× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Hausmeister

großes Selbstbildnis und Eck-Arbeit
großes Selbstbildnis und Eck-Arbeit
Eck-Arbeit angebracht
Eck-Arbeit angebracht
Werkstatt Plastisches Gestalten weiter an Plastik gearbeitet Ausarbeitung von gestern verworfen und neu aufgebaut aktueller Zustand Modell nicht auf gesamten Körper hin bearbeiten sondern nur einzelne Bereiche, wie Rücken, Knie, Arme Diplom Arbeit im Klassenraum 120 x 160 cm Porträt aufgehangen großes Selbstbildnis und Eck-Arbeit klassediplom1-k.jpg nach Einzelgespräch mit Mark noch einmal anders herum rollen Eck-Arbeit angebracht klassediplom2-k.jpg Werkstatt Holzwerkstatt morgen bei Alberti Holzplatte 100 x 80 cm abholen als Vorschau für Einzelgespräch nutzen im Januar dann verhüllte Arbeit herstellen, inklusive Rahmung von Metallwerkstatt bei Hausmeister Hausmeister wegen Hebebühne angefragt für 1.2. - 7.2 reserviert kann am Wochenende also arbeiten Standpunkt Gespräch mit mir verhüllt verhüllt Diplom Arbeit
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Abends. Am Schreibtisch. Rede zum verhüllten Selbstbildnis geprobt. Im Hintergrund erklingt Bach.]
  • Ja! Das verhüllte Selbstbildnis über Eck hat natürlich etwas mit dem Schwarzen Quadrat zu tun.
  • Ich bin da zwiegespalten. Was das Schwarze Quadrat Schwarze Quadrat angeht. Auf der einen Seite ist eben die gedankliche Ebene. Ähm … Die ich … Die mir auch in der Hochschule, in der Hochschulzeit, …
  • [Schlucken.]
  • … vermittelt wurde. Ähm … Es ist am Ende ein … Meisterwerk. Es … äh … wird hochgehalten. Es wird als Anfang gesehen. Und … Auf der anderen Seite habe ich das Schwarze Quadrat … [Sperren: gesehen].
  • In der Schweiz.
  • Und was soll ich sagen? Das war halt ein … eine Arbeit.
  • Das heißt, wie bei der Mona Lisa Mona Lisa höchstwahrscheinlich. Oder was ja bei mir dann auch so war, als ich sie gesehen habe. Es gibt halt dieses gedankliche Konstrukt, in der Kunstgeschichte. W… W… Und es gibt die eigentliche Arbeit!
  • Das selbe wie mit dem Pissoir Marcel Duchamp !
  • In Paris und London gesehen. Hat in Realität eben … Oder … Kann den Erwartungen in Realität gar nicht … ähm … entsprechen.
  • [Schlucken.]
  • So wie es … So wie die Arbeit … ähm … in … in … in … in den Kursen behandelt wurde.
  • [Klick.]
  • Und: Ja. Bei dem Schwarzen Quadrat war das … ähm …
  • [Schlucken.]
  • … in Bezug zu, ich glaube der orthodoxen Kirche. Ähm … Bei einigen meiner Arbeiten habe ich so … Habe ich eine Verbindung … äh … eine religiöse Komponente … ähm … selbst entdeckt. Auch unter anderem nachträglich.
  • Wie zum Beispiel bei dem Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt !
  • Was für mich … äh … wie Adam … äh … ausschaut. Der, anstatt aus Lehm, aus den Geraden, aus dem Urelement, aus dem … ähm … geschaffen wird.
  • Wie auch aber bei den verhüllten Arbeiten. Ähm … Was ja auch im Christentum Gott … ähm … eine große Bedeutung hat. Beziehungsweise im Katholizismus.
  • [Zieht Rotze hoch.]
  • Mehr als im … im … bei den Evangelen.
  • Glaube ich zumindestens. Ich hab's zumindest eher bei den anderen halt entdeckt. Mit der Kreuzverhüllung und so.
  • [Schlucken.]
  • [Aufnahme Ende.]
mit Holzkeilen und Leisten bis zu dieser Höhe Fläche gelegt
mit Holzkeilen und Leisten bis zu dieser Höhe Fläche gelegt
Scheiben aus Ton an Formrand gedrückt
Scheiben aus Ton an Formrand gedrückt
Einguss an Nase
Einguss an Nase
Diplom Theorie Zwischenstand Standpunkt 2 Uhr frühs aufgewacht, Gedanken zu gestrigem Klassentreffen (siehe Aufzeichnung; da mitten in Nacht sehr direkt) Standpunkt Klasse Bildende Kunst Kunstkritik Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Sperren: Unglaublich].
  • Was so als [Sperren: Kunst] …
  • [Klick.]
  • Oder künstlerische Arbeit bezeichnet wird.
  • [Pause.]
  • Da schließe ich mich gerne mit ein.
  • Aber wenn ich so'n … Bei der Klassen…
  • Bei dem Klassentreffen sowas sehe: Leinwand, wo nen paar Farbkleckse sind …
  • Soll nen Tier sein.
  • Aus 'nem Magazin der Kopf ausgeschnitten wurde. Der schon mal fotografiert oder gezeichnet wurde.
  • [Pause.]
  • Das als besonders schön … Oder keine Ahnung was, angesehen wird.
  • Auch vom Professor!
  • Oder 'ne andere …
  • … [Sperren: sogenannte] …
  • … Malerei.
  • Er dann als … ähm … Würde er sich als Maler sehen?
  • … dann [Sperren: bejaht]!
  • [Pause.]
  • Oder eben die eine, die total einfach … gemalt hat. Weil sie halt vielleicht das erste Mal gemalt hat …
  • Was ja auch … dann … gut aussehen kann! Aber das dann als … ähm … Zeichen dafür, dass jemand [Sperren: Maler] ist …
  • Also dass man so einen Begriff nimmt …
  • Irgendwie finde ich das gerade … [Sperren: hammer].
  • Ich würde zum Beispiel bei mir auch nicht sagen, dass ich ein … weiß nicht … ein Zeichner bin. Oder so.
  • Gerade wenn ich das dann auch … auf der Maschine mache. Ich habe einfach nicht das Gefühl, es zu zeichnen.
  • Und auch nicht das Gefühl, es zu [Sperren: können].
  • Und … ähm … Wenn ich zeichne, extrem viele ungeplante, unkontrollierte … ähm … na ja … Handbewegungen … Also die jetzt nicht … ähm … bewusst so gemacht sind, um zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen.
  • Sondern es ist halt ziemlich ungekonnt.
  • [Schlucke.]
  • Und … Da hab ich halt selbst nicht das Gefühl bei mir, dass ich … ähm … ein Handwerk Handwerk beherrsche.
  • Dass ich mich dann damit also Zeichner oder Maler mit nennen könnte.
  • Wa…
  • Überhaupt nicht.
  • Das wäre mir zu einfach.
  • Dann ist's lieber nicht sein …
  • Und da finde ich's jetzt halt krass, was alles da durch geht!
  • Ähm … Und wie gesagt, ich schließe mich damit ein!
  • [Pause.]
  • Oder letztens, wo jemand da halt einfach nen … Zettel von der … Putzkolonne, oder vom Hausmeister Hausmeister , der 'ne WC gesperrt hat, weil die kaputt ist, oder keine Ahnung …
  • Das halt dort abnimmt und dann in den Klassenraum hängt und das wird dann, weiß nicht, zwanzig, dreißig Minuten lang … äh … diskutiert!
  • Ähm … Und … Pfff … Na ja. Und in dem Moment Moment halt total hochgehoben.
  • [Sperren: Das ist bloß ein Ausdruck! Der] …
  • Weiß nicht.
  • Es ist jetzt zumindestens tatsächlich kene Kunst!
  • [Pause.]
  • Das ist jetzt so'n Satz, den Christian gesagt hat.
  • Okay. Das kann ich nicht sagen.
  • Ich … ähm … Das ist halt nichts, was …
  • Na ja. Das ist etwas, was mich daran [Sperren: zweifeln] lässt.
  • An dem … An dem Gehalt.
  • Das habe ich jetzt gestern nicht bei den … sogenannten Malereien gesehen. Und den Zeichnungen.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Nee. Geht gar nicht.]
  • [Pause.]
  • Oder wenn dann so ein Dokumentarfilm gezeigt wird. In der Klasse [Sperren: Bildenden Kunst]. Das ist etwas … Also mir kam's jetzt so vor, als wäre es nur sowas. Pfff. Ich weß nicht, was daran jetze Kunststudium is.
  • [Pause.]
  • Ich muss mich da leider mit reinziehen. Also selbst drinne sehen. Auch mit der Büste Büste jetze.
  • Das Holzding ist ja … ähm … Hat jetzt doch nicht so geklappt. Ich hab's ja immer weiter zurückgebaut.
  • Da bin ich jetzt bei der Gipsbüste wieder. Die auch sehr gut aussieht. Finde ich. [Sperren: Aber] das ist halt nichts, … ähm … [Sperren: Bewusstes]. Also das ich weiß, warum sie jetze … ähm … gut ausschaut. Und dass ich … Und dass ich es [Sperren: verstanden] habe, wie das geht.
  • Und dass ich selbst eben das Gefühl hab, es getan zu haben.
  • Das war ja meine [Sperren: Erste] jetzt. Deshalb ist das jetze … ähm … sicherlich in Ordnung. Dass ich da so … etwas … ähm … unbewusst rangehe.
  • [Schlucke.]
  • Aber ich würd mich deshalb eben nicht als …
  • Wie heißen diese Skulp…?
  • Als Bildhauer Bildhauerei betrachten!
  • [Pause.]
  • [Sperren: Null].
  • [Pause.]
  • [Sperren: Null].
  • [Pause.]
  • Und das Selbe eben bei "Maler".
  • Gestern.
  • [Sperren: Null].
  • "Zeichner": Null.
  • Bei den anderen jetzt auch.
  • Das ist teilweise … [Sperren: hingekritzelt]. Aber jetze halt so … Es sieht ja auch … äh … schön, oder spannend, interessant aus. Wenn ich jetzt so nen einfachen Begriff nehmen kann.
  • [Pause.]
  • Aber … Weiß ich nicht. Da ist nichts von …
  • [Schlucke.]
  • Mhm. Es wirkt sehr sehr [Sperren: zufällig]. Dass es so gekommen ist.
  • Auch das ist in Ordnung! Es spricht ja nichts dagegen. Aber vielleicht fällt mir das auch nur ein, weil das im Klassentreffen dann eben in Massen verhandelt wird. Also hintereinander weg. Also sowas vorgestellt wird.
  • Wie beliebig das … Also [Sperren: extremst] beliebig das ist!
  • Ähm … Hier hat nen Kunststudent Kommilitone … ähm … mal Öl genommen und ein bissel herumgepinselt.
  • [Schluckt.]
  • Hat sich versucht [Sperren: Mühe] zu geben. Und das wird dann als [Sperren: Malerei] angesehen!
  • [Pause.]
  • Oder als eine gute Zeichnung oder so.
  • Wozu gibt's denn dann die anderen Studiengänge? Malerei? Oder Bildhauerei?
  • Wenn man bereits so einfach lax … ähm … ja … große … [Sperren: große] Kunst machen kann?
  • So kommt's zumindestens rüber, wenn der Professor das so lobt.
  • Das ist für mich gerade total unverständlich.
  • [Pause.]
  • Und das ist bei mir halt eben auch nicht anders!
  • Ich bin jetzt ja froh, dass ich in der … ähm … Werkstatt Plastisches Gestalten bin. Weil ich da halt das erste Mal halt sowas mitbekomme, wo ich … ähm … ja … das Sehen lerne.
  • Auch wenn ich jetzt noch wirklich da extrem Anfänger bin.
  • [Schlucke.]
  • Und das … äh … Studiengänge Bildhauerei gibt's jetzt nicht an der Hochschule. Aber die halt … äh … jahrelang … äh … sich da ausbilden lassen. Und sich dann da höchstwahrscheinlich tatsächlich mit auskennen.
  • Da bin ich jetzt ja noch sehr … sehr sehr sehr … oberflächlich. Ähm …
  • Und trotzdem ist das so das Einzige, wo ich jetzt sagen würde, da ist … ähm … da ist irgendwie was mit Gehalt!
  • Was mir jetzt beigebracht wird.
  • [Pause.]
  • Und das hab ich zum Beispiel in der Klasse überhaupt nicht …
  • Dieses Gefühl.
  • [Aufnahme Ende.]
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten von 12:00 - 18:00 erste Schale für Silikonform Silikon mit Mitarbeiter hergestellt Kopf auf Tisch gelegt breiteste Ausdehnung mit Bleistift markiert mit Holzkeilen und Leisten bis zu dieser Höhe Fläche gelegt silikon1-k.jpg Tonklumpen in vier große Quader geschlagen Scheiben aus Ton an Formrand gedrückt silikon9-k.jpg 8 mm Tonschicht über Folie gelegt, glatt gestrichen 1 cm dicke Tonleiste an Rand verlegt, wird später mit kleinem Holzstück noch geformt Einguss an Nase silikon2-k.jpg Entlüftungskanäle an Brust an ausgedehntesten Stellen wie Schulter und Kinn kleine Tonübergänge, damit später Luft entweichen kann Formschlösser für Gipskörper Gips anmischen: erst Wasser, dann Gips, bis es nicht mehr sinkt Gips langsam einstreuen, nicht umrühren (dann wird Gips schneller fest) Gipsmilch über Form verteilt, mehrere dünne Schichten mit Jute und Holzwolle zur Stabilität vermischt Friedrich Fröhlich, erschöpft aber zufrieden
Diplom Theorie Gespräch mit Christian
  • Na lass uns mal hier … Am Eingang ist glaube ich ein Richtiger.
