× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig
Schwebendes (vor dem Anstieg), 1930, Öl, teilweise gestempelt, Paul Klee
Schwebendes (vor dem Anstieg), 1930, Öl, teilweise gestempelt, Paul Klee
Kunstlehre Paul Klee Paul Klee Aufsätze, Vorträge, Rezensionen und Beiträge zur bildnerischen Formlehre, 1987, Günther Regel Günther Regel Verzicht auf Wiedergabe sichtbarer Gegenstände soll nicht als Negation realer Wirklichkeit gesehen werden je nachdem, was Klee ausdrücken möchte: auf Bildgegenstand verzichtet / Gegenstand genutzt Wirkung der einzelnen Komponenten "voll und möglichst rein zur Geltung" bringen Wirkung Linie: spröde, splittrig, spitz, scharfkantig, weich, schmiegsam, elastisch, linkisch, elegant etc. jeweilige Weise sagt etwas Bestimmtes aus / bringt Idee zum Ausdruck Ausforschung und Ausnutzung der Eigenart und relativen Eigengesetzlichkeit der bildnerischen Gestaltungsmittel Verständnis der Beziehung zwischen Kunst und Wirklichkeit in "Schöpferische Konfession" "Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar" Kunsthistoriker: bestrebt, für Kunstwerk Vorbilder aufzusuchen, Verwandtschaften zu entdecken, in Stile, Schulen und Richtungen einzuordnen neuartige Form wird dabei verkannt, Wirkungspotenz und damit auch ihr Gehalt nicht bemerkt Kunstrichtung: Verabsolutierung und Übertreibung (Klee vermied dies) kein Eklektiker (sich anderer Stile, Philosophien etc. bedienen und Elemente neu zusammensetzen) schuf sich eigene Gestaltungskonzeption Neuartigkeit nicht durch Negation allen Vorausgehenden und durch Ausdenken des Noch-nicht-Dagewesenen Neuartigkeit durch inhaltliche Notwendigkeit Klees Kunst wuchs "organisch" Klee Lebenslauf mit 60 Jahren in Ich-Form geschrieben (nicht wie viele heute in dritter Person) Schwebendes (vor dem Anstieg), 1930, Öl, teilweise gestempelt, Paul Klee schwebendes.jpg "Schöpferische Konfession" (1920), Paul Klee Abschnitt 1: Wesen der Grafik verführt leicht zur Abstraktion Formelemente der Grafik: Punkte, lineare, flächige und räumliche Energien Definition "Energie"? Abschnitt 2: toter Punkt erste bewegliche Tat: Linie Ausdruck, Dynamik und Psyche der Linie notiert Zentrum Paul Klee in Bern aufsuchen