Industrialisierung

Der gelbe Pullover, 1939, Picasso (Einfluss kubistischer Idee noch gut erkennbar)
Der gelbe Pullover, 1939, Picasso (Einfluss kubistischer Idee noch gut erkennbar)
Rum und Gitarre, 1918, Georges Braque, Colección Abelló, Madrid
Rum und Gitarre, 1918, Georges Braque, Colección Abelló, Madrid

Donnerstag, 12. November 2015

Kubismus Kubismus (zum Thema heutiger Beliebigkeit und zwingender Reaktion damals, siehe Standpunkt 15.10.) Kubismus als Antwort und Gegenreaktion auf Malerei des Realismus verstanden Realismus: Beschränkung auf eine Perspektive und eine Sicht (Standpunkt, Thema, Emotion) als Anfang abstrakter und nichtsachlicher Kunst angesehen Zerlegung Objekte in geometrischen Figuren, dreidimensional abgebildet (Eindruck entsteht, Objekt würde von mehreren Seiten gesehen werden) Der gelbe Pullover, 1939, Picasso Pablo Picasso (Einfluss kubistischer Idee noch gut erkennbar) gelber-pullover-k.jpg "Als wir begannen, kubistisch zu malen, hatten wir nicht im Geringsten die Absicht, die Malweise des Kubismus zu kreieren. Wir wollten vielmehr nur das ausdrücken, was uns bewegte." (Pablo Picasso) notiert sollte Zitat nicht nur "Schein" (zum Künstlermythos beitragend) sein: Form entstand nicht, um Neues zu schaffen, sondern um etwas ausdrücken zu können, was ohne ihr nicht ging Paul Cézanne Paul Cézanne : "Alles in der Natur nimmt seine Form von der Kugel dem Kegel und dem Zylinder." "Durch dieses Verfahren, die Gegenstände zu abstrahieren, eröffnen sich neue Perspektiven das Bild zu betrachten." Wirklichkeit auf Kubus, Kegel, Kugel reduzierbar (Sichtweise beeinflusste u. a. Picasso) Zeit der Industrialisierung Industrialisierung Technik als "selbstständig" und "unnatürlich" wahrgenommen kubistische Geometrie findet sich in Maschinen wieder notiert so hat das damals aktuelle Weltgeschehen zur neuen Art des Ausdruckes beigetragen auf heute übertragen: Globalisierung? Wortherkunft: Kunstkritiker Louis Vauxcelles (1870 – 1943, französischer Kunstkritiker, prägte u. a. Begriffe Fauvismus Fauvismus , Kubismus und Tubismus) bezeichnete Werke von Georges Braque als "bizarreries cubiques", 1908 Rum und Gitarre, 1918, Georges Braque, Colección Abelló, Madrid georges-braque-k.jpg 1 "analytischer" (frühe) Kubismus, ca. 1907 – 1911 Thema: reine Zerlegung des Objekts blasse Farben (da ansonsten Formen und Figuren nicht mehr im Vordergrund stehen würden) notiert deshalb arbeite ich selber bisher meist in schwarzweiß, da Farbigkeit nur ablenken würde wobei ich gerade schon Graustufen zulasse (je nach Geradentyp als Übergang zwischen horizontaler und vertikaler Gerade) 2 "synthetischer" Kubismus, 1912 – 1924 verschiedene Perspektiven auf ein Objekt werden zusammengefügt unterschiedliche Objekte fließen ineinander notiert im Computerzeitalter als Morphing bezeichnet Mark hatte mir davon noch abgeraten (Übergang Leben-Tod Sterben / Porträt-Totenschädel Totenmaske in Geradenstil) 3 Farbkubismus kein Bezug mehr zu realem Objekt "reine Malerei" als Kontrast zur reinen Musik Kurs Mensch-Maschinen-Verhältnisse "Der Mensch als Maschine", 1748, La Mettrie (siehe Verweis zu Lem) bestimmt Seele als Resultat komplexer Körperfunktionen "Über das Marionettentheater", Kleist Thema (in Bezug auf die Marionette): Maschinen sind (da sie nur einen mechanischen Bezug hätten) dem Menschen etwas voraus (Perfektion) Instinkt (wie beim Tier) / Automatismus / kein Zögern / keine Zwietracht wie beim Menschen unempfindlich gegenüber Täuschungen Mensch scheitert an Wiederholung (vorzeitig gegangen)
Transformation 1, Karl Menzen, Stahl
Transformation 1, Karl Menzen, Stahl
L'homme fabricat, Bronze, 1998, Amador
L'homme fabricat, Bronze, 1998, Amador
Galerie am Klostersee
Galerie am Klostersee
28700, Multiplex und Karton, Farbe, Garn, 2012
28700, Multiplex und Karton, Farbe, Garn, 2012
o. T., HDF und Karton, Spachtel, Farbe, 2015
o. T., HDF und Karton, Spachtel, Farbe, 2015

