh … mit zubringen!
  • Ähm … Nicht, weil ich es [Sperren: muss]. Weil's da irgendwie … äh … [Sperren: Zwang Zwang ] gibt. Sondern weil ich halt das … ähm … das [Sperren: Bedürfnis] in dem Moment habe. Das genau machen zu wollen!
  • Das … ähm … Das [Sperren: füllt] den Moment …
  • [Schlucken.]
  • … sehr … so aus, dass ich es gerne habe.
  • Ähm … Damit es aber natürlich so weit kommt, dass ich … ähm … etwas so ausführlich mache, dass ich … also … eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden damit zubringe, ein Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt in Geraden umzuwandeln, oder … eben ein Konstellationsbild zu vollenden. Mit Farbe. Und … äh … danach zu lackieren und so weiter. Ähm … [Sperren: Muss] es halt diesen … diesen [Sperren: Drang] geben, überhaupt damit anzufangen.
  • Dieser ist halt … äh … bisher so … äh … so gegeben …
  • Also der [Sperren: Drang] ist so, … äh … dass ich in dem Moment das Gefühl habe, etwas … äh … [Sperren: Richtiges] zu machen.
  • Also etwas, was … was halt genau [Sperren: jetzt] … äh … sein [Sperren: muss]!
  • Ähm … Also … Wo ich halt wirklich einen Sinn dahinter sehe. Das zu machen.
  • So.
  • [Pause.]
  • Wenn ich den [Sperren: nicht] sehen würde, würde … frage ich mich dann halt sofort: [Sperren: Warum] sollte ich jetzt dieses Bild überhaupt anfangen? Wenn ich … ähm … Wenn ich mit dem Ergebnis an sich gar nichts anfangen kann!
  • Ja?
  • Weil das … äh … Jetzt wieder dieses Wort! [Sperren: Beliebig] … äh … wirkt. Und nicht irgendwie auf etwas aufbaut.
  • Ähm … Ja?
  • Das Wort "[Sperren: richtig]" ist [Sperren: falsch]. Ähm … Aber im Endeffekt suche ich [Sperren: das]!
  • Nur es … Ja! Wie in anderen Bereichen … Es gibt halt nicht … äh … das, was einem vorschreibt, was … ähm … Pfff … was gegeben ist!
  • Was man machen soll!
  • Was sein wird!
  • [Pause.]
  • Den Gott Gott gibt's nicht mehr. Für mich.
  • Oder gab's nie.
  • Ich meine, ich lebe jetzt nun einmal in dieser Gesellschaft, wo es einem frei gegeben ist, zu glauben oder nicht zu glauben. Du kommst also nicht automatisch rein.
  • Ähm … Ich glaube auch nicht an irgendwelche … äh … ähm … Ich glaube, das waren die Futuristen Futurismus !
  • An die [Sperren: Zukunft] der Kunst! Ähm … Und an … ja … äh … Also so einem Zukunftsglaube.
  • Den habe ich eben auch nicht. Ich lebe halt im Hier und Jetzt.
  • Morgen gehe ich … ähm … zu REWE einkaufen. Weil ich dann hunger habe.
  • Das ist im Hier und Jetzt leben.
  • [Pause.]
  • Und ich [Sperren: suche] aber eben immer gleichzeitig etwas … [Sperren: Höheres].
  • Und glaube es … Und glaube es eben … [Sperren: Hoffe] es … in der [Sperren: Kunst] zu finden.
  • [Schlucken.]
  • Und dabei ist ja gerade die Kunst das, was … etwas, was halt vom Menschen erschaffen wurde. Oder erfunden … äh … Ja. Also einfach [Sperren: ausgedacht] wurde. Und halt weiter … ähm … transportiert wurde. Über die Jahrtausende. Und … ähm … sich entwickeln konnte.
  • Man ist halt sozusagen [Sperren: Teil] davon. Einfach von [Sperren: etwas], was halt ausgedacht wurde.
  • Das ist also keine Naturwissenschaft. Oder so. Wo … mhm … Die Formeln und so … Die zeigen ja nicht die Realität. Sondern … ähm … immer nur eine [Sperren: mögliche] … Ja … Sie geben eine mögliche [Sperren: Erklärung] … äh … für ein Phänomen … ab.
  • Und trotzdem ist natürlich … Wenn Astrophysiker … nach … nach dem, was die Welt zusammenhält, suchen, also nach dem Kleinsten.
  • [Puste Luft raus.]
  • Ist ja … Es ist schon ganz schön krass, … ähm … etwas was uner… was noch unerklärlich ist, … äh … zu suchen. Sich da auf den Weg zu begeben.
  • Vielleicht zu scheitern Erfolg !
  • Tun ja vielleicht auch viele. Oder auch viele Theorien sind … ähm … bestimmt … äh … falsch. Oder können niemals … äh … ähm … bewiesen werden!
  • [Schlucke.]
  • Aber gleichzeitig … ähm … glaube ich, hat man … kann man da ein ganzes Leben lang den [Sperren: Drang] haben, es machen zu wollen.
  • [Sperren: Weil] es noch etwas [Sperren: Ungeklärtes] gibt.
  • Was … äh … Wo man … Na ja … Wo man das Gefühl hat, … äh … das will ich aufdecken! So.
  • Da [Sperren: ist] etwas, was ich mir nicht erklären kann. Da möchte ich forschen.
  • [Pause.]
  • So. Und … äh … Das gibt's ja nun einmal in der Kunst [Sperren: nicht].
  • [Pause.]
  • Von vorneherein nicht.
  • [Atme laut aus.]
  • [Pause.]
  • Die Kunst kann halt maximal auf diesem Gebiet … ähm … Ja! Was ich schon sagte: … ähm … Aus einer anderen Welt … Also aus der Physik zum Beispiel. Aus der Biologie … ähm … etwas [Sperren: nehmen] und es [Sperren: darstellen].
  • [Sperren: Und], das ist dann ja der Unterschied, warum … Also was es nicht nur sein sollte, ist halt … ähm … ein [Sperren: Abbild]. Ähm … Von diesen anderen Wissenschaften. Sondern, dass man es schafft, … ähm … sein [Sperren: eigenen] … seinen [Sperren: eigenen] Gedanken, Ideen, mit hineinzubringen.
  • Oder vielleicht etwas [Sperren: ungeklärt] lassen!
  • [Pause.]
  • Also ein Geheimnis drinne belassen. Weil ich selber … äh … kenne mich glaube ich ja auch nicht wirklich. Oder kann mich entschlüsseln.
  • [Schlucke.]
  • Ich … ähm … erlebe ja von mir auch bloß das, was ich … äh … [Sperren: sage].
  • Was ich denke!
  • Was ich fühle!
  • [Pause.]
  • Was ich handel!
  • [Pause.]
  • Na ja. Aber was heißt das jetzt schon wieder für die … äh … für's künstlerische Tun?
  • [Pause.]
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Ich habe ja oft gehört, dass … äh … Kunst halt gemacht wird, oder man halt machen sollte, um sich zu … äh … Das ist eine [Sperren: Form], sich zu [Sperren: äußern]. Das ist so wie die Sprache.
  • Ähm … Wenn ich mit anderen spreche … äh … rede. Oder wenn ich … Ja. Ähm … Ist halt die Kunst eine andere Form der Mit… äh … des [Sperren: Mitteilens].
  • So: Ich teile anderen meine Ideen, meine Gedanken mit.
  • [Pause.]
  • Sozusagen: Das, was [Sperren: in mir drinne] ist … äh … rausbringen.
  • So.
  • Ähm … Ich bin nun aber irgendwie einer, der gar nicht von vorneherein diesen [Sperren: Drang] hat!
  • [Schlucke.]
  • Das [Sperren: Innerste] nach [Sperren: Außen] zu stülpen!
  • Das merke ich daran, dass ich einfach gar keine [Sperren: Lust] habe auf … ähm … Ausstellungen … äh … machen.
  • Also die Arbeiten, die ich mache, also wirklich exzessiv nach Außen zu tragen.
  • Mir reicht … Mir reicht dieser HGB Rundgang HGB Rundgang . Zum Beispiel.
  • Das ist einmal im Jahr. Da kann ich … ähm … eins, zwei, drei Arbeiten von mir … ähm … zeigen.
  • [Schlucke.]
  • Und … Diese ganz kleine … ähm … Bestätigung von Außen … Irgendwie reicht die mir schon.
  • [Pause.]
  • Ich hab also gar nicht einmal anderen Menschen, den Betrachtern, etwas mitzuteilen!
  • Was ich ja erst einmal [Sperren: gut] finde! Dass ich nicht so diesen … diesen … diesen Drang habe, nach … also rauszuschreien!
  • Ähm … Also ich meine, da gibt's schon genug Leute, die ständig sich … ähm … nach Außen kehren. Also auch gerade in der Kunst.
  • Also den Drang verspüre ich einfach [Sperren: gar nicht].
  • [Schlucke.]
  • Vielleicht würde ich es machen, wenn mir jetzt die ganze Arbeit da abgenommen würde. Mit dem Ausstellungsbetrieb. Also, dass einfach jemand auf mich [Sperren: zukommt] und dann sagt: Ähm … Gib mir mal dies und jenes. Und … ähm … Das möchte ich jetzt gerne ausstellen. Und ich muss dann dazu nichts mehr dazutun.
  • Ich muss nicht anwesend sein!
  • Das ist ja auch schon dann eine Bestätigung. Und [Sperren: gleichzeitig] sehen es andere, ohne, dass ich jetzt den Drang hatte. Dass sie es sehen.
  • Ist dann natürlich die Frage, ob das auch … ähm … richtig oder gut ist. Ähm … Dann etwas zu zeigen. Wenn man es gar nicht … [Sperren: Eigentlich] gar nicht zeigen [Sperren: wollte]!
  • [Pause.]
  • Und ich tue es ja nun einmal nicht.
  • Mir reicht ein bisschen Zeigen.
  • Ein ganz klein …
  • Also [Sperren: wirklich] bloß ein bisschen.
  • Das ist so … der Draht nach draußen.
  • Mich interessiert wenn dann mehr das persönliche Gespräch.
  • Ähm … Also wenn ich jemanden habe, …
  • Wie bei Marios Marios .
  • [Schlucke.]
  • [Pause.]
  • [Sperren: Hatte].
  • [Lange Pause.]
  • Darüber zu reden. Auch wenn er die Augen meinetwegen verdreht oder …
  • [Pause.]
  • [Sperren: Verdrehte].
  • [Pause.]
  • Aber das bringt mir viel viel mehr, als … ähm … etwas in irgendeine Ausstellung, wo [Sperren: irgendwelche] wildfremden Menschen sich … ähm … die eigene Arbeit sich anschauen.
  • Äh … Dann vielleicht sagen: Das ist schön!
  • Das finden sie nicht schön!
  • Das wollen sie haben!
  • Ähm … Das kann wieder zurück!
  • [Schlucke.]
  • Dieses ganze [Sperren: Rumgelaber]. Das interessiert mich einfach nicht.
  • Das ist nicht irgendwie … [Sperren: Dafür mache ich nichts].
  • So.
  • [Pause.]
  • Da entsteht bei mir nichts. Ähm … Wenn ich … Ich hoffe … Ich hoffe, das bilde ich mir jetzt nicht bloß ein. Aber ich … ähm … denke, dass nichts entstehen würde, wenn ich halt … ähm … merke, es gäbe Zustimmung. So.
  • Hoffe ich nicht!
  • Ist aber auch glaube ich nicht so …
  • Ein bisschen sicherlich immer.
  • Bei jedem!
  • Aber nicht so [Sperren: ausgeartet].
  • [Pause.]
  • Wobei … Es würde bestimmt niemand wirklich zugeben. Würde er bloß etwas … ähm … machen, um von Außen gesehen zu werden.
  • Anderes Beispiel jetzt, als bei der Kunst. Wäre jetzt natürlich das Internet. Wenn die ganzen Diskussionen, die ganzen Artikel und so weiter … Die dann darüber gehen, dass sich alle zum Beispiel bei Facebook Facebook … äh … so nach Außen kehren.
  • [Sperren: Alles] zeigen. Und immer wieder … Ja! So eine Aufmerksamkeitssucht eben haben.
  • Das ist also … Es ist etwas [Sperren: Menschliches]. Was [Sperren: nichts] nur mit der Kunst zu tun hat.
  • Aber natürlich [Sperren: auch] in der Kunst … ähm … vorkommen kann.
  • Weil die Kunst ja nur etwas ist, was der Mensch macht. Und wenn der Mensch nun einmal geltungsbedürftig ist, dann kommt das auch in seiner Kunst drinne rüber.
  • So.
  • Ich hoffe jetzt aber, dass es bei mir nicht so ist. Weil ich nicht glaube, dass das ein [Sperren: guter] Grund ist.
  • [Pause.]
  • Kunst, was das auch immer ist, …
  • [Sperren: Was ist Kunst!]
  • … zu machen.
  • [Pause.]
  • Damit stehe ich natürlich wieder am Anfang.
  • [Atme laut aus.]
  • [Pause.]
  • Was ich jetze gerade gemerkt habe, dass ich jetze … Gut. Ich habe mir das ja schon häufiger … ähm … auch gesagt …
  • [Schlucke.]
  • Dass das Positive ist … Ist das [Sperren: Machen] in dem Moment.
  • [Pause.]
  • Also wenn ich den Pinsel in der Hand habe und etwas male.
  • Oder wenn ich eine Collage Collage mache.
  • Oder wenn ich fotografiere.
  • Oder wenn ein Ganzkörperporträt in Geraden umwandel.
  • Also [Sperren: dieser Moment] … [Sperren: Das] ist eigentlich das, was mich anscheinend … ähm … ausfüllt. Woran ich mich auch gerne erinnere. Und was mich dann auch [Sperren: antreibt].
  • Weiter. Zu. Machen.
