× Aufzeichnungen eines Kunststudenten. Subjektiv. Unvollständig. Nicht fehlerfrei. Dies ist die Niederschrift zu meinem Kunststudium an der HGB Leipzig.
Folgend einige Hinweise dazu:

(1) Ich möchte niemandem schaden. Ich möchte aber meine Studienzeit in all seinen Facetten festhalten. Dabei ist alles von Interesse, was mit dem Studium an der Hochschule, mit Kunst allgemein und mit meiner eigenen Arbeit im Speziellen zu tun hat.
(2) Fehlerhafte Informationen sind – ungewollt – Teil der Notizen. Sie sind meinem Wissensstand, der Konzentration in stundenlangen Sitzungen und schlecht lesbaren handschriftlichen Notizen geschuldet.
(3) Zitate sind nur hinterlegt, wenn ich mir sicher bin, dass es so gesagt wurde. Die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen. Das ist nicht böswillig.
(4) Meine künstlerische Arbeit hat größtenteils die Suche und den Zweifel zum Thema. In Einzelgesprächen mit Professoren, Werkstattleitern und Dozenten nehme ich dessen Ansichten wahr und verarbeite diese später in den Notizen. Deshalb bin ich jetzt da, wo ich stehe. Wenn ich einen Hochschulangestellten also mit seiner Meinung darstelle, darf er sich freuen, Teil meiner künstlerischen Entwicklung zu sein.

Leipzig, den 13. Dezember 2016
Redigierte Fassung vom 25. Mai 2018


Klasse Bildende Kunst
HGB Leipzig

Büste

Ausstellungsansichten
Ausstellungsansichten
Diplom Ausstellung Aufsicht 14:00 - 18:00 ca. 2 Besucher / Stunde Ausstellungsansichten hgb-diplom-ausstellung-3-k.jpg (mit Notizen der letzten Tage) Büsten und Ständer aus Werkstatt sowie Bilder aus Klassenraum mit Kommilitone Kommilitone in Eisenbahnstraße Eisenbahnstraße transportiert Werkstatt aufgeräumt, gereinigt umsetzen verbleibende Plastiken vor dem 31.3. in Eisenbahnstraße bringen Standpunkt Friedrich Fröhlich, am 31.3. exmatrikuliert
Büste aus verlorener Form geschlagen
Büste aus verlorener Form geschlagen
an zerdrücktem Gipsguss Details ausgearbeitet
an zerdrücktem Gipsguss Details ausgearbeitet
Gesehen auf instagram, User artspringboard
Gesehen auf instagram, User artspringboard
Werkstatt Plastisches Gestalten (mit Notizen der letzten Tage) verhüllt verhüllt Büste Büste aus verlorener Form geschlagen verhuellter-kopf-2-k.jpg Kopf aus Silikonform Silikon gegossen, als Ausgangsform für Plastilinbüste / Tonbüsten zerdrückter Kopf gewässert für spätere Bearbeitung an zerdrücktem Gipsguss Gipsguss Details ausgearbeitet gips-kopf-zerdellt2-k.jpg Kopf aus Plastilin weiter modelliert Diplom Ausstellung Gesehen auf instagram Instagram , User artspringboard hgb-rundgang-2018-diplom7-k.jpg
Werkstatt Plastisches Gestalten weiter an Plastik modelliert Verlorene Form Verlorene Form von Büste Büste aus Diplom-Verteidigung hergestellt 1 dünne Schicht Gips anwerfen sollte noch wässrig sein 2 Buchbindefaden über Schultern, Hals, Ohr und Schädel legen, leicht in Gips andrücken 3 1 - 3 cm dicke Schicht über Faden anwerfen warten bis Gips formstabil Faden vorsichtig abziehen Schneise entsteht 4 Gips über restliche Form genauso dick anwerfen nicht flächig aufbauen sondern in kleinen Abschnitten 1 - 3 cm dick 5 hängende Bereiche wie Kinn am Schluss mit schon härterem Gips bedecken 6 Rundschlinge um eingegipste Büste befestigen mit Kran anheben, in Behältnis legen Behältnis mit Wasser füllen Wasser zieht ein, Ton quillt und Schale bricht an Schneise auf allgemein: 1 Gips vorbereiten Gips in 1/2 mit Wasser gefülltes Behältnis streuen, bis Gipsberg entsteht sichtbaren Gips mit Wasser begießen, damit er nass wird stehen lassen, nicht umrühren 2 Gips anrühren damit Gips mit Wasser reagiert: mit Schneebesen gleichmäßig anrühren nicht zu lange, ansonsten wird Gips schnell zu hart erst gebrauchen, wenn Schneise mit Finger stabil bleibt 3 Arbeitstempo kleinere Schüsseln nacheinander mit Gips vorbereiten vorher aufgetragene Gipsschichten verbinden sich mit neuer Schicht, wenn noch nass 4 Hände mit Öl einreiben 5 zur Verlorenen Form wenn Ton entfernt wird, dann Oberfläche nicht wischen sondern Tonreste mit Tonklumpen entfernen so bleibt Struktur erhalten, wird nicht verwischt
HGB Rundgang HGB Rundgang 2018 Standpunkt Kunstbegriff Auseinandersetzung mit Kommilitone Kommilitone im Flur und in einem Klassenraum während Ausstellungsbetrieb Hintergrund: am 7.2. u. a. drei Gipsarbeiten in Container Containerspiele entsorgt, da unzufrieden damit anderer Student hatte daraufhin mindestens Büste Büste und Torso wieder aus Container herausgenommen (entweder mich beobachtet, wie ich sie entsorge oder zufällig gesehen) Werkstattleiter teilte mir mit, dass er entsorgte Büste im Flur der zweiten Etage gesehen hätte versuchte Student ausfindig zu machen, da die Gipsarbeiten entsorgt werden sollten, also nicht für Öffentlichkeit gedacht waren daraufhin tauchte zusätzlich der Torso im Flur, zweite Etage, auf Foto von Plastik, wie Torso auf Flurboden an Wand lehnt, via E-Mail zugeschickt bekommen daraufhin Flur abgelaufen und Torso, dieses Mal an eingerolltem Papier gelehnt, gesehen, aufgehoben und für spätere Zerstörung in Werkstatt deponiert kurz darauf von einem Studenten wütend angesprochen, ob ich der sei, der Plastik mitgenommen hätte soll dadurch seine künstlerische Arbeit kaputt gemacht haben ich kann in meiner Plastik, an Wand oder Papierrolle gelehnt, auf Flur, wo viel herumsteht, was nicht Kunst ist, keine eigenständige Arbeit erkennen (u. a. auf Sessel im Flur gezeigt und gefragt, ob der auch seine Kunst sei) es fiel, wenn meine Erinnerung noch stimmt, der Vorwurf, ich hätte ihn beleidigt, weil ich seine Kunst nicht als Kunst gesehen hätte aber da jeder anders Kunst definiert, meine Ansicht dazu im nachhinein nicht relevant davon abgesehen ist sie nicht umsonst im Container gewesen, mit einer Reaktion auf sein Verhalten meinerseits musste er rechnen (vor allem, weil wenige Tage nach Entnahme aus Container der Hochschule auf Rundgang öffentlich gezeigt) Vorwurf, ich hätte ihn bestohlen, es sei nun seine Plastik ich wollte nicht mit ihm diskutieren, er hingegen gleich eine öffentliche Debatte daraus machen ohne Grund mir vorgeworfen, ich würde mich nicht erklären wollen, weil er Ausländer sei nach kurzer Zeit taucht er wieder hinter mir auf, dieses Mal mit einem Buch anscheinend steht da drinne etwas über den Kunstbegriff, welches ihn bestätigt, dass meine Plastik nun seine Plastik sei wieder lautstarke Diskussion, dieses Mal in einem anderen Klassenraum, vor anderem Publikum ihm vorgeschlagen, dass er eine Anzeige bei der Polizei aufgeben soll, dass ich seine Kunst geklaut hätte, danach würde ich dementsprechend reagieren auseinandergegangen Klasse Bildende Kunst Aufsicht Bar 20:00 - 22:00 (ausgefallen)
Ganzkörperplastik
Ganzkörperplastik
Büste mit Spiegel
Büste mit Spiegel
(mit Notizen von gestern) Diplom Arbeit Aufbau im Klassenraum Ganzkörperplastik diplomklasse4-5-k.jpg Büste Büste mit Spiegel Spiegelbild diplomklasse4-7-k.jpg weiter an Büste im Klassenraum gearbeitet Sonntag vor 19:00 wieder in Werkstatt bringen für Gespräch am Mittwoch: mein Grund ist [Sperren: Neugier] und [Sperren: Suche] nach einem wie auch immer gearteten Anfang einmal ist es ein einfaches grafisches Element, aus dem ganze Bilder entstehen ein anderes mal das Nichtsehen einer Arbeit dann ist es eine kindlich anmutende Zeichnung hier eine aus einem Tonklumpen modellierte Büste bei Frage, ob Büste und Plastik fertig: noch unzufrieden, werde sie weiter bearbeiten und vor Ende Semester abgießen Einleitung überarbeitet: "Der erste Gedanke, der Ihnen kam, als Sie den Raum betraten, wird wohl jener gewesen sein: Friedrich beschäftigt sich also mit dem Selbstbildnis! Da möchte ich einwenden: Ja, Sie sehen mich - aber keine Selbstbildnisse im Sinne einer Auseinandersetzung mit der eigenen Person! Mein Gesicht ist nicht [Sperren: Thema], sondern [Sperren: Gegenstand] meiner Arbeit. Thema bedeutet, ich stellte mir die Aufgabe Selbstbildnisse zu malen, zu zeichnen, zu modellieren. Fänge danach dann an zu arbeiten und würde mit dem Ergebnis meine Position zum Thema bilden bzw. festigen. Dem ist nicht so. Ich betrachte mein Gesicht als Gegenstand. Es ist ein Gegenstand, an dem ich mich: Abarbeite. Um etwas darstellen zu können, braucht es ein Motiv. Für manch einen Künstler sind es Blumen, nackte Frauen und Stühle, die gemalt werden, um sich darüber zum Beispiel einer Technik oder einem Stil zu nähern. Oder einfach: Um dem Drang nach Tun zu befriedigen! Für mich ist es: Mein Gesicht. Ja! Hinter diesen Arbeiten mit den vielen Strichen, welche aus der Nähe betrachtet nichts als Striche sind, aber von weiter weg zu einem Motiv verschwimmen, verbirgt sich eine konzeptuelle Idee. - Allem Seienden muss ein unteilbares Irgendwas zu Grunde liegen! - Aber diese Idee: Ist, wenn ich heute selbst auf die Arbeiten schaue, eigentlich nicht wichtig! Ja! Bei dieser vereinfachten Ansicht eines Gesichtes verbirgt sich ein radikaler Gedanke. - Zurück zu den Wurzeln! - Aber auch der: Nicht mehr wichtig! Ja! Dieses Porträt hier ist entstanden, weil ich eine Bildidee hatte, für das ich so ein entstelltes Ding meiner Selbst brauchte. Aber auch hier: Der Grund - nicht wichtig! Die seit Grundstudium von Professorenseite gestellte Fragerei, wo alles mit [Sperren: warum, warum, warum] anfängt, hat in mir einen Absturz bewirkt. Ich wusste kurz vor dem Diplom gar nicht mehr, [Sperren: was] ich da eigentlich mache. Was ich eigentlich [Sperren: will]! Jetzt: Weiß ich es. Ich will nicht mehr, als das: Ausprobieren! Ich möchte spielen dürfen! Ich möchte sehen dürfen, was passiert, wenn ich einen Strich zeichne; Noch einen und noch einen. Ich möchte Farbpigmente in Kleister tränken, mit dem Zeigefinger in das kalte Gemisch tunken und auf Papier ein einfaches Gesicht malen! Ich möchte mich zurückziehen dürfen! Ich möchte diesem ständigen [Sperren: Warum] - wie hier bei dieser Arbeit - eine Sperrholzplatte entgegenhalten! Und wenn das [Sperren: Warum] verschwunden ist, möchte ich schauen, was noch entsteht, wenn ich meinen Kopf ausschalte und zusehe, was meine Hände machen. In den letzten Monaten habe ich bei mir einen Schaffensdrang gespürt, der entstand, als ich anfing, meine Arbeit nicht einem Thema zu unterwerfen und danach zu hinterfragen, sondern: [Sperren: anzusehen]. Die Oberfläche mit den Augen abzutasten und sie - im Falle dieser hier ausgestellten Büste - mit Händen zu formen. Diese neue Sicht auf die eigene Arbeit und auf die Arbeit der anderen, hat sich hier vollzogen: Im Keller der Hochschule. Da, wo ich viele Monate lang mit meinen Händen Tonklumpen an Tonklumpen pappte. Wo ich Gips mit Wasser mischte. Wo ich mit dem Klüppel Gips von Gips trennte. Wo ich mich im Spiegel selbst sah. Mich sah, wie ich mit einem simplen aber umso schwerer zu beherrschenden Mittel einen Kopf formte - Mit: Dem [Sperren: Sehen]. Ich bin [Sperren: froh], dass mich die Fragerei der letzten Jahre in eine Enge trieb. Nur so konnte ich das für mich Störende erkennen, mich davon losreißen und mich zuletzt - auch wenn es etwas sehr pathetisch klingen mag - dem Sehen zuwenden. Was ich nach über fünf Jahren Studium sagen kann: Ich habe in dieser Zeit so viel über Kunst im Allgemeinen und über meine Arbeit im Speziellen erfahren, wie davor nicht - und vielleicht auch danach nie mehr. Ich hoffe, diese Arbeiten hier sind Zeugnis dafür. Ja, auch die Fragerei gehörte dazu! Nur lassen Sie mich bitte an meinem letzten Tag als Student Kommilitone ein Wort nicht mehr hören müssen: [Sperren: warum]." Einzelgespräch Mark Friedrich Fröhlich, zufrieden (Notizen von übermorgen) Einleitung weiter überarbeitet nur eine Gipsbüste wird neben zwei Tonplastiken gezeigt Raum mit Kommilitone gestrichen, heute gereinigt aktuelle Raumansichten
Raumansicht Anfang Tag
Raumansicht Anfang Tag
Raumansicht Ende Tag
Raumansicht Ende Tag
Standpunkt Diplom Arbeit Kunstkritik verhüllt verhüllt Büste Büste Geradenbild Geradenbild Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Wie gestern in einem Gespräch … Wie ich gestern in einem Gespräch mitbekam, sind in den Arbeiten …
  • [Schlucken.]
  • … viele Themen …
  • [Klick.]
  • Oder werden in den Arbeiten viele Themen behandelt, die ich gar nicht mit … ähm …bedacht habe.
  • Das sind Sachen, die … sehr abstrakt sind. Also wo ich gedanklich gar nicht mitkommen kann.
  • Ich bin da weniger Theoretiker.
  • [Schlucken.]
  • Und ich muss da sagen: Ähm … Was mich da getrieben hat, das war die [Sperren: Neugier].
  • [Schlucken.]
  • Die … ähm … Büste. Da mag viel mitschwingen. Sowas, na ja, wie die Büste über die Jahrhunderte … ähm … behandelt wurde. Was sie für die Gesellschaft bedeutet hat. Ähm … Welche Formen es davon gibt. Was das über das Selbst aussagt. Ähm … Über Inszenierung Inszenierung !
  • Was weiß ich.
  • Aber das sind alles so Sachen, die haben mich da überhaupt nicht … ähm … dazu bewegt, … ähm … diese Büste zu modellieren. Sondern das war tatsächlich die …
  • Neugier!
  • Zu … ähm … Verstehen zu wollen, wie der Kopf funktioniert. Oder wie [Sperren: ein] Kopf funktioniert.
  • Das selbe eben beim Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt .
  • Was ist … Was ist der Körper?
  • Wie … Einfach mal selbst vermessen! Einfach mal selbst … ähm … modellieren, um zu sehen …
  • [Schlucken.]
  • Oder eben um zu verstehen, wie er … wie er funktioniert.
  • Natürlich nur oberflächlich.
  • Also … Ich taste mich da sozusagen langsam heran.
  • Aber: Die [Sperren: Neugier] war's.
  • Bei den Geradenbildern und bei den verhüllten Arbeiten habe ich tatsächlich mal einen anderen Ansatz gehabt. Also egal, um welche Arbeit es sich handelt: Es spielt immer eine Rolle … ähm …
  • Ursprung Ursprung ist halt ein blödes Wort.
  • Ähm … Zu einem [Sperren: Anfang] zu kommen. Oder zu gehen. Weil ich irgendwelche Fragen habe, die, wenn ich mittendrinne anfange, nicht beantwortet bekomme.
  • Bei den Geradenbilder war es, dass ich das Gefühl hatte, … ähm … ich möchte nicht auf anderer Arbeit aufbauen. Ähm … Weil ich dann nicht verstehen kann, was meine eigene Arbeit ausdrücken kann.
  • [Schlucken.]
  • Und deshalb wollte ich eben zum … zu einem ganz einfachen Element. Mit dem ich sozusagen anfange.
  • Spielerisch.
  • Ähm … Voranzukommen.
  • Also selbst etwas zu entwickeln. Von anfang an. Wo ich so sagen … Selbst nachvollziehen kann, wie es entstanden ist.
  • So wie ich dazu gekommen bin.
  • Und das war eben die Gerade. Davor der Punkt.
  • Der Punkt, wie ich dann eben … äh … auch selbst in Texten geschrieben habe, für mich …
  • Der ist tot! Und erst die Linie, oder die Gerade, die ist die erste Bewegung.
  • Später habe ich dann von Kandinsky Wassily Kandinsky so etwas Ähnliches auch gelesen. Und … Ja. Das war sozusagen: Einfach gucken, … ähm … Beim Kleinsten sozusagen anfangen und schauen, … ähm … was sich daraus entwickelt.
  • Bei den verhüllten Arbeiten ist es wieder etwas … etwas anderes der Grund gewesen.
  • Da gibt es bestimmt auch viele Gedankengänge, … ähm … die ich alle nicht berücksichtige! Habe mich da … Oder das hat mich ja selbst beschäftigt, mit den religiösen Ansätzen der Verhüllung.
  • [Schlucken.]
  • Ähm … Dort war es eben die … ähm … der Zweifel Zweifel . So ein großes Wort. Sondern so ein …
  • Na das Hinterfragen der eigenen Arbeit. Aber eben auch die der anderen. Die ich gesehen habe.
  • Ob das … Na ja. Das war halt so meine Reaktion. Zum einen eben der Wunsch, etwas zeigen zu wollen.
  • Der Mensch hat den Wunsch gesehen zu werden. Von anderen beachtet zu werden.
  • Und gleichzeitig sich aber wieder zurückzunehmen. Ähm …
  • Warum auch immer!
  • Das kann ich jetzt ja auch viel drüber nachdenken. Ähm … Aber ich behaupte, selbst dort war es die [Sperren: Neugier] zu sehen, … ähm … was passiert, wenn ich eine Arbeit eben in eine Box reintue und ausstelle. So.
  • Ich habe viel darüber geschrieben. Aber eigentlich: Neugier ist das zentrale Motiv.
  • Und, neben der Neugier, so ein … so ein … so eine Anfangsidee.
  • Es ist ja auch wieder zu so einem Anfang. Zu zeigen, nichts zu sehen. Oder eben nichts zu sehen erst einmal. Und daraus entwickelt sich vielleicht etwas.
  • Wenn auch nur im Kopf!
  • Also bei all den Arbeiten … ähm … gibt es eine Frage nach einem [Sperren: Anfang].
  • Ob jetzt im … ähm … in der Technik. Wie bei der Plastik eben. Modellieren. Technik.
  • Dann die Büste nehmen. Ähm …
  • Wie beim grafischen Element der Linie. Woraus besteht ein Bild? Oder was wäre da der kleinste … oder die kleinste Einheit? Abgesehen vom Punkt.
  • Oder eben so ein gedanklicher Anfang. Nichts sehen. Und aus dem Nichtsehen entstehen dann erst etwas.
  • Und … ähm … Jetzt eben von dem Komplex abgesehen: Einfach [Sperren: pure Neugier].
  • Auch bei den Fotocollagen. Schauen, was passiert denn jetzt, wenn ich ein Foto zerreise und neu zusammensetze?
  • Einfach gucken, was passiert!
  • Neugier halt!
  • Und das ist vielleicht wichtig, dass ich das dann … na ja … bei dem Gespräch eben … ähm … Egal, was jetzt an Gedankengängen kommen. Die sind interessant. Das gefällt mir, was alles entstehen kann. An Zusammenhängen.
  • Da hat ja jeder … Da hat ja jeder einen anderen Zugang zu. Das ist das Schöne daran. Auch wenn ich jetzt eben nur ein einfaches Motiv wie ein Selbstbild nehme. Und Techniken, die … die ziemlich leicht zu verstehen sind. Nachzuvollziehen sind. Eigentlich. Oder Stil, der sehr einfach nachzuvollziehen ist.
  • Da gibt es halt viele unterschiedliche Ansätze, wie man da ran gehen kann.
  • Meiner ist halt anscheinend das Interesse und irgendwie immer die Suche nach irgendwie einem Anfang.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Diplom Arbeit Aufbau im Klassenraum Zustand 1 Raumansicht Anfang Tag diplomklasse2-1-m.jpg Raumansicht Ende Tag diplomklasse3-4-k.jpg Zustand 2
erste Setzung
erste Setzung
aktueller Zustand Büste
aktueller Zustand Büste
noch nicht gehangene Arbeiten
noch nicht gehangene Arbeiten
Klasse Bildende Kunst Klassenraum mit Kommilitonen leer geräumt Diplom Arbeit Arbeiten für Diplom für morgen bereitgestellt (Notizen von morgen) erste Arbeiten gehangen, morgen Leiter besorgen (Notizen von übermorgen) Leiter besorgt, Freitag ab 13:00 wieder Gespräch im Klassenraum über Setzung der Arbeiten erste Setzung diplomklasse1-1-k.jpg Setzung Büste Büste im Raum aktueller Zustand Büste diplomklasse1-3-k.jpg noch nicht gehangene Arbeiten diplomklasse1-4-k.jpg "Ich möchte mich mit nichts Geringerem beschäftigen als mit dem Kosmos Kosmos ." "Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen!" Werkstatt Plastisches Gestalten an Büste weiter modelliert Augen und Oberkörper (Notizen vom kommenden Tag) Büste wieder aufgerauht, Asymmetrien Asymmetrie eingebaut Ohren morgen neu aufsetzen (Notizen von übermorgen) mit Werkstattleiter Büste und Ganzkörperplastik in Klassenraum transportiert bis Sonntag zum Einzelgespräch im Raum aufgestellt lassen, danach wieder in Werkstatt (Notizen von heute) mit Kommilitone Kommilitone weiter an Beinen gearbeitet Körperstellung versucht eindeutiger umzusetzen Brust mit leichter Schräge, Hüfte, Beine einige Fehler nicht mehr korrigierbar, da Ton um Stahlstäbe schon zu hart, würde Lufträume erzeugen Friedrich Fröhlich, trotzdem zufrieden
Klasse Bildende Kunst Büste Büste und große Bilder umgestellt, da Kommilitonin Kommilitone für Tests Wände benötigt Diplom Arbeit Werkstatt Holzwerkstatt ab 9:30 Kasten für verhüllte Arbeit gebaut zweite Holzplatte 80 x 100 cm zugesägt Leisten auf 25 mm gehobelt, auf 45-Grad-Gehrung gesägt Holzplatten bei Leistenbreite um 5 mm verdünnt Leisten an Rückplatte geleimt morgen früh Vorderplatte befestigen und Seitenbereiche sauber angleichen Einzelgespräch Schellbach Arbeiten im Klassenraum gezeigt mit aufgestellter Ganzkörper-Plastik Blattarbeiten in rahmenlose Bilderhalter (morgen noch bestellen, direkt in HGB liefern lassen) keine Arbeitsblätter aus Werkstatt zeigen, nur solche, die ich selbst als Arbeit sehe zusätzlich Fotoausdruck Hinterkopf zeigen in Werkstatt mit ihm Büsten angesehen entweder nur Ganzkörperplastik zeigen, oder mit mehreren Ton-/Gipsbüsten in Tagen vor Diplom ausprobieren eventuell zu viel und unfertig naturalistische Büste könnte ständig mit mir verglichen werden, Ablenkung von Ausstellung wenn Ganzkörperplastik als einziges, dann im Raum konzentrierter Einleitungstext ihm in kommenden zwei Wochen vorlesen ca. 20 bis 25 Blattarbeiten nächste Woche rahmen und an Wand lehnen Werkstatt Plastisches Gestalten weiter an Ganzkörperplastik gearbeitet Kopf letztes Mal vergrößert, weiter modelliert Übergang Vorder- zu Rückseite an Taille schmaler Übergang Brust zu Arm überarbeitet, Arme modelliert mit zweitem Spiegel Spiegelbild Rücken bearbeitet morgen Beinstellung festlegen und an mir nachprüfen, ob wirklich stimmig weiterhin Hände modellieren Friedrich Fröhlich, nach 11 Stunden Arbeit müde, aber zufrieden
aktueller Zustand, seitliche Ansicht mit Skelett im Hintergrund
aktueller Zustand, seitliche Ansicht mit Skelett im Hintergrund
Bauchwölbung und Rückenlinie parallel
Bauchwölbung und Rückenlinie parallel
Arm zu kurz
Arm zu kurz
Werkstatt Plastisches Gestalten Anmerkungen von gestern umgesetzt Körper vereinfacht aktueller Zustand, seitliche Ansicht mit Skelett im Hintergrund muskelmann-anatomie2-2-k.jpg Flächen modelliert, versucht mehr Spannung hineinzubringen Vorderansichten Bauchwölbung und Rückenlinie parallel muskelmann-anatomie2-8-k.jpg Arme noch zu kurz, Kopf zu rund Arm zu kurz muskelmann-anatomie2-9-k.jpg Friedrich Fröhlich, zufrieden Standpunkt Büste Büste Selbst Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Es ist interessant, an sich selbst zu beobachten, wie die … eigene Wahrnehmung … sich in den … ähm … in der Arbeit, in den Büsten und der Ganzkörperplastik wiederspiegeln. Was mir halt erst im Nachhinein immer bewusst wird.
  • Bei der Büste zum Beispiel. Wie ich anfänglich, beharrlich, … ähm … den … den Stirnbereich … ähm …
  • [Schlucken.]
  • … viel …
  • [Klick.]
  • Nein. Wo der … der Augen … Wo die Augenbrauen sind. Ähm …
  • [Schlucken.]
  • Dass ich den viel weiter … äh … nach vorne geholt habe. Und … ähm … sozusagen ein … ähm … etwas … etwas affigeres Gesicht aus mir gemacht habe. Weil so meine Vorstellung war. Dass ich so aussehe. Immer, wenn ich mich im Spiegel Spiegelbild angesehen habe, so halt seitlich, habe ich das halt extrem wahrgenommen.
  • Und … ähm … Das hat, ja, Monate gedauert, bis … äh … bis … bis … Der Werkstattleiter hat mir das ja auch immer ein bisschen gesagt. Ich hab's nie geklaubt wirklich.
  • [Schlucken.]
  • Dass aber die … ähm … Dass es aber gar nicht so weit hervorsteht. Sondern sehr sehr fließend eigentlich … ähm … ähm … äh … übergeht.
  • Ähm … In die … Also zur Stirn. Und … äh … zu den Schläfen.
  • Und … Dass eigentlich bloß die Augenbrauen, dadurch, dass sie dunkel sind, alles so hervorheben.
  • Diesen Anschein erwecken. Als wäre es viel tiefer!
  • Das Selbe auch beim Mundbereich. Ähm … äh … In meiner Vorstellung ist der viel viel weiter nach vorne … ähm … gesetzt.
  • Was gar nicht der Fall ist!
  • Das Selbe jetzt eben beim Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt , wo ich merke, dass … äh … sogenannte Problemzonen, …
  • [Zieht Rotze hoch.]
  • Dass die in … in meinem Kopf …
  • [Schlucken.]
  • … äh … stark hervorgehoben werden. Also dass ich die Vorstellung habe, … äh … dass es … ähm … ähm … dass zum Beispiel der Becken größer ist, als er eigentlich … äh … äh … in Wirklichkeit ist. Aber wenn ich den Spiegel gucke, sehe ich ihn halt extrem vergrößert. So. Weil halt mein Blick darauf konzentriert ist.
  • Und genauso sah halt die … die Plastik bis gestern aus. War … ähm … extrem hervorgehoben. Also sehr sehr breit. Und … ähm … Jetzt noch einmal beim … Jetzt noch einmal beim Angucken und beim Nachmessen und so, … ähm … relativierte sich das.
  • Ein wenig.
  • Also klar. Es … ähm … Es … ähm … Es ist größer als … ähm … als … ähm … als ich es bei anderen kenne. Aber es ist eben nicht so riesig. Wie ich es in der … in der Plastik gemacht habe. Was dann halt wieder unecht aussieht.
  • [Zieht Rotze hoch.]
  • Übertrieben eben.
  • [Schlucken.]
  • Und … äh … Was bloß kleine Nuancen eigentlich sind, was von der … äh … von der Tonschicht dazukommt, … ähm … Das ist ganz wenig! Macht dann aber am Ende eben eine ganze Menge aus!
  • So. Und … äh … Dieses Wenige … Da neige ich halt dazu, immer zu übertreiben. Also zuviel Ton sozusagen aufzusetzen. Weil in meiner Vorstellung da viel mehr drauf sein müsste.
  • Und … ähm … Das zu wissen … Das weiß ich seit gestern. Zwar wusste ich das natürlich auch schon mit der Stirn davor. Aber ich hab's noch nie so wirklich wahrgenommen, wie bei dem … ähm … Ganzkörperporträt.
  • Und … ähm … Das heißt, während ich mich halt ansehe, muss ich immer wieder … ähm … ähm … mich fragen: Ist es jetzt wirklich so? Oder … Oder sehe ich das bloß so?
  • Weil … ähm … ähm … Also sehe ich das bloß so verstärkt?
  • [Schlucken.]
  • Weil umsetzen möchte ich dann ja das, wie es eigentlich ist. Oder wie es natürlicher ist. Und nicht wie es in meiner Vorstellung ist.
  • Das ist dann der nächste Schritt eigentlich!
  • Ne! Der nächste Schritt ist eigentlich nicht, wie es in der Vorstellung ist, sondern wie ich es … äh … ähm … äh … mit Absicht … ähm … ähm … formen möchte! Gestalten möchte.
  • Also dass ich mich bewusst … ähm … Also dass ich bewusst werde, … ähm … es ist nicht so stark, aber ich möchte es so stark machen. Und jetzt ist es noch so: Ich mache es so stark, weil ich denke, es wäre so stark … ausgeprägt!
  • Das ist ein großer Unterschied.
  • Und den … ähm … habe ich halt gestern … Da hat's Klick gemacht.
  • [Aufnahme Ende.]
Werkstatt Plastisches Gestalten wenn nach fast zwei Wochen alle Tonplastiken zu trocken besprühen, mit gewässerten Stoff abdecken Diplom Arbeit HGB Rundgang HGB Rundgang 2018 für Ausstellungsreader: Projekttitel und Werkangaben (Medium, Material, Technik, Maße, Jahr) Text zur ausgestellten Arbeit (maximal 1000 Zeichen inklusive Leerzeichen) Selbstgespräch vom 6.12. eingereicht, leicht abgeändert: "- Aufnahme Anfang. Entstanden im Bett. Nachts. - Das Bett. - Schlucken. - Im Bett ist der Ursprung Ursprung aller meiner Arbeiten. Hier habe ich nicht gezeichnet. Hier habe ich … ähm … keine Büsten modelliert. Hier war der ANFANG. Der Gedanke. Und der Gedanke ist um zwei Uhr nachts vor allem … ähm … eines: Radikal radikal . Er ist nicht weich geklopft. Wie bei Kommunikation. Wie bei Tageslicht. Er ist: Klar. In der Nacht, wenn es dunkel ist um einen herum, ist der Gedanke: Grundsätzlich. Der Gedanke wirkt bei Tagesanbruch … ähm … zu STARK. Zu gewagt. Weshalb ich froh bin, dass ich nachts den Gedanken festhalte. Tagsüber transkribiere und ihn damit in meinen Arbeitsraum bringe. - Schweres Einatmen. - Die Bilder hier sind nicht etwa … ähm … radikal! Grundsätzlich! Verstörend! Es sind Selbstbildnisse. Es ist der Körper. Es ist etwas ganz … mhm … alltägliches. - Schlucken. - Aber der Grund, warum ich sie überhaupt gemacht habe, auch wenn nicht auf den ersten Blick sichtbar, … ähm … ist der Gedanke. Der in der Nacht kam. Die Striche sind nicht zufällig Striche. Dieser einfache Kopf ist nicht zufällig so einfach. So primitiv. Die Büste Büste ist nicht einfach bloß … ähm … eine Büste! - Straßenbahn Eisenbahnstraße fährt vorbei. - Hinter all diesen Arbeiten steht ein radikaler Gedanke. Er ist Ursprung. Entstanden im Bett. Nachts. - Aufnahme Ende. -" Buchprojekt Gespräche über Kunst weiter korrigiert 1 wenn nach "Und" ein "äh" -> dann "äh" wieder groß 2 wenn "Und … Und" -> dann zweites Und oder anderes Wort auch groß, als wäre es ein Satzanfang 3 hab' nicht hab 4 Anführungszeichen „“ durch \textit{} ersetzen! 5 hervorgehoben \so{} 6 kursiv \textit{} 7 Zahlen bis 12 ausschreiben
Standpunkt Diplom Arbeit einleitende Worte überarbeitet: "Der erste Gedanke, der Ihnen kam, als Sie den Raum betraten, wird wohl jener gewesen sein: Friedrich beschäftigt sich also immer noch mit dem Selbstbildnis! Da möchte ich einwenden: Ja, Sie sehen mich - aber keine Selbstbildnisse! Mein Gesicht ist nicht THEMA, sondern GEGENSTAND meiner Arbeit. Das musste ich erst einmal selbst verstehen! Thema bedeutet, ich stellte mir die Aufgabe Selbstbildnisse zu malen, zu zeichnen, zu modellieren. Fänge danach dann an zu arbeiten und würde mit dem Ergebnis meine Position zum Thema festigen. Dem ist nicht so. Ich betrachte mein Gesicht als Gegenstand. Es ist ein Gegenstand, an dem ich mich: Abarbeite. Um etwas Darstellen zu können, braucht es ein Motiv. Für manch einen Künstler sind es Blumen, nackte Frauen und Stühle, die gemalt werden, um sich darüber zum Beispiel einer Technik oder einem Stil zu nähern. Oder einfach: Um dem Drang nach Tun zu befriedigen! Für mich ist es: Mein Gesicht. Ja! Hinter diesen Arbeiten mit den vielen Strichen, welche aus der Nähe betrachtet nichts als Striche sind, aber von weiter weg zu einem Motiv verschwimmen, verbirgt sich eine konzeptuelle Idee. - Allem Seienden muss ein unteilbares Irgendwas zu Grunde liegen! - Aber diese Idee: Ist eigentlich nicht wichtig! Ja! Bei dieser vereinfachten Ansicht eines Gesichtes verbirgt sich ein radikaler Gedanke. - Zurück zu den Wurzeln! - Aber auch der: Nicht so wichtig! Ja! Dieses Porträt hier ist entstanden, weil ich eine Bildidee hatte, für das ich so ein entstelltes Ding meiner Selbst brauchte. Aber auch hier: Nicht wirklich wichtig! Die seit Grundstudium von Professorenseite gestellte Fragerei, wo alles mit WARUM, WARUM, WARUM, anfängt, hat in mir einen Absturz bewirkt. Ich wusste kurz vor dem Diplom gar nicht mehr, WAS ich mache, WAS ich gemacht habe. Was ich WOLLTE! Was ich WILL! Jetzt: Weiß ich es. Ich will nicht mehr, als das: Ausprobieren! Ich möchte spielen dürfen! Ich möchte sehen dürfen, was passiert, wenn ich einen Strich zeichne; Noch einen und noch einen. Ich möchte Farbpigmente in Kleister tränken, mit dem Zeigefinger in das kalte Gemisch tunken und auf Papier ein einfaches Gesicht malen! Ich möchte mich zurückziehen dürfen! Ich möchte diesem ständigen WARUM - wie hier bei dieser Arbeit - eine Sperrholzplatte entgegenhalten! Und wenn das WARUM verschwunden ist, möchte ich schauen, was noch entsteht, wenn ich meinen Kopf ausschalte und sehe, was meine Hände zu formen vermögen. In den letzten Monaten habe ich bei mir einen Schaffensdrang gespürt, der entstand, als ich anfing, meine Arbeit nicht zu hinterfragen, sondern: ANZUSEHEN. Die Oberfläche mit den Augen abzutasten und sie - im Falle dieser hier ausgestellten Büsten - mit Händen zu formen. Diese neue Sicht auf die eigene Arbeit und auf die Arbeit der anderen, hat sich hier vollzogen: Im Keller der Hochschule. Da, wo ich viele Monate lang mit meinen Händen Tonklumpen an Tonklumpen pappte. Wo ich Gips mit Wasser mischte. Wo ich mit dem Klüppel Gips von Gips trennte. Wo ich mich im Spiegel Spiegelbild selbst sah. Mich sah, wie ich mit einem simplen aber umso schwerer zu beherrschenden Mittel einen Kopf formte - Mit: Dem SEHEN. Ich bin FROH, dass mich die Fragerei der letzten Jahre in eine Enge trieb. Nur so konnte ich das Unnötige erkennen, mich davon losreißen und mich zuletzt dem Sehen zuwenden. Was ich nach über fünf Jahren Studium sagen kann: Ich habe in dieser Zeit so viel über Kunst im Allgemeinen und über meine Arbeit im Speziellen erfahren, wie davor nicht - und vielleicht auch danach nie mehr. Ich hoffe, diese Arbeiten hier sind Zeugnis dafür. Ja, auch die Fragerei gehörte dazu! Nur lassen Sie mich bitte an meinem letzten Tag als Student Kommilitone ein Wort nicht mehr hören müssen: WARUM."
Büste im Klassenraum
Büste im Klassenraum
neue Büste
neue Büste
Diplom Arbeit Büste Büste im Klassenraum bueste-klassenraum2-m.jpg "Ich möchte mich mit nichts Geringerem beschäftigen als mit dem Kosmos Kosmos " gerahmt Entwurf Linienbündel-Bild Arbeitsmittel Werkstatt Plastisches Gestalten neue Büste bueste-werkstat2-k.jpg
Standpunkt Büste Büste Selbst Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Im Bett. 3 Uhr frühs.]
  • Ich weiß, dass der … Versuch, abbilden zu wollen, … Also meinen Kopf. Dass das bisher bloß ein … Versuch … Dass ich es bloß als solches werten … sollte.
  • [Schlucken.]
  • Ich habe jetzt halt … anderthalb Jahre … schon daran gearbeitet. Und …
  • [Klick.]
  • … konnte mich …
  • [Schlucken.]
  • … langsam herantasten an … über … die Oberfläche. Wenn ich überlege, wie am Anfang meine … die ersten Versuche … ausschauten. Wo ich immer sofort überzeugt war von … wegen …
  • [Schlucken.]
  • Das [Sperren: bin] ich ja schon!
  • Und dann einen Tag später wieder in die Werkstatt kam und mitbekam, dass ich das eben noch überhaupt nicht bin. Und … Dass ich immer nur ein bisschen an der Oberfläche gekratzt habe.
  • [Zieht Rotze hoch. Schlucken.]
  • Wenn ich eben heute … ähm … die Büste sehe, die entsteht, dann habe ich durchaus das Gefühl, dass … sich meine Wahrnehmung, …
  • [Klick.]
  • … was meinen eigenen Kopf betrifft, … ähm … um einiges …
  • [Schlucken.]
  • Also um einiges ausgeprägter ist.
  • Ich sage aber, dass es dennoch, oder dass ich immer noch im … beim [Sperren: Versuch] bin. Weil … ich das Gefühl …
  • [Katze Ramses schnurrt.]
  • … es noch nicht wirklich verstanden zu haben, immer noch da ist.
  • [Schlucken.]
  • An dem Modell konnte ich jetzt halt … habe ich das erste Mal überhaupt in dieser Zeit … ähm … ja, [Sperren: Sehen] können, wie … wie das Auge … und die Haut Haut drüber und drunter … aussehen.
  • [Schlucken.]
  • Das war ja bisher meine größte … Baustelle. Über den Spiegel Spiegelbild … ähm … habe ich das nicht verstanden. Je näher ich mir da komme, desto flacher wird es irgendwie. Und … Ich begreife es einfach nicht. Und das war jetzt halt etwas ganz Neues. Auch drumherum zu gehen! Und … Ja.
  • Das selbe jetzt auch bei den Ohren.
  • [Schlucken.]
  • Die eine Hälfte habe ich ja jetzt am Modell … ähm … vom Modell übernommen. Und das selbe auch … ähm … beim Rücken. Das ging auch nicht über meinem eigenen Körper.
  • Also auch wenn ich das … Wenn ich denke, dass die … die aktuelle Büste, dass ich mit der schon sehr weit gekommen bin, … bin ich mir aber durchaus bewusst, dass es nicht … dass ich es noch nicht wirklich verstanden habe.
  • Und trotzdem fühle ich mich schon so gefestigt, dass ich sagen würde, dass ich ruhig mal einen Kopf, also nur bis zum Hals, gar nicht weiter, nur ein ganz klein wenig Hals noch dazu, …
  • [Schlucken.]
  • … ähm … modellieren kann. Der … Der … ähm … Ja, wo ich … ähm … Wo ich erst einmal von einer abstrakten Form ausgehe. Und … ähm … versuche dann einzelne Bereiche auszumodellieren. Und es dadurch aber … gleichzeitig … ich aber das Gefühl habe, dass es trotzdem ein Porträt von [Sperren: mir] ist.
  • [Schlucken.]
  • Diesen … ähm … Versuch, den würde ich jetzt einfach mal machen.
  • Und ich traue mir das jetzt auch bloß zu, weil ich jetzt eben … ähm … anderthalb Jahre … äh … in eine Richtung, in die andere Richtung, gegangen bin. Und versucht habe, wirklich das abzubilden, was … ähm … was [Sperren: ist]. Ähm … Mir ist es noch nicht geglückt. Da muss ich realistisch bleiben.
  • Da bin ich noch nicht … ähm … gefestigt.
  • Und trotzdem denke ich halt, dass ich jetzt einfach mal … ja … ähm …
  • [Schlucken.]
  • … in die andere Richtung auch gehen kann. Ohne das Gefühl zu haben … Das hatte ich ja am Anfang … Ähm … Deshalb wollte ich erst einmal das machen. Äh …
  • Dass es beliebig wird.
  • Büsten, die ich jetzt gesehen habe, auch in Potsdam, wirken auf dem ersten Blick … unglaublich [Sperren: einfach]. Als wäre … Pfff … Als könnte man binnen eins zwei Stunden so einen Kopf formen.
  • Und das stimmt überhaupt nicht! Das ist … Selbst wenn … wenn so eine Büste … sehr abstrakt ist. Also die Form … ähm … Oder die Oberfläche …
  • [Schlucken.]
  • Ähm.
  • Nicht nach Haut aussieht. Sondern wirklich nach … ähm … nach … der Arbeit. Also sehr … Überhaupt nicht realistisch. Ist es überhaupt nicht … Ist es … Also auch wenn es so aussieht, überhaupt nicht so einfach!
  • Ähm … Die Plastik in sich stimmig zu machen.
  • Dass ist etwas, was ich die letzten anderthalb Jahre verstanden habe.
  • Das schaut sehr einfach aus. Aber dann wirklich so ein … ähm … eine Büste … ähm …
  • [Schlucken.]
  • … zu machen … Das sind zwei Welten!
  • Wie ich jetzt eben auch beim Ganzkörper mitbekomme. Ähm … Ein Oberschenkel sieht … einfach aus.
  • Aber [Sperren: ist] es dann eigentlich gar nicht.
  • Sobald es ans Modellieren geht. Und ich denke jetzt, beim Kopf, … ähm … ist …
  • [Klick.]
  • … ist es … äh … schwierig, oder eine … eine … eine Hürde, oder eine … oder die Aufgabe … Ist es die Aufgabe, die kleinen … ähm … Bereiche, wie Mund, Auge, Nase, Ohren, … äh … stimmig zueinander zu setzen.
  • Und das ist genauso schwer … äh … eben wie wenn ich … ähm … abstrakter arbeiten würde.
  • [Schlucken.]
  • Denn da sind die Beziehungen zu den einzelnen … äh … Körperteilen und Formen im Gesamten, auch wenn man drumherum läuft, mit Hinterkopf und so, … ähm … Dass ist dann das Entscheidende. Dass das stimmt.
  • Und das geht eben nicht mal so schnell. Auch wenn es einfach ausschaut.
  • Daran habe ich mich ja noch überhaupt nicht … ähm … herangewagt.
  • An diese Aufgabe.
  • Denn jetzt bei der aktuellen Büste ist es ja eher ein … ein Abmessen gewesen. Von meinem Kopf. Und das Übertragen davon. Aber noch gar nicht mal …
  • Das ist es halt eben der nächste Schritt.
  • Ähm … Aber noch gar nicht mal …
  • [Schlucken.]
  • Ich habe noch nicht einmal den [Sperren: Versuch] unternommen, … ähm … die … Ja … Den Kopf … ähm …
  • [Schlucken.]
  • [Klick.]
  • … unabhängig von … ähm … von … von … von …
  • [Klick.]
  • … den … realen Maßen … ähm … als eine Form zu begreifen.
  • Wo die einzelnen Teile [Sperren: miteinander] … agieren.
  • Nicht für sich stehen.
  • Sondern miteinander spielen.
  • [Aufnahme Ende.]
Werkstatt Plastisches Gestalten neuen Kopf angefangen Diplom Arbeit weitere rahmenlose Bilderhalter A4 und A3 gekauft in Klassenraum gelagert umsetzen im AV-Labor A4-Arbeiten scannen wegen Zugangsberechtigung nachfragen
Ganzkörper, Zeichnung
Ganzkörper, Zeichnung
anderes Bild nach Konturzeichnen schwarz ausgemalt
anderes Bild nach Konturzeichnen schwarz ausgemalt
Diplom Arbeit Ganzkörper, Zeichnung gk-zeichnung-m.jpg gestern Papier ausgerollt, draufgelegt und Form gezeichnet danach einzelne Körperteile genau angeschaut und auf Papier übertragen bei Kopf Spiegel Spiegelbild auf Boden gelegt umsetzen noch einmal mit Pergamentpapier ausprobieren, 50 cm Breite anderes Bild nach Konturzeichnen schwarz ausgemalt klassenraum-test7-k.jpg Collage Collage Werkstatt Plastisches Gestalten an Ganzkörper mit zwei Spiegeln weitergearbeitet Büste Büste mit Kopftuch
Selstbildnis, 1977, Gerda Lepke
Selstbildnis, 1977, Gerda Lepke
Strukturierte Vertikale Rot-Gelb-Blau, 1988, Günter Hornig
Strukturierte Vertikale Rot-Gelb-Blau, 1988, Günter Hornig
Fritz Cremer, 1965/66, Theo Balden
Fritz Cremer, 1965/66, Theo Balden
Selstbild, 1973/74, Bronze, Sabina Grzimek
Selstbild, 1973/74, Bronze, Sabina Grzimek
Selbsbildnis auf bulgarischer Ikone, 1977, Mischtechnik auf Holz, Werner Tübke
Selbsbildnis auf bulgarischer Ikone, 1977, Mischtechnik auf Holz, Werner Tübke
Ausstellung Hinter der Maske Maske Künstler in der DDR DDR , Museum Barberini (am nächsten Tag, nach handschriftlichen Notizen) Selstbildnis Selstbildnis , 1977, Gerda Lepke gerda-lepke-k.jpg mit vielen farbigen kleinen Strichen / Punkten "Selbst", 1947, Gerhard Altenbourg Kreide und Aquarell auf Karton Kleidung und Wahl Bildausschnitt nach Renaissance Renaissance unvollendet unvollendet Selbstverständnis erst wieder aneignen, nach Kriegserfahrung "Selbstinszenierung Inszenierung ", Fotografie, 1952, Evelyn Richter Serie "Wörter", Mitte 1970er, Schreibmaschinen-Arbeiten, Ruth Wolf-Rehfeldt Ruth Wolf-Rehfeldt Strukturierte Vertikale Rot-Gelb-Blau, 1988, Günter Hornig guenter-hornig-k.jpg Büsten Fritz Cremer Fritz Cremer , 1965/66, Theo Balden Theo Balden theo-balden-k.jpg durch Aufsicht Verbot Kugelschreiber weiter zu benutzen Bleistift bekommen Selstbild, 1973/74, Bronze, Sabina Grzimek Sabina Grzimek sabina-grzimek-k.jpg hervorstechende Augen "Das Lächeln der Mona Lisa Mona Lisa oder Kann Hoffnung scheitern Erfolg ?", 1976/77, Jürgen Schiferdecker Rahmen geschweißt Aufteilung wie Triptychon Triptychon Schrein mit rotem Vorhang und Relikt Selbsbildnis auf bulgarischer Ikone Ikonenmalerei , 1977, Mischtechnik auf Holz, Werner Tübke werner-tuebke-k.jpg Selbsterhöhung als gottgleicher Künstler siehe auch Albrecht Dürer Albrecht Dürer
Arbeit, gerahmt
Arbeit, gerahmt
Hängung große Fotografie
Hängung große Fotografie
kleinere Arbeiten auf Tisch
kleinere Arbeiten auf Tisch
Feldstaffelei mit Spiegel
Feldstaffelei mit Spiegel
Büste seitlich
Büste seitlich
Büste frontal
Büste frontal
Diplom Arbeit Einzelgespräch Mark Arbeit, gerahmt gk-gerahmt-m.jpg große Fotografie wieder ausgerollt und aufgehangen Hängung große Fotografie diplomklassenraum2-k.jpg kleinere Arbeiten auf Tisch diplomklassenraum1-k.jpg Modell Werkstatt Plastisches Gestalten in Werkstatt aktueller Stand Büste Büste vorgestellt würde alle drei Büsten ausstellen eventuell auch Feldstaffelei mit Spiegel Spiegelbild Feldstaffelei mit Spiegel diplomklassenraum4-k.jpg neue Büste in Ton gezeigt Büste seitlich diplomklassenraum5-k.jpg Büste frontal diplomklassenraum7-k.jpg noch nicht abgießen, bis Februar nass halten Bett noch einmal überdenken, da für mich eigentlich keine Arbeit es soll auch keine Performance Performance werden, wird es aber automatisch, wenn ich drinne liege Bett wäre als einziges Objekt nur für Diplom im Klassenraum deshalb doch nicht einplanen A4-Arbeiten mit rahmenlosen Bilderhaltern ausprobieren Werkstatt Metallwerkstatt zweimal Schattenfuge Stahl für 80 x 100 cm verhüllte Arbeiten sind Mitte Januar fertig 500 g Kaffee überreicht
(mit Notizen der letzten Tage) Werkstatt Plastisches Gestalten weiter mit Kommilitone Kommilitone an Plastik und Büste Büste gearbeitet Augen und Oberkörper am Modell besser zu bearbeiten als mit Spiegel Spiegelbild nächste Woche Beine ausarbeiten Kopf im Unterschied zum restlichen Körper streng zentriert Diplom Arbeit schwarze Klammern für Papierarbeiten gekauft Modell im Klassenraum für Montag aufgebaut Montag großes Foto wieder ausrollen weitere Skizzenblätter gesammelt umsetzen später im AV-Labor digitalisieren Standpunkt Geradenbild Geradenbild Kinderzeichnung Kinderzeichnung verhüllt verhüllt Anfänge der Kunst Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Im Bett.]
  • Nach Februar werde ich mir … ein Jahr Zeit geben, das Studium zu … verarbeiten.
  • Das klingt jetzt irgendwie ein bisschen komisch.
  • Aber es ist halt doch anders, als … ähm … ein Studium …
  • [Katze Ramses schreit.]
  • … wo es eher darum geht, etwas zu … ler…
  • [Katze schreit.]
  • …nen. Denn hier war ja eher, dass ich überhaupt … äh … mitbekomme, was ich [Sperren: will].
  • So. Und diese …
  • [Katze schreit.]
  • … ganzen … ähm …
  • [Schlucken.]
  • Gedanken, auch Zweifel Zweifel , zu der eigenen Person, zu den Arbeiten, auch zu den Arbeiten der anderen und zum Künstlertum überhaupt, … äh … oder offene Fragen, Bestätigung und so weiter …
  • [Schlucken.]
  • … das muss ich erst einmal sacken lassen.
  • Denke ich mir.
  • Da ist es ganz gut, erst einmal wieder Abstand zum … System zu bekommen.
  • Und auch die … ähm … Ja! … Die ganzen Notizen, die ich gemacht habe, eigentlich noch einmal durchzugehen und das … ähm …
  • Genau.
  • [Schlucken.]
  • Aktuell … ähm …
  • [Kopfkratzgeräusche.]
  • … habe ich so vor, im Februar, dass ich … ähm … neben den Notizen eben noch … ähm … gerne ohne großer … ähm … Gedankenkonstrukte …
  • [Schlucken.]
  • … an den Geradenbilder weiter arbeiten möchte.
  • Dann aber kleiner. Also, dass ich mir einen Plotter Plotter für … 30 mal 20 Zentimeter maximal … ähm … anschaffe. Und … ähm …
  • Das habe ich jetzt mal gesehen bei … bei … Dürer Albrecht Dürer ! Dass viele Arbeiten sehr sehr klein sind. Kupferstich. Stiche. Und sehr sehr detailreich. Und es auf einem sehr kleinen Format … ähm … viel zu entdecken gibt.
  • Und gäbe.
  • Und es gar nicht immer so groß sein muss. Wo ja heute eigentlich vieles, also was ich gesehen habe, auch in der Hochschule, [Sperren: groß] gemacht wird. Ob's jetzt Sinn macht oder nicht. Es ist so ein … Na ja … Es ist so ein Standardging. Irgendwie.
  • Erst einmal groß machen!
  • So. Und dabei müssen viele Arbeiten vielleicht gar nicht groß sein.
  • [Schlucken.]
  • Ich mache jetzt ja auch diese eine verhüllte Arbeit … ähm … viel zu groß. Mit 100 mal 80 Zentimetern.
  • Ist jetzt zwar nicht riesig. Aber … ähm … es könnte bei einem Porträt eigentlich … 30 mal 20 sein.
  • Zum Beispiel.
  • Also viel kleiner!
  • Ich würde dann aber eben nach dem Studium … äh … wieder … ähm … sozusagen zurückfahren. Und … äh … Dann gleichzeitig aber … ähm … sicherlich … äh … neue Felder entdecken. Und zwar: Detailreichtum!
  • Dass ich also auch mit Stiften arbeite, wo ich … ähm … auf 0,3 Millimeter oder 0,5 Millimeter komme. Oder so. Ähm … Wo ich den Radiographen noch einmal ausprobiere.
  • Jetzt.
  • Und dadurch halt, was ich bisher halt bloß in groß machen konnte auch, wegen der Strichstärke, dass ich das jetzt in klein … ähm … probieren kann.
  • [Schlucken.]
  • Und kleine Arbeiten mache.
  • [Klick.]
  • Diese kindlichen Tagebuchzeichnungen fand ich … sehr … Na ja … Während ich gezeichnet habe, halt … Das war sehr gut! Vielleicht mache ich sowas halt noch mit anderen … Nicht so dieses platte Kindliche. Mit großen runden Gesichtern. Oder so. Sondern … Weiß ich nicht … Ähm … Einfach mit den Buntstiften arbeiten!
  • So.
  • Auch wieder auf kleinem Papier.
  • [Klick.]
  • Ich denke, die verhüllten Arbeiten, dieses Motiv, das ist ausgereizt. Solange ich … äh … nicht [Sperren: spüre], etwas verhüllen zu müssen. Das war bisher, ich denke, in zwei so Schüben. Wo ich extreme Zweifel hatte. Halt an den eigenen Arbeiten.
  • Oder überheblich war! Also gedacht habe, … äh … es wären [Sperren: Meisterwerke], die ich tue. Und …
  • [Schreit.]