  • [Blätterrascheln.]
  • [Schrittgeräusche.]
  • Ich frage mal gleich!
  • Na das ist eine richtige.
  • Woher willst du das wissen?
  • Das sieht man doch.
  • Ist das der richtige Feuerlöscher Feuerlöscher ?
  • [Laut, zur Aufsicht gewandt:] Ist das der richtige Feuerlöscher?
  • [Aufsichtsperson kommt näher.]
  • [Nicht verständlich, evtl. "Das müsste der richtige sein".]
  • Okay. [Lacht.]
  • Gespräch mit Aufsicht, nicht verständlich
  • [Nicht verständlich.]
  • Na ja. Das heißt ja nichts. Da muss ja auch nichts drinne sein!
  • [Lacht.]
  • Das ist schon der richtige.
  • Okay.
  • [Nicht verständlich.]
  • Okay.
  • [Nicht verständlich.]
  • Mhm?
  • [Nicht verständlich.]
  • Ach so!
  • [Nicht verständlich.] Original. [Nicht verständlich.]
  • Ja.
  • [Nicht verständlich.]
  • Okay.
  • [Nicht verständlich.]
  • Der ist aber nicht geöffnet.
  • [Nicht verständlich.]
  • Okay.
  • [Nicht verständlich.]
  • Okay.
  • [Nicht verständlich.]
  • Mhm.
  • [Nicht verständlich.]
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Können Sie noch einmal dieses Hammerdings hier anmachen?
  • Kann ich noch einmal anmachen.
  • Okay!
  • [Nicht verständlich.]
  • Nee. [Nicht verständlich.]
  • [Nicht verständlich.]
  • [Laute Geräusche. Hammer und Bohrer schlagen gegen Styropor. Geräusch wie bei Kreide an Tafel.]
  • [Nach einer Weile.] Reichts?
  • Ja.
  • Danke.
  • [Lautes Leerlaufgeräusch vom Bohrer.]
  • [Nicht verständlich.]
  • Ja.
  • [Nicht verständlich.]
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • [Nicht verständlich.]
  • Mhm.
  • [Nicht verständlich.] Eine Stunde lang. Dann gings nicht mehr. [Nicht verständlich, irgendwas mit Chef und Künstler.]
  • Mhm.
  • [Nicht verständlich, irgendwas mit Schrauben.]
  • Okay.
  • Jetzt geht's aber wieder. [Nicht verständlich.] Ich war ja im Museum. Fünfzehn Jahre. [Nicht verständlich.] Hausmeister Hausmeister .
  • Mhm.
  • [Nicht verständlich.]
  • Mhm.
  • Hilft da keiner. Ich bin kein Fachmann. Normale Aushilfe.
  • Mhm.
  • [Nicht verständlich.]
  • Werden die Objekte vom Baumarkt … äh … gesponsert?
  • Weiß ich auch nicht. [Nicht verständlich.]
  • Okay.
  • [Nicht verständlich.]
  • Mhm.
  • [Nicht verständlich, irgendwas mit "Sieben Stunden am Tag. Das schaffe ich nicht mehr"]
  • Mhm.
  • Mhm.
  • [Nicht verständlich, irgendwas mit Krankheiten, "Fertig. Aus. Ende." und "Rentner"]
  • Mhm.
  • [Nicht verständlich.]
  • Mhm.
  • [Nicht verständlich, irgendwas mit Aufsicht und "Aber Museum, da kann ich …"]
  • Mhm.
  • [Nicht verständlich.]
  • Mhm.
  • [Zu anderer Person gewandt: "Tschüß!"]
  • [Aufnahme unterbrochen. Aufsichtsperson geht.]
  • [Wieder alleine, stehen im Flur und schauen einen Katalog an.]
  • Aber das ist ja nicht von ihm.
  • Doch. Der hat … Das ist ein Brunnen. Der aber leer war. Mit ohne Wasser. Und der hat so eine Pappe darunter gelegt und die Pappe hat er davor mit Acrylfarbe oder so vollgemacht. Mit zwei. Mit blauer und mit roter oder so. Und durch die Sonnen … äh … Reflexion hat es dann halt solche Farbspiele auf der Fläche gegeben.
  • [Pause.]
  • Hier … [Zeigt auf andere Abbildung.] … siehst du ja die Pappe mit dem …
  • Mhm. Ja.
  • [Seufzt.] Das war von der Schmach von Athen.
  • Temporäre Installation im öffentlichen Raum.
  • Aber das klingt gleich wieder so hoch.
  • [Pause.]
  • Mal cool, mal langweilig
  • Das finde ich richtig cool hier. [Zeigt auf andere Arbeit.]
  • Ist das ein richtiges Regal?
  • Nee. Das sind … Das ist halt ein Brett mit … mit … äh … Also reingesägt. Und du kannst im Endeffekt diese kleinen Bretter da reinschieben. Und das … Und das ist aber dieses selbe Prinzip, dass auf der einen Seite …
  • Und das liegt so am Boden.
  • Nee. Das war jetzt an der Wand.
  • Also schon wie ein Regal.
  • [Blättergeräusch.]
  • Ich meine … Das sieht ja schön aus. Ja?
  • Das hier finde ich schön … zum Beispiel schön.
  • Das hat sogar einen Funktionswert.
  • Nee. Überhaupt nicht! Hallo? Da tust du nichts rein.
  • Das [Sperren: könntest] du aber.
  • Nö. Das finde ich wirklich so richtig … also direkt ansprechend.
  • [Leise:] Das Licht in deinen Augen.
  • [Blattgeräusch.]
  • Das hat auch was.
  • Nur langweilig!
  • Ab wann ist ein Feuerlöscher ein Feuerlöscher?
  • Na es geht ja gerade darum, … ähm … Ab wann ist ein Feuerlöscher ein Feuerlöscher. Und wo siehst du den Unterschied zwischen einer Installation und zwischen einem …
  • [Unterbricht. Unverständlich.]
  • Na hier siehst du es ja jetzt. Aber denkst du, er funktioniert wirklich?
  • Natürlich!
  • Woher willst du das wissen? Nur weil der so aussieht?
  • Der funktioniert. Das steht nämlich nicht mit einer Nummer im … Dings.
  • Interessant. Für dich ist also alles Kunst, was mit einer Nummer belegt ist!
  • [Lacht.] Ja! Zumindestens in der Galerie oder Ausstellung.
  • [Pause.]
  • Der [Fußnote: Anderer Feuerlöscher.] ist offensichtlich zerstört. [Von weiter weg.] Der ist kaputt. Und der andere ist … Aber gut. Interessant ist ja nur, dass er das Thema aufgreift. Das man in eine Galerie denkt … geht. Und sich erst einmal wundert: Ist das jetzt wirklich ein Feuerlöscher? Oder nicht?
  • Der erste. Meine ich.
  • Ja. Aber auch, dass er das auch als Thema nimmt.
  • Nee. Du fragst dich eher, wenn du rausgehst: Ist der erste Feuerlöscher wirklich ein richtiger, oder …
  • Ich frage mich das nicht!
  • Ich hab' mich das jetzt gefragt.
  • [Pause.]
  • Hier ist auch so etwas. Nur mit Mixern.
  • Richtiger Künstler
  • Krass. Das wird mal ein richtiger Künstler.
  • Also für dich ist das ein richtiger Künstler?
  • Mir gefällt dieses … Spielerische. Einfach … ähm … Diese Formen, die dabei entstehen. Mit Techniken sowas machen.
  • Staubsauger.
  • [Blätterrascheln.]
  • Die Kataloge sind … Also das, was er gemacht hat, sind schon interessant.
  • Was heißt interessant?
  • [Pause.]
  • Da bleibe ich stehen und gucke zu. In dem Sinne.
  • Ja. Das fand ich eben auch. Egal ob das jetzt dieser Hammer ist. Dieser Staubsauger. Oder so. Da finde ich das zum Beispiel … Okay. Das ist ein Objekt, da gehst du einmal rum und gehst dann weiter. Prinzipiell. Aber bei den … ähm … Bei diesen … ähm … Wie heißen die Dinger? Die sich im Wind drehen?
  • Na Ventilatoren!
  • Die Ventilatoren. Das ist halt ein Spiel. Da kannst du ziemlich lange einfach zugucken. So. Das sind halt so … so viele Begegnungen die da statt finden. Zwischen denen. Und zufällige Sachen. Für dich zumindestens. Oder hier, mit dem Ding, wo die sich gegenseitig da winden [Fußnote: Hammerbohrer.] …
  • Ja. Also eigentlich … [Nicht verständlich.] … Der eine … Nur das andere, aber …
  • Na das weißt du ja nicht.
  • [Nicht verständlich.]
  • Nein. Das stimmt nicht! Äh. Dieser Hammer hat ja eine Schwere. Und dadurch bewegt er den … bewegt er diesen Akkuschrauber ja auch an … äh … äh … In eine andere Richtung.
  • Ja. Aber er tut es ja nur … Eigentlich bewegt sich ja nur der Akkuschrauber.
  • Das weißt du am Ende nicht mehr.
  • Ja du weißt … Aber du weißt es ja. Weil da ist der Motor.
  • Woher willst du wissen, wo der Akkuschrauber aufhört? Wo hört der Akkuschrauber auf?
  • [Pause.]
  • [Sperren: Ist] nicht eigentlich … äh … Wenn … Wenn du dieses Akkuding … da rein tust … wird da nicht dieser Hammer zum Teil dieser Maschine?
  • Nein.
  • [Sperren: Doch!]
  • Das ist halt verbunden worden.
  • [Pause.]
  • Also das Styropor würde ich mir noch einmal überlegen.
  • Aber das ist übrigens auch noch ein Aspekt. Der interessant ist.
  • Das findest du gut?
  • Dass du Styropor hast. Und eigentlich geht es ja darum, dass du zugucken sollst, wie der Akkuschrauber und der Hammer hier … was machen. Ne? Aber damit verändern sie ja auch … da … ihre Spielwiese. Quasi. Denn die schlagen ja trotzdem rein.
  • Na dann finde ich … Hätte er da was anderes als Styropor nehmen müssen. Etwas, was sich …
  • Vielleicht ist das ja auch der Zweck!
  • [Pause.]
  • Was.
  • Nicht nur, dass es darum geht, sondern die machen dann ja trotzdem noch etwas.
  • Na die machen [Sperren: Bilder] eigentlich. Ne?
  • Aber sie machen etwas, was ja nicht bezweckt war.
  • Na ja. Doch. Das war bezweckt. Ich meine, es ist schon klar, wenn der Styropor verwendet, das wird damit ein bisschen … angekratzt.
  • Interessant [Sperren: hier] … um wieder das Wort zu benützen … ist ja, dass da weniger …
  • Nein [Sperren: hier] ist ganz ganz [Sperren: viel]!
  • Da ist ganz viel.
  • Auf einer sehr … Ja. Interessant!
  • Also es gibt schon ein gewisses Muster. Und es macht was mit den Dingen.
  • Ich glaube nicht, dass es ein Muster gibt.
  • Och. Du siehst doch, dass da was passiert ist!
  • Ja aber wenn du es lange genug durchlaufen würdest, ich glaube, dann würde es an allen Stellen, außer an den Ecken halt, …
  • Es schlägt trotzdem …
  • … dagegen schlagen.
  • … rein. Es [Sperren: schlägt]. Und [Sperren: wehrt] sich. Und [Sperren: macht] was mit dem, wo es eigentlich bloß drinne sein sollte.
  • [Pause.]
  • Och. Du solltest Kurator kuratieren werden!
  • [Lacht.]
  • [Pause.]
  • Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.
  • [Pause.]
  • abgehängtes Regal
  • Wir haben uns das hier noch nicht angeguckt! Aber das ist zum Beispiel … Ja … Das sieht man auch im Keller. Wo man was abdeckt mit einer Plane.
  • Also krass. Du stehst echt so auf so spielerische Sachen, die dich … ähm … ähm … Na wie heißt das … audiovisuell total … äh … fordern.
  • Ja! Aber das eben nicht. Das fordert mich nicht hier.
  • [Pause.]
  • Ich habe keine Ahnung.
  • Du weißt es nicht. [Lacht.] Weil es dich nicht fordert.
  • Es ist … auf jeden Fall einfacher. Das ist jetzt nichts kritisches. Aber es ist halt einfacher … ähm … Leute zu begeistern für etwas, wenn es sich halt bewegt. Oder wenn … Wenn da irgendwas ist, was da …
  • Ja aber das ist doch …
  • … in Aktion ist. [Sperren: Nein]. Ich meine jetzt eben das halt. So diese … Maschinen, die sich bewegen. Das ist wie bei diesem Tin … Tinguely Jean Tinguely -Museum. Wo wir eigentlich hinwollten, auch. Da bewegt sich ja auch ganz viel. Bei den Maschinen.
  • Guck mal hier. Das …
  • Na das fordert dich intellektuell halt eher.
  • Nee. Das ist Alltag. Du gehst in deinen Keller. Du hast da Koffer stehen.
  • Du hast die Koffer aber nicht mit so einer Plane abgedeckt.
  • Na doch.
  • Aber nicht von allen Seiten!
  • Ja aber in dem Fall …
  • Und die … Und die Koffer sind normalerweise nicht so akkurat hingestellt. Also das hat ja so einen … wieder sowas ästhetisches an sich. Oder nicht?
  • Na ja.
  • [Pause.]
  • Da gehst du einfach vorbei! Da rennst du gleich zum nächsten Feuerlöscher! Wenn du das siehst! [Lacht.]
