• [ Aufnahme Anfang. ]
  • Ich seh's nicht mehr ein!
  • Ich beschränke mich so stark damit, wenn ich versuche ein Auge wie ein naturalistisches Auge aussehen zu lassen.
  • Gleichzeitig sehe ich ja in so vielen Sammlungen, Ausstellungen, wo Köpfe gezeigt werden, aus den unterschiedlichsten Zeiten, dass Augen unglaublich vielfältig umgesetzt werden.
  • Es gibt kein naturalistisch bei den Augen.
  • Hab ich den Eindruck.
  • Schon alleine eine Pupille zu modellieren.
  • Also mit Licht und Schatten zu modellieren.
  • Da entsteht ja ne Form, die gar nichts mit der Natur zu tun hat!
  • [ Pause. ]
  • In dem Moment kommt also der Bildhauer ins Spiel.
  • Ich bin aber so eingezwängt und versuche die äußere Form zu modellieren.
  • Eines Auges.
  • Und komme deshalb irgendwie nicht voran.
  • [ Pause. ]
  • Um nicht in den alten Trott reinzukommen, hab ich jetzt aus Absicht die Augen sehr ...
  • Nicht schräg.
  • Leicht verformt.
  • Also aus Absicht Unregelmäßigkeit reingebracht. Damit ich nicht so versteife, bei den Augen.
  • Und jetzt sind ja auch ganz andere Augen bei herausgekommen.
  • Bei dem neuen Kopf.
  • [ Pause. ]
  • Ich weiß jetzt nicht, ob es die sind, die mir gefallen. Aber es ist ein Weg dahin!
  • Einfach mal krumm machen!
  • Formen reinbringen, die es gar nicht gibt!
  • Aber diese ganzen vielen kleinen Sachen ...
  • Wenn sie zusammenspielen oder wenn sie gegeneinander spielen ...
  • Das ist beides gut!
  • Nur sie müssen miteinander in Beziehung stehen.
  • [ Pause. ]
  • Ansonsten zerfällt der Kopf.
  • Das passiert sehr schnell!
  • Also den Moment abpassen, wo die ... die ... die kleinen Formen zueinander in Beziehung stehen, DEN muss ich erreichen.
  • [ Aufnahme Ende. ]