  • [Sperren: Ramses!]
  • [Aufnahme Abbruch.]
  • [Aufnahme wieder aufgenommen.]
  • Also in meiner Vorstellung ist das ja noch irgendwie meine Zukunft. Die verhüllten Arbeiten. So. Zeigen, gesehen werden, aber nicht … ähm …
  • Ne. Gesehen werden, aber nicht zeigen!
  • Muss ich aber eben nicht, … ähm … solange ich nicht ausstelle, solange ich jetzt meine … ähm … mein Vorgehen nicht ändere und diesen Drang auch nicht habe, … Ähm … Wird da glaube ich nichts neues entstehen.
  • Da werde ich jetzt eher diese kleinen Zeichnungen machen. Äh … Mit der Maschine arbeiten.
  • Auch mit dem Computer arbeiten! Das macht ja auch … ähm … Ja … Da … Das liegt mir auch!
  • Dabei entstehen ganz von selbst diese … ähm … ja … entstellten Porträts. Ob ich jetzt will oder nicht! Das ist … Diese Sammlung geht auch weiter.
  • Dann werde ich vielleicht noch einmal nach Werkzeugausstattung suchen. Neben der … äh … Neben dem Plotter. Was ich da noch brauche. Und bei den Bilderrahmen werde ich mich dann sehr zurückhalten. Da habe ich ja jetzt ziemlich viele angeschafft. Auch für die Prüfung.
  • [Schlucken.]
  • Da bin ich gedeckt.
  • [Schlucken.]
  • Und ich glaube, ich werde auch vieles wegschmeißen.
  • An Entwürfen, die jetzt aber nicht … ähm … Na ja, die jetzt nicht so diesen … Die jetzt nicht für sich selbst stehen können. Sondern wirklich einfach … [Sperren: unfertig] sind. Zum Beispiel. Davon habe ich ja auch viele. So. Die bringen mir, denke ich, auch in 20 Jahren nichts. So wenn ich sie mir angucke.
  • Ich habe ja genug Entwürfe, die halt auch für sich stehen. Also die alleine schon wirken. Die kann ich ja behalten. Aber ich werde auch einiges … eben …
  • [Katze meckert.]
  • … wegschmeißen.
  • [Schlucken.]
  • Ein bisschen Angst habe ich schon davor, nach dem Studium … Nicht in ein Loch zu fallen! … Sondern … ähm … [Sperren: aufzuhören]. Also … Diese …
  • Diese Gespräche. Nachts. Zum Beispiel. Diese Auseinandersetzung. Na mit meinen Themenfeldnern, die ich eben habe. Die hat's ja nur gegeben, [Sperren: weil] ich an der Hochschule war. [Sperren: Weil] ich die Werkstätten nutzen konnte. [Sperren: Weil] … äh … ich … äh …
  • [Katze meckert.]
  • … kommuniziert habe. Mit Kommilitonen. Gespräche mit Professoren hatte. Und das sind alles Sachen, die nach dem Studium, wie davor eben, wieder wegfallen. Ich weiß halt noch, wo ich in meiner Kammer war. Im Kämmerchen. In Berlin. Ähm … ähm … Mir mein Künstlersein sozusagen …
  • [Schlucken.]
  • … ähm … Na das war ein System, was halt für sich selbst existierte. Und wo ich halt immer … äh … mich selbst nach oben brachte. Nicht fallen [Sperren: konnte]. Weil ich … äh … nicht nach draußen ging. Und … äh … Immer Bestätigung durch mich selbst bekam. So. Gibt's dann auch wenig Kritik. Von außen. Was ja … Wo ich die letzten fünf Jahre gemerkt habe, dass es sehr wichtig eigentlich ist. Ähm … So diesen fremden Blick noch einmal darauf zu haben. Jetzt nicht … äh …, um zu sehen, wie kann ich etwas machen, … äh … damit es bei anderen ankommt. Sondern, wie … wie kommt denn das an, was ich … was ich … was ich … selbst darin sehe. Was ich da mache. Oder wie kommuniziere ich das. Ähm … Was ich tue.
  • Oder wie verweigere ich mich dem! Also auch das ist ja eine Art von Kommunikation.
  • [Schlucken.]
  • Und das fällt jetzt, denke ich, danach wieder weg. Ich habe in der Zwischenzeit jetzt nicht … äh …, was so oft … äh … gefordert wird, oder … äh … angestrebt wird …
  • Netzwerk!
  • Ähm … Oder eben Ausstellungen. Irgendwo machen. In kleinen Galerien. Oder … Was weiß ich.
  • Das ist eben nicht mein Ding! Das war's davor nicht. Das ist es nicht während des Studiums gewesen. Und das wird danach jetzt eben auch nicht passieren.
  • So.
  • [Katze meckert.]
  • Was ich gut fand, waren eben die Rundgänge. Da … ähm … konnte ich sozusagen ohne den Verwaltungskram zu machen, ohne groß zu werben, ohne mich zu [Sperren: bewerben] … Das ist das nervige eben daran, finde ich. Ähm … Konnte ich etwas ausstellen. Das hatten automatisch viele gesehen.
  • Ohne, dass … äh … dass es jetzt im Mittelpunkt gestanden hätte.
  • Das fällt ja …
  • [Katze meckert.]
  • … eben auch weg. So.
  • Also es wird … Ich werde Neues machen! Das ist gar keine Frage! Das sehe ich schon!
  • [Nachbarn stehen vor Wohnungstür. Reden laut.]
  • [Schlüssel wird im Schloss gedreht.]
  • Ich weiß jetzt nicht, ob ich, gefühlt, fortschreiten werde.
  • [Tür kracht zu.]
  • Ob ich eher stehen bleibe.
  • Oder ob ich es schaffe, auch in meinem eigenen System, abgekoppelten System, mir einen Arbeitsalltag … ähm …, wo ich sozusagen täglich ein paar Stunden nehme, bewusst nehme … ähm … arbeite.
  • Ohne … Genau. Und dann halt sehe, was … was passiert. Ohne jetzt halt … ähm … das dann auszustellen. Aber halt weiter etwas mache. So. Weiter überlege. Das sind …
  • Gerade auch dieses Überlegen! Dieses … ähm … Dieses Denken! Dieses Transkribieren! Das … Das [Sperren: ist] mein Ding. So. Und Damit das nicht wegfällt, muss ich mir jetzt wieder selbst Zeit vorgeben. Die von der Hochschule, mehr oder weniger, schon vorgegeben waren. Oder wenn man in so ein System eintritt, dann … dann fließt man sozusagen mit.
  • Teilweise.
  • So. Wenn man keinen Einspruch einlegt, dann passiert automatisch etwas. Man wird angesprochen. Oder man … man … Ich nutze die Möglichkeiten.
  • Das muss ich mir dann jetzt selber aufbauen. So.
  • [Aufnahme Ende.]
Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen!
Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen!
Spiegelbild, auf Folie
Spiegelbild, auf Folie
Ganzkörper, Collage
Ganzkörper, Collage
Kindliches Selbstporträt
Kindliches Selbstporträt
Technologien des Plastischen Vortrag von Jan Großmann Jan Großmann Werkstatt mit gesäubert, Stühle aufgestellt Friedrich-Büsten haben zugesehen Diplom Arbeit gelieferte Rahmen ausgepackt, Arbeiten gerahmt Ich glaube, ich möchte von Zeitgenossen abgelehnt werden. Ich möchte kämpfen können dürfen! klassediplom10-m.jpg Ansichten Spiegelbild Spiegelbild , auf Folie klassediplom11-k.jpg mit Glas vor und hinter Folie Ganzkörper, Collage Collage klassediplom12-k.jpg Kindliches Selbstporträt Selstbildnis klassediplom13-k.jpg Ganzkörper in Holz geritzt kurzes Gespräch mit Kommilitone Kommilitone über Thema und Gegenstand Standpunkt Gespräch mit mir Diplom Arbeit
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Nachts. Überlegungen zum Bett.]
  • Das Bett.
  • [Schweres Einatmen.]
  • Im Bett ist der Ursprung Ursprung . Aller meiner Arbeiten. Hier habe ich nicht … gezeichnet. Hier habe ich … keine Büsten modelliert. Hier war der [Sperren: Anfang]. Hier war der Gedanke.
  • Der Ursprung sozusagen.
  • Und der Gedanke ist um ein Uhr früh, zwei, drei Uhr nachts, vor allem eines: Radikal radikal .
  • Er ist nicht … weich geklopft. Wie … bei Kommunikation. Wie … bei Sonnenschein. Sondern er ist: Klar.
  • In der Nacht, wenn es dunkel ist um einen herum, ist der Gedanke …
  • [Klick.]
  • … eindeutig. Einstimmig.
  • [Klick.]
  • Einfach ausgesprochen.
  • [Klick.]
  • Grundsätzlich.
  • [Klick.]
  • Der Gedanke wirkt bei Tagesanbruch …
  • [Klick.]
  • [Klick.]
  • … zu [Sperren: stark].
  • [Klick.]
  • Zu gewagt.
  • [Klick.]
  • Weshalb ich froh bin, dass ich nachts den Gedanken festhalte. Tagsüber transkribiere und ihn damit in …
  • [Klick.]
  • [Klick.]
  • … meinen …
  • [Klick.]
  • … Arbeitsraum bringe.
  • [Klick.]
  • Die Bilder hier … sind, betrachte ich sie selbst, nicht etwa radikal! Grundsätzlich! Verstörend!
  • Es sind … Selbstbildnisse. Es ist der Körper. Es ist etwas ganz … mhm … alltägliches.
  • [Schlucken.]
  • Aber die … der Grund, warum ich sie überhaupt gemacht habe, auch wenn er nicht auf den ersten Blick wahrnehmbar ist, oder auffällt, ist eben der Gedanke.
  • Der in der Nacht kam.
  • Die Striche, die Geradenbilder, sind nicht zufällig Geraden. Dieser einfache Kopf ist nicht zufällig so einfach. So primitiv. Die Büste Büste ist nicht einfach bloß eine Büste, sondern …
  • [Straßenbahn Eisenbahnstraße fährt vorbei.]
  • [Klick.]
  • Oder die Holzkästen, die etwas verbergen, …
  • [Klick.]
  • … sind nicht nur Verpackungsmaterial. Sondern hinter all diesen Dingen steht etwas, was ich gar nicht einmal unbedingt … erläutern muss. Aber es ist halt wichtig zu wissen, dass der Gedanke der Ursprung war, für diese … Arbeiten. Die ohne dem nicht entstanden wären.
  • [Klick.]
  • Deshalb: Das Bett.
  • [Aufnahme Ende.]
Büste Büste Werkstatt Plastisches Gestalten an Büste weitergearbeitet Werkstatt Metallwerkstatt Halterung aus Stahl für verhüllte Arbeit an Wandecke abgeholt umsetzen im Klassenraum aufhängen in Holzwerkstatt L-Holzleiste sägen und an Rückseite verhüllter Arbeit schrauben Diplom Arbeit 3 weitere Bilderrahmen mit doppeltem Museumsglas bestellt 120 x 160 cm Selbstbildnis auf Fotopapier drucken lassen (8,73 EUR)
neue Büste, 1 : 1, Profil
neue Büste, 1 : 1, Profil
Drahtmodell Ganzkörper, 70 cm Höhe
Drahtmodell Ganzkörper, 70 cm Höhe
erste Tonschicht im Profil
erste Tonschicht im Profil
Werkstatt Plastisches Gestalten (Notizen der letzten Tage) neue Büste Büste , 1 : 1, Profil novaktuell1-k.jpg Frontalansicht schaut bisher am meisten nach mir aus am Dienstag erster Treff mit Modell in Werkstatt Äpfel, Schokolade, Gummibärchen, Bananen und Saft mitgebracht Körpermaße genommen, umgerechnet auf Drahtmodell Drahtgestell am Donnerstag wieder auseinandergenommen und neu gebogen Drahtmodell Ganzkörper, 70 cm Höhe novaktuell3-k.jpg erste Schicht Ton aufgetragen, nach zwei Fotos erste Tonschicht im Profil novaktuell5-k.jpg kommender Treff nächster Donnerstag
Modell mit neuer Hängung
Modell mit neuer Hängung
neue Büste, 1 : 1
neue Büste, 1 : 1
Profil
Profil
Diplom Arbeit Modell mit neuer Hängung modellneu-k.jpg Digitale Collage Collage eventuell als Banner umsetzen in Metallwerkstatt herstellen: 1 Abstandshalter mit Haken, wo Banner eingehangen werden kann, zwei Stück 2 verhüllte Arbeit an Wandecke, Halterung Werkstatt Plastisches Gestalten neue Büste Büste , 1 : 1 werkstatt0-k.jpg erstes Ergebnis letzter Gipsguss Gipsguss Profil werkstatt3-k.jpg
Diplom Arbeit Einzelgespräch Mark (aus Erinnerung) Überlege … Überlege … Modell in Hochschule gebracht aufgebaut, mit Ausdrucken von anderen Aufbauen Einleitung vorgelesen, scheint okay zu sein Überlege … Gedanken zum Ursprung Ursprung vorgelesen Überlege … Überlege … außer große Fotografie liegen alle Formate fest 1 Fotografie eventuell auf 2 m ziehen, ohne Rahmen, mit Klammern für Testhängungen Druck auf günstigem Papier in AV-Labor drucken 2 weitere Arbeiten versuchen in Modell unterzubringen auch in Archivboxen nach Skizzen etc. suchen, abfotografieren und in 1 : 30 ausdrucken 3 kann alle Arbeiten in seinem Büro lagern 4 da Rundgang eine Woche später, kann ich mich in Ruhe auf Ausstellung vorbereiten davor E-Mail an Kommilitonen schicken, damit Raum leer danach Wände weiß streichen 5 Modell noch einmal mit stehenden Wänden bauen 6 wenn Installation mit Büsten und Ton-/Gipsresten einfach mit Folie als Grundfläche ausprobieren 7 große Arbeiten mit Auto Anfang Januar in Hochschule transportieren Überlege … Überlege … Überlege … nicht mit Texten erschlagen, sondern auch auf Fragen eingehen aber ehrlich, mit meiner normalen Sprache / meinen Gedankengängen antworten digitale Fotocollage = Vorlage für Geradenbilder Überlege …
Klasse Bildende Kunst Werkstatt Plastisches Gestalten Büste Büste freigeschlagen Standpunkt Diplom Arbeit Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Nachts. Im Bett.]
  • Fünf Jahre lang war ich eigentlich auf einer … Dauersuche.
  • Und … Die meißten dieser Arbeiten hier … in dem Raum … sind halt Abschnitte davon. Es sind Abschnitte, wo ich, in dem Moment Moment , wo ich so weit war, das Gefühl hatte, dass ich das jetzt … ja … bis zum Lebensende machen will.
  • [Schlucken.]
  • Das sind nicht bloß so … ähm … Nebenprodukte, oder … ähm … kurze Launen!
  • [Pause.]
  • Sondern das sind Abschnitte, wo ich merke, dass ich …
  • [Schlucken.]
  • … dass sie richtig Fuß haben.
  • Und doch ging es ja immer weiter!
  • Also … ähm … Irgendwann kam anscheinend doch wieder so ein … ein Gefühl von: Das … Das ist es noch nicht! Und dann ging es zum Nächsten. Wo ich dann dachte: Das ist es jetzt für immer!
  • [Klick.]
  • [Schlucken.]
  • Wenn ich diesen Begriff Suche mit einbinde, dann … kann ich vielleicht doch einen guten …
  • [Klick.]
  • … Übergang zu solchen … ähm … Notizen machen.
  • Wie zu diesen Geradenbildern!
  • Ähm … Was ich da halt nicht geschafft … Oder was ich da eigentlich machen [Sperren: wollte]. Das ich einen [Sperren: Anfang] wollte. Und so weiter.
  • Und so fort.
  • Das Zitat finde ich … Diesen Gedanken finde ich halt …
  • [Schlucken.]
  • … sehr sehr … ähm … gut. Weil der diese ganze … ähm … diesen Abschnitt … äh … sehr gut präsentiert … Präsentieren kann. Und auch dann diesen Übergang zu diesen verhüllten Arbeiten!
  • Zeigt das ja eben auch schon auf. Vielleicht macht es deshalb auch Sinn, dass … ähm … auch wirklich mit dem Suchen zu sagen.
  • Ähm … Und da sind eben … Und da kommt ja dann eben auch wieder raus, … ähm … ohne, dass ich das groß dann erklären müsste, dass diese …
  • [Schlucken.]
  • … sogenannten Selbstbildnisse, also dieses Motiv, … das Ich, … wirklich … ja … eher als Gegenstand dann zu begreifen ist.
  • Und nicht als das Ich an sich.
  • Das finde ich jetzt sehr gut.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Gerüst für Ganzkörperporträt
Gerüst für Ganzkörperporträt
verhüllter Versuch
verhüllter Versuch
Negativform oberer Bereich hergestellt
Negativform oberer Bereich hergestellt
erste Schicht
erste Schicht
Werkstatt Plastisches Gestalten Stahlstreben geriffelt gekauft Gerüst für Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt ganzkoerperton1-k.jpg Werkstattleiter schlägt Vierkantprofil vor, da Streben beim Biegen in einer Ebene verbleiben umsetzen morgen im Baumarkt besorgen oberen Bereich kürzen bzw. Beine länger erster Versuch verhüllt verhüllt verhüllter Versuch ganzkoerperton4-k.jpg Negativform oberer Bereich hergestellt ganzkoerperton5-k.jpg für Negativform der Büste Büste Metallblättchen als Trennung reingestochen erste Schicht neuebueste5-k.jpg Akt Akt -Modell für Ganzkörperporträt kann von Werkstatt bezahlt werden Kommilitone Kommilitone ist einverstanden bringe morgen ausgefüllten Vertrag zur Verwaltung
Bett im Klassenraum, Modell
Bett im Klassenraum, Modell
Bett TARVA, IKEA
Bett TARVA, IKEA
Diplom Arbeit Bettgestell und Büstenständer für Modell gebastelt Bett im Klassenraum, Modell bett-klassenraum1-k.jpg Hängung Arbeiten, Bett, Büste Büste Bett TARVA, IKEA IKEA bett-klassenraum3-k.jpg 60 EUR + 10 EUR Lattenrost + 30 EUR Matratze 10 cm = 100 EUR Standpunkt Diplom Arbeit Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Vormittags. Standpunkt aufgenommen beim Betrachten von Modell mit Bett. Noch in Schlafkleidung.]
  • Warum ich im Bett liege?
  • Weil mir die großen Gedanken zu den Arbeiten …
  • Und die Arbeiten [Sperren: sind] große Gedanken …
  • Sie [Sperren: sind] radikal radikal .
  • Sie [Sperren: sind] rudimentär.
  • Sie gehen an den Anfang!
  • Und diese Gedanken dazu … Die kommen bei mir immer im [Sperren: Bett]!
  • Das heißt: Die Arbeiten sind eigentlich im Bett entstanden.
  • Um zwei Uhr früh. Um vier Uhr früh. Mittags. Nachmittags!
  • Egal wann: Großes entstand bei mir immer im [Sperren: Bett].
  • Deshalb … bin ich auch [Sperren: jetzt] im Bett.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Aktueller Zustand Büste
Aktueller Zustand Büste
Aktueller Zustand Büste, Profil
Aktueller Zustand Büste, Profil
Büste Büste Werkstatt Plastisches Gestalten weitergearbeitet Aktueller Zustand Büste neuebueste1-k.jpg Aktueller Zustand Büste, Profil neuebueste2-k.jpg Diplom Arbeit Standpunkt Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [1 Uhr frühs. Im Bett. Kratzige Stimme.]
  • Bei der Verteidigung …
  • Oder wie heißt das?
  • Ein … Bett aufstellen.
  • Mitten im Raum.
  • [Pause.]
  • Mit Bettdecke!
  • Kissen!
  • [Schlucken.]
  • Und ich bin drinne. Während ich … rede. Frage beantworte.
  • Fragen beantworte.
  • [Schlucken.]
  • Denn im Bett kommen mir die ganzen Gedanken!
  • [Lautes Einatmen.]
  • Und … im Bett mir auch der Gedanke, ein Bett aufzustellen.
  • In dem Raum.
  • [Pause.]
  • Und die ganzen Gedanken … auch die Rede. Klingt ja sehr … martialisch?
  • Oder wie heißt das?
  • Das sind halt dann … ähm … Wörter, die halt nur im Bett irgendwie wirken können.
  • Ich liege nachts im Bett und mache mir da Gedanken.
  • Über die Bilder!
  • [Schlucken.]
  • Ich liege … nachmittags im Bett. Mache mir Gedanken über die Bilder!
  • Und liege auch frühs im Bett. Und mache mir noch Gedanken über die Bilder.
  • [Schweres Einatmen.]
  • Zeichne das dann auf, mit dem Aufnahmegerät.
  • [Pause.]
  • Irgendwie funktioniert da alles am besten. In Gedanken.
  • Vielleicht bin ich so ein … Bettkünstler!
  • Jetzt ist es ein Uhr fünfzig. Und ich mache mir seit einer halben Stunde Gedanken darüber.
  • [Aufnahme Ende.]
neue Büste, Profil
neue Büste, Profil
Vorderansicht
Vorderansicht
Negativform Torso
Negativform Torso
Ständer für Ganzkörper-Plastik, ca. 1 m
Ständer für Ganzkörper-Plastik, ca. 1 m
Büste Büste Werkstatt Plastisches Gestalten (mit Notizen vergangener Woche) neue Büste, letzter Zustand Flächen gebildet, nicht nach realen Maßen Augen stark vergrößert, längliches Gesicht neue Büste, Profil 8nov_1-k.jpg Vorderansicht 8nov_2-k.jpg Torso, Trennung mit Metallblättchen mit Pinsel gestrichen Negativform Torso 8nov_5-k.jpg Positivform, noch nicht rausgeschlagen Ständer für Ganzkörper-Plastik, ca. 1 m 8nov_7-k.jpg umsetzen morgen in Metallwerkstatt Drahtgestell 4 - 5 mm nachfragen, Kaffee mitbringen 2 x Drahtgestell, linke und rechte Körperhälfte Kopf Silikonohren für Büsten-Plastiken
Diplom Arbeit Arbeitem im Modell umsetzen ausdrucken für kommendes Einzelgespräch nach Gespräch mit Alexander: Ablauf planen 1 Text vom 1.11. 2 auf einzelne Arbeiten eingehen keine offenen Fragen stellen (Ich könnte jetzt …?), sondern durch Präsentation führen A Geradenporträt Geradenbild Notiz vom 12.1.2016 mit "In den Geradenbildern sehe ich den […]" "Schon hier wird ein Ansatz erkennbar: Suche nach Ursprung Ursprung ." Ursprungsgedanke, siehe Text vom 3.11. mit Kinderzeichnungen Kinderzeichnung / Höhlenmalerei Höhlenmalerei / Art Brut Art brut Kandinsky Wassily Kandinsky zitieren mit "Der Punkt ist das erste Resultat des ersten […]" Geradenbilder = ernsthaft in die Zeit der Moderne zurückgereist, ohne es anfänglich zu merken Drang, Antwort zu finden Übergang zu verhülltem Porträt B verhülltes Porträt verhüllte Arbeiten = ernsthafte Reaktion auf Erkenntnisse, die auf Sucherei folgte nicht nur gedanklicher Ausdruck, sondern ernsthaft gefühlt Übergang zu vereinfachtem Gesicht C vereinfachtes Gesicht kindliche Zeichnungen = ernsthaft neuen Ansatz gesucht und ernsthaft erkannt, wie ich durch bloßes Nachmachen meinen Weg nicht finden werden kann Motiv Selbstporträt Selstbildnis wird selbsterklärend: Ich = Ausgangspunkt der ganzen Sucherei D deshalb: digitales Selbstporträt mit herausstechendem Auge für mich Ausdruck, wieder ungewollt, der ganzen jahrelangen Sucherei Büste Büste Elke: "Von der Seite bist Du es auf jeden Fall. Von vorne bis zur Nase auch. An den Augen stimmt aber irgendwas nicht. Es sieht gut aus, aber die Augen sind nicht Deine. Deine… schmaler..?? Ich weiß nicht."
Diplom Arbeit Einzelgespräch Mark 1 bedrucktes Papier wellt sich stark, ist durch tagelanges flaches Lagern nicht weggegangen 2 schaut dadurch an Wand scheiße aus 3 Frage, schon am Anfang: WARUM […]? WARUM W-A-R-U-M W.A.R.U.M. 4 5 ich WILL kein Thema damit ausdrücken, jedes Thema wäre falsch 6 es sind Arbeiten, die mit der Zeit, ohne eigener Aufgabenstellung, entstanden sind / sein könnten meinetwegen pure Spielerei LASST MICH MIT DEM W-A-R-U-M IN RUHE! 7 auch wenn Geradenbilder anfänglich einen GRUND hatten, möchte ich ihn nicht mehr sehen 8 visuelle Ergebnisse / Eindruck als einziges entscheidend 9 Selbstbildnis KEIN Thema, auch wenn eigenes Gesicht immer wieder auftaucht statt THEMA als Hauptwort GEGENSTAND möchte gerade Diplom einfach nur schnell abhaken können nach Gespräch fahrig an Büste Büste weitergearbeitet, abgebrochen Vorgehen: 1 erste Sätze für Einleitung formulieren, mit Wort "Gegenstand" oder so arbeiten ihm per E-Mail zuschicken NIE rechtfertigen, dann lieber abblocken auf Begriff Ausprobieren / Studienzeit / Wirkung testen / Drang eingehen 2 eher nur eine Arbeit je Werkgruppe ausstellen, dadurch unnötige Fragen vermeiden dadurch kommt Eindruck, dass nicht Technik, nicht die Linie, nicht Fotografie, nicht Büste, nicht kindliche Zeichnung Kinderzeichnung … wichtig sind, sondern das Machen an sich 3 als Ausprobieren verstehen, Gesicht dabei nur Gegenstand (irgendwas muss ich ja nehmen, also warum nicht so etwas Naheliegendes?) 4 wenn Fotografie mit Klammern: Klammern kleiner und eventuell schwarz (sollte sich abheben) 5 im Modell Arbeiten plazieren, bei Ausdrucken auch unterschiedliche Größen mit einer Arbeit anfangen, danach langsam aufbauen 6 wenn neue Ausdrucke, dann so drucken, dass sich Papier von oben nach unten wellt wenn Welle, dann Papier sollte sich unten nach vorne wellen (Hinweise von ihm, finde ich gut) nächste Woche neues Gespräch vereinbaren dann: Text vorlesen, Modell zeigen mit kleinen ausgedruckten Arbeiten verschiedene Positionen und Größen ausprobieren, abfotografieren, ausdrucken und beilegen Stimmung = miserabel Standpunkt Diplom Arbeit Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Rede. Erste Version. Entstanden im Bett. Bereits dunkel. Bildschirmlicht erhellt den Raum. Zuvor niedergeschriebenen Text laut gelesen.]
  • Der erste Gedanke, der Ihnen kam, als Sie den Raum betraten, wird wohl jener gewesen sein: Ah, Friedrich beschäftigt sich mit dem Selbstbildnis!
  • Da möchte ich einwenden: Ja, Sie sehen mich - aber keine Selbstbildnisse! Mein Gesicht ist nicht [Sperren: Thema], sondern [Sperren: Gegenstand] meiner Arbeit.
  • Thema bedeutet, ich hätte mir eine Frage gestellt, hätte danach angefangen zu arbeiten und am Ende wäre ich der selbst gestellten Fragerei mit dem Ergebnis auf die Spur gekommen. Dem ist nicht so.
  • Ich betrachte mein Gesicht als Gegenstand. Es ist ein Gegenstand, an dem ich mich: Abarbeite.
  • Um etwas Darstellen zu können, braucht es ein Motiv. Für manch einen Künstler waren und sind es Blumen, Frauen und Stühle, die gemalt werden und wurden, um sich darüber einer Technik, einem Stil, einer wagen Vorstellung zu nähern. Für mich ist es: Mein Gesicht.
  • Ja! Hinter dieser Arbeit mit den vielen Strichen, welche aus der Nähe betrachtet nichts als Striche sind, aber von weiter weg zu einem Motiv verschwimmen, verbirgt sich eine "konzeptuelle" Idee. Aber die: Ist eigentlich nicht wichtig!
  • Ja! Bei dieser kindlich vereinfachten Ansicht eines Gesichtes verbirgt sich ein "radikaler" Gedanke. Auch der: Nicht wichtig!
  • Ja! Dieses Porträt hier ist entstanden, weil ich ein Ziel hatte, für das ich so ein entstelltes Bild meiner Selbst brauchte. Aber auch hier: Nicht wichtig!
  • Den ganze [Sperren: Ballast] an Gedanken, was ich [Sperren: wie] und [Sperren: warum] ausdrücken möchte, möchte ich jetzt loswerden.
  • Die seit Grundstudium auf mich einschlagende Fragerei, wo alles mit [Sperren: Warum, Warum, Warum], anfängt, hat in mir einen Absturz bewirkt. Ich wusste kurz vor dem Diplom gar nicht mehr, [Sperren: was] ich mache, [Sperren: was] ich gemacht habe, was ich [Sperren: wollte], was ich [Sperren: will].
  • Jetzt: Weiß ich es.
  • Ich will nicht mehr, als das: Ausprobieren!
  • Ich möchte spielen dürfen!
  • Ich möchte sehen dürfen, was passiert, wenn ich einen Strich zeichne; Noch einen und noch einen.
  • Ich möchte Farbpigmente in Kleister tränken, mit dem Zeigefinger in das kalte Gemisch tunken und auf Papier ein einfaches Gesicht malen!
  • Ich möchte mich zurückziehen dürfen! Ich möchte diesem ständigen [Sperren: Warum] eine Sperrholzplatte entgegenhalten dürfen!
  • Und wenn ich das [Sperren: Warum] damit erschlagen habe, möchte ich schauen, was noch entsteht, wenn ich meinen Kopf ausschalte und sehe, was meine Hände zu formen vermögen.
  • In den letzten Monaten habe ich bei mir einen Schaffensdrang gespürt, der entstand, als ich anfing, meine Arbeit nicht zu hinterfragen, sondern: [Sperren: Anzusehen]. Die Oberfläche mit den Augen abzutasten und sie - im Falle dieser Büste dort - mit Händen zu formen.
  • Diese andere Sicht auf die eigene Arbeit und auf die der anderen, hat sich hier vollzogen: Im Keller der Hochschule. Da, wo ich viele Monate lang mit meinen Händen Tonklumpen an Tonklumpen pappte. Wo ich Gips mit Wasser mischte. Wo ich mit dem Klüppel Gips von Gips trennte.
  • Wo ich mich im Spiegel Spiegelbild selbst sah. Mich sah, wie ich mit einem simplen aber umso schwerer zu beherrschenden Mittel einen Kopf formte - Mit: Dem [Sperren: Sehen].
  • Ich bin [Sperren: froh], dass ich mit Fragen durchlöchert wurde, die mich immer weiter in eine Enge trieben. Nur so konnte ich meinen schon damals ausgeprägten Hang zu unnötigen Gedankenkonstrukten erkennen, mich davon losreißen und mich zuletzt dem Sehen zuwenden.
  • Was ich nach über fünf Jahren Studium sagen kann: Ich habe in dieser Zeit so viel über Kunst im Allgemeinen und meine Arbeit im Speziellen erfahren, wie davor nicht - und vielleicht auch danach nie mehr.
  • Ich hoffe, diese Arbeiten hier sind kleine Zeugen dafür.
  • Ja, auch die Fragerei gehörte dazu! Nur lassen Sie mich bitte an meinem letzten Tag als Student Kommilitone ein Wort nicht mehr hören müssen: [Sperren: Warum].
  • [Aufnahme Ende.]
Stimmung = euphorisch
Werkstatt Plastisches Gestalten weitergearbeitet
Standpunkt Diplom Arbeit Selbst Büste Büste Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Am Morgen.]
  • Wie gestern ein Kommilitone Kommilitone sagte, … äh … ist … sollte ich, da ich immer verneine … ähm … und in so eine Abwehrhaltung gehe, … ähm … dass das Selbstbildnis bei mir kein Thema wäre, sollte ich eher vom Gegenstand reden.
  • Und Gegenstand heißt, … äh … dass es nicht darum geht, … ähm … etwas zu analysieren, … ähm … denke ich jetzt mal. Äh … Eine … Etwas damit ausdrücken zu wollen. Das etwas beim Betrachter dort … ähm … in eine bestimmte Richtung führen sollte. Sondern Gegenstand heißt, … ähm … halt ein Objekt ist. Äh … Welches ich … äh … während meines Kunststudiums sozusagen verwende. Um etwas zu lernen.
  • Das …
  • [Pause.]
  • So.
  • [Aufnahme viel zu laut.]
  • Ah. Irgendwas stimmt hier nicht.
  • [Pause.]
  • [Geräusche.]
  • [Pause.]
  • So.
  • Der Grund, warum … ähm … ich das Selbstbildnis, … äh … den eigenen Kopf, … ähm … den eigenen Körper, als Gegenstand nehme, wäre bei mir jetzt: Für mich bin ich immer verfügbar. Äh … über den Spiegel Spiegelbild kann ich mich erfahren.
  • Allerdings natürlich … ähm … eingeschränkt. Was zu neuen Problemen führt.
  • Beziehungsweise zu neuen Herausforderungen!
  • Einfach den eigenen Körper zu erfahren. An sich selbst. Wie er auch funktioniert.
  • Ähm … Ich lerne dabei, dass … ähm … Loslassen vom … von der subjektiven eigenen Wahrnehmung. Äh … Meinem eigenen Körper gegenüber. Äh … Je nachdem, wie ich mich fühle, sieht mein Gesicht zum Beispiel, denke ich, anders aus.
  • Hatten wir gestern auch besprochen.
  • Ähm … Und davon aber loszulassen. Und wirklich die Form zu … sehen.
  • Das ist … äh … Das lerne ich.
  • Dabei.
  • [Schlucken.]
  • [Klick.]
  • Und der Gegenstand Mensch besteht nun einmal … ähm … von … Wenn man jetzt die Form von Außen … äh … betrachtet, vor allem durch die Knochen. Durch die Muskeln. Und durch die oberste Schicht: Der Haut Haut .
  • Bei der Nase und den Ohren ist das noch einmal etwas anderes.
  • Aber so … Ganz allgemein jetzt gesagt.
  • Und dass ich … äh … dann auch nicht, was ja mein … ein Gedanke war, … äh … ein …
  • [Schlucken.]
  • … Kopf modelliere anzufangen. Äh … Wo ich beim Schädel … äh … bei der Schädelform … anfange und dann halt langsam draufsetze. Ähm … Das wird dann nicht weniger zu einer Maske Maske .
  • Oder kann nicht weniger zu einer Maske werden.
  • Ähm … Sondern es geht wenn dann darum: Du hast eine Oberfläche. Und sollst aber halt verstehen, [Sperren: wie] sie zustande kommt. Und sie dann auch dementsprechend formen.
  • Äh … Und ich denke, [Sperren: dadurch] vermeide ich eine … äh … maskenhafte … äh … Form.
  • [Pause.]
  • Indem ich es [Sperren: verstehe].
  • Und dann natürlich auch … äh … umsetze.
  • [Pause.]
  • Ich könnte zum Beispiel jetzt einmal … Ich habe ja noch eine … eine ganz offen. Äh … Eine Form. Äh … Schon mit Schmetterlingen und so.
  • Dass ich da … [Sperren: meine] Form nehme. Aber sie da etwas übertreibe. So um einfach die … die … ähm … die Muskeln und die Knochen, die halt hervorstechen bei mir, die Merkmale sind, … auch die Form der Nase … und so, dass ich die halt ein bisschen verstärke.
  • Aber nicht [Sperren: zu sehr]. Sondern so, dass ich halt … äh … ähm … äh … [Sperren: sehe], was der … was den eigenen Kopf eigentlich ausmacht.
  • Auch wenn es bloß ganz kleine Schattierungen am Ende sind. In bestimmten Lichtverhältnissen. Aber genau [Sperren: die] machen es dann ja aus.
  • [Klick.]
  • Am Mittwoch, ich denke mal, da sind die Silikon Silikon … äh …augen dann da.
  • [Sperren: Ohren]!
  • Da.
  • Äh … Bachmann meinte jetzt halt noch … gestern …, dass … dass es eigentlich … äh … relativ egal irgendwie ist, welche Ohren man halt da ransetzt. Ähm … Das ist … Die Ohren sind halt nicht das Entscheidende, was Gesicht, einen Kopf ausmacht.
  • Aber natürlich müssen es trotzdem Ohren sein, die dazu passen!
  • Und … äh … Jetzt habe ich dann zwei Silikonohren, … ähm … abgeformt von irgendwelchen anderen Menschen. Die auch noch einmal unterschiedlich … äh … verlaufen. Und probiere da dann erst einmal … äh … etwas aus. Wie es überhaupt allgemein funktioniert.
  • Ein Ohr.
  • Äh … Welche … Welche Formen da drinne stecken.
  • Und dann würde ich das halt … äh … äh … bei der Büste jetzt einmal … ähm … umsetzen.
  • Vielleicht entweder … ähm … extra modellieren. Und [Sperren: dann] drauf setzen.
  • Vielleicht sollte ich das einfach mal machen!
  • Also nicht [Sperren: direkt] an der Büste arbeiten, sondern später draufsetzen.
  • Und die … die Größenverhältnisse kann ich ja von der Nasenlänge wieder abhängig machen. Was ja irgendwie mein … mein Haupt… ähm …
  • [Schlucken.]
  • Mein … [Sperren: Lineal] bisher auch war.
  • Die Nase!
  • [Pause.]
  • Die Nasenlänge!
  • [Klick.]
  • Weitere … äh … dann eben größere Felder sind … ähm … ist der Mund.
  • Da brauche ich noch einmal eine Einführung.
  • Und am Ende dann natürlich die Augen!
  • Das wird das größte … ähm … Feld sein, wo ich mich noch kümmern werde.
  • Dass ich aber nebenbei, neben dieser Büste, eben an der anderen arbeite und … ähm … versuche etwas übertrieben sozusagen die Merkmale meines Kopfes … ähm … meines Gesichtes … ähm … des Kopfes … ähm …
  • [Schlucken.]
  • … zu modellieren.
  • [Klick.]
  • [Pause.]
  • Noch einmal, wie der Kommilitone sagte: Eben [Sperren: nicht] … ähm … immer das Thema in den Vordergrund schieben. Sondern den [Sperren: Gegenstand].
  • [Klick.]
  • Dann tauchen vielleicht so Fragen, wie … äh … Warum hast du … Und wieso diese Größe? Äh … ähm … Was soll das … ähm … darstellen? Was soll beim Betrachter …? Und so weiter … vielleicht dann weniger auf.
  • [Pause.]
  • Sondern dass dann wirklich die Konzentration eher auf der Form, auf den Gegenstand, … ähm … Abbild Kopf … Gesicht, … liegt.
  • [Aufnahme Ende.]
Standpunkt Diplom Arbeit Kunstkritik Kunstmarkt Kunstmarkt Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Im Dunkeln. Aufnahme schlecht, zu laut.]
  • Ich merke wie … ich selbst immer wieder in den …
  • [Pause.]
  • … Gedanken … dem Gedanken verfalle, …
  • [Pause.]
  • … als Kunststudent Kommilitone müsse man irgendwie … ähm … einen eigenen Stil, eine eigene Idee …
  • [Schweres Atmen. Schlucken.]
  • … ähm … entwickeln.
  • [Pause.]
  • Und das dann natürlich auch nach außen tragen. Und … als Wiedererkennung.
  • Und … ich merke halt, dass …
  • [Lautes Ausatmen.]
  • das ein fataler Weg ist, überhaupt so ran zu gehen.
  • Ich merke, dass das immer irgendwie so als Thema auf. Mal sehr vordergründig. In einem Kurs. Als Marke sich begreifen.
  • Aber auch unterschwellig! So wenn … es halt darum ging, …
  • [Lautes Einatmen. Schlucken.]
  • [Pause.]
  • Oder wie ich das bei … ähm … Na ja. Wie das bei den Malereistudenten zum Beispiel rüberkommt. Also … von außen. Was ich höre. Das … Das es am Ende halt darum geht, … äh … erkannt zu werden.
  • [Pause.]
  • Und dass man das lernt. Einen eigenen Stil zu entwickeln. In dieser Studienzeit.
  • [Schlucken.]
  • Ob das nun stimmt oder nicht, das … muss mir jetzt eigentlich egal sein. Sondern …
  • [Schlucken.]
  • Ich möchte halt nicht in so eine Schiene geraten, wo ich das Gefühl bekomme, … ähm … ein [Sperren: Produkt] herzustellen.
  • [Pause.]
  • Um, zum Beispiel, am Ende Geld zu verdienen.
  • [Schlucken.]
  • Das war dann auch der Grund, warum ich … äh … letztes Jahr mit den Geradenbildern … pausiert habe.
  • Natürlich ist das … äh … ein gutes Gefühl, … ähm … zu sehen, wie … wie die eigene Arbeit ankommt. Von fremden Menschen, die ich nicht kenne. Die das dann auch kaufen! Für, wie ich finde, nicht wenig.
  • [Schlucken.]
  • Und gleichzeitig … äh … beschleicht mich dann halt immer das Gefühl, irgendwie, dass es … ähm … äh …
  • Ne. Dass ich da in etwas hineinrutsche. Was ich eigentlich gar nicht möchte.
  • [Schlucken.]
  • Und ich denke auch, dass es … also … ich … Optima… Also … Ich …
  • Es könnte ja sein, dass sich etwas eigenes entwickelt. Aber ich sollte das nicht als Ziel irgendwie sehen. Sondern es sollte etwas sein, was [Sperren: vielleicht] passiert. In zehn … zwanzig … dreißig … Jahren. Oder was vielleicht bloß ein Zwischenweg ist. Danach kommt wieder was anderes! Aber das ich mich nicht so darauf fixiere.
  • Ich denke mal zwar, dass das eine Voraussetzung … äh … wäre, … äh … um … äh … mit Kunst gut Geld zu verdienen.
  • [Schlucken.]
  • Aber vielleicht gibt es ja noch … äh … den anderen Weg, … dass es passiert.
  • [Pause.]
  • Ohne dass man darüber nachdenkt.
  • [Pause.]
  • Deshalb bin ich jetzt sehr froh, dass ich … äh … seit eineinhalb Jahren halt … äh … langsam in diese Richtung gehe von: Ich. Fange. Von. Vorne. An.
  • Jetzt nicht wie bei den Geradenbildern! Äh … die Idee … ähm … eines kleinsten … eines kleinsten Elements. Das ist schon wieder so sehr … na ja …
  • [Schlucke.]
  • Das ist wieder ein Konzept halt. Und … äh … in der Hoffnung, dass daraus etwas Neues entsteht.
  • Und jetzt fange ich an …
  • Oder nicht wie bei den kindlichen Zeichnungen! Wo es ja auch darum ging, … äh … andere nachzuäffen. Äh … In der Hoffnung, dass daraus etwas kommt, was ich … äh … ähm … wo ich mich wiedererkenne.
  • So.
  • Und jetzt … äh … beginne ich wieder, ohne es … ähm … gemerkt zu haben, von vorne an.
  • [Schlucken.]
  • Aber [Sperren: nicht] mit Ideen! Und Konzept! Und … äh … äh … mit Technik! Ähm … Sondern …
  • [Pause.]
  • … jetzt …
  • [Pause.]
  • … beginne ich anzufangen, … ähm … etwas erst einmal einfach nur zu … zu [Sperren: Sehen].
  • Was ich ja schon … Wo ich mir ja schon einiges an Gedanken gemacht habe. Zum Sehen.
  • Eben das Verstehen.
  • Nicht bloß das Gucken!
  • [Schlucke.]
  • Und egal, was jetzt dabei herauskommt … Und ob das jetzt … ähm … wirklich … eine Büste Büste ist, … äh … die auch … äh … [Sperren: Gezeigt] werden kann. Also wo ich selbst das Gefühl habe, dass sie gezeigt werden sollte.
  • Oder nicht.
  • Das ist eigentlich total irrelevant! Das ist …
  • [Pause.]
  • Ich merke gerade: Ich [Sperren: lerne].
  • Und das ist für mich jetzt gerade … wieder eine neue Erfahrung. Die ich davor, die letzten … was sind das dann … dreieinhalb Jahre … äh … gar nicht hatte.
  • Also ich habe viel an Theorie … ähm … erfahren. Ich habe … ähm … viel gesehen. Von anderen auch. Habe auch viel gemacht.
  • [Schlucke.]
  • Aber … äh …
  • [Pause.]
  • So …
  • [Pause.]
  • Dass, was ich jetzt mache … dieses … ähm … überhaupt erst einmal Formen zu … Formen zu … zu [Sperren: begreifen].
  • Ich weiß jetzt gar nicht einmal, wie ich das ausdrücken soll. Ich mache es jetzt ja nicht einmal … ähm … bewusst. Wie eben wieder … äh … Bücher durchlesen. Und ich … äh … ich zeichne ja nicht einmal. Also ich … mache jetzt keine … ähm … Ich zeichne jetzt keine … keine Menschen. Oder …
  • [Schlucke.]
  • Das ist jetzt halt so… sozusagen beiläufig. An der Büste. Über Spiegelbild Spiegelbild . Über … na ja … Eigentlich über Spiegelbild. Ähm … Was ja nicht verzerrt.
  • Äh … Dabei die eigene Form begreife. Und mir es jetzt erst einmal bloß darum geht, sie … äh … umzusetzen.
  • So mit etwas, was seit … ich weiß nicht … tausenden von Jahren oder so gemacht wird. Mit Ton. Das … Nicht zu brennen. Das ist jetzt auch total egal. Obs gebrannt wird oder obs dann gegossen wird. Oder wie auch immer!
  • Ersteinmal einfach bloß dieses … bloß diese [Sperren: Form]. [Sperren: Machen].
  • [Pause.]
  • Undzwar ohne bereits daran auch zu denken … ähm …
  • [Schlucken.]
  • Was könnte sie ausdrücken?
  • Das ist totaler Quatsch!
  • Ähm … Wie kommt sie rüber?
  • Das ist totaler Quatsch!
  • Was für ein Material ist das?
  • Das ist totaler Quatsch! Das lenkt alles nur ab!
  • Das ist alles etwas, da bin ich noch gar nicht.
  • [Pause.]
  • Und darüber bin ich gerade [Sperren: froh]. Dass ich an so einem … äh … an … Dass ich es jetzt am Ende des Studiums sozusagen … ähm … selbst … erfahren … [Sperren: darf], …
  • [Pause.]
  • … einen ganz anderen Weg einzuschlagen.
  • Ob das jetzt wirklich … äh … Ob mir das jetzt in zehn Jahren noch … ähm … in zwanzig, dreißig … etwas … ähm … äh … also etwas … Also ich daraus sozusagen … ähm … [Sperren: wachsen] konnte. Das weiß ich jetzt ja noch nicht.
  • Aber jetzt, im Augenblick, … ähm … habe ich eben das Gefühl, dass es … äh … der richtigere Weg ist. Als dieses ganze verkonzeptualisierte … ähm … politische, gesellschaftskritische Bla.
  • Und … ähm … [Sperren: ständig] darüber nachdenken: Was bedeutet das? Äh … Wie kommt das rüber? Und …
  • [Pause.]
  • Natürlich habe ich damit jetzt auch wieder eine Frage mehr. Und zwar: Wie … äh … bestreite ich das Diplom? Wenn ich gar nicht mehr … ähm … Also wie [Sperren: erkläre] ich es, wenn ich …
  • Als Beispiel. Wenn die Büste jetzt wirklich was wird, also ich habe das Gefühl, sie ist gut.
  • [Pause.]
  • Wie …
  • [Pause.]
  • Wie erkläre ich es? Ohne dass es in die Richtung abtriftet … ähm … Nach der Frage: Äh … W… W… W… [Sperren: Was willst du?]
  • Was soll wie … Was soll rüberkommen?
  • Und was ist dein Thema?
  • Diese Fragen möchte ich eigentlich … ähm … vermeiden. Dass sie gestellt werden.
  • [Pause.]
  • Denn um die kümmere ich mich ja jetzt gar nicht! Die blende ich … äh … gerade vollkommen aus!
  • Und das ist wichtig!
  • Nur ich weiß jetzt halt gar nicht, … äh … wie ich dann … ähm … da … da drauf reagiere! Denn es geht ja darum: Es werden Fragen gestellt. Ich … [Sperren: zeige] etwas. Und … ich [Sperren: sage] etwas dazu.
  • [Schlucken.]
  • Und wenn ich aber … ähm … mich eigentlich verweigere und auf dem normalen Weg … ähm … also auf den normalen Fragen, die gelernt sind und … äh … wo auch gelernt … äh … gelehrt wird, wie man als Student darauf antworten soll …
  • [Schlucken.]
  • Äh … Wie ich es halt sonst machen würde. Sollte.
  • Oder was dann überhaupt kommen … kommen soll. Schweigen? Oder was?
  • Also dass eigentlich gar keine Fragen mehr kommen können! Weil ich … äh … gar nicht beantworten möchte. Weil ich nicht weiß, was ich antworten soll.
  • [Pause.]
  • Ich weiß halt nicht, ob es für ein Diplom zu wenig ist, zu sagen: Ich … äh … Ich habe studiert, ich habe gelernt. Und … äh … diesen [Sperren: Prozess], den … den zeige ich jetzt. Ohne zu einem Ergebnis gekommen zu sein. Eigentlich.
  • Zu einer [Sperren: Aussage]. Gekommen zu sein.
  • [Schlucken.]
  • Wenn das reicht, wäre das gut.
  • [Pause.]
  • Das muss ich noch einmal … Ich muss mir da noch einmal … ähm … diese Gedanken halt … äh … geordnet aufschreiben. Und … ja … mit Mark besprechen. Damit ich nicht in … ähm …
  • [Pause.]
  • Damit dieses … äh … diese Abschluss… äh …präsentation dann auch wirklich etwas ist, womit [Sperren: ich] selbst auch etwas … ähm … anfangen kann. Und das nicht bloß … ähm … Dass ich es nicht nur mache, weil es so gemacht werden sollte.
  • Dann würde es aber auch etwas werden.
  • Denke ich mir.
  • [Aufnahme Ende.]
Klasse Bildende Kunst (aus Erinnerung) Kommilitonen stellen aktuelle Arbeiten vor zu spät zu spät gekommen Ich versuche mich zu erinnern … meine verhüllte Arbeit wird erwähnt bei Arbeit von Kommilitonin, grinse Leinwand mit genauso großem Holzrahmen dahinter, schaut gut aus will glaube ich auch aus mit Gedanken vollgestopften Arbeiten fliehen Ich versuche mich zu erinnern … nächste Arbeit … Ich versuche mich zu erinnern … vergessen Ich versuche mich zu erinnern … nein Ich versuche mich zu erinnern … Video? Kann mich nicht erinnern … fünf Minuten Pause, danach in Werkstatt gegangen davor Bachmann gewarnt, will dann nicht im Raum sein Plastiktüte von Tonkopf und Torso entfernt vier bis fünf Spiegelbildzeichnungen auf Tisch gelegt gehe sofort auf Herme Herme ein, ich möchte konzeptfrei arbeiten Tonkopf ist für mich Tonkopf ich bin Student und lerne seit Monaten das Sehen deshalb keine einzige Frage wie "Warum diese Höhe? Warum dieses Material? Was möchtest du ausdrücken?" auf meine Zweifel Zweifel zum Diplom eingegangen, dass dort genau solche Fragen alles zerstören könnten beruhigt Kommilitonin fragt, warum ich nicht weiter studieren möchte mit Vorstellung sehr zufrieden treffe Bachmann nach Besprechung Kommilitonen stellen weitere Arbeiten vor Ich versuche mich zu erinnern … irgendwas mit Schreibmaschine Ich versuche mich zu erinnern … irgendwas mit Video Ich versuche mich zu erinnern … irgendwas mit Gedichten (klangen gut) muss vorzeitig gehen noch Konsultation am Mittwoch mit Mark ausgemacht scheint auch sehr zufrieden mit meinem Arbeiten zu sein sieht ebenfalls Grundlagen erlernen, ich denke, wie reale Objekte nachzeichnen oder modellieren, als sehr wichtig als Vorarbeit für eigene Arbeiten an (dachte ich nicht) aus Versehen wieder gesiezt Ich versuche mich zu erinnern … Kommilitonin gefällt auch mein Vorgehen, Sehen zu lernen, ohne großer Gedankenkonstrukte zwar ansonsten kein Wort geredet, aber guter Tag Werkstatt Plastisches Gestalten Vergleich von Bachmann per E-Mail
Büste, seitlich
Büste, seitlich
Büste, Profil
Büste, Profil
Standpunkt Diplom Arbeit Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Nachts, 2 Uhr. Aufgewacht.]
  • Jetzt würde ich glaube ich doch … eher … zum Beispiel den Festsaal nehmen.
  • Denn Klassenraum ist um einiges nervenaufreibender. Mit den … ähm … Den erst einmal zu leeren! Und da danach dann gleich der Rundgang ist, … äh … wird es sehr sehr straff sein. Äh … mit …
  • [Schlucke.]
  • Ja. Vor allem mit dem Leeren. Von den anderen Sachen, die dann da immer drinne stehen. Und die halt auch schon für den Rundgang … ähm … gesammelt werden. Und … äh … die Möbel! Und so weiter.
  • Und das Streichen!
  • [Schlucke.]
  • Das macht glaube ich dann eher … ähm … Juni … Juli Sinn. Aber ich habe jetzt im Februar halt den Termin. Und beim Festsaal, ich denke mal, da w… würde ich eine Wand reservieren.
  • Oder einen Abschnitt.
  • Da würde ich dann also nicht … ähm …
  • [Schlucke.]
  • [Stimme leise.]
  • … so viel zeigen.
  • [Pause.]
  • Können.
  • [Pause.]
  • Wäre konzentrierter. Und mein erster Einfall ist dann halt, … äh … von jedem … äh … von jeder … ähm … Technik sozusagen ein … [Sperren: eine] Arbeit …
  • Also ein Geradenbild Geradenbild . Das wäre jetzt als Beispiel die …
  • [Schlucke.]
  • … mit der Flügeltürrahmen.
  • Ähm … Eine … ähm … Ein verzerrtes Porträt. Also die … äh … Vorlage für das Geradenbild.
  • Ein großes. Sechzig mal achzig. Oder so.
  • [Schlucke.]
  • Was ich jetzt im AV-Labor gemacht habe.
  • [Pause.]
  • Dann … ähm … noch einer dieser Fotocollagen. Die kleiner ist.
  • Und Folienspiegelbild!
  • Äh … Kann ich zum Beispiel auch noch einmal groß … äh … drucken. Dann.
  • Da gibts bestimmt noch eine andere … Richtung.
  • [Gähne.]
  • Also das von einem … Also … Das wären vier, fünf … Arbeiten. Die das dann halt konzentrieren. Und wo dann auch sicherlich … äh … nicht der Fokus eben … äh … so …
  • [Schlucke.]
  • … auf den Geradenbildern liegt. Dass dann da die Fragen zu gestellt werden würden. Sondern halt klar ist: Hier gehts um das … äh … Bild. Und um die Umsetzung. Und nicht um ein ganz bestimmtes … äh … ähm … um eine ganz bestimmte Technik.
  • [Pause.]
  • Was wieder mehr Fragen aufstellen würde.
  • Achso! Und dann noch die Büste Büste natürlich.
  • Da wäre dann ein Flurplatz eben nicht geeignet.
  • Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Weil die im Weg stehen würde.
  • Also schon so ein Raum wäre jetzt … Festsaal.
  • Und ist noch in der Hochschule. Also kein externer Raum.
  • [Pause.]
  • Finde ich jetzt irgendwie so gar noch [Sperren: besser].
  • [Pause.]
  • Also dass ich dann bei bei Einzelgespräch auch noch einmal eben die Arbeiten extra heraussuche, wo ich sagen würde: Wenn es eine kleinere Fläche ist, dann würde ich das konzentrieren. Auf die. So.
  • Und zu der Büste: Ich habe jetzt halt … äh … Also ich arbeite dran.
  • [Klick.]
  • [Schlucke.]
  • Nur kann es natürlich sein, dass ich … äh … dann im Februar das Gefühl habe: Ich schaffe es noch nicht.