  • Wie gesagt, kommt dieser Moment eben erst, wenn ich … äh … darin einen Sinn sehe.
  • Ob der da jetzt wirklich drinne ist oder nicht.
  • Aber [Sperren: würde] ich ihn davor eben nicht drinne sehen, dann würde ich es gar nicht anfangen. Dann wäre ich halt lustlos. Und würde das von vorne herein in Frage stellen.
  • Was ich da mache.
  • Also ich muss … Ich brauche sozusagen einen kleinen … ähm … Anpiekser. Ähm … Etwas, wo ich sage: Das will ich jetzt ausdrücken!
  • Das ist wichtig!
  • [Pause.]
  • Was auch immer wichtig ist.
  • Ähm … Ich merke halt, ich suche immer etwas, was nicht bloß persönlich für mich wichtig ist, sondern was halt … allgemein wichtig [Sperren: wäre].
  • Was es sicherlich gar nicht einmal gibt!
  • Also es ist … Es ist ja nichts über uns, was … ähm … Was jetzt durch die Kunst … Was [Sperren: nur] durch die Kunst transport… also gezeigt werden [Sperren: könnte]!
  • Wie gesagt. In der Physik … Suche nach dem, was die Welt zusammenhält.
  • Kleinste Teilchen!
  • Ähm … Und das Große und Ganze!
  • Das ist halt etwas, was von [Sperren: Außen] kommt. Was sich der Mensch nicht ausgedacht hat.
  • Die For… Die können … haben vielleicht gar nicht so oft diese … diese Schaffenskrise, weil es einfach immer weiter geht.
  • Es geht … Es … Es … Es kann bloß immer tiefer gehen.
  • Klar! Es kann … ähm … Es kann halt Fehlentscheidungen geben. Aber am Ende geht es immer tiefer. Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse.
  • [Sperren: Immer weiter].
  • Und es hat [Sperren: nichts] …
  • [Schlucke.]
  • … mit einer selbst erschaffenen Welt zu tun.
  • Also was wir uns selber kreiert haben.
  • Das … Da würde ich ja gleich wieder eine riesen Krise bekommen. Wenn ich merke, dass … ähm … Ich forsche die ganze Zeit und … ähm … Dieses Forschen, dieses Vorankommen, ist eigentlich nur in meinem Kopf drinne. Und gibt es eigentlich real gar nicht. Es gibt nichts, was halt … ähm … erforscht werden müsste. Was tiefer geht.
  • Dann gibt's 'ne Kunstkrise.
  • 'Ne Krise. So. Das hat ja dann erstmal nichts mit Kunst zu tun.
  • [Pause.]
  • Zum Glück habe ich ja manchmal das Gefühl … Bei den Konstellationen … Dass es richtig ist, das zu … malen. Das zu äußern. Das auch zu zeigen. Weil das so'n Grund…
  • Hach …
  • Das ist für mich halt so ein [Sperren: Grundelement] in der Bildenden Kunst. Stellt das irgendwie dar.
  • Ob's nun stimmt oder nicht, ist was anderes.
  • [Schlucke.]
  • Und nur weil ich diesen Moment eben habe, fange ich eben an, etwas zu machen. Und [Sperren: dieses] Machen, das macht mir dann eigentlich Spaß. Ich glaube, da geht's dann gar nicht einmal darum, was ich eigentlich wollte. Sondern in dem Moment, wo ich es mache. [Sperren: Das] ist dann das, was … was dann zählt. Und was für mich dann auch bleibt. Und was dann ja auch zu einem Ergebnis führt.
  • [Pause.]
  • So.
  • Und dann wäre jetzt die Frage: Wie schaffe ich es, wenn der eigentliche, [Sperren: einzige] Sinn, Kunst zu machen …
  • [Sperren: Was Kunst auch immer ist!]
  • Was [Sperren: Machen] auch immer ist!
  • … der Prozess ist. Also der [Sperren: Moment]. [Sperren: Wo] man es macht. Das ist das [Sperren: Einzige], was … mich befriedigt!
  • Nicht der Grund, warum ich es mache. Sondern der Moment, wo ich es tue.
  • Auch nicht, was danach kommt. Das heißt … Das Zeigen. Sondern wirklich der Moment, …
  • [Sperren: Wo. Ich. Es. Mache.]
  • [Pause.]
  • Wenn es das ist, was mich befriedigt: Wie schaffe ich es, diesen … dieses Machen für mich in … als Thema zu erstellen. Dass das, was ich mache, gleichzeitig auch mein Thema ist.
  • Also mein Antrieb.
  • Ich [Sperren: möchte] … Ich fange dann nur … möchte dann nur anfangen, weil ich halt … das machen [Sperren: will]. Weil ich diesen Prozess machen will.
  • Wie schaffe ich das? Dass das mein Thema wird. Und nicht irgendwie etwas … äh … Pfff … Naturwissenschaft in der Kunst darstellen. Irgendwelche politischen … ähm … Dinge. Irgendwelche gesellschaftsrelevanten Dinge in der Kunst darstellen. Sondern wirklich … bloß halt … Ja. Wie heißt das: Kunst um der Kunst Willen L’art pour l’art .
  • [Pause.]
  • Es muss mich ja selber befriedigen. Und nicht andere. Also mir kann's ja nicht darum gehen, [Sperren: sollte] es nicht darum gehen, halt … ähm … etwas darzustellen, was relevant ist für andere.
  • Was auch immer relevant ist. Das ist ja dann immer so'n zeitlich sehr begrenztes Phänomen. Was es für mich insgesamt wieder … äh … nicht relevant macht. Weshalb ich damit erst gar nicht anfange wirklich.
  • [Pause.]
  • Also wie schaffe ich es eben, … ähm … den Prozess zum [Sperren: Thema] werden zu lassen.
  • Damit nicht bloß der Prozess für mich spannend ist und erfüllend. Sondern eben auch das Thema alleine schon erfüllt. Also was davor ist. Und was dann nach dem Prozess des Schaffens kommt.
  • [Pause.]
  • Das ist 'ne spannende Frage.
  • Ich überlege gerade, ob es dafür irgend …
  • Mhm.
  • Irgendwelche Künstler gibt, die sich auch darüber … Na ja, okay. Das wären dann halt diese Künstler mit Kunst um der Kunst Willen. Wo halt der Antrieb, der dahinter steckt …
  • [Schlucke.]
  • Vielleicht sollte ich mich dazu noch ein bissel einlesen.
  • Ähm …
  • Ja.
  • [Pause.]
  • Das mache ich.
  • [Aufnahme Ende.]
Ausstellungsansicht
Ausstellungsansicht
Interieur I, 2000, Ricarda Roggan (* 1972, Leipziger Künstlerin)
Interieur I, 2000, Ricarda Roggan (* 1972, Leipziger Künstlerin)
Untitled (If you want something ...), 2012, Collage, 300 x 186 cm, Astrid Klein
Untitled (If you want something ...), 2012, Collage, 300 x 186 cm, Astrid Klein
Ausstellung Counterpoint Fotografische Positionen, Kunsthalle der Sparkasse Leipzig Ausstellungsansicht counterpoint.jpg "walter`s xerox machine" (aus der Serie: gropius allee), Florian Ebner durch weißen Randbereich interessant (Fotografie nicht ausgeschnitten, sondern auf größerem Papier belassen und gerahmt) notiert bei meinen Konstellationen ähnlich gehandhabt (mit freigelassenem Bereich, als zweiter Möglichkeitenraum) von Mark angeregt Papiergröße als große Plotterfläche zu sehen (Bereich durch Maschine vorgeben lassen, Ränder dann technisch bedingt) "halbverhüllte" Objekte Interieur I, 2000, Ricarda Roggan (* 1972, Leipziger Künstlerin) interieur-k.jpg Steffen Junghans (Tournee I, Fotonegativband als Skulptur, online nicht gefunden) Untitled (If you want something …), 2012, Collage Collage , 300 x 186 cm, Astrid Klein astrid-klein-k.jpg zwei "Geraden" kreuzen sich durch dicke Farbschichten Begrenzung sichtbar (heben sich leicht ab) Geraden als Begrenzung zwischen / Verbindung von zwei Bildteilen Verwaltung geschrieben, dass eventuell ein Bildtitel falsch ist (Arbeit von Ricarda Roggan) weiterhin fehlerhaft: Darstellung Fotografie von Florian Ebner im Internet-Archiv (ohne weißem Rand, der sicherlich aber zur Arbeit dazugehört)
Tagträumer, 2 Plotterzeichnungen, Tusche auf Papier, Blattgröße jeweils 29,7 x 42 cm, 30
Tagträumer, 2 Plotterzeichnungen, Tusche auf Papier, Blattgröße jeweils 29,7 x 42 cm, 30
Bewerbung zum Studienpreis Studienpreis 2015 fertig mit Arbeit Tagträumer (Bespielter Möglichkeitenraum) Tagträumer, 2 Plotterzeichnungen, Tusche auf Papier, Blattgröße jeweils 29,7 x 42 cm, 30 tagtraeumer-k.jpg Geradenbild Geradenbild weitere Ergebnisse von Konstellationen auf Platten mit Holzleisten stabilisiert umsetzen überlegen, wie ich jetzt mit Konstellationen weiter verfahre 256 Konstellationen (Quadrat) plotten weitere aus drei oder vier gleichlangen Geraden bestehende geschlossene Formen berechnen Knete in kurzen und längeren Bahnen auf Holz plazieren und übersprayen ("Schattenwurf" beobachten, scharfe und verwischende Ränder) Geraden aus Holz heraussägen, Platte leicht von Wand abheben lassen, Wirkung beobachten (realer Raum wird in Geradenform in Arbeit plaziert, Geraden = Materie, umgebende Platte = Nichts bzw. Kunstraum) Kunstbegriff kunst:dialoge: "Was ist Kunst?" Schönheit: kein Kriterium für gute Kunst, liegt eh im Auge des Betrachters Preis: Wert entscheidet nicht über gute Kunst "Kunst muss nicht immer teuer sein. Kann allerdings ein Indikator dafür sein." eigensinnig und ausgefallen: Kunst muss keine Eigenarten haben besondere Werke (inhaltlich, formal und technisch) fallen jedoch durch ihre Eigenheiten auf Kunst sollte auffallen (dazu eignen sich Eigenarten oder der Erste zu sein)
Klasse Bildende Kunst Teilnahme an Berlin-Exkursion abgesagt Besprechung Arbeiten ein Kommilitonin Kommilitone wollte ihre Arbeit nicht "auseinandernehmen", offen gelassen (wie formulieren, ohne, dass wieder Fragen aufkommen?) Vorstellung "Liegender Akt Akt " (Testplott) und Geradenbündel-Arbeit (vertikal und horizontale Variante) Bedeutung maschinelle Bearbeitung durch Zuhörer zu stark betont (sollte gar nicht im Mittelpunkt stehen) falsch vermittelt: es wurde verstanden, ich hätte selber nicht zeichnen können, deshalb den Plotter Plotter verwendet (als Begründung für Wahl des Gerätes natürlich nicht günstig) Geraden als kleinstes grafisches Element vorgestellt (Punkt als tot bezeichnet, erst Verbindung zweier Punkte ergibt Bewegung) Auflösung der Geraden / gestörten Linien im wissenschaftlichem Kontext (Suche nach kleinstem Teilchen / Quarks / eventuell schwingende Energiefädchen, Strings) zwar lenkt gegenständliches Motive ab, aber nur abstrakte Form erzeugen würde meine Idee nicht zeigen können (alles Materielle besteht aus selbem Grundbaustein, ob Tisch, menschlicher Körper, Pinsel oder Sonne) Mark: vor allem viel Leere im Raum (zwischen den Teilchen) Bin ich Zeichner, obwohl ich das eigentliche Zeichnen dem Plotter überlasse? notiert Hausmeister Hausmeister am Donnerstag nach freien Planschrank für Klassenraum fragen Problemfeld beliebige Motivwahl (eigentlich gewollt!) Einzelgespräch mit Schellbach vereinbaren
Ergebnis Fräsmaschine aus unterschiedlichen Perspektiven / Lichtverhältnissen
Ergebnis Fräsmaschine aus unterschiedlichen Perspektiven / Lichtverhältnissen