  • Ich muss den Feuerlöscher hier noch einmal fotografieren.
  • [[Sperren: Knips.]]
  • Na dann weißt du doch aber nicht mehr … Na gut, der ist farblich schon ganz anders.
  • Wir wissen noch nicht, ob er doch ein Kunstobjekt ist.
  • Das ist kein Kunstobjekt!
  • Das kannst du nicht wissen! Tue … tue mal genau die selben Feuerlöscher daneben. Noch einmal. Wo würdest du dann sagen ist die Kunst und wo ist der reale Feuerlöscher, der eine Funktion haben soll?
  • Der ist der … [Nicht verständlich.]
  • Auch wenn der [Sperren: selbe] noch einmal daneben ist? Selbe Gestaltung.
  • Na dann sind das halt zwei! Ich meine, die Nothammer, die wir gesehen haben, die funktionieren ja auch alle.
  • Also wenn [Sperren: hier] ein Feuer ausbricht, dann nehme ich den, der so leicht gedetscht ist. Und sterbe dabei.
  • [Pause.]
  • Ich renne einfach raus.
  • [Verlassen den Ausstellungsraum.]
  • [Aufnahme Ende.]
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [In Freiburg.]
  • Alter Mann zum Stuhl: Gehört das hier dazu?
  • Kannst du mir noch einmal den Satz sagen, den … den er [Fußnote: Der Aufpasser.] gesagt hat, dass ein Opa ihm gesagt hat, als er den Stuhl gesehen hat, … drinne, in der Ausstellung …
  • Das weiß ich nicht. Was hat er denn gesagt.
  • Ist das Kunst oder irgendwie sowas.
  • Gehört das hier dazu!
  • Genau!
  • [Auto fährt vorbei.]
  • Das ist ja mein Paradebeispiel. Wieder dafür. Als … Als irgendein Stuhl halt in dem Raum ist …
  • Aber er meinte … Hier, der Aufsehern meinte ja: Manche sind ja schon verrückt, dass sie überhaupt solche Fragen stellen! [Lacht.]
  • Was mich wiederum wundert. Wenn man die Objekte drinne gesehen hat.
  • Ist hier nicht der S-Bahnhof?
  • [Pause.]
  • Das ist wieder eine entscheidendere Frage!
  • [Lachen.]
  • Essen-Frage
  • Wollen wir jetzt essen gehen?
  • Aber lass uns …
  • Die noch entscheidendere Frage …
  • … nicht zum Bahnhof fahren? Und gucken, wann …
  • Und dann essen gehen.
  • … der zurückfährt. Und dann entscheiden.
  • Aber wir können doch auch mit der Straßenbahn Eisenbahnstraße fahren.
  • Oder mit der S-Bahn!
  • [Krähe krächzt.]
  • Du willst mit der S-Bahn, weil es inklusive ist.
  • Genau. Ausnutzung des Tickets.
  • [Pause.]
  • Wird das dann auch in die Arbeit geschrieben? [Lacht.]
  • [Laut:] [Sperren: Jawohl!] [Lacht.]
  • Ich schweige.
  • [Aufnahme Ende.]
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Am Frühstückstsich
  • [Kurzes Gespräch beim Frühstückessen in einer Baseler Wohnung.]
  • Ich will jetzt in Ruhe frühstücken!
  • Ja. Ich habe doch gar nicht angemacht! Also was hast du gerade gesagt? [Lacht.]
  • Ich bin nicht blind!
  • [Lacht.] Was hast du gesagt?
  • Ich habe gesagt, du solltest dich näher … Ich empfehle. Du machst dir Gedanken …
  • [Geschirrgeklapper.]
  • Markt und Kunst
  • … dazu: Kunst in Abhängigkeit von Kunstmarkt Kunstmarkt .
  • Verstehe ich nicht.
  • Denn ich finde, bei dir ist Kunst …
  • [Geräusche vom Bröttchenaufschneiden.]
  • … Markt und Kunst … Das ist quasi eins.
  • Das stimmt doch überhaupt nicht. Das hab' …
  • Das ist mein Empfinden.
  • Aber wie kommst du denn darauf. Ich … Mir gefällt's ja eben nicht. Dieses Gefühl, etwas zu schaffen, was dann im Wohnzimmer am Ende landet. Was ja im Endeffekt über den Kunstmarkt funktioniert. Also über Galerien oder so.
  • Na du hast aber immer die Kategorie … Wo kann etwas sein? Was kauft wer?
  • [Besteckt fällt auf Tisch.]
  • Das habe ich von Alexander gelernt.
  • Und das ist ja der Markt.
  • Ja. Ich weiß.
  • Da geht's immer um Geld.
  • Aber das interessiert mich eigentlich gar nicht.
  • Kunst sollte unabhängig vom Markt sein
  • Aber ist Kunst nicht unabhängig davon?
  • Ja! Darum … Um das geht es mir ja eigentlich. Nur das Problem ist halt, dass, wenn du … Wenn du nach dem Kunststudium da wirklich weitermachen willst und dann dich … äh … wirklich darum kümmern möchtest, dann [Sperren: musst] du über das Geld nachdenken. Da kommst du gar nicht umhin. Du musst irgendwie da … Du musst … Oder du machst was anderes.
  • Aber wenn es jetzt um den Kunstbegriff geht … Da finde ich, sollte es unabhängig voneinander sein.
  • Ja. Aber dann will ich bitte schön auch, wenn … wenn … wenn ich da was gefunden habe, dass dann auch so umsetzen. Und nicht ständig hier … mir überlegen, wie kann ich damit jetzt noch Geld verdienen.
  • Ja aber du hast ja jetzt schon immer die Überlegung …
  • Ja. Blöderweise! Aber das lernt man auch da … während des Studiums.
  • [Geschirrgeklapper.]
  • Also studiert ihr da im Grunde BWL.
  • Nein! Nein, nein, nein, nein. Das ist … Das ist … ja nun an der Hochschule überhaupt nicht so. Aber es wird halt manchmal so an… …gedeutet. So. Ja … Und … Und … Und … äh … Wie würdest du das jetzt rahmen, damit es jemand kauft? Oder wieviel willst du dafür …
  • Siehst du.
  • Das sind halt so kleine Gedanken.
  • Und selbst die letzte Ausstellung, wo ihr …
  • Na ja. Das war ja komplett damit verbunden. Klar.
  • Na das hieß sogar so. Oder?
  • [Mit vollem Mund.] Natürlich. Hundert Euro Ausstellung.
  • [Pause.]
  • Big Business
  • Big Business.
  • Und wer hat "Big Business" da gemacht?
  • [Mit hoher Stimme. Ganz laut:] [Sperren: Friiiedrich!]
  • [Pause.]
  • Und wie hat er das geschafft?
  • Mit [Sperren: ehrlichen] Verkäufen!
  • [Geschirrgeklapper.]
  • [Essgeräusche.]
  • Als Spende.
  • [Pause.]
  • Was ist denn?
  • Kannst du das jetzt wieder ausschalten. Ich möchte in Ruhe frühstücken. Ich sage jetzt auch nichts mehr über Kunst.
  • [Sperren: Püh!]
  • [Geschirrgeklapper.]
  • [Lautes Geräusch im Hintergrund.]
  • Das war die Katze Ramses .
  • Die ist einmal runtergerannt und als sie mich gesehen hat wieder hoch. [Lacht.]
  • Welche?
  • Die kleine.
  • [Lacht.] Oh. Ich glaube, sie mag dich nicht mehr.
  • [Mit vollem Mund.] Wieso? Mhm?
  • [Lacht.]
  • [Messergeräusche auf Keramik.]
  • [Aufnahme Ende.]
Flurarbeiten zum Rundgang aufgehangen
Flurarbeiten zum Rundgang aufgehangen
Fountain (nach Marcel Duchamp), abriebbeständige Tinte auf Pissbecken, Schenkung der Familie Stolle Schrott & Metalle GmbH, Leipzig, Plaußig-Portitz
Fountain (nach Marcel Duchamp), abriebbeständige Tinte auf Pissbecken, Schenkung der Familie Stolle Schrott & Metalle GmbH, Leipzig, Plaußig-Portitz
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 9:00 in Hochschule mit kleinem Selbstbildnis gefahren mit Hausmeister Hausmeister über Kopierer und Tafeln gesprochen werden abgehangen / weggeräumt Ohme wegen Leiter nicht angetroffen, bei Hausmeister eine ausgeliehen kleines Selbstbildnis über Tür aufgehangen Flurarbeiten zum Rundgang aufgehangen hgb-rundgang-flur-m.jpg Löcher mit Klebeband überdeckt und mit Wandfarbe überstrichen Kommilitone Kommilitone redet mit mir über Flügeltürarbeit Fountain (nach Marcel Duchamp), abriebbeständige Tinte auf Pissbecken, Schenkung der Familie Stolle Schrott & Metalle GmbH, Leipzig, Plaußig-Portitz marcel-duchamp-hgb-k.jpg Standpunkt Friedrich Fröhlich, unzufrieden es liegt nicht an der Hängung der Flurarbeiten die finde ich zusammen mit den geklebten Geraden sehr gut Geradenbild Geradenbild von den gezeigten Arbeiten bin ich auch überzeugt, auch wenn ich den Schaffensgrund immer mehr verliere die theoretische Bedeutung der Geraden spielt immer weniger eine Rolle, es geht eher um das Visuelle mich interessiert auch noch nicht einmal, dass ohne Kommentar einfach meine kindliche Zeichnung Kinderzeichnung im Klassenraum wieder abgehangen wurde obwohl im Raum noch woanders Platz gewesen wäre und die dann gehängte Arbeit viel zu spät zu spät eingereicht wurde dagegen habe ich nur nichts laut geäußert, weil ich nicht schon wieder einen Konflikt austragen möchte ich erinnere mich einfach noch zu gut an den vorletzten Rundgang, wo ich mit M. auf dem Fenstersims saß und bei der Vernissage Vernissage Leute beim Betrachten der Geradenbilder beobachtete meine Erwartungen sind vielleicht auch zu hoch angesetzt, oder unlogisch verhüllt verhüllt zum einen will ich gesehen werden, aber nicht bei der Eröffnung anwesend sein, um zu sehen, wie die Arbeiten gesehen werden ich möchte Kaufanfragen haben, aber nicht verkaufen, weil ich den Gedanken nicht mag, dass die Arbeiten am Ende zu Dekorationszwecken mißbraucht werden diese Gedanken passen wieder zu den verhüllten Arbeiten umsetzen Kasten bauen, der nur bei Ausstellung geöffnet ist bei Verkauf Vorderplatte drauf montieren Vorderplatte bei Ausstellung an Wand lehnen, um den kurzen Moment Moment der Öffnung zu verdeutlichen
Ganzkörperporträt wird aufgehangen
Ganzkörperporträt wird aufgehangen
Ansicht Flurarbeiten, mit schwarzen Klebestreifen-Geraden
Ansicht Flurarbeiten, mit schwarzen Klebestreifen-Geraden
Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Ja, ich wollte es dir aber noch einmal … noch einmal sagen. Weil es mir wichtig ist. Stell dir vor, da ist jemand, der mit Nägeln … Seine Muse Muse hat er mit Nägeln gefunden. Übrigens … Uecker Günther Uecker fand das irgendwie auch ganz toll, Nägel in Vagina, Nägel am Auge, Nägel in der Nase. Ja? Also er … er hat da so eine gewisse Affinität zum Nageln. Ja? Ähm … Stell dir vor, die Muse, die … die … die … die … derjenige für sich gefunden hat, sind halt Nägel und er … Und da sage ich ihm jetzt: Toll. Nimm dieses Thema auf und suche diese Nische. Suche das Geschäftsmodell Kunstmarkt .
  • Das finde ich schön!
  • Hör' zu!
  • Von [Sperren: da] nach [Sperren: da]. Aber [Sperren: nicht] von [Sperren: da] nach [Sperren: da]!
  • Pass auf. Und … ähm … äh … Dann mag das vielleicht sehr … sehr schwierig sein. Vom Nagel in die Geschäftsidee zu kommen. Weil vielleicht der Nagel gerade nicht … äh … äh … zeitgemäß ist.
  • [Sperren: Wenn] er es aber ist, dann hat er [Sperren: Glück]. Und dann ist es Erfolg Erfolg . Dann müsste er sich …
  • Und genau …
  • … nicht anpassen.
  • Genau das will ich dir gerade zeigen.
  • Und ich glaube, das konnte [Sperren: er].
  • Deswegen wollte ich dir ja gerade zeigen, warum es umgekehrt eben auch erfolgreicher ist. So zu denken.
  • [Zeigt auf ein Bilder von Uecker.] So meinst du. Hier? So das Zweite?
  • Äh … Das hier. Ja.
  • [Sperren: Das ist erfolgreicher]. Das ist mir [Sperren: kla'har]. Das musst du mir doch nicht beweisen.
  • Ach so, ich dachte, …
  • Das [Sperren: weiß] ich.
  • … ich muss es dir beweisen.
  • [Sperren: Nein!]
  • Ach so.
  • Kunst mißbrauchen
  • Das [Sperren: weiß] ich. Aber ich komme mit dem [Sperren: Gedanken] nicht klar.
  • Ja aber das ist ja …
  • Das ich die Kunst mißbrauche, …
  • Ja.
  • … um Geld zu machen. Es müsste genau anders herum sein. Kunst [Sperren: machen] und …
  • Ja.
  • … zufälliger Weise kann man damit dann auch noch Geld verdienen.
  • Ja aber …
  • Das ist mein Ideal.
  • Das musst du ja nicht mir sagen. Sondern deinem Psychologen.
