Friedrich Fröhlich

Atelier Nun wohnen wir schon einige Tage in der Wohnung in Schleußig. Den Arbeitsraum teile ich mit Jonathan. Es ist ein kleiner Raum mit einem großen Tisch in der Mitte. Es ist sehr beengend. Die ganzen fertigen Papierarbeiten und kleinen Plastiken lassen keinen Platz zum Arbeiten. Ungenutzte Bilderrahmen und Archivboxen sind bereits in der Abstellkammer verstaut. Ein zusätzliches Regal über der Tür bietet nur wenig zusätzlichen Stauraum. Dazu wurde gutes Parkett verlegt und die Wände wurden mit einer speziellen Farbe bestrichen. Mit Pinsel, Farbe, Kleber, Wachs und Gips arbeiten würde das Parkett und die Wände beschädigen. Selbst mit ausgelegter Folie würde ich immer arg aufpassen müssen. Ich glaube nicht, dass ich in dem Raum arbeiten kann. Tot bin ich! Tot meine Kunst! Überlege mir nun einen anderen Ort. Um die Kosten niedrig zu halten möchte ich den Raum Jonathan überlassen und das eingesparte Geld in Fahrten nach Lauta investieren. So könnte ich einmal im Monat für eine Woche nach Lauta reisen und dort im Keller der Villa meiner Schwester arbeiten. Im großen Garten kann ich auch modellieren und abgießen. Ich frage sie.