Friedrich Fröhlich, zweifelnd
Standpunkt Ich kann noch nicht einmal sagen, ich würde mir eine berufliche Chance verbauen, sollte ich mit dem Kunststudium an der Hochschule vorzeitig aufhören. So oder so gibt es nicht viele Künstler, die von ihrer Kunst leben können. Würde ich vorzeitig aufhören, hätte ich mich lediglich der Möglichkeit beraubt, auf vorgestanztem Wege Unmengen an Wissen zu erlangen und kostenfreie Unterstützung beim Umsetzen von Ideen zu erhalten. So oder so werde ich mich nach Beendigung des Studiums fragen müssen, welchen beruflichen Weg ich nun einschlagen werde. Einmal halt mit fundierterem Wissen, als auf autodidaktischem Pfad erlangbar ist. Das sollte ich nutzen. Die drei Jahre Hauptstudium können selbst im schlimmsten Fall nur bedeuten, drei Jahre zu viel für Kunst investiert zu haben. Ob mit 29 oder 32 Lebensjahren in die Arbeitswelt eintauchen ist sicherlich einerlei. Vordiplom Vordiplom Durchschnitts-Künstler Standpunkt Wie heute erfahren, scheint die Gesamtnote für meine Vordiplom-Arbeit gerade einmal schlechtes Mittelmaß zu sein. Sehr schlechtes Mittelmaß. Andere Studenten im selben Studiengang wurden mit 1.0, mit 1.1, mit 1.2 usw. bewertet. Zwar bin ich mit der Note insofern zufrieden, weil ich schon seit einiger Zeit nicht mehr hinter der Arbeit stand. Und mit der Überlegung, was ich leisten könnte, wäre ich doch nur motivierter und würde einen Sinn hinter dem Ganzen erahnen, sehe ich – sofern ich mich jetzt endlich mehr für Kunst begeistern könnte – für die nächsten drei Jahre gut gewappnet. In jedem außerkünstlerischem Studiengang wäre mir ein Durchschnitt recht gewesen. Aber beim Kunststudium, wo es vorrangig um die Umsetzung eigener Ideen geht und nicht um auswendig lernen vorhandenen Wissens, scheint es mich doch auf persönlicher Ebene außerordentlich zu stören. "Der Durchschnittskünstler bringt Durchschnittliches hervor und nie sehr Schlechtes. Das anerkannte Genie Genie hingegen schafft entweder wahrhaft große Werke oder absoluten Schund." (Tolstoi) notiert Schriftzug "Durchschnittskünstler" mit Stempel "Du bist nicht allein!" (Künstlerdünnschiss Künstlerdünnschiss )
Kurs Spielwiese für Hard- und Softwareprojekte Funkuhrwerk auseinandergebaut mit 2 Spulen Lösungswege für mechanisches Problem erörtert Kunstgeschichte Die Geschichte der Kunst Ernst H. Gombrich Ernst H. Gombrich 12. Jahrhundert Normannen landen in England neue Feudalherren in England: Bischöfe und Adlige Macht durch Errichtung von Klöstern und Kathedralen Kathedrale demonstriert Name für Stil der Bauwerke: normannisch (England) und romanisch (übriges Europa) Kirche häufig einziger Steinbau in Dörfern ähnelten Form der Basiliken Basilika (Mittelschiff, Chor, 2 oder 4 Seitenschiffe) weiterhin Kirchen in Kreuzformen Unterschied: Basiliken trugen oft gerades Gebälk aus Holz (Feuergefahr) romanische und normannische Kirchen: Rundbogen auf wuchtigen Pfeilern Aufgabe: kirchliche Lehre ausdrücken Bildwerke in feierlicher Starre, gerade deshalb eindrucksvoll jede Einzelheit der Kirche: Zweck und Sinn Vergleich unterschiedlicher Kunstepochen (Völkerwanderungszeit mit Drachenskulpturen, Laokoon Laokoongruppe -Gruppe mit Schlangen und Kerzenleuchter von Gloucester ) lateinische Inschriften erklären Sinn jeder Figur Malerei wurde zur Bilderschrift Kirchenfenster: von wirklichen Schattierungen und Farben in Darstellungen befreit "Weil sie nicht mehr an das Natürliche gebunden waren, konnten sie das Übernatürliche darstellen" notiert Zitat eventuell wichtig für mögliche Kosmos Kosmos -Arbeiten 13. Jahrhundert im Osten blieb Stil jahrtausendelang unverändert, im Abendland ständig Neues einfache Pfeiler genügten, um Gurte zu tragen Mauerwerk dazwischen nur Füllsel Grundgedanke gotischer Kathedralen: statt schwerer Steinwände große Glasflächen keine halbrunden Bogen, sondern zwei Kreissegmente andeinander gelehnt (Grundgedanke Spitzbogen) je nach Bedürfnissen flacher oder steiler gestaltbar kaum eine griechische Griechen Kathedrale oder Bischofskirche zur Vollendung gebracht (zu gewaltig im Ausmaß) durch Riesenmaße wirkt "unsere kleine Menschenwelt ganz winzig und nichtig" notiert für Kosmos-Arbeiten Größenunterschied Mensch versus Kirche nicht unwichtig; Kathedralen ansehen, wie Naumburger Dom Naumburger Dom buntes Glas statt kalt und abweisende Wände 1200 n. Chr. entstanden in Frankreich, England, Spanien und im Rheinland prächtige Kathedralen steinernen Gestalten sollte Leben eingehaucht werden Körpergerüst unter dem Gewand fühlbar gemacht (Konturen Arme und Hände durch Stoff sichtbar) Naumburger Dom und seine Stifter, © Jan Siegmeier
Stifter des Naumburger Doms: für Künstler nur Namen, denen er Leben spendete Künstler im 13. Jahrhundert wollten nicht mehr nur Vorbilder aus Musterbüchern abzeichnen Ausbildung und Erziehung des Künstlers: als Lehrling bei Meister angefangen; Anweisungen befolgt und unbedeutende Bildteile ausgeführt; Szenen aus Büchern kopiert und neu arrangiert Aussehen Abgebildeter unwichtig (Künstler gab König Krone und Zepter, Bischof Mütze und Krummstab und versah die Skulptur mit dem jeweiligen Namen) Frankreich im 13. Jahrhundert reichste und mächtigste Land Europas Universität von Paris = Mittelpunkt abendländisches Geistesleben