Friedrich Fröhlich

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Auf dem Leipziger Südfriedhof
33, Mischtechnik auf Papier
14.8 × 21  cm


Das war auf dem Friedhof. Da waren Gräber. Viele Bäume! Und viele so ne weißen Blumen. Kleine. Auf der grünen Wiese. Mit zehn Blättchen eigentlich. Und Bänke! Die waren aber noch ein bisschen dreckig. Danach war meine kurze Hose ... Die ist ja schwarz! ... auch dreckig. Und ich hab das aber nicht reinigen können. Deshalb ist die jetzt in der Waschmaschine! Und da hatte sich, als ich da saß, so eine Spinne, ... Also als ich da gezeichnet hatte. Diese große Wiese. Da hat sich so eine Spinne so ein Nest gebaut. Und zwar mit meinen Schuhen! Da haben dann diese feinen Linien so geglänzt. In der Sonne. Ich musste das dann halt kaputt machen. Sonst wäre ich jetzt noch da! Auf der Bank. Und ein Vogel ist da rum geflogen. Und ein paar Menschen. Also sehr leer. Zwei alte Menschen. Die haben irgendwas von nem Eichhörnchen gesagt. Und da hab ich denen dann gesagt, dass ich das auch gesehen hab. Und dass es nach da gegangen ist. Und da bin ich auch nicht nur am Weg entlang gegangen. Sondern auch so quer durch die Wiesen. War sehr friedlich! Der Tod oder so, der ... Obwohl ja da ganz viele Gräber waren! Der war aber irgendwie nicht ... Der lag irgendwie nicht über dem Friedhof. Und auf dem Friedhof da durfte ich auch nicht Fahrrad fahren. Und das ist dann richtig schön. Weil dann hab ich ... Also beim Gehen da bekomme ich überhaupt erstmal die Umgebung mit. Beim Fahrradfahren denke ich immer von A nach B. Ich sehe zwar viel. Aber das ist dann gleich wieder weg! Durch nen neuen Eindruck. Und wenn ich da langsam entlanggehe ... Und ich sehe da ja nicht nur mehr! Sondern zum Beispiel der Fuchs, der blieb ja nur auf dem Weg, weil ich ... äh ... langsam ankam. Wäre ich mit dem Fahrrad gekommen, dann wäre der gleich weggegangen. Oder die Spinne mit dem Netz. Die hätte ihr Netz ja nicht an meinen Füßen gemacht. Weil das Fahrrad viel zu schnell weggewesen wäre. Da hätte ich das Netz nur gleich kaputtgemacht. (2.5.2019)