Geradenbild Geradenbild Einzelgespräch Baumgartner da sie selber Linienbündel-Stil bearbeitet, diese Arbeiten eher außen vor gelassen maschinell erzeugte Linienbündel findet sie langweilig (zu starr) arbeitet auch gerne in Serien (Mark hatte mir zu einer Einzelarbeit geraten / auf den Punkt bringen) Frage: Warum Holz? Warum kein Metall? Hintergedanken dazu sammeln (natürlich, mit kleinen "Fehlern", arbeitend) mittels Plotter Plotter Motiv in transparente Platte ritzen und Radierung drucken (Werkstätte anfragen, mit Verweis auf Baumgartner) findet verdreifachte Geraden (parallel laufende Geraden) interessant (mehr Bewegung) umsetzen Radierung für Druck vorbereiten (AV-Labor wegen Plotterzeit anfragen) und Werkstatt kontaktieren umsetzen mehrere Holzplatten (weich) kaufen und Ausschnitte aus Motiv umsetzen verschiedene Farbvarianten 1 nur Holz 2 Linien schwarz (Spray), Farbe auf Grundplatte danach abschleifen 3 Linien schwarz (Spray), Grundplatte rot/blau/ … (mit Rolle auftragen) nach Umsetzung wieder Einzelgespräch anvisieren, um weiteres Vorgehen zu besprechen Einzelgespräch Ohme Besprechung erstes Ergebnis mit Fräsmaschine Ergebnis Fräsmaschine aus unterschiedlichen Perspektiven / Lichtverhältnissen fraesetest1-k.jpg seitliche Ansicht mit Gegenlicht: fotorealistisch "Bildnegativ" entsteht bei seitlicher Frontallicht eigentliche Fräsedauer: 15 Minuten (große Arbeiten also zeitlich möglich) umsetzen zwei Motive erzeugen durch zwei unterschiedliche Ausweitungen der Linienbündel an einem Strang (links und rechts von Hauptgerade) notiert mittels Lichtinstallation (zeitgesteuert) lassen sich unterschiedliche Sichten / Motive auf Fräsarbeit hervorheben mit neuem Test ausprobieren (zweimotivig) spannende Diskussion über das kleinste Teilchen, den Urknall, Paralleluniversen und überhaupt über das Ganze E-Mail an Bachmann wegen Wunsch auf Erhalt des Ergebnisses geschrieben (kann er Ohme übergeben) radikal radikal Wurzel (lateinisch "radix", "radikal") 1 Wurzel (Pflanze) althochdeutsch "wurzala", "das Gewundene" Grundorgan der Kormophyten (weitere: Sprossachse und Blatt) Sprossachse: trägt Blätterdach, bewegt jenes in günstige Position Wurzel: primär für Aufnahme von Wasser (und meist auch Mineralstoffen) zuständig Transport findet innerhalb Zellen oder im Zellzwischenraum statt zur Befestigung unter Umständen auch als Speicherorgan für Reservestoffe genutzt Wurzelsystem: Gesamtheit der Wurzeln A heterogene Wurzelsysteme (Allorhizie) senkrecht nach unten wachsende Hauptwurzel B homogene Wurzelsysteme (Homorhizie) besteht aus zahlreichen gleichrangigen Wurzeln Übergangsbereich von Wuzel zu Baumstamm: Wurzelstock Ausgestaltung Wurzelbild abhängig von Gründigkeit Boden (Festigkeit) Unterscheidung in Ausdehnung der Wurzeln: A Tiefwurzler Pfahlwurzel (Allorhizie) wird in Richtung Grundwasser getrieben B Flachwurzler angepasst an im Boden versickendes Oberflächenwasser C Herzwurzler Wurzeln dringen in alle Richtungen vor (entsteht Herzform) Befestigung der Wurzeln u. a. A Stelzwurzeln (bei Wasserpflanzen) B Atemwurzeln (in Sumpfgebieten nach oben wachsende Wurzeln, die Pflanze mit Sauerstoff versorgen) C Luftwurzeln (Regenwasser wird aufgesogen) 2 Wurzel (Linguistik) A Wortstamm, aus dem durch Ableitungssilben neue Wörter gebildet werden Beispiel: Wort - wörtlich - antworten - Verantwortung - Verantwortlichkeit B durch historischen Vergleich erschlossener Wortstamm Beispiel: "neu" (deutsch) und "new" (englisch), "nuovo" (italienisch), "neuf" (französisch), "neos" (griechisch Griechen ) überall möglich, wo Sprachen auf indoeuropäische Wurzel neu(i)os zurück gehen 4 Wurzel (Graphentheorie) Unterscheidung zwischen Wurzel und Knoten Wurzel: alle weitere Knoten sind von Knoten aus erreichbar Knoten hat keinen Vorgänger 5 Rhizom (Philosophie) Begriff von Wurzelgeflechte abgeleitet zentraler Begriff der Philosophie von Gilles Deleuze und Félix Guattari (entwickelt 1970er) Metapher für postmodernes/poststrukturalistisches Modell der Wissensorganisation und Weltbeschreibung ersetzt ältere (durch Baum-Metapher dargestellte) hierarchische Strukturen Baummodell gibt es keine Kreuzungen und Überschneidungen Rhizom: "vielwurzelig" verflochtenes System
o. T. Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse Seminarplan 1 Descartes, La Mettrie und Butlers "Buch der Maschinen" 2 Kleist Marionettentheater, Hoffmann "Der Sandmann" Filmklassiker: Metropolis, Modern Times Neuere Filme wie Ex Machina 3 Von Turing über die Kybernetik bis Bladerunner, Datenbanken und Archive als "Erinnerungsmaschinen" 4 Pinocchio, Anders, Stanislaw Lem, Deleuze/Guattari, Agamben, Wissenschaftskritik (Technik-Grenzen) 5 Haraway, Maschinen-Identitäten klassische KI und Schwarmintelligenz sozialer Wohnungsbau, geplante Städte, Mumford und UbiCom, Bionik - Exoskelette 6 Transhumanismus Transhumanismus , Kurzweil Ancarani, japanischer Pop, aktuelle Netzpolitiken Standpunkt radikal radikal A Was heißt "Radikal! Grundsätzlich!"? grundsätzlich: nicht an der Oberfläche kratzen, zum Punkt kommen das zeigen, was bedeutend ist, nichts was ablenkt das "Statement" ohne Umschweife mitteilen, die Wurzel (lateinisch "radix") greifen nicht auf figurativer Art (Totenschädel Totenmaske , Körper, Raben, Auge, …) übermitteln / Symbolismus Symbolismus wo Technik, Material und Stil den Inhalt unterstützen/wiedergeben B Was kann radikal in der Kunst sein? 1 die Technik siehe auch Punkt 4 ansonsten sicherlich alle neuen Techniken (wie damals Plotter Plotter / Maschinen übernahmen Arbeit, Neonröhren, Arbeiten auf atomarer Ebene, damals Fotografie) 2 das Material herkömmlich: Holz, danach Leinwand als malerischer Untergrund Material/Begrenztheit/neue Sichten als Thema: geschlitzte Leinwandbilder von Lucio Fontana Lucio Fontana , siehe 12.10.2014 Frank Stella Frank Stella : schuf neue Formen der Leinwand, siehe 25.7. ansonsten wird heute sicherlich alles als Untergrund / Auftrag verwendet 3 das Vorgehen wie umgedreht malen bei Georg Baselitz Georg Baselitz (und später auch zeigen) 4 der Stil u. a. für mich gut erkennbar bei: Impressionismus Impressionismus , Pointillismus Pointillismus , Expressionismus Expressionismus , Kubismus Kubismus , Suprematismus Suprematismus , Bauhaus Bauhaus , Minimalismus Minimalismus , Pop-Art und vieles mehr extreme Unterschiede zu vorheriger Malweise bzw. zu anderen parallel sich entwickelnden Stilen = radikal Kunstströmung liegt manchmal auch eine inhaltlicher Idee zugrunde Beispiel Impressionismus: Darstellung des Lichts und atmosphärischen Bedingungen = malerische Hauptaufgabe teilweise Verzicht auf Schwarz und erdige Farbtöne: Farbpalette wurde aufgehellt Wortherkunft durch Kritiker, später von Künstlern übernommen: "Impression, Sonnenaufgang", Claude Monet Claude Monet , 1872 einheitlicher Stil nicht wirklich sichtbar bei zeitgenössische zeitgenössisch Kunst 5 der Inhalt A vorhandene Arbeit/Aussage radikal umdeuten LOVE, 1964, Robert Indiana (Vertreter der Pop Art Pop Art und Signalkunst) verfremdet in: AIDS, 1987, Felix Partz, Jorge Zontal und AA Bronson Krankheit nicht nur in Arbeit verarbeitet, sondern persönlich betroffen Partz und Zontal starben 1994 an AIDS B Mallewitsch "Das Schwarze Quadrat Schwarze Quadrat auf weißem Grund", 1915 (siehe 19.12.2012) er leugnete im Manifest Manifest zur Ausstellung "(0,10)" jede Beziehung der Kunst und ihrer Darstellungen zur Natur (Kubismus forderte damals nicht absolute Gegenstandslosigkeit des Bildinhalts) seine Haltung auf inhaltlicher Ebene: radikal kleine Pinselstriche, nicht mit Lineal und einheitlicher Farbfläche
Radikal! Grundsätzlich!
Radikal! Grundsätzlich!
Einzelgespräch Mark radikal radikal Radikal! Grundsätzlich! radikalk.jpg gute Voraussetzungen für künstlerisches Schaffen 1 introvertiert 2 "da sicherlich nicht so an Frauengeschichten interessiert: eine gute Voraussetzung!" (keine Ablenkung, frei zitiert) zur künstlerischen Arbeit: mehr auf Inhalt konzentrieren, Maschine / Medium nur nutzen Beispiel Lidschlag, Totenschädel Totenmaske oder Handabdruck Handabdruck Bedeutung in der Geschichte der Kunst / des Menschens / der Welt bisher gute Ansätze, aber noch zu didaktisch (erzieherisch, methodisch) Format/Größe des Drucks auf Papier überdenken (eventuell bis an Papierrand gehen, Rand dann durch Plotter Plotter vorgegeben) nicht so kleinteilig bleiben, größere Formate, flächiger Ziel Donald Judd Donald Judd (1928 - 1994, US-amerikanischer Maler, Bildhauer Bildhauerei und Architekt, mit Hauptvertreter Minimalismus Minimalismus ): Komplexes einfach ausdrücken ein bisschen radikaler heutige Entsprechung von Handabdrücke finden (Beispiel Pech Merle , 25.000 v. Chr.) mit Hand einfach vieles ausprobieren / Abdrücke, Scans, nachzeichnen, Kontur, Schattenwurf) nicht nur Hand oder Kopf umsetzen, sondern ganzen Körper abbilden Hinweis, mehr mit Kommilitonen über Kunst diskutieren nicht für andere verständlicher/einfacher umsetzen, es muss für mich selber stimmig sein Frage der Qualität in der Kunst Einzelgespräch Bachmann und Ohme riesige Fräsmaschine im Keller benötigen dxf-Format maximal mit Stichel fräsen, spitzkonisch maximal 16 Stunden Arbeitszeit je Arbeit erlaubt maximal 3 mm je Linie mit Stichel möglich (sehr feine Linien) Holz, gleichmäßige Faserrichtung, sehr zäh Beispiel Ahorn (feinporig) oder Linde frei von Jahresringen anfänglich Test in Postkartengröße mit groben Muster eventuell mit Ahornfurnier verleimen (Oberfläche besser sichtbar) nachfragen nach Furnier: Kisten und Leistenfabrik, Leipzig Größe 1 x 1 m kein Problem (kommt aber auf Arbeitsaufwand an) G-Code erzeugen mit Processing bei Einzelgespräch mit Ohme kommende Zeit umsetzen ihm Beispiel-Processing-Code erzeugen für Motiv inklusive PDF
Werkstatt AV-Labor Geradenbild Geradenbild Stifteproblem noch nicht gelöst Fineliner nur mit zartem Auftrag möglich (deshalb ohne Rillen) / kein gleichmäßiger Auftrag eventuell mit anderem Papier probieren zwei umgesetzte Plotterzeichnungen mit ganz unterschiedlicher Wirkung 1 vertikale "Fäden", relativ wenige Stränge beim Vorbeigehen ist Motiv gut erkennbar, erst wenn man davor steht, "verschwindet" es (vertikale Fäden verschwimmen bei seitlicher Ansicht) Hintergedanke: bei genauem Betrachten (frontale Ansicht, Vergleich mit Lupe/Mikroskop) verschwindet für Menschen erkennbares Motiv; wird zerlegt und dadurch unkenntlich 2 viele Stränge mit jeweils nur drei Fäden mittlerer Faden ragt auf beiden Seiten hinaus, stellt den Möglichkeitsraum dar zwei symmetrische Fäden hangeln sich an ihm entlang; durch sie wird Motiv sichtbar Versuch, beide Vorgehen zu vereinen mit größerer Strichstärke (damit drei Fäden je Strang ausreichen) dadurch verschwinden aber zarte Fäden (bei hellen Stellen) umsetzen Skulptur-Collagen: mehrere Skulpturen (wie griechische Griechen Statue, kubistische Skulptur, eigener Kopf) mit Blender "ineinander" legen, mit 3D-Drucker ausdrucken
Punkt und Linie zu Fläche. Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente, Kandinsky
"Punkt und Linie zu Fläche. Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente", Kandinsky
Die Erschaffung Adams, um 1511, Fresko, Michelangelo
Die Erschaffung Adams, um 1511, Fresko, Michelangelo
(Auge), Tusche auf Papier (mz), 5 Blätter, je 29,7 x 42 cm, 30
(Auge), Tusche auf Papier (mz), 5 Blätter, je 29,7 x 42 cm, 30
(Baumstamm 1/2), Tusche auf Papier (mz), 29,7 x 42 cm, 30
(Baumstamm 1/2), Tusche auf Papier (mz), 29,7 x 42 cm, 30
(Baumstamm 2/2), Tusche auf Papier (mz), 29,7 x 42 cm, 30
(Baumstamm 2/2), Tusche auf Papier (mz), 29,7 x 42 cm, 30