  • Wieso Psychologen. Ich komme damit ja super klar. Ich verstehe bloß deine … äh … Ich verstehe nicht, wie du aus Kunst, was etwas sehr … sehr subjektives, sehr … sehr Emotionales eigentlich ist, versuchst, ein Geschäftsmodell zu machen. Etwas, wie … wie ein Bäcker. Wie … äh … ein Kiosk-Besitzer. Oder was auch immer. Damit du stellst das auf eine Stufe.
  • Na ja, weil …
  • Als wäre sozusagen …
  • Na ja, ich glaube, dass der Künstler von etwas [Sperren: leben] muss.
  • Das stimmt. Aber er kann auf sehr … sehr niedrigem Niveau prinzipiell leben. Wenn er sich sagt, das stört ihn nicht. Ähm … Hauptsache er kann halt etwas machen, wo …
  • Okay.
  • … mit er sich ausdrücken kann.
  • Dann ist er aber beschränkt in seiner Kunst. Stell dir vor … Pass … Stell dir vor, du findest deine Muse in großen Flugzeugen. In …
  • Ich hoffe nicht.
  • … jeglicher Form. Du wirst dir diese Kunst niemals leisten können.
  • Ja.
  • Äh … Und du wirst deine Ideen …
  • Ja.
  • Das was du hast! Wirst du … Also kommst … Du schaffst dir selber [Sperren: Grenzen]. Du schaffst dir eine Decke, durch die du nicht durchkommst.
  • [Sperren: Beide] … [Sperren: Beide] Vorschläge, die du machst, haben ihre Vor- und Nachteile. Hier sehe ich den [Sperren: riesengroßen] Nachteil, dass Kunst wirklich bloß ein Nebenprodukt ist. Was zufälliger Weise da sein muss, damit man ein Geschäft hat. Hier gibt es den Nachteil, dass es sein kann, dass du begrenzt bist. Weil du das Geld dann einfach nicht hast. Wenn du ständig bloß deine Kunst siehst und dann das Geschäft.
  • Genau diese …
  • Das sehe ich doch auch! Aber trotzdem finde ich diesen Weg viel sympathischer als den.
  • Und genau diesen Dissens … Da …
  • [Schrill:] Was?
  • … kannst du … Das kannst du ja im Duden nachschlagen. Und genau diesen Dissens kannst du dann in deiner …
  • Das ist Herabwürdigung.
  • [Lacht.] … Kannst du dann in deiner Master …
  • [Sperren: Diplomarbeit.]
  • … Diplomarbeit … äh … zeigen. Und … äh … ähm … Auch ableiten. Also entwickeln.
  • Ich rege mich auf
  • Ich habe echt seit Wochen nicht mehr solche komischen … [Sperren: wirklich] … Das ist ernst gemeint. Wo ich am liebsten so … so rum krallen …
  • Aber deswegen …
  • … würde.
  • Aber ich glaube, dass wusstest du vorher. Bevor du das Interview gemacht hast.
  • [Sperren: ja aber] ich wusste nicht, dass das mich so aufregt. Dass du mir das noch einmal so erklärst. Aber es ist [Sperren: schön], dass ich dich jetzt … einen klaren Blick daraufhin habe.
  • Ja.
  • Das ist gut.
  • Echt.
  • Aber ich wollte noch ganz … ganz kurz jetzt zu meinen Arbeiten. Damit …
  • Ja.
  • … du darüber …
  • Wie ist denn die Seite?
  • [Sperren: Drei] Sachen will ich dir zeigen.
  • Ja. Wo …
  • Meine Arbeiten
  • Na gib mal Friedrich Fröhlich bei Google Google ein.
  • Ja.
  • Ich bin ja inzwischen online.
  • [Tippgeräusche.]
  • Das … Das krasse wird, wenn ich jetzt mit dir so ein Gespräch führe und ich überlege mir mit Oma auch so etwas zu führen … Es geht am Ende nicht nur, also nicht wirklich, um die Frage, was ist Kunst eigentlich, sondern es geht ganz allgemein darum, wie … ähm … Kunst … Was ist … Was … und Wo und Wie. So. Weißt du? Irgendwie … Was ist deine Welt … Dein Blick auf die Kunst allgemein.
  • Also … Mein Tipp. Mhm … Wenn du Interviews führen willst, musst du … müssen es geführte Interviews sein. Es müssten … Es müssen Strukturen …
  • Aber es ist doch viel schöner, wenn das so … Du wolltest doch keine Struktur drinne haben. Vorhin. Du hast dich unter Druck gefühlt. Oder so. Als … Als ich meine Liste hatte!
  • Ich kann bloß sagen … Also, um eine gewisse Auswertbarkeit, Vergleichbarkeit, herzustellen, musst du natürlich bestimmte Fragen immer wieder identisch stellen. Und musst dann schauen, wie die Antworten aussehen.
  • Das mache ich ja auch.
  • Wenn du … Okay. Super.
  • A… Aber ich baue es auf deinem Interview übrigens auf. Ich gucke mir an, welche … welche Fragen haben sich da ergeben …
  • Dann fühle ich mich geschmeichelt.
  • Wie hast du drauf geantwortet. Na ja und dann werde ich dann natürlich Oma auch so … äh … Was hältst du eigentlich … und so … Natürlich.
  • Ja.
  • So. Ich mag's eher, wenn wir das so langsam raus…
  • Ja.
  • …finden, als ich da so ein Katalog aufführe. Geh mal auf den Link da rauf.
  • [Pause.]
  • So. Es sind drei … Also. Worum es mir jetzt geht: Dass du dir die drei Arbeitsgruppen … äh … anschaust. Drei Beispiele halt davon. Und mir halt sagst, … äh … was … was denkst du darüber. Ohne, dass ich jetzt mehr darüber halt gesagt habe. Ist das für dich gute Kunst. Ist das …
  • Wo muss ich denn jetzt hin klicken?
  • Ich wollte erst einmal reden. [Lacht.] Warte mal. Es ist erst einmal eine wunderschöne Seite. Wir müssen aber escapen, weil die ewig lang ist.
  • [Pause.]
  • Jetzt bricht der gerade … Ach ja, hier habe ich übrigens einen Jahreskalender eingeführt.
  • Ja aber das wolltest du mir ja nicht zeigen.
  • [Sperren: Ja] … Ich wollte Begeisterung zeigen! So. Und zwar sind es diese drei Werkgruppen. Einmal die verhüllten Arbeiten.
  • Ja.
  • Die Geradenbilder.
  • Ja.
  • Und Kinderzeichnungen Kinderzeichnung .
  • Aber als ich das geöffnet habe, hab' ich was von Gipstechnik gesehen. Und mich interessiert das Gips viel stärker, als diese anderen langweiligen Themen.
  • Nein, aber da gehen wir gleich hin. Gips war übrigens mit der Herme Herme . Ja?
  • Also darf ich das mal sehen?
  • Ja, ich zeig's dir.
  • [Pause.]
  • Arbeit Herme
  • Das ist übrigens der aktuelle Kopf.
  • Ach. Das hat doch schon einmal was haptisches. Siehst du, dadurch würdest du schon … alleine dadurch würdest du schon meine Aufmerksamkeit … Und auch schon durch das Material Gips … Bekommst du schon meine Aufmerk…
  • Äh … Das ist erst einmal Ton.
  • …samkeit.
  • Davon mal abgesehen.
  • Aber das ist … äh … schon einmal sehr … individuell Individualität .
  • Also das ist jetzt … Du musst es dann natürlich von hinten sehen. Jetzt das ist der aktuelle Zustand. So war's mal. So hab' ich mich dann da positioniert. Mich selbst liebend … verliebt … [Nicht verständlich, 3:06:25.] So war's noch vom Anfang. Ganz am Anfang. Hier sind die ganzen Hermen dann. Hier Gips … äh … Abdruck vom Kopf. Wollte ich da machen.
  • Aber wer ist das?
  • Friedrich.
  • Wirklich?
  • Ja. Und so hat's angefangen. Also es hat mit den Gipsdingern angefangen.
  • Ja.
  • Und hier wie ich mir die Herme im Klassenraum dann …
  • Ja.
  • … vorstelle. Und ein paar Vorbilder habe ich …
  • Ja. Ja. Und wo ist jetzt das Ergebnis? Das aktuelle?
  • Na das aktuelle ist erst einmal der Kopf. Und der Kopf wird dann halt auf einen ganz … ganz großen Sockel gestellt.
  • Ja. Nee. Ich möchte mal das sehen, was jetzt aktuell ist. Ist das jetzt das Aktuelle?
  • Ja, genau.
  • [Tippgeräusche.]
  • Ja. Es sieht ziemlich cool aus.
  • Das wird aber noch abgeschnitten. Weil eine Herme ist normalerweise so, …
  • Ja.
  • … dass die Arme dann halt nicht da sind.
  • Und wenn du das hier noch mit Bronze überziehst, hat das auch noch einen materiellen Wert. Weil du hast … Du verwechselst immer … ähm … ähm …
  • Ich denke Bronz…
  • [Nicht verständlich, 3:07:18.] … mit Material. Also … Oder … Oder … ähm … Du verwechselst … Oder …
  • Nee. Herme. Nee. Hermen werden oft in Marmor gemacht. Das …
  • Ja.
  • … hat natürlich einen Grund. Weil die Hermen zeigen halt oft berühmte Persönlichkeiten.
  • Ja.
  • Oder welche, die halt … So Gelehrte und so.
  • Ja.
  • Und … Und Marmor ist teuer. Und …
  • Ja.
  • … ein großer Marmorblock ist noch teurer. Und deshalb machen wir das in Marmor.
  • Alexander über Notizseite
  • Übrigens gefällt mir die Programmierung, also hier an der Stelle, … die … die … ähm …
  • Seite.
  • … die Seite nicht. Diese Gliederung. Weil sie.
  • Gefällt mir total!
  • Dieses kleine blaue auf grau.
  • Ja! Das ist total kreativ!
  • Nee.
  • Das ist so richtig [Sperren: hip]!
  • Total unübersichtlich.
  • Aber das gefällt mir gerade. Das wollte … Ich wollte eben …
  • Ähm.
  • … nicht so einen professionellen Geschäftsmodellidee haben.
  • Und das es hier auch so … wenn ich es wegziehe. Und …
  • [Sperren: Ja!] Das ist gut!
  • So dass ich das hier überlagern würde …
  • Das wollte ich!
  • Das gefällt mir gerade nicht.
  • Ich wollte kein Geld damit verdienen.
  • Da gab's schon einmal andere Seiten, die besser ausgesehen haben.
  • [Sperren: Die] gefällt mir richtig richtig gut. Glaub's mir.
  • Ich kenne das ja auch schon von anderen Seiten.
  • Ja.
  • So.
  • So.
  • Jetzt soll …
  • Das wollte ich dir gar nicht zeigen.
  • Zeig' mir die drei Sachen, damit ich jetzt darüber …
  • Arbeit Geradenbilder
  • Also ich zeige dir erst einmal die Geradenbilder.
  • [Pause.]
  • Ja. Mache mal gleich drei Links auf. Geraden … Damit ich …
  • Aber guck noch nicht hin, okay?
  • Nein, nein.
  • Guck … Guck jetzt weg.
  • [Pause.]
  • Okay.
  • [Pause.]
  • Okay. Ich soll jetzt also …
  • Da kannst du hier jetzt durch … äh … fahren.
  • Ich … Ich fange mit den Geradenbildern …
  • Genau.
  • … an. Ja?
  • Gehe einfach bloß … Das sind bloß zwei drei Sachen, die ich dir jetzt …
  • Ja.
  • … vorstelle.
  • [Pause.]
  • Du kannst dich wieder hinsetzen.
  • [Lacht.] Ich bin jetzt aufgeregt!
  • [Lacht.]
  • Jemand betrachtet meine Werke!
  • [Pause.]
  • Ich glaube, das war's schon, oder? Da gibt's noch eins. Das ist jetzt das falsche Beispiel sozusagen. Aber … Einfach mal das jetzt. Wobei, da ist schon die Verhüllung verhüllt drinne. Nimm mal lieber das.
  • Geradenbild Geradenbild Beine und Jesus Jesus
  • Weißt du, warum mir das gefällt?
  • Na das ist gut. Dann haben wir doch schon mal was. [Sperren: Ach nee.] Jetzt hab' ich dir ausgerechnet die Werkgruppe gezeigt, wo du gleich wieder eine Geschäftsidee … äh … Modelldings hier hast.
  • Nein. Und zwar … Und zwar … Die erste Assoziation, die ich hatte ist Jesus.
  • Ja. Zu Ostern.
  • Und zwar der gekreuzigte Jesus. Äh … äh … Wie hier durch den Fuß so genagelt …
  • Ja.
  • Äh … Und das Spannende ist: Normalerweise sieht man Jesus immer von vorn. Auf das Kreuz. Noch nicht einmal oben …
  • Ganz oben.
  • Aber … Aber auch, wie er dort so auf dem Kreuz …
  • Ja.
  • … hängt. Da hat ja auch immer diese diese … äh … Wenn du vorne bei mir … äh … schaust … äh … Im Flur hängt so ein Jesus.
  • Ja.
  • Wir gehen mal ganz kurz gucken. Ich zeige dir das mal. Ganz kurz, was ich meine. Damit du es auch verstehst. Ähm.
  • [Gehen mit dem Aufnahmegerät in den Flur.]
  • Man hat hier diese gekreuzten Füße.
  • Ja.
  • Und man kennt diese Bilder immer nur von vorne. Und als ich das Bild gesehen hab, dachte ich, dass ist genau die selbe Stellung, nur von hinten.
  • Okay.
  • Siehst du das?