  • Weil es ist eine … eine Abschlussarbeit. Ähm.
  • Ich schaffe es eben nicht so zu machen, wie sie eigentlich hätte für einen Studenten sein sollen. Zum Abschluss.
  • Also dass es da noch Ecken und Kanten gibt, mit denen ich wirklich unzufrieden bin. Einfach.
  • Es ist ja kein Wunder! Ich mache das jetzt noch nicht lange. Und … Aber … Sollte es so sein, könnte es sein, dass sie in letzter Minute doch noch rausfällt.
  • Was ich jetzt nicht hoffe!
  • Aber kann ja sein.
  • [Schlucke.]
  • Dass es einfach nicht … ähm … Dass sie einfach nicht so gut ist, dass ich sage: Sie … [Sperren: darf] … gezeigt werden.
  • Dann wäre halt … tja … der leere Ständer vielleicht …
  • Mit einem Zettel oder ohne Zettel.
  • Weiß ich nicht.
  • Ständer in der Höhe, wo normalerweise die Büste …
  • [Lauter.]
  • Also wird dann halt wieder so [Sperren: Medienkunst Medienkunst ]… äh …mäßig.
  • Aber gut. Darauf würde ich mich dann halt einlassen.
  • [Pause.]
  • Aber Ziel ist eigentlich … mit der Büste.
  • Und das heißt: Eben keine Flurarbeit.
  • [Aufnahme Ende.]
Büste Werkstatt Plastisches Gestalten weitergearbeitet Vorderansicht Büste, seitlich bueste-aktuell16-k.jpg Büste, Profil bueste-aktuell17-k.jpg
Diplom Arbeit Werkstatt AV-Labor Porträts auf unterschiedlichen Papieren und in unterschiedlichen Größen ausgedruckt, geschnitten glänzend, seidenmatt, matt, Künstlerpapier kommende Woche Konsultation mit vereinbaren Standpunkt Diplom Arbeit Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Abends. Im Bett.]
  • Ich brauche unbedingt einen Plan, wo ich nun ausstellen werde.
  • Im Februar.
  • [Pause.]
  • Damit komme ich irgendwie überhaupt nicht klar. Nicht zu wissen … ähm … was ich da alles dann noch organisieren muss. Und so.
  • Vor allem, weil ich dann ja überhaupt nicht weiß, wie viel da reinpasst. Ähm … Wie ich das hängen kann. Und so.
  • Es hat sich so angehört, als wäre der Klassenraum halt nicht wirklich verfügbar. Ich werde ihn aber noch einmal fragen. Weil das wäre mir eigentlich schon ziemlich wichtig, dass ich das weiß. Ansonsten bin ich mehr damit beschäftigt, … äh … über den Raum nachzudenken, als über die Arbeiten!
  • Und mir gehts dabei jetzt noch nicht einmal um die … äh … Ausdrucke. Sondern vor allem um die Büste Büste . Das ich eigentlich damit die Zeit bis Februar nutzen möchte. Und da will ich mir einfach so gut wie keine Gedanken machen müssen. Über einen Raum. Über irgendwelche Gespräche, die ich führen muss.
  • Oder … Dieses ganze Drumherum!
  • [Pause.]
  • Deshalb nächste Woche wieder … noch einmal … Einzelgespräch … ähm … nachfragen.
  • [Schlucke.]
  • Und … äh …
  • [Katze Ramses miaut.]
  • … einfach die Wahrscheinlichkeit, … äh … dass ich im Klassenraum kann und was es noch für andere Möglichkeiten gäbe …
  • So, dass ich da einfach … ja … durchblicke.
  • [Klick.]
  • Komisch, dass die Batterie wieder hier leer sein soll.
  • Die hab ich doch gerade erst gewechselt!
  • Das waren [Sperren: Neue]!
  • [Aufnahme Ende.]
Werkstatt Plastisches Gestalten (recherchiert zu gestrigem Gespräch mit Bachmann) 1 ursprünglich differenzierte Bedeutung von Plastik und Skulptur A Plastik: entsteht durch Antragen von weichem Material, Modellieren Aufbau von innen nach außen Wort im 18. Jahrhundert aus der französischen Sprache entlehnt französisch "plastique": "formbar" lateinisch "plastica": "formende/geformte [Kunst]" griechisch Griechen "πλάστης", "plástēs": "Former" B Skulptur: entsteht durch subtraktives Verfahren (Abtragen, Ausstechen, Aushöhlen) lateinisch "sculpere": "schnitzen, meißeln" verwandt mit "scalpere": "ritzen, schneiden" 2 statt Wort wie "erschaffen", zu heroisch[?]: "modellieren" 3 Totenschädel Totenmaske mit Ausdruck mein Kopf 4 Büste Büste umgestellt, neue Lichtverhältnisse Bereiche überarbeiten: A Stirn steiler, schickt mir noch Handyfoto zum Vergleichen zu B Lippen höher C Kopfwender weniger stark D höchste Punkte: über Ohren und außen von Augen E Wangen füllen, zu mager F über Auge[?] Knochen weiter hervorheben, dafür außen an Augen zurücknehmen G Nacken fotografieren und Proportionen / Verhältnis zum Kopf für Büste übernehmen durch leichtes Drücken mit Holzstück formen weitergearbeitet Diplom Arbeit (E-Mail , heute gelesen) BUND BILDENDER KÜNSTLER LEIPZIG e.V. stellt Projektort 4D für Diplompräsentationen zur Verfügung Bewerbung mit Kurzportfolio und Konzept zum geplanten Vorhaben Festsaal, da Hochschulort, für mich schöner mache sonst selbst keine Ausstellungen wäre für mich große Last und viel Zeit, die ich lieber in Werkstatt verbringe optimal fände ich immer noch Klassenraum, auch wenn zeitliche Situation wegen Rundgang ungeklärt Diplom Theorie Reaktion MDR-Redaktion "Unser Budget ist sehr begrenzt. Für ca. 8 - 10 Hörspiel pro Jahr. Ihr Ansatz kommt dafür eher nicht in Betracht." mit Kontaktdaten wegen Radioadaption heute anschreiben
Standpunkt Büste Büste Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Nachts, 4 Uhr. Aufgewacht. Angst.]
  • Ich stehe vor so einem … Ständer. Und kann dort … jetzt …
  • [Schlucke.]
  • … Ton aufbringen.
  • Und eine Skulptur machen.
  • Ein Objekt machen.
  • [Pause.]
  • Und komme nicht weiter.
  • [Schweres Atmen.]
  • Ich könnte [Sperren: jede] Form … umsetzen. Ich könnte eine klobige Figur machen. Ich könnte eine eckige Figur machen. Eine große. Eine kleine! Eine total … unrealistische. Ein Objekt, wo man gar nichts mehr erkennt.
  • [Sperren: Alles] könnte ich machen.
  • [Pause.]
  • Und ich merke, dass ich … [Sperren: null] … Dass ich überhaupt gar kein Interesse habe, [Sperren: irgendeine] Form zu setzen. Der ich keinerlei … ähm … [Sperren: Bedeutung] zumessen würde.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Weil] ich den Weg dahin nicht gegangen bin.
  • Zu dieser Form.
  • Ich könnte mir jetzt alles mögliche ausdenken. Ich könnte irgendwelche Leute nachmachen. Irgendwelche Künstler. Irgendwelche Kubisten. Was auch immer!
  • [Pause.]
  • Das wäre eine Form, die ich von anderen [Sperren: klaue]. Und die …
  • [Stimme wirkt weiter entfernt.]
  • … nichts …
  • [Stimme wird wieder lauter.]
  • … gar nichts … mit meinem … mit [Sperren: mir] zu tun hat.
  • [Schlucke.]
  • Und auf der anderen Seite schaffe ich es anscheinend ja noch nicht einmal, eine vermeintlich realistische … ähm … Figur … also Kopf … eine Büste … von mir zu schaffen. [Sperren: Irgendwo] hat es da bei mir noch nicht klick gemacht. Wo ich sagen … äh … muss, eben, dass … Da [Sperren: stimmt] etwas noch nicht in der Form. Und das [Sperren: nervt] mich.
  • Ich denke, aber nur, wenn ich so eine Form, so ein Porträt von mir geschaffen habe, dass ich dann langsam … vielleicht … äh … zu einer eigenen Form finde.
  • [Rascheln.]
  • Und bisher schaut es halt … also …
  • [Schlucke.]
  • [Pause.]
  • Wie heute eben in der Werkstatt. Äh … Ich stehe dann da. Habe wieder die Möglichkeit … ähm … eine neue Figur zu machen. Und … ähm … merke, dass ich … dass sich bei mir ein richtiger Widerstand einsetzt. [Sperren: Irgendetwas] zu machen.
  • Ich meine, ich könnte jetzt auch sagen, ich probiere einfach irgendetwas aus.
  • Aber das ist dann so ein … so ein [Sperren: Ding], was halt wirklich … äh … was … was … was den [Sperren: Weg] nicht gegangen ist.
  • Was aus dem [Sperren: Nichts] sozusagen … ähm … erschaffen wird. Und dem ich selbst eben keine Bedeutung geben kann.
  • [Schlucke.]
  • Mit Bedeutung meine ich jetzt nicht irgend so ein Konzept. Darum herum. So ein gedankliches Ding. Sondern einfach, während ich schaffe, dass Gefühl habe: Das [Sperren: muss] ich jetzt machen.
  • Und auch danach dann, wenn es geschaffen ist, immer noch weiß: Das ist etwas, was ich schaffen [Sperren: musste].
  • [Pause.]
  • Und das fehlt.
  • Und ich denke, das ist in Ordnung. Aber dann muss ich es wenigstens schaffen, eine Büste von mir herzusch… äh … herzustellen, wo ich merke, dass ich bestimmte …
  • [Klick.]
  • … Problemfelder, bestimmte … ähm … Baustellen … ähm …
  • [Schlucke.]
  • … geschafft habe zu meistern. Und das tue ich eben bisher noch nicht.
  • Es kamen zwar einige Erkenntnisse. In den letzten zwei Monaten. Aber [Sperren: irgendetwas] stimmt da jetzt noch nicht. Und zwar so [Sperren: grundsätzlich].
  • [Schlucke.]
  • Und das stört mich. Weil ich heute schon wieder so weit war, die Büste zu zerstören.
  • Ich habe es nicht gemacht. Sondern habe mich dann halt einem neuen … also einfach einem neuen Ständer … einem leeren Ständer … ähm … hergegeben. Habe da ein bisschen herumgekrakselt. Aber eben [Sperren: wissend], dass das jetzt … äh … nichtig ist. Nur damit ich jetzt die Büste, die ich so lange wieder aufgebaut habe, wieder nicht gleich zerstöre. Sondern … na ja … morgen … also heute …
  • [Schlucke.]
  • … werde ich halt … ähm … vielleicht gar nicht einmal … aktiv dran arbeiten. Sondern
  • [Sperren: Schauen].
  • Und, ich weiß nicht, überlegen, was … [Sperren: wo] ist der … große Fehler.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Ich möchte eine Form machen …
  • [Schlucke.]
  • … wo die Form … [Sperren: wachsen] … konnte.
  • [Klick.]
  • Alles andere …
  • [Klick.]
  • … wäre eine tote Figur.
  • [Klick.]
  • [Klick.]
  • Eine Kopie.
  • Ein Nachäffen!
  • Ein beschränktes … Objekt.
  • [Klick.]
  • Und ich denke, dass der Ausgangspunkt, …
  • [Pause.]
  • … um zu dieser Form zu kommen, der [Sperren: Versuch] … zu mindestens der Versuch … steht … stehen sollte, die Natur, in dem Fall der menschliche Kopf … den menschlichen Kopf … zu [Sperren: Sehen].
  • Und Sehen heißt [Sperren: Verstehen]. Und nicht nur Oberfläche … oberflächliche …
  • [Klick.]
  • … Oberfläche …
  • [Klick.]
  • … zu …
  • [Sperren: Nein] … [Sperren: Unkontrolliert] … aus einer Masse eine Oberfläche zu formen. Die aber eben kein …
  • [Sperren: Nein].
  • Nur die …
  • Das ist wie bei einer Maske Maske !
  • Ich kann eine Maske kreieren und dahinter ist entweder nichts, weil sie an der Wand hängt. Oder jemand … etwas …, der sich dahinter verbirgt.
  • [Schlucke.]
  • Und ich muss es eben schaffen, keine [Sperren: Maske] zu kreieren, keine Maske zu schaffen.
  • Die beliebige Formen annehmen kann. Die abstrakt sein darf. Sondern ich [Sperren: muss], damit ich … [Sperren: meinen] Kopf formen kann … Muss ich verstehen, wie dieser Kopf …
  • [Pause.]
  • … Wie die äußere Erscheinung … [Sperren: entsteht].
  • [Pause.]
  • [Sperren: Ansonsten. Bleibt. Sie. Tot.]
  • [Lange Pause.]
  • Die Büste.
  • [Aufnahme Ende.]
Werkstatt Plastisches Gestalten Büste gutes Gespräch mit Bachmann, Grundlage Selbstgespräch von heute früh weitergearbeitet Diplom Arbeit Werkstatt AV-Labor Besprechung wegen Papiersorten und Formaten drucken Papiersorten: PRC 230 g, Hahnemühle 188 g, HP Instant Foto Satin ca. 260 g berechnet für 4 mal 60 x 80 cm, 4 mal 30 x 40 cm PRC 15 EUR / m², Hahnemühle 28 EUR / m² (Rollenbreite 1,6 m), HP 15 EUR / m² 300 dpi, Graustufe, weißen Rand mit anlegen am Freitag ab 13:30 in AV-Labor drucken
Büste Büste Werkstatt Metallwerkstatt Ständer abgeholt Werkstatt Plastisches Gestalten weitergearbeitet Diplom Theorie Nachricht an Redaktion MDR Kultur: "Guten Tag! Ich weiß nicht, an wen ich mich genau wegen meinem Anliegen wenden muss. Deshalb erhoffe ich mir, dass Sie mir dabei weiterhelfen können! Aktuell studiere ich an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Genauer: Bildende Kunst, Hauptstudium. Für mein Diplom habe ich mich der Frage gewidmet, wie die, die keine Künstler, keine Kuratoren, keine Galeristen sind und vielleicht ab und zu eine Ausstellung besuchen, über Kunst denken. Unter dem Titel "Was würde Großmutter dazu sagen? Gespräche über Kunst." ist eine 19-teilige Gesprächsreihe entstanden, in der ein Flugbegleiter (Christian), ein Büroangestellter (Alexander), eine Rentnerin (Großmutter) und ein Kunststudent Kommilitone (ich) der Frage nachgehen, was Kunst ist. Die mit den Beteiligten geführten Gespräche habe ich transkribiert und zu einem einzigen Gespräch zusammengeführt. Die Kapitel tragen Namen wie "greifbar", "schön", "hässlich", "interessant", "Spielerei", "besonders", "groß" oder "elitär elitär ". Mein Anliegen: Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das entstandene Gespräch sehr gut als Grundlage für ein Hörspiel geeignet ist. Meine Frage an Sie: An wen muss ich mich dazu wenden? Es geht mir erst einmal nur darum, zu schauen, ob überhaupt Interesse und Gelegenheit besteht. Das Gespräch liegt bereits gedruckt vor, ich kann es also zur ersten Ansicht auch weiterreichen. Einen Gruß von Friedrich Fröhlich"
Büste frontal
Büste frontal
Torso, erster Entwurf
Torso, erster Entwurf
Standpunkt (auch am kommenden Dienstag Klasse vorstellen) 1 Ich weiß, was ich nicht will, als was ich will. 2 Was bisher zum intensiven Arbeiten führte: Modellieren. Ob Büsten in Ton oder Geradenbilder am Computer. Ton und Computerarbeit haben den selben Hintergrund: langsam zum Ergebnis kommen, ohne bereits am Anfang Aufbau kennen zu müssen. deshalb nicht: Arbeiten mit Holz oder Stein. Weg ist weg. 3 Zum Selbstbildnis: Sehe es als Ausgangspunkt, nicht als Thema. Möchte mich nicht mit dem Thema Selbstbildnis in der Kunst auseinandersetzen und die Hintergründe verstehen. Theorie lähmt! Einfach tun und schauen. Erinnert mich an Argument der Kubisten (mal gelesen): Motive wie Geige oder Blumen nur, damit Betrachter Zugang zur Arbeit findet. 4 Selbstbildnis auch, da ich als Motiv immer zur Verfügung stehe. 5 Aber auch, weil ich den Körper spannend finde. Mehr den männlichen als den weiblichen. Meinen am meisten. 6 Zur Oberflächenbearbeitung: Entweder die Oberfläche entsteht während der Arbeit oder wird am Ende draufgesetzt. Ersteres ist mein Ziel. Das andere ist nur Effekthascherei. Im Grunde tot. Diplom Arbeit Plan: AV-Labor, heute hingehen und Termin ausmachen (Test-Ausdrucke digitale Collagen). Fragen, ob ich im Dezember eventuell wieder Plotter Plotter nutzen darf, für Ganzkörperporträts auf A2 oder A3. Werkstatt Plastisches Gestalten Büste Büste weiter gearbeitet (Bilder von letztem Arbeitstag) Büste frontal bueste-aktuell13-k.jpg Torso, erster Entwurf koerper1-k.jpg Totenschädel Totenmaske von Elke aufgebaut als Ausgangspunkt für neue Büste sehen nach Knochen die Muskeln modellieren, am Ende mein Porträt
Auge ausgeschnitten
Auge ausgeschnitten
Aktueller Zustand, Profil
Aktueller Zustand, Profil
Standpunkt Diplom Arbeit Selbst Büste Büste Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Nachts, aufgewacht. Mit kratziger Stimme.]
  • Ich weiß …
  • [Pause.]
  • … als Betrachter …
  • [Pause.]
  • … dieser Schau …
  • [Klick.]
  • Nein.
  • [Klick.]
  • Ich weiß, dass … ich selbst, wenn ich in eine Ausstellung gehe … ähm … das Thema jener in den Arbeiten versuche zu …
  • [Pause.]
  • Nein.
  • [Klick.]
  • [Pause.]
  • [Klick.]
  • Ich weiß …
  • [Schlucke.]
  • … dass …
  • [Pause.]
  • Ne.
  • Ich weiß …
  • [Pause.]
  • [Klick.]
  • [Sperren: Worum] geht's mir denn jetzt?
  • [Pause.]
  • Mir gehts darum, dass …
  • [Pause.]
  • Wenn ich … jetzt diese Arbeiten sehe …
  • In dieser Gruppe.
  • [Schlucke.]
  • In dieser Ansammlung.
  • Da sehe ich natürlich eines. Und zwar … äh … Köpfe. Körper. Ähm … Und eventuell noch … äh … Selbstporträts Selstbildnis .
  • Also ich sehe sozusagen … ähm … [Sperren: Ich] oder Selbstbildnisse. So als Überthema.
  • [Schlucke.]
  • Und ich weiß, dass die … äh … die dann da sind … und sich das angucken … das auch als Thema sehen werden. Und ich merke aber, dass … ich gar nicht dieses Thema Selbstbildnis … ähm … selbst …
  • [Sperren: Ach] …
  • Ich merke, dass mich dieses Thema Selbstbildnis … ähm … mich gar nicht …
  • [Klick.]
  • … [Sperren: interessiert].
  • Und zwar in dem Sinne, dass ich [Sperren: über] das Selbstbildnis … Warum ein Künstler das macht … ähm … Wieso [Sperren: ich] das mache … ähm … Nachdenke.
  • Nachdenken [Sperren: möchte].
  • Ich merke, dass diese ganzen Selbstbildnisse … Dass ich mich eigentlich nur [Sperren: benutze].
  • Um, das ist jetzt mein Eindruck selbst, …
  • [Schlucke.]
  • … etwas ausprobieren zu können. Als … genau.
  • Also sei es jetzt … ähm … irgendein Stil, irgendeine … irgendeine Technik.
  • [Sperren: Selbstbildnis] ist irgendwie … steht für mich so am Anfang. Wo ich das selbst noch gar nicht in Frage stelle. [Sperren: Warum] ich das jetzt als Motiv nehme.
  • Ich [Sperren: könnte] also genauso gut ein … ein Stilleben Stillleben machen. Ich könnte jetzt ein Apfel nehmen. Und … äh … eine Vase. Und da irgendwie … dass was ich mache irgendwie … ähm … genauso umsetzen. Nur ich bin halt irgendwie … ähm …
  • … [Sperren: begeistert] …
  • … von … von dem eigenen Porträt. Also damit zu arbeiten. Das zu modellieren.
  • [Schlucke.]
  • Als eben von einem Stilleben. Oder von einer anderen Person. Aber das ist eben so meine Interessenlage.
  • Anscheinend.
  • [Pause.]
  • Aber das Motiv jetzt … Das Motiv spielt bei mir … Also das ist … Das ist natürlich da. Und das sieht man! Das ist das [Sperren: Zentrale] eigentlich. Was rüber kommt.
  • Und das ist auch das Bindeglied …
  • [Gähne Anfang.]
  • … zwischen …
  • [Gähne Mitte.]
  • … den Arbeiten.
  • [Gähne Ende.]
  • [Schlucke.]
  • Aber es ist mir eigentlich gar nicht … ähm … äh … wichtig. Und ich habe jetzt eben die Befürchtung, dass in dieser Schau dann … das Selbstbildnis als Thema ganz groß ist. Und darüber die Fragen gestellt werden.
  • Und ich muss es in den einleitenden Worten …
  • [Schlucke.]
  • … schaffen …
  • [Pause.]
  • Na ja. Dass vielleicht nicht an dieser Oberfläche gekratzt wird. Worüber ich mich eigentlich jetzt auch nicht weiter informieren möchte. So. Was … Was … Wie jetzt Künstler damit umgegangen sind. Ähm … Seit wann … ähm … Und so weiter. Also ich weiß es nicht. Das sind so diese ganzen theoretischen Sachen …
  • [Schlucke.]
  • Die kann ich jetzt auswendig lernen. Kann die dann vortragen. Aber das ist ja nicht Sinn davon.
  • Ähm.
  • [Schlucke.]
  • Ich weiß ja noch nicht mal genau, [Sperren: was ich will].
  • Eigentlich.
  • Habe ich heute in der Werkstatt mitbekommen.
  • Ich möchte aber eben eigentlich nicht an der Oberfläche kratzen.
  • Ich [Sperren: tue] es.
  • Das habe ich jetzt noch einmal an der Büste gemerkt. Ich habe in ganz kurzer … in ganz kurzer Zeit, die Oberfläche, die ganz glatt war, …
  • Ähm …
  • Zerkratzt.
  • Zerfurcht.
  • [Pause.]
  • Es sah … am Ende spannender aus.
  • Nur eben das Wort spannend sagt es eigentlich schon: Es … Das war so eine Oberflächenbearbeitung. Die … ähm … Das hat dann auch der Werkstattleiter da angemerkt. Das fand ich echt … ähm …
  • [Schlucke.]
  • … für mich eindrucksvoll. Ich habe die Oberfläche bearbeitet, die dann … äh … etwas ausdrückt. Und dieses Ausgedrückte ist aber nur [Sperren: aufgesetzt].
  • [Sperren: Eigentlich] müsste die Oberfläche über [Sperren: Tage], über [Sperren: Wochen] … je nachdem, wie lange ich da jetzt daran arbeite … entstehen. Langsam.
  • [Schlucke.]
  • Durch halt das [Sperren: Modellieren]. Durch Benutzen von Werkzeug und so. Und [Sperren: nicht] innerhalb eines kurzen Augenblicks. Wo ich mir sage: Ich hätte jetzt aber gerne die Oberfläche so und so. Denn damit … äh …
  • Die Oberfläche [Sperren: kann] dann etwas ausdrücken. Okay. Aber sie … vermag eben nicht das auszudrücken, … ähm … was … äh … was [Sperren: in] dieser Büste eigentlich drinne steckt.
  • Also der ganze [Sperren: Arbeitsprozess].
  • [Schlucke.]
  • Den klammere ich sozsagen aus. Den [Sperren: verschleiere] ich sozusagen.
  • Ich [Sperren: übertünche] ihn. Und ich [Sperren: lüge] eigentlich etwas vor!
  • [Pause.]
  • [Schlucke.]
  • Das habe ich bei der jetzt auch gemacht. Das ist gut, dass ich das jetzt gemerkt habe! Ähm … Wie ich da ticke. Und dass das eigentlich nicht mein Ziel ist! Das zu tun.
  • Ich bin jetzt halt wieder drauf reingefallen.
  • [Pause.]
  • Und ich will eben bei dieser Schau dann nicht … ähm … den selben Fehler machen.
  • Dass ich an der Oberfläche … ähm … Ne. Dass ich die Oberfläche … mit dem selben Wort jetzt … [Sperren: spannend] mache.
  • Ausdrucksvoll mache!
  • [Schlucke.]
  • Und … äh … das Auge dann eben daher auch hängen bleibt.
  • Und gar nicht sieht, was ich eigentlich [Sperren: will]. Wo ich jetzt noch nicht einmal weiß, was ich will!
  • [Pause.]
  • Zumindest nicht an der Oberfläche bleiben.
  • [Pause.]
  • So bei dem Gespräch mit dem Professor jetzt … Das Foto von mir, was ich als Vorlage nehme, was ich … äh … hinhängen [Sperren: musste], um halt dann daneben modellieren zu können. Ich hab's zufälliger Weise dann über den Spiegel Spiegelbild gehangen. Ich hab's zufälliger Weise … äh … knicken müssen. Oben. Also das es als Haken fungiert. Das es am Spiegel hält.
  • Was ihn dann so begeistert hat. Oder was ihm gefällt. Dass es angeschnitten ist. Der Kopf. Dadurch, dass ich das Papier knicke! Das war … Auf den Gedanken war ich … Ich [Sperren: finde] es ästhetisch. Auch ansprechend!
  • Danach ist es mir zumindest aufgefallen.
  • Aber …. es hatte überhaupt nichts … so gar nichts … Das ist für mich dieses … Ich hab's zwar nicht … ähm … diese Situation erfunden. Das ist ja passiert! Mit der Zeit. Dass ich das Papier geknickt habe. Aus den und den Gründen.
  • Also es ist etwas natürlich Gewachsenes.
  • Das ist … Das ist also … authentisch. Wenn ich es jetzt so will.
  • Auch wieder ein blödes Wort!
  • [Schlucke.]
  • Ähm … aber es geht … Aber ich merke halt, dass da nichts drinne steckt, was mich … ähm … Na ja. Was ich zum [Sperren: Ausdruck] bringen würde.
  • Das ist halt ein beiläufiges Werk. Wenn ich mal keine Idee habe, kann ich das ja auch so machen. Aber ich sehe da selber [Sperren: überhaupt nichts] drinne.
  • Oder in dieser Konstellation. Oder mit den Versuchen, die auch noch auf den Ständern drauf waren. Oder auf den Tisch standen.
  • Ähm … das als Installation zu begreifen … Das … Ich [Sperren: finde] es ästhetisch ansprechend.
  • Blödes Wort.
  • Aber es ist … Es geht in eine Richtung, in die ich überhaupt nicht will!
  • Oder wenn in einem Papier eben … in einem …. ein Knick ist. Der vielleicht ungewollt ist. Der vielleicht vom Lagern kommt. Oder so. Und … Das [Sperren: kann] natürlich … äh … Spannung erzeugen. Im Bild. Nur ist das … Wenn dieser Knick jetzt … äh … nicht … Also wenn der zufällig entsteht, dann …
  • Es kann ansprechend sein.
  • Aber …
  • Es kann spannend aussehen!
  • Der kann es ausmachen, wie ein Bild wirkt!
  • Er kann verbinden! Oder trennen!
  • [Pause.]
  • Aber es ist … Ich fühle mich dadurch nicht [Sperren: ausgedrückt]. Und am Ende gänge es mir darum … ähm …, dass ich etwas schaffe, wo … Es ist jetzt wieder so ein …
  • [Sperren: Ach]. Ich bekomme die Worte nicht hin.
  • Aber dieses … Von [Sperren: Innen] nach [Sperren: Außen] kehren. Also was … was auch immer in mir ist. Dass ich das halt ausdrücke.
  • Aus mir [Sperren: raus drücke].
  • In [Sperren: Form] bringe.
  • [Schlucke.]
  • Und nicht, dass ich etwas … äh … ähm … zufällig passiert.
  • Womit ich eigentlich auch gerne arbeite.
  • Aber ich merke halt, dass …
  • Mhm.
  • Da stelle ich zu viel in Frage wieder.
  • [Schlucke.]
  • Und …
  • [Pause.]
  • Wenn es dann eben bloß das ist, dann habe ich nicht das … Dann denke ich nicht, dass das meine Arbeit ist.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Werkstatt Plastisches Gestalten Büste Auge ausgeschnitten bueste-aktuell5-k.jpg nach Gespräch mit , Tonreste auf Boden für Präsentation übernehmen (dann nur Gipsstaub) Aktueller Zustand, Profil bueste-aktuell10-k.jpg weitere Ansichten schaut seitlich nicht nach Friedrich aus, Augen falsch mit Kopfhaar schaut Büste realistischer aus, aber sie verliert an Klarheit
Einzelgespräch Mark (Notizen aus Erinnerung) Ich versuche mich zu erinnern … Wolfgang Tillmans Wolfgang Tillmans (* 1968, deutscher Fotograf und Künstler) Ausstellungsansichten mit vielen Formaten Werkstatt Plastisches Gestalten Büste Büste weitergearbeitet
Klasse Bildende Kunst (Notizen aus Erinnerung vom nächsten Morgen) Versuche mich zu erinnern … Versuche mich zu erinnern … Klassenfrühstück. Lange Tafel. Habe schon gefrühstückt. Versuche mich zu erinnern … Esse eine Banane, zwischendurch Feigen (gesüßt). Bei einer Mandarine[?] geht Schale schwer auf. Versuche mich zu erinnern … Nach kurzer Pause schmiere ich mir doch ein Brot. In Pausen in Werkstatt gegangen und an Büste Büste weitergearbeitet. gutes Gespräch mit Kommilitone Kommilitone . Versuche mich zu erinnern … Versuche mich zu erinnern … Kommilitone stellt einen Text vor. Irgendwas mit Readymade Ready-made , Handy, Sony und "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" von Walter Benjamin Walter Benjamin . Versuche mich zu erinnern … Verstehe so gut wie nichts. Erwähnt Duchamps Pissoir Marcel Duchamp , musste lächeln. Oma hätte jetzt nur laut aufgelacht. Werkstatt Plastisches Gestalten Büste Sehr inaktiv, umso aktiver an Büste gearbeitet. Versuche mich zu erinnern … Glatte Oberfläche der Büste mit Händen und Werkzeug aufgewühlt. Morgen Mark zeigen. (folgende Notizen von Aufzeichnungen Zettel) Klassentreffen vom 14.11. auf 15.11.[?] oder 13.11.[?] verschoben Berlin-Exkursion 28. - 29.11., Anreise / Abreise selbst organisieren nächstes Klassentreffen eigene Arbeit vorstellen Diplom Theorie Reaktion J.: "schwer für mich zu lesen, da ständig den Gedanken: wer das sagt, kann doch nicht kunst machen. lese aber weiter. bin auf seite 22. komme in erklärungsnot, warum. das dann wiederum gut. das innere wissen, die innere sicherheit steht dem nichtwissen entgegen. diese beiden machen einen künstler-charakter aus, sind zudem sind alles worte. eine 100% gewissheit, wie ein werk auszusehen hat. versus: ich weiß dass ich nichts weiß wer irgendwann genug worte gemacht hat, kann dann ins freie? nein. in diesem falle glaube ich, dass du an etwas festhältst, das dich vom geiste fernhält /während deiner zeit an der uni). lg j"
letzter Zustand
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Profilansicht
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Werkstatt Plastisches Gestalten neue Figur angefangen Vorlage letzter Zustand ganzkoerper-ton2-k.jpg andere Ansichten Büste Büste Arbeit an Büste vom Dienstag und Mittwoch fortgeführt Schmetterlinge Schmetterling befestigt Profilansicht bueste-aktuell1-k.jpg weitere Ansichten
Diplom Arbeit für Einzelgespräch 2 Selbstbildnisse auf Platten geklebt 18 x 24 cm, Rohspan und MDF, lackiert Werkstatt Plastisches Gestalten Büste Büste Bilder vom letzen Mal, Büste freigeschlagen
Hans Wimmer in seinem Atelier
Hans Wimmer in seinem Atelier
Hans Wimmer über Büsten
Hans Wimmer über Büsten
Büste (Daten noch heraussuchen), Hans Wimmer
Büste (Daten noch heraussuchen), Hans Wimmer
Hans Wimmer Hans Wimmer Aufnahme, München, 1968 Hans Wimmer (1907 - 1992, deutscher Bildhauer Bildhauerei ) Hans Wimmer in seinem Atelier hans-wimmer-k.jpg 1 Zusammenhänge der Fläche nicht glätten, sondern Zusammenhänge der Flächen klären Zusammenhänge der Fläche glaubhaft = Klarheit der Figur Flächen, die getrennt sein müssen, sollten nicht ineinander übergehen 2 Werkzeug der Bildhauer gleiches Werkzeug wie der ägyptischen Bildhauer elektrischer Meißel für Bildhauer schädlich in tagelanger händischer Bearbeitung von Stein wird Beziehung zwischen Künstler und Stein geklärt "In den Stein hineingewachsen." Komponente der Zeit Standpunkt nicht fahrig werden, schnell fertig werden wollen bei aktueller missglückten Büste Büste wurde mir das zum Verhängnis gesamte Arbeit, auch Vorbereitung, als wichtig betrachten, konzentriert arbeiten wirklich [Sperren: sehen], nicht nur gucken Zusammenhänge der Flächen begreifen und bildnerisch verdeutlichen auch Abgrenzungen herausarbeiten 3 Hauptaufgabe der Kunst unabhängig von Entwicklung der Technik Standpunkt Auftrag der Kunst: Gegenstand vergegenwärtigen Gegenstand Dauer verleihen, ihn erhalten Pharaonen einbalsamieren: Ziel, ihn vergegenwärtigen Griechen Griechen halten wichtige Szenen / Menschen / Tiere in Skulpturen fest, um sie für spätere Generationen zu erhalten 4Standpunkt Ohne Tot keine Kunst Tot = Ursache der Kunst Sinn der Darstellung: Gegenstand / Ereignis (dazu noch Gefühl[?]) weitertragen Kunst in Zukunft selber Sinn, Technik egal Kunst wird von Technik wenig beziehen können 5 über Porträt Hans Wimmer über Büsten hans-wimmer2-k.jpg wenn Darstellung vom einzelnen Menschen aufgeben: Mensch wird aufgegeben jeder Mensch ist einmalige Sache, Definition von Person mit technischen Mitteln nicht gänzlich erfassbar Position der Person durch immer wiederholtes Bearbeiten stärken Diplom Arbeit Standpunkt "Hab auch immer die Erfahrung gemacht, dass jemand, wenn er zu gar keiner Sache mehr in der gegenständlichen Kunst ein Verhältnis hat, dann hat er noch zu dem Porträt ein Verhältnis." Bildhauer gibt in Porträt alle Thesen auf und versucht nur noch Wesen von Person darzustellen Porträt gibt nicht nur Person wieder, sondern auch Bildhauer und letztendlich Betrachter 6 Kunsthistoriker interessieren heute mehr, wer Bildhauer war, als wer der Dargestellte ist Büste (Daten noch heraussuchen), Hans Wimmer hans-wimmer3-k.jpg Verhängnis, denn wichtig ist der, der dargestellt wird 7 bestimmte Nase passt nur in ein bestimmtes Gesicht "Es muss doch alles aus einer … aus einem Kern … herauswachsen." nicht nur eine naturwissenschaftliche oder künstlerische, sondern auch religiöse und ethische Frage Werkstatt Plastisches Gestalten Büste Standpunkt nach der Recherche zu Hans Wimmer wird bewusst, wie billig die gerade gegossene Büste ist. Sie [Sperren: kann] nur ein Studienobjekt sein. Sie [Sperren: ist] keine Arbeit. Dafür hat sie den Weg nicht gehen können, der hätte gegangen werden müssen. Nicht das Ergebnis ist entscheidend, sondern der Weg dahin. [Sperren: Wie] habe ich mich auf die Büste eingelassen. [Sperren: Wie] sind die Flächen und deren Beziehungen zueinander entstanden. Das ist bei dieser Büste nicht geschehen. Ich betrachte sie also nur als das, was sie ist: Ein Studienobjekt. Ein Objekt, um zu erlernen, wie ich aus einem Objekt aus Ton ein haltbares Objekt aus Gips herstelle. Diese Erkenntnis stimmt mich gerade froh. Büste aus Verlorener Form geschlagen Standpunkt Kunstbegriff Büste Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Ich bekomme mich gerade irgendwie nicht mehr ein.
  • Ich bin … ähm … hibbelig.
  • [Pause.]
  • Wenn ich …
  • Also nach diesem … nach diesem … ähm … kurzem Ausschnitt über Hans Wimmer.
  • Der so viele Sachen so klar geäußert hat!
  • Über … äh … über … Was … Was Kunst [Sperren: will].
  • Ähm.
  • [Klick.]
  • Und das in Beziehung zu … ähm … zu meiner eigenen, nennen wir es jetzt Arbeit, zu sehen.
  • Ähm. Da fällt mir mehr als deutlich auf, wie [Sperren: billig] das eigentlich ist. Was ich gerade da … ähm …
  • Wenn ich das als Kunst betrachten würde.
  • Ähm. Die Büste, die ich gerade … ähm … abgieße.
  • [Schlucke.]
  • Wie billig die ist. Und wie … äh … billig eigentlich auch die Idee der Herme Herme ist.
  • Ähm. Also wie … Das … Das … Das ist irgendwie so eine Idee der Medienkunst Medienkunst . Oder so.
  • Und da fehlt es total an … ähm … Ich weiß nicht, ob das ein gutes Wort ist: An Tiefe.
  • Also das ich halt selbst spüre, während ich … ähm …
  • Also das es eben nicht bloß ein Auftrag ist: So, jetzt will ich das da … ähm … ein Friedrich von da oben auf die Menschen herunterblickt. Das ist die Idee! Und dann stellt das jemand anderes her.
  • Diese Büste.
  • Oder ich stelle sie halt fahrig her.
  • Ähm. Aber ich … äh … ich [Sperren: lebe] die Büste in dem Moment Moment nicht.
  • Das heißt … äh … Während ich sie erarbeitet habe, … ähm … habe ich nicht … habe ich nicht gemerkt irgendwie, wie … wie ich mich jetzt [Sperren: forme].
  • Wie der Blick … ähm … ähm … sich … sich äußert!
  • [Sperren: Was] … [Sperren: Was] bin ich in dieser Büste!
  • [Pause.]
  • Das habe ich nicht gesehen!
  • [Ziehe Rotze hoch.]
  • Und jetzt fällt mir eben auf, … ähm … dass … ähm … Damit kann ich … äh … sehr gut leben. Ähm. Dass das alles, was ich da gemacht habe, … ähm … auch auf anderen Gebieten eben, … Dass das so [Sperren: Studienobjekte] sind.
  • So. Dass das … Das ich etwas mir angeeignet habe. Eine Technik. Ähm … ähm … Ich habe mir halt … ähm … ein Thema genommen. Äh … Um eine Technik zum Beispiel zu erlernen. Ähm … Jetzt zum Beispiel kann ich eben Verlorene Formen … ähm … herstellen.
  • Wird sich ja heute zeigen! Ob das die Büste, oder was das auch immer ist, … ähm … auch immer noch so … ähm … Also so gut gegossen ist.
  • Oder ob da noch Fehler drinne sind.
  • So.
  • Ich kann also … sozusagen … Dass ich das alles [Sperren: nutze], [Sperren: benutze].
  • [Sperren: Missbrauche]. Um … Im positiven Sinne! Um etwas zu [Sperren: erlernen].
  • [Pause.]
  • Aber das sie eben noch nicht … ähm … äh … etwas [Sperren: darstellen].
  • So.
  • Davon sollte ich einfach nicht ausgehen!
  • Und … ähm … Jetzt merke ich, wie [Sperren: viele] in der Medienkunst … äh … mit denen ich in Berührung komme, … äh … dass zu [Sperren: schnell] tun.
  • Also wie zum Beispiel das eine Beispiel, dass der eine … ähm …, bevor die Arbeit überhaupt entstanden ist, das schon als das [Sperren: Kunstwerk] … ähm … ähm … ähm … erklärt!
  • Oder der andere! Der auch in der Werkstatt war. Wie … mhm … eine Champagner-Flasche. Wo irgendwas raussprudelt. Das als … mhm … Das ist dann ein Gegenstand! So. Und … mhm … Der ist so …
  • Das ist einfach nur oberflächlich!
  • Und das … Jetzt habe ich das Gefühl, dass bei vielen … ähm … ähm … Ergebnissen, die ich sehe in der Medienkunst … Dass die sehr … Dass die sehr materiell eingestellt sind. Sehr oberflächlich. Ähm … ähm …
  • Ich meine aber: Was soll anderes kommen, bei so Fragen … ähm … wie: [Sperren: Was] möchtest du damit darstellen?
  • Ähm. [Sperren: Warum] diese Größe?
  • [Sperren: Warum] … ähm … dieses Holz?
  • [Sperren: Warum] dieses Format?
  • Ähm … Das sind alles Fragen, die sind oberflächlich.
  • So.
  • Da geht es nicht in die [Sperren: Tiefe]!
  • [Ziehe Rotze hoch.]
  • Und … äh … bei ihm habe ich jetzt halt gemerkt, … äh … eigentlich geht es um ganz andere Fragen. Und über diese anderen Fragen … äh … klären sich dann glaube ich … äh … solche Dinge ganz automatisch.
  • [Sperren: Ohne], dass man sie fragen muss.
  • [Schlucke.]
  • Und das stimmt mich gerade … ähm … irgendwie froh. Dass ich merke: Ähm … Ich [Sperren: bin] noch nicht so weit. Dass ich … äh … ähm … etwas schaffen kann, was … ähm … was [Sperren: wirklich] etwas ist.
  • Das sind jetzt … ähm … Das sind jetzt … ähm … Arbeitsproben!
  • [Ziehe Rotze hoch.]
  • So.
  • Und … Das finde ich gut.
  • Dass ich es mache.
  • Ähm … Dass ich dazulerne.
  • Ähm …
  • Denen fehlt aber eben noch etwas … irgendwie … Ich merke es ja selbst!
  • Ähm … ähm … Auch … auch bei der aktuellen Büste eben.
  • Ich … ähm …
  • [Suche passende Worte.]
  • Ich … ich … Ich habe zwanghaft versucht, die letzten … den letzten Monat, mein … mein Gesicht irgendwie in dieses Ton rein… in diesen Ton reinzubekommen.
  • Äh … Zwanghaft im Profil versucht. Zwanghaft von vorne versucht!
  • Und … äh … ich bin daran gescheitert.
  • Also ich … ich habe einen Wutanfall bekommen. Weil ich … ähm … es nicht hinbekommen habe. Und wenn ich jetzt so überlege: Ich habe [Sperren: immer] nur oberflächlich geschaut. Ich habe immer nur vom Foto, vom Spiegel Spiegelbild auf den Ton geschaut. Und habe versucht, das, was ich da denke zu sehen, halt zu [Sperren: übertragen].
  • Ich habe es aber nicht in dem Moment gespürt. Irgendwie. Wie diese … Wie … Wie sich Wange … äh … formt. Wie … wie der Übergang … äh … von der Stirn ist, … ähm …
  • [Ich schlucke.]
  • Ähm … Zu den Augenknochen. Oder was das ist.
  • Das ist alles … ähm … Das habe ich nicht gemacht!
  • Und das ist jetzt das Ergebnis dafür. Eine zerstörte Büste.
  • Die jetzt total deformiert aussieht. Ähm … Und die, wenn ich davon überzeugt wäre, eben auch etwas bedeuten [Sperren: könnte].
  • Kann man ja eine Menge hineininterpretieren.
  • Aber sie … sie ist mehr nicht. Als … äh … das, was sie jetzt [Sperren: ist]. Irgendein Ergebnis, was zufällig so entstanden ist. [Sperren: ohne], dass ich … äh … mit … mit meinem [Sperren: Wesen] dadrinne stecken würde.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Wesen].
  • Ist jetzt wieder so ein komisches Wort.
  • Was ich … Was ich eigentlich nicht benutzen würden wollen.
  • [Pause.]
  • Also wo … Wo … Wo ich selbst nicht das Gefühl habe: Das ist … Das ist etwas mit Hand und Fuß eben.
  • [Pause.]
  • Es ist jetzt halt [Sperren: da]. Ich habe auch viel daran gelernt. Aber es ist einfach nichts, was … ähm … was ich zum Beispiel ausstellen würde.
  • Und das hat noch nicht einmal etwas mit [Sperren: mir] dann zu tun. Sondern ich merke das bei vielen anderen auch. Wo ich mir dann sagen würde: Aber das würde ich jetzt auch noch nicht ausstellen.
  • Also was heißt denn ausstellen?
  • Ausstellen heißt doch: Man ist überzeugt von etwas. Dass es … Dass es … äh … Dass es andere sehen [Sperren: müssen]. So. Das ist eben nicht … äh … nur eine [Sperren: Spielerei].
  • Oder es sollte nicht [Sperren: nur] eine Spielerei sein.
  • Es sollte nicht bloß [Sperren: schön] sein.
  • Es sollte nicht bloß [Sperren: hässlich] sein!
  • Es sollte nicht bloß irgendwie einen oberflächlichen … ein Thema oberflächlich … ähm … äh … inne haben.
  • Oder eben ein Konzeptblatt daneben. Was es dann auch erklären muss.
  • Es sollte …
  • Es [Sperren: muss] doch irgendwie etwas von sich aus sagen können.
  • So.
  • Und das … Da gebe ich einfach zu: Bei mir tut es das jetzt eben nicht.
  • [Pause.]
  • Und das ist kein Problem. Weil ich bin gerade noch Student Kommilitone . Und ich lerne dazu.
  • Auch in der Werkstatt.
  • Ganz ganz viel.
  • Gestern gerade erst.
  • Und heute werde ich halt mir das Ergebnis noch einmal angucken.
  • [Pause.]
  • Und dann nächstes Mal werde ich halt [Sperren: versuchen] zu … Also wenn ich ein Porträt von mir anfertigen möchte … Dass ich … äh … Dass ich nicht bloß auf die Fotos, auf den Spiegel, gucke. Sondern dass ich auch versuche irgendwie … herauszubekommen: Was …
  • [Pause.]
  • Ich weiß nicht.
  • Wie … drücke ich denn das, was …
  • [Pause.]
  • [Ringe nach Wörtern.]
  • Was ich bin … irgendwie … aus.
  • Ach ich weiß nicht, wie ich es sagen soll!
  • Das ist dann jetzt eben nicht die Form der Nase. Das sie leicht gekrümmt ist.
  • Oder so.
  • Das will ich mit reinbringen. Weil das ein Merkmal ist, finde ich, … äh … das sozusagen mich ausmacht.
  • Oder … oder … ähm … links und rechts vom Mund … äh … diese …
  • [Schlucke.]
  • Diese … diese kleine Wülste. Die da sind.
  • Die so nach unten leicht schon gehen.
  • Äh … Dieses [Sperren: Fett], oder was das ist.
  • Äh … Das will ich da auch reinbringen.
  • So.
  • Das … Das gehört irgendwie zu mir. Aber irgendwie fehlt dann halt noch etwas, … ähm … was so das Äußere noch einmal … ähm … stärker hervortreten lässt.
  • Und das ist dann eben [Sperren: nicht] bloß eine Kopie.
  • Von mir.
  • Sondern das ist eine künstlerische Bearbeitung.
  • So.
  • Die halt weitergeht.
  • Und die aber trotzdem nicht … äh … ähm … wie sagt man … anatomische Kenntnisse, oder so außen vorlässt.
  • So.
  • Also so abstrakt will ich das jetzt nicht machen. Sondern ich möchte ja auch Formen [Sperren: begreifen]. Und das heißt … ähm … äh … eine Form wirklich [Sperren: sehen].
  • Und nicht bloß [Sperren: gucken].
  • Und … äh … Und … äh … Und … Und durch dieses Sehen eben … ähm … sie übertragen.
  • In ein anderes Medium.
  • [Pause.]
  • Also hier in Ton.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
  • [Aufnahme Start.]
  • Das zu schnell etwas fertig haben zu wollen, etwas zeigen zu wollen, ausstellen zu wollen, etwas zur Kunst … ähm … erklären zu wollen …
  • Ich denke, das ist nicht mein Problem.
  • Ich sehe es jetzt halt bei mir.
  • Sondern das ist ein Problem der Zeit!
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Metallblättchen als Begrenzung für zwei Gipsformen in Ton gesteckt
Metallblättchen als Begrenzung für zwei Gipsformen in Ton gesteckt
gefärbten Gips gegen Tonbüste geschleudert
gefärbten Gips gegen Tonbüste geschleudert
Konstruktion neben Ständer, um Büste zu kippen
Konstruktion neben Ständer, um Büste zu kippen
gereinigte Hälften
gereinigte Hälften
Spanngurte mit Holzresten zwischen Spanner und Gipsform
Spanngurte mit Holzresten zwischen Spanner und Gipsform
Form gegossen
Form gegossen
Werkstatt Plastisches Gestalten Büste Büste 1 x für Kunst geblutet Metallblättchen als Begrenzung für zwei Gipsformen in Ton gesteckt verlorene-form-1-k.jpg gefärbten Gips gegen Tonbüste geschleudert verlorene-form-3-k.jpg ungefärbten Gips dick auf gefärbten Gips aufgetragen 1 zu schwer, um auf Boden ohne Kran zu stellen 2 Metallblättchen in Gips vergessen Nachtrag: vielleicht doch gut, lassen sich später einfach lösen 3 Gips (Notizen nicht lesbar) Tisch, dadrauf Palette, darauf Schaumstoff Konstruktion neben Ständer, um Büste zu kippen verlorene-form-7-k.jpg neben Ständer aufgebaut Büste mit Kippen überführt Fühle mich wie ein Affe, der an eine Banane will und alles ausprobiert, was seinem Ziel behilflich sein könnte. 1 x für Kunst geblutet, Pflaster Metallständer herausgezogen Ton von unten abgetragen Hälften lösen sich Hälften mit Schmierseife Schmierseife von Tonresten gereinigt gereinigte Hälften verlorene-form-12-k.jpg Kaffeeautomat aufgesucht Hälften noch einmal eingerieben danach mit zwei Spanngurten fest verschlossen Spanngurte mit Holzresten zwischen Spanner und Gipsform verlorene-form-13-k.jpg Rille von außen mit Gips geschlossen, damit gegossener Gips nicht austreten kann in Eimer gelegt Form gegossen verlorene-form-15-k.jpg Form geschwenkt, über Boden gerollt klappt bei dieser Größe sehr gut zwischendurch und am Ende Werkstatt aufgeräumt Standpunkt Es war gut, dass ich den gesamten Prozess einmal selbst gemacht habe. Ohne Hilfe vom Werkstattleiter. Wenn morgen die ausgetragene Büste nicht gut gegossen ist, weiß ich, was ich das nächste Mal anders machen muss. Friedrich Fröhlich, zufrieden
rechte Seite Büste
rechte Seite Büste
Vorderansicht Büste
Vorderansicht Büste
Metallblättchen statt Faden
Metallblättchen statt Faden
Werkstatt Plastisches Gestalten Büste Büste Gespräch mit Bachmann anstatt sofort Verlorene Form Verlorene Form erstellen, Büste weiter überarbeitet Hals verdünnt, Gegenbewegung modelliert schaut jetzt immer weniger nach Gesicht aus rechte Seite Büste werkstatt-bueste1-k.jpg Vorderansicht Büste werkstatt-bueste2-k.jpg linke Seite Donnerstag oder Freitag Verlorene Form herstellen gleich im Anschluss Guss, da Gips auch schrumpft erste Schicht einfärben Metallblättchen statt Faden werkstatt-bueste4-k.jpg anstatt Faden für Teilung kleine Metallblättchen benutzen in Ton stechen entweder erst erste Seite, dann Blättchen entfernen und Gipskante mit Tonschlicker Schmierseife einschmieren oder gleich beide Hälften machen zweite Schicht ca. 5 cm dick
Maske, Collage auf Silikonform, 32
Maske, Collage auf Silikonform, 32
Maske, Collage auf Silikonform, 32
Maske, Collage auf Silikonform, 32
o. T. zehn Übungsmasken für Erste Hilfe ersteigert mit eigenem Gesicht übergezogen Fotos mit Kopf aus unterschiedlichen Perspektiven zerrissen und aufgeklebt erstes Ergebnis Maske, Collage Collage auf Silikonform Silikon , 32 maske-collage1-k.jpg zweites Ergebnis mit Bart Maske, Collage auf Silikonform, 32 maske-collage2-k.jpg wenn Haare mit Kleister nicht halten, Sprühkleber verwenden später noch lackieren[?] Standpunkt Buchprojekt Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Im Bett.]
  • Ein Buch ist … zu … hart.
  • Das ist … zu … Nein. Davor hätte ich glaube ich [Sperren: Angst].
  • [Pause.]
  • Ich brauche etwas, was … nicht so … definitiv ist.
  • So … Es muss … offener sein.
  • [Pause.]
  • Eine Blättersammlung!
  • [Pause.]
  • Denn neben den … Inhalten des Studiums, … also Kursen und Gesprächen, … sind da ja auch vor allem … äh … meine … meine Gedanken, Ideen, gesammelt. Und die sind … Die will ich nicht so [Sperren: fest], in ein Korsett, stecken.
  • [Pause.]
  • Ich habe jetzt die Empfindung, dass anfänglich, … [Sperren: ne] … in den ersten Jahren, meine Gedanken extrem … [Sperren: plump] … [Sperren: primitiv] … [Sperren: billig!] … waren.
  • [Pause.]
  • Ich möchte sie mit sehen. Aber ich möchte sie halt nicht … äh … als meinen aktuellen Stand verstehen.
  • Also waren sie zum Anfang billig, waren sie danach, so anfänglich von … ähm … von der … ähm … der Klasse, also vor zwei drei Jahren … vor zwei Jahren … äh … zu [Sperren: verkopft].
  • [Pause.]
  • Total steif!
  • Und ich habe die Befürchtung, dass es immer noch nicht zu Ende ist. Dass ich mitten drinne bin.
  • [Pause.]
  • Ich weiß nicht, ob das stimmt. Aber ein Arbeitsraum macht am Ende die Arbeit aus. Und wenn mein Arbeitsraum … hier ist, da wo ich esse, schlafe, wohne, wird es immer sehr … ah … sehr [Sperren: steife] Kunst sein.
  • [Pause.]
  • Ich brauche Ordnung. Aber ich denke, ich brauche keine Ordnung … äh … während ich arbeite. Also während ich künstlerisch an … An der künstlerischen Sache.
  • Fällt mir bei den Collagen auf! Eigentlich brauche ich da ein [Sperren: Durcheinander]!
  • Brauche ich Chaos Chaos !
  • Äh … Damit ich was [Sperren: Neues] … Damit ich [Sperren: würfeln] kann.
  • [Pause.]
  • Und das ist … Das ist in dieser Umgebung irgendwie nicht möglich. [Sperren: Aber] es zeigt, wie auch mein … die Gesamtphase, während des Studiums: Ich habe mich irgendwie nicht davon befreien können.
  • [Pause.]
  • Vielleicht ist das auch nur eine Ausrede?
  • Dass das der Arbeitsraum ist, der mir fehlt.
  • Ich sage mir halt immer: Ich kann mir halt nicht beides leisten. Ich kann mir nicht Material [Sperren: und] einen Arbeitsraum leisten.
  • Und wenn ich den Arbeitsraum habe, sind das zum Beispiel … tausend Euro im Jahr.
  • Oder mehr!
  • Ähm … die mir dann für das Material fehlen würden.
  • [Atme ein.]
  • Und … ähm … bisher denke ich halt, dass … dass ich eher mit Material etwas schaffen kann.
  • Als mit einem Raum.
  • Aber gleichzeitig merke ich, dass … äh … es ohne dem richtigen Raum … äh … mir … Pfff … noch so viel gutes Material … ähm … [Sperren: nichts] bringt.