Geradenbild Geradenbild Punkt und Linie zu Fläche "Punkt und Linie zu Fläche. Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente", Kandinsky Wassily Kandinsky punktlinieflaeche.jpg geometrischer Punkt: unmaterielles Wesen, größte Zurückhaltung, aber mit Aussage höchste Verbindung von Schweigen und Sprechen materielle Form in Schrift: Punkt bedeutet Schweigen, Unterbrechung (innere Eigenschaft) Brücke von einem Sein zum anderen äußere Eigenschaft: Zeichen, dass zur Gewohnheit wird, nicht weiter beachtet das Innere wird durch das Äußere zugemauert Punkt mit innerer Spannung, um sichtbar zu machen, muss Punkt von Umgebung getrennt werden Fall 1 inneren Zustand durch Versetzung im Text kurz sichtbar machen ("Heute gehe ich ins Kino Kino ." > "Heute gehe ich. Ins Kino" > "Heute gehe. Ich ins Kino") Fall 2 Punkt aus Text lösen, wird zum eigenständigen Element / kein Anhängsel mehr / wird aber noch von umgebender Schrift übertönt "sein Klang erhält eine Resonanz" wird Klang der Schrift vermindert (Vergrößerung Abstand Schrift zu Punkt), gewinnt Klang des Punktes an Deutlichkeit und Kraft Entstehung Zweiklang: Schrift-Punkt Punkt wird zum selbstständigen Wesen kann ohne Unterordnung in Welt der Malerei wandeln "Der Punkt ist das erste Resultat des ersten Zusammenstoßes des Werkzeuges mit der materiellen Fläche, mit der Grundfläche." "Durch diesen ersten Zusammenstoß wird die Grundfläche befruchtet." notiert Die Erschaffung Adams, um 1511, Fresko, Michelangelo Michelangelo Buonarroti erschaffung-adams-k.jpg erinnert mich an Bild "Die Erschaffung Adams", Michelangelo, Sixtinische Kapelle, Vatikanstadt Gottvater streckt Zeigefinger aus, um auf Adam Lebensfunken überspringen zu lassen (Adam selber aber auch in leicht aktiver angespannter Haltung) materialisierter unsichtbarer geometrischer Punkt muss gewissen Größe bekommen, Fläche einnehmen, Grenzen haben, sich von Umgebung abtrennen Größe: bestimmt durch Verhältnis Punkt zur Grundfläche und Größenverhältnis zu übrigen Formen auf Fläche Standpunkt Punkt sollte immer[!] mit einem "Schlag" entstehen (einmal Aufsetzen von Kugelschreiber, einmal Pinsel auf Fläche ohne Absetzer), so bleibt es eine "kleinste Einheit" wenn erst mehreres Auftragen einen (großen) Punkt entstehen lässt, ist er keiner mehr (außer der mehrmalige Auftrag ist nicht ersichtlich / gleichmäßiger Auftrag) Form: abstrakt ist Punkt ideelklein, ideelrund = ideellkleiner Kreis ideelklein ja, aber ideelrund? in realer Form kann Punkt unendlich viele Gestalten annehmen (andere geometrische und schließende freie Formen) relative Unbeweglichkeit: Quadrat "Reich des Punktes ist unbegrenzt" notiert in künstlerischer Umsetzung wird Punkt nie[!] ideel umgesetzt werden können, deshalb "darf" Form und Größe variieren Werkstatt AV-Labor komischer Plottertag: Tinte fließt ungleichmäßig, Papier dehnt sich, knittert, unbrauchbar, Tintenfluss fällt stellenweise aus (Auge), Tusche auf Papier (mz), 5 Blätter, je 29,7 x 42 cm, 30 prae_auge_m.jpg (Baumstamm 1/2), Tusche auf Papier (mz), 29,7 x 42 cm, 30 baumstamm1_m.jpg (Baumstamm 2/2), Tusche auf Papier (mz), 29,7 x 42 cm, 30 baumstamm2_m.jpg einmal Serie "zu-auf" (Augen) geplottet, fünf Blätter einmal Testplott Kreisgerade (in elf Schritten entsteht/vergeht) zweimal Baumbilder (Motiv Sächsische Schweiz und Potsdam)
Aufbau Materie Atome bestehen aus Neutronen, Protonen und Elektronen Quarks = Grundbausteine Materie (vielleicht nicht die grundlegensten) Protonen und Neutronen bestehen aus Quarks insgesamt gibt es zwölf Quarks (sechs reguläre, sechs Antiquarks) komplette Materie besteht aus drei verschiedenen Teilchen: Up-Quarks, Down-Quarks, Elektronen (bestehen nicht aus Quarks) Was ist mit den anderen vier Quarks (und Antiquarks)? gewöhnliche Materie: Quarks "tun" selber nichts bei Hochenergieexperimenten: verwandeln sich, zerfallen, bilden neue (teils unbekannte) Teilchen Elektronen negativ, Protonen positiv geladen Quarks keine ganzzahlige elektrische Ladung Up-Quark: +2/3, Down-Quark -1/3 Neutron = keine elektrische Ladung = 2 Down-Quark + 1 Up-Quark (Ladungswerte heben sich auf) Proton = 2 Up-Quarks + 1 Down-Quark = 3/3 = 1 Farbladung (neben elektrische Ladung) Quarks kommen nie einzeln vor (bisher noch nicht gesehen) in zweier, dreier, … Paketen (siehe Neutron / Proton) Farbladung entweder Wert rot, grün oder blau Verbindungen einzelner Quarks nur stabil, wenn Überlagerung ihrer einzelnen Farbwerte weiß ergibt sechs reguläre Quarks, je zwei in einer "Familie" Familie eins: Up und Down Familie zwei: Strange und Charm Familie drei: Top und Bottom Familie unterscheiden sich nur in ihrer Masse (Familie eins am leichtesten, Familie drei am schwersten) in Familien weitere Teilchen wie Antiquarks, Elektronen, Myonen, Tauonen, verschiedene Neutrinos und Antiteilchen (recht selten, deshalb wenig entscheidend) Quark eventuell nicht kleinstes Teilchen Stringtheorie Superstrings = die kleinst möglichen, physikalisch beschreibbaren Objekte winzige, schwingende Energiefädchen je nach Schwingverhalten stellt ein String ein Materieteilchen dar Elektron = 1 schwingender String schwer beweisbar; im LHC wird versucht Teile der Theorie zu beweisen Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor kleine Arbeiten in Serien (5-10 Stück) geplottet 1 gekrümmte Geraden Skript von Hans auch farbig A regelmäßige Verteilung auf Fläche umsetzen B Strichstärke variiert (1-3 Striche je Element), dadurch räumliche Wirkung C mehr Räumlichkeit: mehrere Striche je Element, aber mit einem Ausgangspunkt (bewegen sich nach vorne bzw. hinten) D nur Punkte der Wellen plotten 2 Bewegung sichtbar gemacht Punkte auf Fläche verteilt, Plotter Plotter fährt sie an und hinterlässt Spuren (Stift locker in Halterung stecken) umsetzen A zufällige Punkte anfahren B Punkte aus Motiv anfahren (wie Porträt oder Buchstaben)
Schritt 1/4: Grundgerüst wird mit locker eingesetztem Stift geplottet, Tusche auf Papier (mz), jeweils 29,7 x 42 cm, 30
Schritt 1/4: "Grundgerüst" wird mit locker eingesetztem Stift geplottet, Tusche auf Papier (mz), jeweils 29,7 x 42 cm, 30
Geradenbild Geradenbild Schritt 1/4: "Grundgerüst" wird mit locker eingesetztem Stift geplottet, Tusche auf Papier (mz), jeweils 29,7 x 42 cm, 30 prae_gekruemtegeraden2_m.jpg Gedanken zu Plotter Plotter -Arbeiten allgemein Standpunkt Wenn es darum geht, eine Technik zu verwenden, weil die technischen Möglichkeiten genau dieses Gerätes dazu nötig sind, um das Thema auch materiell zum Ausdruck zu bringen, stellt sich die Frage: was kann ein Plotter, was andere Ausgabegeräte nicht können? (Wobei ich gerade nicht denke, dass es die eine Antwort, also die eine Technik, gibt, mit der ein Thema gut ausgedrückt werden kann. So ist bestimmt auch Malerei, Fotografie, Installation oder Skulptur geeignet, nur eben mit anderen Voraussetzungen) Eigenschaften (Zeichen-)Plotter (ob Flachbett- oder Rollenplotter): A Daten werden durch Computer übermittelt B Anfangs- und Endpunkt je Element C Elemente werden einzeln gezeichnet Elemente nicht nur als Fläche betrachtet / zusammengerührt D Weg dazwischen, muss nicht geradlinig sein (Zeichengerät wird auf Untergrund aufgesetzt) E Weg von Element zu Element (Zeichengerät normalerweise angehoben, damit nichts abgebildet wird) F Zeichengerät wie Kugelschreiber, Filz, Tuschestift oder ähnlichem maschinell kontrolliert auftragbar (nur bei Berührung mit Untergrund) optimal: Technik Kugelschreiber (besonders unempfindlich) mit Tusche G Anstrichmittel üblich alles was flüssig ist denkbar alles was "Spuren" hinterlässt (wie Graphit, Kohle, Kreide, Bleistifte, Farbstifte, Ölfarben, Aquarellfarben) Unterschied Tusche - Tinte: Tusche besteht aus Wasser, Schellack als Bindemittel und lichtechten Pigmente Anstrichmittel wird (wenn nicht zwischendurch korrigiert) gleichmäßig aufgetragen (eine Strichstärke) monotone Arbeit (außer Stift/Farbe wird gewechselt) einzelne Elemente sind immer monoton außer es wird pausiert und im Zeichnen Stift ausgetauscht / Force und Speed geändert dadurch wird Form aber unterbrochen (neues Aufsetzen) Fall 1: Technik als Thema sollte zwingend Teil des Dargestellten sein: A darstellbar durch zum Teil exakt parallelen Elementen (damit menschliches Zeichnen in Frage gestellt wird) B Force erhöhen, damit sichtbar C hohe Force, damit Elemente durch Relief im Untergrund sichtbar D statt Geraden auch krumme Elemente, Kreise, Wellen möglich nur parallele Geraden (wie bei "Geraden-Fläche") würden Eigenschaft Plotter nicht zeigen (eher die eines Tintenstrahldruckers) E optional, würde geradliniges Abarbeiten durch Maschine sichtbar machen F wegen A und C Kugelschreiber mit Tinte G 1 Strichstärke, 1 Force, 1 Speed
Selbstbildnis, sich auflösend, Tusche auf Papier (mz), jeweils 29,7 x 42 cm, 30
Selbstbildnis, sich auflösend, Tusche auf Papier (mz), jeweils 29,7 x 42 cm, 30
Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor bei 90 cm Breite: 84 cm Druckbereich Plotter Plotter = 82 cm (zur Sicherheit) = 1 cm Überhang je Seite 82 x 82 cm für 80 x 80 cm Ergebnis = 1 cm Überhang bei aktueller Skalierung: geradenAbstand=0.3; (eine dicke Gerade aus drei Geraden nebeneinander) Selbstbildnis, sich auflösend, Tusche auf Papier (mz), jeweils 29,7 x 42 cm, 30 prae_aufloesung_m.jpg 1 Rollen säubern, Flecken auf Papier versuchen mit Radiergummi zu entfernen 2 Papier zuvor beschweren und längere Zeit ruhen lassen (1 Stunde) 3 Zeichenfläche auf 82 x 82 cm ändern (erste links, zweite mittig, dritte rechts) 4 (optional) Fläche bei Plotter ebenfalls manuell auf 82 x 82 cm ändern mit Pfeiltasten, danach Knopf "Origin" lange drücken da dickes Papier ruhig hohe Force für Rillenbildung Informationen außerhalb Zeichenfläche entfernen: während Radiergummi Shift-Taste drücken = geradlinig Start Blatt 1/3 mit 350 gf und 50 m/s zeichnet Linien doppelt Warum? Amseln fragen, damit bei Folgeblätter selbes Verfahren) Patrone nach der Hälfte aufgebraucht, Blatt morgen neu plotten
Ergebnis Plotterzeichnung, AV-Labor
Ergebnis Plotterzeichnung, AV-Labor
Eadweard Muybridge Eadweard Muybridge Eadweard Muybridge (1830 - 1904, britischer Fotograf, Pionier der Fototechnik) Reihenfotografien und Serienaufnahmen mit Studien menschlicher/tierischer Bewegungsablauf Geradenbild Geradenbild 3 mal 80 x 80 x 3 cm Holzkörper für Bildgröße 240 x 80 cm (90 EUR) + Papier 300 g/m² (30 EUR) + Tusche (15 EUR) + Sprühkleber + Fixierspray + Lack + Aufhängung = 160 EUR Materialausgabe Werkstatt AV-Labor 1 mit 350 gf in transparente Platte geritzt, erfolgreich (sehr feine Rillen, eventuell durch doppelte Geraden verdicken) da Platte transparent plötzlicher Abbruch Plotter Plotter (Material nicht erkannt) unter Platte Papier geklebt, damit Fläche erkannt wird 2 großer Test Plotterzeichnung auf günstigem Papier Ergebnis Plotterzeichnung, AV-Labor plotter_tod-k.jpg Papiergröße 120 x 50 cm (genutzt 110 x 35 cm) Start 13:10 mit vollem Tank (20/20), 120 gf, 50 cm/s längeres Papier wegen Laufrichtung nicht möglich (außer ich bezahle die volle Papierbreite) nächstes Mal Papier erst einmal plan legen, damit es sich während Plottvorgang weniger einrollt nachfragen ob Abarbeiten der Daten beeinflusst werden kann, denn er müsste eigentlich das Blatt nicht ständig vertikal hin und her bewegen Ende 14:50 (100 Minuten) mit Tankfüllung 12/20 (rund 1/2) zu 1 umsetzen statt wie bei Totenschädel Totenmaske -Collagen Geradenbild auf Folie drucken: auf Platte ritzen und mit Abstand zum Hintergrundfoto im Bilderrahmen befestigen (Geraden leuchten bei Lichteinfall) Platte maximal 40 x 60 cm (schneiden auf 40 x 50 cm) "Schutzspray" oder ähnliches finden für Acrylscheiben (wegen Kratzanfälligkeit) Ergebnis geritzte Geraden (zwei Motive) Gespräch mit Mitarbeiterin über Motiv des Schlafenden, Geraden, der Maschine als erweiterte Hand, der Computer und Übergabe von Verantwortung Nils Klinger Max Klinger , Die Schlafenden Test für 240 x 80 cm (dreimal 80 x 80 cm Holzkörper)
