Friedrich Fröhlich

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Mundvase (Entwurf)
37, Gips


Als ich einmal bei der Zahnärztin war, hat die Zahnärztin gemerkt, dass bei dem einen Zahn ein kleines Stück abgebrochen ist. Und dann kam sie dadrauf, dass ich in der Nacht mit den Zähnen knirsche! Was mir ja gar nicht eingefallen wäre, weil ich das nicht mitbekomme. Weil ich dann ja schlafe. Jonathan hat dann mal eine Aufnahme gemacht, wo ich das auch höre. Oder wo ich schnarche. So genau weiß ich das gar nicht mehr. Und deshalb wurde mir eine Zahnschiene hergestellt. Und da hab ich dann das Positiv bekommen. Beim nächsten Termin hab ich die Zahnärztin dann gefragt, ob ich das Negativ haben kann. Nee! Ob ich das gegossene Positiv haben kann. Weil das Negativ ist ja das, was an die Zähne in der Nacht rankommt. Und ich wollte das Positiv haben, damit ich davon wiederum einen Abguss machen kann. Also hat sie mir das gegeben, weil sie das nicht mehr brauchte. Hab das mit nach Hause genommen und hab dann erst einmal eine Silikonform hergestellt. Und jetzt kann ich ganz viele Zahnabgüsse von meinem eigenen Mund abgießen! Und da kam mir die Idee mit der Vase. Dass ich meinen Mund nehmen kann für eine Vase. Da ich aber keinen Brennofen habe, ist das eigentlich nur ein Entwurf. Da kann man kein Wasser reinmachen. Das ist lediglich Gips. Aber mir gefällt diese Idee, dass eigene Körperteile, wie die Zähne, in so einem Gebrauchsgegenstand übergehen. Deshalb steht diese Zahnvase jetzt in meinem Atelier.