  • [Pause.]
  • Und ich habe das … Ich denke, dass …
  • [Sperren: Nein].
  • Bei mir passiert [Sperren: mehr], …
  • [Schlucke.]
  • … wenn ich … äh … [Sperren: Musik] mache!
  • Und wenn ich Musik höre!
  • Als wenn ich … ähm … mhm …
  • Als wenn ich … ähm … eine Collage mache.
  • [Pause.]
  • Bei der Collage ist es zum Beispiel … Da fühle ich mich halt … Das ist halt entspannt!
  • Da probiere ich rum!
  • Das ist halt … ähm … Ja. Das … Spaß ist ein scheiß Begriff.
  • Es macht halt in dem Moment Moment … füllt es mich aus.
  • [Pause.]
  • Oder bei der Büste Büste .
  • Ähm … Stundenlang arbeiten.
  • Ähm … Es ist … Es ist … Da fühle ich mich gut.
  • Auch blöd … Ein scheiß Begriff.
  • Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll.
  • So.
  • Das … Das ist so ein … Ruhezustand.
  • Der ja ganz schön ist!
  • So.
  • [Pause.]
  • Aber bei … ähm … Wenn ich jetzt … äh …
  • Damit meine ich noch nicht einmal so diese Stücke, die … ich übe.
  • So.
  • Klassische Stücke.
  • Oder wenn ich mich … billigst im Jazz probiere.
  • Oder so.
  • Das meine ich nicht. Sondern … wenn ich … wenn ich improvisiere eigentlich. Und das Improvisieren heißt bei mir dann eben eher … nicht das mit den Akkorden und so.
  • Das mache ich ja auch genug. Das ist … Ruhe. So.
  • Das ist entspannt.
  • [Sperren: Nein]. Was am [Sperren: meisten], glaube ich … Was am meisten … Wo ich merke, dass es am meisten bei mir etwas bewirkt: Das ist das Improvisieren, das Freie!
  • Also wo wirklich … äh … [Sperren: kein] Ton stimmen muss. Äh … wo irgendein Rhythmus drinne ist. Der aber auch irgendwie wenig stimmt bei mir.
  • Ähm … Wo ich keinen Plan habe. Wo ich halt irgendwie so … so in dem Moment … ähm … Töne aneinander… äh …tue.
  • [Sperren: Übereinander] lagere!
  • Ähm … [Sperren: Durcheinander] bringe!
  • Irgendwie dann doch immer … Irgendwas ist da immer drinne, was ich erkenne als Linie. Aber … ähm … ich will es mir halt als [Sperren: Zuhörer] nicht anhören müssen.
  • [Pause.]
  • Nur wenn ich das halt selbst spiele, … ähm … habe ich … Da stecke ich dann da drinne. Und das ist genau richtig so.
  • Und … da kann ich [Sperren: laut] werden. Zum Beispiel.
  • Da kann ich [Sperren: aggressiv] werden.
  • [Pause.]
  • Da kann ich aber auch … ähm … genauso … mich verstecken.
  • Und so eine … Ich sage jetzt mal … So extreme Äußerungen … Die sind halt jetzt in der Collage oder so, nicht drinne.
  • Da schaffst du …
  • [Katze Ramses meckert.]
  • … es vielleicht … Da schaffe ich es im … im [Sperren: Ausdruck]. Also im [Sperren: Ergebnis].
  • [Katze schreit.]
  • Dass es dann so [Sperren: aussieht], als ob.
  • So wenn so eine Collage so ein verzerrtes Gesicht ist. Oder so. Da kann man ja eine Menge mit reinbringen.
  • Das ist dann aber nur der [Sperren: Ausdruck]! Der am Ende …
  • [Katze schreit.]
  • … ankommt. Beim Betrachter.
  • Aber das habe ich nicht in dem Moment, wo ich es [Sperren: gemacht] habe … äh … gemerkt.
  • [Sperren: Gelebt!]
  • So … Das soll nur so [Sperren: rüberkommt]. Als ob.
  • [Pause.]
  • Das ist mir aufgefallen … ähm … bei einigen Bildern. Da habe ich … äh … eben mir freien Lauf gelassen.
  • Da habe ich das gemacht, was ich in dem Moment … ähm … Weiß nicht. Was einfach irgendwie in mir drinne war: Das habe ich rausgedrückt.
  • So.
  • Was kam bei heraus?
  • Wirklicher [Sperren: Müll].
  • [Pause.]
  • Das ist … Sobald da … ähm … ein einfach drauf los…machen ist, was aus mir heraus kommt, kommt am Ende Scheiße raus.
  • Das Ergebnis.
  • Was man sieht.
  • Das heißt: Ich kann nicht beides machen. Ich kann nicht zum einen ein Ergebnis haben, was … was … äh … was irgendetwas ausdrückt. Wenn ich nicht … Wenn ich es schaffe, nicht diesen Ausdruck [Sperren: spüre].
  • Oder [Sperren: lebe].
  • Eben.
  • [Pause.]
  • Das ist extrem schwer.
  • Ich weiß gerade …
  • Und bei der [Sperren: Musik] irgend… Also bei den total freien … bei den Klängen … eher … wo ich denke, dass der Hörer das … der will dann lieber den Raum verlassen. Dass ich [Sperren: da] aber in … eben während ich es mache [Sperren: mehr] von habe.
  • Selbst.
  • Da drücke ich etwas raus.
  • [Katze springt irgendwo herunter.]
  • [Pause.]
  • Anstatt diese klassischen Stücke aufzu… aufzuzeichnen, was ich jetzt ja tue, sollte ich vielleicht auch einfach noch einmal so … diese Klänge aufnehmen.
  • Und nachhören. Was … Vielleicht kommt ja auch danach was, nachdem es passiert ist.
  • [Pause.]
  • Ne?
  • Wenn ich so im Nachhinein wirklich gucke. So die ersten Jahre Grundstudium. Eigentlich [Sperren: lächerlich], was ich da fabriziert habe.
  • Und jetzt ist es … Danach war es [Sperren: starr]. War es zu konzeptualisiert.
  • Jetzt sind immer noch ein [Sperren: Haufen Gedanken] dabei.
  • Ähm.
  • Aber ich kann mir gut vorstellen, dass mit Ende des Studiums … danach … ich das schaffe. Irgendwie mich da doch loszulösen.
  • Ich weiß es nicht.
  • [Pause.]
  • Ich sollte das halt mit den Aufzeichnungen der Klänge … der Töne … probieren.
  • Am Klavier.
  • [Pause.]
  • Vielleicht passiert da ja was!
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Standpunkt Diplom Arbeit Büste Büste Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Es ist dunkel. Im Bett.]
  • [Sperren: Einmal] will ich vor Studienende …
  • [Pause.]
  • … einen … eine Büste von mir [Sperren: bis] zum Ende … geschafft haben.
  • [Pause.]
  • Die soll [Sperren: wirklich] nach mir aussehen.
  • Und nicht bloß im Profil!
  • [Pause.]
  • Auch von vorne!
  • [Klick.]
  • Ich [Sperren: sehe einfach nicht ein], dass ich es nicht schaffen [Sperren: sollte].
  • [Klick.]
  • Jetzt an der verpfuschten Büste habe ich ja schon eine Menge …
  • [Pause.]
  • Ja.
  • [Pause.]
  • Dazu… äh …gelernt.
  • [Ziehe Rotze hoch.]
  • [Schlucke.]
  • Und ich sollte jetzt bei der nächsten trotzdem viel langsamer … ähm … vorgehen. Und dafür aber … ähm … nicht so schnell ins Detail.
  • Heißt: Die Büste halt Schichtweise … ähm … auftragen. Zuerst denke ich mir mal im Profil anfangen.
  • [Pause.]
  • Ähm.
  • Als Hilfsmittel kann ich mir … Das ist jetzt zwar ein bisschen primitiv, aber … Äh. Vorhin ist mir das eingefallen! Einfach … äh … Fotos von mir auf [Sperren: transparentem] Papier ausdrucken.
  • Und das dann immer zum Abgleich … ähm … kann ich das ja davor halten.
  • [Schlucken.]
  • Einfach … ähm … um da noch einmal eine schnelle Kontrolle irgendwie zu haben.
  • Ich weiß auch nicht, ob das was bringt! Oder ob das bloß verzerrt?
  • Aber … Pfff … kann ich mir irgendwie jetzt ganz gut vorstellen!
  • Dass das … ähm … hilfreich ist.
  • Ich habe ja Glatzenfotos von mir.
  • [Pause.]
  • Und das ich … äh … aber nicht wie bisher, alles immer wiederhole!
  • [Sperren: Ständig!]
  • Äh … so oft habe ich den Mund gemacht!
  • Und … und die Augen probiert!
  • Ähm. Ist ja auch irgendwas bei herausgekommen.
  • Aber, dadurch, dass ich mich so schnell im Detail … äh … äh … verliere, [Sperren: sehe] ich eben den … die gesamte Figur nicht mehr!
  • Und erst später … äh … Ein Tag später oder so, … ähm … nach stundenlanger Arbeit, kriege ich plötzlich mit, dass der … dass das … Pfff … dass der Mund viel zu weit vorne ist!
  • Und dann muss ich den plötzlich abbauen und … in dem Moment Moment verfällt irgendwie die ganze Arbeit, die ich davor gemacht hatte!
  • [Pause.]
  • Das heißt: Wirklich … äh … langsam … ähm … aufbauen und … äh … immer von allen Seiten irgendwie betrachten.
  • Ob das … äh … [Sperren: klappen kann oder nicht].
  • Und nicht sofort im Detail arbeiten.
  • [Pause.]
  • Das [Sperren: bringt] einfach nichts.
  • Das ist zwar ganz … äh … Ich verliere mich halt sehr schnell darin. Ähm … weil es … Irgendwie finde ich das halt am … am [Sperren: spannensten].
  • An so einem Detail zu arbeiten.
  • Ähm. Und ich [Sperren: sehe] dann, ich [Sperren: fixiere] das dann irgendwie nur noch. Und ich [Sperren: sehe], wenn ich die gesamte Büste sehen sollte, nach mehreren Stunden Arbeit, [Sperren: nur] noch dieses eine [Sperren: Detail].
  • Und davon … ähm … Irgendwie habe ich dann den Eindruck, die ganze Figur funktioniert dann.
  • Und erst am nächste Tag, wenn ich mir das dann wieder angucke, und … äh … ich nicht mehr eben im Detail drinne stecke, sehe ich, wie … wie … wie [Sperren: unlogisch] viele Stellen … äh … bei dem Kopf noch sind.
  • Ähm. Das … Das … Da muss ich überhaupt nicht jemand anderen fragen!
  • Den Werkstattleiter oder so. Was daran nicht stimmt.
  • Ich [Sperren: sehe] es!
  • [Pause.]
  • Nur halt eben zu spät zu spät .
  • [Ich schlucke.]
  • Und einige Sachen … [Sperren: sehe] ich, aber kann sie noch nicht einmal [Sperren: erklären].
  • Das ist das nächste! Das war im Profil … ähm … Unterm Auge gibt es so eine … so eine Erhebung. Und ich [Sperren: dachte] immer, dass ist sowas … was … was … Ich weiß nicht … Was richtig [Sperren: raussticht]. Beim Modellieren. Und deshalb habe ich das immer besonders hervor… äh …geholt.
  • Und durch [Sperren: Zufall Zufall ] habe ich dann mitbekommen … ähm …, dass es irgendwie so ein Schattenwurf ist. Der … Das ist eine [Sperren: ganz kleine] Erhebung irgendwie. Aber das eine ganz große [Sperren: Wirkung] hat.
  • Von der Seite. Von dieser Ansicht.
  • [Pause.]
  • Und das Gleiche ist mit der Stirn!
  • Die ist [Sperren: extrem] Flach eigentlich!
  • Bei mir.
  • Sie [Sperren: wirkt] halt … Sie wirkt irgendwie so … affig.
  • Aber sie [Sperren: ist] gar nicht so extrem hervor… ähm …gehoben.
  • Ja?
  • Genauso wie mit der Nase.
  • [Pause.]
  • Da habe ich jetzt ja mitbekommen, dass über … Also dass im oberen … ähm … Also beim Nasenrücken ganz oben. Gibts irgendwie noch einmal so einen Knochen. Der zu allen Seiten … zu beiden Seiten … ähm … so leicht hervorsticht.
  • Und danach [Sperren: wölbt] sich die Nase so nach [Sperren: innen].
  • Und … Das ist so ein Detail. Aber ist extrem … Also das macht irgendwie die Nase dann aus.
  • Dass sie nicht so plump … äh … äh … [Sperren: dick] … äh … starr aussieht. Sondern eben so lebendig. Wie sie ist.
  • [Pause.]
  • So schräg wie sie ist!
  • Die ist ja sehr … ähm … schräg bei mir.
  • Das ist … Das wäre ein Merkmal.
  • [Pause.]
  • Und trotzdem sollte ich solche Details erst einmal … ähm … am Anfang außen vor lassen.
  • Und wirklich so diese … Also diesen Kopf so als …
  • [Ich schlucke.]
  • Ähm. Als … ähm … Als … Pfff … Als [Sperren: Konstrukt] irgendwie verstehen.
  • Was aus vielen, aus mehreren, … äh … gröberen … ähm … [Sperren: Formen] besteht.
  • Und von da an dann, also, nachdem ich immer wieder kontrolliere: Stimmen die Proportionen denn noch, [Sperren: dann] kann ich ins Detail gehen.
  • [Sperren: Langsam].
  • So dass dann [Sperren: ganz am Ende], denke ich, kommen dann erst der Mund, … äh … kommen die Augen.
  • Die kommen ganz ans Ende, denke ich mir.
  • Die Ohren!
  • Und aber sowas wie Stirn und Nase und so … Das sollte ich schon davor halt irgendwie … ausarbeiten.
  • [Pause.]
  • Aber das werde ich halt noch einmal versuchen … äh … im Einzelgespräch mit Bachmann zu … ja, zu schauen, wie ich … wie ich da vorgehen sollte.
  • Dass es dann auch wirklich klappt.
  • Ich bin mir sicher, dass es klappt.
  • So.
  • Äh.
  • [Pause.]
  • Nur das [Sperren: Vorgehen] war halt anscheinend bei mir … ähm … Ist bei mir wieder falsch gewesen.
  • Oder ich … ich [Sperren: weiß] ja schon, während ich arbeite, dass es eigentlich nicht richtig ist, wie ich es mache. Und ich lasse mich dann halt aber dahin verleiten. Weil es einfach … ähm … Es ist dann halt entspannt. Stundenlang … ähm … nur am Mund zu arbeiten.
  • Werkeln.
  • Und mich im Detail zu verlieren.
  • Und … Da muss ich mich dann zu… zusammenreißen. Eigentlich.
  • Und sagen: Ne. Das ist jetzt der falsche Schritt! So komme ich nicht voran!
  • [Ich schlucke.]
  • Und am Ende wird eine Büste von meinem Kopf … äh … stehen.
  • [Pause.]
  • Das ist jetzt das [Sperren: Einzige], was ich noch während des Studiums machen möchte.
  • Bis zum Ende.
  • [Pause.]
  • So diese andere Sache jetzt … Mit der … Also diese komische verboxte … äh … deformierte Gestalt. Die ich mal war. Aus Ton. Die passt ja super eigentlich zu den anderen Arbeiten.
  • Die ich dann auch zeigen möchte.
  • Ähm. Diese digitalen Collagen. Wo ich ja auch meinen … äh … Kopf … äh … [Sperren: zerrissen] habe. Damit sie … Und zwar mit meinem anderen Ziel. Damit die Geradenbilder so aussehen, wie sie aussehen.
  • Ähm. Oder die Masken, die ich jetzt anfertige. Oder … Oder diese Fotocollage.
  • Die jetzt noch im Flur hängt.
  • Sowas sind ja alles irgendwie so Selbstbildnisse, wo ich aber so verzerrt bin. Irgendwie.
  • [Pause.]
  • Eigentlich passt das. Nur das ist halt … [Sperren: Eigentlich] ist mein Ziel, einmal halt etwas zu machen, wo ich es nicht bloß so mache, weil ich es nicht anders kann.
  • So.
  • Und das ist halt … ein sehr gutes, oder eine sehr harte Arbeit. Eigentlich. So eine eigene Büste herzustellen.
  • Einen eigenen Kopf.
  • [Pause.]
  • Wird höchstwahrscheinlich mit das Schwerste sein.
  • Kann ich mir sehr gut vorstellen.
  • Aber es [Sperren: muss doch jetzt] funktionieren.
  • So [Sperren: einmal].
  • [Pause.]
  • So damit ich halt weiß, dass ich … Ich muss nicht bloß … äh … im Abstrakten [Sperren: verharren]. Irgendwie. Oder … Ja.
  • Und das dann nachträglich halt …
  • Oder weil ich mir in dem Moment halt nicht so viel Stress machen will, oder so.
  • [Sperren: Ne]. Ich will das [Sperren: einmal] jetzt so machen, dass ich sagen kann: Ja. Das bin ich.
  • So.
  • Punkt.
  • [Pause.]
  • Und danach kann ich wieder dann … ähm … das abstrahieren. Mehr wie ich denke, dass ich aussehe.
  • Aber einmal so, wie ich wirklich so vom Optischen … Wie ich [Sperren: denke], dass ich … Das ist ja jetzt auch bloß ein Spiegelbild Spiegelbild und nur Fotos.
  • Und so. Das ist ja spiegelverkehrt.
  • [Pause. Erschöpft.]
  • Ah.
  • [Pause.]
  • Ne. Das muss jetzt klappen.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Zerstörte Büste, Endzustand
Zerstörte Büste, Endzustand
zerstörte Büste von hinten
zerstörte Büste von hinten
Büste gewässert
Büste gewässert
Büste verhüllt
Büste verhüllt
Mund- und Nasenbereich abgesägt und neu positioniert
Mund- und Nasenbereich abgesägt und neu positioniert
Büste Büste Werkstatt Plastisches Gestalten Zerstörte Büste, Endzustand zeitgenoessische-kunst-m.jpg seitliche Ansicht Profil zerstörte Büste von hinten zeitgenoessische-kunst-4-k.jpg Nahansicht Büste gewässert zeitgenoessische-kunst-6-k.jpg verhüllt verhüllt Büste verhüllt zeitgenoessische-kunst-7-k.jpg Standpunkt Ich bin heute so wütend auf mich. Ich wähnte mich so nah am Ziel, eine Büste zu schaffen, die mir ähnelt. Anstatt vom letzten Arbeitstag die restlichen Unstimmigkeiten zu beseitigen, begann ich euphorisch loszuarbeiten. Ich bin heute so wütend auf mich. Mund- und Nasenbereich abgesägt und neu positioniert zeitgenoessische-kunst-1-k.jpg Irgendeine kleine Unstimmigkeit in den Größenverhältnissen veranlasste mich, die Säge zu nehmen und den Mund und unteren Nasenbereich abzusägen. Innerhalb weniger Minuten schaffte ich es die Arbeit von mehreren Wochen zu vernichten. Anstatt wie bisher mit Konzentration die Berichtigung zu bearbeiten, wurde ich fahrig. Warum auch immer. Die Nase wurde eingedrückt, der Mund verstümmelt. Ich bin heute so wütend auf mich. Ich steigerte mich immer weiter in meine Wut auf mich selber hinein. Anstatt die Arbeit zu pausieren wollte ich schnell alles wieder rückgängig machen. Und machte es dadurch nur noch schlimmer! Ich bin heute so wütend auf mich. Plötzlich war die Nase zu lang. Also wurde sie gekürzt. Plötzlich war die Stirn zu groß. Also wurde sie zurückgebaut. Plötzlich war das Kinn wieder zu weit vorne. Also wurde es verrückt. Das ging einige Minuten so weiter. Von vorne: Die Büste eine reine Sauerei! Da schlug ich zu. Ich bin heute so wütend auf mich. Zuerst noch zaghaft. Es könnte ja sein, dass ich meine Fehler durch leichte Hiebe wieder berichtigen konnte. Dann kräftiger. Dann richtig. WAM! WUM! Von links! Von rechts! Auf das Kinn mit der Faust! Die Nase zertrümmern! Hau auf die Stirn! Ich bin heute so wütend auf mich! Nur wegen ein paar Minuten innerer Unruhe! Irgendwie schaffte ich es nach WAM! und WUM! doch noch, mich zurückzulehnen. Und zu schauen. Ich nahm einen Pinsel, wässerte ihn und fing an die total deformierte Oberfläche glatt zu streichen. Ich will unbedingt noch bis Februar eine Büste von mir modellieren, die mir ähnelt. Ich bin heute so wütend auf mich. Werkstatt aufgeräumt.
Ständer für Herme und Büste
Ständer für Herme und Büste
linke Seitenansicht
linke Seitenansicht
rechte Seitenansicht, Ohr noch unbearbeitet
rechte Seitenansicht, Ohr noch unbearbeitet
Herme Herme Werkstatt Metallwerkstatt Ständer für Herme und Büste Büste bueste-zustand42-m.jpg Metallwerkstatt-Auftrag: 35 EUR froh darüber, dass Ständer unlackiert Büste Werkstatt Plastisches Gestalten (mit Notizen der vergangenen Tage) Zustand mit plattem Hinterkopf seitliche Ansicht linke Seitenansicht bueste-zustand43-k.jpg Büste komplett mit nassem Pinsel glatt gestrichen rechte Seitenansicht, Ohr noch unbearbeitet bueste-zustand45-k.jpg rechter Hinterkopf Diplom Theorie mit Oma telefoniert Anmerkung zum Schlusswort: "Mit den letzten Sprechblasen … ähm … endet die Diskussion über Kunst." "Und eben mit: Was würde Großmutter dazu sagen?" Buchprojekt komplettes Jahr 2016 erstellt mit 267 A3-Seiten
Standpunkt Diplom Arbeit Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Nachts aufgewacht. Stimme kratzig.]
  • [Sperren: Nein!]
  • Sie [meine Arbeiten.] wollen [Sperren: nicht] ein Thema … ähm … bearbeiten.
  • Diese … Selbstbildnisse sollen nichts anderes sein als das. Sie sollen einfach nur Selbstbildnisse sein!
  • Und selbst [Sperren: das] würde ich nicht als Thema … ähm …
  • [Klick.]
  • … [Sperren: nennen] wollen.
  • [Pause.]
  • Denn das würde heißen, ich hätte mich … ähm … hingesetzt und hätte mir überlegt: Ähm … ähm … Was möchte ich machen? Warum will ich mich … ähm … darstellen.
  • [Sperren: Nein!] Das möchte ich überhaupt nicht!
  • Ich habe gemerkt, dass ich, … äh … wenn ich etwas versuche zu kategorisieren bei mir, sehr schnell in Zweifel Zweifel komme.
  • Weil ich das dann wiederum hinterfragen [Sperren: kann].
  • Und bei [Sperren: diesen] Arbeiten hier, merke ich: Wenn ich [Sperren: tagelang] …
  • [Pause.]
  • … an einer Sache arbeiten kann …
  • [Schlucke.]
  • Wenn ich tagelang Linien ziehen kann. Also … Im Computer.
  • Wenn ich tagelang … äh … an einer Büste Büste arbeiten kann. Egal ob sie etwas geworden ist, oder nicht. Dann liegt das vor allem daran, dass ich in dem [Sperren: Moment Moment ] arbeite.
  • Etwas tue. [Sperren: Ohne] darüber nachzudenken. Warum ich es tue.
  • Und das macht für mich diese Arbeit eben aus.
  • Ich kann [Sperren: nichts], auch wenn ich viel auf dem Gebiet selbst gearbeitet habe, und auch wenn ich extrem kopflastig eigentlich bin …
  • Ich kann [Sperren: nichts] mehr mit konzeptueller Kunst anfangen.
  • [Pause.]
  • Bei mir selbst zumindestens.
  • Ich kann [Sperren: nichts] mit poli… mit politischer Kunst anfangen. Nichts mit Gesellschaftskritischer.
  • Das sind alles Sachen, vor allem die letzten beiden, wo ich mir sage, von vorne herein: [Sperren: Nein!] Das ist einfach nichts, was im Künstlerischen bearbeitet werden m… [Sperren: müsste].
  • Da ist der Drang eigentlich nicht da, es zu verarbeiten.
  • Und … In den letzten Jahren bin ich halt … äh … mit der Zeit … immer weiter dahin gegangen … ähm … einfach … ähm …
  • [Schlucke.]
  • … nur … [Sperren: nur] noch … Das nur noch klingt jetzt wenig. Aber es ist …
  • [Pause.]
  • … das Hauptding.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Nur] noch … einfach zu machen!
  • [Pause.]
  • Ich möchte mit den Selbstbildnissen nicht etwas … ähm … darstellen.
  • Wie … eben etwas … ähm … gesellschaftliches. Zum Beispiel.
  • Ich möchte mich nicht … ähm … in den Vordergrund schieben.
  • Ähm.
  • [Ziehe Rotze hoch.]
  • Ich … äh … [Sperren: weiß], dass es genug, sicherlich genug, Künstler … äh … gibt und gab, die … ähm … das Selbstbildnis [Sperren: benutzt] haben, um etwas … ähm … darzustellen.
  • [Schlucke.]
  • Zumindestens kommt es dann halt … äh … in den veröffentlichten … ähm … Äußerungen … ähm … so rüber.
  • [Pause.]
  • Das ist gut. Aber ich selbst merke … habe gemerkt, die letzten Jahre …, dass ich … ähm … Dass das für mich … ähm … einfach nicht in Frage kommt!
  • [Pause.]
  • Für …
  • [Pause.]
  • Das sind jetzt halt … Ergebnisse.
  • [Katze Ramses schnurrt.]
  • Zufälligerweise … ähm … Selbstbildnisse.
  • So würde ich sie selbst auch bezeichnen.
  • [Schlucke.]
  • Aber ohne … ähm … dem [Sperren: Ziel], Selbstbildnisse sein zu … [Sperren: müssen].
  • [Pause.]
  • Wenn ich merke eben, dass ich tagelang an etwas arbeiten kann, dann liegt es daran, dass ich … äh … [Sperren: befreit] war von einem Gedanken … ähm … da ein … ähm …. da ein … ähm … konzeptuelles Ziel zu haben.
  • Einen Gedanken zu haben!
  • Den ich [Sperren: unbedingt] … ähm … äh … damit äußern möchte.
  • [Pause.]
  • Das hätte alles nur kaputt gemacht!
  • Bei mir.
  • [Klick.]
  • [Aufnahme Ende.]
Diplom Theorie Oma ruft an telefonisch ihre eigenen nach dem Lesen gemachte Anmerkungen übermittelt eigenes Schlusswort diktiert (nicht in Ich-Form) "Sicherlich hätte sie zuerst eine Definition von Kunst abgegeben." [?] "Weiter geht aus ihren Anmerkungen hervor, dass sie ein Pissoir Marcel Duchamp , einen kaputten Feuerlöscher Feuerlöscher oder einen Abfalleimer zwar für künstliche Objekte hält - als Gegensatz zu Naturprodukten -, aber nicht für Kunst. Sie sind eher eine Provokation und ein Verhöhnen des Betrachters." "Auch ist meiner Oma (ehemals Fachärztin für Innere Medizin, Jahrgang 1931) bewusst, wie 'kostbar' ein Bild von Picasso Pablo Picasso ist, für einen Normalsterblichen unerschwinglich. Dennoch geht ihr die kubistische und unnatürliche Darstellungsweise gegen den Strich. Aber die 'Friedenstaube' von Picasso findet sie auch als schön." weiterer Gedanke: "Im Laufe der langen Menschheitsgeschichte hat sich das Kunstempfinden und -verständnis gewandelt." Abschnitte zum Runterholen, zur Rotze und zum Klauen soll ich mir noch einmal überlegen (lacht dabei) Buchprojekt 10 Seiten A3 * 12 * 5 = 120 * 5 = 700 Seiten + 1/2 Jahr = 760 Seiten + letzte Jahre viel mehr => 900 Seiten
Zustand frontale Ansicht
Zustand frontale Ansicht
mit Säge zerschnitten
mit Säge zerschnitten
neue Position, mit Ausdruck Profilansicht
neue Position, mit Ausdruck Profilansicht
neuer Zustand
neuer Zustand
Büste Büste Werkstatt Plastisches Gestalten (mit Notizen der letzten Tage) Zustand Profil Zustand frontale Ansicht bueste-zustand21-k.jpg mit Hinterkopf seitlich frontal (gewässert) mit Säge zerschnitten bueste-zustand25-k.jpg da unterer Bereich zu weit vorne, abgesägt und neu eingesetzt Mund- und Nasenbereich neu zusammengesetzt neue Position, mit Ausdruck Profilansicht bueste-zustand28-k.jpg abgesägte Teile mit Holz stabilisiert neuer Zustand bueste-zustand30-k.jpg Profil umsetzen heute im Baumarkt Spiegel Spiegelbild Breite 30 cm kaufen statt kleinem Spiegel nutzen
ausgedruckte Diplomarbeit inklusive Umschlag
ausgedruckte Diplomarbeit inklusive Umschlag
Kinderzeichnung Kinderzeichnung E-Mail von Hans mit Spruch von Picasso Pablo Picasso : "Als ich so alt war, konnte ich malen wie Raphael. Aber ich brauchte ein Leben lang um so zu malen wie die Kinder." (nachdem er eine Ausstellung mit Kinderzeichnungen besucht hatte) Büste Büste Werkstatt Plastisches Gestalten (Notiz nicht von heute) 17:00 von Sicherheitspersonal aufgesucht Hochschule schließt am Samstag schon früher Werkstatt verlassen, nicht gefegt Diplom Theorie ausgedruckte Diplomarbeit inklusive Umschlag hgb-leipzig-diplom-k.jpg umsetzen vier Exemplare heute in Büro der Fachgebiete abgeben in Druckerei heute weiteren Ausdruck bestellt kostet normalerweise ca. 50 EUR, heute für ca. 25 EUR erhalten (exklusive Umschlag, habe noch einen übrig)
Standpunkt Selbst Diplom Arbeit Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Kleine Schnipsel … ähm … zum …
  • [Pause.]
  • … zu meiner Ansprache.
  • Ähm.
  • [Pause.]
  • Bei dem Zeigen meiner Arbeiten während des Diploms.
  • [Pause.]
  • Ich [Sperren: weiß], dass es …
  • [Pause.]
  • Dass viele Künstler … äh … ohne groß zu überlegen … ähm … Selbstbildnisse … gemacht haben.
  • Und machen.
  • Ähm.
  • Das scheint sozusagen … ähm … in einem [Sperren: drinne] zu stecken.
  • Es zu wollen!
  • [Pause.]
  • Und ich weiß auch, dass es … äh … Künstler gibt, die … die … ähm … das Selbstbildnis, das Selbstporträt Selstbildnis , als … äh … ähm … [Sperren: Technik], oder als [Sperren: Ausdruck], … äh …
  • [Sperren: Ne]. Als [Sperren: Möglichkeit] … äh … nehmen … Als [Sperren: Grund] nehmen, … äh … ein Thema zu bearbeiten.
  • [Pause.]
  • Oder ein Thema darüber darzustellen.
  • [Pause.]
  • Wie zum Beispiel … Cindy Sherman Cindy Sherman .
  • [Pause.]
  • Für mich jetzt bloß: Muss noch einmal kurz nachgucken, was sie jetzt da genau gemacht hat.
  • Ich habe es so oberflächlich noch im Kopf!
  • Ähm … Wäre jetzt …, dass sie … ähm … Dass es ihr halt nicht darum geht, eigentlich, … äh … sich [Sperren: selbst] halt in … Also sich [Sperren: selbst] zu zeigen.
  • Also Selbstbildnisse zu machen.
  • Sondern halt in verschiedene Rollen zu … äh … schlüpfen.
  • Sie [Sperren: benutzt] ihren Körper.
  • Sozusagen.
  • [Pause.]
  • So habe ich das bisher mitbekommen.
  • [Pause.]
  • Und das es aber eben auch andere Künstler gibt, die … ähm … die … [Sperren: bewusst] sozusagen den eigenen Körper … ähm …
  • [Straßenbahn Eisenbahnstraße fährt vorbei.]
  • Ähm … künstlerisch entdecken!
  • Ja.
  • Zum Ausdruck bringen!
  • Pause.
  • Ähm. Ich weiß nicht, … äh … wo ich in diesem Bereich liege.
  • Ich [Sperren: möchte] es auch gar nicht wissen!
  • Ähm. Denn ich denke, das würde mich … ähm … nur [Sperren: einzwängen].
  • Das heißt: Ich bin froh, dass ich … äh … die letzten Jahre, vermehrt … ähm … seid dem Hauptstudium … Also seit [Sperren: drei] Jahren! … Ähm … Meinen Körper beziehungsweise das Selbstbild, also das Porträt, den Kopf! vor allem, für mich entdeckt habe.
  • Ähm. Dort viele viele Stunden … äh …
  • [Straßenbahn fährt vorbei.]
  • Ohne es zu [Sperren: hinterfragen].
  • Ähm. Das ist halt eben das Wichtige bei mir gewesen!
  • Ohne es zu hinterfragen.
  • Ähm. Einfach zu machen!
  • Zu bearbeiten.
  • Ähm. Das hat bei mir Blockaden gelöst.
  • Ähm.
  • Weil ich bei vielen … äh … Themen, die auch Künstler sich raus greifen, wie zum Beispiel politische, gesellschaftskritische und so.
  • … Bin ich immer sehr … ähm … Bin ich voller [Sperren: Zweifel Zweifel ].
  • Sozusagen.
  • Weil ich … äh … Weil ich den [Sperren: Sinn] dahinter irgendwie nicht sehe.
  • [Pause.]
  • Warum das mit Kunst ausgedrückt werden [Sperren: muss]!
  • So.
  • Und der eigene Körper, … das ist sowas, … ähm … Irgendwie habe ich da was gefunden, wo ich tatsächlich [Sperren: Lust] habe.
  • Ähm … Es zu bearbeiten!
  • [Pause.]
  • Und das sind … äh … jetzt hier halt Ergebnisse.
  • Wieder bloß für mich: Ich fände es jetzt gut, wenn ich halt noch ein paar … ähm … dieser … ähm … [Sperren: Masken] hätte.
  • Äh … für Erste-Hilfe-Kurse oder so.
  • Muss ich halt mal gucken. Ähm … heute noch einmal bieten!
  • Ab zwanzig zwanzig.
  • Ähm. Stelle ich mir halt vor, dass ich wieder mit … äh … Fotos, also von meinem Kopf, ausdrucke.
  • Mehrere!
  • Dann da eine Collage Collage draus mache!
  • So wie das auf Leinwand.
  • Dann halt bloß als Maske Maske .
  • Und die sind ja gut verformbar.
  • Das heißt: Ähm … Die werden sowieso … ähm … deformiert sein.
  • Und … äh … Pfff … Das ich da halt noch [Sperren: viel mehr] mit arbeiten kann, wenn da jetzt Risse drinne sind.
  • Bei einigen sollen die ja drinne sein.
  • Äh. Das ich die halt tackere!
  • Das ich … äh … Haare an den Kopf mache.
  • Mir einen Bart da mache.
  • Und meine Barthaare dafür nehme!
  • Äh.
  • Pfff.
  • Von der Katze Ramses Haare!
  • Ähm.
  • Was gibt's noch?
  • Ähm …
  • Das ich einfach mit Farbe herumkleckere!
  • Ich weiß es nicht. Irgendwie … mit einer Fliege … ähm … die hier noch tot liegt.
  • Ähm … Mit … Mit [Sperren: Linien]! Mit Geraden! Ähm … Keine Ahnung!
  • [Sperren: Einfach] mal ausprobieren, was dabei herauskommt!
  • [Pause.]
  • Ich stelle mir jetzt halt vor, dass das zehn Masken werden. Oder fünf. Die … äh … ich dann auch wieder an die Wand befestigen kann.
  • [Pause.]
  • Insgesamt … ähm … stelle ich mir jetzt da vor, dass es … äh … eher rüberkommt als … ähm …
  • [Straßenbahn fährt vorbei.]
  • … nicht Werkstatt, sondern als … ähm … [Sperren: Zwischenergebnis].
  • Also es gibt einige große Arbeiten. Denke ich mir. Die ich zeigen werde.
  • Aber das ich halt auch viele kleine Entwürfe zeigen möchte!
  • So das es dann … Was es dann spannend machen würde.
  • [Pause.]
  • Wenn ich jetzt die Wand hier … äh … über den Fließen ansehe … Mit den Ganzkörperporträts. Geraden. Mit den Selbstbildnissen.
  • Ähm … Was ja bloß die Vorlagen waren für die Geradenbilder.
  • Die aber sehr entstellt sind.
  • Die gefallen mir extrem!
  • [Pause.]
  • Auch dieser liegende Akt Akt !
  • Äh … Mit dem roten Hintergrund.
  • Äh … Der … ähm … [Sperren: nötig] war. Für dieses Bild.
  • Habe ich also nicht erst im Nachhinein gemacht.
  • Weil es gut aussieht.
  • Sondern es war halt [Sperren: wirklich] … Es [Sperren: ist] jetzt … äh … eine Bildvorlage.
  • Ähm … Und dann halt noch so'ne Skulptur.
  • Objekte, wie jetzt, was in der Werkstatt unten entsteht.
  • Die Büste Büste !
  • [Pause.]
  • Kann ich mir zumindestens vorstellen.
  • Wenn die gut wird, auch noch einmal in Gips umzusetzen.
  • Einmal geht es dann ja nur. Weil da werde ich jetzt höchstwahrscheinlich kein Silikon Silikon machen. Keine Silikonform. Das ist nicht bloß aufwendig, sondern ich [Sperren: denke] nicht, dass ich … äh … ähm … mehrere Stücke davon machen werde.
  • Das merke ich ja jetzt an dieser Herme Herme .
  • Oder an dieser Vorlage, die ich jetzt in Silikon habe.
  • [Pause.]
  • Ich … glaube nicht, dass ich sie noch mehr als eins … zweimal … verwenden werde. Aber dann halt auch bloß zum Ausprobieren.
  • [Sperren: Trotzdem] finde ich es halt gut, dass ich es gemacht habe!
  • Dieser … Dieser ganze Prozess halt dahin. Das ist … ähm … Das ist Studium. So.
  • Das ist super. [Sperren: Musste] jetzt so sein.
  • [Pause.]
  • Jetzt bin ich wieder …
  • [Räuspere mich.]
  • … abgewichen.
  • Ähm.
  • Abgekommen. Von meinem eigentlichen Gedanken. Wie ich die Einführung dort mache.
  • Aber so ungefähr. Denke ich mir.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Mir] geht's darum, dass es dann nicht zu sehr theoretisch dann wird. Auch. Also nicht so sehr auf die Technik … äh … geguckt wird.
  • [Sperren: Warum] hast du jetzt hier Geraden verwendet?
  • Und so.
  • Das hat dann wieder mit dem Selbstbildnis … also mit DEM speziell jetzt … vielleicht gar nicht so wirklich was zu tun!
  • Das würde bloß ablenken!
  • Und das es auch nicht zu sehr in … Ja … Bei der Künstlerin … äh … Cindy Sherman, oder wie die heißt, … ähm … die hat das aus dem und dem bla bla bla Grund gemacht. Warum hast [Sperren: du] das so gemacht?
  • Bla bla bla bla bla.
  • So. Das wäre halt so dieses Hochschulding. Höchstwahrscheinlich.
  • Ähm.
  • [Pause.]
  • Wo ich aber eben merke: Das interessiert mich gar nicht!
  • So. Das ist gar nicht mein [Sperren: Anlass] jetzt gewesen!
  • Ähm. Also irgendwas zu bearbeiten.
  • Ich bin ja eben [Sperren: froh], dass ich da was gefunden habe, wo ich nichts bearbeiten [Sperren: will].
  • Ähm … Wo es nicht so ver… verkonzeptualisiert ist!
  • So was ich halt bei vielen Arbeiten da sehe und was ich … was ich … ähm … Wo ich echt den [Sperren: Sinn] nicht … äh … dahinter sehe.
  • [Pause.]
  • Das gefällt mir eben an denen. Die entstehen einfach.
  • Ich habe natürlich irgendwie für mich … äh … meine Gedanken dazu gemacht.
  • Straßenbahn fährt vorbei.
  • Ich mache mir [Sperren: genug] Gedanken.
  • Äh … Aber es ist nicht so, dass sie im [Sperren: Vordergrund] stehen. Oder geäußert werden müssten.
  • Da zählt dann wirklich das, was der Betrachter [Sperren: sieht].
  • Am Ende.
  • Und das sind halt … Köpfe. Das sind halt Porträts. Selbstbildnisse.
  • [Aufnahme Ende.]
Büste Büste Werkstatt Plastisches Gestalten Längenverhältnisse Kopf A Nasenlänge = Kinn bis Mitte Mund B Nasenflügel Tiefe = Kinnberge Abstand zu A = Abstand Nasen oben Höhle bis Knochen außen vom Auge zu B = längster Abstand Nasenflügen = Abstand innere Augen = Tiefe Nasenflügel C Abstand Nasenflügel bis Knochen außen vom Auge = (wieder gestrichen) D Abstand Pupillen (Mitte) = Abstand Ohransatz bis Auge Anfang zu A Mundlänge = Abstand Pupillen Innen Mund links Ende = Pupille links Ende, Mund rechts Ende = Pupille rechts Ende E Nasenmitte oben bis Auge außen = Ohr bis Knochen vor Auge zu A = Ohrlänge Übergang Gesicht F Knochen an Seite = Ohr oben
Zustand 3, Neuanfang
Zustand 3, Neuanfang
Zustand 4, Profil
Zustand 4, Profil
Zustand 6, Profil
Zustand 6, Profil
Muskelmann
Muskelmann
Zustand 8
Zustand 8
Büste Büste Werkstatt Plastisches Gestalten (mit Notizen der letzten Wochen) Zustand 1 nach Arbeitstag überzeugt, dass alles richtig ist beim nächsten Mal gemerkt, was alles nicht stimmt Vorderansicht, mit meinem Spiegelbild Spiegelbild Zustand 2, Profil mit Haaren lenken vom Formschaffen ab Vorderansicht Zustand 3, Neuanfang bueste-zustand5-k.jpg Längenverhältnisse neu berechnet, daraufhin neue Tonschichten aufgetragen Zustand 4, Profil bueste-zustand8-k.jpg Hinterkopf noch unbearbeitet, Profil wird besser Zustand 5 Augen zu weit vorne, abgetrennt und neu eingesetzt Zustand 6, Profil bueste-zustand10-k.jpg durch Wangenknochen mehr Schatten, noch mit Augenbrauen Zustand 7 Neuanfang, mit Muskelmann Muskelmann als Vorlage Haut Haut abgetragen versucht, Knochen und Muskeln zu modellieren Muskelmann bueste-zustand12-k.jpg umsetzen Bachmann Anfang Oktober fragen, ob ich Abguss von Muskelmann machen darf Zustand 8 bueste-zustand13-k.jpg Profil (gestern in Werkstatt) Knochen wieder mit Haut überdeckt komplett neu gemessen Ohren nach hinten, Knochen seitlich von Augen weiter nach hinten
(mit Notizen von dieser Woche) Werkstatt Plastisches Gestalten Herme Herme Einzelgespräch Bachmann (am Mittwoch) Vorgehen bis Diplom besprochen schlägt vor, dass ich noch einen Tonkopf modelliere bisherige Ergebnisse stark beeinflusst von Mitarbeiter kommenden Mittwoch Treff, Vorbereitung Schmetterlinge Schmetterling Gips in Silikonformen gegossen, verhindert weiteres Schrumpfen gleichzeitig zur Stabilisierung mit Binden und Holzwolle gearbeitet eventuell also noch als Büste Büste nutzbar nach letzter Ultraschalltherapiesitzung an Gipsbüsten weiterarbeiten davor schon mit Tonkopf anfangen (beansprucht rechten Arm nicht stark) Friedrich Fröhlich, zufrieden Diplom Theorie [gestern nach Kloster Lehnin gefahren um Korrekturen mit Elke durchzugehen] Anführungszeichen oder kursiv 1 Anführungszeichen führen etwas an wörtliche Rede = Hauptfunktion Gänsefüßchen soll Leser zeigen, dass normale Textebene verlassen / unterbrochen wird wo Erzählstimme nicht unterbrochen wird kein Gänsefüßchen einfügen 2 A konventionelles und B nicht konventionelles Auszeichnen zu A: Textgattung, wo einzelne Texte sich aufeinander beziehen wissenschaftliche und journalistische Texte, Hypertext Personennamen (Name anderer Forscher) immer in Kapitälchen gesetzt Beispiel \textsc{Albert Camus} zu B: einzelne Texte (wie Romane) beziehen sich nicht aufeinander Schönliteratur 3 kursiv setzen, was nicht zu erwarten ist 4 Ironie wird oft in Gänsefüßchen gesetzt aber Wesen der Ironie: Verstellung, nicht Auszeichnung mit Gänsefüßchen = Hohn aktueller Stand (Teil 1) (Teil 2)
Standpunkt (Sprachnotiz vom Gugging-Aufenthalt transkribiert) Art brut Art brut Psychiatrie und Kunst Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Nach nicht aufgezeichnetem Selbstgespräch versucht jenes zu rekonstruieren.]
  • [Im Raum mit Arbeiten von Johann Garber Johann Garber .]
  • Was hab ich denn da gesagt?
  • [Stimme im Hintergrund.]
  • Kinderzeichnungen Kinderzeichnung .
  • Ne. Was der Unterschied dazu ist.
  • [kurze Pause.]
  • [Sperren: Ne!] Was der Unterschied zwischen ihm und zwischen mir jetzt sein wird.
  • [Stimme im Hintergrund.]
  • Ich bin jetzt irgendwie auf der Suche nach … dem, wo ich das Gefühl habe: Das ist … ähm … Das kommt wirklich aus einem heraus!
  • Und das macht man nicht … äh …, um in der Kunstwelt … ähm … Fuß zu fassen. Man … man nimmt nicht irgendwie ein besonderes Papier, weil das gut rüber kommt!
  • Man überlegt sich nicht, welchen Stil man haben will, damit es sich gut verkaufen lässt.
  • Oder so.
  • [Pause.]
  • Sondern ich denke, das ist hier wirklich so entstanden, dass …
  • Ne.
  • [Sperren: Doch]. Ich … ich …
  • Es kommt … [Nicht verständlich.] … ständig Besucher.
  • Ja [Sperren: jetzt]. Aber ich kann mir gut vorstellen …
  • [Nicht verständlich.]
  • Das ist der selbe. Ja.
  • Aber der ist schon gestorben.
  • Okay. Aber ich glaube nicht, dass im Vordergrund stand … jetzt in der Kunst … ähm … Welt … irgendwie … ähm …
  • Vielleicht, dass es … [Nicht verständlich.]
  • Das denkst [Sperren: du] jetzt.
  • Glaube ich nicht!
  • Also wenn man sowas Primitives als … als … als … Grund hat, dann macht man das nicht lange. Dann ist das wirklich nur noch Handwerk Handwerk .
  • Aber … Das … Das … glaube ich nicht. Bei diesen Ergebnissen, wie du das hier siehst.
  • Das ist ja ein extrem … also extrem … [Sperren: viel] Output.
  • Da will der irgend…
  • [Nicht verständlich.]
  • Was?
  • Ja. Das ist jetzt ein scheiß Wort.
  • Nein. Aber da will … Da will ja irgendwas raus. Anscheinend.
  • Und das suche ich halt bei mir selbst auch!
  • Irgendwie.
  • Weil bei mir [Sperren: will] nichts raus.
  • Weil da irgendwie nichts drinne ist.
  • Habe ich das Gefühl.
  • [Pause.]
  • Und ich habe aber das Gefühl eben bei sehr sehr vielen … äh … ähm … Ausstellungen, oder bei Kunststudenten Kommilitone , dass es so ein … ähm … Ich muss mir jetzt halt ein Thema suchen, oder … oder zufälligerweise habe ich jetzt ein Thema, also verwende ich das.
  • Und mache das irgendwie groß.
  • So.
  • Und das wirkt aber alles so … so konzeptuell.
  • Also so … So geplant einfach.
  • Und nicht als etwas, was aus einem wirklich heraus will.
  • Und da gefällt mir das hier halt [Sperren: enorm].
  • [Pause.]
  • Weil das wirkt nicht. Das wirkt so, als käme es [ohne Zwang Zwang so heraus].
  • Und eben auch dieser … dieser … äh … Zu diesem Stil jetzt noch einmal kurz. Was ich gesagt hatte.
  • Die … ähm … Diese geometrische Periode bei den Griechen Griechen . Wie die mit Mustern angefangen haben.
  • Das … Ich meine … Das sehe ich hier ja auch!
  • Und auch das mit den ganzen steifen Penissen, die hier überall sind. Das ist ja auch bei den Griechen so gewesen. Wo die die ganzen muskulösen … äh … jungen Typen Sport haben treiben lassen.
  • Auf den Vasen. Überall sind … äh … erigierte Penisse!
  • [Pause.]
  • Und das ist was [Sperren: Uriges].
  • Finde ich.
  • Also er greift ja vielleicht [Sperren: unbewusst] auf … auf … diese … auf so eine alte Tradition. Oder auf dieses … dieses [Sperren: Verlangen] halt, den Körper so darzustellen, zurück.
  • Er macht's ja noch nicht einmal … Also das sind ja hässliche Körper. Eigentlich.
  • Die sind jetzt nicht so … So schön athletisch.
  • Wie bei den Griechen. Wie die das wollten.
  • [Pause.]
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Zum Beispiel: Ich hätte nicht das Verlangen, dieses Abendmahl zu malen.
  • Das ist genau richtig so. Aber ich hätte halt … Also ich habe keinen [Sperren: Bezug] dazu. Das ist halt so eine … so eine … christliche … äh … Tradition.
  • Irgendwie.
  • Das ist ein bekanntes Bild. Aber das jetzt noch einmal als Motiv zu nehmen … Das … Das würde mir nicht einfallen.
  • [Pause.]
  • Hingegen jetzt sowas hier. Da unten! Diese Kirche!
  • Oder was es ist.
  • Dieses rote Bild! Ne? Mit der Sonne. Ganz ganz einfach gemacht!
  • Das scheint ja eher … äh … aus seiner Umgebung zu sein.
  • [Pause.]
  • [Ich gehe zum Bild.]
  • Na. Da steht jetzt nichts dazu.
  • [Pause.]
  • Und die Giraffe sicherlich auch!
  • [Pause.]
  • Oder diese Henne. Oder was das da ist. Ne?
  • [Pause.]
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Das kann ich halt maximal mit der Katze Ramses machen.
  • [Pause.]
  • Nur bei mir wirkt es dann eben so … [Sperren: gewollt]!
  • Ich [Sperren: wollte] sozusagen so sein, wie … wie [Sperren: er].
  • Oder wie andere Art Brut Künstler.
  • Oder wie Kinder! Oder so.
  • Oder wie Höhlenmenschen!
  • Nur die Höhlenmenschen haben sich ja nicht gesagt: Oh, wir wollen jetzt so … so primitive Kunst Primitive Kunst machen.
  • Damit wir später auffallen!
  • Oder weil wir was [Sperren: Uriges] machen [Sperren: wollen]. Sondern die hatten das ja [Sperren: wirklich] gemacht, weil sie das gerade als … äh … als [Sperren: das] … äh … [Sperren: das] … [Sperren: Das wollte aus denen raus!]
  • [Pause.]
  • Und ich weiß jetzt gerade nicht, ob es was bringt, da nachzumachen.
  • Zu kopieren!
  • Klar entsteht dann dabei auch etwas Neues. Weil du ja so deine eigenen … ähm … Empfindungen und deine eigene Geschichte mit reinbringst.
  • In deine … in deine Zeichnungen.
  • [Pause.]
  • Aber ob jetzt der Weg der richtige ist, … äh … [Sperren: erst] zu kopieren und [Sperren: dann] halt etwas … etwas zu schaffen … Also mit dem Hintergrund [Sperren: Verlangen]. Etwas zu schaffen, was aus einem eigentlich [Sperren: raus will].
  • Ich weiß nicht, ob das klappt.
  • [Pause.]
  • Die Giraffe würde ich halt gerne nachmachen.
  • [Pause.]
  • Und diese Henne da!
  • [Pause.]
  • Und dieses … äh … dieses Gebäude!
  • Also mir gefallen eigentlich eher so diese … diese … diese mit so einer Farbfläche. Weißt du?
  • Diese Bilder.
  • Also nicht einmal diese mit den ganzen … schwarzen Strichen.
  • Oder das mit dem Pferd! Wo der Typ da drauf sitzt.
  • Auch mit einem erigierten Penis wieder.
  • [Pause.]
  • Und die [Sperren: Bilderrahmen].
  • Die sind ja auch Teil … also teilweise selbst dann noch einmal … bemalt.
  • [Pause.]
  • Und Kreuze hat der auch … ähm … [Sperren: viele].
  • Gemacht.
  • [Pause.]
  • Die sind aber bestimmt nicht verhüllt verhüllt .
  • [Pause.]
  • Das ist halt auch noch einmal so … so was. Ich weiß nicht, ob das urig ist. So dieses … äh … EIN Muster. Ständig wiederholen.
  • Punkte wiederholen!
  • Blumen… äh … Motive wiederholen.
  • Linien wiederholen.
  • Da kann man ja riesen große Flächen FÜLLEN mit.
  • [Pause.]
  • Da muss man dann halt nur aufpassen, dass es nicht zum … zum Design-Objekt wird.
  • [Pause.]
  • Das man das nur macht, um … um eine Fläche zu füllen.
  • Ich weiß nicht. Schaut eigentlich ganz hübsch aus.
  • [Pause.]
  • [Blätterrascheln.]
  • Also nach dem [Sperren: Kunststudium] an der Hochschule … Ich glaube, da fange ich bei [Sperren: null] an.
  • [Pause.]
  • Ich versuche alles wieder zu vergessen.
  • Und auch mein … meinen Arbeitsraum werde ich … ähm … [Sperren: alles] rausnehmen, was … was mir so vorkommt, als würde ich da bloß so [Sperren: tun wollen], als wäre ich ein Künstler.
  • So. Diese ganzen … ich weiß nicht … Ölfarben. Oder so.
  • [Pause.]
  • Die … Das [Sperren: Profi-Zeichenpapier]. Oder wie die dann heißen. Die so teuer sind.
  • [Pause.]
  • Immer darauf bedacht, wenn Sonne drauf kommt, dass sie ja nicht verbleichen. Oder so.
  • [Pause.]
  • Das … Das … Das … Das ist doch alles [Sperren: Hemmungen].
  • Ähm.
  • Einfach etwas zu tun!
  • Das fällt mir bei der Büste Büste auf.
  • [Pause.]
  • Ich hatte [Sperren: extreme] Hemmung, da … äh … da weiterzuarbeiten.
  • Weil ich bloß eine hatte.
  • Also auch beim Holz.
  • Die habe ich ja jetzt kaputt gemacht.
  • Aber seit dem ich halt diese Silikonform Silikon habe und ich weiß halt, ich kann sie … äh … oder ich [Sperren: werde] sie jetzt auch häufiger machen … Dann … Dann [Sperren: kann] ich einfach drauf herum hauen.
  • Und gucken, was passiert!
  • [Pause.]
  • Das hat mir da zum Beispiel gefehlt.
  • Und da ist die Hochschule für mich halt irgendwie … so … so ein Hemm-Material.
  • [Pause.]
  • Da kann ich mich ganz schlecht überwinden, einfach etwas zu … zu verhauen. Weil ich dann denke: Jetzt ist es danach kaputt und ich kann das nie wieder machen.
  • Und das selbe bei einem Bild!
  • Da habe ich [Sperren: Angst] irgendwie einen falschen Strich zu ziehen!
  • Weil den … den kriegst du nicht mehr weg.
  • [Pause.]
  • Und hier sieht es ja nicht so aus, als hätte der irgendwie einen falschen Strich gezogen.
  • Da gehört [Sperren: alles] dazu.
  • Das kann aber bloß passieren, indem du nicht ständig diese Angst hast.
  • Etwas falsch machen zu können.
  • [Pause.]
  • Das heißt … Einfach mal den Kopf abschalten. Eigentlich.
  • [Aufnahme Ende.]