Geradenbild Geradenbild erste Tests im Hochdruckverfahren erster Testdruck auf Pappe, Geraden leicht erkennbar, wie im Nebel zweiter Testdruck auf Papier , dritter Testdruck (komische Bläschen) Rabenformation (mz) auf 25 x 25 x 3 cm Holzkörper geklebt und lackiert umsetzen großformatige Plotterzeichnungen auf Holzkörper aufziehen und mit Klarlack schmutzabweisend machen 120 x 180 cm mit Holzkörper 60 x 60 x 3 cm, 6 Stück dadurch stabil, transportfähig und leicht aufzuhängen Arbeiten "mit Geraden gefülltes Rechteck" auf 80 x 100 cm Holzkörper ziehen (mit Papier 300 g/m² vom AV-Labor) noch Fusselproblem bei Lackierung lösen
mit Geraden gefülltes Rechteck, Tusche auf Papier (mz), 42 x 29,7 cm, 30
mit Geraden gefülltes Rechteck, Tusche auf Papier (mz), 42 x 29,7 cm, 30
Standpunkt Es wird Zeit, dass ich mich - nachdem ich mir nun durch viel Spielerei die Technik bzw. die Möglichkeiten, die der Plotter Plotter in Verbindung mit den Geraden bietet, aneignete (zumindest teilweise) - einem speziellen Thema, einer eindeutigen Idee widme. Es spricht nichts dagegen, zwischendurch kleine Einfälle auszuprobieren. Durch das zuerst oberflächliche Experimentieren kann immer etwas Großes, etwas Neues entstehen. Es gibt zwei Richtungen die ich einschlagen kann. Entweder arbeite ich weiter mit dem gegenstandslosem Motiv (losgelöst von Natur und realem Gegenstand, wie zum Beispiel geometrische Form oder großflächig monotone Plotterzeichnungen). Oder ich arbeite an der Idee, dass alleine die Gerade alles was prinzipiell darstellbar ist, darstellen kann. Von Weitem betrachtet - je nach Abstraktionsgrad - realistisch, von Nahem die Auflösung im Beliebigen, im Gleichen, zeigend (mein dann eigentliches Thema). Anstatt mich mit dem Motiv (ob geometrische Form oder Abbildung der Wirklichkeit) auseinanderzusetzen, gibt es natürlich noch die Möglichkeit die Technik an sich in den Fokus zu rücken. Da würde die Frage lauten: Was ist das besondere an Plotterzeichnungen? Was sind die Unterschiede zu anderen Druckmethoden? Die Eigenschaften der Stifte sowie des Untergrunds werden analysiert (der Punkt beim Aufdrücken auf das Papier, die Dicke der Linie, das leicht gewellte Papier, zerfetzte Stellen bei zuviel gezeichneten Geraden). Hauptsächlich ginge es hier um das Material an sich, die Grenzen des verwendeten Materials. Um Fehlbarkeit in der maschinellen Produktion sowie um Verschleißerscheinungen. Mich reizen vor allem die letzten beiden Ansätze. Das Spiel mit geometrischer Form ist interessant (und kann schön minimalistisch ausschauen), aber mit dem Formelverständnis ist's nicht so weit bei mir. Die letzten geometrischen Plotterzeichnungen sind zum Beispiel nicht mithilfe von Formeln entstanden sondern durch zuvor erstellte Bilddateien. Das Skript musste nur noch Punkt für Punkt durchgehen und die Geraden erzeugen. Am zweiten Ansatz (erkennbare Motive) gefällt mir vor allem die gedankliche Ebene. Alles Stoffliche - von Nahem betrachtet - besteht aus den selben Bausteinen (was auch immer die kleinste Einheit ist, es muss sie doch geben, oder?). Die Grenzen zwischen Leere und Objekt sowie Objekt und Objekt sind nicht scharf. Aber auch die Bewegung im Bild ist wichtiger Bestandteil dieses Ansatzes. Ein Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt war zum Beispiel so detailliert gezeichnet, dass es schon wieder langweilig ausschaute. Porträts, die hingegen Details ausließen und lange wahllos plaziert wirkende Geraden das Bild durchquerten, sind spannungsgeladen. Sie sind in Bewegung. Und vor allem: Nicht eindeutig. Jeder Betrachter wird eine Geste entdecken können, die vielleicht von anderen nie gesehen werden wird. Das ist wie bei Wolkenformationen. Unser Fantasievermögen kreiert in ihnen Gestalten. Sie kommen und gehen. Bei diesen Bildern wäre allerdings noch folgende Frage zu klären: Was für Motive sind dafür geeignet? Nur Porträts plotten würde auf die Dauer langweilig werden. Auf der anderen Seite sollte ich nicht zu beliebig in der Motivwahl werden. Es würden ein paar Motive reichen, bei denen ich - in Serien - der kleinsten Einheit auf den Grund gehen könnte. Zwei weitere Fragen, die mir dabei einfallen: Ab welchem Abstraktionsgrad (zufälligere Gradzahlen, längere Geraden) ist eine Geste nicht mehr ersichtlich? Wo fängt das Chaos Chaos an? Der dritte Ansatz (das Plotten an sich in den Vordergrund zu stellen) dürfte sehr abstrakte Arbeiten erzeugen. Großflächige mit Tinte gefüllte Bilder. Monoton und dennoch immer wieder durch sich einschleichende Fehler und der Beschaffenheit des Materials wegen einzigartig. Einen Versuch ist's wert. Werde heute eventuell nur horizontale Geraden plotten. Eine Serie an flächigen Arbeiten, die sich auf den ersten Blick gleichen, auf den zweiten jedoch kleinste Unterschiede vorweisen. So oder so möchte ich aus dem grafischen Bereich hin zur "malerischen Geste". Heißt: weniger freie Fläche, mehr Geraden, die eine Bewegung verdeutlichen sowie das Hinzuziehen von Ebenen (durch unterschiedliche Farbstifte oder durch Verschleierung zuvor geplotteter Ebenen mittels verdünnter Farbe). Oder vor dem Plottvorgang das Papier mit Aquarellfarbe einfärben, sodass die Geraden wie aus einer Wolke zu treten scheinen. Eventuell sollte ich - auch wegen begrenztem Zugang zum AV-Labor - nach einigen weiteren Testdrucken ein Einzelgespräch mit dem Dozenten anvisieren, wo ich diesen Text sowie die letzten Testdrucke vorstellen könnte, um das weitere Vorgehen etwas strukturierter zu planen. Wade Guyton Wade Guyton (siehe 11.4.2014, 9.7.2014) wegen "malerischer Geste" bei Nutzung von grafischen Techniken beschäftigt sich mit Formenrepertoire der Moderne von Bauhaus Bauhaus , Konstruktivismus Konstruktivismus , Minimalismus Minimalismus , Konzeptkunst Konzeptkunst und Appropriation Art Appropriation Art seit 2005 arbeit mit Leinwand / mit Computer erzeugte abstrakte Gemälde schwarze, monochrome Gemälde Arbeitsgerät = Tintenstrahldrucker Motive am Computer konzipiert, über Arbeitsgerät Tintenstrahldrucker auf Leinwand gebracht kalkulierter Zufall Zufall : Fehlerquellen (u. a. maschinenfremder Druckuntergrund, Dosierung Menge der Farbzugabe, Rütteln und Ziehen am Material während Druckvorgang) es entstehen Schlieren, Tropfen, Verzerrungen und Verschiebungen seriell angelegte Vorlage => originäres Objekt Zusammenwirken Digitales und Manuelles / Händisches und Maschinelles Ergebnis besitzt malerische Qualitäten, obwohl Herstellungsprozess durch mechanischen Prozess bestimmt (Anspruch auf Originalität jedoch aufgegeben) Geradenbild Geradenbild (gestern: Totenschädel Totenmaske -Collage Collage von Käufer abgeholt) Werkstatt AV-Labor Blatt 1-4: Force 140 gf und Speed 20 cm/s (jeweils zwei mit vielen Druckfehlern, da zu geringer Druck) mit Geraden gefülltes Rechteck, Tusche auf Papier (mz), 42 x 29,7 cm, 30 prae_geradenflaeche2_m.jpg eine Plotterzeichnung dauert bei Speed 20 cm/s 1/2 h (Blatt 5 und 6) Force 200 gf (sehr schwarz, dafür leicht gewellt) (Blatt 7) Force 170 gf (am Schluß sehr geringer Tintenauftrag, eventuell verstopft?) (Blatt 8) Force 200 gf und Speed 40 cm/s (Blatt 9) Force 220 gf und Speed 80 cm/s (Blatt 10) Force 250 gf und Speed 85 cm/s (max)
Baum im virtuellen Raum
Baum im virtuellen Raum
Ganzkörperporträt, Rückansicht, sich streckend, Tusche auf Papier (mz), 29,7 x 42 cm, 30
Ganzkörperporträt, Rückansicht, sich streckend, Tusche auf Papier (mz), 29,7 x 42 cm, 30
Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor weiteres Meerbild (mit blauen Geraden als Himmel) geplottet Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt , streckend geplottet Baum im Mondschein Baum im virtuellen Raum prae_baum-k.jpg eine Mitarbeiterin wieder angenervt von Plottergeräuschen (stöhnt, anstatt es verbal zu äußern!) umsetzen (mit Notizen von übermorgen) nächstes Mal: 1 Serie / Entwicklung im Objekt plotten (auf A3 oder mehrere Einzelbilder) Geraden entfremden sich (erstes Bild mit horizontalen Geraden, letztes Bild mit frei herumschwirrenden Geraden) mindestens drei Ergebnisse (mit unterschiedlicher Entwicklung) 2 horizontale Geraden, zwei Geradenflächen nebeneinander auf Blatt mindestens drei Blätter (jede Geradenfläche besitzt trotz selber Dateninformation Eigenheiten) (zukünftig umsetzen auf 140 x 120 cm) 3 einmal Wolkenbild plotten mit schwarzem Kugelschreiber auf schwarzem Tonpapier 4 einmal Wolkenbild mit drei parallelen Geraden je Einheit 5 einmal Akt Akt , Treppe hinaufsteigend (Vorbild Serienaufnahmen von Eadweard Muybridge Eadweard Muybridge ) Ganzkörperporträt, Rückansicht, sich streckend, Tusche auf Papier (mz), 29,7 x 42 cm, 30 prae_ganzkoerper2_m.jpg eventuell mit drei parallelen Geraden je Einheit
Schaulager Basel, Emanuel Hoffmann-Stiftung
Schaulager Basel, Emanuel Hoffmann-Stiftung
Verre, bouteille, paquet de tabac, 1922, Picasso
Verre, bouteille, paquet de tabac, 1922, Picasso
T-Shirt-Druck "Ich bin nicht arrogant. Ich sehe nur gut aus." Ausstellung Future Present Schaulager Basel, Emanuel Hoffmann-Stiftung schaulager.jpg Verre, bouteille, paquet de tabac, 1922, Picasso Pablo Picasso verre-k.jpg umsetzen Fläche auf Papier vorm Plotten farbig einfärben (Meerbild vielleicht mit blauem Quadrat) Beispiel Aquarelle, 1924, Joan Miró Führung durch Ausstellung Piet Mondrian Piet Mondrian / "Konzeptatelier": Einrichtung / Gestaltung Atelier war Teil der Arbeiten umsetzen mit Wachsstiften Papier füllen und mit Plotter Plotter Geraden ohne Tusche reinritzen Max Ernst Max Ernst , Piet Mondrian, Dieter Roth Dieter Roth (Selbstturm, Löwentum wäre nach Anmeldung besuchbar) Roth "Das Meer, 1. Teil" (Schokolade und Schrift auf Papierbändchen) Cindy Sherman Cindy Sherman / Spannungsverhältnis zwischen zugeschriebener Rolle, dem "Blick der Anderen" und dem Selbst Katharina Fritsch Katharina Fritsch "Rattenkönig": sechszehn riesige identische pechschwarze Ratten, angriffslustig, Schwänze zu Knoten formiert (Naturphänomen bei Ratten, können sich dann nicht mehr befreien, Großstadt New York versinnbildlicht) (beim nächsten Basel-Besuch wieder aufsuchen)
geometrische Spiele
geometrische Spiele
Totenschädel und Selbstporträt vereint
Totenschädel und Selbstporträt vereint