  • Ich finde die jetzt langweilig. Die sieht ziemlich … Also das sieht nicht sehr leidend aus. Das sieht einfach nur hinge…
  • Ja aber was ich …
  • …stellt aus.
  • … halt und … äh … äh … Das finde ich zum Beispiel …
  • Meine neue Sicht auf eigenes Bild
  • Du hast das von [Sperren: hinten] gesehen? Das hab' ich gar nicht gesehen.
  • Ja und das ist zum Beispiel auch etwas, womit der Künstler rechnen muss.
  • Das hat [Sperren: niemand] gesehen.
  • Ja, das ist vielleicht doch etwas, was der Künstler … womit der Künstler rechnen muss … Dass hinterher [Sperren: mehr] geseh…
  • [Sperren: Huch!] Jetzt sehe ich das gerade auch!
  • …en wird.
  • Das ist dieses Bein, was hinten ist!
  • Ja!
  • Und das ist vorne!
  • Ja! Ja!
  • [Sperren: Wow!] Das funktioniert auch!
  • Ja! Und … Und das ist … Und das ist etwas, was wirklich …
  • So transparent.
  • … Kunst ist. Weil jeder kennt diese Figur.
  • Ja.
  • Jeder weiß, wie diese Beine gekreuzt aussehen … Die Füße gekreuzt aussehen. Und jetzt wird auf einmal etwas von … von einer anderen Perspektive gezeigt.
  • Ja.
  • Nämlich von hinten.
  • Das hast bisher nur [Sperren: du] gesehen.
  • Ja, das habe ich gesehen. Aber das war meine Assoziation. Und … Und ich finde auch, dass muss sich ein Künstler gefallen lassen. Weil …
  • Dagegen habe ich doch gar nichts.
  • … du bist immer so … so von wegen: [Sperren: Ich] hab' mir darüber Gedanken gemacht.
  • [Sperren: Ja]. hab' ich auch.
  • [Sperren: Ich] wusste, warum ich es mache. Und daraus erwächst Kunst. Daraus erwächst etwas Besonderes. Und das derjenige, der sich das aber anschaut, vielleicht eine ganz andere Assoziation hat. Und das vielleicht die andere Assoziation auch deswegen … [Sperren: eher] als Kunst und als etwas Besonderes wahrgenommen wird, als das, was der [Sperren: Künstler] sich selber … oder der Schaffende sich selber vorgestellt hat.
  • Das war ja vorhin dieses Ding. Dass du immer die Materialität Materialität bei den Arbeiten siehst und das dir das …
  • Und man kann …
  • … gefällt, aber gar nicht weißt, was der Künstler selber …
  • Und ich …
  • Deshalb ist das auch okay.
  • Ich bin mal … Ich fand das gerade ganz toll, was ich gesagt habe. Und zwar: Ich finde …
  • Selbstverliebt!
  • Unterschied Schaffender und Künstler
  • Äh … Ich finde den Begriff und zwar der [Sperren: Schaffende] … viel schöner, als der [Sperren: Künstler]. [Sperren: Weil] der [Sperren: Schaffende] wird erst dann zum Künstler, wenn nämlich die Außenstehenden ihn dazu machen.
  • Nee. Das gefällt mir nicht.
  • Und das gefällt mir [Sperren: viel] besser.
  • [Sperren: Nee.]
  • Das gefällt mir viel besser.
  • Ich will ja in meiner kleinen Kammer sein können, …
  • Und das …
  • … ohne gesehen zu werden. Und trotzdem …
  • Und das …
  • … das Gefühl zu haben …
  • … möchte ich auch, dass das [Sperren: drinne] [Fußnote: In den Notizen auf dem HGB-Server] steht. Dass ich nämlich sage, …
  • Wird gelöscht!
  • … dass … dass Kunst erst zu …
  • Gelöscht.
  • … Kunst gemacht wird. Während das andere nur der Schaffende ist, der etwas schafft. Äh … Und … ähm …
  • Hä. Der Schaffende braucht aber kein Publikum. Das meinst du jetzt.
  • Genau. Genau.
  • Dann bin ich ein Schaffender.
  • [Sperren: Ja!] Und kein Künstler. Und ich finde das viel treffender. Und passender, als …
  • [Sperren: Dann bin ich jetzt] Friedrich Fröhlich, Schaffender. So.
  • … als … äh … Und das ist überhaupt nicht abwertend!
  • [Sperren: Nein nein nein nein nein!] Aber du unterscheidest jetzt halt zwischen Kunst, … äh … die gesehen wird. Und Kunst, die … äh … die nur die Person sieht, die das macht.
  • Ja. Und da sind wir doch bei deinen Verhüllten. Wo keiner …
  • Das ist ja jetzt die nächste … nächste Gruppe.
  • Ja. Wo man es nicht wahrnehmen konnte. Wo man gar nicht einschätzen konnte … Ist das jetzt Kunst, …
  • Das ist schön. Ja.
  • … oder kann das weg.
  • Ja.
  • Ja. Äh Und … Und … Ich … Also …
  • Lass uns erst einmal das hier …
  • Gut. Zu diesem Bild.
  • Genau. Mit den Geraden.
  • Äh. Diese Geraden. Weil vielleicht ist auch diese Assoziation dabei, weil wir vorhin von diesen Nagelbildern gesprochen haben …
  • [Sperren: Ja.]
  • Das ist auch ein Nagelbild.
  • Oder bei Jesus. Das mit der Krone. Ne?
Herme notiert nach Telefonat mit Bachmann zu Alberti fahren Holz für linke Kopfhälfte auf 105,744 mm (106 mm) hobeln HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 notiert in Hochschule bringen: Hartmetallbohrer, Hammer, Dübel 6 x 30, Schrauben 4,5 x 40 mit Hartmetallbohrer 6 mm Löcher für Aufhängung bohren Tiefe mindestens 45 mm Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt wird aufgehangen rundgang7-k.jpg Ansicht Flurarbeiten, mit schwarzen Klebestreifen-Geraden rundgang8-k.jpg Löcher für Hängung Ganzkörper schief, neue Löcher gebohrt Holz Rückseite Flügeltürrahmen platzt wegen Schrauben leicht, am Donnerstag Schrauben mit Klebeband umschließen am Donnerstag schauen, dass Kopierer und Flyer verschwunden sind ansonsten Hausmeister Hausmeister fragen
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Künstlersignatur Künstlersignatur Arbeiten im Klassenraum signiert Signatur: Friedrich Fröhlich F nur nach rechts horizontale Striche etwas krakelig geschrieben auf verhüllter Arbeit Rückseite Holzkasten auf Selbstbildnis auf Transparentfolie ebenfalls Rückseite Holzkasten Geradenbild Geradenbild mit 1 / 5 Auflage (5 / 5 ist Künstler-Exemplar) andere Geradenbilder zum Nachhängen in Büro gebracht Hausmeister Hausmeister gesprochen wegen Bohren im Flur und Abhängen der Infotafeln Tafeln werden heute abmontiert wenn am Donnerstag noch eine hängt neben meiner Wand, ihn fragen, ob er sie auch noch abmachen kann Herme Herme kurz mit Bachmann wegen Fräsen gesprochen da Probleme mit Daten dauert Start Fräse Fräse noch mit Alberti wegen maximale Dicke Holz bei Dickenfräse gesprochen maximal 20 cm, bei 17 cm also kein Problem Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Es … Ich wollte ausprobieren, ob ich das, was ich bei Gerhard Richter Gerhard Richter gesehen und beobachtet habe, ob ich das nachmachen kann. Und … äh … weil Ölfarbe so teuer ist …
  • Ach so, damit du das mal kennen lernst. [Eventuell falsch übersetzt, 2:41:40.]
  • … und mir die Werkstatt, das Atelier, fehlt.
  • Okay.
  • Wollte ich es erst einmal in klein ausprobieren. Um es dann ins Große zu übersetzen.
  • Das war ja auch dann deine Idee, dass ich bei eBay solche Sachen vertickere, groß mache. Und dort verkaufe. Teuer. Ne? Irgendwann hattest du mir das mal gesagt.
  • Ich … Ich hab' zu dir gesagt, dass … äh … dass man … äh … mit … äh … äh … äh … Kunstkopien relativ leicht Geld verdienen …
  • Mhm.
  • Künstler kopieren
  • … kann. Indem man einfach Künstler kopiert. Kunstarbeiten kopiert.
  • Dann bin ich ja selbst keiner mehr!
  • Äh … Und diese verkauft.
  • Dann bin ich kein Künstler mehr.
  • Auf diesen Zug von Gerhard Richter, also diese Rakeltechnik, sind ja schon viele aufgesprungen. Man findet da auch Videos auf YouTube YouTube , [Sperren: wie] das gemacht wird.
  • Hast du mir gezeigt. Ja.
  • Äh … Und diese Menschen bekommen teilweise vi… viel … teilweise tausend, zweitausend Euro für ein Bild.
  • Mhm.
  • Sie haben weder die Technik selbst erschaffen. Äh … ähm …
  • Das war's schon.
  • Äh … Sie hatten auch diese Idee … diese Begabung nicht. Äh … Sie sind eben auf diesen … auf dieses Geschäftsmodell Kunstmarkt , was es … Im nachhinein hat's sich eben als Geschäftsmodell auch gezeigt. Oder es hat gezeigt, dass es geeignet ist für … um … um Werte anzulegen. Es hat materiellen Wert. Äh … Es beinhaltet einen Geldwert. Das haben sie gesehen und kopieren es jetzt erfolgreich. Und verdienen … äh … damit … Geld.
  • Ich kann mir eben nicht vorstellen, dass der Künstler … ähm … von sich aus sagt, das ist ein Geschäftsmodell für ihn. Das kann ich mir nicht vorstellen.
  • Nein! Nein. Aber es hat sich als Geschäftsmodell …
  • [Sperren: Erwiesen. Ja!]
  • Als geeignet erwiesen.
  • Aber wenn [Sperren: du] ihn jetzt fragen würdest: Äh … ähm … Sehen Sie das selber als Geschäftsmodell. Denkst du, er antwortet mit "Ja"?
  • Inzwischen wird Gerhard Richter sagen: Ja.
  • Das ist ein Handwerk Handwerk .
  • Weil andere …
  • Sozusagen.
  • Weil andere, die es ihm nachmachen, haben es ja bewiesen. Dass man alleine mit der Kopie seiner Arbeiten Geld verdienen kann.
  • Ja aber das heißt ja nicht, dass er seine eigenen Arbeiten als Geschäftsmodell betrachtet. Als Geld sozusagen. Dinge, mit denen man ein Geschäft macht. So.
  • Na ja …
  • [Sperren: Kann] ja immer noch sein, dass es ihm um etwas anderes geht!
  • Das [Sperren: eine] ist … Das [Sperren: eine] ist das des abstrakten Geschäftsmodells. Das andere ist, ob er es als Geschäftsmodell [Sperren: betreibt]. Gerhard Richter wird vielleicht sagen: Äh … Ja, abstrakt dürfte es geeignet sein, weil man kann mit meinen … Wenn ich jetzt sagen will, ich brauche morgen nen … nen Porsche. Dann … äh … werde ich mich zwei Wochen jetzt hinstellen. Werde dieses Bild machen. Und kann mir davon einen Porsche leisten.
  • So denkst [Sperren: du] denken [Sperren: die]!
  • Ähm … Nein. Würde … Ich glaube, so würde er sagen.
  • Okay.
  • Muße faul
  • Das heißt also, es ist abstrakt geeignet als Geschäftsmodell. Wenn er ein Porsche braucht, macht er ein Bild. Er tauscht das Bild gegen einen Porsche. Materieller Wert gegen Materieller Wert. Und er hat's. Wenn … Allerdings wird er mir sofort sagen: Aber ich brauche es ja gar nicht. Ich bin ja gar nicht drauf angewiesen. Das heißt, ich werde nur [Sperren: dann] ein Bild malen, wenn mir danach ist. Wenn meine Muße da ist. Wenn mein Innerstes der Meinung ist: Du musst jetzt noch einmal so ein Rakelbild machen. [Sperren: Dann] werde ich das machen. Klar. Er hat inzwischen, weil er halt finanziell frei ist, andere Möglichkeiten. Wenn er achtzehn gewesen wäre … Wenn er jetzt achtzehn gewesen wäre … ähm … und er muss überlegen, wie kauft er nächste Woche die Ölfarbe ein. Ich … Ich glaube, ein son Bild kostet vier … fünftausend Euro. Nur an Ölkosten.
  • Mhm.
  • Geld verdienen, um überhaupt Kunst schaffen zu können
  • Nur an Farbe. Ja? Das heißt also: Wie will er sich denn das nächste Bild leisten? Er muss also erst einmal eins machen. Damit er das Geld für das nächste Bild hat. Ähm … Da würde er als Achtzehnjähriger sagen: Ja, logisch. Ich werde jetzt eins machen. Kaufe für viertausend Euro Farbe. Verkaufe das Bild für Fünfzehntausend. Habe dann wieder Viertausend für eine Farbe und von dem Gewinn kann ich mir mein Brötchen Sonntags kaufen.
  • [Pause.]
  • Ich habe eine kleine Hoffnung. [Lacht.] Gerade gespürt. [Lacht.] Dass da doch noch mehr dahinter schlummert. Weil du nämlich gerade gesagt hattest, … ähm … bräuchte er das Geld jetzt nicht, um sich das Auto leisten zu können, … äh … ähm … dann muss immer noch eins sein. Und zwar: Eine Muße. Oder … Oder … Oder das Verlangen halt, das jetzt herzustellen. Ne?
  • Ja.