Urs Lüthi mit Büste
Urs Lüthi mit Büste
Selbstporträt aus Serie der großen Gefühle (3 Platten), Urs Lüthi, 1985
Selbstporträt aus Serie der großen Gefühle (3 Platten), Urs Lüthi, 1985
Diplom Arbeit Einzelgespräch Mark A2-Grundriss Klassenraum mit Tram in Hochschule transportiert kleine Modelle von Arbeiten mitgebracht, Büste Büste auf Ständer aus Werkstatt hochgetragen nachträglich noch erste ausgetragene Büste (mit Schultern, glatt, mit Haaren) hochgebracht Genre Selbstbildnis u. a. Cindy Sherman Cindy Sherman Urs Lüthi Urs Lüthi Urs Lüthi mit Büste urs-luethi-k.jpg Selbstporträt Selstbildnis aus Serie der großen Gefühle (3 Platten), Urs Lüthi, 1985 urs-luethi2-k.jpg Standpunkt Selbst Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Nach Einzelgespräch. Wieder zurück in der Eisenbahnstraße Eisenbahnstraße .]
  • Warum mache ich … äh … so viele Selbstbildnisse?
  • [Pause.]
  • [Klick.]
  • Mhm.
  • [Klick.]
  • Und warum mit so vielen unterschiedlichen … äh … Mitteln. Also … Technik. Oder … ähm …
  • Ja.
  • [Klick.]
  • Warum in Geraden umsetzen! Warum … äh … Fotocollage! Warum im kindlichen Stil?
  • Warum verhüllt verhüllt !
  • [Klick.]
  • Geht es mir denn da wirklich … äh … um das Ich?
  • Also um die Person Friedrich, die … ja … die dazustellen?
  • Die unterschiedlichen Fassetten des …
  • Mhm.
  • [Klick.]
  • Oder [Sperren: benutze] ich nicht eher meinen eigenen Körper, um … [Sperren: Dinge] auszuprobieren!
  • Also … um … um … um …
  • Ja! Um etwas zu [Sperren: machen]!
  • Also ich habe den [Sperren: Drang] … ähm … etwas zu [Sperren: schaffen]. Und der Körper … der eigene Körper … ist irgendwie so das … äh … das … das … [Sperren: Mittel] dafür.
  • [Klick.]
  • [Schluckgeräusch.]
  • Ich [Sperren: benutze] mich sozusagen!
  • Als Objekt.
  • [Sperren: Um] etwas … äh … schaffen zu können.
  • [Pause.]
  • In anderen Themen … so politische … oder gesellschaftskritische … oder was weiß ich! Die interessieren mich einfach gar nicht.
  • Und dieses [Sperren: Selbst], dieser eigene Körper, der ist … äh …
  • Ich meine, ich bin vierundzwanzig Stunden in ihm drinne. Am Tag.
  • Und … ich [Sperren: sehe] mich immer wieder im Spiegel Spiegelbild . Früh, wenn ich mich wasche.
  • Und ich … ich [Sperren: denke] über meinen Kopf.
  • Ähm … Ich spüre meine [gereizte] Haut Haut in der [heißen] Sonne!
  • Ähm … Das ist … Pfff …
  • Ich weiß nicht.
  • Der … der ist da! Und … ähm … [Sperren: Deshalb] nehme ich ihn!
  • Als Thema.
  • Aber nicht, weil ich … äh … unbedingt … ähm … der Welt zeigen möchte … ähm … Pfff … wie … Weiß ich nicht! Wie einzigartig ein Mensch ist. Oder so. Äh.
  • Oder ich möchte nicht in … in [Sperren: Rollen] schlüpfen und … ähm …
  • Ich möchte auch nicht … äh … den ganzen [Sperren: Kult] um Selfies … ähm … ähm … rezipieren!
  • [Sperren: Ne!!] Ich … ähm … Der [Sperren: eigene] Körper … ähm … ist [Sperren: da]. [Sperren: Jedes Mal], wenn ich arbeite!
  • Und [Sperren: deshalb] verwende ich ihn. Höchstwahrscheinlich.
  • [Pause.]
  • Natürlich kommt dann mit der Zeit auch … ähm … Also [Sperren: entdecke] ich eben neue Sachen darin.
  • Eben gerade [Sperren: weil] ich nicht … äh … am Anfang schon mir gesagt habe: Was möchte ich jetzt eigentlich mit dem Selbstbildnis ausdrücken?
  • [Pause.]
  • In dem Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt … zum Beispiel … ähm … Diese … diese … diese Linien sind wirklich für mich … äh … entweder ein … äh … [Sperren: Urwald]. Äh … es kann auch die [Sperren: Ursuppe Adam und Eva ] sein.
  • Es kann … ähm … das [Sperren: wallende Meer] sein.
  • Und aus dem ich sozusagen hervortrete!
  • Und genauso gut … äh … schnell wieder eben verschwinden kann.
  • Indem diese [Sperren: Linien] sich wieder [Sperren: neu formieren].
  • Ähm … Das [Sperren: Ich] wieder verschwindet.
  • Es [Sperren: kommt] und es [Sperren: geht].
  • So.
  • Und das ist aber auch erst etwas, was halt … ähm … WÄHREND ich halt … an dem Bild gearbeitet habe … so entstanden ist.
  • Auch dieser Gedanke dazu!
  • [Pause.]
  • Oder bei dem … äh … [Sperren: Flügeltürrahmen].
  • Ähm. Dieser [Sperren: Blick]!
  • Dieser [Sperren: scharfe] Blick!
  • Äh … Nach hinten. Zurück! Ähm … Dem Betrachter entgegen … äh …, der sozusagen … ähm … sich [Sperren: erlaubt], in … ähm … äh … diese … diese … diese Flügeltüren zu öffnen.
  • Diese [Sperren: Verhüllung] … ähm … äh … ähm … W… w… w… w…
  • Diese [Sperren: Verhüllung] zu … zu …
  • [Klick.]
  • Na wie sagt man.
  • Ähm.
  • [Klick.]
  • Diese [Sperren: Hülle] … ähm … zu entfernen. Und … ähm … Und … Und [Sperren: mich] anzustarren.
  • So [Sperren: starre] ich dann eben zurück!
  • [Klick.]
  • [Pause.]
  • Das sind eben Sachen, die [Sperren: dann] erst mit der Zeit entstehen.
  • Aber der [Sperren: Grund], warum ich das Selbstbildnis nehme, ist halt einfach … ähm … w… w… w… w… Es ist [Sperren: da]!
  • Und es … Es fasziniert mich halt irgendwie.
  • Natürlich auch.
  • So.
  • Dieser … Dieser ganze … Dieser ganze … Dieser ganze [Sperren: Gedanken-Kosmos Kosmos ], der in einem drinne steckt!
  • Ähm … äh … Diese ganze … Diese … Diese einzigartige [Sperren: Realität], die da entsteht!
  • Ähm.
  • [Pause.]
  • Die … Puff! … wieder weg ist. Sobald das Leben vorbei ist.
  • [Pause.]
  • Aber ich kann es eben nicht so in [Sperren: Worte] ausdrücken.
  • Das ist jetzt mein Thema und … äh … damit beschäftige ich mich.
  • Das muss die Welt erfahren!
  • [Sperren: Nein!] Das … Das [Sperren: passiert] einfach wie es passiert!
  • [Atme laut Luft ein.]
  • Und ich bin zufrieden damit!
  • [Aufnahme Ende.]
Werkstatt Plastisches Gestalten (Notizen aus Erinnerung vom 7.7.) Ich überlege … Ich überlege … Ich überlege … in Werkstatt gekommen, ein Kommilitone Kommilitone neben Mitarbeiter anwesend Ich überlege … zu spät zu spät Ich überlege … zwei Schalen liegen auf Tisch ich säubere sie, streiche Gipsrand mit Schmierseife Schmierseife ein fülle Hebelbereiche (Gipsschalen später mit Keile leichter öffnen) mit Ton Ich überlege … wir schließen Form mit zwei Spanngurten unter Spanngurte Holzblättchen gelegt, ebenfalls an seitlichen Berührungspunkten Spanngurte und Gips bereite Gips vor, Mitarbeiter schwenkt einmal aus übernehme zweites Ausschwenken, meine Hose ist voll nassem Gips Gipsform wird über Hose, Eimer und Stück Matratze ständig gewendet wenn später alleine, dann langen Tisch dafür nutzen Ich überlege … Mittagspause mit Auseinandersetzung mit Mitarbeiterin der Bank (vor Ausschwenken) Ich überlege … Bachmann erwähnt Skulpturenpark in Antwerpen / Middelheimmuseum überlege nächste Woche bei Bahnreise vorbeizukommen da Richtung Niederlande ohne Reservierung Reisezeit zu lang, doch nicht Ich überlege … alleine in Werkstatt Ich überlege … fülle Schulterbereich mit Gips / Holzwolle auf, damit später stabil genug zum Abtrennen Spannungsrisse in Form entdeckt bin ungeduldig und säge Schultern ab bis ca. 22:30 neue Büste Büste bearbeitet Ich überlege … Augen vergrößert, Mund leicht geöffnet raue Struktur statt glatte Flächen Ich überlege … Mund nächstes Mal noch bearbeiten Ich überlege … längster Werkstatttag bisher Friedrich Fröhlich, sehr zufrieden
Arbeiten gesammelt und im Verhältnis 1 : 20 ausgedruckt
Arbeiten gesammelt und im Verhältnis 1 : 20 ausgedruckt
Werkstatt Plastisches Gestalten Gipsreste um Silikonrand entfernt Gipsrand mit Binden geglättet, damit beide Formen gut aufeinanderliegen weiterhin mit Tüchern nass gehalten schmale Streifen Binde geschnitten für Klebebereich nach Mittagspause mit Mitarbeiter Formen verbinden umsetzen (Vorbereitung für Einzelgespräch kommenden Dienstag) vorbereiten: A Modell von Arbeiten, wie Geradenbild Geradenbild , verhüllte Arbeit, Kinderzeichnung Kinderzeichnung B Soundinstallation vorbereiten 1 3 bis 5 Sprachnotizen 1 Stunde übereinanderlegen 2 Sprachnotizen langsam überlagern, plötzlicher Abbruch, leise Notiz, dann wieder lauter Klassenraum fast leer, wirkt riesig muss schauen, wie ich Raum mit wenigen Arbeiten gut fülle Ständer von Büste Büste geht, da hellgrau, auch schnell unter (zwischendurch Büro Studienangelegenheiten; wieder rausgeschickt, da keine Sprechstunde; Antrag für Diplom kommende Tage abgeben) neben Hauptarbeiten viele kleine Skizzen, Fotos etc. an Wand kleben? bis Dienstag sammeln und ausdrucken Werkstatt Plastisches Gestalten (nach Mittagspause) Gipsmilch auf Rand von Gipsformen gestrichen Teile aneinandergepresst, mit zwei Gurten befestigt in Rillen Gips gestrichen, wieder mit Binden verstärkt Kopfbereich geschwenkt 15 - 20 min härten lassen (folgende Notizen aus Erinnerung vom 29.6.) Formen getrennt, zu zweit Löcher im Randbereich mit Gipsmilch gefüllt unterschiedliche Höhen bei Randbereichen geebnet nächsten Mittwoch bringt mir Mitarbeiter weitere Gießmethode bei Friedrich Fröhlich, zufrieden Diplom Arbeit Arbeiten gesammelt und im Verhältnis 1 : 20 ausgedruckt modelle2-m.jpg Verhältnis 1 : 10 70 x 210 cm = 7 x 21 cm (Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt ) 60 x 110 = 6 x 11 cm (Geradenbeine) 135 x 87 cm = 13,5 x 8,7 cm (Geradenporträt)
(gestern in Werkstatt Plastisches Gestalten zweite Hälfte Büste Büste hergestellt am kommenden Mittwoch mit Mitarbeiter Hälften zusammenfügen) Diplom Theorie Zusammenfassung geschrieben (erste Fassung ) qualitative: Daten sind nicht-numerische, oft verschriftlichte oder in audiovisueller Form vorliegende Daten Pilotstudie: Studie, die u. a. Tauglichkeit einer These oder Zustimmung der Öffentlichkeit zu Thema durch Anwendung und Erprobung im Kleinen, nachgeht These: zeitgenössische zeitgenössisch Kunst kann oft nicht mehr verstanden werden und entfremdet sich damit seit der Moderne vom Menschen Botschaft ist Grundelement künstlerischer Werke Auswertung zeigt, dass unbeteiligte Personen, teilweise sehr differenzierte Meinung über Kunst haben anfangs sehr platte Aussagen (wie "Das ist doch keine Kunst!") "Natürlich ist eine abschließende Klärung, was Kunst sei, nicht möglich. Auch stellen die Sichtweisen meiner drei Gesprächspartner eben nur genau das da: drei von sieben Milliarden Sichtweisen." Standpunkt "Die Kunst ist das, was die Gesellschaftsform zulässt. Sie musste individualistisch werden! Sie musste elitär elitär werden!" Schlussworte: "Vielleicht kehrt sie ja irgendwann einmal wieder zu ihren Ursprüngen zurück. Dahin, wo die Botschaft - sei sie auch noch so geheimnisvoll, sie muss dem Betrachter in einer Form begegnen, die ihn abzuholen bereit ist - ein wichtiger Beweggrund ist. Einige Versuche gibt es ja bereits (siehe Art brut Art brut ). Letztendlich: Es gilt weiter auszukundschaften!" Korrektur von Hans eingefügt
Klasse Bildende Kunst (Notizenpapier aus Athen mit Skizzen von Kinderzeichnungen Kinderzeichnung aus Ausstellung im Konservatorium mitgebracht) (Notizen aus Erinnerung) Ich versuche mich zu erinnern … Ich versuche mich zu erinnern … 11 - 13 x Moment Moment abwesend Ich versuche mich zu erinnern … Arbeiten von documenta in Athen wurden gezeigt und besprochen abwesend Ich versuche mich zu erinnern … abwesend Ich versuche mich zu erinnern … vor Mittagspause Wagen aus Werkstatt in Klassenraum gebracht Büste Büste auf Wagen, zum Fahrstuhl defekt, wieder zurückgebracht morgen noch einmal versuchen abwesend Diplom Theorie Einzelgespräch Daniels Dieter Daniels (Treff in einem Café, trinke Holunderschorle) 1 bei Kapitel "Gespräche über Kunst" noch einbringen: kurzer Einleitungstext hinweisen, dass ich kategorisiert habe, mehrere Gespräche verbunden / vermischt habe auf Farben in Sprechblasen hinweisen keine Rasterauswertung, sondern Gespräche gefiltert, sortiert (ganz wichtig, wird dadurch zu eigenständiger Arbeit) 2 Kapitel "Erkenntnisse" ich würde es streichen, er findet es jedoch sehr gut und würde es drinnen lassen statt "Erkenntnisse" -> "subjektive Nachwirkungen" o. Ä. weiter transkribieren 3 Kapitel "Einleitung" zu "sollte doch auch wissen, was Kunst ist" seine Notiz "-> was heißt 'Wissen' in diesem Fall?" "A 'abgesichertes Wissen' (zum Beispiel per Definition oder Gesetz) B 'forschendes / suchendes Wissen' als Überwindung bzw. Überschreitung[?] von A)" heißt: mein Standpunkt, dass es eine Definition von Kunst gibt, etwas zurücknehmen nächsten Absatz etwas umschreiben, damit sich "verbannt" am Ende auf Ausstellungsbesucher bezieht (Zweifel Zweifel sind ja weiterhin bei Künstler vorhanden, nur beim Besucher kommen sie halt nicht an) zu "Es besteht eine Kluft zwischen …": statt Kluft => Dilemma und "meiner Meinung nach" einfügen Dilemma wegen Erwartungshaltung von Betrachtern, Künstler wüssten, was Kunst ist und hätten selbst keine Zweifel mehr, was das Gezeigte angeht noch anschauen: A Das Kunstfeld - Eine Studie über Akteure und Institutionen der zeitgenössischen Kunst B Ulf Wuggenig (Fragen an Ausstellungsbesucher) Exkursion Planung (für kleine Europa-Reise im Juli) Stationen: 1 Leipzig => Wien Fahrzeit 8:17 h - 8:21 h über Dresden und Prag oder Nürnberg Ausstellungen: A Galerie Gugging Atelier 20 km mit Fahrrad galerie gugging: Mo - Fr 10:00 - 18:00 museum gugging: Di - So 10:00 - 18:00 B Im Rausch des Schreibens. Von Musil bis Bachmann, Literaturmuseum, Wien 2 Wien => Königssee (50 min von Salzburg) / Salzburg Fahrzeit 3:24 h Ausstellungen: - 3 Salzburg => Zürich 5 h Fahrzeit 4 Zürich => Paris 5 h Fahrzeit 6 Paris => Calais (2 h)
Diplom Arbeit Einzelgespräch Mark (aus Erinnerung heraus geschrieben) im Klassenraum, ca. 2 Stunden gezeigt: Büste Büste , Holzkonstruktion mit Plakat, Plakat an Wand gelehnt, Modell inklusive Geradenporträt Geradenbild , Textsammlung Standpunkte sollte Plakate weglassen, nur Büste auf überlangem Bildhauerständer, Sound-Arbeit eventuell mit ein paar entstandenen Arbeiten (Geradenporträt, verhüllte Arbeit, kindliche Zeichnung Kinderzeichnung ) Standpunkt-Texte konkurieren mit Sound-Arbeit habe selber gefühlt keine Beziehung zu der Holzkonstruktion, nur gemacht für Diplom-Arbeit Sound-Arbeit aus mehreren Lautsprechern, raumfüllend, aber nicht einzeln, sondern eine Audiodatei mit überlagerten Sprachnotizen einzelne Sprachnotizen sollen nicht verstanden werden, immer nur kleine Abschnitte; Klangwolke umsetzen 1 h Klangwolke mit vorhandenen Sprachaufnahmen zwischendurch Ruhe, oder einzelne Sätze, mal lauter, dann leiser mit oder ohne Klavierbegleitung (oder mit Alle-meine-Endchen oder Weihnachtslied?) keine Arbeit für Diplom machen, sondern Arbeiten zeigen, die so oder so entstanden wären (Holzkonstruktion also weg) kurzen Text für Diplom vorbereiten ("Ich zeige einige während Studium entstandene Arbeiten mit Sprachnotizen, die …") brauche Arbeiten nach Studium auch nicht zu begründen; einfach sagen, dass ich das nicht tuen möchte sollte Fokus auf künstlerische Umsetzung / Arbeiten legen, nicht auf Gedanken dazu Herme Herme nicht ganz bis zur Deckenhöhe, aber trotzdem stark überhöht (Decke schaut nicht gut aus) umsetzen Ständer also im Juli / August in Metallwerkstatt herstellen Mark plant ein, dass ich Klassenraum im Februar nutzen möchte Friedrich Fröhlich, zufrieden
Friedrich-Büste und Standpunkt im Klassenraum aufgestellt
Friedrich-Büste und Standpunkt im Klassenraum aufgestellt
Diplom Theorie umsetzen für Einzelgespräch am Dienstag mit Daniels Dieter Daniels Zusammenfassung vorbereiten Struktur: 1 kurze Einleitung 2 Ziel 3 Methoden 4 Ergebnisse und Ausblick Übergänge fließend, ohne Unterüberschriften kompletten Text noch einmal durchlesen und Stichpunkte machen, diese dann in Zusammenfassung aufgreifen Ergebnis der Diskussionen betonen und was es für Zukunft bedeutet W-Fragen: Wer hat …? Was …? Wann …? Wie …? Warum …? Weshalb …? Wozu …? Fazit ist eine wertende Zusammenfassung des Geschriebenen, wird oftmals nach Einleitung zuerst gelesen keine neuen Gesichtspunkte einführen möglichst ohne Zitieren erwähnen, was ich in Auseinandersetzung mit Thema erfahren und daraus gelernt habe (eventuell kurz kritische Erkenntnisse mit einfügen?) welche Aspekte sind besonders interessant, warum und mit welchen Thesen bin ich einverstanden / nicht einverstanden verständliche Sprache, sachlich, gradlinig Einleitung und Schluss sollten Einheit bilden in Einleitung Fragestellung, in Zusammenfassung Beantwortung selbstkritisch sein, von übergeordneten Standpunkt aus schreiben offengebliebene Fragen benennen Diplom Arbeit Friedrich-Büste Büste und Standpunkt im Klassenraum aufgestellt bueste_klassenraum2-k.jpg vor einigen Tagen Büste in Klassenraum aufgestellt, später Holzkonstruktion, heute Plakate
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten Abflussrohre bei Pforte abgeholt in Werkstatt in Ständer gesteckt und Mitarbeiter vorgestellt wackelig, nicht ganz gerade über Beton-Sockel diskutiert, eigentlicher Ständer soll weiterhin instabil wirken in Metallwerkstatt wegen Bau nachfragen Holzklotz ca. 6 cm Höhe unter Büste Büste gelegt ein Teil aufgestellt Silikon Silikon muss von Gipsbüste gelöst werden wieder mit Wasser lösen nach Mittagspause weitermachen Werkstatt Metallwerkstatt Leiter Arbeit mit Ständer über 3 - 4 m hoch vorgestellt soll Skizze mit genauen Maßen anfertigen und ihm geben nach Juli-Diplomen kann er Ständer bauen (im August Urlaub) Innenrohr Außenmaße: 3,3 cm Außenrohr Innenmaße: 3,5 cm sucht passende Rohre bzw. beschafft sie noch erste Skizze Ständer Werkstatt Plastisches Gestalten Büste von Schale gelöst Binden in Apotheke gekauft 4 m x 3 Stück, 10 cm breit in 10 cm lange Stücke geschnitten dünne Rückschale heute angefangen Binden zu engmaschig, bis kommenden Mittwoch andere Binden besorgen heute Abbruch
Ton von Form abgenommen und Form gereinigt
Ton von Form abgenommen und Form gereinigt
Schlösser in Ton eingearbeitet
Schlösser in Ton eingearbeitet
Schornsteine erweitert, mit Papier gefüllt
Schornsteine erweitert, mit Papier gefüllt
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten damit Form teilen muss Riss sichtbar sein durch Hobeln versucht, später durch Hinzugabe von Wasser durch Einguss-Bereich und Entlüftungskanal bei Alberti Keile Hartholz abgeholt zwischen Formen gesteckt, obere Form neben untere gelegt (ohne mich, da Sehnenentzündung rechter Arm) Ton abgewaschen, aus Rillen entfernt Ton von Form abgenommen und Form gereinigt silikon-bueste4-k.jpg M … (nicht lesbar) gereinigt herausgenommenen Ton behalten, um später Masse Silikon herauszufinden mit Messer Kanten geglättet Schlösser eingearbeitet Schlösser in Ton eingearbeitet silikon-bueste6-k.jpg überstehende Folie auf unterer Form abgeschnitten (leicht Büste Büste beschädigt) später Löcher in Gips mit Ton füllen Mittagspause von unbekanntem Mann auf Fahrrad nach Kleingeld gefragt dadurch Gedankenstrang verloren umsetzen eine Gipsbüste horizontal zerstückeln und mit Drehung versehen (wie meine alten 360-Grad-Fotos) Ränder mit Tonschlick Schmierseife bestrichen Kanäle durch Studentin Kommilitone mit Papier gestopft danach mit Ton Schornsteine erweitert Schornsteine erweitert, mit Papier gefüllt silikon-bueste9-k.jpg Riss zwischen beiden Formen wieder mit Gips geschlossen Silikon durch Mitarbeiter angerührt mit Handschuhen und Rührer in Form gegossen, danach lange geschüttelt Verhältnis 5 : 100 (Komponente B : A) mathematische Berechnung nicht verstanden Friedrich Fröhlich, zufrieden Diplom Arbeit Ständer für Büste (Bachmann fragen) Durchmesser Innenrohr: maximal 3,5 cm umsetzen im Baumarkt nach Rohr mit 3,5 cm Durchmesser schauen E-Mail vom 19.4. mit Anhang Bild, Geradenporträt Geradenbild gerahmt
wieder ein Tonstreifen um Skulptur herum, Rille eingearbeitet
wieder ein Tonstreifen um Skulptur herum, Rille eingearbeitet
Ansicht von unten
Ansicht von unten
Standpunkt "Morgen Kinder wirds was geben" (im Kopf jedoch mit schrillen Kinderstimmen) Gespräch mit mir
  • [3 Uhr nachts aufgewacht]
  • Ich kann nicht mehr schlafen.
  • Bin TOTAL müde.
  • [kurze Pause]
  • Aber Gedanken dazu … halten mich wach.
  • [Pause]
  • Dazu sch… schwirrt ständig … das Weihnachtslied … Morgen wirds was geben … im Hintergrund in meinem Kopf herum.
  • [Aufnahme Ende]
Diplom Theorie (die letzten sieben Tage bearbeitet) Zwischenstand neuer Titel: Was würde Oma dazu sagen? Einleitung von Hans korrigiert Beispiele für Interviews / Gespräche eingefügt 1 Befragung Passanten zu Performance Performance 2 Befragung Passanten zum Kunstbegriff 3 Gespräch zwischen zwei Bekannten Erkenntnisse weiter ausgebaut darauf achten, dass es nicht zu negativ rüber kommt Kritik an Arbeiten von Kommilitonen, Erwähnung Professor, überdenken? Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten Holzkeile etc. entfernt Büste Büste umgedreht steht stabil durch Einguss-Bereich an Nase mit zwei Keilen zusätzlich stabilisiert Tonschicht bis zu Gipskante abgetragen Tonklumpen gereinigt zwei Tonquader hergestellt, für spätere Tonscheiben wieder ein Tonstreifen um Skulptur herum, Rille eingearbeitet silikon19-k.jpg Tonscheiben über gesamte Büste gelegt und geglättet wie bei Vorderseite Einguss-Bereich an hoher Stelle (hier rechtes Schulterblatt) bis zum linken Schulterblatt kleine Tonschiene gebaut, damit später dort kein Hohlraum ein Entlüftungskanal am Hinterkopf damit Luft entweichen kann wie bei Vorderseite kleine Übergänge an ausgedehntesten Stellen Tonscheiben an Büstenkante gelegt auch dort kleine Rille in Ton gearbeitet dicke Tonschicht unter Büstenkante gelegt, damit Gips nur bis dahin fließt Ansicht von unten silikon24-k.jpg am Ende alles mit Folie abgedeckt versuchen nächsten Mittwoch schon 10:30 da sein morgen um 9:00 in Werkstatt, Mitarbeiter unterstützt mich beim Gipsguss Gipsguss Friedrich Fröhlich, erschöpft und zufrieden versuchen Rölli ab 15:00 wegen erneuter Unterschrift zu erreichen nicht angetroffen, heute noch E-Mail schreiben
mit Holzkeilen und Leisten bis zu dieser Höhe Fläche gelegt
mit Holzkeilen und Leisten bis zu dieser Höhe Fläche gelegt
Scheiben aus Ton an Formrand gedrückt
Scheiben aus Ton an Formrand gedrückt
Einguss an Nase
Einguss an Nase
Diplom Theorie Zwischenstand Standpunkt 2 Uhr frühs aufgewacht, Gedanken zu gestrigem Klassentreffen (siehe Aufzeichnung; da mitten in Nacht sehr direkt) Standpunkt Klasse Bildende Kunst Kunstkritik Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • [Sperren: Unglaublich].
  • Was so als [Sperren: Kunst] …
  • [Klick.]
  • Oder künstlerische Arbeit bezeichnet wird.
  • [Pause.]
  • Da schließe ich mich gerne mit ein.
  • Aber wenn ich so'n … Bei der Klassen…
  • Bei dem Klassentreffen sowas sehe: Leinwand, wo nen paar Farbkleckse sind …
  • Soll nen Tier sein.
  • Aus 'nem Magazin der Kopf ausgeschnitten wurde. Der schon mal fotografiert oder gezeichnet wurde.
  • [Pause.]
  • Das als besonders schön … Oder keine Ahnung was, angesehen wird.
  • Auch vom Professor!
  • Oder 'ne andere …
  • … [Sperren: sogenannte] …
  • … Malerei.
  • Er dann als … ähm … Würde er sich als Maler sehen?
  • … dann [Sperren: bejaht]!
  • [Pause.]
  • Oder eben die eine, die total einfach … gemalt hat. Weil sie halt vielleicht das erste Mal gemalt hat …
  • Was ja auch … dann … gut aussehen kann! Aber das dann als … ähm … Zeichen dafür, dass jemand [Sperren: Maler] ist …
  • Also dass man so einen Begriff nimmt …
  • Irgendwie finde ich das gerade … [Sperren: hammer].
  • Ich würde zum Beispiel bei mir auch nicht sagen, dass ich ein … weiß nicht … ein Zeichner bin. Oder so.
  • Gerade wenn ich das dann auch … auf der Maschine mache. Ich habe einfach nicht das Gefühl, es zu zeichnen.
  • Und auch nicht das Gefühl, es zu [Sperren: können].
  • Und … ähm … Wenn ich zeichne, extrem viele ungeplante, unkontrollierte … ähm … na ja … Handbewegungen … Also die jetzt nicht … ähm … bewusst so gemacht sind, um zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen.
  • Sondern es ist halt ziemlich ungekonnt.
  • [Schlucke.]
  • Und … Da hab ich halt selbst nicht das Gefühl bei mir, dass ich … ähm … ein Handwerk Handwerk beherrsche.
  • Dass ich mich dann damit also Zeichner oder Maler mit nennen könnte.
  • Wa…
  • Überhaupt nicht.
  • Das wäre mir zu einfach.
  • Dann ist's lieber nicht sein …
  • Und da finde ich's jetzt halt krass, was alles da durch geht!
  • Ähm … Und wie gesagt, ich schließe mich damit ein!
  • [Pause.]
  • Oder letztens, wo jemand da halt einfach nen … Zettel von der … Putzkolonne, oder vom Hausmeister Hausmeister , der 'ne WC gesperrt hat, weil die kaputt ist, oder keine Ahnung …
  • Das halt dort abnimmt und dann in den Klassenraum hängt und das wird dann, weiß nicht, zwanzig, dreißig Minuten lang … äh … diskutiert!
  • Ähm … Und … Pfff … Na ja. Und in dem Moment Moment halt total hochgehoben.
  • [Sperren: Das ist bloß ein Ausdruck! Der] …
  • Weiß nicht.
  • Es ist jetzt zumindestens tatsächlich kene Kunst!
  • [Pause.]
  • Das ist jetzt so'n Satz, den Christian gesagt hat.
  • Okay. Das kann ich nicht sagen.
  • Ich … ähm … Das ist halt nichts, was …
  • Na ja. Das ist etwas, was mich daran [Sperren: zweifeln] lässt.
  • An dem … An dem Gehalt.
  • Das habe ich jetzt gestern nicht bei den … sogenannten Malereien gesehen. Und den Zeichnungen.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Nee. Geht gar nicht.]
  • [Pause.]
  • Oder wenn dann so ein Dokumentarfilm gezeigt wird. In der Klasse [Sperren: Bildenden Kunst]. Das ist etwas … Also mir kam's jetzt so vor, als wäre es nur sowas. Pfff. Ich weß nicht, was daran jetze Kunststudium is.
  • [Pause.]
  • Ich muss mich da leider mit reinziehen. Also selbst drinne sehen. Auch mit der Büste Büste jetze.
  • Das Holzding ist ja … ähm … Hat jetzt doch nicht so geklappt. Ich hab's ja immer weiter zurückgebaut.
  • Da bin ich jetzt bei der Gipsbüste wieder. Die auch sehr gut aussieht. Finde ich. [Sperren: Aber] das ist halt nichts, … ähm … [Sperren: Bewusstes]. Also das ich weiß, warum sie jetze … ähm … gut ausschaut. Und dass ich … Und dass ich es [Sperren: verstanden] habe, wie das geht.
  • Und dass ich selbst eben das Gefühl hab, es getan zu haben.
  • Das war ja meine [Sperren: Erste] jetzt. Deshalb ist das jetze … ähm … sicherlich in Ordnung. Dass ich da so … etwas … ähm … unbewusst rangehe.
  • [Schlucke.]
  • Aber ich würd mich deshalb eben nicht als …
  • Wie heißen diese Skulp…?
  • Als Bildhauer Bildhauerei betrachten!
  • [Pause.]
  • [Sperren: Null].
  • [Pause.]
  • [Sperren: Null].
  • [Pause.]
  • Und das Selbe eben bei "Maler".
  • Gestern.
  • [Sperren: Null].
  • "Zeichner": Null.
  • Bei den anderen jetzt auch.
  • Das ist teilweise … [Sperren: hingekritzelt]. Aber jetze halt so … Es sieht ja auch … äh … schön, oder spannend, interessant aus. Wenn ich jetzt so nen einfachen Begriff nehmen kann.
  • [Pause.]
  • Aber … Weiß ich nicht. Da ist nichts von …
  • [Schlucke.]
  • Mhm. Es wirkt sehr sehr [Sperren: zufällig]. Dass es so gekommen ist.
  • Auch das ist in Ordnung! Es spricht ja nichts dagegen. Aber vielleicht fällt mir das auch nur ein, weil das im Klassentreffen dann eben in Massen verhandelt wird. Also hintereinander weg. Also sowas vorgestellt wird.
  • Wie beliebig das … Also [Sperren: extremst] beliebig das ist!
  • Ähm … Hier hat nen Kunststudent Kommilitone … ähm … mal Öl genommen und ein bissel herumgepinselt.
  • [Schluckt.]
  • Hat sich versucht [Sperren: Mühe] zu geben. Und das wird dann als [Sperren: Malerei] angesehen!
  • [Pause.]
  • Oder als eine gute Zeichnung oder so.
  • Wozu gibt's denn dann die anderen Studiengänge? Malerei? Oder Bildhauerei?
  • Wenn man bereits so einfach lax … ähm … ja … große … [Sperren: große] Kunst machen kann?
  • So kommt's zumindestens rüber, wenn der Professor das so lobt.
  • Das ist für mich gerade total unverständlich.
  • [Pause.]
  • Und das ist bei mir halt eben auch nicht anders!
  • Ich bin jetzt ja froh, dass ich in der … ähm … Werkstatt Plastisches Gestalten bin. Weil ich da halt das erste Mal halt sowas mitbekomme, wo ich … ähm … ja … das Sehen lerne.
  • Auch wenn ich jetzt noch wirklich da extrem Anfänger bin.
  • [Schlucke.]
  • Und das … äh … Studiengänge Bildhauerei gibt's jetzt nicht an der Hochschule. Aber die halt … äh … jahrelang … äh … sich da ausbilden lassen. Und sich dann da höchstwahrscheinlich tatsächlich mit auskennen.
  • Da bin ich jetzt ja noch sehr … sehr sehr sehr … oberflächlich. Ähm …
  • Und trotzdem ist das so das Einzige, wo ich jetzt sagen würde, da ist … ähm … da ist irgendwie was mit Gehalt!
  • Was mir jetzt beigebracht wird.
  • [Pause.]
  • Und das hab ich zum Beispiel in der Klasse überhaupt nicht …
  • Dieses Gefühl.
  • [Aufnahme Ende.]
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten von 12:00 - 18:00 erste Schale für Silikonform Silikon mit Mitarbeiter hergestellt Kopf auf Tisch gelegt breiteste Ausdehnung mit Bleistift markiert mit Holzkeilen und Leisten bis zu dieser Höhe Fläche gelegt silikon1-k.jpg Tonklumpen in vier große Quader geschlagen Scheiben aus Ton an Formrand gedrückt silikon9-k.jpg 8 mm Tonschicht über Folie gelegt, glatt gestrichen 1 cm dicke Tonleiste an Rand verlegt, wird später mit kleinem Holzstück noch geformt Einguss an Nase silikon2-k.jpg Entlüftungskanäle an Brust an ausgedehntesten Stellen wie Schulter und Kinn kleine Tonübergänge, damit später Luft entweichen kann Formschlösser für Gipskörper Gips anmischen: erst Wasser, dann Gips, bis es nicht mehr sinkt Gips langsam einstreuen, nicht umrühren (dann wird Gips schneller fest) Gipsmilch über Form verteilt, mehrere dünne Schichten mit Jute und Holzwolle zur Stabilität vermischt Friedrich Fröhlich, erschöpft aber zufrieden
Originalbüste
Originalbüste
Holzbüste, aktueller Zustand
Holzbüste, aktueller Zustand
Werkstatt Plastisches Gestalten Originalbüste holzb2-k.jpg Holzbüste, aktueller Zustand holzb5-k.jpg Druntersicht, schaut nicht gut aus Seitensicht, schaut nicht nach mir aus Ohne Nasenflügel insgesamt: habe das Holzstück immer weiter verkleinert aktueller Zustand: Kopf kleiner als Original kann eigentlich nichts mehr bearbeiten wenn Büste Büste ganz weit oben ist, dann erkennt man Fehler vielleicht nicht Büste aber ansonsten keine gute Studenten-Arbeit ab kommende Woche mit Mitarbeiter Silikonform Silikon aus Gipsbüste herstellen danach kann ich mehrere Büsten gießen und Dinge ausprobieren Diplom Arbeit weiterhin einmal mit ganz leichtem Material abgießen (Acrystal Basic Crystal) dann auf überlangen Ständer befestigen und für Einzelgespräch im Klassenraum aufstellen Silikon rund 30 EUR / kg = 120 - 200 EUR für Büste (mit freundlicher Unterstützung der FdK F. Fröhlich FdK F. Fröhlich finanziert) überlegen, was ich an aktueller Gipsbüste noch ändern möchte allgemein: zuerst Wasser, dann Gips reinstreuen bis es nicht mehr sinkt günstigen Gips wie Kommilitone Kommilitone verwenden: Supraduora Friedrich Fröhlich, ernüchtert Diplom Theorie Zwischenstand mit Titelseite und Inhaltsverzeichnis Titel Kapitel geändert in "Der Anfang", "Was ist Kunst?", "#greifbar", "#schön", "#hässlich", "#interessant", "#Spielerei", "#besonders", "#ausdrucksvoll", "#groß", "Expressionismus Expressionismus ", "Zeichnen wie ein Kind" und "Schlussworte" umsetzen morgen Schlussworte aller 3 Gespräche sammeln
Vorschau Standpunkt für Klassenraum
Vorschau Standpunkt für Klassenraum
Vorschau Standpunkt, handgeschrieben
Vorschau Standpunkt, handgeschrieben
Diplom Arbeit Vorschau Standpunkt für Klassenraum standpunkte1-k.jpg weitere Beispiele für Ausdrucke mehrere solcher Holzkonstruktionen mit Ausdrucken (A2 oder A1?) gegen eine Wand lehnen eventuell mit mehreren Papieren je Konstruktion übereinander, können durch anheben angesehen werden (sind oben mit Nagel oder so an Platte befestigt) Vorschau Standpunkt, handgeschrieben standpunkte6-k.jpg Skizze links und rechts von Herme Herme /Büste Büste Lautsprecher übereinandergelagerte aufgezeichnete Gedanken werden abgespielt, siehe Beispiel geht über 50 min auf 10 min kürzen, einmal stündlich abspielen bei Diplom-Präsentation: wie lange darf ein Video sein? daran orientieren Idee mit überlangem Ständer (wie in Werkstatt) und Gipsbüste finde ich gerade besser als Herme Gipsbüste mit Silikon Silikon Negativ herstellen, dann mit sehr leichtem Material noch einmal abgießen würde mehr die Idee von Kunststudent Kommilitone wiedergeben (im Lernprozess) umsetzen in Metallwerkstatt[?] nachfragen, ob ich dort Konstruktion bauen kann Skizze Gespräche über Kunst: drei lange Papierbahnen, A4-Papier aneinandergeklebt gut zusammengefasst: "Was würde Oma dazu sagen?" über den Raum verteilen? Diplom Theorie Gesprächsthemen bei Christian Was ist Kunst? Kriterium Besonderheit / muss sich abheben Graffiti Graffiti Es hebt sich ab Wo fängt Ungewöhnliches an? Land Art LAND ART Kunst muss bleibend sein Voyager Golden Record Schönes Objekt ist keine Kunst Toteninsel Toteninsel von Böcklin Arnold Böcklin Besonders = Komposition und gegenständlich Interpretationsmöglichkeiten zu viele Gedankengänge Künstler und Betrachter sollten sich ähneln zu hoher Preis für Kunstwerk Über Kunst laufen Keine Kunst, oder doch? Mit Symbolkraft Nur was Besonderes, da im Kunstraum Mehr Kunst, weniger Kunst, Graubereich Kriterium, überhaupt zu fragen, ob es Kunst ist Definition eindeutig Je nach Galerie ist es Kunst oder Geldkunst Repräsentant des Marktes Rote Punkte furchtbar baumarktmäßig Absichtlich unsauber Kann ich selbst machen! Kunst ist, was der Markt als Kunst definiert Wenn ich das sehe, denke ich an meinen Keller verhüllte Arbeit Sinnloses = Kunst Alles was da hängt wird zur Kunst Kindliche Zeichnung Kinderzeichnung Besonders, da groß Sehr furchtbar, furchtbar und nicht so furchtbar Kindliche Zeichnung Intuitive Entscheidung Kinder würden nicht so groß zeichnen Beziehung Kunstmarkt Kunstmarkt Gesellschaft Baumarktästhetik In Kunst gehen Passt nicht in Wohnung
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten während Arbeit an Büste Büste Whisky Alkohol getrunken Verlaufsprotokoll Standpunkt 13:07: Ankunft in Werkstatt Mitarbeiter verlässt den Raum ich stelle die Whisky-Flasche auf den Arbeitstisch weiterhin Thermoskanne mit Kaffee (wasserverdünnt), Nudelsalat in Kunststoffschale, Gabel, Rekorder 13:09: Ich stehe vor der Holzbüste und vermerkte im Rekorder aktuellen Zustand 13:12: noch nüchtern 13:12: Es ist so weit. Ich öffne die Whiskyflasche und trinke einen Schluck Gemisch aus billigem und teurem Whisky, durch torfige Note nicht so scharf wie erwartet Warte auf Eintreten der Wirkung 13:14: hebe Handfräse, die vor der Büste auf dem Boden liegt, auf und lege sie auf den Arbeitstisch 13:19: Mit Zirkel Abstände Augen zu Nasenmitte, Breite Augen, Länge Nase gemessen reale Maße stimmen überhaupt nicht mit Holzbüste überein 13:20: Warte auf Wirkung vom Alkohol, in 5 Minuten wiederholen 13:25: keine Wirkung spürbar, 2 x Schluck Whisky 13:26: Spiegel Spiegelbild mit Nagel an Büste befestigt Anfang Arbeit 13:29: mir wird warm, leichtes Pochen im Kopf ich werde freier, schlage einfach einen großen Teil der Nase ab, da Breite nicht stimmt ohne Whisky hätte ich das nicht gemacht da Spiegel runterfällt schlage ich eine Schraube in die Büste 13:37: ich schwitze, ziehe den Pullover aus schlage freizügiger ganze Partien heraus hoffe, dass ich Büste nicht zerstöre, jedoch keine Hemmungsgefühle 13:43: Wirkung lässt wieder nach 13:44: 1 x Schluck Whisky plötzlich Hitzewallung 13:51: beim Schlagen Achselschweiß nach anfänglichem Abmessen nun sehr freies Arbeiten zur Abmessung verwende ich lediglich ungenauen Bleistiftstummel arbeite nach meinem Spiegelbild, nicht nach der Gipsbüste 13:52: 1 x kleiner Schluck Whisky, Flasche fast leer 13:59: weitere Schweißausbrüche Nase nun zu großen Teilen entfernt, muss nun insgesamt nach hinten hin arbeiten verlege wiederholt den Knüpfel, gehe suchend durch die Werkstatt 14:00: 1 x Schluck Whisky Lippen tuen leicht weh erneut Schweißausbruch Mitarbeiter kommt kurz in den Raum, stellt Holzleim für Befestigung linkes Ohr bereit verlässt wieder den Raum Augen folgen nicht mehr so schnell meinem Tun starker Schweiß, Geruch wahrnehmbar 14:10: 1 x Schluck Whisky wiederholt Suche nach Knüpfel, immer wieder verlegt 14:22: Bandsäge wird im Nebenraum vom Mitarbeiter gestartet Schweißgeruch Arbeiten empfinde ich als sehr befreiend sehr starke Konzentration auf Holzbüste Augen weiterhin schwerfällig Gedanke, dass ich Holzbüste eventuell bei freierem Arbeiten zerstöre, wird nebensächlich mir ist bewusst, dass expressives Arbeiten auch gutes Handwerk Handwerk vorausetzt, was bei mir noch fehlt 14:24: 1 x Schluck Whisky, in Flasche nur noch ein paar Tropfen Alkohol Augen sehr schwerfällig ruheloses Arbeiten (oder arbeiten?) folgt motiviert, ich will es besser machen sehr optimistisch, gleichzeitig mache ich jedoch jede bisher gelungene Form wieder zunichte sehe nicht das Ganze, nur noch Details dadurch wird Büste als Einheit zerstört 14:42: Wirkung Alkohol lässt nach Mitarbeiter im Raum Optimismus verschwindet langsam wieder 14:44: leicht taubes Gefühl, nicht mehr gut reaktionsfähig versuche angestreng Gesamtbild wiederherzustellen Klöpfel bei erneutem Arbeitsbeginn sofort gefunden, für mich bedeutet das nachlassende Wirkung vom Alkohol 15:03: versuche die letzten 15 Minuten alle intuitiv getroffenen Entscheidungen rückgängig zu machen Büste wird immer kleiner, Gesicht wirkt zerstückelt 15:04: überlege das Experiment abzubrechen Nudelsalat verdrücke ich gierig Mitarbeiter verlässt die Werkstatt teilweise arbeite ich ohne Klöpfel, schlage nur noch mit Beitel in Holz 15:42: interessanterweise wird mit Nachlass der alkoholischen Wirkung der Eindruck von der weiter bearbeiteten Büste besser zumindestens kann ich nicht behaupten, sie sähe schlechter aus als gestern Schweißausbrüche lassen nach kein Pochen in der Stirn mehr, Umgebung wieder vermehrt wahrgenommen 16:07: Abbruch letzter Rest Whisky verbleibt in Flasche warte nun auf Reaktion Werkstattleiter und Mitarbeiter ca. 16:30: mit dem Fahrrad nach Hause, doch etwas über Ergebnis ernüchtert Standpunkt Herme Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Zum aktuellen Zustand der Büste.
  • [Pause.]
  • Gesicht ist zweigeteilt. Die linke Seite ist noch unbearbeitet. Beziehungsweise noch mit sehr groben Schlägen.
  • Rechte Seite … Da habe ich bereits mit der kleinen Fräse Fräse , oder wie man das nennt, gearbeitet.
  • Ebenfalls Tränensäcke eingearbeitet. Allerdings … ähm … negiert.
  • Das muss ich eigentlich nach Außen wölben!
  • Und ich hab's nach innen gemacht.
  • [Pause.]
  • Die Nase ist ein … ein …
  • Länglicher Klumpen!
  • Der Mund sieht noch am Besten aus.
  • Das rechte Auge … ist meiner Meinung nach zu klein geraten. Für die … ähm … Also in Proportion zu dem Kopf gesamt.
  • Die … ähm … Augenhöhlen sind … ähm … zu [Zögernd:] groß.
  • Rechts sind die Augen allerdings zu weit nach vorne. Das heißt, ich werd' den Kopf ein bisschen nach hinten verlagern.
  • Also [Sperren: abtragen].
  • Und … Der Übergang von der Nase zu den … Wangen ist zu …
  • [Pause.]
  • … rechtwinklig.
  • Da muss ein weicher Übergang rein.
  • Der … Oberkopf ist viel zu voluminös.
  • Linkes Ohr ist abgeschlagen, von gestern. Wird heute vielleicht noch mit Mitarbeiter rangeleimt.
  • Das rechte Ohr ist … äh … [Sperren: teilweise] bearbeitet.
  • [Aufnahme Ende.]
Diplom Theorie Transkriptionen vom 3.12.2016, 5.12.2016, 6.12.2016 kategorisiert Bilder bei zweitem Durchgang ergänzen Daniels Dieter Daniels E-Mail geschickt, da Bestätigung der Betreuung noch unterschrieben werden muss Meyer-Krahmer ebenfalls geschrieben, da Modulbestätigung noch nicht eingetroffen
Werkstatt Plastisches Gestalten Standpunkt Herme Herme Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Seit gestern habe ich den … das Gefühl, dass ich zu viel von dem Holz schon entfernt habe.
  • Von der Büste Büste !
  • Das … äh … sieht teilweise zu … flach aus. Oder es geht zu steil nach hinten.
  • Es fehlt einfach Fleisch!
  • Eigentlich sind das eher so Knochen und irgendwie … So. Ja.
  • [Pause.]
  • Bei der Nase, an den Seiten, habe ich auch zu viel weggenommen. Habe versucht, dass dann auch zu … retuschieren. Oder wie man das bezeichnet. Indem ich halt ein bisschen weiter nach hinten gehe.
  • [Straßenbahn Eisenbahnstraße fährt vorbei.]
  • Und da eine Wölbung wieder reinbringen kann. Mit den Augen bin ich sehr unzufrieden. Ich denke mal, da habe ich auch schon zu viel weggenommen.
  • [Pause.]
  • Gestern hat mir jemand noch gesagt, dass ich, äh … mal einen WEIN trinken soll. Und dann arbeiten.
  • Und heute versuche ich das mal.
  • Mit Whisky Alkohol !
  • Vielleicht gelingt mir dann ja etwas, was … wo ich jetzt noch dran zweifel Zweifel . Dass es … äh … klappen kann.
  • Was ich jetzt noch überlegen tue, ist, insgesamt ein bisschen nach hinten zu gehen.
  • Das heißt, mir nach vorne hin noch einmal etwas Platz zu verschaffen. Denn der Kopf ist auf jeden Fall noch zu groß. Das Basecap passt noch nicht drauf.
  • [Pause.]
  • Nehme dann heute auch einen … Zirkel …
  • [Straßenbahn fährt vorbei.]
  • … mit. Also wo ich die Spitze abgemacht habe.
  • Um Abstände messen zu können. Gestern war das ja nicht möglich. Da musste ich das intuitiv machen.
  • Und ich nehme das … also die Kamera mit. Um auch noch einmal Seitenansichten so von mir machen zu können.
  • Vielleicht übertreibe ich die Geste. Oder die … äh … die … die Form auch ein wenig.
  • Mal schauen!
  • [Aufnahme Ende.]
Bock mit drei Lagen Holzleisten
Bock mit drei Lagen Holzleisten
aktueller Stand, inklusive Markierungen
aktueller Stand, inklusive Markierungen
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten mit Leisten Höhe von Bock erweitert (rund 27 cm) drei Lagen, jeweils zwei Holzleisten Bock mit drei Lagen Holzleisten bock1-k.jpg zur Hälfte mit dickem Bohrer Loch, damit Schraube tiefer reinpasst Bockbreite: 45 cm Büstenbreite: 40 cm Plattenbreite: 52 cm, zwischen letzter Lage Holzleiste und Büste Büste befestigt aktueller Stand, inklusive Markierungen bock3-k.jpg Markierungen nach Gipsbüste mit Bleistift Untersicht Büste Mitarbeiter nicht gut gelaunt Studienreise 中国 China Now aus Ausstellungskatalog, Sammlung Essl bis Ende 1970er strikte Doktrin, was Kunst betraf individualistische Abweichungen mit Strafe belegt Kunst mißbraucht[?], sozialistische Parolen ins Volk zu tragen völlige künstlerische Freiheit (nach westlicher Vorstellung) bis heute nicht seit Ende 1990er: chinesische Gegenwartskunst Gegenwartskunst im Westen gezeigt Aktivitäten chinesischer Künstler 1989 bei Studentenunruhen Ende gesetzt erst 1993 wieder freier arbeiten möglich Ausstellungen ab 1998 möglich extreme Kunst darf im öffentlichen Raum weiterhin nicht gezeigt werden Tabuthemen: Mao, Tibet, Sex, Politik
Werkstatt Plastisches Gestalten Holzstapel in anderen Raum verlegt Holzbock von Bachmann erhalten, für Bearbeitung Holzbüste altes Holzstück abschrauben, bei meiner Büste Büste Loch bohren und genauso befestigen eventuell Gipssack in Bock-Konstruktion legen, wegen Wackeln Mittwoch und Donnerstag für Werkstatt freihalten Diplom Theorie Christian zur Interviewauswertung meine Gespräche von Sozial- und Kulturforscher dem Bereich der interpretativ-verstehenden bzw. qualitativen Methoden zugeordnet qualitative Interviews mit Untertypen, wie narratives Interview oder problemzentriertes Interview Methoden für Auswertung: Kodierung, Typisierung und Interpretation Kodieren: Text aufbrechen, verstehen, Kategorien vergeben nachträglich in neue Ordnung bringen Interviewtext wird in Kodier-Text übersetzt, verkürzt, verallgemeinert verschiedene Ansätze: offenes, thematisches und theoretisches Kodieren Beispiel offenes Kodieren: Textteilen werden Verallgemeinerungen zugeordnet Fragen: Was wird gesprochen? Welche Personen sind beteiligt? Wie wird über Dinge gesprochen? Welche Aspekte werden (nicht) genannt? Wann? Wie lange? Wo? Kontext der Situation, des Phänomens, über das gesprochen wird. Warum? Wozu? Welche Beweggründe und Zwecke werden angegeben oder lassen sich vermuten? Womit? Welche Strategien werden eingesetzt? Verallgemeinerungen werden in weiteren Schritten immer weiter verallgemeinert es wird nach Muster in Daten gesucht Gespräch mit Christian
  • Nichts! [Lacht.] Aber da gucke ich schon wieder lieber hin als auf den Wagen.
  • [Pause.]
  • Sagen … Sagen tut es mir jetzt nichts. Nicht viel.
  • Eigentlich soll sowas doch auch gar nichts sagen. Warum muss das immer etwas ausdrücken?
  • Es muss eine Bedeutung haben
  • Na ich es schon wichtig, dass es auch eine Bedeutung hat.
  • Aber … Wenn … Wenn … Wenn … Wenn da eine Spielerei mit dem Hammer und dem Ding ist, dann ist das für mich ohne Aussage. Es muss nichts politisches sein. Gesellschaftskritisches. Es kann doch einfach mal ein Hammer sein! Der sich da bewegt.
  • Aber das lässt sich weiter denken. Der Hammer. Und das Ding. Weil dort siehst du, wie er eigentlich bewegt … die Bohrmaschine den Hammer. Aber manchmal gibt der Hammer der Bohrmaschine eben auch diese Bewegung. Es ist immer so … Wie wenn man zwei Leute aneinanderfesselt. Und die … die versuchen voneinander wegzukommen.
  • Nö. Soviel … Nö. Soviel würde ich da überhaupt nicht hineininterpretieren.
  • Aber …
  • Für mich ist es halt ein … schönes Spiel.
  • Also es gibt … Man kann sich darüber Gedanken machen. Oder es ist einfach schön, dem zuzugucken.
  • Du guckst als Mensch eben zu, weil … weil es etwas ist, was sich bewegt. Menschen gucken [Sperren: immer] gerne zu, wenn sich etwas bewegt.
  • Ja.
  • [Pause.]
  • [Räuspert sich.] Nummer sechs.
  • [Blätterrascheln.]
  • Transportwagen Nummer eins. Rollwagen. Seilbinde, Kletterseil. Zwölf Kartons. Tausendsechshundert.
  • Überhöhte Preisvorstellung
  • Was? Was sind denn das für Preise?
  • [Pause.]
  • Jetzt aber im Ernst!
  • Das darfst du mich nicht fragen. Ich bin nicht der Künstler. Na ja. Es hat schon was. Also als es gemacht wurde, war es sicher cool zu sehen. Schade, dass man kein Video davon sieht.
  • Wieso. Der macht das dann hier fest, oder was. Automatisch.
  • Na ja. Erst aufgebaut. Dann die Platte drüber. Das Seil miteinander verbunden und wenn du den Motor bedienst, dann wird es halt so gequetscht.
  • Also selbst die stabilen Kartons gehen da sozusagen kaputt.
  • Na ja. Stabil … Relativ.
  • [Pause.]
  • Und dann hat der gestoppt und es hierher geschoben.
  • Na ja. Er wird es hier aufgebaut haben.
  • [Pause.]
