Friedrich Fröhlich

< >
Ohne Titel
33, Tierschädel, Schnur, Holz
13 × 31 × 3.3  cm


Diesen Schädel, also diesen Teil von einem Schädel, hab ich in Mecklenburg gefunden. Oder ihn hat eher ein Hund gefunden und ich hab ihn dann aufgehoben. Und gesagt, dass das mein Schädel ist. Den hatte ich dann lange Zeit einfach so an die Wand gehangen. Also die andere Seite, wo man die Knochenstruktur von drinnen sehen kann. Die Struktur, die ist sehr spannend. Und jetzt ... äh ... hab ich noch einen Holzrahmen dazugebaut, der auf Pappe geleihmt ist, und hab den Schädel reingelegt. Die Schnur, die ist wie so nen Netz, was sich über ein Skelett legt. Skelett ist ja irgendwie ein Fremdwort, oder kommt daher, und heißt irgendwie ausgetrockneter Körper. Und ich wollte diesem ausgetrockneten Körper, diesem Tierschädel, wieder eine Form geben. Zuerst wollte ich ... ähm ... Wachs nehmen und reingießen. Dass der sozusagen ... ähm ... über den Schädel sich legt und dann aber langsam runter fließt. In die Schale. Und nur ein Teil am Ende bedeckt ist. Und man sieht dann ja immer noch ein wenig durchschimmern bei dem Wachs. Aber ich wollte den Schädel dann nicht ... ähm ... beschädigen und hab ... hab dann geschaut, was ich hier noch hab. Und da hab ich die Paketschnur hier gesehen und drübergelegt. Und einige Bindungen ausprobiert. Ich hab also Bildhauer gespielt. Es gibt einen ausgetrockneten Körper, einen Grundstock. Und darüber hab ich etwas gelegt, damit eine Form entsteht, Flächen entstehen. Das ist so, als hätte ich Haut drüber gelegt.