  • So. Und das ist ja komplett frei von Geld. Von Geschäft. Von Kunstmarkt. Dieses Verlangen etwas … Also dieses … diese Muße. Äh … Sich die Zeit zu nehmen und etwas zu schaffen. Vielleicht Freude beim Schaffensprozess zu haben.
  • Mhm.
  • Ich [Sperren: denke] nämlich, dass er gar nicht, während er es schafft, gar nicht an einen Porsche oder so denkt. Ich glaube, der … diejenigen, die das groß machen, die … die … die … die … die … die denken in dem Moment Moment bloß an das, was sie gerade machen.
  • Ja. Okay.
  • Und … Das war mir aber ganz wichtig! Dass das … Dass eben die Kunst [Sperren: nicht] das … ein Geschäftsmodell ist. Sondern hinter … hinter dem Schaffen von Kunst steckt eben vielleicht doch etwas anderes.
  • Ja.
  • Als dieses Geschäft. Sondern etwas ganz menschlich … ähm … Würdevolleres. Weißt du?
  • Mhm.
  • Nicht … Nicht so konsumorientiert. Irgendwie.
  • Ja.
  • Das kam gerade raus! Das fand ich schön!
  • Ja.
  • Oder … Oder bin ich da total falsch gerade auf dem Dampf…? Aber du hast es mit der Muße gesagt. Und das war [Sperren: komplett] anderer … Ansatz … Das sieht so aus, als wäre das Geschäftsmodell lediglich … äh … ähm … was [Sperren: danach] kommt. Dann. Das ist ja in Ordnung. Wenn …
  • Ja.
  • So. Aber das [Sperren: davor]. Die Kreativität. Diese Muße. Und so. Dass [Sperren: das] immer noch da sein muss. Und das hat nichts mit Geld zu tun.
  • Alexanders Erfolgsmodell
  • Okay. [Räuspert sich.] Ich habe hier mal ein ganz einfaches … äh … ähm … ähm … ein ganz einfaches … ähm … Erfolgsmodell aufgeschrieben. Was ich … äh … jedem Kunststudenten Kommilitone mit auf dem Weg geben möchte. Ja?
  • [Pause.]
  • Man hat [Sperren: drei] Möglichkeiten.
  • [Ins Mikrofon gesprochen:] Er meint [Sperren: mich] damit.
  • [Lautes Rascheln.]
  • Also. Was hab' ich gemacht. Ich habe einmal ein Quadrat gezeichnet. Da hab' ich Muße reingeschrieben. Dadrunter hab' ich ein Dreieck gezeichnet und habe Geschäft geschrieben. Und darunter habe ich … äh … Das Viereck mit Muße [Sperren: plus] das Dreieck Geschäft [Sperren: ist gleich] Erfolg Erfolg . Und wenn …
  • Das sieht aus wie das Bauhaus Bauhaus -Logo.
  • Und wenn du mich fragst, … äh … sollte ich mein zukünftiges … äh … äh … Dasein … ähm … damit verbringen, nur noch Dinge zu machen, zu denen ich Muße habe, würde ich auf jeden Fall sagen: Nein. Weil … äh … Du pokerst damit. Das ist wie russisches Roulette. Entweder du verarmst, oder du hast Glück und wirst damit erfolg…
  • Das machen aber die meisten Künstler, ne?
  • …reich.
  • Und deshalb sind die meisten Künstler arm.
  • Ja. Und deswegen hab' ich's durchgestrichen und hab' gesagt, es wäre [Sperren: nicht] der Tipp, den ich dir oder den ich allen anderen Kunststudenten geben würde, wenn …
  • [Laut:] Mein Herz blutet!
  • … ihr die Schule verlässt. Das weiß ich. [Sperren: Du] glaubst nämlich auf genau [Sperren: dieses] Feld setzen zu müssen. Das Zweite …
  • Das ist so wie so ein Traum. Weißt du?
  • Das Zweite ist das Dreieck Geschäft. Also halt Geschäftsmodell.
  • [Gießt Tee in seine Tasse.]
  • Niesche suchen
  • Suche dir eine Nische. Mache Kunst für diese Nische. Mache Kunst im Sinne von Geschäft.
  • [Stöhnt.]
  • Verdiene damit Geld. Werde ganz schnell reich. [Sperren: will] ich gar nicht! Du versuchst es mir manchmal zu [Sperren: unterstellen]!
  • Das wird 'rausgestrichen.
  • Das [Sperren: will] ich überhaupt nicht.
  • Das wird 'rausgestrichen! Gecuttet!
  • Was ich aber möchte, ist, … ähm … Vielleicht hab' ich's sogar falsch aufgezeichnet. Was ich aber möchte, ist: [Sperren: suche] dir eine Nische. Suche dir ein Geschäftsmodell. Verbinde es mit deiner Muße. Also bring' das in Einklang. Und du wirst erfolgreich sein. Du wirst eine [Sperren: Garantie] haben. Weil es halt eine Nische ist. Weil es halt ein Geschäftsmodell ist. Du wirst erfolgreich im geldlichen Sinne sein. Weil … Du wirst [Sperren: nie] mehr Probleme haben zu überlegen, wie finanziere ich meine nächste Ausstellung. Wie finanziere ich … äh … meine nächste Leinwand. Ähm … Und du wirst auch deine Muße brauchen, … ähm … um dich zu motivieren. Um dieses Selbstverständnis weiter zu entwickeln. Ähm … Um auch eine Begründung für dein … für deine Kunst zu haben. Aber kombiniere es und du wirst erfolgreich sein.
  • So. Nur ganz kurz zusammenfassen. Damit ich es richtig verstanden habe. Bitte berichtige mich. Bei dir klingt es jetzt so, als ginge es nicht darum, … ähm … etwas zu Schaffen, [Sperren: weil] man es gut zu Geld machen kann. Also dass das nicht im Vordergrund steht. Ein Geschäft … Also weißt du … Och, ich will jetzt ein Geschäft haben, also mache ich Kunst. So. Sondern du sagst es jetzt so, … ähm … ähm … man sollte bereits … ähm … etwas schaffen, … äh … was einem liegt, wo man … man sich ausdrücken kann. Was sein Material ist. Und wenn das [Sperren: gleichzeitig] noch bei den Leuten gut ankommt, dann mach' daraus, aus dem, was du eh schon gerne machst, ein Geschäft. Aber [Sperren: nicht], dass man etwas schafft, [Sperren: weil] es im Geschäft gut läuft. Hab' ich das richtig verstanden? Was ja sehr sehr gut ist.
  • [Pause.]
  • Nee.
  • Also okay. Dann ist das …
  • [Nicht verständlich, 2:49:45.]
  • Weil du hast es genau umgekehrt gemacht.
  • [Lacht.]
  • Ich hatte … Ich hatte …
  • [Lacht.] Ich hätte es jetzt gut gefunden!
  • Also … Also es ist übrigens ganz clever. Und zwar … äh … ist das glaube ich immer etwas, was man wissenschaftlich untersuchen könnte. Nämlich …
  • Mit Dreieck und Quadrat!
  • … nämlich … ähm … Folgendes. Ich habe erst gezeichnet … ähm … Nimm deine Muße …
  • [Ungläubig, leise:] Das Geschäft?
  • Das, was du gut kannst.
  • Ja?
  • Und versuche auf dem Feld, was du gut kannst, … äh … ein … ein … ein … eine Nische zu suchen. Und dann wirst du erfolgreich sein.
  • Aber so hab' ich das doch gerade gesagt. Oder?
  • Ich glaube aber … Ja, das hast du gerade auch gesagt. [Sperren: Ich habe aber etwas anderes behauptet. Meine Theorie ist: Mache es umgekehrt. Näml…
  • Ähm … Suche dir [Sperren: erst einmal] eine Nische. [Lacht laut auf.]
  • Gucke, ob du …
  • [Lacht immer noch.]
  • … Geld verdienen [Sperren: könntest].
  • [Lacht weiter.] [Sperren: Nein!]
  • [Sperren: Plus] … ähm … Schaue, ob du überhaupt die Begabung und das [Sperren: Können] dafür hast. Und dann wirst du erfolgreich sein.
  • Geschäftsmann, kein Künstler
  • Dann bin ich aber [Sperren: kein Künstler]! [Sperren: Echt nicht!]
  • Was?
  • [Sperren: Dann] … Dann bin ich ein Saleman. Ein Businessman.
  • Aber das ist meine Empfehlung an die Kunststudenten. Um erfolgreich zu sein.
  • [Sperren: Ja], aber dann ist es keine Kunst!
  • Das ist sozusagen …
  • Geldkunst
  • Dann ist es keine Kunst, die rauskommt! Sondern das ist Geldkunst!
  • Okay.
  • Die rauskommt.
  • Und zwar ist das, was ich hier gerade gemacht habe, …
  • Ich will … Ich mache mich hier gerade … [Nicht verständlich, 2:51:00.]
  • Und zwar ist das, was ich gerade gemacht habe, dein Businessplan.
  • Ich bin hier wirklich … [Lacht.]
  • Dafür möchte ich auch Geld hier haben, ne? Für diese Beratung.
  • [Lacht.] Das wird gescannt.
  • Ich … Ich hab' hier … Du kannst das gerne fotografieren.
  • Ich nehme das mit.
  • Und zwar habe ich … ähm … habe ich hier gerade ein … ein … äh … äh … [Sperren: Businessplan] aufgestellt. Äh … Für … Für Kunst…
  • [Lacht laut auf.]
  • …studenten.
  • Ich will das gar nicht hören jetzt!
  • [Sperren: Wie] man Erfolg hat.
  • [Pause.]
  • Ich will dir ein Beispiel geben. Und zwar Folgendes …
  • Wirklich erst Geschäftsidee und dann Kunst?
  • [Sperren: Warte mal! Warte mal!] Ganz ganz kurz. Ich will doch jetzt … [Sperren: Ja] … Das ist jetzt deine Idee von wie man erfolgreich werden kann. Erst die Geschäftsidee haben und dann Kunst machen, die darauf basiert. Und dass man dann damit Geld verdienen kann. Gut so.
  • [Pause.]
  • Denkst du [Sperren: wirklich], dass diese großen Werke, also außer bei dem jetzt … Jeff Koons Jeff Koons , da kann ich mir das sogar vorstellen … Aber das jetzt bei Gerhard Richter oder so, dass die [Sperren: wirklich] entstanden sind, weil er eine Geschäftsidee hatte und danach dann die Kunst gemacht hat?
  • [Atmet tief ein.]
  • Weil er Geld verdienen wollte? Ich [Sperren: kann's] mir … Warte mal. Ich [Sperren: kanns's] mir nicht … Ich will's noch einmal sagen: Ich kann's mir nicht vorstellen.
  • Ja.
  • Aber bei niemandem. Kann ich mir das vorstellen.
  • Dann musst du natürlich Gerhard Richter fragen. Aber Folgendes. Ähm … Ich frage mich, [Sperren: wie] kann ich mir jeden Monat … äh … Öl und Leinwände und Werkstatt im Wert von vier … fünftausend Euro monatlich leisten, wenn ich nicht etwas verkaufe. Also das geht auch mit Hartz 4 nicht.
  • Ja.
  • Mit sechshundert Euro.
  • Dann müssen wir da ganz ganz langsam rangehen. Warte mal ganz kurz. Dann gehen wir jetzt davon aus: Er hat kleiner angefangen. So. Die … Die konnten sich vielleicht … Wir wissen es jetzt nicht. Aber die konnten sich verkaufen. Er hat ein bisschen mehr Geld bekommen. Also konnte er sich größere Leinwände kaufen.
  • Er ist sozusagen mit den Schritten größer geworden.
  • Ja. Ja.
  • Und jetzt kann's natürlich sein, dass sich das Verhältnis umdreht. Ne? Also das … Das zuerst sozusagen die Muße, diese … äh … äh … Diese Tatkraft, Kunst machen zu wollen, dabei war. Äh … äh … ähm … So und dann kam: Oh, das kann sich ja auch gut verkaufen! Und das am Ende, wo es dann immer größer wurde, ging plötzlich das Geschäft [Sperren: über] diese Muse Muse rüber. Dass also sozusagen das Geschäft plötzlich … äh … über der Kunst stand. Auch wenn die Kunst am Anfang immer noch … ähm … ohne Geschäft eigentlich funktionierte. So kann ich es mir noch vorstellen. Bei denen, die ganz ganz viel Geld damit verdienen. Dass am Anfang aber immer noch sozusagen nicht das Geschäft stand, sondern …
  • Ja. Ja.
  • [Sperren: Außer] bei dem Koons. Nimm den echt raus.
  • Ja. Ja. Man … Man … Man kann … Man kann natürlich bestimmte Fragen wirklich nur an an an den Ausnahmen erst einmal sichtbar machen. Ja? Wenn ich jetzt sage: Ich will das jetzt nachmachen. Das ist auch manchmal etwas …
  • Ja.
  • Bestimmte Dinge sind einfach schwierig nachzumachen. Weil sie viel Geld kosten.
  • [Sperren: Der hat] es nur gemacht, [Sperren: weil] es Aufmerksamkeit …
  • Ja.
  • … ist. Weil es Geld …
  • Ja.
  • Das ist mir klar!
  • Nur mal angenommen, jemand sagt: Das ist eine Nische. Das wollen Leute auch in ihrem Vorgarten …
  • Das ist eine Nische. Ja.
  • … haben. Mal angenommen. Ja?
  • Das kann bloß er oder Leute, die sich damit schon auskennen.
  • Da muss man natürlich [Sperren: Geld] haben, um sowas auch erst einmal … Also ich meine, man muss erst einmal zwanzig von diesen Exponaten schaffen, bis man auch zufrieden ist. Bevor man gemerkt hat, das ist die Technik.