  • Aber denkst du, es hat jetzt eine Bedeutung? Dieses …
  • Nö.
  • Aber mit diesem Zuquetschen? Und dann …
  • [Pause.]
  • Na ja. Das ist …
  • [Pause.]
  • Gut. Da gucke ich hin. Weil es mich erst einmal interessiert, wie es funktioniert. Wie kommt das so. Aber … Bedeutung hat das nicht.
  • [Pause.]
  • Es ist nicht gesellschaftskritisch. Oder …
  • Das gleiche wäre ja zum Beispiel nicht passiert, wenn die ganzen Dinger voll gewesen wären. Mit Büchern. Oder so. Dann hätte der das ja nicht quetschen können. Sind halt leere Kartons! Aber wer stapelt schon so leere Kartons?
  • [Pause.]
  • Damit ist es natürlich wieder … aus dem Alltag eigentlich gerissen.
  • Na wir müssten uns da mal die Beschreibungen durchlesen. Vielleicht hat das ja irgendeinen gesellschaftskritischen …
  • Es gibt doch keine Beschreibung. So wirklich.
  • [Pause.]
  • Doch! Hier! Die Arbeit Transportwagen Null Eins zeigt ebenfalls eine Eigenentwicklung des Künstlers.
  • Was heißt Eigenentwicklung des Künstlers?
  • Na was selber Gemachtes! Offensichtlich mit Utensilien aus dem Baumarkt konstruiert, um auf möglichst geringer Fläche maximale Last transportieren zu können, transportiert das Objekt einen Zustand des Fragilen. Ein wenig zu lange den roten Knopf, der über …
  • [Blätterrascheln.]
  • … dimensionierten Seilwände gedrückt, wird die Erfindung zum sicheren Transport von Kisten zur Schrottpresse. Mit der Tendenz zum Kippen.
  • [Pause.]
  • Wie mit einem Fotoapparat festgehalten, zeigt das Kunstwerk ein Kippen von etwas Nützlichem zu etwas Dysfunktionalem. Ein ähnliches Moment Moment interessiert Mün… [Nicht verständlich.] auch bei seinen Feuerlöschern. Na ja. Da geht's schon um das Nächste. Also du siehst hier schon was ganz anderes, wenn du die Beschreibung natürlich dazu …
  • Beschreibungstexte zu Arbeiten
  • Nee. Die Beschreibung habe ich jetzt gar nicht verstanden. Da wurden Wörter … äh … Substantive mit Ung-Endungen, mit Genetiven, mit … mit dem Moment … Moment wird ziemlich oft in der Kunst und gerne verwendet.
  • Ja aber das ist ja immer bei diesen Beschreibungstexten so. Die wirken ja immer ein bisschen …
  • Hast du da jetzt was verstanden?
  • [Sperren: Natürlich] habe ich das verstanden.
  • Jetzt erkläre es mir bitte noch einmal.
  • [Blätterrascheln.]
  • Okay.
  • Das wurde jetzt mit richtig viel Bedeutung aufgeladen. Das ist dir schon bewusst, oder?
  • [Lacht.] Etwas Nützliches. Das ist ja diese Konstruktion an sich. Also du hast etwas, womit du etwas verschieben kannst. Dann die Kisten. Mit denen du was transportieren kannst. Und ein Halteseil, damit es nicht umkippelt. Und hier im Text steht: Aber das Ganze überspannt … Also dieses Seil zu sehr gespannt … macht das Seil … Also das etwas Nützliche … zu etwas … äh … was das ganze … ähm … verändert. Nämlich negativ verändert. Nämlich zu einer Schrottpresse macht. So steht es im Text.
  • [Sperren: Ja. Aber was] ist … Also wie kommst du darauf?!
  • Ich nicht! Das steht da!
  • [Pause.]
  • Aber würdest du als Besucher darauf kommen? Das [Sperren: so] extrem aufzuladen? Für mich war das jetzt halt … äh … Kartons übereinandergestapelt, die mit irgend so einer Presse …
  • Na das haben wir ja vorher gesagt. Das war ja das interessante. Als wir das vorher nicht gelesen hatten, sondern erst … Also was ich zum Beispiel erst darin gesehen hatte, beschrieben … und … Aber das ist eben eine Interpretation, wie das der … Erschaffer dieses Dingens …
  • Nee. Ich glaube noch nicht einmal, dass der Erschaffer so … so … so … tief und so weit denkt. Das ist dann bloß der Kurator kuratieren . Der so viel hinein interpretieren tut. Damit es für die Ausstellung relevant ist. Das es ausgestellt werden [Sperren: muss].
  • Da wäre ja das interessante, ihn zu fragen.
  • Das mache ich dann.
  • Sehr gut.
  • [Pause.]
  • Also woher die Texte rühren. Ne? Ob die sich das selbst ausgedacht haben. Oder ein Kurator.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Hier hast du wieder so eine Wand. Wo du gesagt hattest, bei dem anderen, das ist eine Duschwand. [Fußnote: Arbeit in Galerie in Basel.]
  • Na ja. Das ist aber ein bisschen anders. Ne? Das erinnert eher an …
  • Das ist noch nicht so groß.
  • Und das kleine …
  • Na das ist doch das … [Nicht verständlich.]
  • Wir haben jetzt hier Nummer fünf.
  • [Blätterrascheln.]
  • Hausteil drei.
  • [Stimmen aus dem Hintergrund werden lauter. Wir sind ruhig.]
  • [Pause.]
  • Er gibt sich Mühe.
  • Er gibt sich zumindestens Mühe!
  • Mühe mit was.
  • Na ja. So ein Objekt überhaupt aufzustellen.
  • Ach. Wie ehrenvoll! Hätte er es nicht gemacht …
  • Na mach' das mal! Ach. Das ist Styropor, oder?
  • Ja. Das ist … Üton, Holzputzplastik. Glas.
  • Nee. Das ist Stein! Kein Styropor.
  • Üton! Na siehst du das nicht? Dann ist das da drüben aber auch kein …
  • Dann wird es auch sowas sein. Genau.
  • Sicher. Wie leichter Stein.
  • [Pause.]
  • Ja aber das ist doch zum Beispiel keine Grundlage. Bloß weil sich jemand Mühe gibt. Das macht man in der ersten Klasse! Zu sagen: Ja, er hat sich Mühe gegeben. Deshalb geben wir ihm eine gute Note. Aber hier … [Sperren: Pfff].
  • Na ja. Jetzt … Jetzt frage ich mich …
  • Wir sind hier bei den Erwachsenen!
  • Nein, jetzt frage ich mich aber zum Beispiel: Das ist doch eine große Variante von den kleinen, die wir da gesehen haben.
  • Ist es nicht.
  • Sind die kleinen jetzt die Entwürfe?
  • Hier sehen wir einen Teil von einer …
  • Von einem Haus.
  • Von einem Haus.
  • Also von einem oberen Bereich. Weil hier unten ist ja diese Dachplatte.
  • Na die könnte aber auch eine Kellertreppe abdecken.
  • [Pause.]
  • Na aber sage jetzt mal was dazu. Wie das … Also immer in … in dem Feld … äh … Was du als … ähm … Was du auch gestern gesagt hast. Was Kunst für dich sein sollte.
  • Das es etwas Besonderes ist?
  • Was ja auch ziemlich einfach daher kommt. Es soll was Besonderes sein. So.
  • Ja. Aber was sehen wir hier. Wir sehen hier quasi, wie schon in der Beschreibung, … einen Teil von einem Haus.
  • Es geht nicht darum, was du siehst!
  • Das [Sperren: Besondere] hier wäre ja, dass man ja normalerweise nicht einen Ausschnitt von einem Haus mal so sieht.
  • Ja.
  • [Stimmen werden lauter.]
  • [Pause.]
  • [Sperren: Punkt].
  • Du hast jetzt nicht wirklich irgendwas zu sagen dazu. Oder?
  • Nee, weil … Es … Ich …
  • Mir fällt gerade auch nichts ein.
  • Größe, zeitgenössische zeitgenössisch Kunst, sagt nichts
  • Die [Sperren: Größe] beeindruckt natürlich. Dass jemand sowas großes dann macht. Aber es ist nicht [Sperren: schön]. Es ist nichts … wo man lange verweilen möchte. Also nichts, wo ich lange verweilen möchte. Mit meinen Augen.
  • Es ist zeitgenössische Kunst.
  • Es ist so …
  • [Blätterrascheln.]
  • Sagt nichts.
  • Es … Na gestern haben wir auch Bilder gesehen, ne? So. Das ist ja noch einmal was anderes. Da geht man von vorne herein darauf … äh … aus. So das hängt man sich … Das kann man sich hinhängen. Im Wohnzimmer oder so. Und das sind jetzt hier aber eher Objekte, die man sich nicht irgendwie hinhängen würde. Höchstwahrscheinlich.
  • Ja.
  • Oder hinstellen würde. Das sind dann …
  • [Pause.]
  • Ach, ich weiß auch nicht.
  • Feuerlöscher Feuerlöscher
  • Hier haben wir noch einen Feuerlöscher!
  • [Lacht.] Du sollst uns jetzt nicht hier durch die Ausstellung dirigieren! Sondern …
  • [Lacht.]
  • Offensichtlich …
  • Nein. Mit mir ganz allgemein darüber reden!
  • … nicht mehr benutzbar [Fußnote: Der Feuerlöscher.].
  • Lass uns noch einmal etwas über den Hammer … ähm … ähm …
  • Nummer sechszehn. Feuerlöscher Null Null Eins. Da denke ich, wenn ich es sehe … Es ist gut, dir zu erklären, wie dein eigener Feuerlöscher funktioniert. Weil der … Der hat ja das selbe Prinzip. [Lacht.] Also du siehst da das Pulver. Was man immer mal auflockern sollte. [Zu sich selbst gewandt:] Und wo kommt der Druck her? Na das sehe ich jetzt nicht.
  • Na die Flasche gibt's ja nicht mehr.
  • Irgendwo müsste ja die Druckflasche noch sein.
  • [Pause.]
  • Es ist ein … Es ist ein interessantes Objekt. Dadurch, dass es durchlöchert ist. Und es hat halt nicht …
  • Ich denke …
  • … mehr die Funktion eines Feuerlöschers. Anders als bei diesen Ventilatoren. Die sind ja noch voll funktionsfähig. Bloß anders hin gehangen. Hier wurde der Feuerlöscher an sich schon … schon verfremdet. Also der ist für sich schon ein Kunstobjekt.
  • Ich denke nur, es hat bestimmt Spaß gemacht. Da die Löcher reinzubohren. Und immer zu bohren. Bohren, bohren, bohren. Bis da halt bestimmte Stücke herausbrechen. Und so. Also das war bestimmt lustig!
  • [Pause.]
  • Kunst um der Kunst willen L’art pour l’art
  • Ich kann es bloß noch einmal sagen: Mir gefällt es ja, wenn jemand … ähm … etwas macht, weil er auch Spaß daran hat. Oder vielleicht nur des Spaßes wegen. Also der Lust wegen es zu tun. Und jetzt nicht darüber … äh … nachdenkt … äh … Er … Er möchte jetzt in der Gesellschaft etwas bewegen. Oder die politischen Situationen kritisieren. Oder so. Weißt du?
  • Mhm.
  • Das gefällt mir! Nur trotzdem muss ich dann halt fragen … ähm … Was hat das dann in einem Ausstellungskontext zu tun. Weißt du? Was ist jetzt der Unterschied zwischen dem, was du tust. Oder einem Kind oder so.
  • Mhm.
  • [Männerstimme. Aufsicht kommt näher und fragt den Kunststudenten Kommilitone etwas zu dem Bohrerhammer.]
  • Das war mal aus zwischendurch, ja. Anderer 1: [Nicht verständlich.]
  • Okay. Anderer 1: [Nicht verständlich.]
  • Okay. Anderer 1: [Nicht verständlich.]
  • [Lacht.]
  • [Lacht.] Anderer 1: [Nicht verständlich.]
  • Ja.
  • [Mann verschwindet.]
  • [Pause.]
  • Gehen wir mal zu dem Feuerlöscher? Gibt es überhaupt einen richtigen Feuerlöscher?
  • [Lacht.]
  • [Lacht.]
Ansicht Holz-Herme und Gips-Büste
Ansicht Holz-Herme und Gips-Büste
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten 1 x für die Kunst geblutet für die Kunst geblutet Ansicht Holz-Herme und Gips-Büste Büste hermen-m.jpg 5 h an Holz-Herme gearbeitet Nase angefangen, allerdings zu tief gegangen danach Backen, Augen, Stirn, Mund Armansätze abgetrennt, eventuell später noch mehr entfernen nächstes Mal (Mittwoch) Nase korrigieren, Ohren, Hinterkopf mit Bachmann über Korrekturen reden eventuell Herme an Platte schrauben und im Schraubstock befestigen zwei Personen schauen mir durchs Fenster zu gestern: Gespräch mit Evgenij Evgenij Gottfried über Kunst allgemein, seine Arbeiten, Ausstellung in Freiburg Spätzle mit ihm hergestellt, Nachtisch Bananen in Joghurt
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 verhüllt verhüllt Arbeit verhüllt mit vier Nägeln Holzplatte biegt sich dazwischen umsetzen morgen Kleber und Schraubzwingen (oder einfach Holzwerkstatt ausleihen) mitnehmen, kleben, danach wieder Nägel reinschlagen Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten Büste Büste weiter mit Ohme und Bachmann bearbeitet Kunstbegriff Anfänge der Kunst aus "Anfänge der Kunst" (Konferenzbeitrag) von Richard Thurnwald, 1928 A Leitsätze 1 Kunst unterliegt Möglichkeiten Materialbewältigung hängt vom Stand der Technik ab 2 Kunst ist an soziale Bedingungen geknüpft Vertiefung und Spezialisierung hat Muße faul zur Voraussetzung Menschen müssen Kunst wünschen und schätzen Menschen, die nach Ansehen durch Prunk streben, kommen Kunst zugute 3 + 4 Ausgangspunkt (nicht verstanden) 5 u. a. in handwerkliche Erzeugnisse wird auch Gedanke künstlerischer Betätigung getragen künstlerischer Gehalt wird von sozialer Lebenslage und Geistesverfassung getragen 6 bei Kunst muss immer Kultursystem des jeweiligen Volkes berücksichtigt werden B Aufmerksamkeit auf primitive Kunst Primitive Kunst gerichtet expressionistische Kunst hat primitive Kunstmotive aufgenommen Psychoanalyse Sigmund Freud untersucht u. a. Sagen und Mythen moderne Tänze wie Gesellschaftstänze knüpfen u. a. an Negertänze, an ägyptische oder indische Motive an primitive Kunst im soziologischen Bereich untersucht heißt nicht sie ästhetisch zu betrachten untersucht wird soziologische Bedingtheit der Kunst Frage: Was sind überhaupt Anfänge? Anfangen setzt gewisses Fortschreiten voraus Frage, ob Kunst nicht selbst fortschreitet, sondern nur durch etwas anderes Technischer Fortschritt: wie bei Wissen wird Altem Neues hinzugefügt es entstehen Veränderungen, es wächst, vermehrt sich Beispiel primitiver Technik: Pflug anfangs Hacke vor Tier gespannt Abfolge des Fortschritts: Grabstock > Hacke > Pflug Pflug setzt auch Zähmung von Tier voraus Beispiel Flugzeug: Fahrrad > Konstruktion für Automobil > Benzinmotor > Flugzeug Fortschritt = irreversibel, unumkehrbarer Prozeß Kunst ist (vor allem) von Technik abhängig Malereien: Felswände müssen geglättet werden (wie in Höhlen in Nordspanien und Südfrankreich) heute notwendig Farben herstellen zu können bei primitiven Malereien meistens blaue Farbe nicht vertreten andere Frage bei primitiver Kunst: Woher kommt Andersartigkeit jener? Nur auf technische Unzulänglichkeit zurückzuführen? dazu kommt Betrachtung seelische und gesellige Formen des Lebens voneinander abhängig: gesellige Formen und Geistesleben auch erheblich von Technik abhängig Autor versucht Anlässe und Reize, die zu Formgebung und zu Kunststil führen, anzudeuten Gegenstand selbst betrachtet: das Materielle Gegenstände mit bestimmten Zwecken: mit funktioneller Überbetätigung sozialer Prozess immer im Hintergrund führende Einzelpersonen (wie bei Naturvölkern) schlägt neues Verfahren ein, findet Anklang, wird nachgemacht heutiges Beispiel: irgendein hervorragender Maler tritt mit etwas Neuem auf, wird bewundert, findet Anklang, wird nachgeahmt daraus ensteht Kunststil Entstehung sind soziale Prozesse, diesen gehen psychische Anlässe voraus Beispiel bei primitiver Kunst: Behandlung Leichen, Zauberei, totemische Vorstellungen über Abstammung vom Tier, über Verhältnisse zum Tier, … Mitteilungscharakter der Kunst ist nicht zu unterschätzen Mitteilungen können sich auf Hervorrufen von Gefühlen und Stimmungen beziehen oder über Umwege mit Beschreibung von Szenen erwecken Wirkungen von Mensch zu Mensch, von Gruppe zu Gruppe Zweiteilung: magische und mitteilende Kunstrichtung nur bei primitiver Kunst gehen sie vielfach ineinander über (weiter S. 254)
Klasse Bildende Kunst HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 umsetzen 1 heute: verhüllt verhüllt A neue A4-Arbeit verhüllen Format 21 x 29,7 cm + 1 cm Zusatz je Seite = 23 x 31,7 cm bei Alberti zwei Platten 23 x 31,7 cm, passende Leisten (maximal 1 cm dick) zuschneiden oder heute Abend im Baumarkt zuschneiden lassen (vier Platten für zwei verhüllte Arbeiten) Leistenlänge insgesamt 109,4 cm je verhüllter Arbeit (- Leistendicke) Arbeit reinlegen, zunageln (vier Nägel je Platte, wie Kilian empfohlen) B für Folienbild dünne aber stabile Platte im Hintergrund + Leisten (wie bei verhüllter Arbeit, Leisten eventuell schlanker, Vorrat zu Hause nutzen) Folienformat = Plattenformat = 21 x 29,7 cm (zwei Stück) Folie an Leisten mit Reißzwecken befestigen (McPaper) Heftklammern aus Folie entfernen wenn Befestigung nicht gut ausschaut Folie wie bei verhüllter Arbeit in Kasten legen bei beiden: Leisten in Eisenbahnstraße Eisenbahnstraße selber zuschneiden 2 morgen Termin mit Bachmann 3 Donnerstag: beide Arbeiten für Flur verpacken, in Raumecke stellen und mit "Rundgang-Arbeiten" beschriften nachdem Stühle + Tische verstaut, ebenfalls hinter Wand schieben (am Freitag) nicht auszustellende Arbeiten und Material aus Klassenraum in Eisenbahnstraße bringen (Straßenbahn) 4 Freitag: Arbeiten werden im Klassenraum aufgehangen 5 Samstag: mit Wei im Flur Arbeiten aufhängen (bis 17:00) Infoplatten vorher abhängen, eventuell Hausmeister Hausmeister fragen Bohrer, Dübel, Schrauben, Lineal, Waage mitnehmen nach Testhängung wieder verpacken und in Klassenraum stellen dann noch Montag bis Donnerstag Zeit für Änderungen da Hammer in Klassenraum vergessen, morgen Arbeit verhüllen mit vier kleinen dunklen Nägeln heute schon geleimt umsetzen Reißzwecken morgen kaufen Herme Herme Einzelgespräch Ohme in Blender Daten für morgen vorbereitet 150 = 15 cm Abstände für Vergleich Gipsbüste und digitale Büste Büste : kurz vor Ohr Abstand 15 cm größter Abstand Schultern 47 cm Brustwarzen 19 cm Mund innen bis hoch zur Nasenoberpunkt 8 cm Brustbereich komplett durch Fläche ersetzt Arme erst nach Fräsen absägen Büste geneigt, damit Nase genau an Schnittkante drei Schnittbereiche (Schulter links, Schulter rechts, Kopf links, Kopf rechts) vorbereitet
Porträt Katze und Mensch, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Porträt Katze und Mensch, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31
Selbstporträt (mz), Blatt 1 / 4 + 1 K. E., Tusche auf Papier, 31
Selbstporträt (mz), Blatt 1 / 4 + 1 K. E., Tusche auf Papier, 31
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten nach E-Mail von Bachmann: mit Ohme treffen und 1 Büste Büste auf Originalgröße bringen 2 Form verdicken (um wie viel, Bachmann fragen?) 3 danach Schultern abtrennen und offene Flächen füllen umsetzen in Werkstatt (unabhängig davon, auch schon heute) groben Umriss von A Schulter links B Schulter rechts C Kopf auf Papier skizzieren noch Originalgröße, später dann nach Gespräch mit Ohme mehr dazugeben nach neuer E-Mail von Bachmann: 1 cm -1,5 cm mehr hinzugeben Umrisslinie erst nach Arbeit mit Ohme am Rechner ausgeben und ausdrucken, ansonsten zwischendurch per Hand zeichnen o. T. umsetzen 1 mit grünen Pigmenten, Kleber und Fingern einfache Porträts malen auf Backpapier, A4-Druckpapier, Zeichenpapier 2 Gesichtsabdruck auf Papier zuerst mit Hand testen mit Kohle einschmieren oder mit Farbpigmenten 3 Collage Collage Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt mit abgerissener Kalenderecke auf normalem A4-Papier drucken Randbereich reißen oder mit Schere schneiden passenden Rahmen aus Holz herstellen (Rückplatte zusägen bzw. dicke Pappe und Holzleisten, eventuell weißen) Kinderzeichnung Kinderzeichnung heute grüne Pigmente mit Kleister vermischt Porträt Katze Ramses und Mensch, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31 katzeich-m.jpg mit Fingern auf Leinwand und Braunpapier aufgetragen Köpfe und Katzenporträt Leinwandbilder zuvor mit Bleistift umrandet Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31 ichpigmente1-k.jpg Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31 ichpigmente2-k.jpg Kopf, grüne Farbpigmente und Kleister auf Leinwand, 31 ichpigmente3-k.jpg Rahmen aus Pappe und Holzleisten hergestellt danach weiß grundiert HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 umsetzen am 4.2. (Samstag) im Flur Infotafeln abhängen, Löcher bohren, mit Schrauben / Dübel Testhängung beider Arbeiten schwarzer Klebestreifen zuvor im Klassenraum auf kleiner Fläche testen danach wieder abhängen Geradenbild Geradenbild Werkstatt AV-Labor Selbstporträt Selstbildnis , Auflage 4 + 1 K. E. Vorbereitung ab 19:40 Blatt 1/5 Start 19:55 Force 120 gf, Speed 70 cm / s ab 20:05 Speed 30 cm / s ab 20:15 Speed 20 cm / s Selbstporträt (mz), Blatt 1 / 4 + 1 K. E., Tusche auf Papier, 31 ichseite-k.jpg Blatt 1 Ende 20:21 (41 min) Blatt 2 20:23 - 20:55 (32 min) Blatt 3 20:56 - 21:25 (29 min) Blatt 4 21:27 - 21:56 (29 min) Blatt 5 22:00 - 22:28 (28 min) insgesamt 19:40 - 22:35 = 175 min / 4 (+ 1 K. E.) = 44 min / Blatt (+ ca. 15 min für Hintergrundkarton kaufen, zuschneiden, hängen) = 55 min = 60 min Zusatz schwarzer Hintergrundkarton + 1 cm bei A2 44 x 61,7 cm
Selbstbildnisse im Klassenraum (links Ein Meisterwerk), Vorschau aktualisiert (von morgen)
Selbstbildnisse im Klassenraum (links "Ein Meisterwerk"), Vorschau aktualisiert (von morgen)
Standpunkt Kunstmarkt Kunstmarkt HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Ich bin mir jetzt unschlüssig.
  • Ob ich wirklich zu den Bildern, die ich im Klassenraum zeige, … ähm … auch noch immer einen Bilderrahmen dazugeben möchte.
  • Gestern sind ja die zwei rahmenlosen Bilderhalter angekommen.
  • Äh … Der günstige, mit Versand, ich weiß nicht, fünfzehn Euro gekostet hat.
  • Also zwölf bis fünfzehn.
  • Der ist einfach nur instabil. Und beugt sich auch leicht nach vorne.
  • Sieht halt nicht wirklich gut aus!
  • Zur [Sperren: Not] würde ich den nehmen.
  • [Pause.]
  • Der andere … Der sieht sehr gut aus. Aber hat eben auch seinen Preis.
  • Und ich bin nicht bereit halt … ähm … fünfzig Prozent alleine für den Bilderrahmen auszugeben.
  • Das heißt: Den werde ich dann höchstwahrscheinlich hier mitnehmen.
  • Und bei mir aufhängen.
  • Das heißt: Ich muss das da ganz anders machen. Damit ich … äh … auch zufrieden bin, wenn da etwas veräußert wird.
  • Das heißt: Dass ich, wenn ich jetze so eine kleine Hängung mache mit … äh … mehreren unterschiedlichen Selbstbildnissen. Also Techniken.
  • Eine kindliche Zeichnung Kinderzeichnung .
  • Ein Geradenplott.
  • Eine Fingerzeichnung.
  • Eine Spiegelzeichnung.
  • Die muss ich ja auch erst einmal raussuchen.
  • Dann würde ich das eher so machen, dass ich die alle mit Klammern befestige.
  • Und die dann halt gerollt werden, wenn sie jemand haben möchte.
  • [Pause.]
  • Das eine Bild ist jetzt ja schon gerahmt.
  • Die kleine Collage Collage . Also Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt . Druck mit … ähm … Efeublatt … Sondern Feigenblatt.
  • Die würde ich vielleicht als einzige so lassen.
  • Und eventuell als … ähm … in einer Auflage rausgeben.
  • Fünf Stück zum Beispiel.
  • Das erscheint mir sehr machbar.
  • Das heißt … ähm … fünfmal ausdrucken an dem Drucker. Und fünf … äh … gerissene Papiere aus dem Kalender nehmen und darüber legen.
  • Dann fünf solcher Rahmen … Also ich brauche noch vier … Die gibt's ja hier zu kaufen.
  • Und die Abstandsleisten hab ich ganz einfach mit … äh … mit … äh … diesen Holzleisten gemacht.
  • Mit den Zucker… Zuckerdingsleisten.
  • Ich glaube, das bekommste in zehn Minuten hin. Und es ist fertig!
  • Und dass ich bei diesem Blatt vorne hinschreibe: Eins von fünf. Zwei von fünf. Und so weiter.
  • Links und rechts unter dem Motiv dann halt … äh … die Signatur Künstlersignatur .
  • F. R.
  • Äh … Einunddreißig.
  • Oder ausgeschrieben: Friedrich Fröhlich.
  • Das weiß ich jetzt nicht!
  • Ähm … Genau das selbe eventuell bei dem Ganzkörper … äh … bei den Selbstbildnissen … äh … bei den Plots.
  • A2.
  • Oder war das A3?
  • A3 glaube ich.
  • Mhm. Da bin ich mir jetzt aber unsicher.
  • Zumindestens bei den Gerahmten würde ich das machen.
  • So. Dann habe ich das halt relativ einfach … ähm … gemacht. Sieht vielleicht jetzt nicht ganz doll aus. Aber … äh …
  • Das wäre halt einfach zu viel … Material. Für diesen Preis.
  • Das geht einfach nicht!
  • [Pause.]
  • Selbst schon bei den günstigen Bilderrahmen … Wäre das eigentlich kein … ähm … kein … ähm … keine Maschinenzeichnung mehr.
  • Sondern … Ja. Das müsste viel viel schneller gehen!
  • Um das zu diesen Preis halt … äh … wegzugeben.
  • Und das tut's eben nicht.
  • Das braucht halt auch seine Zeit. Dieses Porträt.
  • Auch die Vorbereitung eben. Dass die Geraden so ausgegeben werden. Die Striche so ausgegeben werden. Dass ich damit zufrieden bin. Und … äh … die dann halt … ähm … da weiterleite.
  • Das ist ja auch alles ein Prozess. Der dabei … äh … Der dazugehört. Das ist nicht bloß eine [Sperren: Vorlage], die sozusagen fünf oder zehnmal hintereinander weg … ähm … gedruckt wird.
  • [Pause.]
  • Genau.
  • Und … äh … jetzt … jetzt nehme ich halt die Klammern mit.
  • Ich habe zwei große mitgenommen. Schon eingepackt.
  • Und … äh … zwei kleine!
  • Weiterhin Nägel.
  • Und werde dann halt mal gucken, …
  • Einen Hammer auch.
  • Und werde dann gucken, … äh … dass ich ein A3 … Oder was war das …
  • A2?
  • … äh … Plott. Ähm … Aufhänge.
  • Neben den zwei gerahmten. Die kann ja Mark sich jetzt einmal ansehen.
  • Wie das aussieht.
  • Er wird auf jeden Fall sagen, dass die Blätter ja am Rand … äh … leicht gedrückt werden.
  • Von den Klammern.
  • Das ist halt … äh … schade.
  • Hätte ich jetzt nicht gedacht, dass das passiert.
  • Aber okay.
  • [Pause.]
  • Deshalb macht's vielleicht eh Sinn, das eher zu klammern.
  • Also die lasse ich … Die beiden lasse ich erst einmal höchstwahrscheinlich so hängen.
  • Auch diese … diese … diese A4-Collage. Die schon gerahmt ist.
  • Und tue jetzt dazu halt noch ein … eine kindliche Zeichnung.
  • Und dazu noch einmal so ein Selbstbildnis. Aber dann mit Klammern.
  • Und schaue dann, wie's aussieht.
  • [Pause.]
  • Vielleicht macht's dann ja auch Sinn, … äh … zu sagen, … äh … ich hänge eben fünf dieser Geradenporträts da auf.
  • Nicht jetzt noch andere Zeichnungen.
  • Da müsste ich mir noch einmal … Da müsste ich dann sehen.
  • Aber das ist jetzt nur ein Plan. Damit ich da jetzt durchsehe und mir jetzt nicht zu viele Gedanken zu mache. In den letzten zwei drei Wochen dazu mache.
  • Weil [Sperren: darauf] habe ich einfach keine Lust.
  • Eben bei so einem Preis.
  • Und mir geht's da jetzt auch gar nicht um das Konzept der Ausstellung..
  • Ähm … Was das bedeutet. Sondern halt wirklich: Ich habe Materialausgaben.
  • Ich habe Zeit investiert.
  • Und das möchte ich … Dass ich so das Gefühl habe, dass es, … äh … wenn es verkauft wird, danach auch wieder reinkommt.
  • [Aufnahme Ende.]
HGB Rundgang 2017 kleinere Papierarbeiten, Klammern, Nägel, Hammer in Hochschule transportiert Selbstbildnisse im Klassenraum (links "Ein Meisterwerk"), Vorschau aktualisiert (von morgen) wolke-m.jpg umsetzen gerahmte verhüllte Arbeit noch in Hochschule bringen Gespräch mit Kommilitonin Kommilitone über Scham Scham , da selbst auf Fotografie Brüste zeigt Werkstatt Holzwerkstatt zwei Seiten Blöcke gehobelt da schräg verleimt viel Fläche verschwunden müsste dennoch für Büste Büste in Originalgröße reichen Blöcke mit Wagen in Werkstatt Plastisches Gestalten gebracht Alberti schaut sich dort Gipsbüste an kurz über Balkenhol Stephan Balkenhol und Vorgehen Bearbeiten von Holzblöcken geredet grobe Form normalerweise mit Kettensäge sägen Form auf Block von zwei Seiten skizzieren
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten mit Bachmann zum Holzfachhandel gefahren dort Bretter auf 2 m gesägt, mit Auto in HGB gebracht Bretter noch mit Borke sehr schön, da ich so Holzverarbeitung von fast Anfang an mitbekommen kann zwischendurch Mittagessen mit u. a. Bachmann in LVZ-Kantine einige Bretter zu Alberti, der Rest in Werkstatt Plastisches Gestalten eingelagert Bretter für Büste Büste noch einmal mit Bachmann im Flur zersägt, in ca. 60 cm und 30 [?] cm Längen die kommenden Tage noch mit Zwischenleisten neu stapeln, für Luftzufuhr am Mittwoch bei Alberti alle Bretter noch einmal längs teilen danach abrichten und 60 cm lange Balken mit Dickenfräse hobeln kürzere Balken dann so belassen und für Schulter-/Armbereiche nutzen (gehen nicht durch Dickenfräse) am Ende vier Teile: Teil 1 + 2 Kopf und Brustbereich unter Kopf, bestehen in Breite aus jeweils zwei Holzbalken Teilung genau durch Nasenmitte Teil 3 + 4 linke und rechte Schulter, bestehen jeweils in Breite aus zwei geleimten Holzbalken eventuell Teil 1 + 2 genauso tief wie Teil 3 und Teil 4: 25 cm dann vorderen Kopfbereich nachträglich noch dran leimen, spart Holz ansonsten Tiefe Teil 1 + 2: 40 cm mit Alberti am Mittwoch besprechen zwischendurch zu Ohme und genaue Teilung besprechen Friedrich Fröhlich, geschafft aber zufrieden umsetzen heute eventuell keine Tuschestifte mehr abholen, erst am Mittwoch nach Prüfung oder nach Termin mit Alberti (bis 20:00) oder 16:50 los, 16:57 ab Einertstraße, bis Hbf, ab 17:04 bis Plagwitz, Ankunft 17:23
Vor dem Auftreten, 1879, Pastell auf Papier, Edgar Degas, aus Die Geschichte der Kunst von E.H. Gombrich, Notiz vom 15.4.2016
Vor dem Auftreten, 1879, Pastell auf Papier, Edgar Degas, aus "Die Geschichte der Kunst" von E.H. Gombrich, Notiz vom 15.4.2016
Portrait de Marie-Thérèse, Pablo Picasso, 1937, Öl auf Leinwand
Portrait de Marie-Thérèse, Pablo Picasso, 1937, Öl auf Leinwand
HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 umsetzen 10:30 - 13:30 im Büro der Galerie Flächen im Erdgeschoss für Rundgang reservieren beide Flächen von 2015 reserviert umsetzen E-Mail an HGB-Galerie mit Daten zu Arbeiten, damit sie in Rundgang-Aushang erscheinen Herme Herme Einzelgespräch Bachmann Holz muss noch besäumt werden (Borke muss ab) ca. 9 cm dicke Bretter Mo oder Di zu Alberti, vielleicht ab 13:00 (ab 10:00 Montag Transport Holz mit Bachmann) Gummiklüpfel bestellen, eventuell umtauschen Natura-Gips verwenden, bzw. Bachmann gibt mir noch Gips am Freitag Büste Büste weiter glätten, Löcher füllen vor Fräsen: Nasenlöcher, Ohren, Augenbereich schließen Aufteilung: 1 Schultern komplett ab (zwei Teile) 2 Rest an Mitte teilen (zwei Teile) 3 Ohren ab, später hinzufügen) 5 - 8 mm auf allen Seiten zusätzlich drauflassen Maße am Freitag abnehmen Einzelgespräch Alberti am Montag mit Holz vorbeikommen wir arbeiten ohne festen Terminen, zwischendurch Leimen wird über einige Tage gehen Einzelgespräch Ohme Blender Vertex = Eckpunkt Vertex löschen: EditModus -> Vertex-Ansicht Strg + Umschalt + Alt + M = zeigt alle Problemstellen an im Vertex-Modus: Alt+rechte Maustaste = versucht Kante weiterzugehen danach mit F Fläche schließen Lineal: Measurett auswählen zwei Vertex anklicken und "Segment" auswählen zeigt Abstand an N: öffnet numerischen Toolkasten T: Tools Meter-Einheit als Zentimeter nutzen, später umrechnen Werkstatt AV-Labor zwischendurch Kati wegen Schlüssel AV-Labor für Wochenend-Arbeiten angefragt am 6.1. abends plotten bis 15:00 anrufen bzw. in ihrem Büro vorbeikommen und Schlüssel abholen 13.1. und 14.1. Ganzkörperporträt Ganzkörperporträt , mit neuen Tuschestiften 20.1. und 21.1. auch noch möglich Diplom Theorie Gespräch mit Oma
  • Ägyptische Kunst versus Picasso Pablo Picasso
  • Ich stelle mal dem ägyptischen Bild jetze von Picasso was … äh … entgegen hier.
  • [Räuspert sich.]
  • Wir nehmen jetzt … Ich hab' jetzt mal …
  • Ja ne. Das kannste … Das kann man nicht …
  • [Sperren: Doch]. Das kann man.
  • Also …
  • Denn ich … Also, was ich gelernt habe, ist, dass viele Künstler damals um diese Zeit halt …
  • Mhm.
  • Japanische Zeichnungen und Afrikanische Kunst
  • … von … äh … äh … von japanischen Zeichnungen viel übernommen haben. Und von Afrikanern viel übernommen haben.. Also auch diese Masken und so weiter.
  • Mhm.
  • Die … Die haben die sozusagen als Vorbild teilweise genommen für ihre eigene Arbeit. Als Ins…
  • Die Japaner
  • …piration. Na diese Zeichnungen. Diese … äh … Tuschezeichnungen.
  • Mhm.
  • Weil … Weil da war das Besondere, dass … Was wir ja auf diesem Feld gesehen hatten, mit diesen Leserinnen … Oder wie das heißt …
  • Ja. Ja. Ährenleserinnen.
  • Genau. Wo ich gesagt hatte, … äh … ganz links und ganz rechts … äh … ähm … ist die Landschaft ganz … äh … also flach. Äh … da ist nichts …
  • Abgeschnitten.
  • … abgeschnitten. Da ist kein …
  • Mhm.
  • … Haus oder sowas abgeschnitten. Und keine Weinleserin. Die abgeschnitten ist. So.
  • Mhm.
  • Äh … Also das ist ganz … ganz harmonisch. Im Mittelpunkt. Und an der Seite …
  • Ja.
  • … geht es langsam raus. Und bei den japanischen … äh … Zeichnungen, die … die haben zum Beispiel vieles angeschnitten einfach.
  • Mhm.
  • Am Rand. Und das war was ganz …
  • Da habe ich noch keine gesehen.
  • Ne ne.
  • Ich weiß nicht.
  • Und das war aber was ganz Komisches für diese europäische Wahrnehmung. Dass überhaupt in einem Bild am … äh … Rand etwas angeschnitten werden kann.
  • Ach so.
  • Das passt einfach nicht rein. Und viele Künstler damals eben … Zu dieser Umbruchszeit … Die haben sich das aber als Vorbild genommen. Und haben plötzlich selbst Sachen angeschnitten.
  • Hast du da nachher mal ein Beispiel?
  • Ja. Ich …
  • Lass uns erst einmal den Picass…
  • Ja okay.
  • Picasso.
  • Da gibt's dann zum Beispiel nen Bild, was … Aus dem Buch … Wo halt … äh … ähm … äh … Mädchen tanzen. Und …
  • [Betrachten das Bild "Vor dem Auftreten", Edgar Degas Edgar Degas , 1879, Pastell auf Papier.] Vor dem Auftreten, 1879, Pastell auf Papier, Edgar Degas, aus "Die Geschichte der Kunst" von E.H. Gombrich Ernst H. Gombrich , Notiz vom 15.4.2016 degas-k.jpg
  • Ja.
  • … äh … Und … Und dieser Künstler um diese Zeit hat halt die Mädchen angeschnitten. Ganz … Ganz komisch. Am Bein.
  • Ach so.
  • Am … Am Kopf. Und … Und das ist eben nicht mehr dieses harmonische. Was du auch meinst, ne?
  • Ja.
  • So. Sondern … Aber … Aber die haben … Die haben es nicht erfunden. Sondern die haben's halt von …
  • [Nicht verständlich, 1:04:45.]
  • … vor hunderten von Jahren … äh … äh … in anderen Gegenden, wo das bereits ganz … ganz normal war, haben die das übernommen.
  • Mhm.
  • Für [Sperren: uns] war das komisch. Und was du jetze über … über Ägypten gesagt hattest …
  • Ja.
  • Da gibt das … Da war das halt normal, dass das im Endeffekt so gemacht wurde. Und in … Die europäische Sicht … Hier klappt das halt nicht so.
  • Mhm.
  • Und … Und … Und die Künstler aus Europa haben aber genau [Sperren: die] als Vorbild genommen. Für ihre eigenen Arbeiten dann.
  • Aha.
  • Also die haben das übernommen.
  • Auch Ägyptische? Na ja. Lass mal den Picasso hier … [Lacht.]
  • Genau. Ich zeig dir den jetzt halt.
  • Ja.
  • Komische Bilder von Picasso
  • Weil … Weil du das mit dieser Frontalsicht oder …
  • Ja.
  • … das mit der Seitensicht da …
  • Ja.
  • … gesagt hattest.
  • Ja. Ja. Also ich weiß, wie berühmt der Picasso ist. Und dass der unerschwinglich ist. Und … ähm … Ja. Der hat aber … äh … die Natur, würde ich sagen, total verunglimpft. Verhonepipelt! Ah. Manchmal hat er ja ne Brust auf die Stirn gemacht. Und das Auge auf die Brust. Oder was …
  • Mhm.
  • Entartete Kunst Anti-Moderne
  • … weiß ich. Also … Mhm … Das ist für [Sperren: mich] total entartet. Adolf …
  • Okay.
  • Ich lese … Ich lese zur Zeit … äh … Mein Kampf.
  • Ja.
  • Und ich weiß nicht, ob Adolf Hitler Adolf Hitler sich mit Picasso beschäftigt hat.
  • Ich denke mal.
  • Ich könnte mir vorstellen, er hätte dazu gesagt, das ist entartete Kunst. Und da muss ich dem Hitler Recht geben.
  • Was heißt denn entartet jetze. Ich hab' mich da jetzt noch gar nicht so richtig informiert.
  • Also … äh …
  • Was steht denn da im Buch.
  • Ich empfinde entartete Kunst, wie das … Das ist eben …
  • Mhm.
  • … überhaupt gar keine Natur mehr.
  • Was heißt denn entartet. Ent… Also außerhalb der … Ent. Artet.
  • Mhm.
  • So als Wort. Meine ich jetzt.
  • Äh … Na ja. Du hast eine Art. Mensch.
  • Okay.
  • Ja. Wo die Augen hier im Gesicht …
  • Ah … Okay.
  • … sind und nicht auf der Brust.
  • Okay.
  • Die Brust nicht auf der Stirn ist.
  • Okay.
  • Oder [Räuspert sich.] das ist …
  • Oder die Nase nicht seitlich gezeigt wird.
  • Ja.
  • Die Augen nach vorne … äh … gerichtet sind.
  • Ja.
  • Oder irgendwie.
  • Also das ist … Ja. Also das würde ich als entartete Kunst bezeichnen.
  • Mhm.
  • Und … Und richtig hässlich. Ich weiß, dass ich jetzt in ein ganz schlimmes Fettnäppchen trete.
  • Ne. Nein. Wieso …
  • [Lacht.]
  • Du hast es ja schon einmal erwähnt. Und ich finde es ja gut. Ich meine, deshalb rede ich ja mit dir darüber.
  • Ja.
  • Da spricht ja jetzt nichts dagegen … äh … so … so ein Wort zu nehmen. Ich denke mal du … du hättest den jetzt … äh … außer Landes geschafft. Als du …
  • Ne. Ich hätte … Ich weiß, wie teuer der ist. Und dass sich das gar keiner oder nur wenige leisten können.
  • Ja.
  • Ich weiß es. Aber trotzdem ist es für mich … Ja … Entartete Kunst!
  • Ja.
  • Eben. Nicht?
  • Ja ich finde aber … Ich find's spannend, dass …
  • Lustig und kreativ, aber nicht schön
  • Na gut. Man kann es als lustig empfinden.
  • Ja.
  • Oder interessant. Oder kreativ.
  • Ja.
  • Ja?
  • Okay.
  • Aber … äh … Nicht als schön.
  • Okay.
  • Also lustig, kreativ, … äh … Was weiß ich. In der Richtung.
  • Mhm.
  • Aber … äh … nicht … Nicht schön. Das ist aber nicht hässlich!
  • Okay. Aber … Aber kannst du dir denn auch vorstellen, dass so ein Bildnis einer Frau … äh … ähm … etwas ausdrücken sollte, wie bei van Gogh Vincent van Gogh ? Dass er … Dass er … Dass er diese Wellen und diese Striche genommen hat. Oder bei dem Schrei. Wo der das auch in dieser Wellenform …
  • Na, der hat sich bestimmt irgendwas vorgestellt. Der Picasso … Aber … Man kommt nicht so richtig dahinter.
  • Mhm.
  • Was er sich vorgestellt hat.
  • Okay.
  • Wir sehen … [Zeigt auf den Bildschirm.] … die ägyptische Malerei hier.
  • Ja.
  • Die ist von der Seite gemacht. Und da war ja auch diese … äh … äh … dieses Ding. Die wollten Füße zum Beispiel nicht von vorne zeigen. Weil man von vorne …
  • Ja.
  • … die Füße nicht so erkennt, wie seitlich.
  • Ja.
  • Wir erkennen hier ja richtig Füße.
  • Ja genau.
  • Das selbe ist mit dem …
  • Gesicht.
  • … Gesicht halt.
  • Kopf.
  • Du siehst die Nase richtig. Die Augen sind ja häufig nach vorne. Wie …
  • Ja.
  • … wir hier sehen.
  • Ja der Körper ist von vorne.
  • Genau. Und … Und … Und das Auge eben. Ne?
  • Ja.
  • Weil wir natürlich das Auge von vorne viel viel schneller sehen. Und so weiter.
  • Ja.
  • Und im Endeffekt genau das selbe hat doch Picasso hier gemacht. Er hat die Augen von vorne gemacht. Die Seite hat er von der … äh … äh … Die Nase hat er von der Seite gemacht, …
  • [Betrachten das Bild "Portrait de Marie-Thérèse", Pablo Picasso, 1937, Öl auf Leinwand.] Portrait de Marie-Thérèse, Pablo Picasso, 1937, Öl auf Leinwand bildnis-k.jpg
  • Ja aber nicht nur einerlei! Während … äh … an den ägyptischen Bildern nur einerlei zu sehen ist. Also das … Der seitliche Kopf.
  • Ja.
  • Und … äh … der frontale … äh …
  • Brust. Genau.
  • … Körper. Und während Picasso hat alles versucht.
  • Aber er hat's ja auch aus mehreren Perspektiven gemacht. Ne? Also so wie bei den Ägyptern. Die haben sich ja auch nicht an eine Perspektive gehalten. Sondern haben immer die gemacht, die für die …
  • Ja aber …
  • … am ausdrucksstärksten war.
  • Ja aber hier sind mehrere Varianten.
  • Ja, hier hat er noch mehr reingemischt.
  • Ja.
  • Er hat ja die Ägypter nicht bloß …
  • Ja.
  • … ko… kopiert. Sondern er hat dann halt … ähm … äh … auch die beiden Augen … äh … schräger gemacht.
  • Ach du meinst, der hat sich da … die Ägypter … als Vorbild …
  • Ich denke, er hat die als Vorbild sich genommen. Was ich gesagt hatte. Dass die auch die afrikanischen …
  • Das weiß ich aber nicht.
  • … Masken … Doch doch. Die hatten zumindestens diese …
  • Ja.
  • … afrikanischen Masken und so. Als Vorbilder.
  • Mhm.
  • Die haben diese … Von Japan diese Sachen. Wo ich gesagt hatte. Äh … Die … Die haben davon mitbekommen, weil es gab so Kolonialgeschäfte. In Europa. Da waren diese … äh … äh … diese Zeichnungen als … als Verpackung vorhanden. Und die haben …
  • Ja.
  • … diese Verpackungen dann … diese Zeichnungen gesammelt. Und haben sich davon inspirieren lassen.
  • Also falls du so 'ne japanische Abbildung hast, können wir …
  • Ja.
  • … uns die ja nachher mal an …
  • Ja.
  • … gucken. Nicht?
  • Picasso ist für mich hässlich
  • Ja also wie gesagt. Der Picasso ist für mich hässlich. [Lacht.] Und ich weiß, in was für ein Fettnäpfchen ich da trete.
  • Also Picasso ist für dich hässlich. Aber diese ägyptische Kunst, die auch mit dieser Perspektive … mit den unterschiedlichen …
  • Ja.
  • … Perspektiven arbeiten, die ist für dich …
  • Ja.
  • … wiederum …
  • Die ist [Sperren: anders]. Das ist eine andere Perspektive.
  • Na das sind andere Perspektiven. Aber das ist ja auch nicht diese realistische, wie man …
  • Nein.
  • … eine Figur sehen würde.
  • Nicht realistisch. Aber … Anders als der Picasso. Also das sind … Immerhin ist der Körper, der … ja … von vorne gezeigt wird. Während die Köpfe von der Seite und die Füße auch von der Seite …
  • Mhm.
  • … gezeigt werden …
  • Mhm.
  • Ist der Körper von vorne. Das ist das Charakteristische eigentlich von diesen ägyptischen …
  • Na und die Augen. Die finde ich halt immer ziemlich krass.
  • Ja.
  • Wenn die so nach vorne stechen.
  • Und … äh … bei Picasso … Ja? Die hat da wenigstens noch eine Brust an der richtigen Stelle. Und was weiß ich.
  • Was heißt denn an der richtigen Stelle? Das stimmt ja eben gar nicht. Die Brust ist da, wo [Sperren: wir] sie am besten sehen können. Als … Wir können jetzt nicht 'ranzoomen. Aber …
  • Ja.
  • Die ist ja dort … Die ist ja im Profil sozusagen.
  • Ja.
  • Damit wir sie als Betrachter richtig erkennen können. Das heißt aber nicht, dass sie anatomisch an der korrekten Stelle ist.
  • Ja. Aber fast, würde ich sagen. Während es bei Picasso gar nicht ist.
  • Das stimmt. Da sind die total an der falschen Stelle. Wo …
  • Das ist … Ja! Und auch die Fingernägel. Das ist alles … Also wie gesagt … Sehr unrealistisch. Und …
  • Wir können später dann noch einmal darüber …
  • Ja.
  • … kurz reden.
  • Ja. Das ist gut. Fritzchen. Gehen wir erst einmal.
  • Ja.
  • Wollen wir die anderen nicht so … Wenn ich hoch komme, sonst bleibe ich halt hier. [Lacht.] Uuuh!
  • [Pause.]
  • Ahhh!
Marmorkopie der Laokoon-Gruppe, Vatikanische Museen
Marmorkopie der Laokoon-Gruppe, Vatikanische Museen
Dresdner Knabe, römische Kopie nach Bronzewerk des Polyklet oder seiner Schule, gegen 430 v. Chr.
Dresdner Knabe, römische Kopie nach Bronzewerk des Polyklet oder seiner Schule, gegen 430 v. Chr.
Grabkammer der Nefertari, Gattin des Ramses II., Szene: Der Gott Re-Harakleti und Amentit, die Göttin des Okzidents, um 1298 - 1235 v. Chr.
Grabkammer der Nefertari, Gattin des Ramses II., Szene: Der Gott Re-Harakleti und Amentit, die Göttin des Okzidents, um 1298 - 1235 v. Chr.
Büste der Nofretete, Berlin, Ägyptisches Museum
Büste der Nofretete, Berlin, Ägyptisches Museum
Hausaltar, um 1345 v. Chr.
Hausaltar, um 1345 v. Chr.
Diplom Theorie Gespräch mit Oma transkribiert zwischen 11:40 und 13:00 (dazwischen Wäsche aufgehangen) 42:00 - 55:00 = 13 min 1 min in 5 min transkribiert
  • Das sehe ich überhaupt nicht.
  • Neunzehnhundertsiebzehn.
  • Mhm.
  • Unbekannter Künstler versus berühmter Künstler
  • Der hat halt … Also … Was ich noch weiß, ist, dass er … ähm … ähm … Es ging um eine Ausstellung. Und um eine Einreichung. Damals.
  • Mhm.
  • Und er hat diese Arbeit halt eingereicht.
  • Mhm.
  • Er war selbst irgendwie Teil von der Kom… äh … Kom… äh … Kommission Kommission oder so. Und wollte aber nicht, dass diese Arbeit mit ihm in Verbindung gebracht wird. Und hat deshalb einen ganz anderen Namen genommen.
  • Syn…
  • Synonym.
  • Mhm.
  • So ein Künstlername.
  • Mhm.
  • Niemand wusste, dass es von ihm ist. Und es wurde dort abgelehnt. So.
  • Mhm.
  • Und er hat irgendwie glaube ich auch damit gearbeitet … Was ist, wenn da jemand, … äh … den niemand kennt, sozusagen, so ein Pissoir Marcel Duchamp ein…
  • Ja.
  • … äh … einreicht. Ist das dann Kunst? Und wenn's ein Bekannter gemacht hätte: Vielleicht wäre es dann mehr akzeptiert worden. Oder so.
  • Kunst im weitesten Sinne
  • Also ich meine, Kunst … als Kunst kann man es im weitesten Sinne vielleicht … äh … begreifen.
  • Was heißt Kunst im weitesten Sinne?
  • Na ja. Da kann man ja alles nehmen. Nachttöpfe oder … Oder Pissoire! Oder …
  • Wurde auch schon gemacht.
  • Oder … Oder was … Was weiß ich. [Räuspert sich.] Wenn die dann so dargestellt werden. Aber … äh… Ich empfinde nichts Schönes dabei.
  • Das passiert ja aber häufig. Ne? Heute wird ja alles … kann alles prinzipiell Kunst sein.
  • [Räuspert sich.] Gut. Mhm.
  • Also ich … Also das ist ja mein Problem. Zum Beispiel … Dass, wenn ich etwas … ähm … auf den Tisch stelle …
  • Ja.
  • Und ich bin Kunststudent Kommilitone . Sagen wir mal, ich bin Künstler. Ich tue etwas auf den Tisch.
  • Ja.
  • Dann wird es prinzipiell schon einmal eher als Kunst wahrgenommen, dass ich was auf den Tisch stelle und was ich da …
  • Mhm.
  • … raufstelle, als wenn's … als wenn du das zum Beispiel machst.
  • Ja.
  • Äh … Und ich kann mich dann gar nicht dav… davon befreien. Dass es keine Kunst sei! Weil, wenn … Sobald du Künstler bist, …
  • Mhm.
  • … wird das, was du machst, irgendwie mit zu deinem künstlerischen Schaffen dazu gezählt.
  • Also, wenn du dir einen Blumenstrauß auf den Tisch stellst, dann ist schon die Vase mit Blumenstrauß Kunst.
  • Das könnte eine Kunstper…performance Performance sein. Dieser Moment Moment dieses …
  • Ja.
  • … Hinstellens könnte man bei mir als Performance sehen. Wenn du es machst, ist es vielleicht, weil du eine schöne Vase auf dem Tisch haben willst, mit … mit …
  • Ja. Also mit Vasen und Blumen ist das noch anders. Aber nicht hier mit … Klos.
  • Klos.
  • [Lacht.] [Räuspert sich.]
  • Also das ist jetzt ein Extrembeispiel. So. Aber es gibt ja viele, die heute …
  • [Lacht.]
  • … Sachen aus dem Alltag nehmen. Tische, Stühle und so weiter. Und die kommen halt in den Kunstraum.
  • Mhm.
  • Abfalleimer im Klassenraum
  • Ich hab' halt noch dieses eine Beispiel, dass ein Kommilitone von mir halt ein … äh … äh … ähm … einen Abfalleimer in die Ausstellung reingebracht hatte, wo …
  • Ja.
  • … wo … äh … wo er Papier reingeknüllt hatte.
  • Ja.
  • Und … ähm … Und das wurde dann des nachts von … von der Putzkolonne ge…
  • [Lacht laut.]
  • …leert. Und eine neue … ähm … eine neue Plastiktüte rüber…
  • Ja. Ja.
  • …gestülpt. So.
  • Ja. So wie er hier … [Zeigt auf einen Mülleimer.]
  • Genau.
  • … steht.
  • Genau so schaute der im Endeffekt aus.
  • Ja.
  • Also die Putzkolonne hat es nicht als Kunst wahrgenommen.
  • Ja.
  • Sondern als Mülleimer, der voll war.
  • Ja. Das kann ich verstehen!
  • Das kann ich auch … äh … auch …
  • [Lacht.]
  • … verstehen. Aber halt …
  • Oder nachvollziehen.