o. T. Geradenbild Geradenbild schwarzen Tuschestift Stärke 0,2 mm für Plotterzeichnungen bestellt Skript für Idee von gestern programmiert Skript baut auf Visualität (png-Bilder), nicht auf mathematische Formeln geometrische Spiele geometrischespiele2-k.jpg beliebig viele Schwarzweiß-Motive können in einem Bild vereint werden Abstand ist variabel (je nach Dicke der Stifte und gewolltem Effekt) Totenschädel Totenmaske und Selbstporträt Selstbildnis vereint ichundtod-k.jpg Hausarbeit eventuelles Überthema: "Das Umfeld, in dem Kunst gezeigt wird, ist Ausgangsmaterial und Thema der Kunst." Abschnitt A Objet trouvé wenn Gegenstand der Alltagswelt 1 als Kunst-Objekt behandelt wird 2 in künstlerische Aktionen integriert wird Dadaisten Dadaismus : Abfallprodukte, Gebrauchsgegenstände, Fundgegenstände in Collagen (fest zusammengefügt) und Montagen (zusammengesetzt, wie bei Installationen) integriert Surrealisten Surrealismus : griffen ebenfalls auf solche Praktiken zurück sprachen Objekten unter Umständen magische oder unterbewusste Bedeutungen zu im Gegensatz zum Readymade Ready-made werden Artefakte symbolisch aufgeladen "found footage" im Film bezieht sich auf Kunst-Konzepte des Objet trouvé Beispiel: alltägliches Bildmaterial (wie Fernsehmaterial) wird verarbeitet Abschnitt B Christian Marclay ursprünglich vom Fluxus Fluxus inspiriert erforscht die gemeinsamen Muster von Ton, Fotografie, Video und Filmkunst gehört zu Miterfindern des Turntablism Performances: benutzt Schallplatten und andere Tonträger manipuliert, verformt, zerstört sie, um Soundeffekte wie Endlosschleifen zu erzielen Abschnitt C Turntablism Manipulation von Schallplatten mit einem Plattenspieler Töne der Schallplatte werden so in neuen Kontext zusammengesetzt Beispiel "Funky Turntablism", DJ ANGELO Ausgangsmaterial sind Schallplatten Abschnitt D Unterschied zu Dullaarts YouTube-Arbeiten bei Turntablism wird mit Information, die ein Medium transportieren soll, gearbeitet Medium ist lediglich notwendig, um Neues zu schaffen, nicht Thema der Arbeit Dullaart: nimmt sich des Mediums selber an verfremdet Medium im Medium selbst reinste Form von "Das Medium wird zur Kunst im Medium" Klasse Bildende Kunst interne Präsentation im Bowlingtreff Bowlingtreff Besprechung einiger Arbeiten für mich nicht nachvollziehbar T. getroffen
DAM GALLERY, Berlin
DAM GALLERY, Berlin
RGB-I-013-010-120-255-352, Plotterzeichnung, 2015, Casey Reas
RGB-I-013-010-120-255-352, Plotterzeichnung, 2015, Casey Reas
Carre Blanc, 2015, Plotterzeichnung, Antoine Schmitt
Carre Blanc, 2015, Plotterzeichnung, Antoine Schmitt
Weave 7, 2001, Plotterzeichnung, Roman Verostko
Weave 7, 2001, Plotterzeichnung, Roman Verostko
Ausstellung AESTHETICA DAM GALLERY, Berlin dam-gallery.jpg 50 Jahre computergenerierte Kunst computergenerierte Kunst AESTHETICA bezieht sich auf Publikation von Max Bense, 1965 ("Einführung in die neue Aesthetik") regte erste Ausstellung von algorithmisch generierten Plotterzeichnungen von Georg Nees (* 1926 in Nürnberg, Wegbereiter für Computerkunst und der generativen Grafik) an "Seismoscopes - Abu Hamid Muhammad ibn Muhammad al. Ghazali", 2009, Plotterzeichnung, Raffael Raffaello Sanzio da Urbino Lozano-Hemmer RGB-I-013-010-120-255-352, Plotterzeichnung, 2015, Casey Reas casey-reas-k.jpg notiert Signierung auf geplotterter Zeichnung von Frieder Nake ebenfalls geplottet Signatur von Mark Wilson hz "Maps", 1982, Plotterzeichnung, Peter Beyls Carre Blanc, 2015, Plotterzeichnung, Antoine Schmitt antoine-schmitt-k.jpg "SN-340_20111", 2011, Plotterzeichnung, Hans Dehlinger notiert Unschärfe erzeugt durch mehrfache Wiederholung der Linien (siehe 21.5.) Weave 7, 2001, Plotterzeichnung, Roman Verostko roman-verostko-k.jpg
Prinzenpalais, Oldenburg
Prinzenpalais, Oldenburg
Joannesschüssel, um 1500/10, Öl auf Eichenholz, Aelbert Bouts (15./16. Jahrhundert)
Joannesschüssel, um 1500/10, Öl auf Eichenholz, Aelbert Bouts (15./16. Jahrhundert)
1976, Corten-Stahl, Peter Bonnen
1976, Corten-Stahl, Peter Bonnen
Aufgestützter Kopf mit Zopf, 1986, Jossi Ben Jehoschua Blumenberg
Aufgestützter Kopf mit Zopf, 1986, Jossi Ben Jehoschua Blumenberg
Schmaler Kopf, um 1970, Kalkstein mit Zwirnfäden, Michael Croissant
Schmaler Kopf, um 1970, Kalkstein mit Zwirnfäden, Michael Croissant
Die Ziege, um 1895, Fritz Mackensen
Die Ziege, um 1895, Fritz Mackensen
Ausstellung Sammlung Galerie Alte Meister, Prinzenpalais, Oldenburg Prinzenpalais, Oldenburg prinzenpalais.jpg "Antikisierendes Porträt eines Mannes", 2. Hälfte 16. Jahrhundert, Bronze auf Marmorsockel fliegende Vögel und anderes Getier Joannesschüssel, um 1500/10, Öl auf Eichenholz, Aelbert Bouts (15./16. Jahrhundert) johannesschuessel-k.jpg notiert Was muss (neben Johannes oder Essen) zwingend auf einen Teller? draufmalen mit Porzellan-Malfarben oder Rotring-Stift für feine Linien "Kriechtiere und Insekten", um 1730[?], Karl Wilhelm de Hamilton (17./18. Jahrhundert) notiert Stilleben Stillleben aus Geraden als Serie / Geradenkompositionen mit Schatten auf Papier? auf Leinwand (Geraden mit Klebestreifen abkleben) Schwarz auf Schwarz / Weiß auf Weiß / Schwarz auf Weiß / Weiß auf Schwarz mit "erhabenen" Geraden (draufgezeichnet) und "ausgelassenen" Geraden (durch Klebestreifen abgedeckter Bereich) bewusst[?] unvollendet unvollendet gelassen: "Die Volskerberge von Civitelle aus", 1837, Ernst Wilhelm Dietrich Willers (19. Jahrhundert) Ausstellung Sammlung Galerie Neue Meister, Prinzenpalais, Oldenburg deutscher Impressionismus Impressionismus und Expressionismus Expressionismus der Brücke-Maler (arbeiteten u. a. in Dangast am Jadebusen) Franz Radziwill (1895 - 1983, Dangaster Maler) ("Neue Sachlichkeit" / "Magischer Realismus") "Das Fest", 1957, Fritz Winter (20. Jahrhundert) 1976, Corten-Stahl, Peter Bonnen quadratlinien-k.jpg notiert Kubus mit reingeritzte Geraden Kubus ("Welt-System") mit Geraden "durchlöchert" "Flügelskulptur I, 1964, Bronze, E. R. (Eva Renée) Nele (Ausschnitt) Aufgestützter Kopf mit Zopf, 1986, Jossi Ben Jehoschua Blumenberg aufgestuetzer-kopf-k.jpg notiert Kopf, aufgestützt, aus kleinen Holzstangen (verspiegelt) bilden notiert Geraden durch Linse / gekrümten Spiegel Spiegelbild fotografieren = gekrümmte gerade Gerade Schmaler Kopf, um 1970, Kalkstein mit Zwirnfäden, Michael Croissant Michael Croissant schmaler-kopf-k.jpg notiert mit Styroporkopf (weiß) ausprobieren mit u. a. wilden Garnlinien "Wiesen-Fuchsschwanz / Alopecurus pratensis", 2013/2015, Cornelia Genschow Die Ziege, um 1895, Fritz Mackensen fritz-mackensen-k.jpg notiert mit Processing ausprobieren: Bild wie "Die Ziege" mit Geraden zeichnen 1) Bild mit in eine Richtung verlaufenden Geraden gefüllt 2) durch Mausklicks wird Geradenwinkel im Bereich um Maus leicht verändert, dadurch langsam Motive sichtbar 3) mit Plotter Plotter und mehreren Durchläufen auch mit farbigen / hervorstechenden Linien möglich "Jüngling I", 1901, Bronze, George Minne notiert "Jüngling I" mit Geraden umsetzen (aber meinen Körper als Vorlage!) Kunstgeschichte Impressionismus Ende des 19. Jahrhundert zunächst in Frankreich durchsetzende Reaktion auf herkömmliche Akademie- und Ateliermalerei Ateliermalerei Ateliermalerei: unnatürlicher Beleuchtung, daher dunkle Palette in Historien und Genrebilder / Überbetonung des Inhaltlichen Impressionisten nahmen Natur als farbige Erscheinung wahr, versuchten fortlaufendes sinnliches Ereignis festzuhalten Gegenstände nicht nah Beschaffenheit nach gemalt, sondern wie im Augenblick erlebt wurde bevorzugten Malerei vor dem Motiv helle Sonnenlicht führte zu starker Aufhellung der Palette und zu farbigen Auflösung der Schatten 30 Jahre später etablierte sich Impressionismus auch im Deutschen Kaiserreich Brücke-Expressionismus 1907 bis 1912 hielten sich in Sommermonaten Brücke-Künstler Karl Schmidt-Rottluff Karl Schmidt-Rottluff , Erich Heckel Erich Heckel , Max Pechstein in Dangast auf Hinwendung zur Landschaftsmalerei: Studienbesuche an der Nordsee 1. Ausstellung 1908 im Oldenburger Augusteum traf überwiegend auf Unverständnis beim Publikum Primärfarben Rot, Gelb und Blau in Verwendung sowie Farben 2. Ordnung (Grün, Orange, Violett) in reiner Beschaffenheit ohne Aufhellung oder Abdunklung nutzten Komplementärkontraste Rot-Grün, Blau-Orange, Gelb-Violett, um Wirkung der Farben zu steigern [?] Loslösung von Lokalfarbe Holzstock für Plakate KG. Brücke, Weißtanne, 1908/09 Holzstock-Rückseite zur Stabilisierung mit 2 Querstreben versehen notiert Informationstäfelchen erstellen und ausstellen mit Text a la: "Informationstäfelchen, Friedrich Fröhlich, 30, 15 x 10 cm, Druck auf Papier" Ausstellung Robert Elfgen Oldenburger Kunstverein
on se promène?, installative Wandarbeit, Vera Molnar
on se promène?, installative Wandarbeit, Vera Molnar
Kunsthaus Zürich
Kunsthaus Zürich
Raum ohne Titel (Chamer Raum), 1991, Peter Fischli, David Weiß
Raum ohne Titel (Chamer Raum), 1991, Peter Fischli, David Weiß
Ausstellung Vera Molnar Vera Molnar Museum Haus Konstruktiv, Zürich on se promène?, installative Wandarbeit, Vera Molnar vera-molnar-k.jpg (ursprüngliche Arbeit auf Papier, 1988) Vera Molnar (* 1924 in Budapest, lebt seit 1974 in Paris) konstruktiv-konkrete Kunst Konkrete Kunst / Computerkunst computergenerierte Kunst notiert Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt besuchen u. a. frühe Handzeichnungen und Plotterzeichnungen der 1960er Interesse an abstrakter und konkreter Kunst, u. a. El Lissitzky El Lissitzky , Kasimir Malewitsch Kasimir Malewitsch , Piet Mondrian Piet Mondrian "Hommagen": Arbeiten, Inspirationsquellen wie gewidmet (u. a. Albrecht Dürer Albrecht Dürer , Kasimir Malewitsch, Paul Klee Paul Klee ) arbeit mit einfachen geometrischen Formen wie Quadrat oder Kreis mittels Verschiebungen, Verzerrungen, Überlagerungen derangiert und dekomponiert arbeitet in Serien Bilder nach selbst erdachten Algorithmen entworfen "Um meine Forschungsserien wirklich systematisch zu verarbeiten, verwendete ich zunächst eine Technik, die ich 'Machine imaginaire' nannte. Ich stellte mir vor, ich hätte einen Computer. Ich entwarf ein Programm, und dann, Schritt für Schritt, realisierte ich einfache, begrenzte Serien, die aber in sich geschlossen waren, also keine einzige Formkombination ausliessen." Programmiersprache Fortran erlernt Resultat anfangs nicht sofort sichtbar, erst über Plotter Plotter einige Stunden später "Diese Maschine, so beeindruckend sie ist, ist doch nur ein Instrument in der Hand des Malers. Ich benutze den Computer, um Foren miteinander zu kombinieren … (Der) Computer hilft, aber er 'macht', er 'gestaltet', er 'erfindet' nichts." Zufallsgenerator hinzugenommen, um strenges Ordnungssystem zu durchbrechen / Störungen Wissenschaft Ausstellung QUANTUM OF DISORDER festgelegte Ordnungs- und Gestaltungssysteme / das Bestimmen von Algorithmen und Parametern, die Formen generieren oder Funktionen in Gang setzen Wechselspiel von Ordnung und Unordnung, System und Abweichung Attila Csörgő (* 1965, polnische Künstlerin) Ausstellung Sammlung Kunsthaus Zürich kunsthaus-zuerich-k.jpg Raum ohne Titel (Chamer Raum), 1991, Peter Fischli Peter Fischli , David Weiß chamer-raum-k.jpg Eselskopf (Titania liebkost Zettel mit dem Eselkopf), 1793/94, Heinrich Funli Bildnis Gottfried Keller, 1886, Karl Steiner-Bern (nur Gesicht detailliert, Rest Andeutung) Die Wahrheit I, 1902, Ferdinand Hodler Jüngling vom Weibe bewundert, 1903, Ferdinand Hodler Das eherne Zeitalter, 1875/76, Rodin Auguste Rodin (männliches Glied von grinsendem Kind angefasst, "Don't touch!")