  • Ja. Klar.
  • Das ist die Farbe. So mache ich's haltbar. Ja? So kann ich es transportieren. Ähm … Aber woher soll ich denn das Geld nehmen, …
  • Ja.
  • … wenn ich nicht irgendeine Einnahmequelle …
  • Ja.
  • … habe?
  • Dann hat er aber natürlich ein besseres Geschäftsmodell als dieser Gerhard Richter. Weil ich meine, am Ende haste dann ein Rakel und hast Ölfarben. Wenn du das willst. Du brauchst bloß Zeit, …
  • Ja.
  • … viel Muse da reinzu…
  • Ja. Ja.
  • …stecken. Aber … Du gehst schon wieder …
  • Alexanders Rat an Kunststudenten
  • Aber das muss man doch … Das muss man doch den Kunststudenten [Sperren: sagen]! Leute, ihr … ihr müsst euch überlegen: Wie könnt ihr im nächsten Monat … äh … eure Farbe bezahlen!
  • [Ins Mikrofon:] Hört bitte alle nicht zu!
  • Das könnt ihr nicht mit … Das könnt ihr nicht mit Hartz 4 bezahlen.
  • [Lacht.] Machen aber ganz viele!
  • Äh … Ja. Und deswegen sind sie ja auch … dümpeln sie vor sich hin!
  • [Sperren: Nein]! Viele verdienen mit anderem ihr Geld und machen dann halt … äh … frei Kunst. Ohne … Weil … Weil sie vielleicht [Sperren: wollen], dass ihre Kunst nicht [Sperren: befleckt] wird von diesem Gedanken, … äh … äh … das Geld steht am Ende im Vordergrund. Bei dem, was sie schaffen. Das [Sperren: wollen] viele glaube ich gar nicht. Also ich will's zumindestens nicht. Da würde ich mich schlecht fühlen. Du kannst dir das gar nicht vorstellen! Weil … Ich … Ich glaube, viele wollen das nicht als Geschäftsidee wahrhaben. Du redest jetzt natürlich davon. Das ist dann Erfolg für dich. Und so weiter und so fort. Aber ich glaube, das wollen viele gar nicht.
  • [Möchte unterbrechen.]
  • [Sperren: Das Schönste ist doch] … Das Optimalste wäre, wenn ich es nicht [Sperren: will] …
  • Dann …
  • Optimal, wenn das, was ich mache, erfolgreich ist
  • [Sperren: Nein nein nein nein!] Wenn ich es nicht will. Nicht tue. Und wirklich nur das mache, was ich mache. Und [Sperren: dann] das plötzlich gesehen wird. Erfolgreich wird. Und ich wirklich dann für mich halt weiterhin das machen kann, was ich will. Und das würde erfolgreich. Dann habe ich doch das auch geschafft. Aber ich habe nicht das Businessmodell dadrüber gelegt. Von Anfang an. [Sperren: Das] wäre mir wichtig.
  • [Pause.]
  • Das ist ein Spagat …
  • [Sperren: Dann] …
  • … am Ende.
  • Dann haben wir … Dann haben wir aber auch diese Definition, dass es eigentlich kein … kein … [Sperren: Künstler] im berufstechnischen Sinne gibt. Also … Künstler ist kein Berufsbegriff. Weil … ähm …
  • Ist es auch nicht. Aber Berufskünstler.
  • Weil dann haben wir zum Beispiel doch den Maurer. Den wir heute schon einmal hatten. Der eben sein Geld mit Mauern verdient. Und das Geld, was am Monatsende übrig bleibt, das verwendet er eben in, meinetwegen, Kunst. Rakeltechnik. Oder hier diese Luftballons. Äh … Und hat sich da dann auch irgendwann einen Namen damit gemacht. Dann ist er Maurer [Sperren: und] Künstler zugleich.
  • Mhm.
  • So. Und dann kommt man aber auch in diese Sphäre, wo eben das doch manchmal eben gesagt wird: Du machst in deiner Freizeit … Du arbeitest bei uns in der Firma und in der Freizeit fotografierst du. Also da … da liegt das immer so nah, das so abzutun. So als semiprofessionell.
  • Mhm.
  • Ähm … Hobbymäßig. Das … Das ist doch niemand, der Berufsfotograf ist. Oder der den ganzen Tag fotografiert. Ähm … Das ist so diese … diese Einstellung. Oft. Das man sagt: Künstler ist man entweder zu hundert Prozent oder gar nicht. So. Und wenn du aber sagst, dass hundertprozentige Künstler es gar nicht gibt, weil die müssen eben acht Stunden am Tag bei Kaufland an der Kasse sitzen und irgendwelche Fleischsachen über die Kassentheke ziehen, damit sie am Abend noch eins zwei Stündchen Zeit haben, um … Weil sie sonst das Geld nicht hätten für …
  • Das ist jetzt deine [Sperren: extreme] Vorstellung davon.
  • Ja.
  • Ich meine, jetzt schau mich doch mal an. Ich bin Programmierer und verdiene mit wenigen Stunden genug Geld, damit ich mir den Rest des Tages eigentlich mit dem, was ich würde wollen …
  • Du bist in gewisser Weise auch privilegiert. Ne? Also gucke dir doch mal deine Kommilitonen … Schau dich mal in deiner Klasse um. Und sage mir, womit die anderen in deiner Klasse tagsüber Geld verdienen, damit sie anschließend … äh … äh … Kunst machen können. Und dann wirst du nicht viele finden, die so leicht so schnell Geld verdienen. Ne? Ähm … äh … Ich glaube, es ist einfach [Sperren: naiv] zu denken, ich studiere da vier fünf Jahre und … äh … bin dann auf dem Markt und … äh … äh … äh … Nur weil ich mich Künstler nennen darf, so quasi durch Urkunde Urkunde , [Sperren: bin] ich auch ein Künstler.
  • Nee. Du kannst dich ja auch Künstler nennen, ohne einen Beruf …
  • Das ist mir zu … zu kurz gedacht. Ne? Und … Und es ist wirklich … Also ich wollte dir einfach mal …
  • [Sperren: Ich wollte dir] aber, bevor du … Ich wollte dir sagen … Ich will dir bloß sagen, dass mein Eindruck von der Hochschule ist, wo ich jetzt Kunst studiere, der ist, dass die gar nicht das [Sperren: Ziel] haben, dass du am Ende auf dem Kunstmarkt bist.
  • Ja.
  • [Sperren: Warte] mal kurz.
  • Das glaube ich auch.
  • Da gäbe es dann mehr Kurse, wo es ums Geld verd…
  • Ja.
  • …ienen, um Marke Ich und so weiter … Da gab's einen ganz kleinen Kurs und so weiter.
  • Ja.
  • [Sperren: Sondern da] … Das finde ich aber so sympathisch.
  • Nein.
  • Ausdrücken, nicht Geld verdienen wollen
  • [Sperren: Warte doch mal!] Das finde ich aber eben so symp… sympathisch. Weil da geht's wirklich eher darum, was willst [Sperren: du] eigentlich. Was willst du eigentlich ausdrücken? Worum geht es dir? Und das es nicht darum geht, was die [Sperren: Anderen] in dir gerne hätten wollen. Wofür sie viel Geld ausgeben wollen. Das würde mich [Sperren: total] nerven!
  • Das hat natürlich auch eine juristische Komponente. Stell dir vor, sie müssten garantieren, dass sie nach dieser Ausbildung … äh … qualifizierte Künstler auf dem Markt bringen. Die dann Geld verdienen können. Ja?
  • Das könn… Das kann aber keiner. Ein Jurastudium kann das auch nicht …
  • Ja aber da gibt's …
  • … leisten.
  • … Statistiken, dass halt eine gewisse … Auch bei den BWL'ern … Eine bestimmte Prozentzahl von diesen Menschen werden irgendwann einmal in diesen ganz klassischen …
  • Ja.
  • … Klischee Klischee -Berufen arbeiten. Als Richter, …
  • Ja.
  • … als Staatsanwalt, als … äh … ähm … ähm … Rechtsanwalt. Oder als Firmenanwalt. Und werden damit ihr Auskommen haben. Ein [Sperren: gutes] Auskommen.
  • Ja.
  • Hochschule kann Erfolg garantieren
  • Das kann diese Hochschule, je besser sie ist, kann sie das teilweise sogar [Sperren: garantieren]. Das macht Harvard zum Beispiel. Ja?
  • Ja.
  • Oder Princeton. Die können garantieren, dass sechzig Prozent der Abgänger erfolgreich sein …
  • Ja.
  • … werden.
  • Vielleicht [Sperren: will] das aber gar nicht … eine Kunsthochschule gar nicht. Vielleicht hat sie im Hintergrund gar nicht dieses [Sperren: Geldliche].
  • Sie kann es nicht [Sperren: leisten].
  • Sie [Sperren: will] es vielleicht gar nicht! Das ist [Sperren: mein] Blick.
  • Sie kann das niemals garantieren.
  • Okay. Du … Du denkst, sie kann es nicht leisten, nicht garantieren. Und ich sage: Sie will es vielleicht gar nicht. Dann haben wir jetzt aber zwei unterschiedliche …
  • Das ist einfach nur ein cleverer Schachzug, …
  • … Ansichten.
  • … es nicht zu wollen. Weil sie es nicht kann.
  • Du … Du siehst mich als Ausrede. Also das ich das als Ausrede verwende. Ich sehe das als ehrliche Antwort. [Sperren: Warum] muss die Kunst automatisch etwas mit Geld zu tun haben. Oder Geldverdienen haben wollen.
  • Ja.
  • Das [Sperren: muss] … das …
  • Ja.
  • Das [Sperren: sollte] sie doch gar nicht.
  • Ich …
  • [Sperren: Weil] … [Sperren: Warte mal, warte mal!] Dann wären wir doch wieder bei dem Punkt, … äh … wo ich meinte … äh … ähm … würde … Also entsteht nicht erst … Also wenn Kunst abgelehnt wird. Und später dann erst berühmt wird, oder so. Oder … Oder wenn du etwas ganz Neues schaffst, was von den Leuten eben noch nicht verstanden wird. Dann kann es trotzdem … äh … der [Sperren: Start] von etwas ganz Neuem gewesen sein, worauf ganz ganz viel anderes danach fußen wird. Aber dieses Neue wäre doch nie entstanden, wenn du wirklich auf ner Marketingschule gewesen wärest. Namens Kunststudium. Wo du halt eigentlich bloß lernst, wie schaffst du es, in dem Kunstmarkt … äh … viel Geld zu verdienen.
  • Das ist ja nur eine [Sperren: Annahme] von dir.
  • Ja. Von dir war das aber auch eine Annahme. Ich weiß zwar nicht was … [Lacht.] Aber … [Sperren: Jetzt] werde ich hier wild! [Sperren: So!]
  • [Lacht.] Äh …
  • Wir machen …
  • Das Schöne ist doch, … äh … dass du mich nicht überzeugen musst. Von deiner Ansicht. Sondern du wolltest mich interviewen, wie [Sperren: ich] bestimmte …
  • [Unterbricht laut:] [Sperren: Ich esse weiterhin Gummibärchen. Pärchen.] [Lacht.]
  • Alexanders Theorie
  • Ja. Pass auf. Ich wollte dir meine Theorie …
  • [Lautes Rascheln.]
  • … noch einmal erklären, warum ich …
  • [Rascheln wird lauter.]
  • … warum ich nicht Quadrat …
  • [Lacht.]
  • … plus Dreieck, sondern Dreieck plus Quadrat …
  • Das hab' ich schon verstanden. Aber es stört mich richtig.
