Friedrich
Fröhlich

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Gestern mit Ton eine neue Büste angefangen. Das Material bestimmt die Form. Ton verleitet mich beim Modellieren zum Schieben und Glätten der Oberfläche. Es wird nur nie wirklich glatt. Schon alleine dadurch, dass der Ton bei Wasser quillt, wird die Oberfläche immer im Wandel bleiben. Weiches Plastilin bringt ohne bewusstem Zutun den Moment des Modellierens in die Plastik hinein. Glätten ist nicht so einfach, da Plastilin reißt, also sich nicht so gut verbindet, wie es bei Ton der Fall ist. Der Arbeitsprozess, sich durch Druckdelle und Fingerabdruck äußernd, bleibt in Ergebnis sichtbar. Beim grauen Plastilin, hart, wird die Oberfläche der Plastik glatt. Da ich langsam arbeiten muss (kleine Stücken mit den Fingern wärmen und dann auftragen) wird das Objekt detailreich (außer ich nehme mich bewusst zurück). Ablenken tuen beim Modellieren eines Kopfes zwei Dinge: Einmal die Ohren und zum anderen die Augen. Die Ohren, weil sie den Blick von der Hauptform zum Rand hin ablenken. Die Augen, weil sie den Blick auf sich ziehen und alles drumherum verschwimmt. Je ausdrucksstärker oder kontrastreicher die Augen modelliert sind, desto stärker die Ablenkung. Deshalb: Ohren und Augen bei aktueller Büste anfänglich nur andeuten und erst zum Ende hin ausarbeiten.