Porträt (hz), Nr. 1 und 2 (von 3), jeweils 42 x 42 cm
Porträt (hz), Nr. 1 und 2 (von 3), jeweils 42 x 42 cm
(mit Notizen der vergangenen Tage) Firma TBNetz angerufen, wegen Test großer Plotterdateien / "Hallo Herr Fröhlich, wir haben es mal getestet. […] Rufen sie mal bei Gelegenheit durch." Übertragung dauerte 1/2 h (je nach Rechnerleistung) anderer Stiftkopf = mit 3D-Drucker neue Stiftfassung herstellen E-Mail an Ohme wegen Programm "RLinienTorus" (schaut schon sehr zufällig aus) Besuch von Interessent Geradenbild Geradenbild Rapidograph mit Linienbreite 0,25 mm kaufen Geradenbild Porträt (hz), Nr. 1 und 2 (von 3), jeweils 42 x 42 cm hz2-k.jpg Kohlepapier (Durchschreibepapier) für Schreibmaschinen gekauft Kohlepapier zwischen Porträt und leerem Blatt gelegt, abgezeichnet mit Knetradiergummi kleinere Flecken entfernt
(mit Notizen vom Vortag) Geradenbild Geradenbild Geradenbilder 1-5, 1-6 und 1-7 (hz) beendet 10 Stück geplant (Anordnung 3 x 3 + 1) HGB-Plotter Plotter aufgesucht / selbes Motiv mit Maschine umsetzen (70 x 70 cm, oben auslaufend) Raum verschlossen Geradenbild Porträt (hz) Geradenbild in 5 Versionen (Sortierung nach Größe der Geraden) auf 4 x A4 ausgedruckt einzeln betrachtet, Geraden mehr oder weniger nach Vorlage abgezeichnet hz-geraden2-k.jpg E-Mail von Mark Auflistung möglicher Probleme 1 Versicherung: A Wer haftet, wenn das Gerät, unbeaufsichtigt in der Nacht, einen Brand auslöst? B Plotter wäre nicht versichert wenn gestohlen oder beschädigt, kann Schule nicht haften 2 Stromkosten: von Schule getragen, obwohl es sich um privates studentisches Gerät handelt Vorschlag Mark als Alternative: Plotter für Klasse kaufen ihm morgen Unterlagen zu möglichen Geräten zusenden (Firma, Typ, Preis etc.) Bilder vom Büro in Klassenraum gestellt (vorsichtige versöhnende Annäherungsversuche mit Dozenten) neues Porträt (hz) jede zehnte Linie dicker ausdrucken (strukturierende Linien) Endpunkte durchstechen (mit Abtasten bereits gestochene Punkte erkennbar) Löcher verbinden zukünftig: wichtige Linien nach Vorlage zeichnen, Schwerpunkte herausarbeiten Standpunkt Bei den handgezeichneten Geradenbildern komme ich immer wieder in Versuchung die Geraden in Richtung der natürlichen Form zu zeichnen (intuitive Handlung). Das macht die Ergebnisse voraussehbar und damit langweilig. Dabei sollte nur die Häufigkeit des Aufkommens von Geraden sowie die Gradzahl die Umrisse des Gezeichneten verdeutlichen. Nur so kann der Abstraktionsgrad beibehalten und die besondere - meiner Meinung nach nicht durch bloße menschliche Hand erzeugbare - Ausrichtung der Geraden beibehalten werden. Evtl. werde ich nach einigen Versuchen einsehen müssen, dass nur der klaren Regeln unterworfene Computer meine Vorstellung von Geradenbildern umsetzen kann (ein Grund mehr einen Plotter zu kaufen). Weiterhin ist es wichtig Handschuhe zu tragen, damit meine mit Tusche schwarz gewordenen Finger keine störenden Abdrücke hinterlassen. Dass das mit Tinte verschmierte Lineal Spuren hinterlässt, stört mich nicht bzw. verdeutlicht geradezu den etwas aufwendigeren Schaffensprozess. 1 x Daumennagellänge Alkohol Whisky
Geradenbild 1-1 (hz), 40 x 40 cm
Geradenbild 1-1 (hz), 40 x 40 cm
Geradenbild Geradenbild handgezeichnetes Geradenbild beendet (40 x 40 cm), neues angefangen Geradenbild 1-1 (hz), 40 x 40 cm geradenbild-hz1-k.jpg geplottete Bilder mit "(maschinengezeichnet)"/"(mz)" kennzeichnen Roland CAMM-1 GS-24 Arbeitsbreite: 58,4 cm (70 cm Papierbreite) für 100 x 70 cm Bilder geeignet für größere Formate AV-Labor nutzen (eher selten) auch Rissbilder möglich (350 g Anpressdruck) für Wohnung zu laut / eventuell im Klassenraum lagern (E-Mail an Mark geschrieben) durch Plotterkauf viele Tests möglich / nicht auf Öffnungszeiten AV-Labor und Mitbenutzer angewiesen / auch in Semesterferien nutzbar HGB Rundgang HGB Rundgang 2015 Aufsicht Klassenraum Tischchen mit Infoblättern steht vor Waschbecken / vor meiner Arbeit weggestellt Kommentar zu eingerahmten Konzertkarten: "Ich war auch da, aber [habe keine Kunst draus gemacht] […] Voll krass." beliebte Geste von Geradenbild-Betrachtern: mit Hand Luftlinien zeichnen, um Mitbetrachter (gedachte) Entstehung zu erläutern Mann stößt gegen Installation Riesin (über 2 m groß) betrachtet auf optimaler Höhe mein Geradenbild andere Arbeit: "Das ist doch schön" ein Besucher läuft in Raum und zeigt jemanden sofort demonstrativ mit Handgeste das Geradenbild "Das [Kunstwerk] ist über dem Wasserhahn, krass!" Frau stößt gegen Waschbecken "Friedrich Frööööhlich" Kommilitone Kommilitone betrunken Besucher stolpert über Arbeit Frau fotografiert Geradenbild Waldmeister auf Kunst abgestellt
Standpunkt HGB Rundgang HGB Rundgang 2015 Auseinandersetzung mit Dozent Dozent eine Wand im Klassenraum schaut meiner Meinung nach wie "Kindergarten" aus (zu viele unterschiedliche Techniken und Formate) meine Arbeit mittendrin (trotz meiner Kritik an dieser Hängung) Geradenbilder brauchen mehr "kunstfreien" Platz wegen weißer Rahmung wird Umgebung verstärkt mit einbezogen weiterhin sollte - trotz meinem fehlenden Einverständnis - nur 1 der 2 Arbeiten gezeigt werden (Selbstbildnis ohne Tod Sterben ) deshalb Arbeit aus Klassenraum entfernt Kilian verärgert im unteren Flur 2 Wände testweise bespielt flur1-k.jpg Einzelgespräch Mark versteht nicht, warum ich unbedingt beide Arbeiten zusammen zeigen möchte soll auf seine Erfahrung vertrauen fragte, wie alt ich sei seine Lösung: Bild hängt jetzt über Waschbecken-Bereich 4 Collagen entfernt unzufrieden neues Bild geplottet Mitarbeiterin AV-Labor / Kommilitonin Kommilitone angenervt von Plottergeräuschen Geradenbild Geradenbild Ohme-Mail (Torus) beantwortet Geradenbild, wo jede Gerade durch kurze Formel bestimmbar ist, aber für Betrachter wie zufällig hineingeworfen ausschaut überlegen, welche Form geeignet ist (Torus, Kugel, …) Universum = Torus? 1 3/4 x Daumennagellänge Alkohol Whisky (morgen HGB-Urlaub)
Skulptur aus Styropor, Kommilitone
Skulptur aus Styropor, Kommilitone
Vorschau Idee Rahmung (Fotomontage)
Vorschau Idee Rahmung (Fotomontage)
Geradenbild Geradenbild (gestern zwei Bilder zur HGB gebracht) Meerbild geplottet Gedanken zu Folien-/Druck-/Farbtests Standpunkt Einige dieser Bilder entstanden, weil ich sehen wollte, wie sich Papier wellt, wenn nasse Farbe drüber gepinselt wird. Wie Schatten hinter der transparenten Folie erscheinen. An welchen Stellen mit der Zeit wieder die Farbe abblättert. Wie Licht reflektiert wird und natürlich wie die gewählte Farbe mit dem Motiv des Totenschädels korrespondiert. Schon vor dem Besuch der Warhol Andy Warhol -Ausstellung in Chemnitz war für mich der Totenschädel Totenmaske für die Darstellung der eigenen Vergänglichkeit Vergänglichkeit ein beliebtes Motiv. Überraschenderweise hatte Warhol auch mit transparenter Folie experimentiert. In diesem Moment Moment stellte ich fest, dass all die Abbildungen im Internet, in Katalogen und auf Postkarten in keinster Weise die Materialität Materialität einer Arbeit wiedergeben können. Der Pinselstrich, welcher Rillen hinterlässt. Die Folie, die durch Aufdruck Schatten erzeugt. Die deutlich sichtbare Mehrschichtigkeit. All dies fehlt in den endlos vielen Darstellungen und macht jene - für mich zumindestens - langweilig. Jetzt verstehe ich auch, warum ich bisher noch recht wenig mit moderner Kunst anfangen konnte. Ich sah zumeist nur Abbildungen von jenen. Leblos. Auch wenn ich vieles noch nicht verstehe oder überhaupt einer Bedeutung beimessen würde, in Realität werden viele Arbeiten zumindest eines: Lebendig. Bild nur mit Linien geplottet (um herauszufinden, wie lange das Gel hält) Klasse Bildende Kunst Besprechung Arbeiten Kommilitone Kommilitone Skulptur aus Styropor, Kommilitone skulptur-k.jpg Einzelgespräch Mark weniger Arbeiten zeigen; nur die, die mir vollendet erscheinen zum Rundgang im Flur zwei bis vier Arbeiten auf zwei Flächen (nicht drei) im spannenden Verhältnis positionieren (nicht nur nebeneinander, eventuell Bereich über Türen nutzen) Signatur Künstlersignatur (hinten inklusive Datum, Name ausgeschrieben, als Beleg fotografieren und Foto anheften)? 1 Exemplar + Künstlerexemplar (Ausnahme durch bestimmte Themenwahl möglich) Geraden-Selbstbildnis 100 x 70 cm rahmen (heute noch nach Möglichkeiten schauen) Rahmung: weiß oder helles Holz, sehr schlank ohne Abstand zum Rand (kein Passepartout und ähnliches) Abstandshalter 4 mm (wegen Feuchtigkeit) Frage an Fachhandel: Thema Feuchtigkeit; Rückplatte aus Karton oder anderem Material optimaler? Eigenschaften verwendeter Stift zum Plotten herausfinden kleine Foliendruck-Arbeiten (3 Stück) überlegen, wie zu rahmen (auch ohne Passepartout) Selbstbildnis mit Totenschädel 70 x 50 cm Rahmung neu überdenken nach dem Rundgang: überlegen, welches Motiv zwingend notwendig mit dieser Technik gemacht werden muss (Plotter Plotter , Geraden) und umsetzen Fahrt zum Rahmenhersteller Vorschau Idee Rahmung (Fotomontage) testrahmung-k.jpg Ergebnisse: 1 1 x Bilderrahmen 100 x 70 cm, weiß 2 300 g weißes Karton als Platte hinter Bild 3 300 g weißes Karton zum Plotten dadrüber 4 4 x 4 m Holzleisten zwischen Papier und Glas 5 Holzleiste weiß lackieren/matt 6 zur Sicherheit noch 170 g Papier kaufen (vielleicht geht 300 g nicht beim Plotter) 7 mit neuem Kugelschreiber plotten ("dokumentenecht")
4 Arbeiten für HGB-Rundgang gerahmt
4 Arbeiten für HGB-Rundgang gerahmt
HGB Rundgang HGB Rundgang 2015 4 Arbeiten für HGB-Rundgang gerahmt einrahmung1-k.jpg noch Rahmen 100 x 70 cm und 50 x 70 cm (2 Stück), weiße Pappe, Leisten 100 x 0,4 x 0,4 cm, Plotter Plotter -Stifte, Gläser 21 x 29,7 cm (2 Stück), Handschuhe kaufen Vögel-Bilder: einzelne Objekte auf Folie gedruckt, übereinandergelegt Hintergrund: Meerbild aus Geraden statt auf Folie direkt auf Glas drucken (optimal) Datei mit geometrischem Objekt vorbereiten und später plotten eventuell "Katze Ramses beobachtet Wollknäuel" und "Urknall" (schwarzer Rahmen) mit aufnehmen
Ergebnis Plotterdruck
Ergebnis Plotterdruck
Ist das ein Künstler? (Stand 8.1.2015, HGB Treppenaufgang)
Ist das ein Künstler? (Stand 8.1.2015, HGB Treppenaufgang)
(Notiz vom Vortag) Standpunkt Nach einem Schluck Whisky Alkohol fing ich an mit dem Kohlestift einfache Zeichnungen von Ramses Ramses , die neben mir auf dem Bett lag, zu machen. Danach ging ich zur Raumansicht / Flügel über. Gerade habe ich wieder ein Eindruck, die Tätigkeit des Zeichnens füllt mich aus. Die Zeit vergeht, ohne, dass ich es merke würde. Aquarellmalerei oder Gouache möchten noch entdeckt werden. Seit dem Vormittag an einem Ölbild gearbeitet. Ständig den Stil geändert. Jetzt ruht es. Im Raum riecht es nach den Farben. Ramses ist aufgestanden und tapst ins Bad. In ARTE morgen den zweiten Teil von einem Film über Künstler und deren Drogenkonsum ansehen. Alleine schon Whisky schafft es, dass ich aus festgefahrenen Gedankenmustern schlüpfe. Es entsteht Kunst um der Kunst willen L’art pour l’art . Morgen im REWE neuen Whisky kaufen. Geradenbild Geradenbild Totenschädel Totenmaske auf A2 plotten Größe bei 60 x 40 cm (150 dpi): 3543 x 2362 Pixel Force 150, Speed 25 (mehr Speed = noch dünnere "ungenauere" Linien) Ergebnis Plotterdruck ich_totenschaedel_k.jpg Halterung Stifte für schwarzen Kugelschreiber am 3D-Drucker herstellen (Benedikt fragen) mit Pinselstift probieren (unterschiedliche Strichstärken) zwischendurch 4 weitere Stifte gekauft Ist das ein Künstler? (Stand 8.1.2015, HGB Treppenaufgang) istdaseinkuenstler_hgb_k.jpg HGB Rundgang HGB Rundgang 2015 für Rundgang / Klassenthema "Künstler-Positionen" Ausdruck "DERZEIT KEINE AUSSTELLUNG / CURRENTLY NO EXHIBITION" an Klassentür befestigen, abfotografieren und gerahmt / vergrößert im Klassenraum aufhängen keine Position wird zur Position