Samstag, 18. Juli 2015

Ausstellung Skulpturenpark Institut für Kunst und Handwerk Handwerk , Lehnin Transformation 1, Karl Menzen, Stahl skulpturenpark-lehnin1-k.jpg Karl Menzen (* 1950, deutscher Stahlbildhauer) Material verliert durch Menzens Bearbeitung natürliche Schwere und Härte (Verdrehung, Ablösung, Dehnung) skulpturaler Konstruktivismus Konstruktivismus Konstruktivismus (lateinisch "constructio", "Zusammenfügung", "Bau"): streng gegenstandslose Stilrichtung, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts im revolutionären Russland und in Sowjetunion entwickelt charakteristisch ist einfaches geometrisches Formenvokabular (Beispiel "Schwarzes Quadrat auf weißem Grund", Kasimir Malewitsch Kasimir Malewitsch ) Ausdrucksform der ungegenständlichen Kunst (keine menschlichen Figuren, Tiere, Landschaften oder Gegenstände zur Grundlage) beeinflusste niederländisches De Stijl De Stijl , Bauhaus Bauhaus und Zürcher Konkrete Transformation/Kreuz, 2004, Stahl, Karl Menzen rote Skulptur (ohne Künstlerdaten) "Kranich", Windskulptur, Edelstahl, 2008, Reinhard Haverkamp Reinhard Haverkamp (* 1954, deutscher Künstler) L'homme fabricat, Bronze, 1998, Amador skulpturenpark-lehnin7-k.jpg "Tor", Gabbro aus Zimbabwe, 2002, Thomas Reifferscheidt wahrscheinlich "Rundlauf", Edelstahl, 2007, Karl Menzen Ausstellung Hendrik Czakainski Galerie am Klostersee galerie.jpg Hendrik Czakainski Anthropozän: als neue Erdepoche verstanden, die Menschen als bestimmenden geologischen Faktor versteht Mensch greift im Zuge der Industrialisierung Industrialisierung , Ökonomisierung und Globalisierung deutlich in Natur ein, hinterlässt irreversible Spuren und Schäden in Arbeiten Auswirkung des menschlichen Handelns auf eigenen Lebensraum sichtbar gemacht modellartige Nachbildung des Slums Ordnung wird durch Masse an Mensch zu Chaos Chaos , Masse transformiert Stadt 28700, Multiplex und Karton, Farbe, Garn, 2012 hendrik-czaikainski1-k.jpg "0", HDF, Karton, Chromoluxpapier, Gewebe, Eisenpulver, Säure, Spachtel, Farbe, 2013 "0-27", HDF, Karton, Gewebe, Mörtel, Spachtel, Farbe, 2015 o. T., HDF und Karton, Spachtel, Farbe, 2015 hendrik-czaikainski2-k.jpg o. T., HDF und Karton, Gewebe, Spachtel, Farbe, 2015
formel farbe form. Compuerästhetik für Medien und Design.
formel farbe form. Compuerästhetik für Medien und Design.
4 unterschiedliche Verzerrungen, Ohme
4 unterschiedliche Verzerrungen, Ohme
Neubau Deutsches Buch- und Schriftmuseum, © ZSP Architekten
Neubau Deutsches Buch- und Schriftmuseum, © ZSP Architekten
Steintrommel, 6. - 5. v. Chr.
Steintrommel, 6. - 5. v. Chr.
Besichtigung Archiv Deutsche Nationalbibliothek
Besichtigung Archiv Deutsche Nationalbibliothek