Klasse Bildende Kunst HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 umsetzen 1 heute: verhüllt verhüllt A neue A4-Arbeit verhüllen Format 21 x 29,7 cm + 1 cm Zusatz je Seite = 23 x 31,7 cm bei Alberti zwei Platten 23 x 31,7 cm, passende Leisten (maximal 1 cm dick) zuschneiden oder heute Abend im Baumarkt zuschneiden lassen (vier Platten für zwei verhüllte Arbeiten) Leistenlänge insgesamt 109,4 cm je verhüllter Arbeit (- Leistendicke) Arbeit reinlegen, zunageln (vier Nägel je Platte, wie Kilian empfohlen) B für Folienbild dünne aber stabile Platte im Hintergrund + Leisten (wie bei verhüllter Arbeit, Leisten eventuell schlanker, Vorrat zu Hause nutzen) Folienformat = Plattenformat = 21 x 29,7 cm (zwei Stück) Folie an Leisten mit Reißzwecken befestigen (McPaper) Heftklammern aus Folie entfernen wenn Befestigung nicht gut ausschaut Folie wie bei verhüllter Arbeit in Kasten legen bei beiden: Leisten in Eisenbahnstraße Eisenbahnstraße selber zuschneiden 2 morgen Termin mit Bachmann 3 Donnerstag: beide Arbeiten für Flur verpacken, in Raumecke stellen und mit "Rundgang-Arbeiten" beschriften nachdem Stühle + Tische verstaut, ebenfalls hinter Wand schieben (am Freitag) nicht auszustellende Arbeiten und Material aus Klassenraum in Eisenbahnstraße bringen (Straßenbahn) 4 Freitag: Arbeiten werden im Klassenraum aufgehangen 5 Samstag: mit Wei im Flur Arbeiten aufhängen (bis 17:00) Infoplatten vorher abhängen, eventuell Hausmeister Hausmeister fragen Bohrer, Dübel, Schrauben, Lineal, Waage mitnehmen nach Testhängung wieder verpacken und in Klassenraum stellen dann noch Montag bis Donnerstag Zeit für Änderungen da Hammer in Klassenraum vergessen, morgen Arbeit verhüllen mit vier kleinen dunklen Nägeln heute schon geleimt umsetzen Reißzwecken morgen kaufen Herme Herme Einzelgespräch Ohme in Blender Daten für morgen vorbereitet 150 = 15 cm Abstände für Vergleich Gipsbüste und digitale Büste Büste : kurz vor Ohr Abstand 15 cm größter Abstand Schultern 47 cm Brustwarzen 19 cm Mund innen bis hoch zur Nasenoberpunkt 8 cm Brustbereich komplett durch Fläche ersetzt Arme erst nach Fräsen absägen Büste geneigt, damit Nase genau an Schnittkante drei Schnittbereiche (Schulter links, Schulter rechts, Kopf links, Kopf rechts) vorbereitet
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 9.2. - 12.2.2017 Planung (mit Notizen von gestern) Geradenbild Geradenbild 1 28., 29. und 30.12. im AV-Labor arbeiten (8:00 - 18:00 HGB geöffnet) zuerst 70 x 200 cm (oder andere Höhe) Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt probieren in fünf bis zehn Schritten machen wenn noch zu wenig gefüllt, weiteren Schritt einfügen schauen, dass ich mindestestens 10 Stifte sofort griffbereit habe ansonsten bei Boesner telefonisch nachfragen Papierlänge zuvor ausmessen und zuschneiden nachmessen, wie dick stärkste Linie sein kann, danach bei Illustrator versuchen zu imitieren 2 4.1.2017, 10:30 - 13:30, Raum 16 beide Flächen im Flur eintragen 3 im Zeitraum 4.1. - 8.1. Schnuridee für Flur noch einmal im Klassenraum testen Paketschnur (sollte aber gleichmäßig sein), kleine Nägel besorgen Wie Enden Schnüre gestalten, sodass es nicht klobig ausschaut? Fotoabzüge bei dm bestellen (verschiedene Motive) 4 egal welche Variante: bis zum 9.1. Rahmen kaufen (müssten bis 16.1. geliefert sein) wenn Ganzkörperporträt nicht gut ausschaut, drei bis vier bereits geplottete A2-Porträts rahmen und im Flur übereinander aufhängen Rahmen bei Boesner kaufen ansonsten für Ganzkörperporträt Rahmen von Halbe liefern lassen 5 am 14.1. Flügeltürrahmen mit Selbstporträt Selstbildnis in HGB bringen 6 am 4.2. zuvor Hausmeister Hausmeister fragen, ob das in Ordnung geht für Flügeltürrahmen und andere Wandbilder Löcher bohren testweise hängen, danach wieder entfernen oder für Flügeltürrahmen vier kleine Holzobjekte bauen, die mit Klebesteifen an Wand befestigt werden und die Flügel offen halten 7 am 7.2. (zwei Tage vor Rundgang) wenn möglich bereits jetzt aus Schnüren eine Geradenansammlung inklusive einigen Fotoabzüge um Flügeltürrahmen-Fläche installieren ansonsten wieder nur testweise fertig machen (inklusive Nägel), danach Schnur wieder entfernen und am Mittwoch oder Donnerstag aufhängen, wenn Flächen frei Offene Frage: Herme Herme Herme da in Klassenraum nicht möglich eventuell doch nicht ausstellen im Flur aus Sicherheitsgründen bestimmt nur in Nischen möglich abwarten, wie Holzlieferung, Fräsen, Bearbeitung klappt danach entscheiden Modul 4 Prüfung (Vorbereitung, mit Notizen vergangener Tage) am 11.1.2017 um 10:30 im Büro von Mark und Kilian 1/2 h Arbeiten aus der Zeit vom Hauptstudium vorstellen PDF-Datei mit Dokumentation mitbringen und zweimal farbig ausdrucken mit Dokumentation angefangen Arbeiten zuordnen: 1 Geradenbilder 2 verhüllte Arbeiten 3 kindliche Zeichnung Kinderzeichnung 4 Künstler-Herme 5 Selbstbildnisse (und andere Collagen) mit erster Aufzeichnung vom 14.10.2014 eventuell "Derzeit keine Ausstellung / Currently no exhibition" rausnehmen Entwicklung Geradenbilder darlegen (über Versuchsanordnungen, über Geradenporträts, über Konstellationen, über Linienbündel, über bewegte Geraden)
verhülltes Kreuz, Katholische Kirche Kärnten
verhülltes Kreuz, Katholische Kirche Kärnten
kein Signal, Jens Nedowlatschil
"kein Signal", Jens Nedowlatschil
Standpunkt In den Geradenbildern, also nicht im Motiv sondern in meinem die Gerade betreffenden theoretischen Ansatz, sehe ich aktuell den verzweifelten Versuch etwas zu finden, was so rudimentär ist, dass es nicht mehr hinterfragt werden kann. Also etwas, was als Fundament bereitsteht, um darauf aufbauend Kunst zu machen, die nicht beliebig auswechselbar ist. Kunst, die unausweichlich gemacht werden muss. Leider erkenne ich immer mehr, dass das ein Gedanke der Moderne ist. Und die extremen Äußerungen ("Ich habe die Malerei getötet." etc.) und Vorstellungen, was Kunst zu sein hat, haben sich nicht durchsetzen können. Die Kunst blühte auf. In alle Richtungen. Keiner schien recht gehabt zu haben! Und warum dies noch einmal wiederholen? Ich kann aus dem Scheitern Erfolg lernen. Und lernen heißt auch: darauf reagieren. Verhüllt verhüllt ! Friedrich Fröhlich, überzeugt verhülltes Kreuz verhüllt umsetzen Kreuz verhüllen Spanplatten nach Kreuz-Umriss zusägen Bedeutung Nägel / Dreinagelkruzifix / Viernageltypus (bis zur Gotik Gotik ) verhülltes Kreuz, Katholische Kirche Kärnten verhuelltkreuz-k.jpg Kreuzverhüllung am fünften Sonntag (alter Passionssonntag) der Fastenzeit wird Kreuz verhüllt seit Messbuch (1570) überliefert: "Vor der ersten Vesper des Passionssonntages werden die Kreuze und Bilder verhüllt." Heiligenfiguren und Kreuze mit violetten Tüchern verhüllt "Wir Menschen fürchten das Kreuz. Selbst Petrus, der Jünger Jesu, schreckte davor zurück. Und doch ist in keinem anderen Zeichen Heil außer im Kreuz." Kreuz seit 3. Jahrhundert ein Zeichen der Auferstehung, nicht so sehr des Todes "kein Signal", Jens Nedowlatschil keinsignal-k.jpg Verhüllung soll auf Jesus Jesus Leidenszeit verweisen [?] seit 1000 n. Chr. auch ganzen Chorraum, später nur noch Hauptaltar mit Fastentuch / Hungertuch verhüllt Hungertuch später mit Motiven gefüllt, zuvor schlicht insgesamt: Verhüllung im Christentum Gott über Jahrhunderte stark verändert, also nichts statisches Klasse Bildende Kunst Besprechung Rundgang Vorstellung verhüllter liegender Akt Akt über Triptychon Triptychon uneinig eventuell weiße Rahmung sichtbar lassen, nicht gänzlich verhüllen für Flurarbeit: statt Dreiteilung zwei große Platte verwenden danach klein sägen (für weitere Verhüllungen nutzen) Hausmeister Hausmeister wegen Bohrung gefragt, Kabel und Wanddicke Putz anscheinend nicht mehr mit Mauerwerk verbunden, könnte abfallen beim Bohren wenn ich Lochpositionen weiß, ihm Bescheid geben morgen: liegenden Akt rahmen, überlegen, wie Verhüllung bei Magnetrahmen allgemein gehen könnte Einzelgespräch Mark 1 Vorbereitung A meine Vorstellung: verhüllte Arbeit im Klassenraum als erste öffentlich gezeigte verhüllte Arbeit ansehen (wie Schwarze Quadrat Schwarze Quadrat 1914/15 als Nullpunkt), dementsprechend präsentieren B andere Form als Triptychon wählen (schon zu komplex) sobald Arbeiten irgendwann einmal bekannt: dann auch besondere Formen nutzen also: ein Quadrat oder Rechteck, Bilderrahmen sichtbar C Größe: nicht 79,5 cm² (zu sehr an Malewitsch Kasimir Malewitsch angelehnt)? nicht zu speziell (wenn Arbeit 40 x 50 cm, dann Verhüllung 50 x 60 cm anstatt enger an eigentlicher Arbeitsgröße?) D möchte sie nicht in Petersburger Hängung Petersburger Hängung sehen, soll einzeln wahrgenommen werden können, auf Augenhöhe Oder in der Ecke, leicht erhöht? 2 Gespräch soll kein Sklave meiner Regeln werden Thema Bilderverbot Bilderverbot als Betrachter Inhalt weniger wichtig, Ergebnis muss sinnlich sein sein Vorschlag: Verhüllung im Porträtformat Titel (Beispiel): "Selbstbildnis" Materialangaben (Beispiel): Spanplatten, Holzkiste, Fotografie wichtig: Verhüllen, ohne Glas wegnehmen zu müssen mehrere Tests machen mit unterschiedliche Verhüllung durchführen kommendes Klassentreffen im Atelier
Klasse Bildende Kunst Teilnahme an Berlin-Exkursion abgesagt Besprechung Arbeiten ein Kommilitonin Kommilitone wollte ihre Arbeit nicht "auseinandernehmen", offen gelassen (wie formulieren, ohne, dass wieder Fragen aufkommen?) Vorstellung "Liegender Akt Akt " (Testplott) und Geradenbündel-Arbeit (vertikal und horizontale Variante) Bedeutung maschinelle Bearbeitung durch Zuhörer zu stark betont (sollte gar nicht im Mittelpunkt stehen) falsch vermittelt: es wurde verstanden, ich hätte selber nicht zeichnen können, deshalb den Plotter Plotter verwendet (als Begründung für Wahl des Gerätes natürlich nicht günstig) Geraden als kleinstes grafisches Element vorgestellt (Punkt als tot bezeichnet, erst Verbindung zweier Punkte ergibt Bewegung) Auflösung der Geraden / gestörten Linien im wissenschaftlichem Kontext (Suche nach kleinstem Teilchen / Quarks / eventuell schwingende Energiefädchen, Strings) zwar lenkt gegenständliches Motive ab, aber nur abstrakte Form erzeugen würde meine Idee nicht zeigen können (alles Materielle besteht aus selbem Grundbaustein, ob Tisch, menschlicher Körper, Pinsel oder Sonne) Mark: vor allem viel Leere im Raum (zwischen den Teilchen) Bin ich Zeichner, obwohl ich das eigentliche Zeichnen dem Plotter überlasse? notiert Hausmeister Hausmeister am Donnerstag nach freien Planschrank für Klassenraum fragen Problemfeld beliebige Motivwahl (eigentlich gewollt!) Einzelgespräch mit Schellbach vereinbaren
Klasse Bildende Kunst "Wir starten am 13. Oktober um 11 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück im Klassenraum." 27.10. aktuelle Arbeiten vorstellen, zehn Minuten Exkursion am 10.11. nach Berlin geplant im achten Semester: Exkursion nach Athen (u. a. Documenta 14, 2017) Rundgang vom 11.2. - 14.2.2016: freie Themenwahl (eine Woche davor Arbeit einreichen) umsetzen dreidimensionale Gerade im EG Flur von mehreren Seiten aus dokumentieren Hausmeister Hausmeister wegen Grafikschrank fragen für Klassenraum
HGB Rundgang HGB Rundgang 2015 keine 2er-Hängung ("Leben-Tod Sterben " / "Vergänglichkeit Vergänglichkeit ") gewollt laut Mark sagt Doppelhängung nicht mehr aus, als es eine Arbeit täte (stimme nicht zu) jetzt für mich nur Thema "Selbstbildnis" erkennbar geht in (aktuell geplanter) Petersburger Hängung Petersburger Hängung komplett unter selbst 4 kleine Collagen-Arbeiten sollten laut ihm nicht ausgestellt werden (zumindestens nicht nebeneinander) Totenschädel Totenmaske zwar sehr plakativ, aber immer präsent in Kunstgeschichte / nicht wegzudenken Aussage vom Hausmeister Hausmeister (Flächen im Flur wären ab Mittag frei) traf nicht zu / erst morgen frei vorzeitig gegangen Geradenbild Geradenbild Marios Marios -Porträt geplottet
Intime Collage, Collage aus alten Schwarzweiß-Fotos, 2015
Intime Collage, Collage aus alten Schwarzweiß-Fotos, 2015
(vergangene Tage an Präsentation Geradenbilder gearbeitet, 1 x virtueller Raum auf 100 x 70 cm geplottet) HGB Rundgang HGB Rundgang 2015 Visitenkarten Visitenkarte "Friedrich Fröhlich," im Klassenraum ausgestellt Geradenbild Geradenbild 5 Geradenkreise geplottet (morgen abholen) Möglichkeit Papier: auf halbtransparentem Papier plotten (Farbe haftet) Hausmeister Hausmeister gesprochen erst am 9.2. werden Infotafeln abgehangen über Telefonkasten / Verteilerkasten kann nicht genagelt werden 1 ein Poster drüberkleben 2 Ich-Totenkopf-Verlauf entweder ohne Rahmung oder Rahmung an Holzleiste befestigen, die nach links und rechts ausläuft Ja-Nein-Karte abgeholt und gerahmt Intime Collage, Collage aus alten Schwarzweiß-Fotos, 2015 intime-collage.jpg Collagen aus alten Schwarzweiß-Fotos weiterentwickelt ("Intime Collage")