Klasse Bildende Kunst (Vorbereitung) Thema Haltung / Statement auf ein Ziel gerichtete - durch Werte und Moral begrenzte - Grundhaltung bzw. Denkweise/Gesinnung durch Handlungen, Zielsetzungen, Aussagen und Urteile geäußert Überzeugung: unerschütterliche durch Nachprüfen/Erfahrung gewonnene Meinung Standpunkt kein Bedürfnis auf Äußerung ungerne Menschen mit gesellschaftskritischen / politischen Arbeiten beeinflussen / ändern (Frage der Sinnhaftigkeit dessen) Warum mit künstlerischen Mitteln auf gesellschaftliche Probleme / Missstände hinweisen? Standpunkt Ein Haus meinem gegenüber brannte letzte Woche vollständig aus. Vernichtendes Feuer, dicker Qualm, Gestank. Sirenen, Blaulicht. Schaulustige. Wenig später vergessen. Es wird aufgeräumt, abgeriegelt. Das ausgehungerte Gebäude bleibt. Ein Alkoholkranker schreit, tritt gegen Türen, wird die Treppe hinunter geschubst. Blutet. Immer selbstverschuldet. Werkzeug, Monitore, Rucksack geklaut. Wiederholt Polizei gerufen. Feuerwehr und Krankenwagen herbestellt. Protokoll unterschrieben. In Statistiken eingegangen. Zur Routine geworden. Kann Krieg auch Routine werden? Personengruppe redet aufgeregt über zu erwartende Rentenbezüge. Zwei trinken Bier. nichts zu verarbeiten, kein Krieg, kein Hunger schön eingerichtete Wohnung, dem Konsum Konsum verfallen zufrieden alles möglich (technisch wie thematisch) im Künstlerischen (fast) keine Grenzen durch Gesellschaft gesetzt durch Freiheit innere Protesthaltung nicht "geweckt" kein Trauma keine lebensbedrohliche Naturkatastrophe, keine Geiselnahme, keine Folter, keine Vergewaltigung (was natürlich beruhigend ist) Künstler schaffen sich Themen, um Sinnlücke zu schließen? 100 Künstler = 100 Themen 1.000 Künstler = 1.000 Themen 1 Million Künstler = 1 Million Themen es wird beliebig Künstler schreien nach Aufmerksamkeit Kunst der Aufmerksamkeit wegen? Ich suche das, was mich abseits vom technischen Interesse stundenlang, tagelang, monatelang fesselt, weil mich der Drang nach Äußerung leitet Gibt es das überhaupt? ansonsten bleibt es technische Spielerei Kunst fängt nach einer Krise an, wenn der Mensch Erlebtes verarbeitet Sich selbst verletzen, um Themen zu finden? Oder doch Kunst um der Kunst willen L’art pour l’art schaffen? Beliebigkeit akzeptieren und … einfach tun (mit Gefahr innerer Sinnkrisen) reizbefreites/zufriedenes Leben durch Gewaltakt in Kunst durchbrechen notiert massenhaft stachelige Geraden mittels spitzem Stift auf Papier auftragen erhöhte Druckstärke durchlöchert und zerreißt Papier Plotter Plotter zeichnet sinnlos an gerissenen Stellen weiter Gewalt ohne Stillstand Stillstand
Geradenbild Geradenbild Einzelgespräch Benedikt Pen-Plotter Plotter CutStudio PlugIn für Illustrator PDF mit Illustrator öffnen Datei neu mit A4 Vektordaten kopieren und dort einfügen 3 Rollen zur Stabilisierung Papier FORCE (Druckstärke): 80 g / 120 g für A4 zum Testen weniger Linien Explosionsbilder: mehrere Einzelbilder, im Zentrum insgesamt verdichtet so lange überzeichnen, bis größere Risse entstehen nächster Treff mit schwarzem Kugelschreiber und neuen Testbildern
3 Stoppagen, Duchamp, © Succession Marcel Duchamp / ADAGP
3 Stoppagen, Duchamp, © Succession Marcel Duchamp / ADAGP
Draft Pistons, Fotoserie, 1914, Duchamp
Draft Pistons, Fotoserie, 1914, Duchamp
Shooting Picture, 1961, Niki de Saint Phalle, © The estate of Niki de Saint Phalle
Shooting Picture, 1961, Niki de Saint Phalle, © The estate of Niki de Saint Phalle
Kunstgeschichte Kurs Marcel Duchamp Marcel Duchamp und die Folgen Zufall Zufall bei Duchamp (siehe auch 29.10.2012) ohne kausaler Erklärung, Verzicht auf Erklärung "Was nicht produziert wird, ist immer besser als das, was produziert wird" Kunst ist nicht das, was man sieht "Ich will voller Gedanken und zugleich gedankenlos sein.", Max Stirner These, man sei alleine auf der Welt, alles andere nur Vorstellung das Rationale lässt nichts Unvorhergesehenes zu Natur und Zufall / Wechselwirkung "Das Wort Gesetz ist gegen meine Prinzipien und daher mußte ich den Dingen eine andere Erklärung geben, eine Art Pseudoerklärung." Duchamp'scher Zufall: etwas passiert, was nicht planbar ist Zufall = gültiger Wert zieht diese Form der Wissenschaft vor "fröhliche Physik": Entwurf der Realität, die möglich wird, sobald physikalische und chemische Gesetze gelockert werden "Die Akademie des Flaneurs" sich durch den Raum bewegen für Inspiration Schönheit der Indifferenz Werke mit Bezug zum Zufall 3 Stoppagen, Duchamp, © Succession Marcel Duchamp / ADAGP stoppagen.jpg Glasscheiben (Träger) mit draufgeklebten Streifen Leinwand (Träger der Malerei), darauf Faden hat 1 Meter Fäden von 1 Meter Höhe auf Leinwand fallen lassen, danach fixiert Lineale aus Holz modifiziert mit neuer Linienform der Fäden (Schablonen) gewelltes Lineal (weiterhin 1 Meter) als neue Maßeinheit Netzwerk der Stoppagen, 1914 fixer Punkt, gewellte Lineale angesetzt, Linie gezeichnet, neunmal nummerierte Punkte zwei Aktfiguren von älterer (kubistischer) Arbeit ("young man und girl in spring", 1911 ) als Träger verwendet Verbindung vom männlichen und weiblichen Wesen Stoppagen verbunden, verwissenschaftlicht Draft Pistons, Fotoserie, 1914, Duchamp draftpistons.jpg Stoff mit gepunktetem Muster vor geöffnetem Dachausstieg (Luftzug erzeugt neue Form, fotografisch fixiert) geplanter Zufall "Das große Glas" u. a. 1 drei mögliche durch Wind veränderte "Blicke" in Wolke integriert 2 neunmal mit Spielzeugpistole gegen Glas geschossen, zufällige Positionen markiert und gebohrt Verbindung Junggesellen mit Produktionsstätte Köpfe der neun Junggesellen durch schräg fotografiertes Stoppagen-Netzwerk positioniert (Tiefenstaffelung) Musik Komposition "Erratum Musical", 1913 Noten zufällig aus Hut gezogen Nachbau Cage John Cage über Duchamp: "Für mich war Schach ein Vorwand, um in seiner Nähe zu sein." 15. Jahrhundert: Leonardo da Vinci Leonardo da Vinci : Traktat der Malerei (in Stein und Mauern schon Figuren in sich) 17. Jahrhundert: Florentiner Mosaik (vorgefundene Struktur geordnet zu Motiven) 18. Jahrhundert: Alexander Cozens, Publikation über Landschaftskompositionen, Tintenfleck als AUsgangspunkt 19. Jahrhundert: Aufkommen Klecksografie u. a. Victor Hugo, Justus Kerner durch avantgardistische Künstlergruppen wie Dadaisten Dadaismus oder Surrealisten Surrealismus wird Zufall als Methode schnell wichtiger Bestandteil in Kunst Max Ernst Max Ernst durch Zufall zum Bild gefunden, Entwicklung Kompositionen John Cage notiert Orgelprojekt Halberstadt Halberstadt aufsuchen akzeptiert nicht präexistenten Zufall stellt "Fragen", die Prozess mit unklarem Ausgang auslösen "I Ching" ("Buch der Wandlungen", chinesische Orakelsammlung) Ursprung Ursprung : durch Zufallsoperationen wie Münzwürfe bestimmte Orakeltexte und Handlungsmöglichkeiten ermittelt Point-Drawing-Method (Unebenheiten im Notenpapier eingefärbt, in Noten umgewandelt) "Drip Paintings", Jackson Pollock Jackson Pollock Farbe wird auf Leinwand geschleudert körperliche Bewegung erzeugt "kontrollierten Zufall" (Unschärfe) Shooting Picture, 1961, Niki de Saint Phalle, © The estate of Niki de Saint Phalle shootingpaintings.jpg Niki de Saint Phalle (1930 - 2002, Malerin und Bildhauerin) "Shooting Paintings" bewusste Farbwahl, nur Schießen (und damit Menge Farbe) zufällig Gerhard Richter Gerhard Richter übermalte Fotografien benutzte Privatfotos, wegen u. a. Unschärfe aussortiert Mischung Ölfarbe und Fotopapier einziges Auswahlkriterium = Auswahl Foto Farbtafeln Geradenbild Geradenbild Papier für Pen-Plotter Plotter Aquarellpapier (mit glatten und abgerissenen Rändern), 48 x 62,5 cm für 1,30 EUR Glitzerpapier (Fotopapier), gold / silber, 50 x 70 für 6 EUR unterschiedliche Farbpapier, u. a. gepunktet / sichtbaren Fasern, 50 x 70 für 6 EUR gold / silber Glanzpapier matt/glänzend (Spiegel Spiegelbild ) 4,50 EUR / 6 EUR 3D-Folie (glatt, kleine runde Verzerrungen), 50 x 70 cm für 3,50 EUR Blümchen-/ Punktepapier A4 Farbpapier mit sichtbarer Struktur, 0,20 EUR farbliche Filzplatten 30 x 45 cm für 2,50 EUR Kunstgeschichte Kurs Marcel Duchamp und die Folgen Vortrag Quantenphysik Kosmos / Determinismus Kausalitätstheorie Demokrit: beschreibt Gesamtnatur als riesige Maschine, lückenlos erklärbar / voraussagbar Kant Immanuel Kant : "Alle Veränderungen geschehen nach dem Gesetz der Verknüpfung von Ursache und Wirkung" Determinismus: "keine Freiheit" impliziert, dass sich Welt nur auf eine Weise weiter entwickelt kann weicher Determinismus: ohne Handlungsalternativen (am Ende nur eine möglich), aber Wahl der Handlung frei Zusammenfall freier Wille und Notwendigkeit Libet-Experiment Benjamin Libet (Physiologe), Versuchsreihen 1979 Messung zeitlicher Abstand zwischen Nervenaktivität im Gehirn Gehirn (geht Handbewegung voraus) und erst danach erfolgenden Bewusstwerden Quantentheorie Doppelspaltexperiment / Verschränkung Quanten = natürliches Phänomen (u. a. Verantwortlich für zufälligen Verfall von Atomen) können mehrere Zustände gleichzeitig haben Eigenschaften von Wellen (wie Ausbreitung von Licht) und Teilchen im unscharfen Zustand (Ort und Zustand nicht messbar) Wahrscheinlichkeit Zufall in der Kunst Versuch menschlichen Handlungs- und Bewusstseinsspektrum um einen Faktor zu erweitern außerhalb des menschlichen Vermögens menschlicher Zufall: Überschneidung von Kausalketten Vortrag Marcel Duchamp und die (Para-)Wissenschaft TOM TIT, La Science Amusante Wissenschaft Duchamps: Willkühr und Laune Grundstock pseudo-wissenschaftlicher Aufbau "Das Rad" damals in physikalischen Versuchsanordnungen verwendet (Fliehkräfte demonstriert, mit gerader Gabel) (gedanklich abwesend) Abhängigkeit der Wissenschaft von der Gesellschaftsform Darstellung einer vermeintlich chaotischen Wirklichkeit mit Hilfe mathematischer Modelle auf philosophischer Ebene: Entmystifizierung durch Wissenszuwachs Tom Sachs (* 1966, US-amerikanischer Künstler) Christoph Keller (* 1967, deutscher Künstler) Kurs Warum Denken? Charles Sanders Peirce (1839 - 1914, US-amerikanischer Mathematiker, Philosoph, Logiker) "Exhibiting Reasoning - Zur graphischen Praxis Charles Sanders Peirce", Meyer-Krahmer Zeichnung als Darstellungsmethode im philosophischen Bereich Bedeutung Schriftbild auf Bedeutung von Inhalt Beispiel: ein Gedicht in sechs unterschiedliche Handschriften geschrieben, um Wirkung herauszubekommen Vortrag Zeichenbegriff bei Charles Sanders Peirce Pragmatizismus Erkenntnistheorie Pragma = Handlung Gedanken zu Grundsetzen des Erkennenkönnens Semiotik: Wissenschaft von Zeichensystemen Semiotisches Dreieck: 1 (materielles) Zeichen <=> 2 Objekt, auf das sich Zeichen bezieht <=> 3 Interpretant <=> 1 Zeichen es gibt kein Wissen ohne Repräsentation (Darstellung) "Die Kunst des Räsonierens", aus "Semiotische Schriften" drei verschiedene Geisteszustände 1 Zustand Gefühl (im träumerischen Zustand) 2 Sinn für Reaktion (entsteht durch Unterbrechung von Gefühl durch ein anderes) 3 Geisteszustand Denken drei Weisen, in denen "wir an einem Ding interessiert sein können" 1 primäres Interesse 2 sekundäres Interesse (wegen seiner Reaktion auf andere Dinge) 3 vermitteltes Interesse (insofern es dem Verstand Idee von einem Ding vermittelt) drei Arten von Zeichen 1 Similes oder Ikons dargestellte Dinge werden nachgeahmt (Fotografie) 2 Indikatoren oder Indizes zeigen etwas über Dinge, weil physisch mit ihnen verbunden (wie Wegweiser) 3 Symbole oder allgemeine Zeichen mit ihrer Bedeutung durch ihre Verwendung verknüpft (überfordert) alles ist zeichenhaft abhängig davon, wie es wahrgenommen wird (gedanklich abwesend)
Ausgabe Januar 1973
Ausgabe Januar 1973
Andy Warhol's TV, mit Maura Moynihan, Andy Warhol
Andy Warhol's TV, mit Maura Moynihan, Andy Warhol
TV Fernsehen Interventionen Kurs Televisionen i