Friedrich Fröhlich

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Selbstbildnis
32, Mischtechnik auf Papier



Bevor ich das Bild angefangen habe zu malen hatte ich glaube ich bloß so Plotterzeichnungen gemacht. Also es war alles sehr sauber! Wenn alles sehr sauber ist dann wird es schnell so leblos. So unmenschlich. Und Plotterzeichnungen sind nun einmal eine sehr feine ... ähm ... Arbeit. Also wo alles genau eingestellt werden muss und wo ich alles bereits vorarbeite. Also der Kopf ... Das ist viel Kopfarbeit. Und wo ich dann auch aufpassen muss, dass das Papier keine Knicke hat und so weiter. Und die Stifte ... ähm ... immer wieder ausgewechselt werden. Und irgendwann nervt das halt und ich muss irgendwas machen, was ... ähm ... wo ich einfach die Hände bewegen kann! Wo ich irgendwelche Stifte in die Hand nehmen kann. Irgendwelche Pinsel. Wasser. Und einfach drauf losmalen kann. Und hier hab ich einen Spiegel genommen und dann einfach ... ähm ... meinen Kopf gezeichnet. Ohne drüber nachzudenken, wo was genau hin muss. Also auch ohne Schattierungen. Das ist einfach so dann entstanden. Es sieht, finde ich, auf der einen Seite sehr ... irgendwie hässlich aus! So ungeplant. So ganz ohne Handwerk! Und das stimmt ja auch. Davor hatte ich mir auch Bücher und Ausstellungen angesehen, wo ... äh ... Also Kunst von psychisch Kranken. Das hängt jetzt ganz oben im Flur.