  • Genau. Aber im Kunst… also im Kunstsystem, wenn es das abgeschlossene System ist, könnte das eben prinzipiell Kunst sein. Man muss es dann bloß erklären …
  • Mhm.
  • … [Sperren: können]. Warum das Kunst ist.
  • Ja. Gut. Ist für mich dann keine mehr.
  • Ja.
  • Da bin ich sehr altmodisch. Wahrscheinlich.
  • Aber was heißt, es ist für dich keine mehr? Wie machst du das aus? Also warum … Warum ist das … kann das … keine mehr sein?
  • Na ja. Also ich muss was … was Angenehmes empfinden. Oder … Ne. Ne. Muss nicht immer …
  • Vorhin hast du ja gesagt, es muss nicht …
  • Ich muss etwas empfinden können
  • Es muss nicht immer angenehm sein. Nein. Also ich muss aber etwas bei empfinden. Und … Und bei Pissoires empfinde ich also wirklich nichts.
  • Na du bist kein Mann!
  • [Lacht.] Ja! Genau.
  • Okay.
  • Gut. Das könnte ich sicherlich manchmal gebrauchen. Oder wenn ich ein Mann wäre. Aber … [Räuspert sich.]
  • Es ist ja immerhin ein Gegenstand aus dem Alltag. Ne?
  • Ja.
  • Also nicht so abstrakt, wie bei Mondrian Piet Mondrian . Wo du nur noch irgendeine …
  • Ja.
  • … äh … Komposition hattest. Womit ich …
  • Ja.
  • … auch nichts mehr mir bildlich vorstellen …
  • Ja.
  • … kann.
  • Mhm.
  • Aber hier kann ich mir noch etwas aus dem …
  • Gut. Man kann sich was …
  • … Alltag vorstellen.
  • Ja. Gut.
  • Aber klar. Es ist halt jetze nicht irgendwie, dass …
  • Ja.
  • … es in einem etwas bewegt. Oder … Bei mir nicht.
  • Also ich würde mich im Museum nicht vor ein Pissoir stellen.
  • Okay.
  • [Lacht laut.]
  • Das stand da aber.
  • [Lacht immer noch.]
  • Es stand da aber.
  • [Räuspert sich.] Auch wenn ich ein Mann wäre, würde ich das nicht tun. [Lacht.]
  • Ich wollte noch einmal ganz kurz hier gucken. [Schaut in seine Notizen.]
  • Oma. Steht …
  • Genau.
  • … da.
  • Omas Kunsterfahrung
  • Nein. Ich wollte dich noch fragen, äh, wo du in deinem Leben mit Kunst in Berührung ge… äh … gekommen bist. Wir reden ja gerade über … Nee! Jetzt nicht durchlesen! Wir reden ja über Arbeiten, die wir jetze durchgehen. Gerade.
  • Ja.
  • Aber was ist denn deine … Hast du das auf Reisen in Ägypten oder so … Was … Was hast du da gesehen. Und …
  • Na ja. Also früher hab' ich schon mal … ja … Museen besucht. Das … Und ja. Und auf meinen Reisen, wenn ich jetzt an Griechenland Griechen denke, diese fantastischen Plastiken. Äh … ja. Das waren aber keine …
  • [Tippt etwas ein.]
  • … Gemälde. Sondern eben diese wunderschönen Körper. Die da geformt sind.
  • Loakoon-Gruppe
  • Laokoon Laokoongruppe . Hast du die …
  • Ja. die Laokoon-Gruppe.
  • Die haben wir hier zum Beispiel.
  • [Betrachten eine Marmorkopie der Laokoon-Gruppe.] Marmorkopie der Laokoon-Gruppe, Vatikanische Museen b_hgbleipzig-9-m.jpg
  • Ja.
  • Die hab' ich als Gipsabguss gesehen bloß.
  • Ja. Ich auch. Wahrscheinlich. Und …
  • Aber der … da … da … da … da steht ja der Abguss vom Original in Rom Römer . Ne? Und von dem haben die anderen die Abgüsse dann …
  • Ja.
  • … gemacht.
  • Ich hab' einen in Odessa gesehen. Da gibt es ja eine Nachbildung.
  • Wo ist Odessa? In Griechenland?
  • Nee, das ist in Russland. Am Schwarzen …
  • Okay.
  • … Meer.
  • Aber das wird dann… Aber das wird dann …
  • Also am westlichen Schwarzen …
  • Ja.
  • … Meer.
  • Okay.
  • Hab' ich das gesehen. Ich weiß nicht. Ich glaube noch in irgendeiner Ausstellung. Oder was weiß ich.
  • Mhm.
  • Oder so.
  • Na der wurde ja ziemlich häufig ab… abge…
  • Ja.
  • … abgegossen. Also …
  • Ja.
  • … kopiert.
  • Also das ist für mich, ja, einfach harmonisch! Und schön.
  • Und ist auch ne Geschichte, ne?
  • Dresdner Knabe
  • Es muss auch … Es muss auch nicht die … die Gruppe nur sein. Auch die … Was weiß ich … Wenn du ein Apollon Apollon oder irgendwas da hast. Diese schönen Körper, die die Griechen eben …
  • Ja.
  • … da dargestellt haben. Oder die Athena. Oder … Oder so. [Räuspert sich.]
  • [Pause.]
  • [Tippgeräusche.]
  • Da können wir auch mal gucken. Ich glaube, der ist aus der Zeit.
  • Da ist er doch schon.
  • [Betrachten die Skulptur "Dresdner Knabe", römische Kopie nach Bronzewerk des Polyklet oder seiner Schule, gegen 430 v. Chr.] Dresdner Knabe, römische Kopie nach Bronzewerk des Polyklet oder seiner Schule, gegen 430 v. Chr. dresdnerknabe-k.jpg
  • Dresdner Knabe. Römische Kopie der frühen Kaiserzeit. Nach einem Bronzewerk des Polykled. Oder seiner Schule gegen 400 v. Chr.
  • Ja das ist … könnte aber der Apoll sein. Nicht? Oder?
  • Ich gucke noch einmal nach. Ja. Na hier wird's bloß als Knabe bezeichnet. So.
  • Ach so. Mhm.
  • [Tippgeräusche.]
  • Na ja gut. Sowas Ähnliches gibt's dann auch. Aber das … Das hat mir sehr gefallen. Das …
  • Also …
  • … war in Griechenland. In Ägypten … Das kann man gar nicht mit Europa dann … äh … wieder vergleichen. Die haben eine ganz andere … äh … Kunst…
  • [Tippgeräusche.]
  • …vorstellung. Oder Auffassung. Aber auch eigentlich zum Teil sehr schön.
  • Skulpturen: Wirklichkeit oder Harmonie
  • Jetzt ist es aber interessant.
  • Ja.
  • Weil jetze haben wir uns ja griechische Skulpturen angeguckt.
  • Ja.
  • Und die sind ja … natur… äh … naturalistisch. Würde ich jetzt mal sagen.
  • Ja.
  • So. So. Obwohl es ja noch nicht einmal stimmt. Ich weiß inzwischen, dass die Proportionsverhältnisse …
  • Ja.
  • … von Zeit zu Zeit immer wieder unterschiedlich waren.
  • Ja.
  • Da ging's also nicht darum, wirklich die Wirklichkeit …
  • Ja.
  • … so darzustellen. Sondern halt ein harmonisches …
  • Ja.
  • … Verhältnis zu finden. Egal …
  • Na ja. Aber die haben schon … anatomisch da nachgebildet. Also ich meine die Arme, die sie jetzt abgeschlagen haben, die müssen bis zum Untersch… bis zum Oberschenkel …
  • Ja.
  • … so drei viertel Oberschenkel reichen. Die existieren hier aber nicht mehr. Also das ist schon eigentlich … Auch der Brustkorb. Das ist …
  • Es sieht für uns…
  • … anatomisch sehr … Ja! … Reell.
  • Ja.
  • Würde ich sagen. Für mich eben.
  • Ja.
  • [Räuspert sich.]
  • [Tippgeräusche.]
  • Aber da können wir uns noch einmal die Laokoon-Gruppe anschauen.
  • Ja.
  • Denn da bin ich mir jetzt zum Beispiel nicht mehr so ganz sicher, ob sie so … ähm … ob man sich so pos… hinstellen kann.
  • Na ja. Das weiß ich auch nicht.
  • Ja.
  • Das kann ich auch nicht sagen.
  • Na ja aber das ist dann halt die Frage.
  • Ja.
  • Wollten die die Reali… also das realistisch darstellen, …
  • Mhm.
  • … oder … oder vielleicht doch eben so, dass es für uns so aussieht als ob … Aber eigentlich ist es gar nicht machbar.
  • Also das soll ja der Vater mit seinen Söhnen sein … äh … Ja, die kämpfen da um ihr Leben. Die Schlange bringt sie wohl alle um. Dann.
  • Mhm.
  • Nicht?
  • Weil er irgendwie … ähm … ähm … War das Troja?
  • Ist bestraft …
  • Weil er die warnen wollte. Na der wollte die warnen. Äh … äh … Dass sie mit dem …
  • Ach so.
  • … Trojanischen Pferd da gleich reinkommen und das wollte aber die eine Göttin nicht. Irgendwie. Und die hat dann halt die Schlange da geschickt und die sollte ihn dann … ähm … als …
  • Ach so.
  • … als … Was ist er? Kein Prophet. Sondern … ähm …
  • Wie …
  • Na er war ein … ähm …
  • Also die Trojaner wollte er warnen?
  • Genau.
  • Vor was?
  • Na vor dem Trojanischen Pferd.
  • [Pause.]
  • Ach so.
  • Was so …
  • Ach so. Ja. Da waren dann ja die Griechen … äh … drinne. In diesem Holzpferd.
  • Genau. Genau. Und … äh … das wollte die eine Göttin halt … äh … verhindern.
  • Die Athene.
  • Ich denke mal. Ja.
  • Mhm.
  • Und deshalb hat … äh … hat sie ihn halt und seine Söhne dann töten lassen. So. Das ist halt diese … diese …
  • Ja.
  • … Szene jetzt. Die winden sich halt noch so …
  • Ja.
  • Und versuchen dem Tod Sterben zu …
  • Ja.
  • … entkommen.
  • Ja. Also ich meine, die … die Söhne sind vielleicht auch zu erwachsen dargestellt. Wenn man das will. Aber insgesamt ist das also … Ja! … Eine schöne … Für [Sperren: mich] eine schöne Komposition.
  • Was mir gerade auffällt … Es ist harmonisch. Es ist schön.
  • Ja.
  • Aber …
  • Aber?
  • Größenverhältnisse bei Laokoon-Gruppe
  • Sind die Söhne nicht viel zu klein?
  • [Pause.]
  • Im Verhältnis zu dem … äh … zu dem Vater? Der ist ja fast doppelt so groß.
  • Äh … Ja. Also die die Proportionen von den Kindern … Die stimmen nicht.
  • Ja. Aber es sieht halt im gesamten …
  • Ja.
  • … eben gut aus. Oder?
  • Sieht gut aus.
  • Aber das meine ich eben.
  • [Unverständlich, 51:55.]
  • Es geht vielleicht gar nicht darum, drei Personen in … äh …
  • Ja.
  • … in der selben Größe darzustellen. Wie sie eigentlich wären. Sondern halt in eine Spannung aufzu…
  • Ja gut.
  • … aufzubauen.
  • Die Kinder könnten schon ein bisschen kleiner sein. Aber … Da hast du recht. Die Kinderköpfe sind [Sperren: fast] genauso groß wie von Erwachsenen. Die Körper sind eben anders …
  • Ja.
  • … proportioniert. Dann eben. Nicht?
  • [Pause.]
  • Also hier … Das war doch bei dieser christlichen Kunst … äh … immer so. Dass… dass … dass Personen, die wichtiger waren, größer dargestellt wur…
  • J…
  • …den.
  • …a.
  • Als andere.
  • Ja. Könnte sein.
  • So könnte ich mir das hier jetzt auch vorstellen.
  • Ja.
  • Weil er hat ja im Endeffekt die …
  • Ja.
  • Er war die Hauptperson in diesem Spiel.
  • Mhm.
  • Und die Söhne waren halt noch dabei. Und der Blick sollte aber auf ihn am Ende …
  • Mhm.
  • … gehen. So.
  • Ja.
  • Als … Als …
  • Aber wir waren gerade bei der ägyptischen Kunst.
  • Ja.
  • Wir haben jetze Beispiele, die halt nat… natürlich aussehen. Was ja deine …
  • Ja. Ja.
  • Was vorhin deine erste Antwort war.
  • [Unterbricht.] Das ist Griechisch. Von wem ist die eigentlich gemacht?
  • Muss ich mal gucken. Ich glaube, da gibt's keinen Künstler. Direkt. Sondern …
  • Laokoon-Gruppe.
  • Warte mal. Nee, nee, warte mal. Ich gucke.
  • Von Plinius Plinius der Ältere dem Älteren …
  • Ne.
  • … besonders gelobt.
  • Genau. Warte mal ganz kurz.
  • [Pause.]
  • Hier.
  • [Murmelt. Unverständlich, 53:00.]
  • Ne. Wiedergefunden. Also ich glaube, der … Die … Die haben da gar keinen …
  • Es existiert keiner..
  • … Künstler. Ne. Das Original gibt's eh nicht mehr.
  • Ach so.
  • In … In Rom steht nur noch der … äh … Abguss vom Original.
  • Ja.
  • So. Und von dem Abguss haben die … sind diese ganzen …
  • Überall … Ja.
  • … Abgüsse. Oder es ist kein Abguss. Es ist eine Marmor-Kopie. Glaube ich. Ist das da.
  • Ja. Gut.
  • Also da gibt's jetzt hier gar keinen … gar keinen … ähm …
  • Im Auftrag.
  • Ja.
  • Ja. Nee, gut. Dann muss ich's auch nicht wissen.
  • Na ich gucke trotzdem noch einmal nach. Das interessiert mich.
  • Also ich … Das vergesse ich dann ja eh. [Lacht.]
  • Ägyptische Kunst
  • [Am Bildschirm erscheint wieder das Pissoir.]
  • Jetze vom …
  • Das blöde … [Lacht laut.]
  • … Pissoir weg und von dem auch weggesehen. Aber von dem. So. Du hattest … Wir hatten jetzt die griechischen …
  • Ja.
  • [Am Bildschirm erscheint ein naturalistisches Bild.]
  • … Statuen. Wir haben jetzt diese Abbilder. Und das ist halt etwas, was wir wiedererkennen.
  • Ja.
  • Was aus der Natur kopiert sein könnte.
  • Ja.
  • Und was dann auf dem Bild oder als Statue halt wieder …
  • Ja. Ja.
  • … gegeben wird.
  • Und das ist in der ägyptischen Kunst ganz anders.
  • Ganz anders. Aber trotzdem hattest du mir vorhin so das Gefühl gegeben, als wäre die ägyptische Kunst eben doch für dich etwas …
  • Ja.
  • … [Sperren: Schönes]. Feines. Was du jetzt ja aber sozusagen dem … äh … dem van Gogh Vincent van Gogh , der ja auch abstrakter gewesen ist, …
  • Ja.
  • … ein bisschen abgesprochen hattest. Dass du das nicht schön …
  • Ja.
  • … findest. Aber … Wir gucken uns jetzt mal hier … und du kannst derweilen reden.
  • So ganz … krass … mit nicht schön …
  • [Tippgeräusche.]
  • Was … ähm … Wie heißt denn der eine große … äh … ähm … Pha…
  • Ramses Ramses .
  • Ramses.
  • Ramses der Zweite.
  • [Tippgeräusche.]
  • [Pause.]
  • Malerei gucken wir uns vielleicht mal an. Ne? Das ist ein Bild.
  • [Tippgeräusche.]
  • Na das ist jetze …
  • Ramses der Zweite. Ja. Der ist ja mumifiziert. Und auch Tuta… an…
  • Den meine ich.
  • …amon.
  • Wie schreibt man den?
  • Tut… Tutenschamon.
  • …schamon-Grab. Okay.
  • Das war aber … ja … ein Kindpharao. Der war nur achtzehn Jahre. Und …
  • Das ist diese Büste Büste von … Aber … äh… Ich mag …
  • Der ist eigentlich …
  • … die Abbildungen eigentlich eher.
  • … der ist eigentlich nur bekannt geworden durch sein Grab.
  • Ja.
  • Das eben noch nicht ausgeraubt war. Während alle anderen Gräber von diesen Mumien ja ausgeraubt waren.
  • Dann nehmen wir einfach mal das Erste hier. Als Beispiel.
  • [Betrachten ein Bild aus der Grabkammer der Nefertari.] Grabkammer der Nefertari, Gattin des Ramses II., Szene: Der Gott Gott Re-Harakleti und Amentit, die Göttin des Okzidents, um 1298 - 1235 v. Chr. ramseszwei-k.jpg
  • [Räuspert sich.]
  • Grabkammer der Nefertari
  • Maler der Grabkammer der Nefertari: Grabkammer der Nefer…
  • Nefertari.
  • …tari.
  • Ja.
  • Gattin des Ramses des Zweiten. Szene Der Gott Sowieso …
  • Die Göttin …
  • … und die Göttin und so weiter.
  • Ja.
  • Ich speichere es mir jetzt erst einmal. Und wir gucken uns das mal an.
  • [Tippgeräusche.]
  • So.
  • Ja.
  • Warum ist das für dich … Was du eben gesagt hattest. Ähm. Schön. Ägyptische Kunst allgemein.
  • Schön, auch wenn anders als europäische Kunst
  • Mhm. Ist die schön?
  • Findest du es schön? Oder …
  • [Pause.]
  • Na ja. Äh … Die ist mit der europäischen Kunst überhaupt nicht zu vergleichen. Die haben ja eine andere … eine ganz andere Darstellungs- und Malweise. Da sieht man die Gestalten eigentlich nur seitlich.
  • Frauen werden immer etwas kleiner dargestellt. Als die Männer.
  • Das war wie bei der …
  • Ja.
  • … christlichen. Wo ich gesagt hatte …
  • Ja.
  • Wobei. Hier ist die glaube ich gleich groß. Ne? Das war auch bei der einen Frau von … äh … von dem einen …
  • Ja.
  • … Pharao. Die auch immer gleich groß … äh … gezeigt wurde. Irgendwie. Ich weiß jetzt nicht genau.
  • Ach. Von dem Amun. Von dem …
  • Irgendwas mit Sonne war das. Glaube ich.
  • Ja. Ja, der … Der Sonnenanbeter.
  • Da gibt's in Berlin so eine … ähm …
  • Ach. Mensch. Wie heißt der. Amun …
  • Ich hab's im Buch gerade noch …
  • Ja.
  • … gelesen. Vorhin. Ich weiß gerade auch nicht. Ja.
  • Ja. Na ja. Bloß … ähm … Der ist ja auch nicht als Mensch dargestellt, sondern als ein … ein Gott. Dieser Viervogel…
  • Mhm.
  • …gott. Weiß ich jetzt nicht. Welcher das war. Und dann hat der noch … Ja … Ein Sonnen… Sonnenring mit einer Schlange oder was …
  • [Sperren: Ja hier]! Das ist ja eine Schlange. Ne?
  • Ja. Also ich weiß aber nicht, welchem Gott der nachgebildet ist.
  • Mhm.
  • Das müsste aber in der Beschreibung bestimmt stehen.
  • Gucken wir mal eben. Das war … hier oben. Der Gott Re-Harakleti und Amentit, die Göttin … ne. Also das …
  • [Leise:] Der Ochsi…
  • Das ist aber nicht der Sonnengott. Ne?
  • Mhm. Ne. Wie heißt denn der Pharao. Der ganz junge Pharao, der plötzlich eine … die monotheistische Weltreligion da kreiert hat. Ach. Ähm. Wie… Wie heißt die ägyptische … äh … Königin, die …
  • [Tippgeräusche.]
  • … die immer als schöne Nofretete Nofretete dargestellt wird. Das war die Frau von dem. Ah… Aman… Am… Der hat sich dann umbenannt.
  • Ich gucke das mal nach. Das ist … Das sind jetzt ja bloß so Wissens… … äh … …details.
  • Nofretete, nicht so schön wie dargestellt
  • Na ja, aber wenn du Nofretete nachguckst, diese …
  • Okay.
  • … schönste Frau. Wo man überall in jedem Museum diese Büste sieht. Die aber in Wirklichkeit gar nicht so schön gewesen sein soll. Wie … Wie sie immer hier beschrieben wird.
  • Ja, die ist in Berlin gewesen jetze.
  • [Betrachten ein Abbild der Büste der Nofretete.] Büste der Nofretete, Berlin, Ägyptisches Museum nofretete-k.jpg
  • Ja. Ja. Und der Mann. Wie heißt der? Amum… Ach. [Sperren: Mensch]. Bin ich blöd.
  • [Tippgeräusche.]
  • Mann.
  • [Lacht.]
  • Ehemann.
  • [Sperren: Echnaton Echnaton ].
  • [Sperren: Echnaton]. Ach. Ja.
  • Okay. Da gucken wir mal nach …
  • Ja.
  • Echnaton.
  • Und der war an sich … Der wurde immer sehr hässlich dargestellt. Mit diesem großen Mund und so. Ja also, man kann die nicht vergleichen. Die ägyptische …
  • Das meine ich …
  • Ja.
  • … hier. Ich mache das mal groß.
  • Vergl…
  • Das. Das meinte ich eigentlich. Da.
  • [Betrachten ein Abbild von einem Relief, auf dem Echnaton, Nofretete und drei ihrer Kinder dargestellt sind.] Hausaltar, um 1345 v. Chr. hausaltar-k.jpg
  • Vergleichen mit der Europäischen Kunst.
  • Und das …
  • Und da spricht die ägyptische Kunst einen doch irgendwie an.
  • So. Das hatte ich gesehen. In Berlin halt hier.
  • Und ich … Das hab' ich … hab' ich das nicht an der Wand hängen? Bei mir zu Hause? Die Beiden? Ne. Das ist etwas anders.
  • Ägyptische Kunst und van Gogh
  • Interessant ist jetzt bei dem … Das ist ja gar nicht dieses ägyptische, was wir gerade gesehen hatten. Was so seitlich und ganz streng ist und so, ne?
  • Mhm.
  • Sondern hier sind ja schon so … so rundere Formen drinne. Ne?
  • Ja.
  • Das ist zwar noch seitlich.
  • Ja. Und die Kinder werden eben immer so unproportioniert und klein dargestellt.
  • Mhm.
  • Ja.
  • Aber warum würdest du denn sagen, dass das jetze für dich … äh … noch Kunst ist und wenn's jetzt aber nen … äh … nen van Gogh ein bissle schräg malt so, dann ist es für dich halt nicht mehr nachvollziehbar.
  • Na gar nicht mehr nachvollziehbar … äh … kann ich nicht sagen. Aber … Ja. Ich weiß es nicht. Es gefällt mir einfach nicht. Es ist … Es fehlt die richtige Harmonie. Die ist ja hier auch nicht. Das ist ja hier ganz anders.
  • Aber was … Was ist denn nun das hier. Wo du sagst, … ähm … das ist für dich trotzdem schö… sympathisch … Wie nennt man das.
  • Hast du ein farbliches?
  • Von dem jetzt?
  • Na ja. So …
  • Vom ägyptischen?
  • Ja. Denn das gefällt mir grad auch nicht so. [Lacht.]
  • Das gefiel mir.
  • [Tippgeräusche.]
  • Aber ich hab' jetzt nicht von dem glaube ich jetzt etwas. Wenn ich danach jetzt suche, sehen wir halt diese Bilder, die wir alle …
  • Ja.
  • … kennen.
  • Und die Nofretete? Die hast du aber dann mal. Nicht?
  • [Tippgeräusche.]
  • Ich weiß nicht. Kam die in Bildern vor?
  • Ja. Jetzt kommt sie schon. Ja.
  • Na ja. Das ist aber immer diese Büste, die dargestellt wird.
  • Ja. Das ist das Bekannte eben.
  • Ja.
  • Ja. Und so schön … Und so schön soll sie in Wirklichkeit eben gar nicht gewesen sein! Wie sie da immer dargestellt wird. Und beschrieben wird. Als die schönste Frau.
  • Das sollen Landvermesser sein. Stand da gerade.
  • Aha.
  • Ich gucke da noch einmal nach, was das genau ist. Das wäre jetze so ein Bild, was du eigentlich meinst, ne? Also so ein ägyptisches?
  • Ja.
  • Oder was ja auch bloß ganz zeilenartig ist. Wo ganz viele solcher …
  • Ja. Vielleicht übernimmt man da auch einfach … ähm … ja … Urteile oder Empfindungen von anderen. Aber … ähm …
  • Na komischer Weise zählst du das ja sozusagen, ich denke mal, mit zur schönen Kunst. Oder so. Weil es so alt ist schon. Und sozusagen …
  • Ja wahrscheinlich.
  • … schon in die Geschichte eingegangen ist. Oder?
  • Ja wahrscheinlich. Weil man von Ägypten gar nichts anderes erwartet. Also wenn ich jetzt nur europäische Maler hätte …
  • Ja.
  • Die würde ich anders vergleichen, als wenn so ein ägyptisches Bild dazwischen ist. Wo auch die Diener und alles dann immer klein und die … die Kinder zu klein dargestellt …
  • Mhm.
  • Elke betritt das Zimmer
  • [Es klopft an der Tür.]
  • … werden. Das ist total unrealistisch, ne? [Laut:] Herein! Hallo?
  • Hallo? Essen ist…
  • Ach Hallo.
  • … fertig.
  • Ja. [Lacht.] Elke.
  • Ihr interviewt gerade?
  • Ja.
  • Ja. Ja. Also ich wünsche ein frohes Fest.
  • Ja ich dir auch. Frohe Weihnachten. Ne?
  • Ja. [Lacht.]
  • Ich wollte sagen, das Essen ist angerichtet.
  • Ach so.
  • Es ist angerichtet. Hallo Friedrich.
  • Ja ist gut.
  • Frohe Weihnachten, ja? [Lacht.]
  • Dann unterbrechen wir.
  • Wir nehmen gerade auf.
  • Oh Gott.
  • [Lacht.]
  • Das ist mir peinlich. Na ja gut. Also …
  • Wir kommen dann, nich'? Wir unterbrechen. Für Essen tuen wir [Sperren: alles]. [Lacht.]
  • Tür zumachen?
  • Wie?
  • Soll ich Tür zumachen?
  • Öh. Ich denke, dass wir ruhig dann auch rüber gehen. Dann. Nicht? Wir können ja nachher noch einmal.
  • Ja aber noch fünf Minuten.
  • Ja. Na okay. Ja.
Innen / Außen Ansichten
Innen / Außen Ansichten
Ansicht Betrachter
Ansicht Betrachter
Ansicht Künstler
Ansicht Künstler
Herme Herme mit Blender gescannte Büste Büste bearbeitet erste Gehversuche mit Modifikator Dezimieren Anzahl Polygone reduziert da ich mit Beitel Büste weiter bearbeite, keine Details notwendig Schultern entfernt: Quader an Sockel gelegt, verlängert, Schultern mit Modifikator Boolean entfernt dazu: Objekt ausgewählt, Operation Differenz Innen / Außen Ansichten herme-gif-k.gif Quader geteilt: Mesh > Kanten > Unterteilen Teilung in Z-Richtung nach oben verschoben (Punkte markieren, mit Grap verschieben) Ansicht Betrachter hermevonunten3-k.jpg Ansicht Künstler hermevonoben-k.jpg Brustbereich Büste entfernt Mausrad + Umschalttaste: Ansicht nach oben / unten Mausrad + Strg: Ansicht nach links / rechts mit Drahtgestell
(gestern) Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten weiter Löcher in Dreiecksnetzen mit COMETplus gefüllt Brücken in Dreiecksnetzen erzeugt Arbeitsweise entweder Linear, Tangential oder Ecke für offene Löcher genutzt, danach Loch gefüllt offene Schnittfläche eventuell gerade abschneiden, danach füllen Bachmann empfiehlt viel mehr Holz um eigentliche Büste Büste bei Fräsen zu lassen (bis zu 1 cm, wenn richtig verstanden) so kann ich noch viel ausprobieren, mich langsam rantasten mit Ohme bei Blender Büste bearbeitet wichtige Tasten: 1 "G" ("grap") bewegt Objekte danach Taste x, y oder z: bewegt Objekt global zweimal x, y oder z: bewegt es lokal 2 "R" für Rotieren zz: lokale z-Achse[?] 3 "S" für Skalieren Shift und x, y oder z: bedeutet alle außer x, y oder z ansprechen 4 "A" für alle auswählen 5 "Pos 1": ganzes Objekt inklusive eventuell weiter liegende Elemente werden auf Bildschirm gezeigt Alt und G: auf Nullpunkt verschieben (davor eventuell nicht verknüpfte Objekte verbinden) Objekt-Modus Zahlen-Tasten: Ansicht wechseln Alt und rechte Maustaste[?] "B" mit Maus auswählen[?] 6 Objekt anschneiden oder Objekt vereinen Objekt markieren, auf Modifier gehen, danach Boolean auswählen 7 in Einstellungen bei Interface anklicken: Cursor Depth, Auto Depth und Rotate … [?] Selection Objekt aufblähen über Modifier -> Solidify Glühwein mit u. a. Bachmann und Ohme getrunken habe wenig gesprochen, Situation trotzdem angenehm Notebook mit 3D-Software bis Januar ausgeliehen bekommen abschließend Gipsbüste mit Wasser besprüht und in Tüte verpackt zwischendurch bei Kati Schlüssel für AV-Labor abgeholt
gesehen am Ägyptischen Portal an der Orangerie im Neuen Garten, Potsdam
gesehen am Ägyptischen Portal an der Orangerie im Neuen Garten, Potsdam
Büste gewässert
Büste gewässert
Ansicht Scan von Büste
Ansicht Scan von Büste
Herme Herme (Notizen Potsdam von gestern) gesehen am Ägyptischen Portal an der Orangerie im Neuen Garten, Potsdam hermefriedrich-k.png Orangerie mit Ägyptischen Portal wird von Sphinx bewacht mit zwei schwarz gefärbten Statuen ägyptischer Götter zwei Dionysos-Hermen u. a. Hermen als Wächterrolle (weiterhin zwei Osiris Statuen) Dionysos, Schutzgott der Baumfrüchte Werkstatt Plastisches Gestalten um Ohrenteile wieder anzukleben, gesamte Büste Büste in Wasser gestellt Büste gewässert kopfunter1-k.jpg in Aushöhlung ebenfalls Wasser solange Oberfläche nach Befeuchtung seifig wird, noch nicht durchnässt genug Ohren und Augenpartien für Scan noch mit zusätzlichem Gips gröber machen (später vergessen) Alberti gefragt wegen Fügen von Holz, 90 mm dicke Holzbalken[?] in Leipzig bestellt am Mittwoch oder Donnerstag Handkreissäge abholen Anfang Januar dann Holzbalken fügen Nagelpfeile für Bearbeitung Gipsbüste kaufen fehlende Bereiche Schicht für Schicht aufgetragen Gips "Supraduro" für Ausbesserungen verwendet (merken für nächstes Mal) zu bearbeitende Stellen können auf Büste mit Bleistift skizziert werden, später kein Problem bei erneutem Gipsauftrag Büste mit 3D-Sensor von steinbichler gescannt Ansicht Scan von Büste kopfscan2-k.jpg Ansicht am Bildschirm Löcher automatisch entfernt, optimaler manuell 1 x Danke gesagt (gestern)
mit Hand auf Tonbüste gespritzt
mit Hand auf Tonbüste gespritzt
zwei Gipsschichten ziehen sich über Büste
zwei Gipsschichten ziehen sich über Büste
zweite Schicht wird aufgetragen
zweite Schicht wird aufgetragen
Untersicht, Brustbereich und Arme sichtbar
Untersicht, Brustbereich und Arme sichtbar
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten 3 Eisenstangen mit Bolzenschneider gekürzt und geformt wird später am Rücken, an der Brust und nach oben hin um Büste Büste befestigt verlorene Form Verlorene Form : effektivste, günstigste Form Amarna-Zeit schon so ähnlich abgeformt, auch Kopf umsetzen (realistische Abdrücke? In Berlin Objekte ansehen) Karstwanderweg Stein durch Wasser gelöst lässt entstehen: Höhlen, Erdfälle und Dolinen, Karstquellen, Bachschwinden und Flussversinkungen, Karstkegel, Schlotten, geologische Orgeln, Felsen und weiße Wände (Gips) Ton mit Schamotte (kleine Steinchen): Luft kann entweichen gut für Ton, der nicht gebrannt werden soll erste Schicht: Warnschicht davor Hand mit Öl einreiben Warnschicht mit schwarzer Färbung (Abtonfarbe) mit Hand auf Tonbüste gespritzt buesteform-1-k.jpg Finger müssen geschlossen sein nicht mit Pinsel arbeiten, da Tonoberfläche verrieben werden kann Faden soll nicht in Gips eindringen anbringen, wenn Gips noch feucht ist, damit es nicht wieder abfällt am Faden ist die Teilungsebene neue Gipsschicht (nicht farbig) zwei Gipsschichten ziehen sich über Büste buesteform-7-k.jpg zweite Schicht mit dickerer Masse, damit sie nicht runterfließt zweite Schicht wird aufgetragen buesteform-5-k.jpg Stab in zweite Schicht gedrückt damit sich Gips nicht verzieht Zwischenergebnis Untersicht, Brustbereich und Arme sichtbar buesteform-12-k.jpg umgedreht und aufgehangen dadrunter Eimer, Wasser von oben einspritzen, damit sich Form langsam löst Standpunkt HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 Herme Geradenbild Geradenbild Gespräch mit mir
  • [Aufnahme Anfang.]
  • Heute bin ich vier Uhr noch was aufgestanden.
  • Oder aufgewacht.
  • Und konnte jetzt nicht mehr einschlafen, weil ich darüber nachdenken muss, was ich jetze noch alles so zum Rundgang machen will.
  • [Pause.]
  • Irgendwie bin ich deshalb jetzt irgendwie wieder … Tja … Sehr munter!
  • Und irgendwie gleichzeitig [Sperren: müde].
  • Ich geh's jetzt mal eben durch.
  • Mhm … Was wollte ich machen?
  • [Sperren: Also]. Je nachdem. Im Klassenraum die [Sperren: Herme] aufstellen. Oder … für diese Geldausstellung, wenn das jetzt sich am Dienstag … äh … durchsetzt, im Endeffekt, … ähm … Geradenbilder.
  • Und zwar höchstwahrscheinlich Porträts. Aber dann Tusche. Ähm … Mit den … Mit den Tuschestiften. Was ich gestern noch einmal ausprobiert hatte. Und wo sehr sehr gute Motive dabei entstanden sind. Und ich sagen würde, dass sie sich dafür auf jeden Fall eignen würden.
  • [Pause.]
  • Und dann noch eben … ähm … im Flur …
  • [Schlucke.]
  • Ähm … Ein paar Bilder.
  • Oder ein Bild.
  • Das muss ich jetzt halt wirklich einmal durchgehen. Damit ich mir dann dazu keine Gedanken zu machen brauch. Wenn ich im Flur … ähm … die beiden Wände nehme, die ich vor zwei Jahren schon genommen hatte, … Das fänd ich jetzt halt ganz … sympathisch.
  • Ähm … Dann würde ich bei dieser einen Wand … ähm …
  • [Schlucke.]
  • … den … ähm … großen Flügeltürrahmen, mit dem Selbstbildnis, … ähm … aufhängen.
  • [Sperren: Geöffnet].
  • Dazu muss ich jetzt schon im Baumarkt nach … äh … passenden Dübeln, nach vier Dübeln suchen. Und nach … ähm … kleinen Haken. Die ich da reinschrauben kann. So wie ich's beim UdK-Rundgang gesehen hatte. Dass es einige gemacht hatten. Und das war auch ganz dezent. Damit dann der Flügel… der Flügeltürrahmen halt geöffnet sein kann. Und … äh … nicht hin und her be… bewegt werden kann. Und geschlossen werden kann. Und so.
  • Weil dann geht der irgendwann kaputt. Bei so vielen Besuchern.
  • Also es muss einfach geöffnet sein.
  • [Schlucke.]
  • Und ist nicht beweglich.
  • So.
  • Das ist das Erste, was ich auf jeden Fall, schon [Sperren: diese] Woche eigentlich, erledigen kann. Gucken nach … äh … kleinen Dübeln und kleinen Haken, die ich reinschrauben kann.
  • [Pause.]
  • [Schlucke.]
  • Zweitens. Für diese beiden Wände … ähm … hab ich mir ja überlegt, … ähm … viele …
  • [Klick.]
  • … Schnüre aufzuhängen.
  • Mir fiel jetzt halt Paketschnur ein. Weil das … Ah … Von der Farbe beige, dunkel, … ähm … glaub ich ganz gut aussieht. Da hatte ich ja auch im Internet Beispiele gesehen. Oder ein Beispiel. Wo die das auch so gemacht hatten.
  • Für irgendeine Grafik-Arbeit.
  • [Schlucke.]
  • Also Paketschnüre. Ähm … Aufhängen. So nen bissel … so … äh … ziellos. Zufallsding. Nicht so mit Motiv oder so. Ähm … Die befestigen mit Nägeln und dadran dann mit Klammern … ähm … entweder … äh … kleine … ähm … Abbildungen von Entwürfen für Geradenbilder. Oder eben Abzüge von solchen …
  • [Schlucke.]
  • … Entwürfen. Oder diese … äh … die … die Fotos, die ich von Geraden im … äh … draußen gemacht habe. Also wo ich überall Geraden gesehen hab. Da hab ich ja extrem viele … ähm … Abzüge.
  • [Schlucke.]
  • Oder Fotos. Wovon ich dann noch einmal Abzüge machen würde.
  • Ich hab ja so ein Geradenarchiv. Da kann ich einfach mal nachgucken. Welche mir da jetzt besonders auffallen. Und die dann halt … äh … noch einmal bei dm drucken lassen.
  • [Pause.]
  • Da muss ich jetzt halt zwei Sachen machen. Also Flügeltürrahmen ist jetzt erledigt. Das mache ich dann diese Woche. Und bei diesen Paketschnüren muss ich zwei Sachen machen.
  • [Sperren: Morgen] … Deshalb hab ich jetzt eben schon diese … eine Paketschnur auf den Tisch getan. Muss ich schauen … [Sperren: wie] kann ich Paketschnur ganz … ähm …
  • [Pause.]
  • [Klick.]
  • … straff an zwei Nägeln befestigen. Weil ich möchte nicht, … äh … eine … eine Paketschnur nehmen und die dann immer … ähm … einfach bloß einmal rum… ähm … wandern lassen. Um Nägel. Und das dann ein Gebilde entsteht. Sondern das sollen wirklich [Sperren: einzelne] Geraden sein. Da muss ich mich dann wirklich fragen: Wie kann ich die … äh … Schnüre an den Nägeln ganz straff ziehen?
  • Dass es dann auch haltbar ist. Und dass ich dann auch was aufhängen kann. Ohne dass sich die Schnur dann gleich biegt!
  • Das kann ich morgen Vormittag machen.
  • [Pause.]
  • Einfach mal … ähm … Pfff … Vielleicht ja Holzstücke nehmen. Und … äh … zwei Nägel reinhauen. Und dann Paketschnur ranmachen. Und im Internet nachgucken, … äh … was für Knotenarten es da gibt.
  • [Sperren: Denn] das Wichtige ist ja, dass ich das … äh … zuerst … ähm … ja so ran… so ranziehen würde wollen. Weil dann kann ich's ganz ganz festziehen. Und nicht gleich mit nem Knoten. Dass ich dann halt … äh … Das passiert mir dann halt eben meistens. Die Schnur … Die Schnur nicht ganz straff … ähm … ist. Am Ende.
  • Wenn der Knoten bereits da drinne ist und … ähm … ich den halt versuche dann so nah wie möglich ranzuziehen.
  • Das hat [Sperren: nie] so richtig geklappt!
  • Und gleichzeitig soll da ja jetzt nicht so nen Ballen am Ende sein. Wo die Nägel sind. So.
  • [Pause.]
  • Das muss ich jetzt machen.
  • Und dann …
  • [Sperren: Zweitens].
  • Dazu dann eben … ähm … schon mal Ent… die Entwürfe heraussuchen, die ich entweder ranmachen würde.
  • [Schlucke.]
  • Entwürfe würde dann heißen: A4-Format.
  • Ausdrucken.
  • Also etwas größer.
  • Und da weiß ich dann eben nicht …
  • [Katze Ramses schreit.]
  • … ablenkt, von diesem Flügeltürrahmen.
  • Aber einfach mal nen paar Entwürfe fertig haben. Auch wenn ich davon dann noch Abzüge mache. Und dann … ähm … einfach sagen … Zwanzig, dreißig, vierzig … ähm … Geradenfotos raussuchen. Wo ich sagen würd, die würden da passen. Weil die … ähm … Da ist halt das Gute, dass sie eben nicht in Konkurrenz stehen zu dem Flügeltürrahmen.
  • [Katze schreit.]
  • Und dann halt 'ne eigeneständige Arbeit bilden. Und die dann aber übereinander gehen können. Ich würd dann ja diese Paketschnur … ähm … unter dem Flügeltürrahmen … ähm … teilweise weiterführen. Sodass man halt sieht, das ist eine … das ist … das bildet eine Einheit.
  • So.
  • Und dann müsste ich halt noch schauen, ob ich … äh … weiße … ganz kleine Klammern … Na so Klammern … ähm … benutzen möchte. Oder Schwarze.
  • Die würd ich mir dann eben halt … ähm … Mir dann hier auch noch kaufen.
  • Die müsste ich mir dann halt auch noch kaufen. Das kann ich auch schon nächste Woche machen. Gucken, welche Klammern zu … äh … zu farbigen Fotos passen. So.
  • Bei … äh … Bei Geradenskizzen wären das jetzt höchstwahrscheinlich schwarze Klammern.
  • [Schlucke.]
  • Das sah ganz gut aus.
  • Wobei halt beim A4-Ausdruck, die sich leicht … ähm … biegen werden. Das kann ich nicht ändern. Und selbst bei den … ähm … Fotos werden die sich glaube ich … äh … biegen.
  • Das krümmen. Das … äh … Das … Tja. Weiß ich nicht. Muss ich dann höchstwahrscheinlich mit leben! So.
  • Ach so. Und dann ist noch 'ne dritte Sache, die ich machen würde wollen. Oder verteilt im Haus. Ich denke, das werde ich dann eher verteilt machen.
  • Dass das da nicht so konzentriert ist.
  • Und zwar das mit "Zeichne mir einen Künstler!". Da werde ich … Da kann ich ja morgen auch schonmal das Foto raussuchen und einen Test … äh … A4-Blatt ausdrucken. Wie das aussehen soll. Ähm … Dann halt … äh … gucken, … ähm … dass ich nächste Woche durch einen dicken Stift da halt ein Loch bohre. Und wie ich das dann befestige.
  • Das ist dann halt eben die selbe Frage.
  • So wie der mit … äh … Dübeln höchstwahrscheinlich. Und statt so nem Haken beim Flügeltürrahmen. Eben mit … ähm … So ner … Was ist das? 'Ne Öse? Also wo … Wo halt so nen kleines Loch is. Was ich da reinschraube. Ähm … Und wo ich dann … äh … 'ne Schnur halt durchmachen kann. Am besten dann wieder Paketschnur.
  • Die ist halt am haltbarsten da.
  • Und das dann eher im Haus verteilen. An irgendwelchen Stellen, wo niemand jetze ausstellen würde. Aber wo … wo das einfach mal hängen könnte. So.
  • So zwei drei … äh … in Kombination!
  • So damit das nicht zu leer aussieht. Oder zu … Ja. Genau.
  • So.
  • Mhm.
  • [Pause.]
  • Das sind nämlich alles Sachen, über die ich mir Gedanken mache. Ähm … Und … äh … Die mir sozusagen nen bissel [Sperren: schiss] bereiten. Ähm … Weil ich mir immer vorstelle, das klappt am Ende nicht! Und zum Beispiel bei den Paketschnüren. Dass die Geraden bilden. Und … äh … An der Wand. Und dass das da komisch aussieht. Und … äh … Oder die halt leiern. Also die leicht runterhängen. Die Fotos nicht … äh … passend sind. Und so. Das sind aber [Sperren: alles] Sachen, die ich [Sperren: jetzt] schon erledigen kann. Da muss ich mir dann später keine Gedanken mehr machen.
  • [Sperren: Eigentlich].
  • Das heißt: Das sollte ich [Sperren: jetzt] schon machen. So.
  • Es sind halt nur noch … ähm … äh … eins, zwei, maximal zwei Monate hin. Und da wird sich bestimmt noch 'ne Menge ändern!
  • Den Flügeltürrahmen, den müsste ich dann halt … Da müsste ich dann Evgenij Evgenij Gottfried -Transport noch einmal fragen … ähm …, dass wir den da hinbringen.
  • Den möchte ich nämlich nicht mit der … der Straßenbahn Eisenbahnstraße transportieren!
  • Genau.
  • Dann hätt ich schonmal das erledigt.
  • Also: [Sperren: Jetzt machen].
  • [Sperren: Diese Woche].
  • Ganz einfach.
  • [Schlucke.]
  • Dann … Für den Klassenraum. Wenn sich jetzt entscheidet, am Dienstag, … äh … dass diese Geldausstellung gemacht wird, … äh … dann werd ich halt etwas anderes machen, als wenn das … äh … eine freie Präsentation ist.
  • Bei einer [Sperren: freien] Präsentation … ja … möchte ich ja auf jeden Fall die Herme nehmen. An der arbeite ich ja eigentlich genau deshalb!
  • Is jetzt aber nicht schlimm, wenn's jetzt nicht passiert. Ich hab's halt Bachmann gesagt, dass ich die auch für die Ausstellung, für den HGB-Rundgang, nehmen werde.
  • Wäre jetzt halt blöd, wenn's nicht passiert. Aber okay, ich kann's ja nicht ändern, wenn im Klassenraum der … äh … das Thema jetzt nen anderes ist. Und … ähm … im Flur denke ich, … äh … wirkt sie einfach nicht gut.
  • Da wirkt das einfach wie … irgendwie … ähm … wie 'ne lange Säule und oben blickt man vielleicht gar nicht mal hin. Weil die Lichtsituation und so alles nicht so ganz gut ist.
  • Oder oder oder!
  • Da geht sie einfach glaub ich unter.
  • [Schlucke.]
  • Also ich glaub, das is 'ne Klassenarbeit.
  • In diesem Raum zumindestens passt's ja.
  • Ähm …
  • [Pause.]
  • Genau.
  • Die mach ich ja jetzt. Also am Montag der … ähm … Was war das? Der … Na … Der [Sperren: Abguss].
  • [Schlucke.]
  • Das heißt, da wird dann die Ton… äh … Figur, die ich ge… modelliert habe, wird dann zerstört. Und dann hab ich halt … Was ist das? … Gips. Ähm …
  • Eine … Eine Negativform.
  • So hab ich das jetzt verstanden.
  • [Pause.]
  • Und dann wird nochmal 'nen Positiv gemacht. Und von der dann, mit der kann dann bei … äh … bei der kann dann Silikon Silikon nochmal drüberge…gestrichen werden. Oder so.
  • Also ich hab's noch nicht ganz richtig verstanden.
  • Wird er mir dann halt nochmal sagen müssen.
  • So. Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Das mit dem [Sperren: Holz] … äh … Er hat das jetzt ja irgendwie auf … äh … das im Januar, dann … äh … äh … das Holz da sein könnte. Dann müsste ich zur Holzwerkstatt gehen und das dann … äh … zusammenleimen. Und danach … äh … hätt ich halt nen Bock, der dann gefräst werden kann erst. Das dauert dann auch nochmal.
  • Davor würden wir das mit dem 3d machen. Aber das lass ich dann einfach seinen Lauf. Irgendwie kann ich das halt … ähm … äh …
  • So der Gedanke. Das, was jetzt nicht fertig wird, das … äh … Da hab ich jetzt nicht das große Problem. Weil halt noch … äh … Herr Bachmann halt da ist.
  • Und der das ja sozusagen mit regelt. Und … ähm … Da hab ich gar nicht die ganze … die … die volle Kontrolle. Das kann ich gar nicht selbst planen.
  • So. Entweder es klappt halt. Oder es klappt dann eben nicht.
  • Ich [Sperren: denke] aber mal, das geht.
  • Im Januar würde ich das dann halt … äh … schnitzen können.
  • Im Holz.
  • [Schlucke.]
  • Da wäre mir jetzt aber zum … zum Not… Noch eingefallen … Statt dass könnte ich … Was ich noch machen will. Anstatt dem könnte ich jetze halt auch einfach nen Gipsab… nen Gipsabguss machen. Also Silikon müsste ich dann sozusagen davor schon … äh … Also diese Form, also diese Silikonform müsste ich davor schon gemacht haben. Ähm … Dann würde ich nen Gipsabdruck nehmen und den dann da drauf setzen.
  • Zum Beispiel.
  • Oder Ton! Oder so.
  • Und das dann brennen.
  • Ich denke, dass das eben schneller geht. Ähm …
  • [Schlucke.]
  • Das sind halt eins zwei Tage dann arbeit.
  • Mhm … Das müsste ich ja aber hinbekommen.
  • Und …
  • Dann …
  • Die [Sperren: Säule].
  • [Gähne.]
  • Eigentlich bei ner Herme ist diese … is ja der [Sperren: Sockel] … Geht ja nahtlos über in die Büste.
  • Das macht eben 'ne Herme aus!
  • Langer Sockel und Büste oben drauf, aber kein Übergang.
  • So.
  • Große Marmorblöcke!
  • Ähm … Wurden dafür oft oder werden dafür oft verwendet.
  • Das geht nun nicht! Bei vier Metern.
  • So oder so schonmal nicht.
  • Das heißt, es wird … ähm … ein Übergang sein. Es wird schon bei der … bei dem Sockel alleine, wenn die aus zwei, drei Teilen besteht, … ähm … Weil vier Meter Platten gibt's glaube ich meiner Meinung nach nicht. Und ist für mich auch gar nicht transportabel!
  • Also es müssten so zwei Meter … äh … Blöcke sein.
  • Die dann ja auch noch relativ leicht sein sollten. Und so weiter. Also …
  • [Sperren: Wobei] … Die sind dann eher schwer!
  • [Pause.]
  • Aber das geht jetzt noch zum Transportieren so.
  • Weil wenn ich jetzt bloß einen ein Meter-Sockel nehme … Das sieht total klein gegliedert aus. Da muss schon der Sockel an sich … äh … groß … nen größeres … nen längeres Format haben. Da wären jetze, denke ich mal, wenn das jetzt vier Meter noch was hoch ist, nimmste halt zwei gleichlange Sockel. Die können halt … äh … zwei Meter, oder ein Meter achtzig, oder ein Meter neunzig, sein. Damit dann eben auf so zwei Sockeln, die natürlich passgenau sein sollten, … ähm … Damit dann dadrauf dann eben noch die Herme … äh … die Büste raufpasst.
  • So.
  • Und der [Sperren: Anschluss] von der Büste zu dem Sockel sollte zumindestens exakt sein. Da sollte es jetzt nicht … ähm … ähm … unterschiedliche … äh … Breiten haben!
  • Das … äh … Genau.
  • Ähm …
  • Den Sockel, die Maße, …
  • [Gähne.]
  • … ähm … die werd ich ja erst … Oder die werd ich jetzt danach haben, wenn ich dann entscheide, wo schneide ich die Büste ab und wie gestalte ich den Übergang.
  • [Schlucke.]
  • So. Danach weiß ich die Sockel… äh … ähm … Breite. Äh … Tiefe und Breite.
  • [Atme laut ein.]
  • Genau.
  • [Klick.]
  • Und dann müsste ich bei Alberti … äh … schauen, aus welchem Material ich die mache.
  • [Pause.]
  • [Sperren: Ich] denke am …
  • [Schlucke.]
  • Ohne groß zu überlegen, also wo man als Be… als Betrachter nämlich … äh … äh … über technische Fragen stolpert und man würde, denke ich, darüber stolpern, wenn ich zum Beispiel eben Holzplatten nehme und die weiß … äh … anstreiche.
  • Ähm … Weil das ist eben schon einmal etwas mehr getan. Ähm … Während … Holz … Also Sperrholzplatten oder was das ist … ähm … Einfach roh nehmen!
  • Halt … äh … mit Gehrung natürlich. Aber einfach [Sperren: roh] nehmen. Die jetzt nicht noch bestreichen oder sonst … äh … veredeln.
  • Ähm … Ich … Das Einzige, was ich mich halt frage, ist, oder zwei Sachen, … äh … Wie sehen solche rohen Platten, die sind ja jetzt so bräunlich eher, … Wie sehen die halt bei vier Meter aus?
  • Ähm … Und vor allem dann: Wie … Wie schaut das aus, wenn dadrauf 'ne Gips… ähm … Büste is? Also die ja eher [Sperren: hell] is.
  • Die müsst ich dann ja auch roh lassen. Die würd ich jetzt ja auch nicht bearbeiten.
  • Ähm … Und wie … Oder wenn ich 'ne Tonbüste oder so nehme, die hat dann ja auch zum Beispiel so'n … Wenn ich's jetzt so mache … So nen braunen … äh … braunen … äh … Touch.
  • Dass die sich halt nicht schneiden! Dass die sich aber auch nicht zu sehr … äh … zu sehr … Also dass die nicht zu sehr im Kontrast stehen. Dass sie halt 'ne [Sperren: Einheit] bilden. So.
  • Das werde ich jetzt aber erst, nachdem ich eben diesen Abdruck … Abguss gemacht habe, am Montag und danach nen paar Tage, werde ich dann halt erst entscheiden können. Wenn ich weiß, aus welchem Material … äh … ich die Büste machen [Sperren: kann].
  • Ich denke mal, da gibt's drei Möglichkeiten.
  • Also [Sperren: Ton] brennen.
  • Oder eben … äh … äh … [Sperren: Gips].
  • So. Und … äh … Vielleicht kann ich die ja auch bemalen!
  • Keine Ahnung.
  • Müsst ich dann eben auch mal schauen.
  • Und danach kann ich dann halt erst sagen, … äh … welche … aus welchen Platten ich halt … aus welchem Holz … aus welchem Material den Sockel mache. Den Sockel würd ich dann halt im … [Sperren: Muss] ich dann auf jeden Fall im Januar machen. So.
  • Nicht mehr Anfang Februar. Im [Sperren: Januar] muss das fertig sein!
  • Ich muss den bereits … äh … aufstellen können. Und ich muss bereits … äh … den an der Wand befestigen.
  • Da hab ich mir vorgestellt halt mit nem … mit Metall … mit nem Metallstab oder so. Der halt genau die richtige Länge hat, zur Wand hin. Äh … ähm … Befestigen.
  • Ich weiß noch nicht genau, wie das sein könnte.
  • Ich hab zwar im Kopf jetze, wie das aussehen soll. Aber ob's das schon fertig gibt, was ich nicht glaube, … Das wird's nicht fertig geben.
  • Ähm … Tja. Das wird halt das Nächste dann sein. Aber darum muss ich mich [Sperren: dann] kümmern. Das kann ich [Sperren: jetzt] noch überhaupt nicht sagen.
  • Ich kann das eigentlich erst sagen, oder mir … ähm … mir einen Plan machen, nach dem Dienstag, wenn ich weiß, worum's in der Klasse geht.
  • [Pause.]
  • Ansonsten denke ich mir, kann ich mir nämlich mit der Herme noch nen bissel mehr Zeit lassen. Also das in [Sperren: Ruhe] machen und … ähm … Als dann [Sperren: überschnell], wenn's jetzt im Klassenraum dann doch nicht wird, … Aber dann … Das werd ich erst, ob ich's mache oder wie, am Dienstag … ähm … dann … ab Dienstag entscheiden können. Dann aber relativ [Sperren: flott].
  • Das heißt, es wäre schon gut, wenn ich … ähm … ähm … ab Montag sozusagen auch schon mal im Baumarkt war. Und mir dieses mit dem Flügeltürrahmen und mit den Haken und so weiter alles rausgesucht habe. Das kann ich jetzt eben erledigen.
  • [Schlucke.]
  • Zusätzlich zu der Herme, wäre das jetzt 'ne freie Ausstellung, … ähm … würd ich schon gerne, wenn ich unten im Flur eben die Geradenbilder habe, oben auch noch nen Geradenbild machen!
  • So. Das fand ich nämlich vorletztes Mal ganz … wirklich gut. Ähm … ähm … Wo Leute, die oben reinkamen, gesagt haben: Oh, dass hab ich ja unten schon gesehen!
  • Also diese … diese Wiedererkennung war einfach da.
  • Das möchte ich halt gerne nochmal haben!
  • So.
  • [Klick.]
  • Wie mach ich das. Wieder Flügeltürrahmen? Mit einem Geradenbild? Oder nur ein Geradenbild?
  • [Pause.]
  • Was ich mir vorstellen kann, ist, … Ich komme ja gleich zu dieser Geldausstellung, wenn die gemacht wird. Dass ich davon … ähm … vier Sachen nehme. Vier … Also dass ich da vier Rahmen nehme oder so. Mit vier wieder Selbstporträts Selstbildnis . Aber eben mit dem Tuschestift. Also der neuen … äh … Technik, die ich jetzt ausprobiere.
  • [Schlucke.]
  • Das heißt, die ähnelt dann sozusagen vom … Die ist vom Typus … äh … gleich. Wie von vor zwei Jahren. Aber sie ist eben nicht das Selbe!
  • Sondern …
  • 'Ne Wiederholung. 'Ne Kopie einfach. Platt.
  • Sondern is halt doch etwas anderes dann.
  • Mit den Tuschestiften.
  • Das sah wirklich gut aus!
  • Gestern dieser Test.
  • Und dann diesen Entwurf … Oder diese Entwürfe, die ich dann noch … Die ich noch danach gemacht hab. Leider erst. Wo ich dann gemerkt hab, was da alles doch mit machbar ist.
  • So.
  • Das … ähm … Dieses Plotten.
  • So oder so. Ob das jetzt für den Rundgang ist oder nicht. Ob ich's jetzt für die freie Präsentation oder für diese … ähm … diese … diese Themenausstellung mache. Ich werd's machen!
  • [Schlucke.]
  • Und werde halt nächste Woche versuchen, dass ich am Freitag bereits ab achtzehn Uhr wieder rein kann.
  • Muss ich halt vorher nach dem Schlüssel fragen!
  • Ähm … Dann kann ich nämlich schon mal ein paar Sachen nochmal aus… also plotten.
  • [Sperren: Erstmal] denke ich mal, sind das … äh … Tests. So wie … Wie wirkt das denn bei der Größe von 59 mal irgendwas mal 42?
  • Dieses Din-Format. Mit dem Rand!
  • Ähm … Dieses Motiv und diese … äh … dicke … Mit den Stiften und so. Da muss ich davor auch noch nach den Stiften gucken!
  • Das ist jetzt das Nächste auch!
  • Dass ich als nächstes auch noch einmal auf jeden Fall … ähm … schauen muss, dass die Stifte hier auch vorrätig sind. Ich also auch kaufen kann.
  • Rufe ich am besten an, am Montag. Oder ich gehe da hin.
  • Weil ich ja eh noch die Leinwände dann abholen wollte.
  • Das ist ganz wichtig!
  • Genau!
  • Dass die Stifte da sind. Am Freitag. Ansonsten kann ich nämlich nichts machen. Und das würde mich jetzt nerven.
  • [Pause.]
  • So.
  • Also …
  • Ob jetzt [Sperren: die] oder [Sperren: die] Ausstellungs… äh … dieses Ausstellungsthema im Klassenraum ist. Die Geradenbilder würd ich auf jeden Fall machen. Auch in dem Format.
  • Die würd ich auch rahmen. So oder so!
  • Zwanzig, dreißig, vierzig Euro muss ich dann halt, insgesamt dann fünfzig Materialkosten pro Bild, …
  • [Schlucke.]
  • Wenn's gut aussehen soll, wird's halt etwas teurer. Weil der Rahmen dann dünner ist. Und … ähm … Also dezenter aussieht.
  • Ähm … So wie hier dieser liegende Akt Akt . Der … Der Rahmen gefällt mir nämlich. Aber der ist eben teuer. Ein bisschen. Ähm … Die Bilder … Da werd ich auf jeden Fall nächste Woche wieder im Baumarkt auch schon ein paar Sachen machen.
  • Am Freitag …
  • [Pause.]
  • Das heißt, davor halt … äh … nochmal genau das Motiv jetzt raussuchen. Und … äh … Varianten raussuchen. Ähm … Wie detailliert möchte ich werden? Und so weiter.
  • Einfach nen paar Beispiele haben. Dass ich die dann auch … äh … in der Klasse halt dann zeigen kann. Also mögliche … Als mögliche Arbeiten. Die in der Ausstellung dann drinne sind.
  • [Pause.]
  • Äh … Dann hab ich nämlich schonmal diese Variante abgeklärt. Und ich hab gleichzeitig aber auch … äh … ähm … Sollte es jetzt zu dieser Hundert-Euro-Ausstellung kommen, … äh … was ja letztes Mal so klang, …
  • [Atme tief ein.]
  • Im Klassenraum. Dann hab ich da nämlich auch schon das fertig. Dann ist die Herme da nicht drinne leider. Aber die … ähm … Bilder hab ich dann ja schon genauso geplant. Als wäre das 'ne freie Ausstellung.
  • Das … äh … Ich glaub, da ändere ich dann gar nichts.
  • So oder so würd ich die dann dahin geben.
  • Ähm … Da dann sicherlich ist dann immer bloß eine oder zwei … äh … gleichzeitig … ähm … Genau. Das wäre dann halt noch die Frage! Ähm … Wenn das jetze so eine Ausstellung is, …
  • [Pause.]
  • Oder bei der anderen! Dass ich halt nicht [Sperren: ein] Motiv … ähm … Also eine [Sperren: Version] zehnmal plotte. Sozusagen [Sperren: kopiere].
  • [Schlucke.]
  • Was zwar am Einfachsten ist. Aber das würde für die … ähm … für die … ähm … freie Ausstellung nicht gehen. Und ich [Sperren: finde] es eben doch spannender, … äh …
  • Es würde auch bei der anderen nicht gehen.
  • Dass sozusagen [Sperren: ein] Motiv, also das Selbstbildnis, aber unterschiedlich die Geraden … Also da arbeite ich ja eh schon mit Zufall Zufall . Krümmung. Winkel und so.
  • Das heißt, dass ich wirklich zehnmal unterschiedliche Dinger mache. Is aber kein Problem! Weil wenn ein … ein … ein Papier … äh … eine Arbeit geplottet wird, das wären höchstwahrscheinlich zwanzig, dreißig Minuten sein, kann ich halt derweilen schonmal … ähm … die andere Datei vorbereiten.
  • Das Skript ist ja überall das selbe. Ich mach halt ganz schnell zehn … zehn PDFs fertig. Oder zwölf. Also nen paar mehr. Und die … Und das müsste ich dann eben immer bearbeiten.
  • Und sollte ich auch machen! Denn das ist ja eigentlich das Spannende, dass ich zum einen … Das ist so nen Zwischending, zwischen [Sperren: Massen] und zwischen … äh … Einzelarbeit.
  • [Pause.]
  • Ähm … [Sperren: Massen], weil ich halt recht schnell … Also weil ich einfach eine Maschine habe, die das dann am Ende umsetzt.
  • Und [Sperren: Einzelarbeit], weil eben diese Maschine so oder so, ob ich das jetze ganz exakt gleich mache, also nur kopiere, das Motiv, oder ob dieses Motiv leicht … äh … leichte Abwandlungen hat. Im Winkel und in der Krümmung und so weiter. Äh … Braucht es [Sperren: genauso] viel Zeit. Die Maschine.
  • Das macht … Da macht's eben kein Unterschied!
  • Dann ist es doch besser, … äh … ich nutze das sozusagen und nehme diesen kleinen Unterschied mit rein. Mit der Krümmung und mit den Winkeln und so.
  • Wenn das … äh … nicht viel mehr Arbeit ist.
  • [Pause.]
  • So.
  • Und dann hat halt wieder jedes Bild so seinen eigenen Charakter!
  • Und die könnt ich dann eben auch dann schon in zweier, dreier, vierer Kombinationen gleichzeitig ausstellen.
  • Man [Sperren: sieht] dann ja sozusagen, dass sie nie gleich sind!
  • Das würd ich auf jeden Fall machen. Also nicht bloß … äh … einmal … ähm … einmal … ähm … auf Kopieren drücken und dann wird zehnmal das Gleiche gemacht. Sondern zehnmal unterschiedliche Varianten von [Sperren: einem] Motiv.
  • Und das geht sehr sehr schnell!
  • Also dauert nicht länger zumindestens.
  • [Schlucke.]
  • Gut. Dann hätte ich das auch geklärt.
  • [Sperren: Also] … Jetzt das mit den Schnüren. Mit den Haken nächste Woche machen. Auch mit den … äh … Bei den Schnüren eben mit den kleinen … äh … Ösen. Äh … Schauen. Ähm … Mit den Dübeln schauen. Äh … Dass Stifte vorrätig sind. Für Freitag, für den Plott.
  • Am Freitag eben ein paar … äh … Tests, also ein paar Porträts schonmal … äh … plotten. Äh … Schauen, wie das dann [Sperren: wirkt].
  • Damit ich dann [Sperren: übernächste] Woche eben dann halt richtig da … ähm … äh … loslegen kann.
  • Papier vorher besorgen!
  • Im Din-Format.
  • Im Großen.
  • Das möchte ich dann eben nicht zuschneiden müssen.
  • Und nach Bilderrahmen nochmal Ausschau halten.
  • Ich hab zwar welche, die sind aber … Die kosten aber fünfzig Euro. Ein Stück.
  • Ungefähr!
  • Ähm … Wäre wirklich die Variante, die ich … äh … die am Schönsten ist. Und gleichzeitig aber eben am teuersten.
  • Da muss ich gucken!
  • [Pause.]
  • Und das mit der Herme, das schleppt sich jetzt über die nächsten zwei Monate.
  • Ähm … Deshalb sollte ich eben die anderen Sachen schon davor [Sperren: wirklich] fertig haben.
  • Wo ich mir keine Gedanken mache dann mehr bei … Also nicht mehr stundenlang dann aufbauen muss. Und hin und her überlegen muss im Februar. Sondern das soll einfach schon [Sperren: fertig] sein.
  • Und ich … Innerhalb eins zwei Stunden sollte es dann alles hängen können.
  • Das ist eben das, was ich jetzt schon an Vorbereitung machen kann. Darüber sollt ich mir dann später keine Gedanken mehr machen.
  • Da ist dann lediglich die Herme, …
  • [Schlucke.]
  • … die dann noch immer in meinem Kopf herumsaust. Mit [Sperren: tausend] Fragen.
  • [Pause.]
  • Das Risiko gehe ich dann aber natürlich ein.
  • So.
  • [Pause.]
  • Cool. Dann hab ich jetzt echt diesen Plan! Und könnte jetzt prinzipiell wieder [Sperren: einschlafen].
  • [Pause.]
  • Wäre es jetzt nicht schon wieder so spät!
  • [Aufnahme Ende.]
Diplom Theorie Gespräch mit Alexander
  • Ja.
  • Aber es geht ja darum, dass in … äh … In der Kunst ist ja … Da ist ja Bewegung ein ganz ganz wichtiger Faktor. Also das sich etwas verändert. Etwas bewegt. Nur dann entsteht etwas Neues.
  • Ja.
  • Neues (nicht verständlich) = Entwicklung
  • Und wenn man jetzt bloß noch Beethoven Ludwig van Beethoven hören würde, oder nur noch … nur noch Richters hängen haben würde, oder so … Wo es schon ganz viele gibt, die das auch nicht verstehen würden. Wo du ja ganz anderer Ansicht bist. Dir gefällt's ja zumindestens. Egal warum.
  • Ja.
  • So. Das gar nichts vorangehen …
  • Ja.
  • … würde. Wenn man auf dem Stand bleibt, was die Gesellschaft … [Unterbricht sich selber.] [Sperren: Aber das] … Da meinte ich das eben, dass am [Sperren: Ende] eine ganz ganz kleine Gruppe bestimmt, was ausgestellt wird. Zum Beispiel die Kuratoren. Weil die treiben dann etwas voran, was …
  • Aber …
  • Kunst von Gesellschaft akzeptiert: Stillstand Stillstand
  • … die [Sperren: Gesellschaft] von sich aus [Sperren: Niemals] gesehen hätte.
  • Macht es aber nicht zur Kunst.
  • [Pause.]
  • Das ist meine Ansicht.
  • Okay. Macht es … Für dich macht es zur Kunst, wenn die Gesellschaft das akzeptiert. Als Kunst.
  • Ja.
  • Und was ist die Gesellschaft? Hundert Prozent? Fünfzig Prozent? Einundfünfzig?
  • N… N… Nein. Das würde ich gar nicht einschränken. Ähm … Ich …
  • [Sperren: Wenn] überhaupt … [Nicht verständlich, 1:19:00.]
  • … hab' ja. Also zum Beispiel das Beispiel, was du gebracht hast. Mit dem Musiker. Das mag ja momentan eine Musikform sein, die … äh … nicht verstanden wird.
  • Ja.
  • Neue Kunst in 100 Jahren anerkannt
  • Ähm … In hundert Jahren ist das vielleicht anders. So. Und … äh … Da wird man vielleicht sagen: Mein Gott Gott ! Warum haben sie … Warum sind die Leute damals nicht live hingegangen und die Künstler live gehört? Ja?
  • Ja.
  • Warum haben sie nicht den da Vinci damals gekauft. Ja? Weil man es eben zu der Zeit nicht als Kunst gesehen hat. Ja?
  • [Kleinlaut:] Da Vinci war aber schon damals bekannt.
  • Nimm ein anderes Beispiel. Ja? Also ich meine, es gibt Musiker, oder es gibt Maler, die eben posthum erst … äh … äh …
  • Ja.
  • … berühmt geworden sind. Ähm …
  • [Sperren: Aber] trotzdem wird jetzt bei Neuer Musik, wenn's in einem Kon… Konzertsaal aufgeführt wird, wird es von dem Staat, vom dem Förderer, wird's ja als Kunst angesehen. Ansonsten würde es da nicht aufgeführt werden.
  • Gesetzgeber subventioniert neue Kunst
  • Leider gar nicht. Leider gar nicht. Und zwar … ähm … Es gibt Gesetze. In Deutschland. Die die öffentliche Hand verpflichten einen bestimmten Anteil eben an … an … ähm … Geld dafür, staatliches Geld, dafür zu verwenden, eben … ähm …, ja, [Sperren: Kunst] zu fördern …
  • Ja.
  • Oder … Oder … Pff … Menschen mit ihrem brotlosen Erwerb … ähm … einen Erwerb zuzuführen.
  • Das ist Bundesland … ähm … äh … Dings. In Sachsen gibt's nämlich auch so ein … äh … äh … so ein …
  • Also zum Beispiel wurde …
  • … ein paar Werke von sächsischen Künstlern …
  • Es gibt zum Beispiel ein Gesetz, … ähm … äh … das bei jedem Behördenneubau …
  • Ja.
  • … eine gewisse Prozentzahl des … des … des Wertes des Gebäudes …
  • Ja.
  • … in Kunst investiert werden [Sperren: muss].
  • Okay.
  • So. Und … äh … ähm … Natürlich können sich die Behörden keinen teuren Gerhard Richter Gerhard Richter leisten. Für ein paar Millionen. Um das im Foyer aufzuhängen. Sondern sie müssen sich … ähm … umschauen. Und das machen sie dann. Manchmal lassen sie sich von den Architekten beraten. Oder gucken halt …
  • Mhm.
  • … im örtlichen Umkreis, ob da eine Künstlerin oder ein Künstler ist, … ähm … ähm … und geben denen halt Geld in die Hand.
  • Das ist also nicht aus freiwilligem Antrieb, sondern weil es ein Gesetz gibt, was sowas …
  • Das glaube ich. Ja.
  • [Pause.]
  • Das glaube ich.
  • Ähm … Warum denkst du, hat der Gesetzgeber, weil du auch auf so einer Ebene bist, … ähm … das festgelegt? Das Kunst im öffentlichen Raum sein muss. Es gibt ja auch viele Statuen draußen. Die so finanziert sind.
  • Mhm. Äh … Weil er es fördern möchte. Und … Und …
  • Warum …
  • … den Förderzweck kann er sich selbst aussuchen. Da ist er frei. Der Gesetzgeber. Also er kann frei entscheiden, was er subventioniert. Er kann frei entscheiden, … ähm … welche Vergünstigung er gibt …
  • [Hustet.]
  • Und er kann auch frei entscheiden, ob er bestimmte Berufsgruppen fördern möchte.
  • Okay.
  • Ähm.
  • Kunst als Kulturgut
  • Aber was ist seine Begründung da… dafür? Jetze?
  • Ich … Ja das ist natürlich … ähm … äh … Gott sei Dank auch der Entwicklung in Europa geschuldet. Dass wir eben für Kultur im größeren … im … Also wo …
  • Ja.
  • … ganz viel drunter fällt, … äh … dass man sagt, … ähm … zu einer gesunden Gesellschaft gehört auch … ähm … ein gewisser Anteil an Kultur.
  • Mhm.
  • Und wir sind bereit … äh … auf unserer Zivilisat… Zivilisationsstufe halt Geld zu [Sperren: investieren]. In Kultur. Ähm … Und … äh … Deswegen haben wir sogar ein Kulturministerium.
  • Mhm.
  • Oder einen Kulturbeauftragten vielmehr.
  • Das ist ja auch schön. Ich meine …
  • Gesetzgeber = Vertreter Volk
  • Das bräuchte man nicht, aber das ist halt … äh … äh … Das zeigt halt … ähm … das Wertebewusstsein. Also was uns … ähm … [Sperren: wichtig] erscheint.
  • Was [Sperren: uns] wichtig erscheint? Oder was dem Gesetzgeber wichtig erscheint.
  • Der Gesetzgeber ist der Vertreter des Volkes. Er ist vom Volk gewählt und …
  • Aber [Sperren: du] hast doch gerade eben als Beispiel genannt, dass … dass eine Behörde so und so viel Prozent irgendwie da in Kunst investieren muss. Dann hat's doch nicht das … die Bevölkerung sozusagen gesagt: Oh wir wollen in diesem Gebäude ein schönes Ding haben. Sondern der Gesetzgeber. Der Gesetzgeber. Wenn das die Bevölkerung nicht versteht, warum da Kunst sein … äh … äh … sein sollte, warum da so viel Geld investiert wird, dann … äh … repräsentiert doch der Staat in der Regel nicht das Volk.
  • Nein. Also wenn … wenn … äh … der einzelne Wähler nicht mit der Gesetzgebung einverstanden ist, muss er das bei der nächsten Wahl entsprechend artikulieren. Ähm … Sodass dann jemand anderes gewählt wird, der dann eben dieses Gesetz wieder abschafft. Und dann würde es auch keine Kunst im öffentlichen Raum mehr geben. Also keine Steuermittel werden mehr dafür zur Verfügung gestellt.
  • Steuermittel für Kunst und Fußball
  • Da müsste man ziemlich viel streichen. Noch Fußballspiele oder so …
  • Ja. So ist das eben in der Demokratie und …
  • Ja.
  • … äh … äh … und keiner Autokratie. Oder was auch immer. Ähm … äh … ähm … Es ist zumindest vom Volk akzeptiert, dass ein gewisser Anteil von ihren steuerlichen Mitteln für diese Dinge zur Verfügung gestellt werden.
  • Okay. Da hattest du aber schon gesagt, es ist eben nicht automatisch Kunst, nur weil's irgendwo ausgestellt wird oder so. A… Al… Also gerade mit der Begründung war das … Ne?
  • Na ja. Da sind wir auch wieder bei dem großen [Sperren: Trichter]. Also oben passt das wahrscheinlich rein. Als Kunst.
  • Ja.
  • Im engeren Sinne. Je nachdem wie weit man geht …
  • Wo ein Markt sozusagen dann auch da ist. Und die Besucher das betrachten …
  • Ähm … Genau. Es gab sicherlich eine Zeit, da … da fand man das ganz toll, irgendwelche Fließen zu bemalen. Und große Wände zu zeigen.
  • Ja.
  • Äh … Heute würde man … äh … kein großen Konzern mehr davon überzeugen können, … äh … sein Foyer mit bemalten … äh … Fließen auszugestalten, weil …
  • Kommt auf den Künstler drauf an.
  • Nee. Weil ich glaube, die Kunstform ist nicht mehr so … so …
  • Okay.
  • … zeitgemäß. Ja?
  • Anforderungen von Unternehmen an Kunst
  • Die ist nicht transportabel. Man kann's nicht …
  • [Sperren: Und ja]. Ein schöner Grund! Also da sieht man ja auch wieder, … ähm … welche Anforderung dann an Kunst gestellt wird. Sie soll transportabel sein. Sie soll Menschen anstell… äh … ansprechen. Sie soll zum … vielleicht zum Gebäude passen. Vielleicht sogar zur Kultur des Unternehmens passen. Da sieht man mal, wie die … wie … wie … wie … wie breit gefächert das ist.
  • Transportabel hab' ich jetzt aber nur gesagt in dem Hinblick, dass ich denke, es sollte transportabel sein, damit man es wieder veräußern [Sperren: Könnte]. Teurere. Als wenn's im Bau selbst drinne steckt.
  • Ja.
  • Dann wird's schwieriger.
  • Für denjenigen, der das dann installieren lässt, ist das … äh … natürlich ein ganz maßgebliches Kriterium. Klar.
  • [Pause.]
  • Klar.
  • [Pause.]
  • Mhm.
  • Schamgefühl
  • Was diese Scham Scham in der Ausstellung … Aber okay. Das hatte ich ja jetzt … Das warst ja nicht selbst du. Ich würde gerne noch einmal über dieses Bild sprechen.
  • Das war nicht [Sperren: ich] …
  • Nee. Du hattest doch gesagt …
  • … in der Ausstellung.
  • Du hattest doch gesagt, dass du andere betrachtet hattest. Irgendwie. Und dann irgendwas mit Scham. Oder so. Das … Das so ein Schamgefühl trotzdem war. In dem Raum. Wenn ein großer erigierter Penis dargestellt wird. Oder so.
  • Ach es ist schon so, dass ich … Ich hab' andere beobachtet und … ähm … äh … äh … das, was man selbst macht, da … äh … äh … geht man ja davon aus, dass das andere auch genauso sehen. Also ich hab' schon auch gedacht, …
  • Ja.
  • … äh … was ist, wenn ich beobachtet werde und … äh …
  • Ja.
  • … wenn ich da natürlich vor einem Bild gestanden habe, wo jetzt nur ein Penis zu sehen ist, hab' ich mich schon gefragt, wie lange kannst du jetzt vor diesem Bild stehen bleiben. Ohne dass jetzt andere glauben, … ähm … Ist der schwul? Weil der sich ein männliches Glied …
  • Ja.
  • … anschaut? Ich … Das hat mich auch beeinflusst. In dem Moment Moment . Sodass ich dann auch, … ähm … Ich war noch mit anderen Freunden dort … ähm … Sodass ich mich dann natürlich auch wieder schnell abgewendet hab' und mir andere Dinge angeschaut habe.
  • [Sperren: Das ist doch super]. Da … Da haben diese Kunstwerke richtig bei dir was bewirkt. Was Negatives in dem Moment, weil du dich vielleicht nicht wohl dabei fühlst und früher weggehen wolltest. Aber es hat was [Sperren: bewirkt].
  • Das war was ganz Spannendes. Wir haben hinterher darüber geredet. Wir haben darüber geschmunzelt. Wir haben darüber gelacht. Was sich …
  • Man …
  • … alles zeigen lässt. Es war auf jeden Fall sehr kommunikativ. Das Ganze.
  • Okay.
  • Übrigens …
  • Muss Kunst dich berühren?
  • Na das ist doch [Sperren: schön], wenn … wenn solche Arbeiten einen dann eben doch berühren. Egal in was für einer Art und Weise. Das wäre jetzt eben dann meine Frage dann. Wenn du in einem Museum bist … ähm … [Sperren: Ich] kenne es bei mir so. Ich laufe bei den meisten Dingern einfach vorbei. Die sagen mir einfach nichts. Die berühren mich nicht. So. Äh … Egal was für ein Künstler das ist oder so. Und … äh … Wie ist denn das bei dir, wenn du in einem Museum bist.
  • Pfff. Na ich hab' eine ganz tolle Anekdote. Und zwar …
  • [Sperren: Warte mal]. [Sperren: Muss] Kunst dich berühren?
  • Ja.
  • Muss es. Okay.
Werkstatt AV-Labor Schlüssel abgeholt Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten Büste Büste weiter bearbeitet Schwerpunkt Ohren, Nase, Kinn, Augen, Schädelform Geradenbild Geradenbild mit Tuschestifte neue Geradenbilder erstellen durch leichte Krümmung dicke und dünne Stellen Variante Geradenbild Ganzkörper, simuliert mit Tuschestift 185 cm hohe Menschengestalt (65 x 200 cm Blattgröße) 2 x Daumennagellänge Alkohol Whisky
aktueller Zustand Büste
aktueller Zustand Büste
verhüllt verhüllt Werkstatt Holzwerkstatt aktueller Zustand zu ungenau, deshalb im bis nächsten Treff an Holzteilen genaue Formen anzeichnen danach in Holzwerkstatt neu zusägen, zur Not etwas kleiner umsetzen gebogene Platte, bei Alberti herstellen, für großes Selbstporträt Selstbildnis , nach innen gekehrt Herme Herme für Herme mögliches Material in Holzwerkstatt gefunden mit Gehrung Herme Werkstatt Plastisches Gestalten Abstände zwischen Augen, Ohren, Nase, Mund, Kinn, Stirn etc. mit Metallstab neu gemessen und Büste Büste korrigiert Ohren abgesägt, neu positioniert aktueller Zustand Büste buesteaktuell4-k.jpg Hinterkopf eventuell zu schmal, Dozent Dozent am Mittwoch fragen Ohren kommende Woche neu anfertigen, Rücken, Brust ebenfalls (mit Reinhart besprochen): Nasenflügel, Kinn etwas mehr runden, Augen (noch zu zeichnerisch) Das Werk HGB Rundgang HGB Rundgang 2015 da meine Arbeit in Petersburger Hängung Petersburger Hängung zum Rundgang 2015 unterging: "Das war der übliche Galopp der ersten Stunde, alle suchten sich, rannten, um sich zu sehen, brachen in endlose Beschuldigungen aus, in lautes Toben: es hing zu hoch, das Licht fiel schlecht die Nachbarschaft tötete die Wirkung, man werde sein Bild abhängen und wieder mitnehmen." meine Reaktion auf Bewunderung der Geradenbilder 2015, endete 2016 in der Verhüllung: "Der Haß, den er gegen dieses erste Meisterwerk hegte, mit dem man sein ganzes mit Arbeit angefülltes Leben erdrückte, hatte ihn dazu getrieben, den symmetrisch entgegengesetzten Vorwurf zu wählen." Diplom Theorie "Er fand in diesem 'Frühstück' sein Bild 'Im Freien' wieder, aber um wie viel gemildert, gemogelt, verdorben, von einer oberflächlichen Eleganz, die mit unendlicher Geschicklichkeit für die Befriedigung der niedrigen Instinkte des Publikums zurechtgemacht war." "Hinter sich hörte er, wie eine heisere Stimme harte Silben zermalmte: das war ein Engländer in kariertem Jackett, der einer tief in einen Reisestaubmantel eingemummten gelben Frau das Gemetzel erklärte." "[…] um dann rasch wieder ihre Sätze zurückzunehmen, sobald sie die Signatur Künstlersignatur entziffert hatten, was schließlich bewirkte, daß sie vorsichtiger wurden, einen krummen Rücken machten, sich mit verstohlenem Blick des Namens vergewisserten, bevor sie sich äußerten." "'Er ist denn das Schein …?' Aber er richtete sich rasch wieder auf, ganz erschrocken, weil er den Namen eines seiner Freunde gelesen hatte […]. In der Hoffnung, daß man ihn nicht gehört habe, schrie er: 'Prächtig! - Eine Eins, nicht wahr, meine Herren?'" HGB Rundgang 2017 umsetzen im Flur nur Flügeltürrahmen mit Selbstporträt, geöffnet, aufhängen drumherum viele Schnüre an Wand mit Nägeln straff hängen Fotoabzüge mit Geraden mit Klammern befestigen, siehe Frage: Wie Schnüre straff spannen? mit Simon Website für sein Kunstprojekt weiter bearbeiten (Termin abgesagt)
Herme Herme Werkstatt Plastisches Gestalten Herme / Büste Büste weiter bearbeitet Friedrich Fröhlich, sechs Stunden durchgearbeitet aktueller Zustand nächsten Montag: mit Bachmann zu Holzfachmarkt fahren für Büste mehrere 60-cm-lange Holzbalken kaufen ansonsten in Nähe Dresden weiterer Holzmarkt übernächsten Montag: Negativ mit Bachmann herstellen, danach scannen Geradenbild Geradenbild Gedanken zu Selbstporträt Selstbildnis (WV 1-9) von Janine Schneider, E-Mail vom 26.11. "ich bin der ort des zusammentreffens, bin nichts als begegnungsstätte für durchlaufgedanken, die sich verselbstständigt haben, seit sie von menschen ausgesandt wurden. wer mir beachtung schenkt, definiert mich, und damit erscheint mein auge in höherer frequenz als mein rocksaum zum beispiel. die ankunft und das verlassen gehören zu mir, sei es als empfänger oder als sender, und damit basiert meine person nicht mehr auf körperkonturen, sondern löst diese auf. von pfeilen durchsetzt wie sebastian bin ich, und linien machen, dass ich mich teile in kleinste felder, die es in dieser zusammensetzung kein zweites mal gibt. scan."
(Notizen von heute und gestern) Kunstkritik Der Künstler und seine Zeit "Der Künstler und seine Zeit", Albert Camus Albert Camus , 1958 selbst Schweigen hat gefährlichen Sinn Stimmenthaltung selbst als Entscheidung angesehen, wird bestraft oder gelobt für Künstler keine freiwillige Verpflichtung mehr Märtyrer Jesus : nähren sich von Tröstungen der Ewigkeit Löwen: nähren sich von blutigem historischen Fleisch Künstler nur Zuschauer sang zum Vergnügen, für sich selber oder um zum Beispiel Märtyrer zu ermutigen Kunst verliert durch Verpflichtung an Beteiligung Unbeschwertheit und "jene göttliche Freiheit, die Mozarts Musik atmet" heute schaffen = gefährlich schaffen jede Veröffentlichung eine Tat Frage: Wie kann man inmitten der Schergen so vieler Ideologien die Freiheit der Schöpfung erhalten? Kunst wird nicht einfach nur von Staatsgewalten bedroht Kampf findet im Inneren des Künstlers statt Kunsthass (in der Gesellschaft) wird von Künstlern selber genährt Zweifel Zweifel Zweifel der Künstler früherer Zeiten betrafen eigenes Talent Zweifel heutiger Künstler betreffen Notwendigkeit ihrer Kunst, also Existenz an sich viele Gründe für Infragestellung der Kunst durch Künstler selber zeitgenössische zeitgenössisch Künstler könnten Eindruck haben, zu lügen oder ins Blaue hinein zu sprechen (wenn Geschichte nicht berücksichtigt wird) heutige Zeit (also bei Veröffentlichung Camus Prosa) durch Einbruch der Massen gekennzeichnet Masse an erbärmlichen Lebensbedingungen fließt in Bewusstsein der Gesellschaft ein man weiß um Probleme, kann sie nicht mehr leugnen insgesamt: "freie Schaffen wird entmutigt, indem es in seinem Kern angegriffen wird, nämlich im Glauben des Schöpfers an sich selber" oft schämt sich Künstler seiner selbst und seinen Vorrechten Frage, die Künstler sich selber stellen: "Ist Kunst ein verlogener Luxus?" Kunst muss Luxus sein, wenn sie sich harten Realität verschließt allerdings wird sie zum belanglosen Zeitvertreib, wenn sie sich Forderungen der Gesellschaft anpasst wenn Künstler Gesellschaft ablehnt und sich abkapselt: drückt Kunst Ablehnung aus aus Ablehnung wird Spaß oder Formtüftelei Camus geht auf Zeichen (statt Gold findet Handel mit Zahlen statt) als der Gesellschaft grundlegende Eigenschaft ein diese Gesellschaft hat eine Moral starrer Grundsätze zu ihrer Religion gewählt Gesellschaft verlangte von Kunst eine Übung ohne großer Bedeutung, eine Zerstreuung Gesellschaft begnügte sich mit nichtssagender Kunst Oscar Wilde Oscar Wilde : ihr größtes Laster sei die Oberflächlichkeit Kunstfabrikanten (Camus Wort für Künstler) haben sich mit Verantwortungslosigkeit abgefunden L’art pour l’art L’art pour l’art : Forderung nach Verantwortungslosigkeit als Zeitvertreib "eines einsamen Künstlers" Weiterentwicklung ist Salonkunst oder rein formale Kunst schließlich siedelt sich Kunst außerhalb Gesellschaft an schneidet sich von Gesellschaft ab je mehr sich Kunst spezialisiert, desto mehr wird es nötig, sie wieder volkstümlicher zu machen Beispiel: Millionen Menschen haben Gefühl große Künstler unserer Zeit zu kennen, weil sie in Zeitung darüber gelesen haben verhüllt verhüllt "Die größte Berühmtheit besteht heute darin, Bewunderung oder Abscheu zu erregen, ohne gelesen worden zu sein" berühmte Künstler sollten wissen, dass nicht sie berühmt sind nur ein anderer unter ihren Namen, der "ihm schließlich entgleitet und vielleicht eines Tages den wahren Künstler in ihm umbringen wird" Literatur der Auflehnung aus Französischer Revolution entstanden stellte offizielle Werte in Frage aber: aufrechterhaltende und verknöcherte Ablehnung ist hohl geworden erstarrt in Vorurteil: Künstler nur groß, wenn er sich im Gegensatz zu Gesellschaft seiner Zeit befände deshalb viele Künstler schlechtes Gewissen, weil "sie es nicht sind, und verlangen, gleichzeitig beklatscht und ausgepfiffen zu werden" zeitgenössische Künstler lehnt alles ab selbst Tradition seiner Kunst bis er denkt seine eigenen Regeln schaffen zu können, hält sich schließlich für Gott Gott wird so - fern der Gesellschaft - aber nur abstrakte oder formale Werke hervorbringen können Bibliothek Diplom Theorie in Bibliothek zwei Diplomarbeiten durchgesehen 1 Benjamin Kunath über Zickzack Phantom A Titelseite (Titel, Autor, Zeichnung) B erste Seite mit "Diplomarbeit / Titel" "Vorgelegt von Name" "Betreuer: Name", "Klassenleiter: Name" "Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig" Datum C Inhaltsverzeichnis mit Einleitung Formale Beschreibung Erste Auswertung (über Funde) Persönlicher Bezug Vergleich mit Graffiti Graffiti -Tags (anderes Phänomen) Analyse Zeichen in zeitlichem Verlauf / Ort Hypothesen Auswertung Zeichnungen Technik (Stifte) Verknüpfung zu Zeichen und Schrift Künstler, die damit arbeiten (hier Hanne Darboven) Resümee Literaturverzeichnis (hier sehr kurz, da viel eigene Gedanken) Abbildungen (sehr viele, da Grundlage für Text) D zusammenfassend: sympathisch, da eher eigene Recherche und Meinung gezeigt, als Kunstbücher zitiert Arbeit dürfte sich ohne große Mühe selbst erstellen leicht zu lesen, da ohne wissenschaftlicher Begriffe, einfache Sätze 2 Eva Beatrice Förster über Mutter-Kind-Performances A Einleitung mit persönlichem Bezug zum Thema B Theoretischer Teil Künstler-Beispiele mit Arbeiten und Zitaten C Praktischer Teil eigene Arbeit vorgestellt 3 für mich Frage: Was will/kann ich? [+] eigene Arbeit mit einbeziehen auch Nicht-Kunst vorstellen / Alltag (wie Geraden in der Natur, verhüllte Gegenstände) Hypothesen / Theorien aufstellen meine Meinung / Gedankengänge aufschreiben eigene Tagebucheinträge / Standpunkte zitieren (zum Thema Zweifel, verhüllt, Kinderzeichnungen Kinderzeichnung , Geradenbilder möglich) kurzer Exkurs zu anderen Künstlern / Arbeiten / Zitate (nur nebenbei einpflegen) philosophischer Ansatz (wenn dann aber oberflächlich und immer nur in Bezug auf eigene Arbeiten, Erfahrungen, Nicht-Kunst) Text einfach schreiben, nicht verwissenschaftlichen Arbeit müsste größtenteils einfach entstehen, ohne Zwang Zwang , mit richtigem Interesse (Motivation) [-] nur über fremde Arbeiten reden viele wissenschaftliche Bücher durchlesen und zitieren (wäre ja nur Wiederholen von bereits vorhandenem Gedankengut / Wissen) Philosophie und Kunsttheorie im Vordergrund 4 Vorstellung weiteres Vorgehen 9. Semester (10.2016-2.2017): Mark fragen, ob am Ende schon Modulprüfung ablegen, dann so weit alles fertig Vorbereitung Theoriearbeit 10. Semester (2.2017-10.2017): Theoriearbeit schreiben 11. Semester (10.2017-2.2018): Diplom im Februar 2018 Standpunkt Ich verliere nichts, wenn ich noch ein Semester hinten dranhänge. Der Titel Diplom-Künstler Diplom-Künstler wird mir nach dem Studium so oder so nicht weiterhelfen. Er ist lediglich witzig und ich möchte ihn auf Visitenkarten Visitenkarte schreiben. Würde ich schon im 10. Semester mein Diplom machen, hätte ich nichts gewonnen. Ich würde ja weiterhin Aufträge bearbeiten wie bisher und hätte weiterhin viel freie Zeit. So wie es bei Mark rüberkam, sieht er kein Problem darin, was mein Diplom anbelangt. Ich zweifel zwar immer, ob ich überhaupt etwas Gutes zeigen kann, er anscheinend nicht. Schaffen werde ich es also so oder so. Wichtig ist lediglich, dass ich auch noch im 11. Semester, also kurz vorm Diplom, noch künstlerisch arbeite und innerlich nicht die Kunst schon aufgegeben habe. Der Drang etwas zu Schaffen muss weiterhin da sein. In den letzten fünf Jahren sind mir aber immer wieder Dinge eingefallen, ich glaube nicht, dass es mit der Kunst plötzlich vorbei sein wird. Und selbst wenn: Ich bräuchte keinen Abschluss. Alleine die Zeit an der Hochschule hat mich weitergebracht. Das 9., 10. und 11. Semester nutze ich nun vermehrt für Werkstattkurse. Stelle Flügeltürrahmen bei Alberti her und schaffe Friedrich-Büsten. Lerne etwas über Abgusstechniken, über Materialien allgemein. All das müsste ich ohne Studium teuer bezahlen. Auch kann ich die Zeit über noch den Plotter Plotter für kleinere Geradenbilder nutzen. Im Endeffekt gibt es dann nur noch einen festen Termin alle zwei Wochen: Die Klassentreffen. Alle anderen Kurse und Werkstatttermine kann ich so belegen, wie es mir nützt. Geldlich wird es bei elf oder zwölf Semestern auch kein Problem geben. am Dienstag ausleihen: D1853 ("Der zweifältige Sinn: Über die Ambivalenz des Zweifelns"), D1507 ("Nichts los") haben wohl einen eher theoretischen Ansatz, deshalb durchgehen danach entscheiden, welche Richtung ich einschlagen möchte
Klinger-Haus, Naumburg
Klinger-Haus, Naumburg
Erster Kachelofen, Max Klinger
Erster Kachelofen, Max Klinger
Exlibris für Georg Hirzel, Lichtdruck, 1916, Max Klinger
Exlibris für Georg Hirzel, Lichtdruck, 1916, Max Klinger
Büste Friedrich Nietzsche, 1902, Gips, Max Klinger
Büste Friedrich Nietzsche, 1902, Gips, Max Klinger
Marmor-Hermen, Porträt von Max und Gertrud Klinger, Johannes Hartmann
Marmor-Hermen, Porträt von Max und Gertrud Klinger, Johannes Hartmann
Exlibris für Anna Berger, 1919, Max Klinger, Radierung und Aquatinta
Exlibris für Anna Berger, 1919, Max Klinger, Radierung und Aquatinta
für kommendes Klassentreffen Standpunkte ab Juli ausgedruckt A4-Kinderzeichnungen Kinderzeichnung sortiert, Notizen zur Herme Herme gesammelt alles Montag in Hochschule bringen Ausstellung Max Klinger Max Klinger Klinger-Haus, Naumburg klinger-haus-1-k.jpg Landsitz Max Klingers Radierwerkstatt im Radierhäuschen Erster Kachelofen, Max Klinger klinger-haus-2-k.jpg mit selbst geformten figürlichen Kacheln von ihm hergestellt in Töpferei Karl Matthes in Saalfeld begann Ende Oktober 1910 mit Herstellung Kacheln vor Setzung stellte er sie in Leipziger Kunsthandlung aus (als Kunst) neben Frauenakten auch 3 kleinere grüne Kacheln mit Porträtköpfen von Klinger und Elsa Asenijeff sowie Darstellung eines Hundes Hund vielleicht als Sinnbild für Treue gesehen Lebendmaske Beethoven Ludwig van Beethoven , Bronzeguss aus verlorener Form Exlibris Exlibris für Hilde Heyne, Radierung und Aquatinta, 1918, Max Klinger Exlibris für Georg Hirzel, Lichtdruck, 1916, Max Klinger klinger-haus-4-k.jpg Exlibris (lateinisch "ex libris": "aus den Büchern von", im Sinne von "aus der Bibliothek von") Bucheignerzeichen, welches in Buch geklebt oder gestempelt wird enthält Worte Ex Libris, Namen des Bucheigentümers und oftmals kleine Grafik Büste Büste Friedrich Nietzsche Friedrich Nietzsche , 1902, Gips, Max Klinger klinger-haus-7-k.jpg postumer Bronzeguss steht im MdbK Leipzig leicht vergrößert und Gesichtszüge verstärkt (glaube ich zumindest) Augen ausgehöhlt, schaut von vorne betrachtet sehr einnehmend aus Grabstätte nach Tod Sterben 1920 übernahm Johannes Hartmann Gestaltung Grabanlage über Grab Bronzestatue "Athlet" aufgestellt Herme Marmor-Hermen, Porträt von Max und Gertrud Klinger, Johannes Hartmann klinger-haus-8-k.jpg Zugang säumen Marmor-Hermen mit Porträts Max und Gertrud Klinger Treppenaufgang zwischen Hermen vor Grabstätte überhöht (Betrachter muss aufblicken), beim Hinaufgehen mit Betrachter gleichgestellt auf Grabstätte persönlich, Augenhöhe, zurück in seine Zeit gereist beim Verlassen der Grabstätte wird persönlicher Zugang aufgelöst, stehen am Ende mit Rücken zu einem Exlibris für Anna Berger, 1919, Max Klinger, Radierung und Aquatinta klinger-haus-6-k.jpg
Selbstporträt mit Gipsmaske
Selbstporträt mit Gipsmaske
Entwurf für Herme, Klassenraum
Entwurf für Herme, Klassenraum
Herme mit Hermes-Kopf, 2. - 1. Jahrhundert v. Chr., möglicherweise auch frühkaiserzeitlich, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Herme mit Hermes-Kopf, 2. - 1. Jahrhundert v. Chr., möglicherweise auch frühkaiserzeitlich, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Doppelherme, Rom, Vatikanische Museen
Doppelherme, Rom, Vatikanische Museen
Friedrich Fröhlich, hatte Spaß Herme Herme Gipsabdruck Kopfabformung mit Gipsbinden Gipsbinden, zwei bis drei Rollen 6 x 300 cm für Gesicht und Schulterbereich Klarsichtfolie für Kopfhaar Schüssel mit lauwarmen Wasser Vaseline 1 Kopfhaar mit Klarsichtfolie bedeckt 2 Gesicht großzügig mit Vaseline eingeschmiert 3 Gipsbinden in Streifen geschnitten Gipsbinden auf Gesicht aufgelegt Selbstporträt Selstbildnis mit Gipsmaske gipsbinde9.png wenn alleine arbeiten, dann eventuell Bereiche nacheinander bearbeiten und zum Schluss zusammensetzen (Augen und Nasenbereich großzügig frei lassen) wenn Gipsbinden-Schicht dünn und Kopfform gut erkennbar: Negativform als Positivform verwenden, nachbearbeiten oder Innenbereich mit Vaseline einschmieren und Positivform gießen, etwas aufwendiger Gesichtsform sehr gut erkennbar, direkt als Positivform verwenden umsetzen Innenbereich später noch mit Pappmaché und zerknülltem in Kleister getränkten Papier füllen getrocknete Gipsbinden lösen sich fast von selbst von der Haut Haut HGB Rundgang HGB Rundgang 2017 umsetzen mein Kopf als Herme im Klassenraum Entwurf für Herme, Klassenraum herme-klassenraum-k.jpg Höhe: bis zur Decke, Kopf durch Höhenunterschied zum Betrachter kaum mehr erkennbar Titel eventuell "Der Künstler" Säule aus 1 m langem Holz / MDF-Modulen zusammengesetzt im oberen Bereich an einer Wand durch Metallstab stabilisiert zukünftig: Säule eventuell mit 1 gesägten Öffnungen, dahinter Arbeiten 2 A4-Blätter bis oben hin dran geklebt (Kinderzeichnungen Kinderzeichnung oder Standpunkt-Texte) 3 Lautsprecher bis oben mit meinen auditiven Äußerungen bei Originalgröße = Abformgröße: rund 16 cm Gesichtbreite + 9,5 cm je Seite = 35 cm Breite Herme Tiefe zwischen 25 - 35 cm Herme siehe Nietzsche Friedrich Nietzsche -Herme ursprünglich Steinhaufen ("hermaion") zur Markierung von Wegen später Wegegott Hermes Hermes an Kreuzwegen mit Phallus Phallus und Armansätzen Signalwirkung für Gebietseigentum im 5. Jahrhundert v. Chr. auch andere Götter in dieser Form in archaischer Zeit (750 - 500 v. Chr) auch kleine Versionen als häusliche Kultobjekte Herme mit Hermes-Kopf, 2. - 1. Jahrhundert v. Chr., möglicherweise auch frühkaiserzeitlich, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden herme-k.jpg Porträtkopf als Herme oft Gegenstand öffentlicher Darstellung und Repräsentation Hermenfrevel 415 v. Chr. neben Politikern auch Hermen von Philosophen und Dichtern Doppelherme, Rom Römer , Vatikanische Museen doppelherme-k.jpg Doppelherme: zwei Köpfe jeweils mit Hinterkopf des anderen verbunden Porträt-Herme und Porträt-Büste Büste bis heute als Würdigung an öffentlichen Orten oder Gebäuden aufgestellt Material häufig teurer italienischer Carrara-Marmor
verschiedene Pigmente mit unterschiedlichen Bindemitteln getestet
verschiedene Pigmente mit unterschiedlichen Bindemitteln getestet
Kurs Farbe Weiss in Malereiwerkstatt verschiedene Pigmente mit unterschiedlichen Bindemitteln getestet tests-k.jpg Pigment mit jeweiligem Bindemittel auf rauer Glasplatte gemischt und mit Glasläufer zerrieben Pigmente mit Gummi Arabicum gemischt (für Aquarellmalerei) Bleiweiß-Pigmente bereits in Antike Antike genutzt Kreide: natürliches Weißpigment Ochsengalle oder Alkohol Alkohol : damit auf öliger Oberfläche Farbe haftet Dispersionsbinder (Acrylmalerei) trocknet transparent auf Kasein-Tempera Porträt Versuch Wesen bzw. Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen umsetzen für eigene Porträts merken: nicht nur ästhetisch denken / Gerade im Vordergrund seit 17. Jahrhundert an Bedeutung gewonnen seit 19. Jahrhundert Porträtfotografie Porträtmalerei ergänzt / teilweise ersetzt[?] Kopfhaltung / Blickwinkel u. a.: 1 Frontalansicht wirkt oft suggestiv (beeinflussend), intim, aber auch steif 2 Viertelprofil oder Dreiviertelprofil Gesicht leicht gedreht zugewandte Seite des Gesichts wirkt voll, abgewandte Seite wird verkürzt wiedergegeben (liegt häufig im Schatten) Blick nicht mehr starr geradeaus 3 Halbprofil von der Seite dargestellt zweite Auge noch zu erkennen 4 Profilansicht wird von Seite abgebildet galten als charakter- und würdevollste Darstellung Profilbilder als Schattenriss seit 15. Jahrhundert 5 Verlorenes Profil nur Konturen der Wangenknochen erkennbar Arten u. a.: 1 Selbstporträt Selstbildnis 2 Idealporträt Künstler nicht bekanntes Individuum wird dargestellt Wesen, nicht realistische Gestalt versinnbildlicht 3 Büstenporträt Porträt bis Brusthöhe wiedergegeben 4 Miniaturen persönlichste Form, oft als Erinnerung an Person gedacht oft als Medaillons in goldenden Rahmen gefasst
FLUXUS-1, 1963, George Maciunas, Buch (mit Schrauben als Bindung) in Holzkasten, © Museum am Ostwall
FLUXUS-1, 1963, George Maciunas, Buch (mit Schrauben als Bindung) in Holzkasten, © Museum am Ostwall
Fluxmedicine, ca. 1966, Shigeko Kubota  (Foto von George Maciunas für ein Fluxus-Etikett)
Fluxmedicine, ca. 1966, Shigeko Kubota (Foto von George Maciunas für ein Fluxus-Etikett)
Klasse Bildende Kunst E-Mail "Herzliche Einladung zum Semesterauftakt mit gemeinsamen Frühstück am 14.04.2015 um 11 Uhr. Bringt bitte alle wieder eine Kleinigkeit mit." über Whisky Alkohol uns aktuelles Wetter geredet Studienreise Venedig Besprechung Biennale Venedig eventuell vom 23.6. bis zum 27.6. ca. 120 EUR Flug Hin- und Rückfahrt + Fahrt Leipzig <=> Berlin + ca. 60 EUR Verkehrsmittel Venedig + ca. 110 EUR Übernachtung Besprechung Vorschlag Semesterthema / Ausstellung Bowlingtreff Bowlingtreff / Wilhelm-Leuschner-Platz Platz als Spielfläche nutzen formale / strukturelle / politische Bearbeitung nächster Klassentreff im ehemaligen Bowling-Center FLUXUS-1, 1963, George Maciunas George Maciunas , Buch (mit Schrauben als Bindung) in Holzkasten, © Museum am Ostwall fluxus-1-k.jpg Bibliothek (in der Eisenbahnstraße Eisenbahnstraße bearbeitet) Kunstgeschichte "Fluxus", Thomas Kellein "Seltsamerweise werden die Details der Anfänge von Fluxus einigen Historikern immer klarer, je länger sie vorbei sind. Mein eigenes Gedächtnis wird dunkler und dunkler, falls das von ihnen Erinnerte überhaupt wahr ist." (Emmett Williams 1991) Fluxus-Multiples Multiples in 1970er zwischen $2,50 und $150 angeboten, enorme Wertsteigerung Bedingungen für Entstehung: Zeit in der Bundesrepublik Deutschland mit "Wirtschaftswunderjahre", in den USA mit "Überflussgesellschaft" belegt Blütezeit in den westlich kapitalistischen Industrienationen Glaube an Totalversorgung des Planeten mit Konsumgütern Glaube an unendlichem Wachstum Jahrzehnt durch nukleares "Gleichgewicht des Schreckens" geprägt Pop Art Pop Art reflektierte erfolgreich Warenästhetik / Glücksversprechen Fluxus-Produkte erschienen zu ärmlich, um in der Wohlstandsgesellschaft für Eindruck zu sorgen Fluxus-Performances in Presse als ärgerlich und renitent (widerspenstig / unangepasst) dargestellt rund 20 international verstreute Künstler traten unter Namen "Fluxus" in Verbindung bis in 1970er skandalumwitterte Medienaufmerksamkeit als Avantgardisten Arbeiten bis in 1980er zum größten Teil nicht in Kunstgalerien / Ausstellungshäuser vertreten Anfänge vom Fluxus: 1960/61 begegnet Maciunas (damals Designstudent, angehender Kunsthistoriker und erfolgloser Händler mit antiken Musikinstrumenten) junge Künstler und Komponisten aus Umkreis von Cage John Cage (wollte deren Arbeit in Zeitschrift "Fluxus" publizieren) Idee von Maciunas: System der hohen Künste und der "barocke" Tendenzen (Verstuckung) bekämpfen und abschaffen Fluxus Plakat-Manifest Manifest (NY, 1965) unter Maciunas Regie ab 1962 Fluxus-Konzerte in Europa gab sich als "Chairman" von Fluxus aus, später verteilte er Hoheitsgebiete ("Fluxus-Nord", "Fluxus-Süd", "Fluxus-Ost", "Fluxus-West") Headquarter in SoHo, NY Künstlerlisten erstellt, Briefe geschrieben, Pamphlete ("engagiert, überspitzt und polemisch zu wissenschaftlichen, religiösen oder politischen Themen äußern") verschickt, Druckaufträge erteilt und Distribution der Werke organisiert war mit vielen Künstlerkollegen in ständigem Kontakt in einem Manifest Rückbezug auf den Dadaismus Dadaismus gefordert ab 1963 lieferten Brecht, Vautier Ben Vautier , Watts Ideen für Fluxus-Multiples (meist als 3 x 12 x 9 cm Plastikschachteln verlegt) Werke waren simpel, klein und billig Mystery Box (Ben Vautiers) mit Staub gefüllt, Luxusausgabe mit Eierschalen, als würfelförmiges Objekt Abfall (Hinweis auf Überflussgesellschaft?) Fluxuskünstler-Lofts in SoHo sollten u. a. durch Verkauf von Stickern, Servietten, Tischtücher und T-Shirts finanziert werden Interview (1978) auf Frage, ob er Fluxus nicht doch als Kunst begreife: "Nein. Ich glaube, es sind gute, einfallsreiche Gags." Fluxmedicine, ca. 1966, Shigeko Kubota (Foto von George Maciunas für ein Fluxus-Etikett) fluxmedicine-k.jpg Bibliothek "1962 WiesbadenFLUXUS 1982" / Katalog von Ausstellung in Wiesbaden (1982), Kassel (1982 / 1983), Berlin (1983) Fluxus = Geisteshaltung, kein Stil FLUXUSEditionen (Produkte in Schachteln oder Koffern) waren unsigniert und undatiert / Massenauflage Antihaltung gegenüber Kunstmarkt Kunstmarkt Bezeichnung FLUXUS wählte Maciunas 1960 für Titel einer Zeitschrift, die Künstler vorstellen sollte, die sich herkömmlichen Kunstformen und Stilen (wie Cage) entzogen (nie erschienen) was Fluxus-Künstler eint: "[…] hart zu kämpfen gegen die immense Einfalt, Traurigkeit und den Mangel an Einsicht für das, was unserem Leben abgeht, eine Welt zu begründen, in welcher die Spontaneität, die Freude, der Humor […] selbstverständlich werden […]" (Brecht, 1964) Bibliothek "Dieter Roth Dieter Roth / Originale", Text von Laszlo Glozer zum Zusammenhang Roth und Fluxus recherchiert "Nomaden-Biografie": äußerte sich nicht nur im ständigen räumlichen Unterwegssein, sondern auch in der Kunst Sommer 1966: Besuch bei "Fluxus"-Archivar Hanns Sohm von Beuys Joseph Beuys an Düsseldorfer Akademie "gelotst" Vanitas-Gedanke: plastisch-objekthafte Arbeiten = "Zeitstücke" ab Mitte 1960er: die Natur der Dinge, ihren prozessualen Zerfall, gezielt eingesetzt (Lebensmittelarbeiten) Schokoladenbüsten im Schimmelmuseum: unlimitiert (solange Turm hält) 1968 Urform der Büste Büste brachte er als Multiple in Umlauf "Von den 'Fluxus'-Künstlern - für ihn ein faules Pack - setzte er sich stöhnend ab." 1 x Daumennagellänge Whiskey