Ganzkörperplastik An Ganzkörperplastik gearbeitet. Zuerst schien es mir falsch, eine Pose einzunehmen und zu modellieren, die mir im Alltag nie in den Sinn kommen würde. Ich musste mich immer wieder ermahnen, dass es eine Übung sei und keine künstlerische Arbeit. Also ein Objekt ist, an dem ich mich ausprobieren kann, ohne es hinterfragen zu müssen. Im Nachhinein bin ich froh — den aktuellen Stand anschauend —, dass ich mit wachem Auge, fixierendem Blick, immer weiter arbeitete. Es ist nicht nur, dass ich beim Beobachten und Modellieren die Zeit vergaß, sondern auch den Druck, etwas Ausstellungsreifes zu produzieren. In einem Satz: Es machte mir einfach Freude! Die Pose ist übertrieben. Und das ist gut so! Mich würde es stören, wäre es eine Pose, die in Verbindung mit emotionalem Handeln stehen würde. Das wäre ich nicht. Sie ist so übertrieben, dass ich mich auf das Modellieren konzentrieren kann und nicht auf die Aussagefähigkeit. Was mich reizt ist der kubistisch anmutende Sockel in Verbindung mit dem fleischigen Körper. Der Gegensatz, das Nebeneinander. Beide Elemente beziehen sich aufeinander, sind aber nicht vom anderen vereinnahmt. Anders wäre es, würde ich eine Kugel modellieren und sie zwischen die Beine legen. (Was ich auch zwischenzeitlich tat.) Das Objekt ordnet sich dann der menschlichen Gestalt unter, würde also eine Geschichte erzählen müssen.