Friedrich Fröhlich

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Ganzkörperporträt
32, Kohle auf Papier



Unter dem großen Arbeitstisch hatte ich eine lange Papierrolle gefunden. So siebzig Zentimeter breit oder so. Aber ganz lang. Die hab ich dann ausgerollt. Auf dem Boden. Da musste ich noch den Teppich vor dem Bett wegräumen, damit da genug Platz ist. Die Enden hatte ich dann glaube ich mit Büchern fixiert, damit es sich dann nicht wieder zusammenrollt. Dann hab ich noch ... ähm ... Kohle genommen. Kohlestücken. Hab mich dann ausgezogen und auf das Papier draufgelegt und dann versucht erstmal die Umrisse vom Körper nachzuzeichnen. Den Kopf hatte ich da dann richtig aufs Papier gedrückt und dann mit der einen Hand, ich glaube die rechte, die Ränder nachgezeichnet. Deshalb ist auch die linke Seite im Bild ... ähm ... so komisch verzerrt. Also da fehlt ja irgendwie der Oberarm. Und der Unterarm. Weil dieser Arm, der war dann glaube ich der, mit dem ich gezeichnet hatte. Und ich dann halt wechseln musste. Deshalb sieht das so aus. Und je näher ich den Beinen kam, desto ... ähm ...mehr hab ich mich dann nach vorne gebeugt. Bis dann zum Schluss die Füße dran waren. Wo ich dann richtig auch zwischen die Zehen gezeichnet hab. Danach bin ich aufgestanden. Nein, ich bin nicht aufgestanden. Ich hab mich dann einfach auf's Papier immer so positioniert, um eine bestimmte Stelle nachzubearbeiten. Also zum Beispiel um bestimmte Beinmuskeln nachzuzeichnen. Also ich hab sie mir angeguckt am eigenen Körper und dann halt gleich gezeichnet. Und für das Gesicht, was ich ja selbst nicht sehen kann, hab ich einen Spiegel genommen und hab den dann daneben gelegt und das Gesicht dann nachgezeichnet. Der Blick vom Auge ist sehr schön.