Freitag, 12. September 2014

Wissenschaft allgemeine Relativitätstheorie beschreibt Aufbau Universum im Großen / Gravitation ist bei großen Massen und Beschleunigungen praktikabel Quantentheorie beschreibt Wechselwirkung zwischen kleinsten Teilchen in kleinen Raumgebieten elektromagnetische Wechselwirkung (verantwortlich für Licht, Elektrizität, Magnetismus) beschreibt Aufbau / Eigenschaften Atome, Moleküle und Festkörper schwache Wechselwirkung (wirkt nur auf kleine Abstände) sorgt ebenfalls für Energie- und Impulsaustausch (wirkt aber eher bei Zerfällen und Umwandlungen der beteiligten Teilchen) starke Wechselwirkung erklärt Bindung zwischen Quarks (Elementarteilchen, aus denen beispielsweise Atomkern-Bausteine Proton und Neutron bestehen) Quantengravitation: Theorie, die allgemeine Relativitätstheorie und Quantentheorie vereinigen soll Geradenbild Geradenbild Einzelgespräch Ohme formel farbe form. Compuerästhetik für Medien und Design. formel-farbe-form-k.jpg graphisch-geometrische Programmiersysteme für Kunst, Design, Werbung, Wissenschaft Konstruktion Fraktale, Farbstrukturen, Figurationen etc. 4 unterschiedliche Verzerrungen, Ohme verzerrung-k.jpg Vektoren mit 2 oder 3 (z) Angaben: new PVector(x,y); "final": unveränderliche Variablen (bei Vektoren Werte weiterhin änderbar) Vektor mit Länge 1 (Einheitsvektor): normalize(); 2 Vektoren zusammenführen: .sub, .mult, .add verzerrte Ansicht in Array übertragen (zur weiteren Bearbeitung) Kunstlehre Ausstellung Zeichen – Bücher – Netze: Von der Keilschrift Keilschrift zum Binärcode Deutsches Buch- und Schriftmuseum Neubau Deutsches Buch- und Schriftmuseum, © ZSP Architekten buchmuseum-k.jpg Keilschrift (34. Jahrhundert v. Chr. – 1. Jahrhundert n. Chr.), Schriftsystem im Vorderen Orient Grundelemente: Keilschrift (waagerechte, senkrechte und schräge Keile) Textträger u. a. Tontafeln (durch Eindrücken mittels Schreibgriffel in noch weichen Ton geschrieben) Keilschrift anfänglich Bilderschrift > Silbenschrift > phonetische Konsonantenschrift von Sumerern erfunden, von Völkern des alten Orients verwendet Eroberungsbericht in Bild / Text: schwarzer Obelisk, assyrischer König Salmanassar III (Original British Museum) 80 Objekte aneinandergefädelt ergeben Geschichte (Mnemokette der Vili) Beduinen-…[?]: Tagesgebet oben, einzelne Blättersammlung Leporello (Baumrinde mit Gebeten und Zaubersprüchen), Toba Sumatra (Indonesien) Steintrommel, 6. – 5. v. Chr. steintrommel-k.jpg im Reibeverfahren kopiert und überliefert Voyager Golden Record (schaut selbst als Kopie spannend aus) Purpur (zwischen Rot und Violett) Farbstoff Purpurschnecke (Sekret), Mittelmeer Reiner Musterbuch mit Grafiken und Musteralphabeten, 13. Jahrhundert (Österreichische Nationalbibliothek) Lumpensammler, bis Industrialisierung Industrialisierung Lumpen für Papierherstellung benötigt Gutenberg-Bibel Gott (49 Stück erhalten), in Universitätsbibliothek Original 1452 – 1454 in Mainz / Druckwerkstatt Gutenbergs entstanden B42 (42 Zeilen) = Imitation Handschrift Piktogramme Zensur Selbstzensur katholischer Kirche "INDEX" (1559 – 1948) Versuch Kontrolle Buchmarkt Modell heliozentrisches Weltbild (AstroMedia 2007 Jacobs-Paul) notiert Buch herausbringen: "Ein Belegexemplar für die Nationalbibliothek" notiert Buch mit Audiofunktion (einmal jährlich Autorenstimme im Archiv hörbar) Anleitung zur Selbstzensur Lesezeichen-Blatt "Jedermann sein eigener Zensor!", Upton Sinclair (1878 – 1968, US-amerikanischer Schriftsteller) Heinrich Heine verarbeitete Erfahrung mit Zensur in Lyrik Besichtigung Archiv Deutsche Nationalbibliothek archiv2-k.jpg Installation "matrix-abc-52", Boris Petrovsky, 2012
Rain, Steam and Speed, 1844, William Turner
Rain, Steam and Speed, 1844, William Turner
Fünf Wochen im Ballon, Roman von Jules Verne, 1863
Fünf Wochen im Ballon, Roman von Jules Verne, 1863

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Kurs Kunst und Geschichte Geschwindigkeit und Bewegung Rain, Steam and Speed, 1844, William Turner William Turner b_hgbleipzig-27-m.jpg britische Eisenbahngesellschaft, Eisenbahnbrücke über der Themse zwischen Taplow und Maidenhead Zeit der Industrialisierung Industrialisierung Kunstlehre Was bewirkt der Fortschritt in der Kunst / in der Gesellschaft? Utopie-Vorstellung in Raum und Zeit: wird konkreter; nicht mehr das Himmelreich, sondern Technik macht Utopie erfahrbar, Veränderung von Zukunftsvorstellungen Fünf Wochen im Ballon, Roman von Jules Verne Jules Verne , 1863 b_hgbleipzig-28-m.jpg Farbe löst sich vom Gegenstand Fruchtbarer Moment Moment der Industrialisierung? Bewegungsunschärfe Lichtgeschwindigkeit: Vortrag in der Abteilung Nukleare Festkörperphysik, Universität Leipzig Universität Leipzig Planck-Zeit Gibt es in der Realität auch einen Augenblick? Kann die Zeit bis zum Stillstand Stillstand geteilt werden?

Dienstag, 16. Oktober 2012

Kurs video! Kunst im Zeitalter der Industrialisierung Industrialisierung des Geistes Stichwörter: 1 "Die Eroberung des Körpers" 2 "Rasender Stillstand Stillstand " (rasend = Maschinen rotieren, Stillstand = der Körper des Menschen wird überflüssig) 3 "Superstrings Superstrings , Chaos Chaos , Komplexität" 4 "Warum Gesellschaften überleben oder untergehen" überlege, ob ich 500 Gramm Honig für ein Essen am Donnerstag mitnehmen sollte Bibliothek (danach Herrentoilette)
Diese Netzpublikation gibt Einblick in mein Kunststudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig von 2012 bis 2018. Ich möchte niemandem schaden, sondern meine Studienzeit in all ihrer Komplexität festhalten – in Bezug auf das Studium, die Kunst im Allgemeinen und meine eigene Arbeit. Fehlerhafte Informationen sind ungewollt Teil der Notizen, bedingt durch meinen Wissensstand und teils unleserliche handschriftliche Notizen. Zitate sind nur dann angegeben, wenn ich sicher bin, dass sie korrekt wiedergegeben wurden, auch wenn sie aus dem Zusammenhang gerissen sind. Meine künstlerische Arbeit thematisiert vor allem Suche und Zweifel. Gespräche mit Professoren und Dozenten fließen in meine Notizen und meine künstlerische Entwicklung ein.

Leipzig, 13. Dezember 2016