Einzelgespräch Schellbach

Mittwoch, 17. Januar 2018

Klasse Bildende Kunst Büste Büste und große Bilder umgestellt, da Kommilitonin Kommilitone für Tests Wände benötigt Diplom Arbeit Werkstatt Holzwerkstatt ab 9:30 Kasten für verhüllte Arbeit gebaut zweite Holzplatte 80 x 100 cm zugesägt Leisten auf 25 mm gehobelt, auf 45-Grad-Gehrung gesägt Holzplatten bei Leistenbreite um 5 mm verdünnt Leisten an Rückplatte geleimt morgen früh Vorderplatte befestigen und Seitenbereiche sauber angleichen Einzelgespräch Schellbach Arbeiten im Klassenraum gezeigt mit aufgestellter Ganzkörper-Plastik Blattarbeiten in rahmenlose Bilderhalter (morgen noch bestellen, direkt in HGB liefern lassen) keine Arbeitsblätter aus Werkstatt zeigen, nur solche, die ich selbst als Arbeit sehe zusätzlich Fotoausdruck Hinterkopf zeigen in Werkstatt mit ihm Büsten angesehen entweder nur Ganzkörperplastik zeigen, oder mit mehreren Ton-/Gipsbüsten in Tagen vor Diplom ausprobieren eventuell zu viel und unfertig naturalistische Büste könnte ständig mit mir verglichen werden, Ablenkung von Ausstellung wenn Ganzkörperplastik als einziges, dann im Raum konzentrierter Einleitungstext ihm in kommenden zwei Wochen vorlesen ca. 20 bis 25 Blattarbeiten nächste Woche rahmen und an Wand lehnen Werkstatt Plastisches Gestalten weiter an Ganzkörperplastik gearbeitet Kopf letztes Mal vergrößert, weiter modelliert Übergang Vorder- zu Rückseite an Taille schmaler Übergang Brust zu Arm überarbeitet, Arme modelliert mit zweitem Spiegel Spiegelbild Rücken bearbeitet morgen Beinstellung festlegen und an mir nachprüfen, ob wirklich stimmig weiterhin Hände modellieren Friedrich Fröhlich, nach 11 Stunden Arbeit müde, aber zufrieden

Freitag, 20. November 2015

Einzelgespräch Schellbach (im Atelier) soll Zwischenschritte nicht entwerten, sind für das "Große" wichtig "Horizont" bleibt im Hintergrund bestehen, davor viel schaffen über Drang nach Neuem geredet (wie Kubismus Kubismus durch Realismus) und was heute so einer wäre (Problem der Postmoderne Postmoderne !) was Künstler (wie Picasso Pablo Picasso ) antrieb, ob die Theorie oder das "einfach Schaffen" im Vordergrund stand (meist bestimmt erst nachträglich überhöht theoretisch betrachtet) Bruno Latur "Wir sind nie modern gewesen" Bertold Brecht: nicht politische Kunst machen, sondern Kunst politisch machen [?] zu den Konstellationen: auf Leinwand ganz andere Wirkung (eher als "Malerei" wahrgenommen) umsetzen Umsetzungs-Ideen in Liste sammeln und umsetzen (bisher zu verstreut) bei Konstellationen geht es zwar noch nur um Form (und was beim Betrachter dabei entsteht, wie Symbol [h-h-h-v], Raumplan [h-h-s-f], …), dennoch mehr ausprobieren Konstellationen als Übung / Studium an Wirkung, an Geraden, an Material betrachten schauen, welche Ergebnisse in meinem Denken aufgehen (die dann weiter verfolgen) seinen Vorschlag, ob Klassentreff in meinem Atelier, per E-Mail bestätigen / ablehnen Vorlesung Relevanz der Kunst / Kunst der Relevanz (vorbereitende Infos, Diskussionsreihe, 2.12. / 16.12. / 13.1.2016) "Kunst muss es geben: das steht nirgends geschrieben." (Adorno Theodor W. Adorno zur prinzipiellen Fragwürdigkeit künstlerischer Praxis) Kunst geht keine objektive Notwendigkeit voraus ist zwar Bedingung ihrer Autonomie, aber dadurch scheint sie aus ethisch-politischer Perspektive generell anfechtbar durch gegenwärtige globale Krise verschärft sich Dilemma (Ästhetik gerät gegenüber Ethik und Politik in die Defensive) erster Termin: "Relevanzdiktat und das Spezifische der Kunst" seit 20 Jahren erneute Hinwendung zu sozialen und politischen Problemstellungen Kunst um ihrer selbst willen zu produzieren: erscheint Künstlern nicht nur unbefriedigend, sondern aufgrund vieler großen Krisen auch fragwürdig statt auf sich selbst zu reflektieren soll Kunst Verbindung zur realen Welt suchen Bemisst sich heutige Relevanz nur nach ihrer Öffnung aufs Soziale? Oder sind künstlerische Praxen relevant, die auf Zweckfreiheit / Eigengültigkeit von Kunst beharren? zweiter Termin: linke Kunst (interessiert mich nicht so) dritter Termin: "(Un)Möglichkeitsraum Kunstfeld – eine Bestandsaufnahme" Warum und zu welchem Ende studiert und produziert man Kunst? Begehren nach Relevanz Relevanz u. a. als Anteil am Kunstmarkt Kunstmarkt (ökonomischer Erfolg Erfolg ), Reflexion auf soziale Verhältnisse oder auf ihre eigene Produktion hin unterschiedlich verstanden "Im Zentrum der Diskussion soll die Frage nach der Motivation künstlerischer Praxis im Verhältnis zu den Bedingungen und Grenzen der Institution Kunst stehen."
Diese Netzpublikation gibt Einblick in mein Kunststudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig von 2012 bis 2018. Ich möchte niemandem schaden, sondern meine Studienzeit in all ihrer Komplexität festhalten – in Bezug auf das Studium, die Kunst im Allgemeinen und meine eigene Arbeit. Fehlerhafte Informationen sind ungewollt Teil der Notizen, bedingt durch meinen Wissensstand und teils unleserliche handschriftliche Notizen. Zitate sind nur dann angegeben, wenn ich sicher bin, dass sie korrekt wiedergegeben wurden, auch wenn sie aus dem Zusammenhang gerissen sind. Meine künstlerische Arbeit thematisiert vor allem Suche und Zweifel. Gespräche mit Professoren und Dozenten fließen in meine Notizen und meine künstlerische Entwicklung ein.

Leipzig, 13